Artikel des Tage von Mai 2019

Liebe Freunde, bitte beachtet, dass Freitag und Samstag, während der großen Kongresse und Feiertage, kein Artikel des Tages erscheint. Wir bitten auch zu beachten, dass die Artikel des Tages Auszüge und Mitschriften der wörtlichen freien Rede aus dem Unterricht sind und  deshalb an der einen oder anderen Stelle vielleicht nicht immer ganz leicht zu verstehen ist. Transkript von Rav Laitmans Unterricht.

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Artikel des Tages Dienstag, 21.05.2019

Das Problem, aus der Verzweiflung herauszukommen, liegt darin, dass wir darüber reden müssen. Es heißt nicht, dass wir die ganze Zeit damit verbringen, aber man muss der Gruppe erklären, dass der Schöpfers auf diese Weise mit uns arbeitet: Er bringt uns von einem angeblich guten Zustand zu einen schlimmeren herab, um uns einen Antrieb zu geben, voranzukommen. Es gibt keinen anderen Grund für die schlechte Empfindung, außer uns zum Guten anzutreiben. Möchtet ihr vorankommen, ohne das Böse zu empfinden? Es ist möglich – wie ein alter Mann, der nach etwas sucht, als hätte er etwas verloren.

Stellt euch Chissarons vor, die sich in euch noch nicht in Form von Verzweiflung, Problemen, Traurigkeit oder etwas anderem manifestiert haben. Wir haben nicht genug Liebe für unsere Freunde, nicht genug Vereinigung in der Gruppe, nicht genug Annäherung an den Schöpfer, um wie Eins zu sein. Sucht nach solchen Bedürfnissen und beginnt mit ihnen zu arbeiten. Dann erschafft ihr selbst sowohl die Dunkelheit als auch das Licht, bevor es von oben kommt. Dadurch beschleunigt ihr die Zeit, wie es geschrieben steht. Alles liegt vor euch, und alles kann nur zwischen den Freunden verwirklicht werden. Wenn es keine Verbindung gibt, ist der Mensch nicht in der Lage das zu tun, worüber wir gesprochen haben.

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Wir müssen darüber in Bezug auf die ganze Welt, auf alle Gruppen nachdenken, denn wir sind ein allgemeines Kli. Wir müssen uns um alle kümmern, denn es gibt buchstäblich nur ein Kli. Es ist wie bei einem Menschen, der mit einem Narkosemittel injiziert wurde, und nicht spürt, dass sein Bein weh tut. Dies geschieht aufgrund der Anästhesie, und nicht weil die Krankheit nicht existiert. Und so ist es auch bei uns. Wir sind vom Welt Kli abgeschaltet, jeder existiert in seinem Zehner, und nicht einmal im Zehner, sondern in sich selbst.

Und wir müssen zur Besinnung kommen, aufwachen, unsere Gefühle so schnell wie möglich aus diesem Traum herauskommen lassen. In dem Maße, in dem wir uns auf diese Weise anstrengen, werden wir spüren, wie die Gruppen füreinander arbeiten, wie sie sich gegenseitig helfen können. Ihre Kräfte verbinden sich und sie werden zu einer Kraft. Schaut mal, wie viele Gruppen wir in Lateinamerika haben – Gruppen, Singles, sowohl virtuelle und als auch physische. Wenn sie sich alle wie eine Gruppe fühlen würden, was für eine Kraft wäre es für alle, was für eine starke Auswirkung könnte es auf jeden haben!

 

Artikel des Tages von Montag,  20.05.2019

Wir wollen nichts von der Vereinigung hören, weil wir hier immer getäuscht werden. Deshalb ist es für uns schwierig und es ist extra so  gemacht, damit wir eine innere Klärung, eine doppelte Prüfung machen, was mit der Vereinigung gemeint ist. Dies ist keine Vereinigung zwischen Egoisten auf der materiellen Ebene, sondern eine Vereinigung, die der Schöpfer nach unseren Anstrengungen durchführt, wenn wir versuchen, nach dem zu handeln, was Rabash uns in seinen Artikeln über die Gruppe geschrieben hat. Deshalb ist die Vereinigung hier ganz anders, wir kennen sie nicht. Ich muss nach einem buchstäblich neuen Blickwinkel, einer neuen Herangehensweise an das, was hier gesagt wird, suchen, um mich von allen bisherigen Vorstellungen und Assoziationen zu lösen und zu distanzieren, als ob ich von einem anderen Planeten komme. Jetzt erzählt man mir etwas, was ich in keiner Weise weiß.

Das heißt, ich kann nicht alle meine egoistischen Bilder, Formen und Vorstellungen von der Vereinigung zwischen Menschen aus der Vergangenheit übertragen. Wir machen in der Gruppe etwas ganz anderes. Wir wollen uns vereinen, um den Schöpfer über unseren Egoismus zu enthüllen. Unseren Egoismus nicht zu streichen, sondern über ihn, ihn bewahrend mit einer speziellen Glasur zu bedecken, die Vereinigung und Liebe genannt wird. Es ist nicht einfach, und es ist eine Vorbereitung in zwei Linien, nach denen wir die mittlere Linie bekommen – die Enthüllung des Schöpfers. So werden wir vorankommen.

Deshalb möchte ich sagen, dass jeder eine besondere Zeit hat, sich der Gruppe anzuschließen, diese Idee zu verstehen, sich daran zu gewöhnen und sich richtig zu verhalten. Das Wichtigste ist, sich nicht daran zu erinnern, was ich seit meiner Kindheit kenne: ein gutes Kind zu sein, mich zu vereinen und freundlich zu sein. Es gibt hier keine Freundschaft, es gibt keine egoistische Vereinigung. Hier baue ich eine neue Vereinigung über den Egoismus, die vom Schöpfer gebildet wird. Ich wende mich an Ihn und sage: „Du musst eine Verbindung zu meinem Freund aufbauen. Deshalb gibt es ein Gebet an den Schöpfer damit er mir die Kraft, mich mit meinem Freund zu vereinen. Das ist ein echtes Gebet, wenn ich Ihn frage, verlange, ihn zwinge, diese Arbeit durchzuführen.

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In diesen Abschnitten erklären uns Baal Sulam und Rabash, wie wir eine spirituelle Vereinigung, die die Bürgschaft genannt wird, verwirklichen können, so dass jeder ein Ziel hat und jeder zum Wohle des Schöpfers arbeitet. Der Schöpfer ist nicht etwas außerhalb der Gruppe. Wenn wir denken, dass er irgendwo da draußen ist, und wir sind hier, um für ihn zu arbeiten (Dieser Satz ist auch im Russischen nicht verständlich und stand genauso da. Wir denken aber dass man es  eventuell so auffassen kann: Der Schöpfer ist nicht etwas außerhalb der Gruppe, er ist hier zwischen uns und wir müssen für Ihn arbeiten). Der Schöpfer ist die Vereinigung der Gruppe, ihre Einheit, der vollkommene Zustand, wenn die Liebe zwischen uns offenbart wird, und wir beginnen auch, über die Trennung und Abgrenzung die Vereinigung zu begreifen. Zwischen diesen beiden Ebenen – Trennung und Vereinigung – beginnen wir ein besonderes Phänomen zu erkennen, das sowohl Hass als auch Liebe hervorgerufen hat. Dieses Phänomen nennt man der Schöpfer. Das heißt, wenn ihr definieren wollt, was der Schöpfer ist, dann ist Er derjenige, der den Hass zwischen uns hervorgerufen hat, und an den wir uns wenden, um uns zu vereinigen und Liebe zwischen uns zu erweisen. Diese beiden Begriffe, die wir als Sandwich öffnen, werden der Schöpfer genannt. Deshalb schaffen wir Ihn. Wir bauen Ihn auf.

 

Artikel des Tages Sonntag, 19.05.2019

Es steht geschrieben, dass der Einzelne die Gesellschaft nicht verlassen und für sich selbst bitten sollte, auch nicht, um dem Schöpfer Freude zu bereiten, aber für die ganze Gesellschaft ist das möglich. Denn wer die Gesellschaft verlässt, um nach seiner privaten Seele zu fragen, erschafft nicht, sondern führt im Gegenteil zu ihrer Zerstörung. Wenn er für sich selbst fragt, führt das zur Zerstörung seiner Seele, weil er in die Gewänder eines Stolzen gekleidet ist, denn es ist unmöglich, sich einen Mann vorzustellen, der aus der Gesellschaft gekommen ist, ohne sich in das Gewand des Stolzes zu kleiden. Und jeder Mensch muss, sich selber, dies mit aller Kraft verbieten. Ich meine, ich will mich nicht einsam vorstellen, dass ich isoliert, unverbunden, nicht in der Gesellschaft aufgelöst bin. Ich kann nicht denken, es fällt mir nicht einmal ein, zu denken, dass ich etwas will – überhaupt nichts. Nur wir. Das ist das, was im Geist und Herzen existiert, und ich will, dass es so ist. Von diesem Punkt der Annäherung von Geist und Herz aus kann ich mich an den Schöpfer wenden. Wenn ich mich nicht mit der Gruppe vereinige, kann ich mich nicht an den Schöpfer wenden. Ich werde immer daneben hauen, weil Er in der Gruppe ist, in ihrer Mitte.

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Wir müssen mit etwas in der Hand aus dem Kongress kommen, seid ihr einverstanden? Deshalb verlieren wir, den Geist der Vereinigung, in den Pausen nicht, an keinem Ort. Obwohl wir das Gefühl haben, dass es ständig verschwindet und uns wegläuft. Wir gewinnen ihn mit der Kraft zurück und versuchen gleichzeitig zu spüren, wie sehr der Schöpfer meine Bemühungen genießt, wenn ich meine Verbindung wiederherstelle. Wie ich früher diese Verbindung wahrgenommen habe, so komme ich immer wieder darauf zurück, mehr und mehr. Und ihr werdet sehen, dass wir uns buchstäblich stündlich auf das Verlangen zu bewegen werden, in dem die Gegenwart des Schöpfers spürbar wird.

Artikel des Tages von Donnerstag, 16.05.2019

 

Jeder kommt zu dem Punkt, an dem er zustimmt, in dem Zustand zu bleiben, in dem er für immer sein will. In diesem Zustand annulliert er nicht sich selbst, sondern seinen Wunsch zu empfangen: er will nichts empfangen, weil er stattdessen eine Vereinigung mit dem Schöpfer findet, eine Verschmelzung zu einem gemeinsamen Punkt. Es ist nicht mehr nötig, es gibt immer nur einen Punkt der Verschmelzung miteinander. Zusätzlich zum Schmelzpunkt hat der Höchste einen großen Wunsch und der Niedrigere beinhaltet dieser Wunsch. Erst wenn beide sich gegenseitig annullieren, an diesem Punkt kommt es zu einer Vereinigung.

Dies ist ein besonderes Phänomen, das in unserer Welt nicht vorhanden ist – buchstäblich spirituell. Darum geht es: wie wir uns annullieren, um am Schmelzpunkt mit dem Schöpfer zu sein – es ist alles. Wir sprechen nicht über die Freunde, über die Gruppe, über die ganze Welt – es wird später kommen. Bevor wir in unserem Geist und Verstand feststellen, was der Punkt der Verschmelzung, der Punkt der Konzession (Zugeständnis) ist. Was soll ich annullieren? Was soll ich zurückstecken? Womit soll ich mich vereinen? Was bedeutet „für immer“, weil ich bereit bin, darin zu bleiben? Es gibt hier viele Fragen, und all dies hängt mit dem Begriff der „Reduktion“ zusammen. Aber ich wiederhole, der Grund für die Einschränkung ist, dass ich vereint sein will, sonst erreiche ich Ihn nicht.

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Dies ist ein besonderer Kongress, denn wir haben die Phase der Vereinigung zwischen uns und der Offenbarung der Übergangsstelle begonnen. Und ich hoffe wirklich, dass dieser Kongress – ich sehe ihn als einen Kongress – uns einen Impuls für unsere Vereinigung geben wird.  Das ist das Wichtigste und nicht die Zugabe von Wissen, Intelligenz und Klärungen, obwohl es auch sein kann, denn die Anzahl der Teilnehmer hat ihre Auswirkungen. Aber durch unsere Anstrengung, uns vereinen zu können, ein inneres Gefühl dafür, worüber wir sprechen, zu entwickeln.

Ich mache mir die ganze Zeit darüber Gedanken und ich möchte wirklich, dass sich jeder buchstäblich zu einem Organismus zusammenschließt, wie ein fertiger Teig. Doch in den Ofen wird es nicht von uns gestellt. Ich möchte, dass wir so vereint sind – ohne jegliche Form, wie ein fertiger Teig. Ich möchte es so sehr und in der Regel, wenn ich solche Kongresse durchführe, denke ich darüber nach, wenn ich mir das Publikum ansehe.

Wir werden versuchen, darüber nachzudenken. Ihr müsst nicht viel schreiben, ihr könnt ein wenig reden – versucht euer Bestes, denn ihr könnt es als Gruppe schaffen. Wir sollten versuchen, uns auf diese Art und Weise zu betrachten. Die Freunde aus Lateinamerika, Nordamerika, Europa, Asien, Israel, Russland und Afrika werden sich dort treffen. Laßt uns aus ihnen etwas machen, was Eins ist – es ist sehr wichtig für uns. Und dann, mit Sicherheit, werden wir Erfolg haben. Wir haben viel Vorarbeit geleistet und sind bereits in der Lage, auf die andere Seite des Machsom zu gelangen.

 

Artikel des Tages Dienstag, 14.05.2019

Welche Beispiele können wir dafür anführen, dass ich mich selbst und die Gruppe betrachte, und die Gruppe an meine Stelle setze? Wie ändere ich ihre Wichtigkeit – was ist das Erste und was das Zweite, was ist wichtiger und was weniger wichtig? Wie tue ich das praktisch, in verschiedenen Handlungen und Gedanken in Bezug auf den Unterricht oder die allgemeinen Gruppenaktivitäten? Wie kann ich entscheiden, dass die Gruppe jetzt an meiner Stelle steht, so dass klar ist, dass ich sie mir selbst vorziehe? Nennt mir Beispiele dafür.

Wie oft am Tag offenbare ich solche Situationen, wenn ich die Gruppe an meine Stelle setzte und dadurch voranschreite? Es heißt, mein „Ich“ auf die andere Seite zu bringen. Nennt euch solche Beispiele gegenseitig, mit denen wir während des Tages arbeiten können: ich achte auf etwas, das mir wichtig ist, aber ich tue es in Bezug auf die Gruppe.

Was nennt man Liebe zu den Freunden im Vergleich zu anderen Beziehungsformen gegenüber ihnen? Ich kann sie gut und respektvoll behandeln, sie unterstützen, aber warum heißt es, dass ich Liebe zu den Freunden erlangen muss? Was ist die Essenz des Wortes „Liebe“?

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In jeder Situation und an jedem Ort muss ich versuchen zu sehen, dass ich mich selbst im Verhältnis zu etwas außerhalb von mir vorziehe. Außerhalb von mir ist der Schöpfer, die Shechina –  ich muss das vorziehen, was außerhalb von mir liegt. Das kann die Gruppe sein, mit der ich zusammenarbeite – sie steht mir am nächsten; das kann auch keine Gruppe sein, sondern ein eher externer Kreis – unser Weltkli. Ein noch äußerer Kreis ist die gesamte Menschheit. Es kann auch die gesamte Realität sein – es hängt alles davon ab, wie ich mich darauf beziehe. Aber es geht darum, ob ich mich im Verhältnis zu dem verändere, was außerhalb von mir ist. Wichtigkeit! Was ist wichtiger – ich oder der Zehner? Ich muss anfangen zu fühlen, versuchen zu spüren, dass ich plötzlich von mir selbst gelöst bin, als ob ich nicht existiere, sondern in ihnen lebe. Es heißt, dass ich zum Embryo im Höheren werde.

 

Artikel des Tages von Montag, 13.05.2019

Du musst die Übungen im Zehner machen, die in unserem Herz und Verstand verankern.

Wenn ein Mensch in einem Zehner eingeschlossen ist, bekommt er von diesem die Richtung und den richtigen Fortschritt. Alleine, auch wenn er es hört, ist er nicht mit dem Zehner verbunden, ist es keine richtige Verwirklichung. Es ist nur ein Grundwissen, dass ihm erlaubt, sich mit dem Zehner zu verbinden und es dort umzusetzen. Schließlich ist der Punkt der Verschmelzung des Menschen mit dem Höchsten im Zehner.

Er sollte spüren, dass er mit ihm verbunden ist, in ihm ist. Jetzt versteht er, was dieser Samentropfen ist, in dem wir alle sind und nicht nur er allein. Wir sind zur gemeinsamen Annullierung gekommen, jeder von seiner eigenen Seite. Dort, an diesem Punkt der Annullierung, sind wir zusammen – 10 Punkte, die sich annulliert haben. Es ist ein Samentropfen. So wird es sich von Stufe zu Stufe entwickeln: Auf der nächsten Stufe habt ihr die gleiche Vorgehensweise in der Vorbereitung des Samentropfens. Jede Stufe beginnt mit Selbstannullierung.

Bezüglich was annullieren sich die Freunde im Zehner?

In Bezug auf den Einfluss des höheren Lichts, den Schöpfer. Ich weiß nicht, was Licht ist. Deshalb wird mir eine Gruppe in einem zerbrochenen Zustand gegeben, und sie zeigt mir meinen eigenen Zustand. Das heißt, sie ist in meiner Wahrnehmung zerbrochen. Dann begreife ich, dass, wenn ich sie in einem vollkommenen Zustand und in absoluter Liebe, in solcher Perfektion sehe und dass wir in unserer Vorstellung zusammen sind, ohne sich einzeln zu fühlen, werde ich mein „Ich“ in dieser Einheit aufheben. Das gilt für alle. Dann kommen wir zum ersten spirituellen Tropfen, und der heißt “Glaube über Verstand”.

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Externe Bedingungen und Veränderungen sind nicht wichtig, die Hauptsache ist, an diesem Punkt festzuhalten. Achtet darauf! Ich habe etwas, woran ich mich festhalten kann – ich packe es, und das ist das Erste, trotz aller veränderten Bedingungen. Jetzt ist das Wichtigste für mich – trotz äußerer Veränderungen weiterzumachen.

Der Mensch fühlt, dass er unvollkommen und entgegengesetzt ist. Reicht es aus, am Punkt der Verschmelzung festzuhalten und nicht um Korrektur zu bitten?

Den Verschmelzungspunkt festzuhalten ist eine Perfektion. Was ist nicht perfekt daran, wenn er in einer Verschmelzung mit seinen Freunden ist? Reicht es ihm nicht? Wenn er spürt, dass es nicht genug ist, ist es seine Unvollkommenheit.

Ich habe das Gefühl, dass ich bei meinen unkorrigierten Wünsche bleibe.

Ich habe keine Wünsche – weder korrigierte noch unkorrigierte, ich bin mit den Freunden verschmolzen.

Aber es fühlt sich unvollkommen an, den Freunden entgegengesetzt.

Es ist notwendig, sich mit ihnen noch mehr zu verschmelzen, und es ist für die Handlung über die wir gerade sprechen, ausreichend. Es muss ein Embryo, ein Punkt, ein Samentropfen sein. Er hat nichts – keine Wünsche, keine Absichten, keine Gedanken, außer eine Sache: mit ihnen zu verschmelzen und zusammen mit dem Schöpfer. Dann betreten sie die höhere Gebärmutter: der Schöpfer – es ist die Bina-Ebene. Wenn 10 Punkte zusammen sind, nimmt Bina sie auf und beginnt sie zu entwickeln, wird mit ihnen schwanger.

Welche Art von Übung sollen wir tagsüber im Herz und Verstand machen?

Ich bin im Zehner, in den 10 Punkten. Sie sind alle bereit – Punkte, Wünsche. Ich schließe mich in sie ein, bis in die Unendlichkeit, annulliere mich komplett wie in einer Gebärmutter. Inwieweit ich mich vor ihnen annulliere, annulliere ich mich vor dem Schöpfer. Israel, Tora, der Schöpfer – dort annulliere ich mich und finde das höchste Licht , das uns entwickeln wird – nicht mich, sondern uns – Er wird uns zu einem Leib, zu einem Wunsch machen.

So kommen wir zum ersten spirituellen Begreifen. All diese Vorstellungen haben wir untersucht, beschrieben und sind bereit die Maßnahmen zu ergreifen.

 

Artikel des Tages von Sonntag, 12.05.2019

Wie äußert sich das, dass ich mich annulliert habe?

Ich unterscheide die Tatsache, dass ich das, was ist, als Wahrheit, gut und gutes Tuender, zwischen dem, was ich fühle und dem, was im Licht der Unendlichkeit, in dem ich mich befinde, sein sollte. Wenn ich etwas vom Schöpfer wahrnehme, bin ich in der Welt der Unendlichkeit und von der Seite meines Tieres, meines „ich“, befinde ich mich im Zustand dieser Welt. Die Kluft zwischen uns ist die Leiter aus dieser Welt, und ich muss sie jetzt begreifen. Wenn ich meine Eigenschaften des Schöpfers in die Tat umsetze, spüre ich, dass mein Tier von meinem Verlangen zu empfangen spricht.

Ist es das, was wir die ganze Zeit tun müssen?

Ja, ich konnte vorher einfach nicht darüber reden, denn du weisst, welche Diskussionen wir darüber haben – ich verstehe nicht, ich will nicht, ich bin anderer Meinung. Jetzt denke ich, dass wir zu einem Zustand der relativen Entspannung gekommen sind, das höhere Licht weichte uns auf und wir können in die Einschränkung gehen.

Aber ich weiß noch nicht, worin sich das äußert. Es gibt einen bestimmten Geisteszustand, in dem ich mich gerade jetzt befinde, wenn ich etwas fühle, etwas verstehe und erkenne, dass ich das alles nicht ignoriere, sondern darüber aufsteige.

Ich verstehe den einfachen Zustand, dass ich im Licht der Unendlichkeit bin, in der Welt der Unendlichkeit, im absolut guten Einfluss des Schöpfers – das ist alles. Das, was ich von mir selbst tue, wenn ich meine Gefühle, die ich habe, in die Tat umsetze, ist das, was mein Tier sagt, mein Verlangen zu empfangen. Dann will ich es annullieren, meine Kelim in Bezug auf diesen Stern, mich auf den Polarstern zu kalibrieren. Am Anfang muss ich diesen Stern fangen, damit ich die Skala, den Standard habe. Dass du vom Schöpfer annimmst, dass Er gut ist und Gutes tut, ist das, was du jetzt feststellen willst, dass du es von Ihm bekommst.

Darüber, wie du dich von selbst dieser Null näherst, sprechen wir später. Zur Zeit sprechen wir davon, wie wir das akzeptieren, was wir von oben erhalten haben.

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Erweitern Sie bitte ein wenig: – was bedeutet es, keine externe Veränderungen zu verlangen, sondern interne Veränderungen zu verlangen?

Ich will keine äußeren Veränderungen, die ich von Ihm erhalten habe – es ist das Licht der Unendlichkeit, „Ich habe HaWAYaH nicht verändert“. Das höhere Licht ist in absoluter Ruhe, ich bin innerhalb von diesem weißen Licht. Ich ziehe mich jetzt nur zurück, ich annulliere mich und ich will kein Verlangen in mir wecken, keinen Gedanken, nichts, ich will nur mit dem Licht, das auf mich wirkt, in dem ich bin, auf Null kommen. Ist das klar?

Es ist wie eine Kalibrierung, wie ein Abbild. Es ist unmöglich, zu mehr zu kommen, wir müssen zuerst beginnen. In jedem Gerät ist das so, in allem: die Musiker, die Physiker, egal wer, wir wollen immer mit einer Grundlage, einem Standard beginnen und erst dann das akzeptieren…

Bitte, das ist die Sache, die wir jetzt gründlich untersuchten, das ist die Arbeit für heute und für den Rest unseres Lebens. Aber ihr sollt tagsüber im Zehner damit arbeiten.

Wegen der Feiertage zwischen 8.5. und 12.5.2019 keine Artikel des Tages

 

Artikel des Tages von Mittwoch, 08.05.2019

Sie haben gesagt, dass unsere ganze Arbeit darin besteht, nach dem Chissaron zu suchen. Gestern durch die Ereignisse in Israel war direkt spürbar, dass die gesamte Weltgruppe sich in einem Chissaron verbunden hat, es gab ein Verantwortungsgefühl, eine Ehrfurcht, und wenn wir es mit dem heutigem Tag vergleichen, ist dieses Gefühl nicht mehr da und stattdessen haben wir ein Gefühl des gemeinsamen Schlafes. Können wir selbst ein solches Chissaron erschaffen, durch ein Spiel oder durch ein Gebet, oder können wir die Leiden der Welt nur von unten bekommen und danach in irgendeine Weise darauf reagieren?

Es ist nicht gut, wenn wir uns selbst erwecken müssen und es nicht können. Wir müssen die Gelegenheit, uns selbst zu erwecken, wahrnehmen noch bevor der Schöpfer uns durch alle möglichen unangenehmen Ereignisse erweckt, wie es heißt: „Ich erwecke die Morgendämmerung“. Wie? Jeder von uns ist kein Einzelgänger, wir sind viele und können die Freunde auf unterschiedlichen Wegen erwecken – Neid, Ehre, Leidenschaft, Scham. Diese Gefühle können uns erwecken und uns zeigen, wo die Mängel in unserer Verbindung liegen. Ein Mangel an Verbindung zwischen uns soll zu einer Korrektur führen, um wieder auf einen Mangel an Verbindung hinzuweisen und uns wieder zu einer Korrektur zu führen. Dann stellt sich heraus, dass wir in der linken Linie den Mangel an Verbindung offenbaren und in der rechten Linie korrigieren und so die ganze Zeit, wir laufen auf zwei Beinen und alles hängt von uns selbst ab. Warte nicht ab, sag nicht, dass du gestern einen richtigen Zustand, ein Chissaron hattest – nein, warte nicht darauf, dass der Schöpfer es dir gibt. Er kann es dir nur mit Hilfe von Schlägen, Krankheiten und diversen Problemen geben, es macht keinen Sinn, darauf zu warten. Es bedeutet, dass du nicht richtig arbeitest, wenn du den richtigen spirituellen Zustand nicht erlangen willst und mit deinem tierischen Zustand zufrieden bist, wie in einem Nirvana – nichts stört mich, es geht mir gut. Es heißt nicht, dass du nach der Verschmelzung mit dem Schöpfer strebst. Es gibt also nichts zu beschweren, dass es gestern so war, und heute anders ist – im Gegenteil, heute sind wir in einem fortgeschrittenen Zustand – wenn man nicht mit Hilfe eines Chissaron einen Zustand von oben bekommt, bedeutet das, dass es gewollt ist, dass man selbst zu diesem Chissaron kommt.

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„Wie ein alter Mann zu gehen“ – bedeutet, dass ich nach dem bösen Anfang suche?

Ja, das Böse zwischen dir und deinem Freund. Du sitzt jetzt neben Dudi und möchtest sein Freund (Haver) sein – du musst es auf einer noch höheren Stufe wollen, noch näher zu ihm, wenn ihr buchstäblich spürt, dass ihr im gemeinsamen Raum zwischen euch den Schöpfer offenbaren wollt.

Es gibt dich, und es gibt Dudi, ihr sitzt zusammen und helft euch gegenseitig – sehr schön. Und jetzt wollt ihr etwas aufbauen, damit es nicht deines und nicht seins ist, sondern etwas gemeinsames zwischen euch. Und warum wollt ihr diesen gemeinsamen Raum schaffen? – Damit sich jeder darin annulliert, um sich mit dem Nächsten zu verbinden. Und dann baut ihr auf das Kli des Gebens, wo ihr einander helft: „Schau, wie ich es mache, lass es uns zusammen machen.“ Ihr baut dieses Kli gemeinsam auf, ein neues Kli, das nichts mit dir oder mit ihm zu tun hat und über euch steht. Es ist ein spirituelles Kli das sich bereits über dem Verlangen zu empfangen befindet.
Und was wollt ihr? – Ihr wollt dieses Kli auf den Schöpfer beziehen, da es neutral ist in Bezug auf jeden von euch.

Ihr helft euch gegenseitig, dass der Freund sich von sich selbst trennt, und dann hilft euch der Schöpfer. Wendet euch an Ihn, damit Er euch hilft, dieses gemeinsame Kli aufzubauen, und damit Er es füllt. Und dann werdet ihr spüren, wie Er euer gemeinsames Chissaron füllt, das in der Tat bereits von euch getrennt ist, und dies wird eure Seele sein.
Die Seele befindet sich in keinem von uns, nur zwischen uns oder über uns! Und so baut man das Kli auf. Schau mal, wie nah das ist!

 

Artikel des Tages von Montag, 06.05.2019

Wie kommt man immer mehr nach Innen?

Alles klärt sich in Gedanken. Denke so viel wie möglich darüber nach, wie das eine mit dem anderen zusammenhängt. Ich verstehe, dass dies eine sehr große Anstrengung ist, es gibt keine andere Arbeit im Herzen und im Verstand, keine körperliche Arbeit die mehr Kalorien verbrennt als die Arbeit die man macht, wenn man sich mit spiritueller Klärung beschäftigt. Es ist sehr hart, sehr anstrengend und es ist notwendig, den Verstand und das Herz zu verbinden. Man klärt erst in seinem Verstand, dann muss man zu den Gefühlen übergehen, vielleicht ein Lied singen, etwas Sinnliches empfinden und dann wieder zum Verstand finden.

Auf diese Weise kannst du es tun, bis es beginnt, in dir zu leben. Und es geht überhaupt nicht um den Verstand – die Bemühungen dringen in den Menschen ein und bauen ein System in ihm auf. Dieses System definiert die Fähigkeit eines Menschen, die Welt, sich selbst und den Schöpfer wahrzunehmen, der die ganze Realität erfüllt – die Art und Weise, wie wir in Ihm sind, die Art und Weise wie Er uns „bewegt“ – kurz gesagt, um dieses ganze System wahrzunehmen. Es hängt von unseren Bemühungen ab, und vor allem ist es Gruppenarbeit. Es ist sehr wichtig. Ich verstehe, dass dies schwierig ist, aber es gibt keine andere Möglichkeit, es wird nach und nach geschehen.

Wie kann man richtig verstehen, dass ich jetzt das Innere statt dem  Äußeren wähle? Wie drückt es sich aus? Woher weiß ich, dass ich es getan habe?

Das Innere ist, wenn ich mit „es gibt niemanden außer Ihm“ beginne und verstehe, dass Er sich in jeder Handlung, die durch mich geht befindet. Er ist auch in jedem Gedanken, in dem ich an Ihn denke. Und wie kann ich hier feststellen, wo ich mich befinde und wie ähnlich ich Ihm bin? Das ist das Innere; und das Äußere ist das Übrige.

Wenn ich von „es gibt niemanden außer Ihm“ ausgehe, der die ganze Realität ausfüllt und daran beteiligt sein möchte, dann ist alles andere das Äußere. Das Innere ist der Ort, an dem wir vereint sind: Israel, Thora und Schöpfer sind Vereint.

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Wir verzögern unsere Korrektur. Wir können nichts dagegen tun, wir müssen nur verstehen, dass wir uns beeilen müssen. Ihr lernt all diese Themen mit mir, ich kann nur etwas ergänzen, aber am Ende steht alles vor euch. Und die Tatsache, dass die Welt „auf schiefe Ebene gerät “ zeigt nur, dass wir uns verspäten. Wir können nicht sagen, dass es nicht von uns abhängt. Im Gegenteil, wir müssen die Verantwortung übernehmen und wir tun es nicht.

Und sagt nicht, dass es Kräfte gibt, die es uns nicht erlauben, uns an der Verbreitung zu beteiligen. Ihr sagt, dass diese Kräfte persönlich gegen uns, gegen unsere Organisation vorgehen! All das kommt von oben, einschließlich die Raketen, die auf unsere Köpfe fallen. Dennoch müssen wir vorankommen und unsere Arbeit ständig verstärken.

Fragt sich jeder von uns, was er tagsüber tun will? Man kommt morgen wieder in den Unterricht und hört etwas Interessantes, oder hat er tagsüber etwas zu tun, unabhängig davon, wo er arbeitet? Was nimmt jeder auf sich, um die Weltkorrektur hervorzurufen? Dann soll er morgen mit einem „reinen“ Herzen zur Lektion kommen.

Das ist die ganze Frage, und wir sollten darüber nachdenken und dann fragen, warum die Raketen immer noch fallen, Antisemitismus und Hass zunehmen, und im Allgemeinen gibt es Tag für Tag immer mehr Schwierigkeiten und Probleme in der Welt. Wir befinden uns in einem Zustand, in dem wir all dies bereits verhindern können, indem wir es in Ordnung bringen. Wir können es! Obwohl die Korrekturen, die dem Ende der Korrekturen vorausgehen, immer schwieriger werden, können wir uns dem Ende der Korrekturen auf eine freundliche und komfortable Weise nähern.

Ich möchte nur hinzufügen, dass wir noch nicht die einzige zuverlässige „Heilung“ – die Vereinigung – errungen haben. Also akzeptiere ich alle eure Beschwerden, aber die Frage ist: seid ihr bereit, diese Medizin zu nehmen? Und erst dann sagen: „Es hilft nicht, ich sehe keine Veränderungen, die Welt verändert sich nicht zum Guten”. Wo ist dieses Heilmittel, das der Welt helfen wird, sich zum Guten zu wenden?

Artikel des Tages Sonntag, 05.05.2019

Wir können jetzt nicht alle Arten von Freuden mit Ursachen und Folgen klassifizieren, richtig einteilen. Wir müssen nur überprüfen, ob ich Freude habe, und versuchen, sie zu erkennen – auf der einen Seite. Auf der anderen Seite, während ich mich in Freude befinde, prüfen, ob dies eine gute oder schlechte Freude ist?

Ich bin froh, dass es mich gibt, dass ich erfüllt bin, dass ich geehrt werde, oder dass ich zur Freude gekommen bin. Oder bin ich froh, dass ich einen Zehner habe, dass ich sie erfreue, verbinde, dass ich die Möglichkeit habe, in die Vereinigung zwischen uns zu investieren, um Kli für die Offenbarung des Schöpfers zu bereiten? Aber es ist auch durch Freude – die Freunde – zu erfreuen, sie glücklich zu machen, dass sie sich über die Verbindung freuen, dem Schöpfer Freude zu bereiten, dass Er Sich freut, mit uns verbunden zu sein.

So schreite ich voran und durchlaufe auf dem Weg jede Menge von Zuständen. Die richtige Überprüfung jedes Zustandes ist die Freude. Welcher Art ist diese Freude? Um meiner selbst willen oder um der anderen willen, als ersten und als zweiten – auf welcher Ebene ist es, prüfe ich mich selbst als existierend oder nicht existierend? Ich kann glücklich sein, auch wenn ich mich selbst nicht berücksichtige. Und so weiter, d.h. die ganze Zeit zu überprüfen.

Wenn du die Realität mit dem Schöpfer, der Korrektur der Welt und dem ganzen Prozess, den man durchgehen muss, verbindest, solltest du versuchen, den Korrekturprozess in allem, was vor sich geht, zu sehen. Unsererseits scheint es ein gutes materielles Leben, ein tierisches Leben zu sein, aber alles bezieht sich auf die Seelen. Wenn wir die Korrektur als das betrachten, was in unseren Seelen geschieht, d.h. dass wir den Schöpfer kontaktieren müssen, werden wir mehr verstehen, was mit jeder Rakete geschieht, die auf unsere Erde fällt. Das sollte in uns die Frage aufkommen lassen: Wer schickt sie? Denn es gibt nichts, was nicht speziell von oben bis ins letzte Detail gerichtet, kommt. Alles ist mit dem Kräftesystem verbunden, und wenn etwas auf jemanden fällt, müssen wir verstehen, dass es von oben im Detail geplant ist. Es gibt keine Zufälle in der Welt, wir müssen nur verstehen, was wir mit der Form der Verbindung – mit dem Schöpfer – tun sollen, die offenbart wird. Ich denke, dass wir wirklich etwas zu tun haben, und nicht wie üblich nur zu sitzen. Versuchen wir mit Hilfe der Verstärkung unserer Arbeit die Barmherzigkeit, eine höhere Kraft zu erwecken. Damit sie uns und die gesamte Menschheit nicht durch die sogenannten Gerichte, sondern durch Barmherzigkeit fördert. Lasst uns bitten, und ich bin sicher, dass wir Einfluss nehmen können.

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Jetzt, nach der Morgen Lektion, in der wir seit einer Stunde über Freude diskutieren, gehen wir in die Welt hinaus. Wie können wir die Freude an der Verbindung mit dem Schöpfer bewahren? Ich habe keine persönliche Verbindung, sondern über den Zehner – so weckt Er mich auf und organisiert den Ort, an dem ich meine Einstellung zu Ihm ausdrücken kann. Wie kann ich tagsüber überprüfen, ob ich mich in der Welt des Schöpfers freue? Wenn alles vom Schöpfer kommt – es gibt niemanden außer Ihm – habe ich einen gewissen Glauben daran? Er bereitet alles vor und tut es, es steht auch geschrieben, Er ist gut und Gutes tuend  – wie kann ich versuchen, mit Ihm verbunden zu sein? „Mit Ihm“ es bedeutet, immer noch das richtige Bild, die richtige Form und Qualität für sich selbst zu bestimmen: gut und gutes tuend für Gute und Schlechte, nur Gutes für alle tuend. Was ist mit „gut“ gemeint? Die gesamte Schöpfung in Richtung Gut bewegt. Es ist natürlich über unseren Verstand und unserer Fähigkeit zu verstehen und zu fühlen. Aber es spielt für mich keine Rolle, dass ich unter Seiner Macht stehe, und wenn ich mich annulliere, habe ich keinen besseren und sicheren Zustand, auch von der Seite meines Verlangens zu empfangen, und ich sollte froh sein. Wenn ich mich jetzt in einen Zustand – Null – bringe, bin ich in Seiner Welt. Es ist bereits Ibur.

Tagsüber sollte man ständig Übungen machen, und die Übung ist einfach, denn jeder kann in jedem Moment des Lebens spüren, ob er glücklich ist oder nicht, und worüber er glücklich ist oder nicht. Und wie kann man von Traurigkeit zur Freude, von kleiner Freude zu großer, negativer, egoistischer Freude zu positiver Freude übergehen? Um die Freude herum können wir uns immer zum Ziel bewegen, bis wir wirklich zur Korrektur des gesamten Kli kommen. Weil die Freude bedeutet, dass du den Schöpfer letztendlich in allem, was Er getan hat, rechtfertigst. Daher ist es ein sehr starkes und treues Mittel um zur Verschmelzung zu gelangen.

Artikel des Tages Donnerstag, 02.05.2019

Wir werden uns mit dem Schöpfer verbinden müssen. Das wird geschehen, und wir werden es wissen. In dem Moment, in dem wir versuchen werden, als Eins im Zehner zu sein, werden wir uns mit dem Schöpfer verbinden können. Heute befinden wir uns in einem praktischen, sehr hohen Zustand, mit großer Verantwortung. Doch wir verstehen nicht, warum es auf uns, die Kleinen, gefallen ist. Aber es ist wahr. An verschiedenen Stellen wird erklärt, dass am Ende von Generationen, relativ kleine Menschen, die keine großen Kabbalisten (die die Welt von Anfang bis Ende sehen) sind, in den Zustand der letzten Generation kommen werden. Sie sind es jedoch, die die Korrektur durchführen werden.

Wir kennen die Ursache von Ereignissen, aber die Menschen um uns herum haben nicht die geringste Annäherung an das Verständnis, dass es von uns abhängt.  Sie beschuldigen andere und hören nichts. Was müssen wir tun, um ihre Ohren und Herzen zu öffnen?

Ich denke, das Problem liegt in deinem Zehner, in dir und nicht in ihnen. Übertrage keine Verantwortung an sie. Wir müssen zuerst in unseren  Zehnern zur Einheit kommen, und dann wirst du spüren, dass es keine kleinen Kinder sind, die nicht verstehen, was du ihnen sagst. Sie werden sofort spüren, was du fühlst, und mit dir vereint sein. Das Problem liegt in unseren Zehnern, in uns: die Verbindung zwischen uns, unseren Zehnern und dem Schöpfer.

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Wir sehen, dass sich die Situation in der Welt verschlechtert. Können wir die Situation radikal ändern? Vielleicht sollten wir mehr Kongresse abhalten, verbreiten oder uns irgendwo für eine Woche absperren und dem Gebet für die Freunde widmen?

Im Zehner könnt ihr alles verändern. Macht euch einfach klar – es gibt einen Unterschied zwischen den Stufen. Im Zehner kannst du mehr tun als alle deine Feinde und Hasser. Sie sprechen von Spaltung, Hass und Herrschaft, und du sprichst von Einheit, Liebe und Vereinigung durch die Umarmung zwischen Menschen. Du bist stärker als sie, wenn du tust, was du tun musst. Das ist deine Stärke. Und böse Kräfte scheinen natürlich so groß wie ein riesiges Monster zu sein – eine Unmenge von Menschen mit einer Menge Waffen und Kampf Kräften. Aber sie werden kein Erfolg haben, sondern bleiben in der Geschichte, obwohl die meisten Menschen es anders sehen.

Wir müssen das Geschehende ernst nehmen – das ist unsere Verantwortung gegenüber der gesamten Menschheit. Und wenn sie heute wieder sagen, dass es in unserer Macht liegt, die Realität zu verändern, dass die Welt wegen uns schlecht ist, sollten wir darauf hören. Wir, die Bnei Baruch-Gruppe, müssen mehr als jeder andere darüber nachdenken, dass der Ball in unseren Händen ist, und wir müssen uns an die ganze Menschheit, mit der Appell über die Verbreitung der Methode der Korrektur wenden. Wir müssen in uns selbst mit Schmerz und Besorgnis solche Verbindungen schaffen, die so weit wie möglich der höheren Kraft der Natur entsprechen, damit wir zu einem Übergang von dieser Kraft zu allen Nationen werden.

Artikel des Tages von Mittwoch, 1.05.2019

Worin genau besteht die Bemühung? Die Bemühung besteht darin, immer mehr wie der Vater, der Schöpfer sein zu wollen. Also, was haben wir hier? – Nur die Suche: wie man immer mehr Ihm ähnlich sein will. Woher haben wir diesen Wunsch, wenn er unserer Natur widerspricht? Deshalb gibt es die Thora und die Gebote.

„Thora und Gebote“ bedeutet, dass du alle Arten von Handlungen innerhalb der Gruppe nach dem Prinzip „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst – die große Regel der Thora“ realisierst. Du wirst durch die Kraft der Gruppe dazu geführt – du selber hast nichts, du fängst bei Null an.

Dass du der Gruppe beitrittst ist die Sache des Schöpfers, nicht deine, wie es geschrieben steht: „Er legt die Hand eines Menschen auf ein gutes Schicksal“, bringt ihn in die Gruppe und sagt: „Nimm es dir“. Und danach musst du dich bemühen.

Diese Bemühung besteht darin, sich in die Gruppe richtig einzuschließen und von den Freunden das Verlangen zu bekommen, wie der Schöpfer zu werden, und den Wunsch, voranzukommen. Weil du von Neid, Leidenschaft und Ehrgeiz geprägt bist (all das sind egoistische Eigenschaften, aber genau sie sind die „Hilfe gegen Ihn“), – wird es dich ermutigen, die Eigenschaften der Gruppe zu erwerben. Und so wirst du in einen Zustand kommen, in dem du das Ziel erreichen willst, denn jeder und alle zusammen geben dir ein Beispiel dafür. Und du beginnst, das gleiche Ziel wie alle anderen anzustreben, weil du durch dein Ego motiviert bist. Dies wird als der Einfluss der Umgebung auf den Menschen bezeichnet.

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In dem Maße, in dem ein Mensch dazu neigt, sich vor der Gruppe zu annullieren (und zwar unabhängig davon, ob es sich um eine große oder kleine Gruppe handelt, wie es geschrieben steht: „Ich habe von allen meinen Schülern gelernt“, d.h. es liegt an dem Menschen, wie er sich selbst erniedrigt) – in dem Maße kann er von ihnen lernen. Dann nimmt er von ihnen den Wunsch auf, wie der Schöpfer zu werden, den Wunsch zu geben – und es ist dabei nicht wichtig zu empfangen oder zu geben – das Wesentliche ist, nicht weniger als sie zu sein, so treibt ihn sein Ego nach vorne und er schreitet dementsprechend voran.

Das heißt, es hängt alles davon ab wie wir die Gruppe für die richtige Arbeit organisieren, so dass sie immer ein gutes Beispiel für jeden Freund ist: wie man nach dem Schöpfer strebt, wie man Ihn erlangt, wie man betet und um was man bittet. Und der Mensch, der eine solche Inspiration von der Gruppe erhalten hat, auch wenn er es vorher nicht wollte, bekommt auf einmal den Wunsch und beginnt plötzlich vorwärts zu kommen – und so bis zum Ende der Korrektur, einschließlich des Endes der Korrektur. Er erreicht es nur durch den Wunsch, welchen er von seiner Umgebung erhalten hat.

Deshalb bringt der Schöpfer ihn in eine bestimmte Umgebung, aber alles andere hängt vom Menschen ab. Einigen gelingt es besser, anderen weniger, aber das ist das Wesentliche. Derjenige, der sich von der Umgebung trennt und glaubt, dass es mit ihm nichts zu tun hat, wird nichts erreichen. Dies geht aus dem, was wir über die Seele von Adam HaRishon lernen, hervor, die Seele, die wir aus der Asche zurückholen müssen.