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Tu B`Av

Tu B’Av ist ein kleines, in der jüdischen Gesellschaft in der Nacht zwischen dem 14. und 15. Tag des Monats Av, gefeiertes “Fest der Freude“. Es ist ein fröhliches Fest und wird auch “Fest der Liebe“ genannt. In der Nacht zu Tu B’Av wird gefeiert, getanzt und gesungen.

Der Fest wird zwar in der Tora nicht als solches erwähnt, doch laut Talmud wird Tu B`Av zu Beginn der Weinlese, was ein Anlass zu Freude ist, gefeiert. Auch wird mit der Aufhebung des Verbotes, das während der vierzig Jahre in der Wüste bestand, welches den weiblichen Waisen des Volk Israels, die keine Brüder hatten verbot, ausserhalb ihres Stammes zu heiraten (um zu verhindern, dass das von ihrem Vater geerbte Gebiet im Land Israel an andere Stämme überging) in Zusammenhang gestellt. Anlässlich dieser Aufhebung wurden nach der Eroberung und Aufteilung Kanaans am 15. Av, Ehen zwischen den Stämmen wieder erlaubt.

Deshalb ist der 15. Av laut der Überlieferung ein guter Tag, um zu heiraten, einen Heiratsantrag zu machen, oder zumindest einen Blumenstrauß zu verschenken. Also etwas zu tun, um einem anderen Menschen eine Freude zu machen! Der Tag ist ein Symbol der Versöhnung und Verbindung zwischen den Menschen.

Kabbalistische Betrachtung

Im Buch Tiferet Shlomo heißt es, dass es, für Israel, keinen besseren Tag gab, als jenen, an dem die Stämme zur gegenseitigen Verbindung zusammenkamen. Die geschichtlichen Ereignisse, die darauf folgten enthüllten jedoch erneut Trennung. Heute ist die Menschheit in zahlreiche “Stämme“ unterschiedlicher ethnischer und kultureller Herkunft, mit einem bunten Strauß von Weltanschauungen aufgeteilt. Was verbindet die Menschen dann zu “einem Volk“? Ist das überhaupt möglich?

In der Natur, eingeschlossen der Menschen, herrschen nur zwei Kräfte: Liebe und Hass. Der dem Menschen angeborene Egoismus ist eine negative Kraft, die immer größer wird. Obwohl alle Menschen aufeinander angewiesen sind, kümmern sie sich nicht wirklich um andere. Oft versucht man sich auf Kosten anderer zu bereichern, manchmal verachtet, oder ignoriert man sie und ein anderes Mal hasst man sie; sei es am Arbeitsplatz, im Straßenverkehr oder im Internet, während rücksichtsloser politischer Auseinandersetzungen oder sogar in der Familie…Selbst wenn ein Mensch jemanden liebt, liebt er ihn nur, weil es ihm ein gutes Gefühl gibt. Sobald man dabei kein Vergnügen mehr erhält, verschwindet der Reiz und die Liebe verblasst. Ist dieses vergängliche Gefühl wirklich Liebe?

Kabbalistisch betrachtet bedeutet zu lieben, dem anderen Menschen zu GEBEN. Das ist gemeint mit “Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.“ “Wie dich selbst“ heißt, ohne Unterschied, ohne Trennungen, und ohne Täuschungen. So, wie der Mensch sich selbst liebt. Vergleichbar damit ist in dieser Welt nur die Liebe einer Mutter zu ihrem Kind. Alles beruht auf dieser Liebe, dem Geben, sagt das Buch Sohar. Wenn sich der Hass immer mehr ausbreitet, muss die Menschheit nur danach streben.

Das Gesetz der Dualität

Wahre Liebe kann jedoch nur durch Hass aufgebaut werden. Diese beiden Gefühle, diese beiden Pole, bilden das Leben. Einatmen – ausatmen, einen Schritt links – einen rechts. Alles unterliegt dem Spannungsfeld zwischen diesen entgegengesetzten Polen und der ständigen Suche nach dem Gleichgewicht zwischen ihnen.

Lernt der Mensch, dieses Gleichgewicht herzustellen, werden alle Probleme eine echte, ganzheitliche Lösung finden. Es hängt alles von der guten Verbindungen, der wahren Liebe, zwischen den Menschen ab. Alles beruht auf den unveränderlichen Gesetzen der Natur, in dem alle Teile harmonisch zusammenwirken.

An diese Harmonie soll das Fest Tu B’Av erinnernNicht ohne Grund findet es darum eine Woche nach dem 9. Av, dem Trauertag, statt. Dies verweist auf das untrennbare Band zwischen den beiden Polen. Erheben sich die Menschen über das Trennende und verstärken sie so ihre Verbindung, werden sie die Welt ins Gleichgewicht bringen.

Der 9. Av aus kabbalistischer Sicht

Der Tisha beAv, der 9.Av, ist in der jüdischen Tradition der nationale Trauertag. Dem jüdischen Volk geschahen an diesem Tag, bis weit zurück in der Menschheitsgeschichte, immer wieder tragische Ereignisse. Zwei der wichtigsten sind die “Zerstörung des ersten und zweiten Tempels“.

Dazu steht geschrieben, dass Rabbi Akiva, der zu dieser Zeit lebte, mit seinen drei kabbalistischen Freunden um den zerstörten “zweiten Tempel“ trauerte (1). Plötzlich sahen sie einen Fuchs, der zwischen den Ruinen des Allerheiligsten hin und her eilte. Die drei Freunde fingen an zu weinen, doch Rabbi Akiva lachte. Seine Freunde fragten ihn, weshalb er lache. Rabbi Akiva antwortete ihnen mit einem Lächeln, dass solange sich die Prophezeiung des Exils nicht erfüllt hatte, sich auch die Prophezeiung der Erlösung nicht erfüllen konnte. Doch da nun die Prophezeiung des Exils wahr geworden sei, wird die Prophezeiung der Erlösung zweifellos auch in Erfüllung gehen. Weiterlesen

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Über die Verbindung

von Günther

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Es ist höchste Zeit. Und die Zeit drängt. Aber seit meiner Ausbildung in der Kabbala sehe ich wieder Land – “Land in Sicht“ – und das hat mit neuen Erfahrungen zu tun.

Ich darf von drei Erfahrungen erzählen, die mich tief berührt haben: Weiterlesen

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Kabbala als moderne Wissenschaft

Von Michael Laitman

Viele Menschen zweifeln daran, dass die Weisheit der Kabbala (des Empfangens) als Wissenschaft betrachtet werden kann. Selbst wenn sie als Wissenschaft angesehen würde, ist sie dann eine Naturwissenschaft wie Physik oder Chemie, oder gehört sie zu Geisteswissenschaften wie Philosophie und Psychologie? Die Weisheit der Kabbala ist einfach eine besondere Wissenschaft, die vom Erforschenden nicht nur Wissen, sondern eine besondere Eigenschaft, die einem Menschen nicht von Geburt an gegeben ist, erfordert.

Unter einer Wissenschaft versteht man langläufig die Erforschung der uns umgebenden Welt, indem man etwas registriert, es wiederholt, und es reproduzieren kann. Mit Hilfe seiner ihm gegebenen fünf Sinnesorganen und immer besseren Instrumenten – welche allerdings lediglich die Empfindlichkeit dieser Sinnesorgane erweitern – versucht der Mensch Erkenntnisse zu erlangen. 

Kabbalisten sagen, dass man, indem man nach der Methode der Kabbala arbeitet, ein “sechstes“ Sinnesorgan entwickeln kann, welches die “Seele“ genannt wird. Damit kann man Empfindungen, Gedanken und Gefühle – analog wie mit den fünf Sinnesorganen – erforschen. Auch die damit gemachten Empfindungen kann man analysieren, prüfen und zu einem Ganzen zusammenfügen. Die dabei gemachten Beobachtungen, wurden über Jahrhunderte, von Tausenden von Menschen, welche sich mit der Kabbala auseinandersetzten, bestätigt. Der wesentliche Unterschied zu den anderen Wissenschaften besteht also darin, dass die Kabbalisten die Umgebung mit einem zusätzlichen Sinnesorgan erforschen, das im Prinzip jeder, der möchte, erlangen kann.

Auch Naturwissenschaftliche Forscher haben herausgefunden, dass das Bild, welches ein Mensch von der Welt hat, völlig subjektiv ist und vollständig vom Betrachter bestimmt wird. Wenn dem so ist, so kann man alle Naturwissenschaften als Wissen definieren, das der Mensch in seinen fünf Sinnesorganen erlangt. Die Erkenntnis durch die Wissenschaft der Kabbala aber, kann man nur erlangen, wenn man den zusätzlichen Sinn erwirbt.

Es ist etwas befremdlich, plötzlich von der Möglichkeit zu erfahren, einen zusätzlichen Sinn erwerben zu können und damit mehr Informationen über die Welt zu erhalten, denn man ist es gewohnt, nur mit seinen fünf Sinnen wahrzunehmen. Doch sobald der Mensch bereit ist, diese Möglichkeit zu akzeptieren, erscheint ihm dies ganz natürlich. So wird er die Erforschung der Welt mit dem zusätzlichen Sinnesorgan dann ohne zu zweifeln als Wissenschaft bezeichnen. Denn die Errungenschaften eines Menschen, der die Kabbala studiert sind real, wiederholbar und reproduzierbar, sowohl von ihm als auch von anderen. Alle kabbalistischen Bücher vermitteln dem Menschen, durch das Beschreiben von wahrnehmbaren Informationen, wie er dieses sechste Sinnesorgan aufbauen und kalibrieren kann. Es ist vergleichbar mit dem Bericht eines Physikers oder Chemikers. Jeder kann das gleiche Experiment wiederholen und erhält ähnliche Ergebnisse.

Da die Wissenschaft der Kabbala die Tatsache, dass die Wahrnehmung des Menschen vollständig von seinen fünf Sinnen abhängt mit einberechnet, kann davon ausgegangen werden, dass die Kabbala – mehr als andere – eine reale Wissenschaft ist. Der sechste Sinn, der den Menschen seine umgebende Realität entsprechend seiner eigenen Eigenschaften wahrnehmen lässt, ist für den Menschen etwas absolut Neues. Das macht ihn zum Forscher und hebt ihn dadurch auf eine höhere Stufe. Durch die Veränderung seiner Eigenschaften nimmt er völlig neue Dinge wahr. Diese sind real und durch die stetige Benutzung dieses Sinnes offenbart sich dem Menschen der Unterschied zwischen den Arten der Realitäten.

Als Folge des Unverständnisses dessen, was Kabbalisten empfinden und erkennen, schreibt man ihnen zuweilen Zauberei und die Fähigkeit, übernatürliche Kräfte zu manipulieren zu. Aus dem oben Erklärten geht nun aber klar hervor, dass es ein Fehler ist, die Kabbaladie Wissenschaft der den Menschen umgebenden Wirklichkeit – mit Religion, Mystik oder irgendeinem anderen Bereich menschlicher Handlungen zu verbinden.

 

Historische Betrachtung der Weisheit der Kabbala

Die Weisheit der Kabbala (des Empfangens) stammt aus der alten chaldäischen (mesopotamischen) Stadt Ur. Die Chroniken jener Zeit berichten von einem mesopotamischen Einwohner namens Abraham, der als erster den Zusammenhang zwischen der Wahrnehmung der den Menschen umgebenden Wirklichkeit und der willentlichen Entwicklung eines neuen, sechsten Sinnes erforschte.

Diese Methode gab Abraham an seine Nachkommen weiter und mit der Zeit schlossen sich dieser Gruppe immer mehr Menschen an, bis sie eine Größe von etwa 3 Millionen Menschen ausmachte. Die Gruppe nannte sich selbst auf Grund dessen, dass sie eine Wahrnehmung des Höheren, des Schöpfers, anstrebten „Volk Israel” (vom Hebr. : direkt zum Schöpfer). Diese Menschen entwickelten eine zusätzliche Wahrnehmung der höheren Realität, welche damals bereits ihre Kinder natürlich annahmen. Diese Entwicklung war ein völlig neuer Ansatz in der Geschichte der Menschheit. Die dem Menschen von Natur aus gegebene Trägheit verhinderte jedoch, dass diese Wahrnehmung alle Menschen übernahmen. 

Die Gruppe lebte so, bis sie auf einen Schlag diese Fähigkeit verlor. (Auf den Grund weshalb diese geschah, kann hier nicht eingegangen werden.) Da die Existenz dieser Gruppe nur durch ihre Stufe der spirituellen Wahrnehmung gerechtfertigt war, hörte sie auf, eine besondere Erscheinung in der Welt zu sein. Ohne das Empfinden der Höheren Welt hat diese Gruppe kein Recht, als „Volk Israel„, welches nach den Gesetzen des sechsten Sinnes lebt, bezeichnet zu werden. Durch den Verlust ihrer Verbindung, zerstreuten sie sich sofort unter alle anderen “Völker der Welt“. Nachdem diese Menschen das Gefühl für die Höhere Kraft verloren hatten, begannen sie, anstelle spiritueller Handlungen, ihre physische Interpretation davon zu praktizieren.

Aus diesen Menschen bildete sich auch das jüdische Volk und daraus das Judentum. Dieses wurde wiederum später vom Christentum, dem Islam und anderen Religionen oder Glaubensrichtungen abgelöst.

Der Gedanke an eine andere Ebene der Wahrnehmung ist darum fast völlig verschwunden. Heute verstehen die Menschen nicht mehr, dass es Vorfahren gab, die auf einer völlig anderen spirituellen Ebene gelebt hatten.

Durch die Vorsehung muss jeder Mensch schlussendlich die Methode gemäß dem allgemeinen Naturgesetz einhalten. Deshalb muss jeder auf der Welt letztlich seinen “sechsten Sinn“ offenbaren und durch ihn, das gesamte Universum vereinen. Ausgehend von diesem Schöpfungszweck waren und sind alle Kabbalisten dazu verpflichtet, diese Methode an die gesamte Menschheit weiterzugeben und allen Menschen, die das Verlangen danach haben, die Entwicklung des “sechsten“, spirituellen Sinnes zu lehren. 

Die Nichterfüllung dieser Mission ist der wahre Grund für  Antisemitismus, den die “Völker der Welt“ gegen das “Volk Israel“ – für welches irrtümlicherweise das jüdische Volk gehalten wird –  hegen.

Der große Kabbalist Baal HaSulam beschreibt dies in einem Gleichnis über einen Menschen, der weit weg von seiner längst vergessenen Heimat lebt, bis er zufällig ein Buch über ein wunderbares, fernes Land findet. Während er liest, beginnt er sich zu erinnern, dass der schöne Ort, der in dem Buch beschrieben wird, seine Heimat ist. In ähnlicher Weise müssen heute alle Menschen das Gefühl für die Höhere Welt wieder entdecken.

Das Vermächtnis eines spirituellen Giganten

Über Yehuda Ashlag (Baal HaSulam)

Er wusste, dass die Uhr tickte; er wusste, dass sie nach Israel ziehen mussten; er erklärte dem israelischen Premierminister, wie Israel wirklich unabhängig sein kann; und er widmete sein Leben der Hilfe für das jüdische Volk und die gesamte Menschheit. Yehuda Ashlag, bekannt als Baal HaSulam, der größte Kabbalist der Neuzeit und einer der größten aller Zeiten starb 1954. Er hinterließ uns ein Vermächtnis bedingungsloser Liebe für sein Volk, für alle Menschen und für die gesamte Schöpfung. Er hinterließ uns auch Bücher und einen Wegweiser, der uns helfen kann, so zu werden wie er.

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PESSACH

Am 15. April beginnen die acht Feiertage des Pessach. Für die meisten Menschen ist es ein in der jüdischen Tradition verankerter Anlass – er birgt in sich jedoch eine Botschaft und Vorhersage für die gesamte Menschheit. Es ist kein Zufall, dass die Geschichte von Moses und Pharao und dem Auszug aus Ägypten mehrere epische Filme inspiriert hat – die universelle Botschaft der Befreiung aus der Versklavung berührt einen Punkt in jedem Menschen: das Streben nach Freiheit…

Um aus der Erzählung, welche ursprünglich aus der Tora stammt, etwas lernen zu können, muss der Mensch verstehen, was oder wer ihn versklavt, und wie er befreit werden kann. Der Name des Feiertags Pessach steht für den Übergang von der Versklavung in die Freiheit. Der Pharao, der große Unterdrücker, ist niemand anderes als das Ego des Menschen. Moses, dessen Name vom hebräischen Wort moshech (ziehen) kommt, ist die Kraft, die den Menschen aus der Herrschaft des Pharaos herauszieht, ihn befreit und ihn zum Herren des eigenen Schicksals macht.

Die Geschichte der Befreiung vom Ego betrifft jeden einzelnen Menschen. Irgendwann wird jeder spüren, dass das Ego ein unbarmherziger Herr ist, vor dem man nur noch weglaufen will. Das ist der Zeitpunkt, an dem man, indem man Moses folgt, Ägypten verlassen kann um ein freier Mensch zu werden – befreit vom quälenden Pharao, dem eigenen Ego.

Wie alles andere im Leben verändert sich auch der Pharao mit der Zeit. Das Ego des Menschen wächst und entwickelt sich, und dabei wird es immer anspruchsvoller. Was gestern noch großartig war, ist heute völlig unzureichend. Allmählich beginnt man, sich immer unzufriedener zu fühlen. Doch sollte es nicht genau umgekehrt sein? Dass, je mehr man hat, desto glücklicher ist man? Genau dies geschieht nicht, da es das eigene Ego ist, dessen immer grösser werdenden Wünsche man erfüllen muss. Das Ego ist unersättlich; je mehr man es füttert, desto hungriger wird es. Am Ende befriedigt man nur noch Wünsche, welche solange als lohnend erscheinen, bis sie sich erfüllt haben. Sobald man das hat, was man will, fordert das Ego: Bring mir mehr!“

So erkennt der Mensch irgendwann, dass er nicht davon loskommt. Er ist ein Sklave seines eigenen Egos. Je mehr er sich wehrt, desto mehr bedrängt es ihn. Schlussendlich erkennt er, dass der Pharao ihn ausnutzt, und nur so lange gut zu ihm ist, wie er ihm dient. In jenem Moment, in dem ein Mensch aufhören will ihm zu dienen, enthüllt er dessen wahres Gesicht. Zu diesem Zeitpunkt beginnt die Versklavung in Ägypten.

Die Menschen müssen erkennen, dass der Pharao, das Ego, die Ursache für all ihre schlechten Gefühle ist, und nicht ein Virus oder eine andere Katastrophe. Begreifen die Menschen das, ist das der Beginn des Auszugs aus Ägypten.

Anfangs genügt es, wenn man alles, was einem am jetzigen Leben nicht gefällt, untersucht und sich fragt, wer genau darunter leidet. So fängt man an, etwas Raum zwischen sich und dem Ego zu schaffen, und kann so erkennen, wer die ganze Zeit fordert, wer die Belohnung erntet und wer den Preis dafür zahlt. Die Zustände, welche die Menschheit momentan durchmacht, Kriege, Hass, aber auch genau das Gegenteil davon, die große Solidarität, lässt eine Konfrontation zwischen Einheit und Trennung entstehen. Die Welt befindet sich zwischen Hass und Liebe, und die Menschen müssen wählen, in welche Richtung sie gehen wollen.

Es steht geschrieben, dass der Mensch jeden Tag aufs Neue prüfen muss, wie er aus Ägypten herauskommen kann. Er muss seine Einstellung gegenüber dem Ausstieg aus dem Egoismus überprüfen. Will er sich weiterhin in Ägypten befinden oder will er die Befreiung? Der Auszug aus Ägypten ist erst möglich, wenn sich die Menschen darin einig sind oder zumindest erkennen, dass dies von der inneren Einheit zwischen allen abhängt. Alle zusammen müssen das gleiche Ziel haben und nur dafür leben.

Spirituell bedeutet Pessach darum, dass der Mensch vom Zustand der Unmöglichkeit sich mit anderen zu verbinden, zum Zustand, in welchem er seinen Egoismus überwindet und sich verbindet, gelangen kann.

Michael Laitman

Pessach aus kabbalistischer Sicht

Nach jüdischer Tradition wird an Pessach eine Woche lang der Auszug des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten gefeiert. Doch was bedeutet das Fest aus kabbalistischer Sicht?

In der Tora wird der Auszug aus Ägypten sehr genau beschrieben. Dabei spricht sie aber nicht von einem geschichtlichen Ereignis, sondern über einen Mensch, der die gesamte Welt in sich einschließt. Alles befindet sich im Menschen. Der Ägypter symbolisiert die egoistische Kraft im Menschen; das Volk Israel die altruistische Kraft oder die Kraft, welche altruistisch sein will, jedoch unter der Herrschaft der Ägypter, dem Egoismus, steht. Weiterlesen

Ein Licht in der heutigen Zeit – Artikel über Baal HaSulam

„Ein Licht in der heutigen Zeit“

Zeitungsartikel über Yehuda Ashlag von Rabbi Micha Odenheimer / Zeitung Haarez, 16.12.2004

[Anmerkung der Übersetzer: Der folgende Artikel wurde nicht von einem Mitglied der Kabbala Studiengruppe Bnei Baruch verfasst. Da er jedoch ein sachgerechtes und umfassendes Bild über Rav Yehuda Ashlag (Baal HaSulam) abgibt, haben wir uns für eine Veröffentlichung auf unserer Website entschieden]

Trotz seiner überzeugenden Verbindung der Mystik mit gesellschaftlichen Konzepten wurde der vor 50 Jahren verstorbene Rabbi Yehuda Ashlag bisher kaum auf der Bildfläche des kollektiven Gedächtnisses wahrgenommen – bis vor einigen Jahren, als eine neue Welle der zeitgenössischen jüdischen Spiritualität aufkam – ausgelöst durch Madonna, Demi Moore, Mick Jagger und die Herzogin von York. Weiterlesen

Purim aus kabbalistischer Sicht

Diese Jahr findet das Fest Purim vom Abend des 16. bis am Abend des 17. März statt. Nach jüdischem Kalender beginnt er am Abend vom 14. Adar II, 5782.

Der Brauch, an diesem Tag Masken aufzusetzen und sich zu verkleiden, symbolisiert, dass Haman, welcher für das egoistische Verlangen steht, sich in die Kleider von Mordechai, dem altruistischen Verlangen, einkleiden will.  Die “Hüte“ stehen dafür, das die Verlangen des Empfangens mit der Absicht um zu geben bedeckt werden. Auch die am Fest dargereichten dreieckigen Gebäckstücke, genannt “Haman-Taschen“, stehen für das Verlangen zu empfangen. Weiterlesen

Chanukka aus kabbalistischer Sicht

Geschichtliches

An Chanukka (Rast), feiern die Juden vereinfacht gesagt, ihren Sieg über das Seleukidenreich, welches versuchte, die hellenistische Kultur und deren Glaubenssystem unter den Juden in Israel zu verankern. Diese Sichtweise entspringt einem Epos. Es ist bekannt, dass der sogenannte Makkabäer Krieg, dessen Sieg an Chanukka gefeiert wird, ein Bürgerkrieg zwischen Juden war. Weiterlesen

Die Tora

Auch: „Pentateuch[1]“ oder die „Fünf Bücher Moses“

Die Tora ist das populärste Buch aller Zeiten. Sie ist die Grundlage der Philosophie, der Ethik und der Ökonomie, aber auch unerschöpfliche Quelle für alle Künste. Sehr wahrscheinlich ist sie in schriftlicher Form etwa im 5. Jh. vor unserer Zeitrechnung entstanden. Die ältesten, mündlich überlieferten Inhalte reichen jedoch zurück bis 1500 v. u. Z.[2].

Die Tora ist ein besonderes Buch. Was ihre Einzigartigkeit tatsächlich ausmacht ist den meisten Menschen jedoch bis jetzt verborgen. Moses ist darin der Hauptakteur. Wer die Tora geschrieben hat, ist allerdings nicht belegt. Aus kabbalistischer Sicht ist aber sicher, dass die federführende Kraft dahinter, die Höhere Kraft, auch Schöpfer genannt, ist.

Die Essenz dieses Buches ist daher die Enthüllung der Höheren Kraft. In der Tora, sowie auch in Büchern von anderen Kabbalisten – jenen Menschen, denen sich die Höhere Kraft offenbart hat – wird nur darüber gesprochen, wie der Menschen in dieser Welt und in diesem Leben diese Kraft enthüllen kann. Deshalb sind alle diese Bücher “heilig“. Im Hebräischen heißt “heilig“ kadosh, was „getrennt“, „freistehend“ bedeutet, denn die spirituelle Welt ist vom Menschen vollkommen getrennt. Das bedeutet, dass die Tora etwas besonderes ist, das sich jenseits der Wahrnehmung durch die fünf Sinne des Menschen befindet.

Alle kabbalistischen Bücher, auch jene, die später noch geschrieben wurden (Sohar, Talmud, etc.), sind der jeweiligen Zeit angepasste Anleitungen, sodass der Mensch die “Wegbeschreibung“ der Tora verstehen lernt. 

Auf diesen Wegbeschreibungen beruht auch die Wissenschaft der Kabbala. Ein Kabbalist forscht wie ein Wissenschaftler immer weiter, tiefer, und detaillierter. Der Unterschied zu den Wissenschaften dieser Welt besteht darin, dass die Kabbala von jedem, der sie erforschen will, Selbstreflexion und Veränderungswillen fordert. Er muss ein neues Sinnesorgan ausbilden, womit er die Höhere Kraft und somit auch die Höhere Welt wahrnehmen kann. Erst dadurch kann er die Höhere Welt erforschen.

Wird der Mensch durch das Lesen der Tora beeinflusst?

Um die Tora zu lesen und den tieferen Sinn darin wahrzunehmen und zu verstehen, was sich hinter den Worten verbirgt, braucht es so etwas wie ein “Lexikon“. Dieses Lexikon ist die Weisheit der Kabbala. Durch die Anleitung dieser Wissenschaft lernt der Mensch, wie er hinter den Worten der Geschichte das Netz der Kräfte, die diese Welt regieren, erkennen kann. Dadurch beginnt er sein eigenes Inneres wahrzunehmen und es in dieses Netz einzufügen. Es gleicht der Wahrnehmung des Puppenspielers anstelle der Puppen. Schlussendlich versteht der Mensch die Absicht des Puppenspielers und die Choreografie der von ihm ausgehenden Kräfte und offenbart damit die Quelle, welche „Schöpfer“ genannt wird. 

Zusammengestellt aus Medien von RAV Michael Laitman

[1] Was ist der Pentateuch?

[2] Wikipedia Tora

Sukkot aus kabbalistischer Sicht

Nach jüdischer Tradition wird Sukkot sieben Tage lang gefeiert. Diese Feiertage sollen an die Wanderung des Volkes Israel durch die Wüste nach ihrem Auszug aus Ägypten erinnern, aber auch daran, die Ernte zu würdigen. Bekannte Rituale, die dabei ausgeführt werden, sind der Bau der Laubhütte oder das Sprechen des Segens über die vier (Pflanzen) Arten: eine Zitrusfrucht, ein Palmzweig, drei Myrthenzweige und zwei Weidenzweige.

Viele dieser Rituale haben ihren Ursprung in der Tora und beinhalten deshalb eine kabbalistische Bedeutung.

Sukka, eine provisorische Laubhütte

Am ersten Tag des Festes wird unter großer, gemeinsamer Anstrengung, eine Sukka mit einem Shach, einem Dach aus Pflanzenabfällen, gebaut. Die Sukka, symbolisiert die gemeinsame Seele des Menschen, Adam HaRishon, den Ort der Einheit und der Verbindung. Diese gemeinsame Tätigkeit soll Vertrauen geben, dass die Menschheit von der verbindenden Kraft der Natur gehalten wird. Ein Shach zu errichten bedeutet, der Idee der Einheit “wie ein Mensch mit einem Herzen” zu sein, zuzustimmen. Es soll alle Menschen, über sämtliche Unterschiede hinweg, verbinden.

Die Sukka ist nur eine vorübergehende, provisorische Behausung. Verbinden sich die Menschen unter dem Shach, werden sie vom Höheren Licht beeinflusst. Die Menschen sitzen gemeinsam im Schatten der Sukka und denken an ihre Verbindung und die Einheit. Jeder muss sich bemühen, der perfekten und alles verbindenden, in der Natur existierenden Form des Lichtes, zu gleichen. Der Schatten, d.h. die egoistischen, trennenden Verlangen eines jeden, werden respektiert. Gleichzeitig muss dem Menschen bewusst sein, dass sich alle Menschen über ihre Egos hinweg verbinden müssen. Mit dem Shach aus Pflanzenresten – symbolisch für das altruistische Konzept, welches für den Egoismus ohne Wert ist – werden die Egos bedeckt. Das heißt, sie werden mit dem Vorhaben andere zu lieben, korrigiert. Der Egoismus befindet sich unter dem Shach, darüber ist die Einheit, die Verbindung. Das Shach stellt aber auch den gemeinsamen Wunsch zu lieben, zu geben, und die Verbindung zwischen allen Menschen zu erreichen, dar.

Es ist kein Zufall, dass das „Laubdach“ mit Pflanzenabfällen der Brot- und Weinherstellung bedeckt wird. Der Begriff “Abfall“ drückt die anfängliche Abneigung gegenüber der Einheit zwischen allen Menschen aus, denn der Mensch nimmt die Einheit als absolut unnötig wahr. Aber genau diesen “Abfall“ muss der Mensch über sein eigenes “Ich“ und diese Welt erheben, also das Geben über das Nehmen stellen.

Auch das“Brot“ symbolisiert eine besondere Kraft, welche das “Licht von Chassadim“ genannt wird. “Wein“ stellt eine andere Kraft, das “Licht von Chochma“, dar. Diese beiden Kräfte beeinflussen das Ego des Menschen auf verschiedene Weise hin zur Korrektur.

Minim, vier Pflanzenarten

Während eines festlichen Rituals werden vier Pflanzenarten, Weide, Myrthe, Palmblatt und Zitrusfrucht, in die Hände genommen. Dies bedeutet, dass der Mensch nur durch die Überwindung von vier Zuständen zur Verbindung mit anderen Menschen gelangen kann. “In die Hände nehmen“ drückt aus, dass der Mensch den Prozess des Übergangs zum korrigierten Zustand, mit Hilfe der Kabbala, selber kontrollieren und steuern kann.

Die Pflanzenarten symbolisieren die vier Zustände auf dem Weg vom “unkorrigierten Menschen“ zum “korrigierten Menschen“. Sie sagen auch etwas über die Einstellung des Menschen gegenüber den Werten der Verbindung aus.

Arava (Weide) – hat keinen Geschmack und keinen Geruch. Das meint, die Bedeutung der Verbindung wird vom Verstand nicht wahrgenommen und nicht gespürt.

Adas (Myrthe) – hat keinen Geschmack, aber einen Geruch. Der Verstand stimmt der Verbindung zu, aber es gibt kein Gefühl dazu.

Lulav (Palmenzweig) – hat einen Geschmack, aber keinen Geruch. In diesem Zustand gibt es ein Gefühl bezüglich der Verbindung, aber der Verstand akzeptiert es nicht.

Etrog (Zitrusfrucht) – hat einen Geschmack und einen Geruch. Der Verstand und das Gefühl stimmen der Verbindung zu.

Wenn der Mensch willig ist und sich sogar darüber freut, dass er im Schatten der Hütte sitzen bleiben muss, um in seinem Innern das Verlangen zu Geben zu erschaffen, dann kommt das Licht des Sukkot Festes zu ihm.

Aus Texten von RAV Michael Laitman

Jom Kippur aus kabbalistischer Sicht

Der Feiertag Jom Kippur, Versöhnungstag oder “Tag des Gerichts“, findet zehn Tage nach Rosh HaShana, dem “Anfang des Jahres“ statt. Aus kabbalistischer Sicht ist Jom Kippur der Tag, an dem ein Mensch seine Taten des vergangenen Jahres bewerten soll. Dabei entdeckt er, dass, als ihm die Gelegenheit gegeben wurde, er zu wenig Anstrengungen unternommen hat, um sich der Höheren Kraft anzunähern. Dafür bittet er nun um Vergebung.

RABASH beschreibt in vielen Artikeln, dass der Mensch entsprechend seinem inneren Zustand, ohne jegliche Verbindung mit dem kalendarischen Feiertag, zum “Tag des Gerichtes“ kommen kann. Alle Menschen durchlaufen in ihrer persönlichen spirituellen Entwicklung verschiedene Prozesse. Aufstiege in diesen Prozessen, werden auch als Rosh HaShana oder Jom Kippur bezeichnet. Jom Kippur ist ein sehr hoher Zustand. Es bedarf der Einwirkung eines gewaltigen, Höheren Lichtes auf den Menschen, damit diese Stufe in ihm enthüllt wird.

Die Erzählung von Jona

In der Erzählung von Jona wird einer dieser Prozesse beschrieben. Jona wird vom Schöpfer, der Höheren Kraft, beauftragt, in die heidnische Stadt Ninive zu gehen, um deren Bewohner zum Geben zu erwecken. Jona entscheidet sich aber, vor dieser Aufgabe und damit vor dem Schöpfer davonzulaufen. Er flüchtet auf ein Schiff, um zu entkommen. Der Schöpfer ruft daraufhin einen Sturm hervor. Die Seeleute suchen den Grund für diesen Sturm, diese Strafe, und erkennen, dass Jona daran schuld ist. Sie werfen ihn ins Meer und er wird von einem Wal verschluckt. Das ist seine Rettung. Der Wal bringt ihn nach drei Tagen, in denen er Zeit hat, sich selbst und seine Absichten zu überprüfen, an die Küste vor der Stadt Ninive. Der geläuterte Jona nimmt seinen Aufgabe nun wahr und geht in die Stadt Ninive. Überzeugt durch seine Reden und Erklärungen lassen die Menschen von Ninive von ihren egoistischen Absichten ab und erreichen dadurch die Nächstenliebe. 

Der Schöpfer schickt Jona, “den Punkt im Herzen“, der das Geben und die Wurzel der allgemeinen Seele symbolisiert, in diese Welt. Die Seeleute in der Erzählung, d.h. die Umgebung des Menschen, sind Beauftragte des Schöpfers.
Mit Jona ist also die Seele gemeint, die in den Körper des Menschen in diese Welt absteigt. Der Mensch in dieser Welt gleicht dem Schiff auf dem tosenden Meer. Die Seele kommt in den Körper, um ihre Korrektur, im Zusammenhang mit anderen Seelen, zu erreichen. Nur aufgrund des egoistischen Verlangens der Geschöpfe kann die Seele korrigiert werden. Dabei nutzt die Seele ihren Egoismus und die Trennung von anderen Menschen und entwickelt aus “dem Punkt im Herzen“, der sie mit der Höheren Welt verbindet, die Anhaftung an die Höhere Kraft, den Schöpfer und damit die Eigenschaft des Gebens und der Liebe.

In der Erzählung soll Jona seine egoistischen Verlangen erwecken, um sie zu korrigieren. Er muss sich mit allen Seelen in der Stadt Ninive verbinden und sie zur Korrektur anregen. Dadurch können sie das “Böse“ in das “Gute“, in die Liebe zum Nächsten, umwandeln. Andernfalls würden sie in der Eigenliebe und im Hass verbleiben, was sie in den Tod führen würde.

Kabbalistische Umsetzung

In dieser Welt muss der Mensch dazu die Hilfe des Höheren Lichts anziehen. In jenem Maße, in dem er um das korrigierende Licht bittet, erhebt die Höhere Kraft diesen Teil des Verlangen zu empfangen, in eine Handlung des Gebens. Der “Punkt im Herzen“ verursacht, durch sein Verlangen zu geben eine Gegenreaktion. Es entstehen immer größere egoistische Verlangen in diesem Menschen. Darum muss er jene Verlangen, die noch nicht für das Geben geeignet sind, zurückstellen. Er muss eine Beschränkung durchführen. Dieser Prozess geschieht entsprechend der Stufen der spirituellen Welt, 125 Mal, bis das vollkommene Geben erreicht ist. So korrigiert der Mensch schlussendlich alle Verlangen, für sich zu empfangen, zu Verlangen, anderen zu geben. Dadurch tritt er in die Welt der Höheren Kraft ein, in die Empfindung der Welt mit der Eigenschaft des Gebens, die als ewige und vollkommene Existenz empfunden wird.

Die Erzählung von Jona verdeutlicht, dass die Höhere Kraft den Menschen in dieser Welt zwingen wird, entweder den guten Weg oder den Weg der Leiden, welcher sich wie der Tod anfühlen wird, zu wählen. An Jom Kippur wird gefeiert, weil der Mensch die Möglichkeit der Wahl bekommt, wie beschrieben steht „so erwähle nun das Leben“(1). Dabei ist das Wichtigste, die Höher Kraft um Hilfe zu bitten, denn nichts in der Welt geschieht ohne die Kraft des Höheren Lichts.

Aus Unterrichten von RAV Michael Laitman

(1) Deuteronomium, 30,19: Ich nehme heute Himmel und Erde gegen euch zu Zeugen: Ich habe euch Leben und Tod, Segen und Fluch vorgelegt; so erwähle nun das Leben, damit du lebst, du und dein Same.

Tu B’Aw (15. Aw)

Tu B’Aw ist ein kleiner jüdischer Feiertag, der immer in der Nacht zwischen dem 14. und 15. Tag des Monats Aw beginnt. Tu B’Aw ist ein fröhliches Fest, er wird auch ein Fest der Liebe genannt. In der Nacht zu Tu B’Aw wird gefeiert, getanzt und gesungen.

Worüber freuen wir uns und wen lieben wir?

Der 15. Aw ist laut der Überlieferung ein gutes Omen. Er ermutigt zur Annäherung zwischen den Menschen. Dieser Tag ist ein guter Tag, um zu heiraten, einen Heiratsantrag zu machen, oder zumindest einen Blumenstrauß oder eine Tafel Schokolade zu verschenken. Es wird oft eine gewisse Analogie zum Valentinstag dargestellt.

Aber nein, er ist keine Analogie. Vielmehr ist dieser Tag ein großer Fortschritt, der einen direkten Einfluss auf jeden einzelnen von uns hat. Dieser Feiertag hat seine Wurzeln in den Ursprüngen des jüdischen Volkes.

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Wir müssen wissen – müssen wir wissen?

1 Wir müssen wissen, dass alles, was wir nutzen und täglich konsumieren, obwohl wir es nicht wirklich brauchen, als überflüssig und nicht notwendig erachtet wird

2 Wir müssen wissen, dass wir dadurch sicherlich jemand anderem etwas wegnehmen und ihm Schaden zufügen (in Leiden leben lassen) Weiterlesen

Die Liebe wird alle Sünden bedecken und alles Leid wegradieren

Durch die Lehre der Kabbala, in der die echte Erlangung der Nächstenliebe das gemeinsame Ziel ist, bilden sich auf der ganzen Welt kleine altruistische Gemeinschaften, die lichtvolle Energien auf ihre Umgebungen ausströmen. Deren Gedanken und Handlungen werden im Laufe der Zeit wie eine Impfung gegen den Egoismus wirken – d.h. gegen die Absicht, alles Gegebene nur zum eigenen Vorteil zu nutzen.

Wie Einstein sagte: Es ist sinnlos, ein Problem auf der selben Stufe lösen zu wollen, wo es entstanden ist. Wir sollten unseren Verstand nicht dazu nutzen, Symptome zu „behandeln“, sondern, wie Baal HaSulam sagte:

“Unsere ganze Arbeit besteht darin, die Liebe in uns zu enthüllen, jeden einzelnen Tag.”–Baal HaSulam, Pri HaCham (Frucht des Weisen), Briefe

 

 

Etwas mehr Liebe.. A Little More Love

by Tony Kosinec and Friends


Ich lebe in einem Buch und träume dass ich frei bin.
Ich sehe den Freund an und sehe plötzlich den Grund.
Weil ein Genie der Herzen einen Schlüssel enthüllte:
ein bisschen weniger von mir, und etwas mehr Liebe …
hhmm… etwas mehr Liebe.

Blättere um und schau noch einmal hinter den Worten
und zum Buch und durch das Buch hindurch in die Seele …
Hundert Millionen Leben vom Ziel entfernt …
Hartgewicht aus Stein eingraviert in Runen.
Um vom Himmel zu tauchen, springe einfach kopflos,
… fange den Funken ein, bevor er erlischt,
bedecke das Ego, mache es kleiner …
hhmm… mache es kleiner…

bremse ab und kehre zurück zu dir,
du fühlst es und ich fühle dich,
und die endlose Welt jenseits des Wunderns,
wo mein ich aufhört und das du beginnt…
trotz gebrochener Herzen und verstreuter Teile, immerwährender Bedürfnisse,
trotz endloser Schrecken, trotz Hass, der uns ständig begegnet,
es ist nur so in mir …
hhmm… es ist nur so in mir …

bremse ab und kehre zurück zu dir, du fühlst es und ich fühle dich,
und die endlose Welt jenseits dieses Lebens, wo ich hinzufüge und du gibst.
Ich lebte in einem Buch und träumte dass ich frei bin.
Ich sah den Freund an und sah plötzlich den Grund.
Weil ein Genie der Herzen einen Schlüssel enthüllte:
ein bisschen weniger von mir, und etwas mehr Liebe …
hhmm… etwas mehr Liebe …

Die Intelligenz

Es braucht keine außergewöhnliche Beobachtungsgabe, um zu sehen, dass es eine Intelligenz gibt, die das Leben anregt, Planeten in Rotation hält, den Pflanzen vorgibt zu wachsen, zu blühen und im Winter in die Winterruhe zu gehen. Die die Jahreszeiten am Laufen hält oder eine Eichel zu einer Eiche heranwachsen lässt.

Wenn du hinaus in die Natur gehst, kannst du diese Intelligenz klar erkennen. Nimm ein Blatt in die Hand und untersuche es: Du erkennst, wieviel Liebe zum Detail seine Form beinhaltet. Es ist eine tiefgreifende Intelligenz und das Schöne daran ist, dass sie auch in dir wirkt.

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