Artikel des Tages von Dezember 2019

Liebe Freunde, bitte beachtet, dass Freitag und Samstag, während der großen Kongresse und Feiertage, kein Artikel des Tages erscheint. Wir bitten auch zu beachten, dass die Artikel des Tages Auszüge und Mitschriften der wörtlichen freien Rede aus dem Unterricht sind und  deshalb an der einen oder anderen Stelle vielleicht nicht immer ganz leicht zu verstehen ist. Transkript von Rav Laitmans Unterricht.

 


Artikel des Tages von Sonntag, den 22.12.2019

 

Die Hauptsache ist, von innen heraus zu spüren, dass ich ihn (den Freund) hasse, und darüber hinaus muss ich ihn lieben. Und diese beiden Tendenzen müssen zusammen existieren. Zusammen! Wie kann das sein? Denn der Schöpfer steht zwischen ihnen, und Er ist es, der sowohl Hass als auch Liebe verursacht. Er selbst ist es, die Kraft des Gebens und der Liebe, der den bösen Anfang geschaffen hat – die Kraft des Hasses und der Ablehnung. Er ist es, der das Bindeglied ist, und Er manifestiert sich zwischen ihnen…

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Frage: Angenommen, der Hass hat sich zwischen mir und meinem Freund offenbart und wir treffen uns, um den Hinweis von Rav umzusetzen.

Antwort: Nein, das ist nicht der Hinweis von Rav, lasst mich in Ruhe; und es ist auch kein Rat der Kabbalisten. Dies ist eine Methode, die in der Natur, in der Welt, in der spirituellen Natur existiert! Warum erniedrigst du sie auf Ravs Methode? Als ob ich eine Methode erfinden würde… Nein, es ist das Gesetz der Natur.

Frage: Mein Freund und ich wollen uns heute Abend treffen, um dieses Gesetz der Natur umzusetzen. Was sollen wir tun?

Antwort: Habt ihr beschlossen, dass ihr euch vereinen wollt, stimmt? Und in dieser Vereinigung dürft ihr nicht vergessen (ihr müsst daran denken!), was zwischen euch passiert ist. Denn am einfachsten ist es, alles zu vergessen. Ihr möchtet euch gleichzeitig in Liebe und Hass befinden, um die höhere Kraft dazwischen zu enthüllen. Ihr tut dies für Ihn, um Ihm Genuss zu bereiten, und auf diese Weise baut ihr die Verbindung zwischen euch und Ihm auf. Er ist die mittlere Linie zwischen euch.

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Lass uns wenigstens einen Tag lang realisieren, worüber wir reden. Es gibt Konflikte, lasst sie uns klären. Danke an den Schöpfer, der diese Zustände für uns vorbereitet hat. Sehr schön. Wir werden an den Konflikten arbeiten, und nicht nur an Konflikten. Die Tatsache, dass ich alle vernachlässige, über sie vergesse, mich nicht um sie kümmere und so weiter – das ist auch ein Konflikt. Es ist nur mein Ego, das die Ablehnung verursacht. Und ich muss es schon erkennen – es kann eine sehr schwache Kraft der Ablehnung sein, und ich kämpfe bereits dagegen an. Ich erhebe mich bereits über diese Kraft, ich rette mich ständig selbst und ich will mich nicht von Ablehnungskräften daraus herausziehen lassen. Lasst uns ernsthaft über eine Vereinigung nachdenken! Es gibt ohne Zweifel eine Art von Entfremdung in jedem von uns. Ich bin in jeder Hinsicht mit ihnen nicht einverstanden… Macht nichts, ihr braucht euch nicht damit befassen. Ich weiß nur, dass es etwas gibt, und ich bin zur Vereinigung bereit.

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Frage: Worin liegt unsere Arbeit im Laufe des Tages, damit wir das nicht verpassen, worüber wir heute gesprochen haben?

Antwort: Wir müssen versuchen, uns daran zu gewöhnen, zwischen Ablehnung und Sympathie, zwischen Hass und Liebe, zwischen Annäherung und Entfremdung zu leben, zwischen diesen beiden Kräften, um zu begreifen, dass sie beide vom Schöpfer kommen. Er möchte, dass wir alle Kräfte, die in der Natur existieren, nutzen, damit der Engel des Todes zum heiligen Engel wird. Und dass es nur durch die Absicht geschehen kann! Der Wunsch zu empfangen kann nicht korrigiert werden, er will alles an sich heranziehen und alles beherrschen, aber deine Absicht, ihn zu benutzen, wie wir gesagt haben, wenn ich meine Einstellung zu anderen und meinen bösen Anfang herausfinde, hilft mir zu erkennen, wie weit ich von den anderen entfernt bin, und deshalb hilft er mir, ihnen näher zu kommen.

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Hast du einen Freund, den du hasst? Nein! Armes Ding, du hast keine spirituelle Arbeit. Was nun? Ich weiß es nicht. Bitte den Schöpfer, eine gewisse Ablehnung in dir zu wecken, einen gewissen Hass auf jemanden. Etwas, eine Art Konflikt… Und du bekommst plötzlich das Gefühl, dass Oren, zum Beispiel, dich nicht ernst nimmt. Nicht dass du es so empfindest, du wirst es tatsächlich hören: „Wer bist du eigentlich? Du hast keine Ahnung…“ Solche Sachen… Und dann gehst du auf, und diesbezüglich hast du etwas zu tun. Jemand, der keinen Hass empfindet, hat keine Arbeit, als wäre er kastriert. Was hat er überhaupt?

Frage: Sagen wir, 10% von der Weltkli fühlen diesen Hass nicht. Heißt das, dass sie von der Arbeit, über die Sie heute mit Gilad gesprochen haben, befreit sind?

Antwort: Wir müssen suchen. Ich bin sicher, dass sie überall auf der Welt ist. Sie gibt es an jedem Ort. Nicht unbedingt in deinem Zehner, es gilt für die ganze Kli. Ich meine, unter Männern.

 

Artikel des Tages von Donnerstag,  19.12.2019

 

Weil ihr in eurer Gruppe keinen Kontakt zueinander habt, weil ihr euch nicht berührt, „tötet“ ihr damit eure Spiritualität.

Was meinen Sie mit berühren? Was bedeutet dieser Kontakt? Unsere gemeinsame Aufgabe ist ganz klar: Wir müssen ein spirituelles Ziel erreichen, die Einheit. Dafür gibt es eine Reihe von Maßnahmen, die wir durchführen müssen. Besteht darin kein Kontakt zwischen uns?

Es gibt angeblich gute Beziehungen zwischen euch, und warum ruft der Schöpfer keinen Hass zwischen euch hervor – ist es das, was du meinst?

Sie sagten, dass wir uns nicht berühren, was meinen Sie damit?

Versucht Ihr ein Herz zu werden, in einem Wunsch, in einer inneren Handlung zu sein? Versucht ihr den ganzen Tag lang zu spüren, dass ihr, obwohl ihr euch körperlich nicht nahe steht, ein Herz zu sein?

Ist es nicht die Handlung eines Zehners, sondern eine  persönliche Handlung im Bezug auf den Zehner?

Es ist die Handlung eines Zehners, der seine Mitte erreichen will, ein Herz zu sein – wie “ ein Mensch mit einem Herzen“.

Wie kann man sich gegenseitig auf diese Art und Weise beeinflussen?

Ich weiß nicht. Denk du mal nach! Aber das ist das Problem. Wenn ihr es nicht tut, kommt ihr dem Spirituellen nicht näher. Wenn ihr zum ersten Mal die Mitte des Zehners spürt, wenn ihr danach strebt, mit jedem im Herzen verbunden zu sein, dann ist es spirituell. Dein Herz schlägt 24 Stunden lang, also muss dein Herz 24 Stunden lang mit allen anderen Herzen zusammen schlagen. Wo auch immer du bist, bist du mit ihnen. Egal was du tust, aber alle deine Wünsche und Gedanken müssen an einem Ort sein, es wird „moha ve liba“ (Verstand und Herz) genannt. Wenn ihr es nicht wollt, lasst es. Ich will mir nichts weiter anhören. Macht es, dann bekommt ihr eine Reaktion von oben. Wenn Ihr es nicht tut, könnt Ihr so weitermachen, es ist auch akzeptabel, aber es wird der Weg des Beito (zu gegebener Zeit) sein.

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Vielleicht muss man erst eine sehr starke Liebe erfahren, um den Zustand zu erreichen, den Rabbi Shimons Jünger hatten, als sie sich gegenseitig hassten, aber trotzdem zusammen blieben? 

Wie kannst du das tun? Auf Grund von was? Du weißt nicht, worauf du die Liebe aufbauen sollst, oder? Nur wenn dir der Hass offenbart wird, kannst du Liebe darauf aufbauen. Du bedeckst den ganzen Hass mit Liebe. Wie ein Masochist genießt du die Tatsache, dass du den Hass mit Liebe bedeckst, weil du auf diese Weise dem Schöpfer tatsächlich eine Freude bereitest.

Theoretisch ist es klar…

Du hast also keine Unterstützung von deinen Freunden, du kannst es nicht allein tun. Allein willst du alle „verbrennen“: Hass wird offenbart: du kannst nichts rechtfertigen, kannst dich nicht über diesen Hass erheben – du brauchst die Unterstützung der Umgebung.

Nur mit Hilfe der Umgebung, wenn alle an der „gemeinsamen Hand“ festhalten, bedeckt man gemeinsam den Hass mit Liebe.

Es scheint mir, wenn wir den entsprechenden Hass erlebt hätten, wären wir alle weggelaufen, niemand hätte das überstanden!

Deshalb wird der Hass nicht offenbart, und das sollte euch stören, denn Hass ist „Treibstoff“, er ist Awiut. Weißt du, was für ein Awiut sich sogar bei einem Fötus entfalten sollte?

Was bedeutet es für einen Fötus? Stell dir vor, dass du jetzt dieser Realität entfliehen musst und sich gegenüber der Höheren, d.h. des Geben über dem Verstand annullieren musst. Dabei bist du im klaren Verstand, bist nicht euphorisch – alles wird abgemessen und du bist damit einverstanden.

Aber es passiert nicht momentan – es sind „3 Tage der Absorbierung“, man weiß nicht, was es ist, aber man tut es. Wie kannst du das ohne die Unterstützung der Gruppe machen? Zusammen mit allen, nach den Schriften der Kabbalisten, nach den Anweisungen des Lehrers, mit der Ansprache an den Schöpfer – all diese Dinge müssen miteinander verbunden und ausgeführt werden. Und nicht davor weglaufen!

 

Artikel des Tages von Mittwoch, den 18.12.19

 

Nur von der Verbreitung der Kabbala-Wissenschaft in den Massen hängt die Erlösung ab. Es lohnt sich, dies zu betonen und zu behalten. Es hängt nur davon ab, inwiefern wir an alle Menschen das Wissen vermitteln, dass alle Schwierigkeiten und Probleme nicht aufhören werden, bis wir mithilfe der Wissenschaft der Kabbala beginnen, sie in der Verbindung zwischen allen umzusetzen, um der höheren Kraft, dem höchsten Licht, die Herrschaft zwischen uns zu ermöglichen. Alles ist nur in der Richtung der Vereinigung – nichts als das. Dies nennt man die Verbreitung der Wissenschaft der Kabbala in den Massen.

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Was ist das Wichtigste für eine Gruppe die zusammenkommt, um das Wissen über die Kabbala weiterzugeben? Welche Absicht sollte sie in sich tragen?

Nur zusammen. Wenn sie die Wissenschaft der Kabbala aus dem, dass sie eins sind, verbreiten, dann werden sie innerhalb der Lehre, die sie für die Massen verbreiten, die richtigen Dinge erhalten, weil sie zu einem Übergang werden. Das höhere Licht, das zur Quelle zurückführt, wird durch sie hindurch wirken, und sie werden sich richtig verändern. Die Hauptsache ist, dass es eine Verbindung zwischen den Lehrern geben sollte, und dann erhalten ihre Schüler die gleiche Form der Verbindung. Es ist wichtig, dass die Gruppe der Lehrer gut verbunden ist, und dann wird die Gruppe der Schüler – es kann eine Million von ihnen auf die fünf Lehrer geben- auch anfangen, sich wie ihre Lehrer beginnen zu vereinen. Schließlich muss sich das höhere Licht enthüllen, es überträgt sich einfach von einem Zustand auf einen anderen Zustand und baut so auf. Deshalb ist das Wichtigste, dass die Lehrer selbst richtig miteinander verbunden sind.

An diesem Tag war der Artikel des Tages recht kurz.

Artikel des Tages von Dienstag, den 17.12.2019

 

Sie haben gesagt, als würden wir nicht genug Klärungen über den Punkt der Verbindung zwischen uns durchführen. Was sollen wir tun?

Ihr müsst es berücksichtigen, wir haben nichts anderes zu tun. Wir kümmern uns nur darum und wollen alle, dass dieser Punkt der wichtigste, Konvexe ist, und dass wir die ganze Zeit aus diesem Punkt heraus unsere Handlungen in Gedanken, Worten und Taten beginnen und beenden. Alles befindet sich nur in diesem Punkt.

Dieser Punkt ist wie ein Bankkonto, wo wir alle unsere Bemühungen, die Ergebnisse dieser Bemühungen – alles – hinterlegen wollen. Die Vereinigung ist der Punkt der Verbindung zwischen uns, und zwischen uns und dem Schöpfer.

Wir unternehmen viele gemeinsame Anstrengungen…

Wir führen viele externe physische Aktionen durch, wie sie auch von unterschiedlichen Organisationen und Menschen durchgeführt werden. Und es geschieht weil wir noch nicht in der Lage sind, uns innerlich zu bemühen – den Punkt der Verbindung zwischen uns und zwischen uns und dem Schöpfer zu bilden und zu formatieren. Aber in dem Moment, in dem wir uns mehr und mehr darauf konzentrieren, werden wir die externen Aktionen beiseite legen: Verbreitung, Schreiben von Artikeln, Erstellen von Videos, unsere öffentliche Tätigkeiten, und dadurch werden wir an Einfluss gewinnen. Von außen wird es so aussehen, als ob unsere Organisation in sich geschlossener geworden wäre, aber innerlich wird sie effektiver sein.

Wie kann man externe Handlungen nutzen, um dies zu wecken? 

Sprecht darüber. Der Punkt der Vereinigung ist unser einziges Ziel. Wir müssen ihn formen und uns ihm die 125 Stufen hoch annähern, indem wir diesen Punkt immer präziser klären. Es gibt nichts anderes. Alle Handlungen, die sich auf ihn beziehen, sind Gebote, Vereinigung, Aufbau eines gemeinsamen Parzuf – alles ist drin.

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Sie haben gesagt, dass der Punkt der Verbindung zwischen uns, unser Hauptziel ist und dass wir mehr darüber sprechen müssen. Was können wir dazu überhaupt sagen? Vielleicht sollten wir ein Seminar zu diesem Thema machen?

Ihr müsst immer mehr darüber nachdenken, und dann wird es immer wichtiger werden, und wir werden spüren, wie wir gemeinsam darin sein können. In dem Maße in dem wir uns „einschränken“ werden, um zusammen zu sein, so wird sich der Schöpfer uns immer mehr offenbaren, wir werden spüren, dass Er genau an diesem Punkt wirklich gegenwärtig ist. Ich sage es euch aus eigener Erfahrung, das sind keine Fantasien. Ihr werdet spüren, dass Er sich dort mehr und mehr offenbart, entsprechend der Kraft der Verbindung zwischen uns. Und dann werden wir an die äußeren Menschen denken können, denn der Schöpfer hat keine Verbindung zu ihnen, es ist unsere Aufgabe als Galgalta we Ejnaim gegenüber ACHAP. So können wir zum Leiter für alle anderen Geschöpfen werden – und so machen wir Ihm Freude. 

Und wenn wir uns nur vereinigen, bereiten wir Ihm keinen Genuss, es ist nur eine erste Vorbereitung. Aber indem wir uns vereinen und die anderen in diese Vereinigung einbeziehen, damit Er sie „erreichen“ kann, da Er es nicht kann – wir bereiten Ihm Freude.

Und Er kann uns beeinflussen, indem Er die Lichter reduziert, wenn wir nicht in Bezug auf die Außenwelt arbeiten wollen. Er verhindert unseren Fortschritt, denn was können wir dann tun? Wir bleiben in einer so minimalen, ursprünglichen Form, in einem gewissen Gefühl, Verständnis, einem winzigen Glühen, mit dem Schöpfer, weil wir nichts mehr brauchen. Wenn wir nicht mit den unteren Schichten verbunden sein wollen, hält der Schöpfer das höhere Licht für uns an, und wir fühlen keine Verbindung mit Ihm. Darüber hinaus stärkt Er mit Hilfe des umgebenden Lichts unsere Wünsche im gemeinsamen Kli, und sie drücken auf uns. Mit anderen Worten bekommen wir Druck von oben, aufgrund von Mangel an höherem Licht, und von unten, auf grund der Forderung unkorrigierter Kelim – es wird „Israel im Exil“ genannt, und es zwingt uns zur Arbeit. Und wenn wir es nicht tun, wird der Druck von oben und von unten immer stärker, bis wir keinen Ausweg mehr haben, und dann machen wir diese Arbeit.

Artikel des Tages von Montag, den 16.12.2019

 

Wir sollten versuchen jedem zu helfen, da wir an das Bürgschaftsgesetz gebunden sind, aber wir müssen bedenken, dass dieses Gesetz uns immer mehr offenbart wird, und du wirst sehen, dass es sehr schwierig sein wird. Du wirst diesem Gesetz widerstehen, und andere werden dich dazu inspirieren, genau so wie du es zuvor getan hast, so schließen wir uns gegenseitig ein. Aber es gibt kaum einen Menschen, der die Bedingung der Bürgschaft nicht hasst, es gibt nichts was wir hassen sollten, außer der Tatsache, dass ich mit anderen verbunden sein muss, dass ich ihnen unterworfen bin, wenn jeder Recht hat, und ich es gegen meine Natur akzeptieren und ihnen beistehen muss. Ich muss in die Realität umsetzen und nicht nachdem ich es in einem Buch gelesen habe und rein theoretisch bereit dafür bin. Dann kann ich vor allen dastehen und erklären, wie gut es ist, – aber wenn es zur Sache kommt, ist es nicht mehr einfach, wir alle wissen das.

Du brauchst die Verbindung zur Umgebung, die dir Kraft gibt. Dadurch wird der Schöpfer dir Kraft geben, über deinen Wunsch hinaufzusteigen, der dich vom Weg abkommen lässt. Sobald du die Kraft hast, wirst du vorankommen. Stell dir vor, wie du es machst: du musst über deinem Verstand handeln, gegen deinen Wunsch. Wie machst du das? Hier wird das Gesetz der Bürgschaft gebraucht. Sprecht darüber und seht, wie es funktioniert.

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Dies ist für uns besonders wichtig, wenn wir vor ernsthaften Gruppenaufgaben stehen. Hier müssen wir darauf achten, inwieweit wir für oder gegen sie sind, uns einigen oder nicht, und wir müssen zusammenarbeiten. Angenommen ich will nicht in die Wüste gehen, aber die Freunde setzen mich unter Druck. Wir müssen sehen, inwieweit Widerstand gegen verschiedene Gruppenhandlungen nützlich sein kann, wenn ich sie mit Hilfe der Gruppe überwinde und so vorankomme. Und es ist nicht notwendig, dass alle von Anfang an einverstanden sind.  Wir sehen und verstehen, dass spiritueller Fortschritt über die Hindernisse und den Widerstand geschieht.

Es gibt also keinen Grund sich zu schämen und die Tatsache zu verbergen, dass ich nicht einverstanden bin. Gleichzeitig muss ich mir und der Gruppe zeigen, wie engagiert ich trotzdem mitmache und zusammen mit allen vorankomme. Du musst dich hier vor den anderen beugen, sonst schadet man sich selbst und der Gruppe um ein Vielfaches mehr. Dies ist ein kritischer Punkt, man muss berechnen, wie sehr seine Natur und sein bisheriges Wissen entgegengesetzt sind. Es ist gut, aber ich gehe über diese Widersprüche. Hier gibt es keine Zugeständnisse, und der Ort, an dem man die Entscheidung trifft, muss absolut klar sein.

Das Gesetz der Bürgschaft existiert und kann in uns jede Sekunde existieren. Jedes Mal muss man auf die Absicht zu geben zurückgreifen, über den Verstand gehen, in Richtung des Ziels, zum Einschluss in die Gruppe, sich vor dem Zehner annullieren – all das ist im Gesetz der Bürgschaft inbegriffen. Schließlich ist die Bürgschaft ein allgemeiner Begriff für die Summe aller Bedingungen, die erfüllt sein müssen, um als ein Körper im System von Adam HaRishon zu gelten.

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Ihr müsst verstehen, dass ihr, ohne miteinander verbunden zu sein und ohne die Kraft der Gruppe vereint zu haben, nicht dem Lehrer folgen könnt. Die Ansicht des Lehrers befindet sich im Zentrum der Gruppe, und wenn ihr euch dort vereinigt, bringt sie dich auf die nächste Stufe, wo der Glaube über dem Verstand in noch höherem Maße steht.

Artikel des Tages von Sonntag, den 15.12.2019

 

Wir müssen zur Minimalform, auf der ersten Stufe, zum Abbild des Schöpfers kommen. Welche Kelim sind für mich mehr geeignet, um mit ihnen zum Ebenbild zu kommen, damit ich bete, dass sie sich in der Ähnlichkeit mit dem Schöpfer befinden, dass sie sich dem Schöpfer nähern?

Sind diese Kelim in mir, oder in meinen Freunden, in der Welt? Aber das ist auch mein Kli. Wenn ich davon spreche, der Kli vom Empfänger zum Geber zu machen, ist es einfacher für mich zu wünschen und zu beten, weil die Kelim, die in den Freunden oder in der Welt sind, dem Schöpfer ähnlich waren, sich Ihm näherten. Ich fühle mein Ego in ihnen nicht so stark, deshalb ist es für mich unter diesem Gesichtspunkt einfacher, für die Welt, für die Gruppe zu beten. Was das Gebet für mich selbst betrifft, damit meine Kelim mit dem Schöpfer verschmelzen und im vollkommenen Geben sind, so müssen wir die Arbeit mit dem Gebet für die Zehner, für die Welt beginnen, und erst dann werden wir zum Gebet für uns selbst kommen? Ja oder nein?

Die Reihenfolge der Korrekturen ist von leicht zu schwer. Wo ist es für mich einfacher, für die Korrektur von Kelim zu beten, und wo ist es schwieriger?

Lasst uns gemeinsam, aus dem Zehner, auf der Grundlage der gemeinsamen Diskussion ein Gebet für den Freund erstellen. Wie sieht es aus? Beginnt mit der Ansprache an den Schöpfer…

Wie können wir nicht vergessen, andere dabei zu unterstützen, dass sie für die Freunde beten und wir dann alle gewürdigt werden? Und dass niemand für sich selbst betet. Denn dadurch würde er dem Zehner sofort schaden. Wie können wir es praktisch organisieren, jetzt entscheiden und tagsüber umsetzen?

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Wir offenbaren die höhere Kraft nur dank dem, das wir bitten. Die Bitte kann nur vom Zehner kommen, von den Zehn. Wir klären diese Bitte, stehen dahinter, wenden uns an den Schöpfer und verlangen, dass Er so auf uns einwirkt, dass wir Ihm geben können. Wie können wir Ihm geben?

Nur wenn wir Ihm ein Kli bereitstellen, der verbunden werden soll. Bisher sind wir dieser Kli, aber wir können Ihm nicht unser Verlangen zu empfangen geben, das bereit ist, vereint zu werden. Denn wofür sollte es sich vereinen? Wenn es sich nur zu vereinen wünscht, wo alles in ihm, innerhalb des Zehners endet, wird das „um des Empfangens willen“ sein.

„Um des Gebens willen“ ist nur möglich, wenn noch etwas dahinter steckt. Mit anderen Worten, es gibt ein Auditorium hinter dem Kli des Zehners, und ihm willst du geben. Dann kannst du für ihn bitten, denn dein ACHAP, entsprechend der Struktur, befindet sich innerhalb dieses Auditoriums. Und in diesem Fall kannst du das Licht vom Schöpfer bekommen, das zur Quelle zurückführt. Es wird dein ACHAP füllen, es korrigieren, und du kannst „nach unten“ geben.

Wenn du nicht mit dem äußeren Kli verbunden bist, hast du nichts zu verlangen. So arbeitest du wie bisher, und stellst eine Verbindung mit dem Schöpfer her, doch diese Verbindung wird maximal in deinen gebenden Kelim sein, in G’’A (Galgalta we Ejnaim), und sie sind sehr fein. Du wirst etwas in ihnen spüren, eine Art spirituelle Realität, aber nicht so, dass du damit arbeiten könntest.

Artikel des Tages von Donnerstag, 12.12.2019

 

Wir kennen unsere Verbindung zum Körper der Seele, d.h. zur gesamten Menschheit, nicht. Alles, was in unseren Wünschen, Absichten, Gedanken ist, alles, was auf uns „fällt“, geschieht, damit wir mit dem Handeln beginnen. Bedingungen, in denen wir existieren, all das ist von oben arrangiert, damit wir zur richtigen Arbeit mit dem Körper der Seele kommen, und nicht in irgendeiner anderen Form und zu keinem anderen Zweck.

Alles, was in unseren Gedanken und Wünschen entsteht, was wir von oben als Orientierung erhalten, so, wie das Leben hier im Lande und in der Welt im Allgemeinen, in Bezug auf alle unsere Gruppen organisiert ist. All das ist so geschaffen, um dem Körper vom Parzuf der Seele zu dienen. Ausschließlich!

In dem Moment, in dem wir anfangen, ernsthaft darüber nachzudenken, wie wir mit all diesen Milliarden umgehen sollen, nicht mehr als das, aber ernsthaft darüber nachzudenken. Denn das ist unsere wahre Mission, für die wir geschaffen sind. Es bedeutet, dass ich einen besonderen Wunsch in mir habe, ich muss an alle denken, in diesem Moment bekomme ich eine Art, Wirkung, von oben. Ich werde dann verstehen, wer mich antreibt, wie es sich auswirkt, was man von mir erwartet, was es bedeutet, ein Leitfaden zu sein.

Ich werde spüren, welche Verbindung ich zum Körper habe, welche Bedürfnisse des Körpers existieren bereits in mir!? Dank dessen habe ich den Wunsch erhalten, den Schöpfer zu erforschen und zu offenbaren. Entweder so oder gar nicht. Alles erwacht vom Inneren des Parzufs bis zum Kopf (Rosch), und der Kopf beginnt erst zu funktionieren, wenn er von unten geweckt wurde.

Deshalb ist es falsch zu sagen, dass wir keine Verbreitung brauchen, dass keine Notwendigkeit in der Verbindung mit dem Körper der Seele besteht. Im Gegenteil, wir müssen anfangen, darüber nachzudenken. Alles, was in der Welt geschieht, geschieht ausschließlich für uns.

Also, fangen wir an, darüber nachzudenken und voranzukommen, sonst wird es keinen Fortschritt geben.

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Wichtig ist, dass jeder Zehner oder noch besser, alle zusammen, eine Aufgabe bekommen. Es ist notwendig, dass ihr täglich erkennt, worin euer Fortschritt besteht, was ihr „runterschlucken“ und absorbieren müsst. Die Fürsorge dazu, wie wir uns jeden Tag auf den Kongress zu bewegen, muss von allen klar und deutlich wahrgenommen werden. Das ist ihr Leben, das ist eure Arbeit. Was akkumuliert jeder von uns täglich in Bezug auf den kommenden Kongress?

Wir müssen verbreiten, unterrichten, d.h. das zu sein, was als „Licht für die Völker der Welt“ bezeichnet wird. Alle Wünsche zu empfangen, die „Völker der Welt“ genannt werden. Alle Absichten zu Geben, die „direkt zum Schöpfer“ genannt werden und in die Richtung gerichtet, die den Wünschen entgegengesetzt sind. Wir müssen beginnen, zusammenzuarbeiten und in einen Zustand zu gelangen, in dem alle Wünsche von richtigen Absichten bedeckt sind. Das tut der Kopf (Rosch) vom Parzuf.

Darin besteht die ganze Arbeit des Kopfes vom Parzuf. Von oben die Kraft, die Ausrichtung, das Wissen darüber zu erhalten, was der Glaube über dem Verstand und die Absicht zu geben ist. Danach wird diese ganze Methodik, all diese Eigenschaften auf die im Körper existierenden Wünsche übertragen, und dann können sich all diese Wünsche miteinander verbinden. Denn bevor diese Absichten zu geben und die Bestrebung nach der Verbindung mit dem Schöpfer in den Körper gelangen, existieren all seine Wünsche wie Nüsse im Sack. Sie können nicht miteinander verbunden sein. Denn nur wenn sie in die gleiche Richtung, zum gleichen Ziel gebracht werden, vereinen sie sich und sind bereit, in der gegenseitigen Bürgschaft zu sein.

Wir werden gemeinsam lernen, wie man richtig verbreitet, das wissen wir noch nicht. Lasst uns soweit unter uns verbreiten, damit wir alle die Begeisterung für unsere Mission, für unsere Aufgabe fühlen. Auch von dem, Der sie uns „zugewiesen“ hat, und dann können wir sie an die ganze Welt weitergeben.

Artikel des Tages von Mittwoch, den 11.12.2019

 

Was ist die „Realisation des breiten Publikums“ während des Kongresses?

Es sind einige tausend Menschen, die zu uns gehören, mit uns vereint sind und wissen, was die Mission des Volkes Israel ist: vereint zu sein und ein Beispiel für die ganze Menschheit zu geben. Wir müssen diese Kraft vereinen. In der Wüste vereinen wir unsere Kräfte zu einem Zehner, in seinem Zentrum, und im großen Kongress mobilisieren wir noch mehr Kraft, die größtenteils von Frauen kommt, und schließen uns alle zu einem Zehner zusammen. Aus dieser breiten Gemeinschaft von Tausenden von Menschen wollen wir die Methode der Korrektur auf der ganzen Welt verbreiten. Und das nicht, weil die Medien mit uns verbunden sind, sondern weil wir unsere Verbindung in einem gemeinsamen Netzwerk offenbaren, das die gesamte Menschheit zusammenhält.

In der Wüste konzentrieren wir uns also auf das Zentrum des Zehners, und auf dem großen Kongress fügen wir dort noch mehr Kraft hinzu?

Ja. Unser großer Zehner beinhaltet alle Teilnehmer aus der ganzen Welt.

Ist unser Ziel auf dem großen Kongress, aus dieser Einheit heraus Israel und die ganze Welt, d.h. ein breiteres Publikum, anzusprechen?

Ja, wie Baal HaSulam am Ende des „Vorwortes zum Buch Zohar“ schreibt.

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Was bedeutet es, den inneren Teil zu emporheben?

Das bedeutet, dass jede geringste Handlung von mir und jede Handlung, die ich im Allgemeinen unternehme, nur darin besteht, mit allen am höchsten Punkt über all unseren Wünschen zusammenzukommen. Dort sind wir mit dem Schöpfer vereint: „Israel, Tora und Schöpfer sind eins“, und dadurch bereiten wir Ihm Genuss“.

Wie funktioniert dieser Mechanismus, wenn wir den inneren Teil emporheben?

Worauf richte ich mich tagsüber bei meiner ganzen Arbeit ein? Wofür lebe ich? Ich stehe auf, wasche mich, esse, gehe zur Arbeit, zum Unterricht – was will ich? Warum tue ich das alles?

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Uns fehlt die Fürsorge für sie – das ist es, was du tun musst. Die Tatsache, dass du auf das Ziel ausgerichtet bist, ist das, was der Schöpfer dir gegeben hat, dadurch erweckt Er dich. Deshalb bist du es nicht, der auf das Ziel ausgerichtet ist, und das sind nicht deine Erfolge, es geschieht nach dem vom Schöpfer empfangenen Wunsch. Aber gleichzeitig musst du die Welt zum Schöpfer bringen, denn dein Ziel ist nicht der Schöpfer selbst. Und hier tust du nicht, was nötig ist. Du solltest nicht allein zur Verschmelzung mit dem Schöpfer kommen, das erwartet Er nicht von dir. Galgalta ve Eynaim brauchen keine Verschmelzung mit dem Schöpfer, ihre Mission ist es, den Guf aufzunehmen. Denk also nicht, dass du großartig bist wenn du heute 24 Stunden an den Schöpfer gedacht hast. Dadurch hast du dir selbst und der ganzen Welt nur Böses angetan. Wenn du nicht die untere Stufe aufnimmst, tust du nicht das Richtige. Den Unteren anzuschliessen sollte dein einziges Ziel sein.

Heißt das, dass wir den inneren Teil emporheben?

Ja. Die Rolle von Israel ist es, Vermittler zu sein. Das bedeutet, dass du weder in Bezug auf den Schöpfer noch in Bezug auf die Schöpfungen existierst, du bist nur ein Vermittler.

Es klingt anders als die Arbeit, die wir gerade tun.

Bisher hast du versucht, dich selbst mit dem Schöpfer zu verbinden. Es ist vorbei. Du hast bereits verstanden, dass du dich mit Ihm verbinden musst, es ist gut, es ist notwendig, und so weiter. Jetzt musst du erfahren, wie du es in der Praxis umsetzen kannst. Du wirst den Schöpfer nicht erreichen können, wenn du keinen hast für den du es machst. Der Schöpfer wird dir die Rückmeldung nicht geben. Weshalb kommst du zu Ihm? Nicht etwa für dich selbst? – Also bist du ein Egoist, und du wirst auf die unterste Stufe der Treppe geworfen. Wo ist deine Absicht zu geben? Der Schöpfer braucht dein Geben nicht, Er braucht gar nichts. Das Geben besteht darin, dass du Ihm die Kelim zur Korrektur bringst, und Er kann ihnen geben.

Sind diese Kelim der innere Teil der unteren Stufe oder der äußere Teil?

Der innere Teil, Galgalta ve Eynaim. Dann entwickelst du AHAP, du besitzt etwas, was der Korrektur unterliegt, deshalb wendest du dich an den Schöpfer und bittest Ihn um das Licht der Korrektur. Er wird AHAP korrigieren, und in diesem AHAP zeigen sich die Galgalta ve Eynaim

Artikel des Tages von Dienstag, den 10.12.2019

 

Ich würde mich freuen, wenn ich sehen könnte, wie sehr ich im Verhältnis zu meinem Zehner nicht in Ordnung bin. Und das ist kein perverser Ansatz, obwohl es in unserer Welt so gesehen wird. Im Gegenteil, ich suche den Unterschied zwischen mir und meinen Freunden, zwischen mir und dem ganzen Zehner, um herauszufinden, in welchem Maße ich mich selbst noch vervollständigen muss, um wie sie zu werden. Doch wenn ich diesen Unterschied nicht herausfinde, ist es schlecht.

Ich muss jedes Mal fühlen, wie sehr es mir fehlt, so zu sein wie sie, wie es heißt: „Der Neid der Weisen vermehrt die Weisheit.“ Dann werde ich in der Lage sein zu beten, und so tun auch die anderen, in Bezug auf alle, bis wir in einen Zustand kommen, in dem das Gebet zum MAN wird.

Ich danke der Gruppe, dem Zehner, dass ich im Verhältnis zu ihnen erkenne, wie sehr ich noch immer den Mangel fühle, denn mit diesem Mangel kann ich mich an den Schöpfer wenden und darum beten, meine Freunde wieder zu vervollständigen.

Wenn ich mich als Kleinster von allen fühlen muss, dann, wenn ich einen solchen Mangel sehe, scheint diese Tatsache meine Arbeit zu reduzieren, denn ich bin schon der Kleinste von allen, woran kann ich hier noch arbeiten? Und wenn ich allen geben will, wie kann ich es tun? Auch wenn ich mich selbst gewissermaßen größer als sie empfinde, wie kann ich erkennen, dass ich zu ihnen etwas hinzufügen kann und umgekehrt, dass ich von ihnen etwas bekommen kann?

Wie können wir es während des Tages auf in der Praxis umsetzen? Wenn ich es nicht tue, tue ich es nicht, aber wenn ich es tue, kann ich es mit anderen teilen, und so kann es jeder tun. Wie sehe ich meine Freunde wie klein bzw. wie groß und wie arbeite ich mit dieser Information? Aber in der Praxis! Und wenn ihr es tut, dann teilt es mit anderen.

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Er hat die Verbindung zwischen uns gebrochen, indem er die Dunkelheit geschaffen hat, und wir müssen sie umkehren. Wir haben die Kraft, Ihn zu bitten, sich als eine vereinigende Kraft, als Licht, zu offenbaren, und dann werden wir den „Vorteil des Lichts aus der Dunkelheit“ haben. Das heißt, ob der Schöpfer schlecht oder gut ist, hängt davon ab, wie sehr ich Ihn in eine gute Kraft verwandeln möchte. Aber was berücksichtige ich dabei? – Dass wir vereint sind? – Nein, wir wollen in einen Zustand kommen, in dem wir Seine Güte sehen – das ist uns wichtig – und deshalb bitten wir: „Bitte enthülle Dich zwischen uns, vereinige uns miteinander, damit wir dich als die Gute offenbaren können. Warum? – Es ist uns wichtig, Dich gütig zu sehen, wir wollen lieben lernen.

Der Zehner, der in der Tat die richtige Verbindung zwischen den Menschen darstellt, wird bereits zu einer Quelle der Gesundheit für die gesamte Menschheit, für die gesamte Seele sein. Deshalb sind uns alle Zehner, die an der Vereinigung arbeiten wichtig, denn sie korrigieren in gewissem Maße die gesamte Realität. Selbst wenn zehn Menschen versuchen, die Verbindung zwischen sich in ihrer perfekten Form zu halten, drücken sie ein gewisses Maß an Korrektur aus, die eine korrigierte Zelle bilden.

Jeder Zehner, der versucht, sich selbst zu korrigieren, wird zu einer Quelle der Gesundheit, der Korrektur, einer Quelle der nötigen Kraft für die gesamte Menschheit, für die allgemeine Kli von Adam HaRishon. Deshalb ist es so wichtig, dass wir uns im Zehner richtig vereinigen und nach außen gehen und die ganze Welt, die ganze Menschheit beeinflussen. So werden wir zu Leitfäden vom Schöpfer zur ganzen Menschheit.

Artikel des Tages von Montag, 9.12.2019

 

Ist die Liebe zu den Freunden und die Einstellung zum Schöpfer zwei verschiedene reflektierte Lichter oder eine Sache?

Meine Einstellung zum Schöpfer ist im Allgemeinen meine Einstellung zum Zehner. Wenn ich all meine Gefühle zu ihnen zusammenfassen kann werde ich verstehen, wie ich mit dem Schöpfer umgehe, wie ich Ihm gebe. Versucht dies zu tun, und ihr werdet sehen, dass ihr auf diese Weise den Begriff „Schöpfer“ definieren könnt. Wir treffen den Schöpfer in den Zehnern, wir verlassen den Zehner nicht, deshalb haben wir über das Zentrum des Zehners gesprochen – das Ergebnis meiner Einstellung zum Zehner gibt mir das Bild, die Form des Schöpfers.

Was raten Sie uns im Laufe des Tages zu tun, um dies zwischen uns zu realisieren? Was ist das für eine Handlung?

Darüber haben wir zu Beginn der Lektion gesprochen: Wie ein Mensch das reflektierte Licht bildet – sein Bestreben, den Schöpfer durch seine Freunde zu erreichen – damit dieses reflektierte Licht das direkte Licht prägt. Beide – direktes Licht im reflektierten Licht – werden als inneres Licht der Seele bezeichnet. Wir haben darüber gemäß Rabashs Artikel “ Die Vorstellung von reflektiertem Licht “ gesprochen.

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Voraussetzung für das reflektiertes Licht ist der Schirm. Wie kann er erlangt werden?

Der Schirm wird durch eine Bitte an den Schöpfer erreicht, damit wir über unseren Egoismus aufsteigen können. Was ist eigentlich ein Schirm? Das ist die Grenze zwischen meinem Ich und meinem Egoismus. Ich möchte mich von ihm lösen, es abnehmen, mich darüber erheben, so dass es einen Schnitt zwischen meinem Selbst und meinem Egoismus gibt – im Spirituellen wird es Chatach genannt. Und dann bin ich oben, und mein Ego ist meiner Meinung nach unten – das ist es, was ich baue.

Wie kann man das praktisch erreichen?

Praktisch wird es mit Hilfe von zwei Handlungen erreicht. Erstens verbinde ich alles mit dem Schöpfer, zweitens möchte ich mich über meinem Verlangen zu empfangen erheben, nicht mit ihm zu rechnen, über ihm zu sein. Ich kann nicht ganz mit ihm nicht rechnen, ich bin damit aufgebaut, also muss ich mich über ihn erheben und die Gegenmaßnahmen einleiten. Das heißt, wie ich jetzt alle Freunde annulliere, sollte ich mich stattdessen selbst annullieren und sie wertschätzen. Dann kritisiere ich sie nicht, sondern verstehe, dass es der Schöpfer ist, der sie mir so zeigt: „Sie haben Augen, aber sie sehen nicht“. Das heißt, ich sollte meinen Augen nicht glauben, sondern im Gegenteil, meine Meinung ändern, nicht mir selbst glauben, sie als groß, korrigiert, in besten, korrekten, wahren Zustand wahrnehmen. Und wenn ich einen Defekt sehe, beziehe ich ihn auf mich und muss ihn korrigieren. Dann bitte ich sofort den Schöpfer, d.h. ich bin immer im Gebet, um meine Einstellung zu meinen Freunde zu korrigieren. Dementsprechend überprüfe ich meinen Fortschritt.

Nur um Korrektur bitten?

Bis ich sie mit ganzem Herzen und ganzer Seele liebe. Dann heißt es, dass ich meine Einstellung zum Schöpfer korrigiert habe. In der Liebe zu meinen Freunden liegt die Liebe zum Schöpfer. So wird es offenbart: Die Liebe der Freunden wird zum Kli, um den Schöpfer, das Licht, zu enthüllen.

 

Artikel des Tages von Sonntag,8.12.2019

 

Ich muss jeden Freund und jede Gruppe größer fühlen als mich. Und es drückt sich in der Tatsache aus, dass ich mich in ihnen einschließe, von ihnen abhängig bin, sie schätze, mich über ihre Existenz freue und mich als Kleiner, den Großen gegenüber verhalte. Nur durch solche Wahrnehmung kann ich vorankommen. Ich muss überprüfen, wie sehr dieses Streben in mir vorhanden ist, dieses Gefühl, dass ich relativ klein gegenüber den Großen bin, dass ich von ihnen abhängig bin und dass es gut ist, dass ich von ihnen abhängig bin. Dass sie mich noch mehr voranbringen, dass ich sie als stark und erhaben in ihrer Größe, ihrem Wissen, ihrer Kraft, ihrer Beständigkeit sehe. Ich möchte mich weiterentwickeln, indem ich mich mit ihnen messe.

So sehr ein Mensch zunehmend danach strebt, sich auf diese Weise zu sehen, so sehr wird er selber größer, obwohl er sich die ganze Zeit über selbst zu verkleinern scheint. Denn dank dieses Strebens bekommt er die integrale Kraft der Gruppe und er nimmt alles von ihnen auf. So erstaunlich es auch erscheinen mag, dank dem wächst er und wird sogar höher als sie. Es ist wie bei Kindern, die erwachsen werden und von ihren Eltern lernen und dann intelligenter und erfolgreicher als sie werden.

Mit anderen Worten, dank der Tatsache, dass sich ein Mensch vor der Gruppe annulliert, nimmt er all ihre Kraft auf und steigt auf eine höhere Stufe. Das ist der Unterschied zwischen den Stufen: inwieweit ein Mensch (indem er sich beugt) alles, was in der Gruppe ist, sich anschließt, insoweit wird all das zu seiner nächsten Stufe.

***

Beim Lesen des Artikels denke ich immer darüber nach, wie es möglich ist dies praktisch zu realisieren…

Zumindest im Zehner.

Ich sehe viele Fehlfunktionen in der Verbindung zwischen uns.

Nun, repariert es!  Was wäre, wenn wir auf dem Nullniveau der Bürgschaft wären! Wir würden uns nicht gegenseitig behindern, würden zustimmen, in einem solchen Zustand zu sein, würden dem zustimmen, was der Schöpfer mit uns macht! Dies ist eine Stufe mit dem Awiut de-Shoresh (Wurzel), das ist schon was!

Wie werden wir das Verlangen zu empfangen los?

Jeder hat seine eigene Welt, und er fühlt, dass diese Welt ihn anzieht, verwirrt und gibt einige Ziele und Vorgaben vor, die weit vom Ziel der Schöpfung entfernt sind. Deshalb müssen wir uns gegenseitig helfen, in die richtige Richtung zu eilen: das nennt man die Bürgschaft.

Aber wir leben in einer Umgebung…

Es spielt keine Rolle. Du musst ein Beispiel für alle deine Freunde sein und sie die ganze Zeit stärken und schützen.

Was ist, wenn ein Freund finanzielle Probleme hat und ihn das die ganze Zeit sorgt?

All das ist reine Psychologie, hier gibt es nichts Reales.

Wie kann ich ihn von diesen Sorgen befreien?

Du musst so handeln, dass er erkennt, dass dies nicht sein Hauptanliegen sein sollte. Natürlich muss er daran arbeiten und sein Bestes geben, aber sein Hauptanliegen im Leben sollte die Verbindung zwischen euch, für das Erreichen der Verbindung mit dem Schöpfer sein. Nur dank dieses Strebens wird er in der Lage sein, im gemeinsamen System richtig zu existieren.

Zum Beispiel, wenn du im Kongress oder im Unterricht bist, kannst du dich von all diesen Gedanken abschotten…

Nein, wir sprechen von der täglichen Arbeit.

Aber was ist, wenn man sich ständig in einer Umgebung befindet, in der der Wunsch zu empfangen vorherrscht?

Ich befinde mich nicht darin. Als Rabash unter den Bauarbeitern arbeitete und sie ihn riefen, um mit ihnen zusammen zu sitzen und über das Leben zu sprechen, sagte er: „Es gibt nichts zu reden, ihr seid alle kleine Kinder.“ Warum sollte ich den Unsinn in ihren Köpfen aufsaugen?!

Weil Baal Sulam schreibt, dass meine Existenz von ihnen abhängt…

Welche Existenz?

Materielle.

Nun, ich arbeite, verdiene so viel ich kann. Was will man mehr von mir? Was kann man von mir verlangen? Ich stehle nicht, ich füge den anderen keinen Schaden zu. Meine Schwiegermutter ist nicht glücklich mit mir? Es tut mir leid.

Was willst du von mir?

Ich möchte, dass wir im Zehner die Bürgschaft erreichen.

Die Bürgschaft ist, wenn wir uns gegenseitig das Vertrauen geben, dass das, was wir tun, das Richtige ist, und das ist alles, was wir im Leben tun müssen. Ich glaube nicht, dass es heutzutage ein so großes Problem ist, schau, was mit diesem Leben los ist…

Artikel des Tages von Donnerstag,  den 5.12.2019

 

Auf dem spirituellen Weg organisiert der Schöpfer verschiedene Zustände, in denen wir unseren Glauben prüfen und uns über ihn erheben können. Man spürt Unsicherheit oder Angst…

 

Es gibt die Gruppe! Ohne sie ist es unmöglich. Schließlich, wo überprüfen wir, wie wir den Höheren sehen? Wir sollten die Haltung des Schöpfers zu uns als die Haltung der Gruppe zu uns betrachten. Ich bin in der Gruppe, und die Art und Weise, wie die Gruppe mich behandelt, spiegelt die Einstellung des Schöpfers zu mir wider. Natürlich kannst du protestieren: „Weshalb?! Gruppe ist Gruppe, und Schöpfer ist Schöpfer! Die Gruppe heisst Freunde, die quasi wie ich multipliziert mit 10 sind, aber jeder von ihnen ist genauso wie ich“. Nein, das stimmt nicht! Wenn ich sie als Gruppe wahrnehme, bedeutet das die Gegenwart des Schöpfers, die Manifestation des Schöpfers in Bezug auf mich ist. Es ist  egal was sie sagen oder tun,ich empfinde es als den erwähnten Umschlag, der 1000 Dollar enthält. Selbst wenn ich der Meinung bin, dass sie Blödsinn sagen den ich nicht hören will, und ich sie missachte, denn ich bin schlauer. Und ich bin tatsächlich schlauer! Sie sagen mir etwas, was ich für Unsinn halte, aber ich akzeptiere es!

Ich weiß auch, dass, wenn ich ihnen meine Sichtweise offenbaren würde, antworten sie: „Oh, toll! Was für eine großartige Lösung, bist du klug! Deine Meinung ist uns Wert“. Aber das ist es, was ich nicht will – ich will ihre Meinung akzeptieren. Ihre Meinung ist also das Gegenteil von meiner, und ich weiß dass ich Recht habe, und wenn ich ihnen meine Meinung sagen würde, würden sie es gerne als endgültige Entscheidung annehmen! Aber ich sage es ihnen nicht. Heisst es also, dass ich dadurch die Gruppe und mich selbst erniedrigte? Verhindere ich dadurch meinen und ihren Fortschritt? Dadurch unterdrücke ich meine Meinung und wir bleiben alle auf einer niedrigeren Stufe, trotz der Tatsache, dass ich etwas habe, was ich der Gruppe hinzufügen könnte?

Wenn ich ihre Meinung nicht akzeptiere, werde ich nicht in der Lage sein, im Glauben über dem Verstand zu gehen. Es stellt sich heraus, dass, wenn ich im Glauben über dem Verstand gehe, es wertvoller als mein korrektes, schönes Wissen ist, das ich hatte. Denn „über dem Verstand“ ist bereits spirituell, und Wissen ist materiell.

***

…was macht der Schöpfer dann?

Es gibt mir das Gefühl, von meinen Freunden getrennt zu sein.

In welchem Zusammenhang?

In Bezug auf die Wichtigkeit des Ziels, ich sehe den Weg zu diesem Ziel, zu unserer Vereinigung, anders wie sie…

Die Wichtigkeit der Freunde sinkt also in deinen Augen. Und was kann man tun?

Hier ist genau die richtige Stelle, wo man „den Umschlag bekommt“. Was muss man also tun? Den Schöpfer um die Kraft bitten, sich den Freunden auf einer neuen Stufe anzuschließen.

Das bedeutet, dass ich sie als vollkommen empfinde, auch wenn es in meinen Augen absolut nicht stimmt, d.h. ich folge dem Prinzip: „Ich habe die Augen, aber sehe nicht“. Ich „öffne den Umschlag“ und finde heraus (so scheint es mir), dass meine Freude in einem schlechten Zustand sind, ich habe eine andere Meinung als sie, aber ich akzeptiere sie im Glauben über dem Verstand.

Aber es scheint mir, dass es vorher eine Phase gibt, in der ich sie nicht über dem Verstand annehmen will… 

Natürlich! Es ist Dunkelheit.

Also, ich akzeptiere sie über dem Verstand, und was passiert dann? Was mache ich mit diesem Entschluß, sie zu 100% als vollkommen zu akzeptieren, ohne meinen eigenen Fehler zu annullieren?

Ich danke dem Schöpfer dafür, dass ich es dennoch schaffe, sie über dem Verstand anzunehmen.

Wie kann ich nun, wenn ich bereits „den Glauben über dem Verstand ergriffen habe“, auf die Ebene aufsteigen, auf der es zum Wissen wird?  (Eventuell kommt hier noch eine Antwort)

Artikel des Tages von Mittwoch, den 4.12.2019

 

In unserem Fall findet die Verbindung mit dem Schöpfer natürlich durch den Zehner statt: Soweit ich mir die Gesamtkraft der Zehner vorstelle, so stelle ich mir die Kraft des Schöpfers vor, die Essenz des Schöpfers, die Natur des Schöpfers – nicht mehr, als ich mir es im Zehner vorstellen kann. Wenn ich keinen Fehler machen will, kann ich Ihn mir  nur so vorstellen. Dann wird es nicht etwas vages, sondern reales. Der Schöpfer kann nicht größer als ein Zehner sein: sowohl in den Eigenschaften als auch in der Kraft – in allem. So wie du dir schlussendlich die Essenz, die Kraft eurer Vereinigung vorstellst, so kannst du dir den Schöpfer vorstellen. Wenn anderes, dann ist es eine Phantasie und nicht die Realität. Du offenbarst den Schöpfer innerhalb der Gruppe, oder besser gesagt, du baust die Gruppe als Kli auf, und was diese Kli füllt, erwacht, wachrüttelt – ist der Schöpfer, die Kraft innerhalb der Kli.

***

Können wir uns einen solchen Zustand in den Zehnern vorstellen, in dem der Schöpfer sich offenbart? Worin besteht der Unterschied zwischen Wünschenswertem und Tatsächlichem? Was geschieht jetzt im Bezug auf unsrer Beziehung, in allem was geschieht, und einem Zustand, der der Enthüllung des Schöpfers entspricht? Und wo stehen wir in diesem Zusammenhang? Prüfen wir täglich, ob wir uns dem nähern oder nicht? Welche Anstrengungen unternehmen wir, um dies zu erreichen? Alles hängt von  den Kelims ab. Wie nah ist unser Zustand an dem Zustand des Schöpfers? Wie kann ich jeden Tag vorankommen, um den Schöpfer in meinem Zehner zu enthüllen? Es hängt nur von mir ab, nicht von anderen. Was tue ich, um den Schöpfer in dem Zehner zu offenbaren, den der Schöpfer mir gegeben hat?

Kann ich messen, wie ich mein Ego jeden Tag stärker annulliere, um mich meinen Freunde anzuschließen, so dass ich die einzige Macht offenbare, die dort ist?

 

Artikel des Tages von Dienstag, den 3.12.2019

 

Nur unser Aufschrei zum Schöpfer ist das, was uns retten kann, nur das! Es nennt sich das Erheben von MA“N. Schau, wie es in der Tora geschrieben steht.

In welcher Form der Interaktion müssen wir sein? – Diese Beziehung zwischen uns sollte als ein Mittelpunkt empfunden werden, der uns alle verbindet. Was müssen wir an dieser Stelle empfinden, welche Art von Chissaron in Bezug auf den Schöpfer, das als MA“N bezeichnet wird? Wie erreichen wir die Schaffung eines solchen Chissarons? Beginnt diesen Zustand zu klären.

Bis morgen sollte jeder von euch einen Plan für eine Zehner Versammlung geschrieben haben, wo ihr gemeinsame Chissaron zwischen euch herausfinden werdet. Es sollte wirklich als ein einziges Chissaron empfunden werden, das ihr zum Schöpfer erheben werdet, „wie ein Mann mit einem Herzen“. Das Herz ist die Empfindung des Chissarons. Was muss man im Herzen fühlen? – Das Bedürfnis (Chissaron), dem Schöpfer zu geben.

Wie können wir in unserem gemeinsamen Herz das Bedürfnis empfinden, dem Schöpfer zu geben, damit es wie ein Schmerz im Herzen klingt?

***

Das Zentrums des Zehners und der Schöpfer werden fast gleich empfunden. Müssen wir diese beiden Empfindungen trennen?

Ja, natürlich, es darf nicht gleich sein.  Das Zentrum des Zehners ist die Verbindung zwischen euch. Im Zentrum des Zehners kann es alle möglichen Reshimot, Gefühle, Informationen geben, aber all das stammt von euch! Doch der Schöpfer ist das, was über dem Zentrum des Zehners liegt, das ist der Höhere im Verhältnis zu all diesen Wünschen und Gedanken, Er ist der Empfangende. So ihr erhebt eine Bitte an Ihn aus dem Zentrum des Zehners, die MA“N genannt wird.

Ihr wollt von Ihm die Kraft des Gebens erhalten, Mejn Nukwin (Weibliche Wasser). Maim (Wasser) ist Bina, Nukwa ist Malchut, ihr möchtet eure Malchut, euren Wunsch mit Bina verbinden, so dass Malchut wie Bina in ihrem Bestreben nach Geben mit ihrem Awiut wird. Und der Schöpfer wird diese Kraft verleihen: ein Teil von Malchut wird den Massach(Bildschirm) erhalten, der als Kraft des Gebens wirkt.

Es ist erstaunlich, wie der Wunsch zu empfangen beginnt, auf eine umgekehrte Weise zu arbeiten – um des Gebens Willen. Das ist es, worum man bitten muss. Fangt an, daran zu arbeiten, darüber zu sprechen, und es wird passieren.

Heute, während des Tages, gebt euch Mühe aufzuschreiben, wie euer Treffen morgen sein wird, damit ihr aus dem Zentrum des Zehners das wahre Chissaron erreichen und euch von dort aus gemeinsam an den Schöpfer wenden könnt, so dass Er dieses Chissaron fühlt und darauf antwortet. Ihr wartet und verlangt, dass Er euch sofort eine Antwort gibt.

Lasst jeden von euch ein Blatt Papier mit solch einem Plan für morgen vorbereiten, und morgen früh setzen wir ihn um. Aber wirklich jeder, und ihr werdet sehen, wie es funktioniert. Ihr sollt dabei keine Gespräche führen, keine Eindrücke austauschen – jeder für sich allein.

Artikel des Tages von Montag, den 2.12.2019

 

Wir müssen sicherstellen, dass keiner der Zustände die wir durchlaufen, uns verändern kann, als ob wir nichts fühlen, als wären wir aus Stahl. Tag, Nacht, gut, schlecht – egal was passiert, du bist verbunden. Es ist ganz einfach: du bist verbunden. Natürlich ist das unmöglich, aber jedes Mal muss dieses „unmöglich“ uns auf die nächste Ebene der Vereinigung bringen, damit es möglich ist. Es ist zunächst unmöglich, dann aber möglich. Auf diese Weise erhalten wir jedes Mal eine stärkere Vereinigung. Das ist die Regel in unserer Arbeit: Mit Hilfe der Gruppe und mit Hilfe des Schöpfers erhältst du die Kraft, dich zu stärken und am System festzuhalten, damit weder Nacht, noch Tag, noch Regen irgendetwas bei uns beeinflussen. Das ist das Ziel, und alle Stürze und Aufstiege sind dazu da,  um sie zu annullieren, d.h. über ihnen zu sein.

Was bedeutet es, sich selbst davon zu überzeugen, dass der Schöpfer die Welt zum Guten lenkt und Gutes tut, obwohl ich in meinem Verstand das Gegenteil fühle?

Erhebe dich über deinen egoistischen Verlangen, stell dir vor, dass du über deinem Ego stehst, dann wirst du die Haltung des Schöpfers zu dir selbst und der ganzen Realität enthüllen, wie glücklich und zufrieden du bist.

Wie passiert das in unserer Arbeit? Schließlich sagen wir, dass die gesamte Arbeit über dem Verstand durch den Zehner durchgeführt wird.

Du siehst, wie der Schöpfer in den Zehner gekleidet ist: wie alle miteinander verbunden sind und wie sehr der Schöpfer sie erfüllt. Gleichzeitig gibt es eine Einheit zwischen dem Schöpfer und der Shechina – das ist die Gruppe, die den Schöpfer unterstützt.

Wie fühlt man es?

Denke die ganze Zeit darüber nach – es ist nichts anderes nötig. Denke die ganze Zeit nach und bleibe dran.

Woran soll man denken?

Über das, was wir gerade gesagt haben. Wiederhole es. Der Zehner ist vollkommen, vereint, der Schöpfer ist in ihm. Es erfüllt sie. Sie füllen Ihn indem sie sich von Ihm wünschen, dass Er sie erfüllt, und Er füllt sich, indem sie Ihm einen Ort für die Enthüllung geben.

Muss man über die Einheit denken?

Natürlich! Israel, die Thora und der Schöpfer sind so vereint, dass es keinen Unterschied zwischen ihnen gibt und es in nichts einen Unterschied geben kann. Du kannst sagen, dass eine Sache die Kli und die andere das Licht ist. Wir unterscheiden nicht: „Die Dunkelheit wird wie Licht leuchten”. Denke den ganzen Tag darüber nach, und und abends erzähle uns, was los ist.

***

Ich verstehe nicht: Entweder bin ich mit dem Zustand einverstanden oder nicht einverstanden.

Wie kannst du damit einverstanden sein? Du kannst dem Absturz nicht akzeptieren. Du kannst nichts tun – es gibt Potenzial und es gibt Handlung. Ich kann potenziell einverstanden sein, aber ich kann es nicht in Handlung umsetzen. Was soll ich tun? Nachdem ich eine Berechnung gemacht und eine Entscheidung getroffen habe, vorbereite ich mich auf den nächsten Zustand: wie soll ich mich ausrichten?

Ich kann die richtigen Worte sagen – Bürgschaft, Vorbereitung im Zehner, Beteiligung, gegenseitige Einbeziehung und so weiter, es sind nur die Worte, dennoch wiedercholen sich die Zustände.

Dies ist ein Zeichen dafür, dass wir vergessen haben, was wir im 39. Abschnitt gelernt haben. Alles hängt davon ab, ob du den Absturz, den allmählichen Fall akzeptierst. Ob du in einen Absturz als Anstieg in der Vorbereitung von den Kelim siehst. Das heißt, du musst die Richtung in deinem Kopf wechseln, deine Einstellung zum Sturz ändern – dann gibt es keinen Absturz. Deshalb habe ich heute gefragt, was der Unterschied zwischen „Tag“ und „Nacht“ ist. Es gibt keinen Tag und keine Nacht – wir erschaffen sie, indem wir unsere Einstellung ändern.

Artikel des Tages von Sonntag, den 1.12.2019

 

Der Mensch verkleinert sich, indem er sich aus egoistischer Höhe durch den Nullpunkt herunter lässt. Also durch das, was wir Zentrum der Gruppe nennen, und das ist das Gleiche wie zum Nullpunkt, auf welchen Bezug sonst soll er sich verkleinern? Es muss ein Kriterium geben, eine Klärung.

Wir sprechen von einer Erhebung des Zehners, einer Vergrößerung des Verlangens sich vor dem Zehner zu annullieren. Was bedeutet es, sich selbst zu „verkleinern“? Oder ist es ein und dieselbe Sache, das heißt, wenn der Zehner dir als groß erscheint, bist du selbst nicht mehr wichtig? 

Es gibt einen Unterschied zwischen dem, dass man sich verkleinert und den Zehner erhebt. Es handelt sich dabei um zwei völlig unterschiedliche Arten von Arbeit. Indem man den Zehner erhebt, arbeite ich mit dem, was außerhalb von mir ist, und indem ich mich selbst kleiner mache, mache ich all meine egoistischen Eigenschaften  kleiner. Es sind nicht die Eigenschaften selbst, sondern ihre Verbindung mit der Absicht zu „empfangen“ – das ist es, was ich nicht nutzen kann und anerkennen muss.

Warum muss man das als ungeeignet anerkennen?

Weil ich das, was auf das Empfangen ausgerichtet ist, nicht benutzen kann.

Was ist das Kriterium dafür, dass man das Verlangen zu Empfangen nicht nutzen darf? 

Das Verlangen zu empfangen, so wie es ist, d.h. ohne die Absicht zu geben. Seine Absicht ist um seiner selbst willen, um es für sich selbst zu bekommen, und in dieser Form trennt sie mich vom Schöpfer.

Vor allem hält es einen vom Zehner fern…

Vom Zehner, natürlich. Aber jetzt spreche ich darüber, warum ich das tue, denn es gibt einen Zehner, damit ich die Verschmelzung mit dem Schöpfer erreiche. Es geht also darum, wie ich weiter mit Ihm arbeite.

Das ist genau die Frage. Wenn alle Ergebnis der Erhebung des Zehners und des Schöpfers in ihm ist, ist alles klar. Wenn dies zwei verschiedene Arten von Arbeit sind, was ist dann die Arbeit, sich selbst zu verkleinern?

Das ist wenn ich meine Absicht „zu empfangen“, als etwas Schändliches, als Zerstörer, als Dieb, als etwas, dem ich nicht zustimmen will, ansehe. Das heißt, meine Absichten selbst sind das Böse. Ich kann nicht sagen, dass ich nur an der Größe der Gruppe arbeite, ich muss sehen, dass meine Verlangen egoistische Absichten haben. Aber es gibt nichts, was ich mit den Verlangen tun kann, aber diese egoistischen Absichten müssen verschwinden. Dies geschieht nicht nur deswegen, weil ich an der Größe des Schöpfers arbeite. Das ist im Grunde genommen das richtige Streben, doch ich muss in diesen Absichten „um des Empfangens willen“ auch sehen, wie sehr ich sie reduziere.

***

Die Abschnitte, die wir lesen, beziehen sich auf ein sehr hohes Niveau, welches wir erreichen müssen…

Ja, aber sie sind sehr klar.

Ja sie sind sehr klar und deutlich, gibt es eine Art Lücke? Wie relevant sind sie also für unseren aktuellen Zustand? Wie kann ich diese Lücke reduzieren?

Du bist im Zehner und musst es in ihm umsetzen. Sprecht darüber, stimmt dem zu, dass ihr es tun müsst. Wie setzen wir das, was geschrieben steht, um? Natürlich will das niemand, aber das ist der ganze Job, gegen den Willen. Wenn ich darauf warten werde, bis ich es will, wird es nie passieren. Der Mensch muss zu einem gewissen Konflikt kommen. Ich habe keinen Ausweg, und ich „verkaufe mich“. Das heißt, hier muss Gehorsam sein. Ich akzeptiere diese Bedingungen, ohne zu erwarten, dass sie sich nach meinem Wunsch ändern, das wird nicht passieren.

Ich kann in 20-30 Jahren zu diesem Zustand kommen. Wenn ich endlich sehe, dass es keinen Ausweg gibt, denn man muss es anders machen. Der Zehner muss also darüber sprechen, dass wir in einer „Falle“ sitzen und nicht aus diesem „Gefängnis“, aus dieser Welt herauskommen können, außer unter der Bedingung, dass man stirbt und in den nächsten Kreisläufen wiederkommt, aber es wird nicht besser sein, das ist sicher. Alle folgenden Kreisläufe werden schlechter, darum sollte ich die Korrektur genau jetzt realisieren.

Was bedeutet „sich zu verkaufen“?

Das bedeutet, dass ich bereit bin, an der Verbindung mit dem Zehner zu arbeiten, um einen Kontakt mit dem Schöpfer zu erreichen.

Ich denke, die meisten, die hier sitzen, denken, dass sie bereit dafür sind…

Sie denken. Aber tun sie auch das, was hinter diesen Worten steht?

Wie überprüfen wir, ob wir es tun?

Die Erfüllung ist im Herzen spürbar. Wie sehr wollt ihr wirklich die Verbindung erreichen. Wie schnell wollt ihr die Mauern der Trennung zerstören, die eure Herzen trennen, Wie sehr wollt ihr euch in einem einzigen Verlangen vereinen, damit ihr dem Schöpfer zeigen könnt, dass ihr ein Herz „wie ein Mensch mit einem Herzen“ geworden seid. Dies ist die Handlung, die durchgeführt werden muss.

 

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