Zitate zum Schlafengehen…

Rabash 1984/4 Liebe zu Freunden

Mehrere Menschen müssen sich mit dem Wunsch, aus der Macht des Egoismus auszutreten, zusammentun – jedoch ohne die nötige Kraft oder Achtung für das Geben, um ohne Hilfe von außen unabhängig zu werden. Wenn sich nun jedes Mitglied vor dem anderen annulliert – da jeder zumindest potentielle Liebe zum Schöpfer besitzt, die er zwar nicht einhalten kann – werden sie erst dann, wenn sie in einer Gruppe zusammenkommen und sich vor ihr annullieren, zu einem Körper.Wenn es beispielsweise in dieser Gruppe zehn Mitglieder gibt, dann wird dieser Körper eine zehnmal größere Kraft haben als jedes einzelne Mitglied, doch zu der Bedingung, dass jeder von ihnen mit der Absicht kommt, seine Selbstliebe zu annullieren, und nicht mit der Absicht, seine Wünsche zu empfangen zu sättigen. Nur auf diesem Wege wird er eine neue Eigenschaft erlangen können – den Willen zu geben.Letztendlich gelangt er dann von der Liebe zu Freunden zur Liebe zum Schöpfer, das bedeutet, der Mensch wird dem Schöpfer Vergnügen schenken wollen.

 

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Rabash, Artikel Nr. 4, 1984, Der Mensch helfe seinem Freund

Wir müssen verstehen, wie ein Mensch seinem Freund helfen kann. Gilt das nur dort, wo es Reiche und Arme, Weise und Dumme, Starke und Schwache gibt? Aber wenn es nur Reiche, Starke und Kluge gibt, wie kann man sich dann gegenseitig helfen?

Wir sehen, dass es eine Sache gibt, die allen bekannt ist – die Gemütslage. So wie die Weisen sagten: „Die Sorge im Herzen eines Menschen soll man anderen erzählen“. Denn um die Stimmung zu heben sind weder Reichtum noch Klugheit hilfreich.

Nur ein Mensch kann einem anderen helfen, der mutlos ist. Es steht geschrieben: „Kein Mensch kann sich selbst aus dem Gefängnis befreien.“ Nur sein Freund kann ihn aufmuntern.

Das heißt, sein Freund bringt ihn in einen Zustand der Munterkeit. Dann spürt der Mensch wieder Kraft, Vertrauen ins Leben und Glück und er beginnt von neuem, als wäre das Ziel nun nahe.

Folglich muss also jeder in der Gruppe aufmerksam sein und darüber nachdenken, wie er die Stimmung seines Freundes heben kann, denn gerade, was die Stimmungslage betrifft, kann jeder in seinem Freund einen Mangel finden, den er füllen kann.

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Rabash. Artikel 12 (1988) Was ist Tora und Arbeit auf dem Weg des Schöpfers?
Ein Mensch muss große Anstrengungen unternehmen, bevor er so studiert, dass sein Lernen Früchte trägt und gute Ergebnisse und somit das Licht der Tora bringt, das ihn verwandeln kann. Dann wird er durch die Tora ein weiser Schüler. Was ist ein „weiser Schüler“? Baal HaSulam sagte, dass ein Schüler jemand ist, der von den Weisen lernt. Das heißt, der Schöpfer wird „weise“ genannt, und ein Mensch, der von Ihm lernt, wird als „Schüler des Weisen“ bezeichnet. Was sollte man vom Schöpfer lernen? Er sagte, dass ein Mensch nur eine Sache vom Schöpfer lernen sollte. Es ist bekannt, dass der Schöpfer nur schenken will. Ebenso sollte der Mensch von Ihm lernen, ein Gebender zu sein. Das nennt man einen „weisen Schüler“.

 

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Baal HaSulam Einführung zu Talmud Esser HaSefirot Punkt 151-156

Die Mehrheit der Autoren von Büchern über die Kabbala adressierten ihre Bücher nur an diejenigen Studierenden, die bereits der Offenbarung des Angesichts und allerhöchster Erkenntnisse gewürdigt wurden…Warum haben die Kabbalisten jeden Menschen verpflichtet, die Wissenschaft der Kabbala zu studieren? Tatsächlich verbirgt sich darin eine große Sache, die es wert ist, veröffentlicht zu werden, denn für diejenigen, die sich mit der Wissenschaft der Kabbala beschäftigen existiert darin eine unschätzbar wunderbare Kostbarkeit; und auch wenn sie noch nicht verstehen, was sie lernen – aber dank eines starken Willens und des Strebens erwecken sie auf sich Lichter, die ihre Seelen umgeben.

 

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Rabash. Artikel 12 (1988) Was ist Tora und Arbeit auf dem Weg des Schöpfers?
Da das Wesen unserer Arbeit darin besteht, Dwekut [Anhaftung] mit dem Schöpfer zu erreichen, wie geschrieben steht, „sich an ihm festzuhalten“, folgt daraus, dass die Tora das Mittel ist, um an ihm festzuhalten. Das heißt, während wir die Tora lernen, sollten wir danach streben, mit der Verbindung dessen, der sie trägt, belohnt zu werden. Dies geschieht durch die Kleidung, die die Tora ist, in die der Schöpfer gekleidet ist.

 

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Rabash. Artikel 12 (1988) Was ist Tora und Arbeit auf dem Weg des Schöpfers?   

Wir sollten mehrere Unterscheidungen in der Tora vornehmen:

1) einer, der die Tora lernt, um die Regeln zu kennen, um zu wissen, wie man die Mizwot der Tora beachtet,

2) einer, der die Tora lernt, um die Mizwa beim Lernen der Tora zu beachten, wie geschrieben steht (Josua 1): „Dieses Buch Tora wird sich nicht aus deinem Mund bewegen, und du sollst Tag und Nacht darüber nachsinnen.“ RASHI interpretiert „darüber nachsinnen“ als „in es hineinschauen“, jeder Gedanke in der Tora ist im Herzen, wie er sagte: „Die Betrachtung meines Herzens ist vor Dir“.

3) Er lernt die Tora, um mit dem Licht der Tora belohnt zu werden, wie geschrieben steht: „Ich habe die böse Neigung erschaffen; ich habe die Tora als Gewürz erschaffen, weil das Licht darin ihn verwandelt“. Dadurch wird er mit Glauben belohnt und  dem Schöpfer treu bleiben, und dann wird er „Israel“ werden, denn er glaubt an den Schöpfer im vollen Glauben.

4) Sobald er mit Glauben belohnt wurde, wird er mit der “ Tora, wie im Namen des Schöpfers “ belohnt. Im Sohar heißt das „Die Tora, Israel und der Schöpfer sind eins“. Zu diesem Zeitpunkt wird er mit dem Ziel der Schöpfung belohnt, nämlich Seinen Geschöpfen Gutes zu tun, wenn die Geschöpfe erhalten, was der Schöpfer den Geschöpfen geben will.

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Baal HaSulam, Die Lehre der Kabbala und deren Wesen 

Ich bin froh, in einer solchen Generation erschaffen worden zu sein, in der es bereits erlaubt ist, die Wissenschaft der Kabbala zu veröffentlichen. Und wenn ihr mich fragen wolltet, warum ich wüsste, dass es erlaubt sei, werde ich euch antworten: Weil mir die Erlaubnis zu enthüllen gewährt wurde… das ist es, was mir der Schöpfer in vollem Maße schenkte. Wie es bei uns üblich ist, hängt es nicht von der Genialität des Weisen selbst ab, sondern vom Zustand, in dem sich eine Generation befindet.

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Baal HaSulam, Die Freiheit
Wenn die Menschheit erfolgreich ist… gemeint ist die Menschen zum Niveau der vollkommenen Liebe dem Nächsten gegenüber zu bringen, dann werden alle Körper der Welt zu einem einzigen Körper mit einem einzigen Herz verschmelzen. Wie in dem Artikel „der Frieden“ geschrieben ist. Und nur dann wird all das Glück, das für die Menschheit vorgesehen ist, in all seiner Herrlichkeit offenbar werden.

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12. Rabash. Artikel 11 (1985) Über das Gespräch zwischen Jakob und Laban
Nur einem, der Tora und Mitzvot beachtet, weil „Er groß und herrschend ist“, also wegen der Größe und Bedeutung des Schöpfers, wird Lishma zugeschrieben (siehe Der Sohar, Punkt 190).
Das nennt man „um zu geben und keine Belohnung für seine Arbeit zu empfangen“, und es heißt „reine Arbeit“.
Arbeit, um zu geben, kann nur in dem Ausmaß sein, wie man den Empfänger seiner Arbeit schätzt.
Zu diesem Zeitpunkt hat man Motivation. Aber wenn man die Wichtigkeit desjenigen, dem man dient, nicht erhöhen kann, hat man keine Energie zu arbeiten.
Das liegt daran, dass wir in der Natur sehen, dass das Kleine sich vor dem Großen wie eine Kerze vor einer Fackel auflöst.
Die einzig große Arbeit ist es jedoch, den Empfänger des Arbeit zu preisen, d.h. Seine Wichtigkeit zu erkennen. Wenn er nichts hat, um Ihn im Verstand zu verehren, dann ist unsere Arbeit, wie Baal HaSulam sagte, als er den Vers interpretierte: „Hier ist ein Ort mit Mir“, dass Aleph von ETY [mit Mir] Glauben über dem Verstand ausdrückt. Daraus folgt, dass das Wesen der menschlichen Tätigkeit darin besteht, über dem Verstand zu arbeiten, den Schöpfer zu würdigen.

 

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Rabash. Artikel 29. (1986) Lishma und Lo Lishma
Es gibt nur einen Weg – zu versuchen, die Größe des Schöpfers zu erreichen. Das heißt, bei allem, was wir in Tora und Mizwot tun, möchten wir, dass unsere Belohnung das Gefühl der Größe des Schöpfers ist, und all unsere Gebete sollten darin bestehen, „die Shechina (Göttlichkeit) aus dem Staub zu erheben“, da der Schöpfer vor uns verborgen ist wegen des Tzimtzums, und wir können seine Wichtigkeit und Größe nicht würdigen.
Deshalb bitten wir den Schöpfer, seine Verhüllung vor uns zu entfernen und die Herrlichkeit der Tora zu erhöhen. Wie wir im Achtzehnten Gebet von Rosh Hashanah (Neujahrsdienst) sagen: „Wahrlich, gebt Eurem Volk Ehre.“ Das heißt: „Gib die Herrlichkeit des Herrn Deinem Volk“, damit sie die Herrlichkeit des Königs erfahren. Aus diesem Grund muss man versuchen, sich beim Studium der Tora an das Ziel zu erinnern, so dass es immer vor den Augen sein wird, was man von dem Studium erhalten möchte, dass das Studium die Größe und die Bedeutung des Schöpfers vermittelt. Bei der Einhaltung der Mizwot darf nicht vergessen werden, dass der Schöpfer dank der Beachtung der Mizwot die Verhüllung der Spiritualität vor ihm aufheben und ein Gefühl der Größe des Schöpfers erhalten wird.

 

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Baal HaSulam, Shamati 211, “Der vor dem König steht”
Einer, der zuhause sitzt, gleicht nicht demjenigen, der vor dem König steht. Das bedeutet, der Glaube muss so sein, dass der Mensch sich den ganzen Tag so fühlt, als stünde er vor dem König, und dann sind natürlich seine Liebe und seine Ehrfurcht vollkommen. Und solange er noch nicht zu diesem Ausmaß an Glauben gelangt ist, soll er weder ruhen noch rasten, denn „das ist unser Leben und die Länge unserer Tage“, und er soll keinerlei Belohnung in der Welt empfangen wollen. Und der Mangel an Glauben muss in seinen Gliedern verankert sein, bis die Gewohnheit in einem solchen Ausmaß zur zweiten Natur wird,  dass, „sobald ich mich Seiner erinnere, Er mich nicht schlafen lässt.“ Und alle physischen Dinge löschen diesen Mangel aus, denn bei jeder dem Menschen Genuss und Vergnügen bringenden Sache, hebt der Genuss den Mangel und den Schmerz auf.

Der Mensch soll keinerlei Gemütlichkeit annehmen wollen und er sollte sich bei jeder physischen Sache, die er in Empfang nimmt, in Acht nehmen, dass sie seinen Mangel nicht auslösche. Das tut er, indem er bedauert, dass es ihm durch diesen Genuss an Funken und Kräften der Gefäße der Kedusha (Heiligkeit) fehlen wird, also an Verlangen der Kedusha. Und durch diesen Kummer kann er sich davor bewahren, die Gefäße der Heiligkeit zu verlieren.

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Rabash. Aufzeichnungen. 289. Der Schöpfer ist streng mit den Rechtschaffenen.

Wir sollten verstehen, was unsere Weisen sagten: „Der Schöpfer erlässt ein Gesetz, und ein Rechtschaffener widerruft es“ (Moed Katan, 16). Das bedeutet, dass der Schöpfer ein Gesetz erlässt, indem er ihm die Freude an der Arbeit nimmt, und es gibt kein härteres Gesetz, als jemandem die Vitalität an der Arbeit zu nehmen. Aber der Gerechte widerruft es. Das heißt, wenn ein Mensch sagt, dass er ohne Belohnung für Vitalität und Freude arbeiten will, dann wird das Gesetz auf jeden Fall aufgehoben. Außerdem erhebt er sich jetzt in höherem Maße, denn jetzt ist er in einem Zustand des reinen Glaubens und gilt als selbstlos.

 

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Be’er Mayim Chaim, Parashat Terumah, Kapitel 25
Israel erhält zuallererst die Fülle, und von ihnen wird es an alle Welten abgegeben. Aus diesem Grund werden sie Israel genannt, was „Li-Rosh“ bedeutet, denn sie verfügen über die Wahrnehmung von Rosh (Kopf), um als erste den Segen zu empfangen und nach ihnen der Rest der Welt.

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Rabash Artikel 13 (1985) Mächtiger Fels meiner Erlösung
Was kann man tun, wenn er mit dem Preisen beginnen möchte, aber sein Herz verschlossen ist, und er fühlt, dass er voller Fehler ist und er seinen Mund nicht öffnen und er nicht singen und loben kann? Der Rat ist, über den Verstand zu gehen und zu sagen, dass alles „mit Chassadim [Gnade] bedeckt ist“. Mit anderen Worten, er sollte sagen, dass alles Chessed [Gnade / Barmherzigkeit] ist, aber es ist vor ihm verhüllt, weil er noch nicht reif dafür ist, die Freude und das Vergnügen zu sehen, die der Schöpfer für seine Geschöpfe vorbereitet hat. Und nachdem er das Lob des Schöpfers vorbereitet hat – was bedeutet, dass er über den Verstand glaubt, dass alles gut und gnädig ist -, sollte er beten, dass der Schöpfer sein Herz zu „Meinem Gebetshaus“ macht, was bedeutet, dass die Gnade des Schöpfers dort erscheinen wird. Dies wird als „offenbarte Chassadim“ bezeichnet. Und dann: „Dort werden wir ein Dankesopfer bringen“, was bedeutet, dass er sich dafür bedanken wird, dass er die Gefäße des Empfangens anbietet. Dies wird als „Dort werden wir ein Dankesopfer bringen“ genannt, weil er dafür belohnt wurde, dass er seinen Willen zu empfangen aufgegeben hat. Im Gegenzug dafür wurde der Wille zu geben gegeben, der „Ort des Tempels“ genannt wird.

Wir erkennen nur gemäß unseren Gefühlen

Die Tora wird „Lebenselixier“ und [auch] „Todesdroge“ genannt. Wir müssen verstehen, wie zwei gegensätzliche Dinge über einen einzigen Gegenstand gesagt werden können.

Man muss wissen, dass wir keine Wirklichkeit so erkennen können, wie sie an sich ist, sondern wir erkennen alles nur gemäß unseren Gefühlen. Und die Wirklichkeit, so wie sie an sich ist, interessiert uns überhaupt nicht. Daher erkennen wir die Tora, so wie sie wirklich ist, überhaupt nicht, sondern wir nehmen nur unsere Gefühle wahr. Und alle unsere Eindrücke geschehen nur gemäß unseren Gefühlen.

Deshalb kann jene Tora zu der Zeit, in der ein Mensch die Tora lernt und sie ihn von der Liebe zum Schöpfer entfernt, sicherlich „Todesdroge“ genannt werden.

Und umgekehrt: Wenn die Tora, die er lernt, ihn an die Liebe zum Schöpfer annähert, dann kann sie gewiss „Lebenselixier“ genannt werden.

 

Baal HaSulam: Shamati 66

 

Geh zu dem Meister, der mich erschaffen hat

Rabbi Elasar, der Sohn von Rabbi Shimon, ging hinaus aus einem großen Turm, aus dem Haus seines Lehrers, und ritt auf einem Esel und spazierte am Ufer eines Flusses in großer Freude. Und sein Verstand wirkte auf ihn grob, weil er viel Tora gelernt hatte. So traf er einen Menschen, der ungewöhnlich hässlich war. Dieser sagte zu ihm: „Frieden sei mit dir, Rabbi.“ Doch dieser erwiderte nicht seinen Gruß, sondern er antwortete ihm: „Bedeutungsloser, wie hässlich ist dieser Mensch? Vermutlich sind auch die Bewohner deiner Stadt genauso hässlich wie du.“ Und der Mensch sagte zu ihm: „Ich weiß nicht, aber geh zu dem Meister, der mich erschaffen hat, und sage zu ihm: ‚Wie hässlich ist dieses Gefäß, welches Du erschaffen hast.‘“ Und da er verstand, dass er selbst gesündigt hatte, stieg er vom Esel ab.

 

Baal HaSulam: Shamati 56

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Sohar, Chukat 78

„Jeder, der Oben Dinge erwecken will – ob in Taten oder Worten – wenn die Tat oder das Wort nicht in gebührender Weise ausgeführt werden, wird nichts erweckt. Alle Menschen in der Welt gehen zur Synagoge, um Oben etwas zu erwecken, aber es gibt wenige, die sich darauf verstehen, etwas zu erwecken. Der Schöpfer ist all jenen nahe, die Ihn rufen und eine Sache in gebührender Weise zu erwecken wissen, aber wenn sie Ihn nicht zu rufen wissen, ist Er nicht nahe, wie geschrieben steht ‚Der Herr ist allen nahe, die Ihn rufen, all jenen, die Ihn in Wahrheit rufen‘. Was ist in Wahrheit? In Wahrheit bedeutet, dass sie sich darauf verstehen, eine wahre Sache in gebührender Weise zu erwecken. Und so ist es in allem“.

 

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Rabash, Band 2, Brief 42

Es steht geschrieben, “und es lagerte das Volk wie ein Mensch mit einem Herzen,” was bedeutet, dass alle ein Ziel hatten, nämlich dem Schöpfer Nutzen zu bringen. Und wir sollten verstehen, wie sie ein Mensch mit einem Herzen sein können, da bekannt ist, was unsere Weisen sagten: “So wie ihre Gesichter nicht einander ähneln, so ähneln auch ihre Meinungen einander nicht; wie könnten sie also wie ein Mensch mit einem Herzen sein? Die Antwort: Wenn wir sagen, dass jeder sich nur um sich selbst kümmert, folgt daraus, dass es unmöglich ist wie ein Mensch zu sein, da sie einander nicht ähneln. wenn sie jedoch alle ihr Selbst annullieren und sich nur darum sorgen, dem Schöpfer Nutzen zu bringen, dann haben sie keine individuellen Ansichten mehr, da alles Persönliche bereits annulliert wurde und in die alleinige Herrschaft eingetreten ist.

 

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Rabash, Was ist nicht hinzufügen und nicht wegnehmen in der Arbeit

Man muss über den Verstand glauben und sich vorstellen, dass man bereits mit dem Glauben an den Schöpfer belohnt wurde, den man in seinen Organen fühlt, und man sieht und fühlt, dass der Schöpfer die ganze Welt als das Gute führt, das Gutes tut. Obwohl man innerhalb des Verstandes das Gegenteil sieht, sollte man immer noch über dem Verstand arbeiten und es sollte einem so erscheinen, als könnte man bereits in seinen Organen fühlen, dass der Schöpfer die Welt als das Gute führt, das Gutes tut .

Hier erwirbt man die Wichtigkeit des Ziels, und von hier leitet man das Leben ab: die Freude, dem Schöpfer nahe zu sein. Dann kann man sagen, dass der Schöpfer gut ist und Gutes tut, und man hat die Kraft, dem Schöpfer zu sagen: „Du hast uns aus allen Nationen erwählt, du hast uns geliebt und wolltest uns“, da man einen Grund hat, dem Schöpfer zu danken. Und in dem Maße, in dem man die Wichtigkeit der Spiritualität spürt, begründet man die Lobpreisung des Schöpfers.

Wir erlangen eine zweite Natur

Nun kann man die Antwort von Hillel Hanasi an den Menschen verstehen, der die Verschmelzung mit dem Schöpfer begehrt, dass nämlich das Wesen der Tora das Gebot „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ sei und die übrigen 612 Gebote Erklärungen sowie Vorbereitungen auf dessen Ausführung seien. Und sogar Gebote zwischen dem Menschen und dem Schöpfer sind ebenfalls in die Vorbereitung auf die Ausführung dieses Gebotes eingeschlossen, welches im Grunde das Endziel ist und aus der ganzen Tora und den Geboten resultiert. Wie die Weisen sagten: „Die Tora und die Gebote wurden zu nichts anderem gegeben, als um durch sie das Volk Israel zu reinigen (zu vereinen).“ Und dieses Gebot stellt die „Reinigung des Körpers“ dar, bis der Mensch eine zweite Natur erlangt, die in der Nächstenliebe besteht. Das heißt, ein einziges Gebot – „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ – ist das Endziel, nach dessen Erreichung der Mensch unmittelbar der Verschmelzung mit dem Schöpfer gewürdigt wird.

 

Baal HaSulam „Matan Tora“