Artikel des Tages Juni 2018

Bitte beachten, dass Freitag und Samstag, während der Feiertage und Kongressen keine Artikel des Tages erscheinen !

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Artikel des Tages, 18.06.2018

Gestern haben wir im ersten Unterricht die Vorbereitung zum Kongress begonnen. Seit dem  gestrigen Unterricht sind 24 Stunden vergangen, und der Zustand hat sich geändert. Kann sein, dass die Begeisterung von gestern heute nicht da ist, und es ist gut so, denn die gestrige Errungenschaft soll heute ein Abstieg sein – sonst rücke ich nicht auf. Wie bewege ich mich fort – stelle das eine Bein vorwärts? Es  bleibt das andere Bein hinten, wenn ich das andere Bein nach vorne stelle. Und wieder steht das Bein, das voran war, hinten. Deshalb sollten wir uns beobachten – bin ich in der guten oder nicht so sehr guten Stimmung aufgestanden, bin ich heute von dem Unterricht begeistert oder nicht? Es ist schon Vergangenheit, es war gut, aber jetzt brenne ich nicht mehr.  

Ich muss jetzt verstehen, dass es ein Merkmal des Aufstiegs ist – so sollen wir aufrücken. Deshalb bin ich froh darüber, dass ich eine Schwere empfinde, das ich als ein kleines Kind oder als Neuling nicht aufgeregt bin. Jetzt soll ich wenigstens zu dem Zustand des Erwachens kommen der gestern war – wenn ich es mir als meine Arbeit vorstelle, und nicht als das Geschenk von Oben.

Deshalb muss man sich jedesmal prüfen: ob ich am Erwachen, an der Wichtigkeit arbeite, dass die Vereinigung, die das Herz des Kongresses und aller Unterrichte ist, so wichtig für mich ist, dass die sich im Zentrum der ganzen Realität befindet, und  ich mich damit identifizieren kann. Kurz gesagt, ich habe eine Arbeit über die ich froh bin, denn wenn es heute für mich schwieriger ist als gestern – bedeutet es, dass ich mich weiterentwickelt habe. Es bedeutet, dass ich mich jeden Augenblick prüfe, ob ich das gestrige Erwachen erreicht habe.

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Stellen wir uns vor – ein Mensch ist buchstäblich neutralisiert: sein Egoismus ist antriebslos: es gibt keine Zukunft, nur die Finsternis, nichts begeistert ihn und nichts treibt ihn vorwärts. Wie können wir ihn praktisch erreichen? Wie sagen wir ihm nicht einfach nur: „komm, gehen wir zusammen aus zum trinken und zu quatschen – wir haben es schon hinter uns“? Wie können wir ihm das spirituelle Erwachen übermitteln?

Warum, wenn wir uns abgesehen von dem Freund der gefallen ist, mit den Punkten im Herzen trotz unserem Egoismus vereinigen, verleihen wir ihm so die spirituelle Kraft? Ist es nicht klar? Angenommen, dass du wie immer der arme Schlucker des Zehners bist und was machen die neun Freunde? Sie packen bewusst ihr Ego aus, setzen seine Wichtigkeit herab und heben die Vereinigung, die Punkte im Herzen, das Ziel des Werks und des Schöpfers hoch. Wenn auf dich aus Diskrepanz zwischen der Gruppen Vereinigung und der Abtrennung, der Wichtigkeit der Spiritualität und ihre Missachtung einwirken, so liefern sie dir die höchste spirituelle Kraft. Dank ihr wachst du tatsächlich auf und kannst diese Kraft verwenden, um fortzuschreiten und dich an sie anzuschließen. Mit deinem Abstieg hast du ihren Aufstieg herbeigerufen, und sie geben es dir zurück.

Bespricht es zusammen, wie geht ihr vor, wenn ihr im Begriff seid dem Freund zu helfen, der out ist? Es ist keine spirituelle Arbeit, mit egoistischer Kraft zu wecken – so handelt man in der materiellen Welt, die spirituelle Kraft ist ein Glaube über dem Verstand, das Geben über dem Nehmen, Bina über Malchut – der Unterschied zwischen den zwei Punkten.

 

Artikel des Tages vom 17.6.2018

Wieso spreche ich darüber und wieso kommt genau jetzt dieser Gedanke bezüglich des alten Automobils, zu mir? Weil wir in Europa viele Gruppen haben: „alte“ und nicht so „alte“ und völlig neue. Es gibt auch solche Menschen, die nicht in der Gruppe arbeiten. Wir müssen das berücksichtigen und uns anstrengen, uns alle zu einer Richtung zu führen, zu einer Anstrengung, zu einem „Zündung – System“.

Darin soll auch unsere Kraft beinhaltet sein, die sich schon einigermaßen in der richtigen Richtung befindet und versteht, kennt, wahrnimmt (das Wichtigste vor allem: wahrnimmt!) dass genau dort, in der Verbindung der Eingang in die wahre Welt ist. Und hier existieren wir im unbewussten Zustand, als ob wir im Nebel wären. Also, wir sollen verstehen, welche Verantwortung auf jedem von uns, der sich auf dem Weg befindet, liegt: er ist verpflichtet ein gewisser Abschleppwagen zu sein, der dieses „Wrack“ zieht, das nicht selbständig fahren will. Jeder soll sich daran beteiligen, hier steht uns eine sehr große Arbeit bevor: Attacke für die Verbindung.

Wir haben immer noch nicht bezüglich der Gespräche zwischen dem ersten und dem zweiten Unterricht, während des Kongresses, gesprochen. Ich denke, dass wir besonders zum ersten Unterricht reden sollen und eine Hommage an die gemeinsame Anstrengungen des europäischen Kli im Vorbereitungsprozess aussprechen.

Also, um es kurz zu sagen, steht vor uns eine große Arbeit und wir sollen nur eins verstehen, dass es überhaupt nicht am Kongress liegt. Es wäre wünschenswert, dass der Zustand  einer so großen Versammlung, Verbindung noch vor dem Kongress entstehen würde. Und der Kongress selber nur zu einem freudigen Ereignis wird. Damit die Stärke der Einheit noch davor entsteht, wir uns verbinden und innerhalb unser Verbindung alles offenbaren, was wir laut Programm offenbaren sollen.

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Wie überprüfen wir die Richtigkeit der Handlung der Liebe zu den Geschöpfen, die der Liebe zum Schöpfer vorausgeht? Wie kümmern wir uns nur um die zwei Bedürfnisse des Geschöpfes, nur um die Verbindung und nutzen den Schöpfer ausschließlich dafür? Ansonsten werden wir uns „die Beine brechen“. Wie kommen wir dazu, dass wir uns um die Freunde mehr  kümmern, um die Verbindung der Gruppe, als um die Offenbarung des Schöpfers, des Ziel der Schöpfung? Kurz gesagt, wie kümmern wir uns um die Liebe zu den Geschöpfen, Freunden, mehr als um alles andere, ansonsten werden wir uns „die Beine brechen“?

Erinnert ihr euch, was Baal Sulam schreibt:“ Russland hat eine große Sünde begangen.“ Was ist da passiert? Sie haben den Schöpfer verlassen. Was bedeutet das aber? Weil die Liebe zu den „Geschöpfen“ das Wichtigste ist! Also, die Frage ist, ob es einen Widerspruch zwischen diesen beiden Stufen gibt, wenn wir die Liebe zu den Geschöpfen vor der Liebe zum Schöpfer platzieren? Wie kombinieren wir sie zusammen, aber zuerst nach der Wichtigkeit, nach dem Handeln, wo steht die Liebe zu den Geschöpfen?

Vielleicht wird es uns helfen (wie Rabash schreibt), dass ich hinter jedem Freund  den Schöpfer sehen soll? Unterscheide ich dabei zwischen dem Freund und dem Schöpfer? Also der Schöpfer ist Rosch (der Kopf) und der Freund ist Guf (der Körper) und so verhalte ich mich ihnen gegenüber.

 

Artikel des Tages vom 14.06.2018

Ausgewählte Ausschnitte aus dem Morgen Unterricht

Attacke für die Verbindung (9)

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Wir sind verpflichtet mit der Attacke für die Verbindung weiterzumachen. Ich sehe, dass wir dem entgegensteuern und vielleicht sogar Erfolg erzielen. Aber, ehrlich gesagt, wieso heißt das „die Attacke“? Weil wir den Zustand „die Söhne Israel haben aufgeschrien von der schweren Arbeit“ erreichen sollen. Dann werden wir ein integrales, riesiges, gemeinsames Verlangen zur Verbindung offenbaren, das unsere Seele darstellt. Und innerhalb dieser Seele werden wir die höhere Kraft offenbaren, unseren Schöpfer, der Sich uns offenbaren wird.

Auf der anderen Seite sind wir nicht imstande dies zu tun. Wir bemühen uns so sehr, wir strengen uns an in Richtung Verbindung, aber als Resultat kommt es so, wie es Rabash beschrieben hat: … der Mensch hat einen durchlöcherten Eimer und so viel Wasser er da hinein füllt, genauso viel fließt aus den Löchern raus. Und es bleibt nichts für den Menschen übrig.

So, von Mal zu Mal, benutzt der Mensch unterschiedlichste Methoden und Mitteln. Das können Freundes Versammlungen sein, Kongresse, Unterrichte, und abends

„ der Sohar“, die Verbreitung und alles Mögliche. Wir sehen, dass alle diese Mitteln unsere Verbindung nicht begünstigen, sondern vergrößern nur, ihren Mangel, unser Leiden.

Weil die Verbindung für uns klarer, verständlicher wird und es wird für uns mehr als der Platz, in dem sich der Eingang für höhere Dimension befindet, in „Glaube über dem Verstand“. Und je schneller wir nach vorne rennen, desto schneller rennt sie von uns davon und breitet sich dabei aus und entfernt sich von uns.

Dann sehen wir, dass wir einerseits nicht richtig im Stande sind sie zu erreichen, andererseits aber müssen wir sie erreichen, weil wir sonst keine Lebenskräfte haben werden. Und noch mehr: wir werden nicht fähig dem Schöpfer Genuss zu bereiten, wenn wir die Eigenschaft des Gebens nicht erreichen werden.

 

Deswegen entsteht in uns „der Schrei“, „das Gebet“. Hier offenbaren wir, dass das leidenschaftliche Gebet, der Schrei, die erwünschte Handlung ist, die uns die Möglichkeit gibt die Hilfe des Schöpfers zu offenbaren. Also die Kraft des Gebens, die zu uns kommt. Auf diese Weise fangen wir an auf dem spirituellen Niveau zu arbeiten.

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Es tauchen auch solche Möglichkeiten, in Nutzlosigkeit dessen ich schon überzeugt wurde auf und ich war auch schon deswegen verzweifelt. Diese Möglichkeiten haben in mir eine Spur des geschmacklosen, faden und leeren Geschmackes hinterlassen. Ich muss mir aber sagen, dass ich nicht dieses als Möglichkeiten empfinden soll, sondern in Jeder von ihnen eine Chance für den Schöpfer zu arbeiten sehen soll. Es ist gut, dass der Schöpfer mir so einen Zustand geschickt hat, den ich nicht genießen kann. Dann bitte ich um die Möglichkeit, für den Schöpfer handeln zu können.

Das bedeutet, dass wir alle Geschmäcker verloren haben; das Streben, die Energie verloren haben. Wir werden nicht mehr nach vorne gezogen, wir haben nicht mehr frühere Kraft, die uns zum Ziel führt oder vom Ziel abstößt. Genauso ein Zustand ist der Fortschritt, weil ich jetzt nicht nach vorne renne und mich nicht mit Hilfe des Egos anzünde. Das Ziel ist jetzt nicht so schnell erreichbar wie früher, als der Egoismus mich angestupst hat. Wenn ich jetzt aber auch nur sehr wenig Kraft für das Voranschreiten zum Ziel forme, wird das mein persönliches Voranschreiten, meine persönliche Wahl. …

So erlange ich die Absicht fürs geben, weil es absolut klar ist, dass es für mich keinen Nutzen in dieser Sache gibt, ansonsten würde mein Egoismus mir helfen. Ansonsten würde ich nach solchen Handlungen streben, weil ich daran Genuss empfinden würde. Es ist so, wenn der Mensch sich nicht nur, in der Verzweiflung von seinen Handlungen, sondern auch vom Ziel befindet, dann hat er die Möglichkeit mit Hilfe des Gebetes, mit Hilfe der Freunde, selbstständig, eine neue Etappe zu entwickeln, zu beginnen.

In dieser Etappe arbeitet man nicht durch egoistischen „Brennstoff“, sondern auf der von oben erhaltenen Neigung und das Streben zu etwas Anderem.

Wie gehen wir von der Arbeit mit der inneren und egoistischen Energie, für das Ziel, in einen Zustand über, wo wir an der vorherigen Arbeit verzweifeln und nach neuen Formen, der Arbeit, zu suchen?

Artikel des Tages, 13.06.2018

Jeder kommt zum Unterricht in einem unerwünschten Zustand. Wie kann man sich heute so einstellen, dass wir unabhängig vom gestrigen Problemkorb, mit allen nicht wirklich zielstrebigen Wünschen, mit der ganzen Schwere von den gestrigen nicht realisierten Bestrebungen die Attacke organisieren? Die Vereinigung ist das Ziel, die Attacke – das Mittel, und wir sind die Vollzieher. Was geschieht, was hat jeder im Korb? Kann sein, dass der Korb sich in einen Rucksack verwandelt und jeder hat ein Schutzmittel und Angriffsmittel darin, oder ein Buch das uns sammelt und ausrichtet. Wie organisieren wir den Angriff auf die Vereinigung? Lasst uns im Zehner darüber sprechen.

Wie nehmen wir alles was gestern war, sortieren es aus und beginnen mit dem nützlichen, wichtigen, notwendigen, aktuellen Material zu arbeiten? Mit dem Übrigen beschäftigen wir uns später und so sammeln wir jedes Streben, jede Ausstattung die wir brauchen. Kurz gesagt, so organisieren wir uns allmählich für den Angriff.

Wie sollen wir aus allen unseren Zielen die wir für uns bestimmen unsere Rede zum Schöpfer organisieren? Unsere Waffen und Informiertheit sind nützlich, aber die erfüllende Kraft ist immerhin der Schöpfer. Wenn wir den Zustand „und stöhnen die Söhne Israels von der Arbeit“ erreichen?

* * *

Ist uns klar, welche Art des Angriffes wir verwenden können? Welcher Zehner versteht und bestimmt die Art des Angriffes, den man anwendet?

Im Verlauf dessen, dass Sie sagten – einer war einer Vorstellung, ein anderer bei der Großmutter und über all das muss man den einheitlichen Gedanken bilden, mit dem wir schlafen gehen – der Gedanke über die Vereinigung, mit dem wir Morgen zum Unterricht kommen, damit jeder am Ziel ausgerichtet und nicht für sich selbst da ist.

Ich habe es nicht verstanden… ich kehre von der Großmutter zurück, einer von der Hochzeit, ein anderer aus dem Gericht, noch ein anderer vom Fußball, wobei wir nicht wissen, wer gewonnen hat… und morgen früh versammeln wir uns, na und?

Wie wir schon besprochen haben – nur ein Gedanke über den Zehner hält uns zusammen  und lässt nicht zu, dass wir dem Übrigen verhaftet sind.

Jetzt treffen wir unter uns eine Vereinbarung, dass alle Ereignisse, die im Laufe des Tages geschehen werden, unsere Vorbereitung auf die Vereinigung ergänzen. Gut, wir haben es gemacht. Jeder hatte irgendwelche Ereignisse – die Tante, den Fußball, die Freunde, sonst was, wir kommen  zum Unterricht, jeder mit den eigenen Eindrücken. Was sollen wir mit unseren Eindrücken tun?

Wir sollen diese Ereignisse bearbeiten, sie sind uns für den Aufstieg von Oben, vom Schöpfer gegeben. Was bedeutet „für den Aufstieg“? Sicher ist alles zum Wohl, aber dieses Wohl kann entweder ein langer oder ein kurzer Weg sein, wie kann man den nutzen? Wie können wie heute den gestrigen Tag fortsetzen, damit „heute“ in Beziehung zum „gestern“ steht?

Heute war ein besonderer Unterricht, alle waren ein wenig benebelt, schläfrig und es ist gut so. Man muss es jetzt überwinden. Was rät ihr, wie kann man zu einem „starken“ Unterricht hinaufsteigen?

 

Artikel des Tages vom 12. Juni 2018

Was bedeutet eigentlich die Verzweiflung, besonders im Zehner? Woher stammen die Kelim (Gefäße) dafür, was ist das?

Die Verzweiflung im Zehner bedeutet, dass wir das besondere Leuchten von oben erlangen können, weil alles Mögliche vom Licht stammt. Es gibt nichts, was von uns stammt: uns kommt es nur vor dass wir verzweifeln oder uns ärgern – das alles ist aber das Leuchten von oben, welches absolut alles gewährleistet und von oben stammt. Dieses Leuchten verleiht uns die Empfindung der Verzweiflung. Dir scheint es nun so zu sein, dass du gehst und keine anderen Varianten, Möglichkeiten hast, dass du hier keinen Erfolg erzielen wirst. Dann schreit man – man schreit, um die wahre Arbeit zu erlangen, mit der ich dem Schöpfer Genuss bereiten kann und ich erkenne nicht, dass sich nur diese Möglichkeit in meinen Händen befindet – das Einzige, was ich jetzt machen kann.

Es ist klar, dass diese Verzweiflung egoistisch ist und wir den Unterschied zwischen der Verzweiflung gesucht haben, die mit dem grundlosen Hass verbunden ist: der Unterschied zwischen der spirituellen und materiellen Verzweiflung.

Die spirituelle Verzweiflung bedeutet – dass ich dem Schöpfer keinen Genuss  bereiten kann, kein Kli vorbereiten kann, der sich offenbaren und genießen kann. Ich soll die rechte und die linke Linie in der mittleren Linie verbinden, um darin zu offenbaren, dass Er Genuss infolge meiner Arbeit empfindet. Worin besteht meine Arbeit? Meine Arbeit besteht eben in „sie stöhnten“. Ich soll die Verzweiflung erlangen, der Kli vorbereiten, alles andere kommt von oben. Realisiere ich etwas eigenhändig? Aber mit Hilfe verschiedener Bemühungen im Zehner, wenn wir uns gemeinsam bemühen. Wir bemühen uns und erlangen das besondere Leuchten – die Verzweiflung, dann schreien wir auch hinauf. Diese Zustände offenbaren sich in uns stufenweise – wir schreien hinauf und erlangen die Offenbarung – so können wir jetzt arbeiten.

Ist diese Empfindung im Kli des Gebens das Ergebnis der Arbeit der Verzweiflung?

Nein, denn wir haben noch kein Kli des Gebens, wir warten nur darauf, dass er offenbart wird. Wir schreien, weil sich unsere Kelim noch unter der Macht des Pharaos befinden. Wir offenbaren, dass sich unsere Selbstsucht ständig darin befindet, dass wir nichts geben können. Woher kommt, zu uns, die Kraft des Gebens? Wir schreien nur, dass wir nicht in der Lage sind, etwas zu tun, aber mit Hilfe der Bemühungen erlangen wir den Zustand, in dem wir angeblich etwas wollen, aber nichts können. Diese zwei Bedingungen heißen die Verzweiflung infolge der Arbeit.

Es sieht so aus, dass wenn ich verzweifelt bin, dann bin ich auch einverstanden in diesem Zustand zu bleiben.

Nein, wenn du weinst, schreist und bittest – bist du dann einverstanden?

Aber wenn ich die Kräfte habe, um zu schreien und die Überzeugung darin, dass der Schöpfer mir helfen kann?

Nein, du verwechselst das mit den Zuständen, die du in dieser Welt empfindest. Hier gibt es die Verzweiflung nur infolge deiner Handlungen und nicht wegen dem Ziel oder dem Wunsch das Ziel zu erreichen: du verzweifelst an der Methode, entsprechend welcher du handelst. Du siehst auch keine andere Methode. Wenn sie sich aber offenbaren würde, dann würdest du sie ergreifen und deine Arbeit mit der noch größerer Bemühung fortsetzen. Die Verzweiflung kommt nur infolge der Arbeit. Die Methode entsprechend der ich handele ist vorerst egoistisch, ich annullierte die Selbstsucht noch nicht und befinde mich in der Macht des Pharaos – deshalb stöhnten die Söhne Israels von der Arbeit. Sie wollen eine spirituelle Handlung begehen, sehen aber nicht wie sie zu realisieren ist, aber empfinden schon, dass es hier die Handlung eines anderen Charakters, aus einer anderen Welt geben soll.

Warum gibt es in diesem Zustand die Überzeugung darin, dass der Schöpfer uns jetzt helfen kann?

Weil das Verlangen des Gebens, das Verlangen, die Verschmelzung mit dem Schöpfer zu erlangen, bleibt und ich zweifle nur an meiner Arbeitsmethode.

Ich weiß nicht, wie es richtig zu beschreiben ist – der Angriff „auf“ die Vereinigung, oder „für“ die Vereinigung, oder „gegen“ alle Hindernisse auf dem Weg zur Vereinigung. Das ist euch doch klar? Der Angriff soll so lange andauern, bis wir die Vereinigung und darin die Höhere Kraft offenbaren werden, das heißt der Angriff soll nicht aufhören und ständig andauern. Es ist unser Leben und wir sollen in der Bürgschaft, in der gegenseitigen Hilfe alle behüten, weil der Angriff allgemein für alle Freunde erfolgen soll und nicht individuell. Eben darin besteht  unser Problem, weil wir individuell nicht dazu kommen können. Wir können auf dem Weg verschiedene Begriffe kennenlernen, aber den Zustand, welchen wir – als die letzte Generation begreifen sollen – ist ein Zustand, der gerade in unserer Vereinigung offenbart werden soll, entsprechen unserer individuellen Bemühung. Ja, es gibt hier die Konkurrenz und der Neid kann uns helfen, wobei der Neid positiv sein kann: wenn ich die Handlungen beneide, bei denen jeder seinem Freund hilft und ich mit meiner Hilfestellung noch im Verzug bin. Folglich greife ich alle an, weil ich allen helfen will sich zu verbinden. Wenn ich danach suche, wo ich die eigene Teilnahme einsetzten kann, dann ziehe ich alle Möglichkeiten in Betracht, die jeder von uns hat, um die Vereinigung zu beschleunigen, denn wir sollen hier – wie im Angriff sein. Der Angriff kann auch auf die Vereinigung sein und dieser Zustand ist auch richtig.

 

Artikel des Tages vom 11. Juni 2018

Unsere Arbeit besteht darin, um alles was mit uns geschieht, Ihm zuzuschreiben. Auch unseren Erfolg. In allem was geschieht haben wie keine andere Arbeit, als nur mit Ihm. Wir sollen auch unsere Sprache kontrollieren, damit sie sich so verändert, dass der Schöpfer alles macht und nicht wir in der Verbindung zwischen uns (wie darüber in den Freundes-Liedern gesungen wird). Nicht ich erledige alles wenn ich von meiner Liebe spreche, sondern in dem Maße, indem ich die höhere Kraft erwecken kann, die das macht. Wir sind keine Helden, der einzige Held ist der Schöpfer. Man muss den Akzent ändern: über wen reden wir, auf wen sind wir ausgerichtet, wer macht alles von der Seite des Bösen und bereitet für uns die Bedingungen, damit wir Ihn brauchen werden und zum Guten kommen.

Von welchem Krieg wird gesprochen? Sie haben gesagt, dass dieser Krieg zwischen dem Guten und dem Bösen ist.

Die Macht. Die Macht über dem Menschen.

Wie macht man das? Wie erweckt man diesen Krieg?

Der Mensch überprüft sich, was in ihm spricht.

Was bedeutet das? Was muss ich tun?

Worüber denke ich, was verstehe ich, was nehme ich wahr, wie höre ich, wie rede ich, was bewegt mich? Ich denke über die gute Zukunft, über den guten Zustand: Erfolg zu haben, mehr Sicherheit zu bekommen in jedem meiner Zustände und so weiter. Oder ich denke über dies alles, aber gegenüber der Gruppe? Ständig nur an die Gruppe, alles befindet sich außer mir.

Heißt das, dass ich offenbaren soll, dass ich mich ständig in dem Streit zwischen diesen beiden Sachen befinde?

Zwischen den beiden Eigenschaften in dir. Und ständig alles in die Macht der Vielen verlegen.

Der Mensch ist aber nicht imstande dies zu tun und dann braucht er die Hilfe?

Du hast jemanden an den du dich wenden kannst: an die Freunde, damit sie dir mit Arvut helfen und an den Schöpfer.

Ist das der Krieg?

Es gibt nichts anderes. Nur dieses kleine Territorium.

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Was sind „die Gedanken zum Wohle des Nächsten“?

Die Gedanken, die Wünsche, die Handlungen zum Wohle des Nächsten bedeuten, dass ich den Nächsten wahrnehme, ich spüre was er will und mache alles im Einklang mit seinem Verlangen. Das ist alles. Alleine kann ich natürlich nichts für den Nächsten tun. Ich wende mich aber an den Schöpfer, damit der Schöpfer für ihn das macht, was Er will. Als ob ich zum Schöpfer sprechen würde:“mach für ihn das Gute und ich bezahle!“ Verstehst du das?

Ein Beispiel aus unserer Welt: wir sind befreundet, wir gehen aus der Bar raus. Ich bin betrunken, ich verstehe nichts. Du bringst mich zum Taxi, gibst dem Taxifahrer 100 Schekel und bittest mich nach Hause zu fahren.

Ich bin nicht fähig das auf die natürliche Weise zu tun.

Bist du nicht fähig das zu tun? Ich glaube dir.

Kann ich an das Wohl des Nächsten denken? Ich bin doch ein kleiner Egoist?!

Unternimm solche Handlungen, auch wenn du es nicht willst. Begreife dieses Beispiel und tu es. Du kannst anstatt den Freund, den Schöpfer bitten, dass Er die Korrektur macht. Du kannst nicht, der Freund kann nicht, der Schöpfer kann aber. Er antwortet nicht auf die persönliche Anfrage des Freundes ihn zu korrigieren. Als Antwort aber auf deine Bitte für den Freund, macht Er das. Das bedeutet, dass „der Mensch  seinem Freund helfe“.

Wann kommt der Nutzen davon?

Wenn du die Freunde haben wirst, die für dich bitten werden, wirst du spüren welchen Nutzen du davon hast. Wenn du dich zur Spiritualität bewegen willst, wird das erst dann passieren, wenn deine Freunde für dich beten werden. Sie werden sich an den Schöpfer wenden und sagen:“ wir bezahlen, Hilf ihm bitte!“. Und Er wird das tun, weil das das Geben ist. Wie kann es anders sein? Du denkst, dass etwas anderes Arvut heißt? Das ist das höhere System und es wird dir erklärt, wie es funktioniert. Der Mensch kann nichts für sich selber tun.

Muss ich das tun auch wenn ich nichts verspüre?

Du sollst das annehmen, was dir die Kabbalisten sagen und handeln. Dann bekommst du von der Praxis ein Gefühl. So macht ein Kind das, was die Erwachsenen tun. Erst danach fängt er an zu verstehen, was das bedeutet. Das nennt man die Erziehung durch die Nachahmung. „Aus Deinen Taten werden wir Dich erkennen“.

Artikel des Tages vom 10. Juni 2018

Welche Handlung für die Verbindung ist am effektivsten? Das Gebet oder gibt es noch etwas?

Die effektivste Handlung für die Verbindung ist: wenn ich nicht mich wahrnehmen will, sondern den ganzen Zehner, ganz Bnei Baruch. Das ähnelt dem, wie man sich um das kleine Kind kümmert. Du nimmst nur das Kind wahr und alles andere sind nur die Mittel um sich um ihn kümmern zu können. Das ist die beste Handlung, wenn jeder sich so sieht. Und wenn es gelingt, indem  du dir die Verbindung vorstellst, beginnst du das zu spüren, was dort geschieht. Als ob das System der höheren Welt sich von der Ferne dir annähern würde.

Wir sind einen langen, guten Weg gegangen und deswegen fordere ich euch auf, die letzte Anstrengung vor dem Auszug aus Ägypten zu unternehmen: sich zu bemühen. Alles andere macht das Licht. Wir sollen aus dem Druck auf die Verbindung nur das offenbaren, was uns daran hindert: den bösen Trieb. Sobald er erscheint, verstehen wir, dass es unmöglich ist uns zu verbinden. Und dies kommt nicht von der Faulheit, Müdigkeit oder ähnlichem. Wir sehen, das dies unrealisierbar ist. Wir sehen, dass alles die höhere Kraft macht, dass dies höher als wir ist. Dann wenden wir uns an den Schöpfer.

Das ähnelt dem, wenn das Kind das älter ist, den Kleineren beleidigt hat. Der Kleine weint und wendet sich an die Mutter. Was kann er noch tun? Versteht ihr diese Situation? Also, genau zu so einer Situation sollen wir kommen. Alle diese Sachen sollen sich nach der Kette der Wahrnehmungen und Handlungen ereignen, auf eine natürliche Art und Weise. Man muss ständig drücken und nochmal drücken. Aus der Aussichtslosigkeit wird das in einen Schrei übergehen und dann bekommen wir die Hilfe.

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Ich möchte, dass ihr in der Suche nach dem neuen Weg, zusammen seid. Wir sollen diesen Weg finden. Wir sind im Prinzip die erste Generation, die Pioniere der letzten Generation.

Ich wünsche mir, dass wir nachdenken, welche Übungen wir vor dem Kongress machen können. Oder vor jedem Unterricht. Damit wir die Zehner noch mehr zusammenschweißen (oder die Achter, wie das am Kongress sein wird). Wie machen wir es so, dass die Menschen verstehen, dass der Erfolg von der Verbindung zwischen ihnen abhängt, von ihrer inneren Annäherung? Deswegen muss diese Frage dem ganzen Zehner gestellt werden. Und die Antwort kommt aus dem Zentrum des Zehners, aus ihrer tiefsten Mitte. Wenn alle zusammen sitzen und zwischen sich das Zentrum der Ausrichtung auf das Ziel erschaffen, die Konzentration der Kraft und des Verlangens. So ein inneres Zentrum des Zehners, wo man sich im voraus freut, wo man darauf wartet, dass sich uns der Schöpfer offenbart.

Das Wichtigste ist aber, was wir wie bis jetzt auch sehen (und wahrscheinlich wird es sich nicht ändern), dass wir zur Offenbarung des Bösen kommen müssen. Das Streben zur Verbindung muss so groß sein, dass wir wahrnehmen wie wir diesen Platz der Verbindung „erwärmen“. Dieses Zentrum zwischen uns wird zu einem heißen Metallball, der seine Wärme in alle Richtungen ausstrahlt. So stark, wie wir in diese Verbindung rein möchten! Dann wird uns offenbart, dass wir dazu nicht fähig sind, weil uns etwas daran hindert. Wahrscheinlich nähern wir uns dem und dem reinkommen, wir verbinden uns aber nicht, wir können uns nicht miteinander „verschmelzen“ und jeder bleibt mit seinem „steinernen“ Herzen, das nicht zur Lava wird und deswegen können wir uns nicht verbinden.

Wir sollen spüren wie stark dieser innere Widerstand ist. Genau das nennt sich „das steinerne Herz“. Diesen Stein ist es unmöglich zu schmelzen. Hier hilft nur das Gebet an den Schöpfer, nur Er weiß, wie man unsere Herzen „schmilzt“ und daraus einen einheitlichen „Teig“ macht.

 

Artikel des Tages vom 7. Juni 2018

Warum sollen wir „den Angriff“ auf die Vereinigung durchführen?

Weil wir den bösen Trieb anders nicht offenbaren können. Alles, was wir in dieser Welt haben, alle „schmutzigen“ Gedanken der Menschen und die Handlungen der Tiere – wird als der böse Trieb bezeichnet und gehört zum tierischen Niveau. Wir offenbaren das menschliche (sprechende) Niveau erst dann, wenn es sich um den Konstrukt „Adam“ handelt. Es geht um die Verbindung aller Verlangen in die Struktur des einheitlichen Parzufs – HaWaYaH. Wir haben diese Struktur noch nicht gebildet. Wenn wir uns dieser Struktur annähern wollen, dann sollten wir die Anstrengungen in der Verbindung zwischen uns machen: und zwar entsprechend dem, was uns die Kabbala, die Kabbalisten, die Urväter, unsere Lehrer vorschreiben.

Deshalb haben wir eine Pflicht, die Vereinigung, die Bürgschaft, die Einheit, das Bündnis – all diese Eigenschaften zu erlangen. Wenn wir auf die Vereinigung „drücken“, dann können wir diese „Schlange“ aufdecken, die sich irgendwo dort, hinter unserem „Steinberg“ versteckt. Denn unsere Herzen sind – wie der Felsen, wobei sich die Steinchen dieser Felsen miteinander nicht verbinden wollen. Wenn ihr aufeinander drückt, dann beginnt „die Schlange“ heraus zuschauen, die sich zwischen uns versteckt und nur so können wir sie offenbaren.

Das ist nicht der böse Trieb, an welchen die Menschen immer denken, dass er in ihrem Leben, in unserer ganzen Welt, in den Beziehungen zwischen den Familien, den Menschen, den Völkern usw. anwesend ist. Der böse Trieb zeigt sich nur gegen die Vereinigung, weil die Vereinigung für ihn seine Geburt symbolisiert. Der böse Trieb hat sich nach dem Zerbrechen des verbundenen Ganzen gebildet und stirbt, wenn die Vereinigung korrigiert wird, wird er wieder hergestellt.

Deshalb müssen wir in die Verbindung investieren, den Angriff auf die Vereinigung begehen, den bösen Trieb wecken, um ihn deutlich zu erkennen, wenn er sich zeigen wird. Wir sollen gerade darauf bei der Vereinigung gerichtet sein und werden diesen bösen Trieb als Hindernis gegen die Vereinigung offenbaren, wonach wir den Grund für unser Gebet finden. Folglich werden wir erkennen, wie schwach wir sind: wir werden die eigene Kraftlosigkeit vor der Verbindung offenbaren – jeder einzelner von uns und alle zusammen.

Dann wird der beschriebene Zustand „Die Söhne Israels haben infolge der unangemessenen Arbeit ausgesöhnt“ offenbart.

Lasst uns anschauen, wie wir an diesem Angriff auf die Vereinigung herankommen, um den Prozess der Aufspürung des bösen Triebes und später seiner „Verbrennung“ zu beginnen.

Ich wende mich an alle unsere Gruppen in Israel und im Ausland, besonders in Europa – es wäre wünschenswert, wenn sie am sonntäglichen Morgen Unterricht teilnehmen würden, weil wir dort all das besprechen werden, was auf dem Kongress geschehen wird, um daraus einen Ort unserer Vereinigung zu schaffen. Das wird interessant sein und wir werden Vieles daraus lernen.

Was ist der Kli (Gefäß) im Zehner?

Kli im Zehner ist unser allgemeines Verlangen, welches wir aus den einzelnen Punkten im Herzen bilden. Wir sprachen darüber, dass unsere Punkte im Herzen „brennen“, sie fragen uns: „wofür wir leben?“- sie wollen erkennen, worin der Sinn und das Wesen des Lebens besteht. Hierfür sollen wir sie ins einheitliche System verbinden, wobei es nicht  genügt sie bloß zur Einheit anzustoßen. Wir brauchen das höhere Licht, das uns hilft, diese Punkte miteinander zu verbinden, um jeden einzelnen Punkt aus dem Ego herauszureißen. Wir sollen buchstäblich jeden einzelnen Punkt im Herzen aus unseren Innereien herausziehen, die sich nach dem Ziel der Schöpfung richten, um diese von allen anderen Zielen zu reinigen, zu deren Erreichung wir jedes Mal fliehen.

Wenn diese Punkte korrigiert werden, dann sollen sie miteinander verbunden werden: wir sollen uns  bemühen, darauf zu drücken, damit sie vereinigt werden. Es ist quasi notwendig, diese einzelnen Punkte zu schmelzen, damit sie zu einem Punkt verschmelzen. Folglich werden wir empfinden, in welchem Ausmaß wir dieser Handlung widerstehen und wie „die Schlange“ hervortritt, die sich dort „in den Felsen“ dieser Punkte verbarg.

Dann werden wir bitten und schluchzen, weil wir uns sehr vereinigen wollen, aber dort „die Schlange“ offenbaren, die sich stark unserem Willen widersetzt.

Diese zwei Kräfte kämpfen miteinander und das wird immer so sein. Wir haben auch heute studiert, dass „das Eine kommt, um das Andere zu beweisen“ und wir beginnen tatsächlich, den Schöpfer zu brauchen. Wir kommen auf diesem Wege mit Hilfe des Lichtes voran, das zur Quelle zurückführt. Wir erlangen die erste Verbindung, innerhalb welcher wir die höhere, neue spirituelle Stufe offenbaren. Das ist eben der Weg. Wir werden hoffen, dass wir uns auf diesen Zustand auch auf dem Kongress vorbereiten werden.

 

Artikel des Tages, 6. Juni 2018

Welche Form der Vereinigung im Zehner wird uns ermöglichen, gegen das Böse zu kämpfen?

Offenbart ihr das Böse untereinander? Wenn ihr das Böse in seiner materiellen Form offenbart, dann genügt das noch nicht, weil man sich darin bemühen soll, in den Herzen vereinigt zu werden. Das heißt, wir müssen unser materielles Leben und das spirituelle Ziel voneinander trennen: entsprechend unserem spirituellen Ziel sollen wir in unserem Verlangen, in unseren Erwartungen verbunden sein, und zwar unabhängig davon, wo wir uns physisch befinden, ob nah oder fern voneinander, ob es zwischen uns irgendwelche materielle Streitigkeiten gibt. Es gibt doch in der Familie auch Streitigkeiten zwischen dem Vater und der Mutter oder zwischen den Eltern und den Kindern, aber es gibt auch den Punkt, der unabhängig davon alle vereinigt und zusammen festhält. Auch hier muss man verstehen, dass es verschiedene Konflikte auf dem materiellen Niveau geben kann, aber sie betreffen nicht den Punkt der Vereinigung, an welchem ich mit den Freunden verbunden sein soll, um die Seele zu bilden. Dort gibt es diese Konflikte auf dem materiellen Niveau und hier gibt es sie auf dem spirituellen Niveau und ich achte nur auf meinen bösen Trieb, den ich aus allen übrigen materiellen Eigenschaften meines Tieres hervorhebe. Der böse Trieb  gestattet mir nicht, vereinigt zu werden, er stößt ab, stößt mich von der Vereinigung ab und nur hier gibt es die Arbeit, hier ist eben die Hauptarbeit. Wir sollen den Zustand erlangen, in welchem wir gemeinsam sitzen und alle materiellen Zustände wegwerfen, wir verzichten auf alles, was für uns unwichtig ist – aber wir sehen aus den Punkten im Herzen deutlich, dass wir nichts machen können. Dann weinen wir, wir trauern darüber, dass wir nicht in der Lage sind uns zu verbinden und diese Empfindung des Kummers führt uns zum Gebet, zum Schöpfer hin. Das ist eben das zerbrochene Herz.

* * *

Wenn ich verbreiten soll, dann fühle ich sofort den inneren Widerstand, aber wenn ich etwas dafür machen soll, um den Freund zu mögen, dann bleibt die Kraft, die mich abstößt, vor mir verborgen. Warum ist das so?

Sie hat keinen Ort, um sich darin zu offenbaren: es gibt zwischen uns keine Verbindung, mit der wir den bösen Trieb offenbaren können, um anschließend um das Gute zu bitten. Das Gute können wir nicht offenbaren, denn das Gute ist der Schöpfer – Er steht jetzt vor uns und wir sollen das Böse offenbaren, um darüber hinaus den Schöpfer zu offenbaren.

Soll ich meine Freunde innerlich mögen und dann wird alles geschehen?

Was bedeutet innerlich? Ja, innerlich. Wie kannst du denn noch mögen, äußerlich?

Ich verstehe nicht, wie  ich das innerlich machen soll?

Du sollst empfinden, dass ihr in der inneren gegenseitigen Verbindung das einheitliche Verlangen erlangen werdet, worin sich der Schöpfer offenbart, weil man Ihm nur so  Genuss bereiten kann. Der Schöpfer bekommt nichts von dir, wie die Mutter, die ihren Kindern sagt: „ich will, dass ihr euch vereinigt, um gut miteinander zu spielen, um einander zu helfen, damit ihr die Freunde, die wahren Brüder seid. Wollt ihr mir Genuss bereiten? – Bitte, kommt zu mir, ich will sehen, dass ihr vereinigt seid“. Kommt nur einer heran und sagt: „Mutter, mit mir ist aller in Ordnung“. „Was ist denn in Ordnung? Wo ist dein Bruder?“ Kommt der zweite heran und sagt dasselbe. Beide sollen gleichzeitig zu ihr kommen, um ihr dadurch die Freude zu bereiten.

 

Artikel des Tages vom 5. Juni 2018

Sie sagten, dass Sie darauf hoffen, dass es für uns in den neuen Zehnern unkomfortabel und ungewöhnlich sein wird. Wie können wir diesen Zustand beibehalten?

Wir haben uns hier versammelt, um der neuen Gesellschaft den Grundstein zu legen, wir sprechen darüber nicht zum ersten Mal in den vergangenen 20 Jahren, sondern wir sprechen darüber jeden Tag.

Wie können wir diesen Zustand jeden Tag erleben?

Wir sollen uns, die ganze Zeit darin bemühen, im Punkt vereinigt zu werden, in dem sich die Kraft des Gebens und der Schöpfer befinden: wir – seitens des Kli (Gefäßes), Er – seitens des Lichtes.

Wie ist die Arbeit im Zehner zu intensivieren? Was hängt von mir ab und was ist von den Freunden abhängig?

Die Intensität der Arbeit im Zehner hängt von uns allen ab, deshalb haben wir am Anfang des Weges ein Bündnis und die Bürgschaft abgeschlossen: „der Mensch soll seinem Nächsten helfen. „Wir sind verpflichtet, aufeinander zu drücken, einander anzuzünden, maximal voneinander zu fordern – den Druck ausüben, die Beispiele vorzuführen. Wenn wir das Zentrum der Gruppe nicht offenbaren, worin wir alle unsere Punkte im Herzen verbinden wollen, um sie dort in einen Punkt zu vereinigen – dann haben wir hier nichts zu tun, wir verbrennen einfach unser Leben.

* * *

Ihr könnt euch aufteilen oder es doch nicht tun, hier geht es nicht um den Druck, oder um den Wechsel des Zehners, sondern es geht um die intensiviere innere Arbeit, um die neue Arbeit – das ist eben das Wichtigste. Was ist der Unterschied zwischen den Gesichtern, die sich neben mir befinden, ob es diese Personen sind, oder andere sind, das alles ist unwichtig. Vielleicht waren die alten Zehner effektiver, aber ihr habt jetzt so entschieden. Für mich ist das Wichtigste, dass diese Erneuerung nicht auf dem materiellen, sondern auf dem spirituellen, inneren Niveau erfolgt, weshalb lasse ich die Gesichter, die Eigenschaften der Menschen, alles was diese Welt angeht außer Acht.

Der Punkt im Herzen bezieht sich nicht auf diese Welt, ich will nur die Punkte im Herzen meines Zehners vereinigen, diese aus dem Herzen herausreißen, weil sie nicht dem Herzen gehören. Wir sollen nur das Streben zum Schöpfer, zu Geben, zur Vereinigung und alle erhobenen spirituellen Eigenschaften der höheren Welt zusammen mit unserem Streben vereinigen – denn das wird schon ein Gebet sein. Lasst uns beginnen, daran zu arbeiten, bis der böse Anfang offenbart wird und unsere Arbeit verhindert. Dann werden wir beginnen, einerseits den guten Anfang, das Streben zur Vereinigung empfinden und andererseits den bösen Anfang, der uns verhindert. Folglich werden über zwei Kräfte des spirituellen Geschöpfs verfügen.

 

 Artikel des Tages, 04.06.18

Während der gesamten Woche sprechen wir bezüglich des Glaubens über dem Verstand. Ich habe die ganze Woche versucht euch  das Thema näher zu bringen und merke, dass wir den entgegengesetzten Zustand behandeln sollen – den Hass. Den haben wir nicht – wir empfinden keinen Hass zueinandern, wir sind gleichgültig. Wir sitzen, sprechen, singen – gestern habe ich euch bei der Freundes Versammlung gesehen – alles läuft problemlos – und es ist nicht gut. Es ist ein Merkmal, dass wir die guten Kräfte nicht ausreichend verwenden, um das Böse zu enthüllen.

Ich fühle eure Abneigung gegenüber dem Thema des Glaubens über dem Verstand. Wir kauen das Thema durch und erreichen nichts.

Nur eine Woche und es reicht euch schon? So fühle ich.

Wunderbar! Ich hörte es ständig im Laufe von einigen Jahren und verstand nicht, worüber er (Rabash) spricht. Der Glaube über dem Verstand! Was ist das? Ich verstand nichts. Sah ihn an wie ein Hund sein Herrchen sieht und nichts versteht, was er von ihm will.

Warum haben wir keine Abneigung gegenüber den Freunden und gegenüber allem, was hier geschieht – wir empfinden keine Abneigung und keinen Hass, und zu diesem Thema ist schnell der Hass entstanden?

Nein, nein, es kann in uns keinen Hass wecken, weil wir es nicht verstehen. Der Hass kann nur unter der Bedingung entstehen, dass du verstehst, wozu du verpflichtet bist, aber deine ganze Natur ist dagegen. Bezüglich dem Glauben über den Verstand empfindest du es nicht, weil du nicht weißt, was es ist, du weisst aber, was Vereinigung ist. Wenn mir gesagt wird, dass ich mich mit den Freunden verbinden muss, weiss ich, dass ich die Freunde buchstäblich küssen muss, mit denen zusammen sein, und auch noch die Zehner wechseln – mit wem soll ich es machen? Sich wieder vor der neuen Vereinigung zu beugen?

Ich soll begreifen, dass ich nicht fähig bin, mich zu vereinigen, ich will es nicht – ich stoße es ab – nur nicht das! Und den Hass, den Hass – so viel wie möglich. Jedoch rege ich ihn künstlich nicht an, sondern strebe  nach Vereinigung, nach Liebe, nach Unterstützung und merke, inwiefern es gegen meiner Natur ist. Erst dann werde ich dementsprechend Abneigung und Hass empfinden. Es muss aber erst enthüllt werden, es ist die Offenbarung der Wahrheit,  unserer wahren Natur. Der Wille zu empfangen wird enthüllt und ich habe dann einen Grund zu beten, dagegen zu arbeiten und sonst nicht.

***

Ein Mensch kann in der Tat nicht erkennen wenn der wahrhafte Hass gezeigt wird. Sind die Unterstützung und die Klärungen in der Gruppe nötig, um ihm zu helfen, zu erkennen, was geschieht?

Ja, ihr sollt nachdenken, wie ihr zum wahrhaften Wunsch kommt, vereinigt zu werden und dementsprechend werdet ihr den Hass empfinden. Wir gehen auf der rechten Seite, in der rechten Linie – zur Vereinigung und enthüllen dagegen den Hass. Wir suchen nicht das Böse! Sogar wenn ich wie „der Alte“ nach angeblich Verlorenem suche – ich habe das Chissaron verloren – es ist gut so. Kurz gesagt, wir suchen nicht den Hass  – wir suchen die Vereinigung, und wenn wir tatsächlich auf die Vereinigung ausgerichtet sind, werden wir Hass empfinden – gegen die Vereinigung und als Folge gegen die Freunde. Dann achte ich die Freunde nicht – ich will mich nicht vereinigen und stoße sie immer ab.

Wenn ich in der  Unlust, Hass zu empfinden oder bei der Nichtbereitschaft, eine Anstrengung zu unternehmen vor dem  Schritt bis zur Offenbarung des Hasses stehen bleibe, was kann uns zwingen den Schritt entgegen der Vereinigung zu machen?

Da kann man nichts machen. Ohne den Hass zu enthüllen, können wir nicht aufrücken. Es ist ein Merkmal dafür, dass wir uns nicht genug unter dem Druck des Verlangens zur Vereinigung befinden. Der ganze Aufstieg besteht darin, dass ich mich unter dem Druck zur Vereinigung befinde und erkenne, das ich es auf keinen Fall will. Und wir bleiben in der Mitte stehen, wollen uns nicht vereinigen und können so 20 Jahre bleiben. Deshalb haben wir in unseren Schritten keine Kraft.

 

Artikel des Tages vom 3. Juni 2018

Wir studieren, dass im Geschöpf, in diesem gesamten System, es den Schöpfer und das Geschöpf gibt; das höhere Licht und das Verlangen, das Er wie einen schwarzen Punkt aus Sich erschuf und ihn entwickelt. Innerhalb des Prozesses der Entwicklung, mit Hilfe des höheren Lichtes, hat dieser Punkt den Zustand erreicht, wo er sich als ein gewisses Geschöpf wahrnimmt: der Mensch in dieser Welt, der allein existiert, selbständig, steht in seiner eigenen Macht und ahnt nicht, dass er sich innerhalb des höheren Lichtes befindet. Er ahnt nicht, dass dieses Licht ihn lenkt, ihn dabei entwickelt und ständig einen Einfluss auf ihn nimmt.

Dieser schwarze Punkt, der Mensch in dieser Welt, begreift nicht, dass alles, was sich in ihm befindet, alles, was er tut, spürt, annimmt; absolut alles, von dem höheren Licht ausgeht, von der höheren Kraft. Genau darin besteht die Verhüllung, in der wir uns befinden. Unsere gesamte Arbeit besteht darin, diese höhere Kraft zu offenbaren, damit es uns klar wird, dass sie auf uns einwirkt und wir haben keine Freiheit, im nichts außer dem einen: zu wünschen, dass diese Kraft zurückkehren soll und uns lenken soll (was auch jetzt in Wirklichkeit geschieht, aber ohne unser Wissen).

Deswegen existieren zwei Welten: die niedere Welt, in der wir uns angeblich unter unserer Macht befinden und die höhere Welt: wenn wir offenbaren, dass alles nur von oben kommt, vom Licht, vom Schöpfer.

***

Genau hier, in dieser Arbeit, klären wir hauptsächlich, wo unser freie Wille sich befindet. Wo wir wirklich dank der Verhüllung und Enthüllung in der Mitte die Freiheit der Wahl erkennen können. Dort werden wir als Geschöpfe existieren und nicht unbewusst bleiben. Wir werden uns aber unter der vollen Macht des Schöpfers befinden oder im Bewusstsein Seiner Macht. Genau dort, in der Mitte, befindet sich dieser besondere Platz, wo wir unsere Unabhängigkeit feststellen können.

Ab wann geschieht das, wann passiert das?

Erst dann, wenn wir auf der Suche nach dem Zustand „Glaube über den Verstand“ sind. Allmählich offenbart sich die Wichtigkeit des Schöpfers und wird größer als die Wichtigkeit des Menschen. Das offenbart sich von oben auf so eine Art und Weise, dass manchmal der Mensch spürt, dass der Schöpfer in seinen Augen größer wird, als er selber. Und er ist bereit sein ganzes Leben in Ihn zu investieren, absolut alles. Diese Wahrnehmung kommt und geht, verschwindet und kommt wieder.

Diese Arbeit heißt „die Arbeit über dem Verstand“, „das Glauben über den Verstand“, „das Geben über die Kraft des Empfangens“. Weil das alles auf dem Verlangen zu empfangen basiert, welches sich schon früher im Menschen offenbart hat. Deswegen heißt das „der alte und dumme König“. Dieses Verlangen wächst aber ständig, zusammen mit der Kraft des Glaubens, damit es dem Menschen die Möglichkeit gibt, gegenüber der Kraft des Glaubens seine Selbständigkeit, zwischen den beiden Kräften als die mittlere Linie zu definieren. Genau dort treffen sich der Mensch und der Schöpfer.

Lasst uns diese Arbeit in der Kraft des Gebens, über die Kraft des Empfangens klären. Je mehr wir das klären werden, die Anstrengungen darin unternehmen, desto mehr werden wir verstehen, dass wir dies nur innerhalb der Gruppe, innerhalb des Zehners realisieren können. Deswegen ist die Bündigkeit der Bürgschaft, die Notwendigkeit der Verbindung „um den Berg Sinai“ die Vorbedingung für das Erhalten der Kraft des Gebens von oben ist.

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