Gute-Nacht-Text, RABASH, Notiz 66

Bevor man nicht das Exil in Ägypten angetreten hat, ist es unmöglich, aus dem Exil auszuziehen. Nur wenn man wirklich im Exil ist, kann man sagen, dass man daraus auszieht. Der Autor der Haggada sagt uns dazu, dass wir wissen müssen, dass unsere Väter erst selbst Götzenanbeter waren. Das heißt, dass sie im Exil unter der Herrschaft von Götzenanbetern standen, und erst dann konnte der Schöpfer unsere Väter näher zu Sich bringen. Bevor sie nicht das Gefühl hatten, dass sie unter der Herrschaft von Götzenanbetern stehen, konnten sie also nicht sagen, dass sie dem Schöpfer nahe stehen. 

Nur wenn ein Mensch erkennt, dass er vom Schöpfer entfernt ist, kann der Schöpfer im helfen sich Ihm anzunähern. Denn: die Abwesenheit muss immer vor der Anwesenheit kommen, weil die Abwesenheit das Kli [Gefäß] und die Dunkelheit hervorbringt, welche die Anwesenheit, die das Licht ist, füllen kann.

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