098-136, Bereshit. Die Schöpfungsgeschichte

Es werden Lichter

98) „Und Gott sprach: ‚Es werden Lichter.'“ „Lichter“ wird mit einem fehlenden Waw geschrieben. Dadurch zeigt es an, dass die Krankheit der Diabetes von Neugeborenen erschaffen wurde, denn „Lichter“ mit einem fehlenden Waw ist ein Fluch, von den Worten „Der Fluch des Herrn ist im Haus des Frevlers“ [„Fluch“ und „Licht“ werden hier gleich geschrieben]. Sobald das Leuchten des Urlichtes verhüllt wurde, wurde eine Klipa für das Moach [Gehirn] erschaffen. Weiterlesen

314-340, Bereshit, Die Schöpfungsgeschichte

Das Buch Sohar. Bereshit 2. Teil

314) Es steht geschrieben, “ Aus wessen Leib kam das Eis hervor?“ „Aus wessen [MI]“, was Bina ist, die für eine Frage bereit ist.

Sie taucht auf und zeugte in Malchut aus dem Oberen, aus Bina. Das erstarrte Meer kommt aus dem Oberen, wie geschrieben steht, „Aus wessen Leib kam das Eis hervor?“

Es weist hin auf SaT de Bina, ISHSuT, genannt  MI [wer, der], wenn sie Chochma ohne  Chassadim gewähren, welches der Punkt von Shuruk  ist.

Wegen der Abwesenheit von  Chassadim erstarren und gefrieren die Unteren, obwohl von da an die Buchstaben ELEH schon zu Bina aufgestiegen sind, weil der Überfluss gefroren ist, verbinden sie sich dort nicht, um die Elokim in Bina zu enthüllen, und sie wird noch immer  MI genannt.

Jedoch, wenn die  Chassadim einmal hervortreten und Chochma einkleiden, dann verbinden sich die Buchstaben  MI  mit den Buchstaben  ELEH und der Name Elokim ist vollständig, und sie wird nicht länger  MI genannt. Es steht geschrieben, “Aus wessen Leib kam das Eis hervor“, was darauf hindeutet, dass nur, wenn sie in Bezug auf den Punkt Shuruk, Chochma ohne  Chassadim gewährt, sie MI genannt wird, und nicht während der Ganzheit, wenn sie den Punkt von Chirik und Chochma erreicht, kleidet sie sich in  Chassadim, von da an heißt sie Elokim und nicht  MI. Wir sollten nicht fragen, „Was ist oben und was ist unten?“ Vielmehr sollten wir den Ort suchen, wo sie gewahr werden zu verstehen, seit drei Punkte im Ausgang von Bina wahrgenommen werden – Cholam, Shuruk, Chirik. Die Punkte Cholam und Chirik kommen nicht in Frage, weil es verboten ist, MaN in ihnen zu erheben, um Chochma auszudehnen, sondern nur im Punkt Shuruk, welcher der Ort des Austritts von Chochma ist. Wir sollten nicht fragen was darüber ist, im Punkt Cholam, und was darunter ist, im Punkt Chirik. Vielmehr sollten wir den Ort suchen, wo sie erscheinen, im Punkt Shuruk, weil dann Bina im Rosh Arich Anpin ist und an Chochma weitergibt, und es wird als der Ort des Austritts von Chochma betrachtet.

Dies bedeutet nicht, dass sich Chochma im Punkt Shuruk  ausdehnt, seitdem sie es nicht ausdehnen können, weil alles erstarrt ist und zu Eis wird, aber dann ist es bereit für eine Frage, und gibt nicht vor zu wissen. Dann, im Punkt von Shuruk, ist die Zeit, das MaN zu erheben und um die Erleuchtung von Chochma zu bitten, aber zu dieser Zeit ist es unmöglich, irgendetwas zu empfangen wegen dem Eis. Vielmehr später, im Punkt von Chirik, wenn Chochma in die  Chassadim von Chirik eingekleidet ist, ist es an der Zeit für die Erleuchtung von Chochma. So ist die Zeit für die Frage im Punkt Shuruk, und die Zeit des Empfangens ist im Punkt Chirik.

315) Bereshit deutet auf Bet-Reshit. Er fragt: „Bedeutet Bereshit Reshit, welches eine Äußerung ohne  Bet ist, oder Bereshit, welches eine Äußerung von Bereshit  mit dem Bet ist?“ Es ist tatsächlich, bevor Malchut aus Bina austrat und ihre Energie sich ausbreitete und alles nach wie vor in Bina verhüllt ist, Bereshit und eine Äußerung, weil das Bet von Bereshit  Malchut, das zu Bina aufstieg und das Bet von Bereshit der Punkt in seinem Palast ist.

Folglich besagt das Bet von Bereshit den Aufstieg von Malchut zu Bina, welches der Eintritt von Yud zum Licht von Bina ist und sie zu Awir macht. Reshit besagt Bina. Vor dem Austritt von  Yud  werden beide, Malchut – vom Licht von Bina – Bereshit genannt und sind gemeinsam eine Äußerung. Bereshit ist gemeinsam  mit Bet eine Äußerung, weil eine Äußerung eine Stufe, die aus einem Siwug  de Hakaa – wenn eine Lippe/ein Rand auf die andere  aufschlägt – hervorgeht, bedeutet.  Und weil der Siwug  de Hakaa  mit dem Bet von Bereshit stattfindet, Malchut, kann nicht gesagt werden, dass nur Reshit, welches ausschließlich Bina ist, eine Äußerung sein wird, weil der Siwug  de Hakaa nicht auf dem Massach de Bina gemacht wurde.

Weil das Yud, Malchut, vom Awir von Bina abwich und die Kräfte von Bina sich ausbreiteten, wird Bina Reshit genannt. Sie ist ihre eigene Äußerung, ohne Bet, Malchut, weil sie schon von ihr abgewichen ist. Nun wird sie auch  MI genannt, bereit für eine Aufgabe und zwar zu jener, die  ELEH erschuf. Dies bezieht sich auf das Leuchten des Punktes Shuruk, der noch nicht Elokim , sondern  MI genannt wird, denn obwohl die Buchstaben  ELEH zu Bina aufstiegen, sind sie noch immer verhüllt,  und so wie sie sind, werden sie als außerhalb betrachtet. Barach (erschuf) bedeutet verhüllt, Bina, wenn sie  MI genannt wird, denn dann verhüllt sie die Buchstaben  ELEH aufgrund des Mangels an  Chassadim.

Danach, als Bina sich ausdehnte und vollendet war, wird sie Yam („Meer“,  die umgekehrten Buchstaben von  MI).  Das heißt, sobald sie sich in  Chassadim vom Punkt von Chirik  eingekleidet hat,  wenn sich die Buchstaben  ELEH  mit  MI verbinden und der Name Elokim vollständig ist,  geht daraus hervor, dass die Buchstaben  MI, wenn sie in den Namen Elokim eintreten,  sie dort zu den Buchstaben Yud-Mem werden. Zu diesem Zeitpunkt erschuf Bina sie unterhalb, in Nukwa und machte in ihr alles genauso wie oben.

Deshalb lockte Bina, weil die Anordnung der  oberen Mochin  an drei Plätzen, drei Punkten  – Cholam, Shuruk, Chirik – war, Mochin in die Nukwa anhand der Anordnung dieser drei Punkte, einander entgegengesetzt,  einen wie den anderen hervor. Beide sind im Bet von Bereshit beinhaltet. Einer dem anderen gegenüber bedeutet, dass jede Bchina in der Nukwa von ihrer entsprechenden Bchina in Bina empfing. Einer, wie der andere bedeutet,  dass die volle Größe von Mochin, die aus Bina kam, auch in der Nukwa heraustrat.  Desgleichen heißt es, dass sie, wenn sie in Katnut sind, beide in Bet de Bereshit, ein Punkt in seinem Palast sind.

316)” Während der König an seinem Tisch saß, gab mein Parfüm seinen Duft weiter.” “Saß an seinem Tisch” bedeutet, sich in der unteren Malchut niederlassen. Der König ist  ISHSuT.  “Saß an seinem Tisch“ bedeutet sich in Malchut einkleiden und  von der Bindung und Freude der Annehmlichkeiten vom oberen Eden zu geben, höhere AwI. Sie erhalten von den oberen AwI in diesem versteckten, verborgenen  und unbekannten Pfad, wie geschrieben steht “ Ein Pfad, den der Adler nicht kennt,” und sie werden von ihm gefüllt. Die Fülle kommt in den bekannten Strömen von ISHSuT- ein Pfad oder Weg.

Und dann, “Mein Parfüm gab seinen Duft weiter,” die untere Malchut. Er erschuf die Welt darunter, Malchut, wie die darüberlegende Welt Bina, ISHSuT, in allem was sie von dem oberen Eden erhielten. Der hohe gute Duft steigt von der niederen Welt, um zu herrschen und  zu handeln, und Malchut ist fähig und regiert und leuchtet im oberen Licht.

317) Die Welt, SoN, wurde in zwei Bchinot erschaffen, in der Rechten und der Linken der sechs oberen Tage, CHaGaT NeHJ de Ima. Die sechs Tage, CHaGaT NeHJ de Ima, wurden erschaffen, um  SoN in ihrer Rechten zu erleuchten, wie geschrieben steht: „In sechs Tagen“, CHaGaT NeHJ de Ima, „schuf der Herr Himmel und Erde“, SoN, und dadurch empfingen  SoN die Rechte in ihnen.

Diese sechs oberen Tage gruben Wege und machten 60 Löcher in die große Tiefe, Jessod de Ima, gemeint sind die linken sechs Tage von Ima, von denen jeder aus zehn besteht. Daher wurden 60 Löcher in sie gegraben, und alle waren in Jessod de Ima eingeschlossen. Diese 60 Löcher sollen das Wasser der Ströme in die Tiefe bringen, zu Jessod von Nukwa de SA, genannt reine „Tiefe.“ Dadurch empfangen  SoN die linke der sechs Tage von Ima, genannt „die Wasser der Bäche“, wie geschrieben steht, „Er wird aus dem Bach am Wege trinken; deshalb wird er den Kopf erheben.“

Seitdem die Welt, SoN, aus dem oberen Strom trinkt, der Linken von Ima, durch diese 60 Löcher in ihrem Jessod, genannt „die große Tiefe“, „Deshalb wird er seinen Kopf erheben“, und erhält GaR de Ima, Rosh genannt. Das ist so, weil die Linke von Ima die Kelim sind, die  SoN empfangen, weil sie in diesen Kelim die Lichter von GaR von Ima erhalten. Wenn sie die Kelim von Ima nicht hätten, würde die Welt in WaK ohne Rosh verbleiben. Darum wurde gesagt, dass die 60 Löcher in der Tiefe von den sechs Tagen der Schöpfung erschaffen wurden, die sechs oberen Tage von Ima, und wurden zum Frieden der Welt, in denen sie die Mochin de GaR von Ima empfangen, die der Frieden der Welt ist.

Und das Land war ungeformt [Tohu] und wüst [Bohu]

318) „Und das Land war ungeformt [Tohu] und wüst [Bohu]“, denn die Bitternis und Abfall der Früchte, die nicht in dem Baum reifen, welche „verborgen“ genannt werden, kommen nicht aus ihnen heraus, außer durch Absorption, die ihnen als Erde eigen ist. Auch hier kommen die Bitternis und Härte von Malchuts Dinim nur durch Binas Absorption aus ihr heraus, wenn  Midat ha Din in ihr von Binas  Midat ha Rachamim absorbiert wird, und sie gemildert wird.

Es gab eine Erde von Anfang an. Jedoch existierte sie nicht, sondern war vielmehr ungeformt und wüst. Deshalb steht geschrieben „War“, was darauf deutet, dass sie bereits war, vor der Verbindung von Malchut in Bina. Anschließend existierte Malchut, welche die Welt ist, weil die Welt in Mem-Bet (42 [in Gematria]) Buchstaben eingraviert wurde und existierte. All diese 42 Gravuren sind, um den heiligen Namen zu krönen, um in ihnen die Mochin der oberen GaR de Ima auszubreiten, „Kronen“ genannt, wie geschrieben steht: „Geht hinaus, O Töchter von Zion, und seht König Salomon  mit der Krone, mit der seine Mutter ihn gekrönt hat.“

Der Kern des Namens Mem-Bet [42] ist GaR von Chase de AA und oberhalb, welche vier Buchstaben von einfachem HaWaYaH sind, Keter, zehn Buchstaben von gefülltem HaWaYaH, Chochma, und 28 von HaWaYaH  mit Füllung der Füllung, Bina. Zusammen sind sie 42 Buchstaben, und sie sind die drei Parzufim Atik, AA und AwI von Chase de AA und oberhalb.

Aber von Chase und unterhalb gibt es keine Unterscheidung dieser Mem-Bet, weil dort WaK ist und nicht GaR. Jedoch gibt es den Namen Mem-Bet der Schöpfungsarbeit in ihnen, in der Zählung der 32 Elokim und zehn Äußerungen, welche in Gematria 42 sind. Er wird in  SoN von Chase de AA und unterhalb angewandt. Der Name Mem-Bet wird in ihnen eingraviert durch die Verbindung von Malchut in Bina, und die Buchstaben  ELEH stiegen von Bina zu  SoN ab, wodurch sie geeignet waren die Mochin des Namens Mem-Bet von Bina zu empfangen, welche AwI sind. Diese Eignung wird „Gravur“ genannt.

Die Welt wurde eingraviert und existierte in 42 Buchstaben. „Welt“ bedeutet die Nukwa, welche „Erde“ genannt wird. Vor der Verbindung  mit Midat ha Rachamim war sie ungeformt und wüst, dann fand die Verbindung mit Midat ha Rachamim statt, als Malchut sich zu Bina erhob, wodurch die 42 Buchstaben von Chase de AA und oberhalb in  SoN eingraviert wurden, obwohl sie vom Chase und unterhalb sind. Dann existierte die Welt, weil auch Malchut geeignet wurde, GaR zu empfangen, und alle 42 Buchstaben, die in Malchut durch die Verbindung eingraviert wurden, wurden geeignet um Kronen für den heiligen Namen zu sein, für Malchut. Es ist so, weil anschließend, wenn die Buchstaben  ELEH, die zu  SoN fielen, zu Bina zurückkehren, sie  SoN  mit ihnen zu Bina erheben, und  SoN GaR de Bina empfangen, wie geschrieben steht: „Die Krone, mit der ihn seine Mutter gekrönt hat.“

319) Als die 42 Buchstaben, die in Malchut eingemeißelt waren, sich aneinander fügten, um Worte zu werden, GaR empfangend, stiegen die Buchstaben im Namen Mem-Bet in Bina auf und von dort kommen die Buchstaben in Nukwa, die „Welt“ genannt wird, herunter. Wenn sie in Kronen in den vier Himmelsrichtungen der Welt gekrönt werden, ChuB TuM in Malchut, kann die Nukwa, Welt, existieren. Das heißt, dass sie durch ihren Erhalt der Kronen aus Bina, welche GaR sind, die Menschen in der Welt  mit ihnen so stärkt, dass sie für ihre Bestimmung würdig sind und jene Mochin, die Malchut erhält, existieren in ihr durch die guten Taten des Menschen in der Welt.

 

Das Muster und die Darstellung der Absorbierung in diesen Mochin, die Malchut empfing, ist wie das Siegel eines Ringes, wo die eingeprägte Form dieselbe Form annimmt wie der  Stempel, der die Prägung aufbringt,  ohne ein Detail auszulassen.  Ebenso, wie diese Verborgenen  unwürdig sind zu essen, bis sie im Erdboden absorbiert sind, führt die Erde, welche Malchut ist,  ihre Rolle, die Menschen in der Welt zu stärken, nicht aus, bis sie zu Bina aufsteigt und in ihr absorbiert wird. Sogar die Art der Absorbierung,  wie Malchut in Bina absorbiert wird,  gleicht einem Siegel – und was von ihm bedruckt ist, erhält genau die gleiche Form wie das Siegel.

Hier muss man drei Unterscheidungen treffen:

  1.              Darstellung der Form des Siegels, solange sie frei von Materie ist,

2)        Darstellung der Form, wenn sie in der Substanz des  Abdrucks  abgebildet ist,

3)        das Wachs, das den Abdruck des Siegels erhält, zu dem die Form des Siegels passt.

Wisse, dass dies die drei Namen von Mem Bet sind:

  1.   Die erste Bchina (Unterscheidung) des Namens Mem Bet sind AwI von Chase  de Arich Anpin und darüber. Sie sind die Essenz der Form des Namens Mem-Bet  und sie sind drei HaWaYot (Mehrzahl von HaWaYaH), welche KaCHaB, die 42 Buchstaben in sich haben,  jedoch  wurde dort keine Substanz, die würdig für  den Abdruck wäre, gefunden. Sie werden als Azilut de Azilut betrachtet.
  2.   Die zweite Bchina des Namens Mem-Bet ist ISHSuT, von Chase de Arich  Anpin und darunter durch seinen Tabur. Sie werden als Substanz betrachtet, die die Form  Bina trägt, die aus Arich Anpin ausgetreten war und  entsprechend dem Fall ihrer Buchstaben  ELEH zu  SoN reduziert wurden. Während  Gadlut   holt sie ihre Buchstaben  ELEH  mit  SoN zu sich zurück und kehrt selbst zu Rosh  Arich Anpin zurück, wo sie Chochma erhält und  SoN  mit ihrer Mochin einprägt.

 

Deshalb werden ISHSuT, SaT de Bina als Materie und Form des Siegels  betrachtet, weil sie eigentlich  SoN einprägen. Die erste Bchina jedoch  von Mem-Bet, obere AwI, sind nicht entsprechend dem Auszug der Bina aus  Rosh Arich Anpin reduziert und wachsen nicht durch ihre Rückkehr nach Rosh Arich Anpin. Sie werden immer als im Rosh Arich Anpin seiend  betrachtet, die fünf Sefirot de Arich Anpin einkleidend. Deshalb werden sie  immer als abstrakte Form, ohne Substanz angesehen. Danach erhalten  SoN die abstrakte Form von AwI, welche sich  in ihrer Substanz einkleiden und sie sind Brija de Azilut.

  1.   Die dritte Bchina des Namens Mem-Bet sind SoN, die unterhalb Tabur de Arich Anpin stehen. Sie werden  mit der Form des Siegels, das ISHSuT ist, eingeprägt. Dies sind die Wachse, die durch das Siegel eingeprägt, Jezira de Azilut sind.

.Es gibt einen Namen Mem-Bet in Form eines Siegels aus beschriftetem Wachs, es gibt einen Namen Mem-Bet in der Darstellung der Form des Königs auf einem Siegel, und es gibt einen Namen Mem-Bet in abstrakter Form ohne Materie. Der Name Mem-Bet ohne Substanz sind die vier Buchstaben von einfachem HaWaYaH, Yud-Hej-Waw-Hej und die zehn Buchstaben  von gefülltem  HaWaYaH, Yud (Yud-Waw-Dalet) He (Hej-Alef) Waw (Waw -Alef-Waw) He (Hej-Alef) und  die 28 Buchstaben von  HaWaYaH  mit der Füllung des füllenden – Yud (Yud-Waw-Dalet) Waw (Waw-Alef-Waw) Dalet (Dalet-Lamed-Tav), He (Hej-Alef) Alef (Alef-Lamed-Pe), Waw (Waw-Alef-Waw) Alef (Alef-Lamed-Pe) Waw (Waw-Alef-Waw), He (Hej-Alef) Alef (Alef-Lamed-Pe), das zusammen 42 Buchstaben macht. Dieses ist die erste Bchina (Aspekt) des Namens Mem-Bet, welche AwI von Chase de Arich Anpin und darüber, Azilut de Azilut, ist.

Der Name Mem-Bet ist eine eingeprägte Form in der Substanz des Siegels, EKJEH  Asher EKJEH (Ich werde Der sein, der Ich sein werde). Die beiden Namen EKJEH sind 42 in Gematria und die zweite Bchina des Namens Mem-Bet, ISHSuT, von Chase de Tabur de Arich Anpin, Bria de Azilut.

Die Darstellung des Namens Mem-Bet, in Wachs abgedruckt,  ist die sieben Namen in den Anfangsbuchstaben des Poems: „Bitte, durch die Macht Deines großen Rechtes wirst Du das Gebundene lösen. „ In jedem  befinden sich sechs Buchstaben (auf Hebräisch), was insgesamt die 42 Buchstaben Alef-Bet-Gimel Yud-Taw-Zadi Kuf-Resh-Ayjn Shin-Tet-Nun etc….. sind.

Der Name Mem-Bet von „Bitte, durch die Macht …“ ist der Name Mem-Bet  des Schöpfungswerkes – wovon 32 Elokim und 10, Äußerungen sind  –  die dritte Bchina des Namens Mem-Bet, welches die großen SoN, Jezira de Azilut, sind.

Jeder einzelne Buchstabe der Mem-Bet (42) Buchstaben kam herein und kam heraus, und die Welt wurde erschaffen, denn von Anbeginn der Schöpfung war Bina zur Gänze in Rosh Arich Anpin; sie war ausschließlich in Mem-Bet Buchstaben. Als Malchut anstelle von Bina in Rosh de Arich Anpin eintrat  und Bina von Rosh de Arich Anpin fortging – SaT de Bina, ISHSuT, von Chase bis Tabur de Arich Anpin –  fielen ihre Buchstaben  ELEH zu  SoN ab und Bina  verblieb in WaK, in Ermangelung eines Rosh. Es zeigt sich dabei, dass dann jeder der 42 Buchstaben, die Bina hatte – welche GaR sind – nun von ihr fortgingen  und in  SoN eingemeißelt wurden.

SoN, welche die Buchstaben  ELEH von Bina erhielt, bekam auch diese 42 Buchstaben, durch welche Malchut dazu qualifiziert war, GaR zu empfangen.  Darunter versteht man die Erschaffung der Welt in einer Art und Weise, wie sie existieren kann. Und obwohl sie noch immer nicht Mochin hat, weil sie die Buchstaben  ELEH absorbierte, hat sie die Gefäße für Mochin de GaR.

Die Buchstaben Mem-Bet betraten das Siegel, Bina, und die Buchstaben verbanden sich dort zu den Heiligen Namen, die die Mochin erhielten. Dann erhielt auch Malchut sie und die Welt – Malchut – bleibt bestehen. Zurzeit von  Gadlut  gibt Bina ihre Buchstaben  ELEH von  SoN zu ihrer Stufe zurück, und SoN, welche an sie angegliedert sind,  erheben sich gemeinsam mit ihnen.  Bina steigt zu Rosh Arich Anpin auf und wird nochmals ein Siegel von Mem-Bet, der zweiten Art – zwei Mal EKJEH, welche in Gematria 42 sind.

Danach druckt sie Malchut, das mit ihr  mit diesem Siegel aufgestiegen ist, auf und Malchut wird Mem Bet der dritten Art, welches 32 Elokim und 10 Äußerungen ist. Dann bleibt die Welt bestehen, weil sie Mochin de GaR erreicht hat, welche die Existenz der Welt sind.

320) Sie schlugen den Stab des großen Seeungeheuers, und die 42 Buchstaben traten 1.500 Ellen unter Nukwa ein, die als Staub betrachtet wird. Es ist so, weil anfangs, in Zimzum Alef, die Klipot nur einen Zugriff für Malchut hatten, und nicht über Malchut. Aber als Malchut sich zu Bina und der halben Stufe erhob, welche die Buchstaben  ELEH sind, Bina und TuM, stiegen sie unter Malchut ab, und die Kraft von Zimzum in Malchut herrschte auch über Bina und TuM, die unter ihr sind.

Folglich sind die 42 Buchstaben GaR KaCHaB, die sich von AwI über dem Chase ausbreiten, und die  Sefirot von AwI sind Tausender. Daraus folgte, dass 42 Buchstaben 3.000 sind. Daher wird es so betrachtet, dass als Malchut sich zu Bina erhob, und die halbe Stufe (ab)gespalten wurde und nach unten heraus kam, die halbe Stufe von Mem-Bet, also 1.500, unter Malchut abstiegen, die sich erhob. Folglich blieben 1.500 oben, die Buchstaben  MI, und 1.500 stiegen unter Malchut ab—die Buchstaben  ELEH.

Sie schlugen die 42 Buchstaben  mit dem Stab des großen Seeungeheuers durch den Aufstieg von Malchut zu Bina, als die halbe Stufe sich unter Malchut trennte, und die 42 Buchstaben traten 1.500 Ellen unter Nukwa ein, die als Staub betrachtet wird. Daher ergriff die  Klipa des großen Seeungeheuers sie, weil die halbe Stufe von Mem-Bet, 1.500 Ellen, unter die Nukwa abstieg, die als Staub betrachtet wird, welche die Malchut ist, die sich über sie erhob. Daraus folgt, dass die Kraft von Klipa, die anfangs nur in Malchut griff, nun jene 1.500 Ellen unter Malchut ergriff.

Anschließend gab es die große Tiefe, die sich in der Dunkelheit erhob, und die Dunkelheit bedeckte alles. Der Zimzum, der in der halben Stufe von Bina gemacht wurde, weil sie unter Malchut abstieg, wird „die große Tiefe“ genannt. Zu der Zeit von  Gadlut, als Bina zu  Rosh AA zurückkehrt und die Buchstaben  ELEH zu ihrer Stufe zurückbrachte, erhob sich die große Tiefe in ihnen und wurde in Bina gemildert, und die Kraft von Zimzum trennte sich von ihnen. Stattdessen wurde Dunkelheit in ihnen geschaffen, aus Mangel an  Chassadim in  Rosh AA, welcher ganz Chochma ist, und die SaT können Chochma nicht ohne eine Kleidung von  Chassadim empfangen. Aus diesem Grund, obwohl die Buchstaben  ELEH sich zu der Stufe von Bina erhoben, blieben sie dort ohne Licht, und die Dunkelheit bedeckte alles.

Das heißt sie wurde dunkel, sowohl von  Chassadim und Chochma, denn sie können nicht einmal die Chochma empfangen, die in AA ist, weil die Chochma ohne  Chassadim ist. Dieses Leuchten wird „der Punkt von Shuruk “ genannt. Schließlich kommt das Licht hervor, spaltet die Dunkelheit, kommt hervor, und leuchtet in Fülle, wie geschrieben steht: „Er enthüllt tiefe Dinge aus der Dunkelheit“, dass der Siwug  auf Massach  de Chirik vollbracht wird, Massach   de Bchina Alef, deren Niveau WaK ist. Daraus folgt, dass dieser Siwug  die Stufe ein weiteres mal in zwei spaltet, und es wird gesagt: „Und spaltet die Dunkelheit.“

Aber dann kleidet sich Chochma in  Chassadim, und das Licht kommt hervor und leuchtet in Fülle, aber nur in WaK de GaR, denn GaR de GaR ist durch diesen Siwug  des Massach   de Chirik  verhüllt, da es Bchina Alef des Massach   ist. Daher folgt daraus, dass das Wasser, die Mochin, die nicht gezapft wurden, in den Waagen im Maß von 1.500 gewogen wurde(n), nur WaK de GaR, die halbe Stufe, und nicht eine vollständige Stufe.

321)  Drei Tropfen wurden in die Waagen zusammen  mit den Fingern hinein getan. Die Hälfte von ihnen für das Dasein und die andere Hälfte von ihnen trat darunter ein. Denn es gibt drei Gelenke in der Hand. Der  Teil, der  mit der  Schulter verbunden ist, ist NeHJ, der Arm ist CHaGaT, die Finger sind CHaBaD. Zwei Gelenke sind die Hand, WaK, und die Finger sind GaR. Der Name Mem-Bet ist GaR, KaCHaB, deshalb wurden sie  mit den Fingern gegeben, welche, GaR  und  3000 sind.

Während des Aufstiegs von Malchut zu Bina, wurde die Stufe in zwei Teile halbiert –  MI  ELEH. Die Hälfte von ihnen,  MI für das Dasein, verblieb in der Stufe, und die andere Hälfte,  ELEH, ging hinunter, trat aus und ging hinunter zur Stufe von SoN. Deshalb werden sie als in den zwei Seiten der Waage platziert angesehen,  MI auf der rechten Seite und  ELEH auf der linken Seite; diese gehen hinauf, jene gehen hinunter. Danach, wenn die Buchstaben  ELEH auf der linken Seite hochgehen und sich  mit Bina an dem Punkt von Shuruk  vereinigen, gehen die Buchstaben  MI hinunter,  ihr Licht verschwindet  und wird Dunkelheit.

Da  die Buchstaben  ELEH beim Heben der Hand aufsteigen, steht  die Waage ausgeglichen(dort) wo die Buchstaben  MI und die Buchstaben  ELEH  beide oben sind, in völliger Erleuchtung. Heben der Hand bedeutet am Punkt von Chirik, welcher aus  Massach   de Bchina Alef kommt und  die Stufe von  WaK ausbreitete, angedeutet in den zwei Gelenken der Hand ohne die Finger. Zu dieser Zeit  kleidet sich Chochma in   Chassadim und beide erleuchten gleichwertig, und nicht mehr länger widersprüchlich zu einander.

Er wendet sich  nicht nach rechts oder links, denn am  Punkt Cholam würde er  nach rechts drehen, zu  Chassadim ohne Chochma, und am  Punkt von Shuruk, würde er nach links drehen, zu Chochma ohne  Chassadim. Aber nun, auf dem Punkt von Chirik, kleiden sich rechts und links ineinander und es wird angesehen, dass  sie sich nicht wie vorher nur nach rechts oder nur nach  links wenden, denn sie schließen einander ein.

Es steht geschrieben „Der die Wasser in seiner Handhöhle gemessen hat.“, Wer (MI) bedeutet Bina. „Gemessen“ bedeutet durch den  Siwug, den Bina  auf  Massach  de Chirik  machte ,  WaK de GaR messend  und  GaR de GaR verbergend.

322) Alles war in der Erde verhüllt und nichts war in ihr offenbart. Ihre Macht und Kraft und das Licht, welche “Wasser” genannt werden, waren in ihr gefroren und sickerten weder durch, noch breiteten sie sich aus.

Soweit erklärt Der Sohar die Frage der Hervorlockung von Mochin in Bina. Nunmehr verdeutlicht er sie in Malchut, als sie von Bina versiegelt wurde. Er besagt, dass nach der Hervorlockung der Mochin im Punkt von Shuruk, bevor sie sich in  Chassadim einkleideten, all die Lichter der Erde, Malchut, in ihr verborgen und gefroren waren, unfähig sich in ihr auszubreiten und zu leuchten.

Letztendlich schlugen das Licht vom Punkt Chirik, oberhalb von Bina und das Licht, indem sie aufsogen, und ihre Kräfte öffneten sich. Aufsaugen ist Mochin von Shuruk, die sie von Bina absorbierte, denn sie wurde verhüllt und gefroren. Als das Licht von Chirik zu ihr gezogen wurde, traf es auf diese Mochin,  gemeint ist, dass sie ihre  Herrschaft widerriefen, sodass sie nicht alleine, sondern nur durch Einkleidung in  Chassadim herrschen würden.

Dann erwachten die Kräfte in Malchut aus ihrer Vereisung, und es steht geschrieben:  „Und  Gott sagte: ´Es werde Licht´, und es ward Licht.” “Und es ward” zeigt an, dass  durch das Licht des Punktes von Chirik, dem ersten Licht, das zuvor in ihr existierte –  vor der Vereisung und Verhüllung – nochmals in ihr leuchtete, weil das Licht von Chochma zurückkehrte, um in ihr zu leuchten und sie jetzt nicht einfror, weil es in  Chassadim gekleidet war.

323) Von hier, aus dem Licht des Punktes von Chirik, kommen alle Kräfte und Gwurot in Malchut heraus und werden enthüllt. Die Erde, Malchut, wurde gemildert und brachte später, am dritten Tag ihre Kräfte hervor. Sobald das Licht in Malchut erleuchtete und in die Welt abstieg und erleuchtete, breitete sich ihr Licht vom Ende der Welt bis zu ihrem Ende aus. Als der Schöpfer auf die Bösen der Welt schaute, die dazu bestimmt waren,  in diesem Licht zu sündigen, verbarg Er das Licht, das Licht versteckte sich und leuchtet nicht, außer in verborgenen Pfaden, die nicht enthüllt werden.

324) “Und Gott sah das Licht, dass es gut war.“ Jeder Traum, der in der Deutung von „Und es war gut“ steht, zeigt, dass es für ihn oben und unten Frieden gibt. In der oberen Welt, wo es niemanden gibt, der ihn verleumdet, und in der unteren. Jeder einzelne sieht in seinem Traum Buchstaben, je nach seinen Eigenschaften und seinen Handlungen. Wenn er ein Tet in seinem Traum sieht, ist es gut für ihn und gut für seinen Traum, da die Tora den Buchstaben Tet  mit den Worten „und es war gut“ schreibt. Es ist so, weil es davor keinen Buchstaben Tet in der Tora  gab, und es betrifft das Licht, welches vom Ende der Welt zu seinem Ende leuchtet. Darum zeigt Tet an, dass es Tow [gut] ist, und gut bedeutet Leuchten, welches in der gesamten Ganzheit leuchtet.

325) Der Buchstabe Tet ist der neunte zu Allem, das heißt Jessod, welche der neunte von den zehn  Sefirot ist. Es ist ein Buchstabe, der durch den oberen leuchtet, der Reshit (Beginn) genannt wird. Er ist in ihm eingeschlossen, in AA, welcher Reshit genannt wird, weil es der erste Parzuf ist, der Träger des Punktes von  Miftacha, dem Punkt, auf welchem alle Mochin erscheinen. Und weil Tet von AA empfängt, der Reshit genannt wird, erleuchtet sie auch im Punkt von  Miftacha; und alle Mochin erscheinen durch sie.

Das Yud wurde  durch das Blockieren, das am Punkt von  Miftacha ist, gemacht, welches in das Licht eintritt und AwI wird, welche ein Punkt ist. Das heißt, das Yud, das das Licht von ISHSuT betritt und AwI wurde, dieses Yud wurde vom Punkt von  Miftacha gemacht, und der zweite Punkt, Man’ula, wird darin nicht enthüllt. Daher kommt  in der Zeit von  Gadlut  das Yud aus  AwI, und dieses Yud wurde vom Punkt von  Miftacha gemacht. Der zweite Punkt, Man’ula, wird darin nicht enthüllt. Deshalb kommt  in der Zeit von  Gadlut  das Yud aus AwI heraus, und ISHSuT werden wieder zu Licht. Wenn aber der zweite Punkt, die Man’ula,   mit dem Yud verbunden wäre, würde das Yud nicht aus AwI heraustreten können, da es in AwI ist. Außerdem ist sie ein Punkt, weil der zweite Punkt, die Man’ula, sich nicht  mit ihr verband.

Das Waw, SA, kam wegen dem Tet heraus. Wenn der Himmel, SA, endet, ist es in einem Punkt gemacht, Man’ula, und sie ist darin verhüllt. Danach erleuchtet der zweite Punkt in ihm, sich von Tet, der  Miftacha ausbreitend.

Kommentar: SA, Waw de HaWaYaH, der Himmel, kam vom Punkt von  Miftacha, durch das Tet hervor. Jedoch, wurde zuerst SA am Punkt von Man’ula errichtet, und als es am Punkt von Chase de SA endete – wo der große Parzuf SA wegen Tet endet – wurde der Punkt Man’ula dort verborgen und breitete sich von Chase und unterhalb von SA durch die Erleuchtung des zweiten Punktes am Punkt von  Miftacha aus. Demnach ist der Sium des Parzuf SA von Chase und darüber am Punkt von Man’ula und der Sium des Parzuf SA von Chase und darunter, das kleine SA, ist am Punkt von  Miftacha.

Zwei Frauen kommen aus SA heraus: eine obere, über dem Chase, und eine untere unter dem Chase. Die obere ist verborgen, da sie vom Punkt von Man’ula in SA herauskommt; und die untere wurde in den zwei Punkten von Man’ula und  Miftacha enthüllt. Dennoch steht sie nur durch die Kraft des oberen Punktes von  Miftacha, und der Punkt von Man’ula ist darin verborgen und ist nicht offenbart. Dies ist, warum die Mochin in ihr offenbart sind.

326) Dies ist Tet-Waw-Bet [Tow (gut)]. Das Tet ist Jessod de ISHSuT. Das Waw ist SA. Das Bet sind die beiden Weibchen, oberes und unteres. Diese drei Buchstaben, Tow,  wurden später in „Ein Gerechter ist das Fundament der Welt“ einbezogen, das alles ober- und unterhalb von Jessod de SA, welches diese drei Bchinot einschließt. Es steht geschrieben: „Sagt über den Gerechten ´Es ist gut´ “da der Gerechte, Jessod (Fundament), so genannt wird, weil die drei Bchinot des höheren Lichts, die in Tet Waw Bet eingeschlossen sind, in ihm beinhaltet sind.

Es steht geschrieben: „Der Herr ist gütig zu allen.“ Die Worte „Zu allen“ sagen nicht im Einzelnen, zu wem Er gütig ist, weil, einen Tag zu erleuchten, der zu allen leuchtet, Jessod ist, der sechste Tag, da er  alle fünf Tage beinhaltet. Deshalb wird Jessod „alle“ genannt und es steht geschrieben: „Der Herr ist gütig zu allen“, weil die Güte in Jessod leuchtet.

Die Korrektur von Panim be Panim de SoN

327) „Am Anfang erschuf Gott.“ „Am Anfang“, wie geschrieben steht: „Das Erste deines Teiges“, welches  obere Chochma ist, genannt Reshit (erstes/primär), weil – wie das Reshit im Vers: „Das erste deines Teiges“- die obere Chochma, das Reshit das hier geschrieben steht, obere Chochma ist, also Bina, die wieder Chochma wird.

Das Bet von Bereshit weist auf das Bajit (Heim/Haus) der Welt hin, Nukwa de Seir Anpin, die ein Haus für die Besiedlung der Welt wird, wenn sie Mochin de Chochma empfängt, um sie zu bewässern, was bedeutet, dass sie Mochin jenes Flusses, der sie betrat, erhielt. Es steht geschrieben: „Und ein Fluss entspringt Eden, um den Garten zu bewässern.“ Der Fluss bedeutet jener, der alles aus der oberen Tiefe sammelt – dessen Wasser niemals versiegen – um den Garten zu bewässern.

Ein Fluss bedeutet ISHSuT, welcher in Eden entspringt, denn AA, Eden brachte ihn außerhalb von Rosh. Er tat dies, um den Garten zu bewässern,  damit ISHSuT den Garten, Nukwa de SA, bewässern würde.  Wäre es nicht wegen der Hervorlockung von ISHSuT, würde die Nukwa kein Mochin haben. Auch ISHSuT erhalten Mochin nicht direkt von AA, sondern durch die oberen AwI, die „die obere Tiefe“ genannt werden, und deren Siwug  niemals endet.

328) Diese obere Tiefe ist der erste Tempel, AwI, in welchen die Buchstaben, die Kelim, in einer feinen Spur enden, welche in ihnen verborgen ist. Erklärung: Es gibt zwei Massachim, Man’ula und  Miftacha. Sium de AwI ist der Massach de Man’ula, ein verborgener Massach. Darum werden AwI „die obere Tiefe genannt.“ Aber ISHSuT, SaT de Bina, enden auf dem Massach   de  Miftacha, und deswegen sind sie unbekannt.

Zwei Kräfte kommen aus dieser Tiefe: die großen  SoN und die kleinen SoN, wie geschrieben steht „Die Himmel, welche die großen  SoN sind“, die in Man’ula enden und „Die Erde“, welche die kleinen  SoN sind, die in  Miftacha sind. Es steht nicht „Himmel“ geschrieben, sondern „Der Himmel“,  Mit einem Hej [auf Hebr.] Das Hej zeigt, dass der Himmel aus der Tiefe kommt, die am meisten verborgen ist, von der feinen Spur in AwI, Man’ula. Der Vers „Und die Erde“ zeigt an, dass dieser Fluss, ISHSuT, die Erde hervorlockte, die kleinen SoN, weil AwI den Himmel, die großen  SoN hervorlockte, und ISHSuT lockte die Erde, die kleinen  SoN hervor.

329) Am Anfang jedoch galt die Erde als der Himmel. Und Himmel und Erde kamen hervor, gemeint sind SoN, als eines, in ihren Achoraim aneinander gefügt, als „Der Beginn von allem“ leuchtete, als die Nukwa Mochin de Chochma empfing, genannt „der Beginn von allem“ Dann nahm der Himmel, Seir Anpin, die Nukwa und saß an ihrer Stelle.

Am Beginn des Hervorlockens der Nukwa war sie  mit Seir Anpin zusammen, als beide in einem Licht von  Chassadim leuchteten. Und da sie sich ohne jeglichen Unterschied zwischen ihnen in Gleichheit der Form befanden, galten sie als aneinander gefügt, weil Dwekut [Anheftung-Anhängen] der Spirituellen als Gleichheit der Form gilt. Der Ort von Dwekut war in Achor von Seir Anpin, von Chase de Seir Anpin und unten, wo sie seine Kelim de Achoraim sind, da jeder Parzuf von Chase und oben als Kelim de Panim angesehen wird, und von Chase und unten von jedem Parzuf  als Kelim de Achoraim gilt.

Danach, als der “Beginn von allem” leuchtete, als Nukwa Mochin de Chochma empfing, genannt „Der Beginn von allem“, erachtet man, dass Nukwa von Seir Anpin abgesägt wurde, dass sie sich trennten, weil sie nun zwischen Seir Anpin und Nukwa nicht mehr in Gleichheit der Form waren – Seir Anpin im Licht von  Chassadim und Nukwa, die im Licht von Chochma leuchtet – denn eine spirituelle Trennung ist nur eine Ungleichheit der Form.

Zu dieser Zeit nahm der Himmel, Seir Anpin, die Nukwa und saß an ihrer Stelle, weil sie sich von ihm getrennt hatte, und Seir Anpin gab ihr einen anderen Ort, wie geschrieben steht: „Und die Erde.“ „Und die“ zeigt alle 22 Buchstaben, von Alef bis Taw, Et, an. Es sagt an, dass sie sich von Seir Anpin trennte und andere Kelim in und von sich selbst erhielt, da die 22 Buchstaben alle Kelim vom Parzuf sind, denn die gesamte Weisheit ist in den 22 Buchstaben erklärt, und keine weiteren werden gebraucht.

330) Als die Erde wieder an ihrem Platz saß und sich von den Achoraim von Seir Anpin, dem Himmel trennte, war sie Tohu und Bohu [wüst und leer – ungeformt und leer], um sich wie vorher als ein Ganzes am Himmel festzuhalten. Die Erde wurde verdunkelt, weil sie sah, wie der Himmel leuchtete, da sie, nachdem sie sich von Seir Anpin durch das Licht von Chochma, welches sie von ISHSuT erhielt, trennte, da ISHSuT zu  Rosh AA aufstieg und zu Chochma wurde, die Nukwa gibt, sie Chochma ohne  Chassadim besaß, weil AA die ganze Chochma ist, und SaT kann Chochma nicht ohne  Chassadim empfangen. Darum wurde Nukwa verdunkelt und sie sehnte sich danach, sich noch einmal an Achoraim von Seir Anpin anzuheften, um wenigstens in  Chassadim wie Seir Anpin zu leuchten.

Die, bis das obere Licht herauskommt, in die Nukwa gezogene Dunkelheit, wurde bis zu ihr ausgedehnt und leuchtete für sie. Dann schaute sie noch einmal auf den Himmel, Seir Anpin, Panim be Panim, und die Erde, Nukwa, war korrigiert und von den Dinim in ihr gelindert. Sie stieg ein weiteres Mal zu Ibur zu AwI auf und erhielt von ihnen Mochin de Panim.

331) Nun erklärt er, wie die Nukwa das oben erwähnte höhere Licht empfängt. Er sagt, dass das Licht auf der rechten Seite hervorkommt, weil es von SA  rechts empfangen wird, und die Dunkelheit auf der linken Seite, Nukwa, bleibt. Dann trennt SA die Dunkelheit vom Licht, damit sie ineinander eingeschlossen werden. Dann, durch diese Trennung, empfängt die Nukwa das Licht von SA, wie geschrieben steht: „Und Gott trennte das Licht von der Dunkelheit.“ Durch diese Trennung paarten sich Tag und Nacht und wurden ein Tag, wie geschrieben steht: „Und Gott nannte das Licht ‚Tag,‘ und die Dunkelheit nannte Er ‚Nacht.‘ Und es war Abend und es war Morgen, ein Tag (/Tag eins).“

Der Vers: „Und Gott trennte zwischen dem Licht und der Dunkelheit“, ist keine tatsächliche Trennung, Trennung zwischen dem Licht und der Dunkelheit. Vielmehr bedeutet es, dass der Tag von der Seite des Lichts kommt, welche rechts ist, und die Nacht von der Seite der Dunkelheit kommt, welche links ist. Und als sie hervor kamen und als eins herrschten, trennte Er sie. Die Trennung war vonseiten  SA, um Panim be Panim zu blicken und sich aneinander zu heften, damit  sie vollständig eins sind. Dies ist eine Trennung in der Ordnung des (Er-)Leuchtens, betrachtet als Division zu/für Liebe, Zuneigung und Beständigkeit der Welt, denn sie wird in einem Siwug angewandt, um die Welt aufrecht zu erhalten.

332) Seir Anpin wird “Tag” genannt. Darum hieß es „Er nannte das Licht ‘Tag‘.“ Er nannte die Nukwa „Nacht“, wie es geschrieben steht „Und Gott nannte das Licht ‚Tag‘, und die Dunkelheit nannte Er ‚Nacht‘.“ Was ist die Dunkelheit im Vers „Und die Dunkelheit nannte er ‚Nacht‘“? Er sagt, dass es die Dunkelheit ist, die sich an die Nacht klammert, die kein eigenes Licht besitzt. Genauer gesagt hat die Nacht, Nukwa, nichts Eigenes und selbst die Dunkelheit, die sich an sie klammert, ist nicht ihre, sondern die Dunkelheit, die sich zu ihr von Ima ausdehnt, ihre linke Seite, die als der Punkt von Shuruk  in ISHSuT gilt. Und obwohl die Dunkelheit von der Seite des Feuers kommt, welches die Dunkelheit ist, ist sie immer noch nicht die Nukwa selbst, die nichts Eigenes besitzt.

Doch die Dunkelheit wird über sie gezogen, bis sie auf dem Teil leuchtet, welcher dem Tag gibt, bis sie  Chassadim von Seir Anpin empfängt, der „Tag“ genannt wird. Dann kleidet sich das Licht von Chochma in das Licht von  Chassadim und folglich leuchtet der Tag, Seir Anpin zur Nacht, Nukwa. Die Nacht selbst jedoch leuchtet nicht aufgrund des Gewähren des Tages  bis zum Zeitpunkt des Endes der Korrektur, wie geschrieben steht: „Und die Nacht wird wie der Tag leuchten.“

Die Stimme des Herrn ist über den Wassern

333) Rabbi Elasar sprang zuerst und erklärte den Vers: „Die Stimme des Herrn ist über den Wassern.“ Die Stimme des Herrn ist die obere Stimme, ernannt über die Wasser. SA wird „Stimme“ genannt. Wenn er zu Bina aufsteigt, und dort in dem Massach  des Punktes von Chirik zwischen dem Punkt Cholam, rechts, und dem Punkt von Shuruk, links, entscheidet, wird SA zu dieser Zeit „die obere Stimme“ genannt. Er ist über das Wasser, die Mochin, ernannt, weil er durch dieses Urteilen, dass er zwischen der Rechten und der Linken von Bina macht, den Namen Elokim dort ergänzend, ebenfalls  mit jenen Mochin der drei Punkte belohnt wird. Von dort breiten sie sich zu seinen CHaGaT aus, von CHaGaT zu NeHJ, und von NeHJ zu Nukwa. Daher wird die obere Stimme in Bina als über alle jene Mochin ernannt betrachtet, weil er ihre Wurzel ist.

Diese Wasser, welche die Mochin sind, breiten sich von Stufe zu Stufe aus, von der Stufe von Bina zu der Stufe von SA, und von der Stufe von CHaGaT de SA zu seiner Stufe von NeHJ, bis die Mochin sich an einem Ort versammeln, welcher sein Jessod ist, in einer Sammlung, denn Jessod beinhaltet in sich alle Stufen, weshalb er „alle“ genannt wird. Diese obere Stimme sendet jene Wasser ihrer Wege, zu jeder Sefira, entsprechend ihres Weges (/ihrer Weise), wie jener Gärtner, der über die Wasserzisterne ernannt ist, und das Wasser zu jedem Ort sendet, wie es (sein) sollte. Gleichermaßen ist die Stimme des Herrn über die Wasser ernannt, welche die Mochin sind.

334) Es steht geschrieben: „Der Gott der Glorie donnert.“ Aber Gott ist der Name von Chessed, und donnert ist eine Handlung von Gwura. Wie kann das sein? Es steht geschrieben: „Wer wird den Donner Seiner mächtigen Taten [Gwurot] erblicken?“ Dies ist eine Bchina, die durch Beobachten des Donners der Gwura erscheint und daraus hervortritt. Das heißt, der Gott der Glorie ist die Chessed, die wegen der Gwura erscheint, so wie der Vorzug des Lichtes aus der Dunkelheit heraus. Deshalb steht geschrieben: „Der Gott der Glorie donnert“, denn Er erscheint durch Donnern in Gwura.

Eine weitere Erklärung: „Der Gott der Glorie donnert“ ist rechts, Chessed, von dem Gwura ausgeströmt wird, denn die  Sefirot strömen und treten auseinander hervor. Daher donnert der Gott der Glorie, Chessed, und strömt Gwura aus, welche Donner ist.

„Der Herr ist über vielen Wassern.“ Der Herr ist Erscheinung der oberen Chochma, Yud, der Mochin der oberen AwI. „Über vielen Wassern“ bedeutet über der verborgenen Tiefe erscheinend, die daraus hervortrat, wie geschrieben steht: „Und Deine Pfade/Spuren in vielen Wassern“ der Massach   de Man’ula.

Es gibt zwei Arten von Hitkalelut der Linien von rechts und links:

1) Sobald die  mittlere Linie am Niveau von  Chassadim zwischen ihnen entscheidet, das/die auf dem Massach   de Chirik  hervortritt, und sie ineinander eingeschlossen werden, Chochma der Linken in  Chassadim der Rechten,  Chassadim in Chochma, und anschließend die Rechte obsiegt und die Mochin in den  Chassadim auf der rechten Linie bleiben.

2) Sobald die Linien ineinander eingeschlossen sind, bleibt das Leuchten von ihnen beiden. Es gibt Chassadim und Chochma auf der Rechten, und es gibt  Chassadim und Chochma auf der Linken.

Wisse, dass die Hitkalelut der ersten Art Mochin de Neshama ist, und die Hitkalelut der zweiten Art ist Mochin de Chaya.

Die Erklärung von Rabbi Elasar ist in der Hitkalelut der ersten Art, und es steht geschrieben: „Der Gott der Glorie donnert.“ Dies ist eine Bchina, die zum Beobachten des Donners der Gwura erscheint, und daraus hervortritt, weil sobald sie durch die obere Stimme ineinander eingeschlossen sind, die rechte Linie obsiegt. Deshalb endet der Text  mit „Über vielen Wassern“, über jener verborgenen Tiefe, die daraus hervorkam, wie geschrieben steht: „Und Deine Pfade in vielen Wassern.“

Da das Niveau von  Chassadim von Massach   de Chirik , das/der zwischen den Linien entscheidet und sie ineinander einschließt, auf einem Massach  einer sehr dünnen Spur in SA hervorkommt, welche von der oberen Chochma—welche obere AwI ist—zu diesem ausdehnt, hat sein Licht von  Chassadim die Stärke die Linke Linie zu überwinden und den Parzuf, nur durch  Chassadim beherrscht, zurückzulassen. Folglich betrifft die erste Erklärung die Hitkalelut der ersten Art.

Es wurde gesagt, dass Rabbi Elasar zuerst sprang und erklärte. Zuerst bedeutet bevor er  mit Mochin de Chaya belohnt wurde, was Hitkalelut der zweiten Art ist. Er sprang und interpretierte, und erklärte die Schriften nur durch die Hitkalelut der ersten Art, Mochin de Neshama. Darunter sind die Worte von Rabbi Shimon, entsprechend der Hitkalelut der zweiten Art, in Mochin de Chaya.

Gegenüber dem Rahmen

335) Rabbi Shimon erklärte die Hitkalelut der beiden Linien rechts und links, die strittig waren, wie geschrieben steht: „Die Ringe sollten dem Rahmen gegenüberstehen.“ Der Rahmen ist ein geschlossener Ort, der sich nur für jemanden feiner Art öffnet, der bekannt ist, von innerer Demut zu sein und durch diese wird er  mit Licht gefüllt. Er erwähnte Tore, um die Kerzen zu  entzünden. Und weil es ein verborgener und verhüllter Ort ist, wird er als „Rahmen“ bezeichnet. Dies ist die nächste Welt, da die nächste Welt „Rahmen“ genannt wird.

Obere AwI werden als „zukünftig“ und ISHSuT als die „nächste Welt“ bezeichnet.  In Bezug auf Mochin des Punktes Shuruk, welcher Erleuchtung von Chochma ist, werden ISHSuT als „Rahmen“ bezeichnet, weil die Lichter danach erlöschen und nicht mehr in ihr leuchten. Es wurde gesagt, dass es ein geschlossener Ort ist, was bedeutet, während der Erleuchtung des Punktes Shuruk, welcher nicht im Licht von Chochma, in Ermangelung von  Chassadim, leuchten kann. Er öffnet sich nur für jemand Feinen, was bedeutet, dass ihre Lichter sich nur durch die Ankunft der Stufe  Chassadim durch den Siwug  auf dem Massach   des Punktes Chirik, Massach de Man‘ula  – genannt „sehr edler (guter) Pfad“ – öffnen.

Die Stufe  Chassadim ist die bestimmende Linie, die die beiden Linien  miteinander verbindet und Chochma in  Chassadim einkleidet. Weil aber die Stufe von  Chassadim auf diesem Massach   auf einem sehr edlen Pfad hervorkommt, bewirkt sie in ihnen die Erleuchtung von Chochma, bekannt als Demut, von unten nach oben, was WaK de GaR ist und nicht von oben nach unten, was GaR de GaR ist. Deshalb werden ISHSuT „Rahmen“ genannt, sogar nach Hitkalelut von Chochma in  Chassadim, weil ihre Lichter nicht so sehr leuchten, wie sie können.

336) “Die Ringe sollen sein.” Dies sind die oberen Ringe, CHaGaT über Chase de SA, welche ineinander greifen – Wasser, Feuer und Wind, welche CHaGaT de SA sind. Wenn sie die Mochin erhalten, sind sie ineinander eingeschlossen. Das Wasser, Chessed sind in Ruach [Wind] eingeschlossen, Tiferet, und Ruach in Feuer, und Feuer in Wasser. Alle sind ineinander eingeschlossen und entstehen auseinander wie die Ringe.

Die Mochin der oberen AwI werden ein „reiner Ring“ genannt. Diese CHaGaT de SA sind vermischt und entstehen auseinander wie die Ringe, die die Mochin von AwI sind, die nicht in der Weise ihrer Hitkalelut  miteinander erscheinen. Aber nachdem sie sich  miteinander vermischt haben, siegt die Vorherrschaft von Chessed über sie, und sie sind wie die Ringe, die die Mochin von AwI  sind, welche verhüllte  Chassadim sind. Darum werden CHaGaT de Seir Anpin auch „Ringe“ genannt, und die Worte, „Die Ringe sollen sein“, beziehen sich auf CHaGaT de SA.

Alle Ringe schauen auf diesen Rahmen, ISHSuT,  wo der obere Fluss für sie erhalten wird, um sie zu bewässern, gemeint ist der Fluss, der aus Eden kommt, ISHSuT, und sie klammern sich an ihn. Wenn die Ringe, CHaGaT de Seir Anpin, allein sind, schauen sie auf die oberen AwI und erhalten von ihnen die verhüllten  Chassadim. Darum werden sie „Ringe“ genannt. Aber wenn die Ringe das Leuchten von Chochma an NeHJ unter Chase weitergeben möchten, schauen sie auf den Rahmen, ISHSuT, wo der Fluss ist, der aus Eden kommt, der die Erleuchtung von Chochma weitergibt, in dem das Yud aus AwI hervortritt, das Or verlässt, und dieser Fluss bewässert sie  mit dem Leuchten von Chochma und sie geben es an NeHJ weiter.

337) Es steht geschrieben, „ Die Ringe sollen dem Rahmen gegenüber sein, als Sockel für die Pfosten,  um den Tisch zu tragen“ denn diese oberen Ringe über Chase von Seir Anpin werden nun Halter und Plätze für die Pfosten, welche NeHJ unterhalb Chase von SA sind. Damit  ist  gemeint,  dass NeHJ von ihnen die Mochin der Erleuchtung von Chochma, genannt „Sockel“ erhalten, so wie geschrieben steht: „In Weisheit soll das Haus gebaut werden.“  Es wird angesehen, dass die Ringe Sockel für die Pfosten wurden, welche NeHJ unterhalb Chase wurden, aber nicht wenn sie allein sind; denn wenn sie allein sind, sind sie keine Behälter, sondern Ringe, was bedeutet, dass sie nur, wenn sie in Mochin von   Chassadim verdeckt  sind,  „Ringe“ genannt werden.

Es steht geschrieben, „ Die Ringe sollen gegenüber dem Rahmens sein, wie Behälter [Sockel] für die Pfosten.“  Sobald die Ringe Behälter für die Pfosten sein möchten, um ihnen Chochma zu gewähren, werden die Ringe gegenüber dem Rahmen sein, indem sie von ISHSuT, erhalten, genannt ein „Rahmen“, wo es das Leuchten von Chochma gibt. Zu dieser Zeit sollen die Ringe Behälter für die Pfosten werden, NeHJ.

Die Pfosten sind die Merkawa darunter, weil sie sich von der oberen Merkawa ausdehnen, CHaGaT genannt „Wasser, Feuer, Wind.“ Die linke Linie der Pfosten, Hod, kommt von der Seite des Feuers von der oberen Merkawa, Gwura.  Die rechte Linie der Pfosten, Nezach, kommt von der Seite des Wassers in der oberen Merkawa, Chessed, und die mittlere Linie der Pfosten, Jessod, erweitert sich aus der Seite von Ruach der oberen Merkawa, Tiferet, und alles, was in der oberen Merkawa ist, dehnt sich bis zur unteren Merkawa aus, damit die Pfosten eine Merkawa für die Arche des Bundes sein werden, wo die Göttlichkeit eingeflößt wird.

Bet Reshit

338) Das Bet von BeReshit ist groß in den Masoreten [eine Schule von Schriftgelehrten und Schülern]. Aber wer sind die sechs Tage der Schöpfung? Es steht geschrieben: „Die Zedern von Libanon, die Es gepflanzt hat.“ Da diese Zedern aus Libanon heraus kommen, kommen die sechs Tage der Schöpfung aus BeReshit heraus. BeReshit ist Chochma. Die sechs Tage der Schöpfung sind CHaGaT NeHJ de SA, die aus Chochma herauskommen, die Reshit genannt wird.

339) Der Text erklärt jene sechs oberen Tage von BeReshit, „Dein, O Herr, ist die Größe und die Macht und die Herrlichkeit/Glorie und der Sieg und die Majestät, alles was in den Himmeln und der Erde ist.“ „Alles“ ist Jessod. Folglich erklärt der Text die Namen von sechs  Sefirot CHaGaT NeHJ. „In den Himmeln“ ist Tiferet, und „In der Erde“ ist die Versammlung von Israel, Malchut. Es folgt aus der Schrift, dass „Alles, was in den Himmeln und der Erde ist“ bedeutet, dass das Jessod [Fundament] der Welt, Jessod de SA, „alles“ genannt, an Tiferet, Himmel, geheftet ist, und an die Erde, die Versammlung von Israel, Malchut.

340) Deshalb wurde BeReshit über Chochma gesagt, was die Buchstaben von Beth Reshit Beth ist, denn Chochma ist die zweite der zehn  Sefirot. Sie wird Reshit genannt, weil die obere Keter, die verborgen ist, die erste der zehn  Sefirot ist. Aber weil Keter nicht unter die  Sefirot gezählt wird, wird die zweite Sefira, Chochma, als die Reshit [erste] betrachtet.

Der Grund weshalb Keter nicht zu den  Sefirot gezählt wird ist, dass in Atik, Keter, Zimzum Alef immer noch herrscht, und die zehn  Sefirot sind von Zimzum Bet. Und obwohl er brach/übertrat und nicht brach, das heißt auch von Zimzum Bet errichtet wurde, war es wegen/für AA, Chochma. Deshalb wird er als Atik betrachtet, wie AK, und schließt sich nicht den  Sefirot der Welt der Korrektur an, die alle von Zimzum Bet sind.

Außerdem beginnen die  Sefirot von Chochma, die AA ist, oder der Bina, die Chochma wird. Sobald Chochma de AA verhüllt wurde und nicht an Azilut gibt, handelt Bina an ihrer Stelle. Deshalb wurde über sie gesagt: Bet Reshit. Bet, da sie die zweite in der Ausströmung der  Sefirot ist. Reshit, da sie die erste in der Zählung ist, sobald Keter nicht in dieser Zählung gezählt wird.

Zudem, so wie die obere Chochma Reshit ist, ist die untere Chochma ebenfalls Reshit, weil es von der oberen Chochma bis zu Malchut, welche untere Chochma ist, niemanden unter allen  Sefirot gibt, um für sich Leuchten von Chochma zu empfangen. Aus diesem Grund darf das Bet nicht von Reshit getrennt werden.

Das Bet deutet auf Malchut, untere Chochma. Und da es keine Sefira zwischen ihnen gibt, um Chochma zu empfangen, muss Malchut zusammen  mit Reshit sein, und dies ist Bet Reshit.

044-097, Bereshit. Die Schöpfungsgeschichte

Das Buch Sohar. Es werde eine Wölbung

44) “Und Gott sprach”: ‘Es werde eine Wölbung mitten im Wasser und es sei eine Scheidung zwischen dem Wasser und dem Wasser“‘! Dies ist die Korrektur im Einzelnen, die das obere Wasser vom unteren Wasser in der Linken trennt.  Es ist auch die zweite Einzelheit der Schöpfung der Welt, denn hier geschah eine Trennung in der Linken: Bis jetzt ist es am ersten Tag die Rechte. Und hier am zweiten Tag gibt es die Herrschaft der Linken. Aus diesem Grund ergab sich am zweiten Tag ein großer Streit zwischen dieser Seite und der rechten Seite. Die Linke wünschte, alle Herrschaft der Rechten zu annullieren, und die Rechte wünschte all die Herrschaft der Linken wieder rückgängig zu machen. Weiterlesen

341-369, Bereshit, Die Schöpfungsgeschichte

Das Buch Sohar. Bereshit 2. Teil

341) BeReshit wird als eine Äußerung unter/von zehn Äußerungen betrachtet. Sechs Tage kommen aus BeReshit hervor und werden in ihr eingeschlossen. Eine Äußerung bedeutet eine vollständige Stufe in GaR. Ist BeReshit auch eine Äußerung? Schließlich hat es die Buchstaben Bara Shit [„erschuf sechs“], was darauf hinweist, dass es WaK ohne GaR ist. Er antwortet darauf, dass es tatsächlich eine vollständige Äußerung ist. Der Grund weshalb WaK darin angedeutet wird ist, dass sechs Tage, CHaGaT NeHJ de SA, daraus hervorkommen, und daher darin eingeschlossen sind. Diejenigen, die darin enthalten sind, werden „sechs“ genannt, und sind darin enthalten/ angedeutet, das heißt, nach den sechs von SA, die daraus hervortraten, entsprechend Asher [welche], die von BeReshit hervortraten. Die Buchstaben Bara Shit sind darin enthalten, aber an sich selbst ist es eine vollständige Äußerung. Weiterlesen

026-043, Bereshit. Die Schöpfungsgeschichte

26) Es steht geschrieben: „Ein großer und starker Wind zerriss Berge, nicht mit dem Geist [Wind] des Herrn.“ Der Name HaWaYaH ist nicht im Wind, weil ein starker Wind aus Tohu hervorkommt, da nur in Tohu der Name Shadai über ihm ist. So ist es auch mit dem Beben, das aus Bohu hervorkommt. Es steht geschrieben: „Der Herr war nicht in dem Beben“, nur der Name „Heerscharen“ ist auf ihm. Weiterlesen

390-431, Bereshit, Die Schöpfungsgeschichte

Bereshit, 2. Teil. Es seien Lichter

390) „Es seien Lichter an der Fläche des Himmels.“ Auf Hebräisch steht geschrieben „Lichter“ ohne Waw. Rabbi Hiskija sagt: „Lichter“, da die Kraft und die Aufnahme des Din sich darinnen befinden.“ „Lichter“ ist Malchut, Nukwa de Seir Anpin. Darum fehlt dort Waw, welches das Wort „Fluch“ (Meorot wird auf eine Weise geschrieben, dass es „Lichter oder Flüche“ meinen kann, denn es gibt zwei Dinim in Malchut. 1. Die Kraft des Dins, die in ihr durch die Kraft des Zimzum Alefs liegt, damit kein Or Jashar darin empfangen werden kann. 2. Die Dunkelheit in ihr, die von Bina aufgenommen wird. Darum heißt es „Die Aufnahme/Absorption von Din“, denn es ist nicht um ihretwegen, doch von dem, was sie von anderen aufgenommen hat. (absorbiert hat).

Rabbi Jossi sagt: “Der Grund, warum “Lichter” ohne Waw geschrieben ist, das Wort für “Verwünschungen”, liegt darin, dass es geschrieben steht “Möge es einen Fluch unten geben”, da der Mond Malchut ist, von welchem der Tod der Babies an Diphterie in den unteren Welten abhängt, und von welchem der Fluch abhängt.

Rabbi Hiskaja interpretierte das Wort “Fluch” und die Angelegenheit des Fluches oben in der Welt von Azilut, in Malchut de Azilut selbst – dass es die Kraft des Dins und die Aufnahme von Din in ihr gibt, in ihr selbst. Rabbi Jossi sagt, dass die Bedeutung darin liegt, dass sich unten, in der unteren Welt Flüche und Verwünschungen von Malchut ausdehnen. Und nach dem Fluchen unten wird Malchut „Lichter“ oder „Verwünschungen“ ohne ein Waw genannt. Weil sie das kleinste aller Lichter von Azilut ist, wird sie manchmal verdunkelt und empfängt kein Licht, und daher dehnen sich Diphterie und Verwünschungen von ihr nach unten aus.

Wenn die Stufen durch den Aufstieg von Malchut zu jeder Stufe von Bina in ihr weniger werden, für die Bina und TuM jeder Stufe zur Stufe darunter herabsteigen, steigen Bina und TuM der Stufe von Malchut zu den getrennten BJA herab, wo die Klipot sind, weil sie das letzte und kleinste Licht der ganzen Azilut ist. Nach ihr gibt es keine Stufen von Kedusha, auf welche Bina und TuM in ihr fallen könnten.

Aufgrund ihrer Verminderung breitet sich Diphterie von ihr zu den Kleinkindern aus. Und weil es das kleinste aller Lichter von Azilut ist, das letzte aller Lichter, wird sie manchmal verdunkelt und empfängt kein Licht, weil, wenn sie während der Verminderung verdunkelt wird, dann steigen Bina und TuM zu den getrennten BJA herab und vermitteln den Schädigern und Klipot Macht.

391) “An der Fläche des Himmels” ist ein Firmament, welches alles enthält, weil es alle Lichter nimmt, die in dasjenige Licht leuchtet, welches nicht leuchtet. Das Firmament von Bina schließt alle Mochin von SoN ein, weil es dasjenige ist, welches die Buchstaben ELEH von Bina erhebt und sie wieder an Bina zurückgibt. Die zu dieser Zeit angehafteten SoN steigen auch mit ihnen zu Bina auf und empfangen von ihr die Mochin. Dies gilt für alle Stufen von SoN, und deswegen gilt das Firmament von Bina als das einschließende Firmament, welches zu dem Licht leuchtet, welches nicht leuchtet, gemeint ist, es leuchtet zur Malchut und erhebt sie dabei zu Bina, wie es geschrieben steht: „Es werde Licht am Firmament des Himmels.“

392) Rabbi Jizhak sagte: “Er brachte das Firmament, das nicht leuchtet, ans Licht, und er wird ‚das Königreich des Himmels‘, ‚das Land Israel‘, und ‚das Land der Lebenden‘“ genannt. All dies sind Namen von Malchut, weil die Bedeutung der Worte: „Es werde Licht am Firmament“ ist, dass durch diese Worte der Hervorbringer das Firmament, das nicht leuchtet,  ans Tageslicht brachte, Malchut, die Nukwa de SA ist. Darum sagte der Hervorbringer: „Es werde Licht“ ohne Waw, seitdem Er sagte, dass es Lichter an einem Firmament geben wird, das nicht fähig sein wird zu leuchten.

Der Himmel ist derjenige, der auf das Firmament leuchtet. Seir Anpin wird „Himmel“ genannt.“ Er leuchtet auf Malchut, das Firmament, das nicht leuchtet. Darum steht geschrieben: „Es werde Licht“ ohne Waw, was darauf hindeutet, dass es kein Leuchten des Himmels in ihr gibt, genannt Waw, und wenn er ohne Waw ist, breitet sich der Tod von ihr in die Welt aus. Später steht geschrieben: „Am Firmament des Himmels, um die Erde zu beleuchten.“ Der Himmel sind Waw, SA, und er leuchtet auf die Nukwa, die „Erde“ genannt wird.

393) „Es werde Licht“ fehlt Waw, weil alles von ihr abhängt. „Es werde Licht“ schließt auch die Schöpfung von Lilith in der Welt ein, daher wird es ohne Waw, welches das Wort für „Fluch“ ist, geschrieben. Es steht geschrieben: „Die Kleinen und die Großen sind da.“ Malchut schließt sowohl Mochin de Katnut als auch Mochin de Gadlut ein. Ferner steht geschrieben: „Weil, wenn da der große Herr mit uns sein wird“, bedeutet, dass die Mochin de Gadlut in ihr eingeschlossen sind.

Darüber steht geschrieben: „Aber da soll Lilith still sein und Ruhe finden“, gemeint ist auch in Malchut. Somit ist alles in sie eingeschlossen, beide, Katnut und Gadlut, und sogar die Klipa Lilith, wie geschrieben steht: „Und Sein Königreich herrscht über alles.“ Darum wird „Licht“ ohne Waw geschrieben.

394) Rabbi Elasar sagte: “Es werde Licht”, was Malchut ohne ein Waw ist, die „ein Spiegel, der nicht von allein leuchtet genannt wird, sondern durch die Lichter über ihr wie die vier Wände einer Glaslaterne leuchtet, die das Licht von der Kerze nehmen, die inmitten ihrer steht und nach außen leuchtet. Genauso nimmt die Nukwa das Licht von den Stufen über ihr und leuchtet zu den unteren, doch in ihr selbst gibt es gar kein Licht, wie in den vier Wänden von einer Glaslaterne.

Es steht geschrieben “Siehe die Bundeslade des Herrn der ganzen Erde”. „Siehe die Bundeslade“ ist ein Spiegel, der nicht leuchtet, Malchut, Nukwa de Seir Anpin. Der Bund ist der leuchtende Spiegel. „Siehe die Arche/Lade“ ist die Lichter ohne Waw, Nukwa vor Seir Anpin, die „schriftliche Tora“ genannt, verbindet sich it ihr. Die Arche/Lade ist eine Kiste, in die man die schriftliche Tora, die Seir Anpin ist, tut. Der Bund ist die Sonne, Seir Anpin, der zur Nukwa leuchtet. Wie er wird sie „der Bund“ genannt, wenn sie mit ihm verbunden ist. Dies ist, warum sie „Die Bundeslade“ im Vers genannt wird.

“Die Bundeslade, der Herr der ganzen Erde.“ Es ist genauso, weil erst dann die Bundeslade – nur während der Verbindung mit Seir Anpin, der „Bund“ genannt wird – „Herr der ganzen Erde“ wie ihr Ehemann Seir Anpin genannt wird.

395) Diese Arche/Lade ist ein Herr, weil die Sonne, die auf sie und zur ganzen Welt leuchtet so genannt wird, und von ihr nimmt die Nukwa den Namen “Herr”. Diese Arche wird mit dem Namen „Herr“, mit dem Namen ADNI genannt, wie Zadik der Mann ist und Zedek die Frau. Gleicherweise ist der Name „Herr“ Name des Mannes und ADNI der Name der Frau.

Es ist so, weil da der Name Zedek von der Nukwa vom Namen des Mannes, Zadik, abstammt, so stammt der Name ADNI von der Nukwa vom Namen des Mannes, Adon, [Herr]. Folglich wird sie mit dem Namen des Mannes Adon, Herr, genannt, wenn die Frau ganz nach ihrem Ehemann, mit dem Namen „Die Bundeslade“ genannt wird.

396) Sterne und Zeichen stehen in einem Bund, welcher die Sonne ist, Seir Anpin. Dies ist das Firmament des Himmels in dem Vers: „Es werde Licht am Firmament des Himmels.“ „Es werde Licht“ ist die Nukwa, und „Das Firmament des Himmels“ ist Seir Anpin, der auf sie leuchtet, auf die Sterne, auf die Zeichen, und auf die ganze Welt. Die Sterne und Zeichen sind eingeschrieben und eingraviert in das Firmament, und hängen darin, um auf die Erde zu leuchten.

Daraus geht hervor, dass Rabbi Jizhak den Namen „Firmament“ in der Bedeutung der Nukwa erklärte, Rabbi Jossi den Namen „Firmament“ in der Bedeutung von Jessod von Bina erklärte, und Rabbi Elasar erklärt „Es werde Licht“ in der Bedeutung der Nukwa, „Am Firmament des Himmels“ bedeutet Seir Anpin.

Der alte Rabbi Jissa sagt: „Der Ausströmende sagte: ‚Es werde Licht‘, denn es hängt am Firmament des Himmels, deshalb werden alle Eigenschaften ihres Leuchtens am Firmament des Himmels hängen. Wenn er hier sagt ‚Es werde Licht am Firmament des Himmels‘, korrigierte der Ausströmende, dass alle Stufen am Firmament des Himmels hängen werden, welches der Parssa ist, bei dessen Aufstieg unterhalb von Chochma Er die Stufe von Ruach in dem Maß misst, und bei dessen Abstieg unter Bina er die Stufe von Neshama misst, bei seinem Abstieg unter Tiferet Er die Stufe von Chaja misst, und bei seinem Abstieg zu Malchut Er die Stufe von Jerida misst.“

„Lichter“ ist der Mond, der auf all seinen Stufen am Firmament hängt, da es geschrieben steht: „Und es seien Lichter am Firmament des Himmels.“ Somit war auch die Sonne an das Firmament gehängt. Und wenn geschrieben steht: „Und sie seien zu Zeichen und zu Jahreszeiten“, dann hängen alle Stufen, die bei Anlässen, Festen, und Anfängen von Monaten und Sabbattagen erscheinen, am Firmament und sind am Firmament gemacht, welches die Stufen von jedem Grad misst. 397) Alle die vom Firmament gemessenen Stufen sind im Werk des ersten, höchsten Firmamentes gemacht, in welchem der heilige Name vereint ist, und welcher alles ist. Das Firmament im Pe de AA, welcher Bina und TuM de AA außen vom Rosh hervorlockte, ist das erste, höchste Firmament in den Welten, und darin ist der heilige Name Elokim vereint. Es ist so, weil er mit seinem Abstieg von Pe nach Chase de AA die Buchstaben ELEH zu Rosh AA erhebt, der sich mit den Buchstaben MI verbindet, und somit den Namen Elokim vervollständigt. Es ist alles, weil es darin all die unteren Lichter einschließt. Dieses Firmament heißt „sieben Firmamente.“

Sieben Sterne entsprechen sieben Firmamenten, und alle sind die Führer der Welt und der oberen Welt oberhalb von ihnen. Ein Firmament bedeutet das neue Sium [Ende], durch den Zimzum Bet gemacht durch den Aufstieg Malchuts zu Bina. Es gibt einen ausführenden Arbeiter und eine Arbeit darinnen, die „Stern“ und „Firmament“ genannt werden. Der ausführende Arbeiter des Sium heißt „ein Stern.“ Der Vorgang von Sium selbst heißt ein „Firmament.“ Das obere Firmament im Pe von AA wird „sieben Firmamente“ genannt, ChaGaT NeHJ gegenüber, der ihnen erhabener ist und sie darinnen einschließt. Darum gibt es sieben Firmamente in ihnen, weil die ausführende Kraft eines jeden der sieben Firmamente ein „Stern“ genannt wird.

Dies bezieht sich jedoch nur auf die ausführende Kraft und das Verfahren von Zimzum Bet. Doch die ausführende Kraft von Zimzum Alef wird nicht „ein Stern“ genannt, folglich brauchten die Sterne nur Bina zu steuern, die nur in Zimzum Bet eingeschränkt war. Aber in Malchut, die in Zimzum Alef zurück eingeschränkt war, brauchen die Sterne dort nicht zu herrschen und über sie zu herrschen. Jedoch aufgrund der Verbindung von Malchut in Bina wurde Malchut in allen Korrekturen von Bina errichtet, und darum arbeiten die Sterne in Malchut, so wie in Bina.

Alle sieben Sterne führen zur unteren Welt, und die obere Welt ist über ihnen. Die obere Welt, welche Bina ist, ist auf ihnen gegründet, auf den Sternen und die untere Welt, Malchut, in welcher es die Kraft von Zimzum gibt, und die noch nicht einmal als Stern erachtet wird. Aus diesem Grund wird die untere Welt ebenfalls von den Sternen geführt.

Es gibt zwei Welten, die obere Welt, Bina und die untere Welt Malchut. Die untere, Malchut, war der oberen, Bina, ähnlich eingerichtet, somit gelten alle Korrekturen der oberen Welt der unteren Welt, und die untere Welt wird ebenso von den Sternen gelenkt, wie die obere, wie es geschrieben steht: „Von der Welt und für die Welt“, dabei anzeigend, dass alles, was in der oberen Welt gibt, dort passiert und eingerichtet wurde. Die obere Welt ist der obere König, Bina; die untere Welt ist der untere König, Malchut.

398) Es steht geschrieben: “Der Herr ist König, der Herr war König, der Herr wird immer und ewig König sein.“ „Der Herr ist König“ ist oben; „der Herr war König“ ist die Mitte; „der Herr wird König sein“ ist unten. Wenn man „Der Herr war König“ in der Vergangenheit interpretiert, ist die obere Welt die nächste Welt Bina. „Der Herr ist König“ in der Gegenwart ist die Bundeslade, die untere Welt, Malchut.

Bina ging der Schöpfung der Welt voraus. Darum wird sich auf sie in der Vergangenheit bezogen, „Der Herr war König“, mit Mem mit Kamaz. In der Gegenwart wird die Welt von Seir Anpin gelenkt, wobei ChaGaT NHJ in den 6000 Jahren sind. Darum wird sich auf sie in der Gegenwart bezogen „Der Herr ist König“ mit einem Mem mit Segol. Die Nukwa jedoch, Malchut wurde noch nicht vollständig in der Welt enthüllt, sondern wird Schritt für Schritt bis zum Ende der Korrektur korrigiert. Aus diesem Grund wird ihr Königtum im Futur beschrieben: „Der Herr wird König sein.“ Hier unterstreicht er, was gesagt wurde: „Der obere König ist Bina und der untere König ist Malchut.“

399) David kam zu einer anderen Zeit und brachte sie von unten nach oben zurück. Er sagte: „Der Herr ist König auf ewig.“ „Der Herr ist König“ bedeutet unten, in der unteren Welt, Malchut. Eine Welt bedeutet in der Mitte, in Seir Anpin. „Und ewig“ bedeutet oberhalb, in Bina, wo es die Versammlung gibt, die Vereinigung und die Mochin und die Vervollständigung aller Stufen.

„War König“ ist oberhalb. Daher wird Bina, die obere Welt „War König“ genannt, mit einem Mem mit Kamaz, was darauf hindeutet, dass ihre Einrichtung vollkommen abgeschlossen worden ist. Aber „Wird König sein“ ist unten. „Wird König sein“ deutet darauf hin, dass er dazu bestimmt ist, die Vollkommenheit des Königtums unten, gemeint ist die untere Welt, Malchut, die nicht vervollständigt worden ist, zu empfangen.

Wir könnten fragen: “Wie sagte David: ‚Der Herr ist König‘ unten, ‚König‘ genannt mit einem Mem mit Segol“? Das ist so, weil Malchut „König“ in der Gegenwart genannt wird, nach dem, was sie von ihrem Ehemann, Seir Anpin, empfängt, der Melech [König] mit Mem mit Segol genannt wird. Deshalb wird sie so nur nach ihrem Ehemann genannt, obwohl in und von ihr selbst, ihr Königtum nicht enthüllt worden ist. Vielmehr wird es am Ende der Korrektur enthüllt. In dieser Hinsicht wird sie „wird König sein“ genannt.

400) All diese Leuchten verbinden sich mit dem Firmament des Himmels, wie geschrieben steht: „Und Gott setzte sie an das Firmament des Himmels, um auf der Erde zu leuchten.“ Wer ist das Firmament, das auf der Erde leuchtet? Es ist der Fluss, der sich von Eden ausdehnt, wie geschrieben steht:“ Und ein Fluss trat aus Eden aus, um den Garten zu bewässern.“ Bina trat aus Eden aus, Chochma, um Mochin an Malchut zu geben, die „Garten“ genannt wird. Somit ist das Firmament Bina, welche auf der Erde leuchtet, dem Garten, und alle Leuchten, die Mochin de SoN sind, verbinden sich in ihr, gemeint ist, dass sie heraustreten und sich von ihr ausdehnen.

401) Durch die Herrschaft des Mondes und weil er durch die Kraft des Flusses leuchtet, der sich von Eden, Bina, all diese Himmel unten, Azilut, erstreckt – die getrennten BJA und ihre Heerscharen – wird Licht in allen von ihnen hinzugefügt. Und den Sternen, denen die Herrschaft über die Welt gegeben wurde, herrschen und Pflanzen und Bäume wachsen. Ebenso wächst und vervielfältigt sich alles, was es auf der Welt gibt und auch das Wasser und die Fische im Meer erfreuen sich an Größe.

Mehrere Sendboten von Din fliegen durch die Welt, weil jeder große Freude und Stärke genießt, und auch sie erhöhen ihre Macht durch die Herrschaft von Malchut, da sie mehr als je Schaden anrichten können. Wenn es Freude im Königshaus gibt, dann sind auch die Torhüter und die Straßenwächter glücklich und wandern in der Welt herum. Darum sollten sich die Kinder auf der Welt vor den Schädigern vorsehen.

402) “Und Gott setzte sie an die Fläche des Himmels”, wenn sie alle darin stehen, wenn die Sonne und der Mond beide in der Fläche/dem Firmament des Himmels, Bina, sind. Dann erfreuen sie sich miteinander. Zu diesem Zeitpunkt vermindert sich der Mond vor der Sonne, und da alles, was die Sonne, Seir Anpin nimmt, ist nur um die Nukwa zu erleuchten und nicht sich selbst. Dies ist die Bedeutung von dem Geschriebenen „auf der Erde zu leuchten.“

Seir Anpin ist die Sonne. Die Nukwa, Erde ist der Mond. Wenn es geschrieben steht: „Und Gott setzte sie an die Fläche des Himmels“, befindet sich die Nukwa auf der gleichen Stufe wie Seir Anpin, und beide empfangen von der Fläche des Himmels. Danach steht geschrieben „Um auf der Erde zu leuchten.“ Nukwa wird „Erde“ genannt, da die Nukwa unten Seir Anpin ist, und beide waren auf der gleichen Stufe und empfingen zusammen von der Fläche des Himmels, von Bina. Danach wurde die Nukwa vermindert und wurde unter Seir Anpin gemacht  und empfing von ihm. Darum steht es danach geschrieben: „um auf der Erde zu leuchten.“

403) Es steht geschrieben: “Und das Mondlicht wird wie das Sonnenlicht sein, und das Sonnenlicht siebenfältig, wie das Licht der sieben Tage”. Die sieben Tage sind die sieben Schöpfungstage, ChaGaT NeCHJM de Seir Anpin. Demnach steht über die Zukunft, das Ende der Korrektur, geschrieben: „Und das Sonnenlicht wird wie das Mondlicht sein“, in der Zukunft. Dann wird das Sonnenlicht siebenfältig sein, wie das Maß der sieben Sefirot, die in den Schöpfungstagen eingerichtet wurden. Folglich werden in Zukunft das Sonnen- und Mondlicht gleich sein.

Das Licht der sieben Tage bedeutet während der Tage des Füllens, die Zeit der Sefirot ChaGaT NeCHJM de Nukwa, sobald sie mit all ihren Füllungen in der Zukunft voll sind. Dann werden ihre Sefirot „Tage des Füllens“ genannt. Demzufolge steht über die Zukunft geschrieben „Und das Licht des Mondes wird wie das Sonnenlicht“ von jetzt sein. „Und das zukünftige Sonnenlicht“ „wird siebenfältig sein“ in seiner Größe, wie das Licht der sieben Sefirot ChaGaT NeCHJM de Nukwa in der Zukunft. Es folgt, dass nach dem Ende der Korrektur die Stufen von Seir Anpin und Nukwa nicht gleich sein werden, sondern Seir Anpin wird dann siebenmal höher als die Stufe der Nukwa sein.

404) An dem Zeitpunkt gelten die Sefirot der Nukwa als Tage des Füllens, weil die Welt dann vermindert  und zu ihrer Perfektion zurückkehren wird, und die Nukwa wird nicht länger durch den Makel der bösen Schlange gemindert, von der geschrieben steht: “Und ein Flüsterer trennt den Meister“, und trennt dabei die Vereinigung von SoN. Aus diesem Grund werden ihre Sefirot dann  „Tage des Füllens.“ Dies wird geschehen, wenn die Nukwa gefüllt sein wird und es überhaupt keine Verminderung in ihr gibt. Es wird dann geschehen, wie geschrieben steht: „Wird den Tod für immer verschlingen“, wenn die Sitra Achra und der Tod für immer ausgemerzt sind. Zu diesem Zeitpunkt steht geschrieben: „An diesem Tag werden der Herr und Sein Name Eins sein.“ Am Ende der Korrektur jedoch wird es jedoch auch zwei Gelegenheiten für die Nukwa geben. Zuerst wird die Nukwa mit Seir Anpin auf gleicher Stufe korrigiert und dann auf einer anderen unter Seir Anpin.

Es sollen wimmeln die Wasser

405) “Es sollen wimmeln die Wasser vom Gewimmel lebender Seelen [Nefashot]“ sind die unteren Gewässer, welche Nefashot [Pl. von Nefesh] erzeugt, wie die oberen Gewässer, Bina, die die Neshamot [Pl. von Seelen] von SoN erzeugen. Genauso erzeugen SoN die Seelen [Neshamot] der Gerechten. Die oberen Gewässer erzeugen die oberen Neshamot und die unteren Gewässer erzeugen die Neshamot der unteren, der Seelen der Gerechten.

Rabbi Chija sagte: “Die oberen brachten eine lebendige Seele, Nefesh, hervor, Nefesh von Adam HaRishom, wie es geschrieben steht: „Und es ward der Mensch eine lebendige Seele.“ Nefashot der Menschen kommen aus SoN heraus, die die unteren Wasser sind. Rabbi Chija nennt SoN „oberen Wasser“, weil SoN die menschlichen Seelen nicht hervorbringen kann, bevor sie aufsteigen und AwI kleiden, und der untere steigt zum höheren hinauf und wird wie er. Daher erachtet Rabbi Chija zu der Zeit SoN als oberes Wasser wie AwI.

406) “Und Gevögel fliege über der Erde”. „Und Gevögel fliege über der Erde sind die oberen/höheren Abgesandten, die den Menschen in Form eines Menschen erscheinen.  Dies kommt aus dem Geschriebenen hervor: „Und Gevögel fliege über die Erde“, darauf hinweisend, dass sie wie das Bild von Bewohnern der Erde erscheinen, weil es andere Engel gibt, die man nur als Geist sehen kann, vor den Wahrnehmungen des menschlichen Verstandes.  Darum steht hier geschrieben: „über der Erde“, dass sie nicht so sind, sondern von den Menschen so wahrgenommen werden.

Es gibt Engel, die sich von der Seite von Malchut, von Chase de Seir Anpin und unten ausdehnen. Über sie steht geschrieben „Und Gevögel fliege über der Erde“, da die Erde Malchut ist und sie erscheinen den Menschen als eine Person. Es gibt auch Engel, die sich von Chase de Seir Anpin und oben ausdehnen. Diese kann man nur als Geister sehen, vor der Wahrnehmung des menschlichen Verstandes, da die Körper der Menschen keine Wurzel in Seir Anpin haben, und Engel, die sich von dort ausdehnen, können sich nicht in das Bild eines Körper kleiden.

407) Und weil sie ihre Form ändern, damit sie sich in menschliche Körper kleiden können, steht über sie nicht geschrieben: „Und alles Gevögel mit Schwingen nach seiner Art“, wie andere Engel, die sich von Seir Anpin ausdehnen. Es ist so, weil diejenigen, die sich von Seir Anpin ausdehnen, nie ihre Art ändern und sich nicht verändern, um sich in menschliche Körper zu kleiden, wie jene andere Engel, von denen nicht geschrieben steht: „nach ihrer Art“, sondern über sie steht vielmehr geschrieben: „Und Gevögel fliege über der Erde“, und es steht nicht geschrieben: „Nach ihrer Art.“

Unter den Engeln selbst gibt es diejenigen, die sich untereinander unterscheiden. Das heißt, es gibt mehrere Stufen unter ihnen. Darum steht geschrieben: „Und von hier aus teil er sich“, da der Parssa unter Azilut, über den geschrieben steht: „und von hier aus teilt er sich – gemeint ist, dass es von hier an drei getrennte Welten BYA gibt, in welchen die Engel sind – dieser Parssa schafft viele Stufen in ihnen.

Und Gott erschuf große Seeungeheuer

408) “Und Gott erschuf große Seeungeheuer”, was der Leviathan/Meerungeheuer [Wal] und sein Gefährte sind. Der Leviathan ist Jessod de Gadlut de Seir Anpin. „Und jede lebende Seele, die sich regt/kriecht“ ist Nefesh von diesem Tier, welches in alle Richtungen der Welt kriecht. Romeset [kriechen, schleichen[ ist wie Romeset [trampeln], was in alle Richtungen der Welt trampelt und zerstört. Das schleichende Tier ist Lilith.

 

409) Womit die Wasser wimmelten nach ihrer Art”, da die Wasser sie erhoben. Dies gilt für den Leviathan und seinen Gefährten, die durch die Wasser erhoben wurden, weil, wenn der Wind aus Südwind kommt, dann öffnen sich die Wasser aus ihrer Starre durch den Nordwind und dehnen sich in jede Richtung hin aus. Die Meeresschiffe kommen und fahren vorbei, da es geschrieben steht: „Da fahren die Schiffe, ein Leviathan, den du zu deinem Vergnügen geschaffen hast.“ Somit wird der Leviathan durch die Wasser erhoben.

410) “Und alles Gevögel mit Schwingen nach seiner Art.“ Diese Engel, von denen geschrieben steht: „Denn das Gevögel des Himmels wird die Stimme tragen“, sind die Engel, die sich von Seir Anpin ausdehnen, der die „Stimme“ genannt wird. Sie alle haben sechs Schwingen und sie verändern sich niemals. Sie haben sechs Flügel, weil sie sich von Seir Anpin ausdehnen, was seinen ChaGaT NeHJ entspricht. Auch verändern sie sich nicht, da sie sich nicht in einen Körper kleiden, weil es dort keine Wurzel für einen Guf [Körper] in Seir Anpin gibt. darum steht geschrieben: „Nach seiner Art“ der Art von oben, der Art von Chase de Seir Anpin und oben, wo es überhaupt keine Wurzel zum Guf gibt. Somit ändern sie sich nicht, um sich in einen Körper zu kleiden.

Sie fliegen und streunen in der Welt in sechs Flügen herum, die ChaGaT NeHJ in ihnen entsprechen. Sie sehen die Werke der Menschen und erheben sie zum Gerichtshof von oben. Dies ist, warum geschrieben steht: „Selbst in Gedanken verfluche keinen König“, gemeint ist der König der Welt, da das Gevögel des Himmels, welches die Engel sind, die Stimme nach oben lenken.

411) Es steht geschrieben: “kriecht.“ Sollte es nicht heißen sollen “wimmelt”, da es geschrieben steht: “wovon die Wasser wimmeln?” Jedoch, wie wir sagen „Die Nacht ist geschlichen“, gemeint ist, dass die Nacht sich verdunkelte, und wie es geschrieben steht: „ In allem darin kriegen die Tiere des Waldes.“ „Darin“ meint nachts, in Malchut. Alle Kräfte der Dunkelheit, welche die Biester des Waldes sind, herrschen nachts. Folglich bedeutet „jede lebendige Seele [Nefesh], die kriecht, Malchut. Sie alle herrschen nachts, wenn Nukwa herrscht, da Malchut alles, was unter ihr ist, in sich einschließt, sogar die Klipot.

Die Engel beginnen in drei Wachen zu singen, in welche sich die Nacht teilt. Sie singen Lieder und hören nicht auf. Über diese Engel wird gesagt: „Ihr, die ihr den Herrn erwähnt, seid nicht still.“

Lasst uns machen einen Mann

412) Als der Schöpfer wünschte, den Menschen zu machen, erzitterten die oberen und unteren, weil alle Welten von seinen Werken abhängen, was immer auch geschehen mag. Es folgt, dass das Erschaffen des Menschen alle anging. Darum erzitterten sie; sie fürchteten, dass er sündigen könnte. Der sechste Tag war dabei, in seine Stufe aufzusteigen, bis der obere es so wünschte und der Beginn aller Lichter leuchtete. (?)

413) Er öffnete die östlichen Tore, weil aus ihnen das Licht heraustritt, um zur Welt zu leuchten. Es ist so, weil alle Handlungen in der Reihenfolge der Ausströmungen der Parzufim von SoN sein müssen. Sie müssen in ihrem Siwug wiederholte werden, um eine Neshama zu erzeugen. Die Reihenfolge der Parzufim von SN ist in wenigen Worten dargestellt: „Drei kommen aus einem; einer wird mit dreien belohnt.“ Es bedeutet, dass Seir Anpin zuerst für MaN zu ISHSuT und entscheidet dort zwischen rechts und links von ISHSuT auf der Chassadim Stufe, die dort auf dem Massach de Chirik hervortreten, dann sind die drei ineinander eingeschlossen, und drei Mochin ChaBaD kommen in ISHSuT heraus.

Drei, ChaBaD de ISHSuT kommen aus einem, Seir Anpin heraus, daher leuchteten jene drei Mochin dort durch die Unterwerfung der beiden Linien, weil der untere mit dem vollen Maß an Leuchten, was er oben verursacht, belohnt.

Somit müssen SoN diesen ganzen Weg noch einmal gehen, um die Seele von Adam HaRishon zu erzeugen, Zuerst muss Seir Anpin zu ISHSuT für MaN aufsteigen und zwischen der rechten und linken in ihnen entscheiden. Dieser Aufstieg von Seir Anpin zu ISHSuT wird hauptsächlich Jessod de Seir Anpin zugeschrieben, weil er der Träger vom Massach de Chirik ist. Der sechste Tag, Jessod de Seir Anpin, steigt in seinen Stufen für MaN durch den Willen des oberen, ISHSuT, auf und entscheidet dort zwischen der rechten und linken von ISHSuT. Aufgrund dieser Entscheidung erscheinen die drei Mochin ChaBaD in ihnen, weil drei aus einem kommen. Es folgt, dass der Beginn von all den Lichtern leuchtete, weil jene drei Mochin ChaBaD, die aus ISHSuT aufgrund der Entscheidung von Seir Anpin herauskamen, die ersten Mochin des Leuchtens von Chochma sind, welches in den Welten erscheint. Es ist so, weil Chochma de AA verhüllt war und nicht zu den Parzufim von Azilut leuchtet, und das gesamte Leuchten, welches in Azilut leuchtet, ist nur von Bina, welche wieder Chochma wurde, ISHSuT.

Somit sind diese Mochin, die in ISHSuT herauskamen und durch die Entscheidung von Seir Anpin vervollständigt wurden, die ersten Mochin in der ganzen Welt von Azilut.  Danach wurde Seir Anpin mit diesen drei Mochin belohnt, weil einer mit dreien belohnt wird. Dadurch öffnet sich das östliche Tor, gemeint ist, dass Seir Anpin, der „Osten“ genannt wird, öffnet, um in drei Mochin, wie ISHSuT, zu leuchten, weil das Licht aus ISHSuT zu Seir Anpin herauskommt.

Hier müssen wir festhalten, dass die vier Richtungen Spitznamen für die vier Bchinot ChuB TuM sind. In SoN sind sie ChuG TuM: der Süden ist rechts, Chessed; der Norden ist links, Gwura; der Osten ist Seir Anpin, Tiferet, die mittlere Linie, und der Westen ist Nukwa de Seir Anpin, Malchut, die von den drei Linien empfängt: Süden, Norden und Osten.

Der Süden, die Rechte, Chessed, enthüllte die Kraft seines Leuchtens, welche er vom Rosh, ISHSuT erbte, und er wird stärker im Osten, Seir Anpin. Sobald Seir Anpin die Mochin in den drei Linien von ISHSuT erhielt, dehnte er die rechte Linie, Chassadim für sich selbst aus, weil Seir Anpin im Grunde bedeckte Chassadim ist und kein Leuchten von Chochma braucht, die in der rechten Linie, dem Norden ausgedehnt ist. In Wahrheit jedoch dehnte er alle drei Linien aus – Süden, Norden und Osten – aber die rechte Linie, der Süden vergrößerte ihre Herrschaft und bedeckte und verhüllt die anderen Lichter. Das ist, sie herrschte vor und löschte die anderen aus.

Der Osten, Seir Anpin griff den Norden an, und enthüllte noch einmal das Leuchten der Linken, welches er von ISHSuT, dem Punkt von Shuruk ausdehnte. Der Norden erwachte und dehnte sich innerhalb von Seir Anpin aus und wandte sich an den Westen, Nukwa de Seir Anpin, sich mit großer Kraft zu nähern und sich mit ihm zu beteiligen. Dann erhob sich der Westen, die Nukwa, zum Norden und verband sich in ihm, weil die Struktur der Nukwa hauptsächlich von der Linken, dem Norden ist. Er wandte sich mit voller Kraft an den Westen. Es ist mit großer Kraft, weil das Leuchten des Nordens große Kraft besitzt, denn durch sein Leuchten erstarren alle Lichter in Malchut.

Danach kam der Süden, die Rechte, Chessed und hielt sich am Westen fest, der Nukwa. Es folgt, dass der Süden und der Norden – die Grenzen des Gartens – sie umringen, da, sobald die Nukwa sich mit dem Leuchten des Nordens, der erstarrten See verbunden hat, erstarrte sie bis Seir Anpin zurückkehrte und zu ihr den Süden, das Licht von Chassadim rechts, ausdehnte. Zu dieser Zeit kleidete sich das Leuchten von Chochma auf dem Norden auf den Süden, und ihre Lichter wurden geöffnet, um in den Welten zu leuchten. Dazu wurden diese beiden Lichter – Süden und Norden – gemacht, und hielten die Nukwa von den Klipot und Dinim ab, da der Südwind alle Dinim löscht und der Nordwind dämpft alle äußeren und die Klipot. Aus diesem Grund gelten sie als diejenigen, die sie behalten, wie ein Zaun, der die Fremden vom Garten fernhält?

Zu dieser Zeit paart sich Seir Anpin mit dem Westen, der Nukwa, und der Westen freut sich. Sie erkundigte sich über jeden und sagte: „Lasst uns einen Menschen machen, nach unserem Ebenbild“, damit er auf diese Art sein möge, in vier Richtungen – Süden, Norden, Osten und Westen und oben und unten, gemeint ist in WaK. Dann hält sich Seir Anpin an der Nukwa fest und brachte die Seele von Adam HaRishon hervor. Dies ist, warum Adam aus dem Ort des Tempels hervorkam, von Nukwa de Seir Anpin, die „der Tempel“ genannt wird.

414) “Und Gott sprach: “Lasst uns machen einen Menschen.“ Der Schöpfer sprach bedeutet, er dehnte die Unteren aus – die aus der Seite der Oberen kommen – der Name in der Zahl Adam, der Name Mem-Hej (45). Die Oberen sind ISHSuT, die nur zwei Linien, die rechte und die linke in Cholam und Shuruk haben, welche MI ELeH und verhüllt sind. Die Unteren sind SoN mit dem Massach de Chirik, dem Massach des Namens MA (Mem-Hej) auf der Stufe von Chassadim, die aus diesem Massach hervorkommt. Er entscheidet zwischen der rechten und der linken von ISHSuT und ISHSuT öffnen sich aus ihrer Enthüllung und drei Mochin ChaBaD kommen aus ihnen heraus, und drei kommen aus einer hervor.

Deswegen werden SoN auch diese Mochin zugestanden, weil die Untere mit dem vollen Maß belohnt wurde, das es in der Oberen verursachte. Es hieß: „Eine wird mit dreien belohnt.“ Dies sind die Unteren, die aus der Seite der Oberen hervorkommen.

An sich selbst eignen sich SoN nicht für die Mochin. Aber weil sie das Hervorlocken von Mochin oben hervorlockten, in ISHSuT, wurden sie mit ihnen belohnt. Darum gilt, dass die Mochin von SoN von den Oberen und nicht aus sich selbst kommen.

Als die Mochin de SoN aus ISHSuT ausgeströmt wurden, wurde auch die Seele von Adam HaRishon von SoN ausgeströmt. Sobald SoN die Mochin von ISHSuT und AwI empfängt und zu ihnen aufsteigt und sie kleidet, werden sie der Stufe von AwI und ISHSuT völlig gleich. Zu diesem Zeitpunkt strömen sie zu Adam HaRishon auf die gleiche Weise aus, die AwI sie ausgeströmt hat, da SoN jetzt als die Oberen gelten und die Seele von Adam als die Unteren. Folglich wurden zuerst SoN zu ISHSuT vermindert, wobei sie die Buchstaben ELeH zur Seele von Adam, dann erhoben sie sie zurück auf ihre Stufe und die Seele von Adam HaRishon erhob sich mit ihnen.

So wie bei ISHSuT wurden nun zwei Linien in SoN geschaffen, rechts und links, MI ELeH, deren Lichter verhüllt wurden. Jetzt hat Adam HaRishon den Massach des Punktes von Chirik, welcher der Massach des Namens MA ist, der zwischen den beiden Linien von SoN entscheidet und von ihnen aus ihre Verhüllung öffnet. Zu dem Ausmaß, mit dem die Seele von Adam HaRishon neue Mochin in SoN verursachte, wird auch er mit ihnen belohnt. Es folgt, dass das Hervorlocken der Mochin zur Seele von Adam HaRishon auch wie die Unteren war, die von den Oberen kommen.

Als der Schöpfer sagte: “Lasst und einen Menschen machen”, dann bedeutet dies, dass Er Mochin zu den Unteren ausdehnte, die von der Seite der Oberen kommen, die unteren, die den Massach de Chirik tragen, die sich dazu eignen, zwischen den beiden Linien in denjenigen über ihnen entscheiden können. Sie locken Mochin in den Oberen hervor und werden ihrer auch gewürdigt.

Die Bedeutung dieses Namens, MA in Gematria, ist wie die Nummer Adam. Die Bedeutung der mittleren Linie, die den Massach de Chirik vom Namen MA trägt, der ebenfalls in den Oberen entscheidet und von ihnen für sich selbst zieht, ist, dass die Gesamtheit in der Seele von Adam HaRishon herauskam und ausgeströmt wurde.

Adam ist aus der oberen Verhüllung und enthält die beiden Linien der Oberen von ISHSuT, rechts und links, die vor der Entscheidung der dritten Linie verhüllt waren. Adam ist auch die Buchstaben, der in sich die mittlere Linie hat, die als alle Unteren gilt, genannt „Buchstaben“, da die Oberen als Taamim Nekudot gelten und die Unteren als Otiot (Buchstaben gelten). Somit schließt der Mensch (Adam) alles, was oben und unten ist in sich ein.

Die drei Buchstaben sind Alef-Dalet-Mem (Adam/Mensch). Alef im Namen Adam zeigt nach oben, zu den oberen AwI, von denen sich die rechte Linie ausdehnt, MI. Die blockierte Mem (Endmem) im Namen Adam ist Mem im Vers: „Zur Vergrößerung Seiner Herrschaft“, in dem sie gewöhnlich mit einer (blockierten) Endmem geschrieben steht, so wie am Ende des Wortes. Es zeigt auf ISHSuT, von dem sich die linke Linie ELeH ausdehnt.

Der untere Dalet im Namen Adam ist im Westen verhüllt. Dieser Dalet ist in der Nukwa von Chase de Seir Anpin und unten, genannt Westen eingeschlossen. Massach de Chirik ist damit gemeint, welchen die Nukwa, genannt „Westen“ trägt. Dadurch kommt die Stufe von Chassadim hervor und wird die mittlere Linie, die zwischen der rechten, dem Alef von Adam und der linken, der Mem von Adam bestimmt.

Dies sind alle Mochin von oben und unten, da Mochin in ISHSuT und SoN durch diese drei Arten herauskommen. Sie kommen auch aus der Seele von Adam HaRishon. Nachdem sie oben in SoN durch das Bändigen des Massachs von Adam errichtet wurden, wurden sie ebenfalls in Adam selbst eingerichtet, da der Untere mit all dem Ausmaß an Licht, das er oben verursacht, belohnt wird.

415) Die Buchstaben Alef Dalet Mem enthüllten neue Mochin de ChaBaD in SoN, als sie zur Seele von Adam HaRishon herabstiegen. In ihrer Ganzheit sind sie wie eins, in der Entscheidung der mittleren Linie und ihrer Hitkalelut ineinander. Somit ist der Mensch im Männlichen und im Weiblichen. Die Chassadim in der Seele werden als männlich angesehen und die Gwurot als weiblich. Das Weibliche wurde an seine Seite angeheftet, bis Er den Schlaf auf ihn senkte und er schlief und er wurde an den Ort des Tempels darunter gelegt.

416) Der Schöpfer sägte ihn, gemeint ist, Er trennte das Weibliche vom Männlichen, und richtete sie her, wie man eine Braut schmückt. Und Er brachte sie zu ihm, und es steht geschrieben „Und Er nahm eine seiner Rippen“, Er nahm eine, weil er zwei Rippen besaß, und Er nahm eine von ihnen. Die Rippe, die er nicht nahm, ist die erste Lilit, die Adam HaRishons Frau war, und die von ihm entfernt wurde.

417) Lilit wurde nicht zur Hilfe gegen ihn gemacht, wie es geschrieben steht “Und für den Menschen fand er keine Hilfe, die gegen ihn gemacht wurde, da sie die böse Klipa war, und Er traute ihr nicht. Bis zu diesem Zeitpunkt war sie bei ihm, wie geschrieben steht „Es ist nicht gut für einen Menschen alleine zu sein; Ich werde eine Hilfe für ihn machen, die gegen ihn ist“, denn sie wurde von ihm entfernt. Adam war der letzte, der geschaffen wurde, darum musste ein ganzer Mensch auf die Welt kommen. Und darum wurde Lilit von ihm entfernt und an ihrer Stelle wurde ihm Eva gegeben.

Denn nicht hatte regnen lassen der Ewige, Gott

418) “Und alles Gewächs des Feldes war noch nicht auf der Erde… denn nicht hatte regnen lassen der Ewige, auf die Erde.“ „Und alles Gewächs des Feldes war noch nicht“ sind große Bäume nach der Pflanzung, aber sie waren noch klein. „Und alles Gewächs des Feldes war noch nicht“, bedeutet nicht, dass sie noch nicht existierten, sondern, dass sie noch klein waren.

419) Adam und Eva wurden nebeneinander erschaffen. Warum wurden sie nicht von Angesicht zu Angesicht erschaffen? Weil es geschrieben steht „denn nicht hatte regnen lassen der Ewige, Gott“, und der Siwug de SoN war noch nicht fertig wie er sein sollte. Als Adam und Eva von unten eingerichtet wurden und von Angesicht zu Angesicht zurückgegeben, wurden sie oben ebenfalls von Angesicht zu Angesicht errichtet.

Zuerst waren Adam und Eva zwei Parzufim, weil Eva als Adams linke Linie galt und nicht als alleiniger Parzuf erachtet wurde, da der Siwug of SoN, der sie erzeugte, noch unvollständig war, wie es geschrieben steht „Denn nicht hatte regnen lassen der Ewige auf die Erde“, gemeint ist, dass der Siwug von SoN noch nicht an seinem Ort war. Dies ist deswegen, weil der Herr Seir Anpin ist, Erde ist seine Nukwa, und SoN waren noch nicht von Angesicht zu Angesicht errichtet, bevor Adam und Eva von Angesicht zu Angesicht eingerichtet waren.

Der Grund dafür ist, dass es zwei Iburim (Pl. von Ibur. Empfängnis) für jede Stufe gibt.  Während der ersten Ibur erlangt er WaK ohne Rosh, und in der zweiten Ibur erlangt er Gadlut. Jeder Obere erhebt seinen Unteren dazu in der ersten Ibur und korrigiert ihn. Doch bei der zweiten Ibur erhebt sich der Untere selbst zu seinem Oberen, indem er MaN erhebt. Es ist so, weil die erste Ibur beim Erhalten des Oberen von Gadlut geschieht, was noch nicht von Angesicht zu Angesicht ist, PbP, sondern in Mochin de Achoraim, die ihm die Buchstaben ELeH zurückgeben, die von ihm gefallen sind.  Sie kommen mit ihrem Unteren, denn der Untere erhebt sich zusammen mit ihnen, weil er an die Buchstaben ELeH angehaftet sind. Somit erhebt der Obere während der ersten Ibur den Unteren.

Sobald der Untere dort Katnut empfängt und den Wunsch hat, Mochin zu empfangen, erhebt er sich von selbst zum Oberen für MaN. Dadurch paart sich der Obere und dehnt seinen zweiten Gadlut aus, wobei er den Oberen mit einem Siwug PbP korrigiert, und gibt Mochin den Unteren. Somit ist der Obere ebenfalls in Mochin de Achoraim, solange wie der Untere sich nicht für MaN um Oberen erhob, um Mochin de PbP zu empfangen. Und weil der Untere der Ursache und Grund für das Hervorlocken der Mochin de PbP im Oberen ist, gilt, dass der Untere dem Oberen vorangeht, weil das spirituelle Erste und Nächste Ursache und Wirkung bedeutet.

420) Woher wissen wir das? Wir erfahren es vom Versammlungszelt, wie geschrieben steht “Das Versammlungszelt wurde errichtet”, was darauf hinzeigt, dass noch ein Zelt daneben zusammen errichtet wurde, ein Versammlungszelt von Oben, die Nukwa. Das Versammlungszelt oben wurde nicht vor der Errichtung des unteren aufgestellt. Auch hier, als es unten aufgestellt wurde, als Adam und Eva PbP erlangten, wurde es oben errichtet, gemeint ist, SoN von Oben erlangten PbP. Und weil es noch nicht oben aufgestellt war, gemeint ist, SoN waren noch nicht in PbP fertig, waren Adam und Eva noch nicht in PbP erschaffen.

Er beweist, dass SoN noch nicht in PbP waren, wie es geschrieben steht “ Denn nicht hatte regnen lassen der Ewige, Gott“, darauf hinweisend, dass sie keinen PbP Siwug hatten, weil „der Ewige“ Seir Anpin ist und Nukwa ist die Erde. Aus diesem Grund endet der Text mit „Und es gibt keinen Menschen“, gemeint ist, dass es nicht war, wie es sein sollte, PbP, sondern in zwei Parzufim.

421) Als Eva vollendet war,  abgesägt und mit ihm PbP geschaffen war, war Adam fertig. Vorher war Adam noch nicht fertig, weil Eva verglichen mit Adam als die untere galt, und sie daher der Grund ist, die Mochin von Adam hervorzulocken. Soweit war der Buchstabe Samech in diesem Abschnitt nicht geschrieben, weil Samech auf die Nukwa deutet, und sie war noch nicht in Adam eingeschlossen, in zwei Parzufim.

Der Grund, warum es hieß “ Soweit war der Buchstabe in diesem Abschnitt noch nicht geschrieben” und es hieß nicht “In der Tora”, ist, dass es Samech im vorherigen Abschnitt gab, wie es geschrieben steht “Sovev” (umringend) die gesamte Erde, und nur in diesem Abschnitt gibt es keinen Samech, bis es geschrieben steht “Und verschloss (Jisgor) Fleisch an ihrer Stelle.

Obwohl Adam HaRishon eine Nukwa vor der Einrichtung von Eva besaß, deren Name die erste Lilit war, gemeint ist, dass sie einen Samech hatte, bevor Eva erschaffen wurde, aber Samech bedeutet Hilfe, die Hilfe von SoN oben, sobald sie zu PbP zurückgegeben wurden. Es ist so, weil PbP als männlich und weiblich gelten und das Weibliche kam neben einer anderen, und stärkten sich somit gegeneinander, denn so wie Nukwa von Seir Anpin gestärkt wird, so wird Seir Anpin von der Nukwa mit dem Leuchten von Chochma gestärkt.

Es steht geschrieben “Immer und ewig nebeneinander, in Wahrheit und Gradheit gemacht.“ „Nebeneinander“, da männlich und weiblich nebeneinander sind, PbP. Dies erklärt, warum Lilit nicht Samech genannt wurde, weil sie keinen Beistand oben verursachte, gemeint sind Mochin de PbP.

422) “Denn nicht hatte regnen lassen der Ewige, Gott auf die Erde“, gemeint ist, dass SoN immer noch nicht PbP waren, weil einer den anderen unterstützte. Son PbP unterstützen Adam und Eva, damit sie PbP sein können. Ähnlich unterstützen Adam und Eva PbP den SoN, damit er PbP wird. . Die untere Welt, Adam und Eva, die Bewohner dieser Erde, zurzeit, als diese errichtet wurde und Adam und Eva wieder zu PbP und errichtet wurden, war der Samech oben, und SoN wurden ebenfalls wieder PbP.

Davor, bevor SoN wieder PbP wurde, war unten die Arbeit nicht so, wie sie sein sollte. Die Arbeit und die Struktur von Adam und Eva PbP konnten nicht ausgeführt werden, weil „Denn nicht hatte regnen lassen der Ewige, Gott, die Erde“, gemeint ist, dass SoN immer noch nicht PbP waren.

Somit hängen sie alle voneinander ab. SoN hängen von PbP von Adam und Eva ab und umgekehrt – Adam und Eva hängen von SoN ab. PbP de SoN hängen nur davon ab, dass Adam Man erhebt, und PbP von Adam hängen von den Mochin von PbP von SoN ab. Die Mochin von PbP von SoN gehen notwendigerweise den PbP von Adam und Eva voraus, aber weil Adams MaN der Grund für das Hervorlocken von Mochin de PbP de SoN sind, gilt es, dass sie vorangehen, weil das Erste und das Nächste in der Spiritualität, in der es keine Zeit gibt, Ursache und Wirkung bedeuten.

423) “Ein Dunst aber stieg auf von der Erde.“ Dies ist die Korrektur von unten, des Menschen, der PbP von SoN vorausgehen. Danach „und tränkte die gesamte Fläche des Bodens,“ als PbP von SoN herauskamen. Seir Anpin wässert Malchut, den Boden, da “Ein Dunst aber stieg auf von der Erde“, bedeutet, dass das Verlangen von Nukwa wird zum Mann aufsteigen, denn das Erheben des MaN des Unteren zum Oberen, wird als das Verlangen der Frau für den Mann erachtet.

Jeder Obere und Untere ist männlich und weiblich, und der Untere gilt als Nukwa, verglichen zu seinem Oberen. Auch gilt MaN erheben als ihr Verlangen, weil es nur durch die Kraft des Verlangens sich erhebt. „Ein Dunst aber stieg auf von der Erde“ bedeutet, dass MaN sich von der Nukwa erhebt, vom unteren Menschen, was als Nukwa verglichen zu SoN gilt, seiner Oberen, und dann kommen PbP von SoN heraus, „und tränkte die gesamte Fläche des Bodens.“

Warum ließ Er es nicht regnen? Weil SoN keine SoN waren, weil es noch keine Korrektur gab, von der es geschrieben steht „Ein Dunst aber stieg auf von der Erde“, womit gemeint ist, dass Adam noch nicht MaN zu SoN erhoben hat, und ohne Adams MaN kommen Mochin de PbP von SoN nicht heraus. Aus diesem Grund erwachte die Arbeit von PbP in SoN von der unteren Erde, von Adam und Eva.

424) Zuerst steigt Rauch von der Erde auf und die Wolke erwacht. Danach verbindet sich alles miteinander. Ähnlich wie beim Erheben von MaN, was in dieser Welt üblich ist, wenn es nur so gießt. Zuerst steigen Dunst und Rauch von der Erde auf, von unten nach oben, Von ihnen aus erwachen die Wolken oben, die von oben nach unten die Regengüsse bringen.

Zur gleichen Zeit erwacht das Opferfeuer, welches auf dem Altar brennt und steigt im Erheben von MaN von unten nach oben in SoN auf und schafft oben ein Ganzes. Mochin PbP kommen in sie, welche die Ganzheit von SoN sind und alles verbindet sich miteinander . Mochin de PbP kommen heraus und paaren sich oben und unten mit PbP.

Ähnlich wie oben  – in den Oberen selbst – beginnt das Erwachen immer vom Unteren zum Oberen und dann ist alles vollendet. Oben auch erhebt jede Stufe MaN zu ihrer angrenzenden oberen und die oberen erhebt zu ihrer darüber. Jeder erhebt MaN, zuerst zu den höchsten, dann wird die Fülle von Ejn Sof von oben nach unten geschüttelt und steigt von Stufe zu Stufe herab, von jeder oberen zu ihrer darunterliegenden, bis sie alle herunterkommen.

Bezüglich MaN daher geht jede Untere ihrer Oberen voraus. Mit Bezug auf MaD verteilten die Mochin von oben, wobei jede Obere ihrer unteren vorausgeht. Wenn die Versammlung Israels, Nukwa anfänglich noch nicht erwacht, dann würde auch Seir Anpin ihr gegenüber oben nicht erwachen. Durch das Verlangen unten war sie oben vollendet.

Dies begründet die Notwendigkeit, MaN für Mochin zu erheben. Wir sollten es von der Nukwa mit Seir Anpin verstehen, wo Seir Anpin bedeckte Chassadim ist und nie für Chochma erwacht wie Bina, aber Nukwa braucht das Leuchten von Chochma. Es folgt, dass, solange Nukwa kein MaN zu Seir Anpin erhebt, braucht Seir Anpin auch nicht Mochin von Arich Anpin auszudehnen. Doch dem Erheben von MaN seitens der Nukwa folgend, dehnt er Mochin des Leuchtens von Chochma von Arich Anpin für sie aus, und sie erlangen Mochin de PbP.

Diese Begründung reicht für alle Stufen in Azilut aus, weil sie sich alle in Chassadim befinden, und nur die Nukwa benötigt das Leuchten von Chochma. Danach erheben sich SoN für die Geburt von SoN zur Stufe von AwI und Nukwa wird wie Ima in bedecken Chassadim. Nun folgt, dass nur die untere Eva das Leuchten von Chochma benötigt, anstelle der Nukwa de Seir Anpin, die des Leuchtens von Chochma bedarf. Daher sind nun Mochin von Adam abhängig von Eva, die ihre obere erweckt, Adam, um MaN zu SoN zu erheben und das Leuchten von Chochma auszudehnen. Ebenso sind SoN ihren oberen gegenüber usw. bis zur Ausdehnung der Fülle, die aus Ejn Sof kommt.

 

425) Warum steht es geschrieben “Und der Baum des Lebens im Garten und der Baum der Erkenntnis von Gut und Böse”, wenn doch der Baum der Lebens nicht in der Mitte des Gartens ist? Vielmehr ist der Baum des Lebens 500 Jahre weit entfernt, und alle Wasser von Bereshit teilen sich darunter. Es sind 500 Jahre, weil der Baum des Lebens genau in der Mitte des Gartens ist, die als die mittlere Linie gilt, und daher die fünf Sefirot  einschließt, von denen jede ein Hundert ist, und dem Garten, Malchut, Jahr,  weitergibt. Dies ist die Bedeutung des Baums des Leben, 500 Jahre entfernt zu sein, dass er geht und die fünf Sefirot KuChuB TuM in Bina dem Jahr, der Malchut und dem Garten gibt. Er nimmt auch die Wasser von Bereshit, alle Mochin in Bina, die zur Chochma zurückkehrte, die Reshit genannt wird, und sie teilen sich unter ihr.

 

426) Warum sind alle Wasser von Bereshit unter dem Baum des Lebens geteilt? Der Fluss, der sich aus Eden erstreckt, Bina, ist doch auf dem Garten und betritt ihn. Genauer, die Mochin, die der Baum des Lebens im Garten erleuchtet, sind aus dem Fluss, von Bina, und von Bina aus teilen sich die Wasser in mehrere Seiten, weil Mochin nicht in Bina leuchten, sondern in den drei Punkten Cholam, Shuruk und Chirik, welche die geteilten drei Seiten, rechts, links und mittlere der Mochin sind. Der Garten nimmt alle drei Seiten in den Mochin, dann kommen sie heraus und werden von

Da der Garten Mochin in der Teilung in drei Seiten empfing – rechts, links und mittel – um den Unteren zu geben, empfangen sie ebenfalls durch die Teilung in drei Seiten, wie es geschrieben steht „Wird alle Bestien im Walt sättigen“, wo jede der unteren von ihrer entsprechenden Bchina in den Mochin de Nukwa empfängt.

 

Die Mochin kommen aus der oberen Welt, Bina heraus, wo sie aus den drei Seiten hervortreten, und Bina wässert die Mochin zu diesen oberen Bergen der reinen Sharon Frucht, die ChaGaT de Bina sind. Danach, wenn sie von ChaGaT de Bina den Baum des Lebens, Seir Anpin und auch die Mochin erreichen, teilen sie sich in jede Seite je nach ihrer Art – rechte, linke und mittlere. Daher teilen sie sich auf diese Weise im Garten, den sie vom Baum des Lebens erhalten und ebenso in BJA, die vom Garten empfängt.

427) Der Baum der Erkenntnis steht in der Mitte zwischen Gut, rechts und dem Bösen, links. Warum wird er so genannt, wenn dieser Baum nicht in der Mitte ist, sondern sich mehr nach links als nach rechts neigt? Es ist so, weil er von beiden Seiten saugt, rechts und links. Er kennt diejenigen, an denen er sich festhält, wie einer, der vom Süßen und Bitteren saugt. Und weil er von beiden Seiten saugt und sie kennt, während er sich an ihnen festhält und in ihnen ist, wird er „gut und böse“ genannt.

Darum wird die Nukwa “Baum der Erkenntnis“ genannt, da es zwei Punkte in der Nukwa gibt: Einer ist von Bina vermindert, die gut ist, und einen, der in ihr und aus ihr nicht vermindert ist, und sie ist böse. Sie saugt von beiden zusammen, und darum wird sie „der Baum der Erkenntnis“ genannt.

428) Alle Pflanzungen, die Sefirot von Malchut, sind auf den beiden Punkten, gut und böse, weil diese Punkte Jessod von Nukwa sind, die unter allen Sefirot ist. Auch die anderen Pflanzungen, die oberen – ChaGaT NeHJ de Seir Anpin – halten sich an ihr fest, aus denen Nukwa während ihrer Gadlut gebaut ist. Sie werden „die Zedern aus dem Libanon“ genannt. Die Zedern vom Libanon sind jene sechs oberen Tage, die sechs Tage von Bereshit, wie es geschrieben steht „Die Zedern vom Libanon, die er gepflanzt hat“, denn sie sind sicherlich Planzungen, da sie nach ihrer Entwurzelung aus ihren Orten existierten und woanders hingepflanzt wurden.

 

429) Von nun an wird Samech in dem Abschnitt geschrieben, der Samech in den Worten „und schloß Fleisch an ihrer Statt“. Dies ist so, da Eva als Unterstützung unterschieden wurde.  Zuerst war Eva an seiner Seite angeheftet, und sie waren Seite an Seite zusammen. Ganz sicher entwurzelte der Schöpfer sie, wie es geschrieben steht „und es baute der Ewige die Rippe“. „Der Ewige“ ist AwI, gemeint ist SoN, der sie einkleidete, AwI, und wie sie wurde. Sie erhoben Eva zu sich und bauten sie als einen besonderen Parzuf, Panim be Panim, und Adam und Eva wurden wieder zwei Parzufim Panim be Panim. Dadurch existierten sie als Ganzes.

 

Vor dem Abschnitt im Vers “Und schloß Fleisch an ihrer Statt” galt Eva nicht als Unterstützung für Adam, gemeint sind die beiden Parzufim, Panim be Panim, sondern zwei Parzufim Seite an Seite. Sobald der Schöpfer Eva jedoch entwurzelt hat, wie geschrieben steht „und es baute der Ewige die Rippe, wurde Eva von nun an eine Stütze, weil sie zu Panim be Panim zurückkehrten. Dies ist, warum Samech sofort nach dem Entwurzeln geschrieben wurde, wie geschrieben steht „und schloß Fleisch an ihrer Statt.“ Ebenso wurden auch die oberen Welten, SoN, unterstützt. Zuerst waren sie zwei Parzufim und dann erschaffen, die die oberen AwI sind, entwurzelte sie und erhob die Nukwa zu ihnen, erbaute sie, und gewährte SoN, ganz zu existieren, gemeint ist in Panim be Panim.

430) Adam und Eva werden “Pflanzungen” genannt, wie es geschrieben steht “Der Abkömmling Meiner Pflanzungen, die Arbeit Meiner Hände, mit denen zu preisen“. „Die Arbeit meiner Hände“ meint Adam und Eva, mit denen kein Geschöpf sich beschäftigt, sondern nur der Schöpfer allein“. Sie werden vom Schöpfer Abkömmling Meiner Pflanzungen“, wie es geschrieben steht „Schon am Tage, da du gepflanzt, zogest du groß und am Morgen machest du aufsprossen dein Eingesätes, Trauer der Ernte erschallt am Tage des Besitzes und unheilbare Wehe.

An dem Tag ihrer Einpflanzungen in die Welt, sündigten sie. Er spricht von Adam HaRishon und nennt sie „Pflanzen“ wie es geschrieben ist, „Am Tage da du gepflanzt“.

431) Die Pflanzungen, SoN, waren so klein wie die Fühler von Heuschrecken, ihr Licht war schwach und sie leuchteten nicht. Sobald sie woanders gepflanzt wurden, gemeint ist, sie stiegen zu AwI auf und wurden korrigiert, wuchsen ihre Lichter und sie wurden „Die Zedern vom Libanon“ genannt. Ähnlich wie Adam und Eva, bevor sie woanders , in SoN gepflanzt wurden, wuchsen sie nicht im Licht und strömten keinen guten Geruch aus. Natürlich wurden sie von ihrem Ort entwurzelt und oben in SoN gepflanzt, und sie wurden ordentlich korrigiert.

Allgemeine Erklärung aller vierzehn Gebote, und wie sie sich auf die sieben Schöpfungstage aufteilen

Allgemeine Erklärung aller vierzehn Gebote, und wie sie sich auf die sieben Schöpfungstage aufteilen

1) Die 613 Gebote der Tora werden in der Sprache des Sohar sowohl Pekudin – Einlagen genannt, und auch Ezot – Ratschläge. Und der Unterschied zwischen ihnen besteht darin, dass es bei allem eine „Vorderseite (Panim)“ und eine „Rückseite (Achor)“ gibt, wobei die Vorbereitung auf etwas als „Rückseite“ bezeichnet wird, und das Erlangen davon als „Vorderseite“. Deshalb gibt es auch hinsichtlich der Tora und den Geboten ein „Wir werden tun“ und ein „Wir werden hören“, wie geschrieben steht: „Diejenigen, die Sein Wort ausführen, um die Stimme Seines Wortes zu hören“ – zuerst „tun“ und dann „hören“. Wenn man die Tora und Gebote ausführt, bevor man mit dem Hören belohnt wird, werden diese Gebote 613 Ratschläge (Ezot) genannt, was die Vorbereitung ist, bzw. die Rückseite (Achor). Und wenn man mit dem Hören belohnt wird, dann werden diese 613 Gebote zu Pekudin – Einlagen, von dem Wort Pikadon, Hinterlegung.

Denn es gibt 613 Gebote, und in jedem Gebot ist das Licht einer einzigartigen Stufe hinterlegt, die einem bestimmten Organ in den 613 Organen (Ewarim) und Sehnen (Gidin) der Seele und des Körpers entspricht. Und es stellt sich heraus, dass die Erfüllung des Gebots jene Lichtstufe, die diesem Organ und Sehne entspricht, zu dem entsprechenden Organ in der Seele und im Körper anzieht. Dies ist die Vorderseite bzw. das Gesich (Panim) der Gebote, folglich werden die Vorderseite der Gebote Pekudin – Einlagen genannt.

Hinsichtlich dessen erklärt Rabbi Shimon die vierzehn Gebote, die zuvor genannt werden, denn diese vierzehn schließen alle 613 Gebote ein, so wie die sieben Tage zu Beginn der Schöpfung alle 7000 Jahre einschließen. Darum hat er sie in sieben Schöpfungstage unterteilt und verband jede von ihnen mit dem ihr zugeschriebenen Tag. Und weil sie alle 613 Gebote beinhalten, sollte man sich immer bemühen sie jeden Tag zu erfüllen, soweit wie möglich.

2) Das erste Gebot ist die Furcht, weil „Er groß ist und über alles herrscht“, dies enthält die gesamten Tora und Mizwot, die Stufe von AwI de Azilut, Yud von HaWaYaH, Awira Dachja (Reine Luft) von GaR de Bina.

„Groß“ bezieht sich auf den Höheren Aba, in welchem Chochma Stimaa (Verborgene Chochma) de AA, Yud, verborgen ist.

„Über alles herrscht” bezieht sich auf die Höhere Ima, die Füllung Waw-Dalet von Yud. Und weil Chochma Stimaa de AA in ihnen verborgen ist, gemeint ist, dass die Welten sich vor Gmar Tikun nicht zum Empfangen von ihr in ihnen eignen, deshalb geben sie nur Or Chassadim, genannt Awira Dachja. Aufgrund dessen haben sie den Ausspruch „Im Anfang erschuf Gott“ enthüllt, weil es ein seltsamer Ausspruch ist, denn der Sprecher ist nicht erwähnt.

Der zweite Ausspruch „Und die Erde war öde und wüst, und Finsternis über dem Angesicht des Abgrunds, und der Geist Gottes” ist die Strafe für denjenigen, der das Gebot der Furcht nicht einhält. Es gibt vier Todesarten: ‚Öde‘ ist Erwürgen, ‚Wüst‘ ist Steinigung, ‚Finsternis‘ ist Verbrennen und ‚Geist‘ ist Töten mit dem Schwert.

3) Das zweite Gebot ist die Liebe auf beiden Seiten, auf der Seite von Chessed (Güte, Barmherzigkeit) und auf der Seite des strengen Din (Gerichtsurteil). Auch muss man immer die Furcht in die Liebe miteinschließen, und nicht das eine vom anderen trennen. Wir müssen die Furcht in die Liebe sowohl auf der Seite von Chessed, als auch auf der Seite des strengen Din miteinschließen. Dies ist die Stufe von ISHSuT de Azilut, SaT de Bina, welche auch geteilt werden in GaR, Höhere AwI, und in SaT, ISHSuT. Dies ist der erste Ausspruch „Und es werde Licht“, welcher das Licht ist, das am ersten Tag der sechs Schöpfungstage erschaffen wurde, als Adam es sah von einem Ende der Welt bis zum anderen Ende. Der Schöpfer sah, dass die Welt sich noch nicht für ihren Gebrauch eignete. Er stand und verbarg sie für die Gerechten in der nächsten Welt.

Es hieß „Und es werde Licht“ für „Diese Welt“ und „Es werde Licht“ für die „Kommende Welt“.  Zuerst gab ISHSuT dieses große Licht nach unten in diese Welt. Und dann – um die Eigenschaft der Liebe auf beiden Seiten zu offenbaren – stand Er und verbarg es für die nächste Welt, für AwI in ISHSuT von ihrem  Chase aufwärts, was die „Kommende Welt“ heißt. Dieses Licht leuchtet nicht mehr von Chase von ISHSuT abwärts, welche ISHSuT de ISHSuT genannt werden, TaNHJ in ihnen, die sich in Seir Anpin einkleiden. Denn so wie sie sich in Seir Anpin einkleiden, werden sie bereits als Aspekt „Diese Welt“ bezeichnet.

4) Als das Licht für die nächste Welt verhüllt wurde, kam das strenge Din am zweiten Schöpfungstag im Ausspruch „Und es werde eine Ausbreitung mitten in den Wassern und sie scheide zwischen den Wassern und den Wassern“. Darum hieß es, dass die Hölle am zweiten Tag erschaffen wurde, denn sie ist das strenge Din, das das Einhalten des Gebots der Liebe auf beiden Seiten ermöglicht – auch auf der Seite des strengen Din – selbst wenn Er seine Seele nimmt, so wie geschrieben steht: „Und du sollst den Ewigen von ganzem Herzen lieben, mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft“. Diese Eigenschaft der Liebe, der er auf der Seite von Chessed würdig wurde, wird sich überhaupt nicht vermindern, auch wenn Er seine Seele und Kraft wegnimmt.

In der Tat kam dieses strenge Din nur von unterhalb der Ausbreitung hervor, im unteren Wasser, in Malchut, Nukwa de Seir Anpin, Rachel, die von seinem Chase abwärts steht. Denn „Von Chase abwärts“ deutet in jedem Parzuf auf unterhalb der Parssa hin, der dort steht, die Ausbreitung, die zwischen den Höheren und unteren Wassern in ihm trennt. Somit ist es von Chase abwärts in jedem Parzuf das untere Wasser eines jeden Parzuf.

5) Das dritte Gebot ist zu wissen, dass es in der Welt einen großen und regierenden Gott gibt und Ihn richtig in den Höheren WaK und unteren WaK zu vereinen, genannt „Höhere Vereinigung“ und „Untere Vereinigung“. Die sechs Worte im Ausspruch „Höre Israel“ sind die Vereinigung der Höheren WaK und die sechs Worte im Ausspruch „Gelobt sei der Name der Herrlichkeit Seines Königreichs für immer und ewig“ sind die untere Vereinigung.

Denn als die Eigenschaft der Furcht im Ausspruch „Im Anfang erschuf Gott“ erschien und die Eigenschaft der Liebe, von der Seite von Chessed, im Ausspruch „Und es werde Licht“ für die nächste Welt, mit der Verhüllung für die nächste Welt am ersten Tag des Schöpfungsaktes; und die Eigenschaft von hartem Din am zweiten Tag erschien, im Ausspruch „Lasst dort ein Firmament sein“, wurde uns Raum gegeben Ihn in der Liebe auf beiden Seiten zu vereinen. Dies ist alles, das benötigt wird, denn die Eigenschaft der Liebe ist ohne dies unvollständig. So haben wir die Kraft, diese Vereinigung in Vollständigkeit zu vollbringen.

Dies ist das dritte Gebot, der dritte Tag des Schöpfungsaktes. Durch ein Erwecken von unten mit Tora, Gebet und guten Taten, genannt „Erheben von MaN“ erheben wir die Unterscheidung „Von Chase von SoN de Azilut aufwärts“ zu AwI de ISHSuT, und er empfängt von ihnen Mochin von „Und es werde Licht“, welches die Liebe seitens Chessed ist, von Chase von ISHSuT aufwärts. Dieses Maß an Licht wird WaK de Seir Anpin genannt und ist Höhere WaK, höheres Wasser von Chase aufwärts, die nächste Welt, wo es das Licht des ersten Tages gibt.

Es wird WaK genannt, da es auf einen Mangel an CHaBaD weist, da das Empfangen des ganzen Lichts erfordert, dass der Parzuf alle zehn Kelim, genannt CHaBaD CHaGaT NeHJM, besitzt. Da wir nicht den ganzen Parzuf von SoN zu AwI de ISHSuT erhoben haben, sondern nur den Teil in ihm von Chase aufwärts, CHaBaD CHaGaT, da wir aufgrund des harten Din dort, welches das untere Wasser ist, nichts erheben konnten von Chase abwärts.

Da wir nur sechs Kelim von Chase de Seir Anpin aufwärts erheben konnten, empfangen wir nur sechs Lichter. Somit kleiden sich die sechs Lichter CHaGaT  NeHJ in sechs Kelim CHaBaD CHaGaT de Seir Anpin ein, und es gibt dort keinen Platz um die drei Lichter CHaBaD zu empfangen, aufgrund der Abwesenheit von NeHJ de Kelim von seinem Chase abwärts, welche sich nicht zu AwI erheben konnten, wegen ihrer Awiut (Grobheit) und dem hartem Din in ihrem Innern.

Es folgt, dass wir nun nur WaK de Seir Anpin vereinen, in Ermangelung von GaR der Lichter, wegen der Abwesenheit der unteren drei der Kelim.

Und gegenüber jenen sechs Lichtern CHaGaT NeHJ, gibt es sechs Worte im Ausspruch „Höre Israel“, welche nur in der Höheren Vereinigung empfangen vom Höheren Wasser von Chase aufwärts, in den Mochin der Liebe, nur von der Seite von Chessed her.

6) Jedoch sollte in jene Mochin de WaK auch die Furcht eingeschlossen sein, in der Verhüllung des Lichts, welche am Platz von Chase de ISHSuT abwärts ausgeführt wurde. Es wird „trocken“ und „wüst“ genannt, denn das Licht verblieb vollständig in Chase aufwärts. Abwärts von Chase wurde es trocken und des Lichts entleert. Dies ist das große Dalet in Echad („Eins“), welches auf NeHJ de Twuna weist, welches von diesem Licht getrocknet wurde.

Dieses Trockene wird in Nukwa de Seir Anpin von Chase aufwärts empfangen, von Lea, die sich mit ihm zu AwI erheben kann, da sie von seinem Chase aufwärts stammt. Doch nun kann die kleine Nukwa, Rachel, nicht mit Seir Anpin in einer Höheren Vereinigung aufsteigen, da sie als unteres Wasser von Chase abwärts betrachtet wird, welches der Platz des harten Din ist.

Diese Höhere Vereinigung, wo geschrieben steht „Lasst die Wasser an einem Ort zusammenfließen, und lass das Trockene erscheinen“, wird am dritten Tag des Schöpfungsaktes gesprochen, als sich die Stufen unterhalb des Himmels an einem Ort versammelten, um in Vollständigkeit für WaK zu sein. „Und lass trockenes Land erscheinen“ bedeutet, diese Stufen von Seir Anpin ebenso an das Dalet in Echad anzuschließen, genannt „trockenes Land“, welches von Lea empfangen wird, der großen Nukwa von Seir Anpin, von Chase aufwärts. Dies vervollständigt die Höhere Vereinigung und dies ist das erste „Es war gut“, welches am dritten Schöpfungstag gesprochen wurde.

7) Nachdem das Trockene in die Höhere Einheit eingebunden war, in Lea, Nukwa de SA, muss es ebenfalls unten eingebunden sein, in WaK von unterhalb, welche da sind: „Gelobt sei“, „der Name“, „der Herrlichkeit“, „Seines Königreiches“, „für immer“ „und ewig“. Denn, nachdem es sich ausgebreitet hat und abgestiegen ist vom Chase aufwärts von SoN, mit den Mochin in den sechs Worten „Höre Israel“, zu seinem Platz unterhalb, verbindet es sich mit seinen NeHJ wie vorher zu einem einzigen Parzuf.

NeHJ kann nicht die Mochin der Höheren Vereinigung empfangen, welche die nächste Welt und das Höhere Wasser sind, da sie von Chase abwärts, dem unteren Wasser kommen. Das Trockene jedoch, welches in diese Mochin eingeschlossen war, kann noch absteigen und unter Chase de Seir Anpin empfangen werden, da es hauptsächlich vom unteren Wasser, von ISHSuT kommt, dem Platz, von dem das Licht fortging.

Deshalb sollten wir Lea ausbreiten, das Trockene, zum Platz von Rachel, von Chase abwärts. Dann wird, was trockenes Land war, ein früchtehervorbringendes Land mit Nachkommen und geeignet zum Bäume pflanzen. In der Vereinigung unten „Gelobt sei der Name der Herrlichkeit seines Königreiches für immer und ewig“, wenn es Erez (Erde) wird, ist es ein vollkommenes Verlangen.

Obwohl Seir Anpin seine Mochin von Chase aufwärts empfing und nach unten zu seinem Platz abstieg, konnte er sie nicht seiner Nukwa, Lea, geben, da sie das Trockene von Twuna erhielt, welches für den Empfang von Licht ungeeignet ist, weil die Macht der Verhüllung es beherrscht. Darum wird Lea zu der Zeit als Platz der Verwüstung angesehen, der keine Früchte trägt. Aus diesem Grund gab es keine Vollkommenheit in Seir Anpin, denn die Vollkommenheit des Männlichen liegt im Geben an Nukwa. Und da er niemanden hatte, dem er geben konnte, fehlte ihm die Vollkommenheit.

Der Grund dafür ist, dass die Verhüllung nur dazu da war, um die Eigenschaft der vollständigen Liebe auf beiden Seiten zu enthüllen – auch auf der Seite des harten Din. Und da es von Chase de Seir Anpin aufwärts höheres Wasser gibt, in welchem es überhaupt kein strenges Din gibt, saß die Verhüllung zwischen den Stühlen. Denn dort herrschten bereits die Verhüllung und das Trockene.  Sie hatte jedoch kein vollständiges Bedürfnis, da ihr das Ziel fehlte – das strenge Din, das einen Platz macht für das Enthüllen der vollständigen Liebe auf beiden Seiten, und dabei Mochin von allen Seiten ergänzt, zu einer Zeit, wo Mochin mehr wachsen, als wenn sie nur von der Seite von Chessed wären.

Doch bevor das Land in Lea in den Mochin des strengen Din enthüllt wurde, ist es von hier bis dort leer. Folglich ist es uns erlaubt, die vollständige Vollständigkeit der Liebe auf beiden Seiten zu enthüllen, wenn wir das Trockene zu Chase de Seir Anpin abwärts zum Platz der kleinen Nukwa, Rachel, ausbreiten – wo das strenge Din enthüllt ist, da es unteres Wasser ist.

Damit waren die Mochin in der gesamten Vollständigkeit vollkommen, und die Mochin wuchsen so mehr an, als wenn sie nur im Höheren Wasser gewesen wären, in der Eigenschaft der Liebe, allein von der Seite von Chessed her.

Folglich, da sie bis hierher trockenes Land von Chase de Seir Anpin aufwärts in der Höheren Vereinigung waren, wurden sie nun nach dem Abstieg von Chase abwärts die untere Vereinigung anstelle des strengen Din, angesehen als Erde, eine Niederung, in welcher Früchte wachsen und Nachkommen geboren werden, und Bäume gepflanzt werden, wie es sein sollte. Wenn die Liebe auf beiden Seiten vereint war, hieß es „Lass das Trockene (Land) Gras hervorbringen”, denn es sollte Früchte und Nachkommen hervorbringen, wie es sein sollte.

Darum wird es „Untere Vereinigung“ genannt, weil die Vereinigung speziell im unteren Wasser ist. Dies ist das zweite „Gut“ des dritten Tages, gesagt im Ausspruch des Schöpfungsaktes: „Lass das Land Gras hervorbringen.“ Nun erhält Nukwa alle Mochin von WaK in der Höheren Vereinigung, weil sie nur am Platz der unteren Nukwa vollkommen wurden, und der Untere, der den Höheren ergänzt erhält das gesamte Maß, welches er in ihm ergänzte. Diese WaK sind in den sechs Worten (auf Hebräisch) enthalten „Gelobt sei der Name der Herrlichkeit Seines Königreiches für immer und ewig“.

8) Das vierte Gebot lautet: „Wisse, dass Er, der Ewige, Gott ist“, um den Namen Elokim (Gott), Nukwa de SA, in den Namen HaWaYaH, SA, einzuschließen, zu wissen, dass sie eins sind und es keine Trennung zwischen ihnen gibt. Dies ist der Ausspruch „Es sollen dort Lichter sein am Firmament des Himmels“, der am vierten Tag der Schöpfungshandlung gesagt wurde. Dies ist so, weil hier Nukwa de SA in SA in einem einzigen Namen eingeschlossen wurde, in „Lichter“, was darauf hinweist, dass es keine Trennung zwischen ihnen gibt, da sie von gleichwertigem Niveau sind.

Und nachdem wir bereits WaK zu Nukwa angezogen haben, in der unteren Vereinigung von „Gelobt sei der Name der Herrlichkeit Seines Königreiches für immer und ewig“, am dritten Tag der Schöpfungshandlung, im Ausspruch „Die Erde soll Gras hervorbringen.“ So müssen wir nun GaR heranziehen, damit sie Panim be Panim (Angesicht zu Angesicht) mit Seir Anpin sein wird, auf einem gleichwertigen Niveau, ohne irgendeinen Unterschied in der Stufe zwischen ihnen, wie der Name „Lichter“ (Meorot) andeutet, sie beide zusammen, damit HaWaYaH Elokim ist.

Die Sache der Vereinigung erklärt sich im dritten Gebot, als wir nur WaK angezogen haben, dass sie nur das von Chase de SA aufwärts mit Lea zu AwI erhoben haben, das heißt nur sechs Kelim CHaBaD CHaGaT de Seir Anpin. Wegen des strengen Din von Chase de Seir Anpin abwärts konnten sie sich nicht zu AwI erheben, welche rein sind, ohne irgendein Din. Und da es nur sechs Kelim in Seir Anpin gab, empfing er nur sechs Lichter, CHaGaT NeHJ – und drei Lichter, CHaBaD, verblieben außerhalb, weil er nicht die Kelim hatte, um diese zu empfangen.

Denn die Art, durch welche die Lichter eintreten, ist die, dass die unteren zuerst eintreten. Daher verblieben die drei Höheren außerhalb. Und da Seir Anpin WaK hatte, und es ihm an GaR mangelte, empfing auch Nukwa nicht mehr von ihm.

Nun jedoch, da die Vereinigung bereits in Rachel vollzogen wurde, welche von Chase de Seir Anpin abwärts war, die trocken war, und sie ein Land wurde, das Früchte und Nachkommen trägt, gerade wegen des strengen Din, das von Chase de SA abwärts ist — welches die Liebe auf beiden Seiten vervollständigte —so enthüllt sich, dass dieses strenge Din in Rachel ein großer Verdienst ist, mehr als der große Verdienst von Chase de SA aufwärts. Das ist so, weil von Chase de SA aufwärts die Mochin nicht in der Höheren Nukwa empfangen werden konnten, wegen des trockenen Landes. Aber nun, durch das strenge Din, wurde das Trockene ein früchtehervorbringendes Land.

Daher wurde das strenge Din zu vollständigem Licht umgekehrt, es wurde aber als schwarzes Licht betrachtet, ein Licht, das nur durch die Kraft des Schwarzen — des strengen Din — existiert. Daraus folgt, dass es nun keinen Unterschied zwischen Chase de Seir Anpin aufwärts oder Chase de Seir Anpin abwärts gibt, da der ganze Unterschied nur wegen des strengen Din in Rachel bestand, und nun wurde das strenge Din zu vollkommenem Licht umgekehrt.

Aus diesem Grund kann sich nun der gesamte Parzuf von Seir Anpin und Nukwa zu AwI erheben, sogar die Kelim von NeHJ de Chase de SA abwärts, welche als schwarzes Licht erachtet werden. Dies ist so, weil das schwarze Licht und das weiße Licht eins sind, ohne irgendeinen Unterschied. Mehr als das zog das schwarze Licht die Mochin weit mehr heran, als wenn sie weißes Licht von oberhalb des Chase waren. Und da alle zehn Kelim von Parzuf SoN sich zu AwI erhoben, kann er nun alle zehn Sefirot der Lichter empfangen, die CHaBaD eingeschlossen, welche ihm fehlten, und welche „Licht von Panim“ genannt werden. Nukwa, Rachel, welche SA all dies einbrachte, nimmt auch diese Mochin de Panim (vorderseitige Mochin) von SA, und SA wird Panim be Panim mit Nukwa, auf einer gleichwertigen Stufe, so wie geschrieben steht: „Und es werde Licht.“ Dies erklärt die Ordnung der Vereinigung von GaR de SoN am vierten Tag der Schöpfungshandlung.

Wir könnten fragen: „Aber am vierten Tag war die Verminderung des Mondes, warum sagt er also hier, dass es die Vereinigung von SoN Panim be Panim ist?“ Dies ist so, weil Azilut der Welten für sich allein ist und die Befehle für sich allein sind und sie nicht miteinander verglichen werden dürfen.

9) Wir könnten fragen: „Warum wurden die Mochin von SoN in zwei Tage geteilt – den dritten Tag, WaK de Mochin, und den vierten Tag, GaR de Mochin?“ „Und warum waren sie nicht beide am gleichen Tag?“ Am Anfang konnte nur Chase de Seir Anpin aufwärts zu AwI aufsteigen, da es ab Chase abwärts das strenge Din gab. Durch die Ausbreitung von Mochin de WaK bis zu Chase aufwärts, wurden Mochin de WaK auch ausgebreitet zum Chase abwärts, in der unteren Vereinigung und das strenge Din wurde zum schwarzen Licht am dritten Tag.

Und nachdem dies abgeschlossen war, gab es am vierten Tag die Möglichkeit auch von Chase aufwärts von Seir Anpin zu erheben, denn nachdem das strenge Din zu schwarzem Licht wurde, konnten die Kelim von Chase abwärts genauso aufsteigen, da das schwarze Licht und das weiße Licht eins sind, ohne einen Unterschied. Und da die Kelim NeHJ von Chase abwärts auch aufstiegen, wurde GaR auf sie ausgebreitet.

Deswegen war es unmöglich, sie auf einmal auszubreiten, denn bevor das strenge Din Licht wurde, war es unmöglich, dass jenen Teil von Chase de Seir Anpin abwärts zusammen mit Rachel zu AwI zu erheben, sondern nur den Teil von Chase de Seir Anpin aufwärts mit Lea, die nur WaK empfangen. Nach der Vervollständigung von WaK wird ein zweites Mal benötigt – damit jener Teil von ChasedeSeir-Anpin abwärts zusammen mit Rachel erhoben wird – und dann empfangen sie GaR.

Es gibt auch einen Unterschied zwischen Mochin de WaK und Mochin de GaR hinsichtlich des Aufstiegs von SoN zu AwI. Denn SoN können aus eigener Kraft nicht zu Mochin de WaK aufsteigen. Vielmehr erhebt ISHSuT sie zu ihnen. Aber SoN steigen selbst zu Mochin de GaR auf und brauchen ISHSuT nicht, um sie zu erheben.

Denn oben und unten werden durch die Unterscheidung der Stufe unterschieden. Der Grund ist, dass der Untere nicht so rein ist, wie der Höhere, deswegen wird er als niedriger angesehen. Dementsprechend ist es schwierig zu verstehen, wie der Untere zum Höheren aufsteigen kann. Wer soll den Unterschied zwischen ihnen beseitigen, soweit, dass der Untere dem Höheren gleich wird und zu ihm aufsteigt. Denn es ist notwendig, dass der Untere dem Höheren gleich ist, wenn er zu ihm aufsteigt.

Die Erklärung liegt in der Verbindung von Midat ha Din mit Midat ha Rachamim. Denn als Malchut zum Platz von Bina aufstieg, teilten sich die Stufen in zwei Hälften – GE und ACHaP, oder MI ELeH. Denn die zehn Sefirot werden Galgalta, Ejnaim, Osen, Chotem, Pe genannt welche KaCHaB SoN sind. Das sind die fünf Buchstaben des Namens Elokim.

Und da Malchut zum Platz von Bina aufstieg, folgt daraus, dass das Untere Hej von HaWaYaH zu einem Platz des Siwug in Nikwej Ejnaim gebildet wurde und der Punkt, das Untere Hej, Malchut, stieg auf, um ein Gedanke zu sein, Bina. Der Grund ist, dass sie an ihren Platz aufstieg und zu einem Siwug de Rosh wurde, am Platz von Nikwej Ejnaim, wo der Rosh endet. Die drei Sefirot, ACHaP fielen vom Rosh auf die Stufe darunter. Damit ist gemeint, dass im Rosh nur noch die zwei Kelim von GE geblieben sind, genannt MI, nur den mit Lichtern von Nefesh-Ruach, und die drei Kelim ACHaP, genannt ELeH, getrennt werden und auf die darunterliegende Stufe fallen.

Diese Unterscheidung findet hauptsächlich im Parzuf ISHSuT statt, in welchem es nur WaK der Lichter in GE de Kelim gibt, weswegen er auch MI heißt. Sein ACHaP, welches die drei Buchstaben ELeH sind, fiel auf die Stufe darunter, zu SoN. Genauso haben SoN nur GE der Lichter von WaK und ihre ACHaP fiel auf die Stufe darunter, welche die drei Welten BYA sind.

Wenn wir Mochin de Gadlut zu SoN ausbreiten möchten, welche ein vollständiger Parzuf mit zehn Sefirot sind, welche sich selbst in GaR und WaK von GaR aufteilen – WaK de Gadlut und GaR de Gadlut – so brauchen wir zwei Iburim (Plural von Ibur) dafür, zwei Aufstiege von MaN.

Zuerst erhebt man MaN zu SoN bis zur höchsten Stufe und Mochin wird herangezogen von AB SaG de AK zu ISHSuT.  Durch diese Mochin verlässt und tritt der Punkt aus einem Gedanken heraus, und kommt zu seinem Platz, zu Malchut. Denn das Untere Hej von Nikwej Ejnaim steigt ab zu Pe und macht seinen Siwug in Pe, wie vor der Beteiligung. Und dadurch steigen die drei Kelim ACHaP, ELeH, noch einmal zu ihnen auf und verbinden sich mit ihrer Stufe. Und da die fünf Buchstaben Elokim, also fünf Kelim im Rosh vervollständigt wurden, bekommen sie nun auch GaR der Lichter und ISHSuT werden in den zehn Sefirot der Lichter und den zehn Sefirot der Kelim vervollständigt.

Jedoch, wenn ISHSuT die drei Buchstaben ELeH zu ihnen erheben, für ihre Vervollständigung, steigt SoN mit ihnen auf, da der Höhere, der zum Platz des Unteren absteigt, so wie er wird. Deswegen wurden sie, weil die drei Buchstaben ELeH vorher zu SoN herabfielen, dadurch zu einer einzigen Stufe mit SoN. Jetzt, wo ISHSuT zurückkehren und die drei Buchstaben ELeH zu ihnen erheben, wird SoN mit ihnen zu ISHSuT herangezogen, denn sie sind bereits miteinander verbunden zu einer einzigen Stufe. Und da SoN mit ELeH zu ISHSuT aufstiegen, empfingen sie dort Mochin de ISHSuT.

Das erklärt wie ISHSuT SoN zu Mochin de WaK erhebt, mit ihren Buchstaben ELeH erhebt. Wenn es nicht so wäre, wären SoN nicht in der Lage selbst aufzusteigen, denn jeder, der niedriger ist als sein Freund, ist notwendigerweise gröber als er (mehr Awiut). Wie kann er also zu ihm aufsteigen?

In diesem Aufstieg wurde die Vereinigung des Lesens von „Höre Israel“ am dritten Tag im Ausspruch „Lass die Wasser sich an einem Ort sammeln“ vollzogen, genau wie in der unteren Vereinigung von: „Gelobt sei der Name der Herrlichkeit Seines Königreiches für immer und ewig.“ Denn durch die Mochin, die ISHSuT empfing, zogen sie zu ihm die drei Buchstaben ELeH heran, mit welchen SoN aufstieg und Mochin de WaK empfing in ihrer Einschließung dort mit ISHSuT, da es dort nur sechs Kelim gab. Daraus folgt, dass diese ganze Vereinigung hauptsächlich ISHSuT ist, da sie diejenigen sind, die Mochin empfangen und sie sind diejenigen, die SoN zu ihnen erheben.

Jedoch, nur nachdem SoN die Mochin de WaK erreicht haben und zu ihrer Stufe kamen und – durch die untere Vereinigung – werden Mochin de WaK zu Nukwa von Chase abwärts ausgebreitet, wo das strenge Din zu Licht wurde, kann SoN bereits zu MaN selbst aufsteigen, um Mochin de GaR zu erreichen und sie brauchen nicht mehr ELeH de ISHSuT, um sie zu erheben.

Denn sie gleichen sich einander an, da jetzt der ganze Unterschied zwischen ISHSuT und SoN annulliert wurde. Je gröber SoN ist, desto mehr Din von ISHSuT bleibt übrig, so dass sogar das strenge Din zu schwarzem Licht von SoN wird, welches jetzt als weißes Licht von ISHSuT betrachtet wird.

Deswegen steigen SoN zu ISHSuT auf, weil sie jetzt eins sind, ohne irgendeinen Unterschied, und empfangen dort GaR de Mochin von Gadlut. Deshalb kann SoN selbst ohne Unterstützung von ISHSuT mit dem Bedürfnis nach GaR aufsteigen.

Aus diesem Grund wird die Vereinigung von GaR als ein besonderer Tag betrachtet, weil es da einen großen Unterschied durch die Vereinigung von WaK gibt. Sie sind von der Seite der Kelim von SoN, denn für Mochin de WaK steigt nur der halbe Parzuf auf, der von Chase aufwärts ist. Und sie sind von der Seite des Aufstiegs, da SoN nicht selbst zu Mochin de WaK aufsteigen kann.

Diese beiden Arten des Aufstiegs werden „Erster Ibur für WaK“ und „Zweiter Ibur für GaR“ genannt. Sie treffen auf alle Stufen zu, denn auf jeder Stufe ist es nur möglich sich auf zwei Mal auszubreiten.

10) Das fünfte Gebot beinhaltet drei Gebote:

  1. sich mit der Tora zu beschäftigen,
  2. sich fortzupflanzen und zu vermehren,
  3. Die Beschneidung am achten Tag durchzuführen.

Das ist der Ausspruch des fünften Tages des Schöpfungsaktes: „Es sollen wimmeln die Wasser vom Gewimmel eines lebendigen Wesens (Nefesh Chaja) und Vogelvolk fliege über der Erde.“ In den vier Geboten bis dahin haben wir die Korrektur von Azilut durch Mochin de GaR de SoN Panim be Panim (Angesicht zu Angesicht)) vervollständigt. Durch das erste Gebot, die Ehrfurcht vor der Größe – denn Er ist groß und herrscht über alles – erreichten wir die Korrektur der Höheren AwI im ersten Ausspruch der Tora: „Im Anfang erschuf Gott.“ Und die Bestrafung wird im zweiten Ausspruch erklärt: „Und das Land war wüst.“

Und durch das zweite Gebot, der Liebe auf der Seite von Chessed, erreichten wir die Korrektur von ISHSuT de Azilut im Ausspruch des ersten Tages des Schöpfungsaktes: „Es werde Licht.“ Das ist das Licht, welches in den sechs Tagen der Schöpfung erschaffen wurde, an welchen Adam von einem Ende der Welt zum anderen Ende sehen konnte.

Durch das dritte Gebot des Lesens von „Höre Israel“ und „Gelobt sei der Name der Herrlichkeit Seines Königreiches für immer und ewig“ in der Höheren Vereinigung des „Höre Israel“ zogen wir Mochin de WaK zu Seir Anpin und Lea durch ihren Aufstieg zu ISHSuT. Das sind die sechs Worte von „Höre Israel.“

Wir bezogen auch die Verhüllung des Lichts mit ein, wie es hieß „Und es gab Licht für die nächste Welt von ISHSuT“ und nicht für diese Welt von ISHSuT. Denn es wurde von Chase de ISHSuT abwärts verborgen und wurde dort zum Trockenen. Diese Ausbreitung ist in dem großen Buchstaben Dalet in Echad, und Lea empfängt es, denn die Regel ist, dass jeder Mangel oder die Massachim (Plural von Massach) nicht im Männlichen, sondern im Weiblichen (Nukwa) dieses Parzuf liegt.

Durch die untere Vereinigung: „Gelobt sei der Name der Herrlichkeit Seines Königreiches für immer und ewig“ versüßten wir das strenge Din von Chase de Seir Anpin abwärts, welches sich vom Ausspruch des zweiten Tages des Schöpfungsaktes ausbreitete „Es soll ein Firmament geben in der Mitte der Wasser“ in welchem die Hölle, das strenge Din, erschaffen wurde. Sein Platz ist von Chase de Seir Anpin abwärts, trotzdem ist es im Weiblichen, Rachel, und nicht im Männlichen, Seir Anpin.

Die Versüßung geschieht durch die Vervollständigung des Gebots der Liebe, so dass sie auf beiden Seiten sein wird, sogar wenn Er deine Seele nimmt. Aus diesem Grund müssen wir die vollständige Seelenhingabe im Dalet in Echad empfangen, vor der unteren Vereinigung, um die Eigenschaft der Liebe auf beiden Seiten zu ergänzen in der Ausbreitung der Mochin bis zum Platz von Rachel. Denn dann werden die unteren WaK von Mochin zu Rachel ausgebreitet, in den sechs Worten: „Gelobt sei der Name der Herrlichkeit Seines Königreiches für immer und ewig.“ Und das strenge Din wird Licht genannt, „Schwarzes Licht“.

Die Höhere Vereinigung ist im Ausspruch: „Es sammeln sich die Wasser unterhalb des Himmels an einem Ort, und es werde sichtbar das Trockene.“ Das ist das erste „Es war gut“ am dritten Tag des Schöpfungsaktes. Die untere Vereinigung ist im Ausspruch: „Es lasse hervorsprießen die Erde Gespross.“ Das ist das zweite „Es war gut“ am dritten Tag des Schöpfungsaktes.

Und mit Hilfe des vierten Gebots, dem Wissen, dass „HaWaYaH, Er ist der Elokim“, wird Nukwa, Rachel, vollständig angeglichen an Seir Anpin, ohne irgendeinen Unterschied, durch die Vervollständigung der Liebe auf beiden Seiten in einer solchen Vollständigkeit, dass das strenge Din Licht wird. Auch gibt es keinen Unterschied zwischen schwarzem Licht und weißem Licht, weil durch die Vervollständigung der Liebe auf beiden Seiten das schwarze Licht sogar noch wichtiger wird. Deswegen vereinigen sich Rachel und Seir Anpin wirklich zu einem, so dass beide durch ihre eigene Kraft zu ISHSuT aufsteigen können.

Dadurch ist SoN absolut gleich wie ISHSuT. Denn in dem SoN gröber als sie ist, ist das kein Mangel, sondern ein Vorzug und ein Vorteil gegenüber ihnen.

Zu diesem Zeitpunkt empfängt SoN von ISHSuT genauso Mochin de GaR und SoN wird zur gleichen Stufe, in einer Vereinigung, Panim be Panim. Das ist der Ausspruch des vierten Tages des Schöpfungsaktes „Es seien Lichter am Firmament des Himmels“, wo Nukwa, Rachel, und Seir Anpin beide gleich im Namen Echad der Lichter enthalten sind, dies ist: „HaWaYaH, Er ist der Elokim.“

Deswegen haben wir durch diese vier Gebote jetzt die ganze Korrektur von Azilut vollendet – bis SoN Panim be Panim auf der gleichen Stufe ist. Nun sollten wir SoN noch einmal einen Siwug machen lassen durch das Erheben von MaN und guten Taten, um Mochin de Panim von ihnen zu uns auszubreiten. Das sind die drei Aspekte von Mochin: NaRaN de Katnut, NaRaN der ersten Gadlut und NaRaN der zweiten Gadlut. Sie werden von uns durch die restlichen Gebote angezogen.

NaRaN de Katnut, der fünfte Tag des Schöpfungsaktes, sind in dem Ausspruch: „Es sollen wimmeln die Wasser vom Gewimmel eines lebendigen Wesens (Nefesh Chaja).“ Die Vervollständigung von Katnut ist am sechsten Tag. Auch sind WaK und GaR der ersten Gadlut und WaK der zweiten Gadlut am sechsten Tag des Schöpfungsaktes und GaR der zweiten Gadlut geschieht am Shabbat.

11) Dies sind die drei Pekudin – Einlagen, die im fünften Gebot enthalten sind:

  1. Sich jeden Tag mit der Tora beschäftigen und sich abmühen, wodurch man von SoN die heilige Nefesh erwirbt.
  2. Sich vermehren, wodurch man den heiligen Ruach vom Siwug von SoN erwirbt.
  3. Sich nach acht Tagen beschneiden und die Vorhaut von dort entfernen, wodurch man Neshama aus dem Siwug von SoN erwirbt.

All diese NaRaN sind nur NaRaN de Katnut. Dies ist der Ausspruch vom fünften Tag des Schöpfungsaktes: „Es sollen wimmeln die Wasser vom Gewimmel eines lebendigen Wesens (Nefesh Chaja) und Vogelvolk fliege über der Erde über dem Firmament des Himmels.“ „Lebendiges Wesen“ ist Nefesh, „Und Vogelvolk fliege“ ist Ruach, und „Über dem Firmament des Himmels“ ist Neshama.

Wir könnten fragen: „Warum haben wir uns nicht daran gemacht, NaRaN de Katnut zu SoN auszubreiten, wohingegen wir in unseren Mochin NaRaN de Katnut ausbreiten müssen? Dies ist so, da es SoN niemals an etwas aus Katnut mangelt, denn dies ist schon vom Ausströmenden Selbst korrigiert worden. Daher kommt der Beginn der Ausbreitung von WaK de Gadlut durch das Lesen des „Höre Israel“. Dennoch müssen wir alles selbst korrigieren, denn in jemandem, der geboren wird, gibt es nur Nefesh von der Seite eines reinen Tieres. Er hat nicht einmal Nefesh der Heiligkeit von der Seite der Ofanim. Daher müssen wir immer mit Nefesh de Katnut beginnen.

So haben wir die drei Gebote im fünften Gebot erklärt. Das fünfte ist, sich mit der Tora zu beschäftigen, um Nefesh von Katnut zu korrigieren; das sechste ist, sich mit der Fruchtbarkeit und der Vermehrung zu beschäftigen, um Ruach von Katnut zu korrigieren; und das siebte ist, sich zu beschneiden und die Vorhaut von sich zu entfernen, um Neshama von Katnut zu korrigieren. Alle diese sind der fünfte Tag.

12) Das achte Gebot ist, den Übergetretenen zu lieben, der kommt, um beschnitten zu werden, und um unter den Flügeln der Shechina aufgenommen zu werden, um von dort Nefesh des Übergetretenen von der heiligen Shechina auszubreiten. Damit ziehen wir für uns selbst Neshama an vom Guf des Baumes des Lebens – das Ende und die Vervollständigung von unserer Katnut. Dies ist der Ausspruch des sechsten Tages des Schöpfungsaktes „Lasst die Erde eine lebendige Seele (Nefesh Chaja) nach ihrer Art hervorbringen“, jede so, wie sie sein sollte.

13) Das neunte Gebot ist, sich der Armen zu erbarmen und ihnen bereitwillig Nahrung zu geben. Dadurch verursachen wir oben den Zusammenschluss von Midat ha Din mit Midat ha Rachamim, denn Bina hat mit Malchut Anteil am Unteren Hej in Nikwej Ejnaim und kehrt von dort zu MI zurück, welches GE in den Lichtern von Nefesh Ruach ist. Ihr ELeH steigt ab zu SoN. Und ebenfalls kehren SoN zurück zu GE in den Lichtern Nefesh Ruach, und deren ELeH steigt ab zu BYA, ins Innere unserer NaRaN, die in BYA sind. Und wir empfangen von SoN die Lichter von WaK de Gadlut. Dies ist der Ausspruch „Lasst uns machen einen Menschen“ des sechsten Tages des Schöpfungsaktes, denn Bina sagte „Lasst uns“ und hatte Anteil mit Assija, Malchut, um WaK für den Menschen zu zeugen.

14) Das zehnte Gebot ist Tefillin zu legen und sich selbst in der Höheren Form zu vervollständigen. Dadurch veranlassen wir das Zurückkehren von Gadlut oben, wenn das Untere Hej noch einmal von Nikwej Ejnaim zu Pe absteigt und die Buchstaben ELeH wieder zu ihrer Stufe zurückkehren. Wenn SoN ihre Buchstaben ELeH von BYA zu ihrer Stufe erheben, zu Azilut, dann steigen unsere NaRaN mit ihnen gemeinsam auf. Dann empfangen wir von SoN GaR von der ersten Gadlut, die als Mochin de Neshama der ersten Gadlut betrachtet werden.

Dies ist der Ausspruch des sechsten Tages des Schöpfungsaktes: „Und Gott erschuf den Menschen in Seinem Ebenbild.“ Diese Mochin de GaR von Gadlut werden in Zelem de ISHSuT ausgebreitet, welche Elokim, CHaBaD, genannt werden. Mem in Zelem ist Chochma, Höhere AwI; Lamed in Zelem ist Bina, ISHSuT, und Zadi in Zelem ist Daat, SoN.

Ebenso sind sie die vier Abschnitte der Tefillin:

  1. „Heilige“ ist Mem in Zelem;
  2. „Und es soll geschehen, wenn der Ewige dich bringt“ ist Lamed in Zelem;
  3. „Höre Israel“ ist Chessed von Zadi in Zelem.
  4. „Und es wird geschehen, so ihr höret“ ist Gwura von Zadi in Zelem.

Dies sind die vier Mochin von Seir Anpin in den Kopf-Tefillin. Die vier Abschnitte der Hand-Tefillin sind die vier Mochin, die von Nukwa de Seir Anpin, Rachel, empfangen werden. Es sind die doppelten Zelem, die in diesem Ausspruch dargestellt sind: „Und Gott erschuf den Menschen in Seinem Ebenbild (Zelem); im Ebenbild Gottes erschuf Er ihn.“ „In Seinem Ebenbild“ bezieht sich auf die Kopf-Tefillin, Zelem von Seir Anpin, und „Im Ebenbild Gottes“ bezieht sich auf die Hand-Tefillin, Zelem von Nukwa. Dies vollendet NaRaN der ersten Gadlut für einen Menschen, gemeint ist Nefesh Ruach der ersten Gadlut, durch das Gebot, sich der Armen zu erbarmen, und GaRNeshama, Chaja, Yechida der ersten Gadlut – durch das Gebot, Tefillin zu tragen.

15) Das elfte Gebot handelt vom Abgeben des Zehnten des Landes. Durch dieses Gebot wird MaN mit dem Empfang von Nefesh von Or Chaja von den Höheren AwI belohnt, denn, wenn ein Mensch einmal mit NaRaNCHaY der ersten Gadlut durch die Tefillin vervollständigt wurde, sollte er damit beginnen, die zweite Gadlut zu erreichen: das Or Chaja. Dieses teilt sich in vier BchinotNefesh, Ruach, Neshama, Chaja – und um sie zu erreichen wurden uns die vier Gebote geschenkt.

Man wird mit Nefesh durch das Gebot der Zahlung des Zehnten des Landes belohnt, da Erez (Erde) als Nefesh betrachtet wird, wie es geschrieben steht „Siehe, ich habe euch alles samentragende Gewächs gegeben, das auf der ganzen Erde ist.“, gesprochen am sechsten Tag des Schöpfungsaktes.  Hier steht geschrieben „Siehe, ich gebe“ und es steht geschrieben: „Und den Söhnen Levi, seht, habe ich allen Zehnten in Israel gegeben.“ Es ist genauso hier der Zehnte der Erde.

„Auf der ganzen Erdoberfläche“, denn jemand, der mit Nefesh von Or Chaja belohnt wird, beherrscht die ganze Erde, da alle Klipot vor ihm kapitulieren. Über diese Nefesh steht geschrieben: „Bringe den ganzen Zehnten in das Lager, so dass es in Meinem Haus Essen geben möge und prüfe Mich nun darin, … ob Ich nicht für dich die Fenster des Himmels öffnen werde und den Segen über dich ergießen werde, bis es überläuft.“ Nefesh wird „Zehnter“ genannt, nach Malchut, die „Die Zehnte“ ist. Aber Nefesh von Or Chaja ist der gesamte Zehnte, die vollständige Vollständigkeit des Aspekts des Zehnten.

16) Das zwölfte Gebot ist, die Erstlingsfrüchte des Baumes zu bringen. Durch dieses Gebot wird einer mit dem Empfang des Or Ruach vom Or Chaja belohnt, das von AwI kommt. Es ist so, weil „Erstlingsfrüchte“ aus dem Wort „Erstgeborener“ kommt, und AwI sind zuerst, fangen an, wie es im ersten Gebot erklärt wird. Und da es vom Baum die Erstlingsfrüchte des Baumes sind, werden sie als Ruach betrachtet, da der Baum pflanzlich ist und als Ruach betrachtet wird. Bewegungslos, pflanzlich, tierisch und sprechend entsprechen NaRaNCHaY. Bewegungslos entspricht Nefesh, pflanzlich Ruach, tierisch entspricht Neshama und sprechend ChajaYechida.

Darüber steht geschrieben: „Und jeden Baum, an welchem es samenbringende Früchte des Baumes gibt.“ Es wird geschrieben „Früchte des Baumes“ und es wird geschrieben: „So gehört der ganze Zehnte des Landes, der Samen des Landes oder der Früchte des Baumes, dem Ewigen.“ Wie es dort die Erstlingsfrüchte der Früchte des Baumes sind, sind es hier die Erstlingsfrüchte, wie er die Worte erklärt „Für den Ewigen“ ist wie „Was sich für Mich geziemt, ist für dich zu essen verboten.“

17) Das dreizehnte Gebot dient dazu, seinen Sohn auszulösen, ihn ans Leben zu binden, und den Aufseher über den Tod zu schwächen, von dem es heißt „Sehr“. Dies ist der Todesengel. Dadurch wird man mit Neshama von Or Chaja belohnt.

Was die Reihenfolge betrifft, so sollte man durch dieses Gebot mit Chaja von Or Chaja belohnt werden, da der Aspekt „sprechend“ das Or Chaja ist. Sobald man mit Nefesh Ruach durch die Früchte des Landes und des Baumes gewürdigt wurde, die die Aspekte „unbewegt“ und „pflanzlich“ sind, sollte man mit Neshama von Or Chaja durch das Erstgeborene eines Tieres belohnt werden, da es der Aspekt „tierisch“ ist und mit Chaja Yechida durch einen menschlichen Erstgeborenen, da dies der Aspekt „sprechend“ ist.

Die Auslösung des Erstgeborenen veranlasst jedoch den Todesengel noch nicht gänzlich dazu, sich zu ergeben, sondern schwächt ihn nur. Nach der Übergabe der Tora wurde er völlig frei vom Todesengel, aber dann wurde die Arbeit wegen der Sünde mit dem goldenen Kalb von den Erstgeborenen von Israel genommen und den Priestern gegeben, da der Schmutz der Schlange von der Sünde am Baum der Erkenntnis, den der Todesengel in die Welt brachte, wiederum durch das Kalb in Israel beigemischt wurde.

Hier geht es um die Korrektur des Erstgeborenen von Israel, dass das Gebot der Auslösung des Erstgeborenen mit fünf Steinen gegeben wurde, die der Korrektur aller zehn Sefirot entsprechen, den fünf Bchinot KaCHaB SoN. Das Erstgeborene erreicht durch Keter und Chochma die Höheren AwI, Reshit – Anfang. Durch die Korrektur der fünf Steine verbinden wir das Erstgeborene wieder mit dem Höheren Leben und schwächen dabei den Todesengel, damit er sie nicht beherrschen kann, obwohl wir ihn nicht vollständig entfernt haben, so wie er vor der Sünde mit dem goldenen Kalb frei war.

Somit reicht das Gebot der Auslösung des Erstgeborenen nicht aus, um Chaja von Or Chaja auszubreiten, wie es sein sollte, den Todesengel zur Zeit der Übergabe der Tora zu vernichten, vor der Sünde mit dem goldenen Kalb. Vielmehr ist es die Stufe unterhalb, die Stufe von Neshama, das Or Neshama von den Höheren AwI und nichts anderes.

Am sechsten Tag des Schöpfungsaktes hieß es: „Und Gott sah alles, was Er erschaffen hatte und siehe, es war sehr gut.“ „Gut“ ist der Engel des Lebens und „Sehr“ der Todesengel, weil dann der Todesengel versüßt und wichtiger war als der Engel des Lebens. Nun, er gelangte jedoch während der 6000 Jahre nicht zu dieser großen Versüßung. Vielmehr war dies nur auf das Ende der Korrektur bezogen. Aber durch die Auslösung des Erstgeborenen, welche ihn nur schwächte und nicht mehr, wurde er durch die Auslösung nur mit Neshama von Chaja, WaK de Chaja, belohnt.

18) Das vierzehnte Gebot sagt aus, den Shabbat einzuhalten und den Shabbat mit seiner Heiligkeit zu verbinden. Durch diese zwei Gebote wird einer mit Chaja von Chaja am Shabbat belohnt, wie es geschrieben steht: „Und Gott segnete den siebten Tag und heiligte ihn“, da, wenn man den Shabbat nicht entweiht, man mit Segen belohnt wird. Und indem man den Shabbat mit der Freude des Shabbat heiligt, wird man mit Heiligkeit belohnt. Das Or Chaja ist Heiligkeit, weil die Höheren AwI heilig genannt werden, und durch das Nachmittags-Gebet des Shabbat werden WaK von Or Chaja ausgebreitet. Und trotzdem ist es unmöglich, GaR von Yechida während der 6000 Jahre auszubreiten – das geht nur am Ende der Korrektur.

Der Eseltreiber (The Zohar, Annotations to the Ashlag Commentary)

Der Eseltreiber (74-119)

74) Rabbi Elazar, der Sohn von Rabbi Shimon, war auf seinem Weg zu seinem Schwiegervater, Rabbi Yosi, dem Sohn von Lakunya, in Begleitung von Rabbi Aba. Hinter ihnen folgte ein Mann, der ihre Esel antrieb. Rabbi Aba sagte: “Lasst uns die Türen der Tora öffnen, denn es ist Zeit, unseren Weg zu korrigieren.“ Weiterlesen

040 – 048, Sohar, Die Weisheit, auf der die Welt steht

Chochma (Weisheit), auf welcher die Welt steht

40) „Im Anfang“ (BeReshit) bedeutet in Chochma (Weisheit), auf welcher die Welt, SA, steht, um in die Höheren, verborgenen Geheimnisse einzudringen – in den Lichtern von Bina. Hier sind die sechs großen, höheren Enden eingraviert, WaK de Bina, von denen alles kommt und aus denen sechs Quellen und Ströme, WaK de SA, gemacht wurden, um sie in das große Meer, zu Malchut, zu bringen. Das ist, warum bara (erschuf) shit (Aramäisch: sechs) in den Buchstaben von BeReshit inbegriffen ist, weil sechs Enden von hier aus erschaffen wurden. Und wer erschuf sie? Der Eine, der nicht genannt wird; jener Verborgene, der nicht bekannt ist, AA.

Erläuterung: Es gibt zwei Chochmot (Plural von Chochma) in Azilut:

  1. Die erste Chochma, Chochma de AA, wird Chochma Stimaa (Verborgene Chochma) genannt.
  2. Die Chochma der zweiunddreißig Pfade. Das ist Bina, welche zu Rosh de AA aufsteigt, wo sie Chochma wird, um an SA zu geben.

„Im Anfang“ (BeReshit) ist in Chochma (Weisheit). Das ist, weil Reshit (Anfang/Erstes) der Name von Chochma ist, aber nicht der ersten Chochma von AA, sondern von der Chochma, auf der die Welt steht, der Chochma der zweiunddreißig Pfade, auf denen die Welt, SoN, steht, von denen sie empfängt und in denen sie besteht. Aber SA kann nichts von Chochma de AA selbst empfangen, und die Welt wurde nicht durch sie erschaffen. Daher bezieht sich BeReshit bara (Im Anfang erschuf…) auf die Chochma der zweiunddreißig Pfade, welche Bina ist, die durch ihren Aufstieg zu Rosh AA dazu zurückkehrt Chochma zu sein.

Zu der Zeit, wenn SoN, die Welt, von der Chochma der zweiunddreißig Pfade empfangen, dann erheben sie sich zu den Höheren AwI, und AwI werden „die Höheren, verborgenen Geheimnisse“ genannt. Deshalb wurde gesagt: „Chochma, auf welcher die Welt, SA, steht, um die Höheren und verborgenen Geheimnisse zu betreten.“ „Steht“ bezeichnet das Erlangen von Mochin. SoN existieren durch die Mochin, die sie von Chochma empfangen, und durch sie erheben sie sich zu den Höheren und verborgenen Geheimnissen, welche AwI sind, und kleiden sich in sie ein, das heißt, sie werden wie diese, weil der Untere, welcher zum Höheren aufsteigt, wie dieser wird.

„Hier sind die sechs großen, höheren Enden eingraviert, WaK der Höheren Bina…Das heißt bara (erschuf) shit (Aramäisch: sechs) ist“, weil BeReshit auch die Buchstaben von bara shit hat. Und die „sechs Enden“ sind WaK. Die großen, oberen sechs Enden wurden in diese Chochma eingraviert, von welcher alle ausgeströmt werden und austreten, wie geschrieben steht: „Du hast sie alle in Weisheit (Chochma) gemacht.“

Das ist so, weil diese Chochma Bina ist, die aus dem Rosh de AA ausgetreten ist, weil Aba Ima wegen der Söhne herausgeführt hat, und Aba selbst auf eine Art von männlich und weiblich errichtet wird. Chochma de AA und Aba de Azilut richten sich selbst als eine Art männlich und weiblich ein durch Malchut, die zu ihnen an den Platz von Bina aufstieg, daher verließ Bina selbst den Rosh de AA und Aba, und wurde Guf de AA, ohne einen Rosh. Denn während sie im Guf de AA steht, konnte sie selbst nicht von GaR de AA empfangen und wurde WaK, leer von GaR.

Daher war Bina eingraviert und wurde sechs Enden ohne einen Rosh. Hier wurden die sechs großen, höheren Enden, aus denen alles austritt, eingraviert, da WaK ohne GaR in Chochma von den zweiunddreißig Pfaden eingraviert wurde, was Bina ist, wegen ihres Austritts aus Rosh de AA. Später, durch MaN der Unteren, kehrt sie zu Rosh de AA zurück und empfängt GaR de Chochma von AA, und sie gibt SoN, die den Überfluss an alle Welten geben. So kommen alle Welten aus jenen sechs Enden, die in Bina eingraviert waren. Und der Grund, warum er sie „die großen, höheren WaK“ nennt, besteht darin, dass sie Bina sind wie die Buchstaben von Bina, welche die „großen Buchstaben“ genannt werden.

„Aus ihnen wurden sechs Quellen und Ströme gemacht, um sie ins große Meer, Malchut, zu bringen.“ Dies ist so, weil das Eingravieren von sechs Enden, während Bina außerhalb von Rosh de AA ist, „sechs Quellen“ genannt wird, weil sie nur die Quellen der Mochin von SA sind. Später, bei ihrer Rückkehr zu Rosh de AA, werden sie zu Mochin von GaR, die „Ströme für SA“ genannt werden. Dann werden sie sechs Ströme, wie es geschrieben steht: „Er wird vom Bach am Wegrand trinken; deshalb wird Er Seinen Kopf erheben“, und dann gibt SA sie weiter an das große Meer, seine Nukwa.

Es wurde gesagt, dass sechs Quellen aus WaK, den sechs großen, höheren Enden von Bina gemacht wurden. Diese sind WaK de SA de Katnut. Und die Ströme sind Mochin de SA. Sie „zu bringen“, bedeutet, sie ins große Meer, zu Nukwa, weiterzugeben. Und der Grund, warum WaK de Katnut de Bina „Quellen der Mochin“ genannt werden, besteht darin, dass Bina austrat, um WaK de Katnut zu sein, nur um eine Quelle für das Weitergeben der Mochin an SoN zu werden. Wäre Bina nicht ausgetreten, wäre sie für irgendwelche Mochin ungeeignet gewesen.

Es wurde gesagt bara shit (erschuf sechs). „Erschuf“ deutet auf sechs Enden, WaK, ohne einen Rosh, da das Wort „erschuf“ „verborgen“ bedeutet. Daher werden zwei Ergebnisse in das Wort BeReshit einbezogen:

  1. Chochma, denn Reshit (Anfang) bezeichnet Chochma.
  2. Bara shit, um zu zeigen, dass sechs Enden ohne einen Rosh aus Chochma erschaffen wurden, und diese sind die Quellen von Mochin für SoN. Sie werden „Welt“ genannt, und sie sind die sieben Schöpfungstage.
    Und wer erschuf sie? Derjenige, der nicht erwähnt wird, dieser Verborgene, der nicht bekannt ist, AA. Und weil das Wort Bara in BeReshit selbst ist – Wer ist er, der es erschuf? Er sagt darüber, dass es dieser Verborgene ist, der nicht bekannt ist, Chochma Stimaa (Verborgene Chochma) de AA, da er Bina aus seinem Rosh nahm und sie zu WaK machte, diese sechs großen, höheren Enden erschaffend, die in BeReshit einbezogen sind.

Schloss (Manula) und Schlüssel (Miftecha)

41) Rabbi Chija und Rabbi Yossi gingen auf dem Weg. Als sie an einem bestimmten Feld ankamen, sprach Rabbi Chija zu Rabbi Yossi: „Was sie sagen, dass bara shit (erschuf sechs) in BeReshit angedeutet wird, ist tatsächlich so, da die Höheren Tage, die nur WaK de Bina sind, der Tora, Seir Anpin, geben und nichts weiteres. Die anderen, GaR de Bina, sind verborgen.

Erläuterung: Die Tora ist Seir Anpin. Die sechs Höheren Tage sind WaK de Bina, oberhalb von Seir Anpin. Und er sagt, dass bara shit (ברא שית, erschuf sechs) im Wort BeReshit ist, weil BeReshit sich auf Bina bezieht, die wieder zu Chochma wurde, um Seir Anpin zu geben. Und weil Seir Anpin von ihr keine GaR de Chochma empfängt, sondern nur WaK de Chochma, sind die Buchstaben bara shit in jener Chochma in BeReshit enthalten, was anzeigt, dass Seir Anpin von ihr nur WaK de Chochma empfängt. Doch die anderen GaR de Bina sind verborgen, weil GaR von Chochma für Seir Anpin verborgen bleibt und er sie nicht erlangt.

Bekannt ist, dass Atik in Zimzum Bet eingerichtet war, der zweiten Einschränkung, die das Untere Hej zu seinen Nikwej Ejnaim emporhob, um den Parzuf AA auszuströmen. Somit war Keter zweigeteilt, wobei GE in Nukwa de Atik verblieb und die andere untere Hälfte von Keter, ACHaP, als Parzuf AA eingerichtet wurde.

Man erachtet, dass das Untere Hej ה Nikwej Ejnaim in Atik bewegt und Yud-Hej-Waw יהו in ACHaP, welche AA sind. Dies ist so, weil das Untere Hej ה von HaWaYaH in AA fehlt, und daher gibt es nur die ersten neun [Sefirot] in AA, denen Malchut fehlt, und nur Ateret Jessod (Krone von Jessod) de Arich Anpin ergänzt ihn zu den 10 Sefirot. Auch war Malchut in Nikwej Ejnaim de Atik verborgen, und alle Parzufim von Azilut waren von ihnen geprägt.

Alle Parzufim selbst waren in zwei Hälften geteilt, in GE für sich allein und ACHaP für sich allein, da Bina in zwei Parzufim geteilt war, wo GE in ihr als die Höheren AwI und ACHaP als ISHSuT eingesetzt wurden. Das Untere Hej ist somit in Nikwej Ejnaim de AwI und Yud-Hej-Waw ohne das Untere Hej sind in ISHSuT. Ihnen fehlt Malchut, weil ihre Malchut in Nikwej Ejnaim der Höheren AwI verblieb, wie in Atik und AA.

Auch wurden in SoN GE als die großen SoN eingerichtet und ACHaP als die kleinen SoN, während Malchut in Nikwej Ejnaim der großen SoN verblieb, haben die kleinen SoN nur die ersten neun [Sefirot], ohne Malchut, wo nur Ateret Jessod ihre Malchut wie in Atik und AA ergänzt.

Folglich, so wie Keter in zwei Hälften geteilt war, wurden auch GaR und SaT Bina und SoN – geteilt: das Untere Hej blieb in GaR von jedem und in SaT gibt es nur YudHejWaw ohne das Untere Hej, und nur Ateret Jessod de Malchut ergänzt sie anstelle von Malchut.

Daher bleibt die obere Hälfte jeder Stufe unbekannt. So wie der Parzuf Atik, wo das Untere Hej auch in Gadlut nicht von seinen Nikwej Ejnaim herabsteigt. Dies ist so, weil sie, obwohl noch in Gadlut, ACHaP der Kelim zu ihnen bringen, die ihnen fehlten, da sie GaR der Lichter aufgrund des Unteren Hej immer noch nicht ausbreiten, aufgrund des Unteren Hej, das immer noch verborgen ist, da es auf ihm Zimzum Alef gab, um keine Chochma zu empfangen. Darum verbleiben sie immer im Or Chassadim, Awira dachja (Reine Luft). Jedoch nur die untere Hälfte einer jeder Stufe breitet GaR der Lichter zur Zeit von Gadlut aus, wenn das Yud  יaus ihrer Awir  אוירkommt und sie werden wieder Or Chochma und GaR.

Deswegen gilt es, dass die Parzufim von GaR, die sich in den fünf Parzufim von Azilut ausbreiten, nur als WaK de Chochma angesehen werden und ihnen fehlt GaR de Chochma.

GaR eines jeden Parzuf empfangen keine Chochma, sondern WaK eines jeden Parzuf, und darum ist es so. Aus diesem Grund gibt es nur WaK de Chochma in diesen Mochin. Es hieß, dass die Höheren sechs Tage der Tora, Seir Anpin, geben, und sonst nichts. Seir Anpin hat nur sechs Tage, WaK de Mochin der Höheren Mochin. Doch die anderen, GaR de Bina, sind verborgen.

GaR de Mochin sind verhüllt; sie sind sogar in den Parzufim über ihm verborgen, denn nur WaK der Höheren Parzufim besitzen Mochin.

42) Doch im Artikel BeReshit wurde gesagt, dass dieser Verborgene Heilige, eine Einprägung in seine Eingeweide eingraviert hat, in Bina, von einem Verborgenen, Nukwa de Atik, markiert durch den darin enthaltenen Punkt, den Punkt Malchut von Zimzum Alef, die sich zu Bina erhob und die ACHaP von AA nach draußen nahm, außerhalb seines Rosh. Jene Einprägung, die in Bina eingraviert war, war in ihr eingraviert und verborgen, wie jemand, der alles hinter einem Schlüssel verbirgt. Und dieser ganze Schlüssel ist gänzlich in einem Palast verborgen. Und obwohl alles in diesem Palast verborgen ist, ist dieser Schlüssel das Wichtigste, denn dieser Schlüssel schließt und öffnet.

Erläuterung: Der verborgene Heilige, AA, welcher „Heilige Chochma Stimaa“ (Verborgene Chochma) genannt wird, prägte eine Einprägung von Mangel an ACHaP de Kelim in seine Eingeweide, in Bina, von einem Verborgenen, der Innerlichkeit von Nukwa de Atik. „Markiert“ bedeutet die Korrektur des Massach für einen Siwug. „Der darin enthaltene Punkt“, in einem Kreis, in Malchut de Zimzum Alef, [genannt] der Mittelpunkt, auf welchem Zimzum Alef (die Erste Einschränkung) stattfand.

Dies ist anders als der korrigierte Massach, der mit Ateret Jessod (Krone von Jessod) aufgebaut wird, wie es mit WaK von allen Parzufim ist, denn der Massach von Ateret Jessod wird „der Ort der Siedlung“ genannt, und nicht mit dem Namen „Mittelpunkt“. Dies ist so, weil AA eingraviert wurde und seine GaR durch die Innerlichkeit seines Höheren, Nukwa de Atik, verliert, die mit dem Unteren Hej in seinen Nikwej Ejnaim korrigiert wird.

Diese Einprägung, die in Bina eingraviert wurde, wurde in sie eingraviert und verborgen, als eine, die alles hinter einem Schlüssel verbirgt. „Ein Schlüssel“ ist Malchut als Ateret Jessod, eingesetzt in jedes WaK der Parzufim von Azilut. Dies ist so, weil in den Parzufim von WaK, das Yud י aus deren Awir (אויר, Luft) austritt und sie zu Or (אור, Licht) werden, was bedeutet, dass der Massach von ihren Nikwej Ejnaim zu Pe absteigt, und ACHaP zur Stufe zurückbringt.

In dieser Zeit, sobald sie ACHaP der Kelim haben, erlangen sie ebenso GaR der Lichter. Aus diesem Grund wird der Massach in Nikwej Ejnaim als ein Schlüssel (Miftecha) angesehen, weil er den Parzuf vor dem Leuchten von GaR verschließt, während er in Nikwej Ejnaim ist. Und er öffnet ihn bei der Rückkehr der Lichter von GaR, zur Zeit seines Abstiegs und Rückkehr zum Platz von Pe. Aus diesem Grund wird dies „die Augenöffnung“ genannt.

Es wurde gesagt, dass Verborgenheit in ihr ist, wie in jemand, der alles hinter einem Schlüssel verbirgt. Dies ist so, weil, obwohl Atik selbst in das Untere Hej eingraviert wurde, das Eingravieren, das in AA durch Atik eingraviert wurde, anders ist, als das Eingravieren von Atik selbst, da AA durch einen Schlüssel eingraviert wurde, Ateret Jessod, und Malchut fehlte.

Daraus folgt, dass nur Ateret Jessod in Nikwej Ejnaim von AA herrscht, und nicht das Untere Hej. Daher ist die Awir von AA bekannt, weil sie mit einem Schlüssel versehen ist. Aber die Awir von Atik ist nicht bekannt, weil die Malchut des Mittelpunktes in ihm ist und sie nicht GaR in ihm ausbreitet. Es ist nicht verwirrend, dass sie hier sagen, dass es GE in AA gibt, und wir sagten darüber, es gibt nur ACHaP in ihm, von der Hälfte des unteren Keter, da unter Berücksichtigung von Atik, er nur ACHaP hat, er aber auf sich selbst bezogen GE ist, ohne ACHaP.

Es wurde gesagt, dass dieser ganze Schlüssel in einem Palast verborgen ist. Dies ist so, weil AA zu den Höheren AwI ausströmte und für AwI ebenso eingravierte, in Ermangelung von GaR der Lichter und ACHaP der Kelim. Ebenso sind sie der Palast, in welchem all die Lichter von GaR verborgen wurden – GaR von Neshama, GaR von Chaja und GaR von Yechida – und AA breitete das Untere Hej von Atik in diesen Palast hinein ebenso aus, wie auch sich selbst, was der Schlüssel ist.

Und auch obwohl alles in diesem Palast verborgen ist, ist das Herz von allem in diesem Schlüssel. Dieser Palast, Bina, ist ein Palast für Chochma, in welcher es GaR und WaK gibt. Das Untere Hej regiert ihr GaR, und der Schlüssel, Ateret Jessod, regiert ihr WaK. Und obwohl alles in diesem Palast verborgen ist, selbst das Untere Hej von Atik, ist das Herz von allem immer noch in diesem Schlüssel, in Ateret Jessod. Dies ist so, weil nur in WaK von Bina, ISHSuT, die Verhüllung wahrgenommen wird, WaK, denen der Rosh von GaR fehlt. Aber in GaR de Bina, AwI, wo es das Untere Hej in Nikwej Ejnaim gibt, mangelt es dort nicht an GaR, denn die Chassadim der Höheren AwI sind so wichtig wie Chochma und GaR.

Auch werden das Schließen und Öffnen des Unteren Hej in Nikwej Ejnaim gemacht, denn wenn es zu Nikwej Ejnaim aufsteigt, verschließt es die Mochin de GaR, denn dann verbleibt der Parzuf in der Ermangelung von ACHaP der Kelim und GaR der Lichter. Und wenn es von Nikwej Ejnaim zum Pe absteigt, öffnet es die Mochin de GaR, um den Parzuf zu erleuchten, denn dann bringt es ACHaP der Kelim und GaR der Lichter zum Parzuf zurück.

Daher öffnet und schließt nur das Untere Hej selbst. Doch da das Öffnen der Mochin nicht in GaR ist, sondern nur in SaT, in welchen das Untere Hej nicht herrscht, sondern stattdessen Ateret Jessod, der Schlüssel, und das GaR jeder Stufe – wo das Untere Hej herrscht – immer in der unbekannten Awir verbleiben, sind das Öffnen und Verschließen dem Schlüssel zugeordnet und nicht dem Unteren Hej.

43) Viele verborgene Schätze liegen in diesem Palast, einer über dem anderen. In diesem Palast gibt es Tore, die extra für das Verhüllen gemacht wurden, um die Lichter am Eintritt zu hindern. Fünfzig sind es, in vier Richtungen aufgeteilt und sie wurden neunundvierzig Tore, da ein Tor keine Seite hat und sein Aufenthaltsort oben und unten unbekannt ist und es deswegen verborgen bleibt.

Kommentar: Drei Arten von GaR gibt es: GaR de Neshama, GaR de Chaja und GaR de Yechida. Unzählige Einzelteile tummeln sich in den drei Arten von GaR und beweisen die Worte: „Viele verborgene Schätze liegen in diesem Palast, einer über dem anderen.“ Befindet sich das Untere Hej in Nikwej Ejnaim, sind all diese Stufen verborgen und unbekannt.

Auch „gibt es Tore, die extra für das Verhüllen gemacht wurden, um die Lichter am Eintritt zu hindern. Fünfzig sind es“. Die Tore sind der Ort, an dem die Lichter empfangen werden. Und es gibt zwei Merkmale, die sie auszeichnen:

  1. Wenn sie noch im Verborgenen sind, d. h., wenn [die Tore] geschlossen sind, sind sie verriegelt und empfangen nichts.
  2. Wenn sie offenstehen und Licht vom Höheren empfangen.

Wenn die Tore des Palastes verschlossen sind, sind es fünfzig an der Zahl. Aber öffnen kann man nur neunundvierzig. Es sind fünfzig Tore, weil zehn Sefirot in der Hauptsache nur fünf Sefirot KaCHaB TuM sind, Tiferet jedoch besteht aus WaK und daher sind sie zehn. Und weil jede der Sefirot zehn [Sefirot] enthält, so sind sie fünfzig.

Sie teilen sich in vier Richtungen auf und werden neunundvierzig Tore, weil das Öffnen und Schließen nicht im Unteren Hej geschieht, sondern nur im Schlüssel (Miftecha), Ateret Jessod (Krone von Jessod). Daraus folgt, dass Einprägungen, die sich zum Empfangen eignen, nicht in allen fünf Sefirot KaCHaB TuM stattfinden, sondern nur in den vier Sefirot KaCHaB Tiferet und nicht in Malchut und viermal zehn sind vierzig. Malchut enthält ebenfalls zehn Sefirot, KaCHaB TuM. Daraus folgt, dass auch sie für ihre ersten neun [Sefirot] vom Schlüssel empfangen kann, bis zu ihrem Ateret Jessod, da es dort Einprägungen der neunundvierzig Sefirot gibt: Vierzig von den vier Sefirot KaCHaB Tiferet, von denen jede aus zehn besteht und die ersten neun [Sefirot] von Malchut, die zehn enthält. Es ergibt sich, dass nichts fehlt außer Malchut de Malchut.

Darum heißt es: „Ein Tor hat keine Seite und es ist unbekannt, wo es ist, oben oder unten.“ Deswegen blieb dieses Tor verborgen, Malchut de Malchut, das fünfzigste Tor, das eigentliche Untere Hej, welches von Ejnaim zu Pe zur Zeit von Gadlut herabsteigt. Und obwohl das Untere Hej von Nikwej Ejnaim der Höheren AwI zu Pe absteigt und ihre ACHaP mit ISHSuT sind, die sich über sie kleiden, um sich zu einer Stufe AwI in einem einzigen Parzuf zu verbinden. Zu dieser Zeit werden GaR der Lichter in es gezogen, und das ist der Grund, weshalb AwI nichts von den Lichtern von GaR empfangen und in Awira dachja (Reiner Luft) verbleiben, als ob das Untere Hej immer noch nicht von ihren Nikwej Ejnaim abgestiegen wäre.

Deshalb folgt daraus, dass in Bezug auf GaR de Bina, den Höheren AwI, nicht bekannt ist, ob das Untere Hej immer noch oben an ihren Nikwej Ejnaim steht, denn sie befinden sich nach wie vor nur im Or Chassadim, wie vorher. Oder ob das Untere Hej von Nikwej Ejnaim an den Platz von Pe abgestiegen ist, da sie ihre Kelim de ACHaP zusammen mit ISHSuT erhoben haben und die Mochin de GaR der Lichter an ISHSuT weitergeben, woraus zwangsläufig folgt, dass das Untere Hej zu Pe abgestiegen ist. In gewisser Weise, wenn wir aus der Verbindung mit den Höheren AwI heraus schauen, so kommt es uns vor, als befände sich das Untere Hej in Nikwej Ejnaim, und wenn wir aus der Verbindung mit ISHSuT heraus schauen, sehen wir es unten, in Pe.

Es hieß: „Ein Tor hat keine Seite“, denn es ist Malchut de Malchut, das eigentliche Untere Hej. Unbekannt ist, ob es oben oder unten ist, weil, was AwI betrifft, es oben ist und bezüglich ISHSuT ist es unten. Deswegen bleibt dieses Tor verschlossen.

Aus diesem folgt, dass Malchut de Malchut sich deswegen überhaupt nicht öffnet und sowohl zurzeit von Katnut als auch vor ihrem Abstieg zu Pe verschlossen ist. Dies ist so, weil das Öffnen der Tore nur in ISHSuT geschah, in welchen das Untere Hej fehlt, und Ateret Jessod (Krone von Jessod) wird an seiner Stelle benutzt.

In den Höheren AwI jedoch, in denen das Untere Hej wirkt, bleiben sie in Bezug auf GaR verschlossen wie zuvor, und deshalb bleibt dieses Tor verschlossen. Man sollte wissen, dass, obwohl Malchut de Malchut das fünfzigste Tor ist, dies nur in Bezug auf die Kelim gilt. Doch bezüglich der Lichter wird es als GaR de Mochin erachtet, denn ihretwegen verbleiben die Höheren AwI im Or Chassadim ohne GaR. Ebenso wie alle Höheren.

Daher verursacht die Verschließung des fünfzigsten Tores einen Mangel an GaR de Mochin in allen Stufen, und es gibt nur WaK de Mochin in ihnen. Wir erfahren, dass alle fünfzig Tore von Bina Moses gegeben wurden, außer einem. Dies ist der Mangel an GaR de Mochin, da diese GaR de Mochin in allen Welten erst am Ende der Korrektur leuchten werden.

44) Innerhalb dieser Tore gibt es ein Schloss, und eine enge Stelle, um dort diesen Schlüssel hineinzustecken. Diese ist weder beschrieben noch erkennbar, sondern nur entsprechend der Inschrift auf dem Schlüssel [ist klar], dass niemand diese enge Stelle erkennt – dies geschieht nur anhand dieses Schlüssels. Über diesen steht geschrieben: „Im Anfang erschuf Gott.“

„Im Anfang“ ist der Schlüssel (Miftecha), in dem alles verborgen ist und er ist es, welcher zusperrt und öffnet. Sechs Tore sind in diesem Schlüssel enthalten, welche er zuschließt und öffnet. Wenn er diese Tore zuschließt und sie in sich selbst einschließt, dann steht sicherlich „Im Anfang“ geschrieben, ein offenbartes Wort innerhalb eines verborgenen Wortes. „Erschuf“ ist überall ein verborgenes Wort, es deutet an, dass der Schlüssel schließt und nicht öffnet.

Erläuterung: Das Untere Hej in Nikwej Ejnaim wird Schloss (Manula) genannt, weil es die Lichter von GaR verschließt, die nicht im Parzuf leuchten können, solange es oben in Nikwej Ejnaim steht. Es wurde gesagt, dass es innerhalb dieser Tore ein Schloss gibt und eine enge Stelle, Jessod im Unteren Hej, d. h. im neunundvierzigsten Tor der Kelim. Das ist so, weil das eigentliche Untere Hej, Malchut de Malchut, das fünfzigste Tor ist, und Jessod de Malchut ist das neunundvierzigste Tor, in welches dieser Schlüssel gesteckt werden muss. –Denn bei Jessod des Unteren Hej wird der Schlüssel hineingesteckt, bei Ateret Jessod der Mochin, und durch ihn wird das Untere Hej von Nikwej Ejnaim zu Pe abgesenkt, und der Parzuf den Lichtern von GaR geöffnet. Daher wird Ateret Jessod auch „Schlüssel“ (Miftecha) genannt.

„Sie (die enge Stelle) ist weder beschrieben noch erkennbar, sondern nur entsprechend der Inschrift auf dem Schlüssel [ist klar], dass niemand diese enge Stelle erkennt, sondern sie nur durch den Schlüssel erkannt wird.“ Der Schlüssel ist Ateret Jessod der Mochin und betritt seine entsprechende Bchina im Unteren Hej, in Jessod de Malchut, im Schloss, das das Untere Hej ist, um die nicht eingeschrieben GaR zu verhüllen und zu verschließen, nur wegen der Inschrift des Schlüssels, welcher in der Bchina SaT de Bina, ISHSuT herrscht, aber nicht in ihr selbst, d. h. im Unteren Hej, in welchem GaR de Bina, die Höheren AwI, herrschen, welche immer als vollständige GaR angesehen werden. Auch ist im Schloss eingeschrieben, dass es sich nur in Jessod der Mochin öffnet.

Deshalb wird gesagt: Niemand kennt diese enge Stelle, außer durch den Schlüssel allein. „Kennen“ bedeutet, die Ausbreitung der Mochin, denn die Mochin wurden nur mit dem Schlüssel herausgegeben, in SaT de Bina, wo der Schlüssel arbeitet, das heißt in Ateret Jessod. Hingegen bleiben sie am Platz der Höheren AwI unbekannt, welche GaR de Bina sind, wo der Schlüssel nicht arbeitet, sondern nur das Untere Hej selbst.

Es folgt daraus, dass, auch wenn das wirkliche Untere Hej unbekannt ist, gleich, ob es unten oder oben ist, es noch immer genug ist, um für ISHSuT bekannt zu sein. Denn durch diese öffnet es sich in Mochin de GaR. Dies ist so, weil hier lediglich Yud, Hej, Waw in ISHSuT sind, ohne Malchut, und Ateret Jessod dient wie ein Massach in ihnen, anstelle von Malchut. Und Mochin, welche das Untere Hej von Nikwej Ejnaim zu Pe absenken, arbeiten ebenfalls nur im Massach von Ateret Jessod, weil im Unteren Hej kein Zuschließen war und kein Mangel an GaR unten war, weil es in AwI arbeitet, welche immer GaR sind.

Und weil die gesamte Verhüllung und das Zuschließen nur in Ateret Jessod waren, welches in ISHSuT arbeitet, folgt daraus, dass nur Ateret Jessod der Mochin der Schlüssel ist, um das Untere Hej von Ejnaim zu Pe abzusenken, das heißt nur in den fünf Kelim, welche von der Kraft des Massach von Ateret Jessod erschaffen wurden, wie diese. Daher kommt er zu dem Schluss, dass niemand diese enge Stelle erkennt, sondern sie nur an diesem Schlüssel erkannt wird. Daher erreichen die Mochin nur die Kelim von ISHSuT, welche vom Schlüssel, Ateret Jessod, herauskommen, und nicht AwI, das Untere Hej, Malchut de Malchut, das tatsächliche Schloss.

Das Wort BeReshit (Im Anfang), welches Chochma ist, enthält in sich nur einen Schlüssel, Ateret Jessod (Krone von Jessod), die neunundvierzig Tore der Kelim und nicht das fünfzigste Tor der Kelim, Malchut de Malchut. Daher wurde gesagt, BeReshit ist der Schlüssel, in welchem alles verborgen ist. Mit ihm wird alles in Katnut verschlossen. Dazu verschließt und öffnet er – er verschließt all die Mochin in Katnut, im Unteren Hej in Ejnaim und öffnet sie in Gadlut, um das Untere Hej von Nikwej Ejnaim zu Pe abzusenken.

Der Unterschied ist, dass aus diesem Grund das Öffnen von Chochma – inbegriffen im Wort BeReshit – nur für die WaK der Stufen ist, welche die Kelim dieses Schlüssels sind. Aber die Mochin von BeReshit leuchten nicht für die GaR der Parzufim, weil ihre Kelim nicht vom Schlüssel sind, sondern vom Unteren Hej.

„Sechs Tore sind in diesem Schlüssel eingeschlossen, welche er schließt und öffnet“, weil die GaR der Mochin darin abwesend sind und er nur SaT der Mochin öffnet, wo jedes der SaT nur WaK hat, und sie sind sieben Mal WaK. Es folgt daraus, dass der Schlüssel (Miftecha), die siebte Sefira, Ateret Jessod, lediglich sechs Tore in sich enthält. Darum wurde gesagt: „Sechs Tore sind in diesem Schlüssel eingeschlossen, welche er schließt und öffnet“, damit wird angedeutet, dass er nur WaK de Mochin herausgibt.

Es wurde gesagt: „‚Im Anfang’ ist ein offenbartes Wort innerhalb eines verborgenen Wortes. ‚Erschuf’ ist überall ein verborgenes Wort, das bewahrt, dass der Schlüssel verschließt und nicht öffnet.“ Mit anderen Worten: „Im Anfang“ deutet Chochma an, welches ein offenbartes Wort ist. Aber wenn gesagt wird: „Im Anfang erschuf“, dann bedeutet das, dass Chochma verschwunden ist und verschlossen wurde. Es wurde gesagt: „‚Im Anfang’ ist ein offenbartes Wort innerhalb eines verborgenen Wortes“, weil das Wort „Erschuf“ nach ihm geschrieben wurde und „Erschuf“ ist überall ein verborgenes Wort. Daher bedeutet: „Im Anfang erschuf“, dass Chochma verborgen wurde. Es folgt daraus, dass die Bedeutung verschlossen ist und nicht geöffnet, dass Chochma verborgen wurde und bisher noch nicht enthüllt wurde.

 

Als sie erschaffen wurden (BeHibaram) – in Abraham

45) Bara (ברא, erschuf) ist ein verstecktes Wort, was auf einen zuschließenden Schlüssel hinweist, der nicht aufschließt.

Und während der Schlüssel mit dem Wort bara zuschließt, gab es keine Welt, sie existierte nicht, und Tohu (Chaos) bedeckte alles. Während dieses Tohu regierte, gab es keine Welt und sie existierte nicht.

46) Wann öffnete dieser Schlüssel dann die Tore und war zum Einsatz und zum Hervorbringen von Nachkommen bereit? Als Abraham, Chessed, kam, wie es geschrieben steht: „Diese sind die Generationen von Himmel und Erde, als sie erschaffen wurden (BeHibaram בהבראם)“. Sprich es nicht „BeHibaram aus (als sie erschaffen wurden), sondern BeAwraham (באברהם, in Abraham). Dann kamen die Buchstaben, die Kelim, die im Wort bara verborgen waren, wieder zum Einsatz und sie öffneten sich, um zuzuhören. Dann kam die Säule, die Nachkommen hervorbringt, heraus, das heilige, grundlegende Organ (Ewer, אבר), auf dem die Welt stand, da bara (ברא, erschaffen) die Buchstaben Alef-Bet-Resh (א-ב-ר) hat (wie das Wort „Organ“).

Und wann öffnete dann dieser Schlüssel die Tore und wurde zum Einsatz und Hervorbringen der Nachkommen bereit gemacht?

Drei Dinge gibt es in dieser Frage:

  1. Das Öffnen der Tore ist das Absteigen des Unteren Hej von Nikwej Ejnaim zu Pe, sodass sich die neunundvierzig Tore in Mochin de Chochma öffnen.
  2. Und es wird zum Einsatz bereit gemacht, in der Einkleidung von Chochma in Or Chassadim, wo vor der Einkleidung von Or Chochma in Or Chassadim ACHaP keine Mochin de Chochma empfangen konnten, obwohl sie sich bereits in GE zu einer einzigen Stufe verbunden haben.

Dies ist so, weil MI (מי) ohne die Einkleidung von Chassadim nicht in ELeH (אלה) leuchten konnte, und ELeH immer noch im Namen verborgen wäre, und es gilt, dass die Mochin noch nicht bereit sind, um von den Unteren verwendet zu werden.

  1. „Nachkommen hervorbringen“ bedeutet „Seelen zeugen“, da, sobald Seir Anpin diese Mochin vollständig empfängt, er sich mit Nukwa paart und die Seelen der Gerechten zeugt.

Und er antwortet: „Als Abraham kam.”  Was im Wort bara verborgen war, wurde durch die Buchstaben wieder verwendet – Abraham, Chessed de Seir Anpin de Gadlut, wobei Chessed dann Chochma wurde. Und bevor Abraham kam, war alles im Wort bara verborgen, und Tohu regierte die Welt, SoN. SoN hatte ebenfalls weder Chassadim noch Chochma, und als Abraham kam, das heißt das Licht Chessed, welches Seir Anpin gewährt wurde, öffneten sich die Tore mit Chochma im Überfluss, da das Untere Hej von Ejnaim zu Pe abstieg, ISHSuT sich mit AwI zu einer einzigen Stufe vereinten, und GaR der Lichter zu ISHSuT ausgebreitet wurden, gemeint ist das Or Chochma.

Und da Seir Anpin bereits Or Chassadim von Abraham hatte, kleidete sich das Or Chochma in das Or Chassadim ein, die Buchstaben ELeH verbanden sich mit MI, der Name Elokim wurde vervollständigt und die Mochin kleideten sich in Seir Anpin ein. Darum wird gesagt, dass, als Abraham kam, die Buchstaben wieder verwendet wurden, gemeint ist, dass Mochin de Chochma in Chassadim ausgebreitet wurden und sich in Seir Anpin einkleideten, und „die Nachkommen hervorbringende Säule“ kam hervor, weil das Untere Hej abstieg von Nikwej Ejnaim de Seir Anpin zu Pe, und es erlangte auch Bina.

Seir Anpin und Nukwa, die ihm fehlten, wurden „Neue NeHJ“ in ihm genannt, mit Jessod de Gadlut, genannt „ein heiliges, grundlegendes Organ, auf dem die Welt steht“, da er durch dieses Organ an Nukwa weitergibt, die „die untere Welt“ genannt wird, und „die die Seelen der Gerechten zeugt“.

47) Wenn dieses EWaR (Organ) im Wort bara aufgezeichnet ist, dann schreibt der Verborgene Höhere einen anderen für Seinen Namen und in Seiner Ehre. Dieser ist MI. Und er erschuf ELeH. Auch wurde der heilige, gesegnete Name, MaH aufgezeichnet und nahm EWaR aus dem Wort bara. Von dieser Seite ist es in ELeH eingeschrieben und in EWaR von der anderen. Das Verborgene, ELeH, existiert, und EWaR existiert. Wenn der eine vollständig ist, dann ist es auch der andere. Er prägte den Buchstaben Hej für dieses EWaR ein und den Buchstaben Yud für ELeH.

Von nun an schreibt der Sohar mehr im Detail über Mochin de Seir Anpin, die bisher mehr allgemein vorgestellt wurden. Es heißt, dass, wenn EWaR im Wort bara aufgezeichnet ist, der Höhere Verborgene einen anderen für Seinen Namen und für Seine Ehre aufzeichnet, und das ist MI. Dies ist so, weil EWaR Jessod und Atara („Krone“) ist, und bara weist auf das Schließen von GaR hin, was durch die Kraft des Aufstiegs des Unteren Hej zu Nikwej Ejnaim geschah. Atara von EWaR ist im Unteren Hej aufgezeichnet, in Nikwej Ejnaim, genauso wie das Schloss, das Untere Hej, in der Beschriftung des Schlüssels, Ateret Jessod (Krone von Jessod), ist.

Es gilt, dass der Höhere Verborgene die Höheren AwI, die im Unteren Hej aufgezeichnet sind, nun eine weitere Beschriftung in ihrem Schloss gemacht haben, die Beschriftung des Schlüssels, der Atara von EWaR ist. Dann gilt MI als bereit für eine Frage, würdig MaN zu empfangen, wobei das Untere Hej von Ejnaim abgesenkt wird und die Buchstaben ELeH zu ihnen erhebt, dem ACHaP, mit welchem GaR der Lichter ausgebreitet werden.

Bevor jedoch das Untere Hej in der Beschriftung von EWaR aufgezeichnet war, gab es keine Ausbreitung von GaR, weil das Untere Hej selbst das fünfzigste Tor ist, welches sich nicht durch GaR öffnet. Daher werden sie, bevor sie im Schlüssel von EWaR nicht aufgezeichnet sind, MI genannt, weil sie für eine Frage nicht bereit sind.

Und als dann dieses EWaR im Wort bara aufgezeichnet war, als das Untere Hej im Wort bara die Beschriftung von EWaR, die der Schlüssel ist, erhielt, schrieb der Höhere Verborgene eine andere Inschrift für Seinen Namen und zu Seiner Ehre, und diese ist MI. Dann gravieren AwI den Schlüssel in das Untere Hej ein, in ihren Nikwej Ejnaim, damit sie würdig werden, MI genannt zu werden, das heißt, bereit für eine Frage zu sein, und um Mochin de GaR auszubreiten, denn Mochin werden nur in der Inschrift des Schlüssels ausgebreitet.

We bara ELeH – und er erschuf diese“, gemeint ist, dass nachdem das Schloss (Manula) im Wort bara mit der Reshimo des Schlüssels (Miftecha), dem EWaR, aufgezeichnet war und zu MI wurde, MI ELeH erschuf. Dies bedeutet, dass das Untere Hej von Nikwej Ejnaim zu Pe abstieg und ACHaP, die Buchstaben EleH, zu Rosh erhob und GaR ausgebreitet wurden. „Er erschuf ELeH“ bedeutet Verhüllung, da es immer noch keine Einkleidung von Chassadim in ihnen gibt, und die aufgestiegenen Buchstaben ELeH noch immer im Namen verborgen sind und ohne Einkleidung von Chassadim nicht enthüllt werden können.

Es hieß, dass der Heilige, Gesegnete Name, MaH, auch aufgezeichnet wurde und EWaR aus dem Wort bara hervorbrachte. Malchut, die von Ejnaim zu Pe abstieg, wird MaH genannt, wie die untere Welt MaH genannt wird. Dies ist der Massach, der vorher in Nikwej Ejnaim war. Nun stieg er ab zu Pe, ein Siwug wurde auf ihm gemacht, und er brachte die Stufe von Chassadim hervor, ein Licht des Segens. Dadurch wurde die Verhüllung des Wortes bara hervorgebracht und zu EWaR gemacht, Jessod, das Chassadim gibt.

Es wurde gesagt, dass der Heilige, Gesegnete Name, MaH, auch aufgezeichnet war und EWaR vom Wort bara hervorbrachte, da das Or Chassadim noch in den Buchstaben ELeH fehlte, um sie einzukleiden, daher war ELeH noch im Namen versteckt. Durch das Licht des Segens von MaH wurde die Verhüllung von bara geöffnet und es wurde ein gebendes EWaR.

In ELeH steht es von dieser Seite aufgezeichnet und in EWaR von jener Seite. „Nun sind zwei Stufen in ihnen unterschieden, eine gegenüber der anderen, da ELeH ACHaP mit den Mochin de Chochma sind, denen noch immer Chassadim auf dieser Seite fehlen, und EWaR, Jessod, das die Stufe von MaH empfing, steht ihm gegenüber, auf der Seite, der Chochma fehlt.

Deshalb heißt es, dass der verborgene Heilige Name ELeH existiert und EWaR existiert, da ELeH, das Mochin de Chochma erlangte, genannt „Heilig”, in verborgener Form auf der einen Seite im Parzuf steht, und dem gegenüber steht EWaR auf der Stufe von Chassadim im Parzuf. Wenn einer vollständig ist, ist auch der andere vollständig, denn beide traten durch den Abstieg des Unteren Hej von Nikwej Ejnaim zu Pe aus, da EWaR durch die Kraft von MaH im Pe austrat. Ähnlich stiegen ELeH, die ACHaP sind, zu Pe auf, durch das Erscheinen von Malchut unter ihnen. Es folgt, dass, wenn einer vollständig ist, dann ist auch der andere vollständig, weil sie alle auf einmal kommen.

„Er prägte den Buchstaben Hej ה in dieses EwaR (אבר) ein und prägte den Buchstaben Yud י in EleH (אלה) ein, da Hej ה auf den Massach hinweist, der nur auf der Stufe von Chassadim ohne Chochma austritt, da sie Malchut ist, die nicht dazu geeignet ist, Chochma, sondern nur Chassadim zu empfangen, während Yud י einen männlichen Massach darstellt, der sich für das Empfangen von Chochma eignet. Deshalb prägte er in dieses EwaR den Buchstaben Hej ה ein, mit dem Massach MaH (מה), der nur Chassadim anzieht ohne Chochma. Und er prägte in diesem EleH (אלה) den Buchstaben Yud י ein, mit einem männlichen Massach, der Chochma fortsetzte und nicht Chassadim.

48) Als die Buchstaben erwachten, EwaR (אבר), Hej ה, und die Buchstaben EleH (אלה), Yudי , um diese Seite und jene Seite zu ergänzen, rief Er den Buchstaben Mem ם hervor. Einer nahm das Mem ם auf diese Seite neben die Buchstaben Eloki (EleH Yud, י  אלה), und einer nahm das Mem ם zur anderen Seite, neben die Buchstaben EWRaH (EwaR Hej, אבר ה). Folglich wurde der Heilige Name vervollständigt, die Verbindung Elokim (אלהי”ם) wurde erschaffen, und auch der Name Awraham (אברהם, Abraham) wurde vervollständigt. Deshalb wurde gesagt, dass, wenn einer vervollständigt wurde, es der andere auch wurde.

Und es gibt jene die sagen, dass der Schöpfer die Buchstaben MI (מי) nahm und sie in die Buchstaben EleH (אלה) setzte, was die Kombination Elokim (אלהי”ם) bildet. Und der Schöpfer nahm die Buchstaben MaH (מה) und setzte sie in EwaR (אבר), was die Kombination Awraham (אברהם) bildet. Das Wort MI (מי) weist auf die fünfzig Tore von Bina. Außerdem ist der Buchstabe Yud  יim Buchstaben MI (מי), der erste Buchstabe des Heiligen Namens. Und das Wort MaH (מה) weist auf den Heiligen Namen, weil HaWaYaH gefüllt mit den Buchstaben Alef im Zahlenwert MaH (45) ist.

Außerdem gibt es im Wort MaH (מה) den zweiten Buchstaben des Heiligen Namens HaWaYaH, den Buchstaben Hejה . Es steht geschrieben: „Glücklich ist das Volk, dessen Gott der Ewige (HaWaYaH) ist.“ Und es steht geschrieben: „Und hängt die Erde auf ohne MaH (מה).“ Dies weist hin auf die Zahl HaWaYaH gefüllt mit Alefim, welche im Zahlenwert MaH ist, und dann existierten die zwei Welten – die nächste Welt in Yud, und diese Welt in Hej. Er erschuf die nächste Welt mit MI, und Er erschuf diese Welt mit MaH (מה), und dies weist auf das Oben und Unten.

Und dann brachte Er Nachkommen hervor, und der Name kam vollständig hervor, was vorher nicht so war. Darüber steht geschrieben: „Dies sind die Generationen des Himmels und der Erde beHibaram (בהבראם, als sie erschaffen wurden)“, was die Buchstaben von beAwraham (באברהם, in Abraham) sind, da alle Generationen unvollständig hinunter hingen bis der Name Abraham erschaffen wurde. Als dieser Name, Abraham, vervollständigt wurde, wurde der Heilige Name vervollständigt, wie geschrieben steht: „An dem Tag an dem der Ewige, Gott, Erde und Himmel erschaffen hat.“ „An dem Tag, an dem (der Ewige, Gott,…) erschaffen hat“, ist der Tag, an dem sie durch den Namen Abraham vervollständigt wurden, und dann wird der Name HaWaYaH erwähnt. Der Name HaWaYaH wurde bisher noch nicht in der Tora erwähnt.

Diese zwei Ebenen, das Or Chochma in ELeH (אלה) und das Or Chassadim in MaH (מה), erwachten, um einander zu ergänzen, um sich ineinander einzukleiden. Und dann, nachdem sich Chochma in Chassadim einkleidete, kommt MeM מ-ם hervor, Malchut, die von ihnen allen empfängt.

Und danach nahm Er das Mem מ-ם zu dieser Seite, neben die Buchstaben Eloki (אלה”י), und eine nahm Mem ם zu jener Seite, neben den Buchstaben EWRaH (אברה), und der Heilige Name war vervollständigt. Die Kombination Elokim (אלהי”ם) wurde gebildet, und ebenso der Name Abraham, da es nun vier Buchstaben Eloki (אלה”י) gibt. Und zudem prägte Er den Buchstaben Hej ה in jenes EWaR (אבר) ein, und es gibt dort die vier Buchstaben EWRaH (אברה).

Folglich wurden die Buchstaben nun einer über dem anderen ergänzt. Und dann, nachdem sich Chochma in Chassadim einkleidet, kommt MeM hervor, Malchut, die von ihnen allen empfängt. Und danach nahm Er das MeM ם-מ zu dieser Seite, der Seite der Buchstaben von Eloki (אלה”י), und danach nahm Er das Mem מ zu jener Seite, der Seite der Buchstaben von EWRaH (אברה). Wenn die Buchstaben Eloki das Mem empfangen, wird der Heilige Name vervollständigt und die Kombination Elokim wird gebildet, und die Buchstaben EWRaH (אברה) empfangen das Mem ם, und auch der Name Awraham (אברהם) wird vervollständigt.

Und als dieser Name, Awraham, vervollständigt wurde, wurde der Heilige Name vervollständigt, denn es gibt zwei Ebenen, Chochma und Chassadim, die einander brauchen. Daher wurde der Heilige Name nicht vervollständigt bevor der Name Awraham vervollständigt wurde.

247 – 260, Sohar, Das Vierzehnte Gebot

Das vierzehnte Gebot

Das vierzehnte Gebot gebietet, den Shabbat einzuhalten, welcher der Tag der Ruhe vom gesamten Schöpfungsakt ist. Zwei Gebote sind hierin enthalten: das eine ist, den Shabbat einzuhalten; das andere diesen Tag mit seiner Heiligkeit zu verbinden, d. h. die Mochin von Chochma, genannt „Heiligkeit“ heranzuziehen, um den Shabbat einzuhalten, wie wir erinnert werden, dass er der Ruhetag für die Welten ist und alle Taten sind in ihm enthalten und sie werden ausgeführt, bevor der Tag heilig wird.

Erläuterung: Am Shabbat erhebt sich SA zu AA, Nukwa zu AwI, und BYA steigen auf zu ISHSuT und SoN de Azilut. Und wir finden vor, dass NaRaN des Menschen sich mit ihnen zu Azilut erheben, wo sie das Licht von Chaja empfangen. Daher gibt es zwei Gebote:

Das erste Gebot ist, den Shabbat einzuhalten, damit man nicht darin scheitert, Arbeit auszuüben, Gegenstände von einem Bereich zu einem anderen Bereich transportiert, usw. Dann, nachdem sich die Welten vollständig von den Klipot (unreine Kräfte) getrennt haben, müssen wir darauf achten, dass die Klipot nicht stark werden, um zurückzukehren und sich mit diesem Tag zu vermischen. Und derjenige, der die Arbeit an diesem Tag verrichtet, verursacht erneut das Eindringen der Klipot in die Heiligkeit.

Das zweite Gebot ist, diesen Tag mit der Heiligkeit zu verbinden, wie es sich gehört. Das heißt, durch die Freude des Shabbat ziehen wir das Licht von Azilut in unsere NaRaN. Das Licht von Azilut ist das Or Chochma, genannt „Heiligkeit“, und wir werden dadurch geheiligt.

Den Shabbat einzuhalten bezieht sich auf all die Mühen und Arbeiten, die in den Arbeiten und Kriegen mit der Sitra Achra enthalten sind, die uns davon trennen, uns an den Schöpfer anzuhaften. Die Regel ist, dass, wo es Mühe gibt, es (auch) Sitra Achra gibt, denn durch die Kriege und Mühen sortieren wir die heiligen Funken aus, die von der Sitra Achra aufgesaugt sind, sodass jedes Aussortieren als eine eigenständige Arbeit betrachtet wird.

Zuerst wurde dieses Aussortieren vom Ausströmenden selbst vollbracht, was alle Arbeiten des Schöpfers sind, die in den sechs Schöpfungstagen erwähnt werden. Und als alle Sortierungen vollendet waren, galten sie als vollendet und haben ihren Zweck erfüllt. Und dann wird der Shabbat, der Tag der Ruhe, geheiligt – denn die Arbeit ist vollendet, und es gibt nichts mehr zu korrigieren. Deshalb ist der Shabbat der Tag der Ruhe aller Welten.

Denn an jedem Shabbat kehrt jene Vollkommenheit zurück, die im Shabbat des Schöpfungsbeginns war, der Tag der Ruhe genannt wird, d. h. als alle Klipot abgetrennt wurden und in den großen Abgrund versanken. Und die Welten steigen auf in die Welt Azilut, die vollkommene Einheit ist. Und wir müssen diese Heiligkeit anziehen, und sie wird durch die beiden Gebote ‚Gedenke‘ und ‚Halte ein‘ zu uns gezogen.

248) Als der Tag heilig wurde, blieb die Erschaffung der Geister übrig, für die kein Körper erschaffen wurde. Wusste der Schöpfer nicht, wie man die Heiligung des Tages hinausschiebt, bis die Körper für diese Geister erschaffen sind? Tatsächlich erweckte der Baum der Erkenntnis von Gut und Böse die böse Seite und ersuchte sich in der Welt zu stärken. Daher trennten sich viele Geister ab und kamen in vielen Armen hervor, um sich zu stärken und in Körper in der Welt einzukleiden.

Als der Tag heilig wurde, blieb die Erschaffung der Geister übrig, für die keine Körper erschaffen worden waren. Mit anderen Worten, der Tag wurde heilig, bevor der Schöpfer es schaffte, Körper für diese Geister zu erschaffen, wie geschrieben steht: „Denn an ihm ruhte Er von all Seinem Werk, das Gott erschaffen, dass es weiterwirke.“ Hatte er tatsächlich sein Werk mit dem erwünschten Ziel abgeschlossen und erschuf Er nicht „nichts zu tun“ für uns, weil Er alles schon getan und Selbst beendet hatte? Vielmehr machte der Schöpfer alle Unterscheidungen und beendete alle Seine Werke, damit wir die Gelegenheit haben würden zu tun.

Das heißt, dass wir sie tun und sie durch unsere Arbeit in Tora und Mizwot beenden könnten. Das Ruhen des Geschöpfs wurde nur in Bezug auf das gesagt, was zur Arbeit des Ausströmenden gehört, da der Schöpfer bereits von all Seinem Werk geruht hat, weil von Seiner Seite aus nichts fehlte. Alles, was der Schöpfer erschaffen und beendet hat, erlaubt uns, auch von unserer Seite zu tun und sie zu beenden.

Daher blieben die Geister übrig, für die der Schöpfer keine Körper mehr machen konnte, bevor Er den Shabbat heiligte. Bloße Geister verblieben, körperlos. Diese körperlosen Geister sind die Klipot und Schadenbringer, die den Menschen zur Sünde führen. Er ließ sie absichtlich zurück, denn durch sie wurden uns die Kraft der Wahl und ein Platz der Arbeit in Tora und Mizwot gegeben.

Wusste der Schöpfer nicht, wie er sich davor zurückhalten konnte, den Tag zu heiligen, bis Körper für diese Geister erschaffen wurden? Vielmehr erweckte der Baum der Erkenntnis von Gut und Böse die böse Seite und ersuchte in der Welt zu überwinden. Malchut wird „Der Baum der Erkenntnis von Gut und Böse“ genannt: wenn er belohnt wird, ist es gut; wenn er nicht belohnt wird, ist es schlecht.

Als Adam haRishon am Baum der Erkenntnis sündigte, wurde er zu „Nicht belohnt.“ Daher erwachte das Böse am Baum der Erkenntnis, und das Böse wünschte sich in der Welt zu überwinden, das Gute zu überwinden, und sich an die Welt anzuhaften, damit das Gute nicht fähig sein würde sich in die Welt einzukleiden – und es zu besiegen. Dann kamen viele Geister mit allen möglichen Waffen hervor, um sich in der Welt zu stärken und in Körper einzukleiden.

Zwei Punkte verbanden sich in Malchut:

  1. die Versüßung in Bina, Midat ha Rachamim (Eigenschaft der Gnade);
  2. Midat haDin (Eigenschaft des Urteils) in Malchut selbst.

Wenn Malchut ordnungsgemäß in die Kedusha korrigiert wird, wird der Punkt von Midat haDin verborgen und verhüllt, und der Punkt von Midat haRachamim wird enthüllt. Dann wird man belohnt, und es ist gut. Wenn man sündigt und sie schändet, offenbart sich Midat haDin in Malchut, und den Tätern von Schaden und Zerstörung wird Kraft gegeben, über ihn zu herrschen, und es ist schlecht.

Wenn er belohnt wird und der Punkt von Rachamim offenbart wird, wird er damit belohnt, Malchut durch seine Handlungen zur höheren Bina zu erheben, und die höheren Rachamim und Mochin erscheinen über ihm. Wenn er nicht belohnt wird und Midat haDin in ihr enthüllt wird, dann schändet er nicht nur Malchut, er schändet auch noch den Punkt von Bina, der sich mit Malchut verband, da sie von Rachamim zu Din gewandelt wurde wegen der Erscheinung von Din in Malchut – denn es herrscht dann die ganze offenbarte Eigenschaft.

Daher erschien nach der Sünde am Baum der Erkenntnis die Kraft von Din in Malchut und schändete den Punkt von Bina in ihr, der sich zu Midat haDin wandelte, und dieser Punkt von Bina ist die Gesamtheit der Möglichkeiten zur Korrektur in Malchut, die ihrerseits „gut“ genannt wird, wenn der Punkt von Bina enthüllt wird. Aber nun, da der Punkt von Bina ebenfalls zu Din gewandelt wurde, dachte Sitra Achra, dass es ihre Zeit sei, sich in der Welt zu vermehren und in die Körper der Menschen einzukleiden, in jene von Adam haRishon und seinen Söhnen.

Der Körper der Sitra Achra erbte den Körper von Adam haRishon, und dort ist keine Korrektur von Malchut wahrnehmbar von der Seite des Guten, denn er sah, dass der Punkt von Bina ebenfalls zu Midat haDin gewandelt wurde und keine Korrektur mehr wahrnehmbar war.

Daher gingen viele Geister heraus, um in der Welt gestärkt zu werden, um sich mit mehreren Arten von Waffen, das heißt der Kraft der Zerstörung, in Körper von Menschen dieser Welt einzukleiden und hier dauerhaft zu herrschen. Sie dachten, dass es keinen Erlöser von ihnen geben würde, wegen des Mangels, den Adam im Punkt von Rachamim mit seiner Sünde verursachte.

249) Als der Schöpfer dies sah, rief er ein Wehen von Wind aus dem Baum des Lebens, Seir Anpin, hervor und schlug auf einen anderen Baum, Malchut. Da erwachte die andere, gute Seite, und der Tag wurde heilig. Es ist so, da die Erschaffung der Körper und das Erwecken der Geister in dieser Nacht des Shabbat auf der guten Seite liegen und nicht auf der anderen Seite.

Als der Schöpfer sah, dass das Gericht bei Sitra Achra war und sie Macht hatte, die Körper in der Welt einzukleiden, was weitere Korrektur ganz verhindern würde, rief Er ein Wehen von Geist vom Baum des Lebens hervor und paarte sich mit dem anderen Baum, Malchut, indem er ihr Atem des Geistes des Lebens gab. Und von neuem erwachte in Malchut die andere Seite, die gute, wie es vor der Sünde von Adam haRishon war, denn wenn er belohnt wurde, war dies gut. Dann wurde der Tag heilig und die Kedusha des Shabbat wurde in die Welt ausgedehnt.

In anderen Worten, obwohl es die Regel war, dass Sitra Achra die Macht haben würde, sich in Körper einzukleiden, handelte der Schöpfer gegensätzlich zu der Regel und zog den Makel, den Adam haRishon verursacht hatte, ganz und gar nicht in Betracht. Und SoN, welche der Baum der Erkenntnis des Guten sind, paarten sich wie vor der Sünde und dehnten die Kedusha der Mochin des Shabbat in die Welt aus.

Es wurde im Sohar gesagt, dass das Licht, das in den sechs Schöpfungstagen handelte, erst nach dem Shabbat verborgen wurde. Und durch diese Handlung, als der Shabbat in die ganze Welt ausgedehnt wurde, wurde die Verschwörung der Sitra Achra, sich in Körper von Menschen dieser Welt einzukleiden, vereitelt, und sie blieben körperlose Geister. Somit konnte der Mensch umkehren.

Die Erschaffung der Körper und das Erwecken der Geister in dieser Nacht des Shabbat, stammen von der guten Seite, nicht von Sitra Achra, denn das Werk des Schöpfers besteht für immer. Wie am ersten Shabbat, nahm Er die Tatsache in keiner Weise zur Kenntnis, dass Adam schon durch die Sünde am Baum der Erkenntnis befleckt worden war; SoN paarten sich, und Er segnete den Tag wie vor der Sünde, denn Er hob die ganze Vorherrschaft der Sitra Achra auf, obwohl sie die Macht hatte zu herrschen.

Gleicherweise haben die bösen Kräfte an allen Shabbatot, während der 6000 Jahre keinerlei Kontrolle über ihn, obwohl der Mensch voller Schmutz ist, da er immer noch nicht die Sünde am Baum der Erkenntnis korrigiert hat, wenn er sich am Vorabend des Shabbat paart. In seinem Siwug erweitert er den Körper und den Geist des Neugeborenen, als ob es dort in ihm keinen Makel vom Baum der Erkenntnis gäbe, als ob er die Sünde am Baum der Erkenntnis schon selbst korrigiert hätte.

Die Erschaffung der Körper und das Erwecken der Geister in dieser Nacht des Shabbat sind auf der guten Seite. Obwohl der Mensch in dieser Nacht nicht belohnt worden ist, hat Sitra Achra keinerlei Herrschaft über ihn und er kann Körper und Geister durch seinen Siwug von der Seite des Baumes der Erkenntnis des Guten ausdehnen, und nicht von der Sitra Achra. Dies ist die Kraft der Korrektur, die am Shabbat der Schöpfung vorherrschte, als der Schöpfer das Böse, welches Adam haRishon auf sich gezogen hatte, ganz und gar nicht beachtete.

250) Hätte Er in dieser Nacht die Priorität auf die andere Seite gelegt, bevor Er der guten Seite die Priorität gab, würde die Welt nicht im Stande sein, auch nur für einen Moment vor ihnen zu bestehen. Aber der Schöpfer gab zuerst die Heilung und übersprang die Heiligung des Tages ihm zuliebe, und gab die Priorität dem, der anderen Seite zuvorzukommen, und die Welt bestand. Und statt des Gedankens der anderen Seite, gegründet und gestärkt in der Welt zu sein, wurde die gute Seite gegründet und gestärkt in dieser Nacht, um heilige Körper und Geister in dieser Nacht von der guten Seite her zu bauen. Deshalb ist die Zeit von weisen Menschen, die es wissen, von Shabbat zu Shabbat.

251) Dann, als die andere Seite dies sah, was sie tun wollte, tat das die Seite der Kedusha. Und sie ging und wanderte durch mehrere ihrer Armeen und Seiten. Und sie sah sie alle ihre Betten berühren bei Kerzenlicht. Folglich leiden alle Kinder, die dort geboren sind, unter der Krankheit des Fallens, weil die Geister von der anderen Seite in ihnen sind. Diese sind die nackten Geister der Bösen, die Unheilmacher genannt werden. Und Lilit verweilt auf ihnen und tötet sie.

252) Wenn der Tag heilig wird und die Kedusha die Welt beherrscht, verringert sich die andere Seite und verbirgt sich während der ganzen Shabbat-Nacht, und während des ganzen Shabbat-Tages. Außer Asimon mit seiner gesamten Sekte, die geheim auf den Kerzen wandeln, um die Enthüllung der Paarung zu beobachten. Hinterher verstecken sie sich im Loch des großen Abgrunds. Wenn die Sonne hervorkommt, dann fliegen mehrere Armeen und Scharen in der Welt und stöbern in ihr herum. Darum wurde der Psalm „Der im Schutz des Höchsten wohnt“ geschrieben, damit sie nicht das gesamte heilige Volk beherrschen würden.

Das Gericht galt Sitra Achra, damit sie sich in Körper einkleiden konnte. Wäre es ihnen gelungen, sich in Körper einzukleiden, wäre das Land den Bösewichten übergeben worden. Dann wären die in die Welt eintretenden Körper und Nachkommen alle vom Bösen der Sitra Achra. Sie hätten dann nicht die Kraft innerhalb der guten Seite für immer korrigiert zu werden.

Darum hieß es, dass, wenn die andere Seite zuerst nachts gekommen wäre, dann wäre es der Welt unmöglich gewesen, ihnen auch nur einen Moment widerstehen zu können, weil ihr Schmutz alle Nachkommen in der Welt beherrschen würde und es unmöglich wäre, auch nur kurz an der guten Seite festzuhalten.

Doch der Schöpfer kam einer Heilung für dieses zuvor. Und Er übersprang vor ihm den Tag zu heiligen, indem er vor der anderen Seite ankam, da die Kedusha vom Shabbat der Sitra Achra voranging und das Licht der Arbeitsunterbrechung und der Ruhe in den Welten erschien, das der Sitra Achra nachgibt und diese und die gesamten Klipot in das Loch des großen Abgrunds fallen lässt. Folglich existierte die Welt aufgrund dessen, eine Möglichkeit trat auf, Körper und Geister von der guten Seite in einem Siwug in der Shabbat-Nacht zu zeugen, und die Welt existiert in gewünschter Weise.

Es hieß, dass Er übersprang, um den Tag vor ihm zu heiligen, da alles, was nicht den Systemen der Welten folgt, „auslassen, überspringen“ genannt wird. Und da die Kedusha des Shabbat nur durch Erwecken von Oben erscheint, weil der Mensch nicht umkehrt und keine Korrektur vornahm, um ihrer würdig zu sein, aber der Erschaffer Selbst erst die Heilung für die Korrektur der Welt brachte, somit wird es „auslassen, überspringen“ genannt.

Und anstelle davon, dass der Plan der Sitra Achra sich in der Welt festlegt und sich stärken kann, wurde die gute Seite eingesetzt und in jener Nacht gestärkt, da diese Nacht nach der Beschmutzung vom Baum der Erkenntnis eigentlich rechtmäßig zur Sitra Achra in all ihrer Macht gehören sollte. Und das ist genau das, was die Sitra Achra dachte. Doch das Gegenteil fand statt: die Kedusha nahm ihren Platz ein und die heiligen Körper und Geister wurden in dieser Nacht erschaffen, da Vorbereitungen getroffen wurden, wo jeder, der sich in dieser Nacht paart, Körper und Geister von der guten Seite ausdehnt, wo es gar kein Festhalten für die Sitra Achra gibt, der genau entgegengesetzte Plan der Sitra Achra.

Aus diesem Grund ist die Zeit der Weisen, die es wissen, von Shabbat zu Shabbat. Denn seither werden die Körper und die Geister von der guten Seite gebildet, denn dann sieht die Sitra Achra, dass das, was sie geplant hatte, die gute Seite zuerst tat. Sie dachte darüber nach, in dieser Nacht des Shabbat, aufgebaut und gestärkt zu werden, aber am Ende wurde die Seite von der Kedusha gebaut.

Zu dieser Zeit geht und wandert die Sitra Achra durch mehrere ihrer bösen Lager und Seiten und sieht sie alle nackt, beim Kerzenlicht Geschlechtsverkehr machend, auf ihren Betten. Alle Kinder, die von ihnen geboren wurden, leiden unter Epilepsie, und die Sitra Achra legt böse Geister auf diese Kinder, bösartige Geister, die als „Schadenbringer“ bezeichnet werden. Wegen ihnen ist Lilit auf ihnen und tötet sie.

Aber wenn der Tag beginnt, beherrscht die Kedusha des Shabbat die Welt, die Sitra Achra verringert sich und verbirgt sich in der Shabbat – Nacht und dem Shabbat – Tag. Daher ist dann die Zeit der Weisen. Die Ausnahme ist der Schadenbringer namens Asimon und sein ganzes Lager, der heimlich mit Kerzen geht, um die Offenbarung des Geschlechtsverkehrs zu sehen.

Und dann verstecken sie sich im Loch des großen Abgrunds. Obwohl Asimon die Macht hat, den Geschlechtsverkehr bei Kerzenlicht auch am Shabbat zu sehen, hat er nicht die Macht, am Shabbat zu schaden, sondern muss sofort in das Loch des großen Abgrunds zurückkehren. Erst nach dem Shabbat kann er Schaden anrichten.

Erklärung der Worte: Rabbi Shimon spürte hier eine Frage über den Worten: „Die Zeit der Weisen ist von Shabbat zu Shabbat.“ Jeden Tag um Mitternacht geht der Schöpfer mit den Gerechten im Garten Eden spazieren. Und es gibt einen Siwug mit den Weisen, und nicht unbedingt in den Shabbat – Nächten. Um das zu erklären, arbeitete er über dem Unterschied zwischen einem Siwug am Shabbat und einem Siwug an einem Wochentag bei der Durchführung von Geschlechtsverkehr bei Kerzenlicht. Gemäß der wörtlichen Bedeutung der Worte besteht der Unterschied darin, dass die Sitra Achra an Wochentagen die Macht hat, die Neugeborenen mit Epilepsie zu schlagen, und Lilit hat die Macht, sie zu töten.

Aber in den Shabbat – Nächten, obwohl es den Schadenbringer Asimon und seine Sekte gibt, der die Macht hat, sie auch am Shabbat zu sehen, hat er zu der Zeit nicht die Macht, sie zu verletzen, sondern erst nach dem Shabbat. Und auch dafür gibt es eine Korrektur in der Unterscheidung. Im Gebet und in der Unterscheidung über dem Becher wird die Macht dieses Schadenbringers völlig annulliert. So gibt es einen großen Unterschied zwischen einem Siwug am Shabbat und einem Siwug an einem Wochentag um Mitternacht.

Es gibt „Lichter des Lichts“, SA, die höhere Vereinigung, und es gibt „Lichter des Feuers“, Nukwa de SA, die untere Vereinigung. Auch gibt es drei Bchinot  in ihrer Flamme:

  1. weißes Licht
  2. himmelblaues Licht unter dem weißen Licht
  3. eine grobe Sache wie Fett oder Öl oder Docht, an die sich das Himmelblau klammert.

Das himmelblaue Licht ist das Din in der Flamme, daher ist es ein verzehrendes Feuer, das alles frisst und verzehrt, was darunter liegt. Es frisst das Fett und den Docht, an dem es haftet. Auch weißes Licht ist das Rachamim in ihm, denn Weiß bedeutet Rachamim.

Aus diesem Grund leiden die Kinder eines Menschen, der Geschlechtsverkehr bei Kerzenlicht durchführt, an Epilepsie und Lilit kann sie töten, weil das himmelblaue Licht der Kerze, Midat ha Din, da ist und die Sitra Achra die Macht hat, sich an dem Siwug festzuhalten. Denn ihre Körper, der Schmutz der Schlange, der in den Körpern der Ausübenden existiert, erscheint durch Midat ha Din, und jeder findet seine eigene Art und erwacht.

So gab es den Geschlechtsverkehr um Mitternacht speziell im Dunkeln, wenn es kein Licht gibt, denn dann hieß es von Malchut „Sie steht auf, während es noch Nacht ist“, und sich die Rachamim offenbart. Wenn dort jedoch Kerzenlicht ist, wird der Schmutz in den Körpern sichtbar und die Sitra Achra hält sich an dem Siwug fest und sieht alle, die Geschlechtsverkehr haben, nackt bei Kerzenlicht. Durch das Licht der Kerze sieht die Sitra Achra den offenbarten Schmutz in ihren Körpern und verleumdet sie und hält sich an ihrem Siwug fest.

In der Shabbat – Nacht kommen jedoch alle Dinim aus ihr heraus und auch das himmelblaue Licht verwandelt sich in weißes Licht, wodurch es erlaubt wurde, Geschlechtsverkehr auch beim Licht der Kerze zu haben. Außerdem verschwindet sogar der Schmutz im Körper des Menschen vollständig durch die Kraft der Kedusha des Shabbat, und es gibt keine Angst mehr, den Körper durch das Kerzenlicht zu offenbaren. Es wurde darüber gesagt „Außer Asimon und seiner ganzen Sekte“, die auf den Kerzen gehen und sich verstecken, um die Offenbarung des Geschlechtsverkehrs zu sehen.

Doch selbst am Shabbat, wenn das himmelblaue Licht weiß wird und das Gericht der Einschränkungen verschwindet, benötigt die weiße Flamme der Kerze dennoch den groben Teil des Lichts, so dass es als Grundlage dienen würde. Und das grobe Fundament bezeichnet eine unverzichtbare Präsenz des Urteils und der Einschränkungen, denn die Grobheit stellt eine Einschränkung dar. Dennoch erscheinen diese Einschränkungen am Shabbat nicht. Dies ähnelt einer Münze ohne Bild, so dass ihre Stückelung unbekannt ist. Deshalb wird der Zerstörer, dieser grobe und schädliche Teil der Kerze, der die weiße Flamme trägt, Asimon genannt, was eine Münze ohne Bild bedeutet.

Der grobe Teil der Kerze steigt heimlich mit dem weißen Kerzenlicht auf, da die Kerze ohne ihn nicht brennen kann. Daher sieht dieser grobe Teil den offensichtlichen Geschlechtsverkehr und kann daher nach dem Ende des Shabbat Schaden anrichten. Obwohl die Enthüllung der Körper in der Nacht des Shabbat keinen Schaden anrichtet (die Unreinheit des Körpers bleibt während des Shabbat verborgen), kann sich die unreine Kraft nach dem Shabbat offenbaren und Schaden anrichten, sobald der Shabbat vorbei ist.

Und da Asimon und seine Gruppe am Shabbat keinen Schaden anrichten können, da es dort keine Form des Bösen gibt. Aber nach dem Shabbat kehren er und seine Gruppe zu ihren Formen (Eigenschaften) zurück und erheben sich aus dem Großen Abgrund an den Ort der Ansiedlung, und schweben über der Welt und können Schaden anrichten. Es gibt ein Lied „Wer im Schatten des Höchsten sitzt“, denn der Mensch rettet sich vor schädlichen Kräften, indem er betet und zum Schöpfer zurückkehrt: „Wer im Schatten des Himmlischen sitzt (unter dem Schutz des Himmlischen wohnt), der wohnt im Schatten des Allmächtigen.“

253) Wohin irren sie in dieser Nacht des Shabbat-Ausgangs? Wenn sie in aller Eile herauskommen und überlegen, die Welt zu beherrschen, das ganze heilige Volk, dann sehen sie sie, wie sie im Gebet stehen und den Psalm sprechen „Der im Schutz des Höchsten wohnt“, und dabei zuerst innerhalb des Gebetes unterscheiden, und dann über dem Becher unterscheiden, und dann fliegen sie von dort weg. Sie gehen und streunen und erreichen die Wüste, möge der Barmherzige uns vor ihnen und der bösen Seite beschützen.

Dies bezieht sich auf den Shabbat-Ausgang, nicht auf alle Nächte der Woche, da es am Shabbat-Ausgang noch eine Reshimo (eine Erinnerung) von der Kedusha des Shabbat gibt. Warum fliegen sie aus und erheben sich aus dem riesigen Abgrund, wenn der Shabbat endet? Wenn sie in aller Eile herauskommen und sich überlegen, die Welt, und das heilige Volk Israel zu beherrschen, und sie sehen, wie sie im Gebet verharren und sagen „Der im Schutz des Höchsten wohnt“, und dann die Unterscheidung im Gebet sagen und dann die Unterscheidung über dem Wein, und dann gehen sie fort und fliegen aus ihnen heraus. Sie gehen und suchen herum und kommen in der Wüste an, wo keine Menschen wohnen. Darum sind die Menschen vor ihnen verschont.

Die Sitra Achra hat drei Plätze:

  1. Am Shabbat sind sie im Loch des großen Abgrunds und haben keine Kraft, Schaden anzurichten.
  2. Beim Shabbat-Ausgang sind sie durch Gebet und Unterscheidung in der Wüste, wo es keine Menschen gibt. Sie haben die Macht, Schaden anzurichten doch werden sie von den bewohnten Orten zurückgewiesen.
  3. In den übrigen Nächten sind sie auch an den bewohnten Orten gegenwärtig.

254) Es sind vier, die sich Schaden zufügen:

  1. Jemand, der sich selbst verflucht.
  2. Einer, der mit Brot und Brotkrumen größer als eine Olive um sich wirft.
  3. Einer, der die Kerze am Shabbat-Ausgang anzündet, bevor Israel den Dienst Kedusha in „Und Du bist heilig“ erreichen. Und siehe mit diesem Feuer bewirkt er das Anzünden des Höllenfeuers, bis dass ihre Zeit nicht kommt.

255) Es gibt einen Platz in der Hölle für diejenigen, die die Shabbatot entweihen. Diejenigen, die in der Hölle bestraft werden, verfluchen jene, die das Licht anzünden, bevor seine Zeit gekommen ist, und man sagt ihm „Wehe, der Ewige wird dich hoch- und herunterwerfen mit dem Wurf eines Menschen…Gewaltig wird er dich wie einen Ball in ein großes Land rollen und schießen.“

Kommentar: Es gibt einen, der Schaden verursacht, der Flüche liebt, wie geschrieben steht: „Und er liebt fluchen und es kam zu ihm; und er wünscht keinen Segen.“ Wenn sich ein Mensch selbst verflucht, dann gibt er dem Neider, dem mit dem Bösen Blick, der Flüche liebt, die Macht, ihn zu beherrschen, und bringt somit Schaden über sich.

„Einer, der mit Brot oder Brotkrumen größer als eine Olive um sich wirft.“ Es gibt nichts in dieser Welt ohne eine wichtige Wurzel oben. Umso mehr gilt dies für Brot, von dem das Leben des Menschen abhängt. Darum ist ihm eine ganz wichtige Wurzel oben gegeben. Darum beschmutzt derjenige die Wurzel seines Lebens oben, wenn er sein Brot geringschätzig behandelt. Dies ist jedem verständlich bei einem sättigenden Mahl, welches ihm Leben bringt.

Doch manche Menschen schätzen Brot und Brotkrumen in der Größe einer Olive gering und werfen sie weg, weil sie nicht sättigen. Da man das Tischgebet aber auch bei einer Olive sagen muss, müssen sie als sättigendes Mahl angesehen werden und dürfen nicht verachtet werden. Einer, der dies verachtet, wird sich Schaden hinzufügen.

Die verantwortlichen Dienstengel sagten zum Schöpfer: „In Deinem Gesetz steht geschrieben ‚Der nicht Vorliebe zeigt noch Bestechung annimmt‘, doch Du ziehst Israel vor, wie geschrieben steht ‚Der Ewige wendet Sein Antlitz dir zu‘.“ Er antwortete: „Wie könnte Ich Israel nicht mein Antlitz zuwenden, für die ich in der Tora geschrieben habe ‚Wenn ihr gegessen habt und gesättigt seid, dann sollt ihr den Ewigen, Euren Gott, segnen‘- und sie gehen sorgfältig bis zur Größe einer Olive und der Größe eines Eies damit um?“ Darum, aufgrund der Sorgfalt um die Größe einer Olive, wobei man daran denkt, dass sie ein sättigendes Mahl ist, obwohl sie es nicht ist, werden wir mit der Zuwendung des Antlitzes des Schöpfers gewürdigt, obwohl wir es nicht verdienen. Es folgt, dass diejenigen, die die Brotkrumen von der Größe einer Olive geringschätzen und sie nicht für ein sättigendes Mahl halten, nicht mit der Liebe des Schöpfers belohnt werden und sich schaden.

Auch derjenige, der die Kerze am Ausgang des Shabbat anzündet, bevor Israel den Dienst Kedusha erreicht hat, verursacht das Anzünden des Höllenfeuers mit diesem Feuer. Dies ist so, weil es bis dahin Shabbat ist, die Kedusha des Shabbat ihn beherrscht, und das Höllenfeuer noch nicht über ihn herrscht wie am Shabbat.

Einer, der die Kerze vor dem Dienst Kedusha anzündet, gilt als Entweiher des Shabbat, denn er zündet die Höllenfeuer vor ihrer Zeit an, und fügt sich somit Schaden zu. In der Hölle gibt es einen besonderen Platz, um diejenigen zu bestrafen, die den Shabbat entweihen, da eine Entweihung des Shabbat die größte ist. Solche, die in die Hölle verbannt werden, verfluchen ihn darum, was er durch seine Handlungen verursacht hat, nämlich das Anzünden der Höllenfeuer vor ihrer Zeit.

256) Er ist zum Anzünden der Kerzen ungeeignet, wenn der Shabbat endet, bevor Israel durch Gebete unterscheidet und über den Becher unterscheidet, denn bis zu der Zeit ist noch Shabbat und die Kedusha des Shabbat beherrscht uns. Nach der Unterscheidung über den Becher kehren all diese Heerscharen und diese Zelte, die über die Wochentage gestellt wurden an ihren Platz und zu ihrer Arbeit zurück, die ihnen zugewiesen wurde, denn das Verbot gilt hauptsächlich nur bis zum Dienst Kedusha. Man sollte jedoch vorsichtig sein, eine Kerze nicht vor der Unterscheidung anzuzünden, weil es bis zu der Zeit noch Shabbat ist.

Es ist jedoch ganz sicher erlaubt, eine Kerze für die Hawdala (Unterscheidung) und den „Schöpfer der Lichter des Feuers“ anzuzünden.

257) Wenn der Shabbat eintritt und der Tag heilig wird, dann erwacht die Kedusha und regiert auf der Welt, und dem Weltlichen fehlt seine Herrschaft. Und bis zu der Stunde, wenn der Shabbat endet, kehren sie nicht an ihre Plätze zurück. Selbst wenn der Shabbat endet, kehren sie nicht an ihre Plätze zurück, bis zu der Stunde, wenn Israel im Land Israel sagt: „Der unterscheidet zwischen heilig und weltlich.“ Zu dieser Zeit geht der Heilige fort und die Lager, die über die Tage des Weltlichen gesetzt sind, erwachen und kehren an ihre Plätze zurück, jedes an seine bestimmte Wache.

258) Und dennoch herrschen sie nicht bis es Lichter von dem Kerzenlicht gibt, die alle „Lichter des Feuers“ genannt werden, denn sie kommen alle aus der Feuersäule und aus der Basis des Feuers und beherrschen die untere Welt. All dies geschieht, wenn ein Mensch die Kerze anzündet, bevor Israel den Dienst Kedusha beendet. Malchut wird „Lichtsäule“ genannt und die Kräfte im Licht der Kerze sind Dinim. Doch sie haben nicht die Macht, Dinim zu aktivieren bevor die Kerze angezündet ist.

259) Wenn er jedoch wartet, bis der Dienst Kedusha vollendet ist, dann rechtfertigen die Bösewichter in der Hölle das Gericht des Schöpfers und behalten auf diesem Menschen alle Segnungen, welche die Öffentlichkeit ausspricht: „Und möge Gott dir den Tau des Himmels geben.“  „Gesegnet bist du in der Stadt und gesegnet bist du auf dem Lande.“

Wenn sie den Dienst Kedusha sprechen, dann dehnen sie ein großes Leuchten aus, durch welches sie vom Din der Hölle gerettet werden. Und wenn die Bösewichter in der Hölle dies sehen, dann bereuen sie ihre schlechten Taten und rechtfertigen das Gericht des Schöpfers über sie, d. h., dass sie ihre Bestrafung verdienen. Und da dieser Mensch sie veranlasste, ihr Gericht zu rechtfertigen und den Namen des Schöpfers zu heiligen, werden all diese Segnungen, die am Ende vom Shabbat von der Öffentlichkeit gesprochen werden, in Bezug auf diesen Menschen behalten.

260) „Glücklich ist der, der die Armen aufklärt; der Ewige wird ihn am Tag des Bösen retten.“ Es hätte heißen sollen: „Am bösen Tag“; was ist „Am Tag des Bösen“? Es ist an einem Tag, wenn dieses Böse regiert, um seine Seele zu nehmen.

„Glücklich ist der, der die Armen aufklärt.“ Der Arme ist jemand, der gefährlich erkrankt ist, dass er ihn aufklärt, um ihn vor dem Schöpfer von seinen Sünden zu heilen. Ein „Tag“ ist einer, in dem das Din in der Welt verweilt, und er erklärt, um ihn von ihm zu retten, wie geschrieben steht „Der Ewige wird ihn am Tag des Bösen retten“, das heißt an dem Tag, wenn das Din an dieses Böse gegeben wurde, um die Welt zu beherrschen, wird der Ewige ihn retten.

Er hätte schreiben sollen: „Der Ewige wird ihn am bösen Tag retten.“ Warum sagt er „Am Tag des Bösen,“ was (im Hebräischen) die weibliche Form ist? Der Text weist auf die Herrschaft der Klipa (die im Hebräischen weiblich ist), die „Böses“ genannt wird, welche die Seele des Menschen nimmt. „Der, der die Armen aufklärt“ ist jemand, der zu den Kranken spricht damit sie umkehren. Daher rettet der Schöpfer ihn von der Vorherrschaft der Klipa, die „Böses“ genannt wird.

Der Sohar führt es hier an, weil es heißt, dass sie sich selbst schaden. Daher bietet er einen Ratschlag an: er sollte die Armen aufklären, die Kranken davon überzeugen umzukehren – und der Schöpfer wird ihn heilen. Im Gegenzug wird der Schöpfer ihn vom Tag des Bösen retten, das er seiner Seele angetan hat.

Eine weitere Deutung: Es ist ein Tag, an dem Din auf der Welt verweilt. Er klärt auf, um vor ihm zu retten, das heißt, dass, sogar wenn der Tag des Gerichts über der gesamten Welt verweilt, der Schöpfer ihn als eine Belohnung dafür retten wird, dass er die Kranken aufklärte, umzukehren.

Ein Tag des Bösen ist ein Tag, wenn das Din bereits dem Beauftragten übergeben wurde, der „Böses“ genannt wird, um die Welt zu regieren. Jemand jedoch, der den Kranken aufklärt, um ihn dazu zu bringen umzukehren, den wird der Schöpfer vor diesem Bösen retten.

Der Unterschied zwischen den zwei Interpretationen ist, dass die erste Interpretation sich nur auf ein Individuum bezieht, dass sich selbst schadet. Die zweite Interpretation bezieht sich auch auf das Böse, zu dem die gesamte Welt verurteilt wurde. Selbst dann wird der Schöpfer ihn durch den Verdienst dieser Mizwa retten.

246, Sohar, Das Dreizehnte Gebot

Das dreizehnte Gebot

246) Das dreizehnte Gebot ist, seinen Sohn auszulösen, um ihn an das Leben zu binden. Es gibt zwei Beauftragte, der eine über das Leben und der andere über den Tod, welche über einen Menschen wachen. Und wenn er seinen Sohn auslöst, löst er ihn von der Hand des über den Tod Beauftragten aus. Und er kann nicht über ihn herrschen, wie im Allgemeinen geschrieben steht: „Und es sah Gott alles, was Er gemacht hatte.“ „Und siehe es war gut“ ist der Engel des Lebens. „Sehr“ ist der Engel des Todes. Folglich existiert in dieser Auslösung der Engel des Lebens, und der Engel des Todes wird schwach. Mit dieser Auslösung erwirbt er Leben für ihn, und diese schlechte Seite verlässt ihn und hält nicht an ihm fest.

Wir erfahren von den Worten „Und es sah Gott alles, was Er gemacht hatte, und siehe es war sehr gut“, dass „Und siehe es war gut“ der Engel des Lebens ist, und „Sehr“ der Engel des Todes ist. Das ist deshalb so, da dann, am sechsten Tag der Schöpfung, im Buchstaben Hej im Wort haShishi („der Sechste“), die Welten in hohem Maße aufstiegen. SA erhob sich zum Platz von AA, und Nukwa zum Platz von AwI, und dann erhielt Adam haRishon die ganzen Mochin von Chaja, durch welche die Macht des Engels des Todes widerrufen wurde. Außerdem wurde es in „Sehr“ versüßt, da es in Gmar Tikun sein wird, wenn der Tod für immer verschlungen wird. Das ist die Bedeutung der Bemerkung „Und siehe es war gut“ ist der Engel des Lebens und „Sehr“ ist der Engel des Todes.

Jetzt, nach der Sünde am Baum der Erkenntnis, erheben sich die Welten tatsächlich nicht so sehr in der fünften Stunde des Vorabends des Shabbat in dem Hej von „Der Sechste“. Folglich brauchen wir ein spezielles Gebot, um für uns eine Vorbereitung und Kraft zu erweitern, um dennoch das Or Chaja am Shabbat zu erhalten. Das ist das Gebot, den Erstgeborenen eines Menschen auszulösen. Das ist so, weil in dieser Auslöse sich der Engel des Lebens aufhält, und der Engel des Todes außerordentlich schwach wird, ähnlich dem, was mit Adam haRishon zu jener Zeit geschah, durch den Ausströmenden selbst im Hej von „Der Sechste,“ als der Engel des Todes „Sehr gut“ wurde. Dies ist die Macht dieses Gebotes, den Erstgeborenen auszulösen.

Jedoch ist es nicht ganz so, wie es war, als der Engel des Todes keine Macht hatte. Jedenfalls kann er nun, durch das Gebot, den Erstgeborenen auszulösen, nur geschwächt, aber nicht völlig entfernt werden. In dieser Auslöse erwirbt er Leben für ihn, und diese schlechte Seite verlässt ihn und klammert sich nicht mehr an ihn. Das heißt, sobald er durch dieses Gebot völlig gereinigt ist, gibt es kein Festhalten der bösen Kräfte, welcher Art auch immer, mehr an ihm, da sie im Körper wegen der Sünde am Baum der Erkenntnis verschlungen worden sind. Dann kann er Leben für ihn erwerben, was Mochin de Chaja des Shabbat meint, da er jetzt von der schlechten Seite völlig gereinigt ist, die im Körper wegen der Sünde am Baum der Erkenntnis verschlungen wurde. Folglich hat er die Vorbereitung, um die Mochin des Shabbat zu empfangen.

245, Sohar, Das Zwölfte Gebot

Das zwölfte Gebot

245) Das zwölfte Gebot soll die Erstlingsfrüchte des Baumes erbringen, wie geschrieben steht: „Und jeden Baum, an welchem es samenbringende Baumfrucht gibt.“ „Alles, was sich für Mich geziemt, ist euch verboten zu essen.“ Er gab ihnen die Erlaubnis und gab ihnen Seinen ganzen Zehnten und die Erstlingsfrüchte des Baumes, da geschrieben steht „Ich habe euch gegeben“, „euch“, und nicht den Generationen, welche euch folgen.

Das bezieht sich auf den Vers, in dem Er das elfte Gebot beendet, wo geschrieben steht: „Und der gesamte Zehnte des Landes, vom Samen des Landes oder von der Frucht des Baumes, gehört dem Ewigen.“ Er sagt, dass es hier heißt: „Und jeden Baum, an welchem es samenbringende Baumfrucht gibt.“ So wie es dort die Erstlingsfrüchte sind, so sind es hier die Erstlingsfrüchte. Und Er sprach „Alles, was sich für Mich geziemt, ist euch verboten zu essen“, was nicht speziell den Zehnten meint, sondern ebenfalls die Erstlingsfrüchte vom Vers „Von der Frucht des Baumes, gehört dem Ewigen“. „Dem Ewigen“ meint alles, „was sich Mir geziemt“, einschließlich der Erstlingsfrüchte des Baumes.

Und von hier, wie ebenfalls geschrieben steht „Und jeden Baum, an welchem es samenbringende Baumfrucht gibt“, beschäftigt man sich mit den Erstlingsfrüchten. Deshalb heißt es, dass Er ihnen die Erlaubnis gab und gab ihnen Seinen ganzen Zehnten und die Erstlingsfrüchte der Bäume, da sich die Schriften nur auf den Zehnten und die Erstlingsfrüchte beziehen.

Sei nicht von den Worten überrascht „Die Frucht des Baumes, gehört dem Ewigen“, welche etwas über das elfte Gebot und nichts über dieses Gebot besagen. Tatsächlich vermischt der Sohar sie direkt am Beginn des elften Gebots, da es heißt: „Es gibt hier zwei Gebote.“ Der Buchdrucker teilte sie jedoch in zwei. Hieraus folgt, dass er sie in der Mitte durchschnitt und den Vers über die Erstlingsfrüchte im elften Gebot beließ.

Und eine andere Präzisierung: Der Text betrifft den Zehnten und die Erstlingsfrüchte, weil geschrieben steht „Ich habe euch gegeben“, was nicht die Generationen nach euch meint, sondern nur das, was ihr habt, was ich euch zu essen gegeben habe – und nicht den Generationen nach euch. Folglich kann nicht gesagt werden, dass die Schrift lediglich vom Ertrag des Landes spricht, von welchem uns ebenfalls erlaubt ist zu essen. Eher spricht sie ausschließlich vom Ertrag des Landes, von dem es uns verboten ist zu essen, was klarerweise der Zehnte und die Erstlingsfrüchte sind.

244, Sohar, Das Elfte Gebot

Das elfte Gebot

244) Das elfte Gebot ist es zu verzehnten den Zehnten des Landes. Es gibt hier zwei Gebote: den Zehnten des Landes zu verzehnten und die Erstlingsfrüchte des Baumes zu geben. Über den Zehnten des Landes, welcher Adam haRishon gestattet war, steht geschrieben „Siehe, ich gebe euch alles samenbringende Kraut“ und über die Erstlinge des Baumes, die Adam haRishon gestattet waren, steht geschrieben: „Und jeden Baum, an dem es samenbringende Baumfrucht gibt.“ Welche Sache gibt es in diesen Versen, uns auf den Zehnten und die Erstlingsfrüchte zu verpflichten, um sie dem Schöpfer zu schenken und sie nicht zu essen, sodass dies das Gegenteil des Sinns ist?

Das Essen ist eine Unterscheidung der heiligen Funken inmitten der Klipot. Durch das Essen verbinden sich die heiligen Funken im Essen mit der Seele des Menschen in das Fleisch seines Fleisches und das Überflüssige im Essen verlässt seinen Körper. Letztendlich sammelt er während seines Lebens all die heiligen Funken dementsprechend, um die Seele des Menschen zu vervollständigen, ohne die ihm seine Vollständigkeit fehlen würde. Es steht im Buch Sohar geschrieben, dass es Adam haRishon nicht gestattet war, Fleisch zu essen, wie es geschrieben steht: „Siehe, ich gebe euch alles samenbringende Kraut, das es auf der ganzen Erdoberfläche gibt, …dies möge euch ernähren.“ Und nicht mehr als das. Und kein Fleisch.

Als jedoch die Sünde und der Böse Trieb von seinem Körper aufgenommen wurden, wurde Noah gesagt „Wie das grüne Kraut gebe ich euch alles“, sogar Fleisch. Adam haRishon wurde in Vollständigkeit geboren. All die notwendige Vollständigkeit hinsichtlich der Lebewesen wurde bereits in ihm erschaffen, wie geschrieben steht: „Es hatte aber der Ewige, Gott, gebildet aus dem Erdboden alles Getier des Feldes und alle Vögel des Himmels, und er brachte sie zu dem Menschen, um zu sehen, wie er sie nennen würde. Und wie auch immer der Mensch eine lebende Seele nannte, so hieß sie.“

Seine Erklärung: Er erreichte alle Namen der Lebewesen in ihrem Format, weil sie in ihrer Vollständigkeit schon für ihn unterschieden worden waren. Deswegen wurden ihm keine Lebewesen gegeben, um sie durch den Verzehr zu unterscheiden, denn sie wurden für ihn bereits durch den Schöpfer unterschieden. Nur dem Bewegungslosen und dem Pflanzlichen fehlte die Unterscheidung. Deshalb wurden ihm nur die Erträge des Landes zum Essen und zum Unterscheiden geschenkt, um die heiligen Funken herauszusammeln, die für seine Vollständigkeit fehlten.

Aber nach der Sünde am Baum der Erkenntnis wurden all ihre Unterscheidungen noch einmal entwertet und die Organe seiner Seele fielen in die Klipot, all die Lebewesen an seiner Seite wurden mit ihm entwertet und mussten noch einmal unterschieden werden. Genau deswegen wurden Noah Lebewesen zum Essen und Unterscheiden gegeben, und genauso folgten ihm die Generationen.

Adam haRishon wurde im Bild Gottes erschaffen, welches die Mochin in den vier Abschnitten der Tefillin sind. Und sie sind seine Neshama (Seele). Jedoch nachdem er in dieser heiligen Neshama geboren wurde, wurde er mithilfe guter Taten belohnt, um MaN zu unterscheiden und zu erheben, und um den Aspekt von Chaja zu erreichen. Und danach am Shabbat auch Yechida. Denn der höhere Glanz verschwindet nicht, außer nur nach dem Shabbat. Deshalb wurden ihm der Zehnte und die Erstlingsfrüchte gestattet. Darüber hinaus wurde er durch das Essen des Zehnten und der Erstlingsfrucht mit dem Unterscheiden und dem Erheben von MaN belohnt, bis er mit Chaja und Yechida belohnt wurde.

Jedoch nach der Sünde mit dem Baum der Erkenntnis, als all die Unterscheidungen noch einmal verdorben wurden und der Böse Trieb im Körper aufgenommen wurde, wurde uns der Zehnte und die Erstlingsfrucht wegen des Bösen Triebes in uns verboten, aus Angst, dass wir die hohe Kedusha in ihnen beflecken. Stattdessen müssen wir sie den Priestern und Leviten geben. Wenn wir diese Gebote des Zehnten und der Erstlingsfrucht einhalten, wie es uns befohlen wurde, werden wir die Kraft haben, MaN zu erheben und Mochin de Chaja am Shabbat zu erreichen, so wie Adam haRishon sich ausdehnt, dadurch dass er selbst den Zehnten und die Erstlingsfrucht isst.

Das ist das elfte Gebot, den Zehnten des Landes zu verzehnten. Denn wenn wir einmal Or Neshama durch das Tragen von Tefillin angezogen haben, müssen wir MaN durch die zwei Gebote des Zehnten und der Erstlingsfrucht erheben, um Mochin de Chaja anzuziehen. Daraus folgt, dass Adam haRishon durch das Essen des Zehnten und der Erstlingsfrucht durch ihn selbst Mochin de Chaja ausdehnt, aber bei uns, denen es wegen des Bösen Triebes in unserem Körper nicht gestattet ist, sie zu essen, wurde das Gebot stattdessen den Priestern und Leviten gegeben. Dadurch wird auch uns die Kraft gegeben, Mochin anzuziehen. Der Text beweist, dass die Schriften speziell vom Zehnten und der Erstlingsfrucht sprechen, denn es steht geschrieben: „Siehe, ich gebe euch alles samenbringende Kraut, das es auf der gesamten Erdoberfläche gibt.“ Es steht weiterhin geschrieben: „Und den Söhnen Levi, seht, habe ich allen Zehnten in Israel gegeben.“ Und so wie dort bezieht es sich auf den Zehnten, so wie es sich in Adam haRishon auf den Zehnten bezieht. Wir erfahren es auch aus dem Vers: „Und der gesamte Zehnte des Landes, vom Samen des Landes oder von der Frucht des Baumes, gehört dem Ewigen.“

237 – 243, Sohar, Das Zehnte Gebot

Das zehnte Gebot

237) Das zehnte Gebot sagt, dass man Tefillin (Gebetsriemen) tragen und sich somit in der Höheren Form vervollständigen sollte, wie es geschrieben steht: „Und Gott erschuf den Menschen in Seinem Ebenbild.“ Es steht auch geschrieben: „Dein Kopf auf dir ist dem Karmel gleich.“ Dies ist der Höhere Kopf, die Kopf-Tefillin des Höheren Königs, HaWaYaH, in den eingeprägten Buchstaben. Jeder Buchstabe im Namen HaWaYaH ist ein Abschnitt in den Tefillin. Somit ist der Heilige Name in den Abschnitten der Tefillin in der Reihenfolge der Buchstaben eingeschrieben, denn: „Der Name des Ewigen ist über dir ausgerufen und sie werden dich fürchten.“ Das sind die Kopf-Tefillin, der Heilige Name in der Reihenfolge der Buchstaben. 

Erläuterung: Denn im Gebot, sich der Armen zu erbarmen, wurde nur der Anfang gemacht, die Höhere Form, das Ebenbild von Gott, auszubreiten. Denn durch das Gebot, sich der Armen zu erbarmen, war Ima in Malchut eingeschlossen, wie es geschrieben steht: „Lasst uns machen einen Menschen in unserem Ebenbild.“ Dies ist die Bedeutung von Ima, wenn sie ihrer Tochter ihre Kelim gibt. Durch Hitkalelut (Einschluss) von Malchut in Ima fielen die Buchstaben ELeH an den Platz von SoN und nur die Buchstaben MI verblieben in Ima. Es wird erachtet, dass die Buchstaben EleH von AwI zu SoN herabstiegen.

Aba nahm Seir Anpin, und Ima nahm Nukwa und sie wurden zu den eigentlichen SoN, da der Höhere, der zum Unteren herabsteigt, so wie dieser wird. SoN erreichten dadurch Katnut von ZeLeM, vom Ebenbild von Elokim, d. h. WaK ohne Rosh, da auch Ima ihre GaR durch ihre Teilnahme verlor.

Denn die drei Kelim EleH fielen von ihr ab und die Buchstaben MI, Keter und Chochma, blieben in ihr und ihr fehlten die unteren drei der Kelim und die ersten drei der Lichter. Somit verblieben die Lichter von Ruach-Nefesh in ihren Kelim von MI – das Or Ruach im Kli von Keter und das Or Nefesh im Kli von Chochma. Aus diesem Grund konnte sie an SoN nur WaK ohne Rosh geben. Es folgt, dass SoN nicht in der Höheren Form vervollständigt wurden, die Mochin de GaR sind, genannt ZeLeM von Elokim – Ebenbild Gottes.

Und darum sagt das zehnte Gebot aus, Tefillin zu tragen und sich in der Höheren Form zu vervollständigen. Durch das Gebot der Tefillin breitet man GaR zu SoN aus, was die Vervollständigung des Höheren Bildes ist. Obwohl sich das auf den unteren Menschen bezieht, und SoN nun notwendigerweise vervollständigt wurden – denn sie konnten für den unteren Menschen keine NaRaN hervorbringen, bevor sie nicht selbst auf den Platz von AwI aufstiegen und in ihren Mochin wie sie wuchsen – warum sagen wir dann, dass Ima noch in Katnut ist?

Man muss wissen, dass SoN, wenn sie Mochin von AwI erlangen, AwI kleiden und sie wirklich so wie sie sind, da der Untere, der zum Höheren aufsteigt, wirklich so wie er wird. Daher bezieht sich alles, was wir nun in AwI entdecken, auf SoN, die AwI wurden, denn alle in AwI angewandten Handlungsweisen, um Mochin von SoN de Azilut hervorzubringen, entsprechen dementsprechend völlig SoN, die AwI wurden, als sie Mochin, die NaRaN sind, für den unteren Menschen erzeugten. Es besteht überhaupt kein Unterschied. Daher müssen auch die Namen nicht geändert werden, und nun werden SoN AwI genannt und NaRaN des unteren Menschen werden SoN genannt. Dies sollte man sich für alles weitere merken.

„Und Gott erschuf den Menschen in Seinem Ebenbild.” Für Yechida und Chaja gibt es keine Kelim. Nur NaRaN haben die Kelim Bina und SoN. Auch wenn wir besonders Kli de Keter erwähnen, bezieht es sich auf Bina und SoN de Keter. Bina und SoN teilen sich durch die Korrektur der Linien auch in zehn Sefirot. Die drei Linien von Bina sind CHaBaD, die drei Linien von Seir Anpin sind CHaGaT, und die drei Linien von Nukwa sind NeHJM. Diese Zahl gilt für das Or Chassadim, aber damit Bina das Or Chochma verteilen kann, teilte sie sich in zwei Bchinot (Unterscheidungen), AwI und ISHSuT, CHaBaD und CHaGaT, welche zusammen mit SaT de SoN dreizehn Sefirot ergeben. In der Gematria wird dies „echad“ geschrieben AlefChetDalet (13), was auf den vollkommenen Namen hinweist.

Dies ist so, weil Keter und Chochma in Chochma Stimaa von AA verborgen waren, und nur Bina erleuchtet alle Mochin von Azilut und teilt sich in AwI und ISHSuT de Azilut. Ihre GaR leuchten in AwI und WaK in ISHSuT. AwI werden Mem von ZeLeM“ genannt, „ein reiner Ring“, da das End-Mem ם wie ein geschlossener Ring ist, der alle Mochin umschließt. ISHSuT werden „Lamed von ZeLeM“ genannt, weil Lamed seinen Kopf über das End-Mem ם erhebt, was auf Mochin de GaR hindeutet, wie es geschrieben steht: „Der Name des Ewigen ist ein starker Turm, der Gerechte ist darin in Kraft und hoch oben eingesetzt.“ Dies ist so, weil ISHSuT ein Turm ist, und Seir Anpin ist der Gerechte, der in diesem Turm in Kraft ist und hoch oben eingesetzt ist.

AwI sind somit ein Ring, der die Mochin einschließt. Das Or Chochma wird wegen seiner großen Höhe nicht in ihnen erscheinen, weil das Or Chochma, Chochma Stimaa, aus allen Parzufim von Azilut verschwand und es gibt nur Or Chassadim in ihnen, Awira Dachja (Reine Luft), da Awir das Or Ruach ist. Es wird auch „Verborgene Awir“ genannt, weil Yud seine Awir nie verließ.

Da ISHSuT jedoch SaT von Bina sind, werden die in Bina eingeschlossenen SoN nicht „Verborgene Awir“ genannt, da Yud während des Gebens von Mochin an SoN seine Awir verließ und sie Licht (Or) wurden, Chochma und Mochin de GaR. Aus diesem Grund werden ISHSuT „ein in der Luft schwebender Turm“ genannt. Turm bedeutet Gadlut von GaR. Und weil diese Mochin in SoN nicht fest sind, werden SoN während Katnut deshalb Awir, weil Yud das Licht betritt. Zurzeit von Gadlut kommt Yud aus Awir heraus, was zu Licht wird. Aus diesem Grund wird es als „ein schwebender Turm“ erachtet, aufgrund seiner Korrektur darin, in Awir. Seir Anpin wird auch Zadi in ZeLeM genannt, weil er der Zadik (Gerechte) ist, der im hoch oben angesetzten Turm die Kraft hat.

Die drei Buchstaben ZeLeM sind Seir AnpinZadi, ISHSuTLamed und AwIMem. Sie sind CHaBaD: AwI, Chochma, das eingeschlossen ist in einem reinen Ring, da sie Chochma Stimaa sind. ISHSuT ist Bina, aber wenn sie zu Rosh Arich Anpin aufsteigt, kommt Yud aus ihrer Awir heraus und gibt Chochma, wie „ein in der Luft schwebender Turm“. Seir Anpin, der die Kraft im Turm hat, empfängt Mochin, Daat, da Mochin immer beim Namen ZeLeM gerufen werden.

Es hieß, dass CHaBaD die Buchstaben Mem, Lamed, Zadi von ZeLeM sind und nicht mit den drei Linien in den Mochin, die CHaBaD genannt werden, vermischt werden dürfen. Dies ist so, weil diese CHaBaD von ZeLeM nicht in den drei Linien sind, sondern sie sind drei vollständige Parzufim, die sich ineinander einkleiden, da Chochma Mem von ZeLeM ist, und AwI, die sich vom Chase nach unten in Bina einkleiden, ISHSuT, Lamed von ZeLeM. Und ISHSuT kleiden sich vom Chase nach unten ein in Daat, SeirAnpin, Zadi aus ZeLeM.

Das zehnte Gebot ist Tefillin in Ruhe zu lassen und sich selbst in der Höheren Form zu ergänzen, wie es geschrieben steht: „Und Gott erschuf den Menschen in Seinem Ebenbild.“ Durch die Tefillin werden Mochin von GaR in der Reihenfolge der Buchstaben ZadiLamedMem ausgebreitet, wie es geschrieben steht: „Und Gott erschuf den Menschen in Seinem Ebenbild“, welches der Höhere Glanz von Azilut ist, den Adam haRishon empfing, als er erschaffen wurde. Zuerst breiteten sie sich zu SoN aus und von dort aus geben uns die Mochin ebenfalls.

Kopf-Tefillin ist der Name des Höheren Heiligen Königs, HaWaYaH, in den eingeprägten Buchstaben. Die Tefillin werden Karmel genannt, da Karmel „Kar Male“ bedeutet, ein „gefülltes Kissen“, gefüllt mit allem Guten, wie es geschrieben steht: „Dein Kopf auf dir ist wie der Karmel.“ Wenn sowohl der Höhere Rosh de Seir Anpin als auch der von Nukwa in den Kopf-Tefillin eingekleidet sind – den Höheren Mochin von ZeLeM – die dem Karmel gleichen, wie ein „mit Überfluss gefülltes Kissen“. Diese Mochin werden der „Name des Hohen, Heiligen Königs“ genannt, die vier Buchstaben HaWaYaH, wie die Reihenfolge der Buchstaben Yud, Hej, Waw, Hej ist.

Jeder Buchstabe ist in den Parzuf selbst eingeschrieben, und darum wird HaWaYaH in eingeschriebenen Buchstaben unterstrichen, da es in jedem Parzuf, vier Buchstaben HaWaYaH, zehn Sefirot, gibt. Daher bezieht sich dies auf eingeschriebene Buchstaben, bei denen jeder selbst ein vollständiger Parzuf ist.

Jeder Buchstabe im Namen HaWaYaH ist einer aus den vier Abschnitten, die in den Tefillin sind. Der Heilige Name ist in ihnen eingeschrieben in der richtigen Reihenfolge der Buchstaben. Ein Abschnitt bedeutet einen vollständigen Parzuf an und für sich, und in den Mochin wird jeder Buchstabe von HaWaYaH ein vollständiger Parzuf an und für sich. Sie sind in den Kammern in der Reihenfolge Yud, Hej, Waw, Hej arrangiert. Dies sind die Tefillin von Rashi. Denn die Tefillin von Rabenu Tam sind in den Kammern in der Reihenfolge Yud, Hej, Hej, Waw angeordnet.

238) Der erste Abschnitt in den Tefillin ist: „Heilige Mir alles Erstgeborene.” Dies ist das Yud von HaWaYaH, „Heilig“, Chochma, das Erstgeborene von allen Höheren Heiligen. Es ist „der Erstling aus jeder Gebärmutter“, durch diesen feinen Pfad, der aus Yud herauskommt und die Gebärmutter öffnet, um Früchte und Nachkommen zu machen, wie es sein sollte. Dies ist der Höhere Heilige.

Die Höheren AwI sind im Yud von HaWaYaH angedeutet. Yud deutet auf Aba, und die Füllung von Yud, WawDalet, deutet auf Ima. Der Parzuf AwI wird „heilig“ und „Erstgeborener“ genannt. ISHSuT und SoN werden erst dann „heilig“ genannt, wenn sie die Kedusha von den Höheren AwI erhalten.

Somit wird Yud von HaWaYaH der „Erstgeborene von allen Höheren Heiligen“ genannt, der der Erstgeborene von allen heiligen Parzufim von Azilut ist, da Kedusha (Heiligkeit) sich für die Parzufim von Azilut aus AwI ausbreitet, weil das Or Chochma „Heiliges“ genannt wird. AwI, Mem in ZeLeM, sind Chochma von Azilut, da Chochma Stimaa (Verborgene Chochma) sich in ihnen einkleidet und in ihnen untertaucht. Somit sind sie nur reines Licht, Or Chassadim, da dieses Chochma in Rosh AA verborgen war.

Die Parzufim können Chochma nur von Bina empfangen, die wieder zu Chochma wird, wenn sie zum Rosh von AA aufsteigt und sich dort mit Chochma Stimaa durch AwI vereint. Dann wird Bina auch Chochma genannt, und diese Chochma heißt dann „Chochma der zweiunddreißig Pfade“. Folglich wird sogar Bina, die wieder zu Chochma wird, „heilig“ genannt, weil sie von Chochma Stimaa in AwI durch ihren Aufstieg zu AA empfängt. Es ist umso mehr so mit den übrigen Parzufim von Azilut, die nur von dieser Bina empfangen, die wieder zu Chochma wurde.

Und eine Öffnung jeder Gebärmutter ist mit Hilfe dieses feinen Pfades, der aus Yud herabsteigt, der die Gebärmutter öffnet, damit sie Früchte und Nachkommen machen kann. Es ist so, weil dies als drei Unterscheidungen angesehen wird: Kopf, Rasse und Pfad. Seine obere Spitze wird Rosh (Kopf) genannt, welcher sich auf AA bezieht und verborgen und in AwI eingekleidet ist. Der Guf (Körper) des Yud wird „Oberkörper“ genannt, sich auf den Parzuf AwI beziehend. Die untere Spitze des Yud wird „Pfad“ genannt, sich auf Jessodot (Plural von Jessod) von AwI am Ende ihres Parzuf beziehend und heißt ein „feiner Pfad“.

Der Begriff „Pfad” bezieht sich hauptsächlich auf Jessod von Aba, da Jessod von Ima „Pfad“ heißt, wie es geschrieben steht: „Und Deine Pfade in den machtvollen Wassern.“ Es ist so, weil, wenn die Fülle in Chassadim groß ist, sie „machtvolle Wasser“ genannt werden, wo durch den Siwug von Pfad und Weg, der nie aufhört, mächtige Wasser ununterbrochen in die Welten fließen. Und bevor der Parzuf AwI in der Verbindung von Pfad und Weg eingerichtet war, wurde den Welten keine Fülle gegeben.

Und eine Öffnung jeder Gebärmutter ist mit Hilfe dieses feinen Pfades, der aus Yud herabsteigt. Der Weg von Ima wird „eine Gebärmutter“ genannt, da alle Rachamim von dort aus gereicht werden. Bevor AwI in der Verbindung von Pfad und Weg eingerichtet wurden, waren diese verborgen. Nur durch den feinen Pfad von AwI öffnet er sich. Darum wird der feine Pfad „Öffnung jeder Gebärmutter“ genannt, der die Gebärmutter öffnet, um Früchte und Nachkommen zu machen. Denn „Öffnung“ bedeutet „sich öffnen“. Von dem Moment an, wo der feine Pfad von Aba sich mit ihr verbindet, gibt Ima reichlich Früchte und Nachkommen, so wie es sein soll, wie es geschrieben steht: „Und Deine Pfade in den machtvollen Wassern.“

239) Der zweite Abschnitt ist: „Und es soll geschehen, wenn der Ewige dich bringt.“ Das ist das Hej von HaWaYaH, Bina. Eine Halle (Heichal), die ihren Schoß öffnet mit Hilfe des Yud in fünfzig verborgenen Öffnungen, Durchgängen und Räumen darin. Diese Öffnung, welche das Yud in jener Halle erschuf, ist, um die Stimme darin zu hören, welche aus dem Shofar (Widderhorn) hervorkommt, Bina, da dieses Shofar von allen Seiten verstopft, d. h. verborgen, ist, und das Yud kommt und öffnet es, um den Klang daraus hervorzubringen. Und wenn es es öffnet, bläst es es und bringt einen Klang daraus hervor, um Sklaven zur Freiheit zu erlösen.

Das ist so, weil Hej von HaWaYaH auf den Parzuf ISHSuT verweist, Lamed von ZeLeM, „ein in der Luft schwebender Turm“. Dies ist die Halle (Heichal), deren Gebärmutter sich durch das Yud in fünfzig Öffnungen öffnet, da AwI „verborgene Awir“ sind, die sich nicht öffnen, das Mem von ZeLeM, ein Ring auf ihren Mochin. Und das Yud kommt nicht auf eine solche Weise aus Awir von ihnen hervor, dass sie das Or Chochma übermitteln. Daher strömen sie nur Awira Dachja (Reine Luft) aus, Or Chassadim. Aber ISHSuT, Lamed von Zelem, Bina, die als Halle betrachtet wird—ihre Gebärmutter öffnet sich durch das Yud in fünfzig Öffnungen, und gibt Chochma an SoN durch deren Aufstieg zu Rosh AA, wo Bina zu Chochma wird.

Diese Bina wird „Fünfzig Tore von Bina“ genannt, da KaCHaB SoN darin sind, wobei in jeder davon zehn Sefirot sind, daher fünfzig. Auch teilt sich jede der fünfzig Sefirot in Räume und Durchgänge auf. CHaGaT werden „Räume“ genannt, NeHJ werden „Durchgänge“ genannt, was darauf deutet, dass sie nicht Gefäße des Empfangens für sich selbst sind, sondern hinauslassen und in die Räume hineinlassen.

Der zweite Abschnitt in den Tefillin „Und es soll geschehen, wenn der Ewige dich bringt“, deutet auf das Hej von HaWaYaH, die Halle, deren Gebärmutter sich durch das Yud, ISHSuT de Azilut, öffnet, deren Gebärmutter sich öffnet, um Chochma an SoN zu übermitteln. Dies ist die Öffnung, die das Yud in jener Halle erschuf, um die Stimme darin zu hören, die aus diesem Shofar hervorkommt. Denn dieses Shofar ist von allen Seiten her verborgen.

Denn zur Zeit, als ISHSuT, Bina, in Malchut teilnahm, stiegen die drei Sefirot ELeH, welche Bina sind, und SoN de Guf von ISHSuT, zu SoN de Azilut ab, und die zwei Buchstaben MI verblieben in ISHSuT. Anschließend senkte sie durch das Erheben von MaN ihr Unteres Hej von ihren Nikwej Ejnaim zum Pe, so wie sie vor dem Bund war. Zu dieser Zeit steigen die drei Buchstaben ELeH auf, zurück zu ihr, und der Name Elokim wird erneut vervollständigt.

SoN erheben sich mit ELeH, welche sich zurück zu Bina erhoben haben. Obwohl die Buchstaben ELeH sich bereits erhoben und mit Bina verbunden haben, und der Name Elokim vervollständigt wurde, wird es dennoch so betrachtet, dass der Name Elokim tief und verborgen ist, da es darin nur das Or Chochma gibt, und ein Leuchten von Chochma kann nicht in ELeH empfangen werden, außer durch eine Einkleidung in Chassadim.

Daher wird es so betrachtet, dass diese Buchstaben ELeH als ein Shofar erachtet werden, in welches SoN, die sich mit ihnen zu Bina erhoben haben—erachtet als Klang—eingekleidet sind. Dies ist so, weil sie diejenigen sind, die mit sich SoN zu Bina erheben, da sie aus der Zeit von Katnut in ihnen enthalten sind und SA in sich tragen.

Deshalb wurde gesagt, dass diese Öffnung, die das Yud in dieser Halle bewirkte, dazu dient den Klang darin zu hören, welcher aus jenem Shofar hervorkommt. Das Yud, welches Höhere AwI sind, gibt ein höheres Leuchten, um das Untere Hej von Nikwej Ejnaim de ISHSuT zurück zu Pe zu bringen, und die drei Buchstaben ELeH zu erheben, welche in SoN waren, und sie wieder mit Bina zu verbinden, so wie sie vor ihrer Beteiligung an Malchut waren.

Daraus folgt, dass das Yud die Halle von ISHSuT öffnete, um Mochin aus dem Shofar an SA zu geben, welche die Buchstaben ELeH sind, welche sie erhob. Das ist so, weil auch SoN sich mit den Buchstaben ELeH zu Bina erheben, wo sie Chochma empfangen.

Sie hören darin den Klang, der aus dem Shofar, Bina, hervorkommt, um SA mit den Mochin de Gadlut auszuströmen, welche „eine Stimme“ genannt werden, und deren Ausströmung als das Erzeugen eines Klangs betrachtet wird. Dieses Shofar ist von allen her Seiten verborgen, beiderseits, von Chassadim und von Chochma, da die Buchstaben ELeH, welche Shofar genannt werden, an ihren Platz von SoN fallen und dort von beiden Seiten her, von GaR und Or Chassadim, verborgen sind.

Daher benötigen sie zwei Korrekturen:

  1. Sie zu erheben und sie mit Bina zu verbinden, damit sie ihre GaR erhalten, Or Chochma;
  2. Das Or Chassadim in sie zu geben, damit es eine Einkleidung für Chochma wird.

Das Yud kam und öffnete es, um einen Klang daraus hervorzubringen. Dies ist die erste Korrektur—dass das Yud das erhabene Leuchten zum Hej, der Halle von ISHSuT, ausbreitet. Dies senkt das Untere Hej an seinen Platz ab und erhebt ELeH mit den SoN darin, und verbindet sie mit Bina. Folglich erlangen sie ein Leuchten von Chochma, welches auch Mochin für SA ist, welche sich mit den Buchstaben ELeH erhoben. Jedoch ist das Leuchten von Chochma immer noch verborgen und leuchtet nicht, wegen der Abwesenheit von Chassadim.

Aus diesem Grund wird es so betrachtet, dass der Klang noch nicht herausgekommen ist, das heißt, dass SA noch nicht geboren wurde. Es wurde gesagt, dass das Hej kam und es öffnete, um einen Klang daraus hervorzubringen. Das heißt, um den Klang daraus durch die zweite Korrektur hervorzubringen, aber jetzt ist er noch nicht hervorgekommen.

Als es es öffnete, blies es da hinein und brachte einen Klang daraus hervor, um Sklaven zur Freiheit zu erlösen. Dies ist die zweite Korrektur, da es (das Yud), nachdem es die Halle öffnete, und die Buchstaben ELeH mit SoN zurück zu Bina verband, wo sie das Or Chochma erhielten, da hineinblies, das heißt, dass das Yud Luft (Awir) in das Shofar blies, da Awir Or Chassadim ist. Und da das Shofar, die Buchstaben ELeH, ebenfalls Awir empfingen, das heißt Or Chassadim, brachte es hervor und zeugte SA—Klang—und brachte ihn hervor an seinen Platz, vollständig.

Das ist so, weil durch die Einkleidung von Chassadim, welche das Yud blies, Chochma sich darin einkleiden konnte und in SA hineingelassen wurde. Daher erlösen diese Mochin, die SA erlangte, die Stimme, Sklaven, zur Freiheit. Das heißt, SA gibt sein Leuchten an die Welten, und dann werden die Kinder von Israel mit Mochin de GaR belohnt, welche „Freiheit“ genannt werden.

240) Israel kamen aus Ägypten beim Blasen dieses Shofar heraus, damit dieses Shofar bis an das Ende der Tage geblasen wird. Jegliche Erlösung findet durch dieses Shofar, Bina, statt, und dieses Shofar ist ebenfalls in der ganzen Geschichte des Auszugs aus Ägypten präsent, da er sich durch dieses Shofar, durch Yud, ereignete, das ihre Gebärmutter öffnete und ihre Stimme zur Erlösung der Sklaven herausbrachte. Dies ist das Hej, der zweite Buchstabe des Heiligen Namens. 

Es ist so, weil alle Mochin, die SoN gegeben werden, aus diesem Shofar herauskommen, welches die Buchstaben ELeH sind. Diese großen Mochin, die Seir Anpin erhielt, um Israel aus Ägypten zu bringen, waren auch aus diesem Shofar, und die Mochin, die am Ende der Tage zur vollständigen Erlösung erscheinen, werden auf gleiche Art und Weise auch aus diesem Shofar sein, Dies ist der Grund, warum es den Auszug aus Ägypten in diesem Abschnitt in den Tefillin gibt: „Und es soll geschehen, wenn der Ewige dich bringt.“

Die Mochin, die für den Auszug aus Ägypten erschienen, kamen aus diesem Shofar in ISHSuT von AwI, dem Yud von HaWaYaH, das die Gebärmutter von ISHSuT öffnete, welches die Buchstaben ELeH sind, die seine Stimme, Seir Anpin, durch das Erlangen dieser Mochin für die Erlösung der Sklaven sind, die den Auszug von Israel aus Ägypten aus der Sklaverei zur Freiheit verursachen. Wisse, dass Seir Anpin und Nukwa, „Stimme“ und „Sprache“, nur nach dem Erlangen der Mochin de Chaja genannt werden, aber nicht auf dem Rest der Stufen, die geringer als die Stufe von Chaja sind. Und aus den Mochin de Chaja kommen alle Erlösungen.

241) Der dritte Abschnitt ist die Vereinigung des „Höre Israel“, Waw von HaWaYaH, welches alles beinhaltet, Seir Anpin, und in ihm ist die Vereinigung von allem, denn in ihm vereinen sie sich und er nimmt alles auf.

Der vierte Abschnitt ist „Und es wird geschehen, so ihr höret“, er enthält zwei Seiten, Chessed und Gwura, in welchen sich die Versammlung Israels – die untere Gwura, Malchut, vereint. Dies ist das Untere Hej von HaWaYaH, welches sie aufnimmt und mit ihnen eingeschlossen ist.

Der dritte Abschnitt der Tefillin „Höre Israel“, Seir Anpin, Waw von HaWaYaH, beinhaltet alle vier Abschnitte der Tefillin. Dies ist so, denn, obwohl die ersten beiden Abschnitte „Heilige!“ und „Und es soll geschehen, wenn der Ewige dich bringt“, AwI und ISHSuT sind, Chochma und Bina, haben sie nicht AwI und ISHSuT in sich selbst. Vielmehr sind sie AwI und ISHSuT, welche sich in Rosh von SoN einkleiden, Chochma und Bina, die in Mochin von SA sind, welche MemLamed von ZeLeM de Seir Anpin genannt werden.

Ebenso bedeutet der vierte Abschnitt „Und es wird geschehen, so ihr höret“ Nukwa von SeirAnpin, nicht Nukwa selbst, sondern nur Nukwa, die in Seir Anpin eingeschlossen ist, welche in ihm bei dem Namen „Moach (Geist, Gehirn) der Gwura von SeirAnpin“ genannt wird. Es gibt drei Mochin in Seir Anpin, welche CHaBaD, MemLamedZadi von ZeLeM von Seir Anpin sind, denn in Daat, Zadi, sind Chessed und Gwura enthalten. Chessed in Daat wird als Seir Anpin selbst betrachtet, und Gwura in Daat wird als Einschließung von Nukwa betrachtet. Dies sind die vier Abschnitte der Tefillin.

So enthält Seir Anpin, Waw von HaWaYaH, alle vier Abschnitte; und es findet in ihm die Vereinigung von allem statt, denn alle Vereinigungen, die sich auf AwI und ISHSuT beziehen, geschehen nur in Seir Anpin und nur in der Absicht für Seir Anpin, denn die Parzufim, die Seir Anpin vorausgehen, sind immer vereint und benötigen kein MaN der Unteren, um sie zu verbinden. All die Vereinigungen, die wir in den Höheren Parzufim mittels MaN vollführen, sind ganz und gar nicht für sie selbst, sondern nur für Seir Anpin, in welchem sie sich verbinden.

Es gibt keine Vereinigung für Chochma und Bina, um wieder zu Chochma für die Unteren zu werden, außer durch den Aufstieg von Seir Anpin zu ihnen mittels MaN. Wenn sich Seir Anpin durch MaN zu Bina erhebt, steigt Bina zu Rosh von AA auf und empfängt Chochma um Seir Anpin zu geben. Doch nicht für sich selbst, denn in ihrer Natur der zehn Sefirot de Or Yashar (Direktes Licht) ist Bina nur Or Chassadim, wie geschrieben steht: „Denn Er ist der Wunsch nach Güte (Chafez Chessed).“ Sie hat kein Interesse zu Rosh von AA aufzusteigen, um sich dort mit Chochma zu paaren. Doch Seir Anpin, der zu Bina aufsteigt, erweckt sie, um Chochma an ihn zu geben.

Somit vereint sich Bina mit Chochma nur durch und für Seir Anpin. Sie vereinen sich in Seir Anpin, und er nimmt alles, denn selbst das Or Chochma, welches Bina für Seir Anpin empfängt, offenbart überhaupt nicht am Platz von Bina, sondern nur am Platz von Seir Anpin, von Chase an abwärts. Somit nimmt Seir Anpin all jene Mochin und nicht seine Darüberstehenden.

„Und es wird geschehen, so ihr höret“ beinhaltet beide Seiten, Chessed und Gwura, in welchen die Versammlung Israels vereint ist, die untere Gwura. Denn der Abschnitt „Höre“ ist Seir Anpin, Waw von HaWaYaH, die Höhere Vereinigung, in welcher die Liebe nur auf der Seite von Chessed offenbart, dem Abschnitt „Und ihr sollt den Ewigen, euren Gott, lieben“, was ganz Liebe ist, ohne jedes Din in diesem Abschnitt. Doch im vierten Abschnitt „Und es wird geschehen, so ihr höret“, ist das Untere Hej von HaWaYaH, Nukwa de Seir Anpin, darin enthalten, Gwura, die in Daat von Seir Anpin ist. Und in ihr enthüllt sich die Liebe auf beiden Seiten: Auf der Seite von Chessed und auf der Seite des harten Din. Dies ist die untere Vereinigung „Gelobt sei der Name der Herrlichkeit Seines Königreiches für immer und ewig,“ wo Nukwa von Seir Anpin, genannt „Die Versammlung Israels,“ untere Gwura, sich in ihnen vereinen.

Doch ist dies nicht Nukwa selbst, sondern Gwura unten, in Moach von Daat. Es ist das Untere Hej von HaWaYaH, welches sie aufnimmt und sich in sie einschließt, denn Gwura in Daat, das Untere Hej von HaWaYaH, nimmt all die Mochin in der Höheren Vereinigung des „Höre Israel“, und schließt sich in sie ein, denn nur in ihr sind die Mochin vervollständigt. Dies ist so, da es in ihr Raum gibt, um Liebe auf zwei Seiten zu offenbaren, denn das harte Din, welches die Liebe vollendet, ist nicht über ihr, wie geschrieben steht „Dein Kopf auf dir ist wie der Karmel“, was auf Kopf-Tefillin hinweist. Nachdem Seir Anpin sich in alle vier Mochin, die in den vier Abschnitten, welche die drei Buchstaben ZadiLamedMem sind, eingekleidet hat, wird erachtet, dass sein Kopf wie der Karmel ist, mit den Buchstaben von Kar Male (gefülltes Kissen) voller Güte in Fülle.

242) Die Tefillin sind die Buchstaben des Heiligen Namens. Daher steht geschrieben: „Dein Kopf auf dir ist wie der Karmel.“ Dies sind die Kopf-Tefillin, und das Dalet deines Kopfes bedeutet die Hand-Tefillin, Malchut, die eine Arme ist in Bezug auf oben, SA. Und auch sie besitzt Vollständigkeit, ähnlich wie oben.

Malchut bedeutet die Hand-Tefillin, eine Arme in Bezug auf oben, eine Arme in Bezug zur Höheren Welt. Dies bedeutet, dass die Höhere Welt, Bina, in ihr teilnimmt, um sie zu ergänzen. Zudem hat sie Vollständigkeit wie oben, da sie nun die gesamte Vollkommenheit der Höheren Welt, Bina, empfängt durch die Vereinigung von „Gelobt sei der Name der Herrlichkeit Seines Königreichs für immer und ewig“ im vierten Abschnitt von SA. Und da sie nicht die Nukwa im Guf von SA ist, sondern eine eigenständige Nukwa von SA, nimmt sie alle vier Abschnitte von ihm, welche Chochma und Bina, Chessed und Gwura de SA sind, da sie ein eigenständiger und vollständiger Parzuf ist. Jedoch sind sie in einer Kammer und nicht in vier eigenständigen Kammern wie die Tefillin de SA.

Der Grund dafür ist, dass ein Abschnitt das Licht ist und die Kammer das Kli (im Hebräischen heißt Kammer „Bajit“, was auch „Heim“ bedeutet). Es ist bekannt, dass Licht und Kli sich von jedem Siwug ausbreiten. Daher breitet sich SA, dessen vier Abschnitte—die seine vier Mochin sind, Chochma und Bina, Chessed und Gwura—sich in vier Siwugim zu ihm aus, und auch er hat vier Kammern, eine bestimmte Kammer für jeden Abschnitt. Außer Nukwa, in der es keinen Siwug gibt, sondern sie empfängt vielmehr alle vier Mochin—welche die vier Abschnitte sind—in einem einzigen Siwug von SA, daher hat sie nur eine Kammer für alle vier Abschnitte.

243) „Ein König, gefangen in Locken“, d. h. er ist in jenen Kammern der Tefillin gebunden und gehalten, um sich mit diesem Heiligen Namen wie es sich gehört zu vereinigen. Folglich ist derjenige, der in ihnen korrigiert wird, ein Ebenbild Gottes (Elokim). So wie in Elokim (אלהים) der Heilige Name verbunden ist, so auch hier – der Heilige Name ist in ihm verbunden, wie es sich gehört. „Männlich und weiblich erschuf Er sie“ – das heißt, die Kopf-Tefillin und die Hand-Tefillin. Und all dies ist eins.

„Ein König, gefangen in Locken (Rehatim, רְהָטִים).“ Seir Anpin ist gebunden und in diesen Kammern vereinigt, weil die Kammern, in die die Abschnitte hineingelegt werden, Tränken (Rehatim, רהטים) genannt werden, weil Tränken (Rehatim) mit Wasser gefüllte Tröge sind, aus denen das Vieh trinkt. Und auch die Mochin, das sind die Wasser von Chochma und die Wasser von Chassadim, sind mit ihren Kelim verbunden und werden in ihnen, d. h. in diesen Kammern, untergebracht. Deshalb werden die Kammern „Tränken“ (Rehatim, רהטים) genannt.

Er ist gebunden und mit jenen Kammern verbunden, um sich mit dem Heiligen Namen angemessen zu vereinigen. Die Kammern, TaNHJ de Twuna, werden „das große Dalet ד vom Wort Echad (אחד, Eins) genannt.“ Es wurde darüber gesagt: „Und lass das Trockene erscheinen.“ Durch das Erscheinen des Trockenen in Seir Anpin kann er dann die Mochin an seine Nukwa geben, und was trocken war wird ein Land, um Früchte und Nachkommenschaft zu tragen und um Bäume zu pflanzen. Ohne seine Kammern, die das Trockene sind, wäre SA also nicht in der Lage gewesen, den Mochin an seine Nukwa zu geben.

Und das bedeutet: „Er ist gebunden und in diesen Kammern” – d. h. Seir Anpin ist gebunden und in diesen Kammern, die vom „Trockenen“ abgeleitet sind, „um sich mit diesem Heiligen Namen“, Nukwa, richtig zu vereinigen, wie es sich gehört in der Offenbarung, so dass das, was das Trockene war, ein Land wird, um Früchte und Nachkommen zu erzeugen und Bäume zu pflanzen. Und das ist die Bedeutung dessen, was gesagt wird: „Ein König, gefesselt mit Locken.“

Folglich ist derjenige, der mit diesen vier Abschnitten errichtet wurde, das Ebenbild (Zelem) des Schöpfers.  Der untere Mensch, der Tefillin anlegt, breitet Mochin Chochma und Bina, Chessed und Gwura ZeLeM genannt – von SoN aus, da Chochma und Bina MemLamed genannt werden, werden Chessed und Gwura Zadi genannt, und das ist das Ebenbild des Schöpfers. Da der Heilige Name, Nukwa, in Bina, Elokim, vereinigt ist, ist der Heilige Name im Menschen vereinigt.

„Männlich und weiblich erschuf Er sie“, Kopf-Tefillin und Hand-Tefillin, und es ist alles eins. „Und Gott erschuf den Menschen in Seinem Ebenbild (Zelem).“ Die Mochin, Chochma und Bina, Chessed und Gwura werden ZeLeM genannt. Und es gibt in ihnen männlich und weiblich, Zelem von Seir Anpin und Zelem von Nukwa, Kopf-Tefillin und Hand-Tefillin.

233 – 236, Sohar, Das Neunte Gebot

Das neunte Gebot

233) Das neunte Gebot ist, sich der Armen zu erbarmen und ihnen Nahrung geben. Es steht geschrieben: „Lasst uns machen einen Menschen in unserem Ebenbild, nach unserer Ähnlichkeit.“ „Lasst uns machen einen Menschen“ – in Zusammenarbeit, weil er aus Mann (Sachar) und Frau (Nekewa) besteht. „In unserem Ebenbild“ bedeutet „Reiche“; „Nach unserer Ähnlichkeit“ bedeutet „Arme“.

234) Seitens des Mannes (Sachar) sind sie die Reichen, und seitens der Frau (Nekewa) sind sie die Armen. Und so wie sie in einer Verbindung miteinander sind, barmherzig zueinander sind, einander geben und einander Güte erweisen, so soll der Mensch unten sein: die Reichen und die Armen verbunden, einander gebend und einander Güte erweisend.

235) („Und sie sollen herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über die ganze Erde und über alles Gewürm, das auf Erden kriecht.“ Und im Buch von König Salomo heißt es:)
Jeder, der den Armen von ganzem Herzen Barmherzigkeit erweist, hat eine (geistig-spirituelle) Form, die sich niemals von der Form des Adam haRishon unterscheidet, und da die Form Adams in ihm eingeprägt ist, hat er aufgrund dieser Form Macht über alle Geschöpfe der Welt. Und das ist die Bedeutung dessen, was gesagt wird: „Und Furcht und Zittern vor dir wird sein auf allen Tieren der Erde.“ Sie alle zittern und fürchten sich vor der (geistig-spirituellen) Form, die in ihn eingeprägt ist. Denn dieses Gebot: „Sei barmherzig zu den Armen“, ist das erhabenste aller Gebote, damit sich der Mensch in der Form von Adam haRishon erheben kann.

236) Woher wissen wir das? Aus dem, was über Nebukadnezar gesagt wurde. Obwohl er jenen Traum geträumt hatte, solange er den Armen gnädig war, erfüllte sich der Traum nicht an ihm. Aber sobald er sein Herz verhärtete und aufhörte, den Armen gegenüber gnädig zu sein, heißt es: „Die Rede war noch auf den Lippen des Königs, als eine Stimme vom Himmel ertönte: ‚König Nebukadnezar, es wird dir verkündet: Das Königtum wurde dir genommen.‘“ Sogleich änderte sich sein Aussehen, und er entfernte sich von den Menschen.

Darum steht geschrieben: „Lasst uns machen einen Menschen.“ Es wird „machen“ geschrieben und bei Rut steht geschrieben: „Der Name des Mannes, mit dem ich heute gemacht habe (assiti, עָשִׂיתִי), ist Boas.“ Da „gemacht haben (assiti, עָשִׂיתִי)“ Zedaka (Gerechtigkeit/Almosen geben) bedeutet, bedeutet hier „gemacht haben“ ebenfalls Zedaka.

(Erläuterung:) Es wird von der Erschaffung des Männlichen (Sachar) und des Weiblichen (Nukwa), die „reich“ und „arm“ genannt werden, gesprochen. Doch es gibt keinen Hinweis, dass die Reichen barmherzig zu den Armen sein und ihnen Unterhalt gewähren sollen. Es wird jedoch gesagt, dass dieser Ausspruch ein Gebot ist, barmherzig zu den Armen zu sein. Aber er hat eine sehr tiefe Bedeutung. Und dieser Ausspruch unterscheidet sich von allen anderen, denn bei allen ist der Ausspruch getrennt und die Handlung ist getrennt. So wie in: „Und Gott sagte: Es werde Licht, und es wurde Licht.“ „Und Gott sagte: Es werde ein Firmament…und Gott machte das Firmament“, „Und Gott sagte: Es sammeln sich die Wasser…und es geschah so“.

Und in all diesen Fällen gibt es keine Verwechslung von Handlung und Gesagtem. Der Grund, warum die Schöpfung aus AwI heraus entstand, ist, dass Aba spricht und Ima handelt. Aba gab an Ima, und nachdem sich die Fülle in die Grenzen innerhalb von Ima einprägte, wurde wurde sie zur Handlung. Dies gleicht dem Potenzial und dem Tatsächlichen.

Denn im Aspekt Aba allein kann keine Schöpfung vollbracht werden, denn es gibt in ihr (der Schöpfung) keine Begrenzung, welche die Handlungen in irgendeiner Form abbildet. Daher gibt es einen Ausspruch über Aba, welcher das Geben an Ima ist. Und da es immer noch im Potenzial ist, kann es dort keine Formulierung des Tuns geben, sondern eine Formulierung von „Es werde.“ Aber im Ausspruch der Erschaffung des Menschen gibt es im Ausspruch selbst eine Formulierung des Tuns. Und es gibt hier noch eine andere bedeutende Veränderung, denn es steht geschrieben: „Lasst uns machen“, in der Mehrzahl, und nicht: „Ich werde machen einen Menschen.“

Die Sache ist die, dass vor der Erschaffung der Welt der Korrektur, das Zerbrechen der Gefäße in SaT der Welt Nekudim geschah, wie wir lernen: „Er erschuf Welten und zerstörte sie.“ Schließlich erschuf Er diese Welt und sagte: „Diese gibt mir Freude.“ Jedoch, durch das Zerbrechen der Gefäße in den sieben Sefirot CHaGaT NeHJM von Nekudim vermischte sich die Kedusha mit den Klipot und der Name MaH erschien und brachte die vier Welten ABYA auf dem Weg der Korrektur hervor. Dies ist die Bedeutung von: „Diese gibt mir Freude“, denn sie trennte die heiligen Funken von den Klipot und im Ausbreiten der Kedusha wurden die Welten, und alles, was darin ist, erschaffen.

Dies ist es, was du in jedem Schöpfungsakt findest, Trennung und Klärung, wie in: „Und Gott trennte das Licht von der Finsternis“, und „das Wasser von den Wassern“ und „das Wasser vom Trockenen“. Und ebenso die Angelegenheit des „nach seiner Art“ im Ausspruch: „Lass die Erde Gras hervorbringen…“ Und ebenso: „…die Herrschaft des Tages von der Herrschaft der Nacht.“ Und ebenso das Thema des Hervortretens einer lebendigen Seele (Nefesh Chaja) aus dem Wasser und aus der Erde.

Dies alles weist auf die Klärung der Kedusha aus den Klipot, und des Guten aus dem Bösen hin. Alles, was geklärt wurde, wird zu einer beständigen Wirklichkeit – entsprechend dem, was der Kedusha angemessen ist. Darum wurde gesagt, dass der ganze Schöpfungsakt im ersten Tag beinhaltet ist, im Ausspruch: „Es werde Licht.“ Denn dort geschah eine vollständige Trennung zwischen Licht und Finsternis. Gewöhnlich wird Kedusha „Licht“ genannt und die Klipot werden „Finsternis“ genannt, da alle anderen Namen der Kedusha und der Klipot nur einzelne Aspekte und Zweige von Licht und Finsternis sind.

Doch auf der Ebene der Trennung zwischen Licht und Finsternis, auf deren Grundlage alle Schöpfungen in der Schöpfungsgeschichte geklärt wurden, ist die Korrektur immer noch unvollständig. Denn aus dieser Perspektive würde der gesamte Aspekt des Bösen und der Finsternis als etwas verbleiben, das überflüssig ist. Und das entspricht keineswegs der Vollkommenheit des Schöpfers. Denn die Korrektur ist nur dann beendet, wie es geschrieben steht: „Selbst die Finsternis wird für dich nicht finster sein, und die Nacht leuchtet wie der Tag; Finsternis ist wie Licht.“

Um dies zu korrigieren, wurde der Mensch erschaffen – als eine umfassende Einheit, von der tiefsten Stufe des Bösen bis zur höchsten Stufe des Guten. Durch ihn wird die vollständige Endkorrektur erreicht werden, in der das Böse in Gutes verwandelt wird, das Bittere in Süßes, die Finsternis wie Licht wird – „der Tod wird auf ewig verschlungen, und der Ewige wird König sein über die ganze Erde.“

Deshalb kam dieser Ausspruch über die Erschaffung des Menschen in einem großen Unterschied zu den anderen Aussprüchen hervor, die sich auf die übrigen Geschöpfe der Schöpfung beziehen. Denn hier vermischte sich das Handeln mit dem Ausspruch selbst. Und das deshalb, weil dieser Ausspruch von Ima stammt und nicht von Aba. Und sie sprach: „Lasst uns machen einen Menschen“ – ein Ausdruck der Gemeinsamkeit. Denn sie verband sich mit Malchut de Azilut, um den Menschen zu erschaffen.

Malchut de Azilut beinhaltet alles, wie geschrieben steht: „Und Sein Königtum herrscht über alle.“ Denn sie versorgt und erhält sogar die Kräfte des Bösen. Andernfalls hätte das Böse keine Kraft zu existieren, wie geschrieben steht: „Und ihre Beine gehen hinab bis zum Tod.“ Die Klipot empfangen ein minimales Licht (Ner dakik) von ihr, genug, um sie zu aufrechterhalten. Auch wird Malchut Assija (Tun) genannt, da sie über das ganze „Tun“ herrscht. Sie wird auch Finsternis genannt, denn sie leuchtet nur in Form einer „dünnen Kerze (Ner dakik)“, um die Finsternis und das Böse zu erhalten.

Und zu jener Zeit, als Ima sich in vollständiger Einheit mit Malchut verband, wurde in sie selbst der Aspekt von Assija (Tun) und Finsternis hineingemischt. Und dies ist das Geheimnis des Ausspruchs: „Lasst uns machen einen Menschen in unserem Ebenbild, nach unserer Ähnlichkeit.“ Denn das Licht wird „Ebenbild“ genannt, und die Finsternis wird „Ähnlichkeit“ genannt. Nachdem sich Ima mit Malchut verband, entstanden in ihr selbst zwei Kräfte – „Ebenbild“ und „Ähnlichkeit“ – durch welche sie den Menschen erschuf, sodass auch dieser beide Kräfte in sich umfassen sollte: „Ebenbild“ und „Ähnlichkeit“. Deshalb sagte sie: „In unserem Ebenbild und in unserer Ähnlichkeit.“

„Lasst uns machen einen Menschen“ – in Verbindung. Die Worte „Lasst uns“ weisen auf Zusammenarbeit, Einbeziehung von männlich und weiblich. Dies deutet an, dass Ima selbst aus männlich und weiblich besteht. Denn obwohl Ima die männliche Welt ist, und in ihr dort keine Nukwa enthalten ist, hatte sie Anteil mit Malchut, Nukwa. „In unserem Bild“ bedeutet „Reiche“ und „Nach unserer Ähnlichkeit“ bedeutet „Arme“. Denn von der Seite des Männlichen her sind es die Reichen. Und von der Seite des Weiblichen her sind es die Armen. Denn „männlich“ ist Licht und Reichtum und „weiblich“ ist Dunkelheit und Armut.

Und da sie sagte „In unserem Bild, nach unserer Ähnlichkeit“ sind Dunkelheit und Armut in ihr selbst, aufgrund ihrer Beteiligung mit Malchut bei der Schöpfung des Menschen. So kam der Mensch hervor, indem er Reiche und Arme, Licht und Dunkelheit umfasste. Dadurch wird durch ihn die ganze Korrektur vollendet und Malchut in Kedusha über die ganze Erde ausgedehnt: „Und der Ewige wird Eins sein und Sein Name Eins“, denn dann wird sich die Dunkelheit in Malchut zu vollkommenem Licht wandeln, wie der männliche Teil, HaWaYaH, und wird zu „Er ist Eins und Sein Name Eins.“ Dann werden die Worte „Es wird unter euch keine Armen geben“ wahr werden.

Und wie sie in einer einzigen Verbindung sind, aneinander Anteil nehmend, einander gebend und einander Gutes – Chessed tuend, so sollte der Mensch unten sein – der Reiche und der Arme – in einer einzigen Verbindung, einander gebend und einander Gutes tuend, wie das Bild und die Ähnlichkeit, die in Ima enthalten sind, in einer einzigen Verbindung; denn Ima nimmt Anteil an der Ähnlichkeit, Malchut, um all die Dunkelheit in ihr zu korrigieren. Die höhere Ima verringerte sich selbst und gab von ihrem Anteil an Malchut, eine Arme, indem sie ihr Gutes tat.

Desgleichen sollte der Mensch, der von ihr nach Bild und Ähnlichkeit erschaffen worden ist, Mitleid mit den Armen haben, welche die Ähnlichkeit in ihm sind, mit ihnen in einer einzigen Verbindung sein. Und sie mit allem versorgen, das sie benötigen, und ihnen Gutes – Chessed tun. Durch das Befolgen dieser Mizwa wird er das Bild und die Ähnlichkeit von Ima auf sich ziehen, welche alle höheren Mochin sind, mit denen Adam haRishon belohnt wurde, als er in diesem Bild und dieser Ähnlichkeit erschaffen wurde.

Weiterhin steht geschrieben: „Und lasst sie herrschen über die Fische des Meeres.“ Ein jeder, der bereitwillig den Armen gegenüber barmherzig ist, dessen Form unterscheidet sich nicht von der Form von Adam haRishon. Und wenn die Form von Adam haRishon in ihn eingeschrieben ist, herrscht er mit dieser Form über alle Geschöpfe in der Welt, wie geschrieben steht: „Und lasst sie herrschen über die Fische des Meeres.“

Dies ist so, da er durch diese Mizwa mit jenem inneren Bild und jener Ähnlichkeit von Adam belohnt wurde, mit all jenen Mochin und einem hohen Glanz von Azilut, mit denen Adam haRishon belohnt wurde, und mit welchen er all die Geschöpfe in der Welt beherrschte. Das heißt, es gab immer noch keine von jenen bösen Kräften, die sich ihm nicht unterordneten. Sie alle zitterten und fürchteten jene Form, die in ihn eingeschrieben war. Sie waren alle voll von Angst und fürchteten jenes Bild, das in ihn eingeschrieben war, da er alle Kräfte des Bösen und der Dunkelheit annullierte, und sie hatten vor ihm keinen Bestand, denn der Name des Ewigen wurde über ihm ausgerufen; und dies ist das Bild Gottes.

Er beweist dies durch Nebukadnezar, welcher keinerlei Mizwot hatte, und dennoch, nachdem er im Traum verurteilt wurde und Daniel dies löste, sagte Daniel zu ihm: „Entlaste deine Frevel durch Zedaka.“ Und so tat er. Solange er barmherzig gegenüber den Armen war, beeinträchtigte ihn das Gericht des Traumes nicht. Als er den bösen Blick des Nicht-zu-den-Armen-barmherzig-seins zuwarf, wurde gesagt: „Während das Wort im Mund des Königs war.“ Sogleich änderte sich seine Form und er zog weit weg von den Menschen. Somit ist diese Mizwa größer als alle Mizwot in der Tora, denn durch sie selbst kann sie von einem Menschen alle Arten böser Urteile hinweg nehmen, mit denen er gerichtet worden ist.

Deshalb steht geschrieben: „Lasst uns machen einen Menschen.“ Hier wird „Machen“ geschrieben. Und in „Ruth“ steht geschrieben: „Und als ich dies mit Boas machte, war es Zedaka (Gerecht/Almosen geben), hier ist es ebenfalls Zedaka. Das heißt, das Wort „machen“, welches in Hinsicht auf die Erschaffung Adams gesagt wurde, weist auf die Mizwa von Zedaka, denn Ima tat Zedaka mit Malchut und war in ihr eingeschlossen.

Er beweist dies mit Ruth, welche sagte: „Der Name des Menschen, mit dem ich machte.“ Dies scheint unerklärt, denn alles, was sie tat, war von ihm zu empfangen. Doch mit der Erklärung, dass „machte“ die Verbindung von Reichen und Armen bedeutet, ist das Wort „machte“ mit Boas berechtigt, denn sie beide vereinten sich in einer einzigen Verbindung durch die Zedaka.

228 – 232, Sohar, Das Achte Gebot

Das achte Gebot

228) Das achte Gebot ist, den Fremden zu lieben, der kommt, um beschnitten zu werden und unter den Flügeln der Shechina zu verweilen. Malchut lässt all diejenigen unter ihre Flügel, die sich selbst von der anderen, unreinen Seite abtrennen, und sich ihr nähern, wie geschrieben steht: „Es bringe hervor die Erde eine lebendige Seele (Nefesh Chaja) nach ihrer Art.“

Die Angelegenheit der Flügel der Shechina ist eine lange und tiefgründige Sache, aber ich werde sie erklären, soweit es notwendig ist, um diesen Text, der vor euch ist, zu verstehen. Malchut, Nukwa von Seir Anpin, wird Shechina genannt in Bezug auf die Offenbarung. Das heißt, sie verlässt uns nicht, selbst wenn wir sehr weit von ihr entfernt sind, wie wir lernen: „An jedem Platz, wohin sie verbannt sind, ist die Shechina mit ihnen.“ Und wie geschrieben steht: „Der mit ihnen in der Mitte ihrer Unreinheit wohnt.“

Und in Bezug auf diesen Aspekt wird Seir Anpin auch Shochen (Einwohnender) genannt und Nukwa ist die Shechina (Göttliche Gegenwart). Diese Offenbarung ist nur dann, wenn sich SoN Panim be Panim (von Angesicht zu Angesicht) auf der gleichen Stufe befinden, denn dann ist das Leuchten des Siwug sehr groß, bis sich die Vereinigung auch an den entlegensten und beschränktesten Orten offenbart.

Auch ist bekannt, dass die Struktur von Gadlut von SoN nicht auf einmal entsteht. Vielmehr wird zuerst Katnut von SoN in den Mochin de WaK gebildet, und dann breitet sich Gadlut aus. Dies gilt für alle Stufen von SoN. Außerdem, selbst wenn SoN Mochin de Gadlut haben, werden die Mochin de Katnut nicht verschwinden, weil sie auch den Siwug von Mochin de Gadlut unterstützen müssen. Zu diesem Zeitpunkt werden sie die „Flügel der Shechina“ genannt.

Es steht geschrieben: „Die Cherubim sollen ihre Flügel nach oben ausbreiten, um die Decke (der Lade) mit ihren Flügeln zu bedecken.“ Ihre Hauptaufgabe ist es, ihre Flügel auszubreiten und das Leuchten des Siwug von Gadlut zu bedecken, so dass auch die Entferntesten das Licht des Siwug empfangen können, ohne dass etwas durch sie hindurch die Klipot (unreine Kräfte) erreicht.

Dies ist so, weil diejenigen, die nicht in vollständiger Reinheit sind, immer vom Licht der Kedusha (Heiligkeit) abgestoßen werden, weil befürchtet wird, dass sie die Fülle an die Klipot weitergeben könnten. Jedoch gibt es jetzt – durch die Bedeckung der Flügel – einen sorgfältigen Schutz für die Fülle, sodass selbst diejenigen, die am nächsten zu den Klipot sind, nicht versagen und die Fülle zu den Klipot herunterbringen können, denn die Flügel schützen sie.

Deshalb, wenn jemand kommt, um überzutreten und beschnitten zu werden, dessen Körper noch vom Aspekt der Vorhaut abstammt, dessen Väter nicht am Berg Sinai standen und von denen der Schmutz der Schlange nicht entfernt worden war – dennoch haben wir die Kraft, ihn zur Höheren Kedusha zu erheben, indem wir MaN für den großen Siwug von SoN Panim be Panim erheben, wo die Flügel der Shechina herrschen, ihre Flügel sich ausbreiten und das Licht des Siwug bedecken. Dann können wir die Nefesh (Seele) des Übertretenden nach dort erheben. und er wird durch das Licht dieses Siwug geheiligt. Und auch wenn er nicht völlig rein ist, kann er zu diesem Zeitpunkt vom Leuchten des Siwug empfangen.

Denn die Flügel beschützen ihn davor, dass die Fülle nicht zu den Klipot gelangt, obwohl er ihnen nahe ist. Es wurde gesagt: „Unter den Flügeln der Shechina“, weil sie nur vom Licht von Malchut, und nur von ihren Flügeln, der Äußerlichkeit von Malchut, empfangen können, aber nicht vom Körper der Shechina, ganz zu schweigen von Seir Anpin selbst.

Und Malchut nimmt sie unter ihre Flügel. Und es gibt nichts zu fragen, weil zuvor gesagt wurde, dass sie unter die Flügel der Shechina kommen. Das bedeutet, dass wir den Übertretenden unter die Flügel der Shechina erheben müssen. Und hier wird gesagt, dass sie unter ihre Flügel nimmt. Das würde bedeuten, dass die Shechina selbst sie zu sich bringt. Die Sache ist die, dass es nur möglich ist, die Seele (Nefesh) des Übertretenden durch einen Siwug von Gadlut näher zu bringen, denn nur dann bedecken die Flügel der Shechina das Leuchten des Siwug.

Deshalb müssen wir zuerst MaN erheben, um diesen Siwug von Gadlut zu erwecken, und das Leuchten des Siwug zu unserer Neshama zu ziehen, und dann breitet die Shechina ihre Flügel aus und bedeckt das Licht des Siwug, um die Seele des Übertretenden unter ihre Flügel zu bringen. Hieraus folgt, dass wir zuerst die Seele des Übertretenden durch unser MaN erheben, und sobald er sich erhoben hat, nimmt ihn die Shechina unter ihre Flügel.

229) Man kann nicht sagen, dass diese lebendige Seele (Nefesh chaja), welche in Israel enthalten ist, für alle gedacht ist. Vielmehr ist es so, wie es geschrieben steht: „Eine lebendige Seele, nach ihrer Art.“ Für Israel und nicht für die Übertretenden. Einige Durchgänge und Räume, einer innerhalb des anderen, hat dieses Land, welches „lebendig (chaja)“ genannt wird, unter seinen Flügeln.

Kommentar: Es ist nur möglich, die Seele des Übertretenden zu erheben, wenn wir MaN für den Siwug von Gadlut erheben, um auf uns selbst das Leuchten von Neshama von diesem Siwug zu ziehen. Zu diesem Zeitpunkt geschieht das Ausbreiten der Flügel der Shechina, zu der die Seele des Übertretenden sich erhebt, und auch er empfängt vom Licht des Siwug.

Aus diesem Grund kann nicht gesagt werden, dass die lebendige Seele (Nefesh chaja), die in Israel enthalten ist, für alle bestimmt ist. Möglicherweise könnte man sagen, dass der Übertretende auch von diesem Licht des Siwug der lebendigen Seele empfängt, das Israel für das Leuchten ihrer Neshamot gezogen hat. Hingegen bedeutet, wie es geschrieben steht: „Eine lebendige Seele, nach ihrer Art“, dass die Übertretenden vom Leuchten des Siwug jeweils das empfangen, das zu ihrer Art gehört – nur von der Äußerlichkeit des Siwug und nicht von der Innerlichkeit, welche nur Israel gehört.

Die „Flügel“ sind WaK aus der Zeit von Katnut, welche ebenso zur Zeit des Siwug von Gadlut wirken, um das Licht des Siwug zu verdecken. Es gibt CHaGaT NeHJ in WaKCHaGaT werden „Räume“ genannt, zum Verweilen, in denen man wohnen kann; NeHJ werden „Durchgänge“, „Tore“ und „Eingänge“ zu den Räumen genannt, aber sie sind nicht dazu da, um darin zu wohnen, da sie nur zum Eintreten und Austreten dienen. Das ist so, weil der Kern von CHaGaT Tiferet ist, ihre Mittlere Linie, welche ein vollständiges Kli ist und ein Gefäß für das Or Chassadim. Das Herzstück von NeHJ ist Jessod, die Mittlere Linie, in dem kein Kli ist, um für sich selbst zu empfangen und es dient als ein Durchgang, und um Or Chochma zu erheben. Darum werden NeHJ „Durchgänge“ genannt.

Einige Durchgänge und Räume, einer innerhalb des anderen, hat dieses Land, welches „lebendig (chaja)“ genannt wird, unter seinen Flügeln.“ Weil es unter seinen Flügeln die Übertretenden der siebzig Völker aufnehmen muss, stehen viele Räume für sie in CHaGaT der Flügel bereit und viele Durchgänge in NeHJ der Flügel. Nefesh wird aus den Durchgängen und Ruach aus den Räumen empfangen.

230) Es gibt zwei Durchgänge in der rechten Flügelseite von Malchut, welche sich von diesem Flügel zu zwei anderen Völkern verzweigen, welche Israel in besonderer Weise nahestehen, um sie in diese Durchgänge zu bringen. Unter dem linken Flügel gibt es zwei andere Durchgänge, welche sich zu zwei weiteren Völkern verteilen, Amon und Moab. Und sie alle werden „Lebendige Seele (Nefesh Chaja)“ genannt.

Vorher wurde beschrieben, dass es mehrere Durchgänge gibt, und hier wird gesagt, dass es nur zwei auf der rechten Seite und zwei auf der linken Seite gibt. Es geht hierbei aber nur um die allgemeinen, d. h., dass es rechts zwei allgemeine Durchgänge gibt, für die Völker, die zur Rechten gehören und es gibt links zwei allgemeine Durchgänge, für die Völker, die zur Linken gehören.

Die beiden Völker rechts beinhalten alle Völker der Rechten, die den beiden allgemeinen Durchgängen im rechten Flügel zugeordnet sind, aber der Sohar beschreibt nicht, welche das sind. Die beiden Völker links, welche Amon und Moab sind, beinhalten alle Völker der linken Seite und sie sind den zwei allgemeinen Durchgängen im linken Flügel zugeordnet.

Diese alle werden eine „Lebendige Seele“ (Nefesh chaja) genannt. Alle Seelen der Übertretenden, die aus allen Völkern kommen, werden mit dem Namen „Lebendige Seele“ bezeichnet. Der Grund ist, dass sie nur vom Siwug von Gadlut de SoN empfangen, wenn SoN sich an der Stelle der Höheren AwI befinden. Dann wird Malchut eine „Lebendige Seele – Nefesh Chaja“ genannt, denn das Licht von AwI ist in ihr, welches das Or Chaja ist. Und da die Seelen der Übertretenden von den Flügeln der lebendigen Seele empfangen, werden sie auch „Lebendige Seele“ genannt.

231) Mehrere andere verschlossene Räume und andere Hallen sind in jedem Flügel. Ruchot (Plural von Ruach-Geist) kommen aus ihnen hervor, um an all jene Übertretenden verteilt zu werden. Sie werden „Lebendige Seele (Nefesh Chaja)“ genannt – aber „nach ihrer Art“. Sie alle treten unter die Flügel der Shechina ein, aber nicht weiter.

Dies ist so, weil jeder Flügel aus WaK, CHaGaT NeHJ, besteht, die „Räume“ und „Durchgänge“ genannt werden. Jedes Volk hat seinen eigenen Raum in CHaGaT, und seinen eigenen Durchgang in NeHJ. Jedes empfängt Nefesh von den Durchgängen, und empfängt Ruach von den Räumen. Die Räume sind verschlossen, weil CHaGaT von WaK verdeckte Chassadim sind, verborgen für das Leuchten von Chochma.

232) Aber die Neshama Israels kommt aus dem Inneren des Körpers des Baumes, SA, und von dort fliegen die Neshamot zur Erde, Malchut, ins Innere ihrer Eingeweide, wie geschrieben steht: „Denn ihr sollt ein liebliches Land sein.“ Daher ist Israel ein „lieber Sohn“, über den es heißt: „Meine Eingeweide erbeben über ihm“. Sie werden genannt: „Die aus dem Bauch geboren werden“, und nicht aus den Flügeln, die sich außerhalb des Körpers befinden. Die Übertretenden haben keinen Anteil am Höheren Baum, SA, und schon gar nicht an seinem Körper. Vielmehr ist ihr Anteil in den Flügeln von Malchut, und nicht darüber hinaus.

Der Übertretende ist unter den Flügeln der Shechina, und nicht weiter. Die Übertretenden von Zedek (Gerechtigkeit) sind jene, die dort anwesend sind und sich dort festhalten, aber nicht innerhalb. Deshalb steht geschrieben: „Lasst die Erde eine lebendige Seele (Nefesh Chaja) nach ihrer Art hervorbringen.“ Für wen? Für „Vieh und Kriechgetier und Wild der Erde nach ihrer Art.“ Alle beziehen die Seele von diesem Lebewesen (Chaja), aber alle nach ihrer Art, wie es ihnen geziemt.

SA wird „Baum“ genannt, der „Baum des Lebens“, und Nukwa wird das „Land der Lebendigen“ genannt, zurzeit von Gadlut, wenn die Höheren AwI sich in sie einkleiden, Mochin de Chaja. Die Neshama von Israel kommt aus dem Körper des Baumes hervor, aus dem Inneren von SA, und von dort fliegt die Seele in die Erde, Malchut, hinein, in ihr Inneres, tief innerhalb. Durch einen Siwug des Baumes, SA, im Land der Lebendigen, Nukwa, gibt SA die Seelen von Israel an Nukwa, an ihr Innerstes, und von dort empfängt Israel seine Seelen.

Aber nicht wie die Übertretenden, die nur von Nukwa empfangen, und nur von der Äußerlichkeit von Nukwa – von ihren Flügeln – nicht aus dem Innersten, das heißt dem tiefsten Teil. Dies ist so, weil Nukwa drei ineinander gekleidete Parzufim hat—Ibur, Yenika, Mochin. Der Parzuf Mochin ist in den Parzuf Yenika gekleidet, und der Parzuf Yenika ist in den Parzuf Ibur gekleidet. Er präzisierte, dass Israel vom Innersten von Nukwa empfangen, vom Parzuf Mochin.

Deshalb wird Israel „lieber Sohn“ genannt. Sie werden auch „aus dem Bauch Geborene“ genannt, und nicht von den Flügeln, welche ihre Äußerlichkeit sind. Das heißt NeHJ von Nukwa werden „Bauch“ genannt, weil dort der Platz des Ibur (Empfängnis) und des Erhebens der Neshamot von Israel ist. Jedoch bezieht sich dies nicht auf die NeHJ der zwei äußeren Parzufim, Ibur und Yenika—die Flügel—sondern nur auf NeHJ des Parzuf Mochin, den Eingeweiden, wie geschrieben steht: „Mein lieber Sohn, Efraim, ist ein liebliches Kind. Denn wann immer ich von ihm spreche, erinnere ich mich ganz sicher an ihn. Meine Eingeweide erbeben über ihn.“

Da die Neshamot von Israel von der Innerlichkeit von Malchut sind, die „Eingeweide“ genannt wird, steht geschrieben: „Meine Eingeweide erbeben über ihn.“ Deshalb nennt er sie „Aus dem Bauch Geborene“ — NeHJ des Parzuf Mochin — und nicht von den Flügeln, die außerhalb des Körpers sind, und nicht von den NeHJ, die von den zwei äußeren Parzufim sind, welche die Flügel sind.

Es wurde gesagt, dass die Übertretenden keinen Anteil am Höheren Baum, SA, haben, und schon gar nicht an seinem Körper. Vielmehr sind ihr Anteil nur die Flügel und nicht mehr, unter den Flügeln der Shechina und nicht mehr. Deshalb werden sie „Übertretende von Zedek (Gerechtigkeit)“ genannt, denn die Shechina wird Zedek genannt. Sie wohnen unter ihren Flügeln, vereinigen sich mit ihr, aber sie haben keinen Anteil von oben, von der Shechina.

Deshalb steht geschrieben: „Es bringe hervor die Erde eine lebendige Seele nach ihrer Art.“ Für wen? Für „Vieh und Kriechgetier und Wild der Erde nach ihrer Art.“ Jeder, der eine Seele von einem Vieh und einem Kriechgetier und vom Wild der Erde hat, empfängt sie nur von Nefesh de Chaja, welche Malchut ist, die Panim be Panim im Siwug de Gadlut mit SA ist. Daher ist jeder nach seiner Art, wie es ihm gebührt, nur von den Flügeln und nicht von der Innerlichkeit des Leuchtens des großen Siwug.

223 – 227, Sohar, Das Siebte Gebot

Das siebte Gebot

223) Das siebte Gebot: Nach acht Tagen soll man die Beschneidung ausführen und die Unreinheit der Vorhaut entfernen. Es ist so, weil dieses Lebewesen (Chaja), Malchut, die achte Stufe auf allen Ebenen ist, die von Bina aus beginnen. Und diese Nefesh, die von ihr aufsteigt, muss vor ihr acht Tage lang gesehen werden, da sie die achte Stufe ist.

(Erläuterung:) Nukwa de Seir Anpin wird nicht als „Lebewesen“ (Chaja) bezeichnet, außer wenn sie aufsteigt und sich in Bina einkleidet, die von unten nach oben die achte Stufe der zehn Sefirot ist. Und sie wird auch Malchut genannt, Nukwa de Seir Anpin, bzw. „Achte“, weil sie sich um acht Stufen von ihr selbst bis zu Bina erhob, und nur dann wird auch sie Chaja (Lebewesen) genannt, wie Bina.

Deshalb muss die Seele (Nefesh) eines Menschen, die von Nukwa de Seir Anpin geboren wurde, die „Chaja“ und „die Achte“ genannt wird, vor Nukwa mit den Korrekturen der Beschneidung und Freilegung am achten Tag nach ihrer Geburt erscheinen. Dann ist es offensichtlich, dass sie eine Seele (Nefesh) von diesem heiligen Wesen (Chaja) ist und nicht von einer anderen Seite.

Denn dann – kraft der Handlung der Beschneidung und Freilegung – wird Sitra Achra (die Andere Seite) von der Seele (Nefesh) des Menschen völlig verdrängt, welche alle Lichter dieses Lebenwesens empfangen kann. Das ist die Bedeutung von „Es sollen wimmeln die Wasser“ und so empfängt sie das Höhere MaD von SoN, und wird in diesem Wasser vervollständigt.

224) Zu diesem Zeitpunkt scheint es sicher, dass sie eine lebendige Nefesh (Nefesh Chaja) ist, eine Nefesh dieses heiligen Lebewesens, Malchut, und nicht von der anderen Seite. Das ist die Bedeutung von „Es sollen wimmeln die Wasser“, das bedeutet, die Wasser des heiligen Samens sollen im Abdruck der lebendigen Nefesh eingeprägt sein. Das ist der Abdruck des Buchstaben Yud, eingraviert im heiligen Fleisch mehr als alle anderen Inschriften in der Welt.

Kommentar: Die Schrift erklärt: „Es sollen wimmeln die Wasser vom Gewimmel eines lebendigen Wesens (Nefesh Chaja)“ als Inschrift und Beschreibung. Durch die Beschneidung und Freilegung werden die Höheren MaD dargelegt und eingeschrieben, und werden der Nefesh des Menschen in einer Inschrift und einem Bildnis der Nukwa gegeben, die „lebendige Nefesh (Nefesh Chaja)“ genannt wird.

Die Höhere Welt, Bina, ist eingraviert und besiegelt mit dem Buchstaben Yud. Die untere Welt, Malchut, ist eingraviert und besiegelt mit dem Buchstaben Hej. Wenn Malchut, Nukwa, aufsteigt und sich in die Höhere Welt, Bina, einkleidet, kommt Hej aus ihr von MaH heraus, und Yud tritt an seiner Stelle ein, wie Bina, MI. Das ist die Inschrift des Buchstaben Yud, der im heiligen Fleisch mehr als alle anderen Inschriften in der Welt eingraviert ist.

Dies ist so, weil durch die Beschneidung und Freilegung die Reshimot dieser Welt – vom Buchstaben Hej – auch aus dem Menschen herauskommen, und der Abdruck des Buchstaben Yud an seiner Stelle hereinkommt, wie es in Nukwa geschah, die zu Bina aufstieg. Und da das heilige Fleisch von Jessod mit dem Buchstaben Yud besiegelt ist, kann der Mensch auch eine vollständige lebendige Nefesh von der heiligen Nukwa empfangen.

225) „Und Vögel sollen über der Erde fliegen.“ Dies ist Elija, der die ganze Welt in vier Flügen durchfliegt, um dabei zu sein, wenn dieser Heilige Bund der Beschneidung vollzogen wird. Und es ist notwendig seinen Stuhl aufzustellen und mit dem Mund zu sprechen: „Dies ist der Stuhl von Elija.“ Wenn nicht, dann wird er dort nicht anwesend sein.

Hier wird der Ausspruch „Und Vögel sollen über der Erde fliegen“ erklärt, in Bezug auf Elija, der die ganze Welt in vier Flügen durchfliegt. Weiter unten erklärt er den Ausspruch „Und jeden geflügelten Vogel nach seiner Art“, als Engel, die in der Welt in sechs Flügen umherkreisen. Hier, am Ende des Verses, erklärt er, dass, wenn geschrieben steht „über der Erde“ dies nicht als hohe Engel gedeutet werden sollte, da sie nicht auf der Erde sind. Daher ist es notwendigerweise Elija.

„Über der Erde fliegen“ ist Elija, der immer auf der Erde ist, denn Elija geht von Nukwa de Seir Anpin aus und ist immer bei ihr. Auch stammt Elija nicht von der Seite von AwI, denn er fliegt in vier Flügen, was darauf deutet, dass er von Nukwa, d. h. von Chase an abwärts, stammt, wo es nur vier Sefirot gibt.

Denn die Engel kommen von der Seite von AwI, daher sind sie nur im Himmel gegenwärtig und besitzen WaK, CHaGaT NeHJ. Daher fliegen sie, wenn sie zur Erde kommen, um ihren Auftrag zu erfüllen, in sechs Flügen, denn sie kleiden sich in sechs Sefirot. Doch Elija ist nicht von der Seite von AwI, sondern von Malchut, und befindet sich immer auf der Erde. Da Malchut vier Sefirot von Seir Anpin hat, TaNHJ, von seinem Chase an abwärts, durchfliegt er die ganze Erde mit nur vier Flügen, in der Einkleidung der vier Sefirot TaNHJ.

Und da die Schrift sagt: „Und Vögel sollen über der Erde fliegen“, bezieht sich das nicht auf die Engel, sondern nur auf Elija, der auf der Erde ist. Doch der Ausspruch „Und jedes geflügelte Vogelvolk nach seiner Art“, wo der Name „Über der Erde“ nicht erwähnt ist, bezieht sich auf die Engel, die von der Seite von AwI stammen, die die Welt in sechs Flügen durchfliegen.

Elija flog in vier Flügen durch die ganze Welt, um bei dieser heiligen Beschneidung dabei zu sein, denn Elija sagte: „Ich war sehr eifersüchtig auf den Ewigen…denn die Söhne Israels haben Deinen Bund verlassen.“ Der Schöpfer sagte zu Elija: „Wo immer meine Söhne diese heilige Inschrift in ihr Fleisch ritzen, dort wirst du sein. Und der Mund, der bezeugte, dass Israel den Bund verlassen hat, wird bezeugen, dass Israel den Bund einhält.“ Elija wurde vom Schöpfer bestraft, da er Seine Söhne anklagte, wie geschrieben steht: „Denn die Söhne Israels haben Deinen Bund verlassen.“

Natürlich sollten wir die Sache nicht wörtlich nehmen – dass Elija, als Strafe wegen der Anklage Israels, verpflichtet wurde bei jeder Beschneidung der Söhne Israels anwesend zu sein. Warum wird hier zusätzlich gesagt, dass er eingeladen werden muss und in den Worten erwähnt werden muss: „Dies ist der Stuhl von Elija“, sonst wird er dort nicht anwesend sein? Denn wenn er wegen der Strafe bei der Beschneidung dabei sein muss, dann ist er verpflichtet, dabei zu sein! Und warum ist es notwendig, dass Elija vor dem Schöpfer bezeugt, dass die Söhne Israels den Bund der Beschneidung erfüllen? Ist nicht alles vor dem Schöpfer offenbart! In der Tat, hier ist, unter der Süße ihrer Sprache, ein großes und schreckliches Geheimnis verborgen, wie es immer die Gewohnheit ist.

Und was es damit auf sich hat, wird aus den Aussagen des Sohar deutlich. Rabbi Ilai eröffnete und sagte: „Sei ganz – tamim, mit dem Ewigen, deinem Gott.“ Was ist der Unterschied zwischen tam (einfältig, naiv, redlich, gerecht) und tamim („ganz“)? Über Abraham steht geschrieben: „Gehe mir voran und sei ganz (tamim), und es steht geschrieben über Jakob, der vollkommener war: „Jakob war ein redlicher (tam) Mann.“ Denn es blieb keine Unreinheit (Psolet) in ihm da er auch die Freilegung (Prija) besaß.”

Womit hatte er die Freilegung (Prija) ausgeführt und sich von dieser Unreinheit gereinigt? Jener Ort, der die Unreinheit in sich angreift, der an der Stelle der Freilegung vorhanden ist, ist ein Ochse, welcher die Form der Linken Seines Thrones ist.

In dem System (Merkawa) des Thrones, befindet sich das Gesicht eines Löwen auf der Rechten und das Gesicht des Ochsen ist auf der Linken. Der Ochse wird „ein ganzer (tam) Ochse“ genannt, denn es gibt dort eine Inschrift des Bundes im Thron. Aus diesem Grund wird dieser Ochse „ein ganzer Ochse“ genannt und Jakob ist in ihm festgesaugt.

Und in diesem Ochsen machte er die Freilegung und entfernte die Unreinheit (Psolet) vollständig, denn es gibt einen aggressiven Ochsen im Teil der Vorhaut und der Freilegung (Freilegung/Zurückschieben), und mehrere Ankläger kommen aus ihm heraus, in der unteren Stufe, genannt Zerstörungen, und sie alle kommen aus diesem aggressiven Ochsen, vereint mit dem bösen Esel, gemeint sind die harten Dinim vom Schloss (Manula). „Und Jakob war ein ganzer Mann“, bedeutet der Mann dieses Ganzen.

Erläuterung: Es gibt vier Klipot – Stürmischer Wind (Ruach seara), Große Wolke (Anan gadol), Loderndes Feuer (Esh mitlakachat), und Noga darum herum. Die ersten drei sind alle unreine Klipot, aber Klipat Noga ist halb gut, halb böse. Wenn die drei Klipot an sie gebunden sind, wird sie ganz böse. Wenn sie sich von ihnen trennt und an die Kedusha anhaftet, wird sie vollständig gut.

Diese vier Klipot sind am Sium (Ende) des Parzuf, am Sium von Jessod, wo es zwei Häute gibt, eine auf der anderen. Die erste Haut wird „Vorhaut“ (Orla) genannt und die drei unreinen Klipot sind in ihr eingeschlossen – Stürmischer Wind, Große Wolke, Loderndes Feuer. Die zweite Haut wird die „Haut der Freilegung“ (Prija) genannt, die Klipat Noga, welche halb gut, halb böse ist.

Adam haRishon war beschnitten geboren worden, da die unreinen Klipot an ihm kein Festsaugen fanden und in ihm nur die Klipat Noga vorhanden war, die Haut der Freilegung. Sie war nur gut, denn sie war von den drei unreinen Klipot getrennt. Daher haftete sie sich an die Kedusha (Heiligkeit) an. Jedoch durch die Sünde am Baum der Erkenntnis, durch die Verführung der Schlange, welche aus den drei unreinen Klipot besteht, zog er die andere Haut über sich, die Vorhaut, wie wir lernen, dass „Adam haRishon seine Vorhaut zog.“

Es steht auch geschrieben: „Wenn sein Besitzer gewarnt wird und ihn dennoch nicht zurückhält… soll der Ochse gesteinigt, und sein Besitzer ebenso getötet werden.“ Dies ist so, da als die Vorhaut ihn ansprang und sich mit seinem Jessod verband, seine Neshama von Azilut ihn sofort verließ, er in Assija fiel und zum Tode verurteilt wurde.

Darum wurde gesagt, dass dies ein aggressiver Ochse ist, von Seiten der Vorhaut und der Freilegung. Denn die Vorhaut sprang ihn an, da er gewarnt worden war, nicht vom Baum der Erkenntnis zu essen – und nicht gehorchte und aß. So wurden die zwei Häute gemeinsam verunreinigt, denn die Haut der Freilegung, welche Noga ist, war durch ihren Anschluss und Zusammenhalt mit der Vorhaut, welches die drei unreinen Klipot sind, ebenso verunreinigt.

Doch gibt es einen Unterschied zwischen ihnen, denn die Haut der Freilegung wird „ein ganzer Ochse“ genannt, und nicht ein aggressiver, denn er war vor der Sünde am Baum der Erkenntnis in vollständiger Kedusha. Er wird nur durch die Vorhaut verunreinigt, die an ihn angehaftet war. Also gibt es dort zwei besondere Korrekturen – Beschneidung und Freilegung.

Über den aggressiven Ochsen steht geschrieben: „Der Ochse soll gesteinigt werden.“ So sollte die Vorhaut entfernt, und von der Kedusha abgeschnitten und in den Staub geworfen werden. Doch im Hinblick auf den ganzen Ochsen steht geschrieben: „Sie sollen seinen Preis gleichwertig aufteilen.“ Auch die Haut der Freilegung sollte in der Kedusha platziert werden, mit Jessod verbunden, doch sie muss halbiert werden und nach hier und da gezogen, wodurch die Mochin von neuem dem Parzuf enthüllt werden und heiliges Fleisch offenbart wird.

Er vollzog in diesem Ochsen Freilegung und entfernte vollständig den Schmutz der Unreinheit (Psolet), denn durch das Halbieren der Haut nach hier und da, um Jessod herum, wurde der ganze Schmutz annulliert und entfernt, denn er empfing die Haut der Freilegung durch die Kraft seine vorhergehenden Verbindung mit der Vorhaut. Und die Mochin, die wegen der Vorhaut verschwunden waren, konnten ein weiteres Mal enthüllt werden.

Dies ist jedoch immer noch nicht genug, um all die Mochin zurückzubringen, die Adam haRishon, aufgrund der Sünde am Baum der Erkenntnis verlassen hatten, denn es steht geschrieben: „Und sein Besitzer soll ebenso getötet werden“, obwohl der Ochse gesteinigt wurde. Dies ist so, wegen der großen Kraft des aggressiven Ochsen, welcher der verleumderische SaM (Todesengel, Satan) ist, durch den Ausspruch: „Sein Besitzer ist gewarnt worden, dennoch hält er ihn nicht zurück.“

Um dies zu korrigieren, nahm Elija dieselbe Schuld wie SaM auf sich und verleumdete die Söhne Israels anstelle von SaM, wie geschrieben steht: „Denn die Söhne Israels haben Deinen Bund verlassen.“ Hierdurch verschloss er den Mund von SaM und die Mission von SaM wurde annulliert, denn Elija nahm dessen Mission selbst auf sich; und dann hatte er die Kraft, zu einem Fürsprecher zu werden, als er sah, dass die Söhne Israels den Bund einhielten.

Darum muss Elija bei jeder Beschneidung anwesend sein, so dass der Mund, der bezeugte, dass die Söhne Israels den Bund verlassen haben, bezeugen wird, dass Israel den Bund einhält. Er nahm die Macht von SaM, Israel zu verleumden, auf sich selbst, indem er sagte, dass Israel den Bund verlassen hat, wie geschrieben steht: „Und sein Besitzer ist gewarnt worden, und dennoch sperrt er ihn nicht ein.“ Daher hat er die Macht zu bezeugen, dass sie den Bund einhalten. Dann wird die Macht des aggressiven Ochsen vollständig entfernt und all die Mochin, die wegen des aggressiven Ochsen verschwanden, können von neuem erscheinen und sich offenbaren.

Deshalb stellt man, neben den Stuhl des Paten, an welchem die Beschneidung und die Freilegung vollzogen werden, einen zweiten Stuhl für Elija. Und warum genügt nicht ein Stuhl für beide? Da an jedem Ort der Stuhl der Beginn der Korrektur ist, um den Höheren im Unteren verweilen zu lassen.

Auch sind die Mochin, die durch Beschneidung und Freilegung und Elijas Zeugnis über das Einhalten des Bundes erscheinen, zwei besondere Dinge: Das Maß der Mochin, die durch Freilegung erscheinen, sind im Teil des ganzen Ochsen, wenn nicht bekannt ist, dass es ein Ochse ist, welcher ihn aufspießte. Dies ist die Rückkehr der Noga zur Kedusha, durch das Aufteilen seines Preises in gleiche Teile.

Andererseits ist Elijas Zeugnis dazu bestimmt, das Übel des aggressiven Ochsen zu entfernen, welches die Macht der drei unreinen Klipot selbst ist, und ihre Münder zu verschließen, so dass sie nicht verleumden können. Daher werden zwei Stühle benötigt:

  1. der Thron des Schöpfers, der Thron des Paten, um die tatsächlichen Mochin durch Beschneidung und Freilegung einzuflößen, und
  2. um Elija hier verweilen zu lassen, der den Mund der Klipot verschließt, so dass sie nicht verleumden können. Dies ist der Stuhl von Elija.

Wir sollten verstehen, warum es notwendig ist, in Worten zu sagen: „Dies ist der Stuhl von Elija.“ Andernfalls, selbst wenn ein Stuhl für ihn vorbereitet worden ist, wird er nicht dorthin kommen. Es steht geschrieben: „Was tust du hier Elija?“, „Wer ist der Mund (Pe) von Elija?“ (im Hebräischen werden „Mund“ und „hier“ gleich buchstabiert). Ebenso ist der Heilige Bund der Mund (Pe) des Schöpfers; also gibt es einen Unterschied zwischen dem Heiligen Bund, den Mochin, die durch Beschneidung und Freilegung erscheinen, welche der Mund des Schöpfers sind, und dem Mund von Elija selbst.

Um dies zu verstehen, sollten wir tiefer in die Angelegenheit des Schließens des Mundes des aggressiven Ochsen eindringen, dass er Israel nicht verleumdet, nach der Rückkehr der Mochin durch Beschneidung und Freilegung. Denn neben dem Zeugnis Elijas wird eine andere besondere Korrektur benötigt, welche durch das In-den-Staub-werfen der Vorhaut vollbracht wird.

Im Sohar wird gesagt, dass, wenn ein Mensch am achten Tag beschnitten wird, wenn er den siebten Tag hinter sich gebracht hat, welcher Malchut in den Mochin von AwI ist, welcher „heilig“ genannt wird, ihm die Vorhaut abgeschnitten und sie hinausgeworfen wird. Sitra Achra sieht, dass ihr ein Teil des Opfers der Beschneidung gegeben wird, und durch diese Gabe, wird sie vom Verleumder Israels zum Fürsprecher Israels vor dem Schöpfer.

Erläuterung: Es liegt in der Natur des Spirituellen, dass eines in das andere eingeschlossen ist. Und da die Vorhaut einst an Jessod gebunden war, nimmt sie mit ihm Anteil an der Kedusha. Und wenn wir die Vorhaut zu den Äußeren werfen, saugen sie damit etwas Leuchten von den Mochin, die durch Beschneidung und Freilegung erscheinen. Darum wünschen sie nicht länger Israel zu verleumden und diese Mochin einzusperren, denn sie werden ihren Anteil, welchen sie von diesen Mochin nehmen, ebenso verlieren. Aus diesem Grund werden sie zu Anwälten Israels, um die Mochin in sich zu bewahren.

Darum erlaubt Elija diese Korrektur nicht, denn obwohl sie aufhören, Israel zu verleumden, nehmen sie im Gegenzug einen Teil der Kedusha. Um dies zu korrigieren, nahm Elija all die Verleumdung auf sich selbst, und er wünschte ganz und gar nicht sie zu besänftigen durch die Gabe eines Teiles des Opfers an die Kedusha.

Daher, obwohl Sitra Achra aufgehört hat zu verleumden und zu einem Fürsprecher geworden ist, verleumdet Elija immer noch, um die Macht der Sitra Achra völlig zu entwurzeln und sie von der Kedusha zu trennen. Darum wird der Mund Elijas zusätzlich zum Mund des Schöpfers benötigt, welcher sich durch Beschneidung und Freilegung offenbart, welcher einen Teil des Opfers der Sitra Achra überlässt; denn der Mund Elijas entwurzelt Sitra Achra vollständig. Darum wurde gesagt, dass der Mund, welcher bezeugte, dass Israel den Bund verlassen hat, derjenige ist, der bezeugen wird, dass Israel den Bund einhält.

Darum ist es notwendig, in Worten zu erwähnen: „Dies ist der Stuhl von Elija.“ Es ist notwendig zu erwähnen und den Mund von Elija auf seinem Stuhl anzuziehen, und sich nicht mit dem Mund des Schöpfers zu begnügen, welcher den Ankläger entfernt und ihn zu einem Fürsprecher macht; denn Er bleibt verpflichtet, einen Teil an die Sitra Achra zu geben. Doch durch Elijas Mund, entfernt Er den Ankläger und muss ihn dafür in keiner Weise besänftigen.

Wenn der Mensch sich nicht bemüht mit seinem Mund den Mund von Elija anzuziehen, in Bezug auf seinen Stuhl, dann ist er dort nicht gegenwärtig, denn er muss herangezogen werden. Und es ist nicht die Frage „Wie ist es möglich, dass der Mund Elijas mehr korrigiert als der Mund des Schöpfers“, denn dies zu tun hat Gott erschaffen, denn der Schöpfer begann die Schöpfung auf eine Weise, dass ein Mensch durch gute Taten fähig sein wird, diese zu vollenden.

226) „Und Gott erschuf die großen Seeungeheuer.“ Es gibt zwei Seeungeheuer, und sie sind die Vorhaut und die Freilegung—das Abschneiden der Vorhaut gefolgt von der Freilegung. Außerdem sind sie Mann und Frau. „Und jede lebendige Seele, die sich bewegt“ ist die Inschrift des Heiligen Bundes, eine heilige, lebendige Seele (Nefesh Chaja). „Mit denen die Wasser schwärmen“, die Höheren Wasser, die zu ihm ausgebreitet wurden, zu diesem eingeschriebenen Zeichen.

Die Seeungeheuer sind ein Lewiatan und seine Partnerin. Gegenüber von ihnen sind die Vorhaut und die Freilegung, welche die Schlange des Querbalkens und die gewundene Schlange sind, Mann und Frau, denn die Vorhaut ist die Schlange des Querbalkens, ein Mann, welcher entfernt und in den Staub geworfen werden muss, und die Freilegung ist eine Korrektur, das Entfernen des Bösen der gewundenen Schlange, die Frau.

Es steht geschrieben: „Und jede lebendige Seele, die sich bewegt.“ Das deutet auf die Inschrift jenes Zeichens des Heiligen Bundes, denn durch die Freilegung, wenn die Haut gespalten wird, entblöst sie nach hierhin und dorthin über Jessod, dann enthüllt sich die Inschrift des Yud, dem Sium (Ende) der Höheren Welt, die Chaja genannt wird. Deshalb wird es „eine Inschrift einer heiligen, lebendigen Seele (Nefesh Chaja)“ genannt, von der geschrieben steht: „Und jede lebendige Seele, die sich bewegt.“

„Mit denen die Wasser schwärmen“, die Höheren Wasser, die zu ihm ausgebreitet wurden, zu diesem eingeschriebenen Zeichen. Das heißt MaD der Höheren Welt, Höhere AwI, die Chaja genannt werden, breiten sich nur auf die Inschrift des Yud aus. Dann kommt Hej aus MaH hervor und Yud tritt an seiner Stelle ein und wird MI genannt, wie Bina.

227) Deshalb wurde Israel unten in einer heiligen und reinen Inschrift eingeprägt, ähnlich den heiligen Inschriften oben, um zwischen der heiligen und der anderen Seite zu unterscheiden. Somit wurde Israel mit einer Inschrift versehen, um die Heiligkeit Israels und die Götzen anbetenden Völker, die von der anderen Seite kommen, auseinander zu halten. Und als Er Israel beschriftete, prägte Er ihre wilden Tiere und Vögel ein, um zwischen ihnen und den wilden Tieren und Vögeln der Götzen anbetenden Völker zu unterscheiden. Glücklich ist Israel.

Ihre wilden Tiere und Vögel wurden auch eingraviert. Denn die Beziehung des Menschen zum Rest der Geschöpfe der Welt ist so, wie die Beziehung des Ganzen zu seinen Einzelteilen. Denn der Mensch schließt in seinem Körper alle Geschöpfe der Welt wie Eines ein. Und jedes Geschöpf ist ein individuelles Wesen, unabhängig existierend, ausgenommen die Form des Menschen.

Da sich Israel von den Völkern der Welt darin unterscheidet, dass sie den Aspekt des Menschen in sich haben, so trifft dies auch auf die beiden Elemente, das wilde Tier und die Vögel, in ihnen zu. Wir erwähnen speziell das wilde Tier und die Vögel, weil der Text auch davon spricht. Es ist so bei allen Geschöpfen, welche aus Israel und den Völkern der Welt stammen.

219 – 222, Sohar, Das Sechste Gebot

Das sechste Gebot

219) Das sechste Gebot: „Seid fruchtbar und mehret euch.“ Jeder, der das Gebot „Seid fruchtbar und mehret euch“ erfüllt, bewirkt, dass genau dieser Fluss, d. h. Jessod de Seir Anpin, für immer fließt. Und sein Wasser wird nicht versiegen, und das Meer, Malchut, wird von allen Seiten voll sein. Und neue Seelen (Neshamot) werden aus diesem Baum hervorgehen, und Scharen von Armeen werden sich oben zusammen mit diesen Seelen (Neshamot) vermehren, um sie zu beschützen, und es bedeutet, dass gesagt wurde: „Es sollen wimmeln die Wasser vom Gewimmel eines lebendigen Wesens – Nefesh chaja.“ Das ist das Zeichen des Heiligen Bundes, des Flusses, der sich erstreckt und hervorkommt aus Eden. Und dessen Wasser vermehrt sich und schwärmt mit Schwärmen und Vermehrung der Neshamot für jenes „Lebewesen“ (Chaja).

Das ist so, weil durch das Erwachen unten, Oben erweckt wird und der Siwug des Schöpfers und Seiner Shechina ausgelöst wird. Dann wird der Fluss, Jessod de SA, immer mit MaD aus der Quelle sprudeln, und seine Wasser werden niemals damit aufhören an Nukwa zu geben. Und das Meer, Nukwa de SA, wird von allen Seiten gefüllt werden, von der Seite des Siwug, um die Welten wiederzubeleben, und von der Seite der Zeugung der Neshamot. Und neue Neshamot werden erneuert und kommen aus jenem Baum hervor.

Das heißt, nicht wirklich neue Neshamot, sondern alte Neshamot, die bereits in Adam haRishon waren, und wegen der Sünde am Baum der Erkenntnis von ihm gefallen waren. Sie werden durch diesen Baum, SA, erneuert, und deswegen werden sie „neue Neshamot“ genannt. Denn wirklich neue Neshamot kommen nicht zur Welt, außer nach dem Ende der Korrektur der Sünde am Baum der Erkenntnis. Und viele Heerscharen werden Oben mit diesen Neshamot ausgeströmt, da mit jeder Neshama mehrere Engel entstehen. Außerdem kommen in den Siwugim, um die Welten wiederzubeleben, ebenfalls Engel hervor.

Wie geschrieben steht: „Es sollen wimmeln die Wasser vom Gewimmel eines lebendigen Wesens.“ Dies ist ein Zeichen des Heiligen Bundes, des Flusses, der sich erstreckt und hervorkommt aus Eden. Denn „vom Gewimmel eines lebendigen Wesens“ deutet auf Jessod de SA, welches „Zeichen des Bundes“ genannt wird. Dies ist ein Fluss, der sich erstreckt und herauskommt aus SA, der AwI einkleidet, Eden, um den Garten zu bewässern, seine Nukwa. Und seine Wasser vermehren sich und schwärmen mit Schwärmen, das heißt mit den Siwugim von WaK, welche „Schwärme“ genannt werden. Das ist die Bedeutung von „wimmeln mit Gewimmel.“ Und vom Aspekt der Siwugim de GaR, um die Neshamot zu zeugen, wurde gesagt: „Und Vermehrung der Neshamot “ – für jenes „Lebewesen“ (Chaja). Und dieses wird „Lebendiges Wesen – Nefesh chaja“ genannt.

220) Zu diesen Seelen (Neshamot), die in diesem „Lebewesen“, d. h. Malchut, enthalten sind, gesellt sich eine Vielzahl von Vögeln, d. h. Engeln, die in der Luft schwebend um die Welt fliegen. Und wenn eine Seele (Neshama) in diese Welt hinauskommt, kommt auch der auffliegende Vogel, der mit dieser Seele aus dem Baum herauskam, mit ihr heraus. Wie viele Engel kommen mit jeder dieser Seelen heraus? Zwei. Eine ist auf der rechten Seite und eine auf der linken Seite. Wenn ein Mensch würdig ist, bewahren sie ihn, wie es heißt: „Denn er wird seinen Engeln befehlen, dich zu bewahren (auf allen Deinen Wegen)“. Und wenn nicht, beschuldigen sie ihn.

Rabbi Pinchas sagte: „Drei Engel schützen einen Menschen, wenn er belohnt wird. Es steht geschrieben: ‚So dann für ihn ein Engel als Mittler eintritt, einer aus tausend, zu verkündigen dem Menschen, wie er recht tun soll.‘ Wenn er in Bezug auf sich einen Engel hat, siehe, dann hat er einen. Einen Mittler – siehe er hat zwei. Andere tausend Arten, um dem Menschen zu verkündigen, wie er recht tun soll – siehe dann drei.“

221) Rabbi Shimon sagte: „Es sind fünf Engel, da auch geschrieben steht: ‚So wird Er ihm gnädig sein‘, und wir sagen: ‚Erlöse ihn, dass er nicht hinunterfahre ins Verderben; denn ich habe eine Versöhnung gefunden.‘ ‚Erlöse ihn‘ ist eins, ‚Und wir sagen‘ ist zwei, also fünf.“ Er antwortete ihm: „Das ist nicht so. Vielmehr ist ‚Erlöse ihn‘ der Schöpfer allein, und kein Engel, weil niemand anderer außer Ihm Erlaubnis hat, ihn zu erlösen.“

Gemeinsam mit den Neshamot werden mehrere Engel geboren und erscheinen, welche „Vögel“ genannt werden, und sie helfen der Neshama sich für die Waagschale des Verdienstes zu entscheiden, oder im Gegenteil – sie verleumden sie und stoßen sie zur Waagschale der Schuld. Sie fliegen und wandern durch die Welt und erkennen die Führung des Schöpfers über alle Menschen in der Welt, wie sie von Ihm gelenkt werden, und sie warnen die Neshama. Wenn die Neshama belohnt wird, neigt sie sich und die ganze Welt zur Waagschale des Verdienstes. Wenn sie nicht belohnt wird, verurteilt sie sich und die ganze Welt zur Waagschale der Schuld. Deshalb fragt er: „Wie viele Engel erscheinen mit jeder Neshama?“

Rabbi Pinchas widerspricht Rabbi Shimon nicht darüber, dass nur zwei Vögel mit der Neshama geboren werden. Stattdessen sagt er, dass er sich, solange er nur diese zwei Vögel hat, nicht völlig zur Waagschale des Verdienstes neigen kann, und von Din zu Rachamim und von Rachamim zu Din geworfen wird. Durch gute Taten jedoch, wird ihm ein dritter Engel geboren, und dann wird er mit dem Neigen zur Waagschale des Verdienstes belohnt. Deshalb sagte er, dass drei Engel einen Menschen schützen, wenn er belohnt wird. Denn er kann nicht belohnt werden, außer durch drei Engel.

222) Jemand, der sich nicht vermehrt, verringert die Form, welche all die Formen enthält, die menschliche Form, und verursacht die Hemmung dieses Flusses – Jessod de Seir Anpin – und er beschmutzt den Heiligen Bund auf allen Seiten. Über ihn ist geschrieben: „Und man wird hinausgehen und schauen die Leichen der Männer, der von Mir Abtrünnigen.“ Tatsächlich „von Mir“. Und das betrifft den Körper, und seine Seele (Neshama) betritt den Massach nicht im Geringsten, den Herrschaftsbereich des Schöpfers, und er wird aus der Welt ausgestoßen.

Malchut wird „Form“ genannt. Sie beinhaltet all die Formen, denn all die Formen von NaRaN der Gerechten und der Engel der drei Welten BYA werden durch sie fortgesetzt, die ihre Armeen und Heerscharen sind. Daher verringert jemand, der sich nicht mit der Vermehrung und Fortpflanzung beschäftigt, das Bild der Malchut und hält sie davon ab, all ihre Armeen und Heerscharen hervorzubringen, weil das Erwachen von unten ein entsprechendes Erwachen von Oben bewirkt und damit einen Siwug des Schöpfers und Seiner Shechina, um NaRaN und die Engel in BYA hervorzubringen.

Einer, der sich nicht vermehrt, verursacht, dass das Wasser dieses Flusses, Jessod de Seir Anpin, nicht weiterquillt. Er verursacht, dass Jessod de Seir Anpin nicht MaD an die Heilige Shechina abgibt und damit beschmutzt er den Heiligen Bund in all den Unterscheidungen, weil er die beiden Siwugim – Formen abhält, von der Seite von WaK und von der Seite von GaR. Darüber steht geschrieben: „Und man wird hinausgehen und schauen die Leichen der Männer, der von Mir Abtrünnigen“, weil das Gebot der Vermehrung seine Seele (Neshama) unablässig erhöht.

Dadurch besiegt er seinen Körper für immer, so dass er bei der Auferstehung der Toten dabei sein wird. Und einer, der nicht die Vermehrung ausübt, der macht seinen Körper zu einem Leichnam, seine Seele (Neshama) wird nicht den Herrschaftsbereich des Schöpfers betreten und er wird aus der kommenden Welt zurückgestoßen.

215 – 218, Sohar, Das Fünfte Gebot

Das fünfte Gebot

215) Das fünfte Gebot. Es steht geschrieben: „Es sollen wimmeln die Wasser vom Gewimmel eines lebendigen Wesens.“ In diesem Ausspruch stecken drei Gebote:

  1. Sich mit der Tora zu beschäftigen;
  2. Sich mit der Vermehrung und Fortpflanzung zu beschäftigen;
  3. Sich nach acht Tagen zu beschneiden und die Vorhaut von dort zu entfernen.

Man muss sich mit der Tora beschäftigen, sich in ihr bemühen und jeden Tag mehr tun, um seine Seele (Nefesh), und seinen Geist (Ruach) zu korrigieren.

(Erläuterung:) Denn die vier vorhergehenden Gebote, welche von den ersten vier Tagen der Schöpfung ausgehen, kamen, um die Stufen in der Welt Azilut selbst zu korrigieren. Diese sind die vier Stufen CHuB (Chochma und Bina) und SoN in der Welt Azilut.

Das erste Gebot, das vom Wort BeReshit (Im Anfang) ausgeht, ist Ehrfurcht (vor dem Schöpfer), d. h. die Höhere Bina. Die Furcht, die auf der Tatsache beruht, dass Er groß ist und über alles herrscht, gemeint sind nur GaR de Bina, die sich in den Höheren AwI befinden, wobei AwI Arich Anpin von seinem Pe bis zum Chase einkleiden und „Yud י von HaWaYaH“ genannt werden.

Das zweite Gebot, das sich aus dem Ausspruch „Es werde Licht“ ableitet, ist für die Korrektur von SaT de Bina, ISHSuT, im geheimen Sinn der „großen und vollkommenen Liebe“. Sie kleiden sich in AA von seinem Chase bis zum Tabur, unterhalb der Parssa, innerhalb der Eingeweide von AA. Jedoch im Ausspruch „Es werde Licht“, was über sie gesagt wird, erhoben sie sich und wurden zu einem Parzuf mit AwI oberhalb von Chase de AA. Und von dort stiegen sie zu Rosh de AA auf, und Bina wurde wieder Chochma, sie wurde „große Liebe“, und dies ist das erste Hej ה des Namens HaWaYaH הויה. Und alle Mochin werden von ihnen an SoN weitergegeben.

Doch von den Höheren AwI, GaR de Bina, können SoN keine Mochin empfangen, da diese selbst in „Reiner Luft“ (Awira dachja) erbaut sind, was das Or Chassadim ist, wie geschrieben steht: „Denn Er will Barmherzigkeit (Chessed).“ Darum werden sie „Ehrfurcht“ genannt, da „große Liebe“, d. h. die Mochin des Leuchtens von Chochma, nicht von ihnen an SoN gegeben werden, sondern nur von SaT de Bina, d. h. ISHSuT.

Doch die „große Liebe“, die in ISHSuT ist, wird nicht offenbart, außer nur von Chase de ISHSuT aufwärts, die dann überhalb der Parssa stehen, in den Eingeweiden von AA. Doch von Chase de ISHSuT abwärts, welche unterhalb der Parssa von AwI stehen, dort war die Verhüllung des Or Chochma; und dies ist „Es werde Licht“, für die nächste Welt, ISHSuT, oberhalb der Parssa. Doch das Licht war in den anderen ISHSuT verborgen, unterhalb der Parssa, und Twuna in ihnen wurde trocken.

Das dritte Gebot ergibt sich aus den zwei Versen am dritten Tag – vom Ausspruch: „Es sammeln sich die Wasser unterhalb des Himmels an einem Platz, und es werde sichtbar das Trockene“, und vom Ausspruch: „Es lasse hervorsprießen die Erde Gespross.“ Diese sind für die Korrektur der Mochin von WaK für SoN, denn die Höhere Vereinigung (Jichud) breitet sich aus zu SA im Ausspruch „Es sammeln sich die Wasser“, und die untere Vereinigung breitet sich aus zu WaK de Nukwa im Ausspruch: „Es lasse hervorsprießen die Erde Gespross.“

Das vierte Gebot kommt aus dem Ausspruch „Es seien Leuchten“, zur Korrektur von GaR in SA und in Nukwa.

So wurden bis zum fünften Tag all die benötigten Korrekturen für AwI, ISHSuT und SoN de Azilut ausgeführt. Damit empfingen SoN GaR in sich und wurden fähig zum Siwug Panim be Panim (Angesicht zu Angesicht) auf einer gleichwertigen Stufe. Nun folgen die übrigen Mizwot, welche die Korrekturen sind, die vom Siwug von SoN Panim be Panim ausgehen sollten.

Die fünfte Gebot ist: „Es sollen wimmeln die Wasser vom Gewimmel eines lebendigen Wesens.“ Es gibt drei Mizwot in diesem Ausspruch, denn nun ist es notwendig die Vollkommenheit aus dem Siwug von SoN Panim be Panim heranzuziehen:

  1. Eine heilige Neshama (Seele) von dort heranziehen, so dass der Mensch selbst mit einem reinen und heiligen Siwug belohnt wird. Dies wird durch die Beschäftigung mit der Tora erreicht.
  2. Heilige Seelen zu zeugen.
  3. Das Zeichen des Bundes durch Beschneidung (Mila) und Freilegung (Prija) korrigieren.

„Sich mit der Tora beschäftigen“, d. h. sie mit dem Mund auszusprechen, selbst wenn man ihr Verständnis noch nicht erreicht hat, wie geschrieben steht: „Sie ist Leben für diejenigen, die sie finden“, gemeint ist für jemanden, der sie mit dem Mund ausspricht. Dadurch erwirbt man eine heilige Nefesh. „Sich darin jeden Tag üben“ bedeutet, alles zu unternehmen, um sie zu erlangen und zu verstehen. Dadurch erwirbt man einen heiligen Ruach.

„Sie zu mehren“ bedeutet, dass, wenn er damit belohnt worden ist, seine Nefesh und Ruach zu korrigieren, er sich damit nicht zufrieden geben sollte, sondern immer mehr tun sollte, denn die Heiligkeit muss vermehrt werden, nicht vermindert. Dadurch wird man mit einer heiligen Neshama belohnt. Darum wurde gesagt: „Und tue jeden Tag mehr, um die Seele (Nefesh) und den Geist (Ruach) zu korrigieren.“ Denn durch das tägliche Hinzufügen in der Tora, das Hinzufügen von Korrektur für Nefesh und Ruach, wird man mit der heiligen Neshama belohnt. Das ist so, da, wenn man sich mit der Tora beschäftigt, wird man mit einer anderen Neshama ausgestattet, einer heiligen. Denn wer sich vermehrt mit der Tora beschäftigt wird zusätzlich zu Nefesh und Ruach, mit denen er belohnt wird, auch gewürdigt, mit einer heiligen Neshama ausgestattet zu werden.

216) Wenn sich ein Mensch mit der Tora beschäftigt, wird er mit einer anderen, heiligen Neshama korrigiert, wie geschrieben steht: „…vom Gewimmel eines lebendigen Wesens (Nefesh Chaja)“. Das bedeutet eine Nefesh von diesem „Lebewesen“ (Chaja) der Heiligkeit, Malchut. Das ist so, weil, wenn sich jemand nicht mit der Tora beschäftigt, hat er keine heilige Nefesh, was bedeutet, dass die Kedusha (Heiligkeit) nicht bei ihm ist. Und wenn er sich mit der Tora beschäftigt, wird er in diesem Flüstern, das er in ihr verursachte mit einer lebendigen Nefesh (Nefesh Chaja) belohnt, um wie die heiligen Engel zu sein.

„Ein Lebewesen (Chaja)“ ist Nukwa de Seir Anpin zurzeit der Gadlut Panim be Panim mit Seir Anpin, weil Seir Anpin dann „der Baum des Lebens“ genannt wird und Nukwa „Lebewesen“ (Chaja). Indem der Mensch MaN erhebt durch die Beschäftigung mit der Tora in liShma (für Ihren Namen) und dadurch den Siwug von SoN Panim be Panim hervorruft, zieht er von ihrem Siwug eine heilige Nefesh heran, eine Nefesh vom heiligen „Lebewesen“ – Nukwa de Seir Anpin. Ein Mensch erhält dies nur durch das Erheben von MaN in der Beschäftigung mit der Tora, weil, wenn er sich nicht mit der Tora beschäftigt, hat er keine heilige Nefesh, denn er hat keinen Anteil am Siwug des Schöpfers und Seiner Shechina, da er kein MaN erhob, um sie zu vereinen.

Das ist die Bedeutung der Worte „Es sollen wimmeln die Wasser vom Gewimmel eines lebendigen Wesens“, da die Tora „Wasser“ genannt wird, und durch „das Wimmeln“ mit MaN, mithilfe der Tora, wird er mit der heiligen Nefesh vom höheren „Lebewesen“ (Chaja) belohnt. Wisse, dass einer nicht mit der Anhaftung an den Schöpfer belohnt wird, bevor er NaRaN vom heiligen höheren „Lebewesen“ erhält, denn Nefesh wird mit Ruach verbunden, Ruach mit Neshama, und Neshama mit dem Schöpfer.

217) Es steht geschrieben: „Lobt den Ewigen, ihr Seine Engel.” Das sind diejenigen, die sich mit der Tora beschäftigen, die „Seine Engel auf der Erde“ genannt werden, wie es geschrieben steht: „Und Vögel sollen über die Erde fliegen“, in dieser Welt. In dieser Welt wird der Schöpfer ihnen Flügel, wie den Adlern, verleihen, damit sie durch die Welt ziehen können, wie es geschrieben steht: „Doch die auf den Ewigen hoffen, werden neue Kraft gewinnen, sie werden sich mit Flügeln wie Adler erheben.“

Es steht geschrieben: „Lobt den Ewigen, ihr seine Engel, die ihr mächtig seid, die ihr Sein Wort ausführt und der Stimme Seines Wortes gehorcht.“ Es steht geschrieben: „Die Sein Wort ausführen“, und dann „die der Stimme Seines Wortes gehorchen“. Normalerweise kann man keine Aufgabe erfüllen, bevor man nicht hört, was der Auftraggeber sagt. Doch die Engel erfüllen ihrer Pflicht, bevor sie hören und verstehen, was der Schöpfer ihnen aufgetragen hat, denn der Wille des Schöpfers beherrscht sie und zwischen ihnen gibt es keine Trennungen, die sie daran hindern, dem Willen des Schöpfers zu folgen. Daher folgen sie dem Schöpfer, wie ein Schatten dem Menschen folgt. Deshalb geht ihr Tun ihrem Hören voraus.

Bei denjenigen, die sich mit der Tora beschäftigen und Nefesh (die belebende Kraft) der Heiligkeit anziehen, wird ihr Wesen, obwohl sie von der Erde stammen, dennoch umgewandelt und sie werden den höheren Engeln gleich. Und „die Erfüllung geht bei ihnen dem Hören voraus“ – d. h. sie erfüllen die Gebote des Schöpfers in ihrer Gesamtheit, bevor sie begreifen, was sie tun. Denn sie folgen dem Schöpfer ebenso wie ein Schatten, der einem Menschen folgt.

Es ist so, wie wenn der Wind einem Menschen Staub in die Augen treibt – er schließt schnell seine Augenlider, bevor seine Gedanken ihn wahrnehmen. Das bedeutet, dass sein Tun, also das Schließen der Augen, der Wahrnehmung des herannahenden Staubs in Gedanken immer vorausgeht.

Deshalb werden diejenigen, die sich mit der Tora beschäftigen, „Seine Engel auf der Erde“ genannt. Obwohl sie auf der Erde sind, wird ihr Körper wie der der Engel oben und ihr Handeln geht dem Hören voraus. Das heißt, sie denken nicht nach, um das Gebot des Schöpfers in vollem Umfang zu erfüllen, sondern sie erfüllen das Gebot in seiner ganzen Vollkommenheit, bevor sie Zeit haben, sich geistig klarzumachen, was sie tun. Wie in dem Beispiel des Schließens der Augenlider, das dem geistigen Bewusstsein vorausgeht. Deshalb werden sie auf der Erde Engel genannt.

„Und in der kommenden Welt wird der Schöpfer ihnen Flügel wie Adlern verleihen, damit sie über die ganze Welt fliegen können“ – denn solange der Mensch nicht mit Nefesh (belebende Kraft) der Heiligkeit belohnt wurde, beherrscht die Sitra Achra ihn, wie es geschrieben steht: „Die Nefesh deiner Feinde aber möge Er mit einer Schleuder fortschleudern“, was bedeutet: Sie wandern und streifen durch die Welt, finden aber keinen Ort, an dem sie sich ausruhen und sich an Ihn binden können. Und sie sind verunreinigt durch die Seite der Unreinheit, da man nicht in die Heiligkeit eintritt und nicht in sie eingeschlossen ist.

Kommentar: Es ist unmöglich, sich an den Schöpfer anzuhaften und Seine Mizwot richtig zu halten, ehe man an die Namen des Schöpfers glaubt, dass Er gut ist und allen Gutes tut, dass Er gnädig und barmherzig ist. Diejenigen, die nicht mit Nefesh der Heiligkeit belohnt wurden, werden immer noch von der Sitra Achra beherrscht und darum gehen sie und streifen durch die Welt und können keinen Ruheplatz finden.

Wenn ihre Gedanken durch die Welt streifen und sie die Lenkung des Schöpfers in den Menschen sehen, glauben sie, dass diese nicht so gut ist, wie es sein sollte, wenn sie nach Seinen Heiligen Namen urteilen. So verunreinigen sie die Heiligen Namen und finden keinen Ort der Ruhe, wo sie an die Namen des Schöpfers glauben können, um sich mit Ihm zu verbinden.

Und so verunreinigen sie sich mit der unreinen Seite, d. h. sie kommen zum Unglauben an den Schöpfer. Und das alles nur, weil man nicht in die Heiligkeit eingetreten ist und sich in sie eingeschlossen hat, weil man nicht mit Nefesh (der belebenden Kraft) der Heiligkeit belohnt worden ist und keine Handlungen durchgeführt hat, um sich in die Heiligkeit zu integrieren.

Bei denjenigen jedoch, die sich mit der Tora beschäftigen und Nefesh der Heiligkeit anziehen, wird der Körper umgewandelt und sie werden wie Engel, d. h. sie werden wie diese mit dem vorangehenden Hören und Handeln belohnt. Darum wird über sie geschrieben: „Und Vögel sollen über der Erde fliegen.“ Das heißt, „in der kommenden Welt wird der Schöpfer ihnen Flügel wie Adler geben, damit sie über die Welt fliegen“, denn sie fliegen in ihren Gedanken über die ganze Welt, und sie sehen die Lenkung des Schöpfers.

Und dabei versagen sie nicht nur nicht auf der Seite der Unreinheit (Tuma), sondern sie empfangen sogar die Kraft, um MaN zu erheben und ihre Kraft immer weiter zu steigern. Und „diejenigen, die auf den Ewigen hoffen, werden mit Kraft emporgehoben, sie werden auf Flügeln wie Adler emporgehoben werden. Dadurch werden sie sich „auf Flügeln wie Adler erheben“, um alles zu betrachten, was mit den Menschen in der Welt geschieht. Außerdem gewinnen sie immer wieder neue Kraft und erheben MaN durch die Kraft ihres Glaubens an die Einzigartigkeit des Schöpfers, und sie ziehen stets den Geist der Heiligkeit von Oben an.

218) Es steht geschrieben: „Und Vögel sollen über der Erde fliegen.“ Denn die Tora, die „Wasser“ genannt wird „wird wimmeln und hervorbringen vom Gewimmel eines lebendigen Wesens (Nefesh chaja)“, vom Platz dieses „Lebewesens“, d. h. von Malchut. Sie werden sie nach unten ziehen. David sagte darüber: „Schaffe mir ein reines Herz, Gott“, um mich mit der Tora zu beschäftigen. Und dann: „Und erneuere einen richtigen Geist in mir.“

Der Text erklärt „Und Vögel sollen über der Erde fliegen“ und sagt, dass „Wasser“ die Tora ist. „Gewimmel“ bedeutet, dass sie eine lebendige Nefesh (Seele) hervorbringen sollten vom Platz des „Lebewesens“ (Chaja), Malchut. Sie werden diese Nefesh von der Höheren Nukwa, genannt „lebendig“ (chaja), nach unten ziehen in diese Welt, und MaN erheben. David sagte darüber: „Schaffe mir ein reines Herz, Gott“, und bat darum, dass er ihm ein reines Herz geben möge, um sich mit der Tora zu beschäftigen und MaN zu erheben. Dann: „Erneuere einen richtigen Geist in mir.“ Und dann kann er den richtigen Geist ausbreiten und an Ihn anhaften.

208 – 214, Sohar, Das Vierte Gebot

Das vierte Gebot

208) Das vierte Gebot besteht darin zu wissen, dass der Ewige (HaWaYaH) der Gott (Elokim) ist, wie geschrieben steht: „Wisse heute und bekenne vor deinem Herzen, dass der Ewige Gott ist.“ Das heißt der Name Elokim sollte in dem Namen HaWaYaH eingeschlossen werden, um zu wissen, dass sie eins sind und es keine Trennung zwischen ihnen gibt.

Kommentar: HaWaYaH ist Seir Anpin, und Elokim ist Nukwa de Seir Anpin. Seir Anpin und Nukwa müssen ohne jegliche Trennung zwischen ihnen vereinigt werden, damit der Name Elokim, Nukwa, im Namen HaWaYaH, Seir Anpin, eingeschlossen wird, und Nukwa ebenso als HaWaYaH betrachtet wird. Diese Vereinigung ist die Ausbreitung von GaR zu SoN, weil die Vereinigung des Lesens von „Höre Israel“, die im dritten Gebot erklärt ist, dazu da war, um WaK von AwI zu SoN auszubreiten, und die hier erklärte Vereinigung ist für die Ausbreitung von GaR de AwI zu SoN. Und es ist eine Regel, dass die Ausbreitung jeglicher Stufe nicht auf einmal erfolgen kann. Vielmehr muss man zuerst die WaK dieser Stufe heranziehen und dann die GaR.

209) Es steht geschrieben „Es sollen Lichter am Firmament des Himmels sein“, um auf die Erde zu leuchten, was bedeutet, dass die beiden Namen HaWaYaH Elokim eins sein werden – ohne jegliche Trennung. Somit werden die „Leuchten (Meorot, מְאֹרוֹת)“ geschrieben ohne Waw, Malchut, Elokim, sie sind eingeschlossen im Namen „Himmel“, also in Seir Anpin, HaWaYaH, denn sie sind eins und es gibt überhaupt keine Trennung in ihnen. Ein schwarzes Licht, Malchut, ist einbezogen im weißen Licht, Seir Anpin – es gibt zwischen ihnen keine Trennung und es ist alles eins. Und das sind die weiße Wolke am Tag und die Feuerwolke in der Nacht. Die Eigenschaft des Tages, Seir Anpin, und die Eigenschaft der Nacht, Malchut, werden eine ineinander zu einer Vereinigung erbaut, um zu leuchten – wie es heißt: „um auf die Erde zu leuchten“. 

Erläuterung: Nukwa wird „Leuchten (Meorot, מְאֹרוֹת)” ohne Waw genannt, und deutet damit auf das Abnehmen des Mondes, da wir am Anfang lernen, dass die beiden Leuchten auf der gleichen Ebene waren, und der Mond sich beklagte, dass die beiden Könige nicht die gleiche Krone benutzen können, und deshalb sagte der Schöpfer zu ihm: „Gehe und vermindere dich.“ Dann stiegen die unteren Neun (Sefirot) zur Welt Brija hinunter, und sie wurde in den Punkt unter Jessod de Seir Anpin vermindert.

Nachdem sie vermindert wurde, sollte Malchut nun wieder im Namen „Himmel“, Seir Anpin, eingeschlossen werden, was bedeutet, dass sie wieder groß gemacht werden soll, damit sie auf der gleichen Ebene mit Seir Anpin, Panim be Panim (Angesicht zu Angesicht) sei. Es ist also notwendig Nukwa von der Welt Brija zu Azilut zu erheben, um die Trennung, die zwischen Seir Anpin und Nukwa während der Verminderung des Mondes geschah, zu korrigieren.

Die Verminderung des Mondes, ist dazu da, damit das strenge Din die Ferse von Lea, Nukwa, beherrschte, wodurch sie in einen Punkt vermindert wird, und ihre unteren Neun (Sefirot) fielen in Brija. Und durch die Vereinigung im Lesen von „Höre Israel“ im dritten Gebot wurde Nukwa in WaK aufgebaut. In der unteren Vereinigung im „Gelobt sei der Name der Herrlichkeit Seines Königreichs für immer und ewig“, mithilfe der Kraft von Din in ihr, korrigierte sie das Dalet in Echad, das trocken und wüst war, zu einem Land, das Früchte und Nachkommen hervorbringt.

Und das Schwarze von Nukwa, die Kraft des Din in ihr, die sie zum Punkt (Nekuda) gemacht hatte, wurde zu wirklichem Licht erhoben. Speziell durch die Kraft von Din wurde Dalet in Echad zu einem Land ausgebaut, welches bewohnt ist und Früchte hervorbringt. Wäre nicht diese Kraft von Din in Nukwa gewesen, wäre das Dalet in Echad, Twuna, trocken und wüst gebleiben. Somit wurde durch ihre Kraft des Din selbst Licht hervorgebracht. Dieses Licht wird „schwarzes Licht“ genannt, weil das Schwarz die Ursache für dieses Licht war. Und es gilt zugleich als das Licht von WaK, welches das Or Chassadim ist.

Daher ist es nun in der Lage, auch das weiße Licht zu WaK de Nukwa heranzuziehen, d. h. Or Chochma, GaR. Denn „weiß“ bedeutet Chochma. Dies geschieht, wenn man SoN zur Halle der Höheren AwI erhebt. Denn nun kann auch Nukwa de Seir Anpin in AwI integriert werden, wie Seir Anpin, da die Kraft von Din in ihr wirkliches Licht wurde. Und obwohl es schwarzes Licht ist, ist dies kein Hindernis, das sie davon abhält, sich in die Höheren AwI zu integrieren, da es keine Trennung gibt zwischen dem schwarzem Licht, Malchut, und dem weißen Licht, Seir Anpin, und alles ist eins.

Denn Nukwa gilt nun als Licht und kann sich in das Licht von AwI einschließen, denn Licht im Licht ist sich sehr ähnlich und wird als eins betrachtet. Dass dieses Licht von Schwarz verursacht wurde, mindert sie nicht, noch trennt es sie, denn gerade dies ist der Grund für ihre Erhöhung; ohne das Schwarze wäre sie niemals zum Licht geworden.

Dies sind die weiße Wolke bei Tag und die Feuerwolke bei Nacht. Die Eigenschaft des Tages ist Seir Anpin und die Eigenschaft der Nacht ist Malchut. Mithilfe der Vereinigung und Einschließung von SoN in AwI, wenn Seir Anpin sich in den Höheren Aba und Nukwa in die Höhere Ima einschließt, wurde Seir Anpin zur weißen Wolke für das Licht des Tages und Nukwa eine Feuerwolke für das Licht der Nacht, die Eigenschaft des Tages und die Eigenschaft der Nacht, die miteinander verbunden waren, wie es geschrieben steht: „Und es ward Abend und es ward Morgen, ein Tag.“ Sie sind ineinander zu einer einzigen Vereinigung erbaut, um zu leuchten, wie es geschrieben steht: „Um auf die Erde zu leuchten“, gemeint ist, dass die Eigenschaft des Tages in der Eigenschaft der Nacht, Nukwa, eingeschlossen ist, in einem Tag. Sie sind auch ineinander erbaut, um auf die Erde zu leuchten, den Massen von Nukwa in den drei Welten BYA.

210) Das ist die Sünde der Urschlange, dass sie unten verbindet und oben trennt. Deshalb verursachte sie all das Unheil, das über die Welt kam. Denn in Wahrheit muss man unten trennen und oben verbinden. Und das schwarze Licht, Malchut, muss oben, in SA, in einer einzigen Verbindung vereinigt sein, so dass danach Malchut mit ihren Heerscharen in einer Vereinigung vereint wird, um sie von der bösen Seite zu trennen.

Denn die Vereinigung der Ausbreitung von GaR zu SoN ist nur durch den Aufstieg von SoN zum Platz von AwI möglich, die oberhalb von Chase de AA sind. Denn SA schließt sich in Aba, und Nukwa in Ima ein, und dann vereinigen sich beide und SA gibt GaR von Aba zu Nukwa, die Ima kleidet.

Aber unterhalb von Chase de AA, wo SoN dauerhaft stehen, ist es verboten, die Vereinigung durchzuführen, d. h. GaR zu Nukwa auszubreiten, denn dies ist die Sünde am Baum der Erkenntnis, durch welche die Urschlange den Tod in die Welt brachte. Sie verleitete Adam und Eva dazu an, diese Vereinigung unten, am Platz von SoN, unterhalb des Chase de AA vorzunehmen, und richtete dadurch auch oben Schaden an. Das ist der Grund, warum der Siwug auch in den Höheren AwI aufhörte.

„Das ist die Sünde der Urschlange, dass sie unten verbindet und oben trennt. Deshalb verursachte sie all das Unheil, das über die Welt kam“, denn sie verband Seir Anpin und seine Nukwa, um GaR an Nukwa zu geben, an ihrem Platz unten. Dadurch brachte sie den Tod über die Menschen der Welt, weil sie oben trennte. Denn dadurch wurde der Siwug von Aba we Ima unterbrochen, von wo sich das Leben zu den Menschen der Welt ausbreitet.

Wenn sich Sitra Achra nähert, um vom Siwug unterhalb von Chase de SoN zu saugen, dem Platz ihres Festsaugens, hört der Höhere Siwug von AwI sofort auf, weil sie vom gegenseitigen Geben sofort getrennt werden, und so wird die Fülle nicht zu Sitra Achra hinabsteigen. All dies geschah, weil sie unten getrennt und oben verbunden sein sollten. Man muss darauf achten, dass SoN unten an ihrem Platz getrennt bleiben und dort nicht im Zustand von GaR zusammenkommen; vielmehr müssen sie nur oben, an dem Platz von AwI selbst, verbunden werden.

Und das schwarze Licht sollte oben in einer Vereinigung vereint sein, weil das schwarze Licht, Nukwa de SA, zusammen mit SA zum weißen Licht von AwI erhoben werden sollte, um SoN dort in einem Bund zu verbinden. Außerdem gibt SA die Fülle der GaR von Aba zu Nukwa, und nachher kehrt Nukwa mit der Fülle, die sie empfangen hat, an ihren Platz unten zurück, wo NaRaN der Seelen Israels in einem Zustand von MaN sind. Das ist, warum gesagt wurde, dass sie sich später mit ihren „Massen“ in einer Vereinigung vereinen wird.

Sie vereinigt sich mit den Seelen von Israel, die die „Massen der Nukwa“ genannt werden, in einer Vereinigung und gibt an sie von der Fülle, die sie oben von AwI empfängt. Zugleich muss man sie von der bösen Seite trennen. Denn gerade dadurch, dass man verhindert, dass SoN an ihrem Platz unten verbunden werden, trennt man Nukwa vom Aspekt des Bösen, so dass Sitra Achra die Fülle nicht genießen kann. Jedoch, wenn SoN unten verbunden sind, kann Sitra Achra die Fülle empfangen, folglich werden AwI oben getrennt, und ihr Siwug wird unterbrochen.

211) Und dennoch muss man wissen, dass Elokim und HaWaYaH ein und dasselbe sind – alles ist eins, ohne Trennung. HaWaYaH ist Elokim. Und wenn der Mensch erkennt, dass alles eins ist und keine Trennung vornimmt, dann wird selbst die Andere Seite (Sitra Achra) aus der Welt verschwinden und nicht mehr nach unten wirken.

Und obwohl es die Befürchtung geben mag, dass dadurch ein Siwug von SoN an ihrem eigenen Platz ausgelöst wird – soll man dennoch nicht aus diesem Grund darauf verzichten, die Vereinigung (Jichud) vorschriftsgemäß am Ort von AwI durchzuführen. Vielmehr soll man wissen, dass Elokim HaWaYaH alles Eins ist – ohne Trennung. Aber es ist notwendig, die Vereinigung von SoN am Ort von AwI zu vollziehen, um Seir Anpin mit Nukwa zu vereinigen – als eine Einheit, ohne Trennung.

Und wenn der Mensch erkennt, dass alles Eins ist und keine Trennung vornimmt, dann wird selbst die Andere Seite (Sitra Achra) aus der Welt verschwinden und nicht mehr nach unten wirken. Denn wenn der Mensch sich darin stärkt, MaN zu erheben und SoN zum Zweck der Vereinigung an den Ort von AwI zu erheben, vorschriftsgemäß, dann wird nicht nur verhindert, dass Sitra Achra von der Fülle saugt – sondern dies bewirkt sogar, dass Sitra Achra verschwindet und keine Macht mehr in der Welt hat.

212) Es steht geschrieben „Und mögen sie Meorot (מאורות, Leuchten) sein“, mit den Buchstaben von Or (אור, Licht) und Mawet (מות, Tod), da die Klipa dem Gehirn (מוח, Moach) folgt. Das Gehirn ist das Licht (Or) und die Andere Seite (Sitra Achra) ist der Tod (Mawet).

Or (אור, Licht) befindet sich in der Verbindung der Buchstaben im Wort Meorot אורות), und Mawet (מות, Tod) ist in den getrennten Buchstaben des Wortes Meorot. Wenn dieses Licht sich von dort entfernt, dann vereinen sich die Buchstaben der Trennung, Mawet, miteinander. Genauer gesagt, wenn man die Buchstaben Or (אור) aus dem Wort Meorotאורות) herausnimmt, dann schließen sich die Buchstaben (Mawet) zusammen. Dies ist die Bedeutung von „Und mögen sie Meorot (Leuchten) sein“, wenn die Klipa aufsteigt und dem Gehirn folgt. Das Gehirn ist Licht, und die Sitra Achra (Andere Seite) ist der Tod (מות). Das Licht findet sich in der Vereinigung der Buchstaben und in der Trennung der Buchstaben liegt der Tod (Mawet).

Kommentar: Die Kraft von Din in Malchut ist die Wurzel der Existenz der Sitra Achra und der Klipot, wie geschrieben steht: „Und Sein Königreich herrscht über alles.“ Durch die Vereinigung von SoN in AwI, um WaK und GaR anzuziehen, wird die Kraft von Din in Malchut wieder in schwarzes Licht umgewandelt – durch das Anziehen von WaK in die untere Vereinigung des Lesens von „Höre Israel“. Danach wird Malchut noch einmal zu AwI erhoben, und ihr schwarzes Licht verbindet sich mit dem weißen Licht der Höheren AwI.

Diese Vereinigung wird daher im Satz „Mögen sie Meorot sein“ angedeutet – den Buchstaben von Or (Licht) und Mawet (Tod). Das Licht liegt in der Verbindung der Buchstaben, durch das Anziehen von WaK und GaR zu Nukwa zur vollständigen Vereinigung mit Seir Anpin am Platz von AwI. So wie die Kraft von Din in Nukwa transformiert wurde, um wirkliches Licht zu werden, werden alle Kräfte der Sitra Achra und der Klipot, die sich von diesem Din ausbreiten, annulliert werden. „Die Klipa folgt dem Gehirn“, d. h. die Klipa annulliert sich wegen der Kraft der Mochin von Nukwa, da die Wurzel der Sitra Achra, d. h. die Kraft von Din in Nukwa, sich im Gehirn von Nukwa annullierte und zu Licht wurde. Somit wurde notwendigerweise auch die Kraft der Klipa annulliert.

Es folgt, dass Licht (אור, Or) in der Verbindung der Buchstaben ist und der Tod (מות, Mawet) in den getrennten Buchstaben liegt. Durch das Vereinen von SoN – als die Kraft von Din zu Licht wurde – wurden die Buchstaben Mawet, welche die Sitra Achra sind, getrennt. Sie wurden innerhalb des Lichts annulliert und die Kombination Meorot mit dem Or in der Mitte entstand, in einer Verbindung. Und Mawet (Tod) liegt in der Trennung – der Buchstabe Mem מ am Anfang des Wortes, und die Buchstaben Waw ו und Taw ת am Ende des Wortes.

Wenn dieses Licht sich von dort entfernt, vereinen sich die Buchstaben der Trennung, Mawet. Wenn das Licht keine Vereinigung am Platz von AwI macht, sondern an der Stelle von SoN unten, entfernt sich das Licht von dort, weil AwI oben sofort von ihrem Siwug getrennt werden und das Licht erlischt. Dann tritt das Wort Or (Licht) aus dem Wort Meorot (Leuchten) heraus und es verbleibt die Verbindung der Buchstaben von Mawet (Tod), denn nachdem Or das Wort Meorot verlassen hat, verbleibt nur das Wort Mawet, denn die Buchstaben von Or haben das Wort bereits verlassen und trennen nicht länger die Buchstaben von Mawet. Dies deutet auf die Sünde der Urschlange hin, welche die Vereinigung unten, an der Stelle von SoN, beging und daher zu der Trennung oben, in Aba we Ima, führte, weil ihr Siwug deswegen aufhörte und dies Tod (Mawet) in die Welt brachte.

213) Eva begann bei diesen Buchstaben und brachte Schaden in die Welt, wie geschrieben steht: „Und die Frau sah, dass der Baum gut war.“ Sie verdrehte die Buchstaben von Meorot und nahm die Worte wa tere (und sie sah) und ließ MemWaw im Wort Meorot. Und sie gingen und nahmen den Buchstaben Taw mit sich und erschufen die Kombination Mawet (Tod). Dadurch verursachte sie den Tod in der Welt.

Die Vereinigung (Jichud) erklärt sich in den Buchstaben „Mögen sie Meorot (Leuchten) sein“, denn sie sind die Ausbreitung von GaR zu SoN.  Wenn sie sie oben vereinen, am Platz von AwI, wird Licht in der Verbindung ausgebreitet und trennt dabei die Buchstaben von Mawet, als es sich in sie ausbreitet und somit die Kombination Meorot gemacht wird. Wenn SoN unten an ihrem Platz verbunden sind, entfernt sich das Licht noch einmal von der Kombination Meorot und lässt dort Mawet (Tod) in der Vereinigung der Buchstaben.

„Eva begann bei diesen Buchstaben”, weil der Anfang von Evas Sünde im Baum der Erkenntnis mit den Buchstaben begann: „Und die Frau sah, dass der Baum gut war.“ Eva nahm sich die Buchstaben wa tere (und sie sah) aus dem Wort Meorot, womit gemeint ist, dass die dem Rat der Schlange gehorchte, SoN unten an ihrem Platz zu verbinden, wobei sie die Kombination von Meorot verschandelte. Dann verdrehte sie die Buchstaben von Meorot, weil sie durch die Verbindung unten die Trennung von AwI oben verursachte.

So wurden die Buchstaben der Kombination Or (AlefWawResh, die die Kombination Mawet im Wort Meorot trennt und auslöschen) getrennt und sie machte die Kombination wa tere, in welcher die Buchstaben Or in umgekehrter Reihenfolge verstreut waren, aufgrund von Taw, der zu ihnen kam. Taw, Nukwa von Sitra Achra, die Mawet genannt wird, näherte sich dem Licht, um zu empfangen und davon zu saugen.

Es ist so, weil es in der Sitra Achra, die Mawet genannt wird, männlich und weiblich gibt, SaM und Lilit. Der Buchstabe Mem ist das Männliche von Mawet, der SaM genannt wird und der Buchstabe Taw ist seine Nukwa, die Lilit genannt wird. Weil Nukwa den Rat der Schlange annahm, um sich unten zu verbinden, näherte sie sich sofort, um von der Fülle zu saugen und die Buchstaben von Or wurden in der umgekehrten Reihenfolge zerstreut, wie in der Kombination wa tere, weil Taw in das Licht (Or) hineinkam und sie zerstreute.

Nachdem Eva die Buchstaben wa tere aus Meorot geholt hat, verblieben dort MemWaw aus der Kombination Meorot, die männlich sind, genannt Mem von Mawet und Jessod, Waw von Mawet. Sie gingen und nahmen den Buchstaben Taw mit, gemeint ist, dass das Männliche von Mawet, MemWaw, das von den Meorot verblieb, zu Nukwa ging, dem Taw von Mawet, und sie paarten sich und brachten Mawet in die Welt, wie es geschrieben steht: „Wa tere (Und sie sah).“

Denn das Männliche der Sitra Achra, MemWaw, paarte sich mit dem Taw von wa tere, das bereits in Eva war. Dies ist die Bedeutung der Schlange, die über Eva kam und Schmutz in sie warf. Dadurch, dass Taw dem Rat der Schlange folgte, ging er in sie hinein, trennte dabei die Buchstaben Or AlefWawResh und zerstreute sie und machte dabei die Kombination von den Buchstaben wa tere (und sie sah). Danach kam das Männliche der Sitra Achra, MemWaw, und paarte sich mit Taw, der bereits in Eva war und Mawet („Tod“) erschien in der Welt.

214) Rabbi Elasar sagte: „Mein Vater, ich habe gelernt, dass, nachdem Eva die Buchstaben wa tere von Meorot genommen hat, nicht MemWaw übriggeblieben sind, sondern nur Mem, denn das Waw – welches immer ein Zeichen des Lebens ist, wurde in Mawet umgedreht, während sie es zurückließ und das Taw mit sich nahm, wie geschrieben steht: ‚Und sie nahm…und sie gab.’ Daher wurde dieses Wort vervollständigt und die Buchstaben Mawet verbanden sich miteinander.“ Er erwiderte ihm: „Gesegnet bist du, mein Sohn.“

Kommentar: Mem blieb allein, ohne Waw, Jessod, denn SaM, welcher das Männliche von Mawet ist, hat kein Jessod, weil „ein anderer Gott unfruchtbar ist und keine Früchte trägt“. Vielmehr wurde das Waw, Leben, Jessod de Kedusha (Heiligkeit) von der Kedusha zur Klipa umgekehrt und wurde ein Jessod für das Männliche von Mawet. Nachdem es Jessod de Kedusha erhalten hatte, ging das Waw und paarte sich mit dem Taw durch das Verbinden von Mem mit Taw durch das Waw, das es von der Kedusha geraubt hat.

Der Beweis ist der Baum der Erkenntnis, der mit dem Verbinden des Waw mit dem Taw beginnt, wie geschrieben steht: „Und sie nahm … und gab“ („und“ ist Waw; „nahm“ und „gab“ beginnen beide mit Taw), denn das Austreten des Taw zur Sitra Achra wurde durch den Baum der Erkenntnis selbst geboren, den sie vorher nicht hatte. Rabbi Shimon stimmte seinen Worten zu.