27. September 2022, Gute-Nacht-Text

Aus den Worten “in der Vielzahl der Menschen liegt die Herrlichkeit des Königs“ folgt, dass je größer die Anzahl der Menschen in einer Gemeinschaft, desto wirksamer ihre Kraft. Mit andern Worten, eine Gemeinschaft erzeugt eine stärkere Atmosphäre von Größe und Bedeutung der Höheren Kraft.

In so einem Moment empfindet jeder Menschen mit seinem Körper, dass er alles, was er für die Heiligkeit tun möchte, um Ihr zu geben, als großes Glück wahrnimmt. Denn er ist ausgewählt, unter jenen Menschen zu sein, die damit belohnt werden, dem König zu dienen. In diesem Augenblick erfüllt ihn jede Kleinigkeit mit Freude und Genuss, da er nun etwas hat, mit dem er dem König dienen kann.

Und in jenem Ausmaß, in welchem die Bedeutung der Höheren Kraft in der Gemeinschaft während der Versammlung besteht, erhält jeder gemäß seinem Anteil nun Wichtigkeit für die Höhere Kraft. So kann dieser Mensch den ganzen Tag in der Welt der Freude und Heiterkeit wandeln.

RABASH, 1986/17, Die Agenda der Versammlung – 2

26. September 2022, Gute-Nacht-Text

Das Leben, das ein Mensch mit der Höheren Kraft in Verbindung bringen möchte, sei es im Gebet, wenn er sie um etwas bittet oder wenn er ihr für das dankt, was sie ihm gegeben hat, ist letztlich ein Sprechen mit der Höheren Kraft. Die Verbindung durch das Sprechens mit der Höheren Kraft bringt ihm Leben, wenn er die Tatsache schätzt, dass er mit der Höheren Kraft spricht. Dadurch verlängert er das Leben, weil es ihm zu diesem Zeitpunkt an nichts fehlt.

Achtet ein Mensch darauf und kann er sich vorstellen, dass er mit einem König aus Fleisch und Blut, den jeder verehrt, spricht, ist es natürlich, dass er alles, was er hat, geben kann, um mit diesem König zu sprechen. Dieser Mensch kann seinen Glauben stärken, indem er sich vorstellt, dass er mit dem “König der Könige“ spricht, welcher nicht mit jedem spricht.

RABASH, 1988/3, Was es bedeutet, dass der Name des Schöpfers „Wahrheit“ ist?

25. September 2022, Gute-Nacht-Text

Einer, der zuhause sitzt, gleicht nicht demjenigen, der vor dem König steht. Das bedeutet, der Glaube muss so sein, dass der Mensch sich den ganzen Tag so fühlt, als stünde er vor dem König. Dann sind natürlich seine Liebe und seine Ehrfurcht vollkommen. Solange er noch nicht zu diesem Ausmaß an Glauben gelangt ist, soll er weder ruhen noch rasten, denn “das ist unser Leben und die Länge unserer Tage“, und er soll dafür keinerlei Belohnung in der Welt empfangen wollen. Der Mangel an Glauben muss in seinen Gliedern verankert sein, bis die Gewohnheit in einem solchen Ausmaß zur zweiten Natur wird, dass “sobald ich mich Seiner erinnere, Er mich nicht schlafen lässt“.

RABASH, Shamati 211, Der vor dem König steht

24. September 2022, Gute-Nacht-Text

Wenn wir über den Verstand gehen, gibt es keinen Raum für Fragen. Das heißt, es ist verboten, den “Füchsen“ ein “Kopf “ zu sein, also die Fragen nach dem “Wer“ und dem “Was“ mit dem Kopf , d.h. mit Vernunft und Verstand, zu beantworten. Vielmehr gilt: „Sei ein Schweif für die Löwen“. Das heißt, wir müssen mit dem Verstand antworten, aber dann über ihn hinausgehen. Dadurch werden wir mit dem “Verstand der Kedusha“ belohnt, was darin besteht, der “Kopf “ und nicht der “Schweif“ sein zu können. Mit anderen Worten: Wir werden mit dem “Kopf“ der Kedusha (Heiligkeit) belohnt.

RABASH, 1990/1, Was bedeutet “Mögen wir der Kopf und nicht der Schweif sein“ in der Arbeit?

23. September 2022, Gute-Nacht-Text

Man sollte verstehen, was im Shulchan Aruch (Gedeckter Tisch, ein Gesetzbuch) geschrieben steht. Das Gesetz besagt, dass der Mensch die Gebete der “furchterregenden Tage“ immer wiederhohlen muss, damit er, wenn die Zeit zum Beten kommt, schon erfahren und gewohnt ist zu beten.

Wichtig ist, dass das Gebet aus dem Herzen kommt, was “Arbeit im Herzen“ bedeutet. Das Herz muss mit dem übereinstimmen, was der Mensch mit seinem Mund spricht , ansonsten wird dies “Betrug“ genannt, da sein “Mund“ mit seinem Herz nicht übereinstimmt. Daher soll sich der Mensch im Monat Elul an diese große Arbeit gewöhnen.

Das Wichtigste ist, dass ein Mensch bitten kann: „Schreibe uns für das Leben ein.“ Wenn er also sagt “schreibe uns für das Leben ein“, sollte sein Herz damit einverstanden sein, sodass er nicht als Heuchler dasteht. Sein Herz und seine Worte sollten Eins sein. „Denn der Mensch sieht auf das, was vor seinen Augen ist, der Herr aber sieht das Herz an!“(1. Samuel 16:7)

RABASH, Shamati 122, Um zu verstehen, was in Shulchan Aruch erklärt wird

22. September 2022, Gute-Nacht-Text

Wir werden verstehen, warum Rosh HaShana und Jom Kippur Feiertage genannt werden, obwohl es doch Tage des Gerichts sind. Denn das Wesen des Gerichts besteht in der Vollkommenheit, die sich zu diesen Zeiten offenbart, und es besteht die Befürchtung, dass die Äußeren in egoistisches Empfangen in Mocha [Geist] und in Liba [Herz] geraten könnten, und deswegen muss man sich vermehrt um die Erweckung zur Rückkehr bemühen.

Der Sinn der Rückkehr besteht in der Umkehr des Willens zu empfangen hin zum Willen zu geben, und sie (die Menschen) kehren dadurch um und haften sich an ihre Höhere Quelle an, sie werden der ewigen Anhaftung würdig. Und dann können sie die Vollkommenheit empfangen, die sich in den Tagen des Gerichts offenbart, denn seine Speisen werden an Rosh HaShana festgelegt, d. h. es offenbart sich das Licht Chochma [Weisheit], Vollkommenheit und Helligkeit.

An uns ist es, Gefäße des Empfangens vorzubereiten, die fähig sind, Or Chassadim [das Licht der Güte] heranzuziehen. Darin besteht der Sinn der Rückkehr, was den Aspekt von Teshuwa [Rückkehr] und der Erweckung von Rachamim [Barmherzigkeit] darstellt, im Sinne von „Wie Er barmherzig ist, so sei auch du barmherzig“, dann werden wir die ganze Vollkommenheit auf der Seite der Reinheit empfangen können. Wegen der Offenbarung der Vollkommenheit werden sie daher als „Feiertage“ bezeichnet. 

Rabash. Brief 23

21. September 2022, Gute-Nacht-Text

Der Mensch sollte sein Herz eben für Teshuva [die Rückkehr, Reue] erwecken, sich seinem Schöpfer ergeben und das Joch (die Last) seines Königreichs mit großer Liebe auf sich nehmen. Dadurch erwecken wir die Höchste Liebe zum Schöpfer, wie es heißt: „Von Ferne erschien mir der Herr.“ Dies ist so an Rosh HaShana [hebräisches Neujahr], wenn der Obere weit von Israel entfernt ist, von der Seite des Gerichts, der Mensch jedoch entfernt ist von der Seite der Trennung. Der Mensch kann am Tag des Gerichts dem nicht selbst standhalten, sondern nur, wenn er mit inbegriffen in die Gemeinschaft von Israel ist, wenn er sich miteinschließt. Das ist ein Vorrecht für Israel, vor ihnen erscheint der Schöpfer, gemäß der Regel, dass „Er sie mit ewiger Liebe liebt und Gnade über sie ausbreitet“. Ein Mensch allein, der sich nicht in die Gemeinschaft von Israel einschließt, erlangt die Höchste Liebe jedoch nicht. Die Schrift sagt dazu: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“, wahrhaftig, denn die Liebe bekommt Israel aus der Fülle der Liebe des Schöpfers zu Israel, vor allem am Tage des Gerichts. Und wenn er sich nicht in die Gemeinschaft von Israel einschließt, könnte er in Gefahr sein, Gott Bewahre. Der Shunamite sagte darüber: „Ich wohne unter meinem eigenen Volk“, und im Buch Sohar wurde dargelegt, dass dieser Tag Rosh HaShana war.

Kol Simcha (Stimme der Freude), Briefe

20. September 2022, Gute-Nacht-Text

Wollen wir darum bitten, dass das Himmelreich der ganzen Welt offenbart wird, was heisst, “die ganze Erde ist voll seiner Herrlichkeit“, oder wie geschrieben steht “und alles wird zu deinen Dienern gebracht“, dann gilt dieses Gebet sowohl für die Allgemeinheit, als auch für den Einzelnen. Das bedeutet, da der Mensch selbst eine “kleine Welt ist“, dass er mit der ganzen Welt verbunden ist. Zu dieser Zeit bittet man darum, dass im eigenen Körper kein Rest des Verlangens nach Arbeit zu eigenen Gunsten verbleiben möge. Deshalb besteht dann auch “die ganze Erde wird von der Erkenntnis des Herrn erfüllt sein „. Aus diesem Grund sind alle Gebete an Rosh Hashana Gebete für die Allgemeinheit.

Rabash, 1990/45, Was bedeutet “die verhüllten Dinge gehören dem Herrn, unserem Gott“ in der spirituellen Arbeit?

19. September 2022, Gute-Nacht-Text

Rosh Hashana wird als die “Zeit des Gerichts“, in der ein Mensch positiv oder negativ beurteilt wird, bezeichnet. Rosh (Kopf) wird als eine Wurzel betrachtet, aus der die Zweige hervorgehen. Die Zweige entwickeln sich immer entsprechend dem Wesen der Wurzel, denn aus der Wurzel einer Orange werden keine Zweige eines Apfelbaums wachsen.
Entsprechend der Wurzel, dem Rosh, die der Mensch für sich selbst festlegt, lebt er sein Leben. Die Wurzel ist das Fundament, auf dem die ganze Konstruktion aufgebaut ist.
Das “Urteil“, nachdem ein Mensch am Anfang eines Jahres gerichtet wird, erstellt der Mensch selbst,  indem er urteilt und vollstreckt. Denn er selbst ist der Kläger, der Zeuge, der Anwalt und der Richter. Denn es ist so, wie die Weisen sagen: „Unten gibt es ein Urteil – oben gibt es keines“.

RABASH, Brief 29

18. September 2022, Gute-Nacht-Text

Es steht geschrieben:„Annulliere deinen Willen vor Seinem Willen“. Das heißt: Annulliere den Willen zu empfangen, der in dir ist, vor dem Willen zu geben, welcher der Wille des Schöpfers ist. Dies bedeutet, dass der Mensch die Eigenliebe vor der Liebe zur Höheren Kraft annullieren muss. Dies wiederum heißt, dass man sich selbst vor der Höheren Kraft annullieren soll, was Dwekut (Anhaftung) genannt wird. Danach kann die Höhere Kraft in den Willen zu empfangen dieses Menschen scheinen, da dieser nun in der Form des “Empfangens um zu geben“ korrigiert ist.

Dies ist die Bedeutung von “damit Er Seinen Willen vor deinem Willen annullieren möge.“ Was bedeutet, dass die Höhere Kraft ihren Willen annulliert, was bedeutet, dass die Einschränkung (Zimzum), die aufgrund der Ungleichheit der Form bestanden hat, aufgehoben wird. Da es nun eine Angleichung der Form gibt, gibt es bereits eine Ausdehnung des Lichtes in den Willen des Niederen, der eine Korrektur zum Zwecke des Gebens erfahren hat. Denn dies ist das Ziel der Schöpfung, den Geschöpfen Gutes zu tun, und nun kann dies verwirklicht werden.

BAAL HASULAM, Shamati 42, Was bedeutet das Akronym “Elul” in der spirituellen Arbeit?

17. September 2022, Gute-Nacht-Text

Der Mensch muss daran glauben, dass es nur eine Lenkung in der Welt gibt und dass diese gut und Gutes tuend ist, und über den Menschen wacht und ihn leitet. Hat ein Mensch diesen Glauben nicht, verursacht er dadurch alle, die von ihm begangenen Sünden. Denn aus der ersten Sünde von Adam HaRishon (dem ersten Menschen) folgt, dass der Mensch die Eigenschaft der Liebe zu sich selbst ist. Dadurch ist er unfähig, die Last des Glaubens auf sich zu nehmen.
Daraus folgt, dass alles auf dieses erste Versagen von Adam HaRishon, als er in Selbstliebe verfiel, zurückgeht. Das führte dazu, dass die ihm nachfolgenden Generationen einfach die Aufgabe haben, den Glauben zu erreichen. Denn solange sich ein Mensch im Zustand der Selbstliebe befindet, liegen Zimzum (Einschränkung) und Verhüllung auf ihm, und das Höhere Licht kann nicht für ihn leuchten. Aus diesem Grund kann ein Mensch in diesem Zustand nur über seinem Verstand an die Höhere Kraft glauben.

RABASH, 1990/2, Was bedeutet “Scheitern“ in der spirituellen Arbeit?

16. September 2022, Gute-Nacht-Text

Der Mensch muss glauben, dass er zum jetzigen Zeitpunkt gekommen ist, um sich zu reinigen, und nicht vorher. Zu diesem Zeitpunkt kommt die Handlung sich reinigen zu wollen, durch die Hilfe von oben. Mit anderen Worten, davor kam von oben das Erwachen, welches dem Menschen den Wunsch und die Sehnsucht gab, zu kommen um sich zu reinigen und sich dadurch zu heiligen. Daraus folgt, dass das “Zur Reinigung kommen wollen“ nicht von der menschlichen Kraft ausgeht, sondern es kommt immer von oben.

RABASH, 1990/26, Was bedeutet “Es gibt niemanden, der so heilig ist wie der Herr, denn es gibt niemanden außer Ihm“ in der spirituellen Arbeit?

15. September 2022, Gute-Nacht-Text

Wenn ein Mensch stehlen will, bittet er den Verstand, ihm Mittel und Wege zu zeigen, es auszuführen. Will er jedoch gute Taten vollbringen, so gibt ihm auch der Verstand Ratschläge, wie er sie ausführen soll. Daraus folgt, dass der Verstand dem Herzen, welches den Willen zu empfangen hat, genauso dient wie die Hände und Beine und der Rest der Helfer, die man hat. Aus diesem Grund gibt es keinen anderen Weg, als das Herz zu läutern, weshalb wir beten: „Läutere unsere Herzen, damit sie Dir in Wahrheit dienen.“ Der Verstand kann nicht bestimmen, ob der Mensch auf einem guten Weg ist oder das Gegenteil davon. Vielmehr heißt es, wie schon bei der Übergabe der Tora: „Wir werden tun und wir werden hören.“

Das heißt, zuerst tun wir etwas ohne Gedanken, und dann werden wir der Eigenschaft des Hörens würdig, so dass wir fähig werden zu hören, dass das, was wir tun, etwas Gutes für uns ist. Wenn wir jedoch zuerst verstehen wollen, dass es sich für uns lohnt, dem Schöpfer zu geben, und wir es daraufhin „tun“, werden wir dies niemals erreichen.

Rabash, Artikel Nr. 942, „Über den Verstand, der das Herz kontrolliert“

 

14. September 2022, Gute-Nacht-Text

„Wer kommt, um sich zu reinigen, dem wird geholfen“, das heißt, der Mensch muss immer im „Kommen“ sein, und in jedem Fall, wenn er fühlt, dass er bereits gereinigt ist, braucht er keine Hilfe mehr, denn er reinigte sich und ging fort. Wenn er jedoch fühlt, dass er sich „im Kommen und Gehen“ befindet, dann wird ihm natürlich geholfen, denn für diese Wünsche gibt es keine Hindernisse, da er die Wahrheit sucht.

Baal HaSulam, Shamati 131. Wer sich zu reinigen kommt

13. September 2022, Gute-Nacht-Text

Das Höhere Licht leuchtet den Niederen nicht, bevor sie die Kelim (Gefäße) haben, die geeignet sind, um es zu empfangen. Das bedeutet, dass die Kelim “um des Gebens Willen” korrigiert sein müssen. Dies wird “Reinheit“, welche sie durch die Tora erhalten, genannt. Denn aus “Ich habe den bösen Trieb geschaffen; Ich habe die Tora als Gewürz geschaffen” folgt, dass die Kelim durch die Tora gereinigt werden können, da “das Licht in Ihr, sie korrigiert“.
Hat ein Mensch also reine Kelim, wird er sicherlich mit dem Licht, welches Kedusha (Heiligkeit) genannt wird, gesegnet.

Es gibt also keinen Mangel an Licht, sondern es fehlt dem Menschen nur an den Kelim. Daher wird “Reinheit” Kli (Gefäß) genannt, und dies bedeutet die Korrektur des Empfangens in das Geben.

RABASH, 1991/28, Was sind Heiligkeit und Reinheit in der spirituellen Arbeit?

12. September 2022, Gute-Nacht-Text

Derjenige, der sich der Höheren Kraft annähern möchte, sodass er lernt, wie er ihr geben kann, muss die Höhere Kraft darum bitten, ihm ein anderes Herz zu geben. Darüber wird gesagt: „Ein reines Herz hat der Schöpfer für mich erschaffen“. Denn, wenn der Mensch ein anderes Herz hätte, welches das Verlangen des Gebens wäre, dann würde ihm alles, was er erlebt, die Möglichkeiten des Gebens an die Höhere Kraft aufzeigen.

Von selbst kann der Mensch etwas, das entgegen seinem Herzen ist, nicht erkennen. Dazu wird gesagt: „Ich nehme von euch das steinerne Herz und gebe euch ein Herz aus Fleisch und Blut“. Denn der Mensch kann sich selbst nicht richtig erfassen, da er nur das sehen kann, wofür sein Herz schlägt. Da das Herz sich nur nach Genuss sehnt, er aber beim Betrachten seiner Fehler nicht genießen kann, fühlt der Mensch keine Notwendigkeit, sein Herz zu ändern.

Deshalb gibt es keinen anderen Rat, als die Höhere Kraft darum zu bitten, einem ein anderes Herz zu geben. Womit gemeint ist, dass der Mensch dann erkennen kann, dass es nichts Besseres gibt, als der Höheren Kraft Freude zu bereiten.

RABASH, Dargot 268, Der Mensch lernt nur dort, wo sein Herz ist

11. September 2022, Gute-Nacht-Text

Es liegt nicht in der Kraft des Menschen, seine Gedanken zu korrigieren. Er kann nur sein Herz so ausrichten, dass es direkt auf die Höhere Kraft gerichtet ist. So werden all seine Gedanken nur noch darauf ausgerichtet sein, der Höheren Kraft Zufriedenheit zu bereiten. Korrigiert er sein Herz, sodass er ein Herz und einen Willen nach Kedusha (Heiligkeit) hat, wird es zu einem Kli (Gefäß), welches vom Or Eljon (Höchsten Licht) erfüllt wird. Und sobald das Höchste Licht sein Herz erfüllt, erstarkt es und der Mensch fährt unablässig damit fort, Anstrengungen zu unternehmen und kommt so voran.

RABASH, Shamati 68, Die Verbindung des Menschen zu den Sefirot

10.September 2022, Gute-Nacht-Text

Bei jeder Handlung muss der Mensch an die persönliche Vorsehung glauben. Denn nicht der Mensch ruft die Höhere Kraft, sondern die Höhere Kraft veranlasst, indem sie sagt: „Ich möchte, dass du mit Mir sprichst“, den Menschen dazu. Der Wunsch nach Annäherung an die Höhere Kraft geht deshalb nicht vom Geschöpf, sondern von der Höheren Kraft aus. Aus diesem Grund darf der Mensch nicht glauben, dass die Höhere Kraft sein Gebet nicht erhört, denn bereits bevor der Mensch sich überhaupt mit der Bitte an die Höhere Kraft gewandt hat, näherte diese ihn schon an. Das ist die Bedeutung von: „Noch bevor sie nach Mir rufen, werde ich ihnen antworten.“

RABASH, 1986/18, Wer verursacht das Gebet

09. September 2022, Gute-Nacht-Text

Bei der Liebe zu Freunden gibt es unterschiedliche Stufen, die allesamt notwendig sind.

Man kann dies mit einem zweistöckigen Gebäude vergleichen, in dessen zweiten Stock der König wohnt. Demjenigen, der zum König eintreten möchte, weil sind einziger Wunsch ist, mit dem König von Angesicht zu Angesicht zu sprechen, wird gesagt, dass er zuvor zum ersten Stockwerk aufsteigen muss, denn es ist unmöglich, zum zweiten Stockwerk zu gelangen, ohne zuvor auf dem ersten gewesen zu sein.

Natürlich versteht das jeder. Doch es gibt einen besonderen Grund dafür, dass man zuerst das erste Stockwerk erklimmen muss, genannt die „Korrekturen“. Denn indem der Mensch ins erste Stockwerk steigt, kann er lernen, wie er mit dem König von Angesicht zu Angesicht sprechen kann. So wird er fähig, den König um alles zu bitten, was seiner Seele beliebt.

RABASH, 1989/13, Komm zum Pharao – 2

08. September 2022, Gute-Nacht-Text

Ich habe bereits gesagt, dass es zwei Wege gibt, die Vollkommenheit zu entdecken: den Weg der Tora oder den Weg des Leidens.

Deshalb hat der Schöpfer der Menschheit die Technologie gegeben, bis hin zu der Erfindung von Atom- und Wasserstoff-bomben. Und es ist der Menschheit noch immer nicht klar, dass die totale Zerstörung, den sie über die Welt bringen sollen, auch zu einem dritten oder vierten Weltkrieg führen kann. Die Bomben würden ihr Werk tun, und die Übriggebliebenen, die nach einem Untergang überleben, hätten keine andere Wahl, als diese Arbeit auf sich zu nehmen, bei der sowohl der Einzelne als auch ein Volk nur in dem Maße für sich selbst arbeiten, wie es für ihren Lebensunterhalt notwendig ist, während alles andere, was sie tun, dem Wohl der anderen dienen wird. Wenn alle Völker der Welt dem zustimmen, wird es keine Kriege mehr auf der Welt geben, denn kein Mensch wird sich mehr um sein eigenes Wohl kümmern, sondern nur noch um das Wohl der anderen.

Baal HaSulam, „Die Schriften der letzten Generation“