Sukkot aus kabbalistischer Sicht

Nach jüdischer Tradition wird Sukkot sieben Tage lang gefeiert. Diese Feiertage sollen an die Wanderung des Volkes Israel durch die Wüste nach ihrem Auszug aus Ägypten erinnern, aber auch daran, die Ernte zu würdigen. Bekannte Rituale, die dabei ausgeführt werden, sind der Bau der Laubhütte oder das Sprechen des Segens über die vier (Pflanzen) Arten: eine Zitrusfrucht, ein Palmzweig, drei Myrthenzweige und zwei Weidenzweige.

Viele dieser Rituale haben ihren Ursprung in der Tora und beinhalten deshalb eine kabbalistische Bedeutung.

Sukka, eine provisorische Laubhütte

Am ersten Tag des Festes wird unter großer, gemeinsamer Anstrengung, eine Sukka mit einem Shach, einem Dach aus Pflanzenabfällen, gebaut. Die Sukka, symbolisiert die gemeinsame Seele des Menschen, Adam HaRishon, den Ort der Einheit und der Verbindung. Diese gemeinsame Tätigkeit soll Vertrauen geben, dass die Menschheit von der verbindenden Kraft der Natur gehalten wird. Ein Shach zu errichten bedeutet, der Idee der Einheit “wie ein Mensch mit einem Herzen” zu sein, zuzustimmen. Es soll alle Menschen, über sämtliche Unterschiede hinweg, verbinden.

Die Sukka ist nur eine vorübergehende, provisorische Behausung. Verbinden sich die Menschen unter dem Shach, werden sie vom Höheren Licht beeinflusst. Die Menschen sitzen gemeinsam im Schatten der Sukka und denken an ihre Verbindung und die Einheit. Jeder muss sich bemühen, der perfekten und alles verbindenden, in der Natur existierenden Form des Lichtes, zu gleichen. Der Schatten, d.h. die egoistischen, trennenden Verlangen eines jeden, werden respektiert. Gleichzeitig muss dem Menschen bewusst sein, dass sich alle Menschen über ihre Egos hinweg verbinden müssen. Mit dem Shach aus Pflanzenresten – symbolisch für das altruistische Konzept, welches für den Egoismus ohne Wert ist – werden die Egos bedeckt. Das heißt, sie werden mit dem Vorhaben andere zu lieben, korrigiert. Der Egoismus befindet sich unter dem Shach, darüber ist die Einheit, die Verbindung. Das Shach stellt aber auch den gemeinsamen Wunsch zu lieben, zu geben, und die Verbindung zwischen allen Menschen zu erreichen, dar.

Es ist kein Zufall, dass das „Laubdach“ mit Pflanzenabfällen der Brot- und Weinherstellung bedeckt wird. Der Begriff “Abfall“ drückt die anfängliche Abneigung gegenüber der Einheit zwischen allen Menschen aus, denn der Mensch nimmt die Einheit als absolut unnötig wahr. Aber genau diesen “Abfall“ muss der Mensch über sein eigenes “Ich“ und diese Welt erheben, also das Geben über das Nehmen stellen.

Auch das“Brot“ symbolisiert eine besondere Kraft, welche das “Licht von Chassadim“ genannt wird. “Wein“ stellt eine andere Kraft, das “Licht von Chochma“, dar. Diese beiden Kräfte beeinflussen das Ego des Menschen auf verschiedene Weise hin zur Korrektur.

Minim, vier Pflanzenarten

Während eines festlichen Rituals werden vier Pflanzenarten, Weide, Myrthe, Palmblatt und Zitrusfrucht, in die Hände genommen. Dies bedeutet, dass der Mensch nur durch die Überwindung von vier Zuständen zur Verbindung mit anderen Menschen gelangen kann. “In die Hände nehmen“ drückt aus, dass der Mensch den Prozess des Übergangs zum korrigierten Zustand, mit Hilfe der Kabbala, selber kontrollieren und steuern kann.

Die Pflanzenarten symbolisieren die vier Zustände auf dem Weg vom “unkorrigierten Menschen“ zum “korrigierten Menschen“. Sie sagen auch etwas über die Einstellung des Menschen gegenüber den Werten der Verbindung aus.

Arava (Weide) – hat keinen Geschmack und keinen Geruch. Das meint, die Bedeutung der Verbindung wird vom Verstand nicht wahrgenommen und nicht gespürt.

Adas (Myrthe) – hat keinen Geschmack, aber einen Geruch. Der Verstand stimmt der Verbindung zu, aber es gibt kein Gefühl dazu.

Lulav (Palmenzweig) – hat einen Geschmack, aber keinen Geruch. In diesem Zustand gibt es ein Gefühl bezüglich der Verbindung, aber der Verstand akzeptiert es nicht.

Etrog (Zitrusfrucht) – hat einen Geschmack und einen Geruch. Der Verstand und das Gefühl stimmen der Verbindung zu.

Wenn der Mensch willig ist und sich sogar darüber freut, dass er im Schatten der Hütte sitzen bleiben muss, um in seinem Innern das Verlangen zu Geben zu erschaffen, dann kommt das Licht des Sukkot Festes zu ihm.

Aus Texten von RAV Michael Laitman

Jom Kippur aus kabbalistischer Sicht

Der Feiertag Jom Kippur, Versöhnungstag oder “Tag des Gerichts“, findet zehn Tage nach Rosh HaShana, dem “Anfang des Jahres“ statt. Aus kabbalistischer Sicht ist Jom Kippur der Tag, an dem ein Mensch seine Taten des vergangenen Jahres bewerten soll. Dabei entdeckt er, dass, als ihm die Gelegenheit gegeben wurde, er zu wenig Anstrengungen unternommen hat, um sich der Höheren Kraft anzunähern. Dafür bittet er nun um Vergebung.

RABASH beschreibt in vielen Artikeln, dass der Mensch entsprechend seinem inneren Zustand, ohne jegliche Verbindung mit dem kalendarischen Feiertag, zum “Tag des Gerichtes“ kommen kann. Alle Menschen durchlaufen in ihrer persönlichen spirituellen Entwicklung verschiedene Prozesse. Aufstiege in diesen Prozessen, werden auch als Rosh HaShana oder Jom Kippur bezeichnet. Jom Kippur ist ein sehr hoher Zustand. Es bedarf der Einwirkung eines gewaltigen, Höheren Lichtes auf den Menschen, damit diese Stufe in ihm enthüllt wird.

Die Erzählung von Jona

In der Erzählung von Jona wird einer dieser Prozesse beschrieben. Jona wird vom Schöpfer, der Höheren Kraft, beauftragt, in die heidnische Stadt Ninive zu gehen, um deren Bewohner zum Geben zu erwecken. Jona entscheidet sich aber, vor dieser Aufgabe und damit vor dem Schöpfer davonzulaufen. Er flüchtet auf ein Schiff, um zu entkommen. Der Schöpfer ruft daraufhin einen Sturm hervor. Die Seeleute suchen den Grund für diesen Sturm, diese Strafe, und erkennen, dass Jona daran schuld ist. Sie werfen ihn ins Meer und er wird von einem Wal verschluckt. Das ist seine Rettung. Der Wal bringt ihn nach drei Tagen, in denen er Zeit hat, sich selbst und seine Absichten zu überprüfen, an die Küste vor der Stadt Ninive. Der geläuterte Jona nimmt seinen Aufgabe nun wahr und geht in die Stadt Ninive. Überzeugt durch seine Reden und Erklärungen lassen die Menschen von Ninive von ihren egoistischen Absichten ab und erreichen dadurch die Nächstenliebe. 

Der Schöpfer schickt Jona, “den Punkt im Herzen“, der das Geben und die Wurzel der allgemeinen Seele symbolisiert, in diese Welt. Die Seeleute in der Erzählung, d.h. die Umgebung des Menschen, sind Beauftragte des Schöpfers.
Mit Jona ist also die Seele gemeint, die in den Körper des Menschen in diese Welt absteigt. Der Mensch in dieser Welt gleicht dem Schiff auf dem tosenden Meer. Die Seele kommt in den Körper, um ihre Korrektur, im Zusammenhang mit anderen Seelen, zu erreichen. Nur aufgrund des egoistischen Verlangens der Geschöpfe kann die Seele korrigiert werden. Dabei nutzt die Seele ihren Egoismus und die Trennung von anderen Menschen und entwickelt aus “dem Punkt im Herzen“, der sie mit der Höheren Welt verbindet, die Anhaftung an die Höhere Kraft, den Schöpfer und damit die Eigenschaft des Gebens und der Liebe.

In der Erzählung soll Jona seine egoistischen Verlangen erwecken, um sie zu korrigieren. Er muss sich mit allen Seelen in der Stadt Ninive verbinden und sie zur Korrektur anregen. Dadurch können sie das “Böse“ in das “Gute“, in die Liebe zum Nächsten, umwandeln. Andernfalls würden sie in der Eigenliebe und im Hass verbleiben, was sie in den Tod führen würde.

Kabbalistische Umsetzung

In dieser Welt muss der Mensch dazu die Hilfe des Höheren Lichts anziehen. In jenem Maße, in dem er um das korrigierende Licht bittet, erhebt die Höhere Kraft diesen Teil des Verlangen zu empfangen, in eine Handlung des Gebens. Der “Punkt im Herzen“ verursacht, durch sein Verlangen zu geben eine Gegenreaktion. Es entstehen immer größere egoistische Verlangen in diesem Menschen. Darum muss er jene Verlangen, die noch nicht für das Geben geeignet sind, zurückstellen. Er muss eine Beschränkung durchführen. Dieser Prozess geschieht entsprechend der Stufen der spirituellen Welt, 125 Mal, bis das vollkommene Geben erreicht ist. So korrigiert der Mensch schlussendlich alle Verlangen, für sich zu empfangen, zu Verlangen, anderen zu geben. Dadurch tritt er in die Welt der Höheren Kraft ein, in die Empfindung der Welt mit der Eigenschaft des Gebens, die als ewige und vollkommene Existenz empfunden wird.

Die Erzählung von Jona verdeutlicht, dass die Höhere Kraft den Menschen in dieser Welt zwingen wird, entweder den guten Weg oder den Weg der Leiden, welcher sich wie der Tod anfühlen wird, zu wählen. An Jom Kippur wird gefeiert, weil der Mensch die Möglichkeit der Wahl bekommt, wie beschrieben steht „so erwähle nun das Leben“(1). Dabei ist das Wichtigste, die Höher Kraft um Hilfe zu bitten, denn nichts in der Welt geschieht ohne die Kraft des Höheren Lichts.

Aus Unterrichten von RAV Michael Laitman

(1) Deuteronomium, 30,19: Ich nehme heute Himmel und Erde gegen euch zu Zeugen: Ich habe euch Leben und Tod, Segen und Fluch vorgelegt; so erwähle nun das Leben, damit du lebst, du und dein Same.

Hohe Feiertage

Die Hohen Feiertage Rosh HaShana und Jom Kippur, sowie die anschließenden Feiertage Sukkot und Simchat Tora finden nach jüdischem Kalender im Monat Tischrei, meist im September, statt. Was haben diese Feiertage mit der spiritueller Entwicklung eines Menschen zu tun?

„Wir müssen verstehen, dass die jüdischen Feiertage nicht die Tradition einer bestimmten Nation oder eines Volkes sind. Vielmehr sind sie Symbole einzigartiger spiritueller Zustände, in denen wir gegenseitige Hingabe, Liebe auf einer höheren Ebene und eine größere Tiefe der Verbindung des Herzens und des Verstandes erreichen.“

RAV Michael Laitman

Alle traditionellen jüdischen Feiertage, die während eines Jahreszyklus stattfinden, symbolisieren Prozesse, die der Mensch in seinem Leben durchwandern muss. Im Laufe von tausenden von Jahren, in denen sich der Egoismus der Menschheit mit Hilfe der Reshimot (Erinnerungen, Aufzeichnungen) entwickelte, offenbart sich heute das Ego in seinem ganzen Ausmaß. Diese Entwicklung dauert so lange, bis der Mensch (seine Seele) im Menschen erwacht.

Davor, vor 5782 Jahren, gab es einen ersten Menschen, genannt Adam haRishon (der erste Mensch), der bereit war, mit seiner spirituellen Entwicklung zu beginnen. Bis zum heutigen Tage haben immer mehr Menschen das Verlangen, den sogenannten “Punkt im Herzen“, ihre Seele, zu entdecken.

Die Hohen Feiertage (Jamim Noraim), Rosh HaShana (Anfang des Jahres) und Jom Kippur (Versöhnungstag oder “Tag des Gerichts“), sowie die 10 Tage, die dazwischen liegen, symbolisieren den Prozess, währenddem der Schöpfer dem Menschen den Unterschied zwischen ihm und Sich zeigt. Er selbst ist voll von Gutem – liebend und gebend – während der Menschen das “Böse“ darstellt, was sich z.B. durch Hass und Ausbeutung in dieser Welt zeigt.

Rosh HaShana, Jom Kippur und die nachfolgenden Feiertage Sukkot (Laubhüttenfest) und Simchat Tora (Empfang der Tora) können aus kabbalistischer Sicht als vier Abschnitte der Korrektur der menschlicher Seele betrachtet werden:

 

Rosh HaShana ist der Anfang der Korrektur. Rosh (Kopf) bedeutet der Beginn bzw. der Anfang. Shana (Jahr) bedeutet Veränderung. Rosh HaShana deutet auf die Einladung, welche dem Menschen von der Höheren Kraft gegeben wird, um einen neuen Weg, in die Wirklichkeit des ewigen, vollkommenen Lebens anzufangen.

 

Jom Kippur, Tag des Gerichts, ist die nächste Etappe. Das Wort Kippurim bedeutet “wie Purim“, (hebrä. ke Purim). Purim symbolisiert das Ende der Korrektur des egoistischen Willens (Gmar haTikkun) der ganzen Menschheit. Dies ist der sehr hoher Zustand, wenn sich alle Menschen zur Ebene der Höheren Kraft der Liebe erheben und dadurch so werden wie Sie. Aber bevor ein Mensch dazu gelangt, muss er den Zustand ke Purim durchlaufen, in welchem er entdeckt, was ihm fehlt um zu Purim zu gelangen und bittet die Höhere Kraft um Hilfe für die Korrektur.

 

An Sukkot , dem Laubhüttenfest, findet die Endkorrektur statt. Das ist chibuk smol, die Umarmung von der linken Seite und chibuk jamin, die Umarmung von der rechten Seite. Also die Anziehung zwischen der höheren Kraft, dem Schöpfer und dem Geschöpf, hin zur Verbindung. Die sieben Tage von Sukkot symbolisieren sieben Stufen, in denen der Mensch allmählich seine inneren Eigenschaften korrigiert. Jeden “Tag“ oder mit jeder Stufe nähert sich der Mensch einen Schritt in Richtung Verbindung mit anderen Menschen. Schlussendlich verbindet er sich so mit der Höheren Kraft, der Liebe.

 

Am letzten Tag der 7 Tage des Sukkots erreicht der Prozess mit dem Tora-Freudenfest, Simchat Tora (Empfang der Tora), seinen Höhepunkt. Nachdem der Mensch die Korrektur abgeschlossen hat, wird er mit unendlicher Freude und Genuss durch das Licht erfüllt. Simchat Tora symbolisiert die vollständige Einheit von Schöpfer, der Höheren Kraft und Geschöpf, dem Menschen.

Was feiern wir am Feiertag Shawuot?

Was feiern wir am Feiertag Shawuot aus kabbalistischer Sicht?

An Shawuot feiern wir die Gabe der Tora – einen Tag, an dem allen, die als „Israel“ („Yashar El“ – „direkt zum Schöpfer“) bezeichnet werden, die Tora gegeben wurde. Sie ist eine Methode, ein Mittel, sich durch die freie Wahl zu entwickeln und von unserer Stufe auf eine Höhere überzugehen.

Erst ab dem Moment der Gabe der Tora verfügt der Mensch über die freie Wahl; die Wahl, diese Methode, an sich selbst, zu realisieren. Zuvor haben wir keinen freien Willen. Jetzt können wir selbst unsere Haltung dem Ziel der Schöpfung und dem Weg gegenüber, den wir gehen, zum Ausdruck bringen. Der Schöpfer hat uns die Möglichkeit gegeben, in Ihm zu sein. Wir nehmen bewusst an diesem Prozess  teil. Meine Freie Wahl bedeutet, dass ich mich selbst, meine Unabhängigkeit durchsetzte – in dem Maße, in dem ich mich mit dem Schöpfer identifiziere, mich Ihm angleiche. Je nach dem Maß der Veränderung gehen wir in diesen neuen Zustand über, bis sich all unsere irdischen, d.h. egoistische Eigenschaften in spirituelle, altruistische umwandeln und wir unser Leben auf der spirituellen Stufe fortsetzen. Sie korrigiert unsere Natur, lässt uns selbst in einer ewigen, vollkommenen Form erfahren, die voller Harmonie und ohne Einschränkungen der materiellen Welt ist.

Das Empfangen dieser Methode ist das Wichtigste in unserem Leben – ein wahrer Grund zu feiern!

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Purim – Die Geburt einer neuen Welt

Am 26. Februar (14. ADAR) wird in diesem Jahr Purim gefeiert – ein lichtvolles Fest!

Purim bezeichnet die Geburt einer korrigierten Welt. Und während wir dieses Fest feiern, ziehen wir aus jenem zukünftigen korrigierten Zustand, in den wir uns einordnen wollen, die Kraft an, die uns korrigiert und verbindet.

Die Purim-Feiertage sind fröhlich und wohltuend. Es sind jene Tage, an welchen in unserer Welt die guten Kräfte der Vereinigung wirken. Sie helfen uns, sowohl mit unserer Verbindung als auch mit unseren Problemen zurechtzukommen.
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Jeder neue Zustand wird nur unter der Bedingung geboren, dass sich der vorherige vollständig erschöpft. Gleich wie bei einem Getreidekorn, welches in die Erde gepflanzt wird. Dadurch wird ein neuer Lebensabschnitt aus dem vorherigen geboren.
Nur aus dem Zustand der Dunkelheit erlangen wir das größte Licht. Es ist ein Zustand, der Purim genannt wird und sich auf das Ende der Korrektur bezieht. Leid und Dunkelheit zwingen uns, die Kraft von Seir Anpin (Zum Glossar) anzufordern, um unsere Vereinigung zu erreichen. So kommen wir mit Malchut, der gemeinsamen Seele, in Harmonie und erreichen den Aufstieg zu unserer nächsten Stufe.
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Sobald wir untereinander das Netz der Beziehungen in minimaler Qualität aufbauen, werden wir darin den Schöpfer sofort fühlen. Deshalb lohnt es sich, dass wir uns an diesen Tagen miteinander treffen. Versucht das alles zu tun! Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie überaus notwendig das für uns ist!

Sobald die allgemeine Kraft beginnt, sich zwischen uns zu offenbaren, werden wir das mächtigste Werkzeug für die Korrektur der Welt empfangen.

Michael Laitman

Hier kannst du noch mehr über Purim aus  kabbalistischer Sicht erfahren: www.laitman.de/purim-ist-das-fest-der-endkorrektur/

Brief 53, Rabash: Bedeutung von Chanukka

19. Dezember 1960, Chanukka, Bnei Brack

Meinem Freund…

Ich sehne mich sehr danach zu hören, wie es Dir und vor allem Deiner Familie geht. Ich habe lang nichts von Dir gehört und wir vertrauen auf den Schöpfer, bald gute Nachrichten zu hören. Ich werde meinen Brief mit Worten der Tora abschließen.

Unsere Weisen sagten: „Was ist Chanukka? Unsere Weisen lehrten,“ usw. Wir sehen, dass Chanukka aus den Buchstaben Hanu (geparkt/pausiert) Koh (hier/bis jetzt) besteht, was bedeutet, dass am 25. Kislew (dritter hebräischer Monat) eine Pause eingelegt wurde, denn das Pausieren geschieht genau in der Mitte der Arbeit. Die Pause in der Mitte dient dazu, Kraft zu sammeln, um die Arbeit fortsetzen zu können.

Wir müssen verstehen, was sie noch zu tun hatten, nachdem sie den ersten Krieg beendet haben, und was sie noch tun mussten, bis sie sagen konnten, dass sie den Krieg beendet haben. Wir sehen, dass die Griechen während des Zweiten Tempels Israel das Verbot auferlegten, sich mit Tora und Mizwot (Geboten) zu beschäftigen. Daraus folgt, dass das ganze Wunder darin bestand, dass sie sich nach dem Krieg mit Tora und Mizwot beschäftigen konnten. Weiterlesen

Shawuot

Der Feier Shawuot ist einem besonderen Ereignis, der Gabe der Tora an das Volk Israel gewidmet. Dieses Ereignis fand 49 Tage nach dem Auszug des Volkes Israel aus Ägypten, (Pessach) satt.

In vielen jüdischen, aber auch nicht jüdischen Quellen kann man Erzählungen darüber finden. Sie sind farbenfroh und detailliert beschrieben und wurden sogar verfilmt. Wenn Moses auf den Berg Sinai steigt, um dort die Tora zu empfangen, ist das der Höhepunkt dieser Geschichte. Bedauerlicherweise wird die Vorgeschichte gewöhnlich nur kurz angedeutet, ohne ihr die gebührende Aufmerksamkeit zu schenken. Dabei passierte genau da das wahre Wunder! 

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Lag baOmer

Fast alle jüdischen Feiertage haben eine kabbalistische Bedeutung. Lag baOmer nimmt hier einen besonderen Platz ein.

Dieser Feiertag ist Shimon Bar Yohai (RASHBI), dem Autor des wichtigsten kabbalistischen Buches, dem Sohar, gewidmet. An diesem Tag soll eine Epidemie, die 24.000 Schüler des großen Lehrers Rabbi Akiva das Leben nahm, ihr Ende gefunden haben. Shimon bar Yohai war einer der wenigen Studenten, die diese Epidemie überlebten.

An diesem Feiertag machen die Menschen meist ein Lagerfeuer, amüsieren sich und vollziehen das Halake-Ritual. Das ist der erste Haarschnitt von Jungen, die das dritte Lebensjahr erreicht haben. Die Tradition lässt sich auf ARI (Itzhak Luria Ashkenazi), einem großen Kabbalisten des 16.Jahrhunderts, zurückführen. Weiterlesen

PESSACH

Aus allen Völkern sind wohl die Juden für ihre vielen Bräuche und Gebote bekannt. Für Nichtjuden sind diese oft unverständlich und muten seltsam an. Doch woher kommen diese Bräuche?

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Purim

Über Juden kann man sagen was man will, aber eine Sache kann man ihnen nicht nehmen. Ihre Errungenschaften in der Wissenschaft, Kunst, Medizin und natürlich in der Finanzwelt sind sehr bekannt, doch gelobt werden sie dafür von niemanden. Dies geschieht nicht nur in unserer Zeit. Es passierte schon einmal, wenn nicht sogar schon immer.

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Tu BiShwat

Tu BiSchwat ist eine Hymne der Entwicklung, der Fähigkeit zu reifen und Früchte zu bringen. Ist es ein Feiertag der Bäume? Nein, es ist ein Fest der Menschen, die eine fruchtbare Umgebung für sich gefunden haben.

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Was ist ein Wunder?

Von Michael Laitman

Chanukka ist eine gute Zeit, um über Wunder zu sprechen. Ein Wunder ist per Definition etwas, das nach den Naturgesetzen nicht geschehen kann. Wenn ich zum Beispiel am Ende der acht Tage von Chanukka nur zwei Kilo oder weniger zugenommen habe, kann das sicherlich als Wunder bezeichnet werden..

Eine Sache der Wahrnehmung

Aber Scherz beiseite! Was bedeutet es, „den Naturgesetzen zu trotzen“? Wenn etwas den Naturgesetzen widerspricht, widerspricht es dann nur den uns bekannten Gesetzen der Natur oder den Gesetzen der Natur als Gesamtes? Und wenn letztes zutrifft, welches Gesetz bewirkte dann dieses Wunder? Wenn Sie jemandem aus dem 18. Jahrhundert mit einem einfachen Lichtschalter konfrontierten, der eine Glühbirne zum Leuchten bringt, die einen ganzen Raum erhellt, würde das damals sicher als Wunder gegolten haben. Aber wir alle wissen, dass es kein Wunder ist. Weiterlesen

Chanukka

Fast alle jüdischen Feiertage werden mit Ereignissen der Geschichte in Verbindung gebracht. Das Pessach-Fest z.B. wurde zu Ehren des Auszuges des jüdischen Volkes aus Ägypten eingerichtet. Vorbereitende Maßnahmen für die Massenvernichtung der Juden im 6. Jahrhundert v. Chr. in Persien stehen mit dem Purim-Fest in Verbindung. An diesem Tag feiert das jüdische Volk seine wundersame Rettung. Dort reiht sich auch der Feiertag Chanukka ein, als Ergebnis des Kampfes des jüdischen Volkes gegen die gewaltsame Hellenisierung im 2. Jahrhundert v. Chr.
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Sukkot

Die äußeren Attribute des Feiertags Sukkot sind recht komplex und zeitaufwendig. Man muss einen speziellen Aufbau konstruieren – die Sukka (Laubhütte). Man muss zunächst die sogenannten vier Minim vorbereiten – vier Pflanzenarten: Lulav (Palmenzweig), Adasim (Myrtenzweig), Aravot (Weidenzweig) und Etrog (Zitrusfrucht). Der Feiertag wird unter anderem von besonderen Gebeten und Rituellen begleitet. Alles dient dazu, die Ernte zu feiern bzw. uns an die Wanderungen der Juden nach ihrem Auszug aus Ägypten zu erinnern. Es gibt unzählige Interpretationen! Vielleicht wissen wir aber noch nicht alles…

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Was bedeutet Jom Kippur? Das große Geheimnis der Juden (das uns unbekannt ist)

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Das Geheimnis eines Guten Jahres

Jedes Jahr um dieselbe Zeit wünschen sich die Juden ein „Schönes, neues Jahr“. Diese Hohen Feiertage symbolisieren gleichermaßen eine Zeit der Freude wie auch eine Zeit der Selbstreflexion. Heuer scheint es deutlich mehr Gründe zu solch einer Selbstreflexion zu geben als in den vergangenen Jahren.

Das letzte Jahr war für alle Juden, egal wo sie leben, besonders schwierig. Das Wiederaufleben des Antisemitismus betrachten viele mit großer Sorge. Im Lichte der Hohen Feiertage wollen wir unsere Situation beleuchten und nach Chancen suchen, die diese Herausforderung mit sich bringt.

Selbstbeobachtung

Der Krieg in Gaza forderte seinen Tribut nicht nur von den Israelis und den Palästinensern. Vielerorts legte er einen tiefen Spalt offen, der innerhalb der jüdischen Gemeinden weltweit besteht. Differenzen, die wir einst friedlich und ruhig durch Diskussionen lösten, wurden mittlerweile so angespannt und unüberwindbar, dass die Leiter der Gemeinden oftmals gar kein Gespräch mehr suchen. Sie fürchten, die negative Stimmung innerhalb der Gemeinschaft damit nur noch zu erhöhen.

Doch dieser Tiefpunkt in unserer kollektiven Existenz ist eigentlich eine Chance und die Hohen Feiertage eignen sich sehr gut für einen Blick nach innen. Es ist die richtige Zeit, über uns zu reflektieren und unsere Handlung angesichts der negativen Einstellung der Welt uns gegenüber zu erforschen.

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Jom Kippur

Jom Kippur – „Versöhnungstag“ oder „Tag des Gerichts“ – folgt zehn Tage auf das jüdische Neujahrsfest, Rosh Hashana. Am Tag zuvor wird das Ritual „kaparot“ (Erlösung) durchgeführt. Dieser Feiertag gilt als einer der wichtigsten Feiertage in der jüdischen Tradition.

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Rosh Hashana

Was ist der Zusammenhang zwischen der Erschaffung der Welt, „gefiltem (gefülltem) Fisch“, Granatäpfeln und der Menschheit? Es stellt sich heraus, dass der bekannte jüdische Feiertag Rosh HaShana all das in der einen oder anderen Form beinhaltet.

Es gibt viele fachkundige Deutungen zu diesem Thema. Auf Wunsch kann jeder sie leicht kennenlernen, besonders heute, im Zeitalter des Internets. Gleichzeitig gibt es eine nicht weniger fachkundige, aber immer noch wenig bekannte Erklärung. Die Einzigartigkeit dieses Ansatzes besteht darin, dass jüdische Feiertage direkt mit dem Konzept der „Vereinigung“ verbunden sind. Weiterlesen

Der neunte Aw

Die neunte Aw (Tischa beAv) ist der nationale Trauertag des jüdischen Volkes. Aw ist der fünfte Monat des jüdischen Kalenders und fällt im gregorianischen Kalender in die Zeit von Juli und August. An diesem Tag geschahen die tragischsten Ereignisse in der Geschichte des jüdischen Volkes. Hier sind einige von ihnen: Zerstörung des ersten und zweiten Tempels. Der erste Kreuzzug, der zum Massaker an Juden in deutschen Städten führte. Beschuldigung europäischer Juden, für  Pestepidemien verantwortlich zu sein. Vertreibung von Juden aus England und Spanien. Die Umsiedlung der Juden von Rom ins Ghetto. Von Bogdan Chmelnitsky organisierte Massaker. Der Beginn der Pogrome in Russland. Einige Quellen behaupten, dass Hitler in diesen Tagen seine Entscheidung über die endgültige Lösung der Judenfrage getroffen hat. Deportation von Juden aus dem Warschauer Ghetto. Inbetriebnahme des Todeslagers in Treblinka.

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Warum sind wir glücklich an Simchat Tora?

Die Hohen Feiertage stellen den Transformationsprozess von Empfängern zu Gebern dar. Am Ende von Simchat Tora feiern wir den Erfolg unserer Veränderung.

Warum feiern wir Simchat Tora (Freude an der Tora)? Was ist die wahre Bedeutung der Freude an der Tora?

Das Buch Sohar (Teruma) schreibt, dass die „Tora Licht ist und derjenige, der sich mit Tora beschäftigt, mit dem Licht belohnt wird.“ Das „Licht“, von dem der Sohar spricht, ist ein aus der Welt geborgter Ausdruck, der eine schöpferische Kraft bezeichnet, die alles Existierende erschafft. Ähnlich dem Sohar schreibt der ARI im Baum des Lebens: „Wisse, dass, bevor die Emanationen ausgestrahlt wurden und die Geschöpfe erschaffen wurden, das Höhere einfache Licht die gesamte Wirklichkeit erfüllte. Dieses Licht schuf, formte und machte alle Welten.“ Weiterlesen