Baal HaSulam, Brief 4, Mund zu Mund

Brief Nr. 4, 15 Heshvan, Tav-Reish-Peh-Bet, 16. November, 1921

An meinen Freund,

In der Tat sehe ich deine Schwierigkeiten mit Schlichtheit, dass du dich schämst, frei heraus zu sprechen. Doch in all meinen Angelegenheiten mit dir, von Angesicht zu Angesicht oder auch in Briefen, habe ich deinen Geist keines Weges beeinflusst, wie es die Art der meisten Menschen ist, sich so in solchen Angelegenheiten zu benehmen: sie schämen sich wie Räuber, über jedes Organ, mit dem sie sündigen, oder mit welchem wie Tiere benehmen. Sie verdecken es mit sieben Hüllen, wie das Beschneidungsorgan, das Hinterteil, und andere solche Organe, die sich wie Tiere verhalten.

Daher muss ich nachsichtig mit dir sein und mir dir in Allegorien sprechen, da ich müde geworden bin, auf Lösungen auf diese Frage zu warten, welche wir beide brauchen, und vor allem auf die Herrlichkeit des Himmels, da dies alles ist, was ich brauche.

Ich werde listig mit dir sprechen, in einer Sprache welche die dienenden Engel nicht brauchen. Und daher werde ich von dir verlangen, eingehend die Worte des Sohar an drei Orten zu klären. Und ich brauche sie alle: Auch die Dinge, die man klar als Vorteil erkennt oder auch als Sünde, um diese Geheimnisse den Wissenden und Verständigen zu enthüllen, und selbst die normalsten Angelegenheiten, die wie Vögel im Himmel umherfliegen.

Und obwohl sie einzeln betrachtet ohne Nutzen sind, gibt es allgemeinen Bedarf an ihnen.

Siehe zwecks Klärung das Buch Sohar, Abschnitt Shemot [Exodus] über die Pause nach Pessach und weiter. Anschließend, vertiefe dich in den Seiten, welche Shavuot [Pfingsten] vorangehen, von dort durch Elul desselben Jahres, als sie in das Land Israel gingen. Damit hast du zwei Orte, und dann von den Seiten der Tugenden des Landes Israel bis zum Ende.

Erst kläre jede Art Änderung und Handlung, zwischen diesem Ort zu jenem Ort, also die Erfüllung der Stufen und versuche, es so gut du kannst zu verstehen. Dann kläre all die guten Dinge in den Schritten des Körpers und seiner Teile, was wofür notwendig ist und was warum überflüssig ist, und was der Welt dadurch fehlen würde; und erfasse die Zeilen der Hoffnung in jedem Ort.

Und die Zeichnungen sollen die Merkmale, mit ihren Schatten und Lichtern hervorbringen, mit einem schrecklichen Gesicht oder einem schönen Gesicht, einem lachenden Gesicht oder einem einladenden Gesicht. Hier müssen selbst schlichte, überflüssige und bekannte Dinge erkannt werden, sodass all die Zeichnungen in einer Sammlung integriert sind, in jedem Bild deutlich arrangiert.

Und wiederhole nicht den Fehler, die Kommentare, welche du in den Zeichnungen gefunden hast, zu interpretieren, wobei die Zeichnungen selber in deinen Kommentaren verschwunden sind. Darüber hinaus sind es die Zeichnungen selbst, die ich brauche, um diese mit meinen Fähigkeiten zu interpretieren, so wie die Deinen, und vor allem, als wären sie von oben herabgefallen, vor einer Interpretation, welche du ihnen von unten gegeben hast.

Und da ich noch immer deine Faulheit befürchte, welche nur eine Klipa [Hülle/Schale] ist, oder welche reine und unschuldige Seelen jagt, werde ich dir selber einige Innovationen in dieser Form schreiben, welche ich verlange. Nachdem du mir all die oben erwähnten Zeichnungen erklärst, in Schlichtheit und ohne zu kommentieren, als wären sie aus dem Himmel gefallen, wirst du dann für mich in deinen eigenen Worten interpretieren, was ich dir hier in der Sprache der Übersetzung [aramäisch] sage. Auf diese Weise, werde ich sehen, wie gut du mein Schreiben und meine Gedanken verstehst.

Und nachdem du interpretierst, was in meinem Herzen steht, überprüfe nochmal meine Worte und füge ihnen hinzu, ziehe von ihnen ab, oder beides. Und um Gottes Willen, folge meinen Anforderungen, und überspringe keine Studien oder Gebete, bis du meine Anforderung vollendet hast, und bis deine Worte mich mit einer klaren Antwort erreichen. Schließlich sind mir die Finger aus Angst gebunden, und ich kann mit dir nicht unter dem Schirm der Tora und der höheren Liebe korrespondieren.

Komm und sieh: da ist eine heilige Sprache für die höheren, und da ist eine heilige Sprache für die niederen. Ihnen entsprechend heißt es, dass all die Weisen der Wahrheit „Gottes Mund“ genannt werden. Was ist der Grund? Es ist die Shechina [Göttlichkeit], die aus ihren Mündern spricht, und alles was sie sagen, schmecken sie in ihrem Gaumen. So ist daher der Weg dieser Weisen, ihre Weisheit von Mund zu Mund an ihre Freunde zu übermitteln.

Und was ist der Grund dass es Mund zu Mund ist, und nicht Mund zu Ohr? Weil, was der Gaumen schmeckt, wird nicht an die Ohren gegeben; sie sind getrennt. Darüber steht geschrieben: „mit ihm spreche ich von Mund zu Mund, eindeutig, und nicht in Rätseln.“

„Eindeutig“ bedeutet das Sehen der Menschen, und „in Rätseln“ bedeutet das Hören mit den Ohren.

Doch sind dies überhaupt nicht die Wege der Weisheit, welche nur dem Gaumen gegeben wird, wie geschrieben steht, „wer wird essen, und wer wird fühlen, außer mir?“ Durch diese Regel erkennen die Weisen das Urteil im Urteil, jede Art mit dem (was nicht) von ihrer Art ist, von ihrem Geschmack, da jede Art ihren eigenen Geschmack hat.

Und da diese Übeltäter sieben Abscheulichkeiten in ihren Herzen haben, sind ihre Herzen zerteilt, und ihre Geschmäcker sind nicht die gleichen, da „der Herr ihre Sprache verwirrte“, “sodass sie das über einander Gesprochene, nicht verstehen würden“.

Doch mit den Weisen ist es so, ihnen kommt keine Lüge an den Gaumen. Daher ist alles, was sie essen, wahr, und all ihr Erwachen dient der Wahrheit. Somit sind alle die Weisen wie ein Mensch und verstehen die Sprache voneinander, da ihr Gaumen einzig ist. Darum haben sie notwendigerweise die Kräfte, einander Geheimnisse von Mund zu Mund zu offenbaren.

In dieser Hinsicht heißt es, dass der treue Hirte für Judah betete, „bringe ihn hin zu seinen Leuten.“ Unsere Weisen erklärten, dass er unter den Gerechten stehen und Regeln mit ihnen besprechen konnte, was bedeutet, dass er ihre Sprache verstand.

Denn jemand, der Makel aufweist – der die Sünde der Generation von Babylon nicht richtig korrigiert hat – steht unter der Herrschaft der Götter von Babylon, genannt Ball. „Und verwirrte dafür ihre Sprache“, und er wusste nicht, was unsere Weisen sagten. Wehe ihm, und Wehe seiner Seele. „Und was sagt die Shechina? Es ist leichter als mein Haupt, leichter als mein Arm.“

Nun fragst du, wie solch eine große Sünde korrigiert werden kann. Es steht geschrieben, „Gott ist im Himmel, und du auf Erden; daher lasst eure Worte wenige sein.“ Und auch steht geschrieben, „Warum sollte Gott wütend mit eurer Stimme sein?“ Das ist zweifellos wahr.

Doch genau wie hier brauchen wir die Kraft von Moses, des treuen Hirten, der über sich selbst bezeugt: „es ist nicht im Himmel… es ist in deinem Mund und deinem Herzen zu tun.“ Es ist bekannt, dass durch die großen Kräfte des treuen Hirten die Tora bereits zur Erde hinabstieg, in Form der Kombinationen von Buchstaben in den Namen der Tora.

Und in all den Taten, die er für uns und für die ganze Welt getan hat, wie in „von dem Erlaubten, welches in deinem Munde ist“, sind sie jetzt eigentlich in der Erde, wie es geschrieben ist, „es ist in deinem Mund und deinem Herzen es zu tun.“ Das heißt durch das Anhaften von Geist und Verstand an all die Intelligenz und Vernunft, die es im Gesagten der Väter und der Diener der Väter, und in den 613 Mitzwot [Geboten] gibt.

 

In jeder Handlung wird eine Kombination verständlich für die Augen, in den Handhabungen der Wege des Meisters der Welt, Handhabungen, in denen all das höhere Licht eingeschlossen ist. Jemand, der sich an ein Gebot in vollkommener Erlangung hält, hat nicht umsonst gearbeitet, da hier ein Teil der 613 Teile der Seele ist. Infolgedessen multipliziert er all die Stufen, bis er all die Organe seiner Seele findet.

Wenn er mit der Ganzheit seiner Seele belohnt wird, wird er überzeugt davon sein, dass er alles gewonnen hat, da es im königlichen Palast an nichts mangelt, und es keine Armut in einem Ort des Reichtums gibt.

Wehe diesen Narren, Zerstörern der Welt. Sie wissen genau, dass es besser für sie sei, wenn sie nie geboren worden wären. Es gibt nur eine Sache, die sie sagen, dass sie zuvor bessere Tage hatten als jetzt, das bedeutet bevor sie geboren wurden. Der Schöpfer tut das mit ihnen, um den Menschen ihre Mängel vorzuführen. Es ist geschrieben, „sage nicht, ‚Was war es, dass die Tage zuvor besser waren als diese, da es nicht von Weisheit zeugt, dass du dies fragst.‘“ In anderen Worten, hat der Text Gnade mit ihnen und weist sie darauf hin, diese Sache in ihren Herzen zu verhüllen, da es ein Zeichen von Narrheit ist.

Der treue Prophet Malachi ermahnt sie diesbezüglich: „Ihr opfert verschmutztes Brot auf meinem Altar und sagt, ‚Womit haben wir dich beschmutzt?‘ Durch euer Sprechen, ‚Der Tisch des Herrn ist verachtenswert.‘“ So ist die Art aller Narren der Welt. Da ihr Gaumen das süße als bitter schmeckt, sagen sie, es sei bitter und verachten das Brot des Königs.

Daher verflucht er sie und sagt, „verflucht sei der Schwindler, der ein männliches Tier in seiner Herde hat,“ und zeigt ihnen dabei, dass dies ein Schwindel gegen ihren Meister ist. Was ist der Grund? Weil ein männliches Tier in ihrer Herde ist, und sie nachlässig in ihrer Arbeit sind und sich nicht anstrengen, dieses zu finden. Daher verflucht der heilige Prophet sie, da sie anstelle eines lahmen und blinden Tieres ein männliches Tier zum königlichen Palast bringen könnten.

Wehe denen, die Schande in den königlichen Palast bringen. Daher führt er ihnen ihren Mangel mit großer Klugheit vor, wie in „Bietet es eurem Herrscher an! Wäre Er mit euch zufrieden?“ „Eurem Herrscher“ impliziert ein Ort, der erniedrigt wurde, wo sie sündigten, das heißt in der Oberlippe; ein Ort, den wir als mangelhaft betrachten und sie nicht. Doch dieser Ort ist nicht durch die Verdrehung ihrer Lippen gefüllt, und der Schöpfer führt ihnen ihr Übel vor, wie ich dir gesagt hatte, als ich mit dir war, wie geschrieben steht, „der Reine und der Gerechte töten nicht.“ Der Verstand wird „rein“ genannt, und das Herz wird „gerecht“ genannt. Wehe dem, der seinen Namen ändert, der im Namen des Schöpfers lügt, und die Bedeutung verdreht. Der Text bezeugt von ihnen und vor ihnen: „Ich werde die Übeltäter nicht rechtfertigen.“

Daher wirst du, Liebe meines Lebens, nicht in ihre Fußstapfen treten, in die Fußstapfen der Zerstörer der Welt, der Narren, Söhne der Narren, da sie wertlos sind verglichen mit dir, ob im Stamm, Ast, und umso mehr noch in den Früchten. In deinem Stamm bist du einzigartig in dieser Generation. In der Sauberkeit dieses Stamms bist du besser als ich, wie ich dir gesagt hatte, als ich mit dir war. Es mangelt dir an nichts, außer, auf ein Feld hinaus zu gehen, dass der Herr gesegnet hat, und all die losen Organe, welche von deiner Seele herabhängen, einzusammeln und sie in einem einzigen Körper zu vereinen.

In diesem vollkommenen Körper wird der Schöpfer unaufhörlich Seine Shechina einflößen, und der Brunnen der Intelligenz und erhabene Ströme des Lichts werden wie ein niemals endender Brunnen sein. Jeder Ort, auf den du deine Augen legst, wird gesegnet sein, und alles wird wegen dir gesegnet sein, da sie dich dauerhaft segnen werden, und all die Karren der Tuma‘a [Unreinheit] werden auf ihnen sein… für immer, da es ihr Wunsch ist, dich zu verfluchen. Zu dieser Zeit wird der Segen des Großvaters, „Diejenigen welche dich segnen, sind gesegnet“, wahr werden.

Lass uns zu dem zurückkehren, womit wir uns zuerst beschäftigten: dem Munde des Herrn. Es gibt eine Oberlippe und es gibt eine Unterlippe. Diese Kronen stiegen, bezogen aufeinander, in Gleichheit hinab, doch um all den Würdigen Unterstützung zu verleihen, gut über gut und Licht über Licht, wurden vier hohe und heilige Korrekturen der Dikna mit ihnen gemacht. Glücklich ist derjenige, der belohnt wurde, diese zu erben, und glücklich ist auch derjenige, der damit belohnt wurde, sich an den Würdigen anzuhaften, der schon damit belohnt wurde, sie zu erben.

Es steht bezüglich dieser vier Korrekturen geschrieben: „Meine Gedanken sind nicht deine Gedanken, noch sind deine Wege Meine Wege.“ Die hohen und heiligen Gedanken sind nicht wie die Gedanken eines Ungebildeten. Die hohen und heiligen Wege sind nicht wie die Wege der Ungebildeten. Der Gedanke ist der Rosh [Kopf/Verstand] und ein Weg ist der Pfad durch welchen der Rosh sich ausbreitet, und durch welchen er sich vervielfacht.

Komm und sieh. Da sind ein oberer Rosh und ein oberer Pfad auf der Oberlippe, und da ist ein unterer Rosh und ein unterer Pfad auf der Unterlippe. Daher wird ein Schnurrbart über der Oberlippe getragen, was die Ähnlichkeit zum oberen Rosh zeigt, den ich oben erwähnte.

Diese Korrektur wird „barmherzig“ genannt (siehe Idra Rabah, Nasso). Wurde man belohnt, diese Ansicht mit dem Auge zu erblicken, ist von allen Seiten volles Erbarmen, da es kein Ort darin gibt … weshalb es in der Tat „barmherzig“ heißt.

Im Nachhinein werden sie damit belohnt, den oberen Pfad zu sehen, den Pfad derjenigen, die aufsteigen, welches die männlichen Ziegen sind. Daher wird dies in allen niedrigen Welten gesehen, wie die wertvolle Korrektur vom Rosh, genannt „barmherzig“, welche die Preisung aller ihnen erschienenen Preisungen ist.

Daher gibt es einen Spalt zwischen den Haaren in der Mitte, und das Ende dieses Pfades sehen die Unteren in Form der zwei Nasenlöcher zu sehen.

Dort breitet sich dieser Pfad aus, und wird in der Mitte der Oberlippe abgedruckt. Diese Korrektur wird „und gnädig“ genannt, und all diejenigen, welche die Geheimnisse kennen, sehen dies bestimmt.

Jetzt, da du mit diesen beiden Namen belohnt wurdest…

(…)

Daher wird dieser Ort „unterer Rosh“ genannt. Weil er völlig dem oberen Rosh gleich ist, und jeder weiß, dass der eine den anderen erzeugte. Das wird „Länge“ genannt, da das Panim [Gesicht/Angesicht] des oberen Rosh länger wurde… ist es nicht in jedem, für einander. Und weil sie als eins wurden, sind sie Augen für alle.

In dieser Hinsicht behaupteten die Weisen, „Eine Stimme, eine Ansicht, und ein Geruch werden nicht als Betrug erachtet.“ Was ist der Grund? Weil in allen dreien, all die… sichtbar sind. Und da wir mit diesem unteren Rosh belohnt wurden, wurde er in verdoppelt, und erschien in drei Lobpreisungen. … Wie der obere Rosh zu uns kam, gibt es bestimmt keinen Betrug in ihnen, und es gibt keinen Mangel in diesen wertvollen Korrekturen, welche erweitert wurden… und alle wissen, dass das eine das andere hervorbrachte, außer den Hofnarren, welche sagen, „Sarah gebar von Avimelech, dem König Gerars.“

Daher wurde der Vers „‘Und was Mich betrifft, ist dies Mein Bündnis mit ihnen‘, sagte der Herr, ‚Mein Geist, der über euch ist,‘“ in diesem heiligen Sämling von dem Samen Israels, wahr. Daraus folgt, dass diese Korrektur sicherlich der Rosh (Kopf) der Unteren ist, da es für die Unteren gilt, sie einzuhalten und mit dem Bündel des Lebens zu verbinden, wie wir sagten.

Doch haben die Weisen festgelegt, „Es gibt keinen Eintritt zu dem Azarah [ein spezieller Teil des Tempels] außer für die Könige aus dem Hause Davids.“ Weil sie im Rosh sind. Doch für den Rest der Generation wurde dieser Ort nur gemacht, um an ihm vorüberzugehen. Andernfalls wäre dieser Rest ein unbeschwerter Spaziergang gewesen, weshalb er von diesem Rosh durch den unteren Rosh etabliert und erweitert wurde.

Dennoch erscheint er wie ein alter Mann, der müde von den vielen Tagen ist, und „Es gibt keine Vernunft in den Alten.“ Es ist wie Barzillai der Gileadit, denn weil die Form dieses unteren Pfades in allem dem oberen Pfad völlig ähnlich ist, der sich vom oberen Rosh aus ausgedehnt hat, sieht er, dass der Guf unten ist und es gleicht der untere Pfad dem oberen, wie der Affe dem Menschen. Und was er sah, sah er gut.

Darum wird die Korrektur „Gesicht“ genannt, um zu zeigen, dass nicht alle Gesichter gleich sind, und alle Menschen sollen auf das Gesicht stürzen, wie in „Und sie beugten sich hinunter mit den Gesichtern zur Erde.“

Deswegen wurde dieser Pfad in der Unterlippe eingetragen, direkt gegenüber dem Pfad der Oberlippe, wie die Gesichter der Cherubim „sich gegenseitig anblicken“. Weil ihre Form einander entspricht, stärkten sie sich gegenseitig und wurden tiefer in den Lippen eingeprägt. Das ist auch die Bedeutung von „Gesicht“, das heißt bis jetzt war es gar nicht bekannt, dass es Gesichter oben und Gesichter unten gab, und dass nicht alle Gesichter gleich sind.

Und wenn ich von dem weisen Jünger höre, der sagte, dass er die ganze Welt auslacht, weil er „das Bild des Herrn sah“, und er freute sich und prahlte mit seinen Stufen, dass er, Anah, „die Quellen in der Wüste fand, als er die Esel seines Vaters Zibeon weidete“, und die erste Missetat wurde ausgelöscht. Ich sage mir, dass die Quelle unserer Weisen auf dem unteren Pfad gefunden wurde, und nenne sie „den unteren Pfad“: Anah, der Hirte seines Vaters Zibeon. Er nennt diesen unteren Rosh auch Zibeon, was ich in früheren Schriften noch nie gehört hatte.

Ich bemühe mich diese Worte gut zu deuten, 1) zu wissen was diese „Quellen“ tun, das bedeutet all die Reshimot [Eindrücke] in ihren Gesichtern, in ihrer Länge, ihrer Breite, im Klang, Ansicht und Geruch. Und was ist ihre Frage, und wie lautet ihre Antwort – ob es eine neue Frage ist oder ob sie sie vor dem Hirten seines Vaters Zibeon, jenem Anah, in ihren Ohren verborgen haben? Und was dachte Zibeon über diesen weisen Sohn, wenn er ihm gesagt hätte: „Mein Sohn, wenn dein Herz weise ist, wird sich auch mein Herz freuen“?

Gab es im Allgemeinen Freude über die Frage? Und wie viele Tage dauerte sie, oder war es Freude für ein paar Stunden? All dies wird in dieser Klärung des unteren Rosh und des unteren Weges, die ich gesagt habe, klar interpretiert und erklärt. Und wenn es dir anders geht, sag mir, wie die eigentliche Arbeit geleistet wurde.

Und jetzt da wir bezogen auf den unteren Pfad und den unteren Rosh befreit sind, und den heiligen Namen für diejenigen, welche mit Korrekturen ihrer Gesichter und der Haare unter der Unterlippe belohnt wurden – in der Tat „lange Gesichter“, werden wir weiter absteigen, bis unter den heiligen Vorhang. Darin ist ein guter Gewinn für die Gerechten, verhüllt und enthüllt, sowie bittere und harte Bestrafungen für die Bösewichte. Dieser Vorhang wird „sehr barmherzig“ genannt, sowie er etabliert wurde und er sich zu Chesed [Gnade] hin lehnt. Es hat all die Vorzüge und all die Fülle des Meisters der Welt.

Wehe dem, der Inzest zeigt. Er schneidet seine Seele in dieser Welt ab, und sie wird für die nächste Welt abgetrennt. Er hat die Form von „Du wirst Jakob die Wahrheit geben“, weshalb seine Hand die Ferse von Esau hielt. Er fand all diese Barmherzigkeit, die wir erwähnt haben, weil in seiner Vollkommenheit diese siebte Korrektur – genannt „und Wahrheit“ – offenbart wurde, da Wahrheit und Barmherzigkeit hier ineinander eingeschlossen waren wie in „Du wirst Jakob die Wahrheit geben, Barmherzigkeit für Abraham“.

Komm, siehe, und verstehe die Ordnung der Dinge, die ich dir bis jetzt gesagt habe, in all den Stufen, die du soweit gesehen hast, und schau korrekt auf ihre Schilderungen. Es sieht wir ein Gartenbeet aus, in das Pflanzen gesät wurden, zwei gegenüberliegende, und einer kommt am Ende heraus. Das heißt, oben ist ein Rosh und ein Weg, und unten, direkt gegenüberliegend, ebenfalls ein Rosh und ein Weg, der „sehr barmherzig“ genannt wird, der die Mitte für alle ist und unter allen liegt.

Da ist auch ein Gartenbeet, in dem diese Bepflanzungen in anderen Kombinationen dargestellt sind – drei Bepflanzungen oberhalb, welche als Rosh, Toch, Sof angesehen werden. Der obere Rosh wird Rosh genannt, der obere Pfad wird Toch genannt, und der untere Rosh heißt Sof.

Was ist der Grund für diese Kombinationen? Weil Geschmack, Erscheinung und Geruch dieser drei Bepflanzungen gleich sind. Dadurch verbinden sich die drei zu einem, und alle drei werden als die Oberen angesehen, als Rosh, Toch und Sof.

Dieser untere Pfad, und diese Vereinigung von „äußerst barmherzig“, werden als „zwei Äste der Weide“ bezeichnet, weil sie gleichzeitig existieren, und die Kinder des Exils, die innerhalb der Nationen sind und unter ihnen vermischt sind, sagen über diese zwei Äste der Weide, dass sie weder Geschmack noch Geruch haben. Daher gibt es dort drei oberhalb, und zwei unterhalb, in dem Gartenbeet, welches ich erwähnt hatte.

In diesen fünf Buchstaben von welchen wir sprachen, gibt es 120 Kombinationen. Doch erwähnte ich diese beiden, um eine Kombination in „erinnere“ aufzuzeigen, und eine Kombination in „halte“. Die restlichen sind in den beiden Seiten integriert, von denen ich sprach, und diese Ordnung wird die „fünf Buchstaben des Namens Elokim“ genannt, weil sie entlang ihres Pfades der Emanation, einer unter dem anderen aufgestellt wurden. Jedoch gibt es Messungen in der Breite, und bis jetzt habe ich noch keine Interpretation von dir zu dem Text gehört, und so kann ich gar nicht mehr davon sprechen, bis ich höre, dass du selbst darin vertieft bist.

Als ich „oberhalb“ und „unterhalb“ sagte, deutete ich damit keine Orte an, da das Spirituelle keinen Ort hat. Jedoch haben die beiden sicherlich eine Zeit, in welcher sie in der Welt bekannt werden. Ich nannte es „oberhalb“, weil es zuerst erblickt wurde, und ich nenne es „unterhalb“, weil es anschließend erschien.

Und ich erfrage Weiteres von dir: Wenn du all diese fünf Kapitel, welche ich dir zeigte, in deinen eigenen Worten interpretierst, in einer Reihenfolge von oberhalb und unterhalb, interpretiere jedes Mal für mich, wann es das erste Kapitel ist, und wann es das folgende Kapitel ist, und genauso alle anderen auch, so sorgfältig, wie dein Gedächtnis es dir erlaubt, oder eine ungefähre Berechnung, und die Dauer jeden Kapitels.

Und am allermeisten sehne ich mich danach, von der Dauer dieser beiden Äste der Weide zu hören, die ich bezüglich des unteren Pfades erwähnt hatte, die „Korrektur des Gesichts“ genannt, und der heilige Vorhang, genannt „sehr gnädig“, und ihr Anfang ist „Wahrheit“.

Obwohl es eine kleine Sache für dich ist, ist es eine Große für mich. Ich glaube, du hattest schon in einem anderen Brief angedeutet, dass du ihre Zeiten vergessen hattest, doch bitte erinnere dich, denn es ist für mich, als wäre ich im Gefängnis, und kann nicht meine Bemühungen und Angelegenheiten mit dir besprechen, aus einem wichtigen Grund, den ich in meinem Herzen halte.

Daher versuche dir, so gut du kannst, ihre Zeiten zu merken, mehr oder weniger, ihre Dauer und auch ihre Anfänge. Und bitte, habe Erbarmen mit der Zeit, die bedauerlicherweise vergeblich verloren ging, und schicke mir einen klaren Brief mit vollständigen Erklärungen zu allen Fragen, die ich dir gestellt habe, damit ich danach nicht mehr mit dir korrespondieren muss.

Und nun, mein Lieber, komm und siehe zu, wie du mir deine wahren Antworten liefern kannst. Und da ich die Last mit dir trage, habe ich nun nichts mehr als Trübsal. Dennoch zweifle ich nicht an dir, da die Antworten den Fragen vorausgehen – wenn er nicht sein Leben schont, etc.

Doch lasse die Vergangenheit die Vergangenheit sein, und von hier an zähle die Momente, damit du keinen einzigen von ihnen verlierst, da an jedem einzelnen Tag ein Bote von oben über uns ist. Es ist keine Autorität, die ich dir gegeben habe. Vielmehr ist es Ergebenheit, die ich dir gab. Und wer ist derjenige, und wo ist der, der eine böse, fremde Klipa [Hülle/Schale] der Faulheit mit sich führt, hier unter den Kindern des Königs. Es ist sicherlich eine Anmaßung für den Himmel, und „Die Tür dreht auf ihrer Angel, und der Faule ist in seinem Bett.“ Die heilige Shechina [Heiligkeit] wird in den Staub geworfen, unter die Füße ihrer Mägde, welche regelmäßig über sie laufen und auf ihrem Kopf und ihren Armen mit großer Unverschämtheit herumtrampeln, wie es fremde Mägde tun, und sich einzig wünschen, unreine Spucke in das Gesicht ihrer Herrin zu spucken, wodurch Verachtung und Zorn verursacht werden.

Für all jene, die die Macht haben, diese Anmaßung zu beseitigen, aber dennoch stehen und all diese Anmaßungen sehen, nennen Sie sie „untätig“? Müßiggang ist nicht ihr Name. Vielmehr haben sie keine Vorstellung von der Kostbarkeit und Herrlichkeit des Meisters des Himmels [des Schöpfers], der vor ihnen steht.

Ebenso sollten wir verkünden, dass es keine Arbeit in der Verlängerung der Zeit gibt, sondern im Studium, denn diese schmutzige Substanz ist besänftigt und will rund um die Uhr arbeiten, aber sich keine einzige Stunde im Studium anstrengen.

Und die Hauptarbeit besteht darin, alle Geheimnisse der Tora und ihrer Argumentation zu finden, denn in diesem Exil gibt es keine andere Sklaverei. Diese schmutzige Substanz würde alles wollen, sich aber nicht für die Mizwot [Gebote] anstrengen. Und selbst wenn einige Gründe aus Geld bestehen, wird gezeigt, dass es ermüdend ist und dass sich keine Neuheit von einer anderen unterscheidet, und dann wird er müde und kann sich nicht mehr anstrengen.

Das ist der Kern der Sache. Es sollte entwurzelt und aus den Höfen des Hauses des Herrn herausgenommen werden, und man sollte die Arbeit annehmen, um die Gründe der Tora und die Bedeutung der Mitzwot in den Worten der Tora zu finden. Und dann wird der Schöpfer wieder auf seinen Thron gebracht werden.

Gestern Abend erhielt ich deinen Brief vom 14. des Monats Heshvan. Nun, früh am Morgen ist mein Brief vollständig und bereit, abgeschickt zu werden. Ich wollte wissen, woher du weißt, dass dieser Mann ohne einen Sohn, der in dein Haus ein und auskehrt, ein wahrer weiser, ein heiliger Mann ist, wie du es mir gesagt hattest… für die korrekte Ordnung für deinen Körper. Lasse mich im Detail wissen, worin er gegensätzlich ist, da ich es wissen muss, doch erkläre es eingehend, und sollte er nicht dieser Buchbinder oder Buchhändler sein, den ich in deinem Haus gesehen hatte, und wenn er in Briefe schaut… und was er über sie sagt. Doch am wichtigsten, sei nicht spärlich mit deinen Worten, welche dir vielleicht überflüssig erscheinen, denn durch die detaillierten Beschreibungen wird das Verständnis zwischen uns anwachsen, und ich brauche es sehr.

Dein Freund Yehuda

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