27. Oktober 2021, Gute-Nacht-Text

Ohne Ähnlichkeit können wir nichts empfangen, und es ist erforderlich, immer in diesem Zustand der Ähnlichkeit zu verweilen. Wenn er also die Barmherzigkeit auf sich selbst erweckt, stellt sich heraus, dass es um sich selbst willen ist. Und je mehr er betet, zeigt sich nicht nur die Vorbereitung von Kelim (Gefäßen) des Gebens, sondern umgekehrt erscheinen Funken des Empfangens in ihm. Es stellt sich heraus, dass er den umgekehrten Weg geht, das heißt, obwohl er die gebenden Kelim (Gefäße des Gebens) vorbereiten sollte, hat er stattdessen das Kli (Gefäß) des Empfangens vorbereitet. Und wenn es heißt „verschmelze mit Seinen Eigenschaften“, bedeutet das auch „wie Er barmherzig ist, so sei auch du barmherzig“. Wenn er also für die Gemeinschaft betet, gilt es, dass er die Eigenschaft des Gebens hat. In dem Maße, wie er betet, entsteht in ihm das Kli (Gefäß) des Gebens, und darin kann das Licht des Gebens offenbart werden. 

Rabash, Artikel 217 „Lauf mein Geliebter“

26. Oktober 2021, Gute-Nacht-Text

Es gibt das Gebet an den Schöpfer, durch welches Er dem Menschen hilft, indem Er ihn die Liebe seines Freundes spüren lässt, und dadurch wächst dem Menschen sein Freund ans Herz.

RABASH, Brief Nr. 40

25. Oktober 2021, Gute-Nacht-Text

Ein Gebet macht keinen Sinn, wenn der Mensch für sich selbst bittet und sich dadurch von der Allgemeinheit ausschließt. Nicht einmal dann, wenn er damit der Höheren Kraft Freude geben möchte. Es macht nur Sinn, wenn er für die ganze Gesellschaft bittet.[…]

Wer sich aus der Gesellschaft zurückzieht, und nur für seine eigene Seele, sein eigenes Wohl bittet, fügt damit seine Seele nichts hinzu. Im Gegenteil, er zerstört sie.

BAAL HASULAM, Es ist nicht die Zeit, um das Vieh zu versammeln

24. Oktober 2021, Gute-Nacht-Text

Aus den Worten “in der Vielzahl der Menschen liegt die Herrlichkeit des Königs“ folgt, dass je größer die Anzahl der Menschen in einer Gemeinschaft ist, desto wirksamer ist ihre Kraft. Mit andern Worten, eine Gemeinschaft erzeugt eine stärkere Atmosphäre der Größe und Wichtigkeit der Höheren Kraft.

In so einem Moment empfindet jeder Menschen mit seinem Körper, dass er alles, was er für die Heiligkeit tun möchte, um Ihr zu geben, als großes Glück wahrnimmt. Denn er wurde ausgewählt, unter jenen Menschen zu sein, welche damit belohnt wurden, dem König zu dienen. In diesem Augenblick erfüllt ihn jede Kleinigkeit mit Genuss und Vergnügen, da er nun etwas hat, mit dem er dem König dienen kann.

RABASH, 1986/17, Die Agenda der Versammlung – 2

23. Oktober 2021, Gute-Nacht-Text

Wenn Freunde sich versammeln, muss jeder von ihnen denken, dass er gekommen ist, um seine Selbstliebe zu annullieren. Das bedeutet, dass er jetzt nicht seine Wünsche zu empfangen befriedigen möchte, sondern dass sein einziges Verlangen ist, so viel wie möglich an die Nächstenliebe zu denken. Nur so kann er das Bedürfnis aufbauen, die neue Eigenschaft zu erlangen, welche das “Verlangen zu geben“ genannt wird.

Von der Liebe zu den Freunden kann der Mensch zur Liebe zum Schöpfer gelangen, was bedeutet, dem Schöpfer Zufriedenheit geben zu wollen. Nur so erlangt der Mensch das Bedürfnis und die Einsicht, dass das Geben wichtig und notwendig ist. Diese Einsicht wird durch die Liebe zu den Freunden hervorgerufen.

RABASH, 1984/6, Liebe zu Freunden – 2

22. Oktober 2021, Gute-Nacht-Text

Es steht geschrieben: „Und das Volk lagerte, wie ein Mann mit einem Herzen…“ Das bedeutet, dass alle Menschen das gleiche  Ziel hatten, nämlich der Höheren Kraft zu dienen. Wie kann man verstehen, dass sie wie “ein Mann mit einem Herzen” sein konnten, wenn man weiß, dass die Weisen sagten, „so wie sich die Gesichter der Menschen unterscheiden, so unterscheiden sich auch ihre Ansichten“? Die Antwort lautet: Wenn jeder Menschen nur für sich selbst sorgt, ist es unmöglich, wie “ein Mann“ zu sein, denn sie sind einander nicht ähnlich. Wenn jedoch alle ihr Selbst annullieren und sich nur um das Wohl der Höheren Kraft sorgen, haben sie keine individuellen Ansichten mehr, da sie sich als Individuen alle annulliert haben und so der einzigen Kraft angehaftet sind.

RABASH, Brief 42

21. Oktober 2021, Gute-Nacht-Text

Durch die Reibung der Herzen, selbst wenn es die Herzen von Helden wären, bringt jeder aus den Wänden seines Herzens Wärme hervor, und diese Wärme lässt Funken der Liebe entstehen, bis sich aus ihnen eine Einkleidung der Liebe bildet. Sie beide werden von einer Hülle bedeckt sein, das heißt, eine einzige Liebe wird sie beide umgeben und einhüllen, denn es ist bekannt, dass Dvekut [Anhaftung] zwei Objekte zu einem verschmelzen lässt.

Und sobald jemand beginnt, die Liebe seines Freundes wahrzunehmen, erwachen sofort Freude und Vergnügen in ihm. Denn vom Freund geliebt zu werden, das ist neu für ihn. Bisher verstand er es, immer allein für seine Gesundheit und sein Wohlergehen zu sorgen. Aber in dem Augenblick, wenn er entdeckt, dass der Freund sich um ihn sorgt, weckt das in ihm eine unbeschreibliche Freude, und er kann sich nicht mehr nur um sich selbst kümmern, denn ein Mensch kann sich nur dort anstrengen, wo er genießen kann. Und da er Genuss empfindet, während er sich um seinen Freund sorgt, kann er nicht länger nur an sich selbst denken.

 

RABASH, Brief Nr. 40

20. Oktober 2021, Gute-Nacht-Text

Ihr solltet wissen, dass Liebe durch Taten erkauft wird. Jedes Geschenk, dass ihr euren Freunden gebt, ist wie ein Pfeil oder eine Kugel, die ein Loch in das Herz eures Freundes macht. Und obwohl das Herz eures Freundes wie Stein ist, bildet doch jede Kugel ein kleines Loch. Und aus vielen Löchern entsteht ein leerer Raum, den die Liebe des Gebers der Geschenke ausfüllen kann.

Durch die Wärme dieser Liebe werden die Funken der Liebe eures Freundes angezogen, und sie verweben sich zusammen zu einem Gewand der Liebe, das euch beide umhüllt. Das bedeutet, dass eine vereinte Liebe euch umgibt. Weil das Gewand, das euch beide bedeckt, ein einziges Gewand ist, werdet ihr zu einem Ganzen, ihr beide seid dadurch aufgehoben. 

RABASH, Ausgewählte Notizen, Artikel 759 „Der Mensch als Ganzes“

 

 

19. Oktober 2021, Gute-Nacht-Text

Die Liebe zum Freund, welche auf der Basis der Nächstenliebe aufgebaut ist und durch welche der Mensch die Liebe zum Schöpfer erreichen kann, ist das Gegenteil von dem, was in der materiellen Welt mit Liebe gemeint ist. Nächstenliebe bedeutet nicht, dass man von seinen Freunden geliebt werden muss, sondern umgekehrt, man selbst muss die Freunde lieben.

Deshalb spielt es für diesen Menschen keinen Rolle, wenn ein Freund ihn beleidigt, und ihn somit hasst. Denn er selbst, der sich wünscht, die Liebe zum Freund auf Basis der Nächstenliebe zu erreichen, braucht, um den Freund zu lieben, eine Korrektur.

Wenn sich also jemand die Mühe macht und die Freunde wohlwollend beurteilt, wird dies Segula (Heilmittel) oder “Erweckung von oben“ genannt. Durch die Anstrengung, die dieser Mensch macht, bekommt er Kräfte von oben, und wird fähig, ausnahmslos alle Freunde zu lieben.

RABASH, 1988/30, Was man in der Versammlung der Freunde suchen sollten

18. Oktober 2021, Gute-Nacht-Text

„Seht, wie gut und angenehm es ist, wenn Brüder auch zusammensitzen.“ Dies meint, dass die Freunde verbunden und nicht voneinander getrennt sind. Anfangs sind sie wie Menschen im Krieg, die sich gegenseitig umbringen wollen. Doch dann kehren sie zur Liebe zu den Freunden zurück.

Über sie sagt der Schöpfer: „Seht, wie gut und angenehm es ist, wenn Brüder auch zusammensitzen“.  Das Wort “auch“ schließt die Shechina (göttliche Allgegenwart) mit ein. Das bedeutet, dass der Schöpfer ihre Worte hört, zufrieden ist und sich über sie freut.

Sohar für Alle, Acharei Mot (nach dem Tod), „Seht, wie gut und angenehm“

17. Oktober 2021, Gute-Nacht-Text

Das Wichtigste ist die wahre Verbindung, in Liebe und mit Wertschätzung, zwischen den Freunden. Dies führt zu Erlösung und zur Versüßungen aller Urteile. Wenn die Freunde sich in Liebe und Freundschaft versammeln, werden dadurch alle Urteile aufgehoben und durch Gnade versüßt. Durch diese Verbindung wird sich vollständige Barmherzigkeit und Chassadim (Güte) der Welt offenbaren.

Maor VaShemesh, Devarim

16. Oktober 2021, Gute-Nacht-Text

Durch die Verbundenheit mit seiner Umgebung und den Neid, welcher in einem Mensch entsteht, wenn er sieht, dass seine Freunden mehr Qualitäten haben, als er selbst, wird er dazu motiviert, ihre guten Eigenschaften zu erwerben.

So erwirbt er, weil er neidisch ist, wenn er sieht, dass sie einen höheres Niveau als er selbst haben, durch die Umgebung neue Eigenschaften. Aus diesem Grund, kann er nun größer sein, als wenn er diese Umgebung nicht hätte, da er durch sie neue Eigenschaften und Kräfte erwirbt.

RABASH, 1986/21, Betreffend über dem Verstand

15. Oktober 2021, Gute-Nacht-Text

Es ist unmöglich, den Einfluss von der Gruppe der Freunde zu empfangen, wenn der Mensch nicht mit der Gruppe verbunden ist, d.h. wenn er sie nicht schätzt. In dem Maße, in dem er sie schätzt, kann er ihren Einfluss ohne jegliche Anstrengung seinerseits erhalten. Einfach nur, indem er sich an die Gruppe bindet.

RABASH, 1987/17, Über die Schwierigkeit, einem Götzenanbeter die Tora zu lehren

14. Oktober 2021, Gute-Nacht-Text

Jeder sollte versuchen, der Gruppe einen lebendigen Geist voller Hoffnung und Energie zu geben. Dann wird ein jeder in der Lage sein, zu sich selbst zu sagen: „Jetzt fange ich komplett neu an mit meiner Arbeit.“ Denn, bevor er in die Gruppe von Gleichgesinnten kam, war er frustriert über seine Fortschritte in der spirituellen Arbeit. Jetzt haben ihm seine Kameraden den Geist des Lebens und der Hoffnung gegeben, so dass er durch die Gruppe nun Zuversicht und die Kraft zur Überwindung bekommen hat. Denn er fühlt jetzt, dass man Vollkommenheit erreichen kann.

Alle Gedanken darüber, dass er vor einem hohen Berg steht, der nicht bezwungen werden kann, und dass gewaltige Hindernisse ihn aufhalten, haben sich in Nichts aufgelöst, so fühlt er es. Das alles hat er der Gruppe zu verdanken, weil sich jeder angestrengt hat, die Gruppe zu unterstützen und ihr neue Kraft zu geben.

 

RABASH, 1988/30, „Was wir in der Versammlung der Freunde suchen sollten.“

13. Oktober 2021, Gute-Nacht-Text

Du solltest immer Wache halten, bei Tag und bei Nacht, also in der Zeit, die du als „Tag“ ansiehst, und in der Zeit, die du als „Nacht“ ansiehst, denn wir sagen zum Schöpfer: „Dir gehört der Tag und Dir gehört die Nacht“. Das bedeutet, auch die Dunkelheit der Nacht kommt vom Schöpfer dem Menschen zum Wohle, wie es geschrieben steht: „Es fließt die Rede Tag für Tag, Nacht für Nacht tut sich die Botschaft kund“ (Psalm 19:3). 

Daraus folgt, dass es dir obliegt, die Herzen deiner Mitmenschen zu erwecken, bis die Flamme von selbst auflodert, wie unsere Weisen darüber sagten: „Wenn du die Leuchten anzündest“. Und dadurch werdet ihr belohnt, die Liebe des Schöpfers in uns zu wecken. 

 

RABASH, Brief 24

 

12. Oktober 2021, Gute-Nacht-Text

Ohne die Annullierung der Eigenliebe ist es nicht möglich Dwekut (Anhaftung), die qualitative Übereinstimmung der Form, mit der Höheren Kraft zu erreichen.

Da Annullierung entgegen der menschlichen Natur ist, bedarf der Mensch einer Gemeinschaft von Gleichgesinnten. Zusammen bilden sie eine starke Kraft für die gemeinsame Arbeit, den “Willen zu empfangen“, das sogenannte “Böse“, zu annullieren. Denn, gerade dieser Wille ist es, der den Menschen daran hindert, das Ziel zu erreichen, für welches er erschaffen wurde.

Aus diesem Grund muss die Gesellschaft aus Menschen bestehen, die sich einig sind, dass sie das Ziel erreichen müssen. Zusammen werden sie, da jeder in die anderen integriert ist, zu einer großen Kraft, die gegen sich selbst kämpfen kann. Dann wird jeder vom großen, gemeinsamen Wunsch, das Ziel zu erreichen, getragen.

Um ineinander integriert zu sein, muss jedes Mitglied der Gemeinschaft sein “Ich“ gegenüber den anderen annullieren. Das kann der Mensch nur, wenn er nicht auf die Mängel der Freunde achtet, sondern nur ihren guten Eigenschaften Aufmerksamkeit schenkt. Hält sich aber jemand auch nur für ein wenig besser als die anderen, kann er sich nicht mehr mit ihnen vereinigen.

RABASH, 1984/1, Ziel der Gemeinschaft 2

11. Oktober 2021, Gute-Nacht-Text

Es gibt Menschen, die sich zu einer Gruppe, welche auf der Nächstenliebe basiert, vereinen, weil jeder von ihnen fühlt, dass sie einen Wunsch besitzen, welcher all ihre Ansichten vereinen kann und es ihnen ermöglicht, dadurch die Kraft der Nächstenliebe zu erlangen.

Die berühmte Maxime der Weisen lautet: „So wie sich die Gesichter der Menschen unterscheiden, so unterscheiden sich auch ihre Ansichten.“. Dennoch erkennen diese Menschen, dass die Unterschiede zwischen ihnen doch nicht so groß sind, da sie sich alle über die Wichtigkeit der Arbeit an der Nächstenliebe einig sind. Daher kann in der Gruppe jeder zugunsten des anderen nachgeben und dadurch können sie sich vereinen.

RABASH, 1985/8, Mach Dir einen RAV und kauf dir einen Freund (2)

10. Oktober 2021, Gute-Nacht-Text

Man sollte sich daran erinnern, dass eine kabbalistische Gruppe auf Basis der Nächstenliebe gegründet wurde, so dass jedes Mitglied von ihr die Liebe zum Nächsten und den Hass auf das An-sich-selbst-denken, erhält. Durch das Vorbild jedes Freundes, den eigenen Egoismus zu annullieren, werden sich alle in ihren Absichten verbinden.

Besteht eine Gruppe zum Beispiel aus zehn Mitgliedern, dann wird jeder eine zehnmal so starke Kraft für die Annullierung seines Egoismus, also den Hass gegen die Liebe zu sich selbst und auch eine zehnmal so große Kraft für die Liebe zum Nächsten erhalten.

RABASH, 1984/2, Bezüglich der Liebe zu Freunden

09. Oktober 2021, Gute-Nacht-Text

Du brauchst weiter nichts zu tun, als auf das Feld, welches der Herr gesegnet hat, hinauszugehen, und all die schlaffen Organe, die aus der einen ganzen Seele herabgefallen sind, zusammenzusammeln und sie zu einem einzigen Körper zu verbinden.

Baal HaSulam, Brief 4

08. Oktober 2021, Gute-Nacht-Text

Uns wird gelehrt, dass die ganze Welt, samt allen erschaffenen Wesen, ihre Lebenskraft in jedem Augenblick von der Höheren Kraft empfängt. Deshalb ist es den Gerechten eigen, ein Bindeglied zwischen der Höheren Kraft und der ganzen Welt zu sein, und sie müssen alles in der Welt mit Ihr verbinden. Ein Gerechter ebnet den Weg, zeigt die Richtung und leitet die Fülle und die Lebenskraft an alle erschaffenen Wesen weiter. Himmel und Erde sind getrennt, er muss sie vereinen, die ganze Welt mit der Höheren Kraft, so dass sie nicht voneinander getrennt verbleiben.

Maor Ejnaim, Jitro