16. April 2026, Gute-Nacht-Text

Die Tora ist nach dem Menschen benannt. Das heißt, sie muss auf seinem Wissen beruhen. Und dies wird „Gericht“ genannt, was im Gegensatz zum Gesetz steht, welches die Eigenschaft des Glaubens ist. Jedoch sollte diese Arbeit des Glaubens, die eine Gabe und nicht Tora ist, in Freude geschehen, wie geschrieben steht: “Dienet dem Ewigen mit Freude”.

RABASH, Artikel 26 (1988) Was ist der Unterschied zwischen Gesetz und Gericht in der Arbeit?

 

15. April 2026, Gute-Nacht-Text

Es ist vergleichbar mit jemandem, der trainiert Gewichte zu heben, beispielsweise beginnt er mit fünfzig Kilo und steigert sich dann immerfort, denn durch das Training kann er jedes Mal mehr Gewicht hinzufügen. Genauso verhält es sich mit dem Dienst für den Schöpfer: der Mensch hat anfangs nicht zu viel Selbstliebe, wenn er sie sicherlich nicht überwinden kann. Doch jedes Mal wird ihm etwas mehr Geschmack an der Selbstliebe zuteil, entsprechend dem Maß seiner Arbeit. Das heißt, es wird ihm Geschmack an der Selbstliebe hinzugefügt, je nachdem, was er zu bewältigen vermag, damit er die Möglichkeit hat, sich zu überwinden.

RABASH, Artikel 34 (1986) Richter und Aufseher

 

14. April 2026, Gute-Nacht-Text

Der Mensch trifft Vorbereitungen, um die Tora zu studieren. Das heißt, dass er sich im Voraus Gedanken darüber macht, welche Tora er studieren will. Mit anderen Worten, ob er nur die in der Tora enthaltene Weisheit genießen oder die Kraft in sich erwecken will, sich dessen bewusst zu werden, dass sie die Tora des Schöpfers ist, dass die ganze Tora die Namen des Schöpfers sind. Und obwohl er noch nicht würdig ist, die Verbindung zwischen der Tora und dem Schöpfer zu sehen und zu erkennen, möchte er zumindest glauben, wie die Weisen sagten: „Die Tora und Israel und der Schöpfer sind eins“, und das ist es, was er als gute Taten ansieht.

RABASH, Artikel 4 (1990) Was bedeutet in der Arbeit, dass “die Generationen der Gerechten gute Taten sind”?

 

13. April 2026, Gute-Nacht-Text

Das ganze vom Schöpfer erwünschte Ziel der Erschaffung der Geschöpfe besteht darin, sie mit Genuss zu füllen, damit sie Seine Wahrheit und Größe erkennen, und von Ihm all jenes Wohl und all jene Genüsse empfangen, die Er für sie bereitet hat.

Baal Hasulam, Einführung in das Buch Sohar, Punkt 39

 

12. April 2026, Gute-Nacht-Text

Der Mensch, der auf dem Weg der spirituellen Arbeit ist, muss wissen, dass für den Eintritt in die Arbeit eine Korrektur, genannt „Erweckung von Oben“, notwendig ist. Sie wird einem Menschen gegeben, der fähig ist, in die heilige Arbeit einzutreten, damit er danach in der Lage sein wird, durch eine Erweckung von unten zu arbeiten. Denn der Mensch erlangt die tatsächlichen Kelim [Gefäße] gerade durch die Erweckung von unten.

RABASH, Artikel 26 (1991) Was bedeutet „Enthüllung eines Teils und Verhüllung zweier Teile“ in der Arbeit?

 

 

11. April 2026, Gute-Nacht-Text

„Und es fragte ihn jener Mann und sprach: ‚Was suchst du?‘“, was bedeutet „Worum bittest du?“ „Und Josef antwortete ihm: ‚Ich bitte (suche) meine Brüder.‘“ Indem ich mit meinen Brüdern zusammen bin – was bedeutet, dass ich in einer Gruppe bin, wo es Liebe zu Freunden gibt – werde ich den Weg zum Schöpfer erklimmen können.

           RABASH, Artikel 3 (1984)                     Liebe zu Freunden 1

 

10. April 2026, Gute-Nacht-Text

Der Zeitpunkt der Erhörung des Gebets, wenn der Mensch die Erlaubnis erhält, den Palast des Königs zu betreten, das heißt, wenn der Schöpfer ihn näher zu sich bringt, damit er der Anhaftung an den Schöpfer würdig wird, ist genau dann, wenn der Mensch sehen kann, dass er verloren und kraftlos ist, etwas zu tun. In diesem Moment spricht er ein wahres Gebet, da er erkennt, dass er einfach nur ein Frevler ist. Das heißt, er hat keinen Halt in der Heiligkeit. Aus diesem Grund sollte der Mensch, wenn er in einen Abstieg gerät, nicht erschrecken und darf nicht dem Schlachtfeld entfliehen. Im Gegenteil, genau das ist der Zeitpunkt, um ein wahres Gebet aus tiefstem Herzen zu sprechen.

RABASH, Artikel 10 (1988) Was sind die vier Eigenschaften derjenigen, die ins Lehrhaus gehen? 

 

9. April 2026, Gute-Nacht-Text

Wir sprechen von einer „heiligen Gemeinschaft”, damit sind viele einzelne Menschen gemeint, die sich versammelt und miteinander verbunden haben, sodass sie eine Einheit bilden. Danach wird ein Vorsteher der Gemeinschaft bestimmt und Ähnliches. Eine solche Versammlung wird „Zehner“ oder „Gruppe“ genannt, denn erst wenn mindestens zehn Menschen anwesend sind, kann man im Gebet die „Heiligung“ (Kedusha) sprechen. Darüber heißt es im heiligen Sohar: „Wo sich zehn [Menschen] versammeln, dort weilt die Shechina (göttliche Gegenwart).“ Das bedeutet, dass es an einem Ort, wo zehn Menschen sind, schon Raum für die Offenbarung der Shechina gibt

RABASH, Artikel 5 (1984) 1984/5 Was gibt uns das Gesetz „Liebe deinen Nächsten wie Dich selbst“?

 

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8. April 2026, Gute-Nacht-Text

Im Namen von Baal Schem Tov heißt es, um zu erkennen, ob es sich um einen Rat des bösen Triebes handelt oder nicht, sollte der Mensch folgendes klären: Wenn das, was er sagt, Anstrengung erfordert, gehört der Rat zur guten Neigung. Hört der Mensch jedoch auf seine Stimme und muss keine Anstrengung mehr unternehmen, ist es ein Zeichen für den Bösen Trieb. Daran kann ein Mensch erkennen, ob es sich um den Rat der guten oder der bösen Neigung handelt.

RABASH, Artikel 4 (1987) Von einem bösen Menschen darf man nichts Gutes hören

 

7. April 2026, Gute-Nacht-Text

Ein Gebäude mit zwei Stockwerken und einem Erdgeschoss, der König befindet sich im zweiten Stock. Man sagt, wenn der Mensch den König treffen möchte, wenn es das einzige Ziel des Menschen ist, mit dem König von Angesicht zu Angesicht zu sprechen, müsse er zuerst zum ersten Stock hochsteigen, weil es unmöglich ist, in den zweiten Stock zu gelangen, bevor man den ersten erreicht hat. Es ist natürlich jedem klar, dass dies richtig ist. Doch es gibt einen Grund, warum er in den ersten Stock hinaufsteigen muss, der als “Korrekturen” bezeichnet wird. Das heißt, aufgrund dessen, dass ein Mensch in den ersten Stock steigt, wird er dort lernen können, mit dem König von Angesicht zu Angesicht zu sprechen. Und er wird die Möglichkeit haben, den König um alles zu bitten, was immer sein Herz begehrt.

RABASH, Artikel 13 (1986) Komm zum Pharao, 2

 

6. April 2026, Gute-Nacht-Text

Wenn alle Kelim (Gefäße), die ein Mensch zur Vervollständigung seiner selbst benötigt, fertiggestellt sind, so dass er ein Kli hat, in dem er den Segen in sich halten kann, beginnt er die Erlösung durch den Schöpfer zu spüren, das heißt, er spürt an sich selbst die Annäherung des Schöpfers. So verstehen wir die Verbindung zwischen Maza [ungesäuertem Brot], Maror [bitterem Kraut] und dem Pessach-Opfer, denn durch Maza und Maror erlangt er das wahre Bedürfnis nach den Buchstaben der Tora. Mit anderen Worten, nur durch Maza und Maror entsteht ein Bedürfnis nach der Hilfe des Schöpfers. Und Seine Hilfe kommt in Form der Seele, die als „die Tora und der Schöpfer sind eins“ bezeichnet wird.

RABASH, Artikel 14 (1987) Die Verbindung zwischen Pessach, Maza und Maror 

 

4. April 2026, Gute-Nacht-Text

„Komm zum Pharao“ bedeutet, dass wir beide zusammen gehen werden. Ich werde mit dir gehen, um deine Natur zu ändern, und alles, was Ich will, ist, dass du Mich bittest, dir zu helfen, deine Natur vom Verlangen zu empfangen in einen Willen zu geben zu ändern, wie die Weisen sagten: „Die Neigung des Menschen überwältigt ihn jeden Tag, und wäre da nicht die Hilfe des Schöpfers, könnte er sie nicht überwinden.“

RABASH, Artikel 19 (1985) Komm zum Pharao, 1

 

3. April 2026, Gute-Nacht-Text

So wie es im physischen Sinne eine Geburt des Einzelnen gibt, so gibt es auch eine Geburt des Ganzen [im spirituellen Sinne]. Und dies geschieht dadurch, dass die spirituelle Kraft in Erscheinung tritt; das heißt, die Geburt des Ganzen entspricht dem Maß der Entwicklung des Verständnisses. Weil im Spirituellen durch die Verschiedenheit der Form die Welten voneinander getrennt werden, bedeutet diese Geburt [des Ganzen] den Eintritt in die Welt der Korrektur.

Baal HaSulam, “Die Bedeutung von Empfängnis und Geburt”

 

 

2. April 2026, Gute-Nacht-Text

Der Mensch sollte einen Zustand erreichen, in dem ihn nichts interessiert, was nicht dem Nutzen des Schöpfers dient. Sein einziges Verlangen ist vielmehr, einen Zustand zu erreichen, in dem er seinem Schöpfer Freude bereiten kann. Wenn also der Mensch eine Arbeit beginnt, beginnt er sie lo liShma [nicht um Ihretwillen], das heißt, zu seinem eigenen Nutzen. Dann beginnt er zu verstehen, dass die Arbeit in lo liShma ein Mittel ist, durch die er zu liShma [um Ihretwillen] gelangen wird, wie unsere Weisen sagten: „Von Lo liShma kommen wir zu liShma, denn das Licht darin korrigiert ihn“, und er glaubt daran, dass er am Ende liShma erreichen wird.

RABASH, Artikel 16 (1990) Was ist „Aus Mangel an Geist und wegen harter Arbeit“ in der Arbeit?

 

1. April 2026, Gute-Nacht-Text

Der Glaube eines Menschen umfasst den ganzen Menschen. Das heißt, wenn er die Eigenschaft von Moses hat, die Glaube genannt wird, dann ist das ganze “Volk” bereits gerecht. Es heißt: „Wenn er würdig ist, dann ist das ganze Volk gerecht“, denn als “würdig” erachtet zu werden bedeutet, dass sein Hirte der Glaube namens Moses ist.

RABASH, Artikel 13 (1988) Was bedeutet, “der Hirte des Volkes ist das ganze Volk”, in der Arbeit?

 

31. März 2026, Gute-Nacht-Text

Der Mensch sollte sich über die Erkenntnis freuen, dass er etwas Glauben an den Schöpfer hat. Und wenn er diese Erkenntnis wertschätzt, selbst wenn er sich nicht überwinden und sich der spirituellen Arbeit widmen kann, so erfüllt ihn doch die Freude darüber, dass er sich nun wieder daran erinnert hat, dass es einen König auf der Welt gibt. Und das gibt ihm genügend Kraft, um ihn aus der tiefsten Tiefe herauszuholen und ihn in die spirituelle Arbeit einzuführen, wodurch in ihm der Wunsch entsteht, seinen Körper zu überwinden. Genau dies geschieht, wenn ein Mensch dieser Erkenntnis Aufmerksamkeit schenkt und sie beherzigt.

RABASH, Artikel 13 (1987) Warum das Fest der Mazot Pessach genannt wird 

 

30. März 2026, Gute-Nacht-Text

Wir sollten glauben, dass der Schöpfer „Frieden“ sagt, auch wenn der Mensch das Gefühl hat, dass er weit vom Schöpfer entfernt ist. Denn wer hat ihn erkennen lassen, dass er jetzt weiter weg ist als zu einem anderen Zeitpunkt? Normalerweise beginnt ein Mensch erst zu spüren, dass er weit weg ist, wenn er sich eingehend mit der Tora und den Geboten beschäftigt und den Weg der Wahrheit beschreiten möchte. Zu diesem Zeitpunkt sieht er, dass er weiter entfernt ist. Daraus folgt, dass er sich nach der Regel „Eine Mizwa (Gebot) bringt eine Mizwa hervor“ hätte näher fühlen müssen. Doch der Schöpfer bringt ihn näher, indem Er ihm die Wahrheit offenbart, damit er die Hilfe des Schöpfers wertschätzt.

RABASH, Artikel 26 (1985) Zeige mir Deine Herrlichkeit

 

29. März 2026, Gute-Nacht-Text

Ein halber Schekel gehört zur Arbeit des Menschen, er gibt nur den Mangel [Chissaron]. Die Fülle aber bezieht sich auf den Schöpfer. Und so steht es geschrieben: „Geht und gebt dem Schöpfer eine Gabe, um eure Seelen zu sühnen.“ Mit anderen Worten: dadurch, indem der Mensch dem Schöpfer die Hälfte als Opfergabe darbringt, gibt der Schöpfer ihm die andere Hälfte, die „Verlangen zu geben“ genannt wird und eine zweite Natur ist. Dadurch sühnt ein Mensch seine Seele, indem er fähig wird, alles um seines Schöpfers willen zu tun.

RABASH, Artikel 22 (1991) Was ist „Eine Rose unter Dornen“ in der Arbeit?

 

28. März 2026, Gute-Nacht-Text

Die Wahrheit ist, dass dem Menschen eine wichtige Eigenschaft fehlt: das Bewusstsein für seinen größten Mangel, nämlich dass er nicht die Bedeutung dafür spürt, dass es eine höhere Lenkung gibt. Mit anderen Worten, es fehlt ihm der Glaube daran, dass der Schöpfer die Welt als der Gute, der Gutes tut, lenkt. Könnte er dies wirklich spüren, würde sich der Mensch darüber freuen, die Segnungen und Freuden vom Schöpfer zu empfangen, und er würde sich nicht einmal für einen Augenblick vom Schöpfer trennen wollen. Er wüsste, was er verliert, wenn er seine Gedanken anderen Dingen zuwendet.

RABASH, Artikel 17 (1990) Welchen Beistand erhält derjenige, der kommt, um sich zu reinigen, in der Arbeit?

 

27. März 2026, Gute-Nacht-Text

Warum sollten wir arbeiten? Schließlich braucht der Schöpfer unsere Arbeit nicht, und wir müssen Ihm in keiner Weise helfen. Die Antwort ist: Diese Arbeit dient nur uns selbst, durch sie erlangen wir die Bedeutung des Lohnes. Und es ist nicht bloß Bedeutung, sondern etwas, das wir durch die Arbeit erlangen, nämlich dass die Bedeutung entsteht, weil sie unser ganzes Leben ausmacht. Denn ohne Dwekut (Anhaftung) an den Schöpfer sind wir weit von Ihm entfernt. Alles Gute und alle Freude, die der Schöpfer geschaffen hat, um seinen Geschöpfen Gutes zu tun, hängen davon ab, eben davon, dass wir uns in einem Zustand der Ähnlichkeit mit dem Licht befinden.

RABASH, Artikel 23 „Was bedeutet ‚Wenn er das bittere Kraut verschluckt, wird er nicht herauskommen‘ in der Arbeit?“