5. März 2026, Gute-Nacht-Text

Das “Heer” [Zawa] sind Männer des Krieges. Es sind Menschen, die jeden Tag hinausgehen, um den bösen Trieb zu bekämpfen, sie werden das „Heer“ genannt. Deshalb, nachdem sie die Prüfung bestanden hatten und die Erlösung erlangten, das heißt, nachdem sie den bösen Trieb besiegten und der Herrschaft des Bösen entkamen, verlief ihre Arbeit in Form von Auf- und Abstiegen, was “Heerscharen” [Zewaot, Plural von Zawa] genannt wird. Das bedeutet, für diese Auf- und Abstiege, wenn sie sich seiner Herrschaft entzogen und dann ihm wieder unterwarfen, wird der Begriff “Heerscharen” [Zewaot] verwendet.

RABASH, Artikel 6 (1989) Was ist „Über dem Verstand“ in der Arbeit?

 

4. März, Gute-Nacht-Text

Wenn der Mensch Liebe zu seinen Freunden empfindet, so besagt das Prinzip der Liebe, dass man gerade die Vorzüge und nicht die Fehler des Freundes sehen will. Und daraus folgt wiederum: Wenn er bei seinem Freund einen Mangel sieht, so liegt dieser nicht beim Freund, sondern bei ihm selbst. Denn er hat keine Liebe zum Freund und sieht deshalb nur die Fehler an ihm. Das heißt, seine Liebe zu seinen Freunden ist fehlerhaft, deshalb sieht er die Schwächen seines Freundes. Daher muss er nun erkennen, dass nicht sein Freund sich selbst korrigieren muss, sondern er selbst Korrektur benötigt. Und so muss er sich nicht um die Korrektur des Freundes kümmern, sondern dafür sorgen, dass er den Fehler korrigiert, den er selbst in der Freundesliebe verursacht hat. Und wenn er sich korrigiert hat, wird er nur mehr die Vorzüge des Freundes und nicht mehr dessen Fehler sehen.

RABASH, Artikel 17 Teil 1 (1984) In Sachen Wichtigkeit der Freunde

 

3. März, Gute-Nacht-Text

Der Mensch kann keine wirkliche Vorliebe für etwas empfinden, wenn er keinen Drang danach verspürt. Wenn der Mensch also etwas von oben erbittet, muss er einen tatsächlichen Mangel haben, damit sein Wunsch erfüllt werden kann. Dies nennt man „Gebet von ganzem Herzen“. Das heißt, wie wir wissen, dass das Herz Verlangen genannt wird. Wenn also der Mensch betet, dass sein Wunsch erfüllt werden möge, muss er einen Mangel haben, der befriedigt werden muss. Wenn also ein weiteres Verlangen im Herzen eines Menschen vorhanden ist, ist dies ein Zeichen dafür, dass sein Verlangen nicht groß ist, denn das Verlangen ist in zwei Teile gespalten. Es stellt sich heraus, dass beide nicht groß sind. Es ist nicht wahr, dass er nur einen einzigen Wunsch in seinem Herzen hat, und dass er von ganzem Herzen bittet.

RABASH, Artikel Nr. 21, 1991. Was bedeutet es, dass wir vor Purim den Abschnitt Sachor [Gedenke] lesen, in der Arbeit?

 

2. März, Gute-Nacht-Text

Nur wenn die 288 Funken ermittelt sind, und sobald sie vollständig geklärt sind, wird auch das “steinerne Herz” von selbst korrigiert, wie in: „Und ich werde das steinerne Herz aus eurem Fleisch entfernen und euch ein Herz aus Fleisch geben. Und dann wird der Tod für immer verschwinden, denn alles Böse wird zum Guten gewendet werden, und dann wird die Finsternis wie Licht erstrahlen.“ Da die Lichter von Purim ein Gleichnis für Gmar Tikun [das Ende der Korrektur] sind, denn sie leuchteten nur dank des Wunders, werden aus diesem Grund alle Feiertage außer Purim aufgehoben, denn Purim gehört zu Gmar Tikun. Dann, wenn alles Böse korrigiert ist, wird es keinen Unterschied zwischen „verflucht sei Haman” und “gesegnet sei Mordechai“ mehr geben, und auch Haman wird zum Guten korrigiert sein.

RABASH, Artikel 11 (1987) Purim und das Gebot: Bis man es nicht mehr erkennt

 

1. März, Gute-Nacht-Text

Wie können wir Amalek auslöschen? Unsere Weisen sagten dazu: „Ich habe den bösen Trieb erschaffen, ich habe die Tora als Gewürz erschaffen“, denn durch die Tora können wir das Böse auslöschen. Doch nicht jeder ist fähig, sich mit der Tora zu befassen. Deshalb erlangen wir die Eigenschaft von Issachar und Sebulon, also die Eigenschaft jener, die die Tora studieren, und jener, die sie unterstützen. Wir vereinen uns durch sie zu einem Menschen und alle werden Söhne der Tora genannt. Und wenn dann alle eins sind, können wir Amalek auslöschen und der Erlösung würdig werden.

RABASH, Notiz 908: „Das Auslöschen von Amalek“

 

28. Februar 2026, Gute-Nacht-Text

Es obliegt dem Menschen, sich zu bemühen und Anstrengungen zu unternehmen, keine Gedanken zu hegen, die ihn selbst betreffen. Das ist so, wie die Weisen sagten: „Verbrecherische Gedanken sind schlimmer als das Verbrechen selbst“. Denn Gedanken sind ihre Nahrung. Das heißt, aus den Gedanken, die sie denken, schöpfen sie ihre Lebenskraft. Daher sollte der Mensch nur an den inneren Körper denken, da er die Kleidung von Nefesh der Kedusha darstellt. Er sollte nur daran denken, was sich „jenseits der Haut“ befindet. Mit anderen Worten: „Jenseits der Haut des Körpers“ heißt außerhalb des eigenen Körpers, was bedeutet, nicht an den eigenen Nutzen zu denken, sondern nur Gedanken zu pflegen, die zum Nutzen des Nächsten sind.

Baal HaSulam, Shamati 36. Was sind die drei Körper im Menschen?

 

27. Februar 2026, Gute-Nacht-Text

„Wenn ich dem Schöpfer Freude bereiten möchte, warum sollte ich mir dann Gedanken darüber machen, ob mir meine Arbeit Freude macht? Ich muss einfach daran glauben, dass der Schöpfer Freude an meiner Arbeit hat. Und obwohl ich sehe, dass ich meine Arbeit nicht von ganzem Herzen tue und nicht das Gefühl habe, das Gebot des Königs zu erfüllen, weil derzeit alles vor mir verborgen ist und aus meiner Sicht“, sagt der Mensch, „hat das, was ich tue, keinen Wert, und wie kann ich dann sagen, dass der Schöpfer Freude an dieser Handlung hat? Wenn wenigstens dieser Glaube mir Erkenntnis bringen würde, dass der Schöpfer Freude daran hat, dann würde auch ich sicherlich etwas Freude empfinden.“

RABASH, Artikel 23 (1990) Was bedeutet es, dass sich Moses mit der Bestimmung des Neumondes schwer tat, in der Arbeit?

 

26. Februar 2026, Gute-Nacht-Text

Wir sollten wissen, dass alle Seelen von der Seele von Adam haRishon abstammen. Nach der Sünde am Baum der Erkenntnis zerbrach die Seele von Adam in 600 000 Seelen. Dies bedeutet, dass das eine Licht, welches Adam haRishon im Garten Eden hatte und das der Heilige Sohar „Sihara Ilaa“ nennt, nun in zahlreiche Teile zerstreut ist.

RABASH, Artikel 10 (1984) Welche Stufe muss der Mensch erreichen, um nicht wiedergeboren zu werden

 

25. Februar 2026, Gute-Nacht-Text

Wenn der Mensch sagt: „Ich möchte bedingungslos ein Diener des Schöpfers sein und brauche keinen großen Zustand”, er vielmehr dem Schöpfer in absoluter Demut dienen möchte, auch wenn er kein Gefühl für die Größe des Schöpfers hat, wird er würdig, weil er über den Verstand geht, was Demut genannt wird, die Eigenschaft der Größe zu erlangen, denn er erniedrigt sich, um nur zum Wohle des Schöpfers und nicht für seinen eigenen Nutzen zu arbeiten.

RABASH, Artikel 4 (1991) Was bedeutet „Der Zerstörer war in der Flut und tötete“ in der Arbeit?

 

 

24. Februar 2026, Gute-Nacht-Text

Es ist wie bei einem reichen Menschen, der alles hat und dem es an nichts mangelt. Er möchte den Armen ein Almosen geben, und weil er möchte, dass die Armen sich freuen, wenn sie das Almosen empfangen, und keine Unannehmlichkeiten empfinden, sagte der reiche Mensch: „Ich werde das Almosen geben, ob groß oder klein, aber nur unter einer Bedingung.“ Nämlich, die Almosengabe, ob groß oder klein, “hängt nicht vom Gebenden, sondern vom Empfangenden ab”. Denn aus der Perspektive des Gebenden kann er viel mehr geben, als der Empfangende empfangen kann. Das heißt, der Empfangende kann nicht wissen, wie viel Freude und Genuss der Gebende ihm schenken kann, weil der Empfangende nicht weiß, wie groß das Vermögen des Gebenden ist. Doch in dem Maße, wie der Empfangende selbst nach Gutem und Freude strebe, erkenne er, was der Gebende ihm geben könne. Und was der Gebende ihm tatsächlich zu geben hat und geben könne, liegt auch über dem Verstand des Menschen, da der Mensch nichts erfassen könne, das über seinem Verstand liegt.

RABASH, Artikel 5 (1989) Was bedeutet es, dass die Welt aus Großzügigkeit erschaffen wurde?

23. Februar 2026, Gute-Nacht-Text

Wir bedürfen einer Gemeinschaft von Gleichgesinnten, die gemeinsam eine starke Kraft für die gemeinsame Arbeit bilden, um den Willen zu empfangen zu annullieren, welcher als das „Böse“ bezeichnet wird; denn es ist gerade dieser Wille, der uns daran hindert, das Ziel zu erreichen, für welches der Mensch erschaffen wurde. Daher muss die Gesellschaft aus Individuen bestehen, die alle dieselbe Überzeugung teilen und dieses Ziel erreichen wollen. Als Ergebnis dieser Vereinigung entsteht eine riesige Kraft, die jedem hilft, gegen sich selbst anzukämpfen, da die Kraft eines jeden mit den Kräften der anderen verschmilzt. Folglich erhält jeder ein riesiges Verlangen, das Ziel zu erreichen.

RABASH, Artikel 1 (1984) Teil 1 Das Ziel der Gemeinschaft (2)

 

22. Februar 2026, Gute-Nacht-Text

Jedes Mal, wenn ein Mensch neu beginnt, muss er die Annahme des Himmelreichs aufs Neue prüfen. Es reicht nicht aus, dass er gestern bereits an den Schöpfer geglaubt hat. Daher wird jeder Aspekt der Annahme des Himmelreichs aufs Neue auf die Probe gestellt. Das bedeutet, dass er nun einen Teil des leeren Raums, der zuvor vom Himmelreich entleert war, annimmt und ihn mit dem Himmelreich ausfüllt. Dadurch hat er etwas Neues geschaffen, das vorher nicht da war. Dies wird als Erhebung eines neuen Funkens zur Kedusha (Heiligkeit) betrachtet. Das heißt, dass er einen neuen Funken der Kedusha entfacht hat, bis er mit vielen Aufstiegen immer wieder Funken aus dem leeren Raum zur Heiligkeit entfacht. Es zeigt sich, dass er mit jedem Abstieg zu einem neuen Anfang gelangt und aus dem leeren Raum zur Kedusha beim Aufstieg neue Funken entfacht.

RABASH, Artikel 6 (1991) Was bedeuten „Die Hirten von Abrams Rindern und die Hirten von Lots Rindern“ in der Arbeit? 

 

 

21. Februar 2026, Gute-Nacht-Text

Dem Menschen wurde tatsächlich das Verlangen und der Gedanke gegeben, dennoch von Zeit zu Zeit heilige Arbeit zu verrichten, auch wenn nur in der einfachsten Form. Und wenn er die Bedeutung dessen zu schätzen weiß, und in dem Maße an Bedeutung, die er der spirituellen Arbeit beimisst, im gleichen Maße sollte er dafür sein Lob und seine Dankbarkeit aussprechen.

Baal HaSulam, Shamati 26. Die Zukunft des Menschen hängt von der Dankbarkeit für die Vergangenheit ab

 

 

20. Februar 2026, Gute-Nacht-Text

Es ist „ein Gebet der Vielen“, wenn der Mensch für die anderen betet. Das nennt man “Gebet der Vielen”. Und dieses Gebet der Vielen wird „die Zeit des Verlangens“ genannt, denn wenn ein Mensch für sich selbst betet, bestehen Zweifel, ob sein Gebet angenommen wird. Und umgekehrt: Wenn er für viele betet, muss er nicht darüber nachdenken, ob sein Gebet erhört wird, denn er bittet nicht um etwas für sich selbst, sondern nur für andere! Deshalb wurde gesagt, dass ein Gebet der Vielen als „die Zeit des Verlangens“ bezeichnet wird, wenn sein Gebet erhört wird.

RABASH, Artikel 7 (1986) “Die Wichtigkeit des Gebetes der Vielen”

 

19. Februar 2026, Gute-Nacht-Text

Es mangelt dir an nichts, außer, auf ein Feld hinauszugehen, dass der Ewige gesegnet hat, und all die losen Organe, welche von deiner Seele herabhängen, einzusammeln und sie in einem einzigen Körper zu vereinen. In diesen vollkommenen Körper wird der Schöpfer unaufhörlich Seine Shechina einfließen lassen, sodass die Quelle der Höheren Weisheit und die erhabenen Ströme des Lichts wie ein niemals versiegender Brunnen sein werden. Jeder Ort, auf den dein Auge blicken wird, wird gesegnet sein, und jeder wird wegen dir gesegnet sein, da sie dich immerfort segnen werden.

Baal HaSulam, Brief 4

 

18. Februar 2026, Gute-Nacht-Text

Die Tatsache, dass zehn auf einmal im Tempel anwesend sein müssen und nicht einer nach dem anderen kommen darf, bedeutet, dass der Mensch nicht sagen sollte: „Jetzt nehme ich ein wenig vom Himmelreich an, und später noch etwas mehr“. Vielmehr sollte jede Annahme des Jochs des Himmelreichs sofort erfolgen, also für sein ganzes Leben, nicht heute ein wenig und morgen ein wenig. Wenn also die Annahme des Jochs des Himmelreichs für das Ganze gilt, selbst wenn er später von seiner Stufe absteigt, war seine Annahme [des Jochs] vollständig, genannt „zehn auf einmal“, wobei „auf einmal“ „für sein ganzes Leben“ bedeutet, und „Münze für Münze sammeln sich zu einer großen Summe” bis er der Eigenschaft des Glaubens würdig sein wird, die eine anhaltende Empfindung der Höchsten Malchut ist.

RABASH, Artikel 28 (1986)Eine Versammlung besteht aus nicht weniger als zehn

 

 

17. Februar 2026, Gute-Nacht-Text

Um die eigene Kraft bei [der Umsetzung] der Regel “Liebe deinen Nächsten” zu erhöhen, lautet der Rat, dass das durch die Liebe zu seinen Freunden erreicht wird. Wenn jeder einbezogen wird und seinem Freund zugetan ist, entsteht ein Ganzes, in dem alle seine Teile, die den Wunsch haben, den anderen zu lieben, sich zu einer gemeinsamen Kraft, die aus vielen Teilen besteht, vereinen. Und wenn der Mensch diese große Kraft hat, ist er fähig, die Nächstenliebe in die Praxis umzusetzen. Und dann kann er es erreichen, den Schöpfer zu lieben.

RABASH, Artikel 7 (1984) Was entsprechend „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ erklärt wird

 

16. Februar 2026, Gute-Nacht-Text

Wenn der Mensch sieht, dass es sich lohnt, sich mit dem Freund zu vereinigen, muss er für diese Verbindung bezahlen, das heißt, Zugeständnisse von der Selbstliebe machen und im Gegenzug die Kraft der Nächstenliebe empfangen. Dann darf er hoffen, auch die Liebe zum Schöpfer zu erlangen. Und nachdem er sich mit einer Gruppe Menschen zusammengetan hat, die wie er die Stufe der Liebe zum Schöpfer erreichen wollen, wünscht er sich von ihnen Kraft, um des Gebens willen zu arbeiten. Er will berührt sein von ihren Worten über die Notwendigkeit, die Liebe zum Schöpfer zu erhalten, und er muss jeden Freund in der Gruppe größer als sich selbst betrachten.

RABASH, Artikel 8 (1985) Mach dir einen Rav und kauf dir einen Freund (Teil 2)

 

15. Februar 2026, Gute-Nacht-Text

Nachdem der Mensch sich einen Rav gemacht hat, kann er vom Körper verlangen, dass er, um diese Verbindung zu erlangen und dem Schöpfer Genuss zu bereiten, auf bestimmte Dinge verzichtet. Darüber hinaus sollten wir verstehen,  dass er entsprechend der Größe des Ravs genau in diesem Maße die Kraft besitzt, „sich einen Freund zu erkaufen“. Denn er ist bereit, Zugeständnisse zu machen, um sich mit dem Rav zu verbinden, gemäß der Bedeutung, die er dem Rav beimisst. Schließlich begreift er dann, dass es sich lohnt, alles zu tun, um der Dwekut (Anhaftung) mit dem Schöpfer würdig zu sein.

RABASH, Artikel 1 (1985) Mach Dir einen Rav und kauf Dir einen Freund (Teil 1)

 

14. Februar 2026, Gute-Nacht-Text

Man muss die Liebe zu den Freunden, die in seinem Herzen ist, offen zeigen, denn die Äußerung dieses Gefühls kann die Herzen der Freunde erwecken, damit auch sie spüren, wie sehr sich jeder Einzelne um seine Freunde kümmert. Das Ergebnis daraus ist, dass jeder eine größere Kraft erhält, seine Freunde noch intensiver und tiefer zu lieben, weil die Kraft der Liebe jedes Einzelnen in seinem Freund enthalten ist.

RABASH, Artikel 2 (1984) Bezüglich der Liebe zu Freunden