Mütterlichkeit – eine besondere Kraft in der Natur

Frage: Wir wissen, dass die Mutterschaft das Leben einer Frau grundlegend verändert. Doch welche neuen Prozesse finden in einer Frau statt, die bald Mutter wird, und worauf muss sie sich vorbereiten?

Antwort: Eine werdende Mutter bewegt sich allmählich vom System der Einzelperson zu System der Symbiose mit dem neuen Erdenbürger. Hatte sie zuvor das Gefühl, eine Einzelperson zu sein und nur mit ihrem Zuhause, ihren Eltern und ihrem Ehemann verbunden zu sein, nimmt sie sich selbst ganz anders wahr, sobald sie ein Baby hat. Sie spürt eine zuvor unbekannte Verbindung zu ihrem Kind, das sie zur Sorge „verpflichtet“ und ihre ganze Aufmerksamkeit verlangt. Die Frau spürt, dass es auf der Welt nichts Wichtigeres gibt. Weiterlesen

Die EU stirbt, und das sollte sie auch

Von Dr. M. Laitman

Die Europäische Union wurde in Sünde geboren und wird unter Qualen sterben. Das Bündnis der Europäischen Union wurde geschmiedet, um Europa einen Wettbewerbsvorteil gegenüber den USA und dem an Kraft zunehmendem China und Russland zu verschaffen. Der Fokus lag dabei fast ausschließlich auf der Errichtung eines gemeinsamen Marktes und einer gemeinsamen Währung. Die möglichen sozialen Auswirkungen einer Union von Nationen, sie sich seit Jahrhunderten immer wieder miteinander im Krieg  befanden, zog man nicht in Betracht. Weiterlesen

Der Krieg um Atemschutzmasken

Von Dr. M. Laitman

Die CBS46-Reporter Tim Lister, Sebastian Shukla und Fanny Bobille berichten darüber, dass eine neue Art von globalem Krieg ausgebrochen sei, in dem die Länder um Atemschutzmasken und PSA (persönliche Schutzausrüstung) kämpfen.

Weiterhin hätte die USA 200.000 Atemschutzmasken, die nach Berlin geliefert werden sollten, umgeleitet. Die spanische Außenministerin Arancha González Laya erklärt, eine Bestellung für bereits bezahlte Beatmungsgeräte sei in der Türkei beschlagnahmt worden. Nicht näher beschriebene amerikanische Kunden hätten versucht, chinesischen Lieferanten das Dreifache oder Vierfache des ursprünglich vereinbarten Preises zu zahlen, um lebensrettende Lieferungen aus Frankreich umleiten zu lassen. Die brasilianische Regierung behauptete, dass die Nachfrage der USA das verfügbare Angebot auslauge. Sie hätten versucht, PSA zu kaufen, aber viele dieser Ausrüstungen seien in amerikanische Hände gefallen. Weiterlesen

COVID-19 – Der Kapitalismus ist tot

COVID-19 – Der Kapitalismus ist tot (Newsmax)

Von Dr. M. Laitman

Am 20. März schrieb der Historiker Yuval Noah Harari in der Financial Times, dass das Wesen von Krisen darin besteht, die Entwicklungen der Vergangenheit zu beschleunigen. Alles, was wir kennen, unsere gesamte Zivilisation zerfällt gerade in rasender Geschwindigkeit. Doch die Hoffnung, dass das Leben nach dem Virus so weitergeht wie vorher, bleibt. Das wird es aber nicht. Das Coronavirus wird alles verändern.

Es findet eine Veränderung des gesamten Paradigmas unseres Leben statt und nicht nur unserer Einstellung dazu. Der ehemalige britische Premierminister Gordon Brown schrieb: Um das Coronavirus zu bekämpfen, sollte die G20 die Bemühungen der WHO unterstützen und die Globalen Fonds zur Koordinierung und Steigerung der Produktion und Beschaffung medizinischer Güter nutzen, statt weiterhin die Profitgier durch Preiskriege zu fördern. Weiterlesen

Der Tag nach dem Coronavirus

Warum COVID-19 ein Aufruf ist, weltweit neue Wege zu gehen

Von Dr. Michael Laitman, PhD

Einführung

Als ich während der Ausgangssperre die Italiener auf ihren Balkonen gemeinsam singen sah, wusste ich, dass wir an einem Wendepunkt in der Entwicklung der Menschheit stehen. Und dass dieser in die Geschichtsbücher eingehen wird.

Das Coronavirus brach plötzlich in unser Leben ein. Es erwischte uns völlig überraschend und unvorbereitet. Wir hatten keine Vorstellung über die Einsichten, die es mit sich bringen würde.

Panik und Hilflosigkeit angesichts der unerbittlichen Ausbreitung des Virus kennzeichneten zunächst die Geburt der neuen Welt. Kein anderes Phänomen hat unser Leben in jüngster Zeit so sehr erschüttert. Ein winziges und fast unsichtbares Teilchen brachte das Rad unserer gesamten globalen sozioökonomischen Infrastruktur zum Stillstand und stellte uns unter Quarantäne, ohne dass ein nahes Ende in Sicht war. Weiterlesen

Corona – ein Ergebnis unserer zwischenmenschlichen Beziehungen?

Von Dr. Michael Laitman

Nachdem ich mehrfach erklärte, dass der Coronavirus-Ausbruch eine Reaktion der Natur auf den egoistischen zwischenmenschlichen Umgang ist, der vor der Pandemie das Weltgeschehen prägte, fragten mich meine Studenten:

Wie kann es sein, dass ein Virus auf biologischer Ebene ein Ergebnis davon ist, dass die Menschen zusehends egoistischer und ausbeuterischer wurden? Es ist zum Beispiel klar, dass ein Land sich an demjenigen Land rächen will, von dem es ausgebeutet wurde. Wie stehen allerdings die Natur und verschiedene Viren mit zwischenmenschlichen Beziehungen in einem Zusammenhang?
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Ein Virus mit Methode

Von Dr. Michael Laitman

Das Coronavirus ist eine intelligente Kreatur. Listig wandert es zwischen uns umher und denkt sich: “Wie kann ich diese armen Menschen lehren, den alten Zustand zu verlassen und eine neue, richtige Art der Kommunikation miteinander zu beginnen?“ So denkt es im Stillen, reibt sich die Hände und tut sein Werk. Das ist nicht weit von der Wirklichkeit entfernt. Weiterlesen

Erfüllung, die man nicht kaufen kann

Von Dr. M. Laitman

Viele von uns lieben „Shopping“! Wir kaufen uns damit das Gefühl von Selbstbewusstsein. Es unterbricht unser Empfinden der Einsamkeit und Leere. Die Befriedigung beim Einkaufen bewirkt einen „Kick“ von Erneuerung und Glück. Dies scheint wirklich jeden Cent zu rechtfertigen.

Am Monatsende stellen wir schnell fest, dass die meisten unserer Einkäufe nicht realen, sondern wettbewerbsorientierten, sozialen Bedürfnissen entsprangen. Diese begleiten uns unbemerkt und überwältigten uns plötzlich in Form einer momentanen Leidenschaft. Ohne sozialen Druck würde unser Kaufbegehren sofort abnehmen. Weiterlesen

Eine Frau ist ein Heim

Von Dr. M. Laitman

Die Tora sagt: „Eine Frau ist ein Heim“, daher ist sie das Fundament und die Basis aller Menschen.  

Seit über 100 Jahren werden am Weltfrauentag die Frauen geehrt und wertgeschätzt. In manchen Ländern ist er sogar einer der wichtigsten Tage im Jahr. Doch was ist sein Ursprung und was genau wird wertgeschätzt?

Der Weltfrauentag ist auf die Frauenbewegung zur Gleichstellung der Rolle von Mann und Frau zurückzuführen. Zu dieser Zeit gab es zwei Strömungen des Feminismus, den Gleichheits- und den Differenzfeminismus. Der Gleichheitsfeminismus ging davon aus, dass Mann und Frau im Grunde gleich sind und dass sie von der Gesellschaft zu verschiedenen Rollen erzogen werden. Der Differenzfeminismus jedoch besagte, dass Mann und Frau grundlegend verschieden sind und es darum geht, sich gegenseitig zu akzeptieren und sich in den Eigenschaften zu ergänzen. Weiterlesen

Über Dr. Michael Laitman

Michael Laitman ist Doktor der Philosophie und Kabbala und hat einen Mastertitel in Medizinischer Bio-Kybernetik. Er begann seine Karriere als vielversprechender junger Wissenschaftler, aber sein Leben nahm 1974 eine scharfe Wende, als er nach Israel einwanderte.

In Israel arbeitete Dr. Laitman mehrere Jahre für die israelische Luftwaffe, bevor er sich selbständig machte. 1976 begann Laitman mit seinen Kabbala-Studien, und 1979 fand er Rav Baruch Shalom Halevi Ashlag (den RABASH), den erstgeborenen Sohn und Nachfolger von Rav Yehuda Leib Halevi Ashlag, der wegen seines Sulam (Leiter) Kommentars zum Buch Sohar als „Baal HaSulam“ bekannt ist.

Dr. Laitman war RABASHs Hauptschüler bis zu dessen Ableben im Jahr 1991. Danach schrieb Laitman weiterhin Bücher darüber, was er von RABASH gelernt hatte. Ebenso vermittelt er die Methodik von Baal HaSulam.

Dr. Laitman ist Autor von über 40 Büchern, die in Dutzende Sprachen übersetzt wurden. Er ist ein gefragter Redner und hat u.a. für die New York Times, die Jerusalem Post, die Huffington Post, den Corriere della Sera, die Chicago Tribune, den Miami Herald, The Globe, RAI TV und Bloomberg TV geschrieben oder diesen Medien Interviews gegeben.

Wenn Sie sich für Artikel von Dr. Laitman interessieren, besuchen Sie seinen Blog: Laitman.de

Warum das Wort des Jahres 2019 ein Zeichen des spirituellen Erwachens der Menschheit ist

Von Dr. Michael Laitman

Ich freue mich zu hören, dass „existenziell“ das Wort des Jahres bei Dictionary.com wird. Dass viele Menschen das Wort in den Medien verwenden und immer mehr nach seiner Definition suchen, ist ein Zeichen des spirituellen Erwachens, das die Menschheit derzeit erlebt.

Es mag wie ein negatives Phänomen erscheinen, denn wie Dictionary.com erwähnt, taucht es in den Medien häufig zusammen mit den Wörtern „Bedrohung“ und „Krise“ auf, die mit Gesellschaftskrisen, Klimawandel, Protesten, Waffengewalt, Big-Tech-Angst sowie mit der Infragestellung der gesamten Lebensrichtung und der Selbstidentität der Menschen zusammenhängen. Weiterlesen

Was ist ein Wunder?

Von Michael Laitman

Chanukka ist eine gute Zeit, um über Wunder zu sprechen. Ein Wunder ist per Definition etwas, das nach den Naturgesetzen nicht geschehen kann. Wenn ich zum Beispiel am Ende der acht Tage von Chanukka nur zwei Kilo oder weniger zugenommen habe, kann das sicherlich als Wunder bezeichnet werden..

Eine Sache der Wahrnehmung

Aber Scherz beiseite! Was bedeutet es, „den Naturgesetzen zu trotzen“? Wenn etwas den Naturgesetzen widerspricht, widerspricht es dann nur den uns bekannten Gesetzen der Natur oder den Gesetzen der Natur als Gesamtes? Und wenn letztes zutrifft, welches Gesetz bewirkte dann dieses Wunder? Wenn Sie jemandem aus dem 18. Jahrhundert mit einem einfachen Lichtschalter konfrontierten, der eine Glühbirne zum Leuchten bringt, die einen ganzen Raum erhellt, würde das damals sicher als Wunder gegolten haben. Aber wir alle wissen, dass es kein Wunder ist. Weiterlesen

führt zum Webinar

Kollektives Bewusstsein und globale Abhängigkeit

Von Dr. Michael Laitman

Gegenseitige Abhängigkeit

Haben Sie sich jemals gefragt, wie sehr Ihre Gefühle, Gedanken, Wünsche und Bedürfnisse von den Gefühlen, Gedanken, Wünschen und Bedürfnissen anderer Menschen abhängen? Weiterlesen

Chanukka – Griechen gegen Makkabäer

Von Rav Michael Laitman

Chanukka – das jüdische Lichterfest – eignet sich hervorragend, um über Hedonismus zu sprechen: Gemeint ist die Jagd nach dem schnellen Vergnügen –  ein gesellschaftlicher Wert, den bereits die Griechen (Hellenisten) so emsig verfolgten. Ich würde gerne einen Denkanstoß dazu vorbringen, der manchen Lesern neu erscheinen mag, der aber eigentlich die Basis des jüdischen Gedankengutes ist.

Es ist ja im Prinzip nichts Schlimmes an der Absicht, Freude zu empfinden. Tatsächlich liegt es in unserer Natur, Freude zu empfangen. Die Griechen wussten sehr gut, wie man Unglaubliches aus dem Menschen herausholen konnte. Sie waren Meister darin, sich in Kultur, Sport, Wissenschaft und Architektur zu üben – alles zum Vergnügen der Allgemeinheit.

Ihnen gegenüber standen die Makkabäer. Sie verfolgten einen anderen Ansatz – sie behaupteten nämlich, dass die Natur des Menschen bis in ihren Kern hinein verdorben ist, wie geschrieben steht: „Die Neigung im Herz des Menschen ist übel von Anfang an“, und „Die Sünde lauert vor der Tür“.

Die Makkabäer (oder auch Juden, die sich nicht dem Hellenismus verschrieben haben) hatten an sich keinerlei Einwände gegen Kultur, Wissenschaft oder Technologie als solche. Sie hatten vielmehr etwas gegen den eigennützigen Gebrauch von Fähigkeiten und Talenten, die eher in der Glorifizierung des eigenen Selbst ihren Höhepunkt findet als in der des gemeinsamen Wohles. Das ist auch der Grund, warum sich die Griechen für Siegertypen begeistern konnten und den Wettbewerb liebten.

Die Juden andererseits übten sich in „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“, was ihrem Ideal entsprach. Natürlich gelang die Umsetzung dieses Ideals nicht so umfassend, aber immerhin war es das Ziel, das sie anstrebten.

Nicht, dass die Makkabäer Asketen waren. Auch sie sehnten sich nach dem ultimativen Glückszustand. Doch im Unterschied zu den Griechen wussten sie, dass das tatsächliche Glück in gegenseitiger Kameradschaft und sozialem Zusammenhalt liegt. Wenn man sich als Teil eines größeren Ganzen sieht, erweitert man seine Wahrnehmung proportional zur Größe der Gesellschaft. Das Selbst kann nur ein gewisses Maß an Freude empfinden. Aber ein Selbst, das sich als Teil eines größeren Ganzen wahrnimmt, erlebt Freude sowohl an den eigenen Fähigkeiten, die zugunsten der Gesellschaft genutzt werden, als auch an den Beiträgen der anderen Mitglieder der Gesellschaft.

Und wie die Zellen in einem Körper sich selbst erhalten, aber auch zugunsten des ganzen Körpers arbeiten (als würden sie den ganzen Körper wahrnehmen – und vielleicht tun sie das auch), wollten die Makkabäer diese erweiterte Wahrnehmung allen zukommen lassen. Natürlich stand der eigennützige, hedonistische Ansatz dem entgegen. Also konnten diese beiden Anschauungen nicht nebeneinander existieren.

Wenn man sich die heutige Gesellschaft ansieht, scheinen die Griechen klar gewonnen zu haben. Nahezu überall hat die Genusssucht Oberhand gewonnen. Der Wettbewerb boomt und die Menschen scheinen mit einer Welt ohne Wettbewerb gar nichts mehr anfangen zu können. Doch möglicherweise gleicht der Sieg der Griechen einem Pyrrhus Sieg: In den meisten Wettbewerbsorientierten Gesellschaften sind Depressionen, alle denkbaren Extremismen und unglaubliche Dekadenz mittlerweile auf dem Vormarsch. Der Wettbewerb führte weitreichend zu Isolation, Entfremdung, Einsamkeit, Melancholie und auch radikalen Ansichten.

Wir sollten nun zu den Idealen der Makkabäer zurückkehren – zur Kameradschaft! Und noch wichtiger: Zu sozialem Zusammenhalt. Einfacher ausgedrückt: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!

Wieder blicken alle Augen auf die Juden. Und wieder wendet sich die in der Zwischenzeit dem Hedonismus frönende, vor allem Westliche Welt, gegen sie. Antisemiten spüren, dass irgendetwas an den Juden „schädlich“ ist, doch sie können es nicht auf den Punkt bringen. Also schieben sie die Schuld auf den Staat Israel oder gleich auf die Juden. Doch unbewusst spüren sie nur, dass die Juden ihren „Job“ nicht richtig machen.

Und sie haben Recht. Wir Juden schieben unsere Verantwortung – ein „Licht für die Völker“ zu sein -vor uns her. Dieses Licht ist das Licht der Einheit; es ist die einzige Medizin für die aktuellen, facettenreichen globalen Krisen.

Eine Krise in der menschlichen Natur äußert sich vielerorts. Da die menschliche Natur buchstäblich alles in unserem Leben beeinflusst, versinkt mittlerweile nahezu jeder Bereich, in welchem der Mensch „mitmischt“, in Chaos oder ist auf dem besten Weg dorthin. Es ist längst Zeit, auf die Bremse zu treten! Versuchen wir doch einmal etwas ganz anderes: Versuchen wir doch einmal Liebe, Zusammenarbeit und Gemeinschaft!

Wir müssen nicht verbergen, wer wir sind und was wir auf dem Gebiet der Wissenschaft, Technik oder Kultur erreicht haben. Wir müssen all dieses Wissen nur anders anwenden. Wir müssen eine Umgebung des Gebens erschaffen. Selbst der Reichste auf der Welt kann sich in der heutigen Welt als Einzelner nicht sicher fühlen. Doch in einer Gesellschaft von gegenseitiger Fürsorge kann sich sogar der Ärmste oder Schwächste beschützt und glücklich fühlen.

Nur wir Juden haben den Schlüssel für eine solche Verbindung, denn nur wir haben sie jemals erfahren. Damals in den Zeiten der Makkabäer und vor der Zerstörung des Tempels lebten wir nach dem Prinzip der Nächstenliebe! Wir waren eine Gesellschaft der gegenseitigen Fürsorge, die sich einst am Fuß des Berges Sinai zusammengeschlossen hatte und die sich nach jeder Fehde erneuern konnte. Nun ist es Zeit, diese Verbindung wiederzubeleben und sie mit der Welt zu teilen. Die Welt braucht genau das! Die Welt wird diese Verbindung von niemandem anderen bekommen als von uns! Wir müssen endlich erwachen und sie weitergeben. Denn das ist es, was mit „ein Licht für die Völker“ zu sein, gemeint ist. Und es gibt keinen günstigeren Zeitpunkt dafür als das Fest des Lichtes – Chanukka.

Ein frohes Fest des Lichtes an Sie alle!

Rav M. Laitman

Mehr dazu: Das erste Buch der Makkabäer

Die spirituelle Bedeutung von Chanukka

Channuka (auch Hanuka, Channukah) – das Jüdische Lichterfest

Der Mensch sowie die gemeinsame Seele wurden gegensätzlich zum Schöpfer erschaffen. Die Eigenschaft des Schöpfers besteht aus Geben und Liebe. Die Eigenschaft des Geschöpfes besteht hauptsächlich aus Empfangen. Das Programm der Schöpfung ist dazu berufen, den Menschen von der Gegensätzlichkeit zur Gleichförmigkeit mit der Höheren Kraft zu führen. Dieses Programm wird durch das Licht realisiert, welches zur Quelle zurückführt. Dieses Licht erweckt man durch die Arbeit in Gruppen – nach dem Beispiel von Moses bei der Gründung des Volkes Israel.

Wenn sich diese Gruppen verbinden, ziehen sie das Licht der Tora an und dieses wirkt allmählich auf sie, sodass die Geschöpfe die Korrektur erlangen. Diese Korrektur wird in zwei Etappen realisiert. Das Ziel der ersten Etappe besteht darin, das Verlangen zu empfangen zu mindern, damit man sich ausschließlich auf das Erreichen der Absicht zum Gebenhin konzentriert.

Die erste Etappe des Erreichens der Eigenschaften des Gebens um zu geben (Stufe Bina) ist der Krieg der Makkabäer. Der Punkt des Überganges vom Geben um zu geben zum Empfangen um zu geben heißt „Rast“ oder Chanukka (das bedeutet „chanu ko“ = hier stehengeblieben).

Wir feiern beim Chanukkafest den Abschluss des Erreichens der altruistischen Absicht, das Erlangen der Stufe Bina. Unser Verlangen zu empfangen schränken wir ständig weiter ein und vergrößern somit die Absicht für das Geben. So kommen wir zu dieser Rast, zu Chanukka. Wir können die Lichter nur sehen, sie aber nicht nutzen.

Nach Chanukka lernen wir, wie wir sogar das Verlangen zu empfangen mit der Absicht um zu geben nutzen können, damit „die Finsternis wie das Licht leuchtet“.

Chanukka ist deswegen ein Fest des Lichtes, weil wir nur die Absicht zu geben nutzen. Das Licht selbst kann man nicht nutzen, man kann nur darauf schauen. Und „schauen“ bedeutet, das Licht jenseits der Empfangsgefäße zu nutzen.

Chanukka schließt diese erste Etappe der Korrektur ab, welche wir in diesen Tagen feiern.

Aus dem Unterricht zur Thema „Chanukka nach der Kabbala“