Brief 3, Vier betraten einen PaRDeS

1922, Jerusalem

An…

„Vier betraten einen PaRDeS …“ Denn vor der Erschaffung der Welt waren „Er und Sein Name Eins“, da die Seelen noch nicht im Aspekt Seelen – Neshamot waren; denn die ganze Sache des Namens bezieht sich darauf, dass, wenn sich sein Freund abwendet, er dann den Freund bei seinem Namen rufen kann, sodass er sich ihm wieder zuwendet.


Und da die Seelen vor der Erschaffung der Welt vollkommen an den Schöpfer angehaftet waren, und Er ihnen Kronen und Kränze, Ruhm, Würde und Pracht verlieh – und sogar darüber hinaus Dinge, die sie sich gar nicht gewünscht hatten, weil Er ihre Wünsche kennt und sie erfüllt. Daher ist es sicher unwichtig, einen Namen zu nennen, der sich, von jeglicher Seite her, auf ein Erwecken von unten bezieht. Und deshalb wird es als Aspekt des „Einfachen Lichts“ betrachtet, denn alles ist vollkommene Einfachheit, weshalb dieses Licht von jedem einfachen Menschen verstanden wurde, selbst von denjenigen, die noch nie eine Weisheit erblickt hatten.

Daher wurde es von den Weisen als Pshat“ – „Einfacher Wortsinn“ bezeichnet, weil es die Wurzel von allem ist. Autoren und Bücher sprechen nicht davon, weil es ein ganzheitliches, einfaches und offensichtliches Konzept ist. Auch wenn in der unteren Welt, im Reshimo dieses Einfachen Lichts, zwei Teile sichtbar werden, so ist es durch die Teilung ihrer eigenen Herzen, im Geheimnis von: „Und ich bin ein glatter Mann.“ (Im Hebräischen haben „glatt“ und „Teil“ die gleichen Wurzelbuchstaben)

Und an dem Ort, von welchem wir sprechen, gibt es in jeglicher Vorstellung, die du dir vielleicht machen könntest, überhaupt keine Veränderung. Das gleicht einem König, der seinen Lieblingssohn nahm und ihn in seinen großen und schönen Obstgarten stellte. Als der Sohn des Königs die Augen öffnete, betrachtete er nicht den Platz, an dem er stand, da sein Blick, wegen des großen Lichts im Obstgarten, weit weg streifte, so weit wie der Osten vom Westen entfernt ist. Und er blickte nur auf die entfernten Gebäude und Paläste auf der westlichen Seite, und so wanderte er viele Tage und Monate lang, während er immer mehr über den Ruhm und die Pracht staunte, die er auf der westlichen Seite sah.

Nach einigen Monaten legte sich sein Eifer, und sein Verlangen war erfüllt, und er war satt davon, nach Westen zu schauen. Er begann zu überlegen und dachte: „Was kann sich auf dem Weg befinden, den ich zurückgelegt habe?“ Er richtete seinen Blick auf die Ostseite, die Seite, von welcher er gekommen war, und staunte! Die ganze Pracht und Schönheit waren gleich neben ihm gewesen. Er konnte nicht verstehen, warum er das nicht gleich zu Beginn bemerkt hatte und er sich immer nur an das Licht anhaftete, welches von der westlichen Seite her geleuchtet hatte.

Und deshalb begann er ab dem Moment, nur nach dem Leuchten der östlichen Seite zu streben, bis er wieder an den Eingang gelangte.

Nun überlege und sage mir, welchen Unterschied es zwischen den Tagen des Eintritts und den Tagen des Austritts gibt? Denn alles, was er in den letzten Monaten erblickt hatte, hatte er doch auch zu Beginn gesehen. Doch am Anfang war es ohne Inspiration, weil sein Herz und seine Augen nur das Licht wahrnahmen, das vom Westen ausging. Und nachdem er davon satt geworden war, wendete er sein Gesicht dem Osten zu, und er begann, das Licht wahrzunehmen, welches vom Osten kam. Doch wie hatte es sich verändert?

Jedoch nah an den Toren des Obstgartens, ist der Ort dafür gegeben, um die zweite Angelegenheit zu offenbaren, die von den Weisen Remes – „Andeutung“ genannt wird, wie in: „Was für Andeutungen machen deine Augen?“ Es ist wie ein König, der seinem geliebten Sohn etwas andeutet und ihn dadurch, mit dem Zwinkern des Auges, etwas ängstigt. Und obwohl der Sohn des Königs nichts versteht und nicht die innere Angst sieht, die in der Andeutung verborgen liegt, bewegt er sich dennoch, infolge seiner Anhaftung an den Vater, sofort zur anderen Seite.

Und das ist der Grund, weshalb die zweite Angelegenheit Remes genannt wird, weil die beiden Angelegenheiten, Pshat und Remes, in den Unteren als eine Wurzel eingeschrieben werden. Die Grammatiker schreiben, dass es kein Wort gibt, welches nicht eine Zwei-Buchstaben-Wurzel besitzt, die gleichsam als „Ursprung des Wortes“ bezeichnet wird. Denn man kann aus einem Buchstaben keine Bedeutung herausziehen; und daher bilden die Anfangsbuchstaben der Worte Pshat und Remes das Wort PaR, was die Wurzel des Wortes Par Ben Bakar – „junger Bulle“ in unserer Welt ist. Und auch die Worte „Prija weRewija“ – „Empfängnis und Fortpflanzung“ kommen aus dieser Wurzel.

Dann tritt die dritte Angelegenheit in Erscheinung, welche die Weisen Drush – „Interpretation“ nennen. Bis dahin gab es keinerlei Drisha – Forderung, wie in „Der Schöpfer und Sein Name sind Eins“. Doch in dieser Angelegenheit wird abgezogen und hinzugefügt, interpretiert und gefunden nach der Regel „Ich habe mich bemüht und gefunden“ (Jagati wemazati), wie du sicherlich weißt. Deswegen ist dieser Platz für die Unteren bestimmt, weil es dort ein Erwachen von unten gibt – im Gegensatz zum Licht des Angesichts von der Ostseite und oberhalb, welches im Sinne von „Noch bevor sie rufen, werde Ich antworten“ war – da es hier eine starke Bitte und sogar Anstrengung und Lust gab. Und das ist die Bedeutung von „Die Gräber der Lust“.

Und dann beginnt die vierte Angelegenheit, die in der Sprache der Weisen Sod – „Geheimnis“ genannt wird. In Wahrheit gleicht es Remes, wobei es in Remes aber keinerlei Bewusstsein gab. Es war vielmehr wie ein Schatten, der dem Menschen folgt. Darüber hinaus hat die dritte Angelegenheit, der Drush, es bereits eingekleidet.

Doch hier ist es wie ein Flüstern – wie bei einer schwangeren Frau…wenn man ihr leise zuflüstert, dass heute Jom Kippur (Versöhnungstag) ist, damit der Fötus nicht bewegt wird und fallen würde.

Und wir könnten sagen: „Es handelt sich doch um eine Enthüllung des Angesichts und nicht um das Angesicht!“ Denn dies ist das „Geheimnis“ der Worte: „Das Geheimnis des Ewigen ist für diejenigen, die Ihn fürchten; und Sein Bund, um es ihnen bekannt zu machen.“ Daher drehte er einige Runden bis eine flüsternde Zunge zu ihm sagte: „Er gab Teref – Nahrung an diejenigen, die Ihn fürchten.“ Und nicht Trefa – nichtkoschere Nahrung, so wie dieser Soldat höhnisch grinste. Und verstehe dies.

Du hast von dir selbst aus verstanden, und mir dies geschrieben, obwohl schüchtern und zurückhaltend, dass du ein Junggeselle bist, und dass dies nicht der angemessene Weg wäre.

Nachdem der Vers in unsere Hände kam, werde ich ihn für dich erklären, da dies auch die Frage des Dichters ist: „Das Geheimnis des Ewigen ist für diejenigen, die Ihn fürchten.“ Und warum sprach er in solch einer Weise? Es ist wie die Frage unserer Weisen, bei der wir finden, dass der Text (acht) zwölf Buchstaben verdreht, um mit einer sauberen Sprache zu sprechen, wie es geschrieben steht: „Und vom Vieh, das nicht rein ist…“

Doch dein Verstand reicht nicht an den des Dichters heran, da Er den Seelen Fülle gegeben haben könnte. Und das mit einer sauberen Sprache, wie Laban es Jakob sagte: „Warum hat du dich heimlich von mir weggeschlichen, und mich bestohlen, und mir das nicht gesagt, sodass ich dich mit Freuden und Liedern hätte wegschicken können, mit einer Trommel und einer Harfe.“

Die Antwort des Dichters ist diesbezüglich: „Und Sein Bund, um es ihnen bekannt zu machen.“ Das ist die Bedeutung des Schneidens, des Entfernens, und des Bluttropfens, das heißt der individuellen dreizehn Bündnisse. Wäre das Geheimnis nicht auf diese Art gewesen, sondern in einer anderen Sprache, dann würden vier Korrekturen von den dreizehn Korrekturen von Dikna (Bart) fehlen, und es würden nur die neun Korrekturen von Dikna in SA verbleiben. Somit würde sich SA nicht in AA einkleiden, wie es denjenigen bekannt ist, welche das Geheimnis von Gott kennen. Das ist die Bedeutung von: „Und Sein Bund, um es ihnen bekannt zu machen.“ Das ist auch die Bedeutung von: „Der Verdienst der Urväter endete, doch der Bund der Urväter endete nicht.“

Lass uns zu unserem Thema zurückkehren, welches die Bedeutung ist von PaR (Pshat, Remes) – PeReD (Pshat, Remes, Drush) – PaRDeS (Pshat, Remes, Drush, Sod).  Dies ist ihre Anordnung und Kombination von oben nach unten und von WaK.

Jetzt wirst du die Sache der vier Weisen verstehen, die in den PaRDeS hineingingen, also die vierte Angelegenheit, genannt Sod – Geheimnis. Denn die Unteren beinhalten die Höheren, die ihnen vorausgingen. Daher sind alle vier Angelegenheiten in der vierten Angelegenheit eingeschlossen. Und sie sind das Rechte, das Linke, die Vorderseite und die Rückseite.

Die zwei ersten Angelegenheiten, sind das Rechte (Yamin) und das Linke (Smol), das heißt PaR (Das ist die Bedeutung seiner Worte auf den Stufen des Tempelbergs: „All die Weisen Israels sind wertlos in meinen Augen.“). Sie entsprechen Ben Asarja und Ben Soma, deren Seelen von den zwei ersten Angelegenheiten, PaR, gesäugt werden.

Die zwei letzten Angelegenheiten sind die Vorderseite (Panim) und die Rückseite (Achor), und da ist Rabbi Akiwa, der in Frieden hineinging und in Frieden hinausging. Sie sagten schönerweise: „Er lehrt, dass es nötig ist, auf jeden Dorn und Stachel im Dornengeflecht des Gesetzes zu bestehen.“

Und die Rückseite (Achor) ist Elisha ben Abuja, der sich verirrte. Unsere Weisen sagten darüber „man solle keinen bösen Hund in seinem Haus aufziehen“, da dies so ist, als würde man sich verirren.

Alles, was über sie geschrieben steht „Schaute und starb“, „Schaute und wurde verletzt“, „Verirrte sich“ – wurde über diese Generation gesagt, als sie sich eng zusammen miteinander versammelten. Doch sie wurden alle korrigiert, einer nach dem anderen, wie es denjenigen bekannt ist, die das Geheimnis der Reinkarnationen kennen. Jedoch der Andere (Elisha ben Abuja) sah die Zunge von Chuzpit, dem Übersetzer, deshalb wurde gesagt „Kehrt um, unartige Kinder, außer der Andere“, und Rabbi Meir, der Schüler von Rabbi Akiwa, nahm seinen Platz ein. Und es ist wahr, dass die Gemara dies auch als schwierig erachtet: „Wie konnte Rabbi Meir die Tora von dem Anderen lernen?“ – und sie sagten, „Er fand einen Granatapfel, aß dessen Inhalt und warf die Schale (den Anderen) weg.“ Und manche sagen, dass er die Klipa (Schale) auch korrigierte, wie beim Aufsteigen des Rauches über dessen Grab.

Daraus wird verständlich, was Elisha ben Abuja sagte „Wie ist derjenige der ein Kind lehrt? Wie Tinte, die auf ein unbeschriebenes Blatt Papier geschrieben ist”, das heißt die Seele von Rabbi Akiwa. „Und wie ist derjenige, der einen Alten lehrt? Wie Tinte, die auf ein ausradiertes Blatt Papier geschrieben ist”, so sagte er von sich. Das ist die Bedeutung seiner Warnung an Rabbi Meir „Hier endet der Bereich des Shabbat“ (die 2000 Amma, die man an einem Shabbat außerhalb der Grenzen der Siedlung gehen darf), da er verstand und die Schritte des Pferdes abgemessen hatte, denn er war niemals vom Pferd abgestiegen.

Das ist die Bedeutung von: „Die Sünder Israels – über ihnen herrscht nicht das Feuer der Hölle und sie sind gefüllt mit Mizwot (Geboten) wie ein Granatapfel.“ Er sagt, dass es umso mehr so mit dem goldenen Altar ist, welcher lediglich so breit wie eine Goldmünze ist. Er stand für einige Jahre, und das Feuer herrschte nicht darüber… „Die Eitlen unter euch sind gefüllt mit Mizwot wie ein Granatapfel, sogar noch viel mehr“, wie er sagt, dass auch die Klipa korrigiert wird.

Wisse, dass Rabbi Elieser der Große und Rabbi Yehoshua auch von der Art der Seelen von PaR (Pshat, Remes) sind, so wie Ben Asai und Ben Soma. Ben Asai und Ben Soma waren jedoch in der Generation von Rabbi Akiwa, und waren seine Schüler, unter den 24 000 Schülern. Rabbi Elieser und Rabbi Yehoshua jedoch waren seine Lehrer. Dies ist, warum gesagt wurde, dass sie im Gegensatz zu Rabbi Elieser, die Reinigungen reinigten (Sod von Pshat), welche sie an dem Ofen von Achnai vollbracht hatten, seit sie ihn in Scheiben geschnitten (achtzehn Scheiben), und Sand zwischen jede zweite Scheibe platziert hatten. In anderen Worten, die dritte Angelegenheit ist wie der Sand zwischen der ersten Scheibe, was die zweite Angelegenheit ist, und der zweiten Scheibe, was die vierte Angelegenheit ist. Natürlich sind „die Schwester und das Bewusstsein“ zu einer Einheit verbunden. Und wenn Rabbi Tarfon und Rabbi Yehoshua wie eins sind, sind sie Schüler von Rabbi Elieser dem Großen, und Rabbi Akiwa ist scheinbar mit ihnen verbunden. Das ist so, weil ein zweiter Feiertag, in Bezug auf den ersten Feiertag, in den Augen unserer Weisen wie ein Wochentag ist (Chol heißt sowohl „Sand“ als auch „Wochentag“), da der Drush, verglichen mit dem Remes, wie eine Kerze am Mittag ist.

Doch die Weisen seiner Generation befleckten all diese Reinigungen und verbrannten sie, und Rabbi Elieser der Große bewies mit dem Aquädukt, von welchem das Wasser anstieg, dass Rabbi Yehoshua ein großer Weiser war, und die Mauern des Tempels werden es beweisen. Und sie fingen an vor der Herrlichkeit des Rabbi Elieser niederzufallen, fielen jedoch nicht vor der Herrlichkeit von Rabbi Yehoshua nieder. Dies ist der vollständige Beweis dafür, dass es keinerlei Zweifel darüber gibt, dass er rein ist.

Doch die Weisen nahmen Rabbi Yehoshua so wie er war und sie wollten nicht (durch die Halacha) herrschen, wie Rabbi Elieser, sein Lehrer. Und dies, bis eine Stimme herabstieg, die verkündete, dass Rabbi Yehoshua wirklich sein Schüler war. Aber Rabbi Yehoshua verband sich nicht mit seinem Platz und sagte, dass sie keine Stimme beachten sollen: „Sie ist nicht im Himmel…“ Dann segneten ihn die Weisen, da das Licht Osen (Ohr) von ihnen entfernt wurde, da sie nicht die Regel von Rabbi Elieser dem Großen befolgt hatten. Und Rabbi Akiwa, sein Lieblingsschüler, sagte ihm, dass seine 24 000 Schüler während der Zählung gestorben waren, und die Welt erkrankt war, ein Drittel der Oliven, usw.

Elisha Ben Abuja und Rabbi Tarfon kamen von der gleichen Wurzel. Doch Elisha Ben Abuja ist Achoraim (Rückseite) selbst, und Rabbi Tarfon ist Panim de Achoraim (Vorderseite von der Rückseite). Womit kann das verglichen werden? In einem der Häuser liegen bittere Oliven, welche zu nichts zu gebrauchen sind, und in einem anderen Haus liegen die Balken der Olivenpresse, welche zu nichts zu gebrauchen sind. Dann kommt ein Mensch, und verbindet die beiden. Er platziert die Balken über den Oliven und produziert einen Reichtum an Öl.

Es folgt, dass das gute Öl, das enthüllt wird, die Vorderseite ist, und die Balken die Hinterseite. Und die einfachen hölzernen Werkzeuge werden weggeworfen, nachdem sie ihre Arbeit vollendet haben.

Verstehe, dass dies der Brauch ist, die Ausdehnung der Wurzeln zu den Zweigen in die Welt unter ihr. Doch an der Wurzel erscheinen sie beide als eins, wie ein Mensch, der plötzlich zu der Ölpresse tritt, und den Balken sieht, und unter ihm einen großen Berg Oliven, von welchem große Mengen von Öl fließen. Das ist so, da an der Wurzel alles auf einmal gesehen wird. Darum wird der eine auch „Anderer“ genannt, und der andere wird „Tarfon“ genannt; einer ist „ein Balken“ und der andere ist „Öl“, welches sofort durch ihn hindurchfließt. Das ist die Bedeutung von „Der sich verirrte“. Nachdem der Wunsch entstanden ist, welcher die Seele von Rabbi Tarfon ist, blieb die Seele von dem „Anderen“ übrig, als „schlechtes Benehmen“ in seinem Haus. Das kombiniert die Buchstaben von „Sod“; Samech ist der Anfangsbuchstabe von „Das Geheimnis von ihm, der Seele von dem Anderen“. Dalet ist der Anfangsbuchstabe vom Drush, der Seele von Rabbi Akiwa, denn sie sind die Ausführenden. Und das Waw in der Mitte ist Rabbi Tarfon.

Yehuda Leib

Zitatesammlung großer Kabbalisten

Auch wenn wir auf große Kenner der Tora treffen, die sich mit Geheimnissen der Tora aufgrund von deren Erhabenheit nicht befassen, weil sie einen großen Schatz an der enthüllten Tora und Weisheit haben, der ihnen ausreicht, um sie spirituell zu beschäftigen, soll das Herz des Menschen nicht ihretwegen fallen, denn er fühlt in seinem Inneren das Streben nach dem Höheren, einen Druck von seiner Seele, die sich nach der Enthüllung der Geheimnisse  sehnt. Und sogar wenn wir beschließen würden, dass ihn diese Sehnsucht aufgrund von seinen mangelnden Talenten für das Offene erreichte, na und? Letztendlich ist das sein Anteil und man sollte mit dem Erhaltenen zufrieden sein, denn der Herr ist denen nahe, die aufrichtig nach Ihm verlangen.

Rav Cook, Orot haTora, Teil 10, Kap. 4

Das Gesetz, nach welchem der Mensch nicht im PaRDeS wandeln darf, bevor er sich nicht mit Fleisch und Wein füllt (Das heißt: sich nicht mit Geheimnissen der Tora befassen darf, bevor er alles andere studiert hat) ist nur im Bezug auf denjenigen wirksam, der die Tora aus Pflicht studiert. Wer jedoch in sich die Sehnsucht fühlt, den inneren Teil der Tora zu studieren, sich Gewissheit über die Existenz des Schöpfers zu verschaffen, gehört zu der Regel: „Stets soll der Mensch lernen, was sein Herz wünscht“, denn offensichtlich hat er dafür eine besondere Empfänglichkeit. Daraus folgt, dass es der Wunsch des Schöpfers ist, dass dieser Mensch sich mit Dessen Erkenntnis befasst (…), denn all diese Quellen berichten von der Kenntnis des Schöpfers (…); daher soll sich derjenige, der das Streben verspürt, den Schöpfer zu erkennen, auf seinem Wege festigen, und er soll wissen, dass er Weisheit erlangen und Erfolg haben wird (…).Und das Wichtigste am Studium ist die Tiefe der Herzensfreude, damit seine Seele beständig nach der Verschmelzung mit dem Schöpfer trachten möge (…); und wenn er sieht, dass der Großteil derjenigen, die studieren, diese Bestrebungen nicht haben, so sollst du wissen, dass es für sie tatsächlich notwendig ist, nicht zu zerbrechen, was sie haben, bis sie schließlich in der Lage sein werden, allmählich Stufen zu erklimmen, und das hängt nicht von der Inspiration ab, sondern es teilen sich lediglich auf diese Weise erschaffene Seelen.

Rav Cook, Orot haTora, Teil 9, Kap. 12

Es soll kein Verständnisloser sagen: „Wie kann ich mich dem Heiligen in den Büchern der Kabbala nähern?“ Denn alle Gerechten stimmten darin überein, dass es Ratschläge von unreinen und betrügerischen Kräften in unseren Tagen gibt. Auch wenn man das nicht versteht, doch die Sprache des Buches Sohar korrigiert die Seele und ist für alle zugänglich, jung und alt, jedem gemäß seines Verständnisses und seiner Seele.

Rav Zwi Hirsch, Anagot Jashirot, Art. 5

Wenn meine Zeitgenossen, in denen auf beängstigende Weise die Unreinheit erflammt, auf mich hören würden, dann würden sie beginnen, das Buch Sohar und das Buch Tikunej Sohar mit Neunjährigen zu lernen und es ihnen gleich zu machen, und dann würde die Angst vor der Sünde die Kenntnisse festigen, und sie würden standhalten.

Nozer Chessed, Art. 4, Lehre 20

So spricht der Große Weise und Gerechte Rabbi Shlomo Bloch im Namen von ChafezChaim, dass es keine Einschränkungen für das Studium des Buches Sohar gibt, weil es hauptsächlich Midrash ist. Und ChafezChaim ermunterte alle, jeden Shabbat den Wochenabschnitt des Buches Sohar zu studieren, sogar unverheiratete junge Männer.

Osafot Binjan Josef

Ohne Kenntnis der Kabbala gleicht der Mensch einem Tier, denn er erfüllt die Gebote ohne Geschmack wie ein angelernter, einfacher Mensch (MizwotAnashim Melumadam), und gleicht einem Tier, das Heu frisst, und keinen Geschmack an der Nahrung des Menschen hat. Und sogar, wenn er sehr mit alltäglichen Problemen beschäftigt ist, muss er sich dieser Lehre widmen.

Rebe aus Siditshev, Sur miRa we asse Tov

Der äußere Teil der Tora besitzt keine besondere Wichtigkeit und Wert, das Wichtigste ist der innere Teil der Tora

ARI, Shwil haPardes, Bd. 11, Kap. Shemini, 753

Wer an die Einheit des Schöpfers glaubt und das versteht, muss daran glauben, dass der Schöpfer Eins, Einzig und Einheitlich ist, dass es für Ihn keine Hindernisse in nichts gibt, von niemandem und in keinem Fall, und nur Er über allem herrscht.

Rav Chaim Luzzato, Daat Twunot, S. 15

Man kann sagen, dass die ganze Welt und alles, was es in ihr gibt, was wir nur enthüllen können, nur von der Vollkommenheit und der Einheit des Schöpfers abhängig ist, der sich allen Geschöpfen offenbaren kann.

Rav Chaim Luzzato, Daat Twunot, S. 18

Doch am Ende wird es Frieden in der Welt geben, und alle Geschöpfe werden sich zu einer einzigen Gemeinschaft verbinden, um dem Einzigen Schöpfer zu dienen; denn alles wird korrigiert sein, das heißt, es wird die Einheit von Allem offenbart sein.

Rav Chaim Luzzato, Adir beMarom, S. 26

Es gibt nicht Böses in der Welt für die Geschöpfe, sondern nur Gutes geht vom Einzigen Schöpfer aus, außer Dem es nichts gibt.

Rav Chaim Luzzato, Adir beMarom, S. 86

Alle Handlungen und Vorgänge scheinen zwar unterschiedlich, doch sie resultieren aus einem einzigen Grundder Liebe.

Rav Chaim Luzzato, Adir beMarom, S. 174

Das einzige große Geheimnis besteht in der Erkenntnis der Einheit, denn in Wirklichkeit arbeiten alle nur darauf hin, den Zustand der Unendlichkeit zu erreichen, wo alles zu Einem verschmilzt und zu Einem wird.

Rav Chaim Luzzato, Adir beMarom, S. 174

Da die ganze Schöpfung aus einem einzigen Menschen besteht, wird er die Perfektion erreichen, sobald sich alles korrigiert.

Rav Chaim Luzzato, Adir beMarom, S. 204

Und dann wird der Mensch Perfektion in seinem ganzen Gerüst erreichen, also in allen Welten. Das ist eben die vollkommene Korrektur.

Rav Chaim Luzzato, Adir beMarom, S. 205

Alle Korrekturen müssen sich hier unten, in Israel, vereinen, da alle Wurzeln verbunden sind und in ihren Zweigen wirken; und alles wird in Einheit, Verschmelzung und allseitiger Liebe sein. Und das wird als Frieden bezeichnet.

Rav Chaim Luzzato, Adir beMarom, S. 227

Der Schöpfer ist absolut gut, und Sein Wunsch besteht ausschließlich darin, den Geschöpfen Genuss zu bereiten. Infolge dieses Ziels wird sich auch das Böse in Gutes verwandeln. Das ist die Folge der Einheit des Schöpfers, da Er Einzig ist, und alle Seine Handlungen einzig sind, und alle Wünsche nur darin bestehen, den Geschöpfen Genuss zu bereiten, und es wird sich kein Raum für das Böse finden.

Rav Chaim Luzzato, Adir beMarom, S. 393

Die Notwendigkeit an der Kabbala ist groß, denn wir sind verpflichtet, sie zu kennen, wie es geschrieben steht: „So sollst du nun heute wissen und zu Herzen nehmen, dass der Herr Gott ist oben im Himmel und unten auf der Erde und sonst keiner“ (5.Mose 4:39). Das heißt, wir müssen wissen und nicht nur glauben. Wissen, dass der Schöpfer der Einzige ist, der alles lenkt, die Höheren wie die Unteren, und dass es keinen Anderen gibt.

Rav Chaim Luzzato, Shaarej Ramchal, Kap. Wikuach, S. 77

„Der Schöpfer ist Eins“ bedeutet, dass alles in Ihm Eins ist: Sein Wissen und Seine Weisheit keine Grenzen kennen, Seine Möglichkeiten unendlich sind; Er keinen Anfang und kein Ende hat, denn er erschuf alles und weiß von allem; Er hat keine Höhe, keine Weite, keine Breite, denn es gibt keine Zahl und Zweck für alles, was es in Ihm gibt; und Er hat keine Grenze, und Er hat keine Teile der Schöpfer aller Welten.

Kitwej Ramban, Brief 2, S. 346

Das Buch Sohar („Buch des Glanzes“) heißt aus dem Grunde so, weil es das Licht der Höheren Quelle ausstrahlt. Und durch dieses Licht erhalten alle, die es studieren, höhere Ausstrahlung und höhere Wirkungeine Wirkung über ihrem Wissen, die Geheimnisse der Tora, weil durch dieses Buch hindurch vom Geheimsten und Höchsten ausgestrahlt wird.

Rav Moshe Cordovero, Da Et Elokej Awicha, 2

Wer Kabbala studiert, erfüllt sein Herz mit der Furcht vor dem Schöpfer, der Furcht der Erfüllung der Gebote, der Freude vor dem Schöpfer, als würde er gemeinsam mit den Gerechten im Garten Eden studieren. Zweifellos ist eben das die Beschäftigung der Seelen von Gerechten im paradiesischen Garten.

Or Neerav, Teil 5, Kap. 2

Vor der Ankunft des Messias werden mittels von Erev Rav das Böse und schlechte Triebe in der Welt groß werden, und das Höhere verborgene Licht wird sich mittels des BuchesSohar und der Bücher von ARI vom Himmel offenbaren. Mithilfe dieser Bücher werden wir die Dornen in unseren Seelen korrigieren; wir werden mit dem Höheren Licht verschmelzen und höhere Eigenschaften erlangen. Dafür wird sich das Höhere Licht enthüllen. Und das Wichtigste ist, dass während des Studiums das Licht des Schöpfers in der Seele erkannt wird; alle Geheimnisse werden offenbart.

Heichal haBracha, Deuteronomium, 208

Die Wahrheit besteht darin, dass das Buch Sohar überhaupt nicht von dieser Welt spricht, sondern nur von Höheren Welten, wo es keine zeitliche Ordnung (Reihenfolge) wie in der materiellen Welt gibt. Die spirituelle Zeit besteht in der Veränderung der Eigenschaften von Stufen und befindet sich daher über dem materiellen Ort und der Zeit.

Sohar, Teil Wajaze, S. 62, Art. Zadik Eljon Zadik Tachton

Wenn ein Mensch aus dem Volk Israel den Aspekt seiner Innerlichkeit, welcher der Aspekt von Israel in ihm ist, über seine Äußerlichkeit, welche die in ihm befindlichen Völkern der Welt sind, erhebt und respektiert, das heißt: seine hauptsächlichen Anstrengungen unternimmt, um seine Innerlichkeit zum Nutzen seiner Seele zu erheben und zu verstärken, und kleine Anstrengungen und nur in notwendigem Maße darauf verwendet, die Existenz der Teile der Völker der Erde, die es in ihm gibt, aufrechtzuerhalten, das heißt, auf die Befriedigung der körperlichen Bedürfnisse, dann macht er, wie es heißt,[1] „die Tora zu seiner ständigen und den Beruf zur zeitweiligen Beschäftigung.“ Und dann führen seine Handlungen, wie im inneren so auch im äußeren Teil der ganzen Welt, dazu, dass sich die Söhne Israels in ihrer Vollkommenheit weiter und weiter erheben. Und die Völker der Erde, die den äußeren Teil der Gesamtheit darstellen, werden die Größe der Söhne Israels anerkennen und schätzen.

Baal HaSulam, Einführung in das Buch Sohar, Pkt. 67

Und es soll dich nicht verwundern, dass ein einziger Mensch die Erhebung oder den Fall der ganzen Welt veranlassen kann. Das ist ein unerschütterliches Gesetz, nach welchem ein Teil und das Ganze einander wie zwei Wassertropfen gleichen, und alles, was im Ganzen verrichtet wird, sich auch in seinem Teil realisiert. Und umgekehrt findet das von Teilen Vollbrachte auch im Ganzen statt, da das Ganze nicht in Erscheinung treten wird, bevor nicht auch dessen Teile in Erscheinung treten, gemäß ihrer Anzahl und Qualität. Die Tat eines entsprechenden Teils senkt oder erhebt also zweifellos das Ganze. Somit wird erklärt, was im Sohar steht, dass man nämlich durch das Studium des Buches Sohar und der wahren Weisheit dessen gewürdigt wird, aus dem Exil zur vollkommenen Erlösung auszutreten.

Baal HaSulam, Einführung zum Buch Sohar, Pkt. 67

Auch in der Tora gibt esgenauso wie in der ganzen Welteinen inneren und äußeren Teil. Dementsprechend gibt es im Studium der Tora zwei Stufen. Und wenn der Mensch seine Bemühungen im Studium des inneren Teils der Tora und deren Geheimnisse vermehrt, dann führt das im gleichen Grade dazu, dass sich der innere Teil der Welt, welchen das Volk Israel darstellt, über den äußeren Teil der Welt, also den Völkern der Welt, erhebt.

Baal HaSulam, Einführung zum Buch Panim Meirot uMasbirot, Kap. 5, S. 205

Dies bezeuge ich vor dem Himmel und der Erde: Israel oder Goj, Mann oder Frau, Sklave oder Sklavinnur nach ihren Handlungen steigt der Höhere Geist auf sie hinab.

Tikunej Sohar

Wir müssen alles in der Praxis ausführen, allerdings nicht nur das: Wir werden mit unseren Bemühungen nichts erreichen, und solange wir nicht einen Höheren Zweck unseren Handlungen beifügen, werden unsere Gebote die mechanisch ausgeführten bleiben (Mizwot Anashim Melumadam), und nicht nur werden sie uns nicht helfen, sondern sie werden auch unser Ziel erniedrigen; und zum Schluss wird es dazu kommen, dass wir auch die Ausführung vernachlässigen werden, (…) und die Erhebung ist nur entlang der Leiter mittels der Geheimnisse der Tora.

Rav Cook, Orot, 61

Es gibt drei Teile in der inneren Arbeit des Menschen. 1. „Israelzur Korrektur der Seele zu streben, um sie zu ihrer Wurzel zurückzubringen. 2. „Toradie Wege des Schöpfers zu verstehen, die Geheimnisse der Tora, denn wenn man die Anweisungen des Schöpfers nicht erfährt: wie soll man für Ihn arbeiten? 3. „Schöpfer“danach zu streben, den Schöpfer zu erkennen, also danach zu streben, kraft der Gleichheit von Eigenschaften mit Ihm zu verschmelzen. Das Wichtigste von ihnen ist es, nach der Erkenntnis der Anweisungen des Schöpfers zu streben.

Baruch Ashlag, Dargot haSulam, Bd. 1, Art. 36, Seder Awoda

Wir müssen mit allen Kräften von Herz und Seele zur Kabbala streben.

Meirot Ejnaim, Art. Reeh

Wenn in spiritueller Arbeit Eigennutz vorhanden ist, gleicht sie dem Götzendienst, denn es macht keinen Unterschied, ob der Mensch einen Götzen bildet oder für sich arbeitet.

Aussprüche von Rebe aus Kozk, Nichts ist so ganz wie ein gebrochenes Herz, S. 99

Es steht geschrieben: Wenn du siehst, dass du von Leiden heimgesucht wirst, prüfe deine Taten. Hast du sie geprüft und keinen Grund gefunden, nimm das als Folge der Abweichung von der Tora. Angenommen, aber nicht eingesehen, dass dies der Grund ist, dann rühren diese Leiden offensichtlich von der Liebe des Schöpfers zu dir.

Kitwej Ramban, Torat haAdam, S. 269

In der Tora gibt es einen offenen und einen verborgenen Teil. Der verborgene wird als die Tora des Schöpfers bezeichnet, und der enthüllte heißt die Tora des Menschen. Nicht jedem wird es zuteil, den verborgenen Teil der Tora zu erkennen, doch nichtsdestotrotz ist es wünschenswert, dass der Mensch danach strebt, wie es geschrieben steht: „Wenn die Tora des Schöpfers, also der verborgene Teil der Tora, sein Wunsch ist, obwohl er sie nicht erkennt, sehnt er sich dennoch nach ihr; doch mit dem enthüllten Teil der Tora – der Tora des Menschensollst du dich Tag und Nacht beschäftigen.“ Der offene Teil der Tora wird Leidenschaft genannt, weil der verhüllte Teil darin verborgen ist. Der verborgene Teil wird als die verborgene Leidenschaft bezeichnet. Der verborgene Teil ist das höchste Licht, durch welches die Welt erschaffen wurde, wie es geschrieben steht: „Durch die Tora wurde die Welt erschaffen“, also durch ihren verborgenen Teildurch die Geheimnisse, die als Leidenschaft bezeichnet werden, weil es wünschenswert ist, vor Leidenschaft zu ihnen zu brennen, obwohl es unmöglich ist, sie zu erkennen.

 Rav Alshich, Awot 8, Kap. 3, „Chawiwin Israel“ 26

Der Unterschied der geheimen Weisheit von der offenen besteht darin, dass wer sich auf der Stufe der geheimen Weisheit befindet, ständig an den Schöpfer denkt. Diesen Unterschied kann man nicht wiedergeben, er wird entweder vom Herzen wahrgenommen oder nicht. Und das wird als „geheime Lehre“ bezeichnet, weil kein Mensch es einem Anderen übermitteln kann, so wie man niemandem den Geschmack einer Speise vermitteln kann, der sie niemals gekostet hat. So auch die Liebe zum Schöpfer, und die Furcht vor Ihmman kann sie keinem Anderen vermitteln, weil es sich um die Empfindung des Herzen handelt, und daher wird das als „Geheimes“ bezeichnet.

Rav Chaim Luzzato, Adir beMarom, S. 235

Wem die Weisheit der Kabbala unbekannt ist, der kann nur Äußeres, Sichtbares, Materielles erkennen. Das Wichtigste ist jedoch das Innere, was auf den Wegen der inneren Lenkung erkannt wird.

Rav Chaim Luzzato, Adir beMarom, S. 235

Daher investierte ich in die Lehre der Zehn Sefirot so viel Mühe, um die ganze Kapazität des Begriffes der Zehn Sefirot zu erklären, damit jeder Anfänger beginnen kann, diese Wissenschaft zu studierenohne die Angst, durcheinanderzukommen und sich zu irren, sondern, ganz im Gegenteil, sollen sich ihm Tore in die Höhere Weisheit öffnen.

Baal HaSulam, Lehre der Zehn Sefirot, Teil 1, Innere Betrachtung

Es gibt kein anderes Mittel, die äußeren Kleidungen der Tora abzunehmen und sie zu offenbaren, als nur mithilfe der Werke von Rashbi (des Autors des Buches Sohar).

Rav Moshe Cordovero, Da Et Elokej Awicha, 16

Sogar, wer die Sprache des Buches Sohar nicht versteht, ist nichtsdestotrotz verpflichtet, es zu studieren, weil die Sprache des Buches Sohar seine Seele reinigt.

Or Zadikim veDerech Seuda, Kap. 1, §16

Sogar wenn er nicht versteht, korrigiert er sich dennoch durch das Studium des Buches Sohar.

Degel Machane Efraim

Sogar, wenn er nicht versteht, soll er dennoch Anstrengungen unternehmen; sogar, wenn er nichts fühlt, denn die Tora verhüllt sich vor Augen derer, wer nur nach dem Wissen trachtet, doch er hat eine Verbindung mit der Wurzel der Tora. Daher steht geschrieben, dass er verpflichtet ist, sich mit der Tora zu beschäftigen und nicht zu erkennen, denn das Studium selbst ist die Tora.

Sfat Emet, Kap. „Bechukotaj“, 540

Sogar, wenn er das Buch Sohar nicht versteht, macht die Beschäftigung mit ihm die Vollkommenheit der Seele aus und führt zu allem.

Ordnung des Studiums, von Rebe Chanocha Ejnicha aus Ilisk, Kapitel 2

Das Studium des Buches Sohar steht über jedem anderen Studium, sogar, wenn er nicht versteht; sogar, wenn er sich in deren Lesart irrt, ist das dennoch eine große Korrektur der Seele, weil die ganze Tora Namen des Schöpfers darstellt. Und wenn er die Erzählungen der Tora liest und versteht, dann nimmt er alles als einfache Beschreibung auf. Das Buch Sohar jedoch sind die Geheimnisse der Weltschöpfung, nur offenbaren sie sich später.

More beEzba, Kap. 44

Man muss in seiner Seele fühlen, dass der Schöpfer in genau dem gleichen Maße dem Menschen entgegenstrebt, wie der Mensch dem Schöpfer entgegenstrebt, und man darf es nicht vergessen, selbst in Zeiten der stärksten Sehnsucht.

Wenn der Mensch sich daran erinnert, dass der Schöpfer sich nach ihm sehnt und ihm entgegenstrebt, um gemäß dieser Kraft mit ihm zu verschmelzen, dann wird der Mensch stets nach einer noch größeren Sehnsucht nach dem Schöpfer streben; immer mehr, ohne Unterbrechung in diesem Gefühl von Begierde und Drang, was den Gipfel von Perfektion der seelischen Stärke darstelltbis ihm schließlich die Annäherung aus Liebe zuteil wird.

Baal HaSulam, Pri Chacham, Briefe

Hier ist die Weisheit, die der Mensch kennen muss: die ersteseinen Schöpfer zu kennen; die zweitesich selbst zu kennen: wer bin ich, wie wurde ich erschaffen, woher und wofür, wohin gehe ich, wie wird der Körper (Wunsch) korrigiert, wie in der Zukunft, und wie muss ich dem Schöpfer unter die Augen treten?

Sohar, Teil „Shir haShirim“ (Hohelied)

Wer sich ernstlich der Kabbala widmet, dessen Seele verbindet sich mit dem Schöpfer und befindet sich ständig in Liebe zum Schöpfer…

Osafot miArze, Kap. 5

Die Bücher des BuchesSohar binden den Menschen an die Welt der Unendlichkeit.

Sheerit Israel, Teil „Hitkashrut“, Kap. 1, Paragraph 5, Art. 2

Das Gesetz der Kabbala und all ihrer Bücher besteht darin, dass es keine Gleichheit zwischen dem Spirituellen und dem Materiellen gibtin keinem Wort, keinem Begriff und keinem Buchstaben, da Buchstaben Figuren auf weißem Blatt sind, und der Mensch ein Körper und eine Seele ist, und daher sind dies nur Zeichen. Doch der Schöpfer wünscht, dass Israel sich Ihm von ferne nähert, wohin sie sich durch viele Welten hindurch näherten…

Rav Meshulam Faivosh, Yosher Divrei Emet, S. 27

Im Talmud heißt es: „Am Ende der Tage wird die Frevelhaftigkeit wachsen“ (Sota 49). Da diese Generation vom Schöpfer äußerst weit entfernt ist, wird ihre Frevelhaftigkeit wachsen. Denn Frevel entsteht aus dem fehlenden Verständnis und Scham vor dem Schöpfer, und wer weiter vom Schöpfer entfernt ist, ist verlogener und frevelhafter.

Rav Meshulam Faiwosh, Yosher Divrei Emet, S. 28

 „Alles ist in den Händen des Schöpfers, außer der Furcht vor Ihm“wenn du etwas Materielles von dieser Welt erbitten wirst, dann wirst du es kaum bekommen, doch wenn du um die Furcht vor Ihm bitten wirst, wird Er dir bestimmt antworten.

Aussprüche von Rebbe aus Kozk, „Nichts ist so vollkommen wie ein gebrochenes Herz“

In allen Gedanken und Taten sollst du dir dich immer vor dem Allmächtigen Schöpfer stehend vorstellen, woraus du Ehrfurcht erlangen wirst.

Ramban, Igeret Mussar, Brief 9, S. 376

Es verbirgt sich tatsächlich im Studium der Kabbala eine große Sache, die es wert ist, publik gemacht zu werden: Es existiert darin eine unschätzbar wunderbare Erlösung für diejenigen, die sich mit der Wissenschaft der Kabbala beschäftigen; und sie verstehen zwar noch nicht, was sie lernen, aber dank einem starken Willen und dem Streben, das studierte Material zu verstehen, erwecken sie auf sich Lichter, die ihre Seelen umgeben.

Das bedeutet, dass es jedem Menschen von Israel garantiert ist, am Ende alle wunderbaren Erkenntnisse zu erlangen, mit welchen der Schöpfer im Schöpfungsplan jedes Geschöpf zu beschenken beabsichtigte. Und derjenige, der dessen nicht in dieser Reinkarnation würdig wurde, wird dessen in der zweiten würdig usw., bis er endlich würdig wird, den Plan des Schöpfers zu vollenden.

Baal HaSulam, Einführung zu TES, §155

Diese Weisheit stellt nicht mehr und nicht weniger als eine Ordnung des Abstiegs der Wurzeln dar, die von der Verbindung zwischen Ursache und Folge (kausal) bedingt ist, und die ständigen und absoluten Gesetzen unterworfen ist, welche untereinander im Zusammenhang stehen und auf ein erhabenes, doch sehr verborgenes Ziel ausgerichtet sind, nämlich „die Offenbarung der Göttlichkeit des Schöpfers Seinen Geschöpfen in dieser Welt.“

Baal HaSulam, Wesen der Wissenschaft Kabbala

Die Wissenschaft der Kabbala lehrt uns die Einheit aller Welten und der in ihnen existierenden Gleichheit in allem, die sich bis hin zu höchsten Stufe in Angleichung der Eigenschaften an den Schöpfer offenbart, und sie lehrt uns, uns auf diesem Wege zu entwickeln und Fehler zu meiden.

Rav Cook, Orot haKodesh, Bd. 2

Es besteht kein Zweifel daran, dass das Wichtigste in der Welt das Studium der Geheimnisse der Tora ist, da sie zum Schöpfer gehören, der die Tora gab, welche spirituelle Arbeit lehrt. Die Arbeit des Menschen teilt sich in drei Bereiche auf:

Einer, der einfach seinen Dienst verrichtet und der Erkenntnis keine Aufmerksamkeit schenkt; der nicht die ganze Tora und die Gebote erfüllt; den Schöpfer nicht kennt, sondern nur weiß, dass es den Schöpfer gab, der Israel die Tora schenkte und ihm gebot, sie zu erfüllen.

Philosophen, die den Schöpfer erforschen und Ihn angeblich erkennen und materialisieren; ihre Herzen streben nach der Wahrheit, ihre Taten sind erwünscht, doch ihre Absichten sind es nicht.

Jene, die die Geheimnisse der Tora studieren und nicht denen gleichen wollen, deren Augen des Verstandes geschlossen sind. Ihre Absicht ist es, alle Taten des Schöpfers zu rechtfertigen, Der sie genau für diese Arbeit schuf, und damit sie Ihn erkennen. Über diese sagte der König David: „Erkenne den Schöpfer deiner Väter und diene Ihm“, denn nur, wer den Schöpfer kennt, kann richtig und in Vollkommenheit handeln.

Rav Moshe Cordovero, Da Et Elokej Awicha (Kenne den Gott deiner Väter), 5

Das Studium der Kabbala kann nicht gefährlich sein: Wenn der Mensch der Lehre nicht würdig ist, dann wird ihn die Lehre von sich stoßen, und wenn er würdig ist, dann wird sie ihn an sich ziehen, in die Gemächer des Schöpfers. Wenn er würdig ist, wird er entweder zur Korrektur zurückkehren, ein Gerechter werden und ins Innere eintreten, oder er wird gänzlich abgestoßen.

Rav Moshe Cordovero, Da Et Elokej Awicha, 11

Dennoch: Wenn wir uns auf die Suche nach einer Antwort einzig auf die eine, berühmteste Frage begeben, bin ich sicher, dass alle diese Probleme und Zweifel aus dem Sichtfeld verschwinden werden, und wenn du sie dann aus dieser Perspektive betrachtest, wirst du sehen, dass es sie einfach nicht mehr gibt. Die Rede ist von der drückenden Frage, die sich alle Menschen stellen: „Worin besteht der Sinn unseres Lebens?“ Viele Jahre unseres Lebens kommen uns so teuer zu stehen, anders gesagt, erdulden wir wegen ihnen solch eine riesige Menge an Leiden und Qualen, um sie im Endeffekt zum Abschluss zu bringen. Wer genießt sie? Oder noch genauer, wem bereite ich damit Genuss?

Es ist tatsächlich wahr, dass Forscher unterschiedlicher Generationen bereits müde wurden, darüber nachzudenkengeschweige denn unsere Generation, in welcher niemand über diese Frage auch nur nachdenken möchte. Dennoch blieb aber das Wesen der Frage unverändert in seiner ganzen Kraft und Bitterkeit, und manchmal ereilt es uns überraschend, durchbrennt den Verstand und wirft uns in den Staub, bevor es uns gelingt, den allen bekannten „Trick“ zu finden:  sich dem Fluss des Lebens ohne Überlegungen hinzugeben, wie einst.

Baal HaSulam, Einführung zu TES, §2

Es gibt keine höhere Beschäftigung als das Studium des Buches Sohar, der Wissenschaft der Kabbala und der Bücher von ARI. Und obwohl der Studierende sie nicht versteht, steigen auf ihn Höheres Licht und Weisheit herab (…), und alle, die sich dieser Weisheit widmen, sollen gesegnet sein, sogar einer, der sich 12 Stunden am Tag damit beschäftigt; und ihre guten Gedanken fügt der Schöpfer zu ihren Handlungen hinzu, als würden sie den ganzen Tag studieren.

Rav Cook, Ohev Israel biKedusha, 232

Wer sich nur mit der äußeren Tora beschäftigt, fühlt nicht ihren wahren Geschmack. Der Schöpfer soll sich ihrer erbarmen und ihnen in seiner Güte vergeben.

Rav Cook, Briefe, Bd. 2, 153

Wenn der Mensch gänzlich aufhört, vom Schöpfer zu fordern, und der Großteil der Weisen in der Tora wissen überhaupt nicht, wozu sie gegeben wurde, kennen nicht die Weisheit der Tora und deren Zweck; nach ihrer Meinung ist es eine gewisse Zugabe zu ihren Ausklügelungen in den Gesetzen, obwohl die Gesetze selbst heilig und wichtig sinddoch es sind nicht sie, welche die Seele erleuchten.

Rav Cook, Briefe, Bd. 2, 8

Alles, was ich schreibe, hat zum Zweck, die Herzen der Weisen der Tora dazu zu erwecken, das Buch Sohar zu studieren, alt und jung, sich dem inneren Teil der Tora zu widmen, den Büchern Sefer haBahir, SeferYezira, und die gleichen Anstrengungen darin zu unternehmen wie beim Studium des Babylonischen Talmuds. Doch nicht alle sind hinsichtlich der Entwicklung ihrer Seelen darauf vorbereitet; daher sollte natürlich jener, der noch nicht in der Lage ist, dessen Herz aber ungenügsam ist, damit fortsetzen, sich mit dem Babylonischen Talmud und den Gesetzen zu befassen. Doch wer fähig ist, ist verpflichtet, sich in Kürze dem Studium der Gesetze zu widmen, sich aber hauptsächlich mit der Erkenntnis des Schöpfers zu befassen.

Rav Cook, Briefe, Bd. 1, 41-42

Was jedoch die besonders Jungen angeht, sowie solche, denen es schwer fällt und die keine Sehnsucht nach dem inneren Licht der Tora haben, obliegt es ihnen dennoch, sich täglich 12 Stunden dem Studium der Kabbala zu widmen. Und dann wird sich allmählich ihr Wissen weiten, und Fülle und Erfolg werden auf ihre ohne die Tora toten Körper hinabsteigen, und die Kraft der Beschäftigung mit den Gesetzen (Pilpul) wird ihnen helle Gedanken und einen geweiteten Verstand bescheren.

Rav Cook, Briefe, Bd. 1, 82

Ich muss die spirituellen Anführer unseres Volkes ständig dazu animieren, sich nicht zu beschränken, sondern sich auch dem spirituellen Teil der Tora zu widmen.

Rav Cook, Briefe, Bd. 4, 65

Solange das orthodoxe Judentum beharrlich „nein“ zur Kabbala und „ja“ nur zum Babylonischen Talmud sagt, (…) wird alles, was es als Mittel in seine Hände nimmt, den Mussar (Ethik) zu verteidigen, keine wahre innere Kraft des Lebens erhalten, kein inneres Licht der Tora.

Rav Cook, Briefe, Bd. 2, 232-233

Nicht erhört wurden die Stimmen wahrer Propheten, die Stimmen der Weisen von Generationen, die Stimmen von Chassiden und Gerechten, der Weisen der Ethik (Mussar), der Kenner des tiefen Studiums und der Geheimnisse, die riefen und laut verkündeten, dass das Ende des Flusses des Babylonischen Talmuds kommen wird, der nur Handlungen lehrt: Er wird austrocknen und einbrechen, wenn kein belebendes Wasser aus dem Ozean der Weisheit der Kabbala darin einströmtdas Wasser der Kenntnis des Schöpfers, das der Quelle des Lebens entspringt und reinigt.

Rav Cook, Orot, 101

Eine Erlösung (Geula) wird nur kraft der Tora stattfinden, und hauptsächlich kraft des Studiums der Kabbala.

Even Shlema, Kap. 11, §3

Wer nicht die Geheimnisse der Tora studierte, wird bei Ende die Stufe „Knecht“ verdienen, und niemals die Stufe „Sohn“ erreichen können, weil er für sich (eigennützig) studiert.

Rav Moshe Cordovero, Da Et Elokej Awicha, 159

Wenn man sich dem Studium des Buches Sohar widmet, werden die Kräfte der Gerechten und die Kraft von Moshe erweckt, weil man dadurch das Licht erneuert, welches aus der Tora zur Zeit ihrer Verfassung strömt, und sie strahlt wie zu jener Zeit auf den Studierendenwie das Licht, welches von Rabbi Shimon bar Yochai in der Zeit, als er das Buch Sohar verfasste, enthüllt wurde.

Or Jakov, Kap. 5

Das Studium des Buches Sohar korrigiert den Körper und die Seele und ist in der Lage, in diesen Tagen uns schnell die Erlösung zu bringen.

Mate Efraim, Teil „Kze haMate“, Kap. „Katan“, 23

Nur durch das Studium dessen werden wir aus dem Exil erlöst (…), und groß ist die Belohnung für das Studium der ganzen restlichen Tora und der Gebote (…); und wenn er sich dieser Weisheit nach dem Austritt seiner Seele aus dem Körper widmete, wird er von allen Strafen befreit; und wenn er sich damit zum Zweck der Erkenntnis der Geheimnisse der Tora und Gebote beschäftigt, wird er als „Sohn des Schöpfers“ bezeichnet, und der Schöpfer ist stolz auf ihn.

Sefer haBrit, Teil 2, Art. 12, Kap. 5

Wenn jemand, der Sohar studiert, der Versuchung widersteht, unter hartem und grobem Einfluss der Umgebung auf das Studium zu verzichten, dann verstärkt sich seine Seele im Streben, sich dem Schöpfer entgegen allem anzunähern.

Damesek Elieser, Einführung „Derech Kedusha“, Kap. 12

Glaube mir, mein Bruder, dass der, wer diese Weisheit nicht studiert, einem gleicht, der außerhalb des heiligen Landes wohnt, der keinen Schöpfer hat und den Wünsche auffressen, den seine Leidenschaften zu Zweifeln des Glaubens führen. Doch wer Kabbala studiert, in dem werden keine Zweifel an den wunderbaren Wegen des Schöpfers bleiben.

Sur miRa, 69

„Und ihr werdet zurückkehren und den Unterschied sehen zwischen einem Gerechten, der für den Schöpfer arbeitet, und demjenigen, der nicht für den Schöpfer arbeitet: Denn wer für den Schöpfer arbeitet, studiert sowohl den Talmud als auch Sohar, und wer nicht für den Schöpfer arbeitet, studiert nur den Talmud und nicht den Sohar.

Meajan Ganim, Teil 1, Kap. 2

Über das Studium der Kabbala sagte ARI: „Ich weiß, dass du ohne mich nicht studieren möchtest, sondern nur von einem, der größer ist als du, doch du wirst keinen solchen finden; dann studiere die Bücher Shaarej Ora und Ginat Egos, und vor allemdas Buch Sohar. Doch vor dem Studium sollst du deine Gedanken ausrichten, damit dein Studium nicht wie das Studium von Klugschwätzern wird, die für Wissen studieren, sondern nur für den Schöpfer. Du sollst wissen, dass nicht alle Zeiten gleich sind: Es gibt eine Zeit, wenn du mit Verlangen für den Schöpfer studieren wirst, wenn du dessen würdig wirst, in hohen Gedanken zu beten. Und es gibt auch Zeiten, wenn die Gedanken klein sind, doch auch sie müssen für den Schöpfer sein, denn Gebote bedürfen einer Absicht…“

Rav Faiwosh, Yosher Diwrej Tora, S. 25

Wenn ein Mensch um der Wahrheit und der Ehrfurcht willen studiert, und je mehr er studiert, umso mehr sich erniedrigt, und in der Einsicht, wie sehr sich die Weisen vor Lüge und Sünde fürchteten, sich fern der Wahrheit sieht, dann wird solch ein Mensch bestimmt die Furcht vor der Sünde erreichen. Derjenige aber, wer nur studiert, um ein Kenner zu sein, der alle Gesetze und Regeln kenntje mehr er seine Kenntnisse in Gesetzen und ihren Klärungen ergänzen wird, desto stolzer wird sein Herz sein, dieser wird auch weiterhin im Dunkeln von Genüssen und Lügen wandern, und seine Jahre werden ohne Teilnahme an der Arbeit des Herzens dahinscheiden.

Rav Faiwosh, Yosher Diwrej Emet, S. 39

Unter den Weisen der Völker der Welt und unter Philosophen, sogar unter solchen, die in den Tagen der Blüte der Philosophie direkt nach Aristoteles lebten, gibt es niemanden, der so viel über die Schöpfung wüsste, wie es der kleinste Kabbalist weiß. Und der ganze Nutzen der übrigen Wissenschaften besteht nur darin, eine Leiter zum Eintritt in die Wissenschaft der Erkenntnis des Schöpfers zu sein.

Kitwej Ramban, Art. Torat HaShem Tmima, S. 155

Das Ziel der Schöpfung besteht darin, den Geschöpfen Genuss zu schenken, das heißt, der Schöpfer will uns mit dem Besten erfüllen. Und solange der Mensch noch nicht alles Vollkommene und Beste erhalten hat, was der Schöpfer für ihn bereitet hatte, und einen Mangel in allem verspürt, so ist das ein Zeichen dafür, dass er noch nicht das Schöpfungsziel erreicht hat.

Rav Baruch Ashlag, Dargot haSulam, Bd. 1, Art. 229

Dem Menschen ist es auferlegt, durch Selbstkorrektur das Schöpfungsziel zu erlangen. Diese Handlung wird genannt: „Die der Schöpfer schuf, um zu tun“ (Asher bara Elokim laasot). Diese Korrektur stellt die Erlangung der „Absicht zu geben“ dar. Nur in dem Maße, wie der Mensch diese Absicht erlangt, wird er fähig zu erhalten, was der Schöpfer ihm bereitete.

Rav Baruch Ashlag, Dargot haSulam, Bd. 1, Bd. 229

Eine kleine Öffnung im Herzen genügt dem Menschen, um zum Schöpfer zurückzukehren, doch nur unter der Bedingung, dass diese wie ein Stich ins Herz ist, in lebendiges Fleisch, und nicht in Totes.

Aussprüche von Rebbe aus Kozk, „Nichts ist so vollkommen wie ein gebrochenes Herz“, S. 30

Der höchste Gedanke des Schöpfers besteht in der Entfernung vom Bösen und der Erhebung des Menschen und der Welt aus den Tiefen zu den Höhen der Perfektion. Zu diesem Zweck sind der Mensch und die Welt bestimmt, dazu wurde auch das Böse im Menschen gegebenin dem Maße, wie er es in sich erkennt, erhebt es sich und verwandelt sich in Gutes infolge der Erkenntnis der bösen Absichten.

Rav Cook, Orot Kodesh, 2, 475

Der heilige Krieg findet nicht unter Menschen statt, sondern gerade sich selbst muss der Mensch bekriegen, dem Bösen, das es in ihm gibt, Hiebe versetzen und sich selbst befehlen: „Wachse!“

Rav Cook, Maamarej Reija, 508

Die Rückkehr befindet sich ständig im Herzen des Menschen, auch wenn es sündigt, und sie herrscht und dirigiert, weil sie vor der Welt erschaffen wurde, und daher besteht kein Zweifel an der Korrektur der ganzen Welt.

Rav Cook, Orot haTshuwa

Wenn es ihm zuteil wird, dann wird er das Buch Sohar in den Stunden vor dem Sonnenaufgang studieren, weil durch seine Kraft Israel aus dem Exil wie aus der Finsternis austreten wird.

Or Zadikim veDerech Seuda, Teil 1, Kapitel 15

Die Worte selbst korrigieren den Menschen beim Lesen, gleich einem Kranken, der Arznei einnimmt, und der geheilt wird, obwohl er die Wissenschaft des Heilens nicht beherrscht.

Kemach, Teil 3, 247

Das Studium des Buches Sohar reinigt die Seele, auch ohne dass man es versteht.

Sidur Rebbe Jakov Kapil, Seder Kavanot haLimud

Wer sich den Geheimnissen der Tora widmetdas Böse herrscht nicht über sie.

Kommentar vom Gaon aus Vilna zu Mishlej (Sprüche), Kap. 18

Die Meinung von Kabbalisten lautet, dass sogar einer, der beim Lesen des Buches Sohar nichts versteht, seine Seele korrigiert.

Osafot Maarza, Kap. 9

Jeder Buchstabe des Buches Sohar und der Bücher von ARI bringen der Seele in allen ihren Reinkarnationen große Korrekturen.

Nozer Chessed, Kap. 4, Lehre 20

Vor dem Kommen des Messais werden in der Welt alle möglichen Irrlehren groß werden. Sich von ihnen hüten kann man auf drei Wegen: jeden Tag das Buch Sohar zu studieren, obwohl der Mensch nichts darin versteht, doch das reicht bereits für die Reinigung des Herzens aus.

Or Yasharim, Mira Dachja

Das Studium des Buches Sohar im Laufe von einer Stunde bringt mehr, als das Studium einer einfachen Deutung im Laufe von einem Jahr.

Kisse Melech, Tikun 43, Kap. 60

Der Schöpfer hat keinen größeren Genuss, als wenn man Kabbala studiert. Mehr als das: Das Geschöpf ist nur dazu erschaffen, Kabbala zu studieren.

Rav Chaim Vital, Einführung zu Shaar Hakdamot

Der Schöpfer will nur die Korrektur des Geschöpfes, und stößt daher die Sünder nicht mit zwei Händen von sich, sondern umgekehrt gibt er ihnen den Wunsch, sich zu korrigieren.

Rav Chaim Luzzato, Daat Twunot, S. 45

Wenn der Mensch sich korrigiert und erhebt, dann verwandelt er dadurch das Böse in Gutes, weil es das Böse selbst ist, das den Menschen zur Korrektur antreibt, und er entdeckt, dass seine Unkorrigiertheit eine Korrektur ist.

Rav Chaim Luzzato, Daat Twunot, S. 166

Solange der Schöpfer sich verhüllt, lässt er das Böse siegenbis zur allerletzten Grenze, die nur möglich ist; bis zur Zerstörung der Welt, doch nicht bis zur vollkommenen Zerstörung. Und das ist eben die Ursache für die anschließende Enthüllung der Einheit des Schöpfers, die Korrektur aller Übel und Unkorrigiertheiten kraft Seiner Macht.

Rav Chaim Luzzato, Daat Twunot, S. 185

Du sollst nicht fragen: „ Wozu sind diese Korrekturen?” Du sollst wissen, dass sie einen riesigen Nutzen haben. Erstens verschwinden sie nicht, sondern werden bis zum Ende der Existenz des Universums aufbewahrt. Zweitenswenn der Mensch diese inneren Handlungen ausführt, dann treten sie zwar nicht nach außen, doch von ihnen strömt ein Leuchten aus, welches zu großen Korrekturen führt.

Rav Chaim Luzzato, Adir beMarom, S. 17

Es gibt keine einzige Handlung, die nicht vom Licht ausgehen würde.

Rav Chaim Luzzato, Adir beMarom, S. 227

Alle Gebote, die in der Tora aufgeführt sind, sowie die von den Vorvätern ergänzten, sprechen zwar scheinbar von einer physischen Handlung oder von einer Handlung durch Stimme; sind aber alle nur für die Korrektur des Herzens, denn nur nach Herzen fordert der Schöpfer zur Korrektur und versteht jede gedankliche Absicht.

Ibn Esra, Esod Mora, S. 8

Die ganze Arbeit des Menschen besteht darin, eine Wahl zu treffen, und gemeint ist das Gebet. Dann erhört der Schöpfer und antwortet darauf. Und das Gebet kann nur nach etwas sein, was du nicht hast und wonach du dürstest. Daher muss der Mensch ein Verlangen nach dem Glauben erlangen, weil nur dann, wenn der Mensch fühlt, dass es ihm an Glauben mangelt, er ein wahres Gebet erhebt, und nur dieses erhört der Schöpfer und antwortet darauf.

Baal HaSulam, Dargot haSulam, Bd. 2, Art. 674, Jezro shel Adam

Jedes neue Gebet vollzieht eine neue Korrektur, dank neuer Prüfungen, die von jedem Gebet aufsteigen.

Rav Chaim Luzzato, Adir beMarom, S. 231

Als Gebet wird die Arbeit im Herzen bezeichnet, weil das Herz die Basis ist, die alles leitet.

Rav Chaim Luzzato, Adir beMarom, S. 234

Eine Korrektur des Herzens wird mittels des Gebets um die Korrektur der Absicht des Herzens vollzogen, durch welches die Seele an den Schöpfer übergeben wird, wobei alles Verständnis und Gedanken außer der Absicht hinweggefegt werden…

Rav Chaim Luzzato, Adir beMarom, S. 242

Wer heute betet, weil er gestern gebetet hatein Sünder ist besser als er.

Aussprüche des Rebbe aus Kozk, „Nichts ist so vollkommen wie ein gebrochenes Herz“, S. 129

Eine absolute Verpflichtung ist jedem von Israel auferlegt, sich um jeden Preis dem inneren Teil der Tora und ihren Geheimnissen zu widmen, ohne welche der Mensch das Ziel seiner Erschaffung nicht erreichen wird. Daher drehen wir uns unablässig in den Kreisläufen von Leben und Tod, Generation geht und Generation kommt, und so bis hin zur unseren Generation, die Reste von Seelen darstellt, die noch nicht das Ziel erreicht haben, für welches sie erschaffen wurden, da sie in den vergangenen Generationen, in denen sie schon hier waren, nicht würdig waren, die Geheimnisse der Tora zu erkennen.

Baal HaSulam, Pri Chacham, Einführung zur Rohschrift des Buches Lehre der Zehn Sefirot

Gnade in den Augen des Schöpfers zu finden oder umgekehrt, hängt nicht vom Menschen, sondern nur vom Schöpfer ab. Warum gerade dieser Mensch jetzt dem Schöpfer gefallen hat, und Dieser ihn näher gebracht hat, und anschließend verlassen hatdas zu verstehen ist für jemanden, der über keine spirituelle Erkenntnis verfügt, nicht möglich, denn nur, nachdem er mit seinen Empfindungen in die spirituelle Welt eintritt, wird er gewürdigt werden, das zu verstehen.

Shamati, Artikel 1, Es gibt nichts außer Ihm

Wir erkennen den Schöpfer nur aus dem Inneren unserer Seele, aus ihrer Eigenschaft der Schöpfergleichheit heraus.

Rav Cook, Igrot Bd. 1, 45

Der Mensch sucht den Schöpfer in sich, in seinen richtigen Bestrebungen, und daher kann er, sogar wenn er bei seinen gewöhnlichen Eigenschaften beginnt, zur Schöpfergleichheit aufsteigen und seine Absichten korrigieren.

Rav Cook, Orot, 62-63, Kap. 8

Alles, was der Schöpfer tat, tat er, um seine Geheimnisse den Geschöpfen zu offenbaren, die Enthüllung des in der Seele des Menschen Verborgenen.

Rav Cook, Mussar haKodesh, 357

Das Grundlegende in der Erkenntnis der Tora, welche die Basis des Menschen darstellt, die Existenz der Schöpfung, die Basis der spirituellen Arbeit, hängt nur von der Erkenntnis der Kabbala ab.

Rav Moshe Cordovero, Da Et Elokej Awicha, 80

Die Geheimnisse und die Erkenntnis der Schöpfung werden nicht an Einen oder an Auserwählte vermittelt, sondern an alle Geschöpfe, an die ganze Welt; jedem ist die Verschmelzung mit dem Schöpfer gewährt.

Rav Moshe Cordovero, Da Et Elokej Awicha, 93

Wer sich nur mit der einfachen Deutung der Tora beschäftigtdas ist eine Schande in der zukünftigen Welt, und sie werden von dort ausgestoßen, denn dort gibt es keine einfache Tora, sondern nur deren geheimer Teil.

Rav Moshe Cordovero, Da Et Elokej Awicha, 148

Selig sind, die sich den Geheimnissen der Tora widmen, denn wenn der Mensch die Welt verlässt, wird er korrigiert und kehrt zurück (tut Tshuwa), und es bleiben nur diejenigen Sünden, die durch den Tod gesühnt werden; es verschwinden alle Einschränkungen, und die 13 Tore der Geheimnisse der Höheren Welten öffnen sich.

Sohar, Shir haSchirim, S. 148, Art. Chochmata deIztarich

Alle Gesetze der Erfüllung von Geboten, wie koscher – taref, erlaubtverboten, (rituell) reinunrein, wurden nur aus dem inneren Teil der Tora abgeleitet, wie es denen bekannt ist, die den Schöpfer kennen.

Rav Chaim Vital, Einführung zum Buch Ez Chaim, 3

Wer keine Kabbala studiert, sieht nicht das Licht des Schöpfers, nimmt die Einheit nicht wahr und entfernt sich vom ewigen spirituellen Leben.

Shla, Art. 1, S. 30

Wer das Licht des Buches Sohar nicht sah, sah kein Licht in seinem Leben.

Shla, Art. 1, S. 30

Gemäß dem Gebot: „Wisse heute und in deinem Herzen, dass Gott der Erschaffer ist…“ müssen wir wissen und nicht glauben, und Ihn in unserem Herzen fühlen.

Rav Chaim Luzzato, Milchamot Mosche, Klalim, S. 349

„ Kein fremder Gott soll in dir sein”der Schöpfer darf in deinem Inneren kein Fremder für dich sein.

Aussprüche von Rebbe aus Kozk: „Nichts ist so vollkommen wie ein gebrochenes Herz“, S. 42

Die Verbreitung der Seele im Herzen wird als Verständnis bezeichnet, wie es geschrieben steht: „Das Herz versteht“, da das Verständnis des Menschen als Sicht bezeichnet wirdwie die Augen sehen.

Rav Chaim Luzzato, Adir beMarom, S. 274

Jede Erkenntnis ist eine private, persönliche Erkenntnis, gemäß dem Niveau des Erkennenden und der Zeit, doch die Tora selbst setzt keiner Stufe Grenzen.

Rav Chaim Luzzato, Adir beMarom, S. 279

Wer das wahre Bild erkennt, sieht drei Dinge: die wahre verborgene Führung, die äußere Erscheinung der Führung, also die nicht wahre Führung, wie sie entsteht und wie sie mit der wahren Führung verbunden ist.

Rav Chaim Luzzato, Adir beMarom, S. 459

Es gibt nichts, was den Menschen vom Tier unterscheidet, außer dem Wissen davon, dass das „Ich“ nichts ist.

VeMutar haAdam min haBehema Ain

In jeder Generation wird das Gericht über die Gerechten erneuert. Hauptsächlich geht dieser Streit um Gerechte, die sich damit beschäftigen, die vom Schöpfer entferntesten Seelen anzunähern, da die Eigenschaft des Widerstands sich nach der Skala der Seelen entfaltet und Neid im Herzen der Welt und manchmal auch in den Herzen der Weisen entsteht, der sie dazu zwingt, den Gerechten zu widersprechen, die sie näher bringenso sehr, dass es ihnen scheint, dass diese sich falsch benehmen. Und dazu kommt es immer wieder, und es setzt sich fort, und geschieht schon seit dem Streit der Stämme mit Josef.

Rebbe aus Breslav, Likutej Edut Meschulasch, Teil „Emet veZedek“

Die Kabbala wurde vor dem Tod von Rabbi Shimon (Rashbi) enthüllt und anschließend verhüllt, und jeder Kabbalist befasste sich mit ihr im Verborgenen und vemittelte sein Wissen nur an seinen Schüler, einen Einzigen in jeder Generation. Und er vermittelte es nur durch Andeutungen, „von Mund zu Mund“, indem er ein Maß enthüllte und zwei verhüllte, etc.. Kabbala verschwand immer mehr von Generation zu Generation. So setzte es sich fort bis RAMBAN, dem letzten wahren Kabbalisten. Allen Büchern zur Kabbala, die nach RAMBAN verfasst wurden, sollst du dich nicht nähern, weil nach RAMBAN der Weg der Weisheit sich vor den Weisen verbarg; und nur einige Ansätze von einigen Kenntissen blieben, ohne Wurzel, und auf ihnen erbauten die letzten Kabbalisten ihre Kabbala mittels des menschlichen Verstandes. Daher versammelte ich, Chaim Vital, die Aufzeichnungen meines Lehrers in das Buch „Baum des Lebens“, weil ich den Vielen, die sich danach sehnen, das verborgene Wahre zurückgeben möchte (…)“.

Rav Chaim Vital, Einführung zum Buch Ez Chaim, 19-20

Alle können in das Studium des Buches Sohar eintreten, und sogar wenn es sich um den letzten Sünder handelt, soll er eintreten und seine Korrektur der Seele erhalten.

Or Jakar, Shaar 1, Kap. 5

Die heutige Zeit unterscheidet sich von den vorangegangenen Generationen dadurch, dass zuvor die Tore der Kabbala verschlossen waren, und es daher wenige Kabbalisten gab. In unserer Zeit öffneten sich die Tore der Kabbala, weil wir dem Ende der Tage nahe sind. Der Schöpfer hat großen Genuss an der Verbreitung der Kenntnisse über Ihn in der Welt, insbesondere nach der Erscheinung der Werke von ARI, welche für uns die Tore des Lichts öffnen, die vom Tage der Erschaffung der Welt an bis zur heutigen Zeit verschlossen waren, und es gibt keinen Grund, Angst zu haben, sich der Kabbala genauso wie dem offenen Teil der Tora zu widmen.

Sefer haBrit, Teil 2, Bd. 12, Kap. 5

Baal Shem Tov wies alle an, vor dem Gebet das Buch Sohar zu studieren.

Doresh Tov, Kap. „Sohar“

Der König David gebot seinem Sohn Salomon: „Kenne den Gott deiner Väter und diene Ihm“. Die grundlegendsten, wahren Kenntnisse der Einheit werden aus der Kabbala erkannt.

Osafot Maarza, Kap. 18

Das Licht des Lebens von der Shechina erkennen kann man nur im Studium des Buches Sohar und der Bücher von ARI.

Heichal haBracha, Kap. Dwarim, 58

Das Licht des Buches Sohar ist das Licht der Zukunft im Kommen des Mashiach.

Bnei Issachar, die Artikel des Monats Ijar, Bd. 3, Kap. 3

Die großen Kabbalisten studierten insgeheim, obwohl sie solche Bücher wie den Sohar hätten verfassen können. Und der Mangel an diesem Wissen wird in der Welt verspürt. Erst in den Tagen von Rashbi, nach seinem dreizehn Jahre langen Verbergen in der Höhle, offenbarte sich das Licht der Weisheit bis zum Ende der Tage.

Rav Chaim Luzzato, Adir beMarom, s.13

Der große ARI tat mehr, als alle vor ihm.

Baal HaSulam, Vorwort zum Buch Panim Meirot veMasbirot, Kap. 8, S. 207

Aus authentischen Quellen ist bekannt, dass das Studium der Kabbala für jeden aus Israel verpflichtend ist. Und sogar wenn ein Mensch den ganzen Talmud studiert und voller guter Taten ist, mehr als seine ganze Generation, wenn er jedoch keine Kabbala studiert, ist er verpflichtet, wieder in diese Welt zurückzukehren, um Kabbala zu studieren.

Baal HaSulam, Pi Chacham, Einführung zur Rohschrift der Lehre der Zehn Sefirot

Ich bin froh, in einer Generation geboren zu sein, in der man Kabbala verbreiten kann, und ich erhielt eine Anweisung von Oben, das zu tun, die der Schöpfer niemandem zuvor erteilt hattediese Wissenschaft vor allen zu verbreiten und jedes Wort in seiner exakten Bedeutung zu erklären. Denn auch ich leistete meinem Lehrer einen Eid, die Lehre nicht zu offenbaren, wie alle anderen Kabbalisten vor mir. Doch diese Einschränkungen beziehen sich nur auf das, was mündlich vermittelt wird, von Generation zu Generation, von den ersten Propheten und danach, denn wenn sich diese Wege den Massen offenbaren würden, dann würde das einen großen Schaden bringen. Was ich aber in meinen Büchern offenbare, muss man, ganz im Gegenteil, so weit wie möglich enthüllen, weil dafür die Erlaubnis und persönliche Anweisung des Schöpfers erhalten wurde, da dies für die Generation notwendig ist, da es gerade die Generation selbst ist, die eine Offenbarung der höheren Weisheit verlangt.

Baal HaSulam, Pri Chacham, Artikel, Art. Lehre der Kabbala und deren Wesen, S. 165

Es ist klar, dass die Befreiung Israels und seine Erhöhung nur vom Studium des Buches Sohar abhängig sind.

Baal HaSulam, Einführung zum Buch Sohar, S-90. §69

Wir sind verpflichtet, Zentren des KabbalaStudiums zu eröffnen und sie in der ganzen Volksmasse zu verbreiten, was es in der Vergangenheit infolge der Angst vor Aufnahme unwürdiger Schüler nicht gab.

Baal HaSulam, Einführung zum Buch Panim Meirot uMasbirot, Kap. 5, S. 205

Infolge des Verzichts auf das Studium des Spirituellen und des Schöpfers verschwinden die Kenntnisse über den Schöpfer im Dunkeln (…); der Mensch verliert seine Welt dadurch, dass er sich mit kleinem Wissen verbindet. Der Schöpfer offenbart sich nicht in seiner Seele, und das ist ein Verzicht auf das Kommen des Mashiach.

Rav Cook, Orot, 126

Man kann die Beschäftigungen mit der Tora nicht auf das bloße Studium mechanischer Gesetze beschränken. Ihr spiritueller Teil in seiner ganzen Breite und seinem ganzen Umfang, seiner Tiefe und seinem Fassungsvermögen muss ebenfalls einen Platz in unserer Mitte finden. Nichts ist in unseren Tagen notwendiger als unsere spirituelle Heilung. Diese Wege gingen unsere Vorväter, und wir werden dann unseres Weges sicher sein können.

Rav Cook, Briefe, Bd. 1, 187-189

Die Herzen umzudrehen und den Verstand mit den Gedanken der Welt Azilut auszufüllen, deren Wurzeln die Geheimnisse der Tora sind, das wird in unserer Generation absolut notwendig für die Existenz des Judentums.

Rav Cook, Arpilej Tora

Alle großen Kabbalisten rufen mit einer Stimme, dass solange wir auf die geheime Tora verzichten und uns nicht ihren Geheimnissen widmen, wir dadurch die Welt zerstören.

Rav Cook, Briefe, Bd. 2, 231

Es kommt näher die Zeit der Erlösung der Welt, die nur vom Höchsten Licht abhängig ist, von der Enthüllung der Geheimnisse der Tora in klarer Stimme, sodass die ganze verborgene Weisheit klar zutage tritt.

Rav Cook, Briefe, Bd. 1, 92

Gerade diese Generation, die so leer ist und alles verwirft, ist mehr als die anderen des Lichts der Wahrheit würdig.

Rav Cook, Briefe, Bd. 2, 34

Wenn im Verlauf des Exils das Wissen bei den Söhnen Israels abnehmen wird, das Spirituelle in Vergessenheit geraten wird, und sie in das Materielle zurückfallen werden, wird das zur Folge haben, dass die Geheimnisse der Tora aus ihnen verschwinden werden. Und von denjenigen, die die Geheimnisse der Tora kennen, wird nur einer für alle übrig bleiben, und alle übrigen werden über ihn herfallen und beten, dass er und seine Weisheit verschwinden mögen.

Rav Moshe Cordovero, Da Et Elokej Awicha, 139-140

Das Studium des Buches Sohar ist in unserer Zeit zwingend notwendig, um uns vor dem Bösen zu schützen, da gerade in einer solch schlimmen Generation eine Offenbarung der Weisheit nötig ist, damit wir einen Schild haben, um uns am Schöpfer festzuhalten. Die vorausgegangenen Generationen waren dem Schöpfer näher, doch in unserer, dem Schöpfer fernen Generation, kann nur Kabbala uns schützen.

Moarar Jakov Zemach, Einführung zu Ez Chaim

Wer die Geheimnisse der Tora kennt: seine Seele zieht sich mit dem Schöpfer zurück und bekommt dabei diese wie die nächste Welt, und nimmt sogar in dieser Welt die zukünftige Welt wahr. Dadurch erscheint Mashiach, weil er kommen soll, sobald sich sein Wissen auf der Erde verbreitet.

Shla, Maamar Rishon, S. 30

Das, was gesagt wurde, dass nämlich nicht alle Kabbala studieren dürfen, dieses Verbot galt nur bis zum Jahre 5250 (=1490), und danach wurde das Verbot aufgehoben und, ganz im Gegenteil, die Anweisung hinzugefügt, das Buch Sohar zu studieren. Und ab dem Jahre 5300 (=1540) müssen alle studieren, jung und alt, weil dadurch Mashiach kommen wird, und deswegen haben wird kein Recht, es aufzuschieben.

Or Chama, Einführung

Dank dem Studium der geheimen Tora wird Mashiach in unseren Tagen kommen.

Kehillot Jakov, Kap. Sod

Erlösungnur vom Studium der Kabbala

Even Shlema, Teil 11, Kap. 3

Wenn man mit 9 und 10Jährigen beginnen würde, das Buch Sohar zu studieren, würde man dadurch die Erlösung näher bringen. Und wie Baal Shem Tov in Sefer Emunot sagte: „Nur durch die Kabbala wird Jehuda und Israel erlöst werden, weil nur das die Kenntnis des Schöpfers ist, die durch die Weisen Israels seit den alten Tagen übermittelt wurdenur mit Seiner Hilfe werden sich der Schöpfer und seine Tora offenbaren.“

Kehillot Jakov, Kap. Sod

Der Schöpfer sendet uns geheimes Wissen, was er in keiner der vergangenen Generationen sandteaußer der Generation von Rabbi Akiva und Rabbi Shimon, ohne welches der Mensch wie ein Tier ist, gleich einem Esel, der Gras frisst.

Sur miRa, 29

Wenn spirituelle Anführer unserer Zeit ihre Schüler anwiesen, Kabbala zu studieren, dann würden diese nicht nach anderen Weisheiten streben. Aber was kann man tun, wenn die Anführer der Generation ihre Tore vor der Weisheit des Schöpfers verschließen und behaupten, dass nur der, der den Heiligen Geist erreichte, sich der Kabbala widmen kann, weswegen die ganze Generation in der Finsternis ist. Der Schöpfer sagt: „Es werde Lichtund wir werden erleuchtet.“

Meajan Ganim, Teil 1, Kap. 5

Infolge der Vermehrung unreiner Kräfte und der Gewalt in dieser Generation wurde von Oben erlaubt, das Licht der Weisheit der Kabbala zu offenbaren, mittels des Lichts des Schöpfers in der Seele mit Ihm zu verschmelzenda sich diese Weisheit in unserer Generation nur zu unserer Korrektur offenbarte.

Heichal Bracha, Dwarim, S. 27

Durch die Kraft des Buches Sohar wird die Erlösung kommen.

Kisse Elyahu, Kap. 4

Die Kraft des Studiums des Buches Sohar vernichtet alle Bestrafungen von Oben.

Rabbiner Jerusalems, 5681 (1941)

In der Zukunft werden die Söhne Israels kraft des Buches Sohar aus dem Exil herauskommen.

Sohar, Kap. „Naso“, §90

Und wenn wir beginnen, uns dieser Weisheit mit Liebe zu widmen, wird Israel erlöst werden.

Rav Chaim Vital, Einführung zu Shaar Hakdamot

Die Erlösung wird nur infolge des Studiums der Kabbala sein.

Gaon von Vilna, Even Shlema, Teil 11, 3

Nur infolge der Verbreitung der Kabbala in den Massen werden wir einer vollen Erlösung würdig werden, sowohl jeder einzelne wie auch die ganze Generation. Nur durch die Erkenntnis der Kabbala werden wir das Ziel erreichen, für welches wir erschaffen wurden. Daher ist die größte Verbreitung der Kabbala in den Massen notwendig, um von der Ankuft des Messias genießen zu können. Daher hängen die Verbreitung der Kabbala und die Ankunft des Messias voneinander ab. Und deswegen sind wir verpflichtet, Zentren zu eröffnen und Bücher zu veröffentlichen, um die Verbreitung der Kabbala unter den Massen zu ermöglichen.

Baal HaSulam, Einführung zum Buch Panim Meirot veMasbirot, Kap. 5

In der Gegenwart ist es zwingend notwendig, sich der Kabbala zu bemächtigen. Das Buch Sohar muss den Weg zu den Toren der Erlösung bahnen.

Rav Cook, Orot, 57

Es gibt drei Arten der Gegner des Studiums der Kabbala:

Jene, die sagen, dass man nicht unbedingt an das Verborgene in der Tora glauben muss, infolge von vielerlei Gründen, oder der Wichtigkeit der einfachen Darlegung; oder dass keine Notwendigkeit am Verborgenen besteht, denn wer wird jemanden zwingen, an die Zehn Sefirot zu glauben.

Jene, die damit übereinstimmen, dass diese Weisheit groß istaber wer ist würdig, sich mit ihr zu beschäftigen? Wer sich aber mit ihr beschäftigt, der streckt seine Hände an einen verbotenen Ort aus.

Jene, die sagen, dass der Mensch irren kann, und es daher besonders schrecklich ist, an solch erhabenen Stellen zu irren. Doch sogar, wenn der Mensch keinen Lehrer findet, der ihn auf richtige Weise lehrt, er dies aber nicht als Ausrede vorgibt, nicht zu studieren, der wird mit Wahrheit belohnt.

Rav Moshe Cordovero, Da Et Elokej Awicha, 118-132

Wenn ein Mensch aus Israel die Bedeutung der geheimen Tora im Vergleich zur restlichen Tora herabsetzt, setzt er dadurch den inneren Teil der Welt, also Israel, gegenüber dem äußeren Teil der Welt herab, und ruft dadurch hervor, dass sie Israel bedrängen; bis hin zum Exil, Unterdrückung, Vernichtung. Der ganze Abstieg Israels geschieht nur, weil sie den inneren Teil der Tora vernachlässigten, seine Größe herabsetztendementsprechend geschieht das auch mit Israel.

Baal HaSulam, Vorwort zum Buch Sohar, 69

Wehe denen, die der Grund dafür sind, dass der Geist des Messias schwinden und vielleicht nie wieder in die Welt zurückkehren können wird, weil sie die Tora trocken machen, ohne jegliche Zugabe von Verstand und Wissen, da sie sich nur auf den ausführenden Teil der Tora beschränken und nicht versuchen wollen, die Wissenschaft des Kabbala zu verstehen, die Geheimnisse der Tora sowie den Sinn der Gebote zu erkennen und zu studieren. Wehe ihnen, die durch ihre Taten Hunger, Armut, Grausamkeit, Erniedrigung, Morde und Raub in der Welt entfesseln.

Tikunej Sohar, Tikun 30

Die Söhne Israels unterteilen sich in drei Gruppen:

  1. die dem Schöpfer dienenden Massen;
  2. die Weisen, die sich mit der einfachen Tora beschäftigen;
  3. die sich der Wahren Tora bemächtigen.

Über die erste Gruppe sagt der Schöpfer: „Sie kennen mich nicht, das sind einfache Massen.“ Über die dritte Gruppe sagt der Schöpfer: „Sie beschäftigen sich den Geheimnissen der Tora, und daher sind sie meine Söhne.“ Über die zweite Gruppe derjeniger, die nur die einfache Tora (Pshat) studieren, sagte der Schöpfer: „Sie sind zwar weise darin, aber für das Böse; und Gutes können sie nicht tun, und viel Verderben kommt aus ihren Händen“… Über die erste Gruppe sagte er: „Ich sah die Erde, und sie ist im Chaos begriffen… denn sie führen die Welt in Chaos zurück, da sie sich der Einrichtung der Körper und der Vernichtung eigener Seelen widmen.“ Über die zweite Gruppe sagte er: „Sie sind Weise, die sich mit Meiner Tora beschäftigen, doch in ihrer Tora ist kein Licht, denn sie wandern im Dunkeln, also im Studium des Babylonischen Talmuds…“

Rav Chaim Vital, Vorwort zum Buch Ez Chaim, Teil 1, 9-10

Zweifellos gleichen diejenigen, die sich nur mit dem Babylonischen Talmud befassen, Blinden, die an der Mauer der Kleider der Tora tasten; ihre Augen sehen nicht die Geheimnisse der Tora, die dort verborgen liegen.

Rav Chaim Vital, Vorwort zum Buch Ez Chaim, Teil 1, 9-10

Wehe den Geschöpfen für die Erniedrigung der Tora! Denn zweifellos, da sie sich mit der einfachen Tora und ihren Erzählungen beschäftigen, gleicht das dem, als würde die Tora wie eine Witwe aussehen, in Sackleinen gekleidet, und alle Völker der Welt sagen: Israel, worin unterscheidet sich denn eure Tora von der unseren, denn auch die Eure besteht nur aus Erzählungen, und nicht mehr. Es gibt keine größere Erniedrigung der Tora. Und dafür sollen sie bestraft werden. Denn sie widmen sich nicht der kabbalistischen Weisheit, welche der Tora Respekt verleiht. Und ihre Tora ruft eine Verlängerung des Exils und eine Vergrößerung der Leiden in der Welt hervor. Was soll man aber tun, wenn (…) unsere Weisen mit dem, was sie haben, zufrieden sind und sich über das freuen, was in ihren Händen liegt (…), und sagen, dass es keine Tora außer der einfachen gibt… und zweifellos haben sie keinen Anteil an der zukünftigen Welt.

Rav Chaim Vital, Einführung zum Buch Ez Chaim, Teil 1, 11-12

Wie RAMBAN schreibt: Wer keine spirituelle Vollkommenheit (Schöpfergleichheit) erreichte, wird nicht als Mensch bezeichnet, sondern ist nur ein Tier in Gestalt eines Menschen. Und darin, dass er schaden kann, was ein Tier nicht kanndenn der Verstand und der Gedanke, die ihm zur Erkenntnis der Vollkommenheit gegeben wurden, nutzt er zum Schaden Andererdarin steht er unter dem Niveau eines Tieres.

Rav Shimon Lavi, Ketem Pas, Adam tachlit kavanat haBrija

Eine Antwort an alle Klugschwätzer, die gegen das Studium der Kabbala sind; die hören, aber nicht sehen (…); wer geht, mag sich irren, doch nachdem er das herausfindet, bittet er um den richtigen Weg, und daher werden ihm seine Bemühungen angerechnet, und er wird vom Schöpfer belohnt. Wer aber diejenigen, die Kabbala studieren, erniedrigt, wird in der Zukunft vor dem Gericht des Schöpfers stehen, denn er wandert nur im offenen Teil, der den Menschen blendet, und sieht nicht die Werke des Schöpfers. Die Primitivität seiner Begriffe und Denkweisen ist bereits seine Strafe.

Rav Shimon Levi, Ketem Pas, Tov veRa Nichlalim beAdam

Die Krone der Tora ist Kabbala, von der sich alle abkehrendoch du, strecke deine Hand aus und nimm sie, denn wer sie nicht kostet, kostet nicht den Geschmack des Lichts der Tora und lebt im Dunkeln; und groß ist die Sünde derer, die mit allerlei Dichtungen und Fälschungen anweisen, Kabbala nicht zu studieren. Und das ist nicht die Schuld der Massen, sondern die Schuld ihrer Anführer, die es schaffen, gerade in der Vernachlässigung des Studiums der Kabbala Erfolg zu haben, und die sie beschimpfen und darauf stolz sind, dass sie in der offenen Tora wandern und keine Notwendigkeit an der Kabbala, sondern nur am einfachen Verständnis der Tora haben.

Sefer haBrit, Teil 2, Bd. 12, Kap. 5

Wer nicht Kabbala studiert und sie nicht studieren willwenn seine Seele in den Garten Eden eintreten wollen wird, wird man sie mit Verachtung wegstoßen… und nimm dir kein Beispiel an den Großen in der offenen Tora, die keine Kabbala studieren wollen, denn das ist nicht die Meinung der Weisen im Buch Sohar, welche wichtiger ist als die Meinungen aller heutigen Weisen.

Sefer haBrit, Teil 2. Bd. 12, Kap. 5

Jeder, der darauf verzichtet, Kabbala zu studieren, verliert seine Welt und wird es nicht verdienen, das Licht des Schöpfers zu erblicken.

Chavat Jair, Kap. 210

Es gibt viele Ignoranten, die sich weigern, die Kabbala von ARI und das Buch Sohar zu studieren. Aber wenn sie auf mich hören würden, dann würden Übel und Unglück unsere Welt nicht heimsuchen, da ein Mensch aus Israel nur vom Buch Sohar und der Kabbala von ARI abhängig ist, jeder gemäß seinen Erkenntnissen.

Nozer Chessed, Kap. 4, Lehre 20

Eine Arznei von allen Übeln ist die Beschäftigung mit dem inneren Teil der Tora, und wenn wir diese vernachlässigen, dann rufen wir unseren Abstieg hervor.

Rav Cook, Agar 483

Sie sind es, die Tora trocken machen, dadurch, dass sie sich nicht mit der Kabbala beschäftigen wollen. Wehe ihnen, die Armut und Elend, Mord und Unglück in die Welt bringen.

Tikunej Sohar, Tikun 30

Wer die Geheimnisse der Tora erkennen soll und nicht erkannte, wird schwere Strafen erhalten.

Gaon von Vilna, Even Shlema, Teil 24

„Ein Ignoranter wird keine Weisheit herbeiwünschen, als nur die im Herzen offenbart ist“, dieser jämmerlichen Welt hinterher. Und er verkleinert sein Tora-Studium dadurch, dass er die Beschäftigung mit den Geheimnissen der Tora vernachlässigt, „weil dafür Weisheit notwendig ist“, um einen Begriff aus dem Begriff zu verstehen. Doch ein Ignoranter bemüht sich nicht, die Weisheit zu verstehen, sondern nur „die im Herzen offenbart ist“, das heißt die allen offenbart wird, die man ohne besondere Anstrengungen verstehen kann. Doch er versteht nicht, dass er auf diese Weise sogar den offenen Teil der Tora nicht erkennt.

Rav Moshe Cordovero, Or Neerav, S. 459

Da die Weisheit entblößt ist, und Geheimnisse darin sind, die unbegreiflich sind, ruft das ein besonderes Böses hervor: Große Weisen vernachlässigen sie, denn die Natur der Weisen ist es, um Verständnis und Kenntnis der Tiefe der Dinge zu bitten und wenn sie sehen, dass es unmöglich ist, mit dieser Weisheit seine niederen Wünsche zu erfüllen, sagen sie: „Warum ist die Zeit vorbei, als wir erkennen konnten?” Und es gibt solche, die noch schlimmer von der Höheren Weisheit sprechen und sie schmähen. Und es gibt solche, die behaupten, dass es überhaupt unklar ist, wer den Sohar verfasst hat, und dadurch andeuten, dass man es nicht wie ein Heiliges Buch behandeln soll…

Rav Chaim Luzzato, Shaarej Ramchal, Einführung zum Artikel Wikuach, S. 37

Es gibt eine Finsternis, welche die Augen der Menschheit bedeckt, und sie in die Beschäftigung mit der Natur herabsenkt, weswegen sie den Schöpfer nicht mehr als den Höchsten Lenker von Allem betrachten, sondern alles für von der Natur, dem Erfolg und Zufall abhängig halten. Und auch die Wissenschaft hilft ihnen darin. Und daher nehmen sie überhaupt nicht die innere Lenkung des Universums wahr. Und dadurch stiegen sie bis zum niedrigsten Niveau herab, so weit, dass die Tora bei Israel in Vergessenheit geriet, und sie die wahre Lenkung nicht verstehen, sondern der Natur folgen. Das heißt: sogar wenn sie nicht direkt sündigen, so sind doch ihre Augen wie bei den Tieren im Feld, die keine Höhere Lenkung sehen.

Rav Chaim Luzzato, Adir beMarom, S. 459

Der Grund dafür, dass Rashbi darauf hinwies und diejenigen, die sich der einfachen Tora widmeten, als schlafend bezeichnete, liegt darin, dass sie ihre Augen nicht öffnen, um die Liebe des Schöpfers zu ihnen zu sehen, es scheinbar vernachlässigen und den Weg zur Vollkommenheit und Verschmelzung mit dem Schöpfer nicht kennen, obwohl die Tora doch sagt: „Verschmelze mit Ihm“, was durch die Erkenntnis der Vollkommenheit des Schöpfers und der Bemächtigung Seiner erreicht wird. Das heißt: Israel muss nach der Verschmelzung mit dem Schöpfer streben. Doch die Folge des spirituellen Exils besteht darin, dass dieser Weg in Vergessenheit geriet und Israel schläft und erwachen muss, um den Weg des Schöpfers zu beschreiten.

Rav Chaim Luzzato, Shaarej Ramchal, Vorwort zum Artikel Wikuach, S. 97

[1] Sprüche der Väter, 81

 

 

Artikel zum Abschluss des Buches Sohar

Rav Yehuda Ashlag

Es ist bekannt, dass das erwünschte Ziel die Verschmelzung mit dem Schöpfer ist, wie es heißt: „und mit Ihm zu verschmelzen“. Und man muss verstehen, worin der Sinn dieser Verschmelzung mit dem Schöpfer besteht. Kann aber etwa der Gedanke den Schöpfer erkennen? Die Weisen kamen mir in dieser schwierigen Frage bereits zuvor, indem sie das Gesagte „und mit Ihm zu verschmelzen“ hinterfragten: Wie kann man aber mit Ihm verschmelzen? Ist Er nicht etwa das „verzehrende Feuer“?

Und sie gaben eine Antwort: „Verschmelze mit Seinen Eigenschaften. Wie Er barmherzig ist, so sei auch du barmherzig; wie Er gnädig ist, so sei auch du gnädig“ usw. Und auf den ersten Blick ist es schwer zu verstehen, woraus die Weisen solch einen Schluss zogen. Ist es nicht etwa klar gesagt: „und mit Ihm zu verschmelzen“? Denn wenn gemeint wäre: „Verschmelze mit Seinen Eigenschaften“, dann müsste man sagen: „Hafte dich an Seine Wege“. Warum steht also: „und mit Ihm zu verschmelzen“?

Die Sache ist so, dass bei der Betrachtung materieller Objekte, die Platz im Raum einnehmen, die Verschmelzung von uns als Nähe im Raum wahrgenommen wird, und Trennung von uns als Entfernung im Raum wahrgenommen wird. Was jedoch spirituelle Objekte angeht, die überhaupt keinen Raum einnehmen, so wird unter der Verschmelzung und der Trennung in Bezug auf sie nicht die Nähe oder die Entfernung im Raum verstanden – denn sie nehmen gar keinen Platz ein. Verschmelzung wird von uns als Gleichheit der Eigenschaften zweier spiritueller Objekte verstanden, und deren Unterschied wird von uns als Entfernung verstanden.

Und wie eine Axt einen materiellen Gegenstand zertrennt, ihn entzwei teilt, so kreiert die Verschiedenheit der Eigenschaften eine Unterscheidung in einem spirituellen Objekt und teilt es entzwei. Wenn dabei der Unterschied ihrer Eigenschaften klein ist, dann sagt man, dass sie unbedeutend voneinander entfernt sind. Wenn der Unterschied ihrer Eigenschaften groß ist, dann sagt man, dass sie sehr weit voneinander entfernt sind. Und wenn sie einander qualitativ entgegengesetzt sind, dann sagt man, dass sie voneinander polar entfernt sind.

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Exil und Erlösung

Rav Yehuda Ashlag

Harmonie zwischen Religion und dem Gesetz der Entwicklung oder dem blinden Schicksal

Du wirst unter den Völkern keine Ruhe haben und deine Füße werden keine Ruhestatt finden (Deuteronomium, 28:65).

Dazu soll euch fehlschlagen, was euch in den Sinn kommt, wenn ihr sagt: Wir wollen sein wie die Heiden, wie die Völker in den andern Ländern und Holz und Stein anbeten (Ezekiel, 20:32).

Der Schöpfer zeigt uns offensichtlich, dass das Volk Israel nicht in der Verbannung existieren kann. Es wird dort keine Ruhe finden wie die restlichen Völker, die sich mit anderen Völkern vermischten und ihre Ruhe fanden, bis sie sich unter ihnen auflösten und keine Spuren hinterließen. Nicht so ist aber das Volk Israel! Es wird keine Ruhe unter den anderen Völkern finden, bis sich schließlich die Worte der Schrift in ihm erfüllen: „Wenn du aber dort den HERRN, deinen Gott, suchen wirst, so wirst du ihn finden, wenn du von ganzem Herzen und ganzer Seele nach Ihm verlangst“ (Deuteronomium, 4:29).

Man kann das aus der Erkenntnis [der Höheren Lenkung] erklären. Denn für uns wurde bestimmt, was in der Schrift steht, denn die Tora ist wahr, und alle ihre Worte sind wahr, und wehe uns, wenn wir an ihrer Wahrhaftigkeit zweifeln und sagen, dass alles, was mit uns geschah und was vorhergesagt wurde, Zufall und blindes Schicksal ist. Dafür gibt es nur eine Arznei – uns wieder Plagen zu schicken, in solchen Ausmaßen, dass wir in ihnen sehen, dass sie kein Zufall sind, sondern die unabwendbare Höhere Lenkung, wie sie aus der Tora hervortritt.

Man kann das ausgehend vom Wesen des Entwicklungsgesetzes selbst erklären: Dank der mittels der Kabbala erkannten wahren Handlungsanleitung, die es erlaubt, in der Höheren Lenkung den Weg der Genüsse zu wählen (siehe Art. „Zwei Wege“), fand unsere Entwicklung schneller statt als bei den anderen Völkern. Und infolge dieser Entwicklung unseres Volkes wurde ihm die Verpflichtung auferlegt, stets vorwärts zu gehen und mit aller Genauigkeit die Anweisungen der Wissenschaft der Kabbala zu erfüllen.

Da man das jedoch nicht tat, sondern den eigenen kleinlichen Egoismus hereinbringen wollte, also das Empfangen für sich, also lo liShma, führte dies zur Zerstörung des Ersten Tempels, denn man wollte diese Eigenschaften für den Erhalt von Reichtum und die Einführung der Herrschaft von Kraft über die Gerechtigkeit nutzen, wie dies bei den anderen Völkern der Fall ist.

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Analytischer Vergleich zwischen Kabbala und Philosophie

Rav Yehuda Ashlag

WAS IST SPIRITUALITÄT?

Die Philosophie hat sich viel Arbeit gemacht, um zu beweisen, dass das Materielle ein Erzeugnis des Spirituellen sei und die Seele den Körper erzeuge. Doch auch danach wird das, was sie behauptet, weder vom Herzen noch vom Verstand angenommen. Ihr Hauptfehler bestand in der Wahrnehmung des Spirituellen, darin, dass es, wie sie behauptete, das Materielle gebar, was zweifellos erfunden ist.

Jeder Vater muss seinem Nachkömmling irgendwie ähneln, und solch ein Verhältnis ist die Handlungsweise und der Weg, den seine Nachkommenschaft fortsetzen wird. Denn jeder Arbeiter muss ein Verhältnis zum eigenen Tun haben, welches zu einer Verbindung zwischen ihnen führen wird. Und wenn du sagst, dass das Spirituelle keinerlei Bezug zum Materiellen hat, so gibt es keinen Weg und kein Mittel, welches dem Spirituellen eine Möglichkeit gäbe, einen Kontakt zum Materiellen zu haben und es in Bewegung zu versetzen.

Doch das Wesen des Wortes „spirituell“ hat keinerlei Bezug zur Philosophie, denn wie kann man etwas besprechen, was man niemals gesehen oder wahrgenommen hat? Worauf basiert es?

Denn wenn es irgendeine Definition gibt, die es erlaubt, das Spirituelle zu unterscheiden und es vom Materiellen zu trennen, dann kann sie niemand anderer geben als jene, die einmal das Spirituelle erkannt und wahrgenommen haben, und das sind wahre Kabbalisten. Daher bedürfen wir der Wissenschaft der Kabbala.

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 Das Wesen der Religion und ihr Ziel

Zum Hörtext..

Rav Yehuda Ashlag

Ich möchte hier drei Fragen beantworten:

  1. Worin besteht das Wesen der Religion?
  2. Wird ihr Ziel in dieser Welt oder in der zukünftigen Welt erreicht?
  3. Ist das Ziel der Religion das Wohl des Schöpfers oder das Wohl der Geschöpfe?

Auf den ersten Blick wird sich der Leser über meine Worte wundern und diese drei Fragen nicht verstehen, die ich als Thema für diesen Artikel wählte. Denn wer weiß nicht, was Religion ist? Und wer weiß denn nicht, dass man sich deren Belohnung und Bestrafung hauptsächlich in der zukünftigen Welt erwartet und erhofft? Geschweige denn die dritte Frage. Alle wissen, dass sie auf das Wohl der Geschöpfe ausgerichtet istsie mit Gutem und mit Reichtum zu verwöhnen. Und was kann man dem noch hinzufügen?

Und tatsächlich habe ich dem nichts hinzuzufügen. Weil jedoch diese drei Fragen so bekannt und üblich sind, von der Kindheit an eingesaugt, kann man im Verlauf des gesamten Lebens weder etwas zu ihnen hinzufügen noch in ihnen Klärung betreiben. Das zeugt jedoch von der Unkenntnis dieser erhabenen Begriffe, die tatsächlich die Grundlagen des Fundaments sind, auf welchem das gesamte religiöse „Gebäude“ aufgebaut ist und sich stützt.

Und wenn dem so ist, dann sagt mir: Wie ist es möglich, dass ein Jugendlicher von zwölf oder vierzehn Jahren schon reif genug ist, um in die ganze Tiefe dieser drei Begriffe einzudringen und sie zu verstehen? Dies auch noch in einem solch ausreichenden Maß, dass er dem im Laufe seines ganzen Lebens nicht mehr irgendeine Meinung und Kenntnis hinzufügen muss?

Hier genau liegt das Problem! Denn eine solch oberflächliche Annahme führte auch zu einem oberflächlichen Wissen und zu Schlussfolgerungen wildesten Charakters, welche die Welt unserer Generation erfüllten, und uns zu einem Zustand führten, dass die zweite Generation unserem Einfluss fast schon entglitten ist.

Das absolut Gute

Um den Leser nicht mit langen Ausführungen zu ermüden, werde ich mich nur nach dem richten, was in den vorausgehenden Artikeln geschrieben wurde, hauptsächlich nach dem Artikel „Gabe der Toranach allem, was eine Einleitung zu diesem erhabenen Thema bietet, welches wir besprechen. Ich werde mich kurz und einfach ausdrücken, damit es jedem verständlich wird.

Zu Beginn muss man verstehen, dass der Schöpfer das absolut Gute ist. Es ist also unmöglich, dass er jemandem irgendein Leid zufügen würde, und das nehmen wir als das wichtigste Gesetz wahr. Der gesunde Menschenverstand zeigt uns klar, dass die Grundlage aller schlechten Taten nichts anderes als der „Wille zu empfangen“ ist.

Das bedeutet, dass die leidenschaftliche Jagd nach eigenem Wohlergehen, die vom Willen zu empfangen hervorgerufen wird, der Grund dafür ist, dem Nächsten Leid anzutun, da der Wille zu empfangen danach strebt, sich zu füllen. Und zwar so, dass, wenn das Geschöpf eine Befriedigung zu seinem eigenen Wohl fände, es niemanden in der Welt gäbe, der seinem Nächsten Leid antun würde. Und wenn wir manchmal auf irgendein Geschöpf treffen, welches seinesgleichen Leid antut, nicht aus dem Willen heraus, Genuss für sich zu empfangen, so tut es dies nur aus der Gewohnheit heraus, die ursprünglich durch den Willen zu empfangen ins Leben gerufen wurde. Und diese Gewohnheit ist nun die einzige Ursache und befreit von der Suche nach einem anderen Grund.

Da der Schöpfer von uns hinsichtlich seines Wesens als vollkommen wahrgenommen wird und keine Hilfe benötigt, in Seiner Perfektion allem Seienden vorausgehend zu sein, ist klar, dass es in Ihm keinerlei Willen zu empfangen gibt. Und da es in Ihm nichts vom Willen zu empfangen gibt, fehlt auch jeder Grund, jemandem Schaden zuzufügen. Und das ist ganz einfach zu verstehen.

Doch außerdem haben wir auch mit dem ganzen Herzen in endgültiger Vollkommenheit angenommen, dass Er etwas hat, das als „Wille zu geben“ bezeichnet wurde. Es ist der Wille, dem NächstenSeinen GeschöpfenGutes zu tun, was mit aller Offensichtlichkeit aus der von Ihm erschaffenen, erhabenen Schöpfung resultiert, die sich unseren Augen darstellt. Denn in Wirklichkeit gibt es in unserer Welt Geschöpfe, die entweder gute oder schlechte Empfindungen haben. Und was sie auch empfinden, wird tatsächlich vom Schöpfer verursacht. Nachdem endgültig geklärt und als Gesetz angenommen wurde, dass der Schöpfer keine Absicht hat, Böses zuzufügen, wird klar, dass alle Geschöpfe von Ihm in Wirklichkeit nur Gutes bekommen, denn Er erschuf sie nur, um ihnen Genuss zu bereiten.

Somit haben wir geklärt, dass der Schöpfer nur über einen Wunsch, Gutes zu geben, verfügt, und Sein Gesetz es keinesfalls erlaubt, jemandem auch nur ein Gramm Schaden oder Leid zuzufügen. Es ist unmöglich, dass es von Ihm ausgehen würde, und daher gaben wir Ihm den Namen des „Absolut Guten“. Nachdem wir dies erkannt haben, werden wir hinabsteigen und uns die wirkliche Realität anschauen, die von Ihm gelenkt und kontrolliert wird, und die Weise, wie Er nur Gutes tut.

Die Lenkung des Schöpfers ist eine zielgerichtete Lenkung

Das wird aus der Entwicklung der Objekte der uns umgebenden Wirklichkeit selbst klar. Wenn wir uns jedes noch so kleine Geschöpf vornehmen, welches einer der vier Arten angehörtbewegungslos, pflanzlich, tierisch, sprechend (Mensch)werden wir sehen, dass sowohl das Einzelwesen als auch seine Art als Ganzes zielgerichtet gelenkt werden. Das heißt, die langsame und stufenweise Entwicklung, die durch den Rahmen von Ursache und Wirkung bedingt ist, gleicht der Frucht eines Baumes, deren Lenkung ein gutes Endziel verfolgtsie süß und angenehm im Geschmack zu machen.

Fragt die Botaniker, wie viele Zustände diese Frucht vom Moment der Entstehung an bis zur Erreichung ihres Zielsder endgültigen Reifedurchläuft. Und alle Zustände, die dem endgültigen vorausgehen, entbehren nicht nur der Andeutung auf deren endgültigen, schönen und süßen Zustand, sondern zeigen uns im Gegenteil (als wollten sie uns ärgern) eher den Gegensatz zu ihrer Endform.

Je süßer die Frucht am Ende ist, desto bitterer und hässlicher ist sie in den vorausgehenden Stufen ihrer Entwicklung. Genauso auf den Stufen „tierisch“ und „sprechend“ (Mensch): ein Tier, dessen Verstand auch bei Abschluss des Wachstums klein bleibt, durchläuft keine bedeutenden Veränderungen im Entwicklungsprozess, während im Menschen, dessen Verstand sich am Ende seiner Entwicklung vielfach vergrößert, riesige Veränderungen stattfinden. Ein eintägiges Kalb wird bereits als Stier bezeichnet, da es über die Kraft verfügt, auf den Beinen zu stehen und zu laufen, sowie auch über den Verstand, Gefahren zu meiden, die auf seinem Weg vorkommen.

Der Mensch dagegen gleicht, wenn er einen Tag alt ist, einem Geschöpf, dem viele solcher Sinne fehlen. Und wenn jemand, der die Realität dieser Welt nicht kennt, diese zwei Neugeborenen betrachten und versuchen würde, die Situation zu beschreiben, so würde er natürlich vom Säugling sagen, dass aus diesem nie etwas werden wird, und vom Kalb würde er sagen, dass ein großer Held auf die Welt gekommen sei; wenn er also nach dem Entwicklungsstand des Verstandes des Kalbs und des Neugeborenen, welches nichts versteht und nichts fühlt, urteilen würde.

Somit springt klar ins Auge, dass die Lenkung der Wirklichkeit, die der Schöpfer erschuf, nichts anderes als eine Form von „zielgerichteter Lenkung“ ist, welche die Reihenfolge von Entwicklungsstufen nicht in Betracht zieht. Ganz im Gegenteil versucht sie scheinbar, uns mit deren Hilfe absichtlich zu täuschen, indem sie uns immer Zustände zeigt, die ihrer Endvariante entgegengesetzt sind.

Das meinen wir, wenn wir sagen: „Es gibt keinen klügeren Menschen als den Erfahrenen.“ Denn nur ein Mensch, der Erfahrung erlangt hat und über die Möglichkeit verfügt, das Geschöpf in allen Entwicklungsstadien bis zum letzten vollkommenen Zustand zu beobachten, kann die Gemüter beruhigen. Dann fürchtet man sich nicht vor all diesen verdorbenen Bildern, in welchen sich das Geschöpf in seinen unterschiedlichen Stadien der Entwicklung befindet und kann an die Schönheit und die Vollkommenheit der abgeschlossenen Entwicklung glauben.

Und nun wurden die Lenkungswege des Schöpfers in unserer Welt deutlich, und zwar, dass diese Lenkung ausschließlich zielgerichtet ist. Doch das Gute wird im Ganzen nicht erkannt, solange das Geschöpf nicht seinen Endpunkt erreicht hat, das heißt die vollendete Form und die endgültige Entwicklung. Ganz im Gegenteil hüllt es sich bis dahin stets in einen Umschlag aus Verdorbenem gegenüber dem Betrachter. Doch es ist klar, dass der Schöpfer Seinen Geschöpfen immer nur Gutes tut, und dieses Gute, welches von Ihm ausgeht, wird zielgerichtet gelenkt.

Zwei Wege: Weg des Leidens und Weg der Tora

Auf diese Weise wurde geklärt, dass der Schöpfer das „absolut Gute“ ist. Er lenkt uns zielgerichtet, ausgehend von Seiner Perfektion des absolut Guten und ohne jede Beimischung von Bösem. Das bedeutet, dass die Zielgerichtetheit Seiner Lenkung uns verpflichtet, die Reihenfolge des Durchlaufens unterschiedlicher Zustände auf uns zu nehmen, die durch das Gesetz von Ursache und Wirkung bedingt sind, bis wir schließlich würdig werden, das erwünschte Gute zu empfangen, wodurch wir das Ziel unserer Schöpfung erreichenwie eine prächtige Frucht am Ende ihrer Reifung. Somit ist klar, dass das Resultat absolut jedem von uns gewährt ist. Und wenn du damit nicht einverstanden bist, so wirfst du dadurch einen Schatten auf die Lenkung des Schöpfers, indem du sagst, dass sie angeblich unzureichend zur Erlangung des Ziels sei.

Die Weisen sagten, dass die „Shechina bei den Niederen eine große Notwendigkeit“ ist. Da die Lenkung des Schöpfers zielgerichtet ist, wird sie uns am Ende zu einer Verschmelzung mit Ihm führen, damit Er in uns wohnt. Und das wird als eine große Notwendigkeit bezeichnet. Das heißt, wenn wir das nicht erreichen, so würde sich dadurch sozusagen ein Mangel an Seiner Lenkung offenbaren.

Und das gleicht einem mächtigen König, der im Greisenalter einen Sohn bekam und diesen sehr liebte. Und daher hat sich der König vom Tag der Geburt seines Sohnes an vorgenommen, ihm alles zu geben. Zu diesem Zweck versammelte er alle wertvollen Bücher und alle hervorragenden Weisen, die es im Lande gab, und baute ihm ein Lehrhaus (Beit Midrash) zur Erreichung von Weisheit. Und er rief berühmte Bauleute zusammen und baute ihm Lustpaläste und versammelte alle Sänger und Musiker, damit sie ihn Musik und die Kunst des Singens lehren würden, und er rief die geschicktesten Köche und Konditoren zusammen, damit sie ihm die schmackhaftesten Gerichte der Welt bereiten würden.

Und so wuchs der Sohn heran und wurde zum Mann. Doch er stellte sich als dumm heraus und ohne Drang zur Wissenschaft. Und er ist blind und sieht nicht und spürt nicht die Pracht der Gebäude. Und er ist taub und hört nicht das Singen und die Stimmen der Instrumente. Und er ist krank und kann es sich nicht erlauben, das für ihn Zubereitete zu essen, und er ernährt sich nur von einem Stück Brot mit Getreidekleie. Scham und Schande!

Solch eine Situation kann sich bei einem irdischen König ergeben, doch man kann solches unmöglich über den Schöpfer sagen, dem natürlich kein Betrug eigen ist. Und weil dem so ist, bereitete er für uns zwei Wege der Entwicklung vor:

Einer von ihnen ist der Weg des Leidens. Dieser stellt die Reihenfolge der eigenständigen Entwicklung des Geschöpfes dar. Das Geschöpf ist dazu verpflichtet, ihr zu folgen, indem es von einem Zustand zum anderen übergeht, welcher mit dem vorausgehenden kausal, also durch die Abhängigkeit von Ursache und Wirkung, verbunden ist. So entwickeln wir uns sehr langsam bis hin zum Bewusstsein der Notwendigkeit, das Gute zu wählen, das Schlechte abzulehnen und uns für eine zielgerichtete Verbindung würdig zu zeigen, die vom Schöpfer erwünscht ist.

Dieser Weg ist allerdings lang hinsichtlich der Zeit und voller Leiden und Schmerz. Darum bereitete Er uns den leichten und angenehmen Weg der Tora und der Gebote, welcher in der Lage ist, uns in einer kurzen Zeit und ohne Leiden unserer Bestimmung würdig zu machen.

Daraus folgt, dass unser Endziel eine Reinigung zum Zweck der Verschmelzung mit dem Schöpfer ist, damit Er in uns wohnen kann. Und dieses Ziel ist verpflichtend und es gibt keinerlei Möglichkeit, ihm zu entkommen. Denn die Höhere Kraft lenkt uns streng auf zwei Wegen, die, wie erläutert wurde, den Weg der Leiden und den Weg der Tora darstellen. Doch in der uns umgebenden Wirklichkeit sehen wir, dass Er uns auf beiden Wegen lenkt, die von den Weisen als der „Weg der Bräuche (wortwörtlich: Weg der Erde)“ und der „Weg der Tora“ bezeichnet werden.

Das Wesen der Religion ist es, in uns den Sinn für die Erkenntnis des Bösen zu entwickeln

Und hier die Worte der Weisen: „Was für einen Unterschied macht es für den Schöpfer, ob man das Vieh am Nacken oder am Hals schlachtet? Denn die Gebote sind zu nichts anderem gegeben, als die Geschöpfe durch sie zu reinigen.“ Was die „Reinigung“ ist, wurde gut im Artikel „Gabe der Tora“ (Punkt 12) erläutert. Und schau nach, was dort geschrieben steht. Hier werde ich aber erklären, was das Wesen dieser Entwicklung darstellt, die durch die Beschäftigung mit der Tora und den Geboten erreicht wird.

Wisse, dass es die Erkenntnis des sich in uns befindlichen Bösen ist. Die Erfüllung der Gebote kann langsam und allmählich denjenigen, der sie erfüllt, feiner und erhabener machen. Und die wahre Höhe der Stufe der Verfeinerung besteht im Grad der Erkenntnis des Bösen in uns.

Denn seitens der Natur ist der Mensch bereit, alles Böse von sich abzustoßen and auszurotten. Darin sind sich alle Geschöpfe gleich, und der einzige Unterschied zwischen ihnen besteht lediglich in der Erkenntnis des Bösen. Ein weiter entwickeltes Geschöpf ist sich eines höheren Grades des Bösen in sich bewusst, es unterscheidet das Böse und stößt es von sich in einem größeren Maß ab. Und ein weniger entwickeltes Geschöpf verspürt in sich eine kleinere Stufe des Bösen, und stößt daher nur ein geringeres Maß des Bösen ab, während es den ganzen Schmutz in sich lässt, da es diesen nicht als Schmutz empfindet.

Um den Leser nicht zu verwirren, werden wir erläutern, was die Basis von Gut und Böse ausmacht, wie davon im Artikel „Gabe der Tora“ (Punkt 12) die Rede war. Die Basis alles Bösen ist nichts anderes als die Liebe zu sich selbst, die als „Egoismus“ bezeichnet wird. Ihr Naturell ist dem Schöpfer entgegengesetzt, in Dem es keinen Willen gibt, für Sich zu empfangen, denn Er ist nichts anderes als der „Wille zu geben“.

Und wie im Artikel „Gabe der Tora“ (Punkt 9 und 11) erklärt wurde, besteht das Wesen des Genusses im Grad der Ähnlichkeit mit den Eigenschaften des Schöpfers. Und das Wesen der Leiden und der Ungeduld besteht im qualitativen Unterschied zum Schöpfer. Dementsprechend ist uns der Egoismus zuwider, und es schmerzt uns das Bewusstsein, dass wir uns von den Eigenschaften des Schöpfers unterscheiden.

Doch dieses Gefühl der Widerwärtigkeit des Egoismus ist in jeder Seele unterschiedlich. Denn ein wilder, unentwickelter Mensch hält den Egoismus keineswegs für eine negative Eigenschaft und benutzt ihn daher öffentlich grenzenlos und ohne jede Scham. Vor den Augen aller beraubt und ermordet er skrupellos jeden, der sich in seiner Reichweite befindet. Ein etwas mehr Entwickelter empfindet seinen Egoismus bereits bis zu einer gewissen Stufe als böse und schämt sich, sich dieses Egoismus öffentlich zu bedienendie Menschen zu bestehlen und zu morden, wo man es sehen kannbegeht aber weiterhin seine Verbrechen.

Und ein noch weiter Entwickelter empfindet den Egoismus tatsächlich als Gräuel, sodass er ihn in sich nicht mehr dulden kann und ihn von sich stößt und ihn, entsprechend dem Grad seiner Erkenntnis des Bösen gänzlich vertreibt, sodass er es nicht mehr wollen und können wird, auf Kosten anderer zu genießen. Und dann beginnen in ihm Funken der Liebe zum Nächsten zu erwachen, die als „Altruismus“ bezeichnet werden, welcher die allgemeine Eigenschaft des Guten ist.

Das entwickelt sich in ihm ebenfalls stufenweise. Zunächst entwickelt sich in ihm das Gefühl der Liebe zur Familie und zu seinen Nächsten sowie der Wunsch, sich um sie zu kümmern, wie es heißt:„Vor dem eigenen Fleisch kann man nicht fliehen.“ Und wenn er sich noch mehr entwickelt, so wächst in ihm der Grad des Gebens an alle, die ihn umgeben, an die Bewohner seiner Stadt und an sein Volk. Und so wächst er heran, bis sich in ihm schließlich die Nächstenliebe zur gesamten Menschheit entwickelt.

Bewusste und unbewusste Entwicklung

Und wisse, dass zwei Kräfte uns anstoßen und dazu antreiben, aufzusteigen, indem wir die Stufen der erwähnten Leiter erklimmen, bis wir ihre Spitze im Himmel erreichendas Endziel der Gleichheit unserer Eigenschaften mit denen des Schöpfers. Der Unterschied zwischen diesen zwei Kräften besteht darin, dass eine von ihnen uns „unbewusst“ von hinten antreibt. Diese Kraft stößt uns von hinten an, und dies bezeichneten wir als den „Weg der Leiden“, oder den „Weg der Erde“ (Derech Erez).

Daraus entspringt die Philosophie der Moral, welche als Ethik bezeichnet wird. Sie basiert auf der empirischen Erkenntnis, das heißt auf der Prüfung mit Hilfe des praktischen Verstandes. Und das ganze Wesen dieses Systems stellt nichts anderes als die Summe der Schäden dar, welche vor unseren Augen von den keimenden Samen des Egoismus hervorgebracht wurden.

Diese empirischen Erfahrungen gelangten zu uns auf zufällige Weise, das heißt „für uns unbewusst“ und nicht durch unsere Wahl. Dennoch dienen sie ihrem Ziel recht überzeugend, da der Grad des Bösen, der in unseren Empfindungen in Erscheinung tritt und wächst, insofern wir uns seines Schadens bewusst sind, uns dazu zwingt, ihn zu meiden, und dadurch erreichen wir eine höhere Stufe der Leiter.

Die zweite Kraft treibt uns auf die „bewusste“ Weise an, das heißt diese Kraft wählen wir selbst. Diese Kraft zieht uns von vorn, und wir bezeichneten dies als den Weg der Tora und der Mizwot (Gebote). Denn durch die Erfüllung der Gebote sowie die Arbeit mit der Absicht, dem Schöpfer Genuss zu bereiten, entwickelt sich in uns diese Empfindung der Erkenntnis des Bösen mit riesiger Geschwindigkeit, wie dies im Artikel „Gabe der Tora“ (Punkt 13) beschrieben wurde.

Und hier gibt es einen doppelten Vorteil:

Erstens brauchen wir nicht zu warten, bis die Lebenserfahrungen beginnen, uns von hinten anzutreiben, denn jeder Stoß bedeutet Schmerz und Zerstörungen, die uns durch die Enthüllung des Bösen in uns zugefügt werden. Die Arbeit des Schöpfers dagegen entwickelt in uns die gleiche Erkenntnis des Bösen, doch ohne vorausgehende Leiden und Zerstörungen. Im Wohlbehagen und in der Freude, die wir während der reinen Ergebenheit für den Schöpfer verspüren, um Ihm Vergnügen zu schenken, entwickelt sich in uns ein relatives Verhältnis, welches uns erlaubt, die Niederträchtigkeit dieser Funken der Eigenliebe zu erkennen. Wir begreifen, wie sehr ihr Vorhandensein uns daran hindert, auf unserem Weg den Geschmack des Genusses am Beschenken des Schöpfers zu verspüren. Denn die stufenweise Empfindung der Enthüllung des Bösen entwickelt sich in uns vor dem Hintergrund der Empfindung von Genuss und völliger Ruhe, das heißt durch den Empfang des Genusses während der Arbeit für den Schöpfer. Und diese genussvolle und behagliche Empfindung entsteht in uns durch die Übereinstimmung mit dem Schöpfer. 

Zweitens gewinnen wir Zeit, da Er „bei unserem Bewusstsein“ arbeitet, und uns somit hilft, mehr zu tun und die Zeit nach unserem Wunsch zu beschleunigen.

Die Religion dient nicht dem Nutzen der Geschöpfe, sondern dem Nutzen desjenigen, der sich bemüht.

Viele irren sich und vergleichen unsere heilige Tora fälschlicherweise mit der Ethik und Moral. Doch das geschieht aus dem Grunde, dass sie seinerzeit nicht den Geschmack der Religion gekostet haben. Und ich rufe sie auf: „Kostet und sehet, dass der Schöpfer gut ist.“ Ehrlich gesagt, sind sowohl die Ethik als auch die Religion auf eines ausgerichtet: Den Menschen aus dem Schmutz der vergiftenden Eigenliebe auf die erhabene Höhe der Nächstenliebe zu erheben.

Und damit sind sie so weit voneinander entfernt, wie die Gedanken des Schöpfers von den Gedanken der Geschöpfe. Denn die Religion entstammt den Gedanken des Schöpfers, und die Moral ist Frucht der Gedanken von Fleisch und Blut und ihrer Lebenserfahrung. Der Unterschied zwischen ihnen ist offensichtlich, sowohl in den benutzten Mitteln als auch im Endziel.

Denn die Erkenntnis von Gut und Böse, welche sich in uns bei der Nutzung des ethischen Systems entwickelt und entfaltet, hat einen relativen Bezug zum Erfolg der Gesellschaft, während die Nutzung der Religion in unserer Erkenntnis von Gut und Böse einen relativen Bezug zum Schöpfer allein hatdas heißt von der Unterscheidung vom Schöpfer bis hin zur Identifikation mit Seinen Eigenschaften, was als „Verschmelzung“ bezeichnet wird, wie das im Artikel „Gabe der Tora“ (Punkt 911) erläutert wurde.

Und der Grad der Entfernung des einen vom anderen wird durch die unterschiedlichen Ziele bestimmt. Das Ziel der Ethik besteht im Glück der Gesellschaft, wie es vom praktischen Verstand, welcher sich auf die Lebenserfahrung stützt, verstanden wird. Und letzten Endes verspricht das Ziel demjenigen, der es zu erreichen versucht, keinen Gewinn über den von der Natur vorgeschriebenen Rahmen hinaus. Wenn dem so ist, verlässt dieses Ziel nicht die Reichweite der Kritik, denn wer kann ein und für allemal dem Individuum die Gerechtigkeit des Maßes an Wohl beweisen, über welches es verfügt, um ihn zu zwingen, auf irgendeinen Teil des ihm nach seinem Verständnis Zukommenden zugunsten der Gesellschaft zu verzichten?

Im Unterschied dazu verspricht das religiöse Ziel demjenigen, der danach strebt, das Glück für den Menschen selbst. Denn wie wir bereits wissen, befindet sich ein Mensch, der die Liebe zum Nächsten erkannte, nach dem Gesetz der Gleichheit der Eigenschaften in der Verschmelzung mit dem Schöpfer und tritt gemeinsam mit Ihm aus seiner engen Welt, die voller Leiden und Stolpersteine ist, heraus in die weite und ewige Welt des Gebens an den Schöpfer und an die Geschöpfe.

Noch ein berühmter und sehr in die Augen stechender Unterschied, der für die Tora spricht, besteht darin, dass sich das ethische System nach dem Prinzip richtet, das Wohlwollen der Menschen zu erreichen, was einer Pacht (Miete) gleicht, die sich am Ende für den Menschen lohnt. Und die Gewohnheit des Menschen an solche Arbeit lässt ihn noch nicht einmal auf die Stufen der Ethik aufsteigen, da er an Arbeit gewöhnt ist, die von der Umgebung gut belohnt wird, die  für seine guten Taten zahlt.

Derjenige aber, der sich mit der Tora und den Geboten beschäftigt, um dem Schöpfer Genuss zu schenken, ohne jegliche Belohnung zu erhalten, erklimmt tatsächlich die Stufen der Moral, wie dies auch erforderlich ist. Denn er bekommt keinerlei Bezahlung auf seinem Wege, während er Körnchen um Körnchen das Notwendige sammelt, um eine große Rechnung für den Erwerb einer anderen Natur zu begleichendes Gebens an den Nächstenohne jegliches Empfangen für sich, außer zur Aufrechterhaltung der eigenen Existenz.

Nur dann werden wir uns tatsächlich von allen Zwängen der Natur befreien. Denn wenn einem Menschen jegliches Empfangen für sich zuwider ist und seine Seele von allen überflüssigen und kleinlichen Vergnügungen des Körpers frei ist und er nicht danach strebt, Ehre oder Ähnliches zu erlangen, dann lebt er frei in der Welt des Schöpfers. Und es ist garantiert, dass ihm hier niemals Schaden drohen wird. Denn der ganze Schaden, den der Mensch verspürt, ereilt ihn nur dann, wenn er für sich empfängtwas in ihn eingemeißelt istund das muss man gut verstehen.

Somit ist klar, dass das Ziel der Religion darin besteht, dem Menschen zu dienen, der sich bemüht und sie ausübt, und nicht etwa den Geschöpfen und deren Nutzen. Und sogar wenn alle seine Handlungen zu deren Nutzen dienen, und sie alle seine Handlungen bestimmen, so ist dies lediglich ein Mittel zur Erreichung des erhabenen Zielsdie Übereinstimmung mit dem Schöpfer. Und somit ist auch klar, dass das Ziel der Religion in dieser Welt im Leben selbst verwirklicht wird. Und man lese aufmerksam den Artikel „Gabe der Tora“, denjenigen Teil, in dem von den Zielen der Gesellschaft und des Individuums die Rede ist.

Enthüllung von einem Teil und Verhüllung von zwei Teilen

Rav Yehuda Ashlag

In der Regel, wenn große und berühmte Kabbalisten beabsichtigen, etwas zu enthüllen, das über einen tiefen Sinn verfügt, beginnen sie den Artikel mit den Worten: „Ich offenbare einen Handbreit und verdecke dabei zwei Handbreit.“ Unsere Vorgänger haben sich sehr davor gehütet, ein Wort zu viel zu sagen, wie die Weisen uns anwiesen: „Reden ist Silber, Schweigen ist Gold.“

Das bedeutet, dass, wenn du ein teures Wort hast, dessen Wert Silber gleicht, wisse, dass die Verschwiegenheit darüber Gold gleicht. Die Rede ist von denen, die mit überflüssigen Worten um sich werfen, die keinen Sinn und keine praktische Anwendung haben, und das tun sie nur, um die Sprache für den Genuss des Lernenden zu schmücken. Wie es jedem bekannt ist, der die Werke unserer Vorgänger studiert, war das in ihren Augen strengstens verboten, was ich in den folgenden Kapiteln beweisen werde. Und daher müssen wir unsere konzentrierte Aufmerksamkeit dem Verständnis ihrer bildreichen Wortwahl schenken, die für sie üblich war. Weiterlesen

Zeit zu handeln

Von Rav Yehuda Ashlag

Seit geraumer Zeit hat mich mein Gewissen mit der Forderung, aus meiner Verborgenheit und Verschwiegenheit herauszutreten und wahre Kenntnisse über die Wissenschaft der Kabbala an breite Schichten der Gesellschaft zu überbringen, damit die Menschen ein Verständnis für dieses erhabene Thema in seiner wahren Bedeutung erlangen können.

Vor der Revolution im Buchdruck gab es weder Bücher bezüglich des Kerns des Judaismus, noch gab es Schreiber, die hinter ihren Worten stehen konnten, weil in den meisten Fällen solch unverantwortlich handelnde Autoren in der Versenkung verschwanden.

Und selbst wenn es einer zufällig gewagt hätte, ein solches Werk zu schreiben, hätte kein Abschreiber es vervielfältigt, da sich der sicherlich erhebliche Aufwand ganz einfach nicht gelohnt hätte. Daher wäre ein solches Unterfangen von Anfang an zum Scheitern verurteilt gewesen. Weiterlesen

1988/13 Was bedeutet, der Hirte des Volkes ist das ganze Volk, in der Arbeit?

Artikel Nr. 13, 1987/88

Im Heiligen Sohar steht geschrieben (BeShalach Punkt 68): „Und Moses sagte dem Volk: ‚Fürchtet euch nicht, steht auf und seht das Heil des Ewigen.’ Rabbi Shimon sagte: ‚Glücklich ist das Schicksal Israels, denn ein Hirte wie Moses ist unter ihnen.‘ Weiter steht geschrieben: ‚Und gedachte der Tage der Vorzeit, Moses ist sein Volk.‘ ‚Und gedachte der Tage der Vorzeit‘ ist der Schöpfer.
‚Moses ist sein Volk‘, denn Moses war gleichbedeutend dem ganzen Volk. Und wir lernen daraus, dass der Hirte des Volkes wirklich das ganze Volk ist. Und wenn er belohnt wird, wird das ganze Volk nur aus Gerechten bestehen. Und wenn er nicht belohnt wird, wird das ganze Volk nicht belohnt, sondern es wird seinetwegen bestraft.“

Und wir müssen das aus der Sicht der spirituellen Arbeit verstehen, in der wir alles als einen Körper betrachten. Und es steht geschrieben: „Hier ist Moses und hier ist das Volk, alle befinden sich in einem Körper.“ Und wir müssen ebenfalls verstehen, warum, wenn der Hirte nicht belohnt wird, das Volk für ihn bestraft wird. Wir haben gelernt, dass, wenn der Hirte ein Gerechter ist, besteht das ganze Volk aus Gerechten. Aber warum muss das Volk für ihn bestraft werden? Denn was haben sie gemacht, wenn ihr Hirte nicht in Ordnung war?

Es ist bekannt, dass Moses in der Sprache des Sohar „Moses, der treue Hirte“ genannt wird. Und Baal HaSulam erklärt, dass Moses das ganze Volk mit dem Glauben versorgt hat. Und es steht geschrieben, dass dem Menschen keinerlei Kräfte fehlen, um Tora und Mizwot in ganzer Vollkommenheit zu erfüllen, sondern nur der Glaube. Und entsprechend dem Maß des Glaubens, den der Mensch hat, in diesem Maß kann der Mensch Kräfte in die spirituelle Arbeit investieren.

Und wie es in der Einführung zur „Lehre der Zehn Sefirot“ geschrieben steht: „Ich erklärte einst den metaphorischen Ausspruch der Weisen: ‚Derjenige, für den die Tora sein Handwerk ist.‘ In der Beschäftigung mit der Tora wird die Größe des Glaubens eines Menschen erkannt, da die Worte ‚sein Handwerk‘ (Omanuto) aus den gleichen Buchstaben bestehen wie die Worte ‚sein Glaube‘ (Emunato). Das gleicht dem, wenn ein Mensch, der seinem Freund vertraut, ihm Geld leiht. Vielleicht vertraut er ihm nur einen Groschen an, und wenn der ihn um zwei Groschen bitten wird, dann wird er sie nicht leihen wollen. Es kann auch sein, dass er ihm sein ganzes Vermögen anvertraut, ohne eine Spur von Angst. Dieser letzte Glaube gilt als vollkommener Glaube, während alle vorherigen Fälle nicht als vollkommener Glaube gelten, sondern als teilweiser Glaube. Wir sehen also, dass dem Menschen nicht die Kräfte fehlen, sondern der Glaube. Und dieser gibt dem Menschen die Kräfte für die Arbeit.“

Und dadurch wird erklärt, was Rabbi Shimon gesagt hat: „Glücklich ist das Schicksal Israels, denn ein Hirte wie Moses ist unter ihnen.“ Und die Erklärung ist, dass sie den Glauben haben, der auch „Moses, der treue Hirte“ genannt wird. Und da sie den Glauben haben, haben sie auch die Kraft, sich mit Tora und Mizwot zu beschäftigen. Mit anderen Worten: In jedem Menschen gibt es den Glauben an den Schöpfer, der genannt wird „Moses, der treue Hirte“. Also wird das ganze Volk zu Gerechten, was bedeutet, dass alle Organe des Menschen, d. h. die Gedanken und Wünsche des Menschen, die „Organe“ genannt werden, „Volk“ genannt werden.

Und so erklären wir das Geschriebene: „‚Und gedachte der Tage der Vorzeit, Moses ist sein Volk.‘ Denn Moses war gleichbedeutend dem ganzen Volk.“ Daraus lernen wir, dass „der Hirte des Volkes wirklich das ganze Volk ist“, denn der Glaube, der  im Menschen ist, das ist der ganze Mensch. Das heißt, wenn das ganze Volk die Eigenschaft von Moses hat, die auch Glaube genannt wird, dann sind sie Gerechte; also, wenn er belohnt wird, dann besteht das ganze Volk aus Gerechten. Denn „belohnt werden“ bedeutet, dass ihr Hirte die Eigenschaft des Glaubens ist, die auch Moses heißt.

Und so wird gesagt: „Wenn er nicht belohnt wird, wird das ganze Volk nicht belohnt, sondern sie werden wegen ihm bestraft.“ Es ist bekannt, dass es mit einem Gerechten auch einen Schutzschild für die ganze Generation gibt. Und wenn es keinen Gerechten gibt, können wir sagen, dass es niemanden gibt, der diese Generation retten kann. Aber warum wird das Volk seinetwegen bestraft, wenn der Gerechte „nicht belohnt wurde“, womit ist das Volk hier schuldig?

Hierzu gehört die Regel, dass die ganze Schwierigkeit in der Arbeit für den Schöpfer am Mangel an Glauben liegt. Denn, wenn der Mensch mit dem vollen Glaubens belohnt wird, möchte er sich leidenschaftlich wie eine Kerze vor einer Fackel annullieren. Und in jedem Fall unterstellen sich alle Organe, also seine Gedanken und Wünsche, dem, wozu sie die Kraft des Glaubens verpflichtet. Und es steht darüber geschrieben: „Wenn er belohnt wird, sind alle seine Organe Gerechte, da von dem Glauben an den Schöpfer alle Gedanken und Wünsche der Gerechten kommen.“

Und daraus folgt, wenn der Hirte des Volkes nicht „belohnt wird“, wie geschrieben steht, dass sein Glaube, mit dem er belohnt werden soll, nicht der vollkommene Glaube ist, und er nur einen teilweisen Glauben hat, sagen unsere Weisen (wie in der Einführung zu Talmud Esser Sefirot im P. 14 geschrieben steht): „Dann wird das ganze Volk nicht belohnt.“ Das bedeutet: alle seine Organe führen Handlungen ohne eigenen vollkommenen Glauben aus. Und sie werden wegen ihm bestraft, was bedeutet, dass es nicht ihre Schuld ist, dass sie Gedanken und Verlangen haben, die für jemanden, der Glauben hat, ungeeignet sind.

Und das bedeutet, wenn ihr Hirte den vollkommenen Glauben besäße, würden die Organe auf ihn hören und Gedanken und Verlangen eines Gerechten haben. Also leiden sie für ihn, weil er keinen vollkommenen Glauben hat, und deshalb werden von diesem Hirten solche Gedanken geboren.

Daher, wenn der Mensch den Weg der Wahrheit gehen möchte, darf er nicht sagen, dass seine Eigenschaften schlechter als die Eigenschaften seiner Freunde sind und sein Verstand schwächer als der Verstand seiner Freunde ist. Mit anderen Worten, er darf sich nicht von seiner Arbeit befreien wegen seines schwachen Charakters oder eines Mangels an Talenten. Denn die ganze Schwierigkeit besteht nur darin, dass er nicht genug Glauben hat. Aus diesem Grund sollte ein Mensch seine ganze Arbeit und all seine Handlungen darauf ausrichten, nur um den Glauben an den Schöpfer zu erlangen, denn nur der Glaube gibt alles.

Deshalb, wenn der Mensch die Tora studiert oder sich mit den Mizwot und Gebeten beschäftigt, muss er seine Gedanken darauf konzentrieren, dass er für all seine guten Taten als Belohnung haben möchte, dass ihm der Schöpfer den vollkommenen Glauben gibt. Und darüber steht im Gebet von Rabbi Elimelech („Gebet vor dem Gebet“) geschrieben: „Und befestige deinen Glauben in unseren Herzen für immer und ewig, und lass deinen Glauben an unsere Herzen gebunden sein wie an einen Pfahl, der nicht fallen kann.“ Das ist die Bedeutung von: „Der Hirte des Volkes ist wirklich das ganze Volk.“

Um zu dem vollkommenen Glauben zu gelangen, steht geschrieben: „Wer kommt, um sich zu reinigen, dem wird geholfen.“ Und der Sinn, wie bekannt, liegt darin, dass wir die Hilfe des Schöpfers brauchen, um Glauben zu erlangen. Aber es existiert ein Gesetz: Es gibt kein Licht ohne Gefäß. Das heißt, es ist unmöglich, dort Erfüllung zu geben, wo kein Mangel, der auch Bedürfnis oder Gefäß heißt, vorhanden ist, darum heißt es: „Es gibt kein Licht ohne Gefäß.“

Um ein Bedürfnis für den Glauben zu erlangen, muss sich der Mensch vorstellen, was für einen riesigen Nutzen er mithilfe des Glaubens erzielen kann und wieviel er dadurch verliert, dass er den Glauben nur teilweise hat und nicht mehr. Vor allem muss er sich das Ziel der Schöpfung vergegenwärtigen, also zu welchem Zweck der Schöpfer die Schöpfung geschaffen hat. Dann muss er daran glauben, was die Weisen gesagt haben: „Das Ziel der Schöpfung ist es, den Geschöpfen Genuss zu bereiten.“

Und wenn der Mensch beginnt, die Schöpfung mit seinen Augen zu betrachten, d. h. zu überprüfen, in welcher Form er „den Guten und Gutes Tuenden“ sieht, dann erscheint dem Menschen eine entgegengesetzte Sichtweise . Er sieht, dass die Welt leidet und dass es schwer ist, einen Menschen zu finden, der sagen kann, dass er sieht und fühlt, in welchem Maß Seine Lenkung der Definition „der Gute und Gutes Tuende“ entspricht.

Und in diesem Zustand, wenn er eine düstere Welt sieht, aber an den Schöpfer glauben möchte, daran, dass Er die Welt durch eine „persönlicher Lenkung“ lenkt als „der Gute und Gutes Tuende“, bleibt er an diesem Punkt stehen und alle möglichen störenden Gedanken dringen in seinen Kopf ein. Und er muss dies überwinden, indem er mit dem Glauben über dem Verstand die Höhere Lenkung als den „Guten und Gutes Tuenden“ akzeptiert. Dann erlangt er das Bedürfnis, dass der Schöpfer ihm die Kraft des Glaubens gibt, damit er die Kraft hat, seinen Weg „über dem Verstand“ zu gehen und die Höhere Lenkung zu rechtfertigen.

Erst dann versteht er, was „Shechina im Staub“ bedeutet, denn er sieht, dass, wenn er etwas für den Schöpfer und nicht aus Eigennutzen machen möchte, sofort der Körper kommt und fragt: „Wozu braucht ihr diese Arbeit?“ Und er möchte dem Menschen nicht die Kraft für die Arbeit geben. Und das nennt man „Shechina im Staub“, also in allem, was er um der Shechina willen machen möchte, schmeckt er den Geschmack von Staub, und er hat keine Kraft, seine Gedanken und Wünsche zu überwinden.

Und dann kommt der Mensch zu der Erkenntnis, dass es ihm bei der Kraft für die Arbeit an nichts fehlt, außer dass ihm der Schöpfer die Kraft des Glaubens geben soll, wie es schon oben im Gebet von Rabbi Elimelech erwähnt wurde. Und man muss beten: „Und befestige deinen Glauben in unseren Herzen für immer und ewig“, da er in diesem Zustand zur Erkenntnis kommt, dass, wenn „der Schöpfer ihm nicht hilft, er nicht in der Lage sein wird, den Bösen Trieb zu überwinden.“

Und entsprechend dem Gesagten kann man erklären, was unsere Weisen  gesagt haben (Brachot 6b): „Jeder Mensch, in dem Ehrfurcht vor dem Himmel ist, dessen Worte werden gehört“, denn es steht geschrieben: „Am Ende wird alles vom Schöpfer erhört, und fücrchte den Schöpfer.“ Es ist schwer, dies wörtlich zu verstehen: Die Propheten waren doch Gerechte und große Menschen, warum wurden ihre Reden nicht gehört, und Israel blieb weiter in seinem vorigen Zustand und wollte nicht auf die hören, die ermahnen? Und aus der Sicht der einfachen Deutung des Textes existieren natürlich viele Antworten.

Aber aus der Sicht der [inneren] Arbeit, in der wir die ganze Tora in einem Körper studieren, ist es notwendig, dies so zu erklären: Wer möchte, dass sein Körper, d. h. all seine Organe, also die Gedanken, Wünsche und Handlungen, in heiliger Reinheit sind, dem gilt der Rat: Damit sein Körper allem gehorcht, was der Mensch von ihm fordert, sollte er den vollkommenen Glauben erlangen, der auch „Ehrfurcht vor dem Himmel“ genannt wird.

Und es existieren viele Stufen der Ehrfurcht, wie im „Vorwort des Buches Sohar“ Punkt 191 geschrieben steht: „Ehrfurcht bedeutet hauptsächlich, dass man seinen Herrn fürchten sollte, da Er groß ist und alles regiert, die Hauptsache und die Wurzel aller Welten ist, und es wird vor Ihm alles als Nichts erachtet.“ Und aus der Erklärung dazu lernen wir, dass es drei Arten von Furcht vor dem Schöpfer gibt, und nur eine davon gilt als die wahre Ehrfurcht.

1) Den Schöpfer fürchten und seine Mizwot einhalten, so dass seine Söhne leben werden und er vor der Strafe seines Körpers oder seines Geldes bewahrt werde. Dies ist die Furcht vor Strafen in dieser Welt.

2) Wenn man auch Strafen der Hölle fürchtet.

Diese beiden sind keine echte Ehrfurcht, denn diese Furcht existiert nicht aufgrund des Gebotes des Ewigen, sondern zu seinem eigenen Nutzen. Daraus folgt, dass sein eigener Nutzen die Wurzel ist, und die Furcht ein Zweig, abgeleitet von seinem eigenen Nutzen.

3) Die hauptsächliche Ehrfurcht ist, wenn man seinen Herrn fürchtet, weil Er groß ist und über alles herrscht, die Hauptsache und die Wurzel aller Welten ist, und alles erachtet man wie Nichts vor Seinem Angesicht. Er ist groß, denn Er ist die Wurzel, von der sich die ganzen Welten ausdehnen.

Und aus dem Gesagtem folgt, dass der wichtigste Punkt der Ehrfurcht vor dem Himmel der Glaube an die Größe des Schöpfers ist, denn die Größe und Wichtigkeit sind im Wesentlichen der Grund, der uns zur Erfüllung von Tora und Mizwot verpflichtet, und nicht der Eigennutz. Es ist so wie er dort sagt: „Und er wird sein Herz und seinen Willen an jenen Ort setzen, welcher ‚Ehrfurcht‘ genannt wird. Er wird an der Ehrfurcht vor dem Ewigen anhaften im Wunsch und im Begehren, wie es sich dem Gebot des Königs geziemt und angemessen ist.“

Und zu der Zeit, wenn der Mensch mit einem solchen Glaubens belohnt wird, d. h. wenn er in seinem Herzen die Größe des Schöpfers spürt, werden der Körper und alle Organe, d. h. die Verlangen, Gedanken und Handlungen, vor dem König annulliert wie eine Kerze vor einer Fackel.

 

korr, EY, 20.10.2023

HaWaYaH – Die allumfassende Realität

Aus dem Vorwort zur Einführung in die Weisheit der Kabbala von Rav Michael Laitman

Nach dem Zimzum entschließt sich Malchut zum Empfangen mit der Absicht, dem Schöpfer zu geben. Diese Absicht nennt man Massach (Schirm). Eine Reihe von Parzufim entsteht danach aus dem Massach in Malchut:

  • Ein Parzuf, genannt Galgalta, entsteht aus einem Massach, der das Licht aus Awiut Dalet empfängt
  • Ein Parzuf, genannt AB, entsteht aus einem Massach mit der Kraft, Licht auf Awiut Gimel zu erhalten.
  • Ein Parzuf, genannt SaG entsteht aus einem Massach mit der Kraft, Licht auf Awiut Bet zu erhalten.
  • Ein Parzuf, genannt MaH, entsteht aus einem Massach mit der Kraft, der das Licht auf Awiut Alef zu erhalten.
  • Ein Parzuf, genannt BoN, entsteht aus einem Massach mit der Kraft, das Licht auf Awiut Shoresh zu empfangen.

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Shamati 8. Was ist der Unterschied zwischen dem Schatten der Heiligkeit und dem von Sitra Achra?

Ich hörte im Juli 1944

Es steht geschrieben: „Bis der Tag kühl wird und die Schatten schwinden.“[1] Und man muss verstehen, was „die Schatten“ in der spirituellen Arbeit bedeuten und was zwei Schatten sind. Und zwar wird die Zeit, in der der Mensch noch nicht die Existenz der Höheren Lenkung spürt, welche die Welt durch die Eigenschaft „gut und Gutes tuend“ lenkt, als Schatten definiert, der die Sonne verbirgt. Weiterlesen

Dargot 7: Die Korrektur der Linien

Rabash, Dargot Sulam, Artikel 7

Korrektur der Linien. Die Rechte Linie ist der Aspekt von Loven de Aba (das Weiße des Vaters), d. h., durch die Erscheinung des Lichtes Chochma in den 320 Funken steigt die Malchut aller Melachim (Könige) zurück an ihren Platz, da es einen Zimzum (Einschränkung) auf den Aspekt von Awiut gibt, und wenn die Awiut nicht entsprechend groß ist, ist sie gezwungen, abzusteigen.

Und dadurch, dass das Licht Chochma den Aspekt von Awiut herabsenkt, spürt der Mensch, dass es nichts Abstoßenderes gibt, als für sich selbst zu arbeiten. Er hat allerdings noch keine Kraft, um für den Nächsten zu arbeiten, also zu geben, und deswegen bedürfen wir der Linken Linie, und das ist der Aspekt von Odem de Ima (das Rote der Mutter). Weiterlesen

Rabash, Brief 34

Vorabend von Rosh Ha-Shana, 25. September, 1957

 

An meine Freunde, mögen sie ewig leben.

Nachdem ich euch im imaginären körperlichen Raum näher gekommen bin, hoffen wir auf eine Annäherung der Herzen, denn seit längerem haben wir keine Briefe ausgetauscht. Diese körperliche Tat befördert Einheit, wie man es im Gebet von Rosh ha-Shana aufsagt: „Und sie sollen alle zu einer Vereinigung werden“; dann wird es einfacher, „Deinen Willen aus vollem Herzen zu tun“. Weiterlesen

Dargot 821: Wir werden tun und wir werden hören (2)

Rabash, Dargot Sulam, Artikel 821

Es steht geschrieben: „Und der Mensch Moses war sehr bescheiden.“ Bescheidenheit bedeutet Niedrigkeit – wenn ein Mensch sich selbst gegenüber dem anderen annulliert. Es ist nicht unbedingt eine äußerliche Annullierung, sondern auch eine innerliche. „Äußerlich“ bedeutet etwas, das nach außen offenbart wird, wenn jeder erkennt, dass der Mensch nichts von sich selbst hält, sondern dass er die Freunde auf einer wichtigeren Stufe sieht als sich selbst. Dies zeigt sich an den Handlungen, die er gegenüber den Freunden ausführt.

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Dargot 27: Die drei Linien

Rabash, Dargot Sulam, Artikel 27

Es gibt zwei Linien. Und unter ihnen ist Streit, und jede von ihnen will die Andere vernichten.

Daraus ergeben sich drei Möglichkeiten:

  1. Eine von ihnen vernichtet die andere;
  2. Jede von ihnen will die jeweils andere vernichten, doch keine schafft es, und sie bleiben im Streit.
  3. Sie schließen Frieden.

Die Rechte heißt Kategorie der Vollkommenheit. Der Mensch malt sich also aus, dass er der vollständigste und glücklichste Mensch in der ganzen Welt ist, da er für sich überlegt, wie es dazu kommt, dass ein einfacher Mensch wie er, der keinen Vorteil vor dem Rest der Geschöpfe hat, allein vom Ewigen dazu auserwählt wurde, um Ihm zu dienen. Weiterlesen

Dargot 26: Der keinen Menschen achtet

Dargot Sulam, Artikel 26

Im Vers „Der kein Ansehen achtet und kein Bestechungsgeschenk annimmt“[1], müssen wir verstehen, was die Bedeutung von „der kein Bestechungsgeschenk annimmt“ ist: Wie kann man dem Schöpfer ein Bestechungsgeschenk machen, um den Vers zu erklären: „Der kein Bestechungsgeschenk annimmt.“

Und die Sache ist die, dass bei allen Maßen, die wir in Bezug auf den Ewigen anwenden, das Maß des Menschen gemeint ist. Denn wenn ein Mensch gewohnt ist, durch Geschenke bestochen zu werden, also zu seinem eigenen Genuss, dann ist er schon mal nicht in der Lage, dem Ewigen anzuhaften, da man „an Seine Eigenschaften (wörtl. „Maße“, Anm. Ü.) anhaftet“.

Folglich meint der Vers „Der kein Bestechungsgeschenk annimmt“, dass der Mensch keine Bestechungsgeschenke annehmen soll, wenn er irgendeine Prüfung oder Klärung in der Kategorie von Wahrheit und Lüge durchführen will, denn wenn dort nur irgendeine Absicht zum Eigengenuss vorhanden ist, dann kann er die Wahrheit nicht mehr sehen, „denn Geschenke machen die Weisen blind“[2]. Denn das Licht Chochma[3] kann sich nur dort verbreiten, wo es vollkommen reine Kelim (Gefäße) hinsichtlich des Empfangens für sich selbst gibt.

Im Aspekt von Chassadim (Barmherzigkeit) dagegen kann man es tun, auch wenn es noch nicht vollkommen rein ist, denn wenn man im Aspekt von Chassadim handelt, kann man keinen Schaden anrichten, da dieses Tun im Aspekt des Gebens geschieht. Wenn sich jedoch das Licht Chochma verbreitet, dann ist es in der Kategorie von Wissen und Empfangen, und so kann man Schaden anrichten. Solange der Mensch also nicht von Selbstliebe gereinigt ist, besteht die Korrektur darin, dass er von dem Aspekt von Chochma nichts sehen kann.

[1] 5. Buch Moses 10,17

[2] 5. Buch Moses 16,19

[3] Chochma wörtl. Weisheit, Anm. Ü.

Dargot 24: Was uns im Wesentlichen fehlt

Rabash, Dargot Sulam, Artikel 24

Was uns im Wesentlichen fehlt und weswegen wir keinen Brennstoff für die Arbeit haben, ist der Mangel an der Wichtigkeit des Ziels. Das bedeutet, dass wir nicht wissen, wie wir unseren Dienst einzuschätzen haben, um zu begreifen, wem wir da geben. Und ebenso fehlt die Kenntnis der Größe des Ewigen, damit wir wahrnehmen, wie glücklich wir sind, dass wir dem König dienen dürfen – denn wir haben überhaupt nichts, um Seine Größe begreifen zu können.

Und das heißt in den Worten des Heiligen Sohar Shechinta be-Afra (Shechina im Staub), also dass dem Ewigen zu dienen uns so wichtig wie Staub erscheint. Und auf jeden Fall haben wir keinen Brennstoff für die Arbeit, denn ohne Genuss gibt es auch keine Kraft für die Arbeit. Denn da, wo die Selbstliebe leuchtet, schöpft der Körper Lebenskraft daraus. Bei der Arbeit des Gebens dagegen fühlt der Körper keinen Geschmack von Genuss und ist gezwungen, „unter seiner Last zusammenzubrechen“[1]. Weiterlesen

Notiz 22: Und nun Israel, höre

korr, EY, 4.7.2024

Rabash, Notizen

Notiz 22

„Und nun Israel, höre die Gesetze (Chukim) und die Rechtsordnungen (Mishpatim)[1] … Ihr sollt nichts hinzutun zu dem Worte, das ich euch gebiete, und sollt auch nichts wegnehmen, damit ihr die Gebote des Ewigen, eures Gottes, wahret, die ich euch gebiete.[2]

Hier müssen wir verstehen, was ein Gesetz (Chok) und was eine Rechtsordnung (Mishpat) ist. Und die Schrift präzisiert: „Ihr sollt nichts hinzutun zu dem Worte, das Ich euch gebiete, und sollt auch nichts wegnehmen“, und in beiden Fällen, im Hinzufügen wie im Wegnehmen muss man genau sein, gemäß dem Wortlaut des Gebotes.

Es gibt einen Unterschied zwischen denen, die in der Absicht arbeiten, zu geben oder um eine Belohnung zu erhalten.
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Dargot 20: Der Wille zu empfangen

Rabash, Dargot Sulam, Artikel 20

Wir müssen das in den Büchern erläuterte Prinzip verstehen, dass das Endziel darin besteht, dass der Mensch zu einem Zustand gelangt, in dem er empfängt um zu geben. Hier muss man überlegen, ob der Mensch nicht letztendlich Genuss daraus schöpft, da er sonst nicht geben kann. Denn es ist ganz und gar unmöglich, dass der Mensch eine Handlung ausführt, an der er keinen Genuss hat. Weiterlesen