Die Bedeutung von Empfängnis und Geburt

Artikel von Yehuda Ashlag (Baal HaSulam)

1 Die Regeln

Im Allgemeinen und Besonderen

Die Überprüfung des in der Schöpfung Kundigen wird im ersten Konzept als Nachahmung der Arbeit des Schöpfers definiert. Die Arbeit des Schöpfers wird als “Vorsehung” oder “Natur der Schöpfung” bezeichnet.

Die Geschöpfe kann man nicht als „Körper“ bezeichnen, sondern eher als Materie aus Fleisch und Blut in einfacher (unbelebter) Form, völlig amorph. Das hängt damit zusammen, dass alles, was unter den Begriff Form fällt, als eine spirituelle Kraft betrachtet wird und nicht als ein Körper. Weiterlesen

Sohar: WaJechi, Und Jakob lebte im Land Ägypten (Teil 1)

WaJechi
Und Jakob lebte im Land Ägypten

1) „Und Jakob lebte im Land Ägypten.“ Jakobs Herz sah in einer Prophezeiung über Ägypten, dass seine Söhne in all den Exilen sein würden, die bisher waren, und bis zum Ende und der Zeit des Kommens des Messias.
2) Und Jakob gelangte zur Prophezeiung von „Und Jakob lebte“ nur in Ägypten. Dies ist eine wichtige Prophezeiung, die keiner anderen Prophezeiung gleicht. Sie kam zu keinem der Söhne der Propheten, sondern nur zu ihm und zu Moses. Und über Moses steht geschrieben „Denn der Mensch wird Mich nicht sehen und leben“, und über Jakob steht geschrieben „Und Jakob lebte“, was eine Prophezeiung bedeutet, die vom leuchtenden Spiegel, Tiferet, absteigt. Weiterlesen

Hine Ma Tov

“Wie gut und wie freudvoll ist es für Brüder, in Einheit zu verweilen” („Hinei ma tov u’ma naim, Shevet achim gam yachad“)

Über die wahre Freundschaft – verglichen mit einem Platz der Verächter.

„Im Buch Sohar steht ‚Wie gut und wie freudvoll ist es für Brüder, in Einheit zu verweilen!’ Freunde sind jene, welche zusammensitzen und nicht voneinander getrennt sind. Zunächst sehen sie aus wie ein Haufen Streitsüchtiger, die sich gegenseitig umbringen möchten, aber später kehren sie zur Liebe und Brüderlichkeit zurück. Was sagt der Schöpfer über sie? ‚Wie gut und wie freudvoll ist es für Brüder, in Einheit zu verweilen!’ Das Wort Gam (hebräisch: auch) zeigt auf, dass jene auch Göttlichkeit in sich einschließen. Der Schöpfer hört ihren Worten zu, fühlt Zufriedenheit und Er erfüllt sie mit Freude.” -Sohar, Acharei Mot, Punkt 64-5 Weiterlesen

Shamati 173. Warum man „LeChaim!“ sagt

Ich hörte während eines Shabbat-Mahls, am 7. Mai 1949

Über das LeChaim!-Sagen[1] während des Weintrinkens erklärte er [Baal HaSulam], dass dies sich auf den Ausspruch der Weisen bezieht, die sagten: „Wein und Leben entsprechend der Weisen und deren Schüler!“ Im Nachhinein fällt es einem schwer zu verstehen, warum gerade „entsprechend der Weisen usw.“ und nicht für die Ungelehrten. Weiterlesen

Vorwort aus dem Buch “Wie ein Bündel Schilf”

Von Dr. Michael Laitman,

(Was mich dazu bewog, dieses Buch zu schreiben)

Ich wurde im August 1946 in der Stadt Vitebsk in Weißrussland geboren. Es war der 2. Sommer nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges und das Leben gestaltete sich träge; langsam bewegte es sich zurück zu der freundlichen Monotonie der Normalität. Als erstgeborenes Kind eines Zahnarztes und einer Gynäkologin hatte ich eine sehr angenehme Kindheit. Ich wuchs in einer vorstädtischen Nachbarschaft auf, und wir hatten keinerlei materielle Sorgen wie die meisten meiner Kindheitsfreunde. Weiterlesen

Studieren mit Rabash

Die Einzigartigkeit der Schriften des Rabash

In seiner Abhandlung “Die Lehre der Kabbala und deren Wesen” erklärte Baal HaSulam Folgendes: “Die Weisheit der Wahrheit muss wie die weltlichen Lehren von Generation zu Generation weitergegeben werden. Jede Generation fügt etwas zu der vorangegangenen hinzu, und so entwickelt sich die Weisheit und wird für die Allgemeinheit geeignet.”

Rabash spielt in der Geschichte der Kabbala eine bemerkenswerte Rolle. Er gab uns die aktuellen notwendigen Erläuterungen, welche die Weisheit der Kabbala mit unserer menschlichen Erfahrung verbindet. Ohne seine Abhandlungen wären nur wenige Menschen dieser Generation in der Lage, die Spiritualität, die der ganzen Menschheit offenbart werden sollte, zu erreichen.

Seine Schriften zeigen ein tiefes Verständnis für die menschliche Natur. Wenn sich ein Mensch mit den Schriften Rabashs beschäftigt, bemerkt er bald, dass diese Texte, obwohl sie ihm auf den ersten Blick ganz normal erscheinen, tatsächlich genau den emotionalen Weg beschreiben, der in den Tiefen des menschlichen Herzens liegt.

Rabash begleitet uns mit erstaunlicher Sensibilität auf der spirituellen Reise, bei den Prüfungen und Verwirrungen, die wir Schüler auf unseren Weg erleben. Seine Worte ermöglichen dem Leser, sich mit seiner Natur auseinanderzusetzen und Gefühle von Angst und Wut schneller in Befreiung, Freude und Selbstvertrauen umzuwandeln. Ohne seine Essays, besonders über die der Arbeit innerhalb der Gruppe, würden wir nie erfahren, wie wir von Kabbala-Enthusiasten zu erwachsenen Kabbalisten werden könnten.

Wie geht man an die Schriften von Rabash heran?

Wer sich spirituell entwickelt und sich mit der inneren Bedeutung dieser Schriften verbindet, entdeckt eine ganze Welt in sich. Er erkennt, dass der Text einem System gleicht, das auf ihn wirkt. Es ist nicht nur ein Text, sondern ein Programm für jemanden, der anfängt, mit seinem Verlangen zu arbeiten und es ins höhere System einbaut.

Der Kabbalist vermittelt durch seine Schriften nicht nur Anweisungen für die spirituelle Entwicklung, sondern überträgt auch die innere Kraft des höheren Systems auf den Studierenden. Das Lesen der kabbalistischen Schriften bringt die Menschen zur Spiritualität.

Die Schriften des Rabash sind nicht nur zum Lesen gedacht, sondern eher wie ein Leitfaden zu benutzen. Um sie in ihrer Tiefe zu erfassen, ist es sehr wichtig, mit ihnen praktisch zu arbeiten und sie in die Praxis umzusetzen, indem man alle beschriebenen Zustände in der Verbindung mit der Gruppe aus- und erlebt.

Während wir die Kabbala-Schriften lesen, sollen wir wünschen, dass sie uns an das altruistische Höhere System angleichen. Die Lektüre wirkt auf uns; langsam nähern wir uns an, wie spielende Kinder – und die Spiele werden dazu führen, dass wir wachsen und uns entwickeln. Bei der Arbeit mit den Texten von Rabash versuchen wir, uns mit ihm zu verbinden, um dadurch den Einfluss des Erneuernden Lichts zu erhalten.

“Er hat mir immer geraten, die Artikel zusammenzufassen und mit den Texten zu arbeiten. Ich tue das bis heute und bin immer über die Einsichten erstaunt, die sie offenbaren. Ich empfehle dasselbe all meinen Schülern: Arbeite mit den Texten, fasse sie zusammen, übersetze sie, bringe sie in die Gruppe ein, dann wirst du die Kraft in den Schriften von Rabash entdecken.” Dr. M. Laitman

Ibur – Der Embryo

Auszug aus Artikel 38 von Rabash. Was bedeutet “Ein Kelch des Segens muss voll sein” in der Arbeit (1990)

Vor Yenika gibt es Ibur, was bedeutet, dass der Obere ihn korrigiert. Dies kann der Fall sein, wenn ein Mensch sich wie ein Embryo im Mutterleib verhält, sich annulliert und keine eigene Sicht hat, aber wie unsere Weisen sagten: „Ein Embryo ist der Oberschenkel seiner Mutter, der isst, was seine Mutter isst.” Und er hat keine Berechtigung, Fragen zu stellen. Er verdient nicht einmal einen Namen. Er wird als “stumm” bezeichnet, wenn er keinen Mund hat, um Fragen zu stellen. Dies ist der Fall, wenn ein Mensch mit geschlossenen Augen über den Verstand gehen, an die Weisen glauben und den ganzen Weg gehen kann. Dies wird Ibur genannt, wenn er keinen Mund hat.

Brief 57, 1935

Für den berühmten und frommen Schüler – möge seine Kerze brennen:

Deinen Brief habe ich erhalten, und anstatt sich Sorgen darum zu machen, was es gibt, wäre es besser, sich um das Fehlende zu sorgen. Und das ist die Regel, alles was vom Schöpfer abhängt – gesegnet sei sein Name – befindet sich in großer Fülle. Und das Kli des Empfangens kann nur von den Niedrigen gefüllt werden, denn es ist ihre Arbeit in Heiligkeit und Reinheit, die Er vertritt und auf die Er wartet. Genau darum bemühen wir uns – noch mehr zu arbeiten. Und derjenige, der dazu beiträgt und sich unnötige Sorgen macht, vermindert alles nur. Und das ist nicht nur unnötig, sondern auch schädlich.
Im Moment habe ich nichts gegen die Frage des Freundes, die du stellst: „Und jeder Nackte macht mit Verstand…“ Und auf alle anderen Fragen, auf die du meine Antworten willst, antworte ich dir mit einer Antwort. Es gibt keinen fröhlicheren Zustand im Leben eines Menschen, außer wenn er findet, dass er von seinen eigenen Kräften enttäuscht wird. Gemeint ist, dass er bestrebt war und alles getan hat, was in seiner Kraft liegt und es kein Heilmittel gibt. Weil er dann dem vollständigen Gebet um Seine – gesegnet sei Er – Hilfe würdig ist. Denn nun weiß er mit Sicherheit, dass seine eigenständige Arbeit ihm keinen Nutzen bringen wird. Und solange er seinerseits irgendeine Kraft für die Arbeit fühlt, ist sein Gebet nicht aufrichtig. Weil ihm der böse Trieb zuvorkommt und sagt, dass er verpflichtet ist, alles zu tun, was in seiner Kraft liegt und dann wird er dem Schöpfer –  gesegnet sei Er – würdig sein. Und darüber steht geschrieben: “Mächtig ist der Schöpfer und nur der Erniedrigte wird Ihn sehen…” Denn, wenn der Mensch sich auf verschiedene Art und Weise bemüht hat und enttäuscht wird, erst dann kommt er zu einer wahren Erniedrigung und weiß, dass er der niedrigste unter den Menschen ist, denn er hat nichts, was ihm helfen kann. Erst dann ist sein Gebet wahrhaft, und er bekommt von Ihm eine Antwort.

Und darüber steht geschrieben: “Und die Söhne Israels seufzten von schwerer Arbeit zum Schöpfer…”, weil sie von “der Arbeit” völlig enttäuscht waren. Wie einer, der mit einem Eimer mit Löchern schöpft und seinen Durst nicht löschen kann. So auch die Söhne Israels: alles was sie gebaut haben, wurde von der Erde verschlungen. Und derjenige, der Seine Liebe –  gesegnet sei Er – nicht gewonnen hat, wird sehen, wie alle seine gestrigen Anstrengungen, seine Seele zu reinigen, morgen wie weggeweht sind. Und jeden Tag und jeden Augenblick muss man neu anfangen, als ob man in seinem Leben bis jetzt noch nichts getan hat. Und deswegen steht geschrieben: “Und die Söhne Israels seufzten zum Schöpfer von schwerer Arbeit…” Weil sie deutlich gesehen haben, dass von ihrer eigenen Arbeit nichts anwachsen wird. So war ihr Gebet wahrhaftig und wurde erhört, denn nur auf so ein Gebet wartet der Schöpfer.

Daraus folgt, dass alles, klein oder groß, nur mit der Kraft des Gebets erreicht wird. Und all unser Bestreben und unsere Arbeit, die wir verpflichtet sind zu leisten, dienen dazu, um die Wenigkeit unserer Kräfte und unsere Niedrigkeit zu entdecken –  dass wir mit unseren eigenen Kräften nichts leisten können. Und dann erst sind wir in der Lage und würdig, ein wahrhaftes Gebet an Ihn zu richten.

Man könnte über den Gedanken streiten, dass ich zu nichts würdig bin, und wozu dienen dann all meine Arbeit und Bemühungen?“ Jedoch laut dem Gesetz der Natur: “Es gibt keinen Weiseren als den Erfahrenen” und bevor man nicht versucht hat, alles zu tun, was in seiner Kraft ist, kann er nicht zum wahren Maß seiner Erniedrigung gelangen, wie es oben steht.

Deswegen müssen wir unsere Bestrebungen nach Heiligkeit und Reinheit richten, wie geschrieben steht: “Alles was in deiner Kraft ist, mache es…” Und verstehe das gut, dann das ist tief und wahr.

Ich habe dir diese Wahrheit nicht offenbart, damit du schwach wirst und an der Gnade zweifelst. Und obwohl du nichts erkennst und selbst, wenn du deine Arbeit getan hast, ist es an der Zeit für das Gebet. Und bis dahin glaube an die Worte der Weisen: “Ich habe nicht gearbeitet und gefunden, glaube es nicht”. Und wenn sich die Waagschale des Bestrebens ausgleicht, wird dein Gebet wahrhaftig und der Schöpfer wird großzügig geben, wie unsere Weisen sagten: “Ich habe gearbeitet und gefunden, dann glaube es.” Denn davor ist keiner eines Gebetes würdig und der Schöpfer hört das Gebet.

Yehuda HaLevi

Brief Nr. 47, 1927

An meinen Teuersten … für immer und ewig

Heute habe ich Ihre Worte erhalten und eines fällt mir auf: Ihre große Angst, dass ich mich von Ihnen auch nur um Haaresbreite fortbewege.

Den Menschen wohnt es inne und erlaubt ihnen… wahre Fülle zur anderen Seite zu ziehen. Und wo die Fülle der Angst Sie rühren soll, dass Sie in Ihr Herz schauen, für immer und ewig – damit sich Ihr Herz auch nicht um Haaresbreite von mir wegbewegt – richten Sie Ihre Angst an mich, damit mein Herz sich nicht weit von Ihnen entfernen möge. Somit arbeiten Sie daran, zu korrigieren, was festliegt, was nie zerbrochen war, während das Zerbrochene noch zerbrochen und ohne Beachtung bleibt. Ich weiß, dass Ihnen auch diese Worte unklar erscheinen und Sie nicht verstehen werden, woher sie kommen, und zu Zeiten der Freude mögen Sie mehr denken, Gott behüte.

Ich fühle mit Ihnen, mein Lieber, einen Tropfen Wahrheit in Ihren Mund zu träufeln, was keines der 613 Organe des menschlichen Körpers eigentlich tun muss. Wie oft haben Sie das von mir gehört? Und dennoch, jedes Mal, wenn ich Ihnen die Wahrheit offeriere, bekämpfen Sie mich sehr erbittert.

So ist in der Tat die Natur der Spiritualität: jemand, der am Schöpfer anhaftet, fühlt sich als entfernt. Er macht sich Sorgen und ist sich dessen unsicher und tut alles, was in seiner Macht liegt, mit Dwekut (Anhaftung) belohnt zu werden. Ein Weiser fühlt das Gegenteil zu einem, der nicht dem Schöpfer anhaftet, der sich freut und zufrieden ist und sich nicht richtig sorgt, außer die Mizwot (Gebote) der Sorge und der Sehnsucht einzuhalten, denn „ein Tor“ fühlt nicht. Und so, wie man jemanden, der von Geburt an blind ist, das Sehen nicht erklären kann, außer man macht ihn wieder sehend, so ist es auch in dieser Angelegenheit.

Ich schrieb Ihnen bereits, dass Sie Unrecht haben, anzunehmen, dass ich mich von Ihnen entfernt hätte. Sie sollten verstehen, dass Sie sich von mir entfernt haben. Glauben Sie mir, meine Augen und mein Herz sind immer bei Ihnen, ohne je ein Gefühl der Distanz von Ort oder Zeit. Wäre es nicht für den Zuhörer erforderlich zu wissen, würden Sie es miterleben.

Körperliche Entfernung jedoch kann im Gegenteil viel schneller bei Ihnen wirken. Und um ehrlich zu sein, hatte ich das erhofft, und ich hoffe, Sie werden noch mehr verstehen.

Es stimmt auch, dass ich Sie wohlwollend beurteile und die Luft von Jerusalem annehme, während ich noch vor/bei Ihnen bin und besonders während der Verhüllung von Ihnen. Darum habe ich Verhaltensweisen für Sie eingerichtet, mit denen Sie durchhalten können und nicht vom Weg abweichen.

Und die außerordentlichste von allen ist die Anhaftung an die Freunde. Ich verspreche Ihnen heilig, dass diese Liebe wirkt. Und ich werde Sie an jede gute Sache, die Sie brauchen, erinnern. Und wenn Sie sich dennoch dafür bereitmachen, dann werden Sie immer gestärkter auf den Stufen der Heiligkeit voranschreiten, wie ich Ihnen vorher versprochen habe.

Wie kann ich es Ihnen verzeihen: Die Leiter, die vor Ihnen auf den Boden gestellt wurde, ist leer, keiner erklettert sie und anstelle von „heute“ sagen Sie „morgen“. Erzählen Sie mir, was Sie von meiner Vergebung haben? Lassen Sie es mich wissen und ich werde Ihnen antworten.

Ich bin nicht der Aussteller von Regeln oder verfasse Gesetze, und dies sollten Sie auch wissen. Ich muss mich davor fürchten, abzufallen, sonst würde ich mich nicht extra anstrengen, denn das ist wirklich schwierig für mich. Aber ich bin derjenige, der jeglichen Zeitverlust bedauert, viel mehr als wenn Sie zurückfallen, Gott behüte. Dies sah ich voraus und wollte es im Voraus reparieren.

Lassen Sie mich Sie daher an die Gültigkeit der Liebe zu den Freunden trotz allem heute erinnern, denn genau darauf basiert unser Existenzrecht, und danach wird unser baldiger Erfolg bemessen.

Darum wenden Sie sich von allen unwirklichen Verpflichtungen ab und seien Sie mit dem Herzen bei den Gedanken und dabei, richtige Taktiken zu entwickeln, um Ihre Herzen wahrhaftig zu verbinden, damit die Worte “Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ in Ihnen wahr werden, denn etwas Gesagtes reicht nicht bis hinter das Wörtliche. Und Sie werden sich in wahrer Liebe verbinden und dann werden Sie sehen, dass „der Gaumen schmecken wird“, und kein Mensch wird sich zwischen Sie und mich stellen.

Und was Ihre Nachlässigkeit betrifft, zum Gebet zu kommen, so kenne und fühle ich Ihr Schicksal und Ihre Sorge. Hätte ich nicht gesehen, wie sich das Maß des Verlustes aufgrund der Richtigkeit nicht vermindert, hätte ich kein Wort gesagt.

Shamati 19. Was bedeutet „der Schöpfer hasst die Körper“ in der spirituellen Arbeit?

Ich hörte im Jahr 1943, in Jerusalem

Der heilige Sohar besagt, dass der Schöpfer die Körper hasst. Er [Baal HaSulam] erklärt, dass der Wille zu empfangen gemeint ist, welcher Guf (Körper) genannt wird. Der Schöpfer erschuf Seine Welt zu Seiner Ehre, so wie es geschrieben steht: „Denn jeden, der nach Meinem Namen benannt ist, habe ich zu Meiner Ehre erschaffen, geformt und gemacht.“

Daher steht dieses im Widerspruch zur Behauptung des Körpers, dass alles für ihn und nur zu seinem Nutzen sei. Doch der Schöpfer sagt im Gegenteil, dass alles zu Seinem Nutzen sein soll, und deshalb überlieferten unsere Weisen die Aussage des Schöpfers, dass „Ich und er […] nicht in der gleichen Behausung verweilen [können].“ Weiterlesen

Shamati 191. Die Zeit des Abstiegs

Ich hörte am 14. Juni 1938

Es ist schwer, den Zustand während eines Abstiegs zu beschreiben, wenn dem Menschen all sein Dienst und alle seine Anstrengungen, die er vom Beginn des Dienstes bis zum Abstieg ständig investiert hat, verlorengehen. Jenem, der noch nie den Geschmack am Dienst für den Schöpfer empfunden hat, scheint es, als wäre diese Sache ihm fremd. Das heißt, dies geschieht also jenen, die sich auf Hohen Stufen befinden, nicht aber den einfachen Leuten, die keinerlei Zugehörigkeit zum Dienst des Schöpfers empfinden, sondern nur dem körperlichen Verlangen zu empfangen nachlaufen, das dem Fluss der Welt innewohnt, der die ganze Welt mit diesem Verlangen überschwemmt. Weiterlesen

Shamati 192. Die Lose

Ich hörte im Jahr 1949 in Tel-Aviv

Die Lose bedeuten, dass zwei [Sachen] gleichwertig sind und man nicht mit dem Verstand klären kann, welche der beiden wichtiger ist. Daher benötigt man das Los. Im Sohar, Abschnitt Emor, wird gefragt: „Wie können ein Ziegenbock für den Schöpfer und ein Ziegenbock für Asasel gleichwertig sein?“

Und die Sache ist die, dass der Ziegenbock für den Schöpfer der Aspekt der „Rechten“ ist, und der Ziegenbock für Asasel ist der Aspekt der „Linken“, wo es GaR de Chochma gibt. Weiterlesen