Das wahre Zittern

Und es existieren viele Stufen von Angst, wie in der Einführung zum Sohar geschrieben steht: „Das Zittern: die Grundlage liegt darin, dass der Mensch vor seinem Herrn zittert, denn Er ist groß und allmächtig, Er ist die Grundlage und die Wurzel aller Welten und alles ist nichtig vor Ihm“. Und aus der Erklärung dazu lernen wir, dass es drei Arten von Angst vor dem Schöpfer gibt, und nur eine davon gilt als die Wahre.

1) wenn man vor dem Schöpfer zittert und Seine Gebote einhält, damit seine Kinder leben und um körperlicher oder finanzieller Bestrafung zu entgehen. Das ist die Angst vor der Bestrafung in dieser Welt.

2) wenn man auch Angst vor der Hölle hat

Und keine davon ist das wahre Zittern, denn das Zittern resultiert nicht daraus, dass dies ein Gebot des Schöpfers ist, sondern aus dem Eigennutz. So ist hier der Eigennutz die Wurzel und das Zittern der Zweig und eine Folge des Eigennutzes.

3) „Das Zittern, das eine Grundlage ist“, d.h. er zittert vor dem Schöpfer, weil Er groß ist und über allem herrscht. Er ist groß, Er ist die Wurzel, aus welcher alle Welten austreten.

Und aus dem Gesagtem folgt, dass die Grundlage des Zitterns der Glaube an Seine Großzügigkeit ist, denn die Großzügigkeit und Wichtigkeit sind im Wesentlichen der Grund, der uns zur Erfüllung von Tora und Geboten verpflichtet, und nicht der Eigennutz. Wie es dort noch geschrieben steht: „Damit er sein Herz und seine Wünsche an einen Ort setzt, damit er an seinem Zittern mit Verlangen und Leidenschaft, die dem Befehl des Königs würdig und angemessen sind, anhaftet. Und zu der Zeit, wo der Mensch solchen Glaubens gewürdigt wird, bei welchem er in seinem Herzen die Größe des Schöpfers spürt, annulliert sich sein Körper, also all seine Gedanken, Wünsche und Handlungen annullieren sich vor dem Schöpfer wie eine Kerze vor einer Fackel.

 

Rabash 1987/88, Artikel Nr. 13

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