247 – 260, Sohar, Das Vierzehnte Gebot

Das vierzehnte Gebot

247) Das vierzehnte Gebot gebietet, den Shabbat einzuhalten, welcher der Tag der Ruhe vom gesamten Schöpfungsakt ist. Zwei Gebote sind hierin enthalten: das Einhalten des Shabbat und diesen Tag in seine Kedusha (Heiligkeit) zu binden. Das bedeutet die Mochin von Chochma auszubreiten, „heilig“ genannt, um den Shabbat einzuhalten, wie wir erinnert werden, dass er der Ruhetag für die Welten ist und alle Taten sind in ihm enthalten und sie werden ausgeführt, bevor der Tag heilig wird.

Am Shabbat erhebt sich SA zu AA, Nukwa zu AwI, BYA erheben sich zu ISHSuT und SoN de Azilut. Und wir finden vor, dass NaRaN des Menschen sich mit ihnen zu Azilut erheben, wo sie das Or Chaja empfangen. Daher gibt es zwei Gebote:

  1. Den Shabbat einzuhalten, damit man nicht darin scheitert, Arbeit auszuüben und von Bereich zu Bereich zu tragen. Sobald die Welten sich vollkommen von den Klipot getrennt haben, müssen wir vorsichtig sein, die Klipot nicht so zu stärken, dass sie zurückzukehren und sich mit diesem Tag vermischen. Jemand, der solche Arbeit tut, verursacht die Vermischung von Klipot mit Kedusha.
  2. Diesen Tag an seine Kedusha zu binden, wie es sein sollte. Durch die Freude des Shabbat breiten wir das Or Azilut zu unseren NaRaN Das Or Azilut ist Or Chochma, „Kedusha“ genannt, und wir werden davon geheiligt.

Den Shabbat einzuhalten bezieht sich auf all die Mühen und Arbeiten, die in den Arbeiten und Kriegen mit der Sitra Achra enthalten sind, die uns davon trennen uns an den Schöpfer anzuhaften. Die Regel ist, dass, wo es Mühe gibt, es (auch) Sitra Achra gibt, denn durch die Kriege und Mühen unterscheiden wir die heiligen Funken, die von der Sitra Achra aufgesaugt sind, sodass jedes Unterscheiden als eine eigenständige Arbeit betrachtet wird.

Zuerst wird dieses Unterscheiden vom Ausströmenden selbst vollbracht, was alle Arbeiten des Schöpfers sind, die in den sechs Schöpfungstagen angeführt werden. Und wenn all dieses Unterscheiden beendet ist, gelten sie als vollkommen und kamen zu ihrem Ende. Zu dieser Zeit begann der Shabbat, welcher der Tag der Ruhe ist, denn die Arbeit wurde abgeschlossen und es gab nichts mehr auszubessern, deshalb ist der Shabbat der Tag der Ruhe für alle Welten.

Denn an jedem Shabbat kehrt jene Vollständigkeit zurück, die am ersten Shabbat vorherrschte, dem Tag der Ruhe, wenn alle Klipot getrennt und in der großen Tiefe stecken geblieben waren und die Welten erheben sich zu Azilut, der vollständigen Vereinigung. Wir müssen diese Kedusha ausbreiten, und sie wird zu uns durch die zwei Gebote von Gedenken und Einhalten ausgedehnt.

Als der Tag heilig wurde, blieb die Erschaffung der Geister übrig, für die kein Körper erschaffen wurde. Wusste der Schöpfer nicht, wie man die Heiligung des Tages hinausschiebt, bis die Körper für diese Geister erschaffen sind? Tatsächlich erweckte der Baum der Erkenntnis von Gut und Böse die böse Seite und ersuchte sich in der Welt zu stärken. Daher trennten sich viele Geister ab und kamen in vielen Armen hervor, um sich zu stärken und in Körper in der Welt zu kleiden.

248) Als der Tag heilig wurde, blieb die Erschaffung der Geister übrig, für die keine Körper erschaffen worden waren. Mit anderen Worten, der Tag wurde heilig, bevor der Schöpfer es schaffte, Körper für diese Geister zu erschaffen, wie geschrieben steht: „Denn an ihm ruhte Er von all Seinem Werk, das Gott geschaffen, dass es weiterwirke.“ Hatte er tatsächlich sein Werk mit dem erwünschten Ziel abgeschlossen und erschuf Er nicht „nichts zu tun“ für uns, weil Er alles schon getan und Selbst beendet hatte? Vielmehr machte der Schöpfer alle Unterscheidungen und beendete alle Seine Werke, damit wir die Gelegenheit haben würden zu tun.

Das heißt, dass wir sie tun und sie durch unsere Arbeit in Tora und Mizwot beenden könnten. Das Ruhen des Geschöpfs wurde nur in Bezug auf das gesagt, was zur Arbeit des Ausströmenden gehört, da der Schöpfer bereits von all Seinem Werk geruht hat, weil von Seiner Seite aus nichts fehlte. Alles, was der Schöpfer erschaffen und beendet hat, erlaubt uns, auch von unserer Seite zu tun und sie zu beenden.

Daher blieben die Geister übrig, für die der Schöpfer keine Körper mehr machen konnte, bevor Er den Shabbat heiligte. Bloße Geister verblieben, körperlos. Diese körperlosen Geister sind die Klipot und Schadenbringer, die den Mensch zur Sünde führen. Er ließ sie absichtlich zurück, denn durch sie wurden uns die Kraft der Wahl und ein Platz der Arbeit in Tora und Mizwot gegeben.

Wusste der Schöpfer nicht, wie er sich davor zurückhalten konnte, den Tag zu heiligen, bis Körper für diese Geister erschaffen wurden? Vielmehr erweckte der Baum der Erkenntnis von Gut und Böse die böse Seite und ersuchte in der Welt zu überwinden. Malchut wird „der Baum der Erkenntnis von Gut und Böse“ genannt: wenn er belohnt wird, ist es gut; wenn er nicht belohnt wird, ist es schlecht.

Als Adam haRishon in dem Baum der Erkenntnis sündigte, wurde er zu „nicht belohnt.“ Daher erwachte das Böse im Baum der Erkenntnis, und das Böse wünschte sich in der Welt zu überwinden, das Gute zu überwinden, und sich an die Welt anzuhaften, damit das Gute nicht fähig sein würde sich in die Welt zu kleiden und es zu besiegen. Dann kamen viele Geister mit allen möglichen Waffen hervor, um sich in der Welt zu stärken und in Körper zu kleiden.

Zwei Punkte verbanden sich in Malchut:

  1. die Versüßung in Bina, Midat ha Rachamim (Eigenschaft der Gnade);
  2. Midat haDin (Eigenschaft des Urteils) in Malchut selbst.

Wenn Malchut ordnungsgemäß in Kedusha korrigiert wird, wird der Punkt von Midat haDin verborgen und verhüllt, und der Punkt von Midat haRachamim wird enthüllt. Dann wird man belohnt, und es ist gut. Wenn man sündigt und sie schändet, erscheint Midat haDin in Malchut, und den Tätern von Schaden und Zerstörung wird Kraft gegeben, über ihn zu herrschen, und es ist schlecht.

Wenn er belohnt wird und der Punkt von Rachamim in Enthüllung herrscht, wird er damit belohnt, Malchut durch seine Handlungen zur oberen Bina zu erheben, und die oberen Rachamim und Mochin erscheinen über ihm. Wenn er nicht belohnt und Midat haDin in ihr enthüllt wird, schändet er nicht nur Malchut, er schändet auch den Punkt von Bina, der sich mit Malchut verband, da sie von Rachamim zu Din gewandelt wurde wegen der Erscheinung von Din in Malchut, denn die ganze enthüllte Eigenschaft herrscht.

Daher erschien nach der Sünde des Baumes der Erkenntnis die Kraft von Din in Malchut und schändete den Punkt von Bina in ihr, der sich zu Midat haDin wandelte, und dieser Punkt von Bina ist die Gesamtheit der Möglichkeit für Korrektur in Malchut, die ihrerseits „gut“ genannt wird, wenn der Punkt von Bina enthüllt wird. Aber nun, da der Punkt von Bina ebenfalls zu Din gewandelt wurde, dachte Sitra Achra, dass es ihre Zeit sei, sich in der Welt zu vermehren und in die Körper der Menschen zu kleiden, in jene von Adam haRishon und seinen Söhnen.

Der Körper der Sitra Achra erbte den Körper von Adam haRishon, und dort ist keine Korrektur von Malchut wahrnehmbar von der Seite des Guten, denn er sah, dass der Punkt von Bina ebenfalls zu Midat haDin gewandelt wurde und keine Korrektur mehr wahrnehmbar war.

Daher gingen viele Geister heraus, um in der Welt gestärkt zu werden, um sich mit mehreren Arten von Waffen, das heißt der Kraft der Zerstörung, in Körper von Menschen dieser Welt zu kleiden und hier dauerhaft zu herrschen. Sie dachten, dass es keinen Erlöser von ihnen geben würde, wegen des Mangels, den Adam im Punkt von Rachamim mit seiner Sünde verursachte.

249) Als der Schöpfer dies sah, rief er ein Wehen von Wind aus dem Baum des Lebens, Seir Anpin, hervor und schlug auf einen anderen Baum, Malchut. Da erwachte die andere, gute Seite, und der Tag wurde heilig. Es ist so, da die Erschaffung der Körper und das Erwecken der Geister in dieser Nacht des Shabbat auf der guten Seite liegen und nicht auf der anderen Seite.

Als der Schöpfer sah, dass das Urteil bei Sitra Achra war und sie Macht hatte, die Körper in der Welt zu kleiden, was weitere Korrektur ganz verhindern würde, rief Er ein Wehen von Geist vom Baum des Lebens hervor und paarte sich mit dem anderen Baum, Malchut, indem er ihr Atem des Geistes des Lebens gab. Und von neuem erwachte in Malchut die andere Seite, die gute, wie es vor der Sünde von Adam haRishon war, denn wenn er belohnt wurde, war dies gut. Dann wurde der Tag heilig und die Kedusha des Shabbat wurde in die Welt ausgedehnt.

In anderen Worten, obwohl es die Regel war, dass Sitra Achra die Macht haben würde, sich in Körper zu kleiden, handelte der Schöpfer gegensätzlich zu der Regel und zog den Makel, den Adam haRishon verursacht hatte, ganz und gar nicht in Betracht. Und SoN, welche der Baum der Erkenntnis des Guten sind, paarten sich wie vor der Sünde und erweiterten die Kedusha der Mochin des Shabbat in die Welt.

Es wurde im Sohar gesagt, dass das Licht, das in den sechs Schöpfungstagen handelte, erst nach dem Shabbat verborgen wurde. Und durch diese Handlung, als der Shabbat in die ganze Welt ausgedehnt wurde, wurde die Verschwörung der Sitra Achra, sich in Körper von Menschen dieser Welt zu kleiden, vereitelt, und sie blieben körperlose Geister. Somit konnte der Mensch bereuen.

Die Erschaffung der Körper und das Erwecken der Geister in dieser Nacht des Shabbat, stammen von der guten Seite, nicht von Sitra Achra, denn das Werk des Schöpfers besteht für immer. Wie am ersten Shabbat, nahm Er die Tatsache in keiner Weise zur Kenntnis, dass Adam schon durch die Sünde des Baumes der Erkenntnis befleckt worden war; SoN paarten sich, und Er segnete den Tag wie vor der Sünde, denn Er hob die ganze Vorherrschaft der Sitra Achra auf, obwohl sie die Macht hatte zu herrschen.

Gleicherweise haben die bösen Kräfte an allen Shabbatot, während der 6000 Jahre keinerlei Kontrolle über ihn, obwohl der Mensch voller Schmutz ist, da er immer noch nicht die Sünde des Baumes der Erkenntnis korrigiert hat, wenn er sich am Vorabend des Shabbat paart. In seinem Siwug erweitert er den Körper und den Geist des Neugeborenen, als ob es dort in ihm keinen Makel vom Baum der Erkenntnis gäbe, als ob er die Sünde des Baumes der Erkenntnis schon selbst korrigiert hätte.

Die Erschaffung der Körper und das Erwecken der Geister in dieser Nacht des Shabbat sind auf der guten Seite. Obwohl der Mensch in dieser Nacht nicht belohnt worden ist, hat Sitra Achra keinerlei Herrschaft über ihn und er kann Körper und Geister durch seinen Siwug von der Seite des Baumes der Erkenntnis des Guten ausdehnen, und nicht von Sitra Achra. Dies ist die Kraft der Korrektur, die am Shabbat der Schöpfung vorherrschte, als der Schöpfer das Böse, welches Adam haRishon über sich gezogen hatte, ganz und gar nicht beachtete.

250) Hätte er in dieser Nacht Priorität auf die andere Seite gesetzt, bevor er der guten Seite Priorität gab, würde die Welt nicht im Stande sein, auch nur für einen Moment vor ihnen zu bestehen. Aber der Schöpfer verhinderte das, indem er vor ihm die Heiligung des Tages ausließ, und was früh kommt, vor der anderen Seite, und die Welt bestand. Und statt des Gedankens der anderen Seite, gegründet und gestärkt in der Welt zu sein, wurde die gute Seite gegründet und gestärkt in dieser Nacht, um heilige Körper und Geister in dieser Nacht von der guten Seite her zu bauen. Deshalb ist die Zeit von weisen Menschen, die es wissen, von Shabbat zu Shabbat.

251) Dann, als die andere Seite dies sah, was sie tun wollte, tat das die Seite der Kedusha. Und sie ging und wanderte durch mehrere ihrer Armeen und Seiten. Und sie sah sie alle ihre Betten berühren bei Kerzenlicht. Folglich leiden alle Kinder, die dort geboren sind, unter der Krankheit des Fallens, weil die Geister von der anderen Seite in ihnen sind. Diese sind die nackten Geister der Bösen, die Unheilmacher genannt werden. Und Lilit verweilt auf ihnen und tötet sie.

252) Wenn der Tag heilig wird und Kedusha die Welt beherrscht, verringert sich die andere Seite und verbirgt sich während der ganzen Shabbat-Nacht, und während des ganzen Shabbat-Tages. Außer Asimon mit seiner gesamten Sekte, die geheim auf den Kerzen wandeln, um die Enthüllung der Paarung zu beobachten. Hinterher verstecken sie sich im Loch der großen Tiefe. Wenn die Sonne hervorkommt, dann fliegen mehrere Armeen und Scharen in der Welt und stöbern in ihr herum. Darum wurde der Psalm „Der im Schutz des Höchsten wohnt“ geschrieben, damit sie nicht die gesamte heilige Nation beherrschen würden.

Das Urteil galt Sitra Achra, damit sie sich in Körper kleiden konnte. Wäre es ihnen gelungen, sich in Körper zu kleiden, wäre das Land den Bösewichtern übergeben worden. Dann wären die in die Welt eintretenden Körper und Nachkommen alle vom Bösen der Sitra Achra. Sie hätten dann nicht die Kraft innerhalb der guten Seite für immer korrigiert zu werden.

Darum hieß es, dass wenn die andere Seite zuerst nachts gekommen wäre, dann wäre es der Welt unmöglich gewesen, ihnen auch nur einen Moment widerstehen zu können, weil ihr Schmutz alle Nachkommen in der Welt beherrschen würde und es unmöglich wäre, auch nur kurz an der guten Seite festzuhalten.

Doch der Schöpfer kam einer Heilung für dieses zuvor. Und Er übersprang vor ihm den Tag zu heiligen, indem er vor der anderen Seite ankam, da die Kedusha vom Shabbat der Sitra Achra voranging und das Licht der Arbeitsunterbrechung und der Ruhe in den Welten erschien, das der Sitra Achra nachgibt und diese und die gesamten Klipot in das Loch der großen Tiefe fallen lässt. Folglich existierte die Welt aufgrund dessen, eine Möglichkeit trat auf, Körper und Geister von der guten Seite in einem Siwug in der Shabbat-Nacht zu zeugen, und die Welt existiert in gewünschter Weise.

Es hieß, dass Er übersprang, um den Tag vor ihm zu heiligen, da alles, was nicht den Systemen der Welten folgt, „auslassen, überspringen“ genannt wird. Und da die Kedusha des Shabbat nur durch Erwecken von Oben erscheint, weil der Mensch nicht bereut und keine Korrektur vornahm, um ihrer würdig zu sein, aber der Erschaffer Selbst erst die Heilung für die Korrektur der Welt brachte, somit wird es „auslassen, überspringen“ genannt.

Und anstelle davon, dass der Plan der Sitra Achra sich in der Welt festlegt und sich stärken kann, wurde die gute Seite eingesetzt und in jener Nacht gestärkt, da diese Nacht nach der Beschmutzung vom Baum der Erkenntnis eigentlich rechtmäßig zur Sitra Achra in all ihrer Macht gehören sollte. Und das ist genau das, was die Sitra Achra dachte. Doch das Gegenteil fand statt: Kedusha nahm ihren Platz ein und die heiligen Körper und Geister wurden in dieser Nacht geschaffen, da Vorbereitungen getroffen wurden, wo jeder, der sich in dieser Nacht paart, Körper und Geister von der guten Seite ausdehnt, wo es gar keinen Halt für die Sitra Achra gibt, der genau entgegengesetzte Plan der Sitra Achra.

Abschnitt fehlt

253) Wohin irren sie in dieser Nacht des Shabbat-Ausgangs? Wenn sie in aller Eile herauskommen und überlegen, die Welt zu beherrschen, die ganze heilige Nation, dann sehen sie sie, wie sie im Gebet stehen und den Psalm sprechen „Der im Schutz des Höchsten wohnt“, und dabei zuerst innerhalb des Gebetes unterscheiden, und dann über dem Kelch unterscheiden, und dann fliegen sie von dort aus. Sie gehen und streunen und erreichen die Wüste, möge der Barmherzige uns vor ihnen und der bösen Seite beschützen.

Dies bezieht sich auf Shabbat-Ausgang, nicht auf alle Nächte der Woche, da es am Shabbat-Ausgang noch eine Reshimo (eine Erinnerung) von der Kedusha des Shabbat gibt. Warum fliegen sie aus und erheben sich aus der riesigen Tiefe, wenn der Shabbat endet? Wenn sie in aller Eile herauskommen und sich überlegen, die Welt, die heilige Nation Israel zu beherrschen, und sie sehen, wie sie im Gebet verharren und sagen „Der im Schutz des Höchsten wohnt“, und dann die Unterscheidung im Gebet sagen und dann die Unterscheidung über dem Wein, und dann gehen sie fort und fliegen aus ihnen heraus. Sie gehen und suchen herum und kommen in der Wüste an, wo keine Menschen wohnen. Darum sind die Menschen vor ihnen verschont.

Die Sitra Achra hat drei Plätze:
1. Am Shabbat sind sie im Loch der großen Tiefe und haben keine Kraft, Schaden anzurichten.
2. Beim Shabbat-Ausgang sind sie durch Gebet und Unterscheidung in der Wüste, wo es keine Menschen gibt. Sie haben die Macht, Schaden anzurichten doch werden sie von den bewohnten Orten zurückgewiesen.
3. In den übrigen Nächten sind sie auch an den bewohnten Orten gegenwärtig.

254) Es sind vier, die sich Schaden zufügen:

  1. Jemand, der sich selbst verflucht.
  2. Einer, der Brot und Brotkrumen größer als eine Olive um sich wirft.
  3. Einer, der die Kerze am Shabbat-Ausgang anzündet, bevor Israel den Dienst Kedusha in „Und Du bist heilig“ erreichen. Mit diesem Feuer bewirkt er das Anzünden des Höllenfeuers, bis ihre Zeit nicht kommt.

255) Es gibt einen Platz in der Hölle für diejenigen, die die Shabbatot entweihen. Diejenigen, die in der Hölle bestraft werden, verfluchen jene, die das Licht anzünden, bevor seine Zeit gekommen ist, und man sagt ihm „Wehe, der Ewige wird dich rauf und runterwerfen mit dem Wurf eines Menschen…Gewaltig wird er dich wie einen Ball in ein großes Land rollen und schießen.“

Kommentar: Es gibt einen, der Schaden verursacht, der Flüche liebt, wie geschrieben steht: „Und er liebt fluchen und es kam zu ihm; und er wünscht keinen Segen.“ Wenn sich ein Mensch selbst verflucht, dann gibt er dem Neider, dem mit dem Bösen Blick, der Flüche liebt, die Macht, ihn zu beherrschen, und bringt somit Schaden über sich.

„Einer, der Brot oder Brotkrumen größer als eine Olive um sich wirft.“ Es gibt nichts in dieser Welt ohne eine wichtige Wurzel oben. Umso mehr gilt dies für Brot, von dem das Leben des Menschen abhängt. Darum ist ihm eine ganz wichtige Wurzel oben gegeben. Darum beschmutzt derjenige die Wurzel seines Lebens oben, wenn er sein Brot geringschätzig behandelt. Dies ist jedem verständlich bei einem sättigenden Mahl, welches ihm Leben bringt.

Doch manche Menschen schätzen Brot und Brotkrumen in der Größe einer Olive gering und werfen sie weg, weil sie nicht sättigen. Da man das Tischgebet aber auch bei einer Olive sagen muss, müssen sie als sättigendes Mahl angesehen werden und dürfen nicht verachtet werden. Einer, der dies verachtet, wird sich Schaden hinzufügen.

Die verantwortlichen Dienstengel sagten zum Schöpfer: „In Deinem Gesetz steht geschrieben ‚Der nicht Vorliebe zeigt noch Bestechung annimmt‘, doch Du ziehst Israel vor, wie geschrieben steht ‚Der Ewige wendet Sein Antlitz dir zu‘.“ Er antwortete: „Wie könnte Ich Israel nicht mein Antlitz zuwenden, für die ich in der Tora geschrieben habe ‚Wenn ihr gegessen habt und gesättigt seid, dann sollt ihr den Ewigen, Euren Gott, segnen‘- und sie gehen sorgfältig bis zur Größe einer Olive und der Größe eines Eies damit um?“ Darum, aufgrund der Sorgfalt um die Größe einer Olive, wobei man daran denkt, dass sie ein sättigendes Mahl ist, obwohl sie es nicht ist, werden wir mit der Zuwendung des Antlitzes des Schöpfers gewürdigt, obwohl wir es nicht verdienen. Es folgt, dass diejenigen, die die Brotkrumen von der Größe einer Olive geringschätzen und sie nicht für ein sättigendes Mahl halten, nicht mit der Liebe des Schöpfers belohnt werden und sich schaden.

Auch derjenige, der die Kerze am Ausgang des Shabbat anzündet, bevor Israel den Dienst Kedusha erreicht hat, verursacht das Anzünden des Höllenfeuers mit diesem Feuer. Dies ist so, weil es bis dahin Shabbat ist, die Kedusha des Shabbat ihn beherrscht, und das Höllenfeuer noch nicht über ihn herrscht wie am Shabbat.

Einer, der die Kerze vor dem Dienst Kedusha anzündet, gilt als Entweiher des Shabbat, denn er zündet die Höllenfeuer vor ihrer Zeit an, und fügt sich somit Schaden zu. In der Hölle gibt es einen besonderen Platz, um diejenigen zu bestrafen, die den Shabbat entweihen, da eine Entweihung des Shabbat die größte ist. Solche, die in die Hölle verbannt werden, verfluchen ihn darum, was er durch seine Handlungen verursacht hat, nämlich das Anzünden der Höllenfeuer vor ihrer Zeit.

256) Er ist zum Anzünden der Kerzen ungeeignet, wenn der Shabbat endet, bevor Israel durch Gebete unterscheidet und über den Kelch unterscheidet, denn bis zu der Zeit ist noch Shabbat und die Kedusha des Shabbat beherrscht uns. Nach der Unterscheidung über den Kelch kehren all diese Heerscharen und diese Zelte, die über die Wochentage gestellt wurden an ihren Platz und zu ihrer Arbeit zurück, die ihnen zugewiesen wurde, denn das Verbot gilt hauptsächlich nur bis zum Dienst Kedusha. Man sollte jedoch vorsichtig sein, eine Kerze nicht vor der Unterscheidung anzuzünden, weil es bis zu der Zeit noch Shabbat ist.

Es ist jedoch ganz sicher erlaubt, eine Kerze für die Hawdala (Unterscheidung) und den „Schöpfer der Lichter des Feuers“ anzuzünden.

257) Wenn der Shabbat eintritt und der Tag heilig wird, dann erwacht die Kedusha und regiert auf der Welt, und dem Weltlichen fehlt seine Herrschaft. Und bis zu der Stunde, wenn der Shabbat endet, kehren sie nicht an ihre Plätze zurück. Selbst wenn der Shabbat endet, kehren sie nicht an ihre Plätze zurück, bis zu der Stunde, wenn Israel im Land Israel sagt: „Der unterscheidet zwischen heilig und weltlich.“ Zu dieser Zeit geht der Heilige fort und die Lager, die über die Tage des Weltlichen gesetzt sind, erwachen und kehren an ihre Plätze zurück, jedes an seine bestimmte Wache.

 258) Und dennoch herrschen sie nicht bis es Lichter von dem Kerzenlicht gibt, die alle „Lichter des Feuers“ genannt werden, denn sie kommen alle aus der Feuersäule und aus der Basis des Feuers und beherrschen die untere Welt. All dies geschieht, wenn ein Mensch die Kerze anzündet, bevor Israel den Dienst Kedusha beendet. Malchut wird „Lichtsäule“ genannt und die Kräfte im Licht der Kerze sind Dinim. Doch sie haben nicht die Macht, Dinim zu aktivieren bevor die Kerze angezündet ist.

259) Wenn er jedoch wartet, bis der Dienst Kedusha vollendet ist, dann rechtfertigen die Bösewichter in der Hölle das Urteil des Schöpfers und behalten auf dieser Person alle Segnungen, welche die Öffentlichkeit ausspricht: „Und möge Gott dir den Tau des Himmels geben.“  „Gesegnet bist du in der Stadt und gesegnet bist du auf dem Lande.“

Wenn sie den Dienst Kedusha sprechen, dann dehnen sie ein großes Leuchten aus, durch welches sie vom Din der Hölle gerettet werden. Und wenn die Bösewichter in der Hölle dies sehen, dann bereuen sie ihre schlechten Taten und rechtfertigen das Urteil des Schöpfers über sie, d. h. dass sie ihre Bestrafung verdienen. Und da dieser Mensch sie veranlasste, ihr Urteil zu rechtfertigen und den Namen des Schöpfers zu heiligen, werden all diese Segnungen, die am Ende vom Shabbat von der Öffentlichkeit gesprochen werden, in Bezug auf diesen Menschen behalten.

260) „Glücklich ist der, der die Armen aufklärt; der Ewige wird ihn am Tag des Bösen retten.“ Es hätte heißen sollen: „Am bösen Tag“; was ist „Am Tag des Bösen“? Es ist an einem Tag, wenn dieses Böse regiert, um seine Seele zu nehmen.

„Glücklich ist der, der die Armen aufklärt.“ Der Arme ist jemand, der gefährlich erkrankt ist, dass er ihn aufklärt, um ihn vor dem Schöpfer von seinen Sünden zu heilen. Ein „Tag“ ist einer, in dem das Din auf der Welt verweilt, und er erklärt um ihn von ihm zu retten, wie geschrieben steht: „Der Ewige wird ihn am Tag des Bösen retten,“ das heißt an dem Tag, wenn das Din an dieses Böse gegeben wurde um die Welt zu beherrschen, wird der Ewige ihn retten.

Er hätte schreiben sollen: „Der Ewige wird ihn am bösen Tag retten.“ Warum sagt er: „Am Tag des Bösen,“ was (im Hebräischen) die weibliche Form ist? Der Text weist auf die Herrschaft der Klipa (die im Hebräischen weiblich ist), die „Böses“ genannt wird, welche die Seele des Menschen nimmt. „Der, der die Armen aufklärt“ ist jemand, der zu den Kranken spricht damit sie bereuen. Daher rettet der Schöpfer ihn von der Vorherrschaft der Klipa, die „Böses“ genannt wird.

Der Sohar führt es hier an, weil es heißt, dass sie sich selbst schaden. Daher bietet er einen Ratschlag an: er sollte die Armen aufklären, die Kranken davon überzeugen zu bereuen – und der Schöpfer wird ihn heilen. Im Gegenzug wird der Schöpfer ihn vom Tag des Bösen retten, das er seiner Seele angetan hat.

Eine weitere Deutung: Es ist ein Tag, an dem Din auf der Welt verweilt. Er klärt auf um vor ihm zu retten, das heißt, dass, sogar wenn der Tag des Gerichts über der gesamten Welt verweilt, der Schöpfer ihn als eine Belohnung dafür retten wird, dass er die Kranken aufklärte, zu bereuen.

Ein Tag des Bösen ist ein Tag, wenn das Din bereits dem Ernannten übergeben wurde, der „Böses“ genannt wird, um die Welt zu regieren. Jemand jedoch, der den Kranken aufklärt, um ihn dazu zu bringen zu bereuen, den wird der Schöpfer vor diesem Bösen retten.

Der Unterschied zwischen den zwei Interpretationen ist, dass die erste Interpretation sich nur auf ein Individuum bezieht, dass sich selbst schadet. Die zweite Interpretation bezieht sich auch auf das Böse, zu dem die gesamte Welt verurteilt wurde. Selbst dann wird der Schöpfer ihn durch den Verdienst dieser Mizwa retten.

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Leave a Reply