Artikel des Tages November 2019

Liebe Freunde, bitte beachtet, dass Freitag und Samstag, während der großen Kongresse und Feiertage, kein Artikel des Tages erscheint. Wir bitten auch zu beachten, dass die Artikel des Tages Auszüge und Mitschriften der wörtlichen freien Rede aus dem Unterricht Rav Laitmans sind und  deshalb an der einen oder anderen Stelle vielleicht nicht immer ganz leicht zu verstehen sind. 

Artikel des Tages von Donnerstag,  28.11.2018

Ich hebe die kommenden Schwierigkeiten nicht auf und setze mit dem Zehner fort. Parallel zu diesen Schwierigkeiten, diesen Hindernissen versuche ich, meine Verschmelzung mit dem Zehner zu ändern, diese Verschmelzung auf ein höheres Niveau zu bringen. Diese Awiut, die ich gerade erhalten habe, diese Störung, dieses verstärkte Verlangen zu empfangen will ich in „um des Gebens Willen“ umdrehen. Damit will ich mich noch stärker an das Zentrum des Zehners binden, und zusammen mit den Freunden noch mehr nach gegenseitigem Geben streben.

Mit anderen Worten, ich muss diese Schwierigkeiten, Probleme, Verwirrung als „Hilfe gegen ihn“ sehen, als eine Gelegenheit, immer mehr mit dem Zentrum des Zehners verbunden zu sein und diese Verbindung nicht zu verlieren. Man darf dabei nicht sagen: „Egal, ich beachte diese Schwierigkeiten nicht“. Unter Berücksichtigung dieser Schwierigkeiten streben wir weiterhin nach der Vereinigung, Verschmelzung, Rechtfertigung des ganzen Prozesses.

***

Wie führe ich eine Handlung durch, auf welche ich mich tagsüber stützen kann?

Nur zusammen mit der Gruppe, es wird als gegenseitige Bürgschaft bezeichnet. In der gegenseitigen Bürgschaft unterstützt ihr euch auch mit Hilfe des Schöpfers. Er ist allumfassend, also glaubt nicht, dass die Gruppe das alleine schaffen kann. Die Zehn „schließen den Kreis nicht“, er schließt sich zusammen mit dem Allumfassenden, mit dem Schöpfer in sich, und dann heißt er korrigiert, aufgereiht.

Wo ist hier die Handlung, die alle Entscheidungen berücksichtigt, die während des Tages auftraten?

Wenn du die Bürgschaft zusammen mit dem Schöpfer hältst (Er ist derjenige, der diese Bürgschaft trägt, weil ihr selbst nicht in der Lage seid, sie zu halten), dann werdet ihr theoretisch nie einen Fehler machen, denn ihr tut, was ihr im Bezug auf den Zerfall tun müsst.

Wie kann ich also wirklich einschätzen, dass ich das halte, was ich mir in der Morgenstunde versprochen habe: tagsüber in der Verschmelzung, im Streben nach dem Schöpfer sein werde? 

Es fehlt das Allumfassende. Wenn ihr euch an den Schöpfer haltet, wird alles gut werden. Wenn ihr es selbst tut, natürlich nicht. Wer ist derjenige, der die Kraft der Bürgschaft aufbringt? 

Wie kann man sie stärken?

Das ist eine Anstrengung. Wir bitten uns zusammen zu halten, wir beten, alle helfen sich gegenseitig – wir tun alles Mögliche. Wenn wir Tag für Tag daran festhalten, sehen wir, wie wir immer mehr in der Lage sind, Tag für Tag vereint zu sein. Aber das geht nicht auf unsere Kosten, sondern weil wir den Schöpfer erwecken.

Alles ist im Bezug auf Ihn. In dem Maße, in dem wir Ihn in die Vereinigung zwischen uns hineinziehen, verpflichten wir Ihn, die Vereinigung zwischen uns zu korrigieren, wie es geschrieben steht: „Meine Söhne haben mich besiegt“.

 

Artikel des Tages von Mittwoch, den 27.11.2019

 

Worin besteht unsere Bemühung?

Die Bemühung ist das, was uns die Kabbalisten sagen: wir wollen es zwar nicht, aber sie erklären uns, dass wir uns vereinen müssen trotz der Tatsache, dass wir es nicht wollen. Wir müssen uns vereinen, wir bemühen uns und sehen, dass wir dazu nicht fähig sind. Dann wenden wir uns an den Schöpfer, damit Er es tut. Sind diese 3 Phasen klar? Ich muss zur Vereinigung kommen. Ich muss es tun, ich gebe mir Mühe um mich mit den Freunden zu vereinen, und sehe, dass ich es nicht kann – weder ich noch meine Freunde. Wir sind sehr enttäuscht darüber, und durch diese Enttäuschung kommen wir allmählich dazu, dass wir uns an den Schöpfer wenden. Wenn wir uns wirklich mit Schmerzen in unseren Herzen an Ihn wenden, tut Er diese Arbeit. Das ist die Arbeit des Schöpfers, und wir müssen sie nur herbeirufen.

 

Der Schöpfer zeigt mir, dass wir alle uneinig sind…

„Jeder empfindet die Abneigung gemäß seinen Fehlern“. Da du innerlich gespalten bist, siehst du die anderen auch so. Glaub mir, sie warten nur auf dich. Sie sind alle vereint und befinden sich in einem perfekten Zustand – nur du bist der Einzige der es nicht tut.

Was bedeutet es, dass die Anstrengung nur über dem Verstand sein kann?

Man muss die Freunde und die ganze Arbeit als perfekt betrachten. Nur du bist der einzige Verbrecher auf der Welt.

Was soll ich damit machen?

Du bist dermaßen gespalten, dass du die ganze Welt gespalten siehst.

Jeden Tag sehe ich, dass wir im Zehner noch weiter voneinander entfernt und vereinzelt sind. Wie kann ich mich ihnen anschließen und das korrekte Bild sehen?

Gibst du dir Mühe um sie miteinander zu vereinen? Versuchst du dich an den Schöpfer zu wenden und Ihn zu bitten? Betest du für sie?  „Derjenige, der für den Freund betet, wird der Antwort als Erster würdig“. Das heißt, du wirst korrigiert und erkennst, dass sie bereits korrigiert sind. Früher hast  du sie als gespalten gesehen und voneinander getrennt. Jetzt, indem du für sie betest, korrigierst du dich selbst und siehst, dass du nur um sie bitten musstest. In Wirklichkeit hast du dich selbst korrigiert. Du bittest den Schöpfer, alle zu vereinen und dir die Fähigkeit zu geben, sie zu lieben und dadurch dich zu korrigieren. Sprich den Schöpfer in alle Richtungen an, dann wirst du diese Appell noch präziser klären. Kurz gesagt, bitte um die allgemeine Vereinigung. Wenn du nicht sicher weißt, wenn du verwirrt bist, bitte um die allgemeine Vereinigung, um den zentralen Punkt. Wenn alle es so tun, dann liegt niemand falsch. Warum lege ich so viel Wert darauf? Weil alles andere nur eine Rederei ist. Wir alle müssen im zentralen Punkt sein – es ist ein kurzer und zuverlässiger Weg.

*

Wie verpflichtet uns die Regel „Tue deinem Freund nicht, was du selber hasst“, zu praktischen Handlungen im Zehner?

Wir müssen, selbst wenn wir Hass empfinden, immer wieder darüber sprechen, dass es eine Notwendigkeit, ein Ziel ist, und es hängt nicht von uns ab, es zu erreichen. Aber wir müssen dazu über Achischena kommen, nicht über Beito.

Nehmen wir an, es gibt Reibung, Hass zwischen Freunden…

Prima! Vor allem gibt es niemanden außer Ihm, und darüber bauen wir die Liebe auf.

Was bedeutet es, zu lieben?

Greif deinen Freund an der Kehle, drücke ihn und sage: „Ich liebe dich!“  Was kann ich dir sagen? Versuche dir vorzustellen, was die Liebe ist: du trittst in seinen Körper ein und lebst dort, denn in der Seele ist es so. Schließlich sind wir alle eine Seele, und es ist schwer vorstellbar. Es gibt keine Körper, es gibt einen Wunsch, und du bist in diesen Wunsch einbezogen. Es wird Liebe genannt. Die Worte verwirren uns, als ob wir uns gegenseitig lieben müssen. Wir müssen nicht lieben, wir müssen uns zu einem Wunsch vereinen und ein gemeinsames Leben haben, bis es keinen Unterschied zwischen uns gibt, dass dies deins ist, und das meins ist. Alle Handlungen geschehen in einem Wunsch zum Schöpfer. Widersprüche und Hass offenbaren sich, damit ihr euch dem Schöpfer entgegen über sie erheben könnt. Es scheint euch, dass es etwas anderes gibt, aber alles andere ist eine illusorische Welt. Es gibt den zentralen Punkt im Zehner, und darüber ist der Schöpfer. Ansonsten nichts! Alles andere ist absolut imaginär, es existiert lediglich um dich zu verwirren, damit du die Vereinigung im zentralen Punkt erreichen kannst um zu verstehen, dass du von dort aus eine Verbindung mit dem Schöpfer hast – bis der Schöpfer auch in diesem zentralen Punkt ist. Das nennt man die Einheit des Schöpfers und der Shechina.

 

Artikel des Tages von Dienstag, den 26.11.2019

 

Jetzt besteht unsere Aufgabe darin, zu verstehen, dass es niemanden außer Ihm in allem gibt, der gut und Gutes tuend ist. Er führt uns immer zum Ziel und wir müssen es durch das Zentrum der Gruppe angehen. Es ist wie die dritte Bedingung: „Es gibt niemanden außer Ihm“ – Er ist gut und Gutes tuend – das Zentrum des Zehners. Und dann werden wir es tiefer betrachten und dort zusätzliche Details und Nuancen sehen, hin bis zu dem Punkt, an dem wir die wahre Realisation erreichen. Hier erklärt uns RABASH die Erkenntnis, dass der Schöpfer uns nicht nur eine bestimmte Nuance der Wahrnehmung gibt. Er gibt uns neun unterscheidbare Eigenschaften, denn so ist das höhere System organisiert.

Aus dem Vergleich von Licht und Kli ergibt sich, dass die Verbindung zwischen ihnen nur als Verbindung zwischen den neun Eigenschaften des Lichts und einer Eigenschaft, die der Kli, dem Wunsch innewohnt, hergestellt werden kann, und das ist allein der Wunsch zu empfangen. Das heißt, es gibt die neun „Portionen“ vor dir, und du musst wissen, wie man jeden von ihnen richtig behandelt, um dem Herrn Freude zu bereiten. Deshalb haben wir die ersten neun Sephirot („tet rishonot“) und Malchut, die sich mit den „tet rishonot“ in Einklang bringen muss.

Dies geschieht, wenn sich jeder als Malchut und seine Freunde als die ersten neun Sephirot sieht. Und der Schöpfer beeinflusst ihn durch die Freunde auf allen möglichen Wegen – negativen, positiven – unterschiedlichen, und so weckt Er Neid, Leidenschaft, Ehrgeiz in ihm, und er muss sie alle nutzen, um dem Schöpfer dadurch zu geben, dass er diesen neun Eigenschaften, diesen neun Freunden, gibt. Dann beginnt er zu spüren, wie seine Einstellung zur Gruppe ihm ein Gefühl, Verständnis, buchstäblich eine Vision dessen vermittelt, dass er innerhalb der spirituellen Kli handelt.

Wir werden hier noch alle Details bezüglich des direktem Licht, reflektiertem Licht, innerem Licht, ausdünnen des Schirms (Massach) offenbaren. All dies wird innerhalb der Gruppe, durch das Zentrum der Gruppe offenbart.

                                                             ***

 Wie kann man seine Freunde immer für groß halten?

Du musst den Schöpfer darum bitten. Er erschuf den bösen Anfang, und dieser böse Anfang mindert immer die Bedeutung deiner Freunde. Bitte Ihn, das Gegenteil zu tun, es heißt „Meine Söhne haben mich besiegt“. Er annulliert deine Freunde in deinen Augen, aber du bittest Ihn um das Gegenteil – dass du dich in Bezug auf deine Freunde annullierst.

Es steht über Malchut des Himmels geschrieben, dass alle Augen auf sie gerichtet sind. Also wir müssen uns immer auf das Zentrum des Zehners konzentrieren und jede Sekunde spüren, wie es verschwindet. Entweder in uns selbst oder quasi außerhalb von uns, wegen verschiedenen Störungen, und schließlich spüren, dass es vom Schöpfer kommt. So zeigt Er uns jedes Mal unsere Abweichung, d.h. inwieweit unser Fokus, unsere Konzentration auf den Zehner nicht stimmt.

Es ist wie bei einem Visier, du änderst jedes Mal den Grad der Genauigkeit, und plötzlich siehst du, dass du angenommen um „minus 5“ nach rechts oder links abgewichen bist. Jetzt passt du es wieder an, änderst die Treffgenauigkeit und siehst wieder, dass du abgewichen bist, und so weiter bis zum richtigen Maß an Treffgenauigkeit, die du nach den äußeren Bedingungen einstellen kannst, und dann schießt du.

So müssen wir uns einstellen, d.h. uns von Anfang an auf das Zentrum des Zehners ausrichten und dann sehen, wie der Schöpfer uns um diesen Punkt herum bewegt. Aber Er tut es absichtlich und mit großer Weisheit, so dass wir jedes Mal unseren Zustand feststellen und uns gegen Ihn bewegen können: Er tut etwas, und wir tun das Gegenteil. Es ist, als ob wir Ihn beobachten würden, um uns im Zentrum des Zehners aufhalten zu können, Er tut immer das Gegenteil. Fangt damit an, es heißt „der Tanz der Braut“.

Dank solcher „Tänze“ können wir beginnen, Ihn zu „lesen“, zu fühlen und zu verstehen, bis zu dem Punkt, an dem wir den Zustand „Meine Söhne haben mich besiegt“ erreichen.

Artikel des Tages von Dienstag,  den 26.11.2019

 

Jetzt besteht unsere Aufgabe darin, zu verstehen, dass es niemanden außer Ihm in allem gibt, der gut und Gutes tuend ist. Er führt uns immer zum Ziel und wir müssen es durch das Zentrum der Gruppe angehen. Es ist wie die dritte Bedingung: „Es gibt niemanden außer Ihm“ – Er ist gut und Gutes tuend – das Zentrum des Zehners. Und dann werden wir es tiefer betrachten und dort zusätzliche Details und Nuancen sehen, hin bis zu dem Punkt, an dem wir die wahre Realisation erreichen. Hier erklärt uns RABASH die Erkenntnis, dass der Schöpfer uns nicht nur eine bestimmte Nuance der Wahrnehmung gibt. Er gibt uns neun unterscheidbare Eigenschaften, denn so ist das höhere System organisiert.

Aus dem Vergleich von Licht und Kli ergibt sich, dass die Verbindung zwischen ihnen nur als Verbindung zwischen den neun Eigenschaften des Lichts und einer Eigenschaft, die der Kli, dem Wunsch innewohnt, hergestellt werden kann, und das ist allein der Wunsch zu empfangen. Das heißt, es gibt die neun „Portionen“ vor dir, und du musst wissen, wie man jeden von ihnen richtig behandelt, um dem Herrn Freude zu bereiten. Deshalb haben wir die ersten neun Sephirot („tet rishonot“) und Malchut, die sich mit den „tet rishonot“ in Einklang bringen muss.

Dies geschieht, wenn sich jeder als Malchut und seine Freunde als die ersten neun Sephirot sieht. Und der Schöpfer beeinflusst ihn durch die Freunde auf allen möglichen Wegen – negativen, positiven – unterschiedlichen, und so weckt Er Neid, Leidenschaft, Ehrgeiz in ihm, und er muss sie alle nutzen, um dem Schöpfer dadurch zu geben, dass er diesen neun Eigenschaften, diesen neun Freunden, gibt. Dann beginnt er zu spüren, wie seine Einstellung zur Gruppe ihm ein Gefühl, Verständnis, buchstäblich eine Vision dessen vermittelt, dass er innerhalb der spirituellen Kli handelt.

Wir werden hier noch alle Details bezüglich des direktem Licht, reflektiertem Licht, innerem Licht, ausdünnen des Schirms (Massach) offenbaren. All dies wird innerhalb der Gruppe, durch das Zentrum der Gruppe offenbart.

                                                             ***

 Wie kann man seine Freunde immer für groß halten?

Du musst den Schöpfer darum bitten. Er erschuf den bösen Anfang, und dieser böse Anfang mindert immer die Bedeutung deiner Freunde. Bitte Ihn, das Gegenteil zu tun, es heißt „Meine Söhne haben mich besiegt“. Er annulliert deine Freunde in deinen Augen, aber du bittest Ihn um das Gegenteil – dass du dich in Bezug auf deine Freunde annullierst.

Es steht über Malchut des Himmels geschrieben, dass alle Augen auf sie gerichtet sind. Also wir müssen uns immer auf das Zentrum des Zehners konzentrieren und jede Sekunde spüren, wie es verschwindet. Entweder in uns selbst oder quasi außerhalb von uns, wegen verschiedenen Störungen, und schließlich spüren, dass es vom Schöpfer kommt. So zeigt Er uns jedes Mal unsere Abweichung, d.h. inwieweit unser Fokus, unsere Konzentration auf den Zehner nicht stimmt.

Es ist wie bei einem Visier, du änderst jedes Mal den Grad der Genauigkeit, und plötzlich siehst du, dass du angenommen um „minus 5“ nach rechts oder links abgewichen bist. Jetzt passt du es wieder an, änderst die Treffgenauigkeit und siehst wieder, dass du abgewichen bist, und so weiter bis zum richtigen Maß an Treffgenauigkeit, die du nach den äußeren Bedingungen einstellen kannst, und dann schießt du.

So müssen wir uns einstellen, d.h. uns von Anfang an auf das Zentrum des Zehners ausrichten und dann sehen, wie der Schöpfer uns um diesen Punkt herum bewegt. Aber Er tut es absichtlich und mit großer Weisheit, so dass wir jedes Mal unseren Zustand feststellen und uns gegen Ihn bewegen können: Er tut etwas, und wir tun das Gegenteil. Es ist, als ob wir Ihn beobachten würden, um uns im Zentrum des Zehners aufhalten zu können, Er tut immer das Gegenteil. Fangt damit an, es heißt „der Tanz der Braut“.

Dank solcher „Tänze“ können wir beginnen, Ihn zu „lesen“, zu fühlen und zu verstehen, bis zu dem Punkt, an dem wir den Zustand „Meine Söhne haben mich besiegt“ erreichen.

Artikel des Tages von Montag, den 25.11.2019

 

Was bedeutet „Das Brot der Scham“?

Scham. Der Schöpfer gibt uns ein Gefühl der Vollkommenheit und gleichzeitig ein Gefühl des aktuellen Zustands. Im Unterschied dazu fühlen wir uns unwohl, was als Scham bezeichnet wird.

Aber warum? Was ist der Grund für das „Brot der Scham“? 

Sage „Scham“. So heißt eines der unangenehmsten Gefühle, das meine Natur, meine Genusslust, mein existierendes „Ich“ verletzt. Es kann dazu führen, dass ich mich selbst aufheben, sterben, verschwinden will – also ist dieses Gefühl unangenehm.

Was habe ich damit zu tun?

Du musst dafür danken, denn es dir hilft dich so zu verändern, dass du dich nicht schämen musst oder du sagst: „Wie wunderbar, dass ich Scham empfinde! Lass sie noch stärker sein, denn wenn ich keine Scham, keinen Neid empfinde, entwickle ich mich nicht. Plötzlich bemerke ich, dass ich keinen anderen Treibstoff als Scham habe. Ich schaue andere an und sie rütteln mich wach, weil ich sie erfolgreicher als mich sehe. Dann verstehe ich, dass wenn ich mich erfolgreich sehe, bin ich nicht in der Lage, vorwärts zu kommen. Wie denn? Ich muss das Chissaron gewinnen, ich habe kein Chissaron. Das bedeutet, dass das Schamgefühl und  die Niedergeschlagenheit eine Quelle des Fortschritts und der Korrektur ist. Deshalb liebe und suche ich es. Du wirst sehen wonach du suchst, wie du Neid gegenüber anderen empfinden kannst. Wer um alles in der Welt ist größer als ich? Wer um alles in der Welt lässt mich niedergehen? Man sagt über mich, dass ich nicht besonders erfolgreich bin, wer bin ich denn? Ich werde nach solchen Zuständen suchen, sie führen mich aus dem Schlaf.

Dann dankst du den Schöpfer, weil er dir einen Zustand der Scham und Bitterkeit gesandt hat, und merkst, dass du vorankommst. Dann kommen andere Zustände, wenn du vorankommst, weil dir die Größe des Schöpfers wichtig ist und die Scham keine Rolle mehr spielen wird – du hast sie bereits überschritten, sie wirkt nicht mehr aus dich. Ich will nicht größer oder kleiner sein – ich will nicht mich, sondern Ihn fühlen: wie Groß Er ist, wie ich Ihm gebe, wie man ständig im Geben an Ihn sein kann, wie man es tut. Dann schämst du dich, dass du falsche Gedanken über den Schöpfer hast. So kommt man vorwärts, aber es sollte immer zwei Punkte geben.

Gibt es hier eine besondere Rolle des Zehners?

Natürlich. Ein Zehner ist eine Struktur, in der du alles klar stellst. Außer dem Zehner hast du keine Möglichkeit und Notwendigkeit, alle Zustände durch Analyse und Synthese zu erkennen.

Wie  kann ich im Zehner zum Schämen kommen? Kann ich es alleine tun?

Es ist wünschenswert zu versuchen, mit ihnen  zusammen zu sein. Dann wirst du definitiv durch sie verschiedene Zustände erforschen, wenn du denkst, dass du im Zehner bist. Dies ist die Form, in der du mit dem Schöpfer in Kontakt trittst. Als ob Er durch den Zehner verschiedene Zustände für dich organisiert. Es scheint dir, dass du mit ihnen sprichst, etwas mit ihnen machst, aber es ist nicht wahr. Das ist die Art der Konversation mit dem Schöpfer. Ein Zehner ist eine Sprache, so wie das ganze Universum. Das ganze Universum ist ein „Buch des Himmels“, ein Gespräch mit dem Schöpfer.

*

Seit Jahren siehst du schweigsame Freunde an und bist beeindruckt. Was beeindruckt dich? Da sie immer da sind? Offensichtlich gibt es auch solch eine  Form der Inspiration.

Es gibt auch Freunde, die sehr aktiv sind, aber beeindrucken mich nicht. Wie kann ich überhaupt wissen, was im Herz eines Freundes vor sich geht und mich davon beeindrucken lassen?

Es ist schwierig, das verstehe ich. Aber wir müssen das Maß seines Gebens an den Zehner messen. Möglicherweise sitzt er still und sein Gesicht zeigt nichts, um herausfinden zu können, was in ihm vorgeht. Es gibt einen Freund, der herein kommt und in der gleichen Pose die ganze Lektion über sitzt. Er inspiriert mich, indem ich mich über ihn ärgere. Er ist ein guter Kerl, etwas geht in ihm vor, es ist klar, aber man kann es äußerlich nicht sehen. Wir müssen trotzdem sicherstellen, dass unsere Freunde inspiriert werden und wir müssen unsere Aufgabe, unsere Mission darin sehen. Ich muss es sogar spielen, es gibt keine Wahl, weil wir von dem was wir sehen, beeindruckt sind.

Der Schöpfer hat uns so erschaffen, dass wir den Anderen sehen, nicht seine Energie, sondern seine Körperbewegungen und sind in unseren fünf Sinnen beeindruckt. Wir können nichts dagegen tun. Es ist meine Aufgabe, meine Freunde zu beeinflussen. Warum muss ich mich 2,5 Stunden lang jeden Tag anstrengen und immer geben? Ich bin auch als Freund hier. Damit gebe ich ein Beispiel dafür, dass es notwendig ist, die Gruppe zu beeindrucken. Ich habe keine Wahl, ich muss es tun. Ich kann nicht krank und müde hierher kommen. Wenn es passiert, versuche ich, mich wieder  in Ordnung zu bringen.

Die Hälfte der Menschen hier sind seit 10 Jahren im Rückgang – bedeutet das ein Sturz? 

Das ist kein Sturz, sondern ein Mangel an Verantwortung gegenüber den anderen. Sie sollten dennoch versuchen, ein wenig mehr zu geben. Ich muss mich um den Geisteszustand, die Stimmung und die Zuversicht kümmern. Ich muss sicherstellen, dass dies in der Gruppe herrscht, es ist für mein eigenes Wohl wichtig. Ich komme nicht als Clown. Ich korrigiere die Ebene, auf der sich die Gruppe befindet. Wie kann es sonst sein? Du kannst dich nicht ausruhen, wenn du sie schon seit Jahren so siehst. Alle Menschen sind unterschiedlich, aber jeder von ihnen muss sich beteiligen. Ich spreche nicht von etwas anderem als von Verantwortung. Ich spreche von nichts anderem als Verantwortung. So wie du dich um die Finanzen, das Essen, die Gesundheit deiner Familie kümmern musst, weil es niemand außer dir tun kann, so gibt es auch in der Gruppe Handlungen, die du im Zehner durchführen musst, sonst wird es ihn nicht geben.

 

Artikel des Tages von Sonntag, den 24.11.2019

 

Was ist vorzuziehen – den Freund innerhalb des Verstandes oder über dem Verstand größer zu sehen?

Nach Möglichkeit, aber mehr als sich selbst, vor allem das. Normalerweise, wenn sich dein Verlangen zu empfangen offenbart, siehst du, dass er kleiner ist als du, und um zu einem korrigierten Zustand zu gelangen, kannst du ihn nur durch den Glauben über dein Verstand erheben. Weil er nach deinem Wissen durchschnittlich ist, und du ihn durch den Glauben über den Verstand erhebst. Du hast einen solchen Heber, „Jack“, und du hebst ihn hoch und hebst ihn in deinen Augen an. Du selbst aber änderst dich nicht  – du erhebst ihn in deinen Augen, bleibst aber selbst auf der gleichen Ebene – das ist auf der einen Seite.

Wenn du anfängst, dich selbst in einer wahren Form zu sehen, „steigst du ab“, und selbst wenn du ihn (den Freund) nicht erhebst, siehst du immer noch, dass er höher ist, und das ist nach deiner Meinung so. Deine Meinung über dich selbst „fällt“ und du siehst deinen Freund „höher“ – es ist eine wahrere Vision. Um die Wahrheit zu sagen, wir alle sind „Nullen“ mit diesem bösen Anfang, den der Schöpfer in uns gelegt hat, und deshalb befindet sich jeder von uns auf dem „absoluten Boden“. Also sollten wir alle Freunde als in vollkommenem Zustand sehen, als vollständig korrigiert.

So sollte man sich einstellen, ganz zu schweigen von deiner Arbeit. Das heißt, in deiner Arbeit hebst du ihn entweder hoch, ohne sich mit sich selbst zu beschäftigen, oder du beschäftigst dich mit dir selbst, um dich in den wahren Zustand zu versenken. Und dann steigt er natürlich in deinen Augen von selbst auf . Es gibt hier mehrere Ansätze, und in jedem Zustand muss man entscheiden, was man verwenden kann. Denn was Rabash sagt: Wenn du im Verstand deine Freunde, die Welt, alle größer als dich selbst siehst, ist das natürlich ein Zeichen dafür, dass du in deinen wahren Kelim bist.

***

Ich muss mir einen fortgeschritteneren Zustand aneignen, den spirituelleren, das bedeutet ich muss mich in der Eigenschaft des Gebens, in der Eigenschaft meiner Verbindung zu meinen Freunden bewegen und mich immer mehr annullieren. Und was brauche ich, um noch weiter voranzukommen, eine engere Verbindung einzugehen, mich selbst aufzuheben? Entsprechend  meiner Eingliederung in die Gruppe, werde ich zum Kli um den Schöpfer zu enthüllen, um Ihm Freude zu bereiten. So wie ich es durch meine Freunde tu, so tue ich es auch in Bezug auf den Schöpfer.

Denke darüber nach, was du tun musst, damit dies geschieht. Es gibt nichts zu fragen, wir wissen bereits all diese Dinge, wir müssen nur mehr Klarheit über sie haben. Deshalb habe ich die heutige Lektion mit dem begonnen, was uns fehlt.

Jetzt, jeden Tag, jede Stunde, uns immer mehr voran schreitend, zur Verbindung zwischen uns und zum Zentrum des Zehners sehen. Praktisch. Denn das ist es, was uns bevorsteht, und wir müssen wissen, was wir sonst noch tun müssen.

Wir nähern uns dem Punkt, an dem wir bei der Durchführung einer Aktion sofort das Ergebnis sehen, wenn wir diese Aktion über dem Verstand durchführen, erhalten wir das Ergebnis im reflektierten Licht.

 

Artikel des Tages von Donnerstag, 21.11.2019

 

Der Schüler kann sich selbst in Hinsicht auf die anderen überprüfen. Er muss sich selbst analysieren und etwas mehr annullieren, um festzustellen, ob er den Lehrer richtig versteht oder nicht. Und er sollte es auch in den anderen sehen, denn der Lehrer unterrichtet nicht nur ihn, sondern auch die anderen, und daher ist es für die ganze Gruppe relevant.

Können Sie ein Beispiel für die Überprüfung geben, die der Schüler durchführen muss?

Die Überprüfung besteht darin, ob meine Freunde mich verstehen und ob ich sie verstehe. Hier mag es bereits Arroganz und Stolz geben oder umgekehrt: der Mensch erniedrigt sich selbst.

Wenn ich meine Haltung gegenüber dem Schöpfer und dem Lehrer durch meine völlige Unterwerfung der Umgebung nicht ausübe, die mit mir von diesem Lehrer lernen, dann werde ich definitiv einen Fehler machen, obwohl es mir scheint, dass es nicht so ist. Ich denke, ich bin größer als jeder andere, ich verstehe und fühle besser als sie – mein Wunsch zu empfangen bringt mir den Beweis dafür. Darin liegt das Problem, wie es heißt: „Hochmut erniedrigt einen Menschen“.

Wir müssen folgsam sein: so akzeptieren wir es, so machen wir es, so kommen wir voran. Schließlich musst du durch den Lehrer, durch die Gruppe auf den Schöpfer ausgerichtet sein. Es ist effektiver, weniger mit sich selbst zu kämpfen, mit deinem bösen Anfang, mit deiner Verwirrung, und dich mehr an den Lehrer und die Gruppe anhaften. Andernfalls, wenn du im Krieg mit dir selbst bist, kämpft du mit Geistern. Das Beste, was du tun kannst, ist, dich an deine Freunde anhaften, und dadurch wirst du all diese Fantasien vernichten, als hättest du dies oder das in dir selbst korrigieren müssen… Du brauchst nichts korrigieren! Die Vereinigung wird alles in Ordnung bringen.

Unter welchen Bedingungen hält der Lehrer einen für seinen Schüler?

Ein Schüler ist jemand, der versucht, die Erklärungen des Lehrers anzunehmen und sie in der Gruppe von Schülern dieses Lehrers umzusetzen. Jedoch nicht allein! Auf keinen Fall allein.

Und die Bedingung ist, dass ich gleich nach dem Morgen Unterricht das tun muss, was ich im Unterricht gehört habe. Ich höre anderen zu und setze es gemeinsam mit ihnen um. Alles geschieht nur in der Gruppe.

***

Ich denke, wenn ein Mensch studiert (soweit er versteht, was er studiert) und sich an der Verbreitung beteiligt, wenn er sich mit unseren Gruppen in Verbindung setzt und versucht, es „um des Gebens willen“ zu tun, damit er selbst nichts mehr hat, sondern nur ein Wegweiser sein würde – dann öffnet er sich für die höchste Weisheit und den Erfolg.

Versucht es in der Praxis zu tun, aber es muss sensibel, übereinstimmend, zielgerichtet und gemeinsam sein. Wenn wir versuchen, in die weite Welt hinauszugehen (es ist jetzt unser Ziel), werden wir unsere Herzen für die höchste

Weisheit öffnen, die wir direkt vom Schöpfer empfangen werden. Der Lehrer wird irgendwo nebenan sein, es ist egal. All dies hängt von dem System ab, das wir jetzt aufbauen und umsetzen können.

Soweit wir uns auf das Geben konzentrieren, soweit wir uns um die Korrektur der ganzen Welt und die Menschheit, und nicht nur unserer Welt Gruppe von Bnei Baruch kümmern. So werden wir die Kelim entdecken, die der Schöpfer füllt, sich in ihnen öffnet und durch uns als Wegweiser die ganze Welt beeinflusst. So sollten wir das Ganze betrachten.

Wer sich um die Gruppe kümmert, kommt mir näher. Versucht eure Einstellung zur Gruppe zu ändern. Ihr werdet sehen, dass ich euch gleich nahe bin. Wir haben hier  bei uns einige Beispiele dafür. Es liegt nicht an mir, es ist, als würde man einen Kanal öffnen…

Artikel des Tages von Mittwoch, den 20.11.2019

 

Sie sagten, dass man der Botschaft, die der Lehrer vermitteln möchte, so nah wie möglich sein soll. Was bedeutet es, „näher zu sein“?

Näher sein bedeutet Hingabe der Seele, d.h. zusammen mit dem Lehrer an der Korrektur der Gruppe und der Welt arbeiten, um alle Geschöpfe dem Schöpfer näher zu bringen. Mehr gibt es nicht, denn wenn der Wunsch des Schöpfers darin besteht, alle Geschöpfe Ihm näher zu bringen, bis hin zur Verschmelzung, müssen wir daran arbeiten.

Worin besteht die Bereitschaft des Schülers zu dieser Arbeit?

Nach der gleichen Botschaft, Richtung, Programm zu handeln und sich bemühen, nicht von jemand anderem gedrängt zu werden, sondern bei der Realisation des Korrekturprogramms, das man aus der Weisheit der Kabbala heraus erlernt, auf sich selbst den Druck auszuüben. So bewegt er sich in Partnerschaft mit seinen Freunden, dem Lehrer und dem Schöpfer auf dieses Ziel zu.

Was bedeutet es, mit dem Lehrer „von Mund zu Ohr“ und „von Mund zu Mund“ verbunden zu sein? Was muss ich tun, um in beiden Richtungen verbunden zu sein?

Wenn du einen Zehner hast, kannst du ganz einfach handeln: du schließt dich ihnen an und beugst dich vor deinen Freunden. Zusammen bildet ihr das Zentrum der Gruppe, indem ihr eure Annullierung ehrt. Das Zentrum des Zehners ist die Annullierung von jedem gegenüber den anderen. Dadurch baut ihr das Zentrum des Zehners auf, und es ist buchstäblich wie ein schwarzes Loch. Stellt euch eine endlose Grube vor, vor der ihr euch annulliert. Dort verschwindet alles, von unseren Wertvorstellungen ist nichts mehr übrig, bis auf eine Sache – wir können uns alle vereinen und uns daran binden. Dann wird enthüllt, dass in diesem schwarzen Loch im Zentrum der Gruppe der Eingang zur höheren Welt ist. Es gibt nur den Schöpfer dort.

Worin besteht jedoch der Unterschied zwischen diesen Formen von Verbindungen?

Ihr könnt dies mit dem Rat der Kabbalisten tun. Was bedeutet es, „sich mit mir zu verbinden“? Das bedeutet nicht, dass du zu mir kommst und vor mir sitzt, es ist ein spiritueller Zustand, der keinen Platz hat, die Bedingung, die sich in der Ähnlichkeit der Eigenschaften manifestiert. Wenn du dich mit deinen Freunden verbindest und dich vor ihnen in Bezug auf das Zentrum des Zehners annullierst, heißt es, dass du dich auch „von Mund zu Mund“ mit mir verbindest, d.h. in Einklang mit dem allgemeinen Geist zwischen uns. Dann wirst du durch das Zentrum der Gruppe offenbaren, dass ich dort bin, und der Schöpfer ist hinter mir. So stellst du eine Verbindung durch, und es heißt Empfangen, Übertragen vom Schöpfer zum Lehrer, vom Lehrer zum Schüler. Diese Kette ändert sich nicht.

Von allen Eigenschaften schätze ich nur eine an meinen Schülern: dass man intelligent genug ist, um über dem Verstand zu stehen – das ist alles, was ein Mensch braucht, um Spiritualität zu erlangen.

Wie können wir diese Eigenschaft entwickeln?

Nur durch die Hilfe von außen, wenn Freunde ein Beispiel dafür geben, wie viel sie auch gegen ihren Verstand gehen können. Genau darin besteht  „der Mensch helfe seinem Nächsten“, bis das hohe Licht auf uns einwirkt und uns die Eigenschaft des Gebens gibt, das Licht von Chassadim.

***

Das Zentrum des Zehners ist eine spirituelle Idee, gegen die wir uns selbst annullieren. Eine spirituelle Idee ist eine Null, in die sich jeder von uns verwandelt, indem er sein eigenes „Ich“ annulliert. Es ist, als hätte ich keine Wünsche, ich habe nur ein Ziel: mit allen vereint zu sein und das zu tun, was sie wollen. Und sie wollen auch das Gleiche, also kommen wir in diesen Bestrebungen zu einem Zustand, der als Zentrum des Zehners bezeichnet wird, in dem jeder sich gegenüber den anderen annulliert. Es bedeutet, dass wir auf diese Weise beginnen, den Schöpfer zu erkennen. Der Schöpfer existiert nicht, es gibt kein solches Phänomen – der Schöpfer, es gibt ein „Komm und sieh“, „Bo-Re“ – wenn wir Ihn bauen, Ihn schaffen: durch diese Anstrengung „habt ihr Mich geschaffen“ . Wir kommen ins Zentrum des Zehners, bauen dieses Zentrum und bauen (Bo-Re) das Zentrum darin, wir offenbaren Ihn. Dann haben wir eine Verbindung: durch unsere Annullierung, durch die Einschränkung beginnen wir, Ihn allmählich zu erkennen. Dies ist die Arbeit der Bildschirme, die Arbeit, in der wir beginnen, uns vorzustellen, was Eigenschaft des Gebens ist, die Form des Gebens, die Kraft des Gebens, Glaube über dem Verstand, und so weiter. Im Zentrum des Zehners klärt sich alles.

 

Artikel des Tages von Dienstag, den 19.11.2019

Schließlich erreiche ich einen solchen Zustand, dass ich mit dem, dass ich an Ihn denke, zufrieden bin. Ich möchte die ganze Zeit mit Ihm verbunden sein, wie es geschrieben steht, dass es niemanden außer Ihm gibt. Diese Bemühungen geben mir ein gutes Gefühl, wenn ich an Ihn denke, und wenn ich mich vom Gedanken an Ihn trenne – denn ich habe kein Gefühl, nur einen Gedanken, – fühle ich mich weniger gut oder sogar schlecht. Ich sehe keine Rechtfertigung für das Leben, und das Leben wird schwierig, wie es geschrieben steht: „Die Erde wird in die Hände eines Sünders übergeben“. Und dann strebe ich nach Ihm. Das heißt, mein Wunsch zu empfangen leitet mich immer mehr. Daraus komme ich dazu, dass ich über den Schöpfer denke, ich bemühe mich, über Ihn nachzudenken, und ich fühle mich gut dabei. Nichts auf der Welt macht mir Angst, nicht einmal der Tod: Ich bin in Seinen Händen, in Seiner Macht, und dies bedeckt alles. Man könnte sich mehr Sicherheit nicht wünschen, nicht wahr?

Aus dieser Perspektive kommen wir zum Streben nach dem Schöpfer, um Ihn ständig zu spüren, Ihn in Sichtweite zu halten, oder besser gesagt, im Bereich der Empfindung. Wir sprechen darüber. Wir befinden uns immer noch in der Absicht zu empfangen, zu eigenem Nutzen, aber es bringt uns näher an das Geben. Ich nähere mich langsam der Wende, aber wann wird sie kommen? Wenn ich zusammen mit meinen Freunden nach dem Schöpfer strebe, um Ihn gemeinsam zu bitten, um zusammen daran zu arbeiten. Wir werden unser Ego in der Vereinigung zwischen uns annullieren müssen, und es wird uns zu Chassadim führen. Das heißt, um gemeinsam nach Ihm zu streben, müssen wir das persönliche Ego eines jeden annullieren. Dann kommen wir als Zehner zu unserem allgemeinen Egoismus und wollen uns gegenseitig und dem Schöpfer geben. Allmählich beginnen wir aus unserem MA“N, aus dem Gebet, diese Erweckung, diese Lichter als Korrekturen zu empfangen. Deshalb sage ich, dass jetzt, nach dem Kongress, das Wichtigste für uns ist, das Zentrum des Zehners zu finden.

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Nur durch Selbst Annullierung können wir zum Geben und einer richtigen Vereinigung zwischen allen kommen. Deshalb wiederhole ich: das Wichtigste ist das Zentrum des Zehners, in dem jeder sich selbst annulliert. Inwieweit wir dieses Zentrum erreichen, entsteht die richtige Verbindung mit allen anderen Zehnergruppen. Nur auf diese Weise werden wir zur Vereinigung zwischen uns allen kommen können. Deshalb habe ich unmittelbar nach dem Kongress gesagt, dass wir uns um das Zentrum von unserem persönlichen Zehner kümmern müssen, denn dadurch erlangt ihr das Maß an der Annullierung – damit jeder sich selbst annullieren kann. Und dann, dank der allgemeinen Annullierung im Zehner, werden wir in der Lage sein, mit Zehnern aus Europa, Russland, Asien, Afrika – egal mit welchen, in Kontakt zu treten, denn zwischen uns wird es den Punkt der Vereinigung, den Punkt unserer Annullierung geben. Nur in diesem Punkt werden wir uns verbinden können. Deshalb habe ich nach dem Europäischen Kongress vor allem betont, dass es für uns jetzt wichtig ist.

Wie kann man seinem Freund helfen, sich mit geschlossenen Augen vorwärts zu bewegen?

Nur durch das eigene Beispiel! Nichts anderes als das. Ich gebe ein Beispiel dadurch, dass ich zum Unterricht komme, alle Aufgaben durchführe, versuche, meinen Freunden treu zu sein – das sind praktische Dinge, es gibt nichts anderes. Wenn du es von Herzen oder sogar ohne das Herz, nur weil es so geschrieben steht, tust, bekommst du Unterstützung von allen. Durch diese Unterstützung, durch diese Bürgschaft, bekommst du das hohe Licht. Die Gesetze sind sehr einfach, aber nicht egoistisch, individuell, sondern die Gesetze des Kreises.

Du kannst mit anderen Gruppen durch nähere Handlungen verbunden sein. Alle Möglichkeiten sind euch bekannt, die ganze Tora, nur müssen wir  in ihrer Umsetzung weitere Stufen durchlaufen. Jetzt ist es an der Zeit, sich auf das Zentrum des Zehners zu konzentrieren, aber wir müssen hier auch den anderen beikommen. Deshalb muss eine Verbindung entstehen: ich möchte allen Gruppen helfen, egal welchen, sich auf das Zentrum des Zehners zu konzentrieren – das ist das, was RABASH schreibt.

Artikel des Tages von Montag,18.11.2019

Wir brauchen unbedingt neue Kräfte. Das Wachstum in der Höhe hängt davon ab, wie viel wir von unten und in der Breite verbunden sind – auf andere Weise ist es unmöglich. Man baut nichts von oben, man baut immer von unten. Deshalb brauchen wir solche Handlungen.

Ich denke, wenn jemand von euch keine Schüler hat, sollte er sich darum kümmern. Wenn man keine Schüler hat, dann soll er den anderen in irgendeiner Weise helfen. Es ist sehr wichtig. Ihr begreift es immer noch nicht. Das Problem ist, dass man dem Kind nicht erklären kann, was gut für ihn ist. Wenn es erwachsen ist, wird es zu spät sein. Es gibt ein Sprichwort: „Wenn die Jugend es wüsste, wenn das Alter es könnte“ – das ist das Problem unseres Lebens.

Ich bitte nur, dass ihr mich erhört. Ihr alle, absolut alle, versucht euch an solche Aktivitäten zu klammern: an neue Campusse, neue Kreise, so viel wie möglich.

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In jedem Zustand, den wir durchlaufen, richten wir uns zum Schöpfer, indem wir nach Ihm streben. Wir müssen dieses Streben, diesen Kontaktpunkt mit Ihm erweitern. Wir lenken diesen Prozess.

Es ist sehr wichtig! Versucht es so oft wie möglich während des Tages zu erspielen, ob ihr es wollt oder nicht – manchmal ist es möglich, manchmal nicht, aber ihr müsst es versuchen. Von den entferntesten, tiefsten Punkten aus,  die entferntesten Zustände, die angeblich überhaupt nicht mit dem Streben nach dem Schöpfer verbunden sind, sollten wir versuchen dieses Streben zu wecken, diesen Faden zum Schöpfer mit dem Herzen und der Seele zu „spannen“, um nach Ihm zu streben und gleichzeitig verschiedene Dinge tun, die weit davon entfernt sind.

Die Gruppe sollte eine Atmosphäre schaffen, in der jeder darin ist. Wenn es so ist, denke ich in verschiedenen Zuständen darüber nach und komme auf sie zurück, und jedes Mal mehr und mehr, bis die Gewohnheit zur zweiten Natur wird. Dies ist eine Pflichtübung, die direkt zum Ziel führt. Es ist nicht etwas Fremdes oder Nebensächliches – es ist bereits ein Aufbau einer Verbindungsleitung.

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In zwei Stunden verlassen wir den Unterricht, jeder für sich allein. Was bedeutet es, tagsüber diese „Linse“ zu haben? Wie baue ich sie?

Je mehr die Gruppe in ihrem Streben nach dem Ziel der Schöpfung, dem Schöpfer vereint ist, desto fokussierter ist sie, sieht den Schöpfer klarer, fühlt Ihn mehr und mehr. Aber sie offenbart Ihn nicht, sondern seine Eigenschaften über dem Ego, was „Glaube  über dem Verstand“ genannt wird. Auf diese Weise offenbart sie das Bild des Schöpfers in sich. Er existiert nicht als solche, aber sie wird zum „Werkzeug“, das Ihn aufspüren kann.

Was ist meine persönliche Teilnahme an diesem „Werkzeug“?

Du musst sie in einem möglichst kleinen „Loch“ zusammensetzen und dann wirst du den Schöpfer sehen.

Als Folge davon muss ich also die Interaktion mit dem Schöpfer durch diese Linse sehen?

Ja, es ist eine fokussierende Linse. Versuch es! Beispielsweise will ich meine Finger zu einem sehr kleinen Loch krümmen um die Welt dadurch zu betrachten. Wenn ich sie gut genug zusammenpressen kann, oder ein solches Loch mit einem Stück Papier mache, fange ich an, alle Objekte sehr deutlich zu sehen und brauche keine Brille.

Was sehe ich da?

Ich fokussiere alle neun Eigenschaften meiner Freunde – neun Sephirot auf mich, füge sie zusammen und sehe so das Ergebnis. Es besteht darin, dass ich durch mein Verlangen, mein Streben, das Ego, das zwischen diesen neun Phänomene existiert, aufhebe und sie zusammenführe. Soweit es mir gelingt, sehe ich den Schöpfer, erkenne Ihn, identifiziere mich mit Ihm. Ich erschaffe Ihn!

Artikel des Tages von Sonntag, den 17.11.2019

 

Ich glaube, dass wir nicht wirklich bereit sind, einander zu helfen…

Wir werden lernen, wie man es macht. Natürlich ist dies jetzt nicht der Fall, denn um zu helfen, müssen wir eine Bürgschaft übernehmen, der ACHaP der Höheren muss in Bürgschaft sein. Er sollte ein ACHaP werden, es sollte angeschlossen werden, und dann kann er dem Unteren helfen. Dazu braucht er den Anschluss an den Zehner, organisiert als ACHaP, der die Kraft hat, den äußeren Chissaron in sich aufzunehmen und anfangen ihn anzuheben, ihn als seinen eigenen Chissaron und höher als seinen eigenen Chissaron wahrzunehmen.

Höher! Es ähnelt dem, wie wir ein Baby in der Familie behandeln – so müssen wir den Chissaron definieren, den wir von den äußeren Kli bekommen, und ihn über unser Kopf zum Schöpfer erheben und um ihn bitten. Und die Belohnung soll er bekommen. Unsere Belohnung ist nur, ihn hochzuheben, und nichts für uns selbst. Auf diese Weise erfreuen wir den Schöpfer und korrigieren so die unteren Kli, und für uns selbst (und hier ist unsere Korrektur) – nichts, nur diese Handlung! Aber gerade hier werden wir dem Schöpfer ähnlich: Wir haben weder vom Höheren noch vom Niederen einen Gewinn – es ist der Gewinn aus dem reinen Geben.

Ist es ein Zustand, der zwischen zwei Menschen existiert, oder ist es ein Zustand des Zehners?

Ein Zehner, der bereits ein Zehner ist, kann den äußeren Chissaron in sich selbst wahrnehmen, fühlen, dass er äußerlich ist und dass man ihn empfängt, um dem Schöpfer Freude zu bereiten. Wir bereiten Ihm auch jetzt Freude, indem wir uns wünschen uns zu vereinen, aber es ist immer noch kein Geben. Es ist wie ein Kind, das erwachsen wird: es erfreut seine Eltern mit dem, was er ist, und dass er heranwächst, Gott sei Dank ist er gesund und munter. Aber das ist kein Geben seinerseits.

Das Geben seinerseits ist ein bewusstes Geben, mit Verständnis, in Aktion, wenn er (das heißt der Zehner) beginnt, den äußeren Chissaron zu empfangen und ihn als etwas wahrzunehmen, das am wichtigsten ist. Sie annullieren sich, ergeben sich, um diesen Chissaron über ihren Köpfen auf eine höhere Stufe zu heben und um ihn zu bitten. Nur darin liegt ihre Handlung, Hoffnung, Bitte, Gebet.

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Frage für das Seminar: Kann ich sicher sein, dass das, worum der Freund bittet, das Richtige ist, und ich selber bitte überhaupt um nichts, ich verlasse mich auf ihn, einfach so, fürs Leben? Bin ich sicher, dass das, was der Freund vom Schöpfer verlangt, richtig ist? Ich höre und überprüfe seine Bitte nicht, ich schließe mich ihm einfach an, ohne jegliche Kritik.

Vielleicht ist es diese innere Definition, die uns fehlt, um zur Bürgschaft zu kommen und dann Kontakt mit dem Schöpfer aufzunehmen?

Es ist eine “schlaue” Frage…

„Schlaue“ Frage, warum? Ich frage aufrichtig. Warum kommt es dir listig vor? Weil es bei dir alle möglichen Zweifel aufkommen lässt? Das stimmt, aber wir müssen zu der Bürgschaft kommen.

Die Bürgschaft bedeutet, dass wir als Ganzes ineinander eingebunden sind, um mit dem Schöpfer in Kontakt zu kommen: „Der Eine nimmt den Einen an“. Und deshalb strebe ich danach, denn was fehlt uns noch, um es zu erreichen?

Ich bitte euch, während des Tages all diese Höhepunkte der Lektion zu diskutieren. Wir brauchen es, wir können es nicht einfach so durchgehen und vergessen.

Artikel des Tages von Donnerstag, den 14.11.2019

 

Wir müssen verstehen, dass der Schöpfer an uns arbeitet, und das ist im Grunde genommen unsere Aufgabe.

Alles kommt vom Schöpfer, aber wir sollten deutlich spüren, dass Er derjenige ist, der jedes Mal Veränderungen in unserem Herz und Verstand vornimmt und versuchen zu begreifen, dass alles von Ihm kommt – von „es gibt niemanden außer Ihm“, um uns zu verbessern, was uns zur Ähnlichkeit der Eigenschaften mit Ihm führt.

Wann immer wir uns ändern, müssen wir uns für diese Veränderungen bedanken, auch wenn wir sie nicht mögen und je weniger wir sie mögen, desto wichtiger sind sie, denn sie sind ein Zeichen dafür, dass es gute und bedeutende Veränderungen sind. Wenn ich sie nicht verstehe und mich nicht für sie bedanken kann bedeutet das, dass es gute und wichtige Veränderungen sind.

Mit Hilfe des Zehners und aller möglichen Handlungen, die uns gegeben wurden, müssen wir diese Veränderungen nur so gut wie möglich mildern. Schließlich helfen sie uns vom Verlangen zu empfangen zum Verlangen zu geben fortzuschreiten, vom Wissen zum Glauben, von der Stufe Malchut zur Stufe Bina. Das ist im Wesentlichen der Übergang, den wir vollziehen müssen.

Was sollen wir tun? – Nach Möglichkeiten und Mitteln zu suchen, um Veränderungen in uns selbst zu erkennen – so weit wir können, mit Hilfe vom Zehner, mit Hilfe von etwas, das in uns nicht vorhanden ist. Denn was wir in unserer Welt haben: der Verstand, das Herz, die verschiedenen Handlungen, die wir selbst durchführen können, das alles bringt nichts. Die Hauptsache ist, dass wir aus Kelim, die sich in unserer Welt befinden, etwas erschaffen können, dass ähnlich dem der spirituellen Welt ist. Das ist die Umgebung.

Je mehr wir lernen, wie wir unsere Umgebung nutzen, desto mehr wird sie uns ein Gefühl und Verständnis dafür vermitteln, was mit uns geschieht. So können wir vorwärts kommen.

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Zuerst einmal muss ich wieder in den Zehner zurückkehren. Wenn ich nicht körperlich bei ihnen war, muss ich zu ihnen zurückkehren. Ich bin verpflichtet, den gesamten Zeitplan, den wir zwischen uns festgelegt haben, einzuhalten. Wir müssen versuchen, alle unsere Zustände zu diskutieren, zu suchen und bei uns etwas Gemeinsames finden. Wenn wir darüber reden, wird es zu einer größeren Annäherung zwischen uns führen. Wir werden spüren, dass wir ein gemeinsames Leben innerhalb des Zehners führen, dass es in unserem Zehner ein bestimmtes persönliches Leben gibt – das Leben des Zehners, nicht das Leben jedes Einzelnen oder das Leben der Vereinigung zwischen uns.

 

Ein Zehner ist keine Verbindung selbst, sie ist das Ergebnis einer Verbindung. Denn wenn ein Kind geboren wird, hat es sein eigenes Leben, nicht die Summe unserer Bemühungen. Das heißt, wir sprechen von der Tatsache, dass etwas Eigenes geboren wird. Und was bedeutet „eigenes“? Dies ist der Kli, in dem wir den Schöpfer offenbaren werden.

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Wenn wir nach dem Kongress zurückkehren, sind wir voller neuer Eindrücke und Gedanken. Wo sollen wir das klären?

Natürlich im Zehner! Du bist aus deinem kleinen Zehner im Gesamt-Zehner herausgekommen, und jetzt bist du wieder da. Es ist wie die Expansion und Kontraktion, über die wir gesprochen haben. Und jetzt schau, was los ist.

Wenn ihr zu eurem eigenem Zehner zurückkehrt, werdet ihr sehen, dass ihr all diese Dinge zwischen euch in einer sinnlichen, intimen Form aufbauen müsst. Ihr werdet in eurem Zehner spüren, wie viel mehr ihr voneinander abhängig seid, wieviel ihr euch einander näher seid, wie ihr euch noch mehr innerlich annähern könnt. Jetzt sollte die gegenseitige Abhängigkeit zwischen euch wachsen. All dies muss im Vergleich zu früher, um ein Vielfaches zunehmen.

Dies ist ein Fortschritt im Prozess der Expansion und Kontraktion. Das heißt, jetzt müsst ihr zu eurem Zehner zurückkehren.

 

Artikel des Tages von Mittwoch,13.11.19  

Was bedeutet es, an den Schöpfer zu denken?

An den Schöpfer zu denken bedeutet, dass ich an jemanden denke, der mein Leben bestimmt. Es gibt eine Macht, die mich regiert. Meine Knochen, mein Gehirn, mein Herz, alles, was ich bin und was um mich herum ist, die ganze Welt – es gibt jemanden, der das alles dreht. Man nennt es den Schöpfer. Er hat mir die Bedingungen gegeben: innere – wie ich mich selbst empfinde, und äußere – wie ich mein Umfeld empfinde. Und Er will, dass ich mich an Ihn wende und Ihn kenne, indem ich mit diesen äußeren und inneren Bedingungen spiele. Deshalb habe ich keine Möglichkeit, Ihm zu entkommen und zu sagen, dass ich etwas anderes zu tun habe, als Ihn an seinen Handlungen zu erkennen: „An Deinen Taten erkenne ich Dich.“ Das ist der Schöpfer.

Wer ist der Schöpfer? – Es ist alles. Und mein Körper ist ein Teil des Schöpfers: mein Gehirn, mein Herz – alles ist Teil von Ihm. Und folglich ist mir zusätzlich ein Punkt gegeben, der Ausgangspunkt, von dem aus ich darüber nachdenken kann, woher ich das alles habe – vom Schöpfer. Wenn ich die ganze Realität auf diese Weise betrachte, dann gehört alles, außer dem Punkt im Herzen, zu Ihm, und so lerne ich die ganze Realität kennen.

Welche praktischen Mittel haben wir, um über den Schöpfer nachzudenken?

Ich befinde mich in der Gruppe und wir wollen uns gegenseitig unterstützen, vor allem in der Vorstellung, dass alles was wir haben, vom Schöpfer kommt: „Es gibt niemanden außer Ihm“. Das heißt, dass mein Gedanke, der mir gerade durch den Kopf geht von Ihm kommt, der Wunsch der in mir erwacht, kommt von Ihm, das Ereignis das sich in meinen 5 Sinnen entfaltet, kommt von Ihm. Alles ist von Ihm. Und dann beginnt mein Gespräch mit Ihm: Er spricht zu mir durch all diese Dinge.

Als Kind sah ich einmal einen Film über Astronauten, die auf einen Planeten kamen und begannen an verschiedenen Zeichen zu erkennen, dass es hier jemanden oder etwas gibt. Sie versuchten, an einigen Objekten und Handlungen herauszufinden, wer es war oder was es war. Und so möchte ich Ihn in meinem Leben kennenlernen. Warum tut Er das, warum hat Er mich so erschaffen, in einem solchen Wunsch, in einem solchen Gedanken und so weiter. Er tut es, nicht ich. Er sagt über sich selbst: „Ich bin der Erste und ich bin der Letzte“. Und du? – Du bist in der Mitte, um Anfang und Ende zu verbinden, damit du es begreifen kannst.

Deshalb befinde ich mich in einem Umfeld, das diese Lebenseinstellung stärken muss. Dann trenne ich mich nicht davon ab, ich bin ständig mit der Tatsache verbunden, dass der Schöpfer es tut. Gleichzeitig agiere ich in meinem Leben und tue alles Notwendige – egal was. Hauptsache, ich bin immer in dem Zustand – soviel es geht, es kann auch 24 Stunden sein, – dass der Schöpfer alle Gedanken und Wünsche in mir hervorruft, mich begleitet und alles tut. Und so weiter, bis du merkst, dass du nicht einmal deinen kleinen Finger bewegen kannst, denn „es gibt niemanden außer ihm“. Er gab uns nur einen kleinen Funken, der außerhalb der Schöpfung liegt. Mit diesem Funken, der von Ihm als Teil von Ihm kommt, können wir feststellen, dass das Übrige von Ihm kommt.

 

Artikel des Tages von Dienstag, den 12.11.2019

 

Wie muss die Arbeit zwischen den Freunden im Zehner in dem Zustand sein, von dem Sie jetzt sprechen?

Gegenseitige Hilfe: wie wichtig ist es für uns jetzt, Chissaron bei Dunkelheitsmangel zu finden. Es gibt nicht genug Dunkelheit. Plötzlich spüren wir, dass wir kein Verlangen, keinen Druck wie früher haben. Zuvor basierte der Druck auf dem, was mir fehlte, aber jetzt muss es den Druck basierend auf dem Chissaron des Schöpfers geben. Wie kann ich in mir selbst solche Wünsche, solche Bedürfnisse finden, damit ich nach Ihm streben könnte, damit ich Ihm geben und mich an Ihn richten könnte, in der Zeit, in der ich keinen Mangel daran verspüre? Früher hat Er die Dunkelheit geweckt, aber jetzt muss ich es tun, und es ist viel schwieriger. Jetzt muss ich mich um das Kli, um das Chissaron zum Schöpfer bemühen. Früher habe ich mich an Ihn gewandt, weil es mir schlecht ging. Jetzt fühle ich mich nicht schlecht, wie kann ich mich an Ihn wenden? Genau jetzt gibt es einen Raum für Streben, Gebet und Handlung. Es ist klar, dass wir uns in einem schwierigen Zustand befinden, es ist eine grundlegend neue Stufe.

Müssen wir diesen Zustand im Zehner offen klarstellen und darüber nachdenken, wie wir uns über ihn erheben? Ist das jetzt unsere tägliche Arbeit?

Kann sein. Mal sehen, wie lange wir durchhalten können. Ich sehe, dass der bulgarische Kongress uns in den neuen Zustand, zu einer neuen Stufe, zu einem neuen Verständnis geführt hat, d.h. wir müssen jetzt das Chissaron zum Schöpfer selbst erwecken. Das gilt für das ganze Kli, und das ist unsere neue Arbeit. In diesem Zusammenhang sprechen wir jetzt über Erschwernis des Herzens. Das heißt, Erschwernis des Herzens besteht jetzt darin, dass ich mich um den Mangel an Streben kümmere. Zuvor hatte ich die Hilfe des Schöpfers: Er weckte in mir verschiedene schlechte Zustände auf, und dann lief ich zu Ihm. Jetzt bin ich in einem solchen Zustand, dass ich zu Ihm laufen muss, nicht weil es mir schlecht geht, sondern weil ich erkenne, dass ich Ihm die Freunde nicht bereite, dass ich an Ihn nicht denke. Es macht mich krank, und da muss ich anfangen zu arbeiten.

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Leide ich jetzt, weil ich nicht das Verlangen habe, dem Schöpfer zu geben, so wie ich gelitten habe, weil ich das Spirituelle nicht erreichen könnte oder weil ich nicht verstanden habe, wo ich war und was mit mir geschah? Bedaure ich den Mangel an Verlangen nach dem Schöpfer heute? Wenn nicht, was soll ich dann tun? Wie kann ich dieses Chissaron finden? Ich habe einen Zehner. Wenn wir zusammen sind und verstehen, dass unser Problem darin besteht, dass wir kein Verlangen nach dem Schöpfer haben, wie können wir dann zu diesem Verlangen kommen?  Mit Hilfe des Gebets. Wie wollen wir das Verlangen nach dem Schöpfer genießen? Die Dunkelheit wird wie Licht leuchten. Das heißt, damit diese Dunkelheit, dieses Chissaron wie Licht ist. Ist das klar? Sprich darüber, wie wir in Abwesenheit des Lichts zu einem gemeinsamen Streben zum Schöpfer kommen können, zu einem Streben, das uns erfüllt.

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Wie misst man das Streben?

Nach der Erfüllung.

Wie drückt sich das aus?

Wie sehr mich diese Sehnsucht erfüllt. Was denkt ein Junge, der ein Mädchen begehrt? Er denkt an sie, und es erfüllt ihn. Warum erfüllt mich der Gedanke an den Schöpfer nicht? Natürlich habe ich es nicht, also bitte ich darum.

Das Beispiel mit einem Jungen ist sinnlicher – er hat ein Objekt.

Es scheint dir nur so. Dann geht es vorbei, und es bleibt nichts übrig. Ihr könnt mit Hilfe eurer Umgebung erreichen, dass ihr den Schöpfer sehr wohl durch Neid, Leidenschaft und Würdigung anstreben werdet. Dieses Streben wird dich erfüllen, du brauchst nichts anderes als das. Es bedeutet spirituelle Erfüllung, es gibt NaRaNCHaY de NaRaNCHaY- man weiß nicht, was es ist. Das Streben ist eine Kli.

Was ist das Streben nach Freunden, nicht nach dem Schöpfer?

Wie füllt man sich mit Liebe? Welche Art von Kli brauchst du für die Liebe? – Sehnsucht. Wenn du ein Verlangen hast, und es unter Selbst Annullierung, Schirm und reflektiertem Licht steht, so löschst du es nicht aus. Du kümmerst dich immer darum, damit es nicht erlischt, denn sobald es erlischt, ist von deiner Liebe nichts mehr übrig. Das ist der Unterschied zwischen Liebe und Sex – wir können sie nicht unterscheiden.

Worin besteht der Unterschied zwischen dem Streben nach Freunden und dem Streben nach dem Schöpfer?

Es ist die gleiche Neigung, aber als Kli und Licht. Ich muss nach Freunde streben, um mit ihnen das Verlangen nach dem Schöpfer wach zurufen. Der Schöpfer ist nicht klar, sein Bild offenbart sich allmählich in dem Verlangen nach Freunden als Ergebnis. Es gibt eine Handlung und es gibt ein Ergebnis. Das Ergebnis der Vereinigungs-Handlung der Freunde ist der Aufbau des Bildes des Schöpfers in meinem Herzen.


Wegen dem Welt Kabbala Kongress in Bulgarien gab es mehrere Tage keinen Artikel des Tages.

 

Artikel des Tages von Donnerstag, 7.11.2019

 

Wir müssen versuchen, einander freundlich zu behandeln, alle korrigiert zu sehen und nicht unserem Ego zu folgen, das uns alles als Entgegengesetzt und nicht-korrigiert zeigt. Wir wollen alles so annehmen, als würde es in unserem korrigierten Wunsch wahrgenommen – und zwar dass wir uns gegenseitig, um des Gebens Willen annähern. So müssen wir uns auf dem Kongress und allgemein im Leben verhalten, aber nicht in Bezug auf die ganze Welt, sondern innerhalb unserer Gruppen.

Mal sehen, was das Ergebnis sein wird. Wenn wir uns in diesen Tagen an diese Verhaltensweise gewöhnen, werden wir unseren spirituellen Fortschritt spüren, wir werden neue Sinnesorgane entwickeln, es werden neue Details der Wahrnehmung entstehen. Und das alles dank der Tatsache, dass jeder aus sich selbst heraustritt und sich ein wenig mehr in die anderen einschließt, d.h. anstatt der egoistischen Kelim, erlangt er gewisse äußere, altruistische Kelim. Und genau das ist es, was wir brauchen: zu beginnen, die Realität durch diese Kelim wahrzunehmen, die mit meinem Ego nichts zu tun haben, und dann werde ich durch sie die höhere Welt sehen. Lasst es uns versuchen.  Ich denke, wir stehen kurz vor der Realisation, und deshalb habe ich diesem, den ganzen Unterricht gewidmet.

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Aber auch dies wird nur geschehen, wenn wir uns Mühe geben, die ganze Welt über unserem Ego zu sehen – durch unsere Haltung von Geben, Liebe und Einheit. Zumindest während des gesamten Kongresses müssen wir unsere Gruppe auf diese Art und Weise behandeln. Es steht geschrieben: „Wie schön und angenehm ist es für Brüder, gemeinsam zu sitzen, und dann auch noch gemeinsam“. „Dann auch noch“ bedeutet, dass der Schöpfer mit uns ist, zwischen uns, bis zu dem Punkt, an dem Er uns zu leuchten beginnt.

Wenn wir, die gesamten Welt-Kli, heute ein Bündnis eingehen und uns gegenseitig helfen, das Bild der Vollkommenheit zusammenzuhalten, und wir tun es gemeinsam, denn niemand kann es allein tun, – werden wir dann in der Lage sein, durch diese Zustände im Kongress durchzugehen?

Ich bin sicher, das werden wir tun! Deshalb spreche ich heute, im letzten Unterricht vor dem Kongress, darüber, sonst würde ich jetzt nicht über dieses Konzept sprechen, das uns ermöglichen wird, jeden als korrigiert und geliebt zu sehen – das ist es, was wir brauchen.

Wie gehen wir dieses Bündnis ein?

Jetzt, wenn ich euch sage, was zu tun ist, sollt ihr mir zustimmen, und jeder ist dafür verantwortlich, denn eure Zukunft hängt davon ab: entweder ihr tretet in dieses hinein oder nicht, Eins von beidem. Ich verkaufe keine Versicherung für das Leben in der künftigen Welt, ich sage Folgendes: lasst uns versuchen es zu verwirklichen, und ihr werdet spüren, dass ihr in einen neuen Zustand eintretet, dass ist diese neue Wahrnehmung, die höhere Kraft – all das wird euch offenbart, zumindest in einem minimalen Ausmaß.

Wenn jeder über sein eigenes Ego hinausgehen und andere als korrigiert sehen will, und so tut jeder in Bezug auf andere – dann werden wir sicherlich unsere Umgebung als korrigiert betrachten, das heißt, wir werden bereits die spirituelle Welt sehen.

Wie kann ich meinen Freunden mit Worten oder ohne Worte zeigen, dass ich dieses Bündnis halte?

Du musst ihnen das mit allen möglichen Mitteln zeigen, das heißt, du musst es tun, was auch immer passiert! Du musst ihnen zeigen, dass du sie alle als korrigiert siehst, und ihnen sagen: „Schau, wie gut die Freunde arbeiten, wie schön sie sprechen!“.

Das heißt, man muss nur Gutes sagen und sich daran halten, dass alle Freunde korrigiert sind, und dieses Gefühl den anderen vermitteln.

 

Artikel des Tages von Mittwoch, den 6.11.2019

 

Ich erhebe meine Freunde über mich und behandle sie so, dass sie die Größten, Klügsten und Organisiertesten sind. Sie sind die Gruppe, und ich verbeuge mich vor ihnen, so dass ich die Kraft, die in der Vereinigung zwischen ihnen existiert, als die höchste in der Realität respektiere und schätze – der Schöpfer lebt in ihnen. Und wenn ich anfange, sie so zu behandeln, erkenne ich, dass es tatsächlich eine gewisse innere Kraft zwischen ihnen gibt. Niemand auf der Welt kann sie erkennen, und ich beginne, sie zu sehen. Es ist eine Art inneres Feld, das in ihnen existiert. Warum? Weil der Schöpfer sie ausgewählt hat. Er legte meine Hand auf dieses Schicksal und sagte, dass es gut für mich sei, es zu nehmen und mich mit ihnen zu verbinden. In Bezug auf diese Kraft, in der der Schöpfer sich befindet, nämlich in Bezug auf den Schöpfer, der in ihnen ist, verbeuge ich mich – so will ich es mir vorstellen.

Und alle vom Schöpfer geschaffenen Sünden, die man „Ich habe einen bösen Trieb geschaffen“ nennt, versuche ich mit Liebe zu bedecken. Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich es will, manchmal nicht, manchmal kann ich den Schöpfer darum bitten, mir zu helfen, das Maß der Liebe zu ihnen zu erhöhen, manchmal nicht. Und das ist der Wechsel von Aufstiegen und Abstiegen, aber diesen Aspekt – die Einstellung zu den Freunden als die Einstellung zum Kli, in dem sich der Schöpfer zwischen uns befindet – muss ich entwickeln. So bewege ich mich mehr und mehr auf die Tatsache zu, dass das Gefühl, dass etwas zwischen ihnen in Bezug auf mich geschieht, immer klarer wird, bis ich beginne zu erkennen, dass es einen solchen Ort, eine solche Beziehung zwischen ihnen gibt, wo der Schöpfer ist. Sie haben diesen Ort, dieses Kli, diesen Rahmen gebaut, wo Er sich befindet.

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Ich muss mir selbst sagen: „Ich bin in den Zehner unter den Umständen gekommen, die ich nicht kenne. Es heißt, dass der Schöpfer meine Hand auf ein gutes Schicksal legte und sagte: „Nimm es dir“. Ich akzeptiere sie und fange an, eine Beziehung zu ihnen aufzubauen. Ich werde sie nicht kritisieren, weil sich die Kritik je nach meiner Stimmung und den unterschiedlichen Bedingungen ändert. Und sie verändern sich in meinen Augen, und ich verändere mich auch. Also muss ich sie akzeptieren, als ob ich sie liebe. Warum? Weil der Schöpfer sie ausgesucht hat, weil sie Teil meiner Seele sind. Jetzt bin ich mit ihnen nicht einverstanden, denn ich bin unvollkommen, ich werde von der Macht der Spaltung gesteuert. Wenn anstelle der Kraft der Spaltung die Kraft der Vereinigung, der Korrektur, kommt, werde ich sie lieben. Also ich versuche jetzt mir vorzustellen, wie verbunden ich mit ihnen bin, wie sehr ich sie liebe, wie sehr wir in Herz und Seele zusammen sind. Das ist natürlicher und wahrer, und dadurch, dass ich auf dieser Art und Weise denke, beschleunige ich meine Korrektur.

Meine Empfehlung ist, dass du, wenn du im Zehner bist, die Freunde so annimmst, dass der Schöpfer sie dir gibt – es gibt niemanden außer Ihm. Und selbst wenn Er diesen Zehner jeden Tag verändert – macht Er diese Veränderung. Offensichtlich ist etwas in der spirituellen Realität geschehen, und der Schöpfer hat diese Entscheidung getroffen – natürlich um deinetwillen. Du musst den Zehner über dir selbst akzeptieren und versuchen, die Beziehung zwischen euch als Liebe vorzustellen. Versuche schließlich, dir die endgültige Korrektur vorzustellen. Möchtest du das Endkorrektur erreichen? – Kein Problem, stell es dir jetzt vor, als ob du dich bereits darin befindest, und du wirst sehen, wie sehr das hilft.

 

Artikel des Tages von Dienstag, den 5.11.2019

 

Vor uns, auf dem europäischen Kongress, liegt eine sehr wichtige Aufgabe. Ich bin Israeli, aber ich sollte mich nicht irgendwo unter denen verstecken, die aus Israel kamen, oder ich bin Russe, dann bin ich nur unter den Russen. Ich möchte mich unter alle mischen, um zu sehen, wie fremd die anderen für mich sind, deshalb werde ich mich natürlich von ihnen distanzieren, ich fühle eine gewisse Kälte zwischen uns. Aber ich verstehe, dass ich durch die Vereinigung über diese Kälte, über diese Distanz immer mehr den Ort für die Offenbarung des Schöpfers enthülle.

Wir müssen so viel wie möglich tun und dürfen nicht glauben, dass die Beziehung zwischen uns besser wird – sie wird nur schlechter, damit wir die Zersplitterung noch mehr korrigieren können. Bis wir die erste Stufe erreichen, in der der Schöpfer sich zeigt, wird es nicht einfach sein! Dieser erste Schritt ist der Wichtigste, es ist wirklich der Übergang vom Materiellen zum Spirituellen.

Wenn es uns gelingt, an einem solchen Zustand festzuhalten: Ich liebe meinen Freund nicht, ich stoße ihn ab, ich hasse ihn sogar, aber ich bin bereit, mich mit ihm zu vereinen, weil der Schöpfer ihn mir geschickt hat, und ich vereinige mich mit ihm, nur um den Schöpfer zu offenbaren, dann wird er für mich genauso wichtig wie der Schöpfer. Auf diese Weise erreiche ich die richtige Vereinigung – wirklich „um des Gebens willen“.

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Das Gebet ist also, dass der Schöpfer mir mehr Kraft gibt, Ihn zu lieben?

Wenn ich verstehe, dass ich nichts tun kann, weil der Schöpfer eine negative Einstellung zu meinem Freund einbringt, und ich weiß, dass sie von Ihm kommt, aber ich korrigiere sie nicht in eine positive, sondern sage, dass ich es nicht weiß, wie ich ihn hassen kann, wenn es von dem Schöpfer kommt – nein, ich liebe ihn…. Das Ganze ist falsch! Ich darf all diese Gefühle nicht verbergen – ich muss klar verstehen, was ich von meinem Freund halte.

Hier habe ich die Chance, mich an den Schöpfer zu wenden: Du hast den bösen Trieb geschaffen, all diese schlechten Eigenschaften, es gibt hier nichts, was von sich aus existiert. All diese Erscheinungen: meine Liebe oder mein Hass werden von Dir erschaffen, und ich nehme die ganze Welt durch das Prisma dieser Eigenschaften wahr. Doch jetzt möchte ich sie so organisieren, dass es eine Mittellinie zwischen ihnen gibt.

Die mittlere Linie bist Du. Die rechte Linie kommt von Dir – Liebe, die linke Linie – Hass, und in der Mitte – Du als ihre Quelle. Und ich möchte, dass die Balance zwischen der rechten und linken Linie in der Mitte kommt – zu Dir, zur Quelle. Also hilf mir, es zu tun.

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Ich flehe euch an, nicht zu vergessen, worüber wir im ersten Teil der Lektion gesprochen haben. Dies sollte die Grundlage für die Erkenntnis des Bösen in uns sein, das der Schöpfer in uns hervorruft. All dies dient nur dazu, eine wahre und gute Verbindung zu all unseren Freunden – in unserem Fall zu denen, die zum Europäischen Kongress kommen – herzustellen, so dass wir bereits einen großen, wichtigen Schritt zur Korrektur der Zersplitterung, zur Korrektur von Babylon getan haben.

Artikel des Tages von Montag, den 4.11.2019 

Wir müssen uns ständig gegenseitig daran erinnern, dass die Freundesliebe eine besondere, großartige Sache ist, und das ist das Wichtigste. Ohne die Kraft der Einheit und Liebe zwischen uns zu entwickeln werden wir nicht die primäre Ähnlichkeit mit dem Schöpfer erreichen. Und aus dieser Ähnlichkeit beginnen wir, Ihn zu spüren. „Und es sei daran erinnert, dass die Gesellschaft als Ganzes auf der Grundlage der Erfüllung der Nächstenliebe geschaffen wird, und es ist ein Sprungbrett zur Liebe zum Schöpfer.“ Deshalb haben wir keine andere Wahl, als uns auf die Verbindung zwischen uns zu konzentrieren – es gibt nichts außer die Gruppe. Ich bringe mich dorthin und kümmere mich nur um die Verbindung zwischen uns, bis sich diese Verbindung in Liebe verwandelt.

„Und das wird dadurch erreicht, dass der Mensch das Bedürfnis erkennt, dem Nächsten zu geben, ohne belohnt zu werden.“

 Hier haben wir ein ernsthaftes Problem. Ich bin in die Gruppe gekommen, um die Kraft des Gebens zu erhalten. Mit dieser Kraft möchte ich weiter zum Schöpfer gehen, denn der Schöpfer ist das Ziel. Wenn der Schöpfer das Ziel ist, warum sollte ich dann plötzlich sehen, dass die Gruppe der Mittelpunkt ist und das Geben an meinen Freund mein ganzes Leben ist? Wie kann ich mich jetzt inmitten des Weges ändern? Ich habe immer nach der Offenbarung des Schöpfers, nach der Spiritualität gestrebt, und jetzt sagt man zu mir: „Nein, ersetze dein Ziel, die Form deiner Arbeit. Jetzt musst du dazu kommen, dass auf dieser Etappe auf der du dich befindest, deine Freunde alles für dichsind  und es gibt nichts größeres.“

Ich erinnere mich, als ich mal einen schönen Ball hatte und mit meinen Freunden im Hof spielte. Ich habe nichts anderes auf der ganzen Welt gesehen – nur mit den Freunden zu spielen, darin bestand mein ganzes Leben. Jetzt muss ich also dazu kommen, dass ich die Gruppe brauche, in der wir die Freundesliebe spielen werden. Wir tun uns gegenseitig Gefallen, kommen näher zusammen, und ich denke nur darüber nach, wie ich mit ihrer Hilfe über meinen Egoismus hinwegkommen kann. Ist das für den Rest des Lebens? Ja. Jetzt muss ich mich in einem Zustand befinden, in dem das wichtigste Ziel für mich ist, die Freundesliebe zu erreichen. Das Geben an den Freund ist das Ende von allem, es gibt nichts anderes, und es muss meinen ganzen Horizont füllen.

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Unser erstes und wichtigstes Ziel ist es, unsere Freunde immer gut gelaunt zu halten, und es ist keine Leichtsinnigkeit oder Witz, sondern man erhebt dadurch den Geist. Ich kann sie gut gelaunt halten, wenn ich mich selbst um die Größe des Ziels kümmere und darüber nachdenke, wie ich sie von diesem Ziel überzeugen kann. Es hängt von der inneren Arbeit der Gruppe ab, wie sehr wir uns bemühen. Ich denke nicht darüber nach, was ich über das Ziel denke und wie wichtig es ist, aber ich denke darüber nach, wie wichtig es für meine Freunde sein muss. Ist es verständlich? Es muss mein Job sein. „Der Mensch helfe seinem Nächsten“ – er hilft nicht den anderen, sondern sich selbst. Warum hat der Schöpfer meine Seele in mich und viele Menschen, die außerhalb von mir sind, geteilt? – Damit ich mich auf diese Weise richtig um die Größe des Schöpfers in meinen Augen kümmern kann, die Größe der Liebe. Denn wenn es außerhalb von mir ist, ist es für mich eine viel offensichtlichere Arbeit gegen mein Ego, indem ich mich für die Tatsache erwecke, dass ich in den anderen lebe. So komme ich voran.

Wir haben drei Artikel von RABASH über die Gruppe gelesen, fasst bitte zusammen, was ihr unternehmen müsst, um eine Gruppe aufzubauen, die zu einem Kli der Seele, der Offenbarung des Schöpfers wird. Wählt alle Regeln, die dort geschrieben stehen, aus, und arbeitet sie sorgfältig durch. Jeder Artikel muss wie ein einfacher, unkomplizierter Satz sein, den ihr lesen und erklären könnt, woher der Inhalt kommt, wie er umgesetzt wird und zu was er führt. Das ist alles.

Wir verabschieden uns  bis zum nächsten Unterricht. Vereinigt euch. Wenn ihr euch ein wenig abgetrennt fühlt, ist es noch besser. Bereitet den Kongress vor, bereitet die Verbindung zwischen euch vor. Beginnt zu spüren, dass ihr für die Offenbarung des Schöpfers verantwortlich seid – er liegt in euren Händen. Seid erwachsen, verantwortungsbewusst und zukunftsorientiert. So sagt die Mutter ihren Kindern: streitet nicht, versucht zur Liebe zu kommen, in der sich der Schöpfer offenbaren wird. Ich wünsche euch alles Gute! Ich wünsche euch einen schönen Tag und eine richtige Vorbereitung auf unseren großen Kongress!

 

Artikel des Tages von Sonntag den, 3.11.2019 

 

Wie ich prüfe, ob ich in absoluter Verzweiflung bin, d.h. nicht in der Lage bin, mich vor der Gruppe völlig zu annullieren? Das ist die Form der Verzweiflung, nach der ich, wenn überhaupt, suche. Ich habe vor, mich selbst zu annullieren und tue es so weit wie es möglich ist, bis ich anhalte und merke, dass es eine Einschränkung gibt. Und hier kann mich nur die Hilfe des Schöpfers zu einer echten Selbst Annullierung anregen, in der ich verschwinde, mich in der Gruppe auflöse. Dies ist das erste Mal, dass ich an dieser Stelle Kontakt mit dem Schöpfer habe. Warum? Warum habe ich erst jetzt meinen ersten Kontakt mit dem Schöpfer? In diesem Punkt der Verzweiflung infolge der Unfähigkeit, mich vor der Gruppe vollständig zu annullieren, finde ich Kontakt mit dem Schöpfer.

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Wie kann jeder von uns in der Gruppe von der Erfahrung der anderen lernen, wenn wir selbst keine Energie mehr haben? In der Tat, das ist es, was ich tun muss, um zum Gebet zu kommen, und alle meine Freunde brauchen das Gleiche. Das bedeutet, dass wir uns in der Notwendigkeit des Gebets verbinden sollten, wenn unsere Kraft gleich Null ist, und uns gemeinsam im Gebet verbinden. Das ist der schrittweise Aufbau von Kli, der viele Schichte umfasst.

Wie vereinen wir uns, wenn jeder den Zustand erreicht hat, in dem seine Kraft „gleich Null“ ist, so dass er zu einem gemeinsamen Zustand wird, wie es heißt: „und die Söhne Israels stöhnen von harter Arbeit“ – nicht nur einzeln, sondern alle zusammen?

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Welche Mittel werden benötigt, um in einen Zustand zu kommen, in dem ich selbst verzweifelt bin und in dem ich zu dem Zustand  „Lishma“ gelangen kann? Wie erhebe ich mich, wie bringe ich mich von „LoLishma“ zu „Lishma“ näher? Hier liegt der Übergang, das „Tor des Schöpfers“, in welches ich hinein gehen muss. Was genau passiert mit mir, wenn ich durch dieses Tor gehe? Wie mache ich das? Wo ist die Gruppe hier? Vielleicht ist dieses „Tor“ die Gruppe, in der ich mich meinen Freunde anschließen muss, und der Punkt der Einbindung in sie wird als „Zugangspunkt“ zu diesem „Tor“ bezeichnet? Was passiert mit mir, wenn ich „LoLishma“ durch „Lishma“ ersetze?

Diskutiert es gemeinsam, denn wenn ihr immer versucht, die Antwort zu finden, ist das ein Gebet.

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Wie können wir uns auf dem Kongress in Bezug auf die gesamte, große Gruppe, vor allen unseren Freunden aus der ganzen Welt annullieren, um in dieser Annullierung den Schöpfer verpflichten sich als Gesetz zwischen uns zu offenbaren? Wir müssen eine Form der Selbst Annullierung erreichen, die mit Seiner Offenbarung übereinstimmt – wie machen wir das? Es ist die Arbeit, die wir jetzt leisten müssen.

Es wird nichts anderes verlangt, wie es geschrieben steht: „Wir müssen nur auf das Feld hinausgehen, dass der Schöpfer gesegnet hat“. Dies ist das Feld, wo wir alle kommen, wo wir alle uns voreinander annullieren, damit der Schöpfer, die gemeinsame Kraft der Hingabe, zwischen uns herrscht. Nur das wünschen wir uns. Was müssen wir tun?

Bedeutet diese „Formel“, dass wenn ich mich selbst annulliere und den Schöpfer bitte, sich in meinen Freunden als Kraft des Geben und der Liebe zu offenbaren? Wenn ich nur das erwarte? Mit welchem Gebet wende ich mich an Ihm, welche Worte fasse ich dafür zusammen? Ich, die Gruppe, der Schöpfer – es gibt hier nicht viele Möglichkeiten.

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