Artikel des Tages Januar 2019

Liebe Freunde, bitte beachtet, dass Freitag und Samstag, während der großen Kongresse und Feiertage, kein Artikel des Tages erscheint. Wir bitten auch zu beachten, dass die Artikel des Tages Auszüge und Mitschriften der wörtlichen freien Rede aus dem Unterricht sind und  deshalb  an der einen oder anderen  Stelle vielleicht nicht immer ganz leicht zu verstehen ist.  Transkript von Rav Laitmans Unterricht.

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Artikel des Tages von Dienstag, 29. 01. 2019

Es ist klar, dass wir, wenn wir nicht basierend auf der Größe des Schöpfers vorankommen, nicht in der Lage sein werden, die Kraft des Gebens zu erlangen, uns über uns selbst zu erheben, unsere Arbeit  auszuführen, die selbst eine Belohnung ist. Wir brauchen ein besonderes Mittel, eine spirituelle Kraft, die als Glaube an die Größe des Schöpfers bezeichnet wird.

Ich weiß nicht, was es ist, aber ich höre, dass ich, wenn ich diese Kraft erhalte, in der Lage sein werde, zu geben, zu bezahlen, in das zu investieren, was der Schöpfer genannt wird, und es wird eine Belohnung für mich sein, ich werde mich unermüdlich damit beschäftigen.

Der Glaube an die Größe des Schöpfers heißt nicht nur das, dass ich Ihn groß fühle, sondern die Kraft des Glaubens gibt mir die Möglichkeit, nicht mit meinen Kelim von Malchut, sondern auch mit Kelim von Bina zu arbeiten, wenn ich von dem, dass ich Ihm gebe, Genuss ziehe.

Es ist schwer vorstellbar, es ist nicht so, wie die Mutter ihrem Kind gibt, denn es ist eigentlich Empfangen. Und was ist die Kraft des Gebens? Stellen wir uns das vor, was der Glaube an die Größe des Schöpfers heißt. Es ist die Größe des Schöpfers, die ich in den empfangenden Kelim nicht fühle, wenn ich arbeite, als hätte ich Goldgruben entdeckt. Ich arbeite nicht mit Malchut, ich arbeite mit Bina, im Glauben an die Größe des Schöpfers. Was bedeutet es, an die Größe des Schöpfers zu glauben, wie kann ich es mir vorstellen? Das ist die erste Frage.

Und die zweite Frage – warum können wir diese Kraft nur im Zentrum des Zehners finden?

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Das heißt, solange wir in Verbindung bleiben, uns gegenseitig begeistern und an der Gruppe festhalten, obwohl die Kräfte kommen, die uns von dieser Kutsche runterwerfen wollen, werden wir zunehmend vereint. Es reicht aus, wenn ein Mensch die ganze Zeit an das Zentrum der Gruppe festhält, ohne weitere Handlungen vorzunehmen, und er wird entdecken, wie er auf Kosten anderer vorankommt. Sie ziehen ihn auseinander, nach oben, nach vorne, und er, weil er an sie angeheftet ist, schaltet sich weder in seinem Geist noch in seinem Herzen und in seinem Verlangen ab, nimmt ständig ihre Einwirkung auf und so bewegt er sich unaufhörlich mit ihnen. Diese Arbeit muss konstant sein, und außerdem muss noch das dazukommen, was er selbst hinzufügen kann, aber vor allem muss es diese konstante Arbeit geben, die „Katnut“ (der kleine Zustand) genannt wird, in dem der Kleine an dem Großen hängt und von ihm nicht wegkommen kann, wie ein Kind an seiner Mutter auf die einfachste Weise festhält. Der Katnut ist der Hauptbereich der Leiter; der Gadlut ist ein Zusatz, der davon abhängt, wie wir den Katnut aufbauen, um uns alle im Zentrum des Zehners zu halten, d.h. im Schöpfer, der sich dort offenbaren wird:  „Ein Mensch helfe seinem Nächsten“. Zuerst einmal halten wir ohne jegliche Berechnung daran fest, wie ein Kind, das seiner Mutter weggenommen wurde, – es schreit und weiß nicht, wo es ist. Seine Welt besteht darin, dass es sich an die Großen festhält. Das Bild ist klar, nun los. Wie machen wir es in der Gruppe? Das ist die wichtigste Frage.

 

 

Artikel des Tages von Montag, 28.1.2019

Was geschieht, wenn man im Zentrum des Zehners nach „Es gibt niemanden außer Ihm“ sucht? Das heißt, dass man sich im Seelensystem befindet und sich wirklich mit der wahren Quelle, und nicht mit der eigenen Einbildung davon, verbinden will. Denn wenn es außerhalb des Zehners liegt, ist es eine Fantasie: irgendwo gibt es eine Quelle meines Zustandes, und ich weiß nicht, warum es passiert ist und was mit mir genau passiert ist. Und daher ist es mir klar, dass es infolgedessen passiert ist, dass ich den Kontakt zu meiner Gruppe verloren habe. Und es gibt keinen anderen Grund seitens der Kelim, außer dass ich handelte, ohne darauf zu achten, dass ich das Zentrum des Zehner verlassen habe. Demzufolge entdecke ich ein Hindernis vor mir. Es dient dazu, mich wieder ins Zentrum zu bringen.

Und so stelle ich mir vor, dass ich innerhalb des Kli existiere. Ich bin ein Teil des gemeinsamen Kli und nur innerhalb des Kli kann ich mich identifizieren und mit dem allgemeinen Seelensystem und dem Schöpfer verbinden. Ich habe hier eine Verbindung, und zum Licht habe ich keinen direkten Kontakt. Irgendwo gibt es eine Quelle, aber sie gibt mir keine Verbindung, keinen Kontakt mit der Kraft von „Es gibt niemanden außer Ihm“. Und wenn ich mich mit dem Zentrum des Zehners verbinde (d.h. alles, was mit mir geschieht, geschieht in meiner Existenz im Zentrum des Zehners), – kann ich verschiedene Hindernisse in dem Maße spüren, in dem ich mich von diesem Zentrum entferne. Das sind die Zeichen davon, dass ich zu „Es gibt niemanden außer Ihm“ zurückkehren muss, dahin, wo das Kli und das Licht Eins sind. Das ist mein Kli, und das hohe Licht gehört auch mir. So baue ich mich jedes Mal praktisch auf: ich fange meine Arbeit mit den Freunden an, führe im Zehner die Handlungen durch – ich habe wirklich zu tun.

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Heute verschicken wir Einladungen für jeden Kongressabend und bitten unsere Freunde, ihre Verwandten einzuladen. Wie machen wir es gemeinsam, um eine gemeinsame Handlung zu spüren?

Denkt darüber nach. Um dies gemeinsam zu tun, sollt ihr die Einladung an einem Ort bereiten. Sprecht auch während des Lesens des Tagesartikels und anderer Aktivitäten während des Tages darüber.

Hätte ich euch nicht daran erinnert, dass wir uns durch das Zentrum des Zehners an den Schöpfer wenden müssen, hättet ihr nicht daran gedacht. Das ist das Erste. Zweitens: jetzt können wir darüber reden, wer der Schöpfer ist. Der Schöpfer ist eine Erscheinung im Zentrum des Zehners, wenn wir dieses Zentrum erreichen. Wir alle sind „wie ein Mensch mit einem Herzen“, alle sind gleich, annullieren sich und sehen sich gegenseitig als groß. So schaffen wir das Bild des Schöpfers, denn der Schöpfer ist das, was sich bei jeder Etappe im Zentrum des vollkommenen Zehners befindet. Das heißt, wenn wir alle Kelim richtig verbinden, das Mosaik richtig zusammenfügen, dann stellt die Form, das Bild, das wir sehen, den Schöpfer dar. Mit anderen Worten, die richtige Form der Verbindung zwischen uns ist der Schöpfer: „Komm und sieh“. Es gibt nichts anderes, als das.

Das Licht erkennen wir nicht. Wenn wir das Richtige tun, vereinigen wir uns in einer Form, die man Schöpfer nennt.

Daraus können wir verstehen, was „Israel, Tora und Schöpfer sind Eins“ bedeutet. Wir verstehen den Schöpfer in uns, in der Vereinigung zwischen uns, in unserer richtigen Verbindung – es wird der Schöpfer genannt. Andernfalls ist es unmöglich, Ihn zu verstehen. Deshalb gibt es keinen Ort, um nach Ihm zu suchen, außer, wie es geschrieben steht: „In meinem Volk sitze ich“. Deshalb sollten alle Hindernisse, die wir haben, nur darauf gerichtet sein, uns in das Zentrum des Zehners zu bewegen. Was ist das Zentrum des Zehners? – Der Ort, wo wir im Gleichgewicht sind, in der Gleichheit der Eigenschaften, im Geben, in der gegenseitigen Hilfe und so weiter. Und dann diese Formel, wenn wir alle gleich und vereint sind, wenn wir entsprechend unseren Fähigkeiten und der Essenz unserer Seele einander unterstützen, zum Bild des Schöpfers wird. Wir begreifen unser korrigiertes Kli.

 

Artikel des Tages von Sonntag, 27 Januar 2019

„…alle Handlungen des Menschen soll er nur dazu benutzen, um dem Nächsten zu geben und ihm Wohl zu bringen. Dann wird er die Ähnlichkeit der Eigenschaften des Schöpfers erreichen: wie alle Seine Handlungen – dem Nächsten Gutes zu geben und zu bringen sind, so alle Handlungen des Menschen nur auf den Nächsten gerichtet sein werden, der gibt und davon profitiert, was eine vollständige Verschmelzung ist“.

Wie erreichen wir das? Es stellt sich heraus, dass ich mein Verlangen, meine eigenen Gedanken, alles, was mit meinem „Ich“ zu tun hat, vollständig aufheben und durch das Verlangen und Gedanke, durch den Geist und das Herz der Gruppe ersetzen soll. Das heißt, wenn ich in irgendeiner Form über mich selbst nachdenke: Wer ich bin, was ich bin, wie ich erfolgreich sein kann, was mit mir passieren wird – all diese Berechnungen sind nicht geeignet. Aber ich kann nicht anders, als die Berechnung überhaupt durchzuführen, also muss ich sie durch eine Berechnung gegenüber der Gruppe ersetzen. Dafür ist uns dieses zerbrochene System gegeben. Wir müssen uns genau mit diesem System beschäftigen.

Wie sehr ist es zerbrochen, so sehr, dass ich in meinem zerbrochenen „Ich“ bin, und inwieweit ich es wiederherstellen kann, das bedeutet, dass ich mich der Erschaffung des richtigen Kli gegenüber dem Schöpfer nähere.

Wie ersetzen wir den persönlichen, egoistischen Kli durch einen spirituellen Kli, der „um des Schöpfers willen“ genannt wird? Wie richten wir uns darauf aus: nicht zu leugnen, nicht zu denken, uns nicht zu sorgen und nicht in uns selbst zu graben, sondern umgekehrt, uns selbst zu behaupten – uns darum zu kümmern, was in der Gruppe sein wird, was in meinem richtigen Kli sein wird?

Denn wenn ich mich die ganze Zeit annulliere: nicht dies, nicht das und nicht das, dann werde ich mich selbst und alles verblassen lassen. Wenn ich aber stattdessen anfange, mich der Umgebung, der Gruppe, der Mitte des Zehners zuzuordnen, wenn ich in sie eingetaucht werde, dann werde ich weiterhin aktiv arbeiten.

Wie wechsle ich von meinem individuellen Kli, von meinen persönlichen Bedürfnissen zu den Bedürfnissen der Gruppe und komme so zum richtigen spirituellen Kli?

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Wie können wir uns in der Gruppe am besten vor dem Kongress vorbereiten, damit wir uns gegenseitig verbinden und etwas wahres, reales all jene geben zu können, die der Schöpfer zu uns bringt?

Je mehr wir uns vereinen, desto mehr Menschen werden sich an uns wenden, sich anmelden und zum Kongress kommen, das ist das erste. Und das Zweite ist, Tag für Tag für den Kongress zu werben – Werbung funktioniert nicht an einem Tag.

Müssen wir die Leute erschrecken?

Das Problem ist, dass es auch nicht so gut funktioniert. Ich denke, dass wir selbst zusammen mit der Verbreitung organisiert, vereint sein müssen, indem wir das Licht anziehen, das zur Quelle zurückkehrt, und von ganzem Herzen bereit sind, es an sie weiterzugeben. Es heißt „ansprechend“, es heißt „einladend“, aber nicht über die Medien, sondern durch unsere interne Arbeit. Das ist genau das, worauf Sie achten müssen, damit dies das Ergebnis harter innerer Arbeit ist.

Was erwarten wir von ihnen?

Wenn von uns so ein Aufruf ausgehen wird, werden sie genau aus unserem inneren Ruf erwachen. Natürlich müssen wir externe Aktionen durchführen, aber auf der Ebene dieser Welt, den Kräften dieser Welt gibt es hier fast keine. Das Wichtigste ist unsere innere Arbeit in der Absicht, unsere innere Stärke muss hier wirken.

Artikel des Tages von Donnerstag, 24.01.2019

Was ist genau der Zustand der Nacht?

Das ist wenn ich von oben kein Glühen, keine Unterstützung, keine Anregung, keine Ausrichtung fühle. Umgekehrt, ich empfinde Ablehnung, Dunkelheit, Hilflosigkeit
sowohl in Bezug auf meine Kelim als auch in Bezug auf meine Entwicklung. Es ist eine sehr tatkräftige Arbeit, und sie basiert völlig auf den Erkenntnissen des Menschen. Wenn ich bei mir den Zustand der Nacht erkenne – worin besteht meine Arbeit, wenn ich als Chafez Chessed handeln will? Ich muss zunächst in einen Zustand kommen, in dem ich mich der Gruppe anhefte, die Gruppe ist für mich
wie eine Mutter, durch die ich mit dem Schöpfer verbunden bin. Ich verstecke mich unter ihnen, verstecke mein Ego, meinen Wunsch zu empfangen, ich möchte einen Schutz von ihnen bekommen, ich möchte dass sie mir helfen, mein Ego  abzudecken. Mein Ego wird nicht gereinigt, der Wunsch zu empfangen bleibt derselbe, aber wenn ich meinen Egoismus mit der Größe des Schöpfers bedecke, die ich von der Gruppe erhalte, dadurch dass ich mich vor ihnen annulliere, –
dann komme ich zu einem Zustand, in dem ich nichts fordere – Chafez Chessed. Ich bin froh, dass ich in den Zustand gekommen bin, in dem ich trotz der Dunkelheit in der Verschmelzung mit dem Schöpfer bin, als ob es ein großes Licht wäre.

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Wie erreiche ich Chassadim?

Indem ich mich vor der Gruppe annulliere.

Wie kann ich es tun?

Zumindest körperlich – wir kommen zu verschiedenen Treffen, nehmen an Veranstaltungen, an der allgemeinen Verbreitung teil. Es ist eine große Hilfe in Bezug auf die Welt, weil ein Mensch etwas großartiges tun muss, die Gruppe, die Campusse ausweiten. Jetzt, vor dem Kongress, sollte jeder eine zusätzliche Arbeit finden, die er selbst ausgesucht und mit den Organisatoren abgestimmt hat – das ist Pflicht, und ich widme mich Tag und Nacht dieser Aufgabe. Es ist für jeden vorgeschrieben, ohne das wird man keine Verbindung zu dem großen Kli haben, und wird alles verpassen.

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Sie haben über die vier physischen Handlungen gesprochen: erstens – sich anzumelden, zweitens – aktiv zu sein, drittens – eine Aufgabe zu übernehmen und viertens – den Link zu verbreiten. Wie sollte ein in Israel lebender Mensch sich innerlich auf den Kongress vorbereiten?

Zumindest den Link in ganz Israel verbreiten.

Was ist damit, einen Freund mitzubringen?

Gerne, wenn man einige Freunde mitbringen kann (Männer, Frauen), ist es natürlich gut, auch wenn es nur für einen Abend ist. Es gibt keine besonderen Bedingungen, wie es geschrieben steht, bis auf keinen Eintritt für Kinder. Es betrifft auch unsere Freunde aus der ganzen Welt. Wir wollen dass sie für diesen Kongress werben und auch den Link verbreiten und wer dabei sein will, wird es erfahren. Mit diesem Link könnt ihr einige Quellen der Kabbala in einer für Anfänger verständlichen Sprache verbreiten, ein Buch, das die Leute sich anschauen können. Kurz gesagt, wir brauchen Werbung, weil die Welt in eine schwierige Phase eingetreten ist, und wir müssen die Verbreitung beschleunigen.

Abgesehen von diesen vier physischen Handlungen, wie bereitet man sich auf das vor, was dort passieren wird?

Nur die Vereinigung. Wir müssen jetzt, sowohl vor als auch während des Kongresses, Material für die Vereinigung sammeln, uns um eine stärkere Vereinigung bemühen und uns auf sie vorbereiten.

Nochmals, was ist eine Vereinigung?

Es muss ein gemeinsames Verlangen sein, in dem der Schöpfer offenbart wird. Es mag ein kleines Verlangen sein, aber ein Gemeinsames – das ist wichtig.

Welche Massnahmen muss ich mit meinem Zehner ergreifen, um die besondere Vereinigung vorzubereiten, die auf dem Kongress herrschen sollte?

Wenn ihr daran denkt, dass ihr eine solche Kraft im Zehner auf dem Kongress erzeugen werdet, die alle entflammt und vereint – ihr werdet verstehen, was ihr sonst noch zu tun habt. Wir müssen uns darauf vorbereiten.

 

 

Artikel des Tages von Mittwoch, 23.1.2019

Wir haben einen Freund in der Moskauer Gruppe, der unsere Unterstützung braucht. Wenn wir alle von ganzem Herzen und aus unserer Vereinigung heraus bitten würden, würden wir ihm helfen, um sich zu erholen.

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Das Böse treibt den Menschen in der allgemeinen Entwicklung immer weiter voran, und in diesem Prozess findet er immer mehr heraus, was das Böse und was das Gute ist. Vielleicht ist es für mich gar nicht wichtig, mich im Materiellen schlecht zu fühlen – ich sollte mich lieber im Spirituellen schlecht fühlen, weil dieses Gefühl mich steuert und näher ans Ziel bringt. Ich fange an herauszufinden was mir wichtig ist, und beginne, das Spirituelle dem Materiellen vorzuziehen.

Es sind alles unsere Klärungen, welche wir durch den Einschluss in die Gruppe intensivieren können. Mach einfach deine Augen zu und schließe dich der Gruppe an. Du musst dabei nichts klären: Du willst nur mit ihnen sein, dich in sie hineinbringen. Und dann wirst du anfangen, die Gedanken, Wünsche und Verständnisse von einer neuen Qualität zu erfassen, nicht nur von der nächsten Stufe. Du bist der Gruppe beigetreten, deren Eigenschaft  „über dem Verstand“ heißt. Dies ist eine neue Wahrnehmung, die den Menschen in dieser Welt fremd ist, und deshalb müssen wir uns der Gruppe anschließen und uns annullieren, oder uns annullieren und der Gruppe anschließen, es spielt keine Rolle.

Ich will mich verändern, und kann es nur mithilfe der höheren Kraft schaffen. Ich muss irgendwelche Handlungen durchführen, damit die höhere Kraft in mir Veränderungen auslöst.

Was bedeutet es – sich vor der Gruppe zu annullieren?

Mechanisch. Die Gruppe ist der Vermittler zwischen mir und dem Schöpfer. Es gibt eine Gruppe in der materiellen Welt, in der sich Menschen wie ich befinden. Ich kann mich mit ihnen vereinen, lernen, gemeinsam essen und trinken, verschiedene Dinge tun,  – es ist die eine Seite. Und auf der anderen Seite, wenn ich mich auf sie ein wenig anders als es üblich ist, beziehe, beginne ich durch sie eine gewisse Einwirkung zu erhalten, die sich von der üblichen unterscheidet. Dies wird ein “ Katalysator “ genannt, das ist die Rolle der Gruppe. So muss ich sie betrachten, es gibt keinen anderen Weg, mich mit dem Schöpfer zu verbinden. Wie kann ich aus mir selbst einen spirituellen Parzuf machen? Nun, dieser Vermittler steht vor mir, und stellt einen Parzuf dar.

Wie werde ich in der Lage sein, durch die physischen Handlungen in Bezug auf die Gruppe eine spirituelle Einwirkung für mich selbst zu bekommen? Ja, es ist möglich, denn einerseits befinden sie sich in der materiellen Welt, und andererseits hat der Schöpfer sie spirituell gemacht. Wie hat Er sie spirituell gemacht?

Sie sind im Grunde genommen eine Seele, die Adam HaRishon genannt wird, und ich kann sie sowohl materiell (d.h. als physische Körper) als auch spirituell behandeln, so weit es geht.  Und je nachdem, wie ich mich zu ihnen beziehe, werde ich sofort durch sie beeinflusst.

Es ist einfach unglaublich! Und es ist die Folge dessen, dass Er eine Seele geschaffen hat, sie zerbrochen und in einen solchen Zustand gebracht hat, dass es uns scheint als wenn wir uns in der Realität der materiellen Welt befinden, in der uns die anderen Menschen umgeben. Es ist eine Vorbereitung von seiner Seite, und das einzige was wir tun müssen, ist diese richtig zu realisieren. Wir haben keine anderen Hilfsmittel.

 

Artikel des Tages, von Dienstag 22.1.2019

Es herrscht in uns ein egoistisches Verlangen zu empfangen und mit Hilfe des Lichts erweckt es uns mehr oder weniger zu verschiedenen Handlungen. Und es gibt einen Punkt im Herzen, der uns zu einem anderen Ziel erweckt, aber wir können damit nichts anfangen, da wir uns nur unter dem Einfluss der Umgebung verwirklichen können.

Wir haben viel darüber gesprochen und gelernt, deswegen ist es wichtig, darauf zu achten, wie er (Rabash) es erklärt. Wir sollten darüber Berechnungen durchführen, dass wir uns tagsüber in verschiedenen Zuständen befinden, unterschiedliche Gefühle haben, die durch den Schöpfer, das  hohe Licht, die Natur, verursacht werden – wir selbst haben keinen Einfluss darauf.

Nun, wie kann ich eine Kontrolle über meinen eigenen Körper bestimmen? Nur mit Hilfe meiner Umgebung, wie ich sie organisiere, wie sehr ich mit ihr verbunden bin, und in Übereinstimmung mit ihr erhalte ich eine weitere Kraftquelle, die auf mich wirken wird, und ich bin in der Lage, ihr mehr oder weniger widerstehen zu können, vielleicht sogar damit spielen zu können. Wenn ich mehr mit der Gruppe verbunden bin – erhebe ich mich über meine Wahrnehmungen und Gedanken; wenn ich weniger mit der Gruppe verbunden bin – entferne ich mich von ihnen, vom Geben, und bin näher am Empfangen, mehr unter der Macht meines Wunsches zu empfangen.

Vielleicht kann ich solche Übungen machen, und dann werde ich spüren, wo ich bin – unter der Macht der Gruppe oder meines Verlangens zu empfangen – eins von beiden, ein drittes gibt es nicht. So überprüfe ich mich selbst, ob ich mich in diesem Spiel befinde, dieses Spiel ist die Kontrolle über meinen Zustand. Es ist nicht so, als würde ich mich in der Gruppe verlieren oder meinen Wunsch zu empfangen vergessen, welches über mich herrscht. Das heißt, man muss an der einen oder anderen Seite sein. Ich will mich in beiden Zuständen befinden, aber nicht in der Mitte.

Hier stellt sich die Frage – wo ist hier der optimale Zustand für mich: unter der Macht des Verlangens zu empfangen oder unter der Macht der Gruppe? Ich befinde mich in einer Mischung von beidem und von hier baue ich mein Zuhause, meine neue Umgebung auf.

Wie kann ich meinen Wunsch unter die Kontrolle meiner Umgebung stellen?

Wenn ich die Gruppe an mich heranziehe, so dass sie mich beeinflusst, tue ich es ausgehend aus meinem Verlangen zu empfangen. Die Frage ist, ob ich wirklich eine Handlung ausführe oder meine Umgebung so sehr verändere, dass ich den Einfluss des Schöpfers auf mich durch die Umgebung erwecke, aber in der Tat ist das nicht meine Umgebung. Es ist mein egoistisches Verlangen zu empfangen, das die Umgebung so umdreht, dass sie mich zu beeinflussen scheint.

Wenn ich mich unter den Einfluss der Umgebung stellen will, wo befindet sich dann der Punkt, an welchem ich mich von meinem Verlangen zu empfangen trenne? Das ist die Frage. Und dann kann ich tatsächlich zwischen zwei Aspekten stehen: einerseits dem Wunsch zu empfangen, der „tierisch“ genannt wird und andererseits dem Einfluss der Umgebung, die „Adam“ genannt wird. Und dann, wenn ich zwischen ihnen stehe, kann ich eine Klärung durchführen.

Woher weiß ich also, ob ich von mir aus oder unter dem Einfluss meiner Umgebung handle?

Es hängt davon ab, wie ich meine Umgebung einsetze, wie sehr ich immer mehr versuche, sie auf mich wirken zu lassen, damit ich mich in sie einordne und diese Handlung nicht selbstsüchtig ist, sondern nur zugunsten der Verbindung mit der Umgebung und durch sie mit dem Schöpfer.

Kann ich ein Beispiel haben von dem, was “ im Sinne der Gruppe oder des Schöpfers “ genannt wird? Was bedeutet das, „von sich selbst zurückziehen“? Was bedeutet es wirklich, nach der Größe des Schöpfers zu streben?

Es wird gesagt, dass wir es soweit nur durch unsere Einstellung zu den Freunden erreichen können, inwieweit ich mich bemühe, die Freunde groß zu sehen, – dementsprechend können wir so ein Glühen erleben, das zur Erkenntnis der Größe der Gruppe führen wird. Und die Größe der Gruppe oder des Schöpfers zu erkennen ist der gleiche Weg. Nur wissen wir nicht, was die Größe des Schöpfers ist. Es ist etwas sehr Großes und Unverständliches. Wenn die Größe des Schöpfers durch die Gruppe kommt, gewinnt sie die Eigenschaften die wir verstehen, denn die Gruppe, wie auch der Mensch, hat 613 Organe. Ich kann die Gruppe verstehen, sie fühlen. Im Grunde genommen, wenn ich die Gruppe fühle, fühle ich allmählich den Schöpfer, immer wieder realistischer – so kommen wir voran.

 

 

Artikel des Tages von Montag, 21.01.2019

Obwohl wir alle Handlungen mit dem Schöpfer, mit dem höheren System verbinden, gibt es in der Tat keine Handlungen Seinerseits: „Ich habe mein HaWaYaH nicht geändert“, das hohe Licht befindet sich in absoluter Ruhe. Mit anderen Worten, es gibt nichts, was auf uns von oben kommen würde und denken, entscheiden und handeln würde.  Sowas existiert nicht, es ist nur eine Redewendung, da, wie es geschrieben steht, „spricht die Tora die Sprache des Menschen“.

Alles geschieht im Hintergrund des weißen Lichtes, das konstant ist und sich zu 100% im Geben befindet. Seinerseits gibt es keine Veränderungen, alle Veränderungen gibt es nur unsererseits. Wir haben ein Reshimo, das die Änderungsprozesse aktiviert, da wir uns ständig verändern. Genau hier treffen wir die Entscheidung: ob wir es tun oder nicht, ob wir uns mehr anstrengen oder nicht, ob wir uns mehr darauf konzentrieren oder nicht.

Wir sehen es an uns selbst – wir können von der Menschheit nichts verlangen, sie gehören nicht dazu, sie wachsen ohne freie Wahl auf. Aber wir haben die freie Wahl! Wir kommen in den Zehner – wir können mehr oder weniger investieren, uns tagsüber verbinden oder nicht, uns um die Vorbereitung auf den Kongress bemühen oder nicht – das ist unsere ganze Arbeit. Es gibt niemanden der in Wirklichkeit handeln würde, außer den Menschen, die in dieser Welt den freien Willen haben, wie wir es sind. Es ist die wichtigste Aufgabe auf der Welt.

Wenn du dort bist, machst du Erkenntnisse die du siehst und fühlst. Du hast Erfahrung. Und obwohl du immer tiefer fällst und höher steigst, ist es nicht wie ein Mensch in unserer Welt. Wann wächst der Samen am intensivsten und am schnellsten? In den ersten Tagen, im Schoß der Mutter, und dann verlangsamt es sich allmählich. Nach der Geburt, obwohl wir es Tag für Tag wachsen sehen, ist es viel langsamer. Wir befinden uns also in einem sehr intensiven Prozess, und wir sollten ihn nutzen.

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Ist ein Mensch ein Obstbaum, oder ist das ein Zehner?

Der Mensch selbst hat keine Funktion, er existiert nicht allein, nur die richtige Kombination zwischen den Menschen wird zum Feld, in dem der Baum wächst. Ein Baum ist eine Verbindung zwischen Menschen um des Gebens willen, und in der richtigen Verbindung um des Gebens willen, das ständig zunimmt, entsteht eine Frucht – das Erhalten um des Nehmens willen. Dann offenbart sich der Schöpfer. Die Frucht ist der Schöpfer in Bezug auf die Gruppe und die Gruppe, die sich um des Gebens willen korrigiert, ist der Baum.

Was meinen Sie damit, die Kommunikationskanäle „freimachen“?

Sie zu reinigen damit sie nicht verstopft werden, bedeutet zu versuchen, die Eigenschaft des Gebens so sauber und fein wie möglich zu halten, ohne auf sich selbst zurückzugreifen. Die „Kommunikationskanäle“ zu säubern bedeutet einen Ort zu schaffen, der frei von meinem Egoismus ist. Dann bringt der Schöpfer den Geist des Lebens durch diese Kanäle.

Passiert das durch die Verbindung um des Gebens willen?

Die Vereinigung um des Gebens willen ist keine wirkliche Vereinigung. Das Licht  „Hasadim“ vereint nicht wirklich, sondern reinigt, baut, bereitet alles vor. Wir müssen zuerst das gesamte System bereinigen, da wir über diese Kanäle miteinander verbunden sind. Keiner der Kanäle ist entweder zusammengebrochen oder verschwunden – aus jedem Kanal entstehen 613 Wünsche, 613 Kanäle in Beziehung zu den anderen. Diese Kanäle sind verstopft. In der Medizin gibt es ein Problem wie z.B. Blutgerinnsel in Blutgefäßen. Man muss die Kanäle von der Absicht „zu erhalten“ befreien, und dann wird es heißen, dass es keine “ Gerinnsel “ in ihnen gibt. Dann, in Übereinstimmung mit unseren Bemühungen, soweit wir sie bereinigen können, bringt der Schöpfer die Kraft des Geben hinein.

Artikel des Tages von Sonntag 20.01.2019

Ich denke, dass die Versammlung der Freunde nicht nur dann stattfinden sollte, wenn wir physisch nebeneinander sind, sondern auch die ganze Zeit andauern sollte. Ich muss ständig darüber nachdenken, wie ich mit meinen Freunden in einem System namens Seele (Neshama) bin, und dann offenbare ich das System immer mehr. Und meine Freunde unterstützen mich die ganze Zeit, und ich unterstütze sie, und ich stelle mir immer alle möglichen Zustände und Dialoge zwischen uns vor, als ob wir diese Dialoge in Wirklichkeit führen würden.

Warum solltest du das tun?

Ich muss in einen Zustand kommen, in dem ich sehen werde, dass wir wirklich miteinander verbunden sind, als ob wir mit unseren spirituellen Kelim – Punkten im Herzen – zusammenarbeiten, und die Verbindung zwischen uns kommt aus dem System von Adam HaRishon und heißt „613 (TARYAG) korrigierte Fäden“, „613 Gebote“. Es ist ein Hinweis darauf, dass ich die richtige Verbindung erreichen muss.

Wenn ich es nicht tue, bin ich wie ein Verbrecher: Ich benutze diese 613 Verbindungen zwischen uns, aber ich kenne sie nicht, ich verstehe sie nicht, und ich benutze sie, um sie zu empfangen. Es gibt keine anderen Verbindungen zwischen uns. Diejenigen Verbindungen, die uns ursprünglich im Adam-HaRishon-System verbunden haben, nutzen wir nicht richtig, egoistisch. Und deshalb sind wir alle Kriminelle. Wir befinden uns alle in einem zerbrochenen Kli, und mit Hilfe des Lichts, das zur Quelle zurückführt, müssen wir dieses System wiederherstellen, es wiederbeleben. Dieses System vor deinen Augen zu sehen und auf diese Weise versuchen damit zu arbeiten.

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Heute kommen wir zusammen: die ganze Welt und insbesondere der israelische Kli. Ich lade alle unsere Kelim, alle unsere Gruppen aus ganz Israel ein, hierher zu unserem Treffen zu kommen. Wir werden ein Gespräch führen, ein Seminar, Lieder singen, reden – tun alles, was wir können, um uns auf der neuen Stufe zu vereinen. Ich vermute das, bereite mich darauf vor, und ich bitte euch, euch auch richtig vorzubereiten. Lasst jeden von uns sein Herz so weit „aufwärmen“, dass wir unsere Herzen schmelzen können und sie zu einem einzigen Herzen vereinen können.

Also, wir sehen uns heute Abend und wir erreichen den Zustand „ein Mann mit einem Herzen“.

 

Artikel des Tages von Donnerstag, 17.01.2019

 

Wenn wir über die Liebe zu einem Freund sprechen, dann heißt es vor allem: „Der Mensch helfe seinem Nächsten“. Und gerade heute haben wir die Gelegenheit, über unseren lieben Freund aus der Moskauer Gruppe nachzudenken, und zusammen mit unseren Freunden aus der ganzen Welt und der Moskauer Gruppe werden wir versuchen, ihm in unseren Gedanken, in unseren Herzen, zu helfen, all die Probleme und Sorgen loszuwerden, die er hat, denn jeder ist für den Freund und seine Situation verantwortlich. Lasst uns an ihn denken und den Artikel lesen.

Das Wichtigste ist, dass wir an unseren Freund denken, dass er mit uns für immer und ewig ist und alles wird mit Hilfe des Schöpfers geregelt. Wenn man ihn gemeinsam in Gedanken einschließt, wird es was bringen. Lasst uns den ganzen Tag darüber nachdenken, damit dies geschieht.

Was ist wichtiger: dem Schöpfer Genuss zu bereiten oder Ehrfurcht vor Ihm zu haben?

Ehrfurcht ist, wenn man befürchtet, dass man nicht genug Kraft haben wird, um dem Schöpfer Genuss zu bereiten. Was ist genau deine Frage?

Wie kann ich diese Ehrfurcht behüten damit sie nicht verloren geht?

Alle unsere Handlungen in Bezug auf den Schöpfer können wir nicht direkt, sondern nur in der Gruppe durchführen. Und in der Mitte der Gruppe offenbaren wir diese Essenz, die der Schöpfer genannt wird. Es ist notwendig zu verstehen, dass der Schöpfer nicht von sich aus existiert. Wenn ich die Gruppe sammle und sie vereinen will, dadurch, dass ich ihr gebe, wird sie für mich zu etwas Einheitlichem, und darin beginne ich, die Essenz des Schöpfers zu offenbaren.

Was bedeutet es, wie Eins zu sein?

Anders komme ich nicht zu Ihm, werde Ihn nicht finden – nur auf diese Weise, deswegen muss ich zum Schöpfer beten. Aber ich weiß nicht, was es bedeutet und an wen ich mich wenden soll. Deshalb schreibt Rabash, dass es eine klare Vorgehensweise dafür gibt.

Es sollte durch die Liebe zu den Freunden geschehen – nur so kommt man zur Ehrfurcht, Glaube und Liebe zum Schöpfer, nur auf diese Weise muss es aufgebaut sein, sonst schießt man in die Luft.

Der Schöpfer ist das, was wir entdecken, offenbaren, verstehen; wir erlangen nicht Ihn selbst, denn es gibt keinen Schöpfer, es gibt das Konzept des „Schöpfers“ – der Eine, der Einzige und der Allmächtige,  das in der Vereinigung der Gruppe verwirklicht wird. Wenn ich alle meine Wünsche und Absichten auf das Konzept des „Einen“ konzentrieren kann, bedeutet das, dass ich mich darauf vorbereite, mir vorzustellen, was „Einer“ ist, was der Schöpfer tatsächlich ist, und auf diesen „Einen“ richte ich mich aus.

Artikel des Tages von Mittwoch, 16.1.2019

Können wir darauf hinweisen, dass jeder einen Punkt im Herzen hat und alle seine Wünsche gegen diesem Punkt arbeiten? Dieser Punkt, der „Yosef-Punkt“, verspürt das Bedürfnis nach Vereinigung, aber alle anderen Eigenschaften stehen im absoluten Gegensatz dazu. Alle „Brüder“, alle anderen Eigenschaften, bis auf den Punkt im Herzen, sind eindeutig gegen die Vereinigung, und es findet ein heftiger Kampf in einem Menschen statt: er will sich Tag für Tag mit anderen vereint sehen und offenbart, wie sehr er von ihnen abgelehnt wird.

Befinden wir uns schon in einer klaren Form in diesem Zustand? Mit anderen Worten, es gibt einen kleinen Punkt, der nach Vereinigung strebt, und es gibt viele Eigenschaften, Hindernisse, die ganze Welt, die einen Menschen in alle möglichen Richtungen, Gedanken, Wünsche zieht, aber nicht in Richtung der Vereinigung.

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Lasst uns eine Übung für heute aufschreiben: wir wollen die ganze Zeit beobachten, in welchem Maße der „Yosef-Punkt“ in uns existiert, der uns zur Vereinigung, zur Wissenschaft der Kabbala, zum Ziel der Schöpfung führt, aber nicht durch mystische Erscheinungen, sondern durch die Verbindung. Das heißt, wir verstehen, dass dies nur durch die Vereinigung erreicht werden kann, im Gegensatz zu all unseren anderen Eigenschaften, die uns auf verschiedene Art und Weise faszinieren, unter anderem zum Erlangen des Schöpfers, zum Erlangen des Spirituellen – über alle möglichen Wege außer die Vereinigung.

Nun, versuchen wir, im Laufe des Tages diese beiden Zustände zu identifizieren und einen klaren Unterschied zwischen ihnen zu erkennen. Der „Yosef-Punkt“, der uns alle zusammenbringen will, durch das Verständnis, dass nur die Vereinigung zu einem System uns zum Ziel führen kann, wie es heißt: „Nur das Einzige nimmt das Einzige an“, – und alle anderen Eigenschaften in uns, von denen jeder die anderen nicht braucht, sondern sie ausnutzt.

Der Zehner zeigt dir die Einstellung des Schöpfers zu dir. Du musst sagen, dass hinter jedem Freund der Schöpfer steht, und der Zehner ist nicht das, was du siehst, sondern wie der Schöpfer dich beeinflussen will: ein wenig gut, ein wenig böse – wie auf einer Schaukel. Und deine Freunde befinden sich am Ende der Korrektur. Was deine Vorstellung von ihnen anbelangt – hier herrscht das Prinzip „Jeder, der Abneigung empfindet, empfindet sie gemäß seinen Fehlern“, also du bist derjenige, der ihr Gesicht formt.

Sie sind also in der Endkorrektur, aber manchmal glaube ich, dass sie sich nicht vereinen wollen…..

Fein, das ist wiederum deine Vorstellung..

Aber wie kann ich mich an sie wenden? Es ist ein seltsamer Zustand.

Warum ist er seltsam?

Denn einerseits scheinen sie sich nicht mit mir vereinen zu wollen. Andererseits, gibt es einen Punkt in mir, der sich mit ihnen vereinigen will. Also muss ich sie überzeugen?

Komm und fleh sie an: Ich will mich mit euch verbinden. Du sprichst mit ihnen aus deinem Punkt im Herzen, und sie stellen 9 weitere Eigenschaften dar.

Wie wende ich mich an sie?

Du annullierst dich und bittest sie.

Bitte ich sie um die Verbindung mit mir?

Ja. Und stellst dir den Schöpfer vor, der hinter ihnen steht und sie steuert.

Und was ist mit dem Licht, das zur Quelle zurückführt?

Du bist wie eine Malchut gegenüber den ersten neun Sefirot. Die ersten neun sind das Licht, und die Malchut bekommt dieses Licht in Übereinstimmung mit ihren Eigenschaften.

Warum soll ich mich auf diese Art und Weise an die ersten 9 Sefirot wenden, damit sie sich mit mir vereinen?

Damit du lernst, wie man mit dem Schöpfer umgehen muss! Der Schöpfer ist die ersten 9, du kannst Ihn dir nicht anders vorstellen, Er hat kein anderes Erscheinungsbild. Das einzige was Er tut – Er lehrt dich die ganze Zeit. Alles andere außer dir ist der Schöpfer und Er zeigt dir, welche Einstellung du gegenüber Ihm entwickeln sollst. Und deine Aufgabe ist, unterschiedliche Formen Seines Erlangens zu finden und deine Einstellung zu Ihm aufzubauen.

Artikel des Tages von Dienstag, 15.1.2019

 

Ob es uns gut oder schlecht geht im Materiellen  – es ist egal, wir alle streben nach dem Spirituellen – so meinst du das? Wir sprechen hier von einer neuen Art von Chissaron – dem gemeinsamen Chissaron, so dass wir es zusammen spüren können. Wir formen einen Ort für den Schöpfer, ein Kli. In diesem Chissaron für das Kli bilden wir einen Ort, an dem sich der Schöpfer offenbart – das ist das Wichtigste.

Deshalb sind weder materielle Erfolge wichtig, noch die Tatsache, dass man sehr stark nach dem Schöpfer strebt, und in welchem Zustand man sich befindet, ob gut oder schlecht – es spielt keine Rolle, das sind persönliche Angelegenheiten und daher nicht für das Ziel geeignet – nicht in dem Maße, dass man sie komplett ignorieren kann, aber es ist nicht zum Ziel führend.

Wir müssen das Chissaron erheben so dass es sich den anderen anschließt, wir müssen alle Chissronot zusammensetzen. Es ist nicht einfach, es erfordert die Bürgschaft, ich muss mich in die ganzen Chissronot der Gruppe einschließen, jedem helfen und mir muss von jedem geholfen werden – so verbinden wir uns. Dann bilden wir durch dieses gemeinsame Chissaron ein Chissaron für die Enthüllung des Schöpfers, um Ihm Freude zu bereiten.

Es gibt buchstäblich einen Übergang von dem, als wir angefangen haben uns zu vereinigen, von den persönlichen Chissronot, zu unserem gemeinsamen Chissaron, aber es muss wie ein Kommando in der Armee sein. Wir bauen eine Verbindung zwischen uns und dem Schöpfer auf, bilden ein Netzwerk von zehn Sefirot, und wenn wir Glück haben, wird sich der Schöpfer dort offenbaren. Es ist eine neue Art von Chissaron, ein spirituelles Chissaron.

Wenn ich den Geist des Lebens fühle, kann ich ihn an meine Freunde überreichen. Und wenn nicht, was kann ich meinen Freunden außer Traurigkeit geben?

Wir müssen uns daran gewöhnen, dass es im Zehner einen gemeinsamen Geist geben sollte, dass wir uns gegenseitig inspirieren müssen, auch wenn wir gefühllos sind – das nennt sich eine Bürgschaft, ein Bündnis. Es ist wie eine Mutter, die aus dem Bett steigt und sich um ein Kind kümmert, und es spielt keine Rolle, ob sie krank ist oder nicht – es gibt jemanden, der ihre Fürsorge braucht.

Gestern haben Sie uns die Aufgabe gegeben, ein Fließschema zu erstellen. Es hat uns sehr geholfen, den Grad der Vereinigung beizubehalten, den wir im Morgenunterricht erreicht haben. Würden Sie uns auch heute eine solch eine Aufgabe geben?

Ich habe noch keine Rückmeldung auf die gestrige Aufgabe bekommen, nur zwei von euch haben sie mir geschickt. Habt ihr es alle hierher gebracht? Auf Papier? Habt ihr eine allgemeine Antwort von jedem Zehner, ein allgemeines Schema? Nein, ich bin wie der Schöpfer: akzeptiere nur die Antwort vom Zehner. Macht es heute, sprecht miteinander, damit klar ist, dass ein Zehner es sich so vorstellt, der andere – anders, und dann werden wir es besprechen.

 

Artikel des Tages von Montag, 14.01.2019

Inwieweit ihr euch den ganzen Weg richtig vorstellen könnt und ihn buchstäblich vor euch zeichnet: die Ursache und die Wirkung, die Faktoren jedes Ereignisses – all das hilft sehr gut. Schließlich stürzen wir immer ab oder werden in verschiedenen Zuständen verwirrt. Deshalb müssen wir jedes Mal zum Programm, zum Schema, zu etwas jenseits unserer Gefühle zurückkehren. Egal was ich fühle, ich habe ein Schema vor mir, eine  Gesetzmäßigkeit. Diese Gesetzmäßigkeit bewegt sich vom ersten Punkt bis zum letzten in 125 Schritte, und ich muss sie durchlaufen. Wenn dieses Schema ständig vor mir liegt, damit ich es mir richtig vorstellen kann – sowohl visuell als auch emotional und in ihrer Verbindung – dann werde ich es immer besser verwenden, ohne emotional zu werden und jedes Mal alles zu verlieren. Wenn ich in ein Gefühl versinke, bleibe ich beim Verstand und wenn ich mich über das Gefühl erhebe – brauche ich keinen Verstand. Ich entwickle meinen Verstand durch das Gefühl und füge es diesem Schema hinzu. So wechseln immer die rechte Linie und die linke Linie, die linke Linie und die rechte Linie. Wie wir in der Wissenschaft der Kabbala studieren, muss vor jeder kleinsten Erkenntnis im Kopf und Verstand ein Chissaron vorhanden sein.  Ohne Chissaron ist es nicht begreifbar. Man hört was und sagt sogar, wie gut es ist, aber es bleibt nicht und wird vergessen, weil es keinen Platz gibt, wo es sich hin passen würde. Das Chissaron ist die Mulde, die du füllen willst, in der du fühlst, was fehlt. Dann musst du die Füllung bekommen und sie auffüllen. Deshalb habe ich euch ein paar Punkte gegeben, aber jetzt bin ich daran interessiert, dass ihr selbst weitermacht. Nehmt ein Blatt und beginnt, diese Punkte vom Anfang des Artikels bis zum Ende in der richtigen Reihenfolge aufzuschreiben. Klärt es unter euch.

***

Es ist leicht zu testen: ob ich bereit bin, beliebige Maßnahmen zu ergreifen, wenn ich den Unterricht verlasse? Das Wichtigste ist, dass, wenn ich zum Unterricht komme, merke, wie sich meine Absicht, das Ziel zu erreichen, verändert hat und wie ich meinem Freund helfen will, das Ziel zu erreichen. Dies ist die zweite reale, spirituelle Absicht, weil sie der Absicht „um des Gebens willen“ nahe kommt, auch über verschiedene Hindernisse und Probleme. Dann werde ich sehen, dass dieser Freund mich hasst, mich verachtet. Wie kann ich ihm verzeihen und ihm helfen, das Beste zu erreichen, was ihm passieren kann?

Es lohnt sich nicht, über diese Dinge zu sprechen, aber zumindest im gegenwärtigen Zustand sollten wir erkennen, dass wir hierher kommen um zu arbeiten. Um alle zu unterstützen, buchstäblich in unseren Hände nehmen und nach oben drängen, zum Schöpfer, sie so bewegen, dass sie es wollen. Wenn sie es tun, dann gehe ich in ihnen eingeschlossen auch nach oben.

 

Artikel des Tages von Sonntag, 13.01.2019

Rabash schreibt hier an zwei Stellen, dass, weil wir äußerlich die Liebe zeigen, einander praktische Beispiele geben, „die Kraft der Liebe in den anderen enthalten ist“, sowie, „wenn man sieht, dass der Freund versucht seine Natur aufzuheben und seinen Nächsten zu lieben, wird jeder von der Absicht seines Freundes erfüllt sein. Was ist die Verbindung?

Es ist wie eine Zusammenschaltung der Sefirot. Wie kann man den Kli erstellen, wenn einige Eigenschaften nicht in anderen enthalten sind?

Wenn ich sehe wie ein Freund sich anstrengt, was ich als Annullierung vor der Gruppe betrachte, wie hilft mir das, mich in die Absicht des Freundes einzuschließen?

Es bedeutet nichts, wenn du es nur siehst, aber wenn du sie verbinden willst, dann schließt du dich ihm an. Wenn du ihn schätzt, wenn du seine Größe siehst, erst dann willst du dich mit ihm verbinden.

Was ist diese Aktion, die als gegenseitige Einbeziehung bezeichnet wird, was ist ihr Ergebnis?

Die Aktion der gegenseitigen Einbeziehung kann stattfinden, vorausgesetzt, dass ich einen Freund mehr als mich selbst sehe und mich daran beteiligen möchte, mich an den gleichen Eigenschaft oder der gleichen Handlung beteiligen möchte. Die Aktion der gegenseitigen Einbeziehung kann auch dann sein, wenn ich mich selbst größer sehe als meinen Freund und ich ihn als kleinen nehmen möchte, als ob ich ihn mir hinzufügen möchte und ihm so helfen würde. Das heißt, entweder ich schließe mich ihm an oder er schließt sich mir an – wir sollten es sowieso immer tun. Dies ist eine gegenseitige Einbeziehung von Eigenschaften (Bchinot), die später einen spirituellen Parzuf in uns bildet.

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Was ist Liebe zu Freunden?

Die Liebe zu Freunden ist die richtige Einstellung zu den Bestandteilen meiner Seele, die ich vereinen möchte, um dem Schöpfer Platz zu geben. Und so baue ich Sein Haus, den Beit a-Mikdash (Tempel).

Wie baue ich es auf, wenn sich alles um diesen Begriff: „die Liebe zu Freunden“ aufbaut?

Nein, alles konzentriert sich um das Ziel – dem Schöpfer Freude zu bereiten, ihm dieses Geschenk zu machen. Ich baue einen Ort für Ihn, also arbeite ich an meiner Liebe zu meinen Freunden, denn warum sollte ich es sonst tun?

Um mit Ihm zu verschmelzen.

Ja.

Dann ist die Liebe zu den Freunden der Aufbau des Platzes für die Offenbarung des Schöpfers?

Ja.

Und alles, was Rabash erzählt, sind die Etappen vom Aufbau des Klis?

Ja.

Gibt es irgendeine Methode, nach der ich den Kli aufbauen kann?

Nähere dich an, „klebe“  jeden der  Freunde an dich. Und umgekehrt: “klebe“ dich an jeden der Freunde, damit die Gruppe ein Ganzes wird.

Es bleibt nur noch eine Frage: was macht ihr mit diesem Artikel innerhalb des Tages? Wie realisiert ihr ihn?

 

 

Artikel des Tages von Donnerstag, 10.1.2019

Im Unterricht, wenn wir einen Text lesen, wie z.B. TES, und sind wie Sie uns sagen, auf das Licht ausgerichtet, ist alles klar, man fühlt es und wie würde es in einem Seminar funktionieren?

Ohne das Seminar ist das Licht, das zur Quelle zurückführt, fast wirkungslos. Deshalb sitzt man hier zehn bis zwanzig Jahre lang und es passiert bisher nichts.

Angenommen, wir lesen eineinhalb Stunden Zohar.

Selbst zehneinhalb Jahre lang wird nichts helfen. Es wird schon helfen, aber sehr langsam. Es ist wie eine Evolution, die Millionen von Jahren dauert. Warum ist das so? Wir erwecken uns selbst nicht, wie die Kabbalisten schreiben. Wir müssen ein Modell sein, ein Zehner, wir wollen uns in Zehnern vereinen. Im Zehner will ich das Licht, das zur Quelle zurückkehrt, und zwar nicht für mich selbst. Wo steht es geschrieben, dass derjenige, der für sich selbst betet, sich selbst verbrennt.Wir haben es gelesen, nicht wahr? Wir müssen das Licht, das zur Quelle zurückbringt hervorrufen, an jenem Punkt, an dem wir uns vereinen wollen und nicht können. Dann kann ich sagen, dass ich mich in der Mitte eines Zehners mit allen vereinen will. Und so zeigt jeder mit dem Finger auf, wo wir uns vereinen wollen. Wir wollen nur das beeinflussen, wir verpflichten Dich. Dann ist Er froh und tut es.

* * *

Wenn ich mich also während des Seminars nicht vereinen und nicht in das  Zentrum des Zehners kommen kann, dann lohnt sich das Studium nicht?

Nein, du hast keine Verbindung zum Schöpfer.

Man braucht 5 oder 20 Jahre, um zum richtigen Seminar zu kommen?

Es sollten keine 20 Jahre sein, mach es hier und jetzt.

Es funktioniert nicht.

Es funktioniert nicht, weil ihr es nicht wollt, ihr strengt euch nicht an. Wer will sich wirklich vereinen, wer gibt sich von ganzem Herzen Mühe? Wenn ich vereint sein will, will ich, dass mein Herz, mein Verlangen, alle meine Wünsche mit ihnen vereint werden, und ich bete, dass ich mit ihnen vereint sein will, und ich bitte den Schöpfer mir dabei zu helfen. Wenn du dir vorstellst, dass dies für dich sehr wichtig ist, dass du vor Leben und Tod stehst, dich darum sorgst, deine Bitte schärfst, darüber nachdenkst, wie sehr sich diese Bitte im Laufe des Tages ändert…. noch versuchen anderes zu bieten, damit Er hört, was ich will, dass Er seine Meinung ändert und so weiter. Man muss das tun, aber wie? „Möge der Mensch seinem Nächsten helfen“ – ein gutes Beispiel geben, ein schlechtes Beispiel geben, aber es muss getan werden.

Und jetzt sitzt ihr da… noch eine Lektion, noch eine weitere Lektion, noch eine Lektion…

Was soll ich und die anderen tun, während anderer redet? Was sollst du tun? In sein Herz eindringen?

Was wir aus den Abschnitten lesen, das sage ich nicht. Wir nehmen von den Kabbalisten die feinfühligste Essenz, die uns am nächsten ist, die uns und sogar die Toten erwecken sollte. Solche Abschnitte nehmen wir. Ihr sollt also ein wenig aufwachen.

Artikel des Tages, von Montag 7.1.2019

 

Sie sagten, alles hängt vom Chissaron ab, und das Chissaron hängt von der Umgebung ab. Gibt es einen grundlegenden Unterschied zwischen meinem Chissaron und dem, den ich aus meiner Umgebung genommen habe, und worin besteht dieser Unterschied?

Es gibt einen großen Unterschied zwischen dem, dass ich ein Chissaron fühle, um welches ich beten soll, und dem, dass wir gemeinsam entscheiden, dass dieses Chissaron der Gruppe gehört, ein gemeinschaftliches Chisaron, über das wir nachdenken und bitten sollten. Das ist ein sehr großer Unterschied. Und es ist wünschenswert, dass es kein künstliches Chissaron ist, sondern dass wir uns wirklich überprüfen, wie sehr wir daran denken und uns verbinden wollen, um uns in eine Richtung zu bewegen und um ein gemeinschaftliches Chissaron zu bitten. Versucht es und ihr seht, wie es funktioniert. Es ist schwer für uns, aber es ist nah, es ist bereits hier – bitte schön! Sprecht darüber, um was es sich zu beten lohnt, macht eine Formel, einen Gebetsatz und verlangt es vom Schöpfer den ganzen Tag durch. Ihr werdet sehen, inwieweit es funktioniert, und werdet offensichtlich die Veränderungen spüren.

***

Um das Licht, das zur Quelle zurückführt, anzuziehen, muss ich das Bedürfnis nach der Kraft des Gebens, das Chissaron dazu, offenbaren. Wie stelle ich mir das vor? Ein alter Mann, der darüber klagt, dass sein Sack gleich von den Schultern fällt – wie kann ich mir dieses Chissaron so vorstellen? Das heißt, ich muss versuchen, mit ganzem Herzen in den Zehner einzutreten, sie zu vereinen und mich mit ihnen zu verbinden, ihnen zu dienen und der Kleinste von ihnen zu sein – egal in welchem Maße und wie. Das Wichtigste ist, sich die ganze Zeit um ihre Vereinigung Sorgen zu machen – ich kümmere mich darum und diene diesem Ziel.

Und dann sehe ich, inwieweit ich dazu fähig bin. Gemäß meinen Bemühungen – es spielt keine Rolle, dass sie egoistisch sind  – wirkt das Licht bereits auf mich ein. Gemäß meinen Bemühungen im Studium (ich beabsichtige, mich in Bezug auf das Licht, das zur Quelle zurückkehrt, zu ändern, d.h. ich studiere keine Wissenschaft, sondern Thora) – bin ich vom Licht beeinflusst. Meine Handlungen im Zehner und im Lernprozess haben diese Auswirkung. Zum Beispiel, ich studiere TES oder die Artikel, aber vorwiegend TES, weil dort die Handlungen des Schöpfers stecken, und ich möchte, dass sie mich beeinflussen.  Es spielt keine Rolle, ob ich verstehe, was dort geschrieben ist oder nicht, die Hauptsache – ich möchte von dem, was ich lerne, beeinflusst werden, auch wenn ich nicht lesen, sondern nur hören kann. Das sind bereits die Hindernisse, die der Schöpfer vor mich gestellt hat. Vielleicht verstehe ich nicht einmal die Sprache, aber es ist unwichtig. Im Gegenteil, je mehr ich anstrebe, desto mehr Licht, das zur Quelle zurückführt, bekomme ich. Und wie es geschrieben steht, „es gibt keinen anderen Rat für dich“.

 

Artikel des Tages, von Sonntag 6.01.2019

Kann ich von Tag zu Tag spüren, wonach ich strebe: denke ich an mich selbst oder an den Zehner? Wo ist mehr Gewicht, mehr Kraft, mehr Ehrgeiz? Interessiere ich mich schon mehr für den Zehner, ist das sogar in natürlicher Form? Ich will nur mehr an sie denken als an mich selbst, als ob ich mich selbst vergesse und an den Zehner denke. Gibt es etwas an mir, das so etwas wie Bewegungen ist, gibt es eine Tendenz dazu? Ich versuche herauszufinden, wie es mit mir passieren wird, ob es so ist, wie weit weg oder wie weit ich davon entfernt und entgegengesetzt bin, gerade in diesen Definitionen möchte ich präzise sein.

Ich habe mich selbst, ich liebe mich selbst, ich kümmere mich um mich selbst, das ist natürlich. Und es gibt den Zehner, wie das Baby, das ich adoptiert habe, und ich fühle mich, als würde ich anfangen, mich um es zu kümmern.

Versucht bitte diesen Zustand zu spüren und von Zeit zu Zeit zumindest zu überprüfen, wo sich euer Herz befindet.

***

Zu all diesen Zuständen werden wir allmählich, in jedem Detail, Schritt für Schritt durch das Licht, das zur Quelle zurückführt, gebracht, wenn wir richtig lernen. Wir können die richtige Studienform nach dem einzigen Kriterium überprüfen: Wie stark ich mich im Zehner eingeschlossen habe, dem Ort, der sich Zehner nennt, „die Versammlung Israels“, die Gruppe, der Kli, die Seele – es gibt viele Namen, aber in Wirklichkeit habe ich das Gefühl, dass ich nicht nur ein untrennbarer Teil davon bin – ich sehe alle als Ganzes.

Das ist mein Anliegen ohne jegliche Berechnungen über mich selbst – leben und mich gut oder schlecht zu fühlen, nur nach dem Maßstab, der im Netz der Verbindungen, welches zwischen allen existiert. Dementsprechend beurteile ich die richtige Studienform: inwieweit ich bereits auf der Ebene des richtigen Studiums bin, wie viel Licht beeinflusst mich, das zur Quelle zurückführt, und als Resultat befinde ich mich in der richtigen Verbindung.

Lasst uns weiter über das richtige Studium der Wissenschaft der Kabbala lesen. Wir haben darüber gesprochen, warum es sich ausgerechnet um die Wissenschaft der Kabbala handelt, und die Form, in der wir sie untersuchen, führt zu solchen Ergebnissen.

 

Artikel des Tages von Donnerstag 3.1.2019

Wie können wir die Größe des Schöpfers messen, nicht im Bezug auf das was wir von Ihm Empfangen  durch ein dünnes Röhrchen, sondern Seine tatsächliche Größe, abgesehen von der Tatsache, dass wir von Ihm das Gewünschte bekommen?

Weil Er wahrscheinlich nur deswegen in meinen Augen groß ist, weil ich etwas erhalte, was von Ihm zu mir zurückkommt – eine sehr dezente fragile Rückmeldung. Woran kann ich erkennen, dass ich den Schöpfer nur wegen dieser Rückmeldung schätze, und nicht dank seiner Größe?

Durch welche Aktion können wir von diesem dünnen Röhrchen, das wir dann erhalten, wenn wir zu allem bereit sind, um dadurch vom Schöpfer zu empfangen, zur selbstlosen Handlung übergehen? Er ist in meinen Augen in dem Maße groß, in welcher ich von Ihm eine Rückmeldung bekomme, mit anderen Worten ist es nicht Seine Größe, sondern die Größe dessen, inwieweit ich von Ihm profitiere. In dem Fall hat es nichts mit der Größe des Schöpfers zu tun. Wie kann ich von dem, was aus meiner Natur des Empfangens stammt, zu Seiner tatsächlichen Größe kommen, zu der Größe, die sich oberhalb meines Egos befindet?

***

Nur in der Gruppe, im Zehner kannst du dich überprüfen, dort, wo du dich realisierst. Egal in welchem Zustand du dich im Materiellen befindest, stellst du fest, dass es nicht schlimm ist, du kannst es schaffen, wenn nicht heute dann morgen. Im Zehner stößt du auf die Tatsache, dass du hier und jetzt nicht in der Lage bist, innere Arbeit durchzuführen. Äußerlich – ja, aber ich bin nicht in der Lage, mich vollständig zu annullieren und die Freunde als die höheren zu sehen.

Hier sehen wir materiell, in der Praxis „lishma oder lo lishma“. Denke ich, dass sie größer und wichtiger sind als ich? Ja oder nein? Eindeutig, nicht formell, sondern tatsächlich? Ich befinde mich also nicht in „über dem Verstand“ und muss den Schöpfer bitten. Nur der Schöpfer kann es tun.

So kommen wir zur Größe des Schöpfers, d.h. alles, was sich auf „über dem Verstand“ bezieht, wird Spiritualität genannt. Es ist ein Bereich, in dem nur eine höhere Macht, der Schöpfer, herrscht. Deshalb kann ich kein Zeichen von Spiritualität haben, wenn ich es nicht von Ihm erhalte. Dann kommen wir zur Größe des Schöpfers. Folglich stellt sich die Frage: ob ich die Spiritualität will oder die Größe des Schöpfers? Wird die Größe des Schöpfers zu meinem Ziel, einem Träger der Verschmelzung? Verschmelze ich mit ihm?

*Wenn die ganze Arbeit über dem Verstand ist, und ein Mensch offenbart, dass er nicht fähig dazu ist, braucht er dann den Schöpfer?*

Wo befindet das sich in der Praxis? Nur im Zehner. Wenn ich sehe, dass ich mit ihnen zusammen sein kann, sitzen, etwas tun, kann mich aber nicht wirklich annullieren: physisch kann ich es, aber innerlich – nicht. Die Frage ist also, wie wichtig ist das für mich? Wie kann ich die Größe des Schöpfers in Bezug auf mich selbst messen? Warum sehe ich die Gruppe nicht als den Schöpfer? Warum sehe ich meine Beziehung zu ihr nicht als meine Einstellung zu Ihm?

Artikel des Tages von Mittwoch, 2.1.2019

 

Deine Teilhabe bei uns bringt dich nicht unbedingt in einen Zehner – du hast die freie Wahl.

Gibt es etwas, was man tun kann, um sich für einen Zehner zu erwecken?

„Die Zeit für die Thora festlegen“, wie es genannt wird. Komm, nimm teil und lerne mit allen, verpflichte dich dazu. Stelle dir immer vor, dass du im Gefängnis bist, dass du auf einer Trage liegst, und wenn sie dich nicht nehmen, wenn sie dich nicht rausziehen, bist du nicht in der Lage es selbst zu tun. Wenn ich in die Arme des Zehners fallen kann, mache ich meine Augen zu und lasse mich fallen.

Es wird immer wieder schwierig sein. Es wird eine Freundesversammlung geben, und ich werde nicht kommen können. Ich werde mein Bestes geben, aber danach werde ich alles vergessen, als ob nichts gewesen wäre. Plötzlich werde ich anfangen, mich zu erinnern: war das gestern oder heute vor ein paar Stunden, und jetzt ist es weg, was ist passiert?

Das ist unnatürlich, wir unterwerfen uns solchen Manipulationen die ganze Zeit über, und dies wird bis zur Endkorrektur dauern, es wird immer wieder zu den größeren Hindernissen kommen.

Wenn sich das Spirituelle im Zehner befindet, wie nutzt man dann das wachsende Verlangen zur Spiritualität?
Es im Zehner realisieren.

Aber wir sagen, dass es uns nicht direkt dahin führt…..
Das ist dein Job! Du musst auf diesem Weg etwas von dir selbst hinzufügen, und diese Ergänzung besteht darin, dass du mechanisch in den Zehner kommst und unter ihnen „fällst“. Es gibt nichts anderes.

Also müssen wir uns in die Arbeit innerhalb des Zehners einbringen, was unnatürlich ist?
Letztendlich besteht der ganze Kampf nur darin.

***

Wir sind in Verbindung mit dem Schöpfer, und zwar seit einer langen Zeit, aber wir können es nicht offenbaren, es würde uns verwöhnen. Als ein Kind, das in einer aristokratischen, reichen und sehr mächtigen Familie aufwächst, ist es unmöglich, all diese Dinge offenzulegen – es wird seine Erziehung beeinträchtigen, seine Entwicklung stoppen. Im Gegenteil, es muss in gewissen Sachen eingeschränkt werden, damit es lernt, dass das Leben nicht einfach ist, und um etwas zu erreichen, braucht es viel Mühe. Wenn du es ihm vermittelst, verwöhnst du es, es wird dann nicht für das Ziel bereit sein. Wir müssen ihm beibringen, wie es sich bemühen soll.

Und das Gleiche gilt für uns. Wir sind bereits dabei, sehr gute Fortschritte zu machen, aber wir können es nicht offen legen, es wird uns nicht gut tun. Es bleibt noch viel zu tun, damit die Enthüllung der Spiritualität nicht zu Fehlfunktionen führt und dass es nur zum Hebel für noch größere Fortschritte wird. Sonst könnten wir uns selbst noch mehr schaden.

***
Wir setzen seinen Weg der Verbreitung fort, und es ist mir egal, welche spirituelle Stufe ich erreiche – es ist wichtig für mich, das umzusetzten, worüber er schreibt. Wenn ich das, was er will, realisieren kann, gibt es keinen besseren Verdienst. Wenn wir in der Lage sind, diese Methode der Korrektur den Geschöpfen in dieser Welt näher zu bringen – das ist das größte Geschenk an den Schöpfer das wir  Ihm machen können. Verlangt nichts für euch selbst – weder Spiritualität, noch Stufen, Verständnis – nichts. Wenn ihr es tut, wird es euer größtes Werk sein.

Und Rambam schrieb darüber, und die anderen Kabbalisten…
Aber nicht über die Korrektur der Seele in einer klaren und verständlichen Form, sodass jeder versteht, dass es so ist: durch den Zehner, durch die Vereinigung, durch das Licht, das zur Quelle zurückkehrt.

In den nächsten Tagen werden wir erfahren, was die richtige Lernmethode der Tora ist, es wird eine Datei mit Auszügen aus unseren Hauptquellen geben, ihr werdet es selber sehen. Ehrlich gesagt, es gibt nichts Größeres, als die Weisheit der Kabbala zu verbreiten. Nur dafür lebt der Kabbalist, sonst hat er keine Notwendigkeit, in diese Welt zu kommen.

 

Artikel des Tages von Dienstag, 1.01.2019

 

Wie kann ich mich im Zehner bei einer Meinungs Mehrheit darüber
erheben?

Für unsere Einheit bin ich zu allem bereit. Meine Selbst Annulierung besteht darin, dem Nächsten zu helfen, sich auszudrücken.

Was bedeutet es, sich auszudrücken?

Es geht nicht um die Selbst Annullierung, sondern darum, dass ich meinem Nächsten bei seiner Selbstverwirklichung helfen soll.

Dadurch, dass ich ihm helfe, sich selbst auszudrücken?

Ich darf mich nicht unterdrücken, wir dürfen auch nichts weder in uns selbst, noch in den anderen zerstören. Wenn du aber deinen Freunden hilfst, das zu entwickeln, was in ihnen eingebettet ist, zugunsten des Zehners, der Verbindung usw., ist es eine richtige Manifestation und du wirst plötzlich entdecken, wie gewachsen du
bist, und die Sache, dass du den anderen geholfen hast, hat dir selbst bei deiner Entwicklung geholfen.

* * *

Wir möchten einen neuen Verstand, neuen Geist, neue Lösungen erhalten, und während des Tages wenden wir uns an den Schöpfer, erheben das MA“N, damit Er unser Problem löst. Der Schöpfer löst unser Problem dadurch, dass Er uns zur Ebene hebt, auf der die Lösung sichtbar ist, auf der unser neuer Zustand die Lösung sein wird. In einem Zustand, in dem es zehn Meinungen gibt, werdet ihr niemals die richtige Entscheidung treffen – ihr macht gegenseitig gute Miene, singt zusammen ein Lied und jeder geht in seine Richtung.

Nein, ihr müsst das Problem kennzeichnen und MA“N erheben, „Wer den Frieden im Himmel erschafft, wird den Frieden zwischen uns schaffen“ und dadurch uns zum Himmel erheben – darin besteht die Lösung.

Versucht gemeinsam herauszufinden, worüber wir heute nachdenken möchten. Einige können nicht denken, andere schlafen noch, bei einigen ist es dunkel, bei anderen Tageslicht. Versucht es hinzubekommen, ihr wisst nicht, was für eine Kraft dahinter steckt, es gibt keinen anderen Weg dieses Problem zu lösen. Ist ein Mensch zu etwas fähig? Wir sehen, was in der Welt los ist – das ist das, wozu ein Mensch fähig ist. Deshalb müssen wir ein Gebet für das ganze Weltkli für mindestens einen Tag definieren, sowohl für Männer als auch für Frauen – absolut für alle. Versucht zu entscheiden, worüber wir jetzt beten sollen, und dann werdet ihr sehen, dass genau die Fragen, von denen du sprichst – dass es Meinungsverschiedenheiten, Missverständnisse, Schwierigkeiten bei der Vereinigung gibt – das richtige Gebet für den Aufstieg sind. In meinem Zustand bin ich nicht in der Lage, die Widersprüche anzuordnen, bis der „Dritte“ von oben kommt und die mittlere Linie dazwischen setzt und uns in die mittlere Linie hebt. Dort vereinigen sich diese Gegensätze zu einem. Wie? Ich weiß nicht, sie werden sich einfach vereinen. Das ist die Spiritualität, so haben alle Kabbalisten gearbeitet.

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