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Hallo ,
die Welt beginnt sich uns als ganzheitlich verbunden zu zeigen. Nun muss auch der Mensch ganzheitlich werden, und sich auf diese Weise auf die Welt beziehen. Wenn wir alle anderen Menschen in uns einschließen, erkennen wir alles als ein Ganzes. Erfahre in diesen beiden Wochenabschnitten, welche Schritte dafür notwendig sind...
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Kommentar zu den Tora Wochenabschnitten Acharej Mot und Kedoshim 01. - 14. Mai 2022 3. Buch Mose, Leviticus 16:1 - 18:30 und 19:1 - 20:27
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Die Abschnitte Acharej Mot (nach dem Tode) und Kedoshim (heilige) sind miteinander verbunden.
Im Abschnitt Acharej Mot, nach dem Tod der beiden Söhne Aarons, Nadab und Abihu, legt der Schöpfer Moses verschiedene Regeln vor, wie Aaron sich dem Heiligen in der Stiftshütte nähern darf. Er muss mehrere Opfer darbringen und zwischen zwei männlichen Ziegenböcken wählen, von denen einer als Sündopfer und der andere als “Ziegenbock für Asasel" in die Wüste geschickt werden soll. Der Abschnitt beschreibt auch das Verbot, für den Verzehr zu schlachten, ohne eine Opfergabe im Zelt der Begegnung darzubringen. Der Schöpfer weist Moses an, dem Volk zu befehlen, nicht den Wegen der Ägypter und Kanaaniter zu folgen und deren Gesetzen nicht zu einzuhalten. Am Ende des Abschnitts weist der Schöpfer das Volk Israel an, sich nicht mit all den Unreinheiten zu beflecken, welche die Völker, die vor ihnen im Land Kanaan wohnten, begingen, ansonsten würde das Land sie verstoßen. Im Abschnitt Kedoshim (heilige) sagt der Schöpfer durch Moses zu den Kindern Israels: „Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig, der Herr, euer Gott!" (Leviticus, 19:2) Dieser Abschnitt beschreibt viele verschiedene Gebote zwischen Mensch und Schöpfer, zwischen Mensch und Mensch und einige, die das Darbringen von Opfern betreffen. Es geht auch um die Ehrfurcht vor Mutter und Vater, die Einhaltung des Shabbats und das Verbot der Götzenanbetung. Einige der Mizwot (Gebote) beziehen sich auf das Land Israel, das Land Kanaan, den Zehnten, die Früchte des Baumes, die Götzenanbetung und andere Gesetze. Der Abschnitt endet mit einem vollständigen Verbot von Inzest und Ehebruch, die mit dem Tod bestraft werden. Der Schöpfer befiehlt den Kindern Israels, wenn sie im Land Israel ankommen, diese Gesetze zu befolgen, und jenes zu unterlassen, was sie in Ägypten getan haben. Sie müssen zwischen reinen und unreinen Tieren unterscheiden, so wie der Schöpfer zwischen Israel und den anderen Völkern unterscheiden wird. Dadurch werden sie für Ihn heilig sein. (Gebote)
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Kommentar von Rav Michael Laitman
Der Mensch kann sein Ego, indem er von der Absicht, für sich selbst zu empfangen, zur Absicht wechselt, anderen zu geben, nicht mit einem Schlag korrigieren. Er kann die zahlreichen Korrekturen, die er an seinen Verlangen vornimmt, nur schrittweise durchführen. Die beiden Abschnitte Acharej Mot (Nach dem Tode) und Kedoshim (Heilige) stehen im Zusammenhang, weil sie zwei wichtige Korrekturen enthalten. Die erste ist das Geben, um zu geben. Darüber steht geschrieben: „Was dir selbst verhasst ist, das tue deinem Freund nicht an"(1). Die zweite, weiterführende Korrektur ist “Liebe deinen Nächsten wie dich selbst"(2). Die erste Korrektur besteht lediglich darin zu vermeiden, anderen zu schaden. Der Mensch sucht ständig seinen eigenen Vorteil und das geht immer auf Kosten anderen. Diese Korrektur wird jenem Menschen, der korrigiert werden will, um sich aus dem Ego, den “Völkern der Welt in seinem Innern", zur Stufe Israel, dem Zustand von “was dir selbst verhasst ist, das tue deinem Freund nicht an", gegeben. Er muss sein Ego einschränken und vermeiden, auf Kosten anderer zu empfangen. Die nächste, weiterführende und somit höhere Stufe, welche er erreichen muss ist: “Liebe deinen Nächsten wie dich selbst". Nach diesen Korrekturen, beschrieben durch die Mizwot (Gebote), nimmt der Mensch die Welt, wie sie in jedem der 613 Verlangen, die ihn ausmachen, abgebildet ist, neu wahr. Wenn er diese Verlangen vom Egoismus zum Verlangen zu geben und zu lieben korrigiert, erkennt er eine seiner Welt entgegengesetzte. Dazu steht geschrieben: „Ich habe eine verkehrte Welt gesehen."(3) So sieht er die Höhere Welt, welche nach neuen, völlig anderen Regeln funktioniert - nach dem Geben, der Liebe und der Verbindung.
(1) Jerusalemer Talmud, Massechet Shabbat, 31a (2) Jerusalemer Talmud, Seder Nashim, Massechet Nedarim, Kapitel 9, S. 30b (3) Babylonischer Talmud, Massechet Nezikin, Baba Batra, 10b; Babylonischer Talmud, Massechet Pesachim, 50a
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