Kiev 2019, Lektion 4

Lektion 4: Bnei Baruch als Übergang

  1. Die Anthologie von Rabbi Nachman. Erste Ausgabe, P.5

Jeder Mensch muss sagen „Die ganze Welt wurde nur für mich erschaffen.“ (Sanhedrin 37). Wenn die Welt für mich erschaffen wurde, muss ich verstehen und ständig an der Korrektur der Welt interessiert sein und das Verlangen (Chissaron) der Welt füllen und für sie beten.

2. Baal Sulam. „Derjenige, der mit der Gesellschaft trauert.“

Ein Arbeiter des Schöpfers leidet nicht unter dem Unglück der Öffentlichkeit, sondern fühlt nur seinen persönliches Mangel, sein Gefäß für das Gute. Infolgedessen wird er die kollektive Offenbarung der Göttlichkeit nicht in Form des Trostes der Öffentlichkeit erhalten können, da er kein Kli für diese kollektive Unterscheidung vorbereitet hat, sondern nur für seine individuelle Unterscheidung. Umgekehrt wird einer, der die Öffentlichkeit bedauert und die Probleme der Öffentlichkeit als sein eigenes Problem empfindet, belohnt, wenn er die vollständige Offenbarung der Shechina sieht, was einen Trost für ganz Israel bedeutet. Weil sein Mangel ein kollektiver Mangel ist, ist auch der Überfluss an Kedusha (Heiligkeit) kollektiv.

3. Degel Machaneh Ephraim, BeShalach [Als Jakob sandte]

Wer dem Schöpfer wirklich dienen will, muss an allen Schöpfungen beteiligt sein, sich mit allen Seelen verbinden, sich in sie einschließen, und sie in sich. Du solltest für dich nur das lassen, was  für die Verbindung mit der Shechina (Göttlichkeit) nötig ist. Dies erfordert Nähe und viele Menschen, denn je mehr Menschen dem Schöpfer dienen, desto mehr leuchtet ihnen das Licht der Shechina. Aus diesem Grund muss man sich quasi in alle Menschen und alle Schöpfungen einschließen und alles zu ihrer Wurzel erheben, zur Korrektur der Shechina.

4. Likutei Halachot, Der Segen des Geruchs und das Segensgebet,  #4 (A)

Es gibt eine Zwischenstation zwischen dem Kollektiv der Welten und dem Schöpfer. Es ist die Israelische Seele, die in ihrer Wurzel sehr hoch und der eigentliche Teil der Göttlichkeit ist. Sie ist das Medium, das das Kollektiv der Welten mit dem Schöpfer verbindet. Durch sie wird die Fülle und die Existenz der Lebensgrundlage auf alle Welten ausgedehnt. Deshalb hängt alles von Israel ab.

5. Baal HaSulam. Die Bürgschaft, Punkt 28 (B)

„Daher, wenn du meiner Stimme wirklich folgst und meinen Bund hälst“, was besagt: Gelobe zu halten, was ich dir anvertraue, damit du ein Helfer sein wirst; du wirst mir als Heilmittel dienen, durch das die Funken der Verfeinerung und Reinigung des Körpers zu allen Menschen und Nationen strömen. Da die Völker dieser Welt noch nicht bereit dafür sind, brauche ich ein Volk, welches damit beginnt und als Heilmittel für alle anderen Nationen dient.“ Darum sagt Er zum Schluss: „Denn die ganze Welt ist mein“, das heißt, alle Menschen der Welt gehören zu mir und sind dafür bestimmt, sich so an mich zu binden, wie du es tust. (Punkt 20).Doch solange sie noch nicht bereit sind, diese Aufgaben zu erfüllen, brauche ich ein rechtschaffenes Volk; und wenn du damit einverstanden bist, ein Helfer für alle Nationen zu sein, ordne ich an, dass du mir ein Königreich von Priestern sein wirst.

6. Baal HaSulam, Arvut Pkt. 20 (B)

Und so hängt es vom israelitischen Volk ab, durch das Befolgen der Tora und der Mizwot liShma [in der Absicht zu geben], sich und alle Menschen in der Welt zu befähigen, sich so zu entwickeln, dass sie die erhabene Arbeit der Nächstenliebe auf sich nehmen. Diese Arbeit ist die Leiter, um das Ziel der Schöpfung, Dwekut (Verschmelzung) mit Ihm zu erreichen.

7. Baal HaSulam. Die Liebe zum Schöpfer und die Liebe zu Geschöpfen (B)

Doch das Volk Israel wurde dazu bestimmt, der „Vermittler“ (der „Übergang“) zu sein. So wie Israel sich durch das Einhalten der Tora reinigt, so leitet es seine Kraft an den Rest der Völker weiter.

8. Baal HaSulam, Vorwort zum Buch „Panim Meirot uMasbirot“ (B)

Es steht im Sohar: „Dank diesem Buch werden die Söhne Israels aus dem Exil herausgehen“. Und das ist auch in vielen weiteren Quellen anzutreffen, in denen es heißt, dass wir nur durch die Verbreitung der Wissenschaft der Kabbala in den Massen der vollkommenen Erlösung würdig werden. Und die Weisen sagten: „Ihr Licht führt zur Quelle zurück“. Und sie erklärten das mit der klaren Absicht, uns zu zeigen, dass nur das Licht, … ein Mittel ist, welches den Menschen an die Quelle zurückführen kann. Sodass jeder einzeln und alle zusammen ihre Bestimmung, für welche sie erschaffen worden sind, nur durch die Erkenntnis des inneren Teils der Tora und deren Geheimnisse erfüllen können werden.

9. Baal HaSulam, „Das Horn des Messias“(B)

Wir haben akzeptiert, dass es eine Vorbedingung für die Erlösung gibt- dass alle Völker der Welt das Gesetz Israels anerkennen werden, wie es geschrieben steht: „Und das Land wird voll des Wissens sein“. Wie in dem Beispiel des Auszugs aus Ägypten, wo es ebenfalls die Vorbedingung gab, dass auch Pharao Gott und Seine Gesetze anerkennen sollte und ihnen erlauben würde, Ägypten zu verlassen. Deshalb steht geschrieben, dass jeder Einzelne aus den Völkern einen jüdischen Mann nehmen und diesen ins Heilige Land führen wird. Und es reichte nicht aus, dass sie von selbst gehen können. Man muss verstehen, wodurch die Völker der Welt zu so einer Kenntnis und so einem Willen gelangen sollen? Wisse, dass das durch die Verbreitung der wahren Weisheit geschieht, damit sie deutlich den wahren Gott und das wahre Gesetz sehen. Und die Verbreitung der Weisheit unter den Massen wird „Horn“ genannt. Wie das Horn, dessen Ton eine große Distanz zurücklegt, wird sich das Echo der Weisheit über die ganze Welt verbreiten, so dass sogar die Völker hören und erkennen werden, dass Israel die Weisheit Gottes innehat.

10. Rabash. Art. 11 (1987). Purim und das Gebot: Bis Er, bis Er es nicht weiß.

Indem man die ganze Welt dazu bringt, die Freude und das Vergnügen zu empfangen, die durch den Zweck der Schöpfung existieren. Daraus folgt, dass er ein Gefährte des Schöpfers geworden ist, indem er durch Ihn die Hilfe erhält, mit der jeder den Zweck der Schöpfung erreichen wird. So ist er zu einem Partner des Schöpfers geworden, wie geschrieben steht: „Ich habe die Schöpfung begonnen, weil ich Freude und Vergnügen geben wollte, und Israel hat sich bemüht, das Ziel zu verwirklichen, indem es Kelim [Gefäße] herstellt, die geeignet sind, die obere Fülle zu empfangen.”

11. Baal HaSulam, Einführung in Panim Meirot uMasbirot, Punkt 4 (B)

Und sobald die Söhne Israels die Vollkommenheit des Wissens erlangen werden, werden sich die Quellen von Verstand und Wissen über den Rand füllen, und sie werden über die Grenzen Israels schwappen und an alle Völker der Erde weitergegeben werden.

 

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