Alles wird durch die Kraft des Gebetes erlangt

Alles wird durch die Kraft des Gebetes erlangt – Ausgewählte Auszüge aus den Quellen 

 

  1. Baal HaSulam, Brief Nr. 57

Alles, ob klein oder groß, wird nur durch die Kraft des Gebetes erlangt. Alle Mühen und Arbeiten, zu denen wir verpflichtet sind, dienen nur dazu, unseren Mangel an Kraft und unsere Niedrigkeit zu entdecken – dass wir aus eigener Kraft zu nichts fähig sind -, denn dann können wir ein von ganzem Herzen kommendes Gebet vor Ihm ausschütten.

Wir könnten darüber streiten: „So dass ich entscheiden kann, dass ich zu nichts tauglich bin, und wozu die ganze Mühe und Anstrengung?“ Es gibt jedoch ein Naturgesetz, dass keiner so weise ist wie der Erfahrene, und bevor man versucht, tatsächlich alles zu tun, was man tun kann, ist man völlig unfähig, zur wahren Niedrigkeit zu gelangen, zum wirklichen Ausmaß, wie oben gesagt.

Deshalb müssen wir uns in Kedusha [Heiligkeit] und Reinheit abmühen, wie es geschrieben steht: „Was immer du aus eigener Kraft tun kannst, das tue“, und verstehe dies, denn es ist wahr und tief.

Ich habe dir diese Wahrheit nur offenbart, so dass du nicht schwach wirst und die Barmherzigkeit nicht aufgibst. Auch wenn du nichts siehst, denn auch wenn das Maß der Arbeit voll ist, ist es die Zeit des Gebets, doch bis dahin glaube an unsere Weisen: „Ich habe mich nicht bemüht und gefunden – glaube nicht!“

Wenn das Maß voll ist, wird dein Gebet vollständig sein und der Schöpfer wird großzügig gewähren, so wie unsere Weisen uns angewiesen haben: „Ich habe mich bemüht und gefunden – das glaube!“, denn vorher ist man untauglich für ein Gebet, und der Schöpfer erhört ein Gebet.

 

  1. Rabash, Artikel Nr. 5 (1991) „Was ist, „Die guten Taten der Gerechten sind die Generationen“, in der Arbeit?“

Wir bitten den Schöpfer, uns die Kraft zu geben, so dass wir alle unsere Handlungen für Dich ausführen können, d.h. um des Schöpfers willen. Andernfalls, d.h. wenn Du uns nicht hilfst, werden alle unsere Handlungen nur zu unserem eigenen Nutzen sein. Das heißt, „Wenn nicht“, d.h. „Wenn Du uns nicht hilfst, werden all unsere Handlungen nur für uns selbst sein, zu unserem eigenen Nutzen, denn wir sind machtlos, unseren Willen zu empfangen zu überwinden. Deshalb hilf uns, dass wir in der Lage sind, für Dich zu arbeiten. Daher musst Du uns helfen.“ Das heißt: „Tu es um Deinetwillen“, d.h. gib uns die Kraft des Wunsches, zu schenken. Andernfalls sind wir dem Untergang geweiht; wir werden in dem Willen bleiben, um unserer selbst willen zu empfangen.

 

  1. Rabash, Artikel Nr. 24, „Drei Zeiten in der Arbeit“

Ein Gebet ist Arbeit im Herzen. Das heißt, da die Wurzel des Herzens des Menschen der Wille zum Empfangen ist, und er das Gegenteil braucht, das heißt, dass es nur zum Geben und nicht zum Empfangen arbeiten wird, folgt daraus, dass er viel Arbeit hat, es umzukehren.

Und da dies gegen die Natur ist, muss er zum Schöpfer beten, ihm zu helfen, aus seiner Natur herauszukommen.

 

  1. Rabash, Artikel Nr. 12 (1991), „Diese Kerzen sind heilig“

Das Wichtigste ist das Gebet. Das heißt, man muss zum Schöpfer beten, damit er ihm hilft, über den Verstand hinauszugehen, was bedeutet, dass die Arbeit mit Freude erfolgen soll, als ob er bereits mit dem Verstand der Kedusha belohnt worden wäre, und welche Freude er dann empfinden würde. Ebenso sollte er den Schöpfer bitten, ihm diese Kraft zu geben, so dass er über den Verstand des Körpers hinausgehen kann. Mit anderen Worten, obwohl der Körper dieser Arbeit nicht zustimmt, um zu geben, bittet er den Schöpfer darum, mit Freude arbeiten zu können, wie es sich für einen eignet, der einem großen König dient. Er bittet den Schöpfer nicht darum, die Größe des Schöpfers zu offenbaren, um dann mit Freude zu arbeiten. Vielmehr bittet er den Schöpfer, ihm Freude an der Arbeit über den Verstand zu geben, dass sie für einen Menschen so wichtig wird, als ob er bereits Verstand hätte.

 

  1. Rabash, Artikel Nr. 4 (1989), „Was ist eine Flut von Wasser in der Arbeit?“

Er muss zum Schöpfer beten, dass er ihm hilft, so dass er mit geschlossenen Augen in die Arbeit gehen kann und nichts braucht und alles um des Schöpfers willen tun kann, trotz des Widerstandes des Körpers dagegen. Das heißt, er sagt dem Schöpfer nicht, wie Er ihm helfen soll. Vielmehr muss er sich unterwerfen und vor dem Schöpfer bedingungslos annullieren. Aber da er seinen Körper nicht überwinden kann, bittet er den Schöpfer, ihm zu helfen, den Krieg gegen den Trieb zu gewinnen, da er seine Niedrigkeit versteht.

 

  1. Baal HaSulam, Shamati, Artikel Nr. 5, „LiShma ist ein Erwachen von oben, und warum brauchen wir ein Erwachen von unten?“

Unsere Weisen sagten (Awot, Kapitel 2, 21):  „Es liegt nicht an dir, die Arbeit zu vollenden, und du hast auch nicht die Freiheit, dich ihrer zu entledigen.“ Das bedeutet, dass man die Erweckung von unten geben muss, da dies als ein Gebet angesehen wird.

Ein Gebet wird als Mangel betrachtet, und ohne Mangel gibt es keine Füllung. Wenn man also ein Bedürfnis nach liShma hat, kommt die Füllung von oben, und die Antwort auf das Gebet kommt von oben, das heißt, er empfängt Erfüllung für seinen Mangel. Daraus folgt, dass die Notwendigkeit der Arbeit des Menschen, um liShma vom Schöpfer zu empfangen, nur in Form eines Mangels und eines Kli [Gefäßes] besteht. Dennoch kann man die Füllung niemals selbst erlangen; sie ist vielmehr ein Geschenk des Schöpfers.

 

  1. Baal HaSulam, Shamati, Artikel Nr. 5, „liShma ist ein Erwachen von oben, und warum brauchen wir ein Erwachen von unten?“

Das Gebet muss ein vollständiges Gebet sein, aus der Tiefe des Herzens. Das bedeutet, dass man hundertprozentig weiß, dass es niemanden auf der Welt gibt, der einem helfen kann, außer dem Schöpfer selbst.

Doch wie kann man das wissen, dass niemand ihm helfen wird, außer dem Schöpfer selbst? Man kann dieses Bewusstsein genau dann erlangen, wenn man alle Kräfte, die einem zur Verfügung stehen, eingebracht hat und es ihm nicht geholfen hat. Man muss also alles Mögliche in der Welt tun, um „um des Schöpfers willen“ zu erlangen. Dann kann man aus tiefstem Herzen beten, und dann erhört der Schöpfer sein Gebet.

 

  1. Rabash, Artikel Nr. 18 (1989), „Was ist, „Es gibt keinen Segen in dem, was gezählt wird“, in der Arbeit?“

Es liegt an einem Menschen, jeden Tag zu beten, dass der Schöpfer seine Augen öffnet, so dass er die Größe und Wichtigkeit des Schöpfers erkennt, so dass er Energie für die Arbeit hat um zum Ziel zu geben.

Dabei sind zwei Unterscheidungen zu treffen: 

1) den Wunsch zu haben, seinem Schöpfer Zufriedenheit zu schenken, dass dies sein einziges Bestreben ist, 

2) Dinge mit dem Ziel zu tun, dass die Handlungen ihm den Wunsch bringen, sie zu tun, um dem Schöpfer zu gefallen. Mit anderen Worten, er muss ausgiebig arbeiten und sich abmühen, um das Licht und Kli [Gefäß] zu erlangen. 

Licht bedeutet, dass er vom Schöpfer ein Verlangen empfangen hat, wo er sich den ganzen Tag danach sehnt, dem Schöpfer Zufriedenheit zu bringen. Ein Kli ist ein Verlangen, was bedeutet, dass er dem Schöpfer etwas schenken möchte. Diese beiden sollte er vom Schöpfer empfangen, also sowohl das Licht als auch das Kli.

 

  1. Baal HaSulam, Brief Nr. 34

Wir sollten dieses Handwerk lernen, bevor wir den Palast des Königs betreten, was bedeutet, dass wir Kraft und Stärke aufbringen müssen, um wie eine Säule aus Eisen zu stehen, bis wir dem Schöpfer den Wunsch entlocken, wie es geschrieben steht: „Nimm keine Ruhe.“ Obwohl der Schöpfer still und unempfänglich zu sein scheint, lasst es euch nicht in den Sinn kommen, ebenfalls zu schweigen: „Nehmt keine Ruhe.“ Das ist nicht das, was der Schöpfer mit Seinem Schweigen beabsichtigt hat, sondern vielmehr, um euch Kraft zu geben, um nachher im Palast des Königs zu stehen, wenn ihr keinen Makel habt. Deshalb: „und gib Ihm keine Ruhe.“

 

  1. Baal HaSulam, Brief Nr. 34

Wir hetzen unsere Bitten nach oben, klopfen an, unermüdlich, endlos, und werden überhaupt nicht schwach, wenn Er uns nicht antwortet. Wir glauben, dass Er unser Gebet hört, aber auf eine Zeit wartet, in der wir die Kelim [Gefäße] haben, um die freigebige Fülle zu empfangen, und dann werden wir eine Antwort auf jedes einzelne Gebet auf einmal empfangen, denn „die Hand des Ewigen wird nicht kurz sein“, Gott bewahre.

 

  1. Rabash, Artikel Nr. 29, (1987), „Was ist „Entsprechend dem Leid, so ist die Belohnung?“

„Es gibt kein Licht ohne ein Kli, keine Füllung ohne einen Mangel“, zuerst muss man einen Mangel erlangen. Das heißt, er muss fühlen, dass es ihm an diesem Kli mangelt, das „Verlangen zu geben“ genannt wird. Und was die Empfindung betrifft, so ist es unmöglich, einen Mangel zu fühlen, wenn man nicht weiß, was man verliert, wenn man das Kli, genannt „Verlangen zu geben„, nicht hat. Deshalb muss der Mensch nachsinnen, warum er kein Verlangen zu geben hat.

In dem Ausmaß des Verlustes empfindet er Kummer und Leid. Wenn er den wirklichen Mangel hat, d.h. wenn er aus tiefstem Herzen zum Schöpfer beten kann, weil er nicht die Kraft hat, um um des Schöpfers willen arbeiten zu können, dann ist dies die Zeit, in der sein Gebet erhört wird und er Hilfe von oben empfängt. Es ist so, wie unsere Weisen sagten: „Derjenige, der kommt, um sich zu reinigen, dem wird geholfen.“

 

  1. Rabash, Artikel Nr. 22 (1986), „Wenn eine Frau befruchtet“

Der einzige Ratschlag, einen Mangel nach dem Wunsch zu geben, der uns fehlt, zu erlangen, ist das Gebet, welches ein „Mittel“ zwischen dem Menschen und dem Mangel ist. Das heißt, man betet zum Schöpfer, dass er ihm etwas gibt, für das er keinen Mangel hat, damit es ihm fehlt. Daraus folgt, dass das Kli, welches „Mangel“ [Chissaron] genannt wird, ein Mangel in Bezug auf das Gefühl ist, was bedeutet, dass er seinen Mangel nicht spürt. Und das Gebet ist, dass der Schöpfer ihm das Licht geben wird, das die Füllung seines Mangels ist. Daraus folgt, dass die Füllung ein Mangel ist. Er hat also keine andere Wahl, als zum Schöpfer zu beten, ihm einen Mangel zu geben, und das ist es, was das Kli mit dem Licht verbindet.

 

  1. Rabash, Artikel Nr. 37 (1985), „Wer bezeugt einen Menschen?“

Man muss jegliche Handlungen der Tora und Mizwot ausführen, damit sie einen zur Absicht des Gebens bringen. Danach, wenn man ein vollständiges Verständnis davon hat, wie notwendig es ist, sich mit der Absicht des Gebens zu beschäftigen, und man Schmerz und Leid darüber empfindet, diese Kraft nicht zu haben, dann wird davon ausgegangen, dass man bereits etwas hat, wofür man beten kann – für die Arbeit im Herzen -, da das Herz fühlt, was es braucht.

Für ein solches Gebet kommt die Antwort auf das Gebet. Das bedeutet, dass einem diese Kraft von oben gegeben wird, so dass man in der Lage sein wird, die Absicht des Gebens zu haben, denn dann hat man bereits das Licht und das Kli. Doch was kann man tun, wenn man nach all den Anstrengungen, die man unternommen hat, den Mangel noch nicht verspürt, dass man noch nicht geben kann und das noch immer nicht als Schmerz und Leid empfindet? Der Ratschlag ist, den Schöpfer zu bitten, einem das Kli zu geben, das „Ein Mangel aus dem Nichtfühlen“ genannt wird, und dass man bewusstlos ist, weil man keinen Schmerz von der Unfähigkeit zu Geben verspürt.  

 

  1. Rabash, Artikel Nr. 25 (1987), „Was ist die Schwere des Kopfes in der Arbeit?“

Das primäre Ziel sollte sein, mit Dwekut [Anhaftung] mit dem Schöpfer belohnt zu werden. Da sich der Verstand dagegen sträubt, muss er gegen den Verstand vorgehen, und das ist sehr harte Arbeit.

Da er den Schöpfer bittet, ihm etwas zu geben, gegen das alle seine Organe Einwände haben, folgt daraus, dass jedes einzelne Gebet, das er an den Schöpfer richtet, seine besondere Arbeit hat. Deshalb wird ein Gebet „Arbeit im Herzen“ genannt, was bedeutet, dass er gegen den Intellekt und den Verstand vorgehen will, die ihm das komplette Gegenteil sagen.

Deshalb heißt es auch nicht „Arbeit des Gehirns„, denn die Arbeit des Gehirns bedeutet, dass der Mensch sich anstrengt, um etwas mit seinem Verstand und seiner Vernunft zu verstehen. Aber hier will er nicht mit seinem Verstand verstehen, dass wir dem Schöpfer in einem Zustand des Wissens dienen sollen. Vielmehr will er dem Schöpfer gezielt mit dem Glauben über dem Verstand dienen. Deshalb wird ein Gebet als „Arbeit im Herzen“ bezeichnet.

 

  1. Baal HaSulam, Shamati, Artikel Nr. 19, Was ist „Der Schöpfer hasst die Körper“, in der spirituellen Arbeit?

Der Mensch muss glauben, dass dieser bei der Arbeit behindernde Wille zu empfangen von Oben zu ihm kam. Denn man gibt ihm vom Himmel die Kraft für die Aufdeckung des Willens zu empfangen deswegen, weil es gerade dann Raum für Arbeit gibt, wenn der Wille zu empfangen erwacht.

Dann hat der Mensch engen Kontakt zum Schöpfer, der ihm helfen soll, den Willen zu empfangen in die Absicht zu geben umzuwandeln. Und der Mensch soll daran glauben, dass Zufriedenheit sich für den Schöpfer dadurch ausbreitet, indem er zu Ihm betet, Er solle ihn an Sich zur Stufe der Anhaftung annähern, welche „Angleichung der Form“ heißt. Dies ist die Stufe, wo der Wille zu empfangen null und nichtig und in die Absicht zu geben umgewandelt wird. Und darüber sagt der Schöpfer: „Meine Söhne haben mich besiegt. Anders ausgedrückt: Ich habe euch den Willen zu empfangen gegeben und ihr bittet Mich, euch stattdessen mit einem Willen zu geben auszustatten.“

 

  1. Rabash, Artikel Nr. 37 (1991), Was ist die „Tora“ und was ist „Die Satzung der Tora“, in der Arbeit?

Wenn er alles um des Schöpfers willen tun will und nicht um seiner selbst willen wehrt sich der Körper mit aller Kraft, denn er argumentiert: „Warum willst du mich und meine Herrschaft töten? Du kommst mir damit, nur um des Schöpfers willen arbeiten zu müssen und nicht um seiner selbst willen, was wahrlich eine Annullierung des Willens ist, von allem zu empfangen. Du sagst mir, dass unsere Weisen sagten: ‚Die Tora existiert nur in demjenigen, der sich für sie tötet‘, was bedeutet, den ganzen Bereich des Eigennutzes zu töten und sich nur um den Nutzen des Schöpfers zu kümmern. Und vorher kann ein Mensch nicht mit der Tora belohnt werden.“ Dennoch sieht der Mensch, dass es unrealistisch ist, dass er die Kraft haben wird, gegen die Natur vorzugehen.

Zu diesem Zeitpunkt hat man keine andere Wahl, als sich an den Schöpfer zu wenden und zu sagen: „Jetzt bin ich in einen Zustand gekommen, in dem ich sehe, dass ich verloren bin, wenn Du mir nicht hilfst. Ich werde niemals die Kraft haben, den Willen zu Empfangen zu überwinden, da dies meine Natur ist. Vielmehr kann nur der Schöpfer eine andere Natur geben.“

 

  1. Rabash, Brief Nr. 65

Ein Mensch muss beschließen, vom Schöpfer ein Verlangen zu bekommen, sich vor Ihm vollständig zu annullieren, was bedeutet, dass er kein Verlangen unter seiner eigenen Herrschaft belässt, sondern dass alle Verlangen in ihm nur noch dazu da sind, dem Schöpfer Ehre zu geben.

Sobald er sich für die vollständige Annullierung entscheidet, bittet er den Schöpfer, ihm bei der Ausführung zu helfen. Das bedeutet, dass er, obwohl er im Verstand und im Verlangen sieht, dass der Körper nicht damit einverstanden ist, dass er alle seine Verlangen vor dem Schöpfer annulliert, anstatt um seiner selbst willen, zum Schöpfer beten soll, dass er ihm hilft, sich vor Ihm mit allen Verlangen annullieren zu wollen, wobei kein Verlangen für ihn selbst übrig bleibt. Dies wird ein „vollständiges Gebet“ genannt, was bedeutet, dass er sich wünscht, dass der Schöpfer ihm ein vollständiges Verlangen ohne Kompromisse zu sich selbst gibt, ⁷

 

  1. Baal HaSulam, Shamati, Artikel Nr. 5, „liShma ist ein Erwachen von oben, und warum brauchen wir ein Erwachen von unten?“

Man muss wissen, dass, wenn man sich anstrengt, um zu liShma zu gelangen, man den Wunsch auf sich nehmen muss, die Arbeit ausschließlich dem Geben zuliebe zu verrichten, also nur zu geben und nichts zu empfangen. Erst dann beginnt man zu spüren, dass der gesamte Körper sich mit aller Kraft dagegen wehrt.

Daraus gelangt man zu der klaren Erkenntnis, dass es nur einen Ratschlag geben kann, um zu liShma zu gelangen: seine Klagen an den Schöpfer zu richten, damit er einem helfen möge, den Körper dazu zu bringen, sich bedingungslos dem Schöpfer zu unterwerfen. Denn man sieht, dass man selbst nicht in der Lage ist, seinen Körper zu überzeugen, sich vollkommen zu annullieren. Es stellt sich heraus, dass genau dann, wenn man sieht, dass es keine Hoffnung für den Körper gibt, von allein für den Schöpfer zu arbeiten, das Gebet aus tiefstem Herzen kommen kann. Und ein solches Gebet wird erhört.

 

  1. Baal HaSulam, Shamati, Artikel Nr. 122, „Verstehen, was im Shulchan Aruch geschrieben steht“

Wenn der Mensch vollkommen in der Form des Gebens arbeiten und alle Gedanken an Eigengenuss annullieren möchte, wenn er fühlt, was er sagt, kann sein Herz befürchten, dass sein Gebet angenommen wird, das heißt, daß er keinen Wunsch welcher Art auch immer für sich selbst haben wird.

Was den Eigengenuss betrifft, erscheint dann ein Zustand, in welchem es dem Menschen vorkommt, als würde er alle Genüsse dieser Welt zurücklassen und damit zusammen auch alle Geschöpfe, Freunde und Verwandten und sein ganzes Hab und Gut. Es erscheint ihm, als ob er in die Wüste ginge, wo es nichts außer wilden Tieren gibt und niemand etwas über ihn und seine Existenz weiß. Es kommt ihm vor, als ob er auf einmal seine Welt verliert, und er fühlt, dass er eine Welt voller Lebendigkeit verliert und es auf sich nimmt, aus dieser Welt dahinzuscheiden. Wenn er sich dieses Bild vorstellt, empfindet er es so, als beginge er dabei Selbstmord.

Manchmal hilft ihm Sitra Achra, sich seinen Zustand in dunklen Farben vorzustellen. Dann weist sein Körper dieses Gebet zurück, und in solch einem Zustand wird es nicht akzeptiert, weil er selbst nicht will, dass sein Gebet angenommen wird.

Daher muss es eine Vorbereitung auf das Gebet geben, damit sich der Mensch an solch ein Gebet gewöhnen kann, als ob sein Herz und sein Mund eins wären.

 

  1. Meshiwat Nefesh, Punkt 40

Unsere Weisen sagten: „Der Trieb des Menschen überwältigt ihn täglich.“ Wäre es nicht die Hilfe des Schöpfers, würde er ihn nicht überwinden.“ Vielmehr muss sich der Mensch nur dazu verpflichten, sich jedes Mal aufs Neue zu stärken und darf sich unter keinen Umständen von diesem Krieg zurückziehen oder sich selbst zur Verzweiflung bringen.

Sicherlich ist es in diesem Krieg nicht möglich, eindeutig zu erkennen, wer der Gewinner ist, da der Krieg noch lange andauert, das Exil immer intensiver wird und jeder erlebt, was er erlebt. Doch solange wir unsere Waffen in den Händen halten – und unsere Hauptwaffe ist das Gebet – und solange wir uns nicht von diesem Krieg verzweifeln lassen und an unseren Waffen festhalten, gewinnen wir mit Sicherheit, denn solange man sich im Gebet und im Aufschrei zum Schöpfer stärkt, gewinnt man den Krieg, denn das ist im Wesentlichen der Sieg.

 

  1. Rabash, Artikel Nr. 4 (1988), „Was ist das Gebet um Hilfe und um Vergebung in der Arbeit?“

Die Sünde des Menschen ist, dass er den Schöpfer nicht um Hilfe gebeten hat. Hätte er um Hilfe gebeten, würde er sicherlich Hilfe vom Schöpfer bekommen. Aber wenn ein Mensch sagt, dass er um Hilfe gebeten hat und der Schöpfer ihm nicht geholfen hat, dann kommt darauf die Antwort, dass ein Mensch glauben sollte, dass der Schöpfer die Gebete hört, wie es geschrieben steht: „Denn Du hörst das Gebet eines jeden Mundes.“ Wenn er wirklich glauben würde, wäre sein Gebet vollständig, und der Schöpfer hört ein vollständiges Gebet, wenn ein Mensch sich von ganzem Herzen danach sehnt, dass der Schöpfer ihm hilft.

Aber wenn sein Gebet nicht ständig auf seinen Lippen ist, bedeutet das, dass er nicht den wirklichen Glauben hat, dass der Schöpfer ihm helfen kann und dass der Schöpfer jeden erhört, der Ihn bittet, und dass klein und groß vor Ihm gleich sind, was bedeutet, dass Er jeden erhört. Daraus folgt, dass das Gebet unvollständig ist.

 

  1. Rabash, Artikel Nr. 23 (1989), „Was ist in der [spirituellen] Arbeit, wenn man das bittere Kraut schluckt, wird man nicht herauskommen,?“

Selbst wenn er zu der Erkenntnis kommt, dass der Schöpfer ihm helfen kann, und er versteht, dass der wahre Rat nur das Gebet ist, kommt der Körper und macht ihm klar: „Du siehst, wie viele Gebete du schon gebetet hast, aber du hast keine Antwort von oben empfangen. Warum sich also die Mühe machen zu beten, dass der Schöpfer dir helfen wird? Du siehst, dass du keine Hilfe von oben bekommst.“ Zu dieser Zeit kann er nicht beten. Dann müssen wir uns noch einmal durch den Glauben überwinden und glauben, dass der Schöpfer das Gebet eines jeden Mundes doch erhört, und es spielt keine Rolle, ob der Mensch talentiert ist und gute Eigenschaften hat, oder im Gegenteil. Vielmehr muss er sich überwinden und über den Verstand hinaus glauben, obwohl ihm sein Verstand diktiert, dass er, da er viele Male gebetet hat und trotzdem keine Antwort von oben empfing, wie kann er kommen und noch einmal beten? Auch dies erfordert Überwindung, d.h. sich über den Verstand zu erheben und zu beten, dass der Schöpfer ihm hilft, seinen Verstand zu überwinden und zu beten.

 

  1. Rabash, Artikel Nr. 10 (1986), „Über das Gebet“

Bevor jemand weiß, dass er die Gefäße der Selbsthingabe nicht aus eigener Kraft erlangen kann, bittet er den Schöpfer nicht, sie ihm zu geben. Daraus folgt, dass er nicht wirklich den Wunsch hat, dass der Schöpfer sein Gebet erhört.

Aus diesem Grund muss man arbeiten, um die Gefäße des Gebens selbst zu erhalten, und nach all der Arbeit, die er hineingesteckt hat, ohne sie zu erhalten, beginnt das wahre Gebet aus der Tiefe des Herzens. Zu diesem Zeitpunkt kann er Hilfe von oben empfangen, wie unsere Weisen sagten: „Wer kommt, um sich zu reinigen, dem wird geholfen.“

Aber da dieses Gebet gegen die Natur ist, da der Mensch mit einem Verlangen zu empfangen erschaffen wurde, welches die Selbstliebe ist, wie kann er zum Schöpfer beten, ihm die Kraft des Gebens zu geben, während alle Organe sich diesem Verlangen widersetzen? Deshalb wird diese Arbeit „Gebet“ genannt, was bedeutet, dass er sich sehr anstrengen muss, um zum Schöpfer beten zu können, ihm die Kraft des gebens zu geben und die Kraft des Empfangens des Menschen zu annullieren.

 

  1. Rabash, Artikel Nr. 19 (1985), „Komm zum Pharao – 1“

Wir sollten darauf achten, […] und durch die schlimmsten Zustände hindurch glauben und nicht vor dem Kampfplatz fliehen, sondern immer darauf vertrauen, dass der Schöpfer einem Menschen helfen und ihn beschenken kann, ob man nun ein wenig Hilfe oder viel Hilfe braucht.

In Wahrheit ist einer, der versteht, dass er den Schöpfer braucht, um ihm viel Hilfe zu geben, weil er schlechter ist als der Rest des Volkes, eher geeignet, dass sein Gebet erhört wird, wie es geschrieben steht: „Der Ewige ist nahe den Zerschlagenen und rettet die Zerschlagenen im Geiste.“

 

  1. Rabash, Artikel Nr. 34 (1991), „Was bedeutet es, in dieser Welt ihre Früchte zu essen und das Prinzip für die nächste Welt zu bewahren, in der Arbeit?“

Nur diejenigen, die sagen, dass sie der Arbeit entfliehen wollen, aber nirgendwo anders hingehen können, da nichts sie befriedigt, diese Menschen gehen nicht von der Arbeit weg. Obwohl sie Höhen und Tiefen haben, geben sie nicht auf. So steht es geschrieben: „Und die Kinder Israels seufzten von der Arbeit, und sie schrien, und ihr Geschrei stieg zu Gott auf von der Arbeit.“ Mit anderen Worten, sie schrien von der Arbeit, weil sie in der Arbeit des Schöpfers nicht vorankamen, so dass sie arbeiten konnten, um dem Schöpfer Zufriedenheit zu bereiten. Zu dieser Zeit wurden sie mit dem Auszug aus Ägypten belohnt. In der spirituellen Arbeit wird dies als „Austritt aus der Herrschaft des Willens zum Empfangen und Eintritt in die Arbeit des Gebens bezeichnet.“

 

  1. Rabash, Artikel Nr. 38 (1990), Was ist „Ein Kelch des Segens muss voll sein“ in der Arbeit?

Er muss beten, um zu glauben, dass der Schöpfer ein Gebet erhört, und alles, was man in diesen Zuständen fühlt, ist zu seinem Nutzen. Aber dies kann nur über den Verstand sein, d.h. obwohl der Verstand ihm sagt: „Nach all den Berechnungen siehst du, dass dir nichts helfen kann“, soll er auch dies über den Verstand glauben, dass der Schöpfer ihn von dem Willen, für sich selbst zu empfangen, befreien kann, wofür er im Gegenzug den Wunsch empfangen wird, zu geben.

 

  1. Baal HaSulam, Shamati, Artikel Nr. 209, „Drei Bedingungen im Gebet“

Beim Gebet gibt es drei Bedingungen:

  1. Zu glauben, dass Er ihn erretten kann, obwohl er von allen seinen Zeitgenossen die schlimmsten Umstände hat. Doch „ist denn die Hand des Schöpfers zu kurz, um ihn zu erretten“? Denn wenn nicht, dann „wird der Wirt Seine Gefäße nicht retten können“.
  2. Er weiß sich keinen Rat mehr, da er schon alles getan hat, was in seinen Kräften lag, und doch sah er keine Heilung für seine missliche Lage.
  3. Wenn Er ihm nicht hilft, dann ist ihm sein Tod lieber als sein Leben. Gebet bedeutet Arbeit bzw. „verloren“ im Herzen. Je verlorener er ist, desto stärker ist sein Gebet. Denn natürlich gleicht einer, dem es an Überflüssigem und an Luxus fehlt, nicht einem zum Tode Verurteilten, wenn nur noch bleibt, das Urteil zu vollstrecken. Und er ist bereits in Eisenketten gelegt und steht nun da und fleht um sein Leben. Und gewiss wird er „weder ruhen noch schlafen“ und sich für keinen Augenblick davon ablenken lassen, um für sein Leben zu beten.

 

  1. Baal HaSulam, Shamati, Artikel Nr. 20, „liShma [um ihrer selbst willen]“

Doch es kann kein wahrhaftiges Gebet geben, wenn der Mensch zuvor nicht weiß, dass es ohne ein Gebet unmöglich ist, liShma zu erreichen.

Daher erschaffen die Handlungen und Heilmittel, die er anwendet, um liShma zu erreichen, die korrigierten Gefäße, um liShma zu empfangen. Dann kann er nach all seinen Handlungen ein wahres Gebet hervorbringen, weil er sah, dass ihm all seine Bemühungen nichts genützt haben. Erst dann kann er ein wahres Gebet aus der Tiefe seines Herzens hervorbringen, und erst dann erhört der Schöpfer sein Gebet und schenkt ihm liShma.

 

  1. Rabash, Artikel Nr. 38 (1990), “ Was ist, „Ein Kelch des Segens muss voll sein“, in der Arbeit?“

Wenn ein Mensch bereits in der Nähe des Ortes steht, von dem er die Hilfe von oben empfangen wird, und „in der Nähe“ bedeutet, dass das Kli [Gefäß], d.h. der Wunsch zu geben, weit von ihm entfernt ist, dann sieht er, dass nur der Schöpfer ihn retten kann. Wie Baal HaSulam sagte, ist dies der wichtigste Punkt in der Arbeit des Menschen, denn dann hat er engen Kontakt mit dem Schöpfer, weil er hundertprozentig sieht, dass nichts ihm helfen kann als der Schöpfer selbst.

 

  1. Baal HaSulam, Brief Nr. 57

Es gibt keinen glücklicheren Zustand in der Welt des Menschen, als wenn er mit seiner eigenen Kraft verzweifelt ist. Das heißt, er hat sich bereits abgemüht und alles getan, was er sich vorstellen konnte, aber keine Abhilfe gefunden. Dann ist er fit für ein von ganzem Herzen kommendes Gebet um Seine Hilfe, weil er sicher weiß, dass seine eigene Arbeit ihm nicht helfen wird.

Solange er eine gewisse eigene Kraft spürt, wird sein Gebet nicht ganz sein, weil der böse Trieb zuerst eilt und ihm sagt: „Zuerst musst du tun, was du kannst, und dann wirst du des Schöpfers würdig sein.“

Darüber wurde gesagt: „Der Ewige ist hoch und der Niedrige wird sehen.“ Denn wenn ein Mensch sich einmal in allerlei Arbeit abgemüht hat und desillusioniert ist, kommt er in die wirkliche Niedrigkeit und weiß, dass er der Niedrigste unter allen Menschen ist, da in der Struktur seines Körpers nichts Gutes ist. Zu diesem Zeitpunkt ist sein Gebet vollständig und er wird von Seiner großzügigen Hand gewährt.

  1. Baal HaSulam, Brief Nr. 57

Die Schrift sagt darüber: „Und die Kinder Israels seufzten von der Arbeit usw., und ihr Geschrei ging hoch.“ Es ist so, weil sie zu dieser Zeit in einen Zustand der Verzweiflung von der Arbeit kamen. Es ist wie bei einem, der in einen durchlöcherten Eimer pumpt. Er pumpt den ganzen Tag, hat aber keinen Tropfen Wasser, um seinen Durst zu stillen.

So erging es den Kindern Israels in Ägypten: Alles, was sie bauten, wurde prompt an seinem Platz von der Erde verschluckt, wie unsere Weisen sagten.

Ähnlich verhält es sich mit einem, der nicht mit Seiner Liebe belohnt wurde: Alles, was er in seiner Arbeit an der Reinigung der Seele am Tag zuvor getan hat, ist am nächsten Tag wie völlig verbrannt. Und jeden Tag und jeden Moment muss er von neuem beginnen, als hätte er in seinem ganzen Leben nichts getan.

Dann: „Die Kinder Israels seufzten von der Arbeit“, denn sie sahen offensichtlich, dass sie unfähig waren, jemals etwas durch ihre eigene Arbeit hervorzubringen. Deshalb waren ihr Seufzen und ihr Gebet vollständig, so wie es sein sollte, und deshalb „ging ihr Schrei nach oben“, denn der Schöpfer hört das Gebet, und Er erwartet nur ein von ganzem Herzen kommendes Gebet.

 

 

  1. Rabash, Artikel Nr. 2 (1991), Was bedeutet „Kehre, Israel, zu dem Ewigen, deinem Gott, zurück“ in der Arbeit?

Ein Mensch betet zum Schöpfer und sagt: „Du musst mir helfen, denn ich bin schlimmer als alle anderen, da ich spüre, dass der Wille zu empfangen mein Herz beherrscht, und deshalb kann nichts von Kedusha in mein Herz eindringen. Ich will keinen Luxus, sondern nur in der Lage sein, etwas um des Schöpfers willen zu tun, und dazu bin ich völlig unfähig, so dass nur Du mich retten kannst.“

So sollten wir interpretieren, was geschrieben steht (Psalm 34): „Der Ewige ist nahe den Zerschlagenen.“ Das heißt, diejenigen, die den Schöpfer bitten, ihnen zu helfen, damit ihr Herz nicht gebrochen wird und ganz wird, das kann nur geschehen, wenn ein Mensch mit dem Wunsch belohnt wurde, zu geben. Aus diesem Grund bittet er den Schöpfer, ihm den Wunsch zu geben, da er sieht, dass es ihm an nichts auf der Welt fehlt, außer an der Fähigkeit, um des Schöpfers willen zu arbeiten. Daraus folgt, dass er nur um die Nähe des Schöpfers bittet, und es gibt eine Regel: „Maß für Maß“. Folglich bringt ihn der Schöpfer näher. Das ist die Bedeutung der Worte: „Der Ewige ist nahe dem, der zerbrochenen Herzens ist.“

 

 

  1. Rabash, Artikel Nr. 6 (1986), „Zuversicht“

Wir sollten sagen, dass der Schöpfer immer nach dem besten Interesse des Menschen hört und antwortet, und das ist es, was Er uns gibt. Daher sollte man glauben, dass die Zustände, die ein Mensch fühlt, das sind, was der Schöpfer will, dass wir fühlen, weil es zu unseren Gunsten ist.

Daraus folgt, dass das Vertrauen, das wir in den Schöpfer haben sollten, darin besteht, dass der Schöpfer sicherlich unsere Gebete erhört und sie beantwortet, aber nicht nach unserem Verständnis, sondern nach dem Verständnis des Schöpfers, was uns gegeben werden sollte. Daraus folgt, dass es bei der Zuversicht in erster Linie darum geht, dem Schöpfer zu vertrauen, dass Er jedem hilft, wie es geschrieben steht: „Seine Barmherzigkeit steht über all seinen Arbeiten.“ Das Vertrauen sollte aber nicht sein, dass der Schöpfer uns nach unserem Verständnis hilft, sondern nach dem Verständnis des Schöpfers.

 

 

  1. Baal HaSulam, Brief Nr. 52

Es steht darüber geschrieben: „Suchet den Ewigen, solange Er gefunden wird.“ Das heißt, wenn der Schöpfer sich dir zum Fragen präsentiert, dann wirst du Ihn notwendigerweise auch suchen, denn es ist die Art des Menschen, sich zuerst zu bewegen. Mit anderen Worten, der Schöpfer gibt dir zuerst das Herz, Ihn zu suchen. Wenn du das weißt, wirst du sicherlich stärker werden, so stark, wie du bitten kannst, denn der König ruft dich.

 

 

  1. Baal HaSulam, Brief Nr. 52

So dass es heißt: „Ruft Ihn an, wenn Er nahe ist.“ Das heißt, wenn du den Schöpfer anrufst, um dich Ihm näher zu bringen, wisse, dass Er dir bereits nahe ist, denn sonst würdest du Ihn zweifellos nicht anrufen. Das ist auch die Bedeutung des Verses: „Bevor sie rufen, werde ich antworten“, was bedeutet, dass wenn du Ihn rufst, Er sich dir bereits zugewandt hat, um dir das Erwachen zu geben, Ihn anzurufen.

  1. Baal HaSulam, Brief Nr. 52

Das Maß des Erhörens des Schöpfers hängt genau von dem Maß der Sehnsucht ab, die während des Aussprechens des Gebetes auftritt. Wenn jemand eine übermäßige Sehnsucht verspürt, sollte er zu diesem Zeitpunkt wissen, dass der Schöpfer ihm aufmerksam zuhört.

Klar, wenn er das weiß, schüttet er sein Herz noch stärker aus, denn es gibt kein größeres Privileg, als dass der König der Welt ihm aufmerksam zuhört. Das ist ganz ähnlich wie das, was unsere Weisen sagten: „Der Schöpfer sehnt sich nach dem Gebet der Gerechten“, denn der Wunsch des Schöpfers, dass ein Mensch sich Ihm nähert, erweckt große Kraft und Sehnsucht in dem Menschen, sich nach dem Schöpfer zu sehnen, denn „Wie im Wasser vom Gesicht zum Gesicht, so das Herz des Menschen zum Menschen.“ Daraus folgt, dass das Sprechen des Gebets und das Hören des Gebets Hand in Hand gehen, bis sie sich zum vollen Maß anhäufen und er alles erwirbt.

 

 

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