30.Juli 2021, Gute-Nacht-Text

Die großen Anstrengungen, die der Mensch unternimmt, um die Vollkommenheit zu würdigen, heben die Bedeutung seiner Arbeit, denn diese ist anfangs gering. Durch seine Anstrengungen wird er später damit belohnt, zu erkennen, dass er trotz aller Anstrengungen die Wichtigkeit der Arbeit für den Schöpfer nicht würdigen kann. Dieser Zustand wird Ibur (Empfängnis) genannt.

RABASH, 1986/31, „Über Yenika (Saugen) und Ibur (Empfängnis)“

29. Juli 2021, Gute-Nacht-Text

Wenn sich der Mensch für kurze Zeit annullieren kann, sagt er, dass er sich jetzt vor der Kedusha [Heiligkeit] aufheben möchte. Mit anderen Worten, anstatt in Gedanken seiner Selbstliebe anzuhängen, möchte er jetzt dem Schöpfer Genuss bereiten.

Und er glaubt über dem Verstand, dass obwohl er nichts spürt, der Schöpfer doch „das Gebet eines jeden Mundes hört“ und vor Ihm alle gleich sind, ob groß oder klein. Und so wie Er den Größten der Großen erretten kann, so kann Er auch dem Kleinsten der Kleinen helfen. Und man nennt dies „Ibur“ [Empfängnis], wenn sich der Mensch von seinem eigenen Ich der Herrschaft des Schöpfers zuwendet.

Rabash, Artikel Nr. 31 (1986), „Betreffend Yenika [Stillen] und Ibur [Empfängnis] 

 

28. Juli 2021, Gute-Nacht-Text

Ibur bedeutet, dass der Mensch vorübergehend sein Ich beiseite lässt und beschließt: „Jetzt will ich überhaupt nicht an meinen eigenen Nutzen denken, und ich will auch meinen Verstand nicht benutzen, obwohl er für mich das Wichtigste ist. Denn ich bin unfähig zu tun, was ich nicht verstehe. Das heißt, dass ich alles tun kann, aber den Nutzen davon verstehen muss“.

Dann kann er sich entscheiden, seinen Verstand nicht einzusetzen.  Sondern er glaubt über dem Verstand, entsprechend dem Glauben der Weisen, dass es einen Lenkenden gibt, der mittels persönlicher Einwirkung über jeden einzelnen in der Welt wacht.

 

Rabash, 1986/31, „Betreffend Yenika [Saugen] und Ibur [Empfängnis]

 

27.Juli 2021, Gute-Nacht-Text

Erst nachdem der Mensch die Stufe Lo Lishma (nicht für Ihren Namen) erreicht hat, wird er mit einem höheren Zustand belohnt. Seine Gedanken entsprechen nun der Wahrheit, da er zu diesem Zeitpunkt keine Rücksicht mehr auf seine eigenen Berechnungen und Wünsche nimmt. Sein Ziel ist nur, sich selbst vor der wahren Wirklichkeit aufzuheben, da er die Erhabenheit und Größe des Königs fühlt, und er nur ihm dienen möchte. Zu diesem Zeitpunkt vergisst er, sich um sich selbst zu kümmern, da sein eigenes Selbst vor der Existenz des Schöpfers wie eine Kerze vor einer Fackel, ausgelöscht wird.

Dann befindet er sich in einem Zustand von Lishma (für ihren Namen), was dem Schöpfer Zufriedenheit bereitet. Die Sorgen und Sehnsüchte dieses Menschen drehen sich nur noch darum, wie er den Schöpfer erfreuen kann, während seine eigene Existenz, d.h. der Wille zu empfangen, keinen Namen mehr verdient. Dann wird er als „gebend, um zu geben“ betrachtet.

RABASH, Artikel 223, Eintritt in die spirituelle Arbeit“

26.Juli 2021, Gute-Nacht-Text

Das Gesetz der Natur lautet: „Es gibt keinen Weiseren als den Erfahrenen“ und bevor der Mensch nicht alles versucht hat zu tun, was in seiner Kraft liegt, kann er nicht zum wahren Maß seiner Erniedrigung gelangen.

Deswegen muss er seine Bestrebungen hin zur Kedusha (Heiligkeit) und Reinheit richten, wie geschrieben steht: „Alles was in deiner Kraft liegt, tue es…“ Dies muss er beherzigen, denn dies ist tief und wahr.

Diese Wahrheit sei offenbart, damit der Mensch nicht schwach wird und an der Barmherzigkeit [des Schöpfers] zweifelt. Obwohl er keinen Fortschritt erkennt wenn er Arbeit getan hat, ist es dann an der Zeit für das Gebet. 

Bis dahin soll er an die Worte der Weisen glauben: „Wenn du sagst, ich habe nicht gearbeitet und trotzdem gefunden, glaube es nicht“. Wenn sich die Seite der Waagschale mit der Anstrengung senkt, wird das Gebet wahrhaftig sein und der Schöpfer wird großzügig geben. Die Weisen sagten auch: „Ich habe gearbeitet und ich habe gefunden, dann glaube es.“ Denn davor ist keiner der Erhörung seines Gebetes durch den Schöpfer würdig.

Baal HaSulam, Brief 57

25.Juli 2021, Gute-Nacht-Text

Nach mehreren Jahren der Arbeit, scheint es dem Menschen, als ob er sich in der Spiritualität rückwärts bewegt. Dies hat der Schöpfer absichtlich so arrangiert, damit es den Menschen schmerzt, dass er immer noch nicht in der Verschmelzung mit dem Schöpfer ist. Er soll dies jedes Mal spüren, wenn er versucht, das Kli (Gefäß) welches „wirklicher Mangel“ genannt wird, zu erschaffen. Der Maßstab für sein Vorankommen ist das Ausmaß des Leidens, welches er empfindet, also Katnut (Kindheit/Kleinheit) oder Gadlut (Erwachsensein/Größe) seines Mangels. Das Vorankommen wird durch das Maß des Leidens bestimmt, welches er fühlt, wenn sich die Füllung, welche „Verschmelzung mit dem Schöpfer“ genannt wird, ihm nicht offenbart. Je nach Größe dieses Mangels richten sich die Wünsche und Bestrebungen des Menschen danach aus, dem Schöpfer Freude zu bereiten. 

Rabash, 1986/24, „Der Unterschied zwischen Almosen und Nächstenliebe“

24.Juli 2021, Gute-Nacht-Text

Jene Menschen, die um des Gebens Willens arbeiten wollen, sich jedoch immer in einem Zustand des „Weißen“ befinden, denen hilft das „Weiße“, dass sie diese Arbeit fortzusetzen können. Während das „Weiße“ scheint, arbeitet dieser Mensch nur um für sich selbst zu Empfangen.

Daher wird dieser Mensch niemals die Möglichkeit haben zu wissen, ob seine Arbeit rein, also um des Schöpfers Willen ist, oder nicht. Dies bedeutet, dass er so niemals Dwekut (Anhaftung) an den Schöpfer erlangen kann.

Daher wird einem von Oben die “Schwärze“ gegeben, so kann man erkennen, ob die eigene Arbeit rein ist. Wenn der Mensch auch im Zustand der „Schwärze“ in Freude sein kann, ist dies das Zeichen, dass seine Arbeit rein ist. Er muss sich daher freuen und glauben, dass ihm von Oben die Gelegenheit gegeben wurde, um im Geben arbeiten zu können.

Baal HaSulam, Shamati 42, „Was bedeutet das Akronym Elul in der spirituellen Arbeit?“

23.Juli 2021, Gute-Nacht-Text

Bevor der Mensch fähig wird, die Wahrheit zu erkennen, muss er glauben, dass die Wahrheit nicht so ist, wie er denkt oder fühlt, sondern dass sie so ist, wie geschrieben steht: „Sie haben Augen, doch sie sehen nicht; sie haben Ohren, doch sie hören nicht“. Dies ist so, damit der Mensch durch die Korrektur seine Vollkommenheit erlangen kann, denn jetzt fühlt er nur sich selbst und keine andere Wirklichkeit.

Wenn er also versucht, mit seinem Herz im Glauben über dem Verstand zu sein, so qualifiziert und stärkt er seinen Glauben, um die Offenbarung des Antlitzes des Schöpfers zu erreichen.

Rabash, Ausgewählte Artikel 236, „Die ganze Erde ist voll seiner Herrlichkeit“

22. Juli 2021, Gute-Nacht-Text

Ein Mensch sollte sagen, dass der Schöpfer ihm nahe ist und sich um ihn sorgt, indem Er ihm die Mängel zeigt. Und er sollte deshalb sagen, dass sie Barmherzigkeit [Chassadim] sind. 

Es heißt: „Ich will singen von der Gnade des Herrn ewiglich.“ Mit anderen Worten, hat er einerseits Freude und singt darüber. Andererseits, sieht er, dass eine Rückkehr nötig ist. Mit anderen Worten, er sollte bitten, dass der Schöpfer ihn annähert und ihm das Verlangen zu geben, was eine zweite Natur ist, gibt.

Rabash 1991/1, Was bedeutet „Wir haben keinen anderen König als Dich“ in der spirituellen Arbeit

21. Juli 2021, Gute-Nacht-Text

Es kann nur jemand würdig sein, in die Paläste des Schöpfers hinein zu kommen, der im Verlangen zu geben arbeitet. Und wenn der Mensch zum Zwecke des Gebens arbeitet, ist es ihm nicht wichtig, was er selbst während der Arbeit fühlt. Und sogar dann, wenn er die Finsternis spürt, macht ihn das nicht verlegen. Er wünscht nur, dass der Schöpfer ihm die Kraft gibt, alle Hindernisse zu überwinden.

Daher bittet er den Schöpfer nicht, etwas „im weißen Licht“ zu enthüllen, sondern er bittet um Kraft, die Verhüllungen zu überwinden. Derjenige, der arbeitet um zu geben, sollte verstehen, dass er Kraft bekommt, wenn er sich im Zustand der Offenbarung des Schöpfers („im weißen Licht“) befindet, um die Arbeit fortsetzen zu können. Denn der Mensch kann sogar zum Zwecke des Empfangens für sich selbst arbeiten, wenn er Sein Licht erhält. Doch dadurch würde er nicht erfahren, ob seine Arbeit rein und selbstlos ist (d.h. ob sie um des Schöpfers willen ist). Und dies bewirkt, dass er die Anhaftung [Dwekut] an den Schöpfer nicht erlangen kann. 

Der Mensch erhält aus diesem Grund Zustände der Finsternis von oben. Und dann kann er sehen, inwieweit seine Arbeit selbstlos ist. Gelingt es ihm, sogar in einem Zustand der Finsternis, Freude zu empfinden, dann ist das ein Hinweis darauf, dass die Arbeit um des Schöpfers willen ist.

 

Baal HaSulam, Shamati 42, „Was ist das Akronym Elul in der Arbeit“

20.Juli 2021, Gute-Nacht-Text

Es steht geschrieben: „Es gibt nichts außer Ihm“, was bedeutet, dass es keine andere Kraft in der Welt gibt, die über eine Möglichkeit verfügen würde, etwas gegen den Schöpfer zu tun. Und wenn der Mensch Dinge und Kräfte in der Welt sieht, welche die Existenz der Höheren Kraft verneinen, dann ist dies so, weil das der Wille des Schöpfers ist.

Dies gilt als Methode der Korrektur, „die linke Hand stößt weg, und die rechte Hand zieht heran“. Das bedeutet, dass alles, was die linke Hand (der Wille zu empfangen) wegstößt, als Korrektur genutzt werden kann. Das heißt, es gibt in der Welt Dinge, die von vornherein kommen, um den Menschen vom rechten Weg abzulenken und durch welche er von der Heiligkeit abgestoßen wird.

Der Nutzen dieser scheinbaren Zurückweisungen besteht darin, dass der Mensch mit ihrer Hilfe ein Bedürfnis und das volle Verlangen danach erhält , dass der Schöpfer ihm helfen möge, weil er sieht, dass er nicht mehr weiter weiß.

Baal HaSulam, Shamati 1, Es gibt nichts außer Ihm ( Ei Od Milva Do)

19.Juli 2021, Gute-Nacht-Text

Der Mensch muss glauben, dass ihm der ihn bei der Arbeit behindernde “Wille zu empfangen”, von Oben gegeben wurde. Denn, der Himmel gibt ihm die Kraft zur Aufdeckung des “Willens zu empfangen” deswegen, weil es gerade dann, wenn der “Wille zu empfangen” erwacht, Raum für die Arbeit für den Schöpfer gibt.

Dann ist der Mensch in engem Kontakt mit dem Schöpfer und kann Ihn bitten, den “Willen zu empfangen” in die “Absicht um zu geben” zu wandeln. Der Mensch muss daran glauben, dass der Schöpfer Zufriedenheit erhält, wenn er Ihn darum bittet. Er soll ihn an Seine Form angleichen, was Dwekut (Anhaftung) genannt wird. Dies ist der Moment, an dem der “Wille zu empfangen” in die “Absicht um zu geben“ gewandelt wird.

Darüber sagt der Schöpfer: „Meine Söhne haben mich besiegt.” Anders ausgedrückt: „Ich gab euch den “Willen zu empfangen” und ihr bittet mich, euch stattdessen den “Willen zu geben” zu schenken.“

Baal HaSulam, Shamati 19, Was bedeutet, “der Schöpfer hasst die Körper“ in der spirituellen Arbeit?

18.Juli 2021, Gute-Nacht-Text

Die Tiefe des Bösen und dessen Gegenteil, die Erhabenheit seiner Wurzel, das Gute, sind in ihrem Ausmaß gleich. Der Mensch wird erkennen, dass das Ausmaß des Hasses dem Ausmaß der Liebe gleich ist.

Wird die Menschheit durch ihren unbegründeten Hass zerstört und die Welt mit ihr, wird danach, durch bedingungslose Liebe, die Menschheit und mit ihr die Welt, wieder aufgebaut.

Rabbi Kook, Orot HaKodesh (Heilige Lichter) 3

17.Juli 2021, Gute-Nacht-Text

Zuerst muss der Mensch, der Niedere, glauben, dass es wirklich einen Höheren gibt, nur dass er den Höheren nicht spürt, weil er die Größe des Höheren nicht anerkennt. Dies wird „Shechina (Göttlichkeit) im Exil“ genannt, was bedeutet, dass die Shechina für ihn wie Staub ist. Der Mensch fühlt nicht, dass es mehr als den Geschmack von Staub im Höheren gibt.

Wenn er aber beginnt, die Erhabenheit des Höheren zu erkennen, was bedeutet, dass die ACHaP des Höheren aufsteigen, steigt damit auch der Niedere auf und beginnt, das Gefühl der Göttlichkeit wahrzunehmen. Im selben Maße, in dem es ihn schmerzt, dass er den Höheren nicht vollständig wahrnehmen kann, wird die Größe des Höheren für ihm zunehmen. Daraus folgt, dass dies eine Korrektur zu Gunsten des Niederen ist.

RABASH, Ausgewählte Notizen. Artikel 557, Über das Or Choser, das reflektierende Licht

16.Juli 2021, Gute-Nacht-Text

Jemand, der Geschmack am Leben haben möchte, sogenannte Taamim (Geschmäcker), der sollte auf seinen “Punkt im Herzen” achten.

Jeder Mensch hat einen “Punkt im Herzen”, nur leuchtet er noch nicht und ist darum wie ein schwarzer Punkt. Er ist im Zustand von Nefesh (Seele) der Kedusha (Heiligkeit), deren Natur das Kli (Gefäß) des Gebens ist.

Nefesh befindet sich dann im Zustand “Shechina (Göttlichkeit) im Staub”, was bedeutet, dass der Mensch die Shechina als nichtig, wie Staub, betrachtet. In diesem Zustand werden die “Punkte im Herzen” Nekudot (Punkte) genannt.

Anstatt die Shechina wie Staub zu betrachten, muss der Mensch ihre Wichtigkeit erhöhen und Sie zu Tagin (Kronen, in der Heb. Schrift Verzierungen auf den Buchstaben) erheben, zu einer „Krone auf Seinem Kopf.“ 

Wenn dies geschieht, dehnt sich Nefesh von Kedusha in die Otiot (Buchstaben) aus, welche der Guf (Körper) sind. Mit anderen Worten, die Kedusha ändert sich von „potentiell“ zu „tatsächlich“ aus, genannt Otiot oder Guf.

RABASH, Artikel 34, TaNTA (Taamim, Nekudot, Tagin, Otiot)

15. Juli 2021, Gute-Nacht-Text

In unserer Welt (Olam haSe), der untersten aller Welten, sollte das Höhere Licht im Willen zu empfangen weilen. Dessen Korrektur wird als Empfangen, um zu geben, genannt. Während der Wille zu empfangen jedoch mit niedrigen und unsinnigen Wünschen erfüllt ist, gibt es in ihm keinen Platz, an welchem die Größe des Schöpfers offenbart werden kann.

Das Herz, das zum Gefäß der Begegnung mit dem Licht des Schöpfers werden sollte, wird zu einem Platz von Abfall und Schmutz, das heißt, das Herz steckt in niedrigen Wünschen völlig fest. Das wird als „Shechina im Staub“ bezeichnet, also dass die Shechina zu Staub erniedrigt ist.

Und jeder vernachlässigt die Heiligkeit, es gibt kein Bestreben und keinen Wunsch, Sie aus dem Staub zu erheben, sondern es wird wertloses Zeug gewählt. Und damit verursacht man das Leiden der Shechina, weil man ihr keinen Platz im Herzen gibt, das ein Gefäß für das Licht des Schöpfers sein soll.

 

Baal HaSulam, Shamati 2, „Shechina im Exil“

14.Juli 2021 Gute-Nacht-Text

Im Körper des Menschen gibt es kein Organ, das nicht eine Entsprechung in der Welt hat. Denn die Organe wurden nach und nach, in einer Rangfolge stehend, gebildet. Und wie der Körper aus Organen besteht, und wie sie einen ganzen Körper bilden, besteht die Welt bzw. die Schöpfung aus Elementen, die aufeinander folgen. Und wenn sie alle korrigiert sind, werden sie wirklich zu einem Körper.

Sohar für alle, Toldot, „Dies ist der Stammbaum von Isaak“, Punkt 3

 

 

13.Juli 2021, Gute-Nacht-Text

Du brauchst weiter nichts zu tun, als auf das Feld, das der Schöpfer gesegnet hat, hinauszugehen, und all die losen Organe, die von der vollständigen Seele herabgefallen sind, zusammen zu sammeln und sie zu einem einzigen Körper zu verbinden.

In diesen vollkommenen Körper wird der Schöpfer Seine Shechina unaufhörlich einfließen lassen, sodass die Quelle der Höheren Weisheit und der erhabenen Lichter wie ein niemals endender Brunnen sein werden. Jeder Ort, den dein Auge erblicken wird, wird gesegnet sein und jeder wird durch dich gesegnet sein, so wie auch jeder dich ständig segnen wird.

Baal HaSulam, Brief 4, Mund zu Mund“

12.Juli 2021, Gute-Nacht-Text

Es gibt tatsächlich nur eine Seele in der Welt, so wie es in Genesis 2:7 steht „und blies den Odem des Lebens in seine Nasenlöcher“. Diese Seele existiert in allen Kindern Israels, vollkommen, wie in Adam haRishon, da das Spirituelle unteilbar ist. Teilbarkeit ist eher materiellen Dingen eigen.

Dennoch wird gesagt, dass es 600.000 Seelen gibt. Es scheint, als ob die eine Seele, durch die Kraft der Körper der Menschen in Seelenfunken geteilt wird. Mit anderen Worten, der Körper des Menschen zerteilt die Seele und verhindert so, das Leuchten der vollständigen Seele auf den Menschen. Nur durch die Kraft der Tora und Mizwot wird der Körper gereinigt und je nach dem Ausmaß der Reinigung, strahlt dann die vollständige Seele auf ihn. 

RABASH, 600.000 Seelen

11.Juli 2021, Gute-Nacht-Text

Freundesliebe, die auf der Basis der Nächstenliebe aufgebaut ist, durch welche der Mensch die Liebe zum Schöpfer erreichen kann, ist das Gegenteil von dem, was in der materiellen Welt mit Liebe zu Freunden gemeint ist. Mit anderen Worten, Nächstenliebe bedeutet nicht, dass man von seinen Freunden geliebt werden muss, sondern umgekehrt, man selbst muss die Freunde lieben. 

Deshalb spielt es für diesen Menschen keinen Rolle, wenn ein Freund ihn beleidigt und ihn somit hasst. Denn er selbst, der sich wünscht, die Freundesliebe auf Basis der Nächstenliebe zu erreichen, braucht, um den Freund zu lieben, eine Korrektur.

Wenn sich also jemand die Mühe macht und die Freunde wohlwollend beurteilt, wird dies Segula(Heilmittel), eine „Erweckung von oben“ genannt. Durch die Anstrengung, die dieser Mensch macht, bekommt er Kräfte von oben, und wird fähig, ausnahmslos alle Freunde zu lieben.

RABASH, 1988/30, „Was wir in der Versammlung der Freunde suchen sollten“