17. April 2024, Gute-Nacht-Text

Wenn wir die Stimme des Schöpfers hören, die zum Herzen spricht, wird er, wie in „derjenige, der kommt, um sich zu reinigen, dem wird geholfen“ im Heiligen Sohar gedeutet wird, von einer heiligen Seele unterstützt. Das bedeutet, dass das Herz die Stimme des Schöpfers hört und dann die Stimme der Heiligkeit die Herrschaft über alle Verlangen erhält, was das Verlangen zu geben ist. Und natürlich werden sie nicht zur Torheit zurückkehren, was bedeutet, dass sie nicht mehr sündigen werden, weil alle Verlangen zu empfangen sich dem Verlangen zu geben unterworfen haben.

Zu dieser Zeit erscheint all das Gute und Angenehme im Herzen, denn dann ist im Herzen Platz für den Eintritt der Shechina (Göttliche Gegenwart), und die Sanftmut und das Angenehme, der Geschmack und die Freundschaft breiten sich aus und füllen alle Organe des Menschen aus.

Das gilt besonders, wenn man die Stimme des Schöpfers hört. Zu dieser Zeit gibt sich der ganze Körper der Heiligkeit hin und unterwirft sich ihr.

Rabash, Brief 18

16. April 2024, Gute-Nacht-Text

Sobald ich die oben genannte Kleidung bereits habe, fangen gleich die Funken der Nächstenliebe an, in mir zu leuchten, und das Herz beginnt, sich zu sehnen und mit meinen Freunden zu vereinigen, und mir scheint, als würden meine Augen meine Freunde erblicken, und als würden meine Ohren ihre Stimmen vernehmen, und [als würde] mein Mund mit ihnen sprechen; als würden meine Arme sie umarmen, als würden meine Füße in Liebe und in Freude mit ihnen im Kreise tanzen. Ich verlasse meine physischen Grenzen und vergesse, dass es einen großen Abstand zwischen mir und meinen Freunden gibt, und das ausgestreckte Land von vielen Kilometern kann uns nicht trennen, als würden meine Freunde in meinem Herzen stehen und alles sehen, was sich dort abspielt. Ich fange an, mich meiner kleinlichen Taten gegenüber meinen Freunden zu schämen. Ich verlasse dann einfach die physischen Gefäße, sodass es in meinen Augen erscheint, als gäbe es keine andere Wirklichkeit in der Welt als mich und meine Freunde. Und danach wird auch das „Ich“ aufgehoben und in der Gesamtheit der Freunde vertilgt und aufgenommen, bis ich da stehe und verkünde, dass es keine Wirklichkeit in der Welt gibt – nur die Freunde.

RABASH, Brief 8

15. April 2024, Gute-Nacht-Text

Jeder muss sich selbst sehr anstrengen, um die Liebe zu den Freunden in seinem Herzen zu erschaffen.

RABASH, Artikel 1 (1985) Mach Dir einen Rav und kauf Dir einen Freund (Teil 1)

14. April 2024, Gute-Nacht-Text

Die Hauptsache ist die Anstrengung, d.h. der Wunsch, sich im Dienste des Schöpfers anzustrengen, denn normale Arbeit zählt überhaupt nicht, sondern das, was zum gewöhnlichen hinzukommt, ist das, was wir Anstrengung nennen. Ähnlich wie wenn man ein Pfund Brot essen muss, um sich zu sättigen, die gesamte Mahlzeit wird nicht als sättigend betrachtet, außer dem letzten Bissen Brot. Dieser kleine Bissen bewirkt, dass die Mahlzeit satt macht. Ebenso bei der spirituellen Arbeit: Der Schöpfer erkennt nur den Überschuss zur normalen Arbeit, das sind die Otiot (Buchstaben) und die Kelim (Gefäße), um das Licht Seines Angesichts zu empfangen. Verstehe dies gut.

Baal HaSulam, Brief 38

13. April 2024, Gute-Nacht-Text

Wenn es in der Gemeinschaft einige Menschen gibt, die das Ziel von Dwekut mit dem Schöpfer erreichen können, und dies dem Schöpfer mehr Zufriedenheit bereitet, als wenn er selbst damit belohnt würde, näher an den Schöpfer heranzukommen, so verzichtet er selbst. Hingegen will er, dass der Schöpfer ihnen hilft, weil dies Oben mehr Freude als seine eigene Arbeit bringt. Aus diesem Grund betet er für die Gemeinschaft, dass der Schöpfer ihr hilft und ihr das Gefühl gibt, dass sie Befriedigung von der Fähigkeit, dem Schöpfer Genuss zu bereiten, erhält.

Und da alles eines Erwachens von unten bedarf, gibt es das Erwachen von unten, und andere werden das Erwachen von Oben empfangen, je nachdem was der Schöpfer als nützlicher für Sich betrachtet.

RABASH, Artikel 15 (1986) “Ein Gebet der Vielen”

12. April 2024, Gute-Nacht-Text

Lass mich daher trotz allem an die Gültigkeit der Liebe zu den Freunden erinnern, zumindest in diesem Moment, denn genau darauf basiert unser Existenzrecht, und danach wird unser baldiger Erfolg bemessen.

Daher wendet euch von allen imaginären Vorhaben ab und richtet eure Herzen darauf aus, Gedanken zu denken und geeignete Taktiken zu entwickeln, um eure Herzen wirklich als eins zu verbinden, so dass die Worte „Liebe deinen Freund wie dich selbst“ buchstäblich in euch wahr werden, denn ein Vers reicht nicht über das Wörtliche hinaus, und ihr werdet von dem Gedanken der Liebe gereinigt werden, der alle Verbrechen bedecken wird. Prüft mich darin, und fangt an, euch wirklich in Liebe zu verbinden, und dann werdet ihr sehen, „der Gaumen wird schmecken“.

Baal HaSulam, Brief 47

11. April 2024, Gute-Nacht-Text

Derjenige, der sich dem Schöpfer annähern möchte, um zu erlernen, wie er dem Schöpfer geben kann, muss den Schöpfer bitten, ihm ein anderes Herz zu geben, wie gesagt wurde: “Der Schöpfer hat für mich ein reines Herz erschaffen“. Also damit er ein anderes Herz hat, damit das Verlangen des Herzens das Geben wäre. Dann wird ihm das Erlernte die Möglichkeiten des Gebens an den Schöpfer aufzeigen. Doch was gegen das Herz des Menschen ist, kann er nicht erkennen. Darüber wurde gesagt: „Ich nehme von euch das steinerne Herz und gebe euch ein Herz aus Fleisch und Blut“.

Ebenso kann sich der Mensch nicht zu etwas verpflichtet fühlen, weil er nur das lernt, was sein Herz begehrt. Und weil das Herz genießen möchte, der Mensch jedoch aus dem Gefühl der Schuldigkeit nicht genießen kann, deshalb fühlt er sich niemals verpflichtet.

Hier gibt es keinen anderen Rat als nur das Gebet zum Schöpfer, dass Er ihm ein anderes Herz geben möge, d.h. zu verstehen, dass es nichts Besseres gibt, als dem Schöpfer Genuss zu bereiten.

RABASH, Notizen [Dargot] 268: “Der Mensch lernt nur dort, wo sein Herz ist”

10. April 2024, Gute-Nacht-Text

Israel wird weder durch Leiden noch durch Knechtschaft, noch durch Strapazen, noch durch Greuel, noch durch Druck, noch durch Mangel an Nahrung erlöst, sondern dadurch, dass zehn Menschen zusammensitzen, und jeder von ihnen mit seinem Freund liest und lernt und dass ihre Stimme gehört wird.

Tana de Bei Eliyahu Zuta, Kapitel 14

9. April 2024, Gute-Nacht-Text

Der Mensch kann seine Gedanken nicht korrigieren. Er kann nur das Herz ausrichten, damit es direkt auf den Schöpfer ausgerichtet sein möge, und infolgedessen werden natürlich seine ganzen Gedanken nur darauf ausgerichtet sein, dem Schöpfer Zufriedenheit zu bereiten. Und sobald er sein Herz korrigiert, damit er ein Herz und einen Willen der Kedusha hat, dann wird das Herz zu einem Kli, welches vom Höchsten Licht (Or Eljon) erfüllt wird. Und sobald das Höchste Licht das Herz erfüllt, erstarkt das Herz, und der Mensch fährt ständig damit fort, Anstrengungen zu unternehmen und kommt voran.

Baal HaSulam, Shamati 68. “Die Verbindung des Menschen zu den Sefirot”

8. April 2024, Gute-Nacht-Text

Der Hauptweg der Reue besteht darin, einen jeden in Liebe in einem Herzen zu vereinen, um dem Schöpfer zu dienen und Schulter an Schulter zu arbeiten, und uns miteinander zu verbinden, im Herzen des anderen eingeschlossen zu sein, um eine Einheit zu bilden und dem Schöpfer von ganzem Herzen zu dienen.

Maor VaShemesh. Die Bedeutung von Rosh Hashana

7. April 2024, Gute-Nacht-Text

Letzten Endes hat sich eine Handvoll Menschen an einem Ort um einen Anführer versammelt, um heldenhaft und über das Menschenmögliche hinaus allen zu trotzen, die sich gegen sie erheben, und natürlich sind diese Menschen mutig und resolut; sie sind entschieden, nicht zurückzuweichen; sie sind Kämpfer ersten Grades, die im Krieg gegen die Neigung bis zum letzten Blutstropfen zu kämpfen bereit sind; ihre einzige Absicht ist, den Kampf für die Herrlichkeit Seines Namens zu gewinnen.

RABASH, Brief 8

6. April 2024, Gute-Nacht-Text

Du musst immer Wache stehen, den ganzen Tag und die ganze Nacht, also sowohl, wenn du den Zustand des „Tages“, als auch, wenn du den Zustand der „Nacht“ spürst. Denn wir sagen zum Schöpfer: „Dein ist der Tag und Dein ist die Nacht“. D.h. auch die Nacht, also die Finsternis der Nacht, kommt vom Schöpfer zum Wohl des Menschen, wie es geschrieben steht: „Ein Tag sagt’s dem andern, und eine Nacht tut’s kund der andern“ (Psalm 19). Daraus folgt, dass es dir obliegt, das Herz der Freunde zu erwecken, bis die Flamme von sich aus aufsteigt, wie unsere Weisen darüber sagten: „Wenn du die Kerzen zündest“, und dadurch wirst du würdig, die Liebe des Schöpfers auf uns zu erwecken.

RABASH, Brief 24

5. April 2024, Gute-Nacht-Text

Es mangelt dir an nichts, außer, auf ein Feld hinauszugehen, dass der Ewige gesegnet hat, und all die losen Organe, welche von deiner Seele herabhängen, einzusammeln und sie in einem einzigen Körper zu vereinen.

In diesen vollkommenen Körper wird der Schöpfer unaufhörlich Seine Shechina einfließen lassen, sodass die Quelle der Höheren Weisheit und die erhabenen Ströme des Lichts wie ein niemals versiegender Brunnen sein werden.

Baal HaSulam, Brief 4

4. April 2024, Gute-Nacht-Text

Durch die Reibung der Herzen, selbst der stärksten, wird jeder die Wärme aus den Wänden seines Herzens herausholen, und die Wärme wird die Funken der Liebe entzünden, bis sich ein Kleid der Liebe bildet. Nun werden beide von einer Decke bedeckt, eine einzige Liebe umringt und ummantelt sie, denn bekanntlich vereint Dwekut (Anhaftung) zwei Dinge zu einem.

RABASH, Brief 40

 

3. April 2024, Gute-Nacht-Text

Daher muss man immer das, was das Herz vergisst, erwecken. Das ist für die Korrektur des Herzens notwendig – die Liebe zu Freunden – deren Ziel es ist, die Nächstenliebe zu erlangen.

Dies ist keine angenehme Arbeit für das Herz, welches auch „Eigenliebe“ genannt wird. Deswegen muss man sich bei einem Freundestreffen stets erinnern, dass sich jeder fragen sollte, wie weit man in der Liebe zu den Freuden gekommen ist und was man dafür getan hat, um in dieser Angelegenheit voranzuschreiten.

RABASH, Artikel 13 (1984) Manchmal wird Spiritualität „Seele“ genannt

2. April 2024, Gute-Nacht-Text

Der Mensch betet zum Schöpfer und sagt: „Du musst mir helfen, denn ich bin schlimmer als alle anderen, weil ich spüre, dass der Wille zu empfangen mein Herz beherrscht, und deshalb kann nichts von Kedusha in mein Herz gelangen. Ich will keinen Überfluss, ich will nur etwas für den Schöpfer tun können. Und dazu bin ich völlig unfähig, so dass nur du mich retten kannst.“

So sollten wir interpretieren, was geschrieben steht (Psalm 34): „Der Ewige ist nahe bei denen, die zerbrochenen Herzens sind.“ Das heißt, dass diejenigen, die den Schöpfer um Hilfe bitten, damit ihr Herz nicht gebrochen und ganz wird, dies nur tun kann, wenn der Mensch mit dem Verlangen zu geben belohnt wurde. Aus diesem Grund bittet er den Schöpfer, ihm das Verlangen zu geben, denn er sieht, dass es ihm an nichts auf der Welt fehlt, außer an der Fähigkeit, um des Schöpfers willen zu arbeiten. Daraus folgt, dass er nur um die Annäherung des Schöpfers bittet, und es gibt eine Regel: „Maß für Maß.“ Der Schöpfer bringt ihn also in seine Nähe. Das ist die Bedeutung der Worte: „Der Ewige ist nahe bei denen, die zerbrochenen Herzens sind.“

RABASH, Artikel 2 (1991) Was bedeutet „Kehre, Israel, zum Ewigen, deinem Gott, zurück“ in der Arbeit?

1. April 2024, Gute-Nacht-Text

Und darüber steht geschrieben: „Und die Söhne Israels seufzten von schwerer Arbeit zum Schöpfer…“, weil sie von „der Arbeit“ völlig enttäuscht waren. Wie einer, der mit einem löchrigen Gefäß den ganzen Tag [Wasser] schöpft, und keinen Tropfen hat, seinen Durst zu löschen. So auch die Söhne Israels: alles was sie gebaut haben, wurde von der Erde verschlungen. Und derjenige, der Seine Liebe –  gesegnet sei Er – nicht gewonnen hat, wird sehen, wie alle seine gestrigen Anstrengungen, seine Seele zu reinigen, morgen wie weggeweht sind. Und jeden Tag und jeden Augenblick muss man neu anfangen, als ob man in seinem Leben bis jetzt noch nichts getan hat. Und deswegen steht geschrieben: „Und die Söhne Israels seufzten zum Schöpfer von schwerer Arbeit…“ Weil sie deutlich gesehen haben, dass von ihrer eigenen Arbeit nichts anwachsen wird. So war ihr Gebet wahrhaftig und wurde erhört, denn nur auf so ein Gebet wartet der Schöpfer.

Baal HaSulam, Brief 57

31. März 2024, Gute-Nacht-Text

Es gibt keinen fröhlicheren Zustand im Leben eines Menschen, außer wenn er findet, dass er von seinen eigenen Kräften enttäuscht wird. Gemeint ist, dass er bestrebt war und alles getan hat, was in seiner Kraft liegt und es kein Heilmittel gibt. Weil er dann dem vollständigen Gebet um Seine – gesegnet sei Er – Hilfe würdig ist. Denn nun weiß er mit Sicherheit, dass seine eigenständige Arbeit ihm keinen Nutzen bringen wird. Und solange er seinerseits irgendeine Kraft für die Arbeit fühlt, ist sein Gebet nicht aufrichtig. Weil ihm der böse Trieb zuvorkommt und sagt, dass er verpflichtet ist, alles zu tun, was in seiner Kraft liegt und dann wird er dem Schöpfer –  gesegnet sei Er – würdig sein. Und darüber steht geschrieben: „Mächtig ist der Schöpfer und nur der Erniedrigte wird Ihn sehen…“ Denn, wenn der Mensch sich auf verschiedene Art und Weise bemüht hat und enttäuscht wird, erst dann kommt er zu einer wahren Erniedrigung und weiß, dass er der niedrigste unter den Menschen ist, denn er hat nichts, was ihm helfen kann. Erst dann ist sein Gebet wahrhaft, und er bekommt von Ihm eine Antwort.

Baal HaSulam, Brief 57

30. März 2024, Gute-Nacht-Text

Wenn der Mensch jedoch bereits in der Nähe des Ortes steht, an dem er die Hilfe von Oben empfangen wird, und „nahe“ bedeutet, dass das Kli [Gefäß], also das Verlangen zu geben, weit von ihm entfernt ist, dann sieht er, dass nur der Schöpfer ihn retten kann. Wie Baal HaSulam sagte, ist dies der wichtigste Punkt in der Arbeit des Menschen, denn dann hat er engen Kontakt mit dem Schöpfer, weil er hundertprozentig sieht, dass ihm nichts anderes helfen kann außer dem Schöpfer selbst.

RABASH, Artikel 38 (1990) Was bedeutet „Ein Kelch des Segens muss voll sein“ in der Arbeit?

29. März 2024, Gute-Nacht-Text

Es kann kein wahrhaftiges Gebet geben, solange der Mensch nicht weiß, dass es ohne ein Gebet unmöglich ist, “liShma” zu erreichen. Daher erschaffen die Bemühungen, die er anwendet, um liShma zu erreichen, die korrigierten Gefäße, um liShma zu empfangen. Dann kann er nach all seinen Handlungen ein wahres Gebet hervorbringen, weil er sieht, dass ihm all seine Bemühungen nichts nützten. Erst dann kann er ein wahres Gebet aus der Tiefe seines Herzens hervorbringen, und erst dann erhört der Schöpfer sein Gebet und schenkt ihm liShma.

Baal HaSulam, Shamati 20. “LiShma (Für Ihren Namen)”