Sohar: WaJechi, Und Jakob lebte im Land Ägypten (Teil 1)

WaJechi
Und Jakob lebte im Land Ägypten

1) „Und Jakob lebte im Land Ägypten.“ Jakobs Herz sah in einer Prophezeiung über Ägypten, dass seine Söhne in all den Exilen sein würden, die bisher waren, und bis zum Ende und der Zeit des Kommens des Messias.
2) Und Jakob gelangte zur Prophezeiung von „Und Jakob lebte“ nur in Ägypten. Dies ist eine wichtige Prophezeiung, die keiner anderen Prophezeiung gleicht. Sie kam zu keinem der Söhne der Propheten, sondern nur zu ihm und zu Moses. Und über Moses steht geschrieben „Denn der Mensch wird Mich nicht sehen und leben“, und über Jakob steht geschrieben „Und Jakob lebte“, was eine Prophezeiung bedeutet, die vom leuchtenden Spiegel, Tiferet, absteigt.
Dies ist, weil das Leuchten von Chochma Leben bedeutet, wie geschrieben steht „Weisheit (Chochma) bewahrt das Leben desjenigen, der sie hat“, und dies ist die Prophezeiung von „Und … lebte“. Und es gibt einen großen Unterscheid zwischen den Prophezeiungen von Jakob und Moses und dem Rest der Propheten. Dies ist, weil der Rest der Propheten ihre Prophezeiungen von Nezach-Hod de SA empfängt, dies ist von Tabur abwärts, wo Nukwa ist, welche nicht als leuchtend angesehen wird. Aus diesem Grund prophezeiten sie mit dem Wort Koh, welches der Name von Nukwa ist.
Jakob und Moses jedoch empfingen von Tiferet, dies wird als „leuchtender Spiegel“ bezeichnet, von Tabur de SA aufwärts, obgleich in der Form von Achoraim (Rückseite), die dort ist. Deshalb wurde zu Moses gesagt: „Du sollt Meine Rückseite sehen, Mein Antlitz jedoch soll nicht gesehen werden.“ Und du kannst Mein Angesicht auch nicht sehen, „denn der Mensch soll Mich nicht sehen und leben.“ Als er jedoch in der Form von Achoraim empfing, (dann) lebte er. Bezüglich Jakob wurde auch gesagt: „Und … lebte,“ nur in Ägypten, welches als Achoraim unterschieden wird.
Und es steht geschrieben, dass Jakob die Prophezeiung von „Und … lebte“ nur in Ägypten erreichte, da er die Prophezeiung von Tabur von SA und oberhalb erhielt, wo geschrieben steht: „Du sollst Meine Rückseite sehen, Mein Antlitz jedoch soll nicht gesehen werden.“ Daher kam die Prophezeiung nur in Ägypten zu ihm, dies ist Achoraim. Und es steht geschrieben, dass keine anderen Prophezeiungen gemacht wurden, ausgenommen für ihn und Moses, da alle Propheten von Chase de SA und unterhalb empfangen, von Nezach-Hod, sowie über Moses geschrieben steht „Denn der Mensch soll Mich nicht sehen und leben“, was bedeutet, dass er lebendig ist, weil er nicht von Panim (Angesicht) empfangen hatte, sondern von Achoraim, damit ist gemeint durch Ausdehnen von Chochma.
Es steht über Jakob auch geschrieben: „Und Jakob lebte.“ Dies ist eine Ausdehnung von Chochma in Ägypten in der Form von Achoraim, so wie geschrieben steht: „Und … lebte.“ Es ist eine Prophezeiung, die vom leuchtenden Spiegel von Tabur de SA und oberhalb, von Tiferet, absteigt, und dies wird „der leuchtende Spiegel“ genannt. Jedoch gibt es auch einen Unterschied zwischen Jakob und Moses, da Jakob von Tiferet ist, und Moses ist vom Inneren von Tiferet – von Daat.
3) Jakob wünschte über die Exile vorherzusagen, die seinen Söhnen im Land Kanaan geschehen würden und in jedem Land, in dem sie leben würden, welche vom Land Ägypten sind, was bedeutet, dass alle Exile im Land Ägypten eingeschlossen sind. Sein Herz war gebrochen, wie es geschrieben steht „Dass dort in Ägypten Shewer war (was zwei Bedeutungen hat: Getreide bzw. Zersplitterung)“.
4) Dies ist, warum es heißt „Und Jakob lebte im Land Ägypten“. Und er war nicht glücklich, weil in diesem Land die Abhängigkeit der Menschen war, das bedeutet, dass der ganze Schmutz der Völker dort enthalten war, ebenso wie die Saphire des Throns, welche die Funken von Chochma sind, die unter ihnen gefangen sind, und sie werden „Saphire“ genannt. Es steht darüber geschrieben „Und oberhalb des Firmaments, das über ihren Köpfen war, war die Gestalt eines Thrones“. Und kein Mensch kam sie einzuordnen, weder von den Höheren noch von den Unteren. Vielmehr, „leben“ (Chet-Yud), wie es geschrieben steht „Denn der Mensch wird Mich nicht sehen und leben“.
Wegen der Sünde von Adam haRishon fielen die Kelim und Nizozin (Gefäße und Funken) von der Stufe Chochma in die Klipa Ägyptens. Es steht geschrieben, dass er nicht glücklich war, weil es in diesem Land die Abhängigkeit der Völker gab, da das Land Ägypten eine schwere Klipa (Schale) ist, da ihm der Schmutz aller Völker anhaftet. Aus diesem Grund gab es keine Freude in ihm. Jedoch die Saphire des Thrones, welche die Kelim und Nizozin der Stufe Chochma sind, fühlen dort auch, und es ist bekannt, dass die Stufe von Chochma nicht scheinen kann, außer durch die Einschließung mit dem Or Chassadim. Zu diesem Zeitpunkt wird das Or Chochma Or Chaja genannt, wie es geschrieben steht: „Die Weisheit lässt den leben, der sie hat.“
Es steht geschrieben: „Und kein Mensch kam, um sie einzuordnen, weder von den Höheren noch von den Unteren. Vielmehr ‚seid lebend’.“ Dies bedeutet, dass keiner mit Chochma belohnt werden kann, außer jenen, die empfangen mit der Einschließung von Chassadim, und dann wird der Empfänger „lebend“ genannt, die Stufe von Jessod de Gadlut, welche Josef genannt wird.
Es steht geschrieben „Und Josef wird seine Hand auf deine Augen legen“, auf das Licht der Augen, das Or Chaja. Dies ist so, weil das Or Chaja nicht in einem Parzuf scheint, bevor es dort den Aspekt von Josef gibt, Jessod de Kelim, wegen der umgekehrten Beziehung. Daher wird Jessod „Der Eine, der für immer lebt“ genannt.
Und es steht geschrieben „Denn der Mensch wird Mich nicht sehen und leben“, da in Panim (Vorderseite) keine Stufe von „leben“ ist. Deshalb steht geschrieben „Der Mensch soll Mich nicht sehen“, da Sehen Chochma ist, welches nur auf der Stufe von Or Chaja scheint, das heißt, in seiner Vereinigung mit Chassadim, während sich Panim (Vorderseite) von AA ausdehnen, welche Chochma ohne Chassadim ist.
5) Es gibt mehrere höhere Geheimnisse in diesem Vers und wir sind die über sie erstaunten Freunde. In „Und … lebte“, worin Jakob erwähnt wird, hätte es „Israel“ heißen sollen: „Und Israel lebte.“ Dies ist so, weil der Name Jakob auf Katnut verweist, und der Name Israel gibt an, dass er bereits Mochin de Gadlut hat. Die Worte „Und … lebte“ deuten auf das Or Chaja, Mochin de Gadlut, also hätte geschrieben werden sollen „Und Israel lebte“.
Woher wissen wir, dass es Israel ist, welches auf Mochin de Gadlut verweist? Weil geschrieben steht „Israel war heilig für den Ewigen“ – und heilig deutet auf Gadlut. Es steht auch geschrieben: „Mein Sohn, Mein Erstgeborener, Israel.“ „Erstgeborener“ deutet auf Gadlut; folglich wird der Name Israel in Gadlut genannt, und nicht Jakob, welches der Name von Katnut ist, wie geschrieben steht: „Wer würde Jakob erheben, da er klein ist?“ Und siehe es steht geschrieben „Und er verkaufte sein Erstgeburtsrecht an Jakob“, also wird auch Erstgeburtsrecht, welches Gadlut ist, in Bezug auf den Namen Jakob erwähnt.
6) Während Israel Männer der Wahrheit und Gerechte waren und gute Taten ausführten, fürchteten sich Israel nicht, nur Jakob. Über ihn steht geschrieben, dass er sich fürchtete, wie geschrieben steht: „Denn ich fürchte Ihn.“ Das ist so, weil Israel der Name von Gadlut ist, und es gibt keine Furcht darin, da es wegen der guten Taten die Israel ausführte keine Furcht in ihnen gab, denn sie hatten viel Chessed (Mitleid/Gnade) miteinander.
7) Als sie sündigten und für ihre Freveleien und bösen Handlungen verbannt wurden, konnten sie es nicht aushalten, aus Furcht, dass sie wegen ihrer Freveleien für immer im Exil bleiben würden. Das ist der Grund, warum Midat ha Rachamim (Eigenschaft der Gnade) und Midat ha Din (Eigenschaft des Urteils) zusammenkommen, denn dies weist auf den Namen „Israel“ hin. Und sie setzten in das Land ihres Exils.
Das bedeutet, dass die Shechina mit ihnen ins Exil ging, und eben darauf deutet der Name „Israel“. Deshalb waren sie sich sicher, dass sie gemeinsam mit der Shechina erlöst würden, und duldeten dadurch das Exil und fürchteten sich nicht. Das ist der Grund, warum der Name Israel im Exil ist, wie geschrieben steht: „Und Israel, wurden aus ihrem Land verbannt.“
8) „Und er verkaufte sein Erstgeburtsrecht an Jakob.“ Es sollte heißen, „an Israel,“ da „Erstgeburtsrecht“ Mochin de Gadlut ist. Aber der Mann, der beobachtete, kannte ihn – dass Jakob, welcher mit „Und… lebte“ verbunden war, Heiligkeit wie der Name Israel war. Mit anderen Worten besteht die Regel darin, dass Jakob der Name von Katnut ist, aber nicht notwendigerweise an einem Ort ist, wo Gadlut, welche er erhielt, enthüllt ist. Deshalb steht geschrieben „Und Jakob lebte“ und es sollte nicht heißen „Israel“. Und auch „Und er verkaufte sein Erstgeburtsrecht an Jakob“ sollte nicht „Israel“ heißen, da dieser Jakob, der mit Gadlut verbunden wird, zwangsläufig heilig ist, sowie es Israel ist. Das ist der Grund dafür, warum sie sagten „Jakob, der Schöpfer wählte ihn, ein Saphir im Thron zu sein“ und sie sagten nicht „Israel“, weil Gadlut offensichtlich ist.
9) Es steht geschrieben: „[Hoch und heilig throne Ich, -] und bei dem Zerschlagenen und dem, der gebeugten Gemüts ist, zu beleben den Mut der Gebeugten und zu beleben das Herz der Niedergeschlagenen.“ „Das Herz der Niedergeschlagenen“ ist Jakob, da unter der Stufe von Achoraim (Rückseite) die Prophezeiungen und der Segen auf ihn in Ägypten herunterkamen, und Ägypten wird als Achoraim bezeichnet. Das ist der Grund dafür, warum sein Herz schwermütig wurde.
10) Jakob, der in Ägypten war, seine Prophezeiung war nicht erhaben, denn das Land war verhasst.
11) Er wurde nicht belohnt durch die Segnung irgendeines seiner Söhne, und er konnte nur in Ägypten segnen, als er jeden von ihnen segnete, unter Beachtung eines Geheimnisses. Und das Geheimnis ist, wie geschrieben steht: „Und Jakob sah, dass es Shewer (Getreide oder Zersplitterung) in Ägypten gab und er sagte zu seinen Söhnen ‚Warum fürchtet ihr euch?’“ In der Tat wurde die Prophezeiung nur an diejenigen mit gebrochenen Herzen gegeben, wie geschrieben steht: „Geht dort hinunter und zerbrecht.“
Und es wurde geschrieben: „Und Jakob kam an bei der Prophezeiung von ‚Und…lebte’ nur in Ägypten“, dies deshalb, weil „Aber Mein Angesicht soll nicht gesehen werden.“ Das ist der Grund, warum er nicht Ruach hatte, um seinen Sohn zu segnen, außer in Ägypten, welches als Achoraim angesehen wird. Aus diesem Grund hatte Jakob das Herz der Niedergeschlagenen. Darum legt er Zeugnis aus der Schrift ab „Und Jakob sah, dass es Getreide in Ägypten gab“, was auf das Zerbrechen des Herzens hindeutet, das er in Ägypten hatte. Und er wachte unverzüglich auf, um seine Söhne dorthin zu schicken, weil er wusste, dass diese Prophezeiung nur an diejenigen mit zerbrochenem Herzen gegeben wird. Und daher sagt er „Geht dort hinunter und zerbrecht“, was auf das Zerbrechen des Herzens hindeutet.
12) Unter dem heiligen Thron ist der Saphir Jakob, und Saphir ist die Midat ha Din (Eigenschaft des Urteils) von Jakob. Die Schrift kommt und sagt: „Dein Name soll nicht länger Jakob sein, sondern Israel, denn du hast mit Gott und mit Männern gerungen und du hast dich durchgesetzt.“ Jakob sah Midat ha Din wegen seiner Unterscheidung, wie geschrieben steht: „Und die Sonne ging über ihm auf.“ Und die Bedeutung davon ist: „Wehe uns, denn der Tag hat begonnen.“
Der heilige Thron, Bina, steht auf vier Beinen – drei Linien und Nukwa, welche die drei Linien empfängt. Der Massach von Bchina Alef, auf welchem die Mittlere Linie hervortritt, welche Jakob genannt wird, wird „Saphir“ genannt. Darum steht geschrieben, dass Jakob Saphir ist und er ist unter dem Thron und das ist seine Midat ha Din. Dies ist so, da dieser Massach ihn zu WaK vermindert, und er bringt Beweise dafür von den Worten „Da ging ihm die Sonne auf, wie er an Pniel vorüber war, und er hinkte an seiner Hüfte“, was ein Licht ist, welches Heilung bringt, um ihn vom Halbdunkel auf der Linken zu heilen. Und weil dieses Licht nur auf dem Massach von Bchina Alef herauskommt, dem Massach des Punktes Chirik, hinkte er an seiner Hüfte.
Wir hören von dem Text, dass Jakob sah durch seinen Aspekt Midat ha Din, welche der Massach von Bchina Alef ist, um ihn vom Halbdunkel auf der Linken zu heilen. Und die Bedeutung davon ist: „Wehe uns, denn der Tag hat geendet.“ Das ist so, weil aufgrund der Einschließung der Linken in Jakob, der Tag geendet hat, was bedeutet, dass die Lichter fortgegangen sind. Darum brauchte er Midat ha Din, welche der Massach von Bchina Alef ist, um das Licht der Sonne wieder herauszuziehen, auch wenn er dadurch an seiner Hüfte erlahmte. Das ist der Grund warum der Text sagt „Dein Name soll nicht länger Jakob sein“, wo es Midat ha Din gibt, „sondern Israel“, wo es auch Midat ha Rachamim gibt, das heißt GaR von den höheren AwI, reine Luft.
13) Als sie aus Jerusalem vertrieben waren und das Ewige (Feuer) entfernt war, und der Gegner den Ort entweihte, zu dieser Zeit konnte Malchut – Nukwa de SA – die Kinder Israels aufgrund ihrer Ungerechtigkeiten nicht erdulden. Doch die Stufe mit dem Namen „Israel“ konnte sie erdulden, da sie auf zwei Seiten ist, Rachamim und Din. Und das Din ist der Grund für die Enthüllung von Rachamim; daher wird Din auch als Rachamim betrachtet.
14) Die Bedeutung der Worte „Dein Name soll nicht länger Jakob sein, sondern Israel“ ist die, dass wenn es im Verstehen klarer wird, dann sind Israel und Jakob übereinander, wobei Israel wichtiger ist als Jakob, und deshalb segneten ihn die Engel mit dem Namen „Israel“. Wegen ihnen wurde auf beiden Seiten von Moses’ Stab Sein heiliger Name eingraviert – eine ist Rachamim in Din, die Stufe von Israel, und eine ist Din in Din, die Stufe von Jakob.
15) Wie geschrieben wurde: „Man hat keine Frevelei in Jakob gesehen, und keine Mühe in Israel.“ Dies bedeutet, dass man keine Frevelei jedoch Mühe in Jakob sah. Aber in Israel sah man nicht einmal Mühe, weil das Din in ihm als auch als Rachamim betrachtet werden. Und da wir im Exil unter die Gegner gepresst sind, und die Shechina den König, SA, verließ und weit von ihm wegging, wurde hieraus der Grund dafür, dass am Ende die Shechina unter uns sein und uns erlösen wird.
Dies ist so, weil der Druck uns zur Reue bringt, und Reue zur Erlösung. Daher wird das Din auf der Stufe von Israel ebenfalls Rachamim. Darum steht geschrieben, dass man in Israel keine Mühe sah, stattdessen ist alles Rachamim. Auf der Stufe von Jakob ist es jedoch nicht so, daher gibt es Mühe in ihm. Darum segnete ihn der Engel „Dein Name soll nicht länger Jakob, sondern Israel sein“, welcher Din sowie Rachamim hat, Exil sowie Erlösung, und es ist alles Rachamim.
Darum wurde geschrieben: „So spricht der Ewige, König von Israel, und sein Erlöser, der Ewige der Heerscharen.“ Es steht geschrieben „Und Jakob lebte“, lebendig. „König“ meint das Din im Namen „Israel“. „Sein Erlöser“ ist das Rachamim im Namen „Israel“ und beide sind in dem Namen „Heerscharen“, welcher Nezach-Hod ist, eingeschlossen – Nezach ist das Rachamim darin und Hod ist das Din darin. Und sie werden „lebte“ genannt, lebendig.
Das Nezach, das rechte Bein, scheint nur von unten nach oben. Darum wird es „Und … lebte“ genannt, in der Vergangenheitsform. Das Hod ist das linke Bein, und es scheint auch von oben nach unten, darum wird es „lebendig“ genannt, in der Gegenwartsform. All dies ist in der höheren Stufe, Israel. Aber unterhalb der Stufe von Israel steht geschrieben: „So sagte der Ewige: ‘Der Himmel ist Mein Thron und die Erde ist Mein Schemel.‘“ Dies ist so, weil oberhalb, in der Stufe von Israel, beide Meiner Beine lebendig sind – das rechte Bein ist Nezach: „Und … lebte“ und das linke Bein ist Hod, „lebendig“. Aber hier werden sie „Hadom Raglai (Mein Schemel)“ vom Wort Dmama (Stille, Bewegungslosigkeit), dem Gegenteil des Lebens, genannt.
16) In der höheren Stufe, Israel, sind beide Beine Nezach-Hod lebendig – Nezach ist „Und … lebte“ und Hod ist „lebendig“, und beide sind in den Worten „Und…lebte“ eingeschlossen.
Es gibt zwei Unterscheidungen in den Buchstaben: einfach und gefüllt. Zum Beispiel, wenn man Alef ausspricht, werden die Buchstaben Lamed-Pe auch mit ihm gehört, Alef bedeutend. Und wenn man Bet ausspricht, werden die Buchstaben Yud-Taw mit ihm gehört, Bet bedeutend. Die Buchstaben Alef und Bet werden „einfach“ genannt, und die Buchstaben Lamed-Pe, Yud-Taw, welche mit ihnen gehört werden, sind die Füllungen der Einfachen. Entsprechend, wenn die vier Buchstaben WaJeCHI (Waw-Yud-Chet-Yud „und lebte“) gefüllt werden, sind sie Waw-Yud-Waw, Yud-Waw-Dalet, Chet-Taw und Yud-Waw-Dalet.
Ebenso werden zwei Unterteilungen in ihnen unterschieden:
1. Die vier einfachen Buchstaben WaJeCHI,
2. Die sieben Buchstaben der Füllung, Yud-Waw, Waw-Dalet, Taw, Waw-Dalet, welche Galut (Exil) in Gematria (436) sind.
Ebenso sind sie zwei Beine, Nezach-Hod, wo die erste Teilung, WaJeCHI, Nezach ist, und die zweite Teilung, welche Exil in Gematria ist, ist Hod. Und beide sind „lebendig“, gemeint ist sie sind im Wort WaJeCHI eingeschlossen, da das Exil der Grund für die Erlösung und Auferstehung ist, wird das Exil ebenfalls als Auferstehung betrachtet.
Es wurde geschrieben, dass in der höheren Stufe, Israel, beide Beine, Nezach und Hod, „lebendig“ sind, gemeint ist, dass sie beide in dem Wort WaJeCHI enthalten sind. Das große Yud, das einfache, hat ein kleines Yud in seiner Füllung, und Waw-Dalet, welche zehn in Gematria sind. Das Chet hat Taw in seiner Füllung und es gibt Waw-Yud in der Füllung des Waw, und es gibt Waw-Dalet in der Füllung des Yud.
17) Diese beiden Trennungen sind in dem Edelstein Saphir enthalten, welcher sich unter dem Thron im Land Ägypten befindet. Es steht geschrieben: „Und der Ewige wird Ägypten schlagen.“ Das ist die zweite Trennung, die Buchstaben der Füllung, welche auf das Exil hinweisen. Und die Worte: „Dein Tau ist wie der Tau des Lichtes“ meinen den Tau der Rückkehr, die erste Teilung, die Buchstaben des Einfachen, welche auf die Rückkehr hinweisen.
18) Aus diesem Grund vereint sich die zweite Teilung – welche auf das Exil hinweist – mit der ersten Teilung – welche für Erlösung und Rückkehr steht. Es steht geschrieben: „Haus Jakob, geh und lass uns im Licht des Ewigen gehen.“ Das bedeutet, dass die Buchstaben, die auf das Exil hinweisen, zu welchem sie für ihre Sünden verurteilt wurden, in einem echten Gericht, in der Tora korrigiert werden, und durch die Befolgung dieser, wirst du aus dem Sumpf kommen, der das Exil ist, und du wirst im Licht des Schöpfers wandeln. Und die Bedeutung der Worte „Haus Jakob, geh“ beziehen sich auf das Exil. Deswegen wirst du durch die Stärkung dieser in der Tora belohnt werden, wie es geschrieben steht „Und lass uns im Licht des Schöpfers wandeln“, welches die Erlösung und Rückkehr bedeutet. Daraus folgt, dass das Exil der Grund für die Erlösung ist. Deswegen werden die beiden Teilungen zu einer.
19) Die Buchstaben Alef, Resh-Zadi sind in einem Land, das traurig ist und ins Exil kommt, in die Verbannung des Buches der Tora, für 400 Jahre in der Verbannung zwischen den [Opfer-] Teilen und sie sind in Arez (Land) aufgeteilt in die Buchstaben Alef und Resh-Zadi. In der Verbannung des Buches Tora vereinen sich Resh-Zadi im Exil, denn das Exil in Ägypten dauerte 290 Jahre (Resh-Zadi ist in Gematria 290). Und die Füllung von Lamed-Pe von Alef in Arez ist 110 in Gematria, und 110 plus 290 sind 400 Jahre.
Was ist das Exil in Ägypten? Letzten Endes wurde Abraham gesagt, dass seine Kinder 400 Jahre im Exil sein würden, jedoch wenn du sie zählst, waren es nur 290 Jahre.
Der Sohar rechnet den Beginn der Tage des Exils basierend auf den tatsächlichen Fakten, also die Zeit des Verkaufs von Josef an die Ägypter, als er siebzehn war. Es brauchte dreizehn Jahre bis er König wurde, denn als er vor dem Pharao stand, war er dreißig Jahre alt. Zur Zeit als Jakob und seine Söhne nach Ägypten kamen, war Josef bereits neununddreißig Jahre alt, denn als Josef nach Ägypten kam, waren die sieben satten Jahre vorbei und zwei Jahre der Hungersnot. Und Josef lebte noch einundsiebzig Jahre nach Jakobs Ankunft in Ägypten, da Josef 110 Jahre lebte und solange Josef noch lebte, begann die Versklavung nicht.
Kehat war unter jenen, die nach Ägypten abstiegen, und er lebte 133 Jahre. Amram, sein Sohn, lebte 137 Jahre. Und das Alter von Moses, als sie erlöst wurden, war achtzig. Wenn wir sagen, dass Amram am Ende von Kehats Zeit geboren wurde, und dass Moses am Ende von Amrams Zeit geboren wurde, dann sind sie gemeinsam 350 Jahre. Dreizehn Jahre sind seit dem Verkauf von Josef bis er König wurde vergangen, und dies fällt in die Berechnung des Exils, daher sind sie 363 Jahre. Einundsiebzig Jahre davon abgezogen, die er nach Jakobs Ankunft in Ägypten herrschte, denn während seiner Herrschaft wurden sie nicht versklavt, und dies sind 292 Jahre. Aber der Sohar rechnet nur 290 Jahre, weil er 2 Jahre als überschneidend erachtet, da Amram nicht genau am Ende der Tage von Kehat geboren wurde oder Moses war nicht genau am Ende der Tage von Amram geboren.
20) Es steht geschrieben: „Und Josef starb als er hundertzehn Jahre alt war.“ Und es steht geschrieben: „Die junge Frau soll schwanger werden und einen Sohn gebären, und soll seinen Namen Immanu El nennen.“ In diesem Text, sind Schwangerschaft und Geburt in zwei Exile, viele Probleme und böse Zeiten gefallen, so wie geschrieben steht: „Denn bevor der Junge weiß, das Böse zurückzuweisen, und das Gute zu wählen, wird das Land…aufgeben… Der Ewige soll über euch Tage bringen …. die nicht gekommen sind.“
Und obwohl der Schöpfer während dieser Jahre bei uns sein wird – wie mit dem Namen des Jungen angedeutet, Immanu El (Gott ist mit uns), dem Namen der Shechina – wird die Shechina erschüttert und von ihrem Ehemann, SA, entfernt werden, und sie befindet sich mit uns im Exil. Und obwohl sich die Shechina mit uns befindet, ist sie im Kummer im Exil, und ohne einen Siwug.
Wir lernen aus diesem Text, dass es eine Schwangerschaft vor der Geburt des Exils gibt. Und das Alter der 110 Jahre sind die zusätzlichen Eingravierungen, das ist die Schwangerschaft mit der Existenz des Exils. Und die Schrift wird (uns) sagen wollen, dass die 110 Jahre des Exils in Ägypten in der Form der Schwangerschaft bereits vorbei sind, welche gemeinsam mit den 290 Jahren vom tatsächlichen Exil die 400 Jahre sind, die der Schöpfer Abraham im Bund zwischen den Teilen sagte. Jakobs Exil wurde auch nur ab dem Tod von Josef gerechnet, und diese 110 Jahre der Schwangerschaft mit dem Exil deuten auf die Füllung von Lamed-Pe von Alef in Arez, dies ist in der Gematria 110. Und die 290 vom tatsächlichen Exil sind durch Resh-Zadi in Arez angedeutet.
Und das alles ist, so wie es geschrieben steht: „Von der Zeit, wenn das Ewige [Feuer] entfernt ist und die Abscheulichkeit der Zerstörung beginnt, werden es 1290 Tage sein.“ Der Text sagt 1000 (Elef) über 290, wie erklärt ist, dass sich das Exil in Schangerschaft und tatsächliches Exil aufteilt. Elef ist die Schwangerschaft, und in Gematria ist die Füllung von Lamed-Pe 110, und die 290 sind das tatsächliche Exil. Und sie sind die Buchstaben von Arez, damit ist Alef Resh-Zadi gemeint.
21) „Daher war die Länge von Jakobs Leben einhundert und siebenundvierzig Jahre.“ Hier – in den 147 Jahren von Jakobs Leben – liegt die Anzahl der Korrekturen im Exil, die die verbannten Kinder in Midat ha Din (Eigenschaft des Gerichts) in drei Exilen haben werden. Die erste Korrektur ist bei Ägypten, welches sieben Jahren entspricht. Darüber steht geschrieben: „Ich beschwöre dich…, dass du meine Liebe nicht hervorrufst oder erweckst, bis es passt.“ Auch hier ist die Zahl sieben in Jakobs Jahren ein Eid, der darauf hinweist, die Liebe – Erlösung – nicht zu erwecken, bis es passt.
22) Daraus verstehen wir die Bedeutung der Zahl sieben, wie es geschrieben steht „Von weitem erschien mir der Ewige ‚Ich habe dich mit einer immerwährenden Liebe geliebt’“. „Von weitem“ bedeutet im Exil. Dies war wegen der großen Liebe, die nur durch das Exil auftritt. Exil ist die Korrektur; wenn die Kinder Israel vom Exil befreit sind, wird uns die Liebe des Schöpfers enthüllt werden. Mit der Zahl Sieben im Leben Jakobs möchte der Text erklären, dass die heiligen Söhne, die für ihre Sünden verbannt wurden, für viele Jahre in Din sein werden, bis sie, wie geschrieben steht „Sieben gemäß eurer Sünden“ sind.
Der Text sagt auch aus „Wenn Kain siebenfach gerächt ist“, d. h., diese Zahl korrigiert die Verdorbenheiten, die sie ausgeführt hatten und enthüllt das Licht der Erlösung. Dies ist so im ersten Exil, in Ägypten, dem kleinsten der drei Exile.
23) Das zweite Exil ist das Exil in Babel, welches sich auf die vierzig Jahre in Jakobs Leben bezieht. In Bezug auf die Sieben von Ägypten sind sie größer als sie. Denn zum Exil in Ägypten kamen sie wie Laien und ihr Leid war nicht groß. Aber zum Exil in Babylon kamen sie wie gefangene Königliche, denn sie hatten bereits die Tora, das Land und den Tempel gehabt. Daher war ihre Not groß, und es wird als vierzig Jahre, verglichen zu Ägyptens sieben, betrachtet.
24) Das dritte Exil ist das lange Exil, in dem wir sind, welches den 100 Jahren in Jakobs Leben entspricht verglichen mit den vierzig im Exil in Babylon.
Als nun die Tage Israels sich dem Tod näherten, da ließ er seinen Sohn Josef rufen
25) „Als nun die Tage Israels sich dem Tod näherten.“ Er sah, dass die Plagen des Exils seinen Söhnen geschehen würden, und er brachte es seiner Seele näher „Und seine Seele war zu Tode verärgert“. Und er blieb nicht am Leben, als er von seiner Stufe abstieg, wegen der Sünden von Israel. Und Israel, SA, stiegen nicht mit ihnen ins Exil ab, so wie die Shechina es tat, die mit ihnen ins Exil abstieg. Glücklich an ihrem Anteil sind Israel, denn wenn SA mit ihnen ins Exil abgestiegen wäre, würden sie unter den Völkern verbleiben und nicht in der Lage sein, von ihnen herauszukommen. Und es steht geschrieben „Warum bin Ich gekommen und keiner war dort, Ich rief und keiner antwortete? Ist Meine Hand zu kurz, um zu erlösen?“ „Und keiner antwortete“ ist Israel, SA. „(Warum) bin ich gekommen und keiner war dort“ ist die Shechina, deren Hand zu kurz ist. Daher stieg auch SA mit ihnen ins Exil ab.
Jedoch gab der Schöpfer Israel einen Anteil, damit kein anderer Minister über sie herrschen würde. Aus diesem Grund war Er mit ihnen im Exil. Und als sie ins Exil abstiegen, war die Shechina mit ihnen. Aber SA ist fern von der Shechina. In der Tat ist SA auch im Exil mit Israel, ebenso wie die Shechina. Aber er ist fern der Shechina und es gibt keinen Siwug zwischen ihnen. Deshalb sagte er zuvor, dass SA nicht ins Exil abstieg.
Und er rief seinen Sohn Josef
26) „Und er rief seinen Sohn Josef.“ Jakob befragte seine Söhne und sagte ihnen: „Ich sehe viele und große Schwierigkeiten über euch Kinder kommen. Es ist notwendig, höhere Rachamim (Gnade) zu finden.“
27) „Und wenn ihr wünscht, aus all den Schwierigkeiten heraus zu kommen, schwört mir, und ich werde den Erschaffer der Welt für immer zwischen uns stellen, damit ihr Wahrheit und Urteil ausüben werdet, und wie eure Väter sein werdet. Und ihr werdet dies jeder nachfolgenden Generation befehlen. Wenn ihr wünscht, dies zu tun, werdet ihr aus allen Schwierigkeiten herauskommen, die über euch kommen werden.“
28) Und er rief nur seinen Sohn Josef und nicht alle Stämme, wie geschrieben steht: „Und biete Gerechtigkeit dar im Tor; vielleicht wird der Ewige … das Überbleibsel von Josef begnadigen.“ Alle Kinder von Israel werden „Josef“ genannt. Auch hier beinhaltet der Name Josef alle Stämme.
29) Jakob sagte: „Wenn ihr dies tut, werdet ihr keinen meiner Söhne in Ägypten begraben, sondern werdet mich in Frieden in euer Land zurückbringen.“
30) Und er sagte zu ihm „Wenn ich in Deinen Augen Gunst gefunden habe“, „Lege deine Hand unter meinen Oberschenkel.“ Was ist „Deine Hand“? Es steht geschrieben: „Gürte dein Schwert an deinen Oberschenkel, Mächtiger, Deinen Ruhm und Deine Majestät.“ Und auch „Deine Hand unter meinen Oberschenkel“ meint ein Schwert. Ein Schwert hat Gnade und Wahrheit, Jessod, in ihm gibt es Or Chassadim und Or Chochma, welches „Wahrheit“ genannt wird, und „Licht des Angesichts“ genannt wird. Er sagt darüber: „Gnade und Wahrheit werden vor Deinem Angesicht einhergehen.“ Das Angesicht des Schöpfers ist ihr Anteil.
Wären seine Söhne gut gewesen, und hätten sie getan, was sie auf sich genommen hatten, wäre keiner ihrer Söhne in Ägypten gestorben, da es den Überfluss, welchen der Schöpfer den Leuten zuspricht, nur unter der Bedingung gibt, dass sie gut sind. Wie David sagte: „Damit der Ewige Sein Wort halten werde, welches Er mich betreffend sprach, als er sagte: ‚Wenn deine Kinder ihren Weg einhalten, vor Mir in Wahrheit zu wandeln.‘“ Und wenn nicht, dann nicht.
31) Wieviel schöner ist der Geist des Vaters als der Geist des Sohnes? Der Geist des Vaters ist der Geist des Sohnes, Geist, der sich von Geist ausdehnt. Somit ist die Überlegenheit des Geistes des Vaters über ihm, wie der Wert der Wurzel im Vergleich zu ihrem Zweig. Wenn es die Hilfe einer anderen Luft im Geist des Sohnes gibt – von Sitra Achra – wird er unvollständig geboren, da er durch diese Luft der Sitra Achra mangelhaft wird.
33) „Und…sagte ‚Schwöre mir‘, und er schwor ihm“, da geschrieben steht, „Der Ewige schwor mit Seiner rechten Hand und mit dem Arm Seiner Kraft.“ „Der Ewige hat geschworen“, um Israel aus ihrem Exil zu befreien. Dies war es, was Er ihnen schwor. „Und er schwor ihnen“ bezieht sich auch auf den Schöpfer, der schwor, dass Er sie im Land ihrer Feinde nicht verlassen würde.
34) „Dann sagte er ‚Lass mich gehen, bevor die Morgendämmerung anbricht‘. Aber er sagte: „Ich werde dich nicht gehen lassen bevor du mich gesegnet hast.“ Was ist „Mich gesegnet hast“? Es ist der Segen, mit dem der Engel ihn segnete, ihnen dabei das Exil gab und schwor, dass er sie davon erlösen würde, da geschrieben steht „Dein Name soll nicht länger Jakob sein, sondern Israel“, da der Name Israel, Din und Rachamim, Exil und Erlösung enthält, und das Exil eine direkte Ursache für die Erlösung ist.
35) Der Schöpfer ist berufen, es so zu machen, dass jeder einzelne der Söhne Israels unter Seinem Thron sein wird, und sie wichtiger sein werden, als alle Engel oberhalb. Das ist der Grund, warum man ein langes Waw in der Tora findet, wie das Waw vom Vers „Was auch immer auf dem Bauch kriecht“ (Gachon – Bauch – wird mit einem langen Waw geschrieben), was andeutet, dass der Schöpfer auf die Vollkommenheit der sechs Generationen – Abraham, Isaak, Jakob, Moses, Aaron und Josef – sechs Sefirot CHaGaT NeHJ, schwor. Und wegen jener sechs steht geschrieben „Und Israel neigte sich vor dem Haupt des Bettes“, da Israel SA ist, welches CHaGaT NeHJ einschließt. Israels Verbeugen deutet an, dass der Messias am Ende der sechstausend Jahre kommen wird, was auf die sechs ganzen Sefirot deutet, CHaGaT NeHJ, verbunden mit ihrer Einkleidung in die höheren AwI, deren Sefirot jeweils eintausend sind, und die Shechina wird mit ihnen sein.
Siehe, dein Vater ist krank
36) Und es geschah nach diesen Dingen, dass Josef gesagt wurde: „Siehe, dein Vater ist krank.“ Der Text wurde nicht geschrieben, um uns zu sagen, was Josef tat, sondern was am Ende des Exils sein würde, dass sie alle am Ende der Zählung, die gezählt wurde, dasein würden, am Ende der sechstausend Jahre.
Die Worte „Josef wurde gesagt ‚Siehe, dein Vater ist krank‘“ möchten sagen, dass ein Messias, Josef, kommen wird und ihm wird gesagt „Dein Vater im Himmel beeilt sich, dein Antlitz zu empfangen, das das Ende des Messias überblickt“.
„Dein Vater ist krank“ bedeutet, dass Er beunruhigt und in Eile ist. Und die Worte „Und er nahm seine zwei Söhne mit sich, Menashe und Ephraim“ wollen sagen „Möge es Gott im Himmel gefallen, seine Söhne willkommen zu heißen, die fruchtbar gewesen sind und sich im Exil vermehrten“, daher der Name Ephraim (Ephraim beinhaltet das Wort Parim = Vervielfachen). „Und deren Sünden durch das Exil vergessen worden sind“, deshalb werden sie Menashe genannt, was Vergessen bedeutet (Menashe kommt von Neshia = Vergessenheit), da der Schöpfer ihre Sünden entgegen der Wahrheit vergaß.
37) „Der Ewige wird mir einen weiteren Sohn hinzufügen“ interpretiert den Heiligen Namen in Josef, den Namen aus drei Buchstaben Yud-Hej-Waw. Ebenso steht geschrieben „Josef wurde gesagt ‚Siehe, dein Vater‘“ ist ein Eigentümer der nächsten Welt, SA in den Mochin der höheren Bina, die „die nächste Welt“ genannt wird, die seinen Söhnen Gutes tun möchte, damit sie aus ihrem Exil herauskommen werden.
Und wenn du in deiner Aufrichtigkeit nicht möchtest, sie dessen nicht als würdig befindest, dann wird der Name zu vier, zu einem HaWaYaH, er wird dich korrigieren und die Shechina wird an ihren Platz zurückkehren. Dies ist so, weil, wenn die Söhne der Erlösung für sich selbst nicht würdig sind, wird SA sie korrigieren, um sie zur nächsten Welt emporzuheben, welche Bina ist, und dadurch wird die Vereinigung zu einem HaWaYaH korrigiert.
38) Die Väter sind die höhere Merkawa (Streitwagen) des Heiligen Namens, wie es geschrieben steht „Und Gott stieg auf von Abraham“, was bedeutet, dass Er sie gefahren hatte. Es steht auch geschrieben: „Du wirst Jakob Wahrheit geben, und Abraham Gnade.“ Dies bedeutet, dass Jakob eine Merkawa für Tiferet ist, die „Wahrheit“ genannt wird, und Abraham ist eine Merkawa für Chessed (Gnade). Deswegen erklärten wir die Worte „Siehe, dein Vater ist krank“ in Bezug auf SA, und dass durch die Vereinigung HaWaYaH eins ist – der Messias wird kommen.
Zur Abendzeit wird es Licht geben
39) „Und es wird ein einziger Tag sein, der erkannt werden wird als der des Ewigen, nicht Tag, und nicht Nacht; aber es soll geschehen, dass es zur Abendzeit Licht geben wird.“ Zwei böse Ereignisse sollten Jakob treffen:
1. Sie werden im Exil sein im Land ihrer Feinde.
2. Dass sie viele Jahre lang wegen ihrer Freveleien an der Wahrheit nicht angesehen werden, und so werden sie im Land ihrer Feinde vergessen.
Das wird als Ephraim und Menashe betrachtet. Und dann am Schluss werden ihre Söhne genommen, denen diese zwei bösen Dinge geschahen, und sie werden in ein gutes Land geführt, wie der Sohar den Vers interpretiert „Und er nahm… Menashe und Ephraim mit“, denen diese zwei Ereignisse geschahen, und wird sie in ihr gutes Land führen.
40) Es gab zwei große und wichtige Minister, die klopfen würden unter dem Thron der Ehre des Aufsehers über Israel, die fünfte Eigenschaft, damit sie die ganze Zeit im Exil sein würden, die sie benötigen. Dies ist der Aspekt Ephraim. Schlimmer jedoch, wenn sie im Land ihrer Feinde vergessen werden, und das ist der Aspekt Menashe.
Ein Minister ist der Aspekt Ephraim. Folglich soll seine Eigenschaft Israel im Exil stützen und sie sich dort vermehren lassen. Und der andere Minister ist der Aspekt Menashe, folglich soll seine Eigenschaft sie im Exil vergessen machen.
41) Diese zwei Minister sind zwei Eigenschaften, von denen jede zwei Sprachen enthält. Eine Eigenschaft kam hervor und sprach vor dem Herrn der Welt, und ihr wurde die Erlaubnis gegeben, alles zu sagen, was sie wollte. Sie sah Israel auf der einen Seite, dass Israel zur Erlösung aus dem Exil verurteilt werden müssen, wegen der Verdienste ihrer Väter. Aber auf der anderen Seite sah sie, dass sie für ihre Frevel dazu verurteilt werden sollten im Exil zu verbleiben, da die Verleumder große Übel über sie berichteten. Folglich sind es vier Eigenschaften.
Dies ist so, weil jeder der Minister, welche zwei Eigenschaften sind, zwei Sprachen hatte, eine für den Verdienst und eine für die Schuld. Aber es gab keine fünfte Eigenschaft in ihnen, Israels Aufsehern, und sie sagten alles, was sie wollten. Einmal sprachen die zwei Minister dafür, und ein anderes Mal sprachen sie dagegen. Und es gab die fünfte Eigenschaft nicht in ihnen, welche alles zum Verdienst zurückbringt.
An und für sich wird Malchut als Midat ha Din (Eigenschaft des Urteils) betrachtet. Sie ist wegen des Zimzum (Einschränkung) und Massach auf ihr für den Empfang des Höheren Lichts ungeeignet. Ihre ganze Korrektur für den Empfang des Lichts geschieht durch ihren Aufstieg und Integration mit Bina, Midat ha Rachamim (Eigenschaft der Gnade). Dies sind die zwei Eigenschaften in den zwei Ministern, Midat ha Din und Midat ha Rachamim, welche ineinander vermischt sind – Bina und Malchut.
Und sie werden vier Malchujot (Pl. von Malchut), weil Bina in Bina und Malchut eingeschlossen wurde, und auch Malchut wurde in Bina und Malchut eingeschlossen. Daher wandeln sie sich von Rachamim zu Din und von Din zu Rachamim. Manchmal sind sie Männer und manchmal sind sie Frauen, da die Teile von Bina in ihnen Männer und Rachamim sind, und die Teile von Malchut in ihnen sind Frauen und Din.
Und sie sind zwei Eigenschaften, Midat ha Rachamim ist Bina, und Midat ha Din ist Malchut, nachdem sie ineinander eingeschlossen wurden. Der erste Minister, dessen Eigenschaft es ist, Israel im Exil zu halten und sie zu vermehren, ist von der Eigenschaft von Malchut, welche Midat ha Din ist, wie geschrieben steht: „Aber umso mehr sie sie peinigten, desto mehr vermehrten sie sich und desto mehr verteilten sie sich außer Landes.“ Der zweite Minister lässt sie im Land ihrer Feinde in Vergessenheit geraten, da er für viele Jahre nicht auf sie sieht, wegen ihrer Frevel in der Wahrheit. Mit anderen Worten verurteilt er sie nicht für ihren Frevel, und deswegen kommt das Vergessen. Außerdem ist er von Bina, Midat ha Rachamim, daher sieht er nicht auf ihren Frevel.
Und es steht geschrieben, dass sie zwei Eigenschaften sind, wobei es in jeder Sprachen gibt, folglich sind es vier Eigenschaften. Dies ist so, weil sie, nachdem sie miteinander vermischt wurden, vier Malchujot wurden, da Rachamim und Din in Bina geschaffen wurden, und Rachamim und Din in Malchut, das heißt Verdienst und Schuld in jeder der Malchujot. Sie wechseln sich ab – einmal Verdienst, dass sie durch den Verdienst ihrer Väter aus dem Exil erlöst werden – und einmal Schuld, dass sie für ihre Frevel im Exil verbleiben sollten. Es steht geschrieben, dass ihr die Erlaubnis gegeben würde, alles zu sagen, was sie sagen will, da Malchut an und für sich gänzlich Midat ha Din ist, sogar nachdem Midat ha Rachamim beteiligt war, verursacht sie daher Din und Fehler, wo auch immer sie gesehen wird.
Am Ende der Korrektur jedoch, wenn Malchut ihre vollständige Korrektur empfängt und Din in ihr aufgehoben wird, und sie würdig ist die Lichter zu empfangen, wie Bina, wird die Umkehrung von Rachamim zu Din auch in Malchut, welche mit Bina verbunden ist, aufgehoben. Und diese Malchut wird „die fünfte Eigenschaft“ genannt, welche nicht mehr länger mit Bina vermischt ist, wie die vier Malchujot, sondern in und durch sich selbst korrigiert wird.
42) Wenn die fünfte Eigenschaft, welche am Ende der Korrektur erscheinen wird, zu ihnen kommt, das heißt, wenn Malchut selbst, ohne die Verbindung mit Bina, dazu korrigiert wird, der Thron zu sein wie Bina und gut über Israel zu sprechen, dann werden alle Dinim von ihr genommen. Dann werden die ersten beiden Eigenschaften – Bina de Bina und Bina de Malchut – sich nicht fürchten vor Ihm zugunsten von Israel zu sprechen, da sie sich zuvor fürchteten, dass die zwei anderen Eigenschaften – Malchut de Bina und Malchut de Malchut sie defekt machen würden. Dies ist so, weil die fünfte Eigenschaft, welche bisher als Nacht betrachtet wurde, wegen der Dinim in ihr nun hervorgekommen ist, um für sie zu scheinen. Mit anderen Worten hat sie sich zu Licht und Rachamim gewandelt, und alle Dinim in den zwei Eigenschaften, die über Israel (an)klagten, wurden aufgehoben.
Darüber wurde geschrieben: „Und es soll einen Tag geben, der als des Ewigen bekannt sein soll, nicht Tag und nicht Nacht; sondern es soll geschehen, dass es zur Abendzeit Licht geben wird.“ Dies ist so, weil, solange Malchut selbst nicht korrigiert wird, ausgenommen durch die Verbindung mit Bina, Bina Tag genannt wird und Malchut Nacht. Die Nacht wird durch den Mond und die Sterne erleuchtet, welche von der Sonne empfangen, dem Licht des Tages, aber am Ende der Korrektur: „Und es soll einen Tag geben … nicht Tag und nicht Nacht.“ Das bedeutet, dass die verdunkelte Malchut für die Korrektur von Tag und Nacht nicht benötigt werden wird, sondern „Zur Abendzeit,“ wenn Malchut selbst, welche „Abend“ genannt wird, enthüllt ist „Wird es Licht geben“, da eben diese Dunkelheit von Malchut sich in Licht wandeln wird. Dann wird sie den Mond und die Sterne nicht mehr brauchen, welche vom Licht des Tages empfangen – der fünften Eigenschaft.
Deshalb steht geschrieben: „Und er nahm mit sich … Menashe und Ephraim,“ zwei Eigenschaften, Bina und Malchut. Dies deutet auf die Zeit der Erlösung, wenn die fünfte Eigenschaft erscheint. Zu dieser Zeit werden diese zwei Eigenschaften ganz Rachamim sein, und sie werden sich nicht wieder den Fehlern zuwenden.
43) „Und Gott nannte das Licht Tag und die Dunkelheit nannte Er Nacht.“ Nukwa de SA, die Dunkelheit und Nacht ist, empfängt vom Tag, der SA ist. Aber es steht geschrieben: „Und Dunkelheit war auf dem Antlitz der Tiefe“, heißt das, dass Dunkelheit Klipa ist und nicht Kedusha?
Jedoch vom Schöpfungsbeginn an und während der sechs Generationen, welche CHaGaT NeHJ de SA sind, schuf Er ein HaWaYaH, Bina. Waw de HaWaYaH ist SA, in welchen Bina den Geist von Chochma legte; deswegen war bis dahin nicht bekannt was Dunkelheit ist. Weil Mochin de Chochma alle Klipot ausmerzen und nachdem SA Chochma von Bina empfing und Nukwa CHaGaT NeHJ vermachte, wurde die Dunkelheit von ihnen aufgehoben.
Deswegen war nicht bekannt, was Dunkelheit ist, wie es geschrieben steht: „Und die Dunkelheit nannte Er Nacht.“ Aber unter den sechs Generationen welche CHaGaT NeHJ de SA sind, d. h. unter der Welt von Azilut, gibt es Dunkelheit, Klipa, und darüber war gesagt: „Und Dunkelheit war über dem Antlitz der Tiefe.“
44) Rabbi Aba stand auf und fragte: „Was ist Dunkelheit?“ Die Freunde plagten sich, aber erhielten keine Antwort auf ihre Fragen. Sie führten eine Handlung aus, d. h. die Vereinigung, und eine Stimme trat vor den Herrn der Welt in diesem Vers: „Ein Land von dichter Dunkelheit, wie Dunkelheit selbst; ein Land des Schatten des Todes, ohne jede Ordnung und wo das Licht wie Dunkelheit ist.“
Dunkelheit bedeutet Hölle, sogar bevor die Welt erschaffen wurde, wurde sie vor den Bösen verhüllt. Deswegen ist die Dunkelheit die Hölle. Wehe den Bösen, die in dieser Dunkelheit sein werden. Glücklich ist Israel, denn der Schöpfer schuf die Dunkelheit nicht für sie. Glücklich ist das Volk, dem so geschieht, glücklich das Volk, dessen Gott der Ewige ist.
Und er sprach zu Jakob
45) „Und er sprach zu Jakob: ‚Siehe, dein Sohn Josef kommt zu dir.‘“ Derjenige, der zu Jakob sprach, musste vorteilhaft von Israel sprechen. Wenn sie mit all ihrer Not zum Schöpfer zurückkehren, wenn die Zeit des Messias kommt und sie von all den Problemen erlöst sind, die sie erhalten hatten, (dann) sagte er zur Qualität, welche Jakob ist, Tiferet: „Deine Söhne kommen zu dir, und die Guten.“ Damit ist gemeint, dass Israel „erlöst werden wird“.
46) Glücklich ist Israel, das „die Söhne des Schöpfers“ genannt wird, welche Engel sind. Es steht über sie geschrieben: „Und all die Söhne Gottes riefen Freude aus.“ Auch Israel rief „Die Söhne des Schöpfers“, so wie geschrieben steht: „Ihr seid die Söhne des Ewigen, eures Gottes.“
47) Der Schöpfer nannte Jakob „Gott“, denn er sagte ihm: „Du wirst bei den Unteren sein, und Ich werde Gott bei den Oberen sein.“ Es steht geschrieben: „Und Gott stieg auf von Abraham.“ Daher sind die Väter eine Merkawa (Streitwagen). Es steht geschrieben: „Du wirst Jakob Wahrheit geben, und Abraham Gnade,“ daher zwei Sefirot – Chessed und Wahrheit, welche Tiferet ist – in zwei großen höheren Merkawot (Mehrzahl von Merkawa), Abraham und Jakob.
48) Die dritte ist Isaak, die eine Merkawa für die Sefira Gwura wurde, so wie geschrieben steht: „Und Jakob schwor bei der Angst seines Vaters Isaak.“ Aufgrund Isaaks Angst, dies ist eine Sefira des Schöpfers – Gwura – welche „Angst“ genannt wird, wurde er ein Thron, eine hohe Merkawa für sie. Und die Sefira von Isaak, Gwura, ist wichtiger und eindeutiger als all die Sefirot der Väter, Chessed und Tiferet, so wie geschrieben steht „Und Jakob schwor bei der Angst seines Vaters Isaak“, bei der Sefira Gwura, genannt „Angst“, welche wichtiger ist als alle von ihnen, weil das Leuchten von Chochma nur von der Sefira Gwura kam, von der Linken Linie, und das Leuchten von Chochma hebt alle Klipot auf.
49) „‚Der Gott von Abraham und der Gott von Nachor, lasst den Gott ihres Vaters zwischen uns richten.‘ Und Jakob schwor bei der Angst seines Vaters Isaak.“ Die Sefira von Isaak ist die wichtigste, da er nicht beim Gott von Abraham schwur, sondern bei der Angst von Isaak.
Und Israel wurde stärker und saß auf dem Bett
50) „Und Israel wurde stärker und saß auf dem Bett.” Es steht geschrieben: „Und zu dieser Zeit soll Michael sich erheben… und es soll eine Zeit der Schwierigkeiten sein.” Das ist die Hand des großen Michael, welcher für Israel zur Zeit der Vergeltung stehen wird, wenn es eine Zeit der Leiden geben wird, wie geschrieben steht: „So wie es niemals war, seit es eine Nation gab und bis zu dieser Zeit.” Und von dieser Zeit steht hier geschrieben: „Und Israel wurde stärker.”
„Und saß auf dem Bett.” Wie zuvor verneigte er sich davor, wie geschrieben steht: „Und Israel neigte sich nieder zum Haupt des Bettes.” Nun saß er auf dem Bett. Ein Bett meint Malchut, welches von Jakob, SA, empfängt. „Saß auf dem Bett” bedeutet, dass er ihr gab.
Vor wem verbeugte sich Jakob? Man kann sagen, dass er sich zum Bett, Malchut, beugte. Aber das Bett war offen, um von ihm zu empfangen, und jemand, der gibt, beugt sich nicht vor demjenigen, der von ihm erhält. Tatsächlich beugte er sich der Beschneidung, Jessod, da er sie liebte.
Das Bett ist Malchut. Das Haupt des Bettes ist Jessod, der Rosh von Malchut. So beugte er sich der Eigenschaft von Jessod, der meistbegünstigten aller Sefirot.
51) „Denn er (Juda) entweihte und heiratete die Tochter eines fremden Gottes.” Als das Licht sich von SA abspaltete, wegen der Frevel von Israel, konnte die Shechina nicht vor SA stehen, und die Shechina wurde vom König ins Exil geschickt. Das bedeutet, sie ging ins Exil unter die Nationen, zusammen mit Israel, weil sie ihre Söhne nicht unter den Nationen belassen konnte, damit sie dort getötet würden. SA war im heiligen Land und es steht geschrieben: „Heiratete die Tochter eines fremden Gottes”, weil andere Nationen mit ihm sein sollten. Mit anderen Worten, die Shechina ging ins Exil unter die Nationen, und während sie nicht im Lande war, und unter den Nationen war, wurden die Nationen rund um sie durch das Licht von Israel bewahrt. Es wurde darüber gesagt: „Heiratete die Tochter eines fremden Gottes.”
52) Es gab zwei Engel, Minister, unter dem Thron. Der Name des einen war „Bett“, welcher sich in der Schatzkammer des Palastes befindet. Im Exil ist es alles, was zwischen uns geblieben ist, da er eine Münze des Schöpfers ist, unterzeichnet mit dem Namen des Schöpfers, der Engel Matat, dessen Name so ist wie der Name seines Ravs, wie geschrieben steht: „Denn Mein Name ist in ihm.“
53) Und es steht geschrieben: „Siehe, Ich sende einen Engel vor dir her, um dich auf dem Weg zu bewahren.“ Die nächste Welt, Bina, ist das „Bewahren auf dem Weg“, denn von Bina dehnt sich die Kraft des Bewahrens aus, und deshalb sagte Bina zu Israel: „Siehe, Ich sende einen Engel, die Shechina, vor dir her“, „Um dich auf dem Weg zu bewahren“. Und nicht irgendeine andere Stufe, denn sie ist das Bewahren. Und sie sagte: „Ich platziere die Shechina zwischen euch“, um euch im Exil zu bewahren. Sie wird euch bewahren bis sie euch zu eurem Land bringt, wie ihr vorher wart, wie geschrieben steht „Um euch in den Ort hinein zu bringen, welchen Ich vorbereitet habe“, denn das Land war zuvor ihr Wohnort.
54) Der Engel im Text ist die Shechina, welche sich einkleidet und agiert durch Matat, da im Exil, das „Weg“ genannt wird, die Shechina vom König, SA, verbannt wurde, und durch Matat agiert, bis zu den Tagen der Erlösung, wenn sie zu ihrem Ort zurückkehrt, zu SA. Darüber steht geschrieben: „Denn nur Og, König von Bashan, verblieb von den Nachkommen des Rephaim; siehe, sein Bettgestell war ein Bettgestell aus Eisen; es ist in Rabba von den Kindern von Ammon.“ Dies ist so weil Og, König von Bashan, die Klipa gegenüber von Matat ist. Deshalb ist er auch im Namen Mita (Bett) eingeschlossen, ähnlich wie Matat.
55) Und der Weg ist ein Gleichnis über das Exil. Die Shechina wird euch im Exil vor allen Schwierigkeiten, die über euch kommen werden, bewahren, bis Er kommt und euch in dem Land versammelt, von dem Er euren Vätern geschworen hat, dass es für euch aufbewahrt wird.
56) Der zweite Minister unter dem Thron, welcher in der Schatzkammer des Palasts ist, ist Nuriel. Das ist deshalb so, da der Minister Israels, der über sie ernannt wurde, der erste Minister unter dem heiligen Thron ist, Matat. Jedes Mal, wenn die Shechina beim König war, würde Matat herauskommen und vor ihnen hineingehen. Und der zweite Minister, Nuriel, erhält die Arbeit Israels für den Schöpfer als Feuer. Wenn das Feuer gelöscht wird, weil Israel verbannt worden ist und sie MaN in ihrerArbeit nicht erheben, verschwindet das Licht der Shechina, und die Shechina verlässt den König.
57) „Bleib über Nacht hier! Will er dich dann am Morgen lösen, gut, so mag er es tun.“ Rachamim herrschen über Din. Ruth ist Malchut, Din, und das Gute ist Rachamim, da geschrieben steht: „Und Gott sah, dass das Licht gut war.“ So sind also das Gute und das Licht dasselbe und die Quelle der Ströme, aus denen das Meer und die Flüsse in die Welt fließen. Deshalb steht über Ruth geschrieben „Will er dich dann am Morgen lösen, gut“, was bedeutet, dass Rachamim, welches „gut“ genannt wird, Ruth lösen und über sie herrschen wird, welche Din ist.
58) Rabbi Shimon sagte: „Sobald ich mich erhob und hinunterstieg, um mich an der Stelle der Ströme zu erleuchten.“ Mit anderen Worten erhöhte er MaN und brachte MaD von der Quelle der Ströme, Bina, zu Malchut herunter. Es steht geschrieben: „Alle Ströme fließen zum Meer, aber das Meer ist nicht voll.“ Alle Minister in der Welt wurden vom Licht von Bina erschaffen, und alle Ströme der Welt stammen von Ihrem Licht, da es heißt: „Alle Ströme fließen zum Meer, aber das Meer ist nicht voll.“
„Das Meer ist nicht voll“ ist Malchut in diesem Exil, da die Finsternis und die Dunkelheit im Exil durch die Liebe von Ima, Bina, geschaffen wurden. Wenn die Finsternis nicht geschaffen worden wäre, wäre der Strom, welcher der Tochter, Malchut, scheint, nicht geschaffen worden. Außerdem wird das Meer nicht gefüllt und vollendet sein, bis die andere Seite kommt, welche nicht im Exil war, die rechte Seite, welche von keiner Klipa beherrscht wird, und dann wird sich das Meer, Malchut, füllen.
Die Namen werden „Hand“ genannt
59) Die Namen werden „Hand“ genannt, das bedeutet, die Hand des Schöpfers, „die große Hand“, „die mächtige Hand“, und sie sind die Quelle des Lichtes für alles. Der Name „Hand“ ist nur in dem Namen HaWaYaH erwähnt, welcher Rachamim ist, wie es geschrieben steht: „Die Hand des Ewigen ist nicht zu kurz.“
60) „Die Hand auf dem Thron des Ewigen: der Ewige wird Krieg führen mit Amalek.“ „Die Hand auf dem Thron“ ist für HaWaYaH, Rachamim, das Rachamim über Din einsetzt. Der Text möchte sagen, dass es sein kann, dass sie für immer anstelle von Gwura sein wird, die mächtige Hand, die in Ägypten war, Rachamim. Wäre es nicht für die große Hand, würde der Krieg in Din gewesen sein, ohne Rachamim.
61) Und wenn der Messias kommt, wird er durch die Erneuerung der großen Hand kommen und wird Krieg führen gegen Amalek, und Rachamim werden Din bezwingen, so wie während des Auszugs aus Ägypten. Es steht geschrieben: „Durch die Kraft der Hand brachte dich der Ewige aus Ägypten heraus.“ Wenn der Name „Hand“ kommt, nur dieses „durch die Kraft der Hand“, und nicht „die Hand des Ewigen“ oder „die große Hand“, ist sie in Din, das bedeutet, dass Er Krieg gegen Amalek in Din führen wird und der Messias kommen wird.
Er wird zwei Kriege gegen Amalek führen: durch Überwindung von Rachamim über Din und durch Din allein, und dann wird die Erlösung kommen. Und das Zeugnis ist, wie es geschrieben steht: „Dann wird der Ewige vorangehen, und gegen jene Völker kämpfen, als ob Er am Tag der Schlacht kämpfte.“ Die erste Hälfte des Verses ist mit Hilfe von Rachamim, wie es geschrieben steht „Dann wird der Ewige vorangehen und kämpfen“, das bedeutet, dass HaWaYaH Rachamim ist. Letztere Hälfte ist in Din, ohne Rachamim, wie es geschrieben steht „So wie Er am Tag der Schlacht kämpfte“, und HaWaYaH ist darin nicht erwähnt. Daher wird es zwei Arten von Kriegen geben.
62) Komm und siehe, wie groß ist die Kraft der mächtigen Hand, der rechten Hand, dass es zu dieser höheren Hand kam, der linken Hand, genannt „die mächtige Hand“, und auch „Höhere“, da sie nur von unten aufwärts scheint. Es geschieht mit dieser Hand, dass sie aus Ägypten herauskamen, wie es geschrieben steht: „Durch die Kraft der Hand brachte der Ewige dich aus Ägypten heraus.“ Sie fügen sich zusammen, weil ihre Zahl gleich ist: Yud zählt als Yud, Dalet als Dalet; sie sind einander gleich. Er möchte erklären, dass der Name „große Hand“ und der Name „höhere Hand“, welche zusammen herauskommen, in den Buchstaben gleich sind und ihre Zahl ist wie ihre Zahl, das heißt, dass die Vereinigung zwei Yud-Dalet (Hand) empfing, zwei zusammen, das bedeutet, dass sich die Rechte und die Linke vereinigten.
63) Wie wurde ihre Verbindung nicht verhindert? Immerhin sind sie nicht gleich, da eine „groß“ und eine „mächtig“ genannt wird. Die Verbindung dieser beiden wird erklärt, weil sie gleich in ihren Buchstaben Yud-Dalet sind, auch wenn die beiden in ihren Augen nicht vollständig geklärt sind. Da sie im Namen „Hand“ gleich sind, ist es möglich, dass sie sich verbinden werden, auch wenn eine „groß“ und die andere „mächtig“ genannt wird. Himmel und Erde und alles was in ihnen ist, wurde aus diesen beiden Händen erschaffen.
„Yud zählt als Yud, Dalet als Dalet.“ Nachdem der Sohar die große Wichtigkeit der Verbindung der beiden Hände erläuterte, der großen Hand und der mächtigen Hand, wurde eine Verbindung erschaffen, in der der ganze Himmel und die Erde erschaffen wurden. Und obwohl sie voneinander entfernt sind, da die große Hand rechts ist, und die mächtige Hand links ist, denn beide werden „Hand“ genannt. Das Wort „Hand“ enthält ein gemeinsames Interesse, deswegen sind sie verbunden. Nun kommt der Sohar, um zu erklären wie sie sich im Wort „Hand“ verbinden (Yud-Dalet) durch die zehn Sefirot in jeder von ihnen.
GaR auf jeder Stufe wird als die Sefira Keter in ihr betrachtet, mit den einfachen Buchstaben des Namens jeder Stufe. Die Füllungen der einfachen Buchstaben sind Chochma in ihr, und die Füllungen der Füllungen sind Bina in ihr. Der Name Jad (Hand, bestehend aus Yud-Dalet): die einfachen Buchstaben Yud, Dalet sind die Sefira Keter in ihr. In den Buchstaben der Füllung von Yud und Dalet, Yud (Yud-Waw-Dalet) und Dalet (Dalet-Lamed-Taw) ist die Sefira Chochma in ihr. Die Buchstaben der Füllung in der Füllung, d. h. die Füllung der Buchstaben Yud-Waw-Dalet und Dalet-Lamed-Taw sind Yud (Yud-Waw-Dalet), Waw (Waw-Waw), Dalet (Dalet-Lamed-Taw) und Dalet (Dalet-Lamed-Taw), Lamed (Lamed-Mem-Dalet), Taw (Taw-Waw), und sie sind die Sefira Bina in ihr.
Der Sohar schildert dementsprechend drei Kreise einer im anderen. Die einfachen Buchstaben Yud-Dalet von der großen Hand sind den GaR im Höheren gewidmet, mit den einfachen Buchstaben Yud Dalet von „der mächtigen Hand“. Es steht darüber im Sohar geschrieben „Yud wird als Yud gezählt, Dalet als Dalet“, d. h. Keter der großen Hand mit Keter der mächtigen Hand, da die einfachen Buchstaben des Namens auf Keter hinweisen.
Im zweiten Kreis im Höheren vereinigen sich die Buchstaben der Füllung von Yud-Dalet der großen Hand – Yud-Waw-Dalet, Dalet-Lamed-Taw – mit den Buchstaben der Füllung von Yud-Dalet der mächtigen Hand – Yud-Waw-Dalet, Dalet-Lamed-Taw, wie der Sohar schreibt: „Yud gezählt als Yud.“ Das Yud der großen Hand verbindet sich mit dem Yud der mächtigen Hand und auch Waw mit Waw. Auch das Dalet der großen Hand mit dem Dalet der mächtigen Hand und diese werden rechts des Kreises geschrieben.
Links des Kreises werden die Füllungen von Dalet, Dalet-Lamed-Taw geschrieben, wie der Sohar schreibt: „Dalet wie Dalet.“ Das Dalet der großen Hand schließt sich dem Dalet der mächtigen Hand an. Und das Lamed der großen Hand schließt sich dem Lamed der mächtigen Hand an. Auch schließt sich das Taw der großen Hand dem Taw der mächtigen Hand an. Und der Grund, warum die Füllungen des Yud rechts des Kreises geschrieben werden, während die Füllungen des Dalet links des Kreises geschrieben werden, ist der, dass das Yud selbst auf Chochma hinweist, welche rechts ist und das Dalet selbst auf Bina hinweist, welche links von Chochma ist, obwohl für den größten Teil der zweite Kreis Chochma ist, denn es ist eine Füllung.
Im dritten Kreis, der sich im zweiten befindet, verbindet sich die Füllung der Füllung des Namens „Hand“ von der großen Hand mit den Buchstaben der Füllung der Füllung des Namens Hand von der mächtigen Hand, welche die Sefira Bina in ihr ist. Sie sind Yud (Yud-Waw-Dalet), Waw (Waw-Waw), Dalet (Dalet-Lamed-Taw) und Dalet (Dalet-Lamed-Taw), Lamed (Lamed-Mem-Dalet), Taw (Taw-Waw) von der großen Hand mit dem Yud (Yud-Waw-Dalet), Waw (Waw-Waw), Dalet (Dalet-Lamed-Taw) und Dalet (Dalet-Lamed-Taw), Lamed (Lamed-Mem-Dalet), Taw (Taw-Waw) der mächtigen Hand. Rechts vom Kreis ist Dalet wie Dalet, Lamed wie Lamed und Taw wie Taw. Und zu seiner Linken ist Lamed wie Lamed, Mem wie Mem, Dalet wie Dalet, Taw wie Taw, Waw wie Waw.
Jedoch zählt der Sohar hier nicht die Füllung der Füllung des Yud, sondern nur die des Dalet. Der Grund ist, dass der Kreis die Sefira von Bina ist und das Yud selbst ist Chochma, deswegen wird es in diesem Kreis nicht ausgerechnet, sondern nur die Füllung der Füllung des Dalet, welches selbst Bina ist.
Der Sohar schreibt: „Dalet wie Dalet.“ Das heißt, dass das Dalet der Füllung der großen Hand sich dem Dalet der Füllung der Füllung der mächtigen Hand anschließt. Es ist das gleiche mit Lamed wie Lamed, Taw wie Taw und sie sind rechts des Kreises, weil sie die Hauptbuchstaben der Füllung der Füllung sind. Links des Kreises schließt sich das Lamed der Füllung der Füllung der großen Hand dem Lamed der Füllung der Füllung von der mächtigen Hand und das gleiche mit Mem wie Mem und Dalet wie Dalet. Und auch Taw wie Taw und Waw wie Waw. In ihrem Zentrum wird das Waw auf der Spitze geschrieben und es weist auf ihr CHaGaT in ihnen hin und darunter Yud-Hej, Yud-Hej das auf das Nezach-Hod in ihnen hinweist. Unter diesen ist SHaDaI (Shin-Dalet-Yud) welches auf ihr Jessod hinweist und darunter ist eine Merkawa (Kriegswagen), deren Vater Israel ist, die auf ihre Sefira Malchut hinweist.
Die erste Sefira, der oberste Kreis ist die obere Keter, da die einfachen Buchstaben darin sind, Keter.
Der zweite Kreis ist, wie es geschrieben steht: „Die Augen des Ewigen sind überall, halten den Blick auf das Böse und das Gute.“ Gemeint ist die Sefira Chochma, da Augen Chochma sind. Deswegen gibt es Buchstaben der Füllung von Chochma darin.
Der dritte Kreis ist die Sefira Bina, da die Buchstaben der Füllung der Füllung darin sind, welche helfen und dem Waw des Names HaWaYaH, SA geben, der im Land Ägypten viele Wunder vollbrachte.
Erschien mir in Luz
64) „Und Jakob sagte zu Josef: ‚Gott, der Allmächtige, erschien mir in Luz im Land Kanaan.‘“ Luz ist das obere Jerusalem, Bina, die zwischen uns Shechina einflößt. Der obere Jakob, SA, sagte dem Jakob von unten: „Bina gab mir einen Segen: Sie möchte dich vermehren und das Land deinen Kindern geben.“ Luz ist das obere Jerusalem, und sie ist Bina, der Schöpfer. Er gab einen Segen, und dieser Segen wird durch Ihn im heiligen Land sein. Aber in einem anderen Land wird der Segen nicht sein.
65) „Derjenige, der seinen Freund mit einer lauten Stimme früh am Morgen segnet – dies wird ihm als ein Fluch angerechnet.“ Der Schöpfer rief zu Israel: „Brüder und Freunde.“ „Derjenige, der seinen Freund segnet“, meint, dass der Schöpfer Israel segnet. Der Segen, den Er gab, besteht darin, dass diese Menschen unter Seinen Händen rein sein werden und Er wird sie behüten. Wegen dieses Segens umgibt der Schöpfer Israel mit Begründungen, die Strafen ähnlich sind. Das ist der Grund, warum der Vers abschließt mit „Es wird ihm als ein Fluch angerechnet“, da sie nicht verstehen, dass es zu ihrem Besten ist, damit der Segen erhalten bleibt.
66) Glücklich sind die reinen Menschen, die Er behütet, die „Söhne“ genannt werden. Sie werden mehr als die Oberen bevorzugt, wie geschrieben steht: „Ihr seid die Kinder des Ewigen.“ Und es ist alles so, seit der Name Shadai in ihrem Siegel ergänzt wurde, als sie sich beschneiden ließen.
67) Der Name des Schöpfers, Shin, ist im Antlitz eines Menschen, aber Yud fehlt, und er ist unvollständig. Abraham kam und liebte den Schöpfer. Der Schöpfer erzählte ihm: „Der Name wird in dir ergänzt.“ Er wurde beschnitten, und der Name wurde mit dem Yud der Mila (Beschneidung) ergänzt. Das Shin (ש) des Shadai ist im Antlitz eines Menschen – zwei Augen und die Nase dazwischen. Und es gibt ein Dalet (ד) in seinem Arm ohne Yud. Es wird durch das Yud der Beschneidung vollendet, und dann werden sie „Söhne des Ewigen“, „heilige Söhne“, genannt.
68) Wenn sie das heilige Bündnis beschmutzen und es einer anderen Macht gegeben wird, gegen die er verstößt, verläßt ihn die Heiligkeit des Siegels, und es ist, als ob er die Welt zerstört, da er das Siegel beschmutzte, in dem der Name des Schöpfers vollendet wurde und er die Welt zerstört, da es das Geben des Schöpfers an die Welt anhält.
(Punkt 69 fehlt in Sohar LaAm)
Ich werde dich fruchtbar machen und dich mehren
70) „Jakob soll sich nun nicht schämen, und auch sein Antlitz soll nun nicht erblassen.“ Wenn ein Mensch einem anderen Menschen etwas Gutes verspricht, aber sein Wort nicht hält, schämt er sich. Dies gilt umso mehr für ein Versprechen, welches von den Oberen zum Menschen kommt – wenn Er nicht alles das Gute bringt, was Er über seine Söhne sagte, dann schämt Er sich.
71) Der Schöpfer sagte zu Jakob: „Ich bin das obere Israel, Ich werde dich fruchtbar machen, und dich mehren…, und Ich werde dieses Land deinem Samen geben, mit Segnungen, welche Bina Mir gab, und Ich werde dieses Land deinen Kindern geben.“ Und doch sind Seine Kinder nicht im Land, und der Schöpfer ist nicht mit ihnen. Es ist eine Schande, dass Er etwas verspricht, und es nicht hält.
Und wenn das Ende des Messias kommt, und Sein Versprechen gehalten wird, sagte der Schöpfer: „Jakob soll sich nun nicht (mehr) schämen.“ „Nun“ bezieht sich auf das Angesicht Jakobs von oberhalb. Sie werden sich nicht schämen, weil Er ihnen sagte „Und ich werde dieses Land deinem Samen geben“, da Er bisher nichts hatte, um es ihnen zu geben, und Sein Antlitz beschämt wurde. Und jetzt wurde Sein Versprechen vor dem Herrn des Himmels und der Erde gehalten.
72) Der Krieg von Amalek, wenn das Ende vollendet wird, wird nur durch die Kraft der Hand geschehen, wie an einem Tag der Schlacht, wie geschrieben steht „Und der Ewige wird ausziehen und wider jene Nationen streiten, wie an dem Tage, da Er streitet, an dem Tage der Schlacht“, was Ihn Selbst meint, und niemanden anderen.
Und jetzt deine zwei Söhne, die geboren wurden
73) „Und jetzt deine zwei Söhne, die dir im Land Ägypten geboren wurden.“ Dies ist Israel unten, im Exil, und sie sind die Söhne des Schöpfers, welche unter den Völkern geboren sind. Der Text bezieht sich auf Israel, die im Exil bei den Völkern sind, da das Land Ägypten alle Exile beinhaltet. Israel, die im heiligen Land Israel sein werden, sitzen im Land. Wenn der Messias kommt, werden sie mit ihren Brüdern an ihrem Platz sein, da es nur für jene als Exil betrachtet wird, die in einem fremden Land wohnen, und „Exile“ genannt werden. Aber jene, die im Land Israel wohnen, werden nicht „Exile“ genannt und sind sogar vor der Ankunft des Messias nicht im Exil. Deshalb stellt der Text klar „Die dir im Land Ägypten geboren wurden“, die als Exile angesehen werden, und nicht jene, die geboren sind im Land Israel.
74) „Und Ich werde mich an Meinen Bund mit Jakob erinnern.“ Das Waw von Jakob ist im Übermaß, was heißt, dass das Waw, das sich, als das Haus zerstört wurde, entfernte, kommen wird und Jakob zur Zeit der Erlösung beistehen wird. Und der heilige Sohn, Jakob, wird einen dauerhaften Anteil im Land haben und seine Söhne werden in ihrem Land sein, in welchem sie vorher lebten – glücklich sind sie.
75) Jetzt werden die Söhne, die aus dem Haus ausgewiesen und vergessen wurden, als Menashe wahrgenommen, und die fruchtbar waren und sich vermehrten, werden als Ephraim betrachtet. Und der obere Jakob, der SA ist, sagte zu dem unteren „Deine Söhne, die draußen sind, die in jedem Land im Exil geboren wurden, bevor ich nach Ägypten kam und ein Urteil wegen ihrer Sünden über sie vollstreckte, betrachte ich all jene Geschöpfe draußen im Exil, im fremden Land, nicht als deine Söhne. Und obwohl sie viele sind, das bedeutet Ephraim, und vergessen sind, dies ist Menashe, sind sie Meine Söhne.
Und als Ich ihr Exil sah, heilte Ich ihre Qualen und erhörte ihr Gebet.“ Darüber steht geschrieben „Bis ich zu dir nach Ägypten kam, gehören sie mir, Ephraim und Menashe sind für mich wie Ruben und Shimon“. Ruben, „Denn der Ewige sah die Not“; Shimon, „Weil der Ewige hörte (Shama), dass Ich gehasst werde“. Ephraim und Menashe bedeutet, dass sie sich im Exil vermehrten und vergessen wurden. „(Sie) sind für Mich wie Ruben und Shimon“ bedeutet, dass Er ihre Not sehen wird, ihr Gebet hören wird, und sie erlösen wird, wie in den Namen Ruben und Shimon angedeutet. Denke in deinem Herzen, als ob sie vor Mir wären, und wenn wir aus Ägypten zurückkehren, welches alle Exile einschließt, nachdem das Urteil in ihnen vollstreckt ist, werden wir sie aus dem Land ihres Exils bringen.
76) Wir lernen daraus, dass, nachdem Er das Urteil in Ägypten vollstreckt, welches alle Völker einschließt, Israel vom Exil erlöst werden wird, wie es geschrieben steht: „Und sie werden alle deine Brüder aus allen Völkern herausbringen, um dem Ewigen ein Opfer darzubringen“. Dies bedeutet, dass, wenn der Schöpfer in Din (Urteil) in Ägypten ist, das bedeutet in allen Nationen, dann werden alle Menschen ein Opfer darbringen, wenn sie vom Schöpfer hören, wie es geschrieben steht: „Und alle Völker werden zu Ihm strömen.“
77) Der Schöpfer wird eine Chuppa (Hochzeitsbaldachin) für jeden Gerechten in Jerusalem machen, wie es geschrieben steht „Die Stimme von Fröhlichkeit und die Stimme von Freude, die Stimme vom Bräutigam und die Stimme der Braut“, wenn die Shechina zum König zurückkehrt und sie verlobt wird. „Am Tag seiner Hochzeit, und am Tag seiner Herzensfreude.“ „Am Tag seiner Hochzeit“ ist die Gabe der Tora. „Und am Tag seiner Herzensfreude“ ist die Erbauung des Tempels, möge er bald in unseren Tagen erbaut werden.
78) „Aber eure Nachkommen, die nach ihnen geboren worden sind, werden eure sein.“ Dies ist Israel unten, welches den Vätern nach der Erlösung geboren wird, welche Merkawot (Streitwagen) sind. Ihre Namen – jener, die nach der Erlösung geboren wurden – werden nach ihren Brüdern benannt; sie werden nach ihrem Anteil benannt.
79) „Aber eure Nachkommen“ ist Jerusalem unten. „Eure Nachkommen“ sind die Menschen, die in diesem Jerusalem geboren werden, sobald die Welt zum Herrn des Himmels zurückkehrt, da sie sich nach der Erlösung bekehren werden. Sie werden nach den Söhnen Israels benannt und nicht nach ihren Vätern, wie der Proselyt von Kapotkia, nur im Namen Israel.
80) „Wird eures sein“ heißt, dass sie nach Israel benannt werden. Sie werden nach ihren Brüdern benannt, nach ihrem Erbteil. Und wenn sie zurückkehren, werden sie mit Israel im Land Besitz erhalten, und jeder Stamm wird sein Eigenes erhalten. Und Menschen von ihnen, welche von den Proselyten sind, jeder wird vom Land Besitz erhalten, gemäß ihrer Anzahl.
Rachel starb mir auf dem Weg
81) „Eine Stimme wird in Rama gehört…Rachel weint um ihre Kinder.“ „Daher sagt der Ewige ‚Halte deine Stimme vom Weinen zurück‘“, denn es gibt Belohnung für deine Handlung: „Und deine Kinder sind zu ihrer Grenze zurückgekehrt.“ Hätte es nicht heißen sollen: „Und deine Kinder werden zu ihrer Grenze zurückkehren“?
82) Wenn es am Berg Din gibt und die Shechina am Berg gekrönt ist, damit ist gemeint, dass sie dort Mochin empfängt, eine Krone, und denkt, dass ihre Kinder zu dieser Zeit in Din verloren sein werden, (dann) ist es nicht so. Viele werden Söhne des Thrones sein, von Bina selbst, so wie geschrieben steht: „Denn die Söhne der Einsamen werden zahlreicher sein als die Söhne der verheirateten Frau.“ Und dann wird die Shechina zu ihrem Ehemann zurückkehren. „An diesem Tag, wird der Ewige Eins sein und Sein Name Eins.“
Es gibt zwei Zustände der Shechina:
1. Wenn sie ein vierter Teil für die Väter ist. Zu dieser Zeit ist ihre Ebene gleich der von SA, CHaGaT, „Berge“, denn sie beide sind für Bina ein Thron. Und dann sind sie die drei Beine des Thrones, CHaGaT, Berge, und die Shechina ist das vierte Bein, und sie wird auch als Berg angesehen. In diesem Zustand ist sie Achoraim (hintere) und Dinim (Gerichtsurteile).
2. Wenn sie in Panim (vordere) und Rachamim (Gnade) wieder aufgebaut ist. Ihre Ebene verkleinert sich jedoch und sie ist nicht länger dazu geeignet, ein Thron für Bina zu sein. Vielmehr wird sie ein Empfänger von SA, das bedeutet sie steigt zu NeHJ ab, obwohl sie Panim be Panim und Rachamim paaren. Die Mochin und die Geburt der Seelen von Israel kommen von dem zweiten Zustand, da sie im ersten Zustand voll von Dinim ist, und dann sind alle, die von ihr empfangen, verloren.
Wenn Din am Berg ist, das bedeutet, wenn die Shechina im ersten Zustand ist, wenn sie sich zu CHaGaT erhebt, welche die Berge sind, regieren die Dinim die Berge und die Shechina wird am Berg gekrönt. Das bedeutet, dass sie die großen Mochin wie SA empfängt und sie wird wie er ein Thron, ein viertes Bein. Sie sieht jene, die von ihr empfangen, als verloren an, wegen des Überflusses an Dinim, die von ihr in diesem Zustand ausgehen. In diesem Zustand wird die Shechina daher als unfruchtbar angesehen, denn sie hat keine Söhne, damit sind Empfänger gemeint, denn jeder, der von ihr empfängt, ist verloren.
Am Ende der Korrektur, wenn Malchut selbst völlig korrigiert ist und nicht länger der Versüßungen von Bina bedarf, dann wird gesagt werden „Sing, Unfruchtbare“, da viele Söhne des Throns sein werden, von ihren eigenen Söhnen. Dies ist, weil all jene, die von ihm im ersten Zustand empfingen, in der Stufe des Throns von Bina, die von der Welt verloren war wegen des Überflusses der Dinim in ihr, alle wiedererweckt wurden. Und die Shechina, die dachte, dass sie im ersten Zustand unfruchtbar, ohne Söhne ist, wird nun sehen, dass die Söhne vom Zustand des Thrones zahlreicher sind als ihre eigenen Söhne, von den Söhnen des zweiten Zustands, vor der Korrektur, als sie die einzige mit Söhnen war.
Dies ist die Bedeutung von dem was geschrieben steht: „Denn die Söhne der Einsamen werden zahlreicher sein.“ Die Söhne des Thrones sind zahlreicher als die Söhne der verheirateten Frau, von den Söhnen des zweiten Zustands, denn nur sie war verheiratet und mit Söhnen. Und dann wird die Shechina zu ihrem Ehemann zurückkehren, so wie geschrieben steht: „An diesem Tag wird der Ewige Eins sein und Sein Name Eins.“ Dies ist, weil vor dem Ende der Korrektur, wurde nur ein HaWaYaH gesagt, da Shechina in SA beinhaltet ist, HaWaYaH. Aber am Ende der Korrektur wird auch gesagt „Und Sein Name ist Eins“, da sie selbst korrigiert wird.
83) Daher wird die Shechina zuerst zu ihrem Ehemann sagen: „Wo sind meine Söhne aus dem ersten Zustand?“ Und er wird ihr sagen: „Sie sind in Din“ und sie denkt, dass sie in Din verloren sind und weint um sie, wie geschrieben steht: „Eine Stimme wird in Rama gehört…Rachel weint um ihre Kinder.“ Und er wird ihr sagen „Unterdrücke deine Stimme vor dem Weinen“, denn es gibt Belohnung für deine Handlung, da du mit ihnen warst und die Söhne sind bereits vom verhassten Land zurückgekehrt, da sie bereits erlöst wurden. Daher „Und deine Kinder sind zu ihrer Grenze zurückgekehrt.“ In Vergangenheitsform, da ihr der Schöpfer antwortete „Denn es gibt Belohnung für deine Handlung“, da das Ende der Korrektur bereits geschah und die Söhne bereits an ihre Grenzen zurückkehrten.
84) „Was nun mich betrifft, als ich von Padan kam, starb mir Rachel.“ Wußte Josef nicht, dass seine Mutter gestorben war? Immerhin war er bei ihr, als sie starb, also warum sagte ihm Jakob das? Es ist eher so: Das obere Israel wird das sagen, wenn wir von der Erlösung Israels kommen, die Shechina wird erwachen, und die Versammlung Israels wird erwachen und Krieg mit den Völkern beginnen. Und es wird in diesem Krieg Tod unter Israel geben, und sie werden schrittweise dem Land näherkommen. Der Schöpfer wird ihr sagen, wenn sie um ihre erschlagenen Söhne weint: „Fürchte dich nicht, es wird für die Söhne, die in einem Krieg für Meinen Namen gestorben sind, Belohnung geben. Andere, die nicht starben, sind bereits zurückgekehrt, und jene, die starben, werden wieder leben bei der Wiederbelebung der Toten.“
85) „Rachel starb bei mir.“ Sie starb für die Vereinigung des Namens des Schöpfers. Ihre Söhne wurden getötet, um den Schöpfer zu heiligen – Kidush haShem. Und es steht darüber geschrieben: „Als es noch ein Stück Weg nach Efrat war.“ Sie starben für die Vereinigung des Namens des Schöpfers außerhalb, im Krieg, der über das Land kommt, weil im Land Israel wird keiner von ihnen sterben, nur um in das Land Israel zu kommen, denn nachdem sie in das Land Israel kommen, sterben sie nicht mehr.
86) Israel war dazu bestimmt, auf dem Weg nach Efrat Krieg zu führen, und viele von ihnen werden sterben. Hinterher werden sie sich zur Wiederbelebung der Toten erheben und zusätzliche Herrschaft wird denjenigen gegeben, die auf dem Weg nach Efrat starben, von all denen, die bereits vor ihnen in Jerusalem waren, gemeint sind solche, die nicht im Krieg umgekommen waren.
87) Und warum wird dieser heilige Ort „Brot“ genannt, da in den Schriften steht, dass Efrat Beit Lechem (Haus des Brotes) ist? Dies ist so, weil es vom Namen des Schöpfers kommt, denn sie werden dort im Kampf in Seinem Namen sterben: Die Hand auf dem Thron von YaH (gesprochen Koh): „Der Ewige wird Krieg gegen Amalek führen.“ Dies bedeutet, dass diejenigen, die dort sterben, den Namen Yud-Hej ergänzen sollen. Dies ist so, weil der Name mit HaWaYaH nicht vollkommen ist, bevor die Erinnerung an Amalek gelöscht wird, und dies ist, warum der Krieg den Namen Yud-Hej mit Waw-Hej vervollständigt. Darum heißt der Name Lechem, vom Wort Milchama (Krieg), da er im Exil kämpfte, weil er kam, um den Namen des Schöpfers zuvervollständigen.
Und Israel sah die Söhne von Josef
88) „Und Israel sah die Söhne von Josef und sagte: ‚Wer sind diese?‘“ Das heißt: „Wer gebar mir jene?“ Der Text will ausdrücken, dass Israel unten sah, dass die Söhne von Israel vor ihn kommen würden, wenn sie „Von Elam, und von Shinar, und von Chamat, und von den Inseln des Meeres“ kommen, und sie werden sich alle versammeln und werden ein großes und zahlreiches Volk sein. Und die Shechina wird sagen: „Wer sind diese? Gibt es in ihnen keine Schuld von fremden Söhnen?“ Und sie werden ihm sagen „Wir alle sind deine Söhne. Es gibt keinen fremden Sohn unter uns“, da sie sich voneinander trennten, das heißt die vermischte Vielzahl wird sich von Israel trennen, und sie werden sich zusammen beschneiden und konvertieren, und die Fremden werden mit Israel zurückkehren, und sie werden zusammen sein.
89) „Und der Ewige wird Mitleid mit Jakob haben und Israel erneut erwählen.“ Wenn die Söhne zu ihrem Land zurückkehren und es Liebe in ihnen gibt – „Der Ewige wird Eins sein und Sein Name Eins.“ Zu dieser Zeit werden sich Fremde mit Israel verbinden und wie Kletten in ihrem Fleisch sein.
90) Warum sind sie wie Kletten? Rabbi Shimon sagte, dass es die Grenzen des Landes betrifft, da jeder im Lande Israel leben wollen wird, und die Pächter werden außerhalb der Grenze erscheinen. Darüber steht geschrieben „Und stärke deine Pflöcke“, was bedeutet, dass die Pflöcke, die vorher bei dir waren, zur Zeit des Exils, stärke und repariere sie mehr als alle anderen Nationen, da du es anscheinend für richtig hieltest, sie zu stärken, während du unter all den anderen Nationen warst, im Exil unter den Nationen, und die Fremden werden zahlreich sein.
Der einzige Unterschied zwischen Israel und den Nationen liegt in Israels Festhalten an der Mittleren Linie, welche die Ebene der Linken einschränkt und sie mit der Rechten Linie vereint, welche die Grenze von Israel ist. Aber die übrigen Nationen ergreifen die Linke Linie und haben kein Verlangen nach der Mittleren Linie.
Am Ende der Korrektur wird sich die Grenze dieses Massach von der Ebene von MaH (45) zum Niveau von AB (72) ausdehnen. Und dann steht geschrieben: „Erweitere den Raum deines Zeltes…zieh lang deine Seile, da sich die Grenze von Israel von der Ebene von MaH zur Ebene von AB ausdehnen wird. Und deshalb endet der Vers mit „Und stärke deine Pflöcke“, was die Grenzen meint. Denn es steht geschrieben: „Denn du sollst dich zur Rechten und zur Linken ausbreiten, und dein Samen soll die Völker beerben.“
Die Völker, die konvertieren werden und im Lande Israel leben, sollen gefürchtet werden, da sie die Grenze völlig durchbrechen werden, und nicht wünschen werden, den großen Massach von AB auf sich zu nehmen, da ihre Wurzel nicht der Same von Israel ist. Deshalb sollten die Pflöcke gestärkt werden, das heißt die Grenzen, da die Zeltpflöcke eine Grenze quer durch das Zelt erschaffen, wie geschrieben steht: „ Und stärke deine Pflöcke, denn du sollst dich zur Rechten und zur Linken ausbreiten, und dein Same soll die Völker beerben.“
Daher sagten sie über die Grenzen des Landes, dass dies der Grund ist, weshalb die Fremden als Kletten betrachtet werden, wegen der Grenzen des Landes. Es ist so, weil zu dieser Zeit jeder im Lande Israel wohnen wollen wird, das heißt, dass alle Fremden von allen Nationen kommen und im Lande Israel sitzen werden, wie geschrieben steht: „Denn du sollst dich zur Rechten und zur Linken ausbreiten, und dein Samen soll die Völker beerben.“ Daher werden die Fremden die Grenzen des Landes durchbrechen, und werden außerhalb der Grenze gesehen werden, wegen der Wurzel ihrer Väter, welche kein Verlangen nach irgendwelchen Grenzen haben. Deshalb steht geschrieben: „Und stärke deine Pflöcke.“
Er will (damit) sagen, dass die Pflöcke, welche zuvor bei dir waren, zur Zeit des Exils, stärke sie und repariere sie mehr als alle anderen Völker. Sie sollten die Grenze stärken, damit sie stark sei, damit die übrigen Nationen sie nicht durchbrechen. Und der Grund, weshalb er von den Pflöcken spricht, welche zuvor bei dir waren, ist, dass sie am Ende der Korrektur keine Awiut (Dicke/Grobheit) haben werden, um MaN für einen Massach und eine Grenze zu erheben. Daher werden sie dann die Awiut benutzen müssen, die sie zuvor hatten, um MaN für einen Massach und eine Grenze zu erheben, da sie scheinbar die Pflöcke stärken müssen, die Massachim (Plural von Massach), so wie sie im Exil unter den Völkern waren. Dies ist so, weil sie nach dem Ende der Korrektur keine ausreichende Awiut für einen Massach haben werden, und sie werden die Awiut benutzen müssen, die sie während des Exils hatten.
Die mir Gott durch dieses gegeben hat
91) „Josef sagte zu seinem Vater: „Diese sind meine Söhne, welche mir Gott durch dieses gegeben hat.“ Das untere Israel, welches „Josef“ genannt wird, wird dann, wenn das obere Israel über ihnen ist, sagen: „Sie sind meine Söhne.“ „Der Schöpfer hat mir die Tora gegeben, welche „Dieses“ genannt wird, und darum wird geschrieben „Durch dieses“.
„Wie viele sind sie“ bezieht sich auf Israel und ihre wahren Gesetze in den Gesetzen der Tora, welche ihnen gegeben wurde. Wenn Israel unter den Flügeln der Shechina weilen, dann wird die Tora „Dieses“ genannt, wie geschrieben steht: „Dieses ist mein Gott, und ich werde Ihn preisen.“ „Wen Gott mir durch dieses gegeben hat“, das ist die Tora. Jedes Mal, wenn David nicht unter den Flügeln der Shechina sprach, sondern das, was kommen wird, prophezeite, dann wird die Tora „Dieses“ genannt, wie geschrieben steht: „Dieses ist das Gesetz (Tora), welches Moses vor die Kinder von Israel gesetzt hat.“
Manchmal wird die Tora „Dieser“ genannt (in der männlichen Form) und manchmal wird sie „Diese“ genannt (in der weiblichen Form). Der Unterschied zwischen ihnen ist der, dass „Dieser“ das Männliche, aktiv und gebend, bedeutet und „Diese“ das Weibliche, das Empfangen der Tat, bedeutet, ohne dass sie irgendeine Tat selbst ausführt. Wie wir gelernt haben, dass Esther der Boden der Welt war.
Wann wird es „Dieser“ (in der männlichen Form) und wann wird es „Diese“ (in der weiblichen Form) genannt? Wenn Israel unter den Flügeln der Shechina im Exil sind, wenn sie Zuflucht unter den Flügeln der Shechina nehmen, dann werden sie die „Bewahrer der Tora“ genannt, weil sie handeln und die Tora ausführen. Zu dieser Zeit wird die Tora als ein Mann angesehen, aktiv, daher wird sie „Dieser“ (in der männlichen Form) genannt. Und wann immer David nicht unter den Flügeln der Shechina sprach, sondern prophezeite, was sein würde, dann wird die Tora „Diese“ (in der weiblichen Form) genannt. Während der Enthüllung der Tora und des Darlegens aller ihrer Geheimnisse wird die Tora als weiblich angesehen und keine Handlung findet in ihr statt. Sie ist wie der Boden der Erde, und aus diesem Grund wird sie „Diese“ (weibliche Form) genannt, wie geschrieben steht: „Diese ist die Tora.“
92) Von diesem lernen wir den Unterschied zwischen „Dieser“ (in der männlichen Form) und „Diese“ (in der weiblichen Form), wenn geschrieben steht: „Wenn ein Heer gegen mich lagern sollte, wird sich mein Herz nicht fürchten, wenn Krieg sich gegen mich erheben sollte, in diese setze ich mein Vertrauen. „Diese“ (weiblich) ist die Tora, welche sein wird, wenn der Messias kommt, wenn die Tora enthüllt ist. Das ist der Grund, warum geschrieben steht: „Und die Stimme der Turteltaube (hebr.: Tor) wird in unserem Land vernommen.“ Es wird Tor geschrieben, in der männlichen Form und nicht Tora (in der weiblichen Form), wie es sonst üblich ist.
Tor ist der Namen der Taube, wie geschrieben steht: „Turteltauben oder junge Tauben. Auch wird die Tora mit einer Taube verglichen, weil die Taube eine angenehme Stimme hat und auch die Tora hat eine angenehme Stimme. Und diese Stimme wird sein, wenn der Messias am Tag des Gerichts kommt, der der Errettung vorausgeht. Zu jener Zeit wird der Messias Gerichtsurteile ausführen und Kriege führen gegen diejenigen Nationen, die Israel versklaven. Aber weil es noch immer nicht an der Zeit ist, die Tora zu enthüllen, wird sie Tor, in der männlichen Form, genannt und sie wird „Dieser“ (männlich) genannt.
93) „Die Blüten der Blumen sind im Land erschienen; die Zeit des Singens ist gekommen und die Stimme der Turteltaube wurde in unserem Land vernommen.“ „Die Blüten der Blumen“ sind die Väter der Merkawa (Streitwagen) – Abraham, Isaak und Jakob – die in der Welt aufsteigen und im Land erscheinen werden.
94) „Die Zeit des Singens ist gekommen“ das ist jenes Lied, das die Leviten singen, wenn sie zu ihrer Arbeit zurückkehren, wie am Anfang. „Und die Stimme der Turteltaube“, das ist die Stimme der Tora in der männlichen Form, welche „Dieser“ (männlich) genannt wird, wovon geschrieben steht: „Den Gott mir durch diesen gegeben hat.“ Dies sind die Worte der Tora, welche angenehm sind, wie die Stimme der Turteltaube, welche „Dieser“ (männlich) ist.
95) Wenn Israel nicht Zuflucht unter den Flügeln der Shechina nimmt, dann steigt das Alef von „Diese“ (weiblich) herab, unter alle Stufen, und das Hej weicht von „Dies ist mein Gott“. Dies ist so, da, als das Haus erst einmal zerstört war, das Hej nicht unter den Götzenanbetern verweilen konnte. Deshalb wurde das heilige Hej vom Namen abgetrennt. Wenn Israel in ihr Land zurückkommen, dann wird das heilige Hej zu „Dieser“ (männlich) zurückkehren und wird weggehen vom Tag des Gerichts und das Alef wird seine Korrektur erhalten und wird zu „Diese“ (weiblich) zurückkehren.
Welches ist wichtiger – das Hej oder das Alef? Das Hej ist wichtiger was die Kedusha (Heiligkeit) betrifft und das Alef ist wichtiger, was die Otiot (Buchstaben = Gefäße) betrifft.
96) „Der die Wasser in der Höhlung Seiner Hand gemessen und die Himmel mit dem kleinen Finger errichtet hat.“ Die Namen, Se („Dieser“) und Tor, gleichen sich, vereinigen sich zusammen. Sajin von Se verbindet sich mit Resh von Tor, und Resh von Tor verbindet sich mit Taw von Tor, und daraus entsteht die Kombination „kleiner Finger“ (Seret). Waw von Tor verbindet sich mit Hej von Se, daraus entsteht Waw-Hej des Namens HaWaYaH, und sie sind seine SA und Nukwa. Der kleine Finger des Schöpfers ist in 670 Jahren, vom Himmel, SA, zur Erde, welche Nukwa ist. Wie das?
Se und Tor bestehen aus zwei Kombinationen:
1. Sajin-Resh-Taw, Waw-Hej;
2. Hej-Waw Taw-Resh-Sajin. Dies bedeutet, dass Hej von Se zu Waw von Tor fortschreitet, und die Entwicklung von Hej weist auf Bina hin, die an SA, Waw, gibt. Waw rückt an Taw von Tor, Taw zu Resh von Tor, und Resh zu Sajin von Se.
Mit anderen Worten, die Kombination der zwei Hej-Waw und Taw-Resh-Sajin ist 670 Jahre vom Himmel zur Erde; das bedeutet die Ebene des Lichts, die vom Himmel, SA, zur Erde, Nukwa, weitergegeben wird. Es deutet darauf hin, dass ihr dreißig vom siebten Jahrhundert fehlen, dies ist das fehlende GaR auf dieser Ebene. Und obwohl dort nur 607 (Taw-Resh-Sajin) sind, wird die sieben mit zehn multipliziert, und dann sind es 670.
Dadurch sagt er uns, dass sich zwei Kombinationen aus den Namen Se und Tor erheben, welche gleich sind wie eine:
1. Waw-Hej Sajin-Resh-Taw, SA, der Himmel, wenn er für sich selbst ist;
2. Hej-Waw Taw-Resh-Sajin, SA, die Ebene des Gebens an die obere Nukwa. Es wurde geschrieben: „Es soll quadratisch und doppelt gefaltet sein, ein kleiner Finger in der Länge und ein kleiner Finger in der Weite.“ „Ein kleiner Finger in der Länge“ ist die Stufe des Gebens von SA, 670, welches in Gematria Sajin-Resh-Taw ist. „Und ein kleiner Finger in der Weite“ ist SA selbst.
97) „Und er sagte: ‚Bring sie bitte zu mir, und ich werde sie segnen.‘“ Weil sich die Söhne mit den Worten der Tora beschäftigen, wie Josef sagte: „Den Gott mir durch dies gegeben hat,“ „Dies“ ist die Tora, und es gibt ein Maß von „Dies“ zwischen ihnen „Und ich werde sie segnen.“
98) Es steht geschrieben: „‚Wie ist dein Name?’ Und er sagte: ‚Jakob’“ Der Name Jakob weist auf Katnut hin und auf Zufriedenheit ohne Mochin zu sein. Nachher steht geschrieben: „Und Jakob fragte ihn und sagte….‚Warum fragst du nach meinem Namen?‘“ Ein Name weist auf Erkenntnis hin. Bezüglich der anderen Sache – dass du sagtest, dass dein Name Jakob war – das bedeutet, dass du dich auf Katnut einläßt und nicht Erkenntnis und Erkennen des Schöpfers suchst. „Und Jakob fragte ihn und sagte…‚Warum fragst du nach meinem Namen?‘ Und er segnete ihn dort.“ Dies bedeutet, dass er ihm sagte, dass er nicht dazu ausersehen ist, sie zu segnen, sondern nur Dank „Dieser“ (männliche Form).
99) Tora wird „Dieser“ (männliche Form) genannt. Es steht geschrieben: „Dieser Sinai, in der Gegenwart des Schöpfers, des Gottes Israels.“ Sinai ist die Tora, die am Sinai gegeben wurde. Auch als die Tora durch Moses gegeben wurde, wurde über ihn gesagt: „Denn dieser ist Moses, der Mann.“ Es steht auch geschrieben: „Dieser ist mein Gott, und ich werde Ihn preisen,“ das bedeutet, dass die Tora, „Dieser“ genannt, vor dem Gott Israels herunterkam, und dann sagten sie: „Dieser ist mein Gott.“
Und die Augen von Israel waren vom Alter getrübt
100) „Und die Augen von Israel waren vom Alter getrübt.“ Dies ist Israel unten. Und dies ist der Grund, warum du keinen Vers wie diesen in der ganzen Tora findest. Dies ist, weil, wenn Israel alle Tage dieser Zerstörung im Exil sind, sind wir alt geworden und könnten nicht das Antlitz der Shechina sehen, bis ein anderer Geist in sie kommt.
101) Vorher waren sie in ihrem Exil unter den Völkern verschandelt und folgten nicht den Gesetzen der Tora, wie sie hätten sollen. Sie befanden sich lange Zeit, Generation um Generation, unter den Fremden, und lernten von ihrer Art und Weise, wie es geschrieben steht: „Und sie vermischten sich mit den Völkern und erlernten ihre Verhaltensweisen.“ Als sie in ihr Land zurückkehrten, konnten sie am Anfang das Antlitz der Shechina nicht sehen, bis der Schöpfer Seinen Geist in sie legte.
102) Darüber steht geschrieben: „Und Ich will Meinen Geist in sie legen.“ Danach „Und (Ich werde) dich veranlassen, Meinen Statuten zu folgen, und du sollst Meine Gesetze einhalten und sie befolgen“, denn nachdem Ich Meinen Heiligen Geist in dich lege, wirst du Meinen Statuten folgen und in ihnen gehen.
103) „Angesichts des Antlitzes eines Königs ist Leben, und seine Gunst ist wie eine Wolke im Frühlingsregen.“ Dies ist so, weil, wenn sie das Antlitz der Shechina des Schöpfers annehmen und sich auf jene Merkawot (Streitwagen) einlassen, von welchen die Tiere der Welt kommen, die Tiere, die die Merkawa (Einzahl von Merkawot) tragen, wie in Hesekiel geschrieben steht, wird über sie gesagt: „Angesichts des Antlitzes eines Königs ist Leben.“
104) Du wirst in diesen Versen nicht finden von dem Teil „Und Jakob lebte“ und bis dahin, dass sie vom Schöpfer sprechen. Obwohl sie sich mit der Erlösung beschäftigen, wenn Jakob steht, bezieht es sich auf den höheren Jakob oder das höhere Israel, den Schöpfer. Warum spricht der Text in einer Sprache und im Namen von Menschen?
Es ist so, weil, wenn sie in ihr Land zurückkehren und der Schöpfer ihnen den Geist von Chochma (Weisheit) gibt, wird ihre Sprache immer über den Schöpfer sein, wie es geschrieben steht: „Auch Meine Zunge wird den ganzen Tag Deine Gerechtigkeit äußern.“ Dies ist so, weil die Verse bis dahin vom Kommen in das Land sprechen, ehe der Schöpfer den Geist von Chochma in sie legte. Deswegen sprechen sie im Namen der Menschen und der Name des Schöpfers wird nicht ausdrücklich erwähnt.
Und Jakob lebte
105) „Dein Volk sind alle Gerechten und werden das Land ewig besitzen.“ Israel ist glücklicher als all die Götzenanbeter, weil der Schöpfer sie „Gerechte“ nannte, um ihnen immerwährende Erbschaft in der nächsten Welt zu vermachen und um sie in dieser Welt zu beglücken. Darüber steht geschrieben: „Dann sollt ihr euch im Ewigen erfreuen.“ Da Israel sich an den Körper des Königs, die Mittlere Linie, anhaftet, wie geschrieben steht: „Ihr aber, die ihr dem Ewigen, eurem Gott, anhanget, seid alle heute am Leben.“
106) „Dein Volk sind alle Gerechten und werden das Land ewig besitzen.“ Dieser Vers hat eine erhabene Bedeutung unter den Erntehelfern des Feldes, denjenigen die mit dem Empfang der Früchte ihrer Arbeit auf dem höheren Feld, Nukwa, belohnt werden. Es gibt niemanden, um das Grundstück der Erbschaft des Landes, der Nukwa, zu erben, außer demjenigen der „Gerechter“ genannt wird, da Nukwa sich an ihn anhaftet, damit die bitteren Dinim in ihr versüßt werden. Darum erbt der Gerechte die Shechina.
107) Mit der Liebe des Schöpfers für Israel, sagte Er: „Und dein Volk wird aus Gerechten bestehen.“ Aus diesem Grund „Und (Sie sollen) das Land ewig besitzen“, da sie es würdig sind die Shechina zu erben, weil ein Gerechter die Shechina erbt.
Israel wird „Gerechte“ genannt und es erbt die Shechina, weil es beschnitten wurden. Dies ist so, weil jeder, der beschnitten ist und dieses Erbteil, die Shechina, betritt, hält diesen Bund, tritt ein, und hält sich fest am Körper des Königs. Mit anderen Worten wird er eine Merkawa für SA und betritt diesen Gerechten, welcher eine Merkawa für Jessod wurde. Aus diesem Grund werden Israel „Gerechte“ genannt. Daher „(Sie sollen) das Land ewig besitzen“, das Land der Lebenden, die Shechina.
108) „Eine von mir angelegte Pflanzung, ein Werk Meiner Hände, mir zum Ruhm.“ „Eine von mir angelegte Pflanzung“ ist der Zweig dieser Zweige, die der Schöpfer pflanzte als Er die Welt erschuf. Darüber steht geschrieben: „Und der Ewige, Gott, pflanzte einen Garten im Osten.“ Dieses Land ist eines dieser Pflanzungen, Nukwa. Darum steht geschrieben: „Eine von Mir angelegte Pflanzung, ein Werk Meiner Hände, Mir zum Ruhm.“
109) „Dein Volk wird aus Gerechten bestehen“ ist Jakob und seine Söhne, welche nach Ägypten unter die Trotzköpfe abgestiegen waren, und sie wurden alle als Gerechte befunden. Darum steht über sie geschrieben: „(Sie sollen) das Land ewig besitzen“, da sie von dort, von Ägypten, aufstiegen, um das heilige Land zu erben.
110) „Und Jakob lebte im Land von Ägypten.“ Warum ist dieser Abschnitt unverständlich, denn es gibt überhaupt keinen Platz im Buch der Tora zwischen dem Ende des Wochenabschnitts WaJigash (Juda kam heran) und dem Anfang des Wochenabschnitts WaJechi (Und Jakob lebte)? Als Jakob starb, waren die Augen Israels geschlossen, weil sie dann, nach Jakob’s Tod in das Exil abstiegen und die Ägypter sie versklavten.
111) „Und Israel lebte im Land Ägypten, in dem Land Goshen, und sie nahmen es an sich, und waren fruchtbar und vermehrten sich in hohem Maße“, da sie dort die Freuden des Königs hatten. Anschließend steht geschrieben „Und Jakob lebte“, in einer Abfolge, ohne einen Raum zwischen ihnen, darauf verweisend, dass sie in des Königs Freuden waren und Genüsse und Freuden für sich selbst empfingen.
112) In Ägypten wird dies „Und lebte“ genannt, da dies für ihn als Leben betrachtet wird. Nach alledem wurde er während seines Lebens nicht „Und lebte“ genannt, da sein ganzes Leben in Sorge und Leiden bestand, wie geschrieben steht „Mir war nicht behaglich“, in dem Haus von Laban, „Und ich war nicht ruhig“ von Esau, „Und ich ruhte nicht“ von Dina und Shechem, „Und Ärger kam“, der Ärger über den Verkauf von Josef.
Und nachdem er nach Ägypten abstieg, wurde er „Und lebte“ genannt. Er sah seinen Sohn als König, er sah alle seine Söhne rein und gerecht, alle sind in immerwährenden Genüssen und Leckereien, und er sitzt unter ihnen wie ein guter Wein, der auf seiner Hefe ruht. Und dann wird er „Und Jakob lebte“ genannt. Aus diesem Grund trennt er nicht und lässt keine Lücke zwischen „Waren fruchtbar und vermehrten sich in hohem Maße,“ und „Jakob lebte“ da es so sein sollte, da sie eine Abfolge sind.
113) Aus welchem Grund steht geschrieben: „Und Jakob lebte im Land Ägypten siebzehn Jahre?“ Alle Tage Jakobs waren in Kummer. Als er Josef sah und vor ihm stand, gemeint ist als Jakob Josef ansah, wurde seine Seele vervollständigt, als ob er Josefs Mutter sehen würde, da Josefs Schönheit der Schönheit von Rachel ähnelte, und es schien ihm, als ob er niemals Kummer gekannt hätte.
114) Als Josef ihn verließ, wurden die Worte „Ich war nicht gelassen, und ich war nicht still, und ich hatte keine Ruhe, und der Ärger kam“ wahr. Denn diese Sorge wurde für Jakob schwerer als alles, was er jemals erlebt hatte. Und als Josef ihn verließ, steht geschrieben: „Josef war siebzehn Jahre alt.“ Und in allen Tagen Jakobs hat er keine solche Trauer gekannt, und er weinte jeden Tag für diese siebzehn Jahre von Josef.
115) Ihm wurde von Oben geantwortet: „Und Josef soll seine Hand auf deine Augen legen.“ Hier hast du siebzehn weitere Jahre—in Genüssen, Leckereien, Freuden und Vergnügen, wie geschrieben steht: „Und Jakob lebte siebzehn Jahre im Lande Ägypten.“ All diese Jahre war die Shechina des Ruhms des Schöpfers mit Ihm, und aus diesem Grund werden diese Jahre in Ägypten „Leben“ genannt.
116) „Und der Geist von Jakob, ihrem Vater, lebte wieder auf.“ Das bedeutet, dass sein Geist am Anfang tot war. Auch beabsichtigte er nicht fortzusetzen und einen weiteren Geist zu empfangen, da der obere Geist an einem leeren Ort nicht anwesend ist. Die Shechina ist nur in einem vollständigen Ort anwesend, und nicht an einem mangelhaften Ort oder einem Ort der Traurigkeit, sondern an einem angemessenen Ort — einem Ort der Freude. Aus diesem Grund waren all jene Jahre, als Josef von seinem Vater getrennt war, und Jakob traurig war, die Shechina nicht über ihm.
117) „Dient dem Ewigen mit Fröhlichkeit; kommt vor Ihn mit Gesang.“ Es gibt keinen Dienst des Schöpfers, außer aus der Freude heraus. Die Shechina ist nicht anwesend in Traurigkeit, wie geschrieben steht: „‚Und nun bringt mir einen Spieler.‘ Und es trug sich zu, dass als der Spieler spielte.“ Es wird drei Mal „Spielen“ geschrieben, um den Geist von der Quelle der Vollkommenheit, SA, zu erwecken, welcher drei Linien einschließt, was der vollständige Geist ist. Das dreifache „Spielen“ bezieht sich auf diese drei Linien.
118) Alles ist anwesend von den vier Richtungen, welche die drei Linien in SA sind—Süden, Norden, Osten und die Shechina, welche die drei Linien empfängt, welche die West-Richtung sind. Die drei Welten BYA und alles in ihnen kommen aus ihnen hervor, und alle Wurzeln in den oberen und unteren Welten haften sich an sie.
Die Rechte Linie, Süden, tritt ein und leuchtet. Die Linke Linie, Norden, kommt heraus und leuchtet nicht, da sie ohne die Rechte Linie nicht leuchtet. Sie blockiert die Mittlere Linie, den Osten, welcher vor seinem Siwug mit Nukwa nur in verdecktem Chassadim leuchtet. Er erklärt Nukwa, welche in enthüllten Chassadim leuchtet während des Siwug mit SA, welcher die West-Richtung ist. Alle Richtungen vereinen sich miteinander, vermischen sich miteinander, und dann sind sie die Väter von allem, da die gesamte Realität, BYA, sich aus ihnen erstreckt und aus ihnen geboren wird.
119) „Nur eure Väter hat der Ewige begehrt.“ „Eure Väter,“ eigentlich drei—Abraham, Isaak und Jakob. Es steht da „Nur“, wirklich nur, dass es nicht mehr gibt als diese drei, und von ihnen verzweigen sich alle anderen und finden Halt, das heißt alle Stufen in BYA. Sie erheben sich für MaN zu SoN, um den Namen zu krönen, um neue Mochin zu Nukwa auszudehnen, welche „Name“ genannt wird.
Zwei Kamele
120) Seit dem Tage, an dem Rabbi Shimon aus der Höhle kam, war nichts vor den Freunden verborgen. Sie betrachteten die erhabenen Geheimnisse und sie wurden in ihnen enthüllt, genauso wie sie zu der Zeit am Berg Sinai gegeben worden waren. Nachdem Rabbi Shimon gestorben war, wurden die Quellen der Tiefe und die Fenster des Himmels verschlossen. Die Quellen der Weisheit wurden stillgelegt. Die Freunde dachten über diese Dinge nach, aber ihnen war es nicht gegeben, deren Bedeutung zu erkennen.
121) Eines Tages saß Rabbi Jehuda am Tor von Tiberias und sah zwei Kamele, die ein Bündel kostbarer Wollgewänder von ihren Schultern abschüttelten. Die Last der wollenen Gewänder fiel herab, und es kamen Vögel zu der Stelle, wo die Last hinfallen sollte. Und bevor die Gewänder sie erreichten, wurden die Vögel gespalten.
122) Danach kamen ein paar Vögel und liefen über die Vögel, die gespalten waren und sie blieben auf dem Felsen, wurden aber nicht gespalten. Sie schrien die Vögel an, um sie von den gespaltenen Vögeln wegzujagen, aber sie bewegten sich nicht von ihnen weg. Sie hörten eine Stimme, die Krone ruht über den Kronen im Dunkeln, und ihr Herr ist draußen.
123) Die Reihenfolge der Ausdehnung der Mochin erfolgt in drei Punkten – Cholam, Shuruk, Chirik. In Cholam bleiben die Lichter von WaK ohne Rosh nach der Abspaltung der Stufe durch die Kraft des Aufstiegs von Malchut zu Bina, welche Lichter von Chassadim und der Rechten sind. Shuruk ist die Rückkehr der halben Stufe auf ihren Platz, und die Lichter von GaR kommen darin noch einmal, werden jedoch als GaR de Achor (GaR der Rückseite) angesehen, da sie Chochma ohne Chassadim sind, welche nicht scheinen kann. Nach dem Erscheinen von diesen GaR gefrieren daher alle Lichter der Stufe und es wird dunkel. Dies ist die Linke Linie.
Chirik kommt, um die Linke Linie zu korrigieren, damit sie sich vermischt und mit der Rechten Linie vereint. Daher wird der Massach von Bchina Alef erhoben, welcher nochmals WaK ohne Rosh ausdehnt. Zu dieser Zeit gibt sich die Linke Linie geschlagen und vereint sich mit der Rechten, und Chochma kleidet sich in Chassadim der Rechten. Dadurch kommen GaR de Panim (GaR der Vorderseite) hervor.
Der Punkt von Chirik, die Mittlere Linie, kommt ebenfalls in drei Ordnungen hervor – Cholam, Shuruk und Chirik. Zuerst erscheint die Wurzel des Massach de Chirik, der Massach de Manula (Schloß), von Zimzum Alef (erste Einschränkung) welcher der einzige ist, vor dem die Linke Linie kapituliert. Zu dieser Zeit verschwinden GaR de Achor sofort von der Linken Linie.
Jedoch wurde er, durch die Enthüllung dieses Massach, noch immer nicht würdig für den ewigen Empfang von GaR. Daher muss er durch den Aufstieg von Malchut zu Bina nochmals verkleinert werden. Zu dieser Zeit erscheint der Punkt von Cholam der Mittleren Linie, die verkleinerte Malchut. Und obwohl sie ebenfalls WaK ohne GaR ist, sind diese WaK für die Aufnahme von GaR geeignet, weil sie im Massach de Miftecha (Schlüssel) sind.
Danach erscheint der Punkt von Shuruk, damit sind GaR de Achor und das Gefrieren der Lichter gemeint, da sie in Chochma ohne Chassadim sind. Letztendlich geschieht der Siwug am Massach de Chirik in Bchina Alef noch einmal durch Erheben von MaN, und dann vereinen sich die Rechte und die Linke Linie miteinander, Chochma kleidet sich in Chassadim, und GaR de Panim kommen hervor. Daher muss der Punkt von Chirik, die Mittlere Linie, auch auf diesen drei Punkten – Cholam, Shuruk, Chirik – hervorkommen.
Seelen, die unter der Herrschaft der Linken Linie, dem Punkt von Shuruk, eingetaucht sind, empfingen die Form von Kamelen. Sie werden „ein Kamel, das eine schwere Last trägt“ genannt, weil all die erhabenen Stufen, die diese Seelen eingefroren haben, dunkel geworden sind, und sie konnten sie nicht genießen. Letztendlich wurden sie zu einer schweren Last für sie, bis ihr einziger Wunsch war, sie loszuwerden. Deshalb sind sie wie Kamele, da ein Kamel, auch wenn es alle Schätze und Glück trägt, sie verabscheuen wird, und sie werden eine Bürde sein, da es kein Interesse daran hat, sich daran zu erfreuen.
Es steht geschrieben „Und sah zwei Kamele, die ein Bündel wertvoller Wollstoffe von ihren Schultern warfen“, da er diese Seelen sah – auf denen der Massach de Chirik erscheint – um sie vor der Herrschaft der Linken zu schützen und um sie mit der Rechten zu vereinen. Er sah die Seelen, während sie von sich die wertvollen Wollstoffe entfernten und wegwarfen, das bedeutet die Stufen, die auf ihnen gefroren waren und eine schwere Last für sie wurden. Und durch die Erscheinung des Massach de Chirik als Wurzel, das bedeutet der Massach de Zimzum Alef, der die Linke Linke zurück zu WaK bringt, fielen die wertvollen Wollstoffe von ihnen ab, das bedeutet die Stufen von GaR, welche eine Bürde wurden.
„Vögel kamen an diesen Platz“ verweist auf die Stufe von GaR, welche sich von den Kelim de Ima, Bina, ausdehnt und welche der Fehler des Fallens der Ladung nicht erreicht. Und obwohl der Fehler des Fallens der Ladung sie nicht erreicht, waren sie noch immer geteilt, das bedeutet, dass die Versüßung des Aufstiegs zu Bina auf ihnen erschien, und dieser Aufstieg teilt die Stufen in zwei Hälften:
Keter – Chochma mit den Lichtern von Nefesh – Ruach bleiben auf der Stufe, und Bina, Tiferet und Malchut fallen unter die Stufe. Dies ist nochmals die Enthüllung des Punktes von Cholam in der Mittleren Linie, wodurch sie für die Aufnahme von GaR nochmals geeignet gemacht wurden.
Nachher, als sie Katnut von Cholam empfingen, wurden sie auch für die Aufnahme von GaR de Achor geeignet, damit ist der Punkt von Shuruk der Mittleren Linie gemeint. Deshalb steht geschrieben: „Nachher kamen einige Vögel und gingen auf den Vögeln, die gespalten waren.“ Das bedeutet, dass das GaR der neuen Vögel sich auf die Abspaltung verließ, die den vorigen Vögeln passierte, denn ohne ihre Abspaltung würde es keine Enthüllung dieser GaR des Punktes von Shuruk geben. „Und blieben auf dem Felsen“ bedeutet, dass ihre Lichter wieder einfroren, und sie wurden wie ein Felsen, wie die Natur des Punktes von Shuruk.
Um SoN von Achoraim zurückzubringen, ist der Punkt von Chirik der Mittleren Linie erforderlich, welche GaR de Panim zu den Seelen zurückbringt. Es ist auch eine Korrektur, die zu SA Chassadim in Panim und in Achor bringt. Aus diesem Grund entfernen sich zu dieser Zeit all die Searot (Haare) von vorne und von hinten. Searot sind Dinim, von dem Wort Searot („Stürme“, es wird hier ein wenig anders geschrieben). Das bedeutet, dass die Stürme und die Dinim von Rosh SA von vorne und von hinten entfernt werden, da all die Dinim von SA entfernt werden müssen und an Nukwa gegeben werden müssen.
Nachher paaren sich SA und Nukwa und die Searot entfernen sich ebenfalls von Nukwa, aber nur von GaR der Panim, der Platz des Siwug mit SA de Panim. Aber in ihrem GaR de Achor bleiben all die Dinim, um die Bösen zu bestrafen, die von diesen GaR de Achor saugen wollen.
(124-128 fehlen in Sohar LaAm)
Mein ist das Silber, und Mein ist das Gold
129) Es steht geschrieben: „Und sie sollen das Gold nehmen, und das Himmelblau, und das Purpur, und den Scharlach und das feine Leinen.“ Es wird nicht erwähnt: „Silber.“ Und dennoch heißt es in der Gabe für den Tempel: „Silber und Gold.“ Auch erwähnt es nicht „Kupfer“, obwohl Silber und Kupfer in der Aufzählung der Gabe des Tempels (aufgeführt) waren, aber hier werden sie nicht erwähnt, in den Gewändern des Hohepriesters.
130) Es gibt Gold, welches dem Silber vorausgeht, und es ist Bina, wie geschrieben steht: „Aus dem Norden kommt eine goldene Pracht hervor.“ In der Gabe des Tempels steht Silber und Gold geschrieben, wobei das Gold von größerem Wert ist als Silber, welches Chessed de SA ist. Und es gibt Gold, welches unter dem Silber ist, Gwura de SA. Es wird ebenfalls „Gold“ genannt, wie geschrieben steht: „Mein ist das Silber und Mein ist das Gold, sagt der Ewige.“ Bina, welche HaWaYaH genannt wird, sagt „Mein ist das Silber“, was Chessed de SA meint, „Und Mein ist das Gold“, was Gwura de SA meint, wie geschrieben steht: „Die Himmel sind Himmel für den Ewigen.“ Himmel ist SA. „Himmel für den Ewigen“ sind von Bina, welche HaWaYaH genannt wird. „Mein ist das Silber und Mein ist das Gold, sagt der Ewige“ ist ebenfalls Bina, welche sagt „Mein ist Chessed und Gwura de SA“, welche „Silber“ und „Gold“ genannt werden, „Denn sie stammen von Mir“.
131) Die heiligen Gefäße sind die Gewänder des Hohepriesters, wie geschrieben steht: „Sie sind heilige Gewänder.“ Sie sind wie AwI, welche „heilig“ genannt werden, da der Hohepriester als der obere Aba betrachtet wird, daher werden seine Kleider „heilige Gewänder“ genannt.
132) Dem Hohepriester oben, Aba, steht der Hohepriester unten gegenüber. Die Gewänder des Ruhms von Aba entsprechen den Gewändern des Ruhms des Hohepriesters unten. Aus diesem Grund ist, wie Aba Heiligkeit ist, der Hohepriester Heiligkeit. Und wie die Gewänder des Ruhmes von Aba heilige Gewänder sind, so sind die Gewänder des Hohepriesters heilige Gewänder.
Es gibt kein Silber und kein Kupfer in den Gewändern des Hohepriesters, weil sie einem anderen Ort zugeordnet sind, und sich nicht auf die oberen AwI beziehen, wie geschrieben steht: „Alle Säulen um den (Gerichts-)Hof sollen mit Silber versehen sein.“ Es steht auch geschrieben „Und ihre Sockel aus Kupfer“, welche die Gefäße sind, die für das Zelt der Begegnung, Nukwa de SA, verwendet werden sollen, um diese zu benutzen.
133) Jedoch soll niemand mit dem Öl des heiligen Balsams auf seinem Kopf Gewänder des Ruhmes des Hohepriesters benutzen, da er in diesen Gewändern demjenigen oben gleicht — dem oberen Aba. Deshalb steht nur Gold in Bezug auf sie geschrieben, das heißt obere Bina, von welchen die Gewänder des oberen Aba kommen, und nicht Silber und Kupfer, welche von SoN sind, und überhaupt nicht als Hohepriester betrachtet werden, sondern als die Säulen des Hofes.
Und die Zeit näherte sich für Israel zu sterben
134) „Und die Zeit näherte sich für Israel zu sterben.“ Wehe der Welt, denn die Menschen sehen nicht, hören nicht und wissen nicht, dass jeden Tag die Stimme des Herolds in 250 Welten ertönt.
Das Leuchten des Siwug der Nacht wird von der Linken beherrscht. Das unvollständige Leuchten von Chochma wird „Herold“ oder „die Stimme des Herolds“ genannt, da ein vollständiger Siwug des Tages „Stimme“ und „Rede“ genannt wird. Bina beinhaltet fünf Sefirot KaCHaB TuM oder CHaGaT Nezach-Hod, und sie sind fünf Welten. Da die Sefirot von Bina in Hundertern sind, betragen sie fünfhundert Welten. Durch den Aufstieg von Malchut zu Bina, wurde sie in zwei Hälften geteilt. 250 Welten verblieben in Bina, und die 250 unteren Welten fielen von ihr und außerhalb der Stufe. Obwohl in Gadlut diese 250 Welten zu Bina zurückkehren, werden sie noch als Achoraim von Bina angesehen, und die 250 oberen Welten werden als Panim von Bina betrachtet.
Wenn der Mitternachts-Siwug, dessen Leuchten „ein Herold“ genannt wird, in den 250 Welten, die von Bina abfielen, stattfindet, wird die Stimme des Herolds in ihnen gehört und bringt sie zu ihrer Stufe, zu Bina, zurück.
Auch in allen Stufen unter Bina wird jede durch die Stimme dieses Herolds vervollständigt, alle Halbstufen, die von ihnen abfielen, kehren zu ihren Stufen zurück und werden vervollständigt.
135) Eine Welt ist oben bekannt – Nukwa. Wenn der Herold herauskommt und sie ergänzt, erschüttert diese Welt und schreckt auf, weil dieser Siwug von der Herrschaft der Linken kommt, welche die Dinim wachruft. Zwei Vögel kommen heraus, die von dieser Welt aufsteigen. Ihre Behausung ist unter dem Baum, in welchem es die Vision von Leben und Tod gibt.
Zwei Vögel sind zwei Funken von CHuB von Nukwa, die in die Klipot zur Zeit der Sünde des Baumes der Erkenntnis mit den Kelim de Achoraim von Nukwa abfielen, zu welcher Zeit sie in die Klipot abstiegen. Mit dem Mitternachts-Siwug, welcher die Kelim de Achoraim zurückbringt – jene, die von Nukwa abfielen und sie in Nukwa zusammenfügen – kehren die zwei Vögel mit jenen Kelim de Achoraim zum Guf (Körper) von Nukwa zurück.
Wenn der Herold herauskommt – das bedeutet das Leuchten des Mitternachts-Siwug – kommen jene zwei Vögel, deren Behausung unter dem Baum ist, in welchem es die Vision von Leben und Tod gibt, und welche sich von Nukwa entfernten und zu den Klipot abfielen, heraus und verbinden sich erneut mit Nukwa, das heißt in Achoraim de Nukwa, genannt „unter dem Baum, in dem es die Vision von Leben und Tod gibt“. Dies ist so, weil „unter“ bedeutet Kelim de Achoraim, und Nukwa wird „der Baum von Gut und Böse“ genannt. Und die Behausung von jenen Vögeln ist dort, weil sie mit ihnen zu den Klipot herabstiegen und sich von dort mit ihnen erheben.
136) Ein Vogel kommt im Süden heraus, rechts – derjenige, der von einem Funken von Chochma kommt. Ein Vogel kommt auch im Norden heraus, links -derjenige, der von dem Funken von Bina kommt. Einer kommt heraus, wenn der Tag leuchtet, von Chochma, und einer, wenn der Tag dunkel wird, zur Abendzeit, nach der Hälfte des Tages, von Bina. Jeder ruft und verkündet, was er von diesem Herold hört. Mit anderen Worten, sie scheinen im gleichen Ausmaß, das sie vom Leuchten des Mitternachts-Siwug, „ein Herold“ genannt, empfingen.
137) Anschließend, wenn sich die Nacht verdunkelt, wünschen sie sich an ihren Ort, zu Achoraim de Guf von Nukwa, zu erheben, welche ihr Wohnsitz ist, aber ihre Beine fallen in das Loch der großen Tiefe. Dies ist so, weil am Anfang der Nacht sich die Dinim stark vermehren und die Kelim de Achoraim von Nukwa ein weiteres Mal in die Klipot von Brija, „das Loch der großen Tiefe“ genannt, fallen, und die Vögel fallen und werden mit ihnen zusammen gefangen. Sie sind in ihr bis Mitternacht gefangen. Wenn die Hälfte der Nacht verstrichen ist und der Mitternachts-Siwug stattfindet, ruft der Herold, wie geschrieben steht: „Wie Vögel, die in der Schlinge gefangen sind.“ Dies ist so, weil sie durch das Leuchten des Siwug, „Herold“ genannt, gerettet werden und aus der Schlinge herauskommen und sich wieder mit Azilut verbinden, mit ihrem Wohnsitz, wie am Anfang. So ist es jeden Tag.
138) Wenn des Volkes Füße gefangen sind und ihre Tage näherkommen, wird dieser Tag „Der Tag des Ewigen, an dem der Geist Ihm zurückgeben werden muss“ genannt. Zu dieser Zeit verlangt die heilige Keter (Krone) des Menschen Geist, wie geschrieben steht „Die Tage deiner Jahre sind siebzig Jahre“, dies ist Keter, die siebte von allen, gemeint ist Nukwa, die siebte Sefira, welche alle Sefirot abschließt.
139) Und wenn Nukwa zu einer Person von der Seite von Gwura kommt, was Bina über den sieben Sefirot CHaGaT NeHJM ist, steht geschrieben „Oder aufgrund von Stärke (Gwurot), [so sind es] achtzig Jahre“, da Keter von Gwura die achte ist. Fortan gibt es keinen Raum für die Fortführung des Lebens, weil es an einem Ort, an dem es kein Fundament gibt, kein Gebäude geben kann. Keter bedeutet Sefira. Des Menschen Seele ist aus SoN geboren, welche sieben Sefirot CHaGaT NeHJM sind. Jede von ihnen besteht aus zehn, daher sind sie siebzig. Darum ist die Zahl dieser siebzig Sefirot so wie geschrieben steht: „Die Tage Jakobs, die Jahre seines Lebens.“ Mit Bezug zu den Kelim beginnen sie von oben an abwärts. Daher sind die ersten zehn Jahre seines Lebens von Chessed, die zweiten sind von Gwura, bis zu den letzten zehn Jahren, welche Malchut sind. Und dann hat er niemanden, von dem er empfangen könnte und daher stirbt er, da er nun keine Grundlage der oberen Sefirot de SoN mehr besitzt, aus denen er Vitalität empfängt.
Und wenn die Wurzel seiner Seele von Bina stammt, welche Gwura ist, wie geschrieben steht „Ich bin Bina, Gwura ist meins“, dann sind die Jahre seines Lebens achtzig. Und wenn er länger als diese lebt, ist es Arbeit und Leiden, da er niemanden hat, von dem er saugen kann.
140) Glücklich sind die Gerechten, wenn der Schöpfer wünscht, ihre Geister zu Sich zurückzubringen und den Geist heranzuziehen, der in ihnen ist. Wenn der Schöpfer wünscht, den Geist zu Sich zurückzubringen, wenn er gerecht ist, ist der Geist so wie geschrieben steht: „Und der Geist wird zu Gott, der ihn gab, zurückkehren.“
141) Und wenn er nicht gerecht ist „Weh diesem Geist, da er in brennendem Feuer baden muss und so korrigiert werden wird, damit er in den Körper des Königs, den Schöpfer, gesogen wird.“ Und wenn er nicht korrigiert wird, wehe diesem Geist, welcher wie ein Stein in einer Schleuder rollt, wie geschrieben steht „Aber die Seele deiner Feinde wird Er herausschleudern mit der (Aushöhlung einer) Schleuder.“ Und wenn dieser Geist belohnt wird, wie gut ist es, was ihn in der Welt erwartet, da geschrieben steht „Kein Auge hat gesehen“.
142) Wenn jemandes Tage sich dem Sterben nähern, erklärt man ihm in der Welt dreißig Tage lang, dass seine Zeit zu sterben gekommen ist. Sogar die Vögel im Himmel erklären es ihm. Und wenn er gerecht ist, wird es ihm dreißig Tage lang unter den Gerechten im Garten Eden erklärt.
143) Während jeder dieser dreißig Tage fährt die Seele jede Nacht aus ihm heraus und sieht ihren Platz in dieser Welt, und diese Person weiß nichts davon und bemerkt nichts. Er beherrscht seine Seele in all diesen dreißig Tagen nicht wie zuvor. Es steht darüber geschrieben: „Kein Mensch beherrscht den Geist, um den Geist einzusperren.“ Wenn jene dreißig Tage beginnen, wird jemandes Abbild verdunkelt und es wird verhindert, dass die Form des Bildes, welches auf der Erde gesehen wird, gesehen werden kann.
Rabbi Jizchak saß und war traurig
144) Eines Tages saß Rabbi Jizchak vor der Türe von Rabbi Jehuda und war traurig. Rabbi Jehuda kam heraus und fand ihn traurig vor seiner Tür sitzend. Er sagte ihm: „Wie unterscheidet sich dieser Tag von anderen Tagen?“
145) Er sagte ihm: „Ich bin gekommen, um drei Dinge von dir zu erbitten. Eines: Wenn du Worte der Tora sprichst und jedes der Worte erwähnst, die ich sagte, dann sage sie in meinem Namen, um meinen Namen zu erwähnen. Noch eines: Belohne meinen Sohn Josef mit der Tora. Und noch eines: Während aller sieben Tage der Trauer komm an mein Grab und bete dein Gebet für mich.“
146) Er sagte ihm: „Wie weißt du, dass du sterben wirst?“ Rabbi Jizchak berichtete ihm: „Meine Seele verlässt mich jede Nacht und scheint für mich nicht wie vorher in einem Traum. Außerdem, wenn ich bete und ‚Wer ein Gebet hört‘ erreiche, blicke ich auf meinen Schatten auf der Mauer und sehe ihn nicht. Und ich sage, dass ich sterben werde, da mein Schatten von mir gegangen ist und er wird nicht gesehen, weil ein Herold herauskommt und verkündet, wie es geschrieben steht: ‚Sicherlich geht ein Mensch bloß als ein Schatten.‘ Solange der Schatten eines Menschen ihn nicht verlassen hat, wandert der Mensch und sein Geist lebt in ihm. Wenn der Schatten des Menschen sich entfernt und nicht gesehen wird, geht er von dieser Welt dahin.“
147) Rabbi Jehuda sagte ihm: „Es scheint auch derart hier zu sein, wie es geschrieben steht ‚Weil unsere Tage auf der Erde ein Schatten sind’. All diese Dinge, die du mich gefragt hast, werde ich tun. Jedoch erbitte ich von dir, dass du in jener Welt meinen Platz bei dir auswählen wirst, so wie ich mit dir in dieser Welt war.“ Rabbi Jizchak weinte und sagte: „Bitte trenne dich nicht von mir all diese Tage.“
148) Sie gingen zu Rabbi Shimon und fanden ihn mit der Tora beschäftigt. Rabbi Shimon hob seine Augen, sah Rabbi Jizchak, und sah, dass der Engel des Todes vor ihm lief und tanzte. Rabbi Shimon erhob sich, hielt Rabbi Jehudas Hand und sagte: „Ich entscheide, dass jene, die normalerweise an meinen Platz kommen, kommen werden, und jene, die normalerweise nicht an meinen Platz kommen, nicht kommen werden. Rabbi Jizchak und Rabbi Jehuda gingen hinein. Dadurch band er den Engel des Todes draußen fest, und er konnte nicht hineinkommen.
149) Rabbi Shimon schaute und sah, dass es für ihn noch nicht Zeit war zu sterben, denn die achte Stunde des Tages war seine Zeit. Er setze sich mit ihm zusammen und beschäftigte sich mit ihm mit der Tora. Er sagte zu Rabbi Elasar, seinem Sohn: „Sitz bei der Tür, und wen immer du siehst, sprich nicht mit ihm. Und wenn er einzutreten wünscht, schwöre, dass er nicht eintreten wird.“
150) Rabbi Shimon sagte zu Rabbi Jizchak: „Hast du heute die Gestalt deines Vaters gesehen oder nicht? Wenn ein Mensch die Welt verlässt, sind sein Vater und seine Familie dort mit ihm. Er sieht sie und würdigt sie, und all jene, mit denen er in jener Welt auf einer Stufe wohnen wird, versammeln sich und sind mit ihm dort, und gehen mit seiner Seele bis zu dem Platz, wo er bleiben wird.“ Rabbi Jizchak sagte: „Bisher habe ich die Gestalt meines Vaters nicht gesehen.“
151) Rabbi Shimon erhob sich und sagte: „Herr der Welt, wisse Rabbi Jizchak ist bei uns, und von jenen sieben Augen ist er hier, das bedeutet, von den sieben Schülern, die bei ihrem Weggang von der Idra Raba (der Höhle, wo Rabbi Shimon und seine Schüler verblieben) am Leben waren. Hier bin ich und halte ihn. Gib ihn mir.“ Eine Stimme kam hervor und sagte „Der Thron seines Herrn“, Nukwa, „nähert sich dem Siwug auf den Flügeln von Rabbi Shimon“, das bedeutet durch seine Arbeit und Erheben von MaN. „Siehe, Rabbi Jizchak ist dein, und du wirst mit ihm kommen, wenn du soweit bist, um auf deinem Thron zu sitzen“, das heißt, wenn Rabbi Shimon von der Welt dahinscheidet. Rabbi Shimon sagte: „Das werde ich tun. Ich werde ihn bei meinem Dahinscheiden von der Welt mit mir mitbringen.“
152) Inmitten von alldem sah Rabbi Elasar, dass der Engel des Todes sich entfernte und sagte: „Kein Urteil hält sich, wo Rabbi Shimon ist.“
Rabbi Shimon sagte zu Rabbi Elasar: „Komm her und halte Rabbi Jizchak, denn ich sehe, dass er sich fürchtet.“ Rabbi Elasar kam herein und hielt ihn, und Rabbi Shimon wendete sein Gesicht und beschäftigte sich mit der Tora.
153) Rabbi Jizchak schlief und sein Vater erschien ihm. Sein Vater sagte ihm: „Mein Sohn, glücklich bist du in dieser Welt und in der nächsten Welt, denn du sitzt unter den Blättern des Baumes des Lebens. Rabbi Shimon ist in beiden Welten ein großer und starker Baum, und hält dich in seinen Zweigen. Glücklich bist du, mein Sohn.“
154) Er sagte ihm: „Vater, und was bin ich dort, in der Welt der Wahrheit?“ Er sagte ihm: „Für drei Tage beeilten sie sich, deinen Wohnplatz vorzubereiten. Sie brachten offene Fenster für dich an, um von den vier Richtungen der Welt für dich zu leuchten, und ich sah deinen Platz und ich war so glücklich, dass ich sagte ‚Glücklich ist dein Anteil, mein Sohn’.“
155) Jedoch bisher wurde dein Sohn nicht mit der Tora belohnt und ich bereute das. Und jetzt beabsichtigten zwölf Gerechte unter den Freunden zu dir zu kommen. Jedoch während sie fortgingen, erhob sich durch alle Welten eine Stimme: „Wer sind die Freunde hier? Krönt euch selbst für Rabbi Shimon. Er bat den Schöpfer, dass Rabbi Jizchak nicht sterben wird und es wurde ihm gewährt.“
156) „Es war nicht nur dies, denn siebzig Plätze wurden hier für ihn gekrönt, und an jedem Platz sind Tore zu siebzig Welten geöffnet. Und jede Welt öffnet sich siebzig Kurieren, jeder Kurier öffnet sich siebzig hohen Kronen, und von dort werden Straßen geöffnet zu Atik, dem Verborgensten von allen, um die höchste Lieblichkeit zu sehen, die alles erleuchtet und entzückt, wie es geschrieben steht: „Die Lieblichkeit des Ewigen zu sehen und Seinen Tempel zu besuchen.“ Und es steht auch geschrieben: „In Meinem ganzen Haus wird ihm vertraut.“
Wir haben keine Erkenntnis in GaR, nicht einmal in den GaR der zehn Sefirot der Welt Assija, sondern nur in SaT. In SaT können gerade einige wenige Auserwählte SaT von GaR der Welt Azilut erreichen. Rabbi Jizchaks Vater berichtet uns, dass Rabbi Shimon SaT von allen Parzufim von Azilut festhält, sogar SaT von GaR de Azilut.
Ein Platz ist Nukwa de SA, wie es geschrieben steht: „Siehe, es gibt einen Platz mit Mir.“ Und wie es geschrieben steht: „Siebzig Plätze sind hier für ihn gekrönt.“ Das bedeutet SaT de Nukwa, jede von ihnen umfasst zehn, demzufolge sind sie siebzig.
SA wird „Welt“ genannt“, wie es geschrieben steht: „Lasst eine Welt von Chessed (Gnade) erbaut sein.“ Und an jedem Platz sind zu siebzig Welten Türen offen, welche SaT de SA sind, von denen jede aus zehn besteht.
Die Lichter von Bina werden „Kuriere“ genannt, wie es geschrieben steht „Denn in Eile kamst du aus dem Land Ägypten heraus“, welches Bina ist. Es stand geschrieben „Jede Welt öffnet sich siebzig Kurieren’, welche SaT de ISHSuT sind, jede, wovon jede aus zehn besteht.
Die Sefirot von Chochma – Parzuf obere AwI – werden „höhere Ketarim („Kronen“, Mehrzahl von Keter) genannt. Es stand geschrieben: „Jeder Kurier öffnet sich zu siebzig hohen Ketarim, und von ihnen zu SaT de Atik, und von dort öffnen sich Straßen zu Atik, dem Verborgensten von allen.“ Es erklärt, dass sie sich von hier und von dort öffnen, da fünf Parzufim einer über den anderen gekleidet ist und der Beginn ist Nukwa. Es wird dies angesehen, dass sich von ihr die Tore zu SA öffnen, weil sie ihn einkleidet, von SA zu den Ketarim, von den Ketarim zu den oberen AwI, und von den oberen AwI zu SaT de AA, Atik genannt, da sie sich übereinander einkleiden.
Wenn seine Zeit kommt, die Welt zu verlassen
157) Wie viel länger wird jemandem gegeben, um in dieser Welt zu leben? Es ist nicht erlaubt darüber zu berichten, und es wird niemand darüber informiert. Doch Rabbi Shimon war am Tag seines Ablebens in großer Freude, und auf Grund vieler Geheimnisse, welche er offenbart hatte, herrschte große Freude in allen Welten.
160) Und an diesem harten und schrecklichen Tag, wenn es für jemanden Zeit ist, diese Welt zu verlassen, sind die vier Richtungen der Welt, ChaG TuM, im harten Din, um die Welt zu richten. Dinim erwachen von den vier Richtungen der Welt aus, und den vier Elementen der Menschheit – Feuer, Wind, Wasser, und Erde – die aneinandergebunden werden. Streit und Unfriede sind dort zwischen ihnen. Sie möchten jeden nach seiner Seite abtrennen: Das Element des Feuers in einem Menschen zum allgemeinen Element des Feuers der Welt; das Element des Wassers in einem Menschen zum Element des Wassers der Welt, und das Element der Erde in einem Menschen zum Element der Erde in der Welt, da sich die vier Elemente des Menschen bei seinem Tod entfernen.
161) Der Herold, das Leuchten von Chochma vom Siwug der Linken, kommt heraus und verkündet in der oberen Welt, Twuna, und wird in 270 Welten – von Chase und unterhalb – gehört, wo es zwei Sefirot gibt, Nezach-Hod, welche 200 sind, und die zwei Drittel von Tiferet, welche siebzig sind. Wenn er gerecht ist, sind alle Welten über ihn erfreut, da er belohnt wird, und es ist gut. Und wenn er nicht gerecht ist, dann wehe diesem Menschen und seinem Anteil, denn wenn er nicht belohnt wird, dann ist es böse.
162) Zu der Zeit, in welcher der Herold verkündet, kommt eine Flamme von Norden her. Sie geht und brennt in einem Fluss aus Feuer – dem Fluss des Feuers – und breitet sich in den vier Richtungen der Welt aus, die Seelen der Bösen verbrennend.
163) Diese Flamme – Din von Malchut – erscheint. Sie erscheint, wenn er nicht belohnt wird, und sie ist böse. Sie erhebt sich zu Bina, steigt in die Welt hinunter, und kehrt zu Malchut zurück. Und diese Flamme kommt unter den Flügeln eines schwarzen Hahns hervor, welcher mit seinen Flügeln schlägt und in der Öffnung zwischen den Toren ruft.
Der Sohar erklärt, wie Din von Malchut, welche in „Wenn er nicht belohnt wird, ist es böse“ erscheint, die Kelim von Bina verunstalten kann. Und diese Flamme, erhebt sich zu Bina und verunstaltet sie, und dann steigt sie zu Malchut herab, welche „eine Welt“ genannt wird, und kann die Kelim in ihr verunstalten. Diese Flamme kommt unter den Flügeln eines schwarzen Hahns hervor, welcher sich von Gwura de Bina ausdehnt, und er ruft in der Öffnung, die in der Mitte zwischen den zwei Toren ist – den Toren von Bina und den Toren von Malchut – da er in der Mitte steht, durch die Einschließung von Malchut in Bina. Folglich werden sie beide verunstaltet. Und wegen ihm werden sie beide im Mitternachts-Siwug korrigiert.
164) Beim ersten Mal ruft er und sagt: „Denn siehe, es kommt ein Tag, der brennen soll wie ein Ofen.“ Beim zweiten Mal ruft er und sagt: „Denn siehe, Der die Berge bildet und den Wind erschafft, und dem Menschen kundtut, was Seine Gedanken sind.“ In diesem Moment sitzt der Mann und hört von Seinen Handlungen, welche ihm von Zeugen berichtet werden, und er ist für sie dankbar. Beim dritten Mal, wenn sie seine Seele von ihm nehmen wollen, ruft der Hahn und sagt: „Wer sollte Dich nicht fürchten, König der Völker? Denn Dir gebührt dies!“
165) Warum kam der schwarze Hahn? Alles, was der Schöpfer im Lande tat, verweist auf Chochma, ohne dass die Leute es wissen, wie geschrieben steht: „Wie zahlreich sind deine Werke, Ewiger! Sie alle hast du mit Weisheit (Chochma) gemacht. Voll ist die Erde deiner Besitztümer.“ Und da sie alle in Weisheit gemacht wurden, sind sie alle in Chochma eingeschlossen.
166) In Bezug auf den schwarzen Hahn haben wir gelernt, dass es Din dort nur an einem Ort seiner Art gibt. Ebenso kommt Schwarz von der Seite von Din, da Schwarz auf Malchut verweist, welche Midat ha Din (Eigenschaft des Urteils) ist. Aus diesem Grund, wenn um Mitternacht der Nordwind, die Linke Linie, erwacht, kommt eine Flamme hervor und schlägt unter die Flügel des Hahns, und er ruft. Um so mehr gilt dies für einen schwarzen Hahn, welcher von Midat ha Din kommt – er beabsichtigt mit dieser Andeutung mehr als ein Hahn einer anderen Farbe.
167) Zu einer Zeit, wenn Din in einem Menschen erwacht, beginnt der schwarze Hahn zu rufen. Aber niemand weiß davon, bis auf den Menschen, der sterben wird. Dies ist so, weil, wenn ein Mensch sterben wird, und das Urteil, die Welt zu verlassen, auf ihm liegt, wird ihm der hohe Geist in einem Ausmaß hinzugefügt, welches er niemals zuvor besaß.
Und da er über ihm ist und sich an ihn anhaftet, sieht er Dinge – mit deren Sehen er noch niemals belohnt wurde – aufgrund des Geistes, der in ihm hinzugefügt wurde. Und wenn der Geist in ihm hinzugefügt wird und er sieht, dann verlässt er die Welt, wie geschrieben steht: „Du nimmst ihren Geist, sie verscheiden und kehren in ihren Staub zurück.“ Dann steht geschrieben: „Denn mich schauet kein Mensch und bleibt am Leben.“ Während ihres Lebens werden sie nicht mit dem Sehen belohnt. Aber in ihrem Tode, da werden sie mit dem Sehen belohnt.
168) Wenn ein Mensch stirbt, dann wird ihm die Erlaubnis gegeben, zu sehen. Er sieht seine Verwandtschaft und seine Freunde aus der Welt der Wahrheit, er erkennt sie und sie alle sind in derselben Form eingraviert, welche sie in dieser Welt hatten. Wenn ein Mensch gerecht ist, freuen sie sich alle für sie und grüßen sie.
169) Und wenn sie nicht gerecht ist, dann erscheinen ihr nur diese Bösen und schlagen sie jeden Tag in der Hölle. Jeder ist dort traurig und sie beginnen mit „Weh“ und enden mit „Weh“, und der Mensch erhebt seine Augen und er sieht sie als ein verbranntes Ding, dass aus dem Feuer herausragt und auch er beginnt und sagt zu ihnen: „Weh.“
170) Beim Weggehen seiner Seele, gehen all seine Verwandten und Freunde in der Welt der Wahrheit mit seiner Seele und zeigen ihr den Platz von Eden und den Ort der Strafe. Wenn sie gerecht ist, sieht sie ihren Platz und sie steigt auf und sitzt dort, und sie lässt sich verwöhnen im höheren Eden in jener Welt. Wenn sie nicht gerecht ist, so verbleibt diese Seele in dieser Welt, bis der Körper in der Erde begraben ist. Wenn er vergraben ist, ergreifen sie etliche Hüter des Gesetzes, bis sie bei Duma ankommt und in die Kammern der Hölle gebracht wird.
171) An allen sieben Tagen der Trauer geht die Seele vom Haus zum Grab und vom Grab wieder zum Haus und trauert um den Körper, wie geschrieben steht: „Aber sein Fleisch hat Mitgefühl mit ihm und seine Seele trauert um ihn.“ Sie geht und sitzt im Haus und sieht jedermann traurig, und auch sie selbst trauert.
172) Nach den sieben Tagen wird der Körper was er wird, und die Seele tritt ein an ihren Platz. Sie betritt die Höhle von Machpela und sieht, was sie sieht. Sie tritt ein, wo sie eintritt, bis sie den Garden Eden erreicht und die Cherubim trifft und das Lodern des Schwertes, welches im Garten Eden ist. Wenn sie würdig ist einzutreten, dann tritt sie ein.
173) Vier Säulen, welche die vier Engel sind, die sich von den vier spirituellen Elementen, CHuB TuM, ausdehnen, sind für die Seele zugänglich. Eine Form von ihr ist in ihren Händen – die Bekleidung, genannt „das Gewand unserer Großen“. Sie trägt es mit Freude und sitzt in der Kammer des unteren Garten Eden für die Zeit, für die sie verurteilt wurde, hier zu sitzen.
174) Eine dreifarbige Säule kann man im unteren Garten Eden finden, die drei Farben des Regenbogens. Diese Säule wird „Das Fundament des Berges Zion“ genannt, wie geschrieben steht: „Und der Ewige wird über der ganzen Region des Berges Zion erschaffen und über ihren Versammlungen eine Wolke jeden Tag, und sogar Rauch.“ Und die Seele steigt auf dieser Säule auf zum Tor von Zedek (Gerechtigkeit), in welchem Zion und Jerusalem sind, was Jessod und Malchut von der Nukwa de SA bedeutet, welche Zedek genannt wird.
175) Wenn sie damit belohnt wird höher aufzusteigen, wird ihr Anteil und Schicksal mit dem Anhaften am Guf (Körper) des Königs, an SA, belohnt, da sie bereits damit belohnt wurde sich nach Zion und nach Jerusalem zu erheben, zu Nukwa, und die nachfolgende Stufe ist der Guf des Königs, SA.
Und wenn sie nicht damit belohnt wird sich höher zu erheben, steht über sie geschrieben: „Und es wird sich begeben, dass dieser, welcher in Zion übrigbleibt und in Jerusalem übrigbleibt, Nukwa, ‚heilig’ genannt wird.“
Und wenn sie damit belohnt wird höher aufzusteigen, glücklich ist jener, da er mit dem Glanz des Königs, SA, belohnt wird, um im höheren Garten Eden, was den Himmel, SA, bezeichnet, veredelt zu werden, wie geschrieben steht: „Dann sollst du dich im Ewigen erfreuen.“ „Im Ewigen“ bezeichnet SA, welcher HaWaYaH (Ewiger) genannt wird. Glücklich ist derjenige, welcher mit dieser Gnade belohnt wird, wie geschrieben steht: „Denn Deine Gnade ist groß über dem Himmel.“
176) Aber ist die Gnade – Chessed über dem Himmel? Schließlich steht geschrieben: „Denn Deine Gnade ist groß bis zum Himmel“, was doch bedeutet, dass Chessed unter dem Himmel ist? Tatsächlich, hier ist Chessed und auch dort ist Chessed — eine obere Chessed und eine untere Chessed. Die obere Chessed ist Chessed de SA selbst, über dem Himmel, da der Himmel Tiferet ist und Chessed kommt vor Tiferet. Und davon steht geschrieben: „Deine Chessed ist groß über dem Himmel.“ Die untere Chessed, Chessed de SA, kleidet sich in Nukwa durch Nezach-Hod de SA, wie geschrieben steht: „Meine treue Chessed für David“, benannt nach Nukwa, welche David genannt wird. Und über diese steht geschrieben: „Deine Gnade ist groß bis zum Himmel“, da sie unterhalb des Himmels, Tiferet de SA, ist.
Eine freudige Mutter von Kindern
177) „Eine freudige Mutter von Kindern. Halleluja.“ Mutter ist Bina. Der Schöpfer, Bina, hat zwei Kinder: männlich und weiblich. Das Männliche gab er an Jakob, wie geschrieben steht „Mein Sohn, Mein Erstgeborener, Israel“ und wie geschrieben steht „Israel, in welchem Ich Meine Herrlichkeit offenbaren werde“. Die Tochter gab er an Abraham, wie geschrieben steht: „Und der Ewige segnete Abraham in allem.“ Abraham hatte eine Tochter, „In allem“ war ihr Name.
Bina hatte zwei Kinder, Tiferet und Malchut, welche sich von ihr ausdehnen. Er gab das Männliche, Tiferet an Jakob, da Jakob eine Merkawa (Streitwagen) für die Sefira Tiferet ist und die Tochter, Malchut, an Abraham, da Abraham eine Merkawa für Chessed von SA ist, und Nukwa nur in Chessed korrigiert wird.
178) Mutter, Bina, liegt auf SoN und säugt sie. Es steht darüber geschrieben „Wenn ein Vogelnest sich vor dir findet auf dem Wege, auf irgendeinem Baum oder auf der Erde, Küken oder Eier, und die Mutter liegt auf dem Küken oder auf den Eiern; so sollst du nicht nehmen die Mutter auf den Jungen“ (fliegen lasse die Mutter und die Jungen nimm dir, auf dass es dir wohlgehe und du lange lebest), so dass ein Mensch die Vergehen unten in dieser Welt nicht vergrößert, denn dadurch entfernt sich die Mutter, Bina, von den Kindern, SoN. Es steht auch geschrieben „Sie ist deine Mutter, du sollst ihre Blöße nicht aufdecken“, um nicht ihre Entfernung von den Kindern zu verursachen.
179) Und wenn die Menschen in der Welt bereuen und die guten Taten vor dem Schöpfer vermehren, und Ima, Bina, die Kinder, SoN, noch einmal bedeckt, dann wird Bina „Umkehr“ (Tshuwa) genannt, da sie zu ihrer Erfüllung zurückkehrt. Sie kehrt dazu zurück die Kinder, SoN, zu bedecken, und säugt sie wie zuvor. Dann steht geschrieben: „Eine freudige Mutter von Kindern.“ Folglich wird ein Mann nicht davon freigestellt sich zu vermehren, bis er einen Sohn und eine Tochter hat, die SoN, den Kindern von Bina, entsprechen.
180) Es steht geschrieben „Um die Lieblichkeit des Ewigen zu sehen“, was bedeutet, dass es der Wunsch des Gerechten ist, die Lieblichkeit des Schöpfers, die lieblichen Mochin de SA zu sehen. Der Text scheint anzudeuten, dass die ganze Sehnsucht des Gerechten ist „Siehe die Lieblichkeit des Ewigen“, SA, und nichts darüber. Folglich, wie geschrieben steht „Dann sollt ihr am Ewigen Freude haben“, bedeutet das über der Stufe von SA? Tatsächlich ist alles eins.
Die Güte des Ewigen kommt vom heiligen Atik zum Himmel, den Mochin, welche SA von oben erhält. Und die Sehnsucht des Gerechten ist es nur, diese Mochin de SA zu erreichen, und nichts über SA, da es keine Erlangung in GaR gibt.
„Über dem Himmel ist deine Gnade (Chessed).“ Es heißt „Über“, da sie von oberhalb von SA kommen. Es steht auch geschrieben „Dann werden ihr am Ewigen Freude haben“, obwohl sie bereits in SA gekleidet sind, folglich werden sie „Die Lieblichkeit des Ewigen“ genannt. Bevor jedoch diese Lieblichkeit in SA gekleidet wird, gibt es überhaupt keine Erlangung darin. Glücklich ist derjenige, der damit belohnt wird. Sicherlich sind es wenige.
Meiner Mutter Söhne haben mir gezürnt
181) „Meiner Mutter Söhne haben mir gezürnt.“ „Er hat die Erde, Nukwa, vom Himmel geworfen“, denn als der Schöpfer Sein unteres Haus, den Tempel, zerstören wollte und Israel unter die Völker zerstreuen wollte, entfernte Er die Erde, Nukwa, von Seinem Angesicht und entfernte sich von ihr. Darüber steht geschrieben: „Und seine Schwester stand in der Ferne.“ Und als die Erde vom Himmel oben entfernt wurde, das ist SA, wurde die Erde unten, das heißt der Tempel, zerstört und Israel unter die Völker zerstreut. Die Gemeinde Israel sagte: „Wer hat mir das bereitet? Meiner Mutter Kinder, SA und Nukwa, die mir gezürnt haben und sich von mir entfernten“, da SA und Nukwa die Kinder von Bina sind.
182) Rabbi Yossi ging mit Rabbi Chija den Weg entlang. Rabbi Yossi sagte: „Ich sehe einen Mann im Fluss, auf seinem Kopf einen Vogel, Zähne im Schnabel des Vogels, und er isst und trampelt mit seinen Füßen und der Mann schreit.“
183) Rabbi Yossi sagte: „Wir wollen uns dem Mann zuwenden und hören, was er sagt.“ Rabbi Chija sagte: „Ich fürchte mich davor, mich ihm zu nähern.“ Er sagte ihm: „Aber ist es ein Mann an diesem Ort? Es ist der Schöpfer, der uns etwas zu verstehen geben will.“ Sie näherten sich ihm. Sie hörten ihn sagen „Krone, Krone“, SA und Nukwa, die „Kronen“ heißen. Zwei Kinder von Bina, sind außerhalb ihrer Orte. SA ruht nicht und es gibt keine Ruhe für Nukwa, bis der Vogel weggeworfen wird, in Stücke gerissen.
Ein Vogel weist auf die Völker, die Israel im Exil versklaven und misshandeln. Und der Mann in dem Fluss weist auf Israel hin, auf dessen Kopf der Vogel steht und frisst und mit seinen Füssen auf ihm trampelt. Er sagt „Krone, Krone“, zwei Kinder, SA und Nukwa, die Kinder von Bina, sind außerhalb ihrer Orte. Das ist es, was für Israel das Exil verursacht hat, wie geschrieben steht: „Meiner Mutter Söhne haben mir gezürnt.“ SA ruht nicht und es gibt keine Ruhe für Nukwa, bis der Vogel weggeworfen wird, in Stücke gerissen, bis er sich an diesem Volk gerächt hat.
184) „Meiner Mutter Söhne haben mir gezürnt“ bezieht sich auf SoN, denn „Ich bewahrte meinen eigenen Weinberg nicht.“
185) Das Exil geht weiter; deshalb sind die Vögel des Himmels, das heißt, die Gesandten der Völker, nicht aus ihrem Amt entfernt worden, bis die Regierungen der Götzenanbeter von der Welt entfernt wurden. Und das wird sein, wenn der Tag des Schöpfers kommt und Seine Dinim in der Welt erwachen wird, wie geschrieben steht: „Und es wird einen Tag geben, der als Tag des Ewigen bekannt sein wird, weder Tag noch Nacht.“
186) Während sie gingen, hörten sie eine Stimme, die sagte: „Die Flamme von Kaftor, Malchut, ist mit Seinem Gericht erschienen.“ Eine Flamme kam heraus und verbrannte den Vogel. In Daniel steht geschrieben „Im vierten Tier der vier Tiere“, was auf die Völker der Welt hinweist, die Israel in den vier Exilen versklavten und das vierte Tier ist das letzte Exil. Und es scheint, als ob ein Vogel ebenfalls das vierte Tier ist.
Dein Bund mit dem Tod wird gesühnt
187) Der Schöpfer erschien in Israel nur zu einer Zeit, in der es keinen Glauben – was Shechina bedeutet – unter ihnen gab, da sie ihren Bund befleckt hatten und die Shechina sie verließ. Dies ist deshalb so, weil, wenn der Glaube von ihnen genommen wird, sich oben die Shechina von SA ebenso trennt, wie geschrieben steht: „Euer Bund wird mit dem Tod gesühnt.“ Somit sühnt die Einhaltung des Bundes über den Tod, und würde tatsächlich für sie sühnen, damit sie nicht verbannt würden. Jedoch befleckten sie ihren Bund, und die Shechina ging von ihnen.
188) Wenn der Schöpfer sich auf sein Recht beruft, wird der Tod von der Welt verschlungen, wie geschrieben steht: „Und der Tod soll für immer verschlungen werden.“ Und dieses Recht wird nur erwachen, wenn Israel erwacht, um sich rechts vom Schöpfer anzuhaften, wo die Tora ist, wie geschrieben steht: „An Seiner rechten Seite, ein strenges Gesetz für sie.“ In dieser Zeit steht geschrieben: „Die rechte Hand des Ewigen ist erfolgreich.“ Danach steht geschrieben: „Ich werde nicht sterben, sondern leben.“ So widerruft die Rechte den Tod.
189) Über diesen Gerechten, den der Schöpfer begehrt, verkündet ein Herold, dass er für dreißig Tage unter den Gerechten im Garten Eden ist. Alle Gerechten sind erfreut, und alle Gerechten kommen und schmücken den Platz für den Gerechten, bis er kommt, um unter ihnen zu sitzen.
190) Und wenn er böse ist, ruft ein Herold über ihn aus, dass er für dreißig Tage in der Hölle sitzt. Alle Bösen sind traurig; sie alle fangen an und sagen: „Wehe, ein neues Din ist jetzt für so und so erwacht.“ Mehrere Prozessführende nähern sich ihm, ihn zu treffen und zu sagen: „Wehe, wehe für die Bösen; wehe für seinen Nachbar.“
Wehe dem Bösewicht, er ist böse
191) Und jeder beginnt und sagt: „Wehe dem Bösewicht, er ist böse, denn der Lohn seiner Hände wird an ihm getan werden.“ „Der Lohn seiner Hände“ ist jener, der mit seinen Händen Unzucht treibt, um seinen Samen umsonst auszustoßen.
192) Ein jeder, der seinen Samen umsonst ausstößt, wird „böse“ genannt, und sieht nicht das Angesicht der Shechina, wie geschrieben steht: „Denn nicht ein Gott, der Gefallen am Bösen hat, bist Du, nicht weilt Böses bei Dir.“ Und es steht geschrieben: „Und Er, der Erstgeborene von Juda, war böse.“ Auch hier bezieht sich „Wehe dem Bösewicht, er ist böse“ auf jemanden, der seinen Samen umsonst ausstößt. „Wehe diesem Bösewicht, denn der Lohn seiner eigenen Hände wird an ihm getan werden.“ Jemand, der mit seinen Händen Wollust erzeugt, um seinen Samen umsonst auszustoßen und zu verderben, wird in der Welt der Wahrheit mehr bestraft, als für alle anderen Übertretungen.
193) Es steht geschrieben: „Wehe dem Bösewicht, er ist böse.“ Da geschrieben steht „Wehe dem Bösewicht“, warum musste Er noch „böse“ sagen, denn ein Bösewicht bedeutet schon „böse“? Doch einer, der sich selbst Böses macht, ist jemand, der seinen Samen umsonst ausstößt. Jedermann erhebt sich aus der Hölle, doch er erhebt sich nicht. Und werden die übrigen Bösewichte, die Menschen töteten, besser als er sein, und werden sie sich erheben und er nicht? Sie alle erheben sich und er erhebt sich nicht, denn sie töteten andere Menschen und dieser tötete wirklich seine Kinder und vergoss viel Blut.
In Hinsicht auf die übrigen Bösewichte in der Welt, steht nicht geschrieben: „Und es missfiel in den Augen des Ewigen.“ Und hier steht geschrieben: „Und Er, der Erstgeborene Judas, war böse.“ „Und es missfiel in den Augen des Ewigen“, denn es steht geschrieben: „Und er vergoss es auf den Boden.“
194) Es gibt in der Welt keine Übertretung, für die es keine Buße gibt, außer für jemanden, der seinen Samen umsonst ausstößt. Und es gibt keine Bösewichte, die nicht bei ihrem Tod das Angesicht des Schöpfers sehen werden, außer diesem. Es steht über ihn geschrieben: „Nicht weilt Böses bei Dir.“ Glücklich sind die Gerechten in dieser Welt und in der nächsten Welt. Über sie steht geschrieben: „Und eure Völker sind alle gerecht; sie werden das Land für immer erben.“ „Sie werden das Land für immer erben“, ist wie geschrieben steht „Ich werde vor dem Ewigen in das Land der Lebendigen eingehen“, in die Shechina, welche „ein Land“ genannt wird.
Das Abbild (Zelem)
196) Was ist der Unterschied zwischen Israel und den Götzenanbetern? Wenn in Israel ein Mensch stirbt, dann macht er jeden Körper unrein und das Haus ist unrein. Und der Körper eines Götzenanbeters verunreinigt nicht die anderen, noch ist sein Körper unrein, wenn er stirbt.
179) Wenn einer von Israel stirbt, gehen alle Heiligtümer seines Herrn aus ihm heraus, das heilige Abbild (Zelem) geht aus ihm heraus, der heilige Geist geht aus ihm heraus und sein Körper verbleibt unrein.
198) Ein Götzenanbeter jedoch, ein Fremder, einer der Götzendienst ausübt, der in jeder Weise während seines Lebens unrein ist, dessen Abbild (Zelem) ist unrein und sein Geist (Ruach) ist unrein, denn diese Unreinheiten sind in ihm. Es ist verboten, ihm nahe zu kommen. Wenn er stirbt, kommen all diese Unreinheiten aus ihm heraus und der Körper verbleibt ohne Unreinheit, die verunreinigen könnte.
199) Und obwohl ihr Körper (Guf) sowohl in ihrem Leben als auch in ihrem Tod unrein ist, haben in ihrem Leben all die Unreinheiten in ihnen die Macht andere zu verunreinigen. In ihrem Tod, wenn alle Unreinheiten aus ihnen herausgehen, können sie nicht verunreinigen. Und der Körper Israels kann andere nach seinem Tod beschmutzen, denn alle Heiligkeit hat ihn verlassen und die andere Seite ist über ihm.
200) Dieses heilige Abbild, wenn ein Mensch wächst und entsteht und seine Form in diesem Parzuf vervollständigt wird, dann wird ein anderes Abbild gebildet, welches sich dem ersten anschließt, und eines empfängt das andere. Wenn ein Mensch zwei Abbilder hat, ist der Mensch behütet und der Körper und der Geist sind in ihm.
201)Wenn die Tage des Sterbens eines Menschen nahen, gehen die Abbilder (Zelamim, Mehrzahl von Zelem) von ihm weg. Und eines zieht das andere heraus, da sie miteinander verbunden sind, und der Mensch verbleibt ohne Schutz. Darüber steht geschrieben: „Bis dass der Tag atmet und die Schatten (Zelamim) fliehen.“ Er sagt nicht, dass ein Zelem (ein Schatten) hinwegfloh, sondern „die Schatten“, gemeint sind zwei. Dies ist so, da Zelamim Einkleidungen von Mochin sind, die der Untere vom Höheren empfängt, denn aus sich selbst sind SoN unfähig Mochin zu empfangen, denn ihre Kelim sind von Malchut, wo Zimzum Alef (erste Einschränkung) vollführt wurde, um das obere Licht nicht zu empfangen.
Da jedoch Bina und TuM von AwI in die Kelim von SoN abstiegen, während Katnut von AwI, erheben sich SoN mit denselben Kelim zu AwI während ihrer Gadlut, wenn sie ihr Bina und TuM zu ihrer Stufe zurückführen. Zu dieser Zeit empfangen SoN die Mochin von AwI, und wo sie Mochin von AwI empfangen, da müssen sie auch ihre Kelim empfangen um die Mochin zu kleiden, denn ihre eigenen Kelim sind unfähig Licht zu empfangen. Also erhalten sie Kelim – genannt Zelamim, welche die Mochin kleiden – von denselben Bina und TuM von AwI, die in ihnen abgestiegen sind. Und es sind zwei – von Bina und TuM von Aba und von Bina und TuM von Ima.
Und da die beiden Zelamim de SoN von AwI empfangen, gilt dasselbe für die Seelen der Menschen. Dies ist so, da SoN keine Seelen zeugen, bevor sie aufsteigen und sich in die höheren AwI kleiden, und der Untere erhebt sich zu dem Höheren und wird wie er. Zu dieser Zeit werden sie vollkommen als AwI selbst angesehen, und die männlichen und weiblichen Seelen, die von SoN geboren werden, haben dieselbe Beziehung, wie SoN zu AwI. Auch empfangen die Seelen die Kleidung der Mochin von SoN, ihrer Bina und TuM, welche Zelamim genannt werden, eine von Nukwa und eine von SA. Zuerst erhält er Zelem von Nukwa und dann von SA.
Es steht geschrieben: „Dieses heilige Zelem (Abbild).“ Wenn ein Mensch wächst und sich ausgestaltet und seine Form in diesem Parzuf vervollständigt wird, erhält er zuerst ein Abbild von Nukwa, und wenn die Form dieses Abbilds vervollständigt ist, empfängt er ein anderes Abbild von SA. Wenn geschrieben steht: „Ein anderes Abbild wird von SA gemacht.“ Sie verbinden sich zu einem und eines erhält das andere, denn sie brauchen einander, denn das Abbild von Nukwa verbreitet Chochma, denn sie kann ohne Chassadim nicht leuchten, und das Abbild von SA verbreitet Chassadim zur Einkleidung von Chochma. Zu dieser Zeit vebinden sie sich zu einem und leuchten gemeinsam, und eines empfängt das andere, denn eines kann ohne das andere nicht leuchten.
Und es wird geschrieben: „Wenn für einen der Tag des Sterbens naht, werden die Abbilder von ihm genommen.“ Dies ist so, da der Weggang der Abbilder der Grund für seinen Tod ist, denn sie sind die Kelim und die Einkleidung der Mochin, des Lichts des Lebens. Und wenn die Kelim gehen, dann geht das Licht des Lebens, denn es gibt kein Licht ohne Kli, und also stirbt er. Und einer übergibt dem anderen, denn sie brauchen einander, denn Chochma, das Licht des Lebens, kann ohne Chassadim nicht leuchten, und der Mensch verbleibt ohne Schutz, ohne Kelim, die Mochin beinhalten können. Aus diesem Grund entfernen sich die Mochin – das Licht des Lebens.
202) Wenn Din in der Welt erwacht und der Schöpfer auf dem Gerichtsthron sitzt, um die Welt an Rosh HaShana zu richten, sollte ein Mensch in Umkehr erwachen, um für seine Frevel zu büßen. Denn an diesem Tag wird alles aufgeschrieben und alles wird archiviert. Wenn der Mensch mit Umkehr vor seinem Herrn belohnt wird, werden die ihn betreffenden Seiten zerrissen.
203) Danach hat der Schöpfer den Tag der Sühne, Jom Kippur, vor dem Menschen bereitet, den Tag der Umkehr. Wenn er von seinen Sünden umkehrt, gut. Und wenn nicht, fordert der König die unterzeichneten Papiere an, und wehe ihm, denn die Umkehr wünscht ihn zu verlassen.
204) Wenn einer mit Umkehr belohnt wurde, aber sie noch nicht in Vollständigkeit ist, dann lassen sie ihn hängen bis zum letzten Tag, Azeret, dem achten Tag der Feiertage von Sukkot. Wenn er vor seinem Herrn vollständig umkehrt, werden die Papiere zerrissen. Wenn er nicht belohnt wird, kommen die Papiere aus des Königs Haus heraus und werden in die Hände des bestrafenden Engels gegeben und Din wird vollzogen. Wenn die Papiere einmal hinausgebracht sind, kehren sie nicht mehr in des Königs Haus zurück, und das darin geschriebene Din muss ausgeführt werden.
205) Zu dieser Zeit gehen die Abbilder von ihm weg und sind nicht bei ihm. Und wenn sie von ihm entfernt sind, ist es sicher, dass die Bestrafung des Königs an ihm ausgeführt wird, und dass er den Kelch des Todes schmeckt. Und in der letzten Nacht des Festes, der Nacht von Shemini Azeret, sind die Bestrafenden bereit. Sie empfangen die Buchstaben, und die Abbilder gehen von ihnen hinweg. Und wenn sich die Abbilder in ihnen befinden, befindet sich über ihnen kein Din oder schlimme Krankheit, welche mit der Verderbnis der Abbilder kommen.
206) Wenn der Kopf vom Schatten hinweggenommen wird und der Körper bleibt, so weist dies darauf hin, dass entweder seine Frau oder sein Sohn am Leben bleiben werden und er wird sterben. Diese Dinge gelten, wenn er die ganze Zeit hindurch nicht umgekehrt ist. Doch wenn er umkehrt, wird er nur den Geschmack des Todes schmecken, und er wird von seiner Krankheit geheilt werden.
207) Und wenn der Körper seines Schattens nicht gesehen wird und nur sein Kopf existiert, werden sich die Söhne seines Hauses entfernen, und er wird am Leben bleiben. Diese Worte gelten nur, wenn sein jüngster Sohn noch unter seiner Autorität ist.
208) Und wenn die Hände des Schattens beschädigt sind, weist dies darauf hin, dass die Arbeit seiner Hände verderben wird. Wenn seine Beine beschädigt sind, weist dies darauf hin, dass Krankheiten ihn verfolgen. Und wenn sein Schatten vor ihm davonläuft und wiederkommt, läuft und wiederkommt, so steht darüber geschrieben: „Am Morgen wirst du sagen, wäre es doch Abend.“ Und dies ist nur so, wenn der Mond scheint und die Nacht wird in seinem Licht korrigiert, wenn er seinen Schatten untersucht.
209) Doch Gerechte und Chassidim sehen in ihre Herzen, als würden sie jeden Tag aus der Welt scheiden, und sie vollbringen vollständige Sühne vor ihrem Herrn, und sie brauchen den Schatten nicht zu untersuchen. Glücklich sind sie in dieser Welt und in der nächsten Welt.
Vier Arten
210) Komm und siehe, wie wichtig das Werk des Heiligen Königs ist. In den Taten, die unten getan werden, binden sie sie oben mit den hohen Dingen, in ihrer Wurzel, da alles unten in dieser Welt seine Wurzel oben in den höheren Welten hat. Und wenn sie heruntergeholt werden und mit ihnen gearbeitet wird, erwacht ihnen gegenüber die Tat oben in den Wurzeln in den höheren Welten. Wie z. B. Ysop, ein Zedernbaum, der anweist die Tora zum Reinigen zu bringen.
211) Einige von ihnen halten sich an den heiligen Namen oben fest, wie Lulaw (Palmwedel), Etrog (Zitrone), Chadas (Myrthe) und Arawa (Weide). Folglich müssen sie vereinigt und zusammengebunden werden, und es muss mit ihnen gearbeitet werden, um sie zu schütteln, um Freude in der Wurzel hervorzulocken, die oben festgehalten wird. Im Segen der Mizwot und in der Tat der Mizwa muss man die Sache unten zeigen, um somit die Sache oben, ihre obere Wurzel, hervorzulocken.
212) Es steht darüber geschrieben: „Jeder, der mit Meinem Namen genannt wird und den Ich zu Meiner Ehre erschaffen habe, damit Ich geehrt werde.“ „Den Ich erschaffen habe“, um Mich zu vereinigen. „Ich habe ihn gebildet“, um gute Taten für Mich zu tun. Auch „Habe Ich ihn gemacht“, um dadurch die obere Kraft herbeizurufen.
213) Es steht geschrieben: „Und am ersten Tag nehmt Früchte von prächtigen Bäumen, Palmwedel und Zweige von dichtbelaubten Laubbäumen und von Bachweiden.“ „Jeder, der durch Meinen Namen genannt wird“, ist die Frucht eines Zitrusbaumes. „Den ich zu Meiner Ehre erschaffen habe“ sind Palmwedel.“ „Den ich gebildet habe“ sind die Zweige von Laubbäumen. „Ich habe ihn gemacht“ sind die Bachweiden.
Die Wurzeln der vier Arten sind die vier Welten ABYA. Die Zitrone entspricht der Welt Azilut. Es steht darüber geschrieben „Jeder, der durch Meinen Namen genannt wird“, da Nukwa de Azilut „Namen“ genannt wird. Die Palmwedel entsprechen der Welt Brija. Es steht darüber geschrieben: „Den ich zu Meiner Ehre erschaffen habe.“ Der Zweig eines Laubbaums entspricht der Welt Yezira, und es steht darüber geschrieben: „Ich habe ihn gebildet.“ Die Bachweiden entsprechen der Welt Assija, und es steht über sie geschrieben: „Ich habe ihn gemacht.“
214) Ihre Korrektur ist, wie geschrieben steht „Und am ersten Tag sollt ihr für euch selbst nehmen“, genau fünf mehr als zehn, da der Fünfzehnte des Monats zeigt, dass sich Nukwa, die zehnte Sefira – einbezogen in die Zahl Zehn – erhob und in Ima eingeschlossen ist, die in der Zahl Fünf wahrgenommen wird, da sie innerhalb ihrer fünf Sefirot CHaGaT Nezach-Hod enthält, von denen jede aus zehn besteht. Und wenn jene fünf Sefirot von Bina in Nukwa scheinen, wird Nukwa „der Fünfzehnte des Monats“ genannt. Zu der Zeit befindet sich der Mond, der Nukwa ist, in seiner ganzen Fülle.
215) Am ersten Tag ist der Tag, welcher der Tag war, um zu den Quellen lebendigen Wassers zu reisen, der ersten Linie der drei Linien, die in drei Orten auf der Reise sind. Aus ihrem Reisen kommt Chassadim, das in Chochma enthüllt ist und sie werden „lebendige Wasser“ genannt. Die Rechte Linie, Chessed, reist zuerst und wir müssen sie in der Welt ausdehnen, denn Sukkot ist die Zeit, um Chassadim auszudehnen, wie geschrieben steht „Und seine rechte Hand soll mich umfassen“.
216) Es gibt ein Gleichnis von einem König, der Menschen in sein Gefängnis sperrte. Seine Mutter, die Herrin des Hauses, kam und befreite sie. Der König, der über ihre Ehre wachte, übergab sie ihrer Autorität und sie fand sie hungrig und durstig. Sie sprach zu ihrem Sohn, dem König: „Ich habe ihnen die Freiheit gegeben; gib ihnen Speise und Trank.“
217) An Jom Kippur (Tag der Versöhnung) brachte Ima, Bina, jedem Freiheit und wir hungern nach Speise und dürsten nach Trank, denn körperliches Essen und Trinken dehnen sich nicht von Bina aus, deshalb fasten wir und peinigen uns an Jom Kippur. Aus diesem Grund krönt sie den König, SA, den Sohn von Bina, mit seinen Kronen – Mochin de Chassadim.
An diesem Tag, dem ersten des Festes, wissen wir, dass lebendige Wasser mit ihr sind und wir begehren jener zuzutrinken, die uns zur Freiheit herausgebracht hat, sodass sie zu unserem Wohl Chassadim zu SA weitergeben kann, nachdem wir von ihr an Jom Kippur mit Mochin de Chochma belohnt wurden, was Freiheit ist. Darum nennen wir diesen Tag „den ersten Tag“.
218) Dieser Tag, der auf Abraham deutet, die Sefira von Chessed, ist der Anfang von allem, ob Wolken der Herrlichkeit – umgebende Lichter – der Anfang sind, wo das erste Umgebende Licht Chessed ist – oder ob Wasser – inneres Licht – der Anfang ist, denn das erste Innere Licht ist Chessed, als Abraham anfing, Wasserbrunnen zu graben.
19) „Die Frucht eines Zitrusbaumes“ ist der Brunnen Isaaks. Nukwa, die „ein Brunnen“ genannt wird, wenn sie von der Linken Linie, von SA, Isaak genannt, Chochma empfängt. Isaak schmückt den Schöpfer und nannte Ihn „einen Zitrusbaum“ (Zitrus – Hebräisch: Hadar, was auch Herrlichkeit bedeutet). Nukwa ist die Frucht dieses Zitrusbaums. Die Palmwedel sind, wie geschrieben steht: „Die Gerechten sollen gedeihen wie die Palme“. Jessod ist gerecht und es gibt keine Trennung zwischen Jessod und Nukwa. Deshalb wird es nicht Kapot („Palmwedel“), sondern Kafut („gebunden“), von den Worten gebunden und angebunden, genannt, denn sie sind nie ohne einander und sind immer aneinander angebunden. Dadurch wird der Brunnen, Nukwa, mit dem Brunnen der höheren, lebendigen Wasser erfüllt, von Bina, denn Jessod wird zuerst von Tiferet erfüllt und Tiferet von Bina. Und von da wird der Brunnen gefüllt, bis er für alle zu einer Quelle wird.
220) „Und Zweige von Laubbäumen“. Das ist ein Zweig vom großen Baum, Tiferet, der herrscht und Wurzeln schlägt und zu einem Baum wird, der höher als alle ist, von allen Seiten umfasst – was sich auf Tiferet bezieht, das alle sechs Sefirot CHaGaT NeHJ enthält, es von allen Seiten umfasst.
Der Zweig ist ein Laubbaum, ein Baum, der die Väter umfasst, denn es ist die Mittlere Linie, welche in sich die Rechte und Linke enthält, Chessed und Gwura, Abraham und Isaak. Awot („Laub“, mit einem Ajin am Anfang des Wortes) ist wie Awot („Väter“, mit einem Alef am Anfang des Wortes), denn das Ajin und das Alef sind austauschbar. Dies ist so, weil das Jessod (auch Fundament) der Welt von Tiferet empfängt und erfüllt ist, sodass es sich in den Brunnen, Nukwa, entleeren kann. Es ist ein Land, dass ganz Trank ist, denn wenn Nukwa von Jessod empfängt, wird sie „ein Land, das ganz Trank ist“ genannt.
221) „Bachweiden“ sind zwei, dies weist auf zwei Ströme von Wasser, Nezach und Hod, hin, in welchen sich die Wasser für das Entleeren in die Gerechten sammeln, Jessod, das von Nezach-Hod empfängt.
Noch etwas: Bachweiden sind Gwurot, welche sich an Isaak anhaften, die Linke Linie, und kommen von der Seite des oberen Stromes, Ima, und nicht von der Seite von Aba, der Rechten Linie. Aus diesem Grund sind alle Bachweiden schön, aber sie sind nicht so süß wie die Früchte und bringen keine Frucht hervor. Dies ist so, weil Dinim der Linken reichlich vorhanden sind und sie keine Frucht hervorbringt, obwohl sie schön ist, das bedeutet, es gibt Chochma in ihr, da Schönheit auf Chochma hinweist. Daher ist sie in den Bachweiden eingeschlossen, welche schön sind und keine Frucht hervorbringen.
222) Bachweiden sind zwei Säulen, auf welchen der Guf (Körper) steht, das bedeutet Nezach und Hod. Bachweiden sind auch Gwurot, die sich von der Linken Linie ausdehnen. Diese Gwurot setzen sich in diesen Nezach-Hod fort und sie leeren alle Wasser in den Brunnen, um Nukwa zu geben.
223) „Du wirst die Frucht des Zitrusbaumes für dich selbst nehmen“ ist Abraham, Chessed. „Palmwedel“ sind Isaak, Gwura, und „Zweige des Laubbaums“ sind Jakob, Tiferet. Und „Bachweiden“ sind die zwei Stufen Nezach-Hod.
224) Wir lernen, dass Abraham die Frucht eines Zitrusbaumes ist und die Palmwedel sind Isaak. Dies ist so, weil der Laubbaum Jakob ist, der alle Teile beinhaltet, das bedeutet, dass alle sechs Kanten von CHaGaT NeHJ in ihm eingeschlossen sind, weshalb er „Laubbaum“ genannt wird.
Aber die Frucht eines Zitrusbaumes ist die Quelle von Isaak, die untere Gwura, Nukwa. Kapot Temarim (Palmwedel) werden als Kafat (gebunden) geschrieben, ohne ein Waw, das bedeutet, dass er ein Knoten ist, der in der Quelle gebunden ist. Es wird über Jessod und Nukwa gesagt, dass sie in ihren Fesseln gebunden sind und nicht ohne einander aufsteigen. Und dieser Zweig eines Laubbaumes ist der obere Zweig, welcher ein Laubbaum wurde, der jede Seite erfasst, das ganze CHaGaT NeHJ. Tiferet ist Guf (Körper), CHaG sind seine Arme, Nezach-Hod sind seine Beine, Jessod ist der heilige Bund.
Bachweiden sind Isaak auf allen Seiten, welche vonseiten des Flusses, Ima, erfasst werden, und nicht von der Seite von Aba, obwohl es keine Dinim im Fluss, Bina, gibt. Somit erwachen die Dinim von dort.
225) Bachweiden sind zwei Säulen, Nezach-Hod. Die Himmel kommen aus ihnen hervor. Zwei Stufen, Nezach-Hod, stehen auf der Stufe der Gerechten, Jessod, und Früchte und die Sammlung von Segen kommen aus ihnen hervor. Aber aus Bachweiden, welche ebenso Nezach-Hod einschließen, aus ihnen kommen weder Früchte noch Düfte hervor.
Nur die Bachweidenzweige weisen auf Nezach-Hod, die nur Gwurot von Isaak, von der linken Seite, empfangen. Daher kommt aus ihnen keine Frucht hervor, weil es auf ihnen Dinim gibt. Aber wenn sie Chassadim empfangen, kommt ebenso aller Segen in der Welt von ihnen.
226) Deshalb wird eine Zitrone mit der linken Hand gehalten, gegenüber dem Herzen, und der Palmwedel mit der rechten, verbunden mit dem Rest der Arten und verknüpft mit allen von ihnen. Dies ist so, weil ein Gerechter, Jessod, mit allen Sefirot verbunden ist und an alle von ihnen gebunden ist. Dies ist der Bund des Glaubens, um Nukwa zu leuchten, genannt „Glaube“.
227) Alle diese vier Arten sind die Gäste. Sie sind die sieben Sefirot CHaGaT NeHJM, die vom heiligen Volk an diesem Tag eingeladen werden, wie wir während der Tage von Sukkot vor der Mahlzeit beten und sagen: „Kommt, ihr hohen Gäste.“ Da man sie finden muss, nachdem man sie eingeladen hat und durch sie betet der Mensch sein Gebet zum König. Und mittels der vier Arten, die auf diese Sefirot hinweisen, gibt er ihnen zurück.
Glücklich ist Israel, das die Wege des Heiligen Königs kennt, um auf dem Weg der Wahrheit zu gehen, und dadurch mit dieser Welt und mit der nächsten Welt belohnt sind.
228) An diesem Tag kommt Israel mit schriftlichen Zeichen vom König heraus – die vier Arten – weil es im Din (Urteil) erfolgreich war. Dies sind die Zeichen des Glaubens, Shechina, welche der Hohe König, SA, unterzeichnet. Es ist wie zwei Menschen, die vor den König kamen, um verurteilt zu werden, und die Menschen wussten nicht, welcher von ihnen gewonnen hat. Ein Minister kam aus dem Haus des Königs und sie fragten ihn. Er erklärt ihnen, jener, der das Haus des Königs mit Zeichen des Königs in seinen Händen verlässt, ist der Erfolgreiche.
229) Alle Menschen in der Welt kommen, um vor dem Hohen König verurteilt zu werden. Er verurteilt sie am Tag von Rosh HaShana, und an Jom Kippur, bis zum fünfzehnten des Monats. Während dieser Zeit werden alle von Israel belohnt mit Umkehr, mit Anstrengung beim Bau der Sukka (der Sukkot-Hütte), mit dem Palmwedel und der Zitrone. Und es ist nicht bekannt, wer im Gericht gewonnen hat. Hohe Engel fragen: „Wer hat im Gericht gewonnen?“ Und der Schöpfer sagt ihnen, jene, die Meine Zeichen in ihren Händen halten, die vier Arten, haben im Gericht gewonnen.
230) An jenem Tag kommt Israel auf der Liste des Königs mit einem Lobgesang hervor. Sie betreten die Sukka mit einer Zitrone in der Linken und einem Palmwedel in der Rechten, und jeder sieht, dass Israel auf den Listen des Heiligen Königs eingeschrieben ist. Und sie eröffnen und sagen: „Glücklich ist das Volk, für welches dies so ist.“
231) Sogar die Völker der Welt jubeln in dieser Freude und werden durch sie gesegnet. Daher bringen sie ihnen jeden Tag Opfer dar – um ihnen Frieden zu bringen – und sie werden dadurch gesegnet sein. Von jetzt an gibt es einen Tag des Hohen Königs, an welchem das Volk Israel jubelt, wie es geschrieben steht, „Am achten Tag sollt ihr eine festliche Versammlung haben“, da dieser Tag nur vom König ist, dessen Freude in Israel liegt.
Es ist wie ein König, der Gäste einlud, und all jene in seinem Palast plagten sich für sie. Am Ende sagte der König den Menschen in seinem Palast: „Bisher habt ihr und ich für die Gäste gearbeitet und (wir) brachten jeden Tag den anderen Völkern Opfer dar – siebzig Stiere. Von jetzt an werdet ihr und Ich uns einen Tag lang erfreuen, so wie es geschrieben steht ‚Am achten Tag sollt ihr eine festliche Versammlung haben’.“ „Ihr“, um Sein Opfer für euch zu entrichten.
Eine Lilie und eine Rose
232) „Ich bin die Lilie von Sharon, die Rose der Täler.“ Wie lieb ist die Versammlung Israels dem Schöpfer. Der Schöpfer preist sie und sie preist den Schöpfer immer, wie es im Lied der Lieder geschrieben steht. Sie stellt dem Schöpfer immer zahlreiche Dichter und Sänger bereit. Wie glücklich ist Israel, das sich am Los des heiligen Teiles festhält, wie es geschrieben steht: „Denn ein Teil des Ewigen ist Sein Volk.“
233) „Ich bin die Lilie von Sharon“ – das ist die Versammlung von Israel, Nukwa, welche mit herausragender Schönheit im Garten Eden steht. Sie wird „Sharon“ genannt, weil sie Meshoreret (Gedichte singt und schreibt) und den hohen König preist.
234) „Ich bin die Lilie von Sharon“ meint, dass sie durch den Anteil des tiefen Stromes, der Quelle aller Ströme, Bina, bewässert werden muss, wie geschrieben steht: „Und das ausgetrocknete Land soll ein See werden.“ Das ist der Grund, warum Nukwa „Sharon“ genannt wird, vom Wort Sharav (heißes und trockenes Wetter), weil sie danach dürstet, die Wasser von Bina zu trinken.
Sie wird „Die Rose der Täler“ genannt, weil sie in den größten Tiefen ist. „Täler“ wie in: „Aus den Tiefen heraus habe ich Dich gerufen, Ewiger.“ In „Die Lilie von Sharon“, ist die Lilie von dem Ort, an dem die Ströme sich ergießen und niemals schwinden. In „Die Rose der Täler“, ist die Rose von einem Ort, der tief und von allen Seiten her verborgen ist.
Es gibt zwei Zustände in Nukwa:
1. Eine Vierte für die Väter, wenn sie über Chase de SA aufsteigt und zum vierten Fuß des hohen Thrones, Bina, wird. Zu dieser Zeit sind sie die zwei großen Lichter auf derselben Stufe, weil sie beide von Bina empfangen. CHaGaT de SA empfängt von der rechten Linie von Bina, und Nukwa empfängt von der linken Linie von Bina Chochma ohne Chassadim. Zu dieser Zeit ist sie durstig und sie verlangt zutiefst nach Chassadim, weil Chochma nicht ohne Chassadim scheint. In diesem Zustand wird sie „Die Lilie von Sharon“ genannt. Sharon kommt vom Ausdruck Yashuru al Anashim, was „Sehen“ bedeutet, das Empfangen von Chochma. Chawazelet (Lilie) kommt von Chavui miZel (versteckt vom Schatten), was bedeutet, dass sie keinen Schatten hat, welcher Chassadim ausstrahlt.
2. Eine Siebte für das Gebäude, nachdem sie sich selbst vermindert, von Chase de SA abwärts absteigt und NeHJ de SA erhält, das heißt, nachdem sie in zwei Punkten errichtet wurde, zusammengefasst im Massach de Chirik, genannt Manula (Schloss) und Miftecha (Schlüssel). Das ist so, weil sie zu dieser Zeit aus Chochma und Chassadim zusammen besteht – Chochma von der Zeit, als sie eine Vierte für die Väter war, in CHaGaT de SA und Chassadim, da sie jetzt eine Siebte für das Gebäude in NeHJ de SA ist.
Das ist der Grund, warum geschrieben steht „Ich bin die Lilie von Sharon“, welche durch den Anteil des tiefen Stromes bewässert werden muss, weil sie Chochma und Chassadim zusammen vom Massach de Chirik empfangen muss, sobald er sich mit Bina vermischt hat. Zu diesem Zeitpunkt wird Bina „ein tiefer Strom“ genannt. Der Strom von Bina ist die Quelle aller Beschenkungen und der Mochin. Sie wird „tief“ genannt, nach der Eingliederung eines Massach de Chirik von der Mittleren Linie. Zu dieser Zeit wird über Nukwa gesagt „Und das ausgetrocknete Land soll ein See werden“, denn als sie eine Lilie war, war sie trocken, ohne Wasser, ohne Chassadim. Aber sobald sie Chassadim vom tiefen Strom erhalten hat, wurde sie ein See.
Wenn geschrieben steht „Und sie wird die ‚Rose der Täler’ genannt“, dann deshalb, weil sie in den tiefsten Tiefen vorkommt. Das ist das zweite Stadium, wo sie in Manula eingeschlossen ist, die als das tiefste von allem was tief ist, angesehen wird und es gibt keinen, der sie erlangen kann. Aber wenn sie lediglich so wäre wie der Punkt von Manula, dann würde sie nicht für den Empfang von Mochin tauglich sein. Vielmehr muss sie durch Bina versüßt werden und den Punkt von Miftecha erhalten, wodurch sie versüßt wird und würdig für Mochin wird. Zu diesem Zeitpunkt wird sie angesehen, als ob sie zwei Punkte hätte, sie wird als zwei Täler angesehen. Und dann wird über sie gesagt: „Aus den Tiefen habe ich Dich gerufen, Ewiger.“
Es steht geschrieben: „Die Lilie von Sharon.“ Eine Lilie ist von einem Ort, wo der Fluss der Ströme entspringt und niemals versiegt. Die Lilie wird von einem Schatten versteckt, dem Schatten von Bina, von dem Chassadim in einem niemals endenden Siwug heraustreten. Daher hat sie lediglich Chochma ohne Chassadim. Es steht geschrieben: „Die Rose der Täler.“ Eine Rose stammt von einem tiefen Ort, verborgen von allen Seiten her. Der Name Amakim (Täler) erstreckt sich zu ihr von Manula, welche in ihr im zweiten Stadium eingeschlossen ist, wenn sie mehr Amuka (tiefer) ist und von allen Seiten her verborgen.
235) Am Anfang ist sie so grün wie eine Lilie, deren Blätter grün sind. Im ersten Zustand, wenn sie „eine Lilie“ genannt wird, ist sie auf einer Stufe mit SA, dessen Farbe grün ist, also ist sie ebenfalls grün. Danach, im zweiten Zustand, ist sie eine rote Rose in weißen Farben, denn im zweiten Zustand hat sie zwei Punkte – Manula und Miftecha, Din und Rachamim, gut und böse, denn wenn er belohnt wird, ist es gut; wenn er nicht belohnt wird, ist es böse. Eine Rose hat sechs Blätter, denn sie befindet sich in der Siebten und empfängt von CHaGaT NeHJ. Eine Shoshana (Rose) kommt aus der Welt Shinui (Veränderung), denn sie wechselt von Farbe zu Farbe, indem sie ihre Schattierungen ändert. Sie wechselt von Din zu Rachamim, von Rot zu Weiß, und von Rachamim zu Din. Dies ist der Grund, aus dem sie Shoshana genannt wird, abgeleitet vom Wort Shinui.
236) Sie wird Shoshana (Rose) genannt, denn zuerst ist sie eine Lilie. Wenn sie sich mit dem König vereinigen will, wird sie „eine Lilie“ genannt, denn im ersten Zustand hat sie keinen Siwug mit SA, sondern eine Vorbereitung für einen Siwug. Danach vereinigt sie sich mit dem König mit diesen Küssen im zweiten Zustand und dann wird sie Shoshana genannt, da geschrieben steht: „Seine Lippen sind Rosen.“ Sie wird „Die Rose der Täler“ genannt, denn sie ändert ihre Farben, einmal zu gut, einmal zu böse, einmal zu Rachamim, einmal zu Din, denn wenn er belohnt wird ist es gut und wenn er nicht belohnt wird, ist es böse.
237) Menschen, die nicht schauen, wissen nicht und beachten nicht, dass, als der Schöpfer den Menschen erschuf und ihn mit den oberen Mochin bedachte, Er die Zugehörigkeit zu Ihm verlangte, auf dass er einzigartig sei und ein Herz habe und einem einzigen Ort der Dwekut (Anhaftung) angehöre, der sich in SA nicht ändert. Darüber wurde gesagt: „Ich, der Ewige, ändere mich nicht.“ Und es kehrt sich nie um, etwas, woran sich alles bindet in einem Knoten der Vereinigung, wie geschrieben steht „Und der Baum des Lebens“, SA, „in Mitten des Gartens.“
238) Danach entfernten sie sich vom Weg des Glaubens und verließen den einzigartigen Baum, SA, der allen Bäumen übergeordnet ist und hielten sich an einem Ort fest, der sich verändert und und von einer Farbe zur anderen wechselt, von gut zu böse und von böse zu gut, d. h. zu Nukwa, während sie sich nicht im Siwug mit SA befindet und nur von links saugt. Sie steigen von oben herab, in vielen Veränderungen, wie geschrieben steht: „Gott hat den Menschen gerecht gemacht, aber sie haben nach vielen Mitteln gesucht.“
239) Zu dieser Zeit wendeten sich ihre Herzen an genau diese Seite, weil sie viele Veränderungen durchliefen, mal zum Guten mal zum Bösen, mal für Rachamim und mal für Din. Wenn sie sich an der Linken festhielten, haben sie in der Tat um viele Berechnungen und Veränderungen gebeten und sich an sie gehalten.
240) Der Schöpfer erzählt Adam: „Du hast das Leben aufgegeben und hast dich an den Tod geklammert.“ „Leben“ ist wie geschrieben steht „Und der Baum des Lebens in der Mitte des Gartens (SA)“. Es wird „Leben“ genannt, weil einer der sich an das Leben klammert, niemals den Tod schmeckt, wobei, wenn man sich an einen anderen Baum klammert – Nukwa, wenn sie nicht im Siwug mit SA ist – ist dir der Tod sicherlich nahe. Es steht darüber geschrieben: „Und ihre Beine gehen hinunter in den Tod.“ In anderen Worten, wenn er nicht belohnt wird, ist das böse. Und es steht geschrieben „Ich finde, die Frauen sind bitterer als der Tod“ bedeutet Nukwa, wenn sie nicht in Siwug ist mit SA. In der Tat, wenn er sich an die Stelle des Todes klammert und den Platz des Lebens verlässt, werden dafür er und die ganze Welt zum Tode verurteilt.
241) Wenn er sündigte, was ist die Sünde der ganzen Welt? Aß die ganze Welt von diesem Baum und wurden deshalb alle zum Tode verurteilt? Als Adam erschaffen wurde und sich auf seine Füße erhob, sahen alle Menschen auf ihn und fürchteten ihn. Sie folgten ihm wie Sklaven dem König. Und er erzählte ihnen: „Ich und ihr, lasst uns niederbeugen und niederknien.“ Als sie Adam an der linken Seite niederknien und sich an sie angehaftet sahen, folgten ihm alle. Das ist der Grund, dass er er den Tod für die ganze Welt verursachte.
242) Dann veränderte sich Adam einmal zu Din, einmal zu Rachamim, einmal zum Tode, einmal zum Leben. Und in keinem dieser Zustände stand er für immer, weil ihn diese Stelle hervorgebracht hatte. Das ist, warum die Stelle genannt wird „Das Lodern des Schwertes, das sich in alle Richtungen dreht.“ Es dreht sich von einer Seite zur anderen, von gut zu böse, von Rachamim zu Din, von Frieden zu Krieg. Gewöhnlich dreht es sich von Gut zu Böse, wie geschrieben steht: „Und der Baum der Erkenntnis von Gut und Böse.“
243) Der Hohe König, aus Seiner Liebe für Seine Werke, näherte Er sich ihm und sprach zu ihm: „Aber du darfst nicht vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse essen.” Und er empfing nicht von Ihm, sondern folgte seinem Weibe und wurde für immer aus dem Garten Eden vertrieben, da das Weib aufsteigt zum Platz der Umkehrung von Leben und Tod. Darum brachte das Weib allen den Tod.
244) Für die nächste Welt steht es geschrieben: „Denn da die Tage eines Baumes die Tage Meines Volkes sein sollen.“ „Da die Tage eines Baumes“ bedeutet den Baum des Lebens. Zur gleichen Zeit steht geschrieben „Der Tod soll auf ewig verschlungen sein“, denn im Baum des Lebens gibt es keine Veränderungen und keinen Tod.
Und die Tage, da Israel sterben sollte, nahten heran
245) „Und Jakob lebte im Land Ägypten.“ Als er lebte, stand geschrieben „Jakob“ und als er starb, stand geschrieben „Israel“, wie geschrieben steht: „Und die Tage, da Israel sterben sollte, nahten heran.“ Doch ist der Name Israel nicht wichtiger als der Name Jakob? Es sollte hier „Israel“ heißen, denn es heißt hier nicht „Der Tag, da Israel sterben sollte, nahte heran“, sondern „die Tage“. Aber stirbt man während mehrerer Tage? Man stirbt und geht aus der Welt in einer Stunde, in einem Augenblick!
246) Doch wenn der Schöpfer es wünscht, den Geist des Menschen zu Ihm zurückzubringen, werden all jene Tage, in denen er in dieser Welt lebt, vor Ihm gezählt und sorgfältig geprüft. Wenn die Tage kommen, die vor Ihm gezählt werden sollen, stirbt der Mensch und der Schöpfer bringt den Geist des Menschen zu Ihm zurück. Er bringt den Hewel (Hauch) zu Ihm zurück, den jemand aus- und einatmet.
247) Glücklich ist der Mensch, dessen Tage vor dem König zu sterben ohne Schande kommen und von denen nicht ein einziger Tag zurückgewiesen wird. Was der Fall ist, wenn festgestellt worden wäre, dass er an jenem Tag eine Übertretung begangen hat. Daher heißt es „nahen heran“ in Bezug auf die Gerechten, weil die Tage vor dem König ohne Schande herannahen.
248) Wehe den Bösewichten, denn es steht über sie nichts von „herannahen“ geschrieben. Denn wie werden seine Tage vor dem König herannahen, wenn sich alle seine Tage in den Übertretungen dieser Welt befinden? Deshalb nahen sie vor dem König nicht heran und werden vor Ihm nicht gezählt und ihrer wird Oben nicht gedacht. Sondern sie scheiden von selbst dahin. Über sie steht geschrieben: „Der Weg der Bösewichte ist Finsternis.“
249) Und hier heißt es: „Und die Tage für Israel… nahten heran.“ Natürlich nahten sie heran, ohne Schande, in Ganzheit, in vollständiger Freude. Deshalb steht geschrieben „Die Tage Israels“ und nicht „Die Tage Jakobs“, denn der Name Israel ist vollständiger als Jakob. Aber es steht geschrieben „Jakob war ein vollständiger Mann“. Ist folglich der Name Jakob nicht auch vollständig? In der Tat ist der Name Jakob auch vollständig, doch er ist nicht vollständig auf einer höheren Stufe als Israel.
250) Wenn die Tage eines Menschen vor dem König gezählt werden, gibt es einen Gerechten, dessen Tage gezählt werden und sie weit vom König entfernt sind, und es gibt einen Gerechten, dessen Tage gezählt werden und sie dem König nahe sind und sie entfernen sich nicht. Sie treten ein und nahen sich dem König ohne Schande. Glücklich sind diese, denn es steht geschrieben: „Und die Tage, da Israel sterben sollte, nahten heran.“
Und er rief seinen Sohn Josef
251) „Und er rief seinen Sohn Josef.“ Warum rief er nur Josef herbei? Waren die übrigen Stämme nicht seine Söhne? Tatsächlich war Josef mehr sein Sohn, als die anderen. Als Potifars Frau flehentlich Josef bat, steht geschrieben: „Und er ging in sein Haus, um seine Arbeit auszuführen, und keiner der Männer des Hauses war darin.“ Es hätte heißen sollen: „Und kein Mann war zuhause.“ Was bedeutet „Die Männer des Hauses?“ Damit Jakobs Bild mit einbezogen wird, welches sich dort befand. Als Josef seine Augen erhob und dort seines Vaters Bild sah, überlegte er es sich und wandte sich um.
252) Es steht geschrieben: „Und er weigerte sich und sagte zur Frau seines Herrn.“ Der Schöpfer befahl ihm „Du sagst“ und er weigerte sich und sagte: „Ein anderer wird kommen, um deine Söhne zu segnen und sie werden in ihm gesegnet sein.“ Es ist, wie geschrieben steht: „Und sein Vater weigerte sich und sagte: „Ich weiß, mein Sohn, ich weiß; er wird ebenfalls zu einem Volk werden und er wird ebenfalls groß sein.“
253) Warum sagte Jakob: „Ich weiß, mein Sohn, ich weiß“? „Ich weiß, mein Sohn“, dass du in deinem Körper dein Versprechen einhältst, dass du mein Sohn bist, zur Zeit als du meine Ähnlichkeit geschaut hast und zu deinem Bund zurückgekehrt bist und ihn nicht entweiht hast. Darum steht geschrieben: „Ich weiß, mein Sohn.“ Und das zweite „Ich weiß“ steht, als Josef sagte, dass Menashe der Ältere war. Und er antwortete ihm dazu: „Er wird ebenfalls zu einem Volk werden und er wird ebenfalls groß sein.“ Darum steht geschrieben „Und er rief seinen Sohn Josef“, da er in seinem Körper sein Versprechen einhält, sein Sohn zu sein.
254) „Und er rief seinen Sohn, Josef.“ Sie schienen eine Form zu haben; jeder, der Josef sah, bezeugte, dass er Jakobs Sohn war. Er nannte ihn „seinen Sohn“, denn sie stammten von einer einzigen Form, da Josef ihn und seine Söhne in späteren Tagen ernährte. Dies ist der Grund, warum er mehr sein Sohn ist als alle anderen. „Und er rief seinen Sohn Josef.“ Und nicht einen anderen, denn er hatte die Erlaubnis ihn von dort zu der Höhle von Machpela hinaufzuführen, denn er war ein König, aber ein anderer hatte keine Erlaubnis in seinen Händen.
255) Da Jakob wusste, dass seine Söhne in Ägypten versklavt sein würden, warum wurde er nicht dort beerdigt, so dass sein Verdienst seine Kinder behüten würde? Und warum wünschte er von dort herausgebracht zu werden? Es steht geschrieben „Wie ein Vater mit seinen Kindern Mitleid hat“, doch wo ist das Mitleid?
256) Als Jakob nach Ägypten hinunterging, hatte er Angst. Er sagte: „Vielleicht werden meine Kinder unter den Völkern ausgelöscht werden und vielleicht wird der Schöpfer seine Shechina von mir nehmen wie zuvor?“ Es steht geschrieben: Und Gott erschien Jakob und sagte ihm: „Fürchte dich nicht nach Ägypten zu gehen, denn Ich werde dich dort zu einem großen Volk machen. Und was du gesagt hast, dass Ich Meine Shechina von dir nehmen könnte; Ich werde mit dir nach Ägypten hinuntergehen.“
257) Er sagte des Weiteren: „Ich fürchte mich, dort begraben zu werden und nicht mit meinen Vätern begraben zu werden.“ Er sagte ihm: „Ich werde dich in der Tat von Ägypten hinaufführen, um im Grabe mit deinen Vätern begraben zu werden.“
258) Darum wollte er von Ihm aus Ägypten herausgebracht werden. Ein anderer Grund war, dass er nicht zu einem Gott gemacht werden wollte, denn er sah, dass der Schöpfer an den Göttern der Ägypter Rache üben würde. Und ein weiterer ist, dass er die Shechina ihre Behausung unter seinen Kindern im Exil errichten sah, so dass er nicht in Ägypten begraben werden musste, um sie zu beschützen. Er wollte seinen Körper bei den Körpern seiner Väter wohnen wissen, um in sie eingeschlossen zu sein, und dass er nicht unter den Bösewichten in Ägypten sein werde.
257) Weiter sprach er: „Ich fürchte, dass ich dort begraben werde und nicht bei meinen Vätern.“ Er sprach zu ihm: „Ich werde dich gewiss hinaufführen; Ich werde dich aus Ägypten hinaufführen, damit du im Grab deiner Väter begraben wirst.“
258) Darum wollte er, dass er ihn aus Ägypten hinaufführt. Ein anderer Grund war, dass er nicht zu einem Gott gemacht werden würde, denn er erkannte, dass der Schöpfer sich an den Göttern Ägyptens rächen würde. Und ein anderer Grund war, dass er erkannte, dass die Shechina ihre Wohnung zwischen seine Kinder im Exil stellen wird, sodass es nicht notwendig war, in Ägypten begraben zu werden, um sie zu schützen. Er wollte, dass sein Körper zwischen den Körpern seiner Väter wohnt, um in ihnen eingeschlossen zu sein und nicht, dass er unter den Bösewichten in Ägypten verbliebe.
259) Jakobs Körper dehnt sich von der Schönheit Adam haRishons aus. Seine Gestalt war die von Jakob, eine erhabene und heilige Gestalt, die Gestalt des heiligen Thrones. Er wollte nicht unter den Bösewichten begraben werden, denn es gibt keine Trennung unter den Vätern; sie sind immer verbunden. Darum steht geschrieben: „Dass ich bei meinen Vätern liegen möge.“
260) „Und er nannte seinen Sohn Josef.“ „Seinen Sohn“, denn sie waren von gleichem Aussehen, weil er ihn mit größerer Bereitschaft des Geistes und des Herzens zeugte, als alle anderen Stämme, denn Jakobs einziges Verlangen war nach Rachel. Darum steht geschrieben: „Und er nannte seinen Sohn Josef.“
261) „Die verborgenen Dinge gehören dem Ewigen, unserem Gott.“ Der Mensch sollte sich seiner Sünden bewusst sein und sich darüber bewusst sein, dass er gegen den Willen seines Herrn geht, denn alles, was der Mensch in dieser Welt tut, diese Taten stehen geschrieben in einem Buch und werden vor dem heiligen König gezählt und alles ist vor Ihm enthüllt, wie geschrieben steht „‚Kann sich der Mensch an einem geheimen Ort verbergen, sodass Ich ihn nicht sehen werde’, spricht der Ewige.“ Wie also kann man sich selbst davor bewahren, vor seinem Herrn zu sündigen? Selbst was ein Mensch denkt und wünscht, ist vor dem Schöpfer gegenwärtig und geht vor Ihm nicht verloren.
262) In der Nacht, als Lea zu Jakob kam und ihm diese Zeichen gab, die Jakob aus Furcht, sie durch eine andere zu ersetzen, an Rachel gab, als Rachel erkannte, dass ihr Vater Lea an ihrer Statt brachte und sie erkannte die Zeichen nicht, war sie beschämt. Sofort gab sie ihr die Zeichen. Er glaubte, sie sei Rachel und lag bei ihr und der Tropfen Jakobs war der erste, wie geschrieben steht: „Meine Macht und der Anfang meiner Kraft.“ Und er dachte, sie sei Rachel.
Der Schöpfer enthüllt tiefe Geheimnisse und weiß, was in der Dunkelheit ist. Er erhebt dieses Verlangen an seinem Ort und das Erstgeburtsrecht wurde von Ruben genommen und an Josef gegeben, denn dieser erste Tropfen, der aus Jakob kam, gehörte Rachel. Und weil das Erstgeburtsrecht Rubens ihr gehörte, erbte Josef es und Rachel erbte ihres.
263) Das ist der Grund dafür, warum Reuben keinen Namen verdiente, wie der Rest der Stämme, außer Reuben, Reu-Ben („Siehe, ein Junge“), ein Junge, dessen Name unbekannt war. Deshalb nannte Lea ihn nicht „Mein Sohn“ und er wurde nicht Reubni (Reu-Bni, „Siehe, mein Junge“) genannt, da Lea von der Tatsache wusste, dass Jakob mit seinen Gedanken bei Rachel war, und nicht bei ihr.
264) Es wird vor dem Schöpfer offenbart, dass Jakob nicht daran dachte, vor Ihm zu sündigen, indem er mit Lea war und an Rachel dachte. Er schaute damals nicht bewusst auf eine andere Frau, so wie der Rest der Bösewichte in der Welt. Es steht darüber geschrieben „Und die Söhne Jakobs waren zwölf“, da die Söhne der restlichen Unteren dieser Welt, welche diese Sache tun, bei einem anderen Namen genannt werden, was heißt, dass sie ersetzbar sind. Daraus folgt „Und er rief seinen Sohn Josef“, sein Sohn vom allerersten Augenblick an, vom Moment der Geburt von Reuben. Und letztendlich war er sein Sohn.
265) Womit beschwor Jakob Josef, wie geschrieben steht: „Bitte lege deine Hand unter meine Hüfte“? Durch das Zeichen des Bundes, welcher in sein Fleisch eingraviert wurde, was mehr als alles andere ist, die Wichtigkeit der Väter. Der Bund ist Josef, und die Eigenschaft von Jessod ist „gerecht“, was eine Merkawa (Streitwagen) für ihn ist.
266) Bezüglich Abraham und Jakob steht geschrieben „Bitte lege deine Hand unter meine Hüfte“, was den Ort meint, welcher im heiligen Namen enthalten ist, um den heiligen Samen — den Samen des Glaubens — in die Welt hervorzulocken. Bei Isaak heißt es nicht „Bitte lege deine Hand“, da Esau aus ihm hervorkam.
267) Warum heißt es hier „Bitte lege deine Hand unter meine Hüfte, begrabe mich nicht in Ägypten“? Jakob sagte zu Josef „Schwöre mir bei dieser heiligen Inschrift“, welche einen heiligen und für immer treuen Samen hervorbrachte, welche bewahrt, und nie beschmutzt wurde, damit sie nicht unter den Unreinen begraben werden wird, welche sie nie bewahrten. Es steht über sie geschrieben, „Deren Fleisch wie das Fleisch der Esel ist, und deren Samenerguss wie der Samenerguss der Rosse ist.“
268) Doch warum wurde Josef, welcher seinen Bund mehr als irgendjemand anderes unter ihnen befolgte, in Ägypten begraben? Es steht geschrieben: „Da geschah das Wort des Ewigen zu Hesekiel, dem Sohn Busis, dem Priester, im Lande der Chaldäer, am Fluss Kvar; daselbst kam die Hand des Ewigen über ihn.“ Doch die Shechina ist nur im Lande Israel, also warum wurde hier die Shechina offenbart?
Es steht geschrieben „Über dem Fluss“, da die Wasser Unreinheit nicht aufnehmen und nicht wie das Land der Völker sind. Es steht auch geschrieben, „Und dort kam die Hand des Ewigen kommt über ihn,“ die Shechina bedeutend. Auch wurde hier der Sarg von Josef ins Wasser geworfen. Der Schöpfer sprach „Wenn Josef von hier fortgeht, wird es kein Exil geben, da dies Israel nicht erdulden würde. Jedoch soll sein Begräbnis an einem Ort sein, wo er nicht beschmutzt wird, und die Kinder Israels werden das Exil erdulden.“
269) Jakob sah, dass in allem ein Thron in den Vätern errichtet wird, Abraham und Isaak auf der Rechten und Linken, und er ist in der Mitte. Jakob sprach, „Wenn er hier in Ägypten begraben wird, wie wird dieser Körper mit den Vätern in Verbindung stehen? Sogar die Höhle, wo er begraben wurde, wurde „Machpela“ (Ergebnis der Multiplikation) genannt, da alles, was zur Rechten und zur Linken multipliziert wird, zwei und eins ergibt. Mit anderen Worten brauchen sie einen dritten, um zwischen ihnen zu entscheiden. Ähnlich ist die Höhle zwei und eins, Abraham und Isaak zur Rechten und zur Linken, und Jakob entscheidet zwischen ihnen.
270) Die Väter wurden mit dem Begräbnis in der Höhle von Machpela belohnt, sie und ihre Frauen. Jakob wurde mit Lea beigesetzt. Was ist der Grund, dass nicht Rachel mit ihm begraben wurde?
Immerhin steht geschrieben „Rachel war unfruchtbar“, was darauf deutet, dass sie die Dame des Hauses war, Akara (unfruchtbar) ist Akeret (Hauswirtin) ähnlich. Aber Lea wurde mehr mit ihm belohnt, und brachte sechs Stämme vom heiligen Samen heraus; deshalb wurde sie als seine Gattin in die Höhle gelegt.
271) Jeden Tag pflegte Lea an der Wegkreuzung zu stehen und weinte um Jakob, damit er sie heiraten würde, da sie hörte, dass er gerecht war. Sie stand früh auf und betete um ihn. Darüber steht geschrieben: „Und die Augen von Lea waren milde.“ Wie wir sagten, erhob sie sich früh und saß an der Wegkreuzung, um zu beten.
272) Rachel ging nie auf die Straße, um zu beten, um von Jakob geheiratet zu werden, wie es Lea tat. Deshalb wurde Lea damit belohnt, mit ihm begraben zu werden, deshalb wurde Rachel an der Wegkreuzung begraben, wie geschrieben steht „Was mich anbelangt – als ich von Padan kam, starb mir Rachel.“
„Mir“ bedeutet „Für mich“. „Im Land von Kanaan unterwegs“ heißt, sie starb für mich unterwegs, da sie niemals für mich hinausging, um zu beten, so wie ihre Schwester.
273) Deshalb wurde Lea, die hinausging und an der Wegkreuzung für Jakob weinte, damit belohnt, mit ihm begraben zu werden. Rachel, die nicht hinausging, um für ihn zu beten, wurde deshalb an der Wegkreuzung begraben. Rachel ist die enthüllte Welt, von Chase de SA und unterhalb, wo die Chassadim erscheinen. Folglich ist ihr Grab an einer enthüllten Stelle. Lea ist die verborgene Welt, umhüllt von Chassadim, von Chase de SA und oberhalb. Deshalb wurde sie in der Höhle von Machpela an einem Platz begraben, der vom Auge verborgen ist.
274) Viele Tränen vergoss diese gerechte Frau, Lea, um ein Teil von Jakob zu sein und nicht ein Teil von Esau, dem Bösewicht. Jeder Mensch, der Tränen vor dem Schöpfer verschüttet, selbst wenn sein Urteil bereits gesprochen worden ist – dieses Urteil wird annulliert und die Strafe ungültig. Wie wissen wir das? Von Lea, da Lea dazu verurteilt wurde, ein Teil von Esau zu sein, und durch ihr Gebet, wurde sie zuerst mit Jakob verheiratet. Und sie wurde nicht Esau gegeben.

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