1986/28 Eine Versammlung besteht aus nicht weniger als zehn

Eine Versammlung besteht aus nicht weniger als zehn

Artikel 28, 1986

Im Sohar, Nasso ( Punkt 105) steht: „Rabbi Elasar begann: ‚Warum bin ich gekommen, und es gibt keinen Menschen?‘ Wie sehr liebt der Schöpfer Israel, denn wo immer sie sind, ist der Schöpfer unter ihnen. „Und sie sollen Mich zu einem Tempel machen, und Ich werde unter ihnen wohnen.“ Jede Synagoge in der Welt wird ‚Tempel‘ genannt. „Und Ich will unter ihnen wohnen, da die Shechina zuerst in den Tempel kommt. Glücklich ist, wer zu den ersten im Tempel gehört, denn durch sie wird vollendet, was vollendet ist, nämlich die Gemeinde, die nicht weniger als zehn ist. Auch müssen die zehn auf einmal im Tempel sein und nicht einer nach dem anderen kommen, denn alle zehn sind wie Organe eines einzigen Körpers, in dem die Shechina wohnt. Denn der Schöpfer hat den Menschen auf einmal geschaffen und alle seine Organe gemeinsam eingesetzt, wie es geschrieben steht: ‚Er hat euch geschaffen und eingesetzt‘. Weiterlesen

1986/1 Und Moses ging

Und Moses ging

Artikel Nr.1, Tav-Shin-Mem-Vav, 1985-86

Im Sohar (Absatz 1-3) steht geschrieben: „`Und Moses ging. Rabbi Hiskija begann, `Es führt zur Rechten von Moses der Arm seiner Herrlichkeit, er teilt das Wasser vor ihnen´. Drei heilige Geschwister gingen zwischen ihnen. Wer sind sie? Moses, Aaron, und Miriam. Wir setzten fest, dass Aaron Israels rechter Arm ist, wie es geschrieben steht, `Und es hörte der Kanaanit, König von Arad, dass Israel durch die Stätten zog´. `Durch die Stätten´ heißt, dass Israel wie ein Mensch war, der ohne Arm geht, und sich selbst an jedem Ort unterstützt, denn `Stätten´ bedeutet `Orte´. Dann kämpfte er gegen Israel und nahm einige von ihnen gefangen´, weil sie ohne rechten Arm waren. Komm und sieh, Aaron war der rechte Arm des Körpers, welcher Tiferet ist. Und darüber steht geschrieben,`es führt zur Rechten von Moses der Arm seiner Herrlichkeit´“. Weiterlesen

1985/86/11 Ein wahres Gebet betrifft einen wahren Mangel

Ein wahres Gebet betrifft einen wahren Mangel

Artikel Nr. 11, Tav- Shin- Mem- Vav, 1985-86

In der Schrift heißt es, „Und dieses sind die Namen der Söhne Israels, die nach Ägypten kamen. …Da stand ein neuer König über Ägypten auf, der von Josef nichts wusste. … Und die Ägypter zwangen die Söhne Israels zu harter Arbeit…Und es ächzten die Kinder Israels unter der Arbeit, und wehklagten, und ihr Wehklagen über die Arbeit stieg empor zu Gott. Und Gott vernahm ihr Wehgeschrei“. Weiterlesen

1985 22 Die gesamte Tora ist ein heiliger Name

Die gesamte Tora ist ein heiliger Name

Artikel Nr. 22, Tav-Shin-Mem-Hey, 1985

Es steht im Sohar geschrieben (Shmini, Absatz 1): „Rabbi Yitzchak eröffnete, ‘Die gesamte Tora ist ein einziger heiliger Name des Schöpfers, und die Welt wurde in der Tora erschaffen’, die das Werkzeug des Künstlers für die Erschaffung der Welt war“. Im zweiten Absatz steht geschrieben: „Der Mensch wurde in der Tora erschaffen, wie es geschrieben steht, ‘Únd Gott sagte, ‘Lasst uns den Menschen erschaffen…’ Es ist in der Mehrzahl geschrieben. Er sagte zu ihr, ‘Du und ich werden ihn in der Welt gründen’. Rabbi Hiya sagte, ‘Die geschriebene Tora, welche SA ist, und die mündliche Tora, welche Malchut ist, begründeten den Menschen’“.

Drei Dinge sehen wir hier:

  • Die gesamte Tora ist ein heiliger Name
  • Die Welt wurde mit der Tora erschaffen
  • Der Mensch wurde mit der Tora erschaffen

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1987 Über die Schwierigkeit, Götzendiener die Tora zu lehren

Artikel Nr. 17, 1987

Unsere Weisen sagten (Hagiga 13), Rav Ami sagte ‚Worte der Tora sollten nicht Götzenanbetern gegeben werden’, wie geschrieben steht, ‚Er hat an keinem Volk so gehandelt; und was Seine Satzungen betrifft, haben sie Ihn nicht gekannt’. Im Sanhedrin (59) sagte Rabbi Yochanan, ‚Ein Götzenanbeter, der sich mit der Tora beschäftigt, muss sterben, wie es geschrieben steht, ‘Moses befahl uns ein Gesetz, ein Erbe’. Uns wurde es vererbt, und nicht ihnen‘.

Die Gemara fragt, Rabbi Meir sagt, ‚Wie das? Schließlich gleicht ein Götzenanbeter, der sich mit der Tora beschäftigt, sogar einem hohen Priester, wie es geschrieben steht, ‘Wenn ein Mensch sie tut, dann wird er durch sie leben’. Es hieß nicht, ‘Priester, Leviten oder Israelis’, sondern ‘ein Mensch’. Das bedeutet, dass sogar ein Götzenanbeter, der sich mit der Tora beschäftigt, einem hohen Priester gleicht.‘ Weiterlesen

1985/13 Komm zum Pharao, 2

Artikel Nr. 13, 1985-86

Der Heilige Sohar fragt, warum geschrieben steht: „Komm zum Pharao“, obwohl es scheinbar heißen müsste: „Geh zum Pharao“. Doch der Schöpfer sah, dass Moses gottesfürchtig war, während die anderen hohen Gesandten es nicht schafften, das Volk näher an Ihn heranzubringen. Daher sagte der Schöpfer: „Siehe, ich werde dich zu Pharao führen, dem ägyptischen König, dem großen Krokodil, das in seinem Nil sitzt“. Obwohl doch scheinbar der Schöpfer selbst mit ihm Krieg führen sollte, wie geschrieben steht: „Ich – Gott“, also „Ich, und kein Gesandter.“ (Siehe Beginn des Kapitels Bo). Weiterlesen

1986/23 – Bezüglich Ehrfurcht und Freude

Artikel Nr. 23, 1985-86

Im Sohar (Aharei Mot im Sulam-Kommentar) steht geschrieben: „Dienet dem Schöpfer in Furcht und zittert vor Freude“. Und weiter: „Dienet dem Schöpfer mit Freude und kommt zu Ihm mit Jubel“. Diese Aussagen stehen im gegenseitigen Widerspruch. Wir haben allerdings gelernt, dass man dem Schöpfer mit Furcht dienen muss, denn bei jeder Arbeit, die der Mensch vor seinem Schöpfer ausführt, braucht er zunächst Furcht, und erst dann wird er würdig, die Gebote der Tora mit Freude zu erfüllen. Und darüber wurde geschrieben: „Was fordert der Schöpfer von seinem Volk? Nur Ehrfurcht, und durch sie wird es mit allem belohnt“.

Wir müssen verstehen, was Furcht bedeutet. Wir sehen, dass Furcht und Freude zwei Gegensätze sind, und wie kann die Furcht ein Grund für die Freude sein, wie geschrieben steht: „Durch die Furcht vor Seinem Schöpfer wird er würdig, die Gebote der Tora mit Freude zu erfüllen“. Widerspricht das eine nicht dem anderen? Weiterlesen

1986/18 Wer verursacht das Gebet

Artikel Nr.18, 1985-86

Unsere Weisen sagten (Brachot 32): „Der Mensch sollte immer zuerst den Schöpfer preisen und erst dann beten.“ Wenn ein Mensch in einen Zustand kommt, in welchem er seine Fehler in der Arbeit des Schöpfers erkennt und fühlt, dass sein Glaube nicht ausreicht – zum Beispiel dass er nicht glauben kann, dass der Schöpfer gut und Gutes tuend ist oder dass er dem Schöpfer nicht danken und von ganzem Herzen behaupten kann „Gesegnet sei Er, der sagte, die Welt sei erschaffen“ – wenn er also den erhaltenen Genuss und die Fülle nicht spüren kann, ist es schwer für ihn, dankbar zu sein. Weiterlesen

1986/15 Ein Gebet von Vielen

Artikel Nr. 15, 1985-86

Im Heiligen Sohar steht geschrieben (Beshalach und im Sulam Kommentar, Punkt 11): „Und sie sagte: ‚Ich wohne in meinem Volk. Er fragt: ‚Was bedeutet das?’ Er antwortet: Wenn Din in der Welt gegenwärtig ist, sollte man sich nicht von der Allgemeinheit trennen und allein sein, weil, wenn Din in der Welt herrscht, sind jene, die auffallen und alleine sind, die ersten, die gefangen werden, auch wenn sie rechtschaffen sind.’

Daher sollte man sich nie aus seinem Volk isolieren, weil die Barmherzigkeit des Schöpfers immer auf dem gesamten Volk liegt. Deshalb sagte sie: ‚Ich wohne in meinem Volk’ und ich will mich von meinen Leuten trennen.’” Weiterlesen

1986/7 Die Wichtigkeit des Gebetes der Vielen

Artikel Nr. 7, 1985-86

Im Sohar, Wajischlach (Und Jakob sandte, Punkt 13, Abschnitt 45 im Sulam Kommentar) steht geschrieben: „Komm und sieh. Rabbi Shimon sagte, ,Ein Gebet der Vielen steigt auf vor dem Schöpfer und der Schöpfer krönt Sich selbst mit diesem Gebet, da es sich auf verschiedene Arten erhebt: Der eine bittet um Chassadim (Barmherzigkeit), ein anderer um Gwurot (Stärke), und noch ein anderer um Rachamim (Gnade). Es besteht aus mehreren Seiten, der rechten Seite, der linken Seite und der mittleren. Und weil es aus mehreren Seiten und Arten besteht, wird es zu einer Krone auf dem Kopf des Gerechten, einem, der für immer lebt. Damit ist Jessod gemeint, welche all die Erlösungen auf Nukwa überträgt und von ihr aus auf die gesamte Allgemeinheit. Komm und sieh, Jakob bestand aus allen drei Linien. Deshalb wollte der Schöpfer sein Gebet, da es ganz und gar vollständig war, mit allen drei Linien, so wie das Gebet der Vielen. Deshalb steht geschrieben ‚Dann war Jakob sehr ängstlich und verzweifelt’, da der Schöpfer es für ihn so vorgesehen hatte, damit er beten würde, weil Er sich nach seinem Gebet sehnte’“. Weiterlesen

1985/86/21 Über dem Verstand betreffend

Was „Über dem Verstand“ betrifft, so sollten wir dieses Instrument sowohl zwischen dem Menschen und seinem Freund als auch zwischen dem Menschen und dem Schöpfer verwenden. Es gibt jedoch einen Unterschied zwischen ihnen. Zwischen einem Menschen und dem Schöpfer muss dieses Instrument für immer bestehen bleiben. Mit anderen Worten, man darf dieses Werkzeug, genannt „Glaube über dem Verstand“ niemals geringschätzen. Und zwischen Freunden – wenn man den Vorteil seines Freundes innerhalb seines Verstandes sehen kann, ist es umso besser. Weiterlesen