Die Bedeutung von Empfängnis und Geburt

Artikel von Yehuda Ashlag (Baal HaSulam)


1 Die Regeln

Im Allgemeinen und Besonderen

Die Überprüfung des in der Schöpfung Kundigen wird im ersten Konzept als Nachahmung der Arbeit des Schöpfers definiert. Die Arbeit des Schöpfers wird als “Vorsehung” oder “Natur der Schöpfung” bezeichnet.

Die Geschöpfe kann man nicht als „Körper“ bezeichnen, sondern eher als Materie aus Fleisch und Blut in einfacher (unbelebter) Form, völlig amorph. Das hängt damit zusammen, dass alles, was unter den Begriff Form fällt, als eine spirituelle Kraft betrachtet wird und nicht als ein Körper.

Dies gibt uns ein Gesetz, wonach alle Körper gleich sind. So ist die Erde ein einziger Körper, der nicht in viele geteilt werden kann – wir finden in ihr keine Veränderung der Form – das Unbelebte kann nicht in viele Elemente aufgeteilt werden.

Infolgedessen ist die Vielfältigkeit in der Welt Ausdruck einer wundervollen, spirituellen Kraft. Aus diesem Grund nimmt man das Allgemeine voller Hingabe und Ehrfurcht wahr, denn es kommt allein von der spirituellen Kraft, alles Spezielle jedoch ist niedrig und verachtenswert. Dies kennzeichnet den Unterschied zwischen einer selbstbezogenen Person und jemand, der sich dem Volk verpflichtet fühlt.

Es gibt keinen Zweifel darüber, dass sich der Wert einer Gemeinschaft über ihre Kraft zur Vielfältigkeit definiert. Die Kraft zur Vielfältigkeit ist eine spirituelle und wichtige Angelegenheit und je größer sie ist, umso wirkungsvoller ist sie für die Gemeinschaft.

Daraus folgt, dass derjenige, der sich dem eigenen Volk widmet, wichtiger ist als derjenige, der sich der eigenen Stadt widmet; und derjenige, der sich der Welt widmet, ist wichtiger als derjenige, der sich der eigenen Nation widmet. Dies ist das erste Konzept.

Spirituelle Geburt

Daher gibt es wie bei der Geburt eines Individuums entsprechend der Anatomie des Körpers auch eine Geburt des Kollektivs. Dies geschieht durch eine Erneuerung der spirituellen Kraft. Das bedeutet, dass die Entwicklung der Konzepte die Geburt des Kollektivs bewirkt, denn im Spirituellen trennt die Ungleichheit der Form die Welten voneinander. Diese Geburt ist gleichzusetzen mit der Ankunft in der Welt der Korrektur.

Der Auszug aus Ägypten wird Geburt genannt

Die Vervielfachung der spirituellen Essenz ist vergleichbar mit der körperlichen Geburt aus dem Leib der Mutter – wir verlassen die dunkle und verdorbene Welt, mit allen Arten von Schmutz und Unannehmlichkeiten – und kommen in eine hell erleuchtete Welt der Vollkommenheit, die Welt der Korrektur.

Darunter verstehen wir die Vorbereitung wie sie im Königreich der Priester definiert ist, welche durch die Prophezeiung Moses‘ mit der Freiheit vom Engel des Todes und den Empfang der Tora belohnt wurden. Zu dieser Zeit brauchten sie eine neue Geburt in die Luft der erleuchteten Welt, wie im Vers “Ein angenehmes Land, gut und breit”.

Totgeburt

Dieses Neugeborene wurde tot geboren, denn nach der Schwangerschaft, welche mit einem eisernen Schmelztiegel und der Versklavung in Ägypten gleichzusetzen ist, kam die Geburt. Doch sie konnten den Lebensgeist der erleuchteten Welt, die ihnen zugesagt wurde, solange nicht einatmen, bis die Zählung begann, der Krieg mit Amalek, der Kampf mit dem Wasser, etc. und so kamen sie in die Wüste Sinai. Sinai, wie unsere Weisen sagten, bedeutet Sinaa (Hass), die beiden Worte werden gleich ausgesprochen und bedeuten das Leiden, das mit jeder Krankheit verbunden ist.

Die Geburt in die Hände von Vater und Mutter

Zu dieser Zeit wurden sie würdig, die Essenz des Lebens zu atmen und die Prophezeiung, ‚Ihr werdet für mich ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk sein‘, bewahrheitete sich in ihnen. Zuerst wurde das ‚Königreich von Priestern‘ erschaffen, in welchem der persönliche Besitz aufgegeben wird, und danach ‚das Heilige Volk‘, das seinem Erschaffer mit der Einhaltung (des Gebotes) ‚du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst‘ Zufriedenheit schenkt.

Und tatsächlich fiel das Neugeborene in die liebevollen und treusorgenden Hände von Vater und Mutter, die es umsorgten und ihm Unterhalt und Gesundheit gaben. Ebenso sorgten sie untereinander, jeder für den Unterhalt aller 600.000 und atmeten die Essenz des Lebens, wie geschrieben steht ‚Und Israel lagerte am Berg‘, und RASHI interpretierte es, ‚wie ein Mensch mit einem Herzen‘.

2 VORNE UND HINTEN

Die Augen eines Menschen sind vorne. Das bedeutet, dass er nur in die Zukunft schauen kann, als Art Wachstum von unten nach oben. Er kann keinesfalls nach hinten schauen, wie bei einer Geburt, von Oben nach unten (wie über Lot geschrieben steht, ‚Schaue dich nicht nach hinten um‘).

Aus diesem Grund kann der Mensch nichts wirklich wissen, da er den Anfang nicht kennt. Er ist wie ein Buch, dessen erste Hälfte fehlt und dessen Inhalt daher nicht verstanden werden kann. Der ganze Vorteil derjenigen, die erkennen, ist, dass sie zusätzlich mit der Erkenntnis der Geburt belohnt werden, das bedeutet, das Fortschreiten von Oben nach unten.

Der Mensch beinhaltet alles; das wird offensichtlich, wenn er etwas betrachtet und darüber nachdenkt. Jeder weiß, dass man nichts außerhalb seines eigenen Körpers und seiner Gedanken wahrnehmen kann, trotzdem kennt er die ganze Welt; weiß, was die Leute denken, überlegt, wie er von ihnen gemocht werden könnte und passt sich ihren Wünschen an. Zu diesem Zweck muss er nur nach innen schauen, und schon versteht er seine Zeitgenossen. Alle Menschen sind gleich und jeder beinhaltet alle anderen.

Die Beschränkung des eigenen Wissens besteht darin, dass man weder seine eigene Empfängnis kennt und sich auch an nichts aus dieser Zeit erinnert – man also nichts darüber sagen kann.

Das Fünfzigste Tor

Das ist die Bedeutung des Verses ‚du wirst Meine Rückseite sehen, aber Mein Gesicht ist nicht zu erkennen‘. Moses erlangte vollkommene Erkenntnis der Empfängnis mit allen Unterscheidungen auf dem Weg von Oben abwärts. Man bezeichnet es als die ‚Rückseite der spirituellen Welten‘, und alles, was ihm fehlte, war der Blick in das ‚Gesicht‘: In die Zukunft zu blicken durch das Ende der Korrektur. Dies wird ‚fünfzig Tore von Bina‘ genannt, da die Stufe Bina einhundert Tore umfasst und Bina von den Kabbalisten Ima (Mutter) genannt wird, da sie die Mutter der ganzen Welt ist. Wer würdig wurde, alle hundert Tore in ihr zu erkennen, wird mit der Enthüllung der Vollkommenheit belohnt.

Die fünfzig Tore ihrer Rückseite sind die Empfängnis, der Fortschritt von Oben nach unten. Und die fünfzig Tore ihrer Vorderseite stellen den notwendigen Weg der Entwicklung durch das Ende der Korrektur dar. Dann wird ‚die ganze Erde voll der Erkenntnis des Herrn sein‘ und ‚es wird nicht mehr jeder Mensch seinen Nächsten und jeder Mensch seinen Bruder lehren und sagen ‚Erkenne den Herrn‘, denn sie werden Mich alle kennen, vom Geringsten bis zum Größten‘.

Das ist die Bedeutung des Gebetes von Moses ‚Zeige mir Deine Pracht‘, das heißt alle fünfzig Tore, von Bina von innen. Und der Schöpfer sagte zu ihm: „Du wirst Meine Rückseite sehen; es ist genug, wenn du alle fünfzig Tore meiner Rückseite von Oben nach unten siehst. Aber Mein Gesicht ist nicht zu sehen, weil du die fünfzig Tore der Vorderseite nicht sehen wirst.“ ‚Der Mensch kann Mich nicht sehen und leben‘ bedeutet zu gegebener Zeit – erst wenn sich die Gefäße vollständig angepasst und entwickelt haben.

Sähe man das Gesicht des Schöpfers vorher, müsste man sterben, denn die Gefäße wären nicht fähig, dieses große Licht zu empfangen und würden zerbrechen. Das ist die Bedeutung von ‚Fünfzig Tore von Bina (Weisheit) wurden in der Welt erschaffen, und alle außer einem wurden Moses gegeben‘.

In der Spiritualität gibt es keinen Mangel. Es ist entweder alles oder nichts, wie in ‚ein Gelübde, das ein bisschen gebrochen wurde, ist ein komplett gebrochenes Gelübde‘. Aber wenn sich die Gefäße schließlich vergrößern und zur Zufriedenheit entwickeln, werden sie die fünfzig Tore erreichen können. (Man sollte auch wissen, dass zwei Pfade unterschieden werden: Vorhersehung und Weisheit. In Bezug auf Weisheit erreichte Moses, was all die Weisen erreichten. Aber in Bezug auf die Vorhersehung erreichte er es nicht. Deshalb sagten unsere Weisen: „Ein Weiser wird einem Propheten vorgezogen.“ Und sie sagten auch, dass Salomon die fünfzig Tore erreicht hat.)

Die Seele befruchtet den Körper: Empfängnis und Wachstum

Zwei Entwicklungsprozesse finden wir in einem gesäten Weizenkorn:

1) Von dem Moment, wenn es in den Boden gelegt wurde und sich seine Form entfaltet. Dies wird als Befruchtung bezeichnet, bis sich seine vorhergehende Form völlig auflöst und sich sein eigenes Potential zeigt. Bis zu diesem Zeitpunkt wird es als Empfängnis bezeichnet, die sich von Oben nach unten ausbreitet.

2) Wenn der Endpunkt erreicht ist, beginnt das Wachstum. Der Fortschritt von unten nach Oben, bis es die Stufe des Vorgängers erreicht hat.

Das Allgemeine und das Besondere sind dasselbe

Das Allgemeine und das Besondere sind identisch wie zwei Tropfen in einem Teich. Genauso stellt der Mensch die Innerlichkeit der Welt dar, und im Menschen findet man alle Bilder der Höheren Welt, Azilut, Bria, Yezira und Assija. Wie die Kabbalisten sagen, ‚Azilut ist der Rosh (Kopf), Bria reicht bis Chase (Brust), Yezira reicht von dort bis zum Tabur (Nabel), und Assija reicht vom Tabur nach unten‘.

So gibt es auch bei der menschlichen Empfängnis ein Fortschreiten von oben nach unten, eine leichte Ausdehnung vom Vorfahren, der Mutter, bis zu dem Moment, wo man sich ganz von ihr löst und in die Welt tritt, vom Passiven zum Aktiven wird und es von der Herrschaft des Vorfahren zur eigenen Herrschaft kommt.

Dann findet bereits die Entwicklung von unten nach Oben statt, noch während man an der Brust der Mutter saugt, bis man vollständig die Stufen der Vorfahren erreicht hat.

Adam HaRishon (der erste Mensch) ist jedoch eine Schöpfung des Schöpfers. Er wurde mit Sicherheit nicht von einer Frau geboren, sondern aus dem Staub der Erde, ebenso wie die anderen ersten Geschöpfe, wie geschrieben steht ‚Alles wurde aus dem Staub gemacht‘. Und doch dehnt sich dieser Staub von den Höheren Welten aus, die ihm vorausgehen.

Denn auch in den Höheren Welten gibt es Licht und Gefäße. Das Licht passt sich der Form des Empfangens an und das Gefäß stellt das Verlangen dar, diese passenden Formen zu empfangen. Dieses Gefäß, das der Wille zu empfangen ist, ist niemals konstant – weder in Bezug auf Wichtigkeit noch in Bezug auf eine unabhängige Wirklichkeit, die für sich selbst steht, sondern nur in Bezug darauf, was es empfängt.

Zum Beispiel ist ein armer Mann, der sich mehr Wohlstand wünscht, nicht bedeutender als ein armer Mann, der mit seinem Schicksal zufrieden ist und keinen weiteren Wohlstand möchte. Im Gegenteil, es geht dem erstgenannten schlechter, denn der Wille zu empfangen wird eins mit der empfangenen Sache und sie sind daher nur zwei Seiten einer Medaille. Eine Seite allein hat keinen Wert an sich, mit der man diskutieren oder verhandeln kann.

3 WAS IST EINE SEELE?

Das Gesetz der Entwicklung entsprechend der Weisheit der Kabbala

Es ist unmöglich etwas zu untersuchen, wenn man es nicht vom Anfang bis zum Ende sehen kann. Man kann nur erfahren, was in einem selbst ist (so haben Ärzte festgestellt, dass die beiden Augen eines Menschen nicht dieselbe Farbe sehen, es ist eher eine Einigung der beiden Augen auf eine Farbe). Um Selbsterkenntnis zu erlangen ist es deshalb erforderlich, dass man sich durch und durch kennt, zumindest von der Zeit der Empfängnis (Einnistung) bis zum Erwachsenenalter. Da man kann sich aber erst erkennen kann, wenn man den Status eines vollkommenen Menschen erreicht hat, fehlt einem zuvor vollständig die Fähigkeit, sich selbst zu hinterfragen.

Niemand kennt sich selbst

Der zweite Grund ist der, dass man sich in erster Linie mit den negativen Eigenschaften beschäftigen muss, um mehr (über sich selbst) zu erfahren. Aber der Mensch kann seine eigenen Fehler nicht sehen (und in dem Maße, in dem man borgen kann, was man in anderen sieht, schaut man in einen Spiegel, der nicht leuchtet). Denn alles Üble, das man bewältigen muss, kommt zunächst als Vergnügen, sonst würde man es nicht empfangen. Und es ist auch Gesetz, dass das, was als Vergnügen erscheint, nicht als schlecht betrachtet wird, außer nach vielen Erfahrungen, die sich dadurch entwickelt haben. Es erfordert Tage, Jahre und die Erinnerung daran, Schlussfolgerungen und Beobachtungen, und nicht jeder ist dazu fähig. Daher kennt sich niemand selbst.

Die Kabbalisten erlangen Erkenntnis und verstehen eine Angelegenheit in vollem Umfang. Sie werden damit belohnt, alle Stufen der Wirklichkeit zu erreichen, die man erreichen kann. Man geht davon aus, dass sie eine Angelegenheit in vollem Umfang erreicht haben, und die vollständige Angelegenheit wird eine ‚Seele‘ genannt.

Die Seele gehört Adam HaRishon

Ich habe bereits weiter oben erklärt, in Abschnitt 2, dass die Welten auf zwei Pfaden erreicht werden, von Oben nach unten und von unten nach Oben. Zuerst erreicht man von ‚Oben nach unten‘, die herunterhängende Seele. Anschließend geht es von unten nach Oben, was die eigentliche Erkenntnis ist.

Der erste Schritt in diesem Prozess wird als Ibur bezeichnet (Befruchtung). Es ist wie ein Tropfen, der sich aus dem Gehirn des Vaters löst und sich in der Mutter einnistet, bis er in die Welt tritt. Das wird als letzte Stufe in dem Prozess von Oben nach unten betrachtet, es ist die Geburt – die Ursache des Neugeborenen. Das bedeutet, dass es bis dahin immer noch durch einige Teile mit Mutter und Vater verbunden war – als Ursache – aber als es in der Welt erschien, wurde es unabhängig, das ist der Prozess von oben nach unten.

Und der Grund für all das ist, dass Sein Gedanke einzigartig ist. Daher sind alle Vorfälle gleich, und das Allgemeine gleicht dem Besonderen.

Empfängnis und Wachstum des Körpers als Seele

Vom Moment der Geburt, dem am weitesten entfernten Punkt, beginnt die Rückkehr zur Erkenntnis von unten nach Oben. Das wird als ‚Gesetz der Entwicklung‘ bezeichnet und es unterliegt denselben Bedingungen und Verläufen, die von Oben nach unten abstiegen.

Die Kabbalisten erreichen es, aber das gewöhnliche Auge erkennt nur normale Zustände – langsam, stetig, bis man selbst die Stufe von Vater und Mutter entwickelt hat. Zu dieser Zeit wird es so erachtet, dass man alle Stufen von unten nach Oben erreicht hat, das bedeutet eine vollkommene Stufe.

4 VON OBEN NACH UNTEN UND VON UNTEN NACH OBEN

Wachstum zeugt von Empfängnis

Die beiden Bewegungen, von oben nach unten und von unten nach oben, sind wie zwei Tropfen in einem Teich. Wenn wir die Bewegung von unten nach oben beobachten, dann verstehen wir auch die Bewegung von oben nach unten, welche der zweite Teil des Entwicklungsprozesses ist und als Wachstum bezeichnet wird.

Es gibt vier Stadien in den vier Welten ABYA und es beginnt in der Welt Assija. Von dort aus wird der Fortschritt des Wachstums einer Frucht untersucht, vom Einpflanzen bis zu ihrer vollen Reife.

1) Zunächst zeigen sich die Zeichen der Reife in ihr, welche den Gesetzen der Entwicklung folgen. Das ist die Welt Assija.

2) Die Frucht schmeckt zwar nach nichts, aber man kann sie bereits essen und wird davon satt. Es ist die Welt Yezira.

3) Die Zeit, wenn sich in der Frucht bereits ein wenig Geschmack zeigt, ist Bria.

4) Wenn die Frucht ihren vollen Geschmack entfaltet und ihre Schönheit erscheint, ist man in der Welt Azilut. So vollzieht sich das Wachstum von unten nach oben.

Jedes Erschaffene und Geborene kommt auf zwei Pfaden

Der komplette Prozess von der Bewegung von oben nach unten und von unten nach oben, wie er bereits mit den vier Welten ABYA erklärt wurde, gilt für alles in den Welten, in vollem Umfang und in voller Konsequenz selbst für das kleinste Partikel. Eine Ursache ist der Vater, die Wurzel, der Vermittler. Alles lässt sich auf diese Ursache zurückführen. Die Nachkommenschaft ist wie ein Zweig oder eine Ausdehnung dieser Ursache.

Die Bedeutung dieser beiden Pfade muss man sowohl im Besonderen wie im Allgemeinen verstehen. Von oben nach unten ist es aufgrund der Gesetzmäßigkeit ein Weg der Trennung, bis es in die Welt tritt und für sich selbst verantwortlich ist. Von unten nach oben herrscht das Gesetz der Entwicklung, das zum Wachstum erweckt, bis man die Ursache erreicht und ihr völlig gleich wird.

Wie wir bereits weiter oben erklärt haben, stellen der leibliche Vater und der Nachkomme, der aus dem Gehirn des Vaters zur Geburt kommt, die Zeit des Aufstiegs von unten nach oben dar. Das muss man bei allen vier Stadien erkennen: unbelebt, pflanzlich, tierisch und sprechend.

Wie es in der Emanation der Elemente der Spiritualität ist, ist es in allen Welten. Aus dem Einen (ehat – einzig) fließt Yechida (auch einzig) und alles, was Yechida empfängt, bedingt alle darauffolgenden Entwicklungsprozesse, im Allgemeinen wie im Besonderen.

5 DER PROZESS DER SCHÖPFUNG

Geburt einer glücklichen Gesellschaft

Wenn wir das Siegel des Schöpfungswerks betrachten, finden wir dort die Worte ‚Was Gott geschaffen hat, um zu tun‘. Dies bedeutet, dass das Werk des Schöpfers, das in der vor uns liegenden Schöpfung festgelegt ist, uns zum Zweck gegeben wird, um zu tun und zu ergänzen. Sonst würden die Worte ‚um zu tun‘ keinen Sinn machen, sie wären bedeutungslos, man müsste sagen, ‚Gott ruhte sich von Seinem Werk aus, das Er geschaffen hat‘. Warum also sind hier die Worte ‚um zu tun‘ hinzugefügt? Dieser Vers lehrt uns, dass das volle Ausmaß der Schöpfung, das der Schöpfer geschaffen hat, exakt dem Plan entspricht, nicht mehr und nicht weniger, und in diesem Ausmaß ermöglicht es uns, das Werk zu entwickeln und zu vollenden.

In Wahrheit besteht unsere ganze Entwicklung in der Nachahmung der Schöpfung. Alle Geschmäcker und Farbkompositionen, die wir entwickeln und erfinden, sind nichts anderes als Kopien von Dingen, die wir bereits vorfinden (geschmackvolle Farben, die wir in Farben vorfinden). Woher weiß der Zimmermann, wie man einen Tisch mit vier Beinen baut? Er hat es dem Schöpfer nachgemacht, der Geschöpfe erschaffen hat, die auf vier Beinen stehen. Oder, woher sollte er wissen, wie man zwei Stücke Holz miteinander verbindet, wenn er es sich nicht bei den Organen im Körper abgeschaut hätte? Und so hat er es entsprechend mit dem Holz gemacht.

Die Menschen beobachten und studieren die Wirklichkeit vor uns in ihrer Perfektion und Schönheit. Und wenn sie sie verstehen, kopieren sie sie und machen es genauso. So wird ein Beispiel die Grundlage für ein weiteres Beispiel, bis der Mensch eine ansehnliche Welt voller Erfindungen geschaffen hat.

Wenn wir auf die Schöpfungen schauen, dann sehen wir Flugzeuge, die wie Vögel fliegen. Ein Radio empfängt die Wellen des Senders wie das Ohr. Kurz, alle unsere Erfindungen waren bereits vorher in der Schöpfung und in der Wirklichkeit enthalten, wir brauchten sie nur zu kopieren und umzusetzen.

Die Wirklichkeit und die Existenz der Wirklichkeit verleugnen sich gegenseitig

Die Realität – gemeint ist die Realität im Allgemeinen mit all ihren Teilen, die die gesamte Schöpfung umfassen – empfinden wir als gut geordnet in aller Schönheit und Anmut, ohne jeglichen Mangel. Tatsächlich eine erleuchtete Welt. Aber wenn wir die Wirklichkeit von der anderen Seite betrachten, in Bezug darauf, wie sich die Geschöpfe ernähren und erhalten, ist sie abstoßend, chaotisch, geschmacklos und rücksichtslos. Die Wirklichkeit und die Existenz der Wirklichkeit im Allgemeinen haben wir bereits im Artikel ‚Die Bedeutung der Einheit‘ behandelt; lerne es von dort.

Schlussfolgerung und Geburt

Es sollte klar geworden sein, dass das Allgemeine dem Besonderen entspricht. Dassalso der Schöpfer die Vielfältigkeit nicht fühlt, da Er immer eine einzige Herrschaft darstellt und man kann den Nutzen für das Kollektiv auch auf das Individuum anwenden.

Die Existenz und Geburt der Individuen die der Schöpfer ganz natürlich einrichtete, wurde von dem Moment der Geburt und dem Erscheinen des Individuums auf dem Platz, den der Schöpfer vorbereitet hat und der als ‚diese Welt‘ bezeichnet wird, getestet. Es wird so erachtet, als sorge Er dafür, dass jeder in die Hände von treusorgenden Liebenden fällt, die ihn halten, heilen und in vollständiger Hingabe und Liebe für seine Bedürfnisse sorgen.

Das gilt für die gesamte Gesellschaft. Wenn ein Individuum den Wunsch hat, geboren zu werden, um in dieser Welt für die Korrektur der gesamten Gesellschaft zu leben, ist es wichtig, dass dieses Kind in die Hände von treuen Eltern fällt, die es wie Vater und Mutter nach dem Gebot der Nächstenliebe hingebungsvoll lieben. Dies ist vergleichbar der Vorbereitung für die Gabe der Tora.

Wir befassen uns hier jedoch ausschließlich mit der menschlichen Spezies und man sieht, wieviel Freundlichkeit und Güte der Schöpfer für die Existenz jedes Einzelnen eingesetzt hat, bis jeder es wert ist, gerufen zu werden, in der Form eines arbeitenden Menschen. Wenn wir im Vergleich dazu unsere eigene Existenz betrachten, wie verwerflich und furchtbar sie auch sein möge – so dreht sich doch alles darum, dass man die anderen verurteilt und seine eigene Existenz auf Kosten seines Nachbarn aufbaut.

6 DER KORRIGIERTE UND DIE NOTWENDIGKEIT DER ARBEIT DES MENSCHEN

Was Gott geschaffen hat, zu tun

Wisse, dass der Schöpfer die Arbeit der Schöpfung in einem solchen Ausmaß schuf, dass die menschliche Kraft dort nichts bewirken kann. Es ist ähnlich wie bei der Verdauung. Der Schöpfer erschuf alles auf solche Weise, dass unsererseits keine Anstrengung für die Verdauung erforderlich ist.

Von dem Punkt aus kann man arbeiten – da dies der ganze Geschmack und die Zufriedenheit des Schöpfers ist, der Seine Arbeit genießen wollte, was bedeutet, Geschöpfe zu schaffen, die hinzufügen, erfreuen und zufrieden stellen wie Er (…).

Das gleicht einem Lehrer und einem Studenten. Der Lehrer unterrichtet mit der vollen Absicht, dem Studenten sein ganzes Können weiterzugeben, damit der Student es wiederum an andere Studenten weitergeben kann. Somit freut sich der Schöpfer, wenn seine Geschöpfe schöpferisch sind und Erfindungen machen wie Er. Jedoch machen wir keine wirklichen Erfindungen und Entdeckungen. Es ist eher eine Art Nachahmung. Aber entsprechend dieser Fähigkeit, die Natur nachzuahmen, wird unser Entwicklungsstand gemessen.

Von daher wissen wir, dass wir die Fähigkeit haben, uns selbst nach dem wunderbaren Vorbild der Natur zu korrigieren. Bewiesen wird dies dadurch, dass der Schöpfer selbst Seine ganze Vorsehung auch in diese Unterscheidung eingearbeitet hat. Denn es ist äußerst notwendig, dass wir uns an diesem Ort, der unsere eigene Korrektur bedeutet, selbst korrigieren können.

7 BEWEGUNG ALS ZEICHEN DES LEBENS

Unbeweglich, Pflanzlich, Tierisch – Sprechend

Mit Blick auf das spirituelle Leben sind die Menschen in zwei Gruppen aufgeteilt: 1) unbeweglich, pflanzlich, tierisch; 2) sprechend. Die Gruppe ‚unbeweglich, pflanzlich, tierisch‘ wird als vollkommen leblos betrachtet. Die sprechende Gruppe gilt als lebend.

Das Leben ist Ausdruck der Bewegung. Es ist bekannt, dass das Leben durch zwei völlig entgegengesetzte Handlungen beginnt.

Wenn ein Sprechender geboren wird, wird er solange als leblos betrachtet, bis er durch Stöße erweckt wird und seine Gefäße bereit sind, das Leben und die Bewegung im Bauch der Mutter zu empfangen. Wenn er dann zur Welt kommt, spürt er die ungewohnte Kälte der Luft, die ihn sich zusammenziehen lässt.

Nach dieser ersten Kontraktion muss er sich wieder auf seine vorherigen Maße ausdehnen. Diese zwei Dinge – Zusammenziehen und Ausdehnen – sind der erste Schritt, der ihm Leben verleiht.

Manchmal jedoch wird der Fetus durch einen verzögerten Geburtsvorgang geschwächt und das Zusammenziehen wird in ihm nicht hervorgerufen, da die Kühle der Luft zu gering dafür ist. Dann wird er tot geboren. Das bedeutet, dass er weder Platz noch Anlass hatte, sich in das Leben zu hüllen, das mit dem Zusammenziehen beginnt.

Ohne innere Kontraktion gibt es keine Ausdehnung. Denn man kann sich unmöglich über seine Grenzen hinweg ausdehnen und daher gibt es ohne Kontraktion keine Bewegung. Ein Geschöpf, das für das Licht des Lebens bereit ist, zeichnet sich dadurch aus, dass es die Kraft hat, sich zu einem bestimmten Zweck zusammenzuziehen. In diesem Moment fließt das Licht des Lebens ein und bewirkt die Ausdehnung. Es kommt zur ersten Bewegung des Lebens. Die Bewegung endet nicht und es wird zu einem lebendigen, sich bewegenden Wesen.

Diese erste Bewegung wird ‚eine Seele‘ genannt, das heißt, dass die Essenz des Lebens durch seine Nasenlöcher strömt – wie geschrieben steht, ‚und hauchte ihm den Atem des Lebens in seine Nasenlöcher‘.

Dagegen besitzen die Geschöpfe auf der bewegungslosen, pflanzlichen und tierischen Ebene nicht diese Kraft der inneren Kontraktion, aus welchem Grund auch immer. Und so ist es für das Licht des Lebens unmöglich, sich in sie einzukleiden und eine Ausdehnung zu bewirken.

Er gab ein unerbittliches Gesetz, dass sich das Gefäß ohne Kontraktion und Expansion nicht über seine Grenzen hinweg ausdehnen kann. Aus diesem Grund sind die Geschöpfe auf der bewegungslosen, pflanzlichen und tierischen Ebene für immer dazu bestimmt, ohne Leben zu sein.

Aber das sprechende Geschöpf ist tatsächlich lebensfähig. Dennoch wird es tot geboren, wie wir oben sagten, da es sowohl eines Zweckes wie auch einer Ursache bedarf, die auf es wirken, damit es eine erste Kontraktion macht. Das bewirken die kühle Luft der Tora und gute Handlungen.

Die Qualität der Kontraktion

Das Geschöpf sollte sich aus eigener Kraft zusammenziehen. Wir unterscheiden zwei Arten von Kontraktion: 1) Kontraktion als Resultat äußerer Ereignisse wie Kälte; 2) Kontraktion, die vom Gefäß selbst kommt.

1) Wie wir erläutert haben, wird das Neugeborene durch Klapse und Pressen wachgerüttelt. Und obwohl dies eine Kontraktion in seinem Körper hervorruft, kommt die Ausdehnung zurück. Nicht durch das Licht des Lebens, sondern aufgrund der Struktur des Gefäßes selbst, das immer seine exakte Abgrenzung und Gewohnheit aufrechterhalten muss. Aus diesem Grund kann das Gefäß im Fall einer äußeren Einwirkung durch die Kraft, die seine Grenze verursacht, wieder zu seiner ursprünglichen Form zurückkehren.

2) Wenn die Kontraktion durch das Gefäß selbst verursacht wird und nicht durch einen Einfluss von außen, kann das Gefäß nicht zu seiner ursprünglichen Form zurückkehren. Die Kontraktion, die im Gefäß stattfand, wurde durch es selbst verursacht. Somit ist es unmöglich für das Gefäß, wieder zu seiner ursprünglichen Form zurückzukehren.

Der Schöpfer ist die Ausnahme. Das bedeutet, dass sich ein neues, individuelles Licht in ihm ausdehnt und es zu seiner Regel zurückführt, wonach dieses Licht zu dem ursprünglichen Licht hinzugefügt wird, um dort für immer zu bleiben. Jedes Mal, wenn es sich zusammenzieht, kehrt es zu seiner ursprünglichen Größe zurück. Dieses Licht wird ‚Leben‘ genannt.

Zwei Arten von Kontraktionen – im Allgemeinen und besonderen. Ihnen gegenüber stehen zwei Arten von Ausdehnungen

Das Blut ist die Seele. Denn die rote Farbe braucht die weiße Farbe, um sich mit ihr zu verbinden und dann erst heißt es ‚Blut‘. Bevor sie sich nicht auf Dauer verbunden haben, kann es nicht als Blut bezeichnet werden, denn zu diesem Zeitpunkt ist liegen und erheben in ihm. Denn seine Natur ist O-Dem (zwei hebräische Wörter, die ‚Licht des Blutes‘ oder ‚Licht der Stille‘ bedeuten). Unregelmäßiges Erheben ist darin gemalt, das nur als Farbe O-Dem bezeichnet wird und von den Worten kommt, ‚Sei Leblos für den Schöpfer‘. Deshalb fallen die Farben wieder von ihm ab, es wird weiß, farblos, ein unregelmäßiges Liegen (ruhen).

Wenn die beiden (Farben) sich verbinden, werden sie zu Sehnen des Blutes des Lebens. Wenn die beiden zu Sehnen des Blutes des Lebens werden und fähig sind, sich zu kontrahieren, wird eine zu einer lebenden Seele. Das bedeutet, dass das O aus dem Odem (rot) abgeschnitten wird und lebendiges Dam (Blut) übrigbleibt. Und doch verbinden sich das Liegen und Erheben von vorher auch jetzt noch in diesem Blut.

Es werden deshalb zweierlei Blutströme unterschieden: rote und weiße. Das gleiche Rot und Weiß, die zuvor auf es gewirkt haben, verbanden sich nun und erzeugten das Blut, das ‚lebende Seele‘ genannt wird. Das ist die Bedeutung der teilweisen Kontraktion und teilweisen Expansion, welche Nefesh (Seele) und Ruach (Geist) heißen.

Jenes Licht aber, das die Ausdehnung hervorrief, ist ein allumfassendes, wunderbares Höheres Licht. Deshalb füllt und vervollständigt es jede Art von Kontraktion, die in der jeweiligen Struktur eingraviert ist.

Es ist bekannt, dass die Farbe Weiß bereits im Körper war, in dem Teil, der die Farbe O-Dem (rot) nicht empfangen kann, da… aus dem roten geraubt wurden und fielen, als sie sich vergeblich zusammenschlossen usw. Sobald daher das Licht die erste Ausdehnung in der oben erwähnten, lebenden Seele vervollständigte, erfüllt es die ehemalige Kontraktion, die zu Beginn erfolgte, erneut. Dies wird als ‚allgemeine Ausdehnung‘ bezeichnet oder ‚Sehnen des Gehirns‘, ausgehend von dem roten Material, dessen Form vollständig weggewischt wurde.

Das ist die Bedeutung des Verses, ‚Und atmete in seine Nasenlöcher‘ (im Hebräischen steht ‚Nasen‘), zwei Nasen. Die erste Nase ist rot-weiß. Die zweite Nase ist von dem Weißen, das vollständig weggewischt wurde. ‚Und der Mensch wurde eine lebendige Seele‘, zuerst aus der rot-weißen Nase, die das Blut und die erste Ausdehnung ist. Aber letztendlich war es die Seele des Lebens, weil es sich auch in die zweite Nase ausdehnte, dem weggewischten Weißen, was eine Seele ist und als GAR bezeichnet wird.

Man sollte auch wissen, dass die erste Ausdehnung der Blutsehnen sich auf den unteren Teil, das körperliche Gehirn, genannt Mark, welches dort ist, bezieht… das alles funktioniert, ohne dass man sich darüber bewusst ist, seit dem Zwischenstadium, von der ersten Nase zur zweiten Nase, es ist die Zeit der Pflege.. das Licht arbeitet dabei, ohne dass man sich darüber bewusst wird, denn man hat die Seele nicht erreicht.

Und die zweite Ausdehnung in den Sehnen des Marks, die für den zweiten Gegensatz gehalten wird, welchen man die ‚zweite Nase‘ nennt, ist die Beziehung des höheren Gehirns:.. zu den drei Mochin, die bewusst in ihm arbeiten. Dies wird genannt..

Gegensatz zwischen Kopf und Körper

Es wurde bereits erklärt, dass in den Sehnen des Marks Rot auf der rechten Seite ist. Dies sind die Farbe und das Wesen, die sich auf diesem Papier formen. Weiß ist vollständig auf der linken Seite, da dort die zweite Nase auch vollständig gelöscht ist und sogar jegliche Farbe verschwand, sodass Rot das Sein und Weiß die Abwesenheit sind.

In den Blutsehnen ist es genau umgekehrt (…) Es ist daher eine ewige Seele, die keine Farben braucht. Und die rote Farbe, die übrig blieb und schon im Voraus eingraviert wurde, ist nun links, in Gwura. Sie wird Dam (Blut) genannt, ohne das O (von Odem, rot), damit das Weiße rechts ist; und die rote Farbe wird nicht in ihr erscheinen, und das Rote wird als links angesehen, nur Gwura, die ‚Blut‘ genannt wird.

Es ist wichtig zu verstehen, dass das Reshimo (Erinnerung) von dem oben erwähnten Rot in der ersten Nase – und dessen Sehnen, die sich zur linken erhoben, nach der zweiten Nase (als Seele betrachtet), – gelöscht wird und dauerhaft aus dieser Struktur verschwindet. Deshalb ist der Kopf, das Gehirn weiß, ohne eine Spur von Rot.

Ibur (Empfängnis)

Während der Schwangerschaft ist der Fetus hauptsächlich auf der pflanzlichen Ebene. Seine Bewegungen werden nicht als Bewegungen des Lebens gesehen, denn es sind Bewegungen, die durch die Mutter getan werden, deren Teil er ist.

Seine Umgebung wird Bauch genannt und die Mutter ist die Begrenzung des Umfeldes, welche es umgibt. Und es isst, was die Mutter isst, usw. Und die Geburt beginnt mit dem Kopf.

Die Essenz des Lebens

Wenn man das Lebende kennt, kennt man seine Essenz. Bewegung entsteht durch Kontraktion (siehe oben), denn kein Geschöpf kann aus seiner Begrenzung heraus, nicht mal um Haaresbreite.

Dies erstreckt sich vom Kopf, denn dort ist diese Kraft in Bezug auf die Grenze ein wenig mehr eingeschränkt.

Man sollte wissen, dass solange eine andere Kraft ein Zusammenziehen auf eine geringere Größe bewirkt, das Unbelebte nicht zum Belebten wird. Vielmehr muss das Zusammenziehen von selbst erfolgen. Aber wie soll das geschehen, solange es unbelebt ist? Es erfordert ein Gebet, um mit der Höheren Kraft belohnt zu werden.

So können wir das Verborgene unter dem umgebenden Licht und die Bedeutung von ‚der Mensch soll Mich nicht sehen und leben‘ verstehen, denn das Lebende kann sich bewegen. Und solange es sich nicht kontrahieren kann, ist es nicht lebendig, sondern unbeweglich. Das ist die Bedeutung von ‚Der Tod der Rechtschaffenen kommt mit einem Kuss‘, das heißt, dass sie die Kraft der Kontraktion verlieren.

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