Artikel des Tages November 2018

Liebe Freunde, bitte beachtet, dass Freitag und Samstag, während der großen Kongresse und Feiertage, kein Artikel des Tages erscheint. Wir bitten auch zu beachten, dass die Artikel des Tages Auszüge und Mitschriften der wörtlichen freien Rede aus dem Unterricht sind und  deshalb  an der einen oder anderen  Stelle vielleicht nicht immer ganz leicht zu verstehen ist.  Transkript von Rav Laitmans Unterricht.


Artikel des Tages vom 28. November 2018

Wir sollen verstehen, dass wir den Freunden nichts zu geben haben. Wir sollen uns nur wie die Form eines Kanals vorstellen, aber das Wohl, das Licht, das Geben kommt vom Schöpfer. Wir müssen es entdecken. “Wer für die Freunde betet, bekommt die Antwort als erster”. Warum als erster? Wie kann es sein, wenn ich erst jetzt aus mir herauskomme und bitte, dass ich die Kraft habe, den Chissaron, mich mit ihnen zu vereinigen, ihnen zu geben, aber was kann ich überhaupt geben? Wenn “wer für die Freunde betet, bekommt die Antwort als erste” – wofür bete ich dann? Die Erklärung: “wer für die Freunde betet” wird zum Kanal des Gebens. Er öffnet sich und möchte eine Leitung für den Durchgang des Schöpfers sein.

Es gibt der Größte – der Schöpfer, der Kleine ist der Freund und ich in der Mitte – nur weiterleiten, verbindend. Wie Baal HaSulam schreibt, “das Leitungsrohr, der das Licht, das Wohl, weiter leitet”. Selbstverständlich, dass er zuerst die Antworten bekommt, weil er das Geben weiter leitet. Ist es jetzt klarer?

Wie abgebildet: der Größte, der Größere und der Kleine. Der Kleine ist in diesem Fall mein Freund, der Größere bin ich und der Größte ist der Schöpfer. Wenn ich bereit bin und es mir sehr wünsche, obwohl ich nicht fähig dazu bin, bedeutet es “beten für den Freund”:  ich möchte geben – es ist meine erste Handlung. Der Schöpfer gibt mir solche Möglichkeit, wenn er mein МАN erhält – es ist 2. Er gibt mir die Fähigkeit, ein Kanal zu sein – es ist 3. Dann weiß ich, was mein Freund braucht – es ist 4 und der Schöpfer gibt mir die Möglichkeit, baut meinen Parzuf auf – es ist 5. Dann handele ich selbstständig weiter – es ist 6. Es besteht aus viele Handlungen.

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Ich bete für den Freund nur um eins: damit er erhält, was er möchte. Deine Frage

ist korrekt: ob man den Schöpfer bitten kann, dass Er den Wunsch der Freunde ändert, damit  sie geben wollen – vom Nehmen zum Geben? Hier stellt sich die Frage: ob ich den Freunden ihre Anstrengungen damit wegnehme?  Oder sind die Freunde nicht fähig, darum zu bitten und gerade ich soll für sie bitten? Eine komplizierte Frage. “Beten für den Freund” ist das Beste – ich bin auch kein Engel – ich bete, dass der Schöpfer ihm die Kraft des Gedankens, die Kraft des Gebens, der Absicht gibt und sich um ihn sorgt. Ich schreibe dem Schöpfer nicht vor, was er mit dem Freund macht, mein Ziel ist der Leiter des Kanal zu sein, das heißt – er soll das machen, was für den Freund gut ist und ich bin in der Mitte und möchte nur dazu beitragen. Mein Verlangen soll maximal neutral, formlos sein, wie ein Kanal – nicht einfach so hat er diese Form. Der Kanal hat nichts, er verbindet nur eins mit dem anderen und er selbst nimmt nicht daran teil. Er selbst hat keinen Verstärker, keine Ventile, keine Bedingungen – einfach nur das Rohr. Das möchte ich sein: gib meinem Freund, was du willst und ich bitte nur darum. Meine Bitte soll sehr einfach sein und dann funktioniert es. Es funktioniert auch für mich: damit forme ich mich spirituell bezüglich des ganzen Systems am besten. Und so macht es jeder, weil wir nichts brauchen. Vom Schöpfer geht das Licht aus, von Ihm geschaffenes Verlangen zu empfangen – der Empfänger und alle Geschöpfe. Das heißt, dass der Mensch in diesem System nur das kleine gerade Leitungsrohr ist.

Artikel des Tages von Dienstag,  27.11.2018

Im zweiten virtuellen Kongress – “In Arvut wie ein Mensch mit einem Herzen” – werden wir über die Essenz der Verbindung zwischen uns sprechen und darüber, dass es unser Ziel ist, die Kraft dieser Verbindung, ihre Qualität zu entdecken – in anderen Worten, den Schöpfer zu enthüllen. Wir haben viel zu tun und jeder muss sich Mühe geben, alles hängt von der Verantwortung jedes einzelnen ab: jeder sollte sich als Teil des Gesamtsystems verantwortlich fühlen. Das heißt, wenn jemand seine Funktion nicht zu 100% realisiert, wird der Fehler auf allen Stufen und in allen Verbindungen auftreten, die dieses gesamte System ausführen muss, um sich selbst zu korrigieren. Deswegen sollten wir uns auf das Material konzentrieren und um dieses Material herum müssen wir uns ständig um die Verbindung bemühen.

Es gibt hier viele Stufen und die erste (wie wir aus den Zitaten wissen) ist, dass jeder sich vom Nutzen für sich selbst abschaltet und sich sinnlich über das eigene “Ich” erhebt (d.h. über die Tatsache, dass dies auf mich bezogen und mit mir verbunden ist) und sich so der Gruppe hinzugeben, wie sich die Mutter ihrem Kind hingibt.

Und nur dann wird die Wichtigkeit klargestellt: was kann gut oder schlecht, effektiv oder störend für die Vereinigung sein. Jede Sekunde überprüfe ich mich selbst im Zusammenhang mit den inneren und äußeren Bedingungen, die der Schöpfer für jeden einzelnen und allen gemeinsam schafft, damit wir zu einem einzigen Kli werden könnten. Und in diesem Kli werden wir eine besondere höhere Kraft offenbaren und dann werden wir die gegenseitige Bürgschaft, die Vereinigung zwischen uns, in die Empfindung dieser Verbindungskraft, eingehen. Und dies ist bereits die höhere spirituelle Kraft. Deshalb ist unser Ziel – uns über das “Ich” zu erheben und in das “Wir” einzuschließen.

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Wie können wir durch unsere Bemühungen, wenn alle versuchen durch Arvut mit anderen verbunden zu sein, das Feld schaffen und dort seine „Frucht“ offenbaren – den Schöpfer, der sich enthüllt – und dies wird ein Zehner sein?

Wie verbinden wir unsere Anstrengungen durch unsere Arbeit: die gemeinsame Awiut und die allgemeine Kraft der Überwindung? Wodurch vereinen sie sich zu einem Kli mit einer gemeinsamen Awiut und einem gemeinsamen Masach? Jeder bemüht sich, aber durch welche Handlung verbinden sie sich? Was müssen wir zusätzlich zu unseren Bemühungen von den Freunden zu empfangen oder ihnen zurückzugeben, hinzufügen? Was muss noch hinzugefügt werden, damit es zu einem Kli verschmilzt, sodass zehn zu einem werden?

Was muss zu den persönlichen Bemühungen eines jeden hinzugefügt werden, damit es uns hilft, ein einzelnes Kli mit einer gemeinsamen Awiut und einem gemeinsamen Masach aufzubauen, so dass sowohl das gegenseitige Empfangen und das Geben zusammenkommen? Warum wird diese Kraft, diese Handlung, die die persönlichen Bemühungen eines jeden zusammenbringt, als Bürgschaft bezeichnet? Wie ergänzt sie unsere Bemühungen?

Artikel des Tages von Montag, 26.11.2018

 

Womit beginne ich das Gebet? Darf ich um die Kräfte bitte?

Um nichts bitten außer: “ich existiere nicht!  Mein “Ich” existiert angeblich nicht – es bedeutet Annullierung – damit fängt dein erster spiritueller Schritt an.

Gestern ist mir aufgefallen, dass je mehr ich für die Freunde bete, desto mehr Gründe habe ich, an mich selbst zu denken.

Richtig, es ist die Herzensschwere. Der Schöpfer hat begonnen, die Vision der Wahrheit in dir aufzubauen,  inwiefern du in dich selbst versunken bist.

Wie man sich immer da raus hält?

Die Arbeit, mein Schatz! Bis du fordernd schreist: “ich will nicht an mich selbst denken!”  Weil solange du an dich selbst denkst, kannst du an die Gruppe nicht denken, nicht mit der Spiritualität anfangen.

Ich weiss es, aber fühle, dass ich unfähig bin.

Die Übungen, nur die Übungen, sonst wird nichts helfen. Lasst uns diese Übungen einige Tage durchführen.

Gestern war ich beispielsweise ein Gesandte der Gesellschaft und bei jeder Möglichkeit habe ich für die Freunde gebetet, aber im Gegensatz dazu sah ich auch die Gründe, an sich selbst zu denken.

Wunderbar! Jetzt betest du nicht für sie  – ich erteile eine andere Übung: nicht für sich selbst zu beten. Für mich bitte ich um nichts, denke an nichts, jeden Gedanken, jeden Wunsch, jede Handlung um mich selbst schneide ich ab. Ich halte eine Schere in der Hand und schneide sie ab, lasse sie nicht sich zu entwickeln, nicht in mir zu herrschen.

Ich bitte auch nicht um die eigene Korrektur: “ich bin nicht in Ordnung, ich brauche Korrektur, ich will geben, hilf mir!” Ich existiere einfach nicht – darum muss ich beten. Es bedeutet die Selbstannullierung. Für dich selbst darfst du sogar nicht mal um das Gute beten, das du für die andere machen willst. “Je mehr du um das Gute für dich selbst beim Schöpfer bittest, damit du alles für die Welt machst, – als ob du existiert, bist du selbst das Zentrum des Gebets” Dadurch dass du nicht mal um das Gute für dich selbst bittest damit du alles für die Welt tun könntest, kannst du nicht nur das Kli des Gebens aufbauen, sondern lässt auch keine Funken des Nehmens erscheinen. Bittest du für dich, gehst du den falschen Weg, d.h. du sollst das Kli des Gebens aufbauen, “mit Seinen Eigenschaften verschmelzen und wie Er barmherzig werden. Deshalb,  wenn du für die Gesellschaft bittest, – d.h. ohne jede Verbindung zu dir selbst – wird das Gebet angenommen, da du mittels dieses Gebets mit der Eigenschaft des Gebens arbeitest. Und je nachdem, für wen du betest, – wenn du für alle betest – erscheint in dir die Kli des Gebens, in die das Licht des Gebens enthüllt werden kann “.

Bedeutet es, dass ich für mich selbst sogar um die Barmherzigkeit nicht bitten darf? Kann ich zumindest um die Hilfe für die Selbstannullierung bitten?

Du existierst nicht, vergiss dich, radiere es aus.

Und wie annulliere ich mich vor der Gruppe?

Es bedeutet die Annullierung – nicht um sich selbst zu bitten, einschließlich die Annullierung vor der Gruppe.

Es ist nicht klar.

Richtig, es ist nicht klar.  Wenn du aufhörst für dich zu bitten, erst dann verstehst du was es bedeutet, für andere zu bitten. Doch wenn du immer noch bittest: “ich will Null sein, mache aus mir die Null”, – willst du unendlich und nicht eine Null sein. Es ist so, weil du das Zentrum bist. Man darf nicht daran denken.

Gibt es ein Beispiel dafür?

Das Beispiel ist einfach: wie die Mutter angeblich nicht an sich selbst denkt, sondern nur an ihre Kinder – immer nur an die Kinder, hat sie keine Zeit, keine  Kraft, an sich selbst zu denken. So verpflichtet sie die Natur – daraus kannst du lernen, wie man es machen kann. Nur darin ist jeder Gedanke, jeder Wunsch, nur dorthin sind die Augen gerichtet. So kannst du das Geben erreichen.

 

Artikel des Tages von Sonntag, 25. 11. 2018

Ich erwische mich jedes mal dabei, dass ich für mich bete: was ist mit mir, wie geht es mir, was passiert, was wird passieren? Das ist mein Ausgangspunkt und dieser Punkt ist notwendig, weil ich aus dem Verlangen zu empfangen handle. Und das ist richtig, dass ich genau auf diese Weise erweckt werde: immer „zerbrochen“, egoistisch, in eigenen Gedanken, in Gedanken an meine Gegenwart und meine Zukunft. Wie schnell gehe ich zur normalen Form der Korrektur über. Also beginne für die Gesellschaft zu beten, zu verlangen, beginne mich um die Gesellschaft, um den Zehner zu kümmern?

Wie erschaffen wir so eine Atmosphäre, dass ich mich sofort daran erinnere, dass ich mich um den Zehner kümmern soll, weil genau das meine Seele ist? Wenn ich aber direkt an mich denke, bedeutet das, dass ich mich um meinen „Esel“ sorge, um meinen Körper: das Verlangen zu empfangen!

Wie organisieren wir die Bürgschaft, das Bündnis, die Verpflichtungen auf so eine Weise, dass man sofort, im selben Moment, wenn der Gedanke in mir erscheint, (und dieser Gedanke existiert ständig, da wegen dem Zerbruch in uns ständig neue Details für die Korrektur erwachen), dass wir zu den richtigen Klärungen und Korrekturen erwachen, bis wir die Verschmelzung im selben Verlangen zu empfangen erreichen, welches sich offenbart hat?

Wenn dieses Verlangen – für sich – zum „für’s Geben“ korrigiert und uns zur Verschmelzung mit dem Schöpfer führt, so werden wir sehr schnell vom zerbrochenen zum korrigierten Verlangen übergehen.

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Wie erbauen wir so eine Atmosphäre im Zehner, damit das langsam auf mich einwirkt?

Der Schöpfer erweckt das zerbrochene Verlangen und der Zehner erweckt das korrigierte Verlangen und dann gehe ich sofort von einem zum anderen über und ich kläre sehr schnell alle zerbrochenen Teile des Kli.

 

Wie plane ich heute, mich um den Zehner zu kümmern (jeder wie ein Gabai -„der Älteste“-), damit er jeden von den Freunden zwing, sofort aus der persönlichen Forderung, welche der Schöpfer in ihm erweckt hat, zu der Forderung, sich in die Gruppe einzuschließen?

Das ist schon der korrigierte Zustand, der „Meine Söhne haben Mich besiegt“ heißt! Der Schöpfer erweckt sie auf diese Weise und sie gehen sofort zur richtig, korrigierten Form über.

Wie kümmert man sich darum, dass es in der Gruppe so eine Kraft gibt, dass ich nicht zweimal nachdenken muss, dass ich in derselben Sekunde, wo sich in mir etwas erweckt, sodass ich es sofort in die richtige Form, Wahrnehmung, Gedanken verlege? Wie kommt man dazu, dass keiner aus dieser gemeinsamen Sorge um alle, herauskommt? Jeder wie der Älteste des Zehners. Was unternimmt er dafür?

 

Artikel des Tages vom  22. November 2018

 

Wie möchte sich ein Individuum für die Gesellschaft engagieren? Immerhin hat er seine eigenen Interessen und die Gesellschaft hat ihre eigenen. Wie werden die beiden Aspekte ausgeglichen und dabei die Individualität beibehalten, ohne das Individuum zu annullieren?

Hier gibt es die Gruppe von Bnei Baruch – eine besondere Gruppe, die ein gemeinsames Ziel hat. Jeder versteht dieses Ziel, stimmt dem zu und will es erreichen. Alle verbinden sich zu einem Wunsch, in einem Herzen und in diesem einen Herzen werden sie die Kraft, die sie verbindet, offenbaren und dies ist schon die höhere Kraft!

Wenn sie sich über dem Ego vereinigen, entdecken sie, dass es in der Natur eine besondere Macht gibt – die Kraft der Einheit – sie wird “der Schöpfer” genannt, aber es ist egal wie sie heißt. Sie wollen sie offenbaren und in der Vereinigung nach dem Prinzip “Liebe deinen Nächsten wie dich selbst” existieren. Indem eine solche Existenzform zwischen ihnen berücksichtigt wird, erheben sie sich über die Empfindung ihres eigenen persönlichen Wunsches zu empfangen und dies wird als spirituelle Realität wahrgenommen. Und da diese ganze Realität das Geben ist, eine Wechselbeziehung in der Gruppe, das Kli des gegenseitigen Gebens – ist diese Realität ewig. Keiner fühlt sich selbst, oder in anderen Worten keiner fühlt seinen Körper.

Schließlich nehme ich meinen psychologischen Körper nur deshalb wahr, weil ich mein “Ich” fühle. Aber in diesem Moment, wenn ich aufhöre, ihn zu fühlen, als würde ich den Körper verlassen, als würde er nicht mehr für mich existieren und zwar in einem solchen Ausmaß, dass er verschwindet, aber nicht stirbt – verschwindet er von meiner Empfindung. Dies ist ein anderer Tod – der Tod meines egoistischen Wunsches zu empfangen. Und dann werden ich und wir alle in dieser Form zu einer neuen Realität, zu einer neuen Wahrnehmung übergehen, wie wir heute sagten, dass zwei Gegensätze zu Einem werden. Und es ist möglich und es ist vorbereitet und allen Menschen gegeben.

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Stelle dich das System vor, in dem alle ihre Teile miteinander und auch mit mit dem Rosh (den Kopf) verbunden sind. Es besteht aus Rosh, Toch (mittlerer Teil, Körper) Sof (Gliedmaßen) Hände, Beine  – die unendliche Anzahl der Teile. Wie verbindet sich jeder Teil mit den Anderen? – Der empfindet alle Bedürfnisse und will sie mit der Liebe erfüllen.

Gibt es Teile, die das Gehirn nicht steuern kann?

Ja, das Gehirn braucht die nicht und ermöglicht denen, sich selbst zu steuern. Wie ist es in der Familie? Es gibt Vater, Mutter, Kinder – ob alles dort nach dem Befehl von oben funktioniert? Nein, es gibt eine gewisse gegenseitige Ergänzung, weil alles sich auf dem Verlangen und der Liebe basiert, in dem ich das Bedürfnis nach meiner Fähigkeit befriedigen will, an jeder beliebigen Ecke des gesamten Systems, sei es die Menschheit oder die ganze Welt – ist unbedeutend, ich will alle Bedürfnisse befriedigen.

Ich befinde mich in der Gruppe, im Zehner.  Wofür? – Um zu lernen, wie man das gesamten System ergänzt. Wenn ich es studiere, begreife und  fühle, so fange ich an, die spirituelle Welt zu empfinden: die basiert, existiert und funktioniert nach gleiche Bedingungen. Und wenn ich keine solche Übungen in der kleinen Gruppe mache, so habe ich keine Chance, die spirituellen Welt zu empfinden. Ich entwickele keine entsprechende Empfindungsorgane und Eigenschaften für den Eintritt in der Spiritualität.

Was ist Gehirn des Zehners?

Das Gehirn des Zehners ist,  wenn wir uns alle zusammen wie ein Mensch mit einem Herzen verbinden “der Mensch helfe dem Nächsten” – wir vereinigen Herzen, Gehirne und Kräfte. Womit? Mit der Liebe, mit dem Streben zur gemeinsamen Vereinigung –  alle zu verbinden und sich selbst dort anzubinden.

Artikel des Tages von Mittwoch, 21.11.2018

Für diese Arbeit habe ich keine Energie, sie schwächt mich.

Richtig. Sehr gut, dies ist ein Zeichen dafür, dass du schon angefangen hast, all diese Dinge ein bisschen zu spüren. Und was ist zu tun? Von oben die Energie und den richtigen Blickwinkel zu erhalten, welcher mir helfen wird, diese beiden Gegensätze nicht auf meiner Ebene, sondern offensichtlich auf einer anderen Ebene zu vereinen. Ich muss einen neuen, höheren Verstand, neue, höhere Gefühle bekommen, und dort wird alles zusammenkommen.

Werden sie sich wirklich verbinden? Ich weiß ja nicht, was es heißt, “sich zu verbinden”.

Anscheinend ja. Dann sehen wir, was “Verbindung” heißt. Offensichtlich existieren diese beiden Gegensätze in uns genau dazu, um uns von unserer Normalität im Leben und der Wahrnehmung der Realität in einen höheren, erhabeneren Zustand zu drängen – dort, wo sie sich gegenseitig unterstützen. Aber mit unserem Verstand ist es unmöglich zu begreifen, es heißt “die Meinung der Spießer ist der Meinung der Thora entgegengesetzt”.

Jeder studiert diese Stelle in der Thora, wo geschrieben steht: “In Itzhak wirst du einen Samen vorfinden und ihn als Opfer erheben.” Dies sind scheinbar gegensätzliche Dinge, aber in Bezug zum Schöpfer gibt es hier keinen Widerspruch, obwohl dies niemand versteht und nur darüber schimpft. Auch Kabbalisten können uns keine Antwort geben – für unseren tierischen Verstand gibt es keine Erklärung. Die einzige Antwort ist, auf die andere Ebene der Wahrnehmung der Realität aufzusteigen und es dann zu fühlen und zu akzeptieren. Das heißt, solche Dinge existieren um dir zu zeigen, dass du aufwachen und aufstehen musst.

Und die Tatsache, dass es dich schwächt, – ist richtig, und es ist gut, dass wir es fühlen, denn dann haben wir einen Grund, uns an die Gruppe zu wenden und durch die Gruppe an den Schöpfer und damit unsere spirituelle Arbeit zu beginnen.

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Was annulieren wir an unserem Verlangen zu empfangen, denn dieses Verlangen bleibt doch bestehen, um die spirituelle Arbeit fortzusetzen? Abraham hat schon ein Messer angefasst, er ist bereit, seinen einzigen geliebten Sohn zu töten, und hier stoppt ihn der Schöpfer und sagt: “Hebe deine Hand nicht gegen den Jungen, töte ihn nicht.”

Also was wird vom Menschen verlangt? Nur ein Teil der Arbeit, aber er muss doch den ganzen Weg gehen! Wie ist es dann möglich, dass er aufgehalten wird und man sagt ihm, dass das jetzt reicht? Das heißt, es ist nicht der Mensch der sich selbst aufhält und sagt, dass er nichts mehr braucht, dass er das Verlangen zu empfangen aufrechterhalten muss, um es in das Verlangen zu geben zu verwandeln. Aber es scheint, dass es eine ganzheitliche Handlung geben sollte – das Verlangen zu empfangen vollständig loszuwerden! Und was passiert in der Tat? …

Wie gehen wir durch diese Handlung? Wie führe ich diese Handlung mit meiner Gruppe durch, obwohl sie meinem Wunsch widerspricht? Wie mache ich das? Wie zeigen wir den Freunden die richtigen Beispiele solcher Lösungen? Das nennt sich “die Wichtigkeit des Schöpfers und des Ziels zu zeigen”, gerade aufgrund solcher Kollisionen und Widersprüche, die richtige, spirituelle Entscheidung aufzuzeigen.

 

Artikel des Tages von Dienstag, 20.11.2018

Der Schöpfer führt dich durch alle Zustände, Formen und Rahmen durch.

Und wo ist hier der Mensch? Wie wirkt er auf das alles ein?

Er muss alle Formen die er durchgeht, untersuchen und daraus wächst die Weisheit – “es gibt keinen Weiseren, als den Erfahrenen”.

Er betrachtet die Prozesse, die der Schöpfer in ihm durchführt – das nennt sich “an deinen Taten werde ich Dich erkennen”. Nur in der linken Linie lernt er aus dem Neid. Dann geschieht der Übergang von hier in die rechte Linie, zu mir: ich danke dem Schöpfer dafür, dass Er mich so voran schiebt, ich danke meinen Freunden usw. Aber in diesem Moment fühle ich mich wie eine Null.

Und plötzlich empfinde ich, dass dieser “Null-Zustand” der erhabenste, der ehrenvollste, der reinste ist, ohne jeglichen Fleck. Ich will keine Beigabe erhalten – weder Wissen noch Verständnis. Nichts. Ich möchte vollkommen annulliert sein, denn in dieser Form schliesse ich mich in Ihn ein. Damit fängt mein Ibur an, ich verlange nichts – ein absoluter “Hafez Chesed”. Später wird es ein Hafez Chesed in der Form geben, dass von mir verlangt wird, mich über das zu erheben wenn man mir sagt: “Ob du es willst oder nicht, aber diese Schachtel von Goldmünzen gehört dir”. Aber in dem Moment habe ich sogar kein Hemd.

Heißt das, dass ich mich immer noch in der Phase befinde, wenn ich von Linie zu Linie gebracht werde? Kann ich diese zwei Dinge nicht gleichzeitig haben?

Nein! Warum bist du so ungeduldig? Ich sage dass man zuerst die eine und dann die andere erhält. Ist es euch klar? Habt ihr es durch? Diejenigen, die durch sind – sind durch, die anderen eben nicht. Schreibt es doch auf einem Blatt oder in einem Notizbuch auf, damit es ordentlich ist: zuerst dies, danach das, was passiert, was du dabei empfindest? Auch in der rechten Linie ist es eine großartige, wahre Sache. Das ist Ibur und ich möchte dabei bleiben und diesen Ibur auf allen Ebenen und Stufen vergrößern. Das ist mein Ziel, mein Punkt der Verschmelzung.

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Zum Beispiel, ich höre auf einmal – und sowas kann durchaus passieren, – dass irgendein Freund sehr erfolgreich im Studium, im Verständnis, sogar in Erlangung ist. Man schätzt ihn ein als würde er im Besitz vom spirituellen Erlangen sein, als würde er hervorragende Fähigkeiten haben. Und ich fühle mich verletzt, weil
ich nicht bin wie er und den halben Tag bin ich sauer und neidisch.

Danach beginnt dieses Gefühl mich loszulassen und ich bin schon in der Lage, darüber im Verstand und im Gefühl nachzudenken. Das Wichtigste für mich ist auf den Schöpfer ausgerichtet zu sein, was gibt mir denn dieser Wettbewerb, wer größer und wer kleiner im Verständnis, in der Erlangung, im Erfolg ist? Ich habe etwas in
Bezug auf den Schöpfer – das ist schon gut, ich kann mich daran festhalten. Dies ist sogar nicht mal die Wahrnehmung, sondern nur eine Möglichkeit mich daran festzuhalten. Und sogar wenn ich nichts habe, in diesem “nichts” kann ich mich dem Schöpfer zuordnen. Das gibt mir eine besondere Möglichkeit gerade aus diesem
leeren Ort, aus der Null, nicht von Ihm zu bekommen und mich auf Ihn zu beziehen.

Kann es also sein, dass der Schöpfer mir einen großen Gefallen getan hat? Er gibt mir nichts, aber von diesem Ort aus, aus diesem Zustand, wenn ich nichts habe, kann ich sagen: “Ich möchte mich auf Dich beziehen. Lass mich nie etwas haben, dadurch kann ich zeigen, wie sehr ich mich auf Dich beziehe und bin bereit wie ein treuer Sklave zu sein, der nichts hat. Mir wird nur meine Existenz gegeben und ich bin damit glücklich und frage nicht nach mehr. In diesem reinen Zustand möchte ich mich befinden und mit Dir verschmelzen.

Artikel des Tages von Montag, 19.11.2018

Ich habe schon vor dem Unterricht gesagt, dass wir schläfrig und lustlos gekommen sind. Dieser Zustand ermöglicht uns leichter, zum Geben an den Schöpfer zu kommen. Jetzt, wenn Gedanken und Wünsche wach sind, wie kann ich mich so annullieren, dass ich auf Ereignisse nicht reagiere, sondern mich darum kümmere, wie man dem Schöpfer durch die Freunde Freude bereiten kann? Was fehlt mir dazu? Jetzt habe ich keine Bedürfnisse, es gibt keine Probleme, es gibt keine linke Linie. Lasst uns neu denken, wie forme ich mich, damit alles auf das Wohl der Gruppe und des Schöpfers, der sich in ihr befindet, gerichtet ist? In dieser Bestrebung bestimme ich meine Existenz. Jeder erzählt, wie er beabsichtigt, sich am Wohl der Gruppe und Wohls des Schöpfers, der sich in der Gruppe befindet auszurichten.

Ich möchte sehr, dass meine Freunde gleiche Gedanken, Wünsche und Absichten wie ich haben. Deshalb sorge, bete, bitte ich, dass mit ihnen das gleiche geschieht.

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Was bedeutet es, den Freunden Genuss zu bereiten?

Den Freunden Genuss zu bereiten bedeutet, sich an der Gruppe mit ganzen Kräften zu beteiligen, sie zum Ziel der Schöpfung, zur Vereinigung zu bringen. In der Vereinigung enthüllen wir eine Kraft und werden ihr gleich. Das ist alles. Ich kann es tun, wenn ich mich in der Gruppe befinde, mich vor den Freunden annulliere, sie anrege, unterstütze und zeige, inwiefern ich es will, selbst wenn ich nicht wirklich will. Ich gebe ihnen mein Herz.

Artikel des Tages vom Sonntag,  18.11.2018

Lasst uns vorstellen, was das Maß des wahren Geben’s ist. Wollt ihr alle gleichzeitig reden oder einer nach dem anderen. Überlegt bitte, man kann es so und so tun. Ich sage euch, wieso ich möchte, dass ihr auf diese Weise sprecht, als ob einer den anderen nicht hören würde. Das lehrt den Menschen mit sich selber zu reden. Innerhalb des Tages, außer dieser gemeinsamen Stunden, wird es zur Routine, sich zu überprüfen, mit sich selber zu reden, sich innerhalb seiner Gedanken zu befinden.

Meine Frage lautet: wie können wir uns das Resultat der Einwirkung des höheren Lichtes auf uns vorstellen?

Worin liegt das Problem mit sich selber, innerhalb des Tages zu reden? Wofür muss man das auch hier trainieren? Bevor ein Mensch in die Gruppe kommt, spricht er mehrere Jahre mit sich selber, aber das trägt nicht zu seinem Aufstieg bei. Hier aber soll er wieder von vorne lernen mit sich zu sprechen…

Wenn ich etwas von anderen höre, höre ich einfach die klugen Worte. Bewusst oder unbewusst nehme ich sie an oder lehne sie ab. Ich lasse sie durch mein Kritik-System: bin ich dafür oder dagegen, nehme ich an oder nehme ich nicht an. Also ich greife sie an. Wenn ich aber mit mir rede, bin ich verpflichtet mich zu überprüfen, ein Richter für mich selber zu sein. Dabei gewöhne ich mir an, ständig im Bewusstsein zu sein, im Verständnis, in der Klärung solcher Gedanken und Verlangen, die in mir entstehen. Das ist sehr wichtig für den Aufstieg.

Dank dem, dass wir uns in der Gruppe daran gewöhnen die Frage so zu besprechen (und das kann man nicht als Seminar bezeichnen und es scheint, als ob ihr euch nicht ineinander einschaltet) werdet ihr im Nachhinein wahrnehmen, dass ihr euch genau in dieser Form sehr stark ineinander einschaltet. Dann, wenn keiner keinem zuhört, schaltet ihr euch ineinander ein und das funktioniert. Aber nicht durch die Ohren und nicht so, dass jeder das vom Freund Gesagte kritisiert. Bis jetzt ist es aber wichtig, dass ihr euch zu solcher äußeren Form miteinander zu reden gewöhnt und das ist das Sinnvollste.

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Wir haben keine Mängel außer dem Streben zum Ziel. Alles andere soll man bei Seite lassen als etwas, was kein Bezug auf das Ziel hat. Denkt nur daran, an den einen Punkt.

Die Freunde sagen aber, dass ich ein gewisses Problem habe und man soll es lösen…

Das ist ein Zeichen dafür, dass sie mit dem Schöpfer nicht einverstanden sind, Der dich genau so erschaffen hat, wie du bist. Haben sie ein Problem mit dem Schöpfer?  Dann sollten sie sich an Ihn wenden. Man hat hier nichts mehr zu sagen, du wirst genau solche Wörter hören, welche ich schon gesprochen habe: es gibt kein Problem, außer einem.

Und wenn man diese Sehnsucht entwickelt?

Man sollte nur das entwickeln und nichts außer diesem. Alles andere hat uns der Schöpfer schon gegeben, das Streben aber hängt von dir ab. Nur das hängt von dir ab! Und obwohl die Freunde dir sagen, dass du ein Problem hast (anscheinend muss es so sein, so hat es für dich der Schöpfer veranstaltet, dass du es von ihnen hören solltest), aber genau mit ihnen wirst du die Sehnsucht zum Ziel entwickeln.

Aber wie? Sie sagen, dass ich ein Problem habe…

Anscheinend ist es so, dass du das hören musstest. Fang bitte hieraus an.

Hier schreibt aber Baal Sulam vom Fortkommen ohne Leiden, nach dem Verlangen, nach der Wichtigkeit…

Damit ich es wollen würde?! Wie kann ich etwas wollen, was meiner Natur entgegen ist? Wo hast du gesehen, dass der Mensch geboren wird und selber will, selber strebt und erreicht, ohne, dass er mit seiner ursprünglichen Natur kämpft? Wo hast du soetwas gesehen?!

Ich weiß über mich persönlich, dass ich nicht fähig bin dafür…

Nicht nur du, keiner will das. Wir möchten das Ziel: es gibt sogar zwei oder drei, aber so, dass ich mich nicht „umkrempeln“ muss.

Setz dich bitte, versuch noch ein bisschen, bis du es verstehst. Es gibt ehrlich gesagt kein Problem darin. Du hast alle nötigen Eigenschaften, damit du das Ziel erreichst. Es gibt hier keinen einzigen Menschen der sie nicht hat.

Bis der Mensch sich nicht am Ende der Korrekturen, vom Anfang bis zum Ende der Schöpfung sehen wird, darf er nichts dem Schöpfer sagen, nichts! Weil Er dir alles in der vollkommenen Form gegeben hat, außer einem: außer der Verbindung mit den Freunden, der Bürgschaft des Bundes. Das alles ist notwendig, damit man das System der richtigen Verbindung organisiert.

Und es ist unwichtig, WAS sie über mich sagen?

Das ist wichtig – wieso nicht? Aber genau aus diesem Grund, beginne dich bitte zu entwickeln.

Und was muss ich tun?

„Alle Sünden bedeckt die Liebe“, du weißt, was zu tun ist. Nur das ist die Antwort. Sie sollen über dich alles sagen was sie sagen wollen, du antwortest aber: “Ich liebe euch“.

Nur weil das meine Gruppe ist, bin ich fähig das anzunehmen…

Ja, ja, sage ihnen ständig: “ich liebe euch“. Als Antwort auf alles, was sie dir sagen, um dich zu erniedrigen. Du verstehst nicht, wie das hilft. Mach das so.

 

Artikel des Tages von Fraitag, 15. November 2018

Während des Tages sollt ihr daran denken, worüber wir jetzt und im ersten Teil des Unterrichts gesprochen haben.

Sie sagten im ersten Teil der Stunde: unsere ganze Arbeit besteht darin, das Netz der Beziehungen zwischen uns aufzubauen – “das Feld, das  der Schöpfer gesegnet hat” um dort die höchste Kraft zu offenbaren und sich dort wie ein Gebender zu verhalten.

Genau so, wie ich den Freunden zurück gebe, so gebe ich auch dem Schöpfer zurück.

Wir: ich, Gruppe und Schöpfer treffen sich innerhalb die Verbindung zwischen uns, es heißt: “Israel Tora und der Schöpfer sind Eins”. Es ist mein Ziel und ich wünsche, dass es geschieht. Ich stelle mir also den Zehner so vor, als ob eine Vereinigung zwischen allen existiert und innerhalb dieser Vereinigung, als Grundlage, als ausführende Kraft dieser Vereinigung verweilt der Schöpfer darin.

Das gilt innerhalb unseres ganzen Weges.

Jetzt haben wir eine Möglichkeit, die Anstrengungen zu unternehmen, aber ich tue nichts, obwohl ich weiß, dass mir diese Möglichkeit jetzt gegeben ist. Ich will was tun, ich will arbeiten, aber ich kann nicht!

Vom Morgen bis zum Abend erfüllst alles, was im Buch steht und was dir der Lehrer sagt, nur das, es gibt keine eigenen Gedanken!

Aber der Lehrer sagt, dass man immer im Glauben über den Verstand sein muss…

Nein, ich sage nicht. Das ihr über dem Verstand sein müsst, denn ihr wisst doch nicht, was es ist, im Glauben über dem Verstand zu sein und noch weniger, was “der Glaube über dem Verstand ist”.

Ich verlange es nicht von euch, ich verlange nur die einfachen Handlungen, die euch als Ergebnis das Licht bringen, dass zur Quelle führt.

Von oben wird die gewisse Kraft kommen, das auf dich einwirkt, die du nicht empfindest, aber als ihre Einwirkung fühlst du plötzlich, dass du an die Freunde denkst.

Wie kommt es mir vor?

Wie es mir vorkam? Ich sehe den Freund und plötzlich kommt zu mir der Gedanke, dass ich ihn gern habe, so dass ich für Ihn etwas Gutes tun will.

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Die Bürgschaft ist ein Mittel, um auf jeder Stufe zum Glauben über dem Verstand zu kommen.

Wenn du nicht auf die Bürgschaft, auf die Vereinigung ausgerichtet bist, so kannst du keine Kraft bekommen, die dich zum Glauben über dem Verstand hebt. Wenn du nicht auf die Bürgschaft ausgerichtet bist, bist du auch nicht auf das Geben ausgerichtet. Und wenn es so ist, wie bekommst du von oben die Kraft des Gebens? Es ist miteinander verbunden, nur die Bürgschaft ist die innere Arbeit vom Kli und der Glaube ist eine Kraft des Gebens, Kraft von Bina, die hilft das Kli aufzubauen.

Wenn wir zur Bürgschaft streben, im Gebet, dann werden wir von oben die Kraft des Gebens bekommen.

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Was machen wir mit nebensächlichen Gedanken, die wie “der Docht” werden und mit dessen Hilfe wir das Licht offenbaren werden? Wenn die nebensächlichen Gedanken kommen, wie kann man diese in die Verbindung umwandeln und nicht zulassen, dass sie uns von der Heiligkeit abzustoßen? Wie kann man diese Abstoßung nicht einfach so hinnehmen, sondern diese in die Verbindung zwischen uns verwandeln?

Die Annullierung, der Schirm, das widergespiegelte Licht (Or Choser) – das alles ist die “Kerze”.

Zuerst kommt der nebensächliche Gedanke und ich wandle ihn in den guten Gedanken um.

Entsprechend meinem Zustand wird mir von oben der nebensächliche Gedanke geschickt. Ich muss ihn nun von quantitativ in qualitativ, den guten Gedanken verwandeln – Gedanke über die Vereinigung zwischen uns und dem Schöpfer.

Aber die Kraft dieses Gedankens, sein Charakter, wird mir von oben gegeben, ich muss nicht schwer arbeiten, nur diesen Gedanken etwas “umwandeln” – dann wandle ich den Bruch in Verbindung um. Je schwerer mir es fällt, zum richtigen Gedanken zu kommen – der Bruch zwischen Bina und Malchut – entspricht der Kraft des Widerstands. Ich habe es auf der Zeichnung (Buchstaben R) bezeichnet. Darauf wird meine Absicht gebaut. So wird’s gemacht.

Im Laufe des Tages sollt ihr zu dieser Zeichnung zurückkehren.

Artikel des Tages von Mittwoch, 14.11.2018

Sie sagten, dass wir für eine Gruppe beten, nicht für einen separaten Freund…

Danach kannst du auch für einen bestimmten Freund beten, aber er gehört zur Gruppe. Wie kannst du ihn sonst unterstützen und formen? Er hat ja kein persönliches Problem – es ist nicht sein eigenes Problem. Er befindet sich in der Gruppe und durch die Gruppe bekommt er diese Fehlfunktion. Sagen wir, er wird von der Polizei festgenommen. Warum? Weil die gesamte Gruppe eine gewisse Korrektur durchgehen muss. Daher wird ein Mangel aufgedeckt, so dass wir uns um selbst und um ihn als unseren Teil kümmern, so dass alles in der Verbindung zwischen uns geregelt wird. Dann wird sich der Fehler sich als Korrektur offenbaren und dank dieser Handlung steigt die ganze Gruppe auf.

Wir dürfen nicht nur jemanden mit seinem Problem sehen, das ist nicht sein Problem. Wir verbürgen uns gewissermaßen gegenseitig und jeder erhält beispielsweise seine eigene persönliche Spritze durch das Licht, der uns zur Quelle zurückbringen will. Und hier gibt es keine persönliche Berechnungen. Mit niemandem auf der Welt gibt es eine persönliche Berechnung, besonders nicht mit uns.

Heißt es, dass wir das Gebet so aufbauen können, dass wir für die Gruppe bitten, um einen kranken Freund zu heilen? Wie sollte man genau beten?

Wir müssen uns bei diesem Freund bedanken, denn mit seiner Hilfe können wir uns noch mehr verbinden, vereinen, zusammenkommen um für ihn aus der Gruppe zu beten. Damit er so sehr zu einem korrigierten Teil der Gruppe wird, so dass es ihm gut geht. Wenn wir für ihn beten und zum Guten zurückführen, sehen wir, dass die ganze Gruppe dadurch aufsteigt.

Möchten wir, dass es ihm zugunsten der Gesundheit der Gruppe gut geht?

Natürlich. Es wird  niemandem separat angerechnet. In der Tat existiert so etwas überhaupt nicht in der Natur. Und wegen unserer Spaltung sind wir nicht in der Lage zu erkennen, dass alle voneinander abhängig sind. Daher sollte man keine Fehler der anderen als persönliche betrachten. Dies ist der Mangel, der sich aufgrund eines gemeinsamen Systems in ihm entwickelt hat.  Ein einzelner Freund kann nur klären und uns diesen Mangel anzeigen, der in der gesamten Gruppe vorhanden ist. So werden wir Schritt für Schritt das Konzept des Arvut klären.

***

Was ist das Verlangen zur Vereinigung? Was soll ich dabei fühlen?

Wenn wir uns Tag für Tag überwinden und versuchen mehrmals am Tag, so oft wie es geht, durch Zitate und Diskussionen zwischen uns unsere Vereinigung zu spüren, dann wird sich die Schechina, die Präsenz des Schöpfers, in uns offenbaren. „In uns“ heißt in der Vereinigung zwischen uns. Wenn wir ständig darüber nachdenken und versuchen, es künstlich zu erreichen, als ob es gut wäre, als ob wir es wollen würden dass es geschieht, obwohl es keiner will – heißt es “von lo-lishma” zu “lishma”. So betätigen wir das Licht, das zur Quelle zurückkehrt. Das Licht bringt mich zu dem echten Verlangen, welches mir früher auferlegt wurde. So passiert es. Warum? – Ich weiß es nicht. Dies ist die Auswirkung des hohen Lichtes. Wie geschieht es? – Keine Ahnung. Es passiert hinter den Kulissen.

Wie Er den Wunsch zu empfangen geschaffen hat und wie Er ihn steuert, weiß ich nicht. Ich kenne nur das Ergebnis, weil wir die Geschöpfe sind, das Ergebnis der Einwirkung des Lichtes auf den Wunsch. In der Tat existieren nur Licht und Verlangen in der gesamten Schöpfung. Und dann passiert es: plötzlich beginnt mein Verlangen etwas zu wollen, was mir absolut entgegengesetzt ist. Da das Licht darauf einwirkt, in ihm lebt, empfängt es den Einfluss vom Licht und bekommt sein Verlangen. Dies wird bezeichnet als “Dunkelheit wird als Licht ausstrahlen”. Deshalb müssen wir weiter handeln und nicht aufhören. Die Hauptsache – nicht aufhören, nicht weggehen.

Unser Ziel ist es, auf dem höchsten Niveau das, was die Kabbalisten uns schreiben, zu realisieren. Nur das. Und wir müssen sagen, wie wir heute bereits gesagt haben, dass man entscheiden muss, dass man sich hier „begraben hat“ um nicht wegzugehen. Heute ist es einfach – es gibt nichts auf der Welt, die Welt bietet uns nichts Besonderes. Ich bleibe und realisiere mein Leben hier, was auch immer geschieht.  Wenn man zu solch einer Entscheidung nicht kommt, hat man keine vernünftige Grundlage. Dies ist der Entschluss beim Empfang der Thora.

Artikel des Tages von Dienstag,  13.11.2018

Wir beurteilen einen Menschen in Bezug auf die persönliche, praktische Gruppe, die man zur Vereinigung führen muss, folgendermaßen: “in was ist man gut und in was ist man schlecht”. Nehmen wir an, es gibt einen gewissen „Kriminellen“ unter uns, der absolut alles vernachlässigt. Aber als er zur gemeinsamen Verbreitung kam, beteiligte er sich mit Herz und Seele daran. In unseren Augen ist es also zu 100% korrigiert. Und es gab noch jemanden, der alles vernachlässigt und an nichts teilgenommen hat – für uns existiert er überhaupt nicht in der Gruppe und sogar noch schlimmer: sein Beispiel schwächt die anderen auf ihrem Weg.

Wenn es eine gemeinsame Handlung gibt, ist alles klar. Aber wenn es keine gibt …

Was meinst du damit, dass es keine Handlung gibt?

Sie sagen, dass wir tagsüber an einem bestimmten Modell in uns festhalten müssen

Dies ist genau die Handlung: ich muss jeden Moment zur Vereinigung zurückkehren, um die Schechina, die Verbindung zwischen uns und das Feld zwischen uns, das “der Schöpfer gesegnet hat”, zu betrachten. Ich möchte es mir vorstellen, ich möchte es finden, ich möchte es in meinen Augen wachsen lassen.

Also zurückkehren und sich dieses Modell vorstellen …

Bis es greifbar wird – ich erzähle es euch aus eigener Erfahrung. Es wird dann greifbar und noch mehr: du beginnst damit zu arbeiten, es zu bewerten. Man kann sogar an verschiedenen Stellen seine Parameter messen – das ist das Kli!

Das heißt, wir sprechen hier von einer Art virtuellem Modell, das ich mir immer mehr vorstelle?

Ja, es wird zu deiner Welt, zu deinem Leben. Auf diese Weise gewöhnt man sich daran, bereit zu sein, dieses noch existierende Tierleben zu verlassen, bis man sich der Schechina anschließt. Und wofür leben wir sonst noch? – Um vom Materiellen in das Spirituelle überzugehen – dort gibt es spirituelles Leben.

Also die ganze Zeit zwangsmäßig uns daran zu erinnern, zu einer solchen Vorstellung zurückzukehren. Wird das als Arvut bezeichnet?

Das Beste ist – „der Mensch helfe seinem Nächsten“.

Das heißt, die Freunde und ich müssen uns immer in einem solchen “Brainstorming” befinden, um herauszufinden, was das für ein Modell ist und darüber miteinander Ideen austauschen.

Ja.

Und darüber reden?

Natürlich kann man darüber reden. Ich schreibe darüber in Twitter, ich glaube ihr lest es ab und zu dort. Ich habe keine andere Möglichkeit, euch während des Tages zu kontaktieren. Ich möchte mit euch verbunden sein. Organisiert es so, dass ich jede Stunde ein Paar Minuten mit euch reden kann. Ich würde mich freuen. Ich halte diese Handlung für die Allerwichtigste. Wir sollten keine „Neulinge“ anschleppen, nichts in der Art – wir müssen jetzt selbst die Schechina betreten, es gibt nichts Wichtigeres!

***

Ich verstehe heute kein Wort von dem, was Sie sagen. Was wollen Sie?

Ich will, dass du dich während des Tages so viel wie möglich in Verbindung mit den Freunden befindest. Konzentriere dich nur darauf.

Ich verstehe immer noch nicht, was Sie wollen…

Ich will nur, dass du mit den Freunden verbunden bist.

Und was soll ich tun?

Daran denken.

Es klappt nicht, vielleicht gibt es etwas anderes?

Nein, nur das. Ich kann dir keine andere Hausaufgabe geben.

Aber was kann ich physisch tun?

Ich will dass du physisch mit den Freunden verbunden bist, das war es. Verstehst du was das heißt, an irgendetwas zu denken? Also denke daran: „Es gibt den Zehner und ich denke daran“. Ich muss darüber nachdenken, dass sie alle verbunden sind. Sie sind nicht verbunden, aber ich kümmere mich darum, dass sie sich vereinen: wann wird es passieren, wie wird es passieren? Stell dir vor, es hängt keinesfalls von ihnen ab, nur von dir – wie würdest du dann den Schöpfer darum bitten, dass Er sie zu Einem verbindet?

Sie reden wieder auf einem sehr hohem Niveau, ich verstehe Sie nicht… Sagen Sie mir, was muss ich konkret tun! Auf der Arbeit bin ich nicht in der Lage, an dies alles zu denken.

Du arbeitest doch nicht mit dem Kopf?

Doch, das ist das Problem! Ich arbeite mit dem Kopf und habe jetzt eine neue Position… Ich bin nicht in der Lage daran zu denken wie andere Freunde!

Sei nicht neidisch, du wirst sie noch überholen. Denke nur an eine Sache: die ganze Zeit, so oft wie es geht, in dem Maße wie du an eigene Probleme denkst, sorge dich um die Verbindung deiner Freunde, wie z.B. in der Armee oder ähnlichem.

Ich sage es Ihnen aus der Erfahrung – dies wird nicht klappen. Schlagen Sie etwas anderes vor…

Was heißt „wird nicht klappen“? Dann wirst du von anderen angerufen und sie werden dich daran erinnern. Und nachdem du das Klingeln gehört hast, denke 10 Sekunden lang darüber nach. In einer Stunde noch ein Klingeln und so wird es klappen. In einigen Tagen, wenn du kein Klingeln hören wirst, wirst du dich wundern: warum rufen sie mich nicht an? Denken sie etwa nicht mehr an mich? Haben sie mich über Bord geschmissen, rechnen sie nicht mehr mit mir? Die Gewohnheit wird zur zweiten Natur.

 

Artikel des Tages von Montag,  12.November 2018

Was machen wir praktisch am Tag, wenn jeder seiner Arbeit nachgeht?

Egal wo ich mich tagsüber aufhalte muss ich verstehen, dass alle Ereignisse die ich tagsüber durchlebe – ich habe einen Job, eine Familie und andere Probleme, die ich lösen muss – alle Oben im Voraus geplant sind. In diesen Ereignissen gibt es keinen Sinn und keinen Wert, außer dass ich aus diesen Zuständen und Ereignissen die ich tagsüber durchlebe, über die Verbindung zwischen uns nachdenke. Braucht jemand diesen Job? Dies ist eine Täuschung, eine Illusion – nur damit wir daraus an unserer Verbindung arbeiten können. Ihr versteht das nicht, taucht dort wie ins Wasser ein – in meinen Augen ist es nur ein Mülleimer – und grabt dort den ganzen Tag lang. Und ihr müsst im Gegenteil, diesen Mülleimer heiligen und korrigieren, sich die ganze Zeit in Gedanken und Gefühlen darüber erheben.

Das heißt, wir gehen zur Arbeit und müssen parallel…

Ich bin ständig mit meinen Freunden in Verbindung. Die Verbindung zwischen uns ist der Ort den ich ständig betrachte, die Augen aller sind dorthin gerichtet, das ist die Schechina. Der Raum zwischen uns ist ein Ort der Offenbarung des Schöpfers. Wie kannst du es vergessen? Was ist dir wichtig, dein tierischer Körper der in einiger Zeit sterben wird? Denk darüber nach. Du kannst nicht? Bitte deine Freunde darüber nachzudenken. Ihr befindet euch vor dem Ort an dem sich der Schöpfer offenbaren sollte, warum könnt ihr diesem Ort keine größere Bedeutung verleihen?

Ich sehe einfach nicht, wie ich während der Arbeit gleichzeitig etwas anderes in meinen Gefühlen und meinem Verstand machen kann.

Eine Person ist in der Lage dies zu tun, so baust du dein spirituelles Kli auf, daher ist alles so angeordnet. Dies steigt von einem perfekten Zustand zu einem unperfekten ab, so dass wir allmählich Vollkommenheit aus dieser Unvollkommenheit aufbauen, sonst werden wir keine Kelim haben. Wenn wir nicht aus der Welt der Unendlichkeit herabgestiegen wären, welche Art von Kelim hätten wir? Und so musst du dich aus deiner Arbeit, aus der Familie, allen Ereignissen und Problemen die dir geschehen, auf die Schechina konzentrieren, um sie auf die Offenbarung des Schöpfers vorzubereiten und Ihm dadurch Genuss zu bereiten. Wenn du es machst und die Schechina ein Ort zwischen den Freunden ist, – “von der Liebe zu den Geschöpfen bis zur Liebe zum Schöpfer” – dann kommst du zum Ziel, sonst – nicht. Es gibt nichts hinzuzufügen: entweder ja oder nein.

Uns fehlt ein Beispiel durch das jeder zeigt wie er sich um den Freund kümmert, auf die Freunde zugeht um sich zu verbinden, um somit einen Ort für die Offenbarung des Schöpfers zu schaffen. Versucht es im Laufe des Tages zu machen, erlaubt eurem Ego nicht euch wieder für sich selbst zu sorgen. “Wann denn ich?” ist nicht das Problem – es ist der Zerbruch, die Zerstörung. Wir sollen begreifen dass wir keine Wahl haben, wir sollen über die Natur hinaufsteigen. Es gibt ein Hindernis zwischen mir und dem Freund, und ich soll das überspringen um den Freund zu erreichen, mit ihm zu arbeiten und in ihn meine Kräfte investieren. Es ist nur ein psychologisches Problem – sonst nichts. Wenn sich ein Mensch davon überzeugt, schafft er es mit der Unterstützung der Gruppe.

Man kann viel darüber reden, aber uns fehlt die Bürgschaft damit jeder den anderen wach rüttelt, ein Beispiel gibt. Welche Beispiele habe ich gestern im Laufe des Tages bekommen? Wem war ich selbst ein Beispiel? Von wem habe ich die Größe des Ziels bekommen? Mit wem habe ich darüber gesprochen, wen habe ich unterstützt? Mit wem habe ich versucht eine Verbindung aufzubauen – imZehner oder zwischen den Zehnern? Habe ich einen solchen Bericht am Ende des Tages über mich erstellt oder nicht? Wenn nicht, dann ist er nicht bei der Arbeit.

Schreibt auf dem Blatt Papier nieder, wie oft am Tag ihr daran gedacht habt, dass das spirituelle Kli zwischen uns, in der Verbindung zwischen uns, ist. Wiederholt es 1000 Male und noch 1000 Male, und sieht, inwiefern es schwer fällt – du zwingst dich, und das heißt eine Anstrengung, die Arbeit – das bringt Licht. Denkt an die anderen damit sie es auch tun, weil erst dann merken wir, inwiefern einer dem anderen hilft.

 

Artikel des Tages von Sonntag, 11. November 2018

Man muss sich sehr davor hüten, um sich nicht an den Schöpfer, noch vor dem Aufbau der Verbindung mit den Freunden, zu wenden. Erst, wenn du dich richtig auf die Gruppe ausgerichtet hast, auf die Verbindung, die Einheit, dein Verlangen sie zusammen als einen Mechanismus zu sehen. So wirst du dich dann, indem du dir vorstellst, dass du alle ihre Herzen, in ein Herz verbindest, mit diesem einen Herzen zum Schöpfer wenden.

Genau das ist das richtige Gebet Schacharit (das Morgengebet). Es ist nicht wichtig, wann innerhalb des Tages du das Gebet erhebst. Das Schacharit bedeutet, dass du „die Morgendämmerung“, die Wendung an den Schöpfer und die Korrektur, beginnst.

Wir denken, dass diese Bedingung „liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ am Ende der Korrektur mit Hilfe des Lichtes, das zur Quelle zurückführt, realisiert wird. Das ist aber nicht richtig. Wir sollen mit dieser Bedingung anfangen: wir arbeiten an ihr und nur an ihr. Von ihr angefangen und weiter können wir richtige Handlungen aufbauen und uns richtig an den richtigen Schöpfer wenden. Ansonsten wird alles sündhaft sein.

Einerseits muss man sich um die Bürgschaft zwischen uns kümmern, das heißt um die richtigen Reaktionen aller Freunde einander gegenüber. Damit es im Zehner ein Netz der Wechselbeziehungen gibt und wir dieses Netz der Verbindungen wahrnehmen. Dieses Netz soll sich in Zehn Sefirot, die sich zu einem Parzuf  verbinden, verwandeln. Dann wird in diesem Parzuf die Bedingung für das Innere Licht (Or Pnimi) geschaffen, für die Entfaltung des Schöpfers im Geschöpf. Das ist eigentlich der Zehner: das vollkommene Ganze.

Deswegen lasst uns darüber beraten, darüber reden, wie wir das Gebet zum Schöpfer organisieren. Und nicht so, dass es jeder alleine macht, an sich denkt und das Gebet aus seinem Herzen erhebt. Wenn wir unsere Aufmerksamkeit darauf richten, werden wir sehen, dass wir uns genau auf diese Weise an den Schöpfer wenden. Unser Ego ist dazu bereit, es hat kein Problem darum zu bitten, zu verlangen, zu flehen, zu weinen. Das geschieht jedes Mal, ständig. Das Problem ist nur, dass dieses Gebet uns auf den Weg der Leiden führt.

In dem Maß, in dem wir nicht imstande sind den Schöpfer richtig zu erwecken, in diesem Maß wird Seine Reaktion, die wir eigentlich in richtiger Form erzeugen müssten, sich in eine Gegenform verwandeln und diese führt uns auf den Weg der Leiden. Also, entweder wenden wir uns selber, auf dem Weg der Tora an Ihn, oder wenn wir diesen Weg nicht nutzen, erzeugt er Druck auf uns, durch den Weg der Leiden.

Wie kümmern wir uns mit Hilfe der gegenseitigen Bürgschaft, in Gedanken an alle, damit jeder Freund, schweigend, in seinem Herzen, nicht vergisst sich richtig an den Schöpfer zu wenden?

Nur über die Freunde.

***

Wir sollen uns um die Verbindung zwischen uns kümmern, damit genau der Platz der Verbindung zwischen uns (und nicht jeder von uns) der Punkt der Aufmerksamkeit von uns allen ist. Wir sollen dem ständig die Wichtigkeit geben. Dass muss zu unserem „Kind“ werden, das wir geboren haben und uns zusammen um dieses „Kind“  kümmern. Du verhältst dich mit Zärtlichkeit und Liebe zu ihm, sehr pflegend, damit es lebt, sich entwickelt und wächst.

Kann man bestimmen, ob sich der Mensch um die Verbindung zwischen uns kümmert oder nicht?

Nach seinen Handlungen, nach dem, wie er sich einbringt. Es gibt solche, die das in größerem Maße machen können und solche, die dies in kleinerem Maße tun. Es gibt stärker „verschlossene“ Menschen und offene Menschen. Es gibt diejenigen, die viel reden und nichts tun und umgekehrt: tun viel und sind schweigend dabei. Es gibt unterschiedliche Menschen. Aber im Allgemeinen, beginnt ihr zu sehen, dass wir alle verbunden sind, das organisiert der Schöpfer. Das ist einerseits. Andererseits aber werdet ihr spüren, dass dieses Verhalten zwischen euch zur Shechina wird, also die Verbindung zwischen euch ein Eigenleben hat. Das ist wie ein Motor, der alleine wie ein Stück Eisen ist, aber er hat alles Nötige: Öl, Sprit, Elektrizität, damit er funktioniert.

Genau diese innere Arbeit, die dieses System erzeugt, dass sie ein Eigenleben hat, sollen wir offenbaren. Wir sind wie ein toter Körper. Wenn wir aber beginnen uns miteinander richtig zu verbinden, offenbaren wir plötzlich, dass die Verbindung zwischen uns nicht genügend war um sie zu offenbaren. Das heißt die Offenbarung der Shechina.

Wie wird ein Mensch zu einem aktiven Teil der Verbindung zwischen uns?

Vor allem dank der Sorge die anderen zu dieser Verbindung zu animieren. Hier kommt: “der Mensch helfe seinem Freund“. Hier haben Platz: die Erhabenheit des Schöpfers und des Ziels, hier ist auch das Spiel allen zu zeigen wie du dich darum kümmerst, damit alle sehen, wie wichtig das für dich ist.

 

Artikel des Tages vom 8. November 2018

Ihr versteht nicht, dass das alles der Schöpfer in bester Form für unser Vorankommen organisiert. Wir nehmen nicht jeden Zustand richtig an. Jeglichen Zustand muss ich so annehmen, da dies genau das ist, was ich brauche, in der genauesten Form. Der Zustand, die Wahrnehmung, die Richtung, die zu mir von oben kommt, genau das soll ich annehmen und auf dieser Basis soll ich richtig handeln. Ich ärgere mich nicht und mache keine Berechnungen, wieso ich das bekommen habe. Ich habe das aus dem allgemeinen Kli erhalten, aus meiner Seele, die diesen Kli darstellt und das ist der optimale Zustand für meinen Fortschritt. Und was soll ich jetzt tun?

Normalerweise ist unsere Handlung die Bitte: ich möchte über meinen Egoismus aufsteigen, über die Kräfte, die mich von meinen Freunden und auf diese Weise vom Schöpfer entfernen. Ich möchte, dass über diese uns trennenden Kräfte, die Kräfte der Verbindung kommen und dass wir uns in so einem Netz zu verbinden beginnen, innerhalb welchem wir den Schöpfer offenbaren können damit wir Ihm Genuss bereiten können.

Lasst uns damit anfangen, dass das, was wir in jedem Moment des Lebens bekommen, die optimale Form für unseren Fortschritt ist. Man soll keine Berechnungen durchführen, wieso der Schöpfer für uns das gemacht hat. Er hat das in bester Art und Weise für uns gemacht. Und wenn wir das nicht richtig „ablesen“ können, lasst uns es dann gegenseitig festigen, damit wir uns richtig dazu verhalten. Das bedeutet „über dem Verstand“.

Wie verstehe ich, dass in der Gruppe die Liebe zu den Freunden existiert? Und was bedeutet es in dieser Gruppe zu sein?

Die Gruppe existiert in einem guten Zustand. Das gesamte Zerbrechen ist nur in unserer Einbildung, uns gegenüber entstanden. Es gab niemals ein Zerbrechen, keine Sünde, nichts. Das alles ist scheinbar nur dazu da, damit wir das studieren. Das ist so wie wir dem Kind lehren: wir zerstören Lego – Bauten und möchten, dass es sich selber etwas aufbaut. So wird der Mensch klüger und versteht, nimmt den Schöpfer wahr. Wir sollen diese Etappen durchlaufen, damit wir unsere Kelim, unsere Kräfte, Wahrnehmungen und Verständnis gegenüber dem Schöpfer entwickeln. Nur dafür!

Deswegen war das Zerbrechen kein Zerbrechen und es gab niemals den Engel des Todes. Wir werden das noch offenbaren. Die gesamte Schöpfung ist ein Spiel, aber ein sehr ausgeklügeltes, schwieriges, nicht einfaches Spiel. Wann wird es aber zum Spiel? Dann, wenn wir es als ein Spiel annehmen. Wenn wir das mit aller Seriosität annehmen, wenn wir uns wünschen werden dieses Rätsel, diese Verwirrung in unserem Verstand und Gefühlen, zu entschlüsseln und stattdessen die wahre Form zu offenbaren, kommt das. Man soll nur zusammen daran arbeiten.

Lass uns davon überzeugen, dass wir uns im System befinden, welches uns verwirrt wie in einem Film, den wir auf dem Bildschirm sehen. Wir wollen aber nicht in diesem Film leben. Ich möchte nach wahren Verhältnissen leben und nicht nach dem Film, der mir jetzt angezeigt wird. Ich komme in dieses „Theater“ rein, in den Film, und existiere buchstäblich drin.

Alles hängt von uns ab, davon, inwieweit wir dem gegenüber stehen wollen. Baut innerhalb der Gruppe ein wahres System der Verbindungen zwischen euch, als ob ihr schon korrigiert währt, als ob ihr schon in der Verbindung mit dem Schöpfer steht. Baut ein wahres System, wo ihr nicht mit der Verhüllung einverstanden seid. Baut so ein System der Wechselwirkungen auf und ihr werdet sehen, wie das euere Entwicklung beschleunigt.

Artikel des Tages von Mittwoch, den 7.11.2018

Wir sind uns alle darüber einig, dass wir uns annullieren müssen und es ist sogar theoretisch klar, wie es gemacht wird. Aber warum passiert es nicht?

Unser Problem liegt nicht darin, dass wir mit dem übereinstimmen was die Kabbala uns sagt, und nicht darin dass wir Zweifel haben, auch wenn dies der Fall ist. Unser Problem ist, dass wir nicht zu einer sinnvollen und genauen Realisierung kommen. Wir übernehmen keine Bürgschaft zwischen uns. Wir führen viele Handlungen durch, aber nicht an der Stelle, die als Bürgschaft bezeichnet wird. Es ist besonders wichtig in unserer Zeit, in unserer Generation, dass wir es gut realisieren, denn damit legen wir einen Grundstein von dem aus wir die ganze Welt in einer korrigierten Form neu errichten werden. Das tun wir nicht. Wir  führen wir natürlich viele Aktionen durch, sie führen uns zu dem richtigen Zustand, aber wir sind immer noch nicht da angekommen. Die Tatsache, dass wir alle damit einverstanden sind, ist eine grundlegende Vereinbarung, aber keine Handlung.

 

Natürlich wäre es gut und richtig, sich um die Größe der Freunde in meinen Augen zu kümmern: inwieweit ich mit ihnen verbunden bin, abhängig von ihnen bin, wie sehr sie mich beeinflussen. Aber das ist nicht das aktuelle Problem. Unser jetziges Problem ist, in welche Richtung wir gehen. Und das ist die Bürgschaft, das Verbindungsnetz zwischen uns. Wir müssen solche Verbindungen zwischen uns aufbauen, die dem Schöpfer entsprechen werden. Wenn wir eine solche Verbindung zwischen uns herstellen wollen, dann werden alle anderen Bedingungen – mit den Freunden zu verschmelzen, sich mit ihnen zu verbinden usw. – in die Hauptaktion aufgenommen.

Lasst uns uns auf das, was wir jetzt lernen, konzentrieren. Wir wollen die bereits bestehende Verbindung zwischen uns erkennen. Wir wollen sie enthüllen und uns ihr anschließen – jeder in Bezug zu den anderen und alle in Bezug zu allen. In diesem guten Verbindungsnetz zwischen uns, das wir in perfekter Form weben, so dass es gegenseitig und richtig organisiert ist, wird es keinen Druck und keine Verzerrungen geben. Sobald wir zu einer so guten wechselseitigen Beziehung zwischen uns kommen, werden wir es dem Schöpfer, der inneren Kraft dieses Netzwerks ermöglichen, sich zu offenbaren – als würden wir einen Abstimmknopf drehen.

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Im Grunde sprechen wir über ein einziges Thema – es gibt darüber hinaus nichts  worüber man sprechen kann. Wenn man fragt: “Wer bin ich? Was bin ich? Warum?” – muss man aus sich selbst heraustreten und versuchen, sich “außerhalb seiner Haut” zu befinden, über seinem Willen zu empfangen. Wenn er nach sich selbst fragt, kümmert er sich um seinen materiellen Zustand. Wenn man nach Beziehungen zum Nächsten fragt, nach der Verbindung mit den anderen (und wir haben gesagt, dass dies ein “Ort” genannt wird), kümmert man sich um seinen spirituellen Körper, d. H. um die Seele. Wir sollten ständig dran bleiben, alle möglichen Übungen zu machen, Zitate zu lesen, Lieder zu singen, um den Menschen immer wieder zu der Fürsorge für das System, das außerhalb von seinem Ich liegt, zurückzuführen. Wir ist ein echtes spirituelles System, nicht Ich, denn das wirkliche Ich ist Wir, die zum System von Adam HaRishon vereint sind.

Unabhängig davon, wie viele Passagen wir jetzt lesen und worüber wir sprechen, wird die Wissenschaft der Kabbala in unseren Augen schließlich mehr und mehr darauf fokussiert sein, die Aufmerksamkeit des Menschen von seinem Ich auf Wir zu verlagern, davon, was er empfindet auf das, wie es zwischen uns geschieht. Und das ist das Wesentliche an den Anstrengungen, Übungen und Gewohnheiten. Sobald wir anfangen zu empfinden, dass wir außerhalb unseres Körpers existieren, werden wir in diesem außer-körperlichen Leben die Shechina und den Schöpfer spüren, die es füllen. Es ist wie ein neues System, das vom Schöpfer animiert wird. Dann können wir uns immer darum kümmern, es zu erweitern, zu stärken und detaillierter zu klären. Dies ist die Leiter der spirituellen Stufen.

 

Artikel des Tages von Dienstag, 6. November 2018

Alle unsere Korrekturen sind (wie geschrieben wurde):„alles klärt sich im Gedanken“. Das Gesetz des Zerbrechens aber ist, dass die Verbindungen zwischen den Bestandteilen zerbrochen wurden und nicht in jedem Bestandteil innendrin.

Mit anderen Worten, wird der Mensch nicht danach beurteilt, was er selber darstellt, sondern nur nach seiner Einstellung zum Nächsten. Also, nur bezüglich der Verbindung mit dem Nächsten, inwieweit sich der Mensch in dieser Verbundenheit befindet oder nicht. Nur danach können wir ihn beurteilen. Es gibt nichts gutes oder schlechtes sondern nur die Bereitschaft zur guten Wechselwirkung zwischen den zerbrochenen Bestandteilen.

Deswegen kommt es so, dass jeder verpflichtet ist bereit zu sein, die Mängel des Freundes wahrzunehmen damit man mit ihnen die richtige Wechselbeziehung eingeht. Und nur innerhalb dieser richtigen Verbindung, wo sie sich umeinander kümmern, erbauen sie den Namen des Schöpfers. Dabei formen sie den Schöpfer wie gesagt wurde:“ihr habt Mich erschaffen“.

Womit?

Indem ihr versucht habt, euch in allen möglichen Formen zu verbinden und ihr habt danach gesucht, wo hier wirklich der heilige Name ist und wo der sogenannte „Platz der Ehre“ sein wird. Und das befindet sich zwischen uns, weil der Schöpfer sich zwischen uns verbreitet und nicht im Einzelnen.

Daraus ergibt sich eine Regel darüber, dass man für den Freund beten soll, seinen Schmerz wahrnehmen soll: die Leiden des Nächsten, sich in die Gesellschaft zu integrieren und nicht sich von ihr zu entfernen. Also es erledigen, all diese Beschlüsse, Gebote „zwischen dem Menschen und seinem Freund“, die die Gebote „zwischen dem Menschen und dem Schöpfer“ voraus gehen. Und erst nach diesen Korrekturen „zwischen dem Mensch und dem Freund“ erfolgen die Verbindungen, die Regeln, die Gesetze zwischen dem Mensch und dem Schöpfer. Weil es bis jetzt noch keinen Platz gibt, gegenüber welchen man handeln sollte. Wir sollten diesen Platz erbauen. Das ist genau die Verbindung zwischen uns.

Also, wenn wir zwischen uns den Platz, der „bejt Mikdasch“ (das Haus der Heiligkeit), in dem sich die Heiligkeit, die Kraft der Liebe und der Verbindung offenbaren soll, nicht erbauen, dann bewegen wir uns nicht in die richtigen Richtung.

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In der Spiritualität gibt es kein anderes Kriterium als die Bewertung des Maßes der Wechselbeziehung. Alles was du verstehen willst ist unwichtig, das wird nicht berücksichtigt. Wieso? Weil das alles der Schöpfer macht, Er stellt diese Bedingungen auf. Das, inwieweit wir den Erfolg in allen unseren Sachen erzielen, in den Handlungen der Verbreitung, das alles macht der Schöpfer. Wo sind wir dann? Wir sind nur in dem Maß in der Bürgschaft, die wir fähig sind zwischen uns zu realisieren. Da wo jeder mit Kraft in den anderen „hineingeht“, wo er wahrnimmt inwieweit er dem anderen helfen kann, sich in ihn einschalten kann und auf diese Weise weiterhin mit ihm verbunden bleibt.

Was bedeutet: in den anderen „hineingehen“?

Das bedeutet inwieweit ich dem Freund helfen kann in dieser Wechselbeziehung zu sein. Inwieweit ich zusammen mit ihm in diese Wechselbeziehung hineingehe, inwieweit wir zusammen sind. Ich und Er: wir treten tiefer in die Wechselbeziehung mit den andern Freunden ein. Hier ist im Prinzip unsere Arbeit. Das ist uns auferlegt. Außer der Ausführung der Bürgschaft brauchen wir nichts mehr zu tun. Alles andere macht der Schöpfer.

Wie äußert sich das aber?

Wie stark ich mit aller Kraft in den Freund hinein gehe nehme ich wahr, inwieweit ich ihm helfen kann damit ich mit ihm in innerer Verbindung bin. In dieser inneren Verbindung zwischen uns soll die Kraft des gegenseitigen Gebens, die sich Schöpfer nennt, sein.

Ich muss mich also über mich zu ihm erheben und er soll sich über sich, zu mir erheben. Dann werden wir uns in der Mitte, wo jeder mit eigener Kraft den anderen helfen will, treffen. So „dringen“ wir ineinander ein: ich in ihn und er in mich. Und diese Verbindung zwischen uns ist genau dieser Platz, wo sich der Schöpfer offenbaren wird.

Inwieweit ich fähig bin um nicht zu „zerfallen“ und zu fliehen. Wenn ich, um nicht zu fliehen, nur mit jemand Einzelnen zusammen sein kann, dann nehme ich diesen Einen und versuche mit ihm ständig in so einem Zustand zu sein, wo ich mich außer mir befinde und in seine Richtung ausgerichtet bin, indem ich seine Mängel (Chissronot) offenbare. Hier braucht man keine Wörter, nur die Absichten. Man soll seine Bedürfnisse finden, für ihn die Bürgschaft gewährleisten, ihm die Sicherheit und die Unterstützung geben. Weil seine Spiritualität von mir abhängt, er selber kann nichts im Bezug auf seine Spiritualität tun. Die richtige Bürgschaft besteht darin, dass keiner etwas für sich persönlich gewährleistet, nur einer gegenüber dem anderen.

 

 

Artikel des Tages von Montag, 5. November 2018

Wie kann es sein, dass ein Mensch so viele Jahre investiert hat – 10,15,20 – und er hat nichts in der Hand? Aber er freut sich darüber, wie sehr er nichts hat und wie sehr er es will. Das heißt, er hat ein starkes Verlangen und gleichzeitig offenbart er Perfektion zwischen beiden Gegensätzen. Dies ist nach unserem irdischen Verstand überhaupt nicht fassbar. Wenn er jedoch die Spiritualität begreift, kann er sich aus den zwei Zuständen zur Eigenschaft von Bina, zum spirituellen Zustand erheben und allmählich beginnt er zu fühlen, dass Spiritualität existiert, und der spirituelle Zustand entsteht aus der Kollision zwischen großem Verlangen und nicht realisiertem Chissaron. Er sucht nach einer Möglichkeit, sich zu annullieren und wird dadurch würdig, das höhere Licht zu empfangen.

Um diese beiden Linien zu vereinen, kommt das Licht von oben – wir selbst tun es nicht. Unsere einzige Mitwirkung besteht darin, das höhere Licht zu erwecken und uns darauf vorzubereiten. Wenn ich zum Beispiel nach all meinem Suchen, meinen Wünschen und Bestrebungen damit einverstanden bin, dennoch in diesem Zustand zu bleiben – mit großem Chissaron einerseits und mit Vollkommenheit andererseits – bereite ich mich dadurch auf die mittlere Linie vor. Dies sind Gegensätze, und wir sind noch nicht in der Lage, dabei zu sein, aber wir können es ein wenig fühlen. Jeder ist etwa zehn Jahre auf der Suche, und wenn man nach zehn Jahren immerhin dran bleibt und sagt: “Ich bin bereit, jeden Moment weniger zu verstehen, wie die kleinste Ameise zu sein, so klein wie ein Sandkorn. Ich will nichts. Warum? Weil die Größe des Schöpfers mich beherrscht und dieses Wissen reicht mir in der größten Verschleierung.” Wenn ein Mensch dafür bereit ist, kommt er durch das Nadelöhr.

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“Ein Mensch offenbart, dass er nichts hat. Wie kann er perfekt sein? Aber trotz allem, geht er über den Verstand, gemäß dem, was ihm sein Lehrer geboten hat. Es stellt sich heraus, dass seine Vollkommenheit über dem Verstand aufgebaut ist, und dies wird Glaube genannt.”

Er spürt dies nicht in seinen Kelim. Wenn er aber angewiesen wird, perfekt zu sein, tritt er in die Perfektion ein. Wir müssen versuchen, uns in diese Zustände irgendwie hineinzufühlen. Dies sind schwierige Übungen – sich zu beugen, etwas offenbaren zu wollen, zu bitten. Wenn alle in der Gruppe solche Anstrengungen unternehmen, hat es seine Auswirkung und wir werden eine Veränderung spüren. Die Zeit ist sehr passend: wir empfinden Müdigkeit, Abstieg – das ist sehr gut. Es scheint uns so zu sein, weil wir ernsthaft gearbeitet haben. Nein, dies ist die Abwesenheit des höheren Lichtes, die uns dazu aufruft, uns unten noch mehr Mühe zu geben.

Das Wohl des Schöpfers ist das Wohl der Gruppe. Wenn du dich wirklich anstrengst, dich in der Gruppe aufzulösen und dich ihnen zu übergeben, beginnst du zu fühlen, dass diese Arbeit sich außerhalb von dir befindet. Es ist nicht wie im normalen Leben, wenn Leute zur Armee, zum Kommando gehen und bereit sind, sich selbst zu opfern. Wenn du anfängst, dich mit der Gruppe zu verbinden, werden dir solche Schwierigkeiten und Probleme gegeben, dass du die Hilfe des Schöpfers brauchen wirst, die Hilfe des höheren Lichtes. Dies bedeutet, dass die Stärke des Heldentums nicht ausreicht, um ein Verlangen mit Hilfe des anderen zu überwinden – ein größeres Verlangen gegenüber einem kleineren. Angenommen, man hat mir gesagt, ich solle etwas tun, aber ich will es nicht. Dann bekomme ich die Kraft des Willens, überwinde meine Faulheit und tue es. Nein, im Spirituellen geht das nicht. Um in der Gruppe zu sein, muss ich die Eigenschaft des Gebens erlangen, weil die Gruppe kein Kommando ist, sondern eine spirituelle Struktur, und dort das Gesetz der spirituellen Vereinigung gilt.

Dies ist das Hauptproblem, denn wenn ich keine Freude bewahren, befinde ich mich außerhalb der spirituellen Arbeit. Wenn ich für einen Moment in Verzweiflung, mangelndes Verlangen gerate, dann höre ich die Arbeit auf. Das heißt, eine Änderung meiner Einstellung zur Arbeit bringt mich aus der spirituellen Arbeit heraus. Was soll ich tun? Nur durch die Größe des Schöpfers, die Größe des Ziels finde ich den Ausweg – die Gruppe muss es mir ständig geben. Dies ist der Zweck der gemeinsamen Bürgschaft – jedem Freund die Größe des Ziels zu geben.

Artikel des Tages vom 4. November 2018

Man muss verstehen, dass das Studium die Vorbereitung zur Handlung sein soll. Und man soll jedes Mal schauen, wie können wir, bezüglich der Zustände, die wir jetzt zwischen uns haben, die Verbindung zum anderen Niveaus aufbauen. Die Verbindung innerhalb der anderen Natur, damit es dort keine Form des Verlangens gibt, die ich heute habe, welches mich erfüllt und lenkt, sondern, damit es hier das Verlangen zu geben, gäbe. Ich weiß nicht was das Verlangen zu geben ist. Egal, wie oft ich mich umdrehe, ich offenbare nur das Verlangen zu empfangen.

Man sagt, dass man hier eine einfache Handlung durchführen soll. Diese Handlung befindet sich im Prinzip neben uns: mach dein Verlangen, seinem Verlangens ähnlich. Wenn du dich anstrengst das Verlangen des Nächsten zu nehmen und es über deines zu stellen, damit es höher, größer und wichtiger als dein Verlangen ist, obwohl es deinem Verlangen entgegengesetzt ist und wenn du seinen Gedanken, der deinen Gedanken entgegengesetzt ist, annimmst, wirst du fähig sein dazuzulernen, was es bedeutet eins durch das andere zu ersetzen (so gut wie man das kannst).

Außerdem, du kannst dich natürlich an die Gruppe wenden, an den Schöpfer, an den Lehrer. Im Endeffekt wirst du fähig sein dich in dieser Form zu überwinden und du wirst verstehen, was es bedeutet über dein Wissen, Gefühl und Verstand zu gehen.

Deine Gefühle und dein Verstand bleiben dieselben, du erlangst aber die Gefühle und den Verstand des Nächsten dazu. Der Nächste ist im Prinzip die Gruppe. Du gehst hinter ihnen her mit geschlossenen Augen, du kannst also nicht überprüfen oder vergleichen, was du hast und was sie haben. Man kann das eigentlich nicht machen, weil dir das die richtige Herangehensweise zum Aufbau des neue Kli’s verdirbt. Es ist einfach. Wie uns erklärt wird: du hast den Stuhl und er hat keinen. Dann musst du ihm den Stuhl geben. Kurz gesagt, wir sollen es so machen, dass das Verlangen des Nächsten, der Gruppe, all meine Handlungen bestimmen würde und ich nutze meinen Körper nur als eine Maschine, in der sich das Verlangen der Gruppe befindet.

So schreiten wir voran, bis ich entdecke, dass dies das Verlangen des Schöpfers ist und das bestimmt alles. Das befindet sich in mir und ich beginne aus der Handlung, die ich vollbringe, Ihn zu erkennen: “aus Deinen Handlungen werden wir Dich erkennen“. Wo sind die Handlungen des Schöpfers? – In mir, wenn ich Ihm Platz anbiete mich zu lenken gemäß meiner Wahl. Dann offenbare ich innerhalb dieser Handlungen Seine Natur, Seinen Charakter, wenn man das so sagen darf. Ich offenbare das Programm, die Herangehensweise. So werde ich Ihm ähnlich, ich komme zur Verschmelzung, wo sich der Schöpfer in das Geschöpf einkleidet.

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Kann ich mir, in meinem jetzigen Verstand und den Gefühlen so wie sie sind, einen Zustand vorstellen, den ich fixiere und etwas Entgegengesetztes aufbaue?  Also in meinem Wissen, in meinen Gefühlen und meinem Verstand, in dem, was ich selber sehen und denken möchte, baue ich noch einen Zustand, der meinem Verstand und meinen Gefühlen entgegengesetzt ist. Ich weiß nicht so richtig, was es bedeutet entgegengesetzt zu sein, denn, wenn das einfach etwas Entgegengesetztes ist, bedeutet das, dass ich das selber gebaut habe. Ich möchte von oben den neuen Verstand und neue Gefühle bekommen. Die Anderen, nicht in meinem Stil. Ich möchte einen neuen Kopf bekommen: den Kopf des Gebens, der Liebe, solche Sachen, die ich nicht habe. Ich möchte, dass sich dies in mir über meinem – ich – befindet, über meinem natürlichen Verstand und Gefühlen. Ich möchte, dass diese beiden Niveaus gleichzeitig existieren. Denn, wenn ich nur die neuen Gefühle und den neuen Verstand bekomme und ich es vom Schöpfer erhalten habe und mich lenkt, dann bin ich zum Engel geworden. Der spirituelle Mensch aber, ist derjenige, der zwei Niveaus beinhaltet: das Niveau des natürlichen Verstandes und der natürlichen Gefühle des Empfangen und darüber das Niveau des spirituellen Verstandes und die Gefühle, fürs Geben. Beide Niveaus befinden sich im Menschen und Er befindet sich zwischen ihnen.

Artikel des Tages von Donnerstag, den  1.11.2018

Vorbereitung zum Unterricht

Was ist die spirituelle Arbeit, der wir würdig geworden sind? Wofür sind wir dankbar?

Artikel des Tages
Zwei Menschen führen eine Handlung durch – der eine unter dem Verstand und der andere über dem Verstand.

Man fühlt keinen Unterschied in der Handlung, nur in der Absicht. Derjenige, der sich unter dem Verstand befindet, handelt nur aus dem Grund, dass er es für notwendig hält und hat dies als eine Angewohnheit angenommen, die zur zweiten Natur geworden ist.

Und es gibt auch den Glauben über dem Verstand, wenn einem nicht klar ist, warum und weshalb man es tut. Man denkt nicht über die künftige Welt, über die Belohnung nach, sondern führt diese Handlung durch nur weil man eine Motivation von der Gruppe bekommen hat. Man hofft damit dem Schöpfer Genuss zu bereiten ohne jegliche Antwort für sich selbst zu bekommen, ohne dass man dadurch ein Verständnis, eine Erlangung von dieser Welt sowie von der künftigen Welt gewinnt.

Man richtet sich ausschließlich auf des Schöpfers Genuss aus. Man ist nicht in der Lage dies zu tun und hat keine Ahnung wie es geht, wenn man sich selbst überprüft und es in absoluter Form durchführen will.Und dann betet man: „Gib mir die Fähigkeit und Kraft, die Handlung zu unternehmen, in welcher es überhaupt nichts für mich selbst gibt.“ Und der Schöpfer gibt einem die Kraft, den Verstand, das Gefühl und die Fähigkeit, dies zu tun. Und man empfindet eine sehr große Freude daran, dass der tierische Körper von diesem Resultat nicht profitiert. Solch eine Handlung nennt sich „sauber“.

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Wir müssen jedem Freund das Gefühl von Arvut geben, das alle seine Sorgen, Ängste, Verzweiflungen und Störungen sowohl auf dem spirituellen Weg als auch in der äußeren Welt erlöschen. Die Empfindung von Arvut enthüllt die Gruppe in so einer Weise, dass man zu einem Gefühl kommt, dass man sich in einem vollkommenen Kli als ein integraler Teil befindet.

Und es ist unmöglich, dass man sich darin einsam fühlen wird. Man wird immer die richtige Berechnung haben, dass nur 10 existieren – nicht mehr und nicht weniger, nicht 9 und nicht 11 – sondern immer 10. D.h. meine Verbindung mit der Gruppe und unsere gegenseitige Bürgschaft führen uns zur neuen Realität. Dies sollte jeder von euch empfinden und dementsprechend leben.

Um 17 Uhr nach Israelzeit treffen wir uns für ein weiteres Gespräch. Bis dahin bleibt alle gesund und verbürgt euch füreinander – das ist das Wichtigste und das Einzige, woran wir denken müssen. Vor allem verbürge ich mich für meine Freunde darin, dass ich der Gruppe Recht gebe in allem, was sie tut.

Ich will die Arvut-Bedingung erfüllen. Darüber steht geschrieben: „Man kann eine abgelegene Stadt nicht zerstören“. D.h. es gibt keine Kraft in der Welt, die eine Stadt, in welcher Bösewichter und Verbrecher in gegenseitiger Bürgschaft leben, zerstören kann“. Und trotz der Tatsache, dass sie alle Verbrecher sind, sind sie “richtige” Verbrecher – sie stehen jeder für die anderen und darin befindet sich die Kraft des Schöpfers. Das heißt, dass die Bedingung des Arvut und der Verbindung die erhabenste Bedingung ist. Sogar in der materiellen Welt, sogar zugunsten des Willens zu empfangen – dies ist die höchste Bedingung.

Wir werden noch über die Bedingung des Arvut in Klipot sprechen, das ist eine sehr große Kraft, ihr solltet sie nie vernachlässigen.

Es ist egal, im welchem Zustand ich mich befinde, ich strebe vor allem zur Arvut, zur Einheit mit unserer Gruppe. Viel Erfolg!

 

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