MU 24.11.2017, Die Bürgschaft

This post is only available to members.

Artikel des Tages aus dem Morgenunterricht – Monat November 2017

 

Artikel des Tages vom 30.November 2017

Frage: Tritt während des (spirituellen) Fortschrittes notwendigerweise der Hass auf die Freunde auf?

Rav: Ja, sicherlich, wie die Schüler von Rabbi Shimon, so gibt es auch bei uns etwas davon. Das ist bei jeder einzelnen spirituellen Stufe so, dass sich vorher die Dunkelheit offenbart, das Gegenteil von dem was in der nächsten Stufe sein muss und anschließend die Stufe selbst, das Licht. Und deswegen kann es nicht sein, dass wir keine Störungen fühlen werden, alle möglichen, aber das sind trotz allem kleine Störungen, weil wir uns in der Erlangung der Stufe des Ibur befinden, welche, alles in allem die Annullierung ist. Also kann es sein, dass unsere Störungen darin bestehen sich nicht zu annullieren, ich habe alle möglichen Gedanken…. die Freunde und die Gesellschaft betreffend; aber das ist gegen die Annullierung gerichtet, dagegen, dass ich mich annulliere und mich mit geschlossenen Augen zwischen ihnen einrichte. Deswegen dürfen wir das nicht vergessen und die Hauptsache ist, dass wir alle darin zusammenarbeiten, um die Stimmung zu heben, die Wichtigkeit des Zustandes, die Wichtigkeit der Mission zu erheben. Niemals zuvor hatten wir solch eine Mission, für die Gruppe, für die Gruppe der Menschen während der letzten  zweitausend Jahre, seit der Zeit des Exils. Tatsächlich eine große Gruppe, die sich aufmacht zur aktiven Handlung, sich um der Verbindung willen miteinander zu verbinden, was „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“, „Das große Gesetz der Tora“, welches das einzige Mittel darstellt, um die Anheftung an den Schöpfer zu erlangen. Und dem Schöpfer gegenüber gab es noch niemals solch eine Sache. Wir müssen das mit aller Kraft ausführen und auch unsere Freunde in aller Welt. Wir müssen von ihnen erbitten mit uns zu sein, mit Herz und Seele, denn ihre Hilfe ist wichtig wie die Hilfe jedes Einzelnen, sogar noch wichtiger. Sogar die kleinste Anstrengung, die sie machen, fern von uns, diese kleine Anstrengung ist doppelt , durch die Distanz die zwischen uns liegt und wirkt sich sehr stark auf die Stärke der Verbindung zwischen uns aus, um dahin zu gelangen den Schöpfer in der Verbindung zwischen uns zu offenbaren.

Terence: Ich möchte Ihnen dafür danken, dass Sie uns an der Hand durch diesen kritischen Prozess in der Wüste geleiten. Dies ist eine riesengroße Gelegenheit, die wir ohne Sie niemals hätten wahrnehmen können. Und Dank an den Schöpfer, der uns die Umgebung gegeben hat, innerhalb derer wir die Gelegenheit unseres Lebens erhalten haben. Ich betrachte die großen Freunde, die alles geben, ich habe Hiro gehört  und habe gefühlt, dass ich japanisch verstehe. Was hätte Rabash darüber gedacht?

Rav: Es geht nicht darum was er gedacht hätte. Wir sind alle zusammen, wir und all diese Seelen, es gibt keine Abwesenheit in der Spiritualität. Was hätte er gesagt, so wie er sagte, so scheint es mir, dass wir alle Anstrengungen unternommen haben und es ist jetzt an uns dies gemeinsam auszuführen. Jeder ist voller Heiligkeit, in jedem befindet sich die ganze Tora. Was wir brauchen ist lediglich die Ausführung, welche die Annullierung ist. Wenn wir uns der Gruppe gegenüber annullieren können, jeder den anderen gegenüber, dann werden wir wirklich Erfolg haben. Nur das bleibt uns noch zu tun.

 

Artikel des Tages, 29. November 2017

Mit welchem Gefühl, sollen wir zum Kongress fahren?

Wie wir studieren – soll jeder Augenblick meines Lebens mein letzter sein. Sehr einfach – ich nähere mich dem Zustand des absoluten Gebens an. Ich will, dass das Geben in jedem Augenblick realisiert wird. Das heißt auch: „Jeder Tag ist ein kommender Tag“. Ich möchte jetzt nicht an den Abschluss des Kongresses denken: der Mensch soll begreifen, dass er keine Berechnung machen soll, weil es bei der Absicht „des Gebens“ keine Berechnung geben kann. Deshalb habe ich mir gesagt, dass es für mich keine Rolle spielen wird – ob ich danach gewinnen oder verlieren werde. Ich bin bereit in meinen Kelim (Gefäßen) des Erhaltens vollständig zu verlieren, damit sie leer ausgehen. Ich will nur wissen, dass ich mich dort mit der Gruppe befinde und meinen Freunden durch meine Absicht helfe die Verbindung mit dem Schöpfer zu erlangen: dadurch bereite ich dem Schöpfer einen Genuss und das ist eben alles. Werde ich davon etwas haben? Nein. Werde ich mich dabei besonders gut fühlen? Nein. Außer dem Wissen darüber, dass ich richtig gehandelt habe, wobei dieses Wissen auch schon als Belohnung gilt, will ich nichts mehr empfangen. Man muss sich auch vor dem Wissen fürchten, damit es nicht in Form der Belohnung in meinen empfangenden Kelim offenbart wird.

* * *

Wie können wir diesen Artikel verstehen?

Das ist unwichtig, später werden wir mehr verstehen. Es ist wichtiger, die Wichtigkeit und die Größe der Kraft des Gebens und der Liebe vorzustellen, die als Schöpfer bezeichnet wird. Es geht nicht um den Schöpfer, deshalb sprecht nicht über den Schöpfer, sondern über die Eigenschaft des Gebens, über die Eigenschaft der Liebe, die von uns offenbart werden kann und uns ausfüllen wird. Sie ist die größte, die wichtigste, die höchste Eigenschaft und wird Schöpfer genannt. Wenn die Gruppe zu mir kommt und mich nur darüber hören lässt – dann ist mit mir alles in Ordnung. Sie geben mir die allgemeine Empfindung der Sicherheit, weshalb ich darin unbesorgt bleiben kann. Die Gruppe soll sich darum ständig sorgen, weil diese Werte als die Hilfsmittel gegen unsere Selbstsucht eingesetzt werden. Wir sollen diese Werte im Gegensatz zu den materiellen Werten ständig hervorheben und erneuern. Es ist die ununterbrochene Arbeit, die uns deshalb nicht gelingt, weil man sie kontinuierlich erfüllen muss. Entsprechend der Wichtigkeit der Spiritualität, mit der wir unseren Kreis anfüllen, werden wir auch vorankommen können. Dadurch sichern wir uns auch die Kraft der Überwindung für die äußeren Hindernisse und können uns erfolgsreicher vorwärtsbewegen. Wir werden hoffen, dass es uns an diesen Tagen gelingt, diese besondere Arbeit zu erfüllen. Die Bürgschaft ist die Voraussetzung, die uns noch fehlt.

Workshopfragen aus dem Morgenunterricht, 29.11.17

Vorbereitung:
1) Gib den Freunden das Gefühl, dass du sie, was auch immer geschehen mag, niemals verlassen wirst.
2) Beschreibt eine Unterscheidung, einen Maßstab, ein sicheres Zeichen…das, wenn es in mir existiert, Aufschluss darüber gibt, dass ich mich im Geben befinde.
3) Wie schaffen wir es uns auf dem Weg zu halten, wenn wir uns selbst, je mehr wir in Richtung Eintritt in die spirituelle Stufe voranschreiten, als weniger würdig, weniger geeignet ansehen? Wie machen wir weiter und wie kräftigen wir uns um die Attacke fortzusetzen?

 

  Artikel des Tages vom 28. November 2017

Ist das Gebet ein Endergebnis oder die eingeleitete Handlung, die du begehen kannst?

Es ist das Ergebnis deiner vielen Bemühungen, die du während der Arbeit im Zehner sammelst und die Klärungen, die du in der Gruppe realisierst. Man muss den Zustand erlangen, wenn wir alle das Gleiche wollen, weil wir niemals vergleichen können, was jeder über die Einnistung denkt. Es gibt eine Menge  Menschen, die das Verlangen dazu haben. Wobei hier sogar ein qualitativ und quantitativ starkes Verlangen nicht genügt, obwohl sie es sehr wollen. Was passiert weiter? Wer wird die Handlung erfüllen? Wir sollen unser Verlangen ins Gebet umwandeln. Hierfür sind die Wichtigkeit des Schöpfers und die besondere Vereinigung für das Gebet notwendig. Das heißt „ein Gesandter aus der Gesellschaft“, damit wir unseren allgemeinen Chissaron (Verlangen)  von Malchut zu Keter formulieren. Dann werden wir den Höheren dazu anregen können, uns zu helfen. Diese Klärung soll am Anfang erfolgen – wie habe ich mich vorbereitet, habe ich mich richtig vorbereitet, was werde ich damit machen, falls die Antwort auf mein Gebet folgen wird? Angenommen ich wäre ein Ubar (Embryo), der sich in АCHAP de ELION, im Höheren ACHAP befindet und zum ersten Mal die spirituelle Welt empfinden würde. Vor allem geht es hier um das Annullieren des Verlangens zu empfangen. Ich lenke mein Verlangen selbst, da ich seine Macht über mich nicht mehr verspüre. Was macht man dann weiter? Du hast anhand deiner Bemühungen und Klärungen den Zustand erlangt, indem du der Embryo sein willst. Was muss man denn machen, um ein Embryo zu sein? Warum brauchst du das? Du sollst dir genau vorstellen, welchen Genuss du dem Schöpfer bei deinem Verlangen zur Einnistung bereiten wirst. Ein solches Ergebnis soll deiner Seite aus verlangt werden, warum strebst andererseits den Zustand des Embryos an? Sage mir, wofür? Um dem Schöpfer einen Genuss zu bereiten. Wie? Womit? Das alles soll in deiner Ansprache zum Schöpfer vorkommen. Allmählich beginnen wir, die Sachen sehr konkret aufzuklären.

                                               * * *

Was bedeutet es, richtig zu bitten?

Mache Seinen Wunsch zu deinem Verlangen. Wir haben heute um 3 Uhr im Unterricht damit angefangen.

Man muss ständig daran denken, welche Beziehung ich zur Gruppe haben soll. Wir haben kein anderes Problem außer dieser Absicht, um uns darauf zu konzentrieren. Dann können wir auch begreifen, dass wenn ich mit der Gruppe verbunden bin, wenn ich mich an ihr festhalte, auch wenn ich selbst nichts sehe und nichts habe, dann bin ich im Mutterleib befestigt … damit diese gegenseitige Verbindung existiert. Darum bitte ich euch heute im Laufe des Tages zu klären. So schreibt bitte auf – in einem Teil sind meine Forderungen an die Gruppe, in anderem – die Forderungen der Gruppe an mich.

Sollen wir das Geschriebene an den Freund schicken oder für sich selbst behalten?

Nein, jeder klärt das für sich selbst, sonst wird es ein Chaos geben. Wenn ihr das im Laufe von mehreren Tagen machen werdet, dann wird es euch das richtige Bild verschaffen. Wir bereiten einen Ort vor, an dem wir uns als Embryo befinden werden, aber es gibt diesen Ort noch nicht …  Erinnert euch an den Wurm im Apfel oder im Rettich, wie schwierig es ist, nach draußen zu kommen, aber danach… Das Wichtigste ist zu begreifen, wo sich mein Mutterleib befindet? Ich habe die Gruppe, Tausend Menschen. Wie kann ich die Verbindung erlangen, wie kann ich mich darin auflösen, was kann ich geben, was muss ich von der Gruppe fordern, um darin wie ein Embryo zu existieren? Das ist eben die erste Stufe der Annullierung, alle übrigen sind komplizierter und höher. So wird der spirituelle Parzuf gebildet. Eine Annullierung nach der anderen, die eine folgt der anderen, auf diesem Wege wächst der Embryo auf, weil es schön auf der Seite des Schöpfers wächst.

Workshopfragen aus dem Morgenunterricht, 28.11.17
Vorbereitung:
1) Wofür sollten wir dem Schöpfer danken?
2) Wie annullieren wir uns vor dem Höheren zu einem Zeitpunkt zu dem wir noch keinen Höheren haben? Welchem Höheren gegenüber arbeite ich um bereit zu werden und das Recht zu erwerben zum Zustand des Ibur zu gelangen?
3) Wie verpflichten wir alle dazu sich in der Bitte zu befinden? Wie helfen wir einander dabei jeden Augenblick richtig zu nutzen, um den richtigen Chissaron (Mangel, Verlangen) zu erheben?
4) Wie verwandeln wir die Verwirrungen, die sich in uns befinden in ein Gebet?
5) Wie kann ich mich die ganze Zeit über an der Gruppe festhalten wie an einem Rettungsring, denn dank ihnen (den Freunden) werde ich aus allen Zuständen, den besten und den schlechtesten, gerettet?
6) Wie halte ich mich in der Praxis an der Gruppe fest, wie an einem Rettungsring, da ich dank ihnen aus allen Zuständen, den besten und den schlechtesten gerettet werde?
7) Wie verpflichte ich die Umgebung dazu in Beziehung zu mir zu treten? Und wie verpflichte ich mich selbst dazu in Beziehung zur Umgebung zu treten

 

Artikel des Tages 27.11.2017                      

Was muss man in jedem Augenblick tun, damit es passiert und nicht den Donnerstag (Beginn von Arava Kongress) abwarten?

Wofür abwarten? Mach es jetzt! Worauf soll man den Druck ausüben? Darauf, dass man zur Stufe des Embryos kommt. Wofür fahren wir überhaupt zu den Antilopen?  Worauf soll man drücken um zur Stufe des Embryos zu gelangen? Antwortet mit einem Wort bitte. Die Annullierung. Und was danach? Wir sollen die Einheit erreichen, in der Einheit klärt sich alles. Was hindert uns daran die Verbindung zu erreichen? Den Glauben an den Schöpfer? Überträgst du alles auf Ihn, damit Er handelt und wir sitzen und warten ab? Möchten wir nicht abwarten? Was sollen wir dann tun wenn das nicht von dir abhängt? Uns verbinden? Verbindet euch!

Es ist klar, dass alles von uns abhängt. Wir beginnen zuerst und nicht von oben, und es hängt nur vom Erheben von MAN ab. Das Erheben von MAN bedeutet, dass die gesamte Malchut in ihren 10 Punkten verbunden ist und sie will sich in die Bina erheben. Das Verlangen sich mit der Bina zu verbinden heißt das Erheben von MAN. Die Malchut, das Verlangen zu  empfangen bekommt von der Bina die Absicht zum Geben. Bis jetzt befindet sich die Malchut auf der Stufe Null von Aviut: die minimale Stufe, das Wurzelstadium. Auf dieser Stufe kommt das Licht in die Malchut, das zur Quelle zurückführt, und gibt ihr die Absicht zum Geben. Diese Stufe heißt die Annullierung, der Fötus. Der Zustand „Fötus“ umfasst die gesamte Periode der Entwicklung im Mutterleib. Die erste Handlung aber ist die Annullierung. Das ist genauer.

Wir müssen unsere Verlangen zusammen verbinden. Das genügt aber nicht, damit man zur Eigenschaft des Gebens kommt. Wir verlangen vom Schöpfer, vom Licht, das zur Quelle zurückführt, dass Er uns die Fähigkeit unsere Verlangen zu verbinden in der Absicht des Gebens, geben soll. Die Malchut und die Bina zusammen heißen MAN: mejn nukwin. Wir verlangen dies. Ist das klar? Die Frage lautet: wie kommen wir zum Gebet, welches uns zum Zustand der Annullierung bringt?

***

Nehmen wir an, ich erhalte jetzt eine einfache Aufgabe: damit man in die Spiritualität kommt, hast du die Chance, die Möglichkeit, innerhalb des Tages die Freunde zur Verbindung zu bringen. Du hast eine Gruppe, bringe sie zur Verbindung und dann kommst du in die Spiritualität. Was mache ich und wie handle ich praktisch innerhalb des Tages? Wir fahren nirgend wohin, wir erledigen heute einfach diese Aufgabe praktisch. Es gibt keinen Kongress, es gibt nichts. Was wird jeder Freund innerhalb des Tages tun, um zur Verbindung zwischen den Freunden zu führen, damit man einen Platz für die Offenbarung hat? Jeder soll erzählen, was er machen wird, ohne die Theorien und ohne zu philosophieren, nur praktisch. Was genau hilft uns? Ihr habt nur heute solche Möglichkeit.

Workshopfragen  aus dem Morgenunterricht 27.11.17

Vorbereitung:

1) Welches ist die wichtigste Handlung, die wir bis Ende der Woche, bis zum Kongress und überhaupt vollziehen müssen, um in den Zustand des Ibur (Einnistung) einzutreten?

2) Wodurch unterscheidet sich der Zustand des Ibur, der von oben nach unten existierte, von dem Zustand des Ibur, den wir von unten her nach oben erlangen?

3) Die Samenzelle stellt unsere gemeinsame Anstrengung dar zur Verbindung zu gelangen. Wie suchen wir die richtige Form der Verbindung zwischen uns, um zu dem Zustand zu gelangen in dem der Ibur existiert und wir das Leben in den einander entgegengesetzten Kelim (Gefäßen) beginnen?

4) Wie spüren wir in jedem Augenblick des Lebens, dass wir die Partner des Schöpfers sind, wie erwecken wir uns selbst dazu?

5) Warum gelangt die Samenzelle auf den Stufen: unbelebt, pflanzlich und belebt aus eigener Kraft zum Ibur und wir können nicht aus eigener Kraft zum Ibur, zur ersten Verbindung, gelangen?

6) Welche Stufen müssen wir durchlaufen, um von der Absicht für uns zu empfangen loszukommen und zur Annulierung zu gelangen?

7) Welche Stufen habe ich bereits in der Verbindung mit den Freunden durchlaufen, um zur Selbstannulierung zu gelangen?

8) Kann ich (ab)schätzen wieviele Stufen mir noch verbleiben, um zur Verbindung mit den Freunden zu gelangen, die als Annullierung bezeichnet werden wird?

9) Welches ist die richtige Beziehung zur Bewegung? Welches ist das Ziel, das Gebet, die Handlung, die ständig in unserem Inneren vorhanden sein müssen? Wie richten wir uns selbst so ein, dass wir ein „Kommando“ sind, eine  Kraft? Lasst uns den Zustand im Gedächtnis behalten und auf ihn fixiert bleiben und voranschreiten.

10) Wie flechte ich meine Neigung die Absicht für mich zu empfangen zu annullieren in die Arbeit an der Verbindung zwischen uns ein, um zum ersten Kontakt zwischen uns und dem Schöpfer zu gelangen?

11) Ich will eine spirituelle Handlung vollziehen. Was fehlt mir um sie auszuführen? Wie führe ich sie jetzt aus?

12) Bin ich jetzt imstande eine spirituelle Handlung zu vollziehen? Von wem hängt das ab?

13) Warum fühlen wir Schwäche, wenn wir die Möglichkeit haben eine Handlung des Gebens auszuführen? Was bremst uns?

14) Sogar wenn die Größe des Schöpfers sich vollkommen vor uns eröffnete wären wir nicht imstande einen einzigen Schritt zu tun. Was fehlt uns?

15) Wenn ich mich im Ibur auflöse, dann ist das was danach geschieht nicht mehr ich, und deswegen gibt der Schöpfer solch ein Gefühl, dass alles vorübergeht und wie vorher ist. Auf diese Weise stabilisiert der Schöpfer die Mesirut Nefesh (Ergebenheit, Treue). Welches ist die notwendige Prüfung im Zustand des Ibur?

 

Artikel des Tages vom 26.11.2017

Was ist heute mit mir los? Ich bin vor einer Stunde oder zwei Stunden vor dem Unterrichtsanfang aufgewacht, bin aus dem Bett rausgesprungen, war von dem Impuls, dem Schöpfer Genuss zu bereiten, überwältigt. Schnell habe ich  alles Notwendige für meinen Körper gemacht – habe mich gewaschen, mich gekleidet. Gleich danach befasse ich mich mit den Werken unserer großen Kabbalisten – Rabash und Baal HaSulam. Dann bin ich zum Unterricht  losgerannt, dabei habe an die Gruppe gedacht, habe auch darüber gedacht, wie ich mich durch sie stärken kann, wie ich es weiterleiten kann, um dem Schöpfer zu geben. Ich habe die Möglichkeit mich damit den ganzen Tag zu beschäftigen! Gott sei Dank, bin ich dann wieder aufgewacht. Ich hasse diesen Traum, der mich von Ihm abschaltet … Die ganze Zeit wollte ich geben und geben, Ihm geben, alles tun, dass für Ihn gut ist…

Muss man das machen, oder nicht? Ist die Größe des Schöpfers der eigentliche Grund der Existenz und jeder einzelnen Handlung? Für Ihn existieren wir, für ihn begehen wir alle Handlungen – das heißt nämlich „geben“. Warum denn werden dir die Kräfte gegeben, die entgegengesetzt sind? – Damit du dich genau richtig, selbst bilden kannst.

Redet  darüber im positiven Sinne: Wie können wir uns so sehen – jeden im Einzelnen und alle zusammen, – wenn wir einzig und allein von der Größe des Schöpfers verwaltet sind?

***

… Dorthin gehen wir, um sich physisch und innerlich vor der Gruppe und durch die Gruppe vor dem Schöpfer zu annullieren, was de facto ein und dasselbe ist. Der Schöpfer befindet sich im Inneren der Gruppe, wie es geschrieben steht: „Unter meinem Volk verweile ich“. Der Schöpfer befindet sich sogar nicht hinter dem Freund, sondern direkt in der Mitte der Gruppe! Wir wollen uns in sie einreihen, um Ihn zum ersten Mal zu kontaktieren, um Ihn zu genießen.

Hier gibt es keinen Platz für eine andere Handlung, für einen anderen Gedanken – nur für die Größe des Schöpfers, für die Größe der Gruppe, für die Selbst Annullierung. Das ist alles. Nur diejenigen, die dazu fähig sind, sollen hier herkommen. Wer es nicht kann, soll nicht kommen. Das ist das, was ich nachdrücklich empfehle. Einfach so darf man nicht kommen. Diejenigen aber, die im Moment noch nicht im richtigen Zustand sind, meinen dennoch, dass sie sich hier vor der Gruppe annullieren können, die bereit sind, sich beeinflussen zu lassen, diese dürfen kommen. Aber nicht so, dass man kommt und von vornherein beabsichtigt, in seinem Kelim (Gefäß), in seiner Hochmut, bei seinen Meinungen zu bleiben. Man kommt hierher, um von allen eigenen Meinungen befreit zu werden, als ob man den Nippel aus dem Rad herauszieht: „Ich habe ganz und gar nichts mehr, ich komme im leeren Zustand an“.

„Die Luft“ aus dem Ego herauszulassen?

Ja, damit mein Ego gar nichts hat. Ich will nichts anderes als mich selbst zu annullieren. „Bildet es euch ein“ und kommt mit dieser Zielsetzung her.

Bedeutet das, dass es genau das Spiel ist, das wir schon jetzt, ohne auf den Beginn des Kongresses zu warten, ausüben sollen?

Natürlich. Jetzt führen wir gezielt die Vorbereitungsübungen durch, als ob wir vor der Schlacht ständen.

Wie kann ich meine Freunde aufwecken, „auf die höhere Schaltstufe zu versetzen“, unsere gemeinsamen Anstrengungen zu erheben?

Wecke sie auf, komm an jeden einzelnen heran, versuche ihn zu „animieren“, „pumpe sein Rad auf“, fülle ihn mit deiner Spiritualität, mit der Größe des Schöpfers auf! Vor allem ziehe ihm sein „Ventil“ raus, befreie ihn von seiner enormen Hochmut und fülle ihn anschließend mit der wahren Größe des Schöpfers auf.

Bedeutet das, dass ich die Größe des Schöpfers nutze, um dieses „Ventil“ zu öffnen?

Ja, alles kommt durch die Größe des Schöpfers, durch die Größe der Gruppe, durch die Verbindung und Bürgschaft , nur auf diese Weise. Wir haben hier keinen zu großen Arbeitsbedarf, da wir in der Gruppe, mit dem Schöpfer, der sich in der Gruppe befindet, verbunden sind. Ich soll erstmals zum Kontakt zwischen diesen drei Komponenten – Israel, Thora und Schöpfer – kommen. Das ist alles.

 

Artikel des Tages vom 23. November 2017

Können Sie über den besten Freund erzählen, der zu dem Kongress in die Wüste gekommen ist? Wer ist er, wie fühlt er sich, was will er?

Er ist fett, er ist verbittert von seinem Leben, er weiß, dass er alleine nichts erreichen kann. Nichts desto trotz hat er eine gewisse innere Spannung, die ihn nicht in Ruhe lässt. Er versteht, dass ohne äußere Hilfe von der Gruppe, vom Schöpfer, er keine Chance hat  irgendetwas zu ändern. Er wird sein Leben weiter genauso verschwenden bis er stirbt. Und auch jetzt ist er „tot“, was spielt das dann für eine Rolle? Darüber wurde geschrieben: „ nicht sie und nicht ihre Belohnung“: wofür brauche ich diese Leiden und diese Belohnung, welche ich in diesem Leben bekomme? Also, wie die Alten…

Er hofft aber, dass er sich vor der Gruppe annullieren kann und zusammen mit der Gruppe vor dem Schöpfer. Er kommt damit man ihm hilft. Er ist bereit, er ist fähig irgendwie teilzunehmen: braucht man ihn in der Küche, dann soll es die Küche sein; Tisch zu decken? Ok, dann deckt er halt den Tisch; ein entsprechendes Verhältnis zu den Freunden ist er auch bereit zu leisten, so gut er kann. Er will aber nur eins: damit man ihm hilft seinen inneren Zustand zu ändern, weil er sich absolut hilflos fühlt. Sein Egoismus spricht zu ihm, dass er genau so sein Leben auch beendet, er ist aber damit nicht einverstanden. So ein Mensch ist würdig.

Was kann ich für ihn auf dem Kongress tun?

Du musst solche Freunde als die Effektivsten sehen. Sie sind gekommen, damit sie sich in die anderen einschließen, damit alle zusammen den „Nullzustand“ erreichen und damit der Schöpfer als Eins über sie wird. Das ist die Form der spirituellen Geburt. (Ibur = Empfängnis)

***

Wie kann ich mich vergewissern, dass ich auf dem Kongress kein „schlampiger Mann“ sein werde?

Wenn du dich gegenüber dem ganzen Geschehen auf dem Kongress annullieren wirst, wenn du alles tust, was von dir verlangt wird, wenn du danach suchst, wie du noch helfen könntest, mit dem Willen innerlich als ein Tropfen in der Gebärmutter angeheftet zu sein, ist das alles. Du brauchst nicht mehr. Man muss nur darüber nachdenken.

Natürlich will ich das. Ich bin aber auf dem Kongress und etwas passiert…

Natürlich passiert da etwas, mit jedem von uns und viele Male. Denkst du, dass du gekommen bist, dein Handy ausgeschaltet hast und damit hast du dich vom Schöpfer abgeschaltet?

Natürlich nicht.

Er wird dich verwirren, Er wird dir alles geben, was du brauchst um den Zustand Ibur zu erreichen. Du wirst noch vieles erleben, na und? So wie du hartnäckig sein wirst indem du dich an sie anheften möchtest, so werden alle möglichen Zustände im höherem Tempo durchlaufen, die du durchgehen musst.

Gibt es noch etwas außer den Ratschlägen, die Sie uns gegeben haben, was mir helfen würde, um mich zu vergewissern, dass sobald ich während des Kongresses schwächer werde, nicht zum  „schlampigen Mann“ werden kann?

JA. Ich gebe dir einen Rat. Denk nur an die anderen. Über dich selbst verliere Null an Gedanken, denke nur über die Anderen nach! Es kommen viele Zustände, unterschiedliche Störungen, du musst aber nur an die Freunde denken! Über dich: nichts! Du willst für sie alles tun und ihnen dienen und nur das! Das ist die reinste, wahrhafte Form der Arbeit mit den Störungen: kein Verstand, keine Gefühle einschalten, achte auf nichts…

 

Artikel des Tages, 22. November  2017

Wir studieren, dass es hier die Möglichkeit gibt, mit dem äußeren Kli (Gefäß) zu arbeiten – das ist eben die Gruppe. Die Gruppe hängt nicht sehr vom Menschen ab, sondern eher von meiner Wahrnehmung, dass ich die Gruppe korrigieren soll. Dann kann sie zur wahrhaft starken Umgebung werden. Von mir hängt nur mein Verlangen ab, mein Willen die Gruppe richtig zu organisieren. Warum? Der Schöpfer ermöglicht mir die Gruppe, meine neun Freunde auf eine bestimmte Weise zu betrachten. Wenn ich sie nach der endgültigen Korrektur, als vollkommene Freunde betrachten will und ihre Hilfe, ihre Unterstützung beim Abstieg benötige, damit sie in meinen Augen eine wirklich heilige Gesellschaft darstellen und mich hinsichtlich des Schöpfers unterstützen, was „heilig“ heißt – dann wird meine Absicht realisiert. Wenn ich mich in die Umgebung investiere, dann investiere ich gleichzeitig in die „Hilfsmitteln“, die mir in den schweren Zeiten helfen werden. Deshalb soll ich die Gruppe organisieren und korrigieren. Aber es scheint erst so zu sein, da ich eigentlich nichts korrigiere. Ich beginne dabei zu empfinden, dass es nur die Realität gibt, die sich in meinem Inneren befindet. Wenn ich folglich meinen Zehner, meine Seele, meinen Kli vorbereite, wenn ich das äußere Gefäß, meine Umgebung und den Zehner so vorbereite, dass alles funktioniert, dann wird die Gruppe mich später unterstützen können. Wenn ich darin investiere, dann bekomme ich alles zurück, was ich an „den Aufbewahrungsort“ angelegt habe, alles kehrt zu mir zurück. Ich hafte dafür nicht, was in mir geschieht, ob in der Vernunft, oder im Herzen, denn hierfür gibt es den Schöpfer. Er arbeitet an mir, alles befindet sich in Seinen lenkenden Händen. All das, was ich in die Gesellschaft investiere, bekomme ich wieder zurück – die Investition befindet sich in meinen Händen. Deshalb ist die Frage der Bürgschaft so prinzipiell bei der „Gabe der Tora.“

* * *

Kann mich zum Ibur (zur Empfängnis, zum Embryo) so verhalten, als ob das ein persönlicher Zustand wäre, der von mir abhängt?

Im Prinzip, ja. Jeder soll kommen und sagen: „Alles hängt von mir ab.“ Selbst wenn die Gesellschaft noch nicht bereit ist, verhalte ich mich zu ihr so, als ob „jeder Verneinende nach Maßgabe seines Mangels verneinen würde”. Alles hängt vom Menschen ab. Wenn er die Gesellschaft als vollkommen sieht, dann wird alles entsprechend seinem Verlangen, seiner Wahrnehmung sein. Rabbi Jossi ben Kisma und seine Schüler, die eigentlich nichts Besonderes waren – es war für ihn die heilige Gesellschaft, die sich auf der Höhe „Arich Anpin“ befand. Warum? Er hat sie so in seinen Augen erhoben, er wollte diese Wahrnehmung erlangen. Das Wichtigste ist aber nicht so, wie diese Menschen aus Jerusalem zu sein: wozu sollen wir kommen, warum sollen wir leiden? Sie sollen auch nicht in die Gruppe kommt. Mit solcher Absicht kommt man nicht, das Herangehen soll anders sein.

Der Zehner ist dein zerbrochenes Gefäß. Du existierst nicht, sondern stellst nur Malchut dar, die sich beschränken soll, um mit neun Ersten “Tet Rishonot“ zu arbeiten. Ich soll dem Schöpfer mein Streben zum Geben vorführen.

 

Artikel des Tages, 21. November 2017

Alles was hier geschieht ist die Vorbereitungsarbeit seitens des Schöpfers: Er hat die Gruppe geschaffen und Kli (Gefäß) von Adam Rishon zerschlagen. Deshalb kann ich in der Gruppe sein, sich an die Gruppe anheften, um auf „dem Floß das tosende Meer“ zu überqueren, weil ich mich an der Gruppe festhalten kann. Wenn es die Gruppe nicht gäbe, dann könnte ich die Wahrnehmung für diese Welt nicht abschalten. Ohne sich an etwas festhalten zu können, wäre der Übergang unmöglich. Entweder hält man sich in unserer Welt an der Selbstsucht fest, oder beim Aufstieg – an den Zehner, an der Bürgschaft, oder am Schöpfer fest. Unser Verlangen zu empfangen kann ohne Licht nicht existieren, welches den Wunsch unterstützt. Deshalb sollten wir Folgendes verstehen: wenn ich mich im Zehner so vorbereitet habe, dass er zu meinem Rettungsring wird, womit ich sowohl in dieser Welt, als auch in der höheren Welt, mit dem Schöpfer, oder ohne Schöpfer gerettet sein möchte, denn werde ich den Schöpfer in allen Kräften wiederfinden. Das Wichtigste ist der Zehner,  unter den Freunden zu sein, weil ich in dieser Konstruktion NaRaNChaY (alle Lichter), alle Kräfte finden werde. Selbst wenn der Mensch daran denkt, dass er beginnt sich dem Zustand der Empfängnis (Embryo) anzunähern, dass er vollständig von der Realität dieser Welt abgeschaltet wird, dann hat er immer noch die Möglichkeit, sich zu stützen. Er ist gezwungen, in der Gruppe, in seinem Zehner vereinigt zu werden. Die Zustände, die er darin empfindet, bringen ihn weiter, ob er das will oder nicht. Wenn er das will, dann dauert alles nicht Lange, andernfalls wird es einen langfristigen Aufstieg geben. Folglich erlangt man den Zustand „unter meinem Volk befinde ich mich», wonach der Zustand «Ibur»  (Embryo) – die Empfängnis offenbart wird. Wie können wir den Zehner so aufbauen, damit auch furchtbare und komplizierte Zustände ertragbar werden, sogar dann, wenn man von dieser Welt vollständig abgeschaltet wird, um danach den spirituellen Zustand erlangen zu können. Auf diese Weise wird uns nicht wichtig sein, was genau mit uns geschehen wird, denn wir werden alles finden, was für den Aufstieg notwendig ist. Der Zehner verwandelt sich mehr und mehr in die Arche Noah. Wie können wir also die Arche Noah, das Floß bauen?

* * *

Ob wir infolge unserer Handlungen etwas Positives bauen oder nur den Ort offenbaren, an dem der Schöpfer agieren wird? Welches Herangehen sollen wir haben? Ob wir uns bemühen sollen, etwas aufzubauen, zu bilden und es eben geschehen wird, weil wir uns bemühten? Oder gibt es doch die Hilfe von oben? Möglicherweise bereiten wir erst den Ort vor, an dem der Schöpfer selbst agieren wird? Welche Methode müssen wir erarbeiten? Sollen wir alles selbst schaffen, damit Er uns irgendwann hilft, oder wir klären von Anfang an auf, dass wir nichts korrigieren, nichts tun und nur den Ort, Chissaron (starkes Verlangen) vorbereiten, um dem Schöpfer darin entgegenzugehen, um den Schöpfer um seine Arbeit zu bitten? Vielleicht werden wir etwas aufbauen und dabei aufklären, dass wir nichts aufbauen können?

Wie können wir den Zehner so bilden, dass der Schöpfer darin offenbart wird, um dem Schöpfer dadurch einen Genuss zu bereiten? Man muss vor allem den Zustand vorstellen, der als «komm und siehe» bezeichnet wird, um sich später an den Zehner zu wenden, um auch mit seiner Hilfe «komm und siehe» zu erlangen – damit der Schöpfer uns an die Absicht «Es gibt niemanden außer Ihn» richten kann. Er soll uns im ganzen Arbeitsprozess im Zehner mit HaWaYaH helfen, bis wir in dem verbundenen Zustand HaWaYaH und den Schöpfer auf der ersten Stufe offenbaren. Wir sollen uns von Anfang an – an den Schöpfer richten, um sich in den Beziehungen zwischen uns, in unserem Kli, in der Verbindung zwischen uns, in allen unseren Wünschen vorstellen zu können, was der „Schöpfer zu sein“ bedeutet.

„Schöpfer zu sein“ – bedeutet, im gegenseitigen Geben, in der gegenseitigen Vereinigung zu sein, wobei sich jeder – in Bezug auf den anderen, in Bezug auf die Selbstsucht annulliert. Man muss gebend sein, inwiefern es nur in Bezug auf andere Freunde möglich ist. Jeder von uns und alle zusammen in der Gruppe sollen es auf diese Weise machen, dann werden wir den Raum für das allgemeine Verlangen schaffen, worin alles von uns Offenbarte als „komm und siehe“, als Schöpfer bezeichnet wird.

 

Artikel des Tages 20.11.17

Rav: Wir müssen in mechanischer Weise, ganz einfach, dass das eine Notwendigkeit darstellt, so wie in der Natur Tag und Nacht Veränderungen stattfinden, müssen auch wir festlegen, dass wir einander daran erinnern, dass wir uns in der Arbeit für den Schöpfer befinden. Das heisst, dass wir einander daran erinnern, dass wir uns unter der Herrschaft der Höheren Kraft befinden, die für uns ein System anordnet, das  „Realität“ genannt wird. Innerhalb desselben gibt es ein System, das als „Menschheit“ bezeichnet wird und darin gibt es wiederum ein System, das wir „Zehner“, „Gruppe“, nennen und innerhalb dieser Systeme müssen wir uns an Ihn wenden. Entweder werden Veränderungen im System der Realität erweckt, oder im System der Menschheit oder im System des Zehners. Ich muss mich die ganze Zeit über an Ihn wenden und nichts von irgendeinem Freund abhängig machen. Ich muss darauf ausgerichtet sein, dass ich alles von Ihm erhalte und ich wende mich an Ihn mit  all den Mitteln mit deren Hilfe ich die Veränderungen wahrnehme. Was ist das, Arvut? Hilfe, Unterstützung vom Zehner. Es gibt keinen anderen Ort von dem ich Hilfe erwarten könnte- Unterstützung vom Zehner, so dass ich richtig auf alles ausgerichtet bin, was mir im Leben geschieht. Dass es niemanden außer Ihm gibt, dass ich das von Ihm bekomme, das ist Arvut, der richtige Gebrauch von Arvut, dass alle, alle mich festhalten, so dass ich nicht vergesse in was für einem System ich mich befinde. Nun lasst uns in diesem System von Arvut, das wir aufrechterhalten, ein System erbauen, das innerlicher ist und das wir, „Zehner“, HaWaYaH (der unaussprechliche Name des Schöpfers) nennen, in dem wir den Schöpfer offenbaren. Darauf ist unsere Absicht gerichtet. Arvut ist darauf ausgerichtet. Auch der Zehner muss darauf ausgerichtet sein. Wenn wir die Beziehung zum Schöpfer in richtiger Weise anordnen, so wird die erste Berührung zwischen uns als „Ibur“ (Einnistung) bezeichnet. Fragen? Ja Koka.

Koka: Wenn wir solche Beziehungen unter uns schaffen, die es mir erlauben auf dem Weg fortzufahren…

Rav: Ihr tretet in nur zehn Tagen in die praktische Handlung ein. Ihr müsst euch wirklich in Anspannung befinden. Jetzt sind das schon die Übungen vor dem Kampf.

David: Ich begreife, dass ich mich, wenn ich einen Schlag erhalte oder Dunkelheit fühle, automatisch an den Schöpfer wende- ohne die Gesellschaft. Ich wende mich an den Schöpfer.

Rav: Wirklich?

David: Es ist mir klar, dass das nichts nützt…nichts.

Rav: Aber ist das tatsächlich so?

David: Wenn ein Mensch einen Schlag erhält…

Rav: Na gut, sagen wir es ist so…Ich bin nicht sicher, dass er das sofort tut, aber..

David: Gut, nicht sofort, aber er gelangt dahin. Aber das ist nicht die richtige Bitte. Es gibt hier keinen Zehner, nichts….

Rav: Nein, aber trotz allem stabilisiert er sich und nachher macht er sich auf die Suche.. auch das ist richtig, denn du hast dich noch nicht in der Gesellschaft etabliert….wenn du empfangen willst, dann bist du nicht in Verbindung mit Ihm. Er ist  zu 100 Prozent Geben, du musst dich zu einem Prozent im Geben befinden, wie machst du das?

David: Ich arbeite wie Er, im Zehner…

Rav: Genau, im Zehner, denn ohne Zehner ist es unmöglich diesen einen Prozent des Gebens zu formatieren. Ich kann es nicht. Nur mittels des Zehners, wenn ich dort handle, dann arbeite ich an ihnen und versuche dadurch, dass ich an ihnen arbeite zur Empfindung des Gebens zu gelangen, zur Wertschätzung des Gebens, dahin was es bedeutet von mir nach außen hin zu geben. Wenn ich mich bemühe das zu tun, und ich weiss nicht ob ich das in aufrichtiger Weise tue, dann sind meine Bemühungen bereits auf den Schöpfer ausgerichtet. Wenn ich das durch sie übermittle, dann wirken sie auf mich ein, in sehr besonderer Weise, es ist wirklich ein Wunder, dass ich, wenn ich diesen Kasten in Richtung Schöpfer verlasse, es damit endet, dass ich geben will, ich verarbeite meinen Eintritt in den Zehner vom Empfangen ins Geben. In dieser Weise  beeinflusst mich der Zehner. Ich will ihnen mit aller Kraft dienen. Sie sind also mir gegenüber die ersten neun Sefirot, Malchut unten, Zimzum (Einschränkung), Masach (Schirm) darüber, die neun ersten Sefirot oben und ich vollziehe mit Ihm den Siwug De Hakaa (Kopplung des Schlagens) und so bin ich zum Parzuf gelangt.

David: Ich will mir über meine Arbeit ganz im Klaren sein. Verstehe ich das richtig- meine egoistische Tendenz mich an die Idee des Zehners zu wenden, obwohl ich keine Ahnung habe was geschehen wird, das ist es was ich tun muss?

Rav: Ganz genau, das ist es was ich tun muss. Ich weiss nichts, man verlangt nicht von mir, dass ich schlau bin bevor ich es bin. Du wirst noch sehen was für eine Unterstützung du erhältst. Man muss anfangen.

 

 Artikel des Tages vom 19.11.2017

Wir sollen uns vorstellen, dass der Zehner komplett korrigiert ist, dass sich der Schöpfer in ihm befindet. Es mangelt nur daran, dass ich kommen und mich vor ihm niederbeugen werde. Wie beuge ich mich vor ihnen, vor dem Schöpfer, der sich in ihnen befindet, nieder, um den Zustand zu erreichen, der Ubar (spiritueller Embryo) heißt?

Sie sind die Gebärmutter, der Schöpfer erfüllt diese Gebärmutter mit dem Wasser von Bina und ich soll mich daran anschließen. Was soll ich heute tun, um dazu zu kommen, um wenigstens einen realen Schritt in diese Richtung zu machen? Von mir wird nur eine einfache Sache verlangt: Ich muss mich vor meinem Verstand annullieren. Was bedeutet es – „sich zu annullieren“, wenn die Gruppe und der Schöpfer – ein und dasselbe ist?

***

Wir begehen einen großen Fehler und der ist: Ich denke nicht daran, dass mein Freund bereits vorangekommen ist. Denn der einzige Fehler liegt darin, dass ich nicht an den Erfolg der Freunde denke, mich nicht ausschließlich darum kümmere. Ich mache mir Sorgen nur um mich selbst: Wie annulliere ich mich, wie ich dabei aussehen werde. Das ist aber keine wirkliche Annullierung – es ist mein immenses Ego, da ich mich nur deswegen annullieren will, um irgendeinen Gewinn zu erzielen.

Die Annullierung bedeutet, dass ich die ganze Zeit auf sie ausgerichtet bin, damit sie sich wohl fühlen. Wie kann ich sie besser organisieren, für sie sorgen? Wie soll der Tagesablauf aussehen? Was essen sie? Wann wird es stattfinden? Wie begreifen sie das, wie erlangen sie die Zustimmung? Lass es sein, dass sie stets nur gute Gedanken haben werden. Lass sie sich die ganze Zeit nur  hin zur Verbindung  ausrichten! Ich soll mich ständig auf sie ausrichten, zu ihnen streben. Dann heißt es, dass ich mich vor ihnen annulliere. Wenn ich nicht einzig und allein in solch einem Fokus an sie denke, worin besteht dann meine Selbst Annullierung? Darin etwa, dass ich mein „Ich“ annulliere? – Nein, das ist nicht notwendig.

Artikel des Tages vom 16. November 2017

Jetzt bereiten wir uns auf eine Attacke vor und da braucht man keinen Verstand, man braucht nur die Annullierung. Genau die Annullierung des Verstandes, die Annullierung der Macht der Verlangen und der Gedanken gegenüber der Gruppe. Du kannst fragen: wenn alle sich gegenüber allen annullieren, vor wem annullieren wir uns dann? Vor dem Schöpfer, Der sich drin befindet. Genau dann spüren wir, dass Er Sich drin befindet.

Es ist aber sehr schwer aus dem rauszukommen, dass wir das schon mehrerer Male versucht haben und sind „gefallen“…

Das alles sammelt sich an, als die Kraft der Abstoßung und nicht so, dass du 1000 Mal gefallen bist und jetzt kommt 1001 Mal. Wenn du dich in die richtig Form bringst, schwächen diese tausende Abstiege dich nicht, sondern sie unterstützen dich und spornen an nach vorne zu kommen.

Wie kann ich aber die ganze Kraft, die gesamte Energie einbringen, praktisch „All in“ in diese Sekunde investieren?

Das ist unter der Bedingung möglich, wenn die Freunde dir die Erweckung geben werden. Dir alleine wird das nicht gelingen, alle sind von allen abhängig. Wir werden das aber erreichen.

***

Es ist notwendig den Zustand Ibur in der Gruppe zu realisieren, ansonsten wird dies nicht realisiert, weil wir alle diese Zustände nicht verinnerlichen werden. Das wird nicht passieren, wenn wir alle diese Zustände nicht in der Verbindung zwischen uns durcharbeiten. Wenn wir alle zerbrochenen Teile, welche wir sammeln und untereinander verbinden und von uns zum Schöpfer, nicht verbinden, wird unsere Realität nicht existieren. Bei der Arbeit, damit diese Teile zusammenwachsen, sich verbinden; radieren wir die Grenzen zwischen ihnen nicht aus, sie bleiben. Dabei spüren wir den Schöpfer, die Verbindung mit Ihm, alle spirituellen Eigenschaften. Das geschieht genau deswegen, da die zerbrochenen Gefäße zerbrochen bleiben und gleichzeitig miteinander verbunden. Ansonsten würden wir nichts fühlen, wir wären einfach annulliert.

Was will ich damit sagen? Später kommen wir dazu in unseren Empfindungen, ich möchte euch aber überzeugen, dass alles durch die Gruppe durchziehen muss, wortwörtlich in sich diejenigen Eigenschaften zu „töten“, die mich hindern mich vor der Gruppe zu annullieren. Ich kann nicht in einen Zustand des Ibur kommen, wenn ich die Selbst Annullierung nicht realisiere.

Erinnert ihr euch, was Rabash geschrieben hat? Die Entfernung von tausenden von Kilometer schaltet uns nicht voneinander ab. Ich fühle mich und die Freunde als ein Gesamtes. Danach höre ich auf, mich zu fühlen und ich fühle nur die Freunde. Das ist genau der Eingang zu Ibur (Keimung). Wenn wir das wollen, wird es passieren, wenn nicht, dann nicht. Das ist aber die Bedingung. Alles liegt in unseren Händen, man muss sich letztendlich nur zur Attacke anstrengen.

Artikel des Tages, 15. November 2017

Wir sollen uns in Bezug auf die Bedingungen seitens des Schöpfers annullieren, um den Anfang „der Empfängnis“ sicher zu stellen. Möglicherweise hat jeder von uns verschiedene Reshimot, die uns schließlich zum gleichen Ergebnis bringen – der Mensch annulliert sich und will nichts, braucht nichts, außer Verbindung zum Schöpfer. Für diesen Kontakt verzichtet er auf alles Mögliche – wobei man nichts geistig oder physisch annullieren muss. Wie Baal HaSulam im Artikel „der Grund für die Schwierigkeit sich vor dem Schöpfer zu annullieren“ schreibt: scheint es dem Menschen so zu sein, als ob er seine Familie, alles für den Schöpfer vernachlässigen würde. Er kann wirklich auf diese Weise empfinden, aber alle diese Empfindungen erscheinen allmählich, so dass er keine andere Wahl hat. Wenn man rückwärts schaut, dann sieht man, wie viele Menschen uns verlassen haben, weil sie auf alles nicht verzichten konnten, sie wussten überhaupt nicht, dass man verzichten muss. Wir wussten das vielleicht auch nicht und haben diesen langen Weg zurückgelegt. Das ist ein Merkmal dafür, dass der Schöpfer uns bewahrte und zum Zustand geführt hat, der als die Empfängnis „Ibur“ bezeichnet wird: dabei vernachlässigen wir alles, was wir haben, aber nicht physisch, sondern vom Gesichtspunkt der Wichtigkeit der Sachen in den eigenen Augen. Ich verzichte auf alles, annulliere die Wichtigkeit anderer Dinge und beginne das Niveau der Wichtigkeit der Verbindung mit dem Schöpfer mehr und mehr zu erhöhen. Wenn ich über allen offenbarten Hindernissen, die für mich in dieser Welt wichtig sind, beginne, die Wichtigkeit der Verbindung mit dem Schöpfer zu erkennen, dann gehe ich quasi in die Empfängnis ein.

* * *

Es soll hier eine starke Umgebung und systematischen, täglichen Unterricht geben, man darf keinen Tag aussetzen – nur so kommt man voran. Wir befinden uns auf der sehr intensiven Etappe, wobei es auf dem Weg der Tora viele Offenbarungen der bösen Kräfte gibt – unsere Natur, das Zerbrechen von „Adam Rishon“, die in jedem von uns empfunden wird – diese Zustände sind sehr unangenehm. Worüber spricht er? Dass in dieser gesamten Materie, in allen drohenden Zuständen, der Tropfen der Einheit offenbart wird.

Gerade in diesem Punkt – der Drohung, der Angst, des Unverständnisses, des Verlustes wird offensichtlich, dass alles vom Schöpfer stammt. Er lädt dich ein, mit Ihm trotz der unangenehmen Empfindung verbunden zu werden – du kämpfst nicht dagegen, du willst nichts annullieren und kommst mit dieser Absicht der Vereinigung näher. Deshalb ist die Umgebung, und das Licht, das zur Quelle zurückführt, alles, was uns umgibt, sehr wichtig – all das ist eben sehr wichtig.

Warum wird der Mensch durch die Drohungen nicht zum noch größeren Tier?

Er offenbart, dass alles vom Schöpfer stammt, dass der liebende Vater ihm die absolute Liebe zeigt und den Menschen darin unterrichtet, so wie Er zu sein. Der Mensch offenbart alles, wobei der Schöpfer ihn vor all den Drohungen warnt. Ich steige über meinem Verlangen zu empfangen, über die Drohung hinauf, weil das alles sich nur in meinem Inneren befindet – sowohl das Verlangen zu empfangen, als auch die drohenden Hindernisse und komme gerade mit deren Hilfe zur Verschmelzung.

 

Artikel des Tages vom 14. November 2017

Was bedeutet es, sich nicht zu beschränken, sich nicht zu annullieren?

Ich vernachlässige keine Verlangen, keine Absichten oder Gedanken, die in mir aufwachen, weil alles vom Zustand „Es gibt Niemanden außer Ihn“ stammt. Das Bild der Realität, welches ich im Herzen und in der Vernunft wahrnehme, weil das in meinem Inneren, in meinem Verlangen, nach dem Zerbrechen der Seele so gezeichnet wird, führe ich auf den Zustand „Es gibt niemanden außer Ihn“ zurück. Alle Eigenschaften und Verlangen, die jetzt offenbart werden, versuche ich auf „Es gibt Niemanden außer Ihn, den Guten und Wohltuenden“ zu richten, um sich dadurch mit Ihm möglichst fest zu verbinden, da alles vom Schöpfer stammt. Ich bin mit all dem einverstanden, was geschieht, weil das von Guten und Wohltuenden stammt. Wenn ich an diesen Punkt heran komme, dann wird dieser Punkt für mich zum Ort der primären Verbindung mit dem Schöpfer, der als „Ibur“ (Embryo), als mein Verlangen zur absichtlichen Verbindung mit dem Schöpfer bezeichnet wird, um den Schöpfer dadurch einen Genuss zu bereiten. Wenn ich all das in einem Punkt vereinigen, an eine Idee verbinden kann, dann wird dieser Punkt zum Ort der Verschmelzung, zum „Ubar“. Später kann ich diesen Punkt um meine Wünsche oder weitere Handlungen ergänzen, um ihn dadurch auszudehnen, wobei es anfangs nur den Punkt der Verschmelzung darstellt.

Worin besteht bei dieser Arbeit der Unterschied zwischen eigener Beschränkung und eigenem Annullieren?

Ich beschränke mich nicht in meinen Empfindungen, ich beschränke die Welt der Empfindungen nicht, sondern möchte alle Empfindungen, Absichten, alles, was mit mir geschieht auf die Absicht „Es gibt Niemanden außer Ihn“ richten. Somit betrifft die Beschränkung meine Wahrnehmung, mein Fokus auf alle Zustände, die vom Schöpfer stammen: die Beschränkung bezieht sich auf meine Wahrnehmung und nicht auf meine Wünsche, weil hier, an diesem Punkt alle 613 Organe, alle 613 Teile, zehn Sefirot existieren.

                     * * *

Vor zwei Tagen sagten Sie uns, dass wir auf dem Unterricht nicht reagieren, gab es heute einen besonderen Unterricht? Ob es heute die richtige Reaktion, die Reaktion der Weltweiten Gruppe gab?

Ich empfand eure Anwesenheit hier nicht, offensichtlich gibt es hier einen allgemeinen Wunsch, den man korrigieren muss. Der Schöpfer weckt ihn und ich habe keine Wahl – ich muss damit arbeiten.

Haben Sie unsere Reaktion empfunden?

Wir werden es im Laufe des Tages, bis zum morgigen Unterricht erkennen können. Es gibt jetzt keine Reaktion eurerseits, da ihr euch jetzt unter meiner Macht, unter Seiner Macht und in einem bestimmten Format befindet, das von Ihm stammt. Lasst uns eure Reaktion analysieren, wenn ihr den Schöpfer so erhebt, dass ihr davon nicht abgeschaltet werden könnt. Das heißt „Ich bin krank infolge der Liebe“. Hast du jemals so geliebt? Uns wird dieses Gefühl in einem bestimmten Alter gegeben, ich habe dieses Gefühl schon vergessen, aber du kannst davon nicht abgeschaltet werden. Warum wird uns diese Empfindung gegeben? Damit du dir diese Empfindung einprägen, um zu verstehen, was es bedeutet, jemandem zu gehören. Das ist hier genauso, ein starkes Gefühl: ich denke, dass jeder in sich dieses Reshimo wecken soll, damit es in uns lebt. Wir sollen jedes Mal den Zustand „Es gibt niemanden außer Ihn“ erlangen, wir wollen Ihn in allen Gedanken, Verlangen, im Herzen und in der Vernunft erkennen. Teile dich auf deine Wünsche und deine Gedanken auf und zwing dich buchstäblich den Zustand zu empfinden, aus welchem der Schöpfer dich lenkt. Bemühe dich, diese Beziehung zum Schöpfer allen Freunden vorzuführen. Lasst uns denken, dass es unsere heutige Aufgabe ist.

 

 Artikel des Tages , 13. November  2017

Wir müssen uns ständig darauf ausrichten um die höhere Kraft zu sehen. Weil außer uns nur sie existiert und sie ist die einzige Kraft. Dann beschließen wir auch im kleinsten Verlangen, welches in uns erwacht, dass der Schöpfer Eins ist, es gibt niemanden außer Ihn. Wir versuchen uns in gleichem Maße gegenüber dem Guten und dem Bösen anzustellen, weil sie von Ihm kommen. Sofern sie beide (das Gute und das Böse) in der Ausrichtung auf Ihn gleich sind, versuchen wir sie nicht nach unseren Verlangen zu erkennen, sondern nach der Fähigkeit uns zum Ziel voranzutreiben. Das Empfinden des Guten und des Bösen kommt zu uns, damit wir in uns das Böse korrigieren und es uns auf dasselbe Ziel steuert wie das Gute. Dann werden wir uns die ganze Zeit in der mittleren Linie befinden und auf die wahrhafte höhere Kraft, die bestimmt, zieht und uns lenkt, ausgerichtet sein. Diese Kraft gibt uns die beiden Empfindungen in unterschiedlichen Äußerungen damit wir richtig den Kli für ihre Auffassung bestimmen. Darin liegt unsere Arbeit: die ganze Zeit unser Kli so festzulegen, damit wir uns im gleichen Maße auf das Gute und Böse beziehen und in der Mitte ihre Quelle sehen: die höhere Kraft, welche kein Gutes und kein Böse beinhaltet, sondern alles Eins ist.

                                       ***

Wenn wir uns über unser Verlangen zu empfangen erheben, ohne die Unterschiede zwischen dem Guten und dem Bösen in uns und im Schöpfer zu bestimmen, wie gesagt wurde: „von vorne und von hinten umarmst Du mich“, haben wir jeden Augenblick die Arbeit, die uns schnell zur Verschmelzung mit dem Schöpfer bringt. Dank dieser richtigen Ausrichtung erreichen wir die Verschmelzung mit Ihm. Wir bestimmen den Anfangspunkt der Verschmelzung, der Ibur (Fötus) heißt. In der Klärung dieses Zustandes befinden wir uns jetzt und wir hoffen sehr, dass die unterschiedlichen inneren und äußeren Ursachen uns bei der Offenbarung dieses spirituellen Ziels helfen. Genau darüber hatten wir die Frage während der Vorbereitung zum Morgenunterricht.

Ich bin froh, dass das verständlich ist. Die Frage ist nur, inwiefern wir in jedem Moment ausharren. Dass uns nur dies beschäftigt. Nur gegenüber diesem Punkt brauchen wir die gegenseitige Bürgschaft, die Unterstützung, die Verbreitung und alles, was man nur kann, weil in Wirklichkeit ist das schon die spirituelle Handlung in der Bestimmung des Schöpfers und in der Verbindung mit Ihm.

 

Artikel des Tages vom 12.11.2017

Wir hören hier viele Meinungen, Sie haben aber gesagt, dass Sie keine Rückmeldung empfangen haben. Was erhalten Sie denn für Rückmeldungen?

Ihr „trinkt“, ihr schmeckt“ noch nicht  die Details und die Einzelheiten, die diesem Zustand eigen sind, ganz und gar nicht. Solange ihr es nicht erlebt, versteht ihr nur, dass ihr irgendetwas in der Wissenschaft Kabbala studiert habt…

Der Mensch lernt, hört, als ob man ihm etwas von weitem sagt. Dann wird es näher und näher sein, geht „in den Kopf“ hinein und er beginnt, diese Informationen zu bearbeiten. Später nimmt er sie sinnlich wahr und beginnt, ein gewisses inneres Modell, ein Erscheinungsbild aufzubauen.

Später kleidet er es in solche Wörter wie „direktes Licht“, „reflektiertes Licht“, „Annullierung“, „Geben“, „Verbindung“, abstoßen“ ein. In seinem Inneren entstehen bestimmte Reaktionen, im Rahmen des Verlangens, das heißt – schon in den Gefühlen, weil unsere Verlangen doch Gefühle sind. In Bezug auf den Zustand „Embryo“ gibt es in ihm noch keine  Reaktion. Mit anderen Worten: Hättet ihr mich wie einen Gynäkologen gefragt, würde ich antworten, dass diese Frau von diesem Mann niemals schwanger sein kann, da Bina den Eingang von Malchut nicht wahrnehmen kann.  Malchut gelingt es nicht, ins Innere von Bina vorzudringen, da sie nicht interessiert ist, sich in Bina einzureihen, um sich mit ihr zu verschmelzen, um sich selbst wenigstens  ein wenig an  Bina anzunähern,  einen solchen Impuls erhält Malchut nicht.

Ihr müsst mehr dafür sorgen, damit es so geschieht. Darüber kann ich eine ganze Reihe von Werken schreiben, was es eben bedeutet, in einem solchen Zustand zu sein, sich zu solch einem Zustand zu erheben…  Aber  bis dahin, wenn ihr euch selbst  darin nicht einreihen werdet, wird gar nichts passieren.

Existiert diese Empfindung in uns bereits, dennoch schließen wir uns an diesem „Spiel“ nicht an?

Ihr könnt, ihr wollt diese Empfindung nicht wecken, weil sie erst dann sinnlich sein wird, wenn ihr über Bina wie über die Gruppe sprechen werdet und jeder von euch, wie ein Spermium sein wird, welches verpflichtet ist, sich zu annullieren und dadurch sich mit ihr zu verschmelzen. Man muss es entsprechend realisieren, was Rabash darüber schreibt. Aber unbedingt realisieren und nicht nur bloß wissen, was darüber geschrieben steht.

Ich bin deswegen sehr beunruhigt, da die momentane Situation, der jetzige Zeitpunkt  sehr günstig dafür ist, um sich anzustrengen und es zu erfüllen. Wenn wir es jetzt verpassen werden,  wird es mal wiederkommen, aber wann, das ist unklar. Deswegen muss man sich jetzt darum kümmern …

***

Heute steht uns der weltweite Tag der Vereinigung bevor. Worauf soll ich mich innerlich konzentrieren, wenn ich alle ankommenden Freunde auf dem Punkt „Embryo“ begegne? Worauf soll sich unsere innere Verbindung konzentrieren?

Wenn wir die Verbindung zwischen uns richtig aufbauen, so offenbaren wir in ihr die Verbindung mit allen Kabbalisten aller Generationen und natürlich mit dem Schöpfer selbst. So sieht die Form unserer Entwicklung aus. Und dann, in jenem Maß, in dem wir uns von diesem Punkt, „des Embryos“ an beginnend, erheben werden, müssen wir nicht mehr lernen. Wir fangen an, aus dem Inneren unserer Handlungen zu verstehen, was es heißt „Embryo zu sein“, „klein zu sein (Katan)“, „groß zu sein (Gadol)“. Alles werden wir dann offenbaren!

Euch werden sich solche Sachen offenbaren, die es euch ermöglichen werden, beim Lesen eines beliebigen Kabbala-Buches sofort zu begreifen, was dort geschrieben steht. Ihr werdet die Psalmen nehmen und werdet verstehen, worum es dort geht. Sogar die Tora! Ihr werdet sehen, dass dort nicht von Tieren, nicht über die Menschen, nicht über Geografie berichtet wird. Anders ausgedrückt, hier werdet ihr die Realität vollständig offenbaren.

Was ist die Verbindung zwischen uns? Worin liegt der Unterschied zwischen der Verbindung, die es heute zwischen uns gibt und der Verbindung, über die ihr sprecht? Dahinter steckt ein Geheimnis …

Es gibt ein Geheimnis auch darin, dass in jener Sekunde, in der ich mich annulliere, empfinde ich gleich den Schöpfer. Entweder durch den Freund, oder durch die Weltereignisse empfinde ich den Schöpfer, da es niemanden außer Ihm gibt, da nur Er in der ganzen Weltordnung handelt. Meine Freunde benötige ich, um zu erkennen, ob ich mich erhebe oder nicht. Und es wird mir klar, inwieweit ich  mich erhebe und mich in der Macht des Schöpfers befinde! Das bedeutet: Die Freunde sind ein Mittel, ein Teil meiner Seele.

Die Verbindung zwischen uns existiert auch heute. Die eigentliche Frage ist – worin liegt der Unterschied?

In der Selbst Annullierung.

Was geschieht nun bei dieser Annullierung, wird der Platz für den Schöpfer freigemacht?

Ja.

Ist der Schöpfer eine gewisse Kraft, die Fähigkeit zur Nächstenliebe? Was ist das?

Der Schöpfer ist die Kraft des Gebens, die herrschende Kraft, die alle meine Eigenschaften, Verlangen und Gedanken steuert. Er steuert sie, bildet sie.  Ich (angeblich ich!)  kann einzig und allein auf Seine Handlungen in meinem Verstand und in meinem Herzen reagieren und auf diese Weise voranschreiten.

 

Artikel des Tages vom 9.11.2017

Sollen wir uns in den verschiedensten Widersprüchen aller Arten befinden oder beziehen sich diese Widersprüche auf die mangelnde Überbrückung in ein Verlangen zwischen uns; und würden wir dann würdig, dass Er in uns den Tropfen der Einheit einatmet?

Was die Widersprüche und Probleme betrifft, müssen wir sie vorläufig jedes Mal als Mangel an der richtigen Verbindung zwischen uns „deuten“. Inwieweit erweckt in uns die linke Linie den Chissaron (Mangel) zur richtigen Verbindung im Zehner? Wieso?

Offenbaren wir die Einheit, den Schöpfer, als etwas von oben kommendes oder als etwas, was sich in uns erweckt und sich zwischen uns in der Form der richtigen Verbindung offenbart?

***

Der Höhere und der Schöpfer sind nicht ein und dasselbe. Der Höhere ist ein Mechanismus, welcher mir helfen soll dem Schöpfer zu geben. Was ist das für ein Mechanismus? Das ist der Zehner.

Ist der Zehner selber der Mechanismus? Der Zehner ist ein Kli (ein Gefäß) und wenn er sich anstrengt Eins zu sein, formt er MAN zum spirituell Höheren. Jeder Mensch, gegenüber dem Zehner und der gesamte Zehner gegenüber den Höheren. Der Höhere gibt ihnen die Kraft sich zu verbinden, den Kli (das Gefäß) zu formen, in dem man dann das Höhere Licht empfangen kann.

Muss ihr MAN sich aber auf das Geben richten, damit sie noch größere Fähigkeit zu geben haben?

Und was müssen die Unteren noch tun, wenn nicht um die Kraft des Gebens zu bitten?

Die Fähigkeit sich zu verbinden…

Die Verbindung ist das Mittel und nicht das Ziel. Die Verbindung ist das Mittel der Offenbarung der Kraft des Gebens. Die Kraft des Gebens ist das Gleichnis des Schöpfers. Sie kann man nur unter der Bedingung offenbaren, dass wir in Eins verschmelzen, denn damit bestätigen wir, dass wir die Kraft des Gebens wollen. Die Verbindung im Zehner ist der erste Beweis, dass du die Kraft des Gebens erreichen willst.

„Ich will geben!“. Bitte, du hast einen Zehner. Genau er ist das Modell, mithilfe dessen du wirklich dazu kommst, was sich Geben in der Spiritualität nennt. Nicht das, was für dich als Geben scheint, sondern das, was sich in der Spiritualität das Geben nennt. Du gehst durch diese Form und kommst daraus als der Gebende. Das ist so ein Übergang, ein System, welches aus dir den Gebenden formt. Und das ist der Zehner.

 

Artikel des Tages, 8. November 2017

Vor allem muss man den Zustand analysieren. Wir sind gemeinsam durch den „Zustand des Kongresses“ gegangen. Was geschieht jetzt? Man muss analysieren, um die Erfahrungen zu sammeln, um genau zu wissen, was wir zusammen erleben, oder jeder persönlich empfindet, da jetzt alle Prozesse erneut wiederholt werden. Möglicherweise höre ich jetzt etwas, was ich schon früher hörte, vielleicht waren die Wörter schon früher klar, ich empfand alles und die Texte beeindruckten mich, aber jetzt höre ich auch jedem Wort zu und nehme alles auf dem unbelebten Niveau wahr. Wir empfinden verschiedene Zustände und sollen sie annehmen. Wir sollen uns bemühen, sich nicht zu sehr in die Zustände zu vertiefen, oder davon beeindruckt zu werden, um schneller weiter zu gehen. Es ist offenbar, dass man nur wissen muss, dass auch solche Zustände in der Realität existieren. Was lesen wir in diesem Abschnitt? Über die Beziehung zwischen der Liebe und dem Hass: vom Erwachen, das von oben herabsteigt zum Erwachen, das von unten hinaufsteigt. Was bedeutet die Aussage „die Last der himmlischen Lenkung“ anzunehmen, ist das nötig oder nicht und warum? Wie können wir unseren heutigen Zustand, gerade in den Zuständen ohne besonderen Sinn beschleunigen: wir sollen diese Zustände berücksichtigen, um darin ständig die Möglichkeit unseres Erwachens von unten zu erkennen (Itaruta de-letata), da unsere Arbeit aus unserem Zustand und nur auf unsere Kosten erfolgen kann. Wenn ich das Erwachen verspüre, dann freue ich mich und möchte fliegen. Wenn sich mein Erwachen schlecht anfühlt, dann wache ich auch auf, um den Leiden zu entgehen. Es gibt immer zwei Formen – das Plus und das Minus und wir wachen auf, wir reagieren. Damit kann man nichts machen, wenn wir –  eine Null darstellen, wie ich es heute bei der Mehrheit beobachte. Wie kann man aus dem Null-Zustand aufwachen? Redet darüber. Man kann schon nach wenigen Minuten das größere Erwachen, das mächtigere Chissaron (Verlangen) und das Schöpfungsziel über dem Verstand erlangen.

* * *

Wie können wir uns aus dem Zustand des Abstieges zum Zustand der Größe des Schöpfers, zum Ziel, zum Schöpfer hin erwecken: wenn wir zwei Punkte vereinen – und den Zustand behalten, in dem wir uns jetzt befinden. Dabei sollen wir den höheren Punkt anstreben, damit das Intervall, die Entfernung zum Ziel uns die Bestrebung ermöglichte? Wie ist es zu realisieren? Wie kann man sich ständig zwischen zwei Punkten aufhalten?

Am Anfang war ich innerlich wie „ein Sack mit dem Staub“ und jetzt habe ich dank der Umgebung, den Aufgaben, dank dem Licht, das zur Quelle zurückführt, dank den Bemühungen begonnen, mich selbst zur Wichtigkeit des Ziels, zum Schöpfer, zur Gruppe – zur größeren Wichtigkeit zu erwecken … Ich wache auf und atme nicht einfach die Luft ein, sondern will die Empfindung der Größe des Ziels, der Wichtigkeit des Weges und Ähnliches erlangen. Angenommen, jetzt habe ich etwas bekommen, ich habe die Luft eingeatmet, den Geist, ich habe die Energie – wie kann ich dann diese zwei Punkte behalten, um den einen Punkt nicht durch den anderen zu ersetzen, obwohl er sich schöner anfühlt, wie kann ich trotzdem beide Punkte behalten?

Wir entscheiden, dass der Punkt, der den „Sack mit dem Staub“ symbolisiert – mein Ich darstellt und der Punkt, aus dem ich das Erwachen empfange – die Gruppe ist: ich reihe mich in die Gruppe ein. Inwiefern ich mich annulliere (eine Null bin) und die Freunde meine Einheiten sind (Einsen sind) – so dass ich mich folglich an die Gruppe anschließen kann – insofern erlange ich Chissaron, das Streben, das Gebet und dementsprechend mein Streben zum Schöpfer.

 

Artikel des Tages vom 7. November 2017

Der zweite Weg basiert darauf, dass der Mensch noch nicht versteht, wie alles geschieht – er versteht nicht, was in „Lischma zu sein“ bedeutet, weil das etwas völlig anderes, eine andere Welt, andere Realität ist. Er sieht und empfindet eine andere Realität, entscheidet anhand der Vernunft und des Herzens, weil die Formel seiner Existenz anders ist und sich außerhalb von seinem Ego befindet.

Das heißt, sein Ziel befindet sich außerhalb und besitzt eine deutliche Form. Er beginnt allmählich zu verstehen, worüber die Kabbala eigentlich spricht – über das Verlangen zu empfangen, über die Beschränkung, den Schirm, das reflektierte Licht – der Mensch denkt darüber nach, was sich außerhalb seines Egos befindet. Wenn er früher, zur Mittagszeit oder am frühen Morgen daran dachte, was mit ihm geschehen wird, wenn er den Zustand „Mensch“ erlangen wird, weil ihn ständig solche Gedanken besorgten, so werden jetzt seine Sorgen in „Lischma“ völlig anders. Wann werde ich an den Schöpfer geben können, was werde ich dem Schöpfer geben, was wird mit Ihm geschehen, denn „Ich – an meinen Geliebten“… Diese Sorge beginnt in seinem Herzen zu wachsen und sich darin zu entwickeln. Solche Sorge bedeutet, dass er sich schon „Lischma“ nähert: das ist eben die besondere Sorge und wir sollten beginnen, darüber nachzudenken. Selbst wenn diese Zustände von uns noch weit entfernt sind und wir sofort alles vergessen werden, sollen wir eine Art Parole aufzeichnen, die mich daran erinnert, dass ich irgendwo dort, auf dem Weg beginnen werde, sich darum zu sorgen. Auf unserem ganzen Weg nach „Lischma“ gibt es „ Geben für das Geben“, „das Erhalten für das Geben“ und noch viele andere Faktoren, Schritte. Wir sollen uns darum sorgen, was geschehen wird, wenn das Licht und die Finsternis in meinen Empfindungen die neue Farbe erlangen, die mehr fortgeschritten ist, um zu verstehen, was die Finsternis und was das Licht bedeuten. Dementsprechend werden wir, die Stufe unseres Aufstiegs prüfen können.

* * *

Letzten Endes sollen wir alle Stufen der Finsternis erleben, weil dadurch das Licht umgestaltet und gebildet wird. Es gleicht die Kleidung an, die wir mit der Kehrseite anziehen, weil wir als Geschöpf niemals die Eigenschaft des Gebens, des Schöpfers, und keine Form wahrnehmen können, die sich in der Heiligkeit, in der höheren Kraft befindet. Wir nehmen unsere Eigenschaft wahr, die dem Licht, dem Schöpfer in unseren Empfindungen entgegengesetzt wird. Deshalb heißt die Handlung „Komme und siehe“, weil es anderen Falles unmöglich ist, den Schöpfer zu offenbaren – nur durch das Entgegengesetzte. Das Interessanteste darin ist –  dass die höhere Kraft, die ich nicht kenne, in mir die besondere Empfindung schafft, die ich von innen nach außen hinaus führe, wie die Kleidung, die ich auf der Kehrseite trage. Deshalb sollten wir alle Formen der Vertreibung erkennen und studieren, um die Verbindung mit ihnen zu erlangen, um sie durch ihre Kehrseite zu ergänzen, die „Alef א“ heißt“ – Alufo Schel Olam (Herrscher der Welt), dann werden wir auch die Befreiung erlangen.

 

Artikel des Tages  6.11.2017

Rav: Das geht nur mittels Arvut (Bürgschaft), die sehr stark sein wird, die dich dazu verpflichten wird an „Ein od Milvado“ zu denken, die ganze Zeit, damit du fühlst dass du von Aba (Vater) abgetrennt bist, von der Höheren Kraft. Dass er dich weggeworfen hat, sich nicht um dich kümmert… von der Höheren Kraft, vom Schöpfer abgetrennt in jedem Augenblick, wirklich (abgetrennt) von Aba. Es gibt hier einen Unterschied zwischen Aba und Ima (Mutter). Was den Tikkun (Korrektur) betrifft, so ist das Aba, wenn es um das Wachsen und Bitten geht, ist das Ima….Was wir brauchen ist, dass die Gesellschaft die ganze Zeit über daran denkt, dass sie sich in Abtrennung von dem Schöpfer befindet.

Ronen: Wir können das sagen, wir hören…das auch im Soharunterricht von dir, in welcher Absicht wir sein müssen. Das hält gerade mal zwei Sekunden an, und das ist vielleicht noch übertrieben..

Rav: Daran ist niemand schuld außer unserer Natur die der Schöpfer festhält. Er macht das mit Absicht, damit du in jedem Augenblick erneuerst: „Der jeden Tag den Schöpfungsakt erneuert,“ er muss. Wir haben keine Wahl, die ganze Zeit wirst du darauf fixiert sein, in korrigierter Form. Du kannst von nirgendwo Erneuerungen nehmen, die Kraft des Lebens, die Füllung – außer daher, dass du mit dem Schöpfer verbunden bist. Außer der Verbindung, die heuchlerisch sein kann, musst du dich um eine höhere Qualität kümmern. Hier gelangen wir zu einem Zehner von höherer Qualität, dass wir uns die ganze Zeit darum sorgen…Du kümmerst dich um die Erhebung der Seele. Das ist alles. Der Zehner verwandelt sich in die Seele, die Verbindung unter den Freunden wird enger und enger, sie denken die ganze Zeit über aneinander, keiner denkt an sich selbst; nur auf diese Weise bringen sie den Zehner zum Bau (gemeint:Gebäude) der Seele. Nur daran sollen wir denken…so steht es geschrieben.

Das war es eigentlich was ich bei dem Kongress wollte: Nämlich allen zeigen, dass die Annullierung im Zehner der Ibur (Einnistung) ist. Das ist alles. Das ist das Thema des Kongresses. Und ich habe den Eindruck, dass sie das letztendlich akzeptiert haben, die Teilnehmer, alle. Sie  haben den Kongress letztendlich in der klaren Kenntnis darüber verlassen, dass jeder eine Umgebung braucht. Das ist die Hauptsache. Jetzt müssen wir damit weiter fortfahren, in sehr feinfühliger, klarer Weise, mit großer Genauigkeit, dass wir, den Ibur betreffend, wirklich zu arbeiten beginnen müssen. Ich hoffe, dass wir in einigen Tagen die Einführung in die Weisheit der Kabbalah beenden werden und mit dem 10. Teil des TES anfangen, welcher der Ibur ist, wo vom Ibur die Rede ist, das ist alles. Und gleichzeitig müssen wir uns bemühen unseren gesamten Welt-Kli mit besonderen Übungen zu organisieren, die Zehner zu  stärken, so dass jeder fühlt, dass er sich als Obar (Embryo) im Zehner befindet. Wir müssen wirklich ein Kommite gründen, das sich tagtäglich um diese Übungen kümmert, um alle möglichen Dinge dieser Art, allen das Gefühl zu vermitteln, dass wir wachsen, dass jeder in seinem Zehner wächst. Wie der Zehner sich jedem Einzelnen gegenüber, und wie jeder Einzelne sich dem Zehner gegenüber verhalten soll, so dass wir dabei spüren, dass in ihm (dem Zehner) die Höhere Kraft wirkt. Und dass wir uns so auf den Zehner beziehen , dass das entsprechend dem Kli die Freunde sind, aber dass es, wenn es um den den inneren Inhalt geht , der Schöpfer ist. Und so können wir uns ineinander einschließen… und wachsen, in der Kraft des Schöpfers, welche dort wirkt. Wir sind jetzt tatsächlich in der Lage daran zu arbeiten. Das ist nicht künstlich, den kritischen Punkt was die Annäherung an diese Sache betrifft haben wir schon hinter uns. Das ist genau das Ergebnis dieses Kongresses.

Zwischen 1.11. und 6.11. gab es wegen dem Kongress und Kongressvorbereitung keine Artikel des Tages

Artikel des Tages vom 1.11.2017

Wir sollen erklären. Dudi, Niv, Si… Das war alles, jetzt muss man sich für die  flächendeckende Verbreitung engagieren. Darin liegt der spirituelle Aufstieg. Bis dahin, wenn sich nicht jeder auf 100 % um die Verbreitung der Lehre von Baal HaSulam kümmern wird, bis dahin, dass es nicht wie inneres Feuer allzeit brennen wird … Bis dahin, wenn es geschehen wird, ist Ihre Chance – zum Aufstieg ausgewählt zu sein – absolut nichtig. Ausschließlich durch die Verbreitung habe ich alles offenbart und erlangt. Nur auf diese Weise leistet der Mensch seinen Beitrag für die Gesellschaft, für die gesamte Korrektur, für die weltweite Offenbarung des Namens des Schöpfers. Deswegen gibt es diesen Terrorakt, dieser oder jener … Wir sollen alle Geschehnisse nutzen und erklären, um in allen Sprachen zu verbreiten … sonst nimmt es kein Ende, nur in der endgültigen Korrektur. Die Welt befindet sich in solchem Zustand, dass sie nur durch ein Wunder nicht zusammenbricht. Alles hängt von unserer Verbreitung ab. Deswegen dürfen wir uns nicht beruhigen, wir sollen die ganze Weltgruppe darin einbeziehen.

Der gestrige Tag ist vergangen. Jeder kann der Weltgruppe Bnei Baruch, dem Schöpfer berichten, was genau er unternommen hat, um den Namen des Schöpfers in der ganzen Welt zu verbreiten. Jeder soll einen realen Bericht liefern und bewerten, ob er mit dem gestrigen Tag zufrieden oder nicht zufrieden ist. Jeder klärt das mit sich selbst. Und? Wann bekomme ich das, was mir zusteht? Ist es die Berechnung, was ich geben kann, worin ich mich realisieren kann? Es ist eindeutig und offensichtlich – in der Verbreitung, in der Ergebenheit.

* * *

In der Weise wie sich der Mensch im Zehner befindet, der in ihm die Empfindung der Bürgschaft bildet, kann er alle Zustände organisierter, komfortabler durchgehen, nicht für seinen Wunsch des Erhaltens, sondern für den Aufstieg in der mittleren Linie. Welche Rolle spielt hier die Umgebung? Es kann sein, dass wir hier einen größeren Vorteil empfinden werden: Was ist für uns vorteilhafter und gewinnsicherer – im Zehner zu agieren oder eigenständig zu handeln? Sicherlich sparen wir im Zehner zehnfach an Zeit und Anstrengungen … Das Wichtigste für den Menschen ist die Empfindung der Angst, dass er abgerissen, abgestoßen ist, dass er verloren, verschwunden, verlorengegangen ist. Baal HaSulam schreibt darüber irgendwo… Der Zehner kann das ergänzen, aber immerhin sollen wir das in unserer Arbeit kombinieren können – ich bin mit dem Schöpfer und mit dem Zehner. Hier tritt Beides hervor.

Die Abschaltung vom Zehner und vom Schöpfer soll der Mensch im Wunsch des Empfangens im abgestiegenen Zustand empfinden, wie in der Sinuskurve, wenn sie im Abstieg ist. Es soll wie eine enorme Drohung empfunden werden, wie Baal HaSulam schreibt. Und es ist unmöglich, diese Drohung zu vermeiden. Wenn wir diese Zustände von Anfang an studieren, wenn wir uns bemühen, das als System für uns zu organisieren; wenn ich verstehe, wie es funktioniert, wenn ich Erfahrung habe, wie man diesen Zustand erlangt, auch mit Besorgnis, mit  innerer Aufregung, mit  negativen Empfindungen. Das Wichtigste – diesen Zustand der großen Drohung, den ich empfinden aber nicht überwinden kann, zu begreifen. Wenn wir diese Zustände angenehmer und schneller durchgehen wollen, müssen wir verstehen, dass es nur dank der Bürgschaft und der Verbindung mit dem Zehner möglich ist.

Ändere dich selbst und die Welt wird sich verändern!

Die Artikel des Tages aus dem Morgenunterricht – Monat Oktober 2017

This post is only available to members.