Artikel des Tages von Juni 2019

Liebe Freunde, bitte beachtet, dass Freitag und Samstag, während der großen Kongresse und Feiertage, kein Artikel des Tages erscheint. Wir bitten auch zu beachten, dass die Artikel des Tages Auszüge und Mitschriften der wörtlichen freien Rede aus dem Unterricht sind und  deshalb an der einen oder anderen Stelle vielleicht nicht immer ganz leicht zu verstehen ist. Transkript von Rav Laitmans Unterricht.


Artikel des Tages von Mittwoch, 26.06.2019

Wir haben eine sehr gute Vorbereitung von oben erhalten, die Spaltung der Seele, und dank der Tatsache, dass wir die Zehner haben, können wir das Bedürfnis nach der Größe und Wichtigkeit des Schöpfers entwickeln. Indem wir uns dabei gegenseitig helfen, können wir das Licht hervorrufen, das zur Quelle zurückführt. Wenn jeder von seinen Freunden beeindruckt ist, erhält er von ihnen ein Chissaron für die Größe des Schöpfers, auch in Form eines einfachen Wettkampfes – aus Neid, Ehrgeiz, Streben nach Vergnügen – aber er strebt immerhin danach und erweckt dadurch das Licht, das zur Quelle zurückführt. Wir können dieses Licht hervorrufen, auch wenn wir uns noch in Absichten, Wünschen, Bestrebungen, Zweifel befinden, die natürlich nicht rein sind, aber es spielt keine Rolle.

So versteht eine Mutter ihr Baby, auch wenn es nicht bitten oder sprechen kann, sie spürt, was es braucht. Ebenfalls genügt es, wenn wir von unserem Ego aus schreien und bitten: Hilf uns, gib uns, wir wollen es! Und obwohl wir die Größe und Wichtigkeit des Schöpfers aus egoistischen Gründen wünschen, werden diese egoistischen Motive von oben als Bedürfnisse akzeptiert – man kann nichts tun, im Moment ist es so. Aber wenn wir uns an den Schöpfer aus der Gruppe wenden und jeder von uns sich ein wenig zurückzieht, so erwecken wir das Licht, das zur Quelle zurückführt, auch wenn wir uns an Ihn aus Neid, aus dem Wunsch nach Genuss und Ehre wenden. Es wirkt auf uns und wir beginnen allmählich das Bedürfnis nach der Größe des Schöpfers, das Chissaron für Seine Wichtigkeit, sowie die Größe des Schöpfers an sich zu spüren.

Es leuchtet ein wenig für uns und wir können einschätzen, inwiefern es jeden rettet. Ich fühle, dass dies das Einzige ist, was fehlt, und es gibt nichts anderes, als die Größe von mir selbst, von meinem Ego, wenn ich mich ständig um mich selbst kümmere, gegen die Größe des Schöpfers zu tauschen, um mich durch die Gruppe um Ihn kümmern zu können. Natürlich muss ich es zuerst mit dem Zehner und danach mit Ihm tun. Dank dessen gehe ich von der materiellen zur spirituellen Stufe über, vom Empfangen zum Geben. Mit anderen Worten, das Konzept der Größe des Zehners und dadurch der Größe des Schöpfers ist ein Hebel, mit dem ich mich buchstäblich vom Materiellen zum Spirituellen erhebe.

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In dem Maße, wie der Zehner wichtiger und mächtiger als ich im spirituellen Sinne ist, in diesem Maße erkenne ich, wie wichtig mir die Größe des Schöpfers ist, wie sehr ich sie brauche.

Wenn wir versuchen, uns gegenseitig die Größe über die Verhüllung zu geben, heißt das dann, dass wir ein Floß bauen?

Dann fange ich an, mein Leben als ein Floß zu sehen, das die Ebbe und Flut spürt, Aufstiege und Abstiege in der Wichtigkeit des Schöpfers.

So kann ich tagsüber sehen, wie sehr ich mich in diesen Gezeiten befinde, indem ich nach der Vereinigung mit meinem Zehner, mit meinen Freunden verlange?

Trotz der ständigen Abstiege, Stürze und Verwirrungen in Bezug auf die Größe des Schöpfers beginne ich, alles in meinem Leben nur in Bezug auf die Größe des Schöpfers zu messen: wie wirksam es ist, inwieweit es sinkt oder aufrichtig hält – nur in Bezug auf diesen Aspekt. Wenn ich dies die ganze Zeit über auf einem bestimmten Niveau halten kann, betrete ich die spirituelle Leiter. Aber es kommt auch darauf an, wie sehr ich an den Zehner angehaftet bin, denn ich kann alleine nicht widerstehen, so entsteht kein Kli.

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Wir müssen verstehen, dass wir ein Bedürfnis nach Chissaron entwickeln müssen. Ich habe kein Chissaron für die Größe des Schöpfers, sondern nur für die Größe von mir selbst: ich will groß sein, alles begreifen, verstehen, fühlen – und alles nur ich. Wie kann ich so tun, dass ich eine Null werde oder mich gar nicht existent mache, und nur die Fürsorge für den Schöpfer mich füllt? Das ist im Grunde das spirituelle Kli. Versucht darüber nachzudenken, wir sind nicht weit davon entfernt. Wir hatten schon zum Teil diese Empfindungen gehabt, wir müssen sie nur ordnen, zusammenfügen und zielgerichteter daran zu arbeiten. Wenn ich den Schöpfer anstelle von mir selbst fühlen will, so dass Seine Größe den gesamten Horizont abdeckt, ist dies für mich der begehrteste Zustand.

 

Artikel des Tages Dienstag 25.06.2019

Normalerweise betrachten wir unseren Zustand nicht als Aufstieg, aber wenn wir darüber nachdenken, dass die ganze Welt eine Verhüllung darstellt (deshalb wird sie auf Hebräisch „Olam“ genannt, von dem Wort „aalama“ – Verhüllung), dann müssten wir uns wahrscheinlich in einem hohen, erhabenen Zustand halten. Schließlich hat sich in der Realität um uns herum nichts verändert, außer der Verhüllung. Es ist der Schöpfer, der auf diese Weise mit uns spielt und bewusst diese Verhüllung aufbaut, damit wir das Phänomen der Schöpfung mit Respekt behandeln, d.h. wir sind in einer Verschmelzung mit Ihm, in einer Welt voller Gutem. Und wir müssen uns bemühen zu Ihm zurückzukehren, um diese Verhüllung aus unseren Sinnen zu entfernen.

Verhüllung heißt der böse Anfang, unser Ego. Deshalb geht ein Mensch in dem Maße voran, in dem er sich bemüht, auf der einen Seite, in einem perfekten Zustand zu sein, wie in der Endkorrektur (soweit er es sich vorstellen kann), und, auf der anderen Seite, sich Mühe gibt, diesen Zustand in allen seinen Sinnesorganen offenbaren zu lassen, wie es geschrieben steht: „Lasst alle meine Knochen sagen“.

Wir müssen versuchen, dies zu tun, und dann werden wir mehr Kraft, Energie und Stimmung haben, um den wahren Zustand zu erreichen, in dem „es niemanden außer Ihm gibt“, der gut und Gutes tuend ist und das ganze Universum füllt, und wir befinden uns in der Verschmelzung, Vereinigung mit Ihm. Und nur eine kleine „Wolke“ verdeckt unsere Wahrnehmungsorgane und verhindert, dass wir es spüren. Und wir dürfen uns nicht vor dieser „Wolke“, vor diesem bösen Anfang, den der Schöpfer bewusst geschaffen hat, beugen, sondern nämlich versuchen, diese Verhüllung weg zu drängen. Um dies zu tun, müssen wir Übungen machen.

 

Die Frage für das Seminar: Wie „entfernen“ wir die Verhüllung aus unseren Wahrnehmungsorganen und fühlen uns korrigiert, indem wir die Vereinigung  zwischen uns bis zur Liebe offenbaren und in dieser Vereinigung den Schöpfer enthüllen und uns mit Ihm verbinden, in dem Maße wie wir miteinander verbunden sind?

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Wie können wir, wenn wir versuchen, die Verhüllung zu überwinden, uns davon abhalten, sie zu beseitigen, denn dann werden wir in der Enthüllung des Schöpfers wie Engel, wie Tiere sein? Wir müssen sie behalten, damit sie uns hilft, „Bnei Adam“ (Menschen) zu sein, d.h. auf einer höheren Stufe im Verhältnis zum Tier zu stehen. Schließlich folgt das Tier einfach den Naturgesetzen, den Gesetzen des Schöpfers, und die Verhüllung erlaubt uns nicht, die Gesetze des Schöpfers zu erfüllen – nur die Gesetze der Verhüllung.

Wie können wir die Verhüllung auf uns zurückbringen um den Zustand der Trennung vom Schöpfer zu bewahren, um Seinen Gesetzen nicht instinktiv, sondern aufgrund Seiner Größe, über die Verhüllung zu folgen, so dass die Verhüllung zu unserem Bildschirm wird? Und über die Verhüllung stellen wir uns vor, dass wir dem Schöpfer ähnlich sind  – dann werden wir „Bnei Adam“ genannt.

Der Schöpfer offenbart sich nicht auf die Weise, als würde Er uns zu irgendetwas verpflichten, wir schaffen selbst sein Abbild, die Form von Adam – des Menschen, der dem Schöpfer ähnlich ist.

Wie wandelt sich die Verhüllung für uns zu einem trennenden und zu einem enthüllenden Bildschirm um?

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Hört euch die ersten 10 Minuten der ersten Lektion an, in der ich über einen gewissen Zustand sprach, eventuell kommen wir ihm allmählich näher. Dies gilt auch gewissermaßen für die zweite Einschränkung (Zimzum Bet) – die Kombination von Malchut und Bina. Das sind so kleine Ansatzpunkte, und wir werden sie allmählich begreifen.

 

 

Artikel des Tages von Montag, 24.06.2019

Wir wissen und hören seit mehreren Tagen, dass das Wichtigste in unserer Arbeit darin besteht, dem Aufstieg den Mangel an Größe des Schöpfers hinzuzufügen, den wir bei dem Absturz spüren. Deshalb nennen wir diese Zustände „Abstieg“ und es fehlt die Größe des Schöpfers in unseren Augen, wie man sagt: „Es gibt keinen Schöpfer in mir“.

Es ist uns klar, dass wir die Höhen und Tiefen von oben bekommen und ich denke, jeder spürt es bereits. Es hängt nicht vom  Menschen ab wie er mit beiden Zuständen arbeitet, aber es hängt von ihm ab wie er das „Minus“ verbindet, die Abwesenheit der Größe des Schöpfers in ihm mit dem „Plus“, mit der Größe des Schöpfers, die ihm gegeben wurde, als er ein wenig Leuchten zu spüren bekam. Und er selbst vermittelt den Mangel an Majestät des Schöpfers – wie er Ihn wieder spürt, prüft, bewertet, mitnimmt und verbindet mit seinem gegenwärtigen Gefühl der Majestät des Schöpfers, das er erhalten hat. Genau diese Arbeit hängt von dem Menschen ab, alles andere kommt von oben.

Jetzt müssen wir versuchen, diese Kunst so schnell wie möglich zu erlernen – die Stürze und Aufstiege nur in Bezug auf die Größe des Schöpfers zu unterscheiden, und nicht in Bezug auf andere Empfindungen, um die ganze Tiefe des Mangels bezüglich der Größe des Schöpfers in der Abwesenheit Seiner Lenkung zu spüren: „lass alle meine Knochen sagen „, wenn es keine Größe des Schöpfers gibt, und wenn ich mit Seiner Größe erfüllt bin. So müssen wir zwischen diesen beiden  Schattierungen unserer Wahrnehmung arbeiten.

In jedem Zustand sollten wir tagsüber  versuchen, nach diesem Parameter – die Größe des Schöpfers – zu leben, indem wir prüfen, ob Er in uns vorhanden ist: mehr oder weniger. Und wenn  er weniger vorhanden ist, nicht zustimmen, sondern versuchen, zu einem Zustand zu kommen, in dem ich existiere nur um zu spüren, wie die Größe des Schöpfers mich mit seiner Kraft erfüllt, und sich immer  darum kümmern , dass sie mich im Leben führt.

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Ich sorge dafür, dass dies von allen anerkannt wird, und jeder ist es gewohnt, dass es notwendig ist, sein Leben in Bezug auf die Größe des Schöpfers zu messen: ob es mehr oder weniger präsent ist. Absolut in allem – in jedem Satz, den ich gesagt habe, in jeder einfachen körperliche Handlung, die ich ausführe, als ob ich es die ganze Zeit eilig hätte, die Größe des Schöpfers noch mehr zu erleben. Das ist mein Ziel, mein Streben und um den Rest kümmere ich mich nicht, alles ist zweitrangig, und zwar derart, dass ich auf der Suche nach der Größe des Schöpfers diese Welt verliere und buchstäblich in eine andere Welt, in eine andere Dimension eintrete – und es ist wichtig, weil ich mit dem Höheren vereint bin. Aber diese Welt verschwindet nicht, durch sie erhebe ich die Zustände des Mangels für die Größe des Schöpfers, die jedes Mal vom Sturz zum Aufstieg führen.

Wie können wir überprüfen, ob es zwischen uns in Zehnern eine Balance der Wichtigkeit des Schöpfers gibt?

Ich möchte damit bei der Arbeit in den Zehnern noch nicht anfangen, denn dann werden wir alles vergessen.

Ich muss mich trainieren, das Maß der Größe des Schöpfers in meinen Augen ständig zu überprüfen, ich persönlich muss vor mir ein Problem haben – die Größe des Schöpfers, die Größe des Schöpfers, die Größe des Schöpfers – die ganze Zeit. Wenn ich daran gewöhnt bin, muss ich die Gruppe einbeziehen, damit die Gruppe mich bildet, sich ständig um die persönliche, private Größe des Schöpfers zu kümmern, d.h. von meinen Freunden beeindruckt zu sein. Ich brauche eine Gruppe von Menschen, die mich die ganze Zeit „antreiben“ und sich um die „Größe des Schöpfers in meinen Augen“ zu kümmern.

Wenn jeder einen solchen Eindruck gewinnt und sieht, dass wir nur in diesem Zusammenhang unsere Zustände überprüfen – können wir anfangen uns der Gruppe anzuschließen, um eine gemeinsame Größe des Schöpfers zwischen uns zu schaffen. Und dann betreten wir dieses „Floß“, über das wir gesprochen haben.

Wenn wir jetzt darauf einsteigen, bin ich mir nicht sicher, ob es nützlich ist oder im Gegenteil, es wird die Größe des Schöpfers aufheben. Lasst uns an der ständigen Notwendigkeit der Größe des Schöpfers zwischen uns arbeiten, damit wir uns gegenseitig unterstützen, damit jeder von uns persönlich dafür sorgen kann, dass unsere Freunde bei dieser Klärung bleiben.

Artikel des Tages Sonntag, 23.06.2019

Wie können wir feststellen, ob es uns gelungen ist, den Aufstieg, dem Abstieg im Zehner anzuheften?

In einer Gruppe kann es absolut alles sein – wie ihr euch mehrmals am Tag versammelt, wie sehr ihr euch gegenseitig unterstützt, wie sehr ihr danach sucht, wie ihr alle zusammen und jeden einzelnen  zur Größe des Schöpfers erwecken könnt, wie viel Chissaron in der Größe des Schöpfers zu diesem Mangel wird, in dem ihr immer, ständig seid. Der alte Mann beugt sich die ganze Zeit nieder, er sucht ständig, und wenn er aufhört zu suchen, fällt er sofort aus dem Prozess heraus. Um dem Ziel der Schöpfung näher zu kommen, müssen wir ständig nach Wegen suchen, um die Bedeutung des Schöpfers, die Größe des Schöpfers und die Einheit des Schöpfers in unseren eigenen Augen zu erheben. Dieser Zustand muss konstant sein. Organisiert solche Spiele und Übungen im Zehner, wenn ihr die Suche nicht aufgebt, wenn der ganze Zehner wie ein alter Mann ist, der sucht und sucht…

Gibt es noch Klärungen, zu denen die Größe des Schöpfers hinzukommen soll? Woher weiß er, ob die Klärungen noch bleiben oder nicht? Daran, ob sich etwas in seinem Kopf erweckt außer der Größe des Schöpfers. Wenn etwas erwacht, z.B. dass er besorgt ist, sogar in neutraler Form denkt, ist das ein Zeichen dafür, dass der Schöpfer an diesem Ort, in diesen Gedanken und Verlangen nicht als Höhere, als Bestimmer definiert ist.

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Wenn ich im Aufstieg bin, wie arbeite ich mit dem Abstieg, oder wie wecke ich ihn auf?

Du kommst nicht aus dem Aufstiegs Zustand heraus, das ist die eine Sache. Ein Mensch im Aufstiegs Zustand muss ständig in der bestehenden Größe des Schöpfers gestärkt werden – das heißt Aufstieg. Und außerdem ist er auf der Suche – wie kann er dazu beitragen? Wie der alte Mann, der etwas verlorengegangenes vermisst; was könnte es sein? Deshalb sucht und gräbt er….. Wo kann es sein? Es kann etwas Privates, Persönliches sein, oder es kann etwas sein zwischen ihm und seinen Freunden, zwischen allen und dem Schöpfer, in der Vergangenheit oder im gegenwärtigen Zustand. Lasst ihn suchen, aber er sucht nur nach einer Sache – wie kann ich noch ein Chissaron (Bedürfnis) in der Größe des Schöpfers finden, bis er meinen ganzen Horizont erfüllt…. den ganzen Horizont, absolut alles.

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Wenn du bei dieser Suche bist, was genau machst du dann?

Zuerst werde ich mich im gewünschten Zustand organisieren – ich möchte, dass der Schöpfer in meinen Augen der Größte ist, dass er die ganze Welt für mich erfüllt, dass es nichts außer Ihm gibt. Er füllt alles aus – meine Gedanken, meine Handlungen, meine Wünsche – Er bestimmt alles, als ob Er mich mit Seiner Macht erfüllt. Das gibt mir eine gewisse Inspiration von Seiner Größe.

Und jetzt stellt sich die Frage: Wie kann ich diesem Ganzen ein wenig mehr Chissaron hinzufügen, damit ich noch mehr von Seiner Macht will? Woher kann ich diese Kelim (Gefäße) beziehen? In der Regel nehmen wir sie unseren Freunden ab, weil sie alle Kelim besitzen. Wie können wir überhaupt die Aufstiege und Abstiege nach den Gefäßen messen? Nicht nach der Inspiration der Größe des Schöpfers, sondern nach dem Kli? Tatsächlich können wir dort entweder einen Mangel an der Größe des Schöpfers oder seiner Größe finden. Das ist die Verbindung zwischen uns! Was soll die Verbindung zwischen uns füllen? Die Größe des Schöpfers.

Das ist das Höhere Licht – die Größe und Bedeutung des Gastgebers – dementsprechend gebe ich Ihm, erhalte von Ihm, befinde mich in der Absicht gegenüber Ihm und so weiter, wie Baal HaSulam am Beispiel von Gast und Gastgeber sagt. Aber der Schöpfer, was uns erfüllt, ist Seine Größe. Das ist alles! Ich habe einen Zehner, und zusammen mit dem Zehner, je nach der Bedeutung der Freunde in meinen Augen(!), suche ich die Größe des Schöpfers in meinen Augen! Es kann keine größere Bedeutung und die Größe des Schöpfers geben, als die Bedeutung und Größe der Freunde, das ist zweifellos. Wenn größer, bedeutete es, dass der Schöpfer dir die Beispiele gibt.

 

Artikel des Tages Donnerstag, 20.06.2019

Wir sprechen von der Tatsache, dass wir uns auf das Ziel zubewegen und die rechte und linke Linie sollten für uns gleichermaßen sein, wie man sagt, „und die Dunkelheit wird wie Licht erscheinen“.

Es ist also weder der Aufstieg noch der Abstieg wichtig, sondern das Ziel selbst?

Das Ziel selbst ist wichtig. Ein Aufstieg ist ein Zustand, in dem ich Wichtigkeit habe, in dem ich den Schöpfer, das Ziel, die Gruppe, die Methode schätze. Und im Abstieg, der vorher war, fühlte ich, dass mir alles egal ist, dass ich nichts will. Lasst mich in Ruhe, ich will nur weglaufen – der Mangel an Wichtigkeit. Beide Zustände kommen vom Schöpfer, und jetzt will ich sie miteinander verbinden, so wie es geschieht, wenn Elektroströme ausgeglichen werden.

Das heißt, ich möchte zu meinem Aufstieg, den ich jetzt erlebe, den Mangel an Wichtigkeit hinzufügen, den ich zum Zeitpunkt meines Abstieges hatte. Wenn ich den Mangel an Bedeutung der Wichtigkeit hinzufüge, werde ich noch mehr Wichtigkeit erhalten, denn jetzt bin ich in der Lage, an dem früheren Mangel an Wichtigkeit zu arbeiten. Es ist, als würde ich die Zeit, den Zustand, in meinen gegenwärtigen Zustand übertragen und ihn reparieren – es nennt sich Korrektur.

Denn wenn ich in einem Abstieg bin, wird mit mir nicht gerechnet, ich bin einfach ein Tier. Aber jetzt, wenn ich wie ein Mensch bin, heißt es: „Der Schöpfer rettet einen Menschen und ein Tier“. Heute bin ich im Zustand des Menschen und ziehe den Zustand des Tieres in dem ich vorher war, an mich heran und segne ihn. Dank dessen kann ich noch mehr steigen. Schließlich ist es der Aufstieg, den ich jetzt von oben erhalten habe, der plötzlich mit Begeisterung und Freude zu mir gekommen ist. Ich bin wieder in das spirituelle Leben zurückgekehrt. Aber es ging auf Kosten des Schöpfers. Und wo wäre meine eigene Berechnung, in dem ich vorankommen würde?

Diese Berechnung ist nur, damit ich den Abstieg nehme und ihn mit meinem aktuellen Anstieg verbinde. Es nennt sich mein Schritt nach vorne, weshalb er so wichtig ist.

Die Wichtigkeit des Ziels oder des Schöpfers selbst hat also nichts mit meinem Zustand zu tun?

Er weckt dich, Er baut deinen Zustand auf. Von Ihm kommt ein „Wechselstrom“: mal Plus, mal Minus und du musst die „Dunkelheit wie Licht leuchten lassen“, damit Tag und Nacht ein Tag sind.

Was ist das für ein Zustand?

Der Abstieg, den du vom Schöpfer erhalten hast, ihr schließt euch dem Aufstieg an, den du jetzt vom Schöpfer erhalten hast, und baust so deinen Aufstieg auf.

Ist das das Ziel?

Das ist das Ziel. Das ist der einzige Grund, warum wir vorankommen und nicht mit Hilfe der Aufstiege von oben. Wenn wir so denken, liegen wir ganz falsch: Ich habe den Aufstieg und noch einen Aufstieg empfangen, und erreiche so die spirituelle Verschmelzung mit dem Schöpfer. So kannst du nichts erreichen!

Es wird nicht funktionieren, wenn wir nicht ein Minus zum Plus hinzufügen, – „Es war Abend und Morgen: Ein Tag“. So sollte es sein! Andernfalls werden wir keine Kelim haben – die entstehen aus der Dunkelheit, aus dem Mangel der Wichtigkeit des Schöpfers, aus der Unmöglichkeit, Ihn zu schätzen.

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Weißt du, was du jetzt mit der ersten Lektion machen sollst? Hast du die Nachteile des vergangenen Abstieges schon erkannt? Weißt du schon, wie man sie an den aktuellen Anstieg anbindet? Wie schließt man sich der Gruppe mit seinen Freunde an und macht gemeinsam einen großen Aufstieg auf der Grundlage eines großen gemeinsamen Chissarons? Versucht es.

Also, während des Tages will jeder seinen privaten Aufstieg nehmen und sich seinem vergangenen Abstieg anschließen – jeder für sich. Wie kann er das Chissaron während des Aufstiegs vergrößern, um zu einem noch größeren Chissaron der Wichtigkeit des Schöpfers zu gelangen, um es selbst zu tun? Es heißt: „Ich erwecke die Sommeraufgang und nicht die Morgendämmerung mich“. Man beginnt In dieser Handlung sich zu vereinen, um den Eindruck des Aufstiegs, den Eindruck des Abstieges und schließlich die allgemeine Forderung nach die Wichtigkeit des Schöpfers zu bekommen.

In diesen Tagen durchlaufen wir sehr wichtige Etappen unserer spirituellen Verwirklichung. Deshalb wünsche ich mir zunächst zusätzliches Material, um zu entscheiden, wie wir es dem Material des bevorstehenden Kongresses in Moldawien beifügen können.  Wir sind zweieinhalb Monate davon entfernt, aber wir müssen diese Materialien „verdauen“ und durcharbeiten.

Wenn wir diese Welle erklimmen und den Abstieg mit dem Aufstieg verbinden, werden wir uns bereits selbst vorwärts bewegen. Es liegt an uns! Du sitzt bereits im „Wagen“ und fährst selbst – kein Problem, alles liegt in deinen Händen. Natürlich wird der Schöpfer auf dem Weg alle möglichen Fallen stellen, aber dank dessen werden wir lernen, wie wir mehr Chissaron für den Aufstieg einsetzen können

 

 

Artikel des Tages von Mittwoch, 19.06.2019

Welche Unterstützung, welche Sicherheitsgurte kann ich in der Phase wo ich mich immer noch im Glauben, d.h. in Verbindung mit der Gruppe befinde, vorbereiten, um nicht wegzulaufen, um nicht vom Wagen zu fallen? Was kann ich tun? Denn wenn die Dunkelheit über uns kommt, bleibt einem nichts übrig – man ist nicht mehr für sich selbst verantwortlich. Wie kann ich mich im Vorfeld so abgrenzen, solch einen Rahmen schaffen, damit er mich hält und nicht abhauen lässt? Wie eine Herde im Gehege eingesperrt wird – was kann ich tun?

Schließlich weiß ich, dass ich morgen wieder im  tierischen Zustand sein, und nichts mehr haben werde. Woher soll ich das wissen? Ich weiß es, weil ich bereits heute etwas tun will, das mir ein Leben außerhalb der Gruppe garantiert, jedoch bin ich immer noch drin. Was muss ich tun damit ich mir selbst nicht erlaube wegzulaufen?

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Denkt im Laufe des Tages darüber nach und beschließt, was zu tun ist. Abstiege sind auch Kelim, wenn wir uns nach dem Abstieg nicht mit dem Kli befassen, welches wir in der Tiefe, Bitterkeit, Kraftlosigkeit und Verwirrung erlangt haben. Wenn wir das nicht richtig handhaben, haben wir nichts getan, denn die Hälfte des Rades, das sich nach hinten bewegt hat, muss nach vorne gehen. Ist das klar? Das Rad bewegt sich in der Hälfte zurück und dann vorwärts, also wenn wir nicht mit dem rechnen was vorher passiert ist, verlieren wir die Abstiegsphase und haben keinen Aufstieg. Schließlich stellen alle unsere Aufstiege einen Lernprozess dar, denn das ist die Offenbarung neuer Kelim, in der Arbeit mit ihnen setzen wir uns fort. Und beim Aufstieg? Es steht geschrieben, dass ein Abstieg bereits ein Aufstieg ist.

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Wenn ein Mensch sich in einem Abstieg befindet, kann nur die Gruppe, nur die Umgebung ihn retten. Wir haben das mehrmals gelernt. Worin besteht die Bürgschaft? Wenn es keine Bürgschaft gibt, keine Umgebung, die dich retten kann, bekommst du die Tora nicht, weil sie Abstiege in sich trägt und die Kelim offenbart, welche du korrigieren musst. Wenn du nicht die Unterstützung hast, die dich jedes Mal aus dem Abstieg herauszieht, wirst du die Tora nicht bekommen. Zuerst einmal die Bürgschaft.

Wir haben versucht, praktische Maßnahmen zu finden, um uns gegenseitig zu helfen dies schneller umzusetzen, aber wir haben sie nicht gefunden.

 

Das stimmt, niemand hat sie gefunden. Wenn es keine Bürgschaft zwischen euch gibt, bekommt ihr die Tora nicht, ihr werdet nicht in der Lage sein, die ersten praktischen Schritte vorzunehmen. Wenn ihr nicht die Hebelkraft und das Werkzeug habt, um deinen Freunden beim Abstieg zu helfen – die Mittel, welche ihr selbst abgestimmt und eingesetzt habt, werdet ihr die Tora nicht bekommen. Die Tora bedeutet die Abstiege: das Licht, das sich spüren lässt, wirft sofort einen Menschen runter. Und dann muss er aufsteigen. Er muss vor allem zum Unterricht kommen, sogar auf allen Vieren, hier schlafen – also verschiedene Dinge tun, die man physisch und danach spirituell, in Form von Unterstützung einsetzten kann. Ihr sollt entscheiden, bestimmen, aber es ist eine Notwendigkeit.

Ohne Bürgschaft gibt es keine Tora, und die Bürgschaft gibt es nur dann, wenn wir jeden aus dem Abstieg herausholen. Er bekommt einen zusätzlichen Egoismus, Trennung von der Gruppe, vom Schöpfer, von allem – der Abstieg heißt Entfernung. Und dann interessieren ihn weder seine Freunde noch die Kabbala – nichts, alles verschwindet. Wie greift die Gruppe ihn an und hilft ihm? Der Mechanismus muss startbereit sein.

So werdet ihr vorankommen, sonst – nein, sonst wird eine kleine Portion des Lichts, die ein Mensch empfängt, ihn hinunterstürzen und durch die Zugabe des Egoismus ausschalten, so dass er zu nichts bereit sein wird. Das ist klar, aber was passiert mit der Umgebung? Mit anderen Worten, es ist ein Zeichen für die fehlende Bürgschaft. Bürgschaft bedeutet, dass im Zehner jeder eine Empfindlichkeit hat, den richtigen Weg kennt und bereit zu sofortiger Umsetzung ist. Was bedeutet es, das Seil, die Rettungsleine zu werfen? Ein Mensch kann sich nicht aus dem Gefängnis retten- das sollte klar sein. Lernt aus diesen klaren Beispielen.

Artikel des Tages Dienstag, 18.06.2019

 

Warum bringen uns Abstiege und nicht Aufstiege zum Schöpfer, zum Ziel der Schöpfung, zur Verschmelzung? Wie kann man eine solche Atmosphäre in der Gruppe schaffen, als würden wir alle ein Auto durch die Tiefen und Höhen fahren, so dass sie in diesem Auto, in dieser Gruppe, wie eine Fortbewegung wahrgenommen werden?

Wie können wir eine Atmosphäre in der Gruppe schaffen, so dass die Aufstiege sowie Abstiege uns die ganze Zeit vorantreiben und wir fühlen, dass wir tatsächlich in einem Auto sitzen und natürlich diese Höhen und Tiefen, diese ganze verdorbene Strecke spüren, aber genau das bringt uns vorwärts. Und all diese Hindernisse tragen nur zu unserem Fortschritt und unserer Vereinigung bei.

Nach der Kraft unserer Vereinigung bewegen wir uns fort, denn das Auto fährt nicht von selbst – je stärker wir uns über alle Störungen und Unebenheiten vereinen, desto mehr bewegen wir uns fort. Wie können wir also diesen Geist in der Gruppe, in unserem „Auto“ schaffen um zusammen voranzukommen?

Im Laufe des Tages sollt ihr zu dieser Übung zurückkehren: empfindet, dass ihr in einem Auto sitzt, der ganze Zehner – über alle Hindernisse, dank dieser Hindernisse sogar, in Vereinigung darüber, setzt ihr dies fort. Ohne Störungen gibt es keine Fortbewegung.

                                                                  ***

Können sie die Übung, die Sie uns gegeben haben, wenn wir alle „in einem Auto über alle Unebenheiten auf dem Weg fahren“ und versuchen das Gleichgewicht zwischen uns zu finden, etwas präzisieren, enthüllen?

Ihr müsst es tun, ich habe nichts was ich noch hinzufügen kann. Die ganze Arbeit liegt darin: wir müssen in allgemeiner Verschmelzung in der Gruppe sein, die ganze Zeit diese Unebenheiten, dieses Gerüttel durch unsere Einheit wahrnehmen, wenn jeder „auf seinem Rad sitzt“, aber wir ordnen uns so an, dass wir in Gleichheit mit dem Schöpfer sind.

Bedeutet das, dass wir zu diesem Gerüttel, das alle spüren, empfindlich sein müssen?

Ja, das nennt man Bürgschaft. Das ist wichtiger als die Verschmelzung mit dem Schöpfer, denn selbst im kleinsten Maß der Bürgschaft erreichen wir Verbindung mit Ihm. Was die Empfindlichkeit betrifft, so bedeutet es nicht, wie lange wir in diesem oder jenem Zustand sein werden.

Das Auto ist also die Vereinigung zwischen uns?

Ja. Ihr könnt es als einen Streitwagen bezeichnen, es klingt etwas schöner.

Und der Schöpfer ist derjenige, der diesen Weg vorbereitet?

Lass den Schöpfer. Nehmen wir an, dass in diesem Wagen ein Eimer voller Wasser steht. Und jeder von euch muss sein Rad im Verhältnis zu den anderen so halten, dass dieses Wasser nicht ausläuft. Das heißt, jeder ist verpflichtet ein Gleichgewicht mit den anderen beizubehalten und darin besteht die Bürgschaft.

Artikel des Tages von Montag, 17.06.2019

 

Die Abtrennungen werden immer stärker sein, bis zu dem Maße, dass man  überhaupt nicht in der Lage sein wird, sie mit seiner Arbeit zu verbinden. So konnte sich Baal Shem Tov sogar an die Buchstaben nicht erinnern, nicht nur daran, was seine Realität war – den Schöpfer, die Schöpfung, die spirituelle Arbeit, das Geben – er wusste überhaupt nichts, er war von dieser Welt abgetrennt und dermaßen verwirrt, dass er buchstäblich wie verrückt war – ohne irdischem und ohne höherem Verstand. Wir müssen auf solche Zustände vorbereitet sein, da wir die zerbrochenen Teile erkennen und sie hochheben sollen – nicht direkt wir, sondern das hohe Licht, die auf uns einwirkt, denn ein Abstieg ist die Zugabe von hohem Licht, das uns beeinflusst. Diese Zugabe trägt in sich die leeren zerbrochenen Kelim von der Spaltung von Adam Harishon, und wir beginnen mit ihnen zu arbeiten. So müssen wir es sehen und hier kann nur die Gruppe einen unterstützen. Mit ihrer Unterstützung kommt man schnell aus dem Zustand heraus und fügt selber Anstrengungen zur neuen Korrektur  hinzu. Dies geschieht jedes mal aufs Neue, aber jedes mal schlechter als zuvor und es ist ein Zeichen für den Fortschritt, daher braucht man immer mehr Arwut und Bündnis – das Seil, das einen wieder ins Leben zieht.

Und jede Eigenschaft ist auch neu: „Jeder Tag wird in deinen Augen wie neu sein“. Man sollte es sehr ernst nehmen, es ist unsere Arbeit, unser Weg.

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Wo soll ich nach der Liebe des Schöpfers suchen?

Im Zehner, in allem, was Er für dich vorbereitet hat, aber vor allem in den Abstiegen. Dies wird „die Nachtarbeit des Schöpfers“ genannt. Warum? Weil Er mehr als du leidet.

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Ohne bereit zu sein, „die Last des Himmels“ (Malchut Shamaim) auf sich zu nehmen, kann ich mich  nicht mit Ihm in Verbindung setzen. Ich habe keinen Zugang zu Ihm, keinen Kontakt mit Ihm.

Und was ist Malchut Shamaim, wie erschaffe ich es?

Indem du dich in die Hände der Gruppe gibst, da in Bezug auf mein Verlangen zu empfangen die Gruppe oder der Schöpfer das Gleiche ist.

Beginnt diese Handlung den Bildschirm aufzubauen?

Diese Handlung führt zur Erschaffung des Bildschirmes durch die Berechnung, um des Gebens Willen zu empfangen.

RABASH schreibt darüber in seinen Artikeln über die Gruppe. Genau diese Einstellung zu der Arbeit für die Gruppe anstatt von der Arbeit für mich selbst entspricht der Arbeit des Parzufs mit dem hohen Licht, ich meine natürlich die Arbeit mit den Ebenen, nicht direkt mit den Lichten, aber die Beziehungen sind ähnlich.

Wie können wir damit bezüglich der Vereinigung in unserem jetzigen Zustand arbeiten?

Guf des Parzufs ist das Maß meiner Verbindung mit der Gruppe, mit dem Rosh des Parzufs – das ist die Berechnung, inwieweit ich mich mit ihnen nach meinen Berechnungen, Gedanken, Gefühlen verbinden kann.

Dann werdet ihr verstehen, was Ziwug de-Akaa ist: Akaa, ein Schlag für mein Ego und Ziwug, die Verschmelzung, die aus meiner Entscheidung über dem Verstand und Gefühl hervorgeht, dass ich mit ihnen „wie ein Mensch mit einem Herzen“ sein muss.

Was ist der Unterschied zwischen einem Gedanken und einem Wunsch? Ist ein Gedanke ein Kli?

Wenn ich eine Einschränkung auf mich selbst vornehmen kann und anfange darüber in Verbindung mit der Gruppe oder dem Schöpfer zu arbeiten, oder mit beiden von ihnen – es ist egal wie ich es mir aus meinem Zustand vorstelle – dann beginne ich die Gedanken zu aktivieren, die zugunsten der Vereinigung, Selbstannullierung, Verbindung funktionieren – also für Ziwug.

Akaa habe ich in meinem Verlangen zu empfangen, in meinem Ego vorgenommen – dadurch, dass ich es wegstosse, mich darüber erhebe und mich nach dem Verstand und Gefühl der Gruppe bewegen will  sowie nach dem in ihr befindendem Schöpfer.

 

Artikel des Tages von Donnerstag, 13.06.2019

Wenn es keinen Bildschirm im Rosh gibt, können wir sagen, dass Rosh mit dem ganzen Licht in Kontakt ist, nicht nur mit dem, welches er im Toch empfangen kann?

Es gibt einen Bildschirm in Rosh, aber es ist ein Bildschirm, der von unten nach oben wirkt, der Rosh selbst ist begrenzt und gleichzeitig nicht begrenzt. Er wird dadurch begrenzt, dass das Verlangen zu empfangen den Rosh im Geben aufbaut. Und wir müssen die Essenz von Rosh verstehen, warum heißt er „Rosh“? Worin besteht der Unterschied? Gibt es dort den Wunsch zu empfangen? – Ja. Funktioniert es in Form von Abstoßung? – Ja. Warum heißt es dann „Rosh“? Warum wird es ein Wunsch zu empfangen von der Seite der Schöpfung genannt? Schließlich hat die Schöpfung keinen Wunsch zu geben, es gibt nur die Absicht zu empfangen, um dem Schöpfer zu geben. Aber das sind Absichten, keine Wünsche.

Das heißt, der Rosh handelt nach einem Programm, laut einem Plan und egal, was dort passiert. Wenn ich das, was ich jetzt plane, auf den Schöpfer beziehe, dann heißt es Rosh. Wenn nicht, dann wird es nicht „Rosh“ genannt. Wenn ich es dem unteren Parzuf gebe, heißt es nicht „Rosh“.

Aber wir sehen, wie die Parzufim entstehen: Galgalta, A“B, SA“G?

Nein. Wenn es ein spiritueller Koitus (zivug) für die Geburt des unteren Parzuf gibt, geschieht dies, um dem Höheren, dem Schöpfer, zu geben, und deshalb wird es Rosh genannt. Rosh ist immer die Einstellung der Schöpfung gegenüber dem Schöpfer, obwohl er kann auch niedrigere, zusätzliche Parzufim aufbauen.

Sie haben gesagt, dass die Schöpfung keine Berechnungen mit sich selbst macht, es ist eine Art Heraustreten, und es heißt „Zimzum“. Nehmen wir an, ich vereinige mich mit meinen Freunden im Zehner, – kann man sagen, dass meine Verbindung mit ihnen der Guf ist, und die Tatsache, dass ich versuche, über diesem Zustand dem Schöpfer zu geben, heißt Rosh?

Die Tatsache, dass du dem Schöpfer durch den Zehner, zusammen mit dem Zehner geben willst, und ihr plant, wie ihr mit dem Wunsch zu empfangen in jedem von euch arbeiten könnt, d.h. ihr wollt diese Wünsche in einem Wunsch zusammenbringen, um von dort aus im Geben an den Schöpfer zu sein, – all diese Planung wird Rosh genannt.

Und was ist dann der Guf hier?

Das geschieht wenn ihr beginnt, den Schöpfer zu offenbaren, und es wird zugute dem Willen sein, Ihm zu geben. Das Licht, das ihr zu empfangen beginnt! Wenn ihr wirklich im Geben an den Schöpfer seid, offenbart Er sich euch in dieser Form, und dann beginnt ihr zu prüfen, zu berechnen um euch selbst zu füllen, um Ihm gleichzeitig so viel wie möglich Freude zu bereiten. Das ist eine Portion, die ihr bekommt, sagen wir, „erster Gang“.

*

Wenn wir uns im Zehner verbinden, worum bitten wir dann zuerst?

Bittet um das Wissen, wie man sich richtig zusammenschließt, um ein Kli zu werden, in dem sich der Schöpfer offenbart und Ihm dadurch Freude zu bereiten. Bittet! Und dann sollte dieser Appell an den Schöpfer das Kli für euch formen. In welcher Form ihr euch vereinigt, woran ihr denkt – in all dem müsst ihr als Ganzes sein, dann wird es ein Kli des Gebens sein. Und wenn ihr nicht zu Einem werdet, wird sich kein Kli ergeben.

Also, wie machen wir das? Wir wenden uns an Ihn, damit Er uns hilft zu verstehen, was es bedeutet, ein Ganzes zu sein, was wir brauchen, um uns zu vereinen. Was tun wir mit dem Verlangen zu empfangen, mit Gedanken? All dies erheben wir im Gebet, und all dies ist eine Form des Dialogs mit dem Schöpfer.

Es ist wünschenswert, dass dies kein Gebet ist das gesprochen und nicht beantwortet wird. Wir warten auf die Antwort, wir wollen diese Antwort spüren. Wenn wir wirklich zu dem Zustand kommen, in dem wir vom Punkt der Verbindung zwischen uns aus sprechen, können wir die Antwort des Schöpfers in diesem Punkt spüren. Zumindest werden wir einen Ort haben, an dem wir Seine Reaktion spüren können.

Welche Art von Antwort könnte das sein? Was sollte sich an unserem allgemeinen Gefühl ändern? Werden wir uns vereinter fühlen, oder werden wir spüren, dass wir vom Licht gefüllt sind? Was kann man erwarten?

Zuerst einmal wird es das Gefühl geben, dass ihr mehr vereint seid, und auch die Art und Weise, wie Er euch in verschiedene Richtungen führt. Sie werden anfangen, alle möglichen Eindrücke zu sammeln.

Wenn wir uns vereinen und einen Parzuf zwischen uns bilden wollen, woran denken wir dann? Wie sollte es im Zehner aussehen? Roch, Toch, Sof, der Schöpfer, der sich in Roch ankleidet? Wie beginnen wir, mit Ihm in verschiedene Formen von Beziehungen einzutreten?

Beginnt dieses Bild zu formen und ihr werdet spüren, wo euch etwas fehlt: hier – Kraft, dort – Gedanken, hier – Absichten. Wie kleine Kinder, die Erwachsene spielen. So wachsen sie auf.

Artikel des Tages von Mittwoch, 12.06.2019

Was soll ich tun, wenn ich mich jedes mal anders fühle? Wie kann ich mich selbst ausbalancieren? Wie soll mich die Gruppe halten? Dies nennt sich Bürgschaft. Ohne Bürgschaft können wir nicht vorankommen, da wir uns in der Mitte zwischen Gut und Böse befinden und mit Plus und Minus arbeiten. Wenn wir nicht verstehen, wie wir das Minus und Plus mit Hilfe des Zehners in eine Richtung leiten können, können wir nicht vorankommen, denn das ist die wichtigste Voraussetzung.

Einige Menschen empfinden das Spirituelle individuell – mehr oder weniger, höher oder tiefer, aber im Zehner sollte es ein System geben, das in allen Zuständen funktioniert, also arbeiten dort die Bösen und Gerechten gegeneinander wie zwei Zustände in einem Organismus. Du bist kein großer Übeltäter und kein großer Gerechter, du verwandelst das Minus in das Plus und führst jedes Mal eine Korrektur durch. Der Schöpfer sagt mit Stolz: „Ich habe den bösen Anfang geschaffen“, Er hat nicht nur irgendetwas geschaffen, sondern die ganze Schöpfung.

Wenn ein Mensch verschiedene Zustände durchläuft, ist es verständlich, aber wenn sich jedem im Zehner anders geht…

Daher ist die Bürgschaft der Schlüssel zur Realisierung aller Zustände auf die richtige Weise, wenn sowohl Plus- als auch Minus gleich getätigt sind. Wie kann man in den  schlechten Zuständen arbeiten, damit sie auch an die Heiligkeit angehaftet werden können? Mit der Hilfe vom Zehner. Sie benutzen mein Minus, um es in ein Plus zu verwandeln. Wie verwende ich mein Plus, wenn ich im Aufstieg bin, um das Minus des Freundes zu verwenden? Es ist eine Kunst, aber so erreicht man die Ewigkeit. Nichts ändert sich, du hast nur gelernt, alle Zustände in eine bestimmten Richtung zu nutzen. Und dann, wie es geschrieben steht, gibt es keinen Unterschied zwischen Gut und Böse, Licht und Dunkelheit – Dunkelheit wird wie Licht leuchten. Also habe ich die Lektion mit der Frage angefangen: Wie setzen wir das um? Das ist eure Hausaufgabe.

Wenn wir uns an den Schöpfer wenden, müssen wir uns dann auf den Inhalt des Gebets konzentrieren, oder auf das, dass wir dadurch den Schöpfer genießen?

Nein, so kannst du dich nicht an den Schöpfer wenden. Du musst Ihm zeigen, was du willst. Du musst dich mit den Freunden vereinen, und erkennen, dass es nicht funktioniert, und verstehen, dass du wie Er sein willst. Wie? Dadurch, dass du ein Kli erschaffst, das Ihm ähnlich ist. Er ist gebend, und du möchtest auch zeigen, dass du gebend sein willst: „Du willst mir geben, ich will dir geben. Wodurch? Durch das gebende Kli. Deshalb versuche ich, mich mit den Freunden zu vereinen, aber ich bin nicht fähig. Was fehlt mir? Die Verbindung zwischen uns, die als Bürgschaft bezeichnet wird. Darum bitte ich dich. Ich will keinen Profit haben, ich will keine Füllung. Gib uns die Möglichkeit, uns zu verbinden. Du hast das Kli zerbrochen und ich bitte dich, uns wieder zusammenzubinden.

 

Wenn wir uns an den Schöpfer wenden, müssen wir uns dann auf den Inhalt des Gebets konzentrieren, oder auf das, dass wir dadurch den Schöpfer genießen?

Nein, so kannst du dich nicht an den Schöpfer wenden. Du musst Ihm zeigen, was du willst. Du musst dich mit den Freunden vereinen, und erkennen, dass es nicht funktioniert, und verstehen, dass du wie Er sein willst. Wie? Dadurch, dass du ein Kli erschaffst, das Ihm ähnlich ist. Er ist gebend, und du möchtest auch zeigen, dass du gebend sein willst: „Du willst mir geben, ich will dir geben“. Wodurch? Durch das gebende Kli. Deshalb versuche ich, mich mit den Freunden zu vereinen, aber ich bin unfähig. Was fehlt mir? Die Verbindung zwischen uns, die als Bürgschaft bezeichnet wird. Darum bitte ich dich. Ich will keinen Profit haben, ich will keine Füllung. Gib uns die Möglichkeit, uns zu verbinden. Du hast das Kli zerbrochen und ich bitte dich, uns wieder zusammenzubinden.

Es heißt „Meine Söhne haben mich besiegt“. Dann betest du und wendest dich an Ihn. Du brauchst nichts anderes als das. Wenn du um den Wunsch nach Vereinigung bittest, gibt es keinen anderen Weg. Dann gibst du ihm ein Kli, gibst ihm die Möglichkeit, dieses Kli zu füllen: „Mehr als ein Kalb saugen will, will die Kuh stillen“. Du hast die Grundlage, um dich Ihm zuzuwenden. Nur weil wir uns vereinen wollen, um den Ort zu schaffen, den Er füllen und das geschwollene Euter befreien kann, bereiten wir Ihm Genuss. Deshalb heißt unsere Arbeit das Geben.

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Was ist „Ramhaldienst“? Wie funktioniert es?

Es ist die Bürgschaft zwischen uns, wenn jeder für jeden verantwortlich ist, um den Schöpfungsgedanke nicht aus den Augen zu verlieren. Was ist ein Dienst? „Möge der Mensch seinem Nächsten helfen“: Wir sind verbunden und auf das Ziel ausgerichtet. Viel Erfolg, das ist sehr wichtig!

 

Artikel des Tages Dienstag, 11.06.2019

In solchen Verhandlungen zwischen den beiden, wenn sie nahe beieinander sind, entwickeln sie untereinander neue Kelim. Und was bedeuten die neuen Kelim? – Sie bewegen sich zunehmend von einer Geschäftsbeziehung zu einer herzlichen Beziehung. Jedes Mal, wenn einer von ihnen sich weigert, (zuerst will er und danach wieder nicht, und später wieder ja und danach doch nein) – klären sie dadurch mehr und mehr die spirituellen Kelim zwischen ihnen, wo immer es möglich ist, und wenn sie die Verbindung in den spirituellen Kelim erreichen, spielt es keine Rolle mehr,  inwieweit der eine oder der andere empfängt oder gibt.

Die Hauptsache ist die Verbindung, wir haben einen solchen sinnlichen Zustand erreicht, in dem es eine Verbindung zwischen uns gibt. Und um diese Verbindung erhalten zu können, wenn er gibt, und ich empfange, oder ich gebe und er empfängt (es spielt keine Rolle), bewegen wir uns von der materiellen zur spirituellen Ebene der Beziehung.

In den „Verhandlungen“ zwischen zwei Liebenden gibt es also etwas, das die Qualität der Interaktion zwischen ihnen allmählich so sehr verändert, dass…

…sie sich gegenseitig einigen. Es nennt sich „Flirt“, wenn ein Mann als der Herr und der Geber eine Frau als Empfängerin behandelt. Er gibt ihr Blumen und Geschenke solange bis sie eine gewisse Verbindung untereinander erreicht haben.

Es ist wie über die Heilige Schechina geschrieben steht – der Tanz vor der Braut. Dieses Beispiel begleitet uns bis zum Ende der Korrektur.

Es ist wünschenswert, dass wir einen Zustand bilden, in dem die Form der Beziehung zwischen jedem innerhalb der Gruppe und der Gruppe gegenüber jedem wie die Beziehung zwischen Gast und Gastgeber ist. Dies ist notwendig, um jedes mal auf die Stufe aufzusteigen, auf der die beiden im Spirituellen gleich sind, und so schreiten sie voran. Und der Fortschritt besteht immer darin, dass wir uns auf die Ebene der Verbindung bringen. Wichtig ist die Verbindung an sich, und es ist unwichtig, von wem sie kommt und an wen sie gerichtet ist: „Ich zu meinem Geliebten und mein Geliebter zu mir“ – so funktioniert es.

                                      ***

Wenn der Schöpfer gibt, hat Er das Verlangen zu geben, kümmert Er sich um mich oder kümmert Er sich um sich selbst, um Seinen Wunsch zu geben zu realisieren?

Der Schöpfer ist von Anfang an vollkommen, sein Wunsch zu geben basiert nicht auf der Selbstbefriedigung – Er ist von Anfang an perfekt, Er hat keine Berechnungen, die sich auf Ihn selbst beziehen – nur auf die Geschöpfe! Du füllst Ihn nicht, es gibt nichts, was Er von außen bekommt. All Seine Berechnungen mit dir finden in Seinen äußeren Kelim statt, die Er in Bezug auf dich gebaut hat und sie füllen will. Dies wird als „Gebärmutter“ bezeichnet, das untere Drittel von Tiferet – „de-Bina de-Tiferet“.

Es kann also kein Gefühl geben, dass Er nur Seinen Wunsch zu geben realisiert?

So etwas gibt es nicht. Solange es keine Schöpfung gibt, die den Empfang vom Schöpfer genießen kann – gibt es keine Kelim, alle Kelim des Schöpfers sind in den Geschöpfen.

Und wenn der Schöpfer vollkommen ist, wem mache ich dann Freude?

Der ganzen Menschheit, dem ganzen Kli – das ist in meinen Augen der Schöpfer. Ich gebe ihnen, weil Er sie liebt, weil Er dieses Kli geschaffen hat, und ich muss sie füllen, lieben und ihnen geben, das ist meine Verpflichtung und meine Treue gegenüber dem Schöpfer. Es heißt:  „Mich könnt ihr verlassen, aber behaltet meine Tora“. Für den Schöpfer sind wir alle Gerechte, ihr werdet Ihm nie etwas zeigen können, nur Seinen Schöpfungen, sie sind seine Söhne.

Aber tust du das für Ihn, um Ihm Genuss zu bereiten?

Richtig.

Was ist dann der Genuss des Schöpfers, wenn Er vollkommen ist?

Ich tue es für die Menschheit, und für mich werden die Menschheit und der Schöpfer Eins. Im letzten Punkt werden die Liebe zum Schöpfer und die Liebe zu den Geschöpfen zu einem Ganzen.

Artikel des Tages von Montag, 10.06.2019

Ich muss sehr genau auf die Realität eingehen, wenn ich mich korrigieren will. Es steht geschrieben: „Sie haben Augen, aber sie sehen nicht“, d.h. ich sehe keine Realität – nur mich selbst von innen, wie der Zohar sagt, dass ihre Augen nach innen gerichtet sind und sich selbst sehen. Deshalb behandle ich jeden wie einen Heiligen Schechina – das werde ich tatsächlich erkennen. Wie kann ich herausfinden, dass dies ein heiliger Schechina ist, dass die ganze Welt voller Gutes ist und nicht anders, wenn ich mich korrigiere? So sehe ich eine gespiegelte Welt, alles hängt von meiner Wahrnehmung ab. Ich brauche nicht zu verlangen, dass meine Freunde mich lieben, denn so wie ich sie behandle, so sehe ich sie.

Aber wir sprachen über die Bürgschaft…

Um mir zu helfen, über meine Natur hinauszuwachsen. Im Grunde genommen bin ich die Einzige, die verdorben ist.

Helfen ist gut, aber wenn sie mich lieben, kann ich sie nicht lieben.

Sie werden dich in dem Maße lieben, wie du sie überzeugst, dich zu lieben, und wie sehr du dich vor ihnen verbeugst.

Werden sie mich so sehr lieben, wie ich sie liebe?

Du verstehst nicht, dass alles außer dir ein System ist, und alles hängt von deiner Einstellung zu ihnen ab? Es gibt hier keine Freunde, die dich gut oder schlecht behandeln. Verleihst du ihnen etwa Willensfreiheit? Dies ist ein System, eine Maschine, und du bist darin.

Aber es steht geschrieben, dass wir alle Garanten füreinander sind. Wenn das eine nicht für das andere bürgt, funktioniert das System nicht?

Du musst alles organisieren. Jetzt, in deiner unvollkommenen Arbeit, schreibst du ihnen Willensfreiheit und Kausalität zu, aber so etwas gibt es nicht. Ein Mensch sollte sich als einziger auf der Welt und den Schöpfer sehen und es gibt ein System dazwischen, um den Schöpfer zu kontaktieren – ein Zehner. Wir müssen uns allmählich daran gewöhnen, denn wir kommen diesem Gesetz näher. Wir haben keine Wahl: wenn wir eine andere Realität sehen wollen, müssen wir in die Liebe zu unserem Nächsten durchbrechen.

*

Wie kann man am besten die Verbindungsarbeit zum russischsprachigen Kli aufbauen, um bereits verbunden zum Kongress in Moldawien zu kommen?

Wir haben jetzt gelernt, dass die Liebe zur Schöpfung das Wichtigste ist. Deshalb müssen wir lernen, wie wir in Zehnern, in Gruppen, Einzelpersonen, virtuellen Gruppen, Freunde aus der ganzen Welt und der ganzen Menschheit miteinander kommunizieren können – wie erreichen wir das? Das ist unsere Arbeit, und das Ergebnis, das wir erreichen wollen, ist uns wichtig.

Das ist insgesamt so. Außerdem weiss ich nicht, was vor uns liegt. Es ist also die größte Aufgabe, wichtigste Frage und  Ziel. Es ist das gleiche Ziel für große und kleine Schritte, denn es gibt keinen Unterschied zwischen großen und kleinen Klis. Das sind die gleichen vier Phasen, die gleichen Zustände. Deshalb kann „liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ in den Zehnernund in der ganzen Menschheit und in allen Welten sein. Um dieses Thema herum scheint es notwendig zu sein, einen Kongress in Moldawien aufzubauen. Denkt darüber nach, wie man es macht, wie man es erneuert, wie man neue Dinge einführt. Wir haben schon seit langem keine Kongresse mehr  in Russland, der Ukraine und im Baltikum gehabt. Denkt darüber nach, wie man etwas Neues, Interessantes, Attraktives schafft. Aber das Wichtigste ist nicht die äußere Form, sondern die Art und Weise, wie man die Herzen erweckt. Wenn wir von nun an über den Kongress nachdenken, kann er zu einer besonderen, sehr starken Maßnahme werden.

Ich mache mir auch Sorgen um die Unterstützungskasse, denn es gibt Regionen in der Ukraine und in Russland, aus denen viele Menschen nicht ohne Hilfe kommen können. Deshalb müssen wir auch die Herzen wecken, um einen ausreichenden, starken Hilfsfonds zu haben, der unseren Freunde, so weit wie möglich die Möglichkeit gibt, zu kommen.

 

Artikel des Tages Donnerstag, 6.06.2019

Wie kann es sein, dass ich dem Schöpfer Güte und Freude gebe, ohne nichts für mich zu verlangen? Wie kann man das tun? Schließlich bin ich eine Maschine, die mit Kraftstoff arbeitet, der als Füllung, Genuss im Gefühl und Verstand bezeichnet wird. Wenn ich mich nicht im Gefühl und Verstand erfülle, wie kann ich dem Schöpfer geben? Wie ist das möglich? Unmöglich – nach allen Gesetzen dieser Welt.

Aber nehmen wir an, ich bekomme die Kraft von oben, die es mir erlaubt, dem Schöpfer ohne jeglichen Bezug zu mir, zu geben. Wie sollte das in mich eindringen, existieren? Wie werde ich dann fühlen und begreifen? Was wird mich zu dieser Handlung anregen? Wie werde ich mich auf meine Arbeit beziehen, auf das, was ich Ihm antue? Was ist dann meine Einstellung zum Schöpfer: Bin ich wie er oder das Gegenteil von ihm? Man muss darüber nachdenken.

Hier beginne ich zu denken, dass ein Zehner wirklich ein Mittel ist. Wenn ich im Zehner arbeite, um meinen Freunden Genuss zu bereiten, fangen wir zusammen an, es zu verstehen, zu fühlen und den Zustand zu begreifen, dass es möglich ist, denen etwas zu geben, indem wir angeblich nichts für sich selbst bekommen wollen. Das bedeutet, dass ich bekomme, um es weiterzugeben. Ich bekomme Energie, Treibstoff nur um zu geben. Ich bitte nicht mehr. Es heißt, dass ich um die Gelegenheit zu geben, bete. Dann muss ich wissen, was genau, wem, wie und wie ich geben soll, und auch die Kraft haben, es zu tun. Kein Problem! Wir sind bereits dabei, aber müssen uns besser orientieren.

***

Wenn wir tatsächlich so dachten, wenn wir die Verantwortung in einem solchen Maße übernahmen, dass wir das, was in der Welt geschah, als abhängig von uns definierten – stellt euch vor, wie wir immer bereit und ernsthaft sein würden! Wir hätten es nicht losgelassen, ohne die Tatsache, dass wir in Fürsorge sind, in der Verbreitung und unseren Gedanken, unseren Wünschen um die Korrektur in alle Richtungen zu schicken. Das ist genau das, was passiert.

***

Ich verstehe eines: Ich muss erklären, welchen Prozess die Menschheit durchläuft, wofür, was das Ziel ist und wie sie es verwirklichen kann. Warum gibt es eine solche Haltung gegenüber dem Volk Israel, was ist ihre Pflicht? Es ist notwendig, das Gesamtbild zu erklären. Versucht, es so zu beschreiben, um es der Öffentlichkeit zu präsentieren. Überprüft im Zehner, ob es richtig ist oder nicht, und veröffentlicht es überall. Tut es, damit jeder seinen Teil dazu beiträgt, die Welt zu einem besseren Ort zu machen.

Artikel des Tages von Mittwoch, 5.06.2019

Ihr müsst bereits anfangen, mit dem Schöpfer zu spielen, der zwischen euch ist, im Zehner, und von Ihm Kraft, Fragen, Reaktionen bekommen – alles in Zusammenhang mit dem Schöpfer, und der Schöpfer ist der Zehner. Wenn ich mich an den ganzen Zehner wende, praktisch an die Luft zwischen uns – bedeutet das, dass ich Ihn anspreche und die Antwort von dort aus fühle. Versucht es auf diese Weise, ihr werdet sehen, dass es so funktioniert.

Wir müssen Ihn zwischen uns enthüllen, wir müssen anfangen, in verschiedenen Manifestationen, Hinweisen und Gefühlen Ihn offenbaren. Wir befinden uns in einer Phase, in der wir keine Phantasien mehr brauchen, sondern die reale Kraft des Gebens zwischen uns spüren können. Sie ist noch verborgen, lässt sich aber in gewisser Weise bereits offenbaren.

Ich meine es ernst, fangt an, euch innerlich anzustrengen, um dies zu erreichen, und ihr werdet es enthüllen.

Sie haben von einer Übung gesprochen, die uns helfen kann, die tatsächlichen Handlungen des Gebens im Zehner durchzuführen – die richtige Verbindung innerhalb des Zehners aufzubauen um zu erkennen, was Er sagt…

Arbeitet wie gewohnt, ich habe nichts Neues gesagt. Gebt euch Mühe zu sehen, dass euer Zehner in perfektem Zustand ist. Ist das klar? Seid ihr alle damit einverstanden?

Es ist notwendig, sich vor dem Zehner zu beugen, es gibt keinen anderen Ausweg. Fangt an, immer an den Zehner zu denken – immer und überall! Sehr einfach. Du musst dich nicht an ihre Gesichter erinnern, du musst dich auf das Konzept des Zehners konzentrieren, in dem sich der Schöpfer befindet, Er ist nur vor dir verborgen. Versuche dich von ganzem Herzen mit ihnen zu verbinden, und du wirst den Schöpfer in ihnen spüren. Sie selbst spüren es nicht, wie beim Rabbi Yossi ben Kisma, und du wirst es schaffen.

Artikel des Tages von Dienstag, 04.06.2019

 

Hängt alles von der Größe des Schöpfers ab?

Ja, natürlich hängt alles immer davon ab, wie groß der Schöpfer in den Augen des Menschen ist, der darüber entscheidet.

Worauf kann die Größe des Schöpfers basieren?

All dies wird der Gruppe zur Verfügung gestellt. Die Wahl liegt in der Gruppe: wie stark die Gruppe ist, wie sehr zieht sie den Menschen an und hebt ihn hoch. Wenn ein Mensch treu in der Gruppe arbeitet, versteht die Gruppe, dass sie ihn festhalten muss. Und so geht es in Bezug auf jeden, keiner ist in der Lage „nicht im Gefängnis zu sein“, oder „nicht im Fluss zu ertrinken“, denn ein Mensch kann nicht allein rauskommen, es ist nämlich die Gruppenarbeit.

Mit Hilfe der Gruppe muss ich also nach einem bestimmten Konzept streben, das „die Größe des Schöpfers“ genannt wird?

Ja.

Muss ich berechnen, inwieweit ich mich vor ihnen annulliere und wieviel Größe des Schöpfers in ihnen steckt?

Nein, wir müssen all diese Dinge nicht „abwägen“. Das Einzige, was ich verstehen muss, ist, dass entweder ich mich um meinen „Esel“ kümmere oder um die Spiritualität, eines von Beiden. Es ist ein Spiel und ich bin vom Schöpfer in dieses Spiel einbezogen. Wenn ich mich auf meinen „Esel“ konzentriere, dann verlasse ich einfach die Gruppe und tauche in den Esel ein, verliere den Kontakt zum Spirituellen und verhalte mich wie jeder andere Mensch auf dieser Welt, der alles zu seinem Nutzen gestalten will.

Oder ich hafte an der Gruppe, und meine Freunde fordern mich zum Geben, zur Vereinigung auf. Und dann fange ich sofort an, anders zu denken und zu fühlen, als ob ich in jemand anderen eingekleidet wäre, der erhabener als ich ist, und beginne, das Ziel und das Leben in Zusammenhang mit dem Spirituellen zu sehen.

Es hängt alles von der Gruppe ab, von meiner Verbindung mit der Gruppe. Es ist eine sehr schmale Spanne, und zuerst haben wir wahrscheinlich nicht das Gefühl, dass wir so organisiert sind, dass wir nur mit Hilfe der Gruppe vorankommen können. Aber sehr bald, Tag für Tag, werdet ihr immer mehr spüren, dass sich eure Arbeit auf die Handlungen in der Gruppe ausrichten muss.

Die spirituelle Arbeit eines Menschen, von Stufe zu Stufe, von Hindernis zu Hindernis, von Hindernis zu Aufstieg, gliedert sich in zwei Teile: wie sehr sich der Mensch nach der Gruppe strebt, sich ihr anhaftet, von seinen Freunden verlangt und ihnen gibt, und inwieweit sie ihn dementsprechend beeinflussen, darauf reagieren und ihn herausziehen. Das ist immer so – die Kraft, die vom Schöpfer herunterkommt, um mich von Zustand zu Zustand zu heben, erhalte ich durch die Gruppe.

Es ist sehr wichtig für uns, dieses Modell zu entwickeln, denn danach ändert es sich nicht viel, es bleibt immer beim gleichen Prinzip.

***

Wir müssen beginnen, uns einander in gegenseitiger Unterstützung näher zu kommen, so dass wir einen Zehner haben, in welchem wir die Verbindung zwischen uns realisieren wollen, damit wir in dieser Verbindung die Eigenschaft des Schöpfers erlangen können. Jeder fügt hinzu, und dadurch dass wir immer mehr zusammenkommen, beginnen wir plötzlich zu spüren, dass es realisierbar ist.

Es ist möglich, eine solche Beziehung zwischen uns aufzubauen, dass es im Zehner einen solchen Geist, solche Stimmung, solche Verbindung, solche Wärme, eine solche gegenseitige Unterstützung und das Gefühl geben wird, dass dein Freund daneben ist, dir gegenüber, dass all dies der Ausgangspunkt der spirituellen Verbindung sein wird. Und wenn es geschieht (und eure Zehner ist soweit genauso wie mehrere Zehner in der Welt, ich habe es festgestellt als ich im Ausland war), muss jeder Zehner für das Licht, das zur Quelle zurückführt, beten – das Licht der Tora.

 

Artikel des Tages  von  Montag, 3.06.2019

Die Boje ist ein Zehner?

Ja, eine Boje ist ein Zehner.

Welche Maßnahmen muss ich ergreifen, um den Schwimmkörper zu halten? Baue ich ihn?

Du baust eine Boje, indem du dich vor einem Zehner annullierst.

Wenn ich im Wasser bin, kann ich nur an irgendwas festhalten…

Du hältst an der Tatsache fest, dass du bereit bist, für sie zu arbeiten – für sie, nicht für dich selbst. Dann bist du über Wasser, oder du wirst im Wasser ertrinken.

Ein Zehner ist immer 9 Punkte, die eine Verbindung mit „Es gibt niemanden außer Ihm, Gut und guttuend“ haben?

Du nimmst sie so wahr, dass sie über Wasser bleiben, und du brauchst sie.

Werde ich mich ihnen als ein einzelner Punkt anschließen?

Unterstützend. Du kannst an ihnen nicht festhalten, damit sie dich nicht einsinken lassen. Aber wenn du sie unterstützt, bist du auch über Wasser.

Hält mich diese Boje, wenn ich mein Teil dazu einfüge?

Nur wenn du dich selbst annullierst, wenn du buchstäblich wie eine Null schwimmst, wie RABASH schreibt – wahrhaft, ohne zu spielen.

Meine Annullierung vom Zehner ist die Unterstützung?

Ja. Als Erstes annulliere ich mich vor dem  Zehner. Dies ist die erste Etappe.

Und das bedeutet den Zehner zu unterstützen?

Angenommen, dies ist auch eine Unterstützung. Zuerst einmal einem Zehner zu gehören – also annulliere ich mich. Das bedeutet in jedem Fall, dass ich mich einschließe. Auch wenn ich glaube, dass ich so groß bin wie Rabbi Yossi ben Kisma, wenn ich mich vor ihnen annulliere, ist es eigentlich meine erste spirituelle Tat, denn der Zehner ist immer größer als ich. Ich kann der Größte sein, aber wenn ein Zehner um mich herum ist, ist er größer als ich. Deshalb ist es mein erster spiritueller Schritt, mich vor ihm zu annullieren. Und nachdem ich mich annulliert habe, kann ich mit meiner Teilnahme am  Zehner ander Dinge tun.

Wie kann ich vor ihnen wie eine Null annullieren, ohne etwas vorzuspielen?

Ich versuche herauszufinden, was sie wollen, und ich nutze mein ganzes Potenzial, um zu realisieren, was sie wollen.

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Was soll ich tun, wenn ich meine Freunde tagsüber nicht sehe, mit ihnen nicht verbunden bin, aber verbunden sein will?

Hier habt ihr ein Problem. Ihr seid nicht in der Lage, sich gegenseitig über die Gedanken zu beeinflussen. Ihr ignoriert die Kraft des Gedankens. Jeder von euch gibt den Freunden nicht genug Gedanken über Verlangen sich zu verbinden, um den Schöpfer zu enthüllen und ihn so in den Genuss zu bringen. Es gibt kein Verlangen, keine Initiative von allen, ein Netzwerk aufzubauen, um den Schöpfer dort zu enthüllen und ihm Freude zu bereiten. Es sollte sowohl in Worten als auch, was am wichtigsten ist, in Gedanken sein. Ihr seid bereits in dem Stadium, in dem ihr zur Umsetzung verpflichtet seid. Das sollte das Bedürfnis aller sein. Das ist die geistliche Nahrung eines jeden von euch: nicht wie viel ich bekomme, sondern wie viel ich der Gruppe gebe. Im Materiellen bedeutet spirituelle Nahrung – wie viel ich bekomme. Im Spirituellen bedeutet  spirituelle Nahrung – wie viel ich gebe.

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