Baal HaSulam, Brief 4, Mund zu Mund

überarbeitet, EY, 20.07.2024

Brief Nr. 4

1921

An meinen Freund,

in der Tat sehe ich deine Schwierigkeit mit der Klarheit, dass du dich schämst, in Klarheit zu sprechen. Doch in all meinen Angelegenheiten mit dir, von Angesicht zu Angesicht oder auch in Briefen, habe ich deinen Geist nicht beeinflusst. Denn die Art der meisten Menschen, sich in solchen Angelegenheiten zu verhalten, ist so: sie schämen sich wie Räuber, über jedes Organ, mit dem sie sündigen, oder mit welchem sie sich wie Tiere benehmen. Sie verdecken es mit sieben Bedeckungen, wie beim Beschneidungsorgan, dem Hinterteil, und anderen solchen Organen, die sich wie Tiere verhalten.

Daher muss ich nachsichtig mit dir sein in Bezug auf diese Veränderung und mit dir…wie unter einem Deckmantel von Allegorien sprechen, da ich müde geworden bin, auf Lösungen dieser Frage zu warten, welche wir beide brauchen, und vor allem auf die Herrlichkeit des Himmels, da dies alles ist, was ich brauche.

Ich werde listig mit dir sprechen, in einer Sprache, welche die dienenden Engel nicht benützen. Und daher werde ich von dir verlangen, die Worte des Sohar an drei Stellen gründlich zu klären – sogar diejenigen Dinge, von denen du klar siehst, dass es als vorteilhaft angesehen wird oder sogar als Sünde, solche Geheimnisse zu enthüllen, besonders vor denen, die wissen und verstehen. Und selbst allgemeinste Dinge brauche ich, die so leicht sind, wie die Vögel, die am Himmel fliegen – die von einem einfachen Menschen sind. Und obwohl sie einzeln betrachtet ohne Nutzen sind, gibt es eine allgemeine Notwendigkeit an ihnen.

Kläre gut im Sohar den Wochenabschnitt Shemot (Exodus) bis zu den Worten über die Unterbrechung nach Pessach. Anschließend, vertiefe dich in die Seiten, welche Shawuot vorangehen, und von dort bis zum Elul desselben Jahres, als sie in das Land Israel zogen. So hast du zwei Stellen. Und danach, von den Seiten über die Tugenden des Landes Israel bis zum Ende.

Erst kläre jede Art der Veränderung und Handlung, zwischen dieser Stelle und jener Stelle, also die Erfüllung der Stufen und versuche es zu verstehen, so gut du kannst. Dann kläre all die guten Dinge in den Schritten und ihren Einzelteilen, was wofür notwendig ist und was warum überflüssig ist, und was der Welt dadurch fehlen würde; und erfasse die Linien der Hoffnung an jeder einzelnen Stelle. Und am wichtigsten ist, dass die Zeichnungen die Gesichtszüge mit ihren Schattierungen und Lichtern hervorheben: ein schreckliches Gesicht oder ein schönes Gesicht, ein lachendes Gesicht oder ein einladendes Gesicht. Hier müssen selbst schlichte, überflüssige und bekannte Dinge erkannt werden, sodass alle Zeichnungen in einer Sammlung in jedem Bild übersichtlich enthalten sind. Und wiederhole nicht den Fehler, die Kommentare, welche du in den Zeichnungen gefunden hast, zu interpretieren, wobei die Zeichnungen selbst in deinen Kommentaren verschwunden sind. Darüber hinaus sind es die Zeichnungen selbst, die ich brauche, um diese mit meinen Fähigkeiten zu interpretieren, so wie du, aber vor allem, als wären sie von Oben herabgefallen, bevor du sie von unten her interpretiert hast.

Und da ich noch immer deine Faulheit befürchte, welche nur eine Klipa (Schale) ist, oder reine und unschuldige Seelen jagt, werde ich dir selbst einige Neuerungen in diesen Formen schreiben, welche ich verlange.

Nachdem du mir all die oben erwähnten Zeichnungen erklärt hast, in Einfachheit und ohne Kommentare, als wären sie vom Himmel gefallen, wirst du dann für mich in deinen eigenen Worten interpretieren, was ich dir hier in der Sprache einer Übersetzung interpretiere. Auf diese Weise werde ich sehen, wie gut du mein Schreiben und meine Gedanken verstehst.

Und nachdem du interpretiert hast, was in meinem Herzen steht, überprüfe nochmal meine Worte und füge ihnen hinzu, ziehe von ihnen ab, oder beides. Und um Gottes Willen, folge meinen Anforderungen, und überspringe keine Studien oder Gebete, bis du meine Anforderung vollendet hast, und bis deine Worte mich mit einer klaren Antwort erreichen. Schließlich sind mir die Finger aus Angst gebunden, und ich kann mit dir nicht unter dem Schirm der Tora und der höheren Liebe korrespondieren.

Komm und sieh: da ist eine heilige Sprache für die Höheren, und da ist eine heilige Sprache für die Unteren. Ihnen entsprechend heißt es, dass all die Weisen der Wahrheit „Mund Gottes“ genannt werden. Was ist der Grund? Es ist die Shechina (Gegenwart Gottes), die aus ihren Mündern spricht, und alles, was sie sagen, schmecken sie in ihrem Gaumen. Das ist also der Weg dieser Weisen ihre Weisheit von Mund zu Mund an ihre Freunde zu übermitteln.

Und was ist der Grund, dass es von Mund zu Mund ist, und nicht von Mund zu Ohr? Weil, was der Gaumen schmeckt, wird nicht an die Ohren gegeben; sie sind getrennt davon.

Darüber steht geschrieben: „Mit ihm spreche ich von Mund zu Mund, offenkundig und nicht in Rätseln.“ „Offenkundig“ bedeutet, dass die Menschen es sehen, und „in Rätseln“ bedeutet, dass sie es mit den Ohren hören.

Aber das sind überhaupt nicht die Wege der Weisheit, die nur dem Gaumen gegeben wird, wie es geschrieben steht: „Wer wird essen, und wer wird fühlen, außer mir?“ Durch diese Regel erkennen die Weisen das Gericht im Gericht, jede Art mit (dem, was nicht) von ihrer Art ist, von ihrem Geschmack, da jede Art ihren eigenen Geschmack hat. Und da diese Übeltäter sieben Abscheulichkeiten in ihren Herzen haben, sind ihre Herzen zerteilt, und ihre Geschmäcker sind nicht die gleichen, da „der Ewige ihre Sprache verwirrt hat“, “sodass sie die Rede des anderen nicht verstehen“.

Aber bei den Weisen kommt keine Lüge an ihren Gaumen. Daher ist alles, was sie essen, wahr, und all ihr Erwachen dient der Wahrheit. Somit sind alle die Weisen wie ein Mensch und verstehen die Sprache voneinander, da ihr Gaumen einzig ist. Darum haben sie zwangsläufig die Kräfte, einander Geheimnisse von Mund zu Mund zu offenbaren.

In diesem Sinne betete der treue Hirte für Juda: „Bringe ihn hin zu seinem Volk.“ Unsere Weisen erklärten, dass er unter den Gerechten stehen und Regeln mit ihnen besprechen konnte, was bedeutet, dass er ihre Sprache verstand.

Denn jemand, der einen Makel aufweist, der die Sünde der Generation von Babel nicht richtig korrigiert hat, steht unter der Herrschaft der Gottheit von Babel, genannt „Bal“. „Und verwirrte dort ihre Sprache“, und er wusste nicht, was unsere Weisen sagten. Wehe ihm, und Wehe seiner Seele. „Und was sagt die Shechina? Es ist leichter als mein Haupt, leichter als mein Arm.“

Nun fragst du, wie solch eine große Sünde korrigiert werden kann. Es steht geschrieben: „Gott ist im Himmel, und du auf Erden; daher lasse deiner Worte wenige sein.“ Und auch steht geschrieben: „Warum sollte Gott über deine Stimme zornig sein?“ Das ist ohne Zweifel wahr.

Doch genau wie hier brauchen wir die Kraft von Moses, des treuen Hirten, der von sich selbst bezeugt: „Es ist nicht im Himmel… es ist in deinem Mund und deinem Herzen es zu tun.“ Es ist bekannt, dass durch die großen Kräfte des treuen Hirten die Tora bereits auf die Erde herabgekommen ist, in Form der Kombinationen der Buchstaben der Namen der Tora. Und in all den Taten, die er für uns und für die ganze Welt getan hat, wie in „Von dem Erlaubten, welches in deinem Munde ist“, sind sie jetzt tatsächlich auf der Erde, wie es geschrieben steht: „Es ist in deinem Mund und deinem Herzen es zu tun.“ Das heißt durch das Anhaften von Geist und Verstand an all die Intelligenz und Vernunft, die es gibt in den Sprüchen der Väter, und den Sprüchen der Diener der Väter, und in den 613 Mizwot (Geboten). In jeder Handlung wird eine Kombination verständlich für die Augen, in den Handlungen in der Art der Wege des Herrn der Welt, Handlungen, in denen all das Höhere Licht eingeschlossen ist. Wer an einer Unterscheidung in vollständiger Erkenntnis festhält, hat nicht umsonst gearbeitet, da hier ein Teil der 613 Teile der Seele ist. Infolgedessen vervielfacht er all diese Stufen, bis er all die Organe seiner Seele gefunden hat.

Wenn er mit der Ganzheit seiner Seele belohnt wird, wird er davon überzeugt sein, dass er alles erlangt hat, da es im königlichen Palast an nichts mangelt, und es keine Armut an einem Ort des Reichtums gibt.

Wehe diesen Dummen, den Zerstörern der Welt. Sie wissen genau, dass es besser für sie sei, wenn sie nie geboren worden wären. Es gibt nur eine Sache, die sie sagen, dass sie zuvor bessere Tage hatten als jetzt, das bedeutet, bevor sie geboren wurden.

Der Schöpfer tut das mit ihnen, um den Menschen ihre Mängel vorzuführen. Es steht geschrieben: „Sage nicht: ‚Was war es, dass die Tage zuvor besser waren als diese, da es nicht von Weisheit zeugt, dass du dies fragst.‘“ Mit anderen Worten: Der Text hat Gnade mit ihnen und weist sie darauf hin, diese Sache in ihren Herzen zu verhüllen, da sie ein Zeichen von Narrheit ist.

Der treue Prophet Maleachi ermahnt sie diesbezüglich: „Ihr opfert verschmutztes Brot auf Meinem Altar und sagt: ‚Womit haben wir Dich beschmutzt?‘ Indem ihr sagt: ‚Der Tisch des Ewigen ist verachtenswert.‘“ So ist die Art aller Dummen der Welt. Da ihr Gaumen das Süße als bitter schmeckt, sagen sie, es sei bitter und verachten das Brot des Königs.

Daher verflucht er sie und sagt „Verflucht sei der Schwindler, der ein männliches Tier in seiner Herde hat“, und zeigt ihnen dabei, dass dies ein Schwindel gegen ihren Herrn ist. Was ist der Grund? Weil ein männliches Tier in ihrer Herde ist, und sie nachlässig in ihrer Arbeit sind und sich nicht anstrengen, dieses zu finden. Daher verflucht der heilige Prophet sie, weil sie zwar ein reines Männchen in den Palast des Königs bringen können, aber ein lahmes und blindes bringen.

Wehe denen, die Schande in den königlichen Palast bringen. Daher führt er ihnen ihren Mangel mit großer Klugheit vor, wie in: „Bietet es eurem Herrscher an! Wäre Er mit euch zufrieden?“ „Eurem Herrscher“ impliziert einen Ort, der erniedrigt wurde, wo sie sündigten, das heißt in der Oberlippe; ein Ort, den wir als mangelhaft betrachten und sie nicht. Doch dieser Ort ist nicht durch die Verdrehung ihrer Lippen erfüllt, und der Schöpfer führt ihnen ihr Übel vor, wie ich dir gesagt hatte, als ich mit dir war, wie es geschrieben steht: „Der Reine und der Gerechte töten nicht.“ Der Verstand wird „rein“ genannt, und das Herz wird „gerecht“ genannt. Wehe dem, der seinen Namen ändert, der im Namen des Schöpfers lügt und die Bedeutung verdreht. Der Text bezeugt von ihnen und vor ihnen: „Ich werde die Übeltäter nicht rechtfertigen.“

Daher wirst du, die Liebe meines Lebens, nicht in ihre Fußstapfen treten, in die Fußstapfen der Zerstörer der Welt, der Narren, Söhne der Narren, da sie wertlos sind, verglichen mit dir, ob im Stamm, im Ast und umso mehr noch in den Früchten. In deinem Stamm bist du einzigartig in dieser Generation. In der Reinheit dieses Stamms bist du besser als ich, wie ich dir gesagt hatte, als ich mit dir war. Es mangelt dir an nichts, außer, auf ein Feld hinauszugehen, dass der Ewige gesegnet hat, und all die losen Organe, welche von deiner Seele herabhängen, einzusammeln und sie in einem einzigen Körper zu vereinen.

In diesen vollkommenen Körper wird der Schöpfer unaufhörlich Seine Shechina einfließen lassen, sodass die Quelle der Höheren Weisheit und die erhabenen Ströme des Lichts wie ein niemals versiegender Brunnen sein werden. Jeder Ort, auf den dein Auge blicken wird, wird gesegnet sein, und jeder wird wegen dir gesegnet sein, da sie dich dauerhaft segnen werden, und all die Wagen der Tumaa (Unreinheit) werden auf ihnen sein… für immer, da es ihr Wunsch ist, dich zu verfluchen. Zu dieser Zeit wird der Segen des Großvaters wahr werden: „Diejenigen, die dich segnen, sind gesegnet.“

Lass uns zu dem zurückkehren, womit wir uns zuerst beschäftigt haben: dem Mund des Ewigen. Es gibt eine Oberlippe und es gibt eine Unterlippe. Diese Kronen stiegen, bezogen aufeinander, in Gleichheit hinab, doch um all den Würdigen Unterstützung zu verleihen, Gutes über Gutes und Licht über Licht, wurden vier hohe und heilige Korrekturen von Dikna mit ihnen gemacht. Glücklich ist derjenige, der belohnt wurde, diese zu erben, und glücklich ist auch derjenige, der damit belohnt wurde, sich an den Würdigen anzuhaften, der schon damit belohnt wurde, sie zu erben.

Es steht bezüglich dieser vier Korrekturen geschrieben: „Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht Meine Wege.“ Die hohen und heiligen Gedanken sind nicht wie die Gedanken eines Ungebildeten. Die hohen und heiligen Wege sind nicht wie die Wege der Ungebildeten. Der Gedanke ist der Rosh (Kopf) und ein Weg ist der Pfad, durch den der Rosh sich ausbreitet, und durch den er sich vervielfacht.

Komm und sieh. Da sind ein höherer Rosh und ein höherer Pfad auf der Oberlippe, und da ist ein unterer Rosh und ein unterer Pfad auf der Unterlippe. Daher wird ein Schnurrbart über der Oberlippe getragen, was die Ähnlichkeit zum höheren Rosh zeigt, den ich oben erwähnt habe.

Diese Korrektur wird „barmherzig“ genannt (siehe Idra Rabba, Nasso). Wenn man belohnt wurde, diesen Anblick mit dem Auge zu erblicken, ist er von allen Seiten voller Barmherzigkeit, denn es gibt keinen Platz in ihm… deshalb ist er tatsächlich „barmherzig“.

Danach werden sie damit belohnt, den höheren Pfad zu sehen, den Pfad derjenigen, die aufsteigen, welches „Haarige“ sind. Daher wird dies in allen unteren Welten gesehen, wie die wertvolle Korrektur vom Rosh, genannt „barmherzig“, welche die Preisung aller ihnen erschienenen Preisungen ist.

Daher gibt es einen Spalt zwischen den Haaren in der Mitte, und das Ende dieses Pfades sehen die Unteren in Form der zwei Nasenlöcher. Dort breitet sich dieser Pfad aus, und wird in der Mitte der Oberlippe eingeprägt. Diese Korrektur wird „und gnädig“ genannt, und all diejenigen, die die Geheimnisse kennen, sehen dies bestimmt.

Nun, da du mit diesen beiden Namen belohnt worden bist…unteren, und wir werden sehen, was vor uns an der Stelle ist, wo wir die Lippe finden…unter der Unterlippe. Dort…bedeutet ein Rosh (Kopf) für die Unteren, und all diese Würdigen wurden mit Küssen belohnt…obwohl die Küsse…die Unteren als eins sind.

Wir sollten also fragen: „Warum hielten sie sich an den Rosh der Unterlippe?“…guten Grund…und einen heiligen Mund…des Weges, der in die Oberlippe eingeprägt war, und zeigt ihnen diesen Ort wie…einen Weg ohne Fleisch…wie es in der Liebe sein sollte. …und dann…wurden sie in der Unterlippe stärker. Zu diesem Zeitpunkt ist „die Liebe so stark wie der Tod“. Ihre Seele kommt mit der höheren und der unteren Liebe zusammen heraus, und wenn ihre Seele…untere.

Daher wird dieser Ort „unterer Rosh“ genannt. Weil er völlig dem höheren Rosh gleicht, und jeder weiß, dass der eine den anderen erzeugte. Das wird „Länge“ genannt, da das Panim (Angesicht) des höheren Rosh länger wurde… ist es nicht in jedem für den anderen. Und weil sie zu einem wurden, sind sie Augen für alle.

In dieser Hinsicht behaupteten die Weisen: „Eine Stimme, ein Anblick und ein Geruch werden nicht als Betrug erachtet.“ Was ist der Grund? Weil in diesen drei Dingen alle…gesehen werden. Und da wir mit diesem unteren Rosh belohnt wurden, wurde er am Ende verdoppelt und erschien in drei Lobpreisungen. … Da der höhere Rosh zu uns kam, gibt es bestimmt keinen Betrug in ihnen, und es gibt keinen Makel in diesen wertvollen Korrekturen, welche erweitert wurden…und alle wissen, dass das eine das andere hervorbrachte, außer den Hofnarren, die sagen: „Sara gebar von Abimelech, dem König Gerars.“

Daher wurde der Vers in diesem heiligen Setzling vom Samen Israels wahr: „‚Und was Mich betrifft, ist dies Mein Bund mit ihnen‘, sagte der Ewige, ‚Mein Geist, der über euch ist.‘“ Daraus folgt, dass diese Korrektur sicherlich der Rosh (Kopf) der Unteren ist, da es für die Unteren gilt, sie einzuhalten und mit dem Bündel des Lebens zu verbinden, wie wir gesagt haben.

Doch die Weisen haben festgelegt: „Es gibt kein Sitzen im Vorhof des Tempels, außer für die Könige des Hauses David.“ Weil sie im Rosh sind. Doch für den Rest der Generation wurde dieser Ort nur gemacht, um an ihm vorüberzugehen. Andernfalls wäre diese Rast ein angenehmer Spaziergang gewesen, deshalb wurde ein unterer Weg eingerichtet und von diesem Rosh aus verlängert, der dem höheren Pfad ähnelt.

Dennoch erscheint er wie ein alter Mann, der müde ist von den vielen Tagen, und „es gibt keine Vernunft in den Alten.“ Es ist wie Barsillai der Gileaditer, denn weil die Form dieses unteren Pfades in allem dem höheren Pfad völlig ähnlich ist, der sich vom höheren Rosh aus ausgedehnt hat, sieht er, dass der Guf unten ist und der untere Pfad gleicht dem höheren, wie der Affe dem Menschen. Und was er sah, sah er gut.

Darum wird diese Korrektur „Gesicht“ genannt, um zu zeigen, dass nicht alle Gesichter gleich sind, und alle Menschen sollen auf das Angesicht fallen, wie in: „Und sie warfen sich mit dem Gesicht zur Erde nieder.“

Deswegen wurde dieser Pfad in der Unterlippe eingeprägt, direkt gegenüber dem Pfad der Oberlippe, wie die Gesichter der Cherubim „sich gegenseitig anblicken“. Weil ihre Form einander entspricht, stärkten sie sich gegenseitig und wurden tiefer in den Lippen eingeprägt. Das ist auch die Bedeutung von „Gesicht“, das heißt, bis jetzt war es gar nicht bekannt, dass es Gesichter oben und Gesichter unten gab, und dass nicht alle Gesichter gleich sind.

Und wenn ich von dem weisen Schüler höre, der sagte, dass er über die ganze Welt lacht, weil er „das Bild des Ewigen gesehen hat“, und er freute sich und prahlte mit seinen Stufen, dass er, Ana, „die Quellen in der Wüste fand, als er die Esel seines Vaters Zibeon weidete“, und die erste Schuld ausgelöscht wurde, dann sage ich mir, dass dies von dem stammt, was die Weisen über den unteren Weg sagten, und „den unteren Pfad“ nennen sie: „Ana ist der Hirte seines Vaters Zibeon.“ Man nennt diesen unteren Rosh auch Zibeon, was ich in früheren Schriften noch nie gehört hatte.

Ich bemühe mich diese Worte gut zu deuten, als erstes zu wissen, was diese „Quellen“ tun, das bedeutet all die Reshimot (Eindrücke) in ihren Gesichtern, in ihrer Länge, ihrer Breite, in Klang, Ansicht und Geruch. Und was ist ihre Frage, und wie lautet ihre Antwort – ob es eine neue Frage ist oder ob sie sie vor dem Hirten seines Vaters Zibeon, jenem Ana, in ihren Ohren verborgen haben? Und was dachte Zibeon über diesen weisen Sohn, wenn er ihm gesagt hätte: „Mein Sohn, wenn dein Herz weise ist, wird sich auch mein Herz erfreuen?“

Gab es im Allgemeinen Freude über die Frage? Und wie viele Tage dauerte sie, oder war es Freude für ein paar Stunden? All dies wird in dieser Klärung des unteren Rosh und des unteren Pfades, die ich gesagt habe, klar interpretiert und erklärt. Und wenn es dir anders geht, sag mir, wie die eigentliche Arbeit geleistet wurde.

Und jetzt, da wir bezogen auf den unteren Pfad und den unteren Rosh befreit sind, und den heiligen Namen für diejenigen, welche mit den Korrekturen ihrer Gesichter und der Haare unter der Unterlippe belohnt wurden – in der Tat „lange Gesichter“ – werden wir weiter absteigen, bis unter den heiligen Vorhang. Darin ist ein guter Gewinn für die Gerechten, verhüllt und offenbart, sowie bittere und harte Bestrafungen für die Bösewichte. Dieser Vorhang wird „sehr barmherzig“ genannt, sowie er etabliert wurde und er sich Chessed (Gnade) zuneigt. Er hat all die Vorzüge und all die Fülle des Herrn der Welt.

Wehe dem, der Inzest zeigt. Er schneidet seine Seele von „Dieser Welt“ ab, und sie wird von der „Nächsten Welt“ abgetrennt. Er hat die Form von „Du wirst Jakob die Wahrheit geben“, weshalb seine Hand die Ferse von Esau hielt. Er fand all diese Barmherzigkeit, die wir erwähnt haben, weil in seiner Vollkommenheit diese siebte Korrektur – genannt „und Wahrheit“ – offenbart wurde, da Wahrheit und Barmherzigkeit hier ineinander eingeschlossen waren wie in „Gib Jakob Wahrheit, Abraham Barmherzigkeit“.

Komm, siehe, und verstehe die Ordnung der Dinge, die ich dir bis jetzt gesagt habe, in all den Stufen, die du soweit gesehen hast, und schaue korrekt auf ihre Schilderungen. Es sieht wie ein Gartenbeet aus, in das Pflanzen gesät wurden, zwei gegenüber zwei, und eine kommt am Ende heraus. Das heißt, oben ist ein Rosh und ein Pfad, und unten, direkt gegenüberliegend, ebenfalls ein Rosh und ein Pfad, der „sehr barmherzig“ genannt wird, der die Mitte für alle ist und unter allen liegt.

Da ist auch ein Gartenbeet, in dem diese Bepflanzungen in anderen Kombinationen dargestellt sind – drei Bepflanzungen oberhalb, welche als Rosh, Toch, Sof angesehen werden. Der höhere Rosh wird Rosh genannt, der höhere Pfad wird Toch genannt, und der untere Rosh heißt Sof.

Was ist der Grund für diese Kombinationen? Weil Geschmack, Erscheinung und Geruch dieser drei Bepflanzungen gleich sind. Dadurch verbinden sich die drei zu einem, und alle drei werden als die Höheren angesehen, als Rosh, Toch und Sof.

Dieser untere Pfad, und diese Vereinigung von „sehr barmherzig“, werden als „zwei Äste der Weide“ bezeichnet, weil sie gleichzeitig existieren, und die Kinder des Exils, die innerhalb der Völker und unter ihnen vermischt sind, sagen über diese zwei Äste der Weide, dass sie weder Geschmack noch Geruch haben. Daher gibt es dort drei oberhalb, und zwei unterhalb, in dem Gartenbeet, das ich erwähnt habe.

In diesen fünf Buchstaben, von welchen wir gesprochen haben, gibt es 120 Kombinationen. Doch habe ich diese beiden erwähnt, um eine Kombination in „Erinnere“ aufzuzeigen, und eine Kombination in „Halte ein“. Die restlichen sind in den beiden Seiten integriert, von denen ich gesprochen habe, und diese Ordnung wird die „fünf Buchstaben des Namens Elokim“ genannt.

Was ist der Grund dafür? Es ist so, da sie entlang ihres Pfades der Entwicklung, einer unter dem anderen aufgestellt wurden. Jedoch gibt es Messungen in der Breite, und bis jetzt habe ich noch keine Interpretation von dir zu dem Text gehört, und so kann ich gar nicht mehr davon sprechen, bis ich höre, dass du selbst darin vertieft bist.

Als ich „oberhalb“ und „unterhalb“ sagte, deutete ich damit keine Orte an, da das Spirituelle keinen Ort hat. Jedoch haben die beiden sicherlich eine Zeit, in welcher sie in der Welt bekannt werden. Ich nannte es „oberhalb“, weil es zuerst erblickt wurde, und ich nenne es „unterhalb“, weil es anschließend erschien.

Und ich erfrage Weiteres von dir: Wenn du all diese fünf Kapitel, die ich dir gezeigt habe, in deinen eigenen Worten interpretierst, in einer Reihenfolge von „oberhalb“ und „unterhalb“, dann erkläre mir jedes Mal, wann es das erste Kapitel ist, und wann es das folgende Kapitel ist, und genauso alle anderen auch, so sorgfältig, wie dein Gedächtnis es dir erlaubt, oder eine ungefähre Berechnung, und die Dauer jeden Kapitels.

Und am allermeisten sehne ich mich danach, von der Dauer dieser beiden Äste der Weide zu hören, die ich bezüglich des unteren Pfades erwähnt habe, die „Korrektur des Gesichts“ genannt werden, und der heilige Vorhang, genannt „sehr gnädig“, und deren Anfang „Wahrheit“ ist.

Obwohl es eine kleine Sache für dich ist, ist es eine große für mich. Ich glaube, du hattest schon in einem anderen Brief angedeutet, dass du ihre Zeiten vergessen hattest, doch bitte erinnere dich, denn es ist für mich, als wäre ich im Gefängnis, und ich kann nicht meine Bemühungen und Angelegenheiten mit dir besprechen, aus einem wichtigen Grund, den ich in meinem Herzen halte.

 

Daher versuche dir, so gut du kannst, ihre Zeiten zu merken, mehr oder weniger, ihre Dauer und auch ihre Anfänge. Und bitte, habe Erbarmen mit der Zeit, die bedauerlicherweise umsonst verloren gegangen ist, und schicke mir einen klaren Brief mit vollständigen Erklärungen zu allen Fragen, die ich dir gestellt habe, damit ich danach nicht mehr mit dir korrespondieren muss.

Und nun, mein Lieber, komm und siehe zu, wie du mir deine wahren Antworten liefern kannst. Und da ich die Last mit dir trage, habe ich nun nichts weiter als Trübsal. Dennoch zweifle ich nicht an dir, da die Antworten den Fragen vorausgehen – wenn er nicht sein Leben schont, usw.

Doch lasse die Vergangenheit die Vergangenheit sein, und von hier an zähle die Momente, damit du keinen einzigen von ihnen verlierst, da an jedem einzelnen Tag ein Bote von Oben über uns ist. Es ist keine Autorität, die ich dir gegeben habe. Vielmehr ist es Ergebenheit, die ich dir gab. Und wer ist derjenige, und wo ist der, der eine böse, fremde Klipa (Schale) der Faulheit mit sich führt, hier unter den Kindern des Königs. Es ist sicherlich eine Anmaßung für den Himmel, und „Die Tür dreht sich in ihrer Angel, und der Faule ist in seinem Bett.“ Die heilige Shechina wird in den Staub geworfen, unter die Füße ihrer Mägde, welche regelmäßig über sie laufen und auf ihrem Kopf und ihren Armen mit großer Unverschämtheit herumtrampeln, wie es fremde Mägde tun, und sich einzig wünschen, unreine Spucke in das Gesicht ihrer Herrin zu spucken, wodurch Verachtung und Zorn verursacht werden.

All diejenigen, die die Macht haben, diese Anmaßung zu beseitigen, und dennoch all diese Anmaßungen mit ansehen, ohne zu protestieren, nennst du sie „untätig“? „Untätig“ ist nicht ihr Name. Vielmehr haben sie keine Vorstellung von der Kostbarkeit und Herrlichkeit des Herrn des Himmels, der vor ihnen steht.

Ebenso sollten wir verkünden, dass keine Arbeit darin besteht, die Zeit zu verlängern, sondern darin, zu studieren, denn diese schmutzige Substanz ist besänftigt und will rund um die Uhr arbeiten, aber sich keine einzige Stunde im Studium anstrengen.

Und die Hauptarbeit besteht darin, alle Geheimnisse der Tora und ihrer Argumentation zu finden, denn in diesem Exil gibt es keine andere Sklaverei. Diese schmutzige Substanz würde alles wollen, sich aber nicht für die Mizwot (Gebote) anstrengen. Und selbst wenn einige Gründe aus Geld bestehen, wird gezeigt, dass es ermüdend ist und dass sich keine Neuheit von einer anderen unterscheidet, und dann wird er müde und kann sich nicht mehr anstrengen.

 

Das ist der Kern der Sache. Es sollte entwurzelt und aus den Höfen des Hauses des Ewigen entfernt werden, und man sollte die Arbeit auf sich nehmen, um die Gründe der Tora und die Bedeutung der Mizwot in den Worten der Tora zu finden. Und dann wird der Schöpfer wieder auf seinen Thron gebracht werden.

Gestern Abend erhielt ich deinen Brief vom vierzehnten des Monats Cheshwan. Nun, früh am Morgen, ist mein Brief fertig und bereit, abgeschickt zu werden. Ich wollte wissen, woher du weißt, dass dieser Mann ohne einen Sohn, der in deinem Haus ein und aus geht, ein wahrer weiser, ein heiliger Mann ist, wie du es mir gesagt hattest… für die korrekte Ordnung deines Körpers. Lasse mich im Detail wissen, worin er gegensätzlich ist, da ich es wissen muss, doch erkläre es eingehend, und sollte er nicht dieser Buchbinder oder Buchhändler sein, den ich in deinem Haus gesehen habe, und wenn er in Briefe schaut… und was er über sie sagt. Doch am wichtigsten, sei nicht spärlich mit deinen Worten, welche dir vielleicht überflüssig erscheinen, denn durch die detaillierten Beschreibungen wird das Verständnis zwischen uns anwachsen, und ich brauche es sehr.

Dein Freund,

Yehuda

 

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