Chanukka – das Fest des Lichtes in mir! 

Wenn ein Mensch in seinem Inneren richtig die 3 Eigenschaften „Kerze“, „Öl“ und „Docht “ organisiert, kommt er zu einem Zustand, der Chanukka heißt (abgeleitet von „chanu ko“ – hier stehen geblieben). Also eine kleine Verschnaufpause in der Mitte des Weges. Das „Öl“ ist unser Material, das Verlangen zu empfangen, das Innere vom Kli. Das Öl ist nicht fähig, sich selbst zu entzünden. Das geht nur mithilfe des Dochtes.

Der Docht soll ins Öl eingetaucht werden und gleichzeitig aus dem Öl herausragen– der Docht symbolisiert den Schirm (Massach), den wir getrennt von egoistischen Verlangen aufbauen (abgetrennt vom Öl). Der Teil des egoistischen Verlangens, den wir in den Massach eintauchen können – d.h. Öl, das den Docht durchtränkt,– nur dieser kann brennen, und das heißt mit dem höheren Licht in Kontakt zu treten.

Das funktioniert aber nur unter der Bedingung, dass das Öl nicht nur in den Docht eindringt, sondern höher steigt als der Pegel des Öls (Egoismus) – hin zu Bina, zu dem Licht, dem Geben! Nur dann kann es leuchten! Das Licht kommt vom oberen Teil des Dochtes, der nach außen ragt und die Verbindung mit dem Öl (Egoismus) verliert.

Das reflektierte Licht, die Flamme, die von unten nach oben steigt, erreicht Keter der 10 Sefirot des reflektierten Lichtes und dadurch wird die Verbindung zwischen dem reflektierten Licht und der Kraft des Verlangens zu empfangen, dem Egoismus, von welchem die Kraft des Brennens ausgeht, fast getrennt. Das Öl steigt nach oben durch den Docht und nur da wird der Kontakt hergestellt, die Ähnlichkeit  der Eigenschaften zwischen dem Öl im Docht und dem Licht. Nur zusammen können sie brennen. Das Licht kann nicht leuchten, bevor es sich nicht mit dem Docht und dem Öl im Docht verbindet.

Wenn man sich die brennende Kerze vorstellt, kann man die innere Arbeit des Menschen verstehen: was sollen wir mit uns machen, damit unsere Seele die Gleichheit mit dem Licht erreicht, mit dem Schöpfer. Das Verlangen verschwindet nicht, aber es soll komplett an den Massach angedockt sein, an den Docht. Daraus bilden wir unsere mittlere Linie, so wie wir unser Verlangen (das Öl) ins Innere des Dochtes einschließen können.

In den Massach kann nur ein kleiner Teil des Verlangens eingeschlossen werden. Der Docht symbolisiert die Achse, den dünnen Faden, der die Übereinstimmung zwischen dem Verlangen und dem Licht misst. Der Massach, die mittlere Linie, wird aus 2 Kräften aufgebaut: dem Öl und dem Docht, linke und rechte Linie. Die rechte Linie ist das Geben, das Licht, und die Linke ist das Empfangen, das Öl. Die mittlere Linie, die wir aus 2 höheren Eigenschaften (Nehmen und Geben) erschaffen, heißt die Seele.

Spirituelle Funken: Baal HaSulam, Brief Nr. 25

Wer zur Liebe zurückkehrt, wird mit vollständiger Anhaftung (Dvekut), d.h. der höheren Welt, belohnt, und wer sündigt, befindet sich weiter in unserer Welt. Dies sind die beiden am weitesten entfernten Punkte in der ganzen Realität.

Auf den ersten Blick müsste man „Rückkehr“ (Tshuva) als „Vollkommenheit“ (Shlemut) bezeichnen. Doch dieses Wort verweist darauf, dass alles von Anfang an bereitet ist und jede Seele bereits in ihrem ganzen Licht, in Güte und Ewigkeit weilt. Nur wegen des „Brotes der Scham“ ist die Seele aus diesem Zustand mittels Einschränkungen ausgetreten, bis sie sich schließlich in einen trüben Körper hüllte. Nur dank ihm kehrt sie zu ihrer Wurzel zurück, wo sie sich vor der Einschränkung befand, mit einer Belohnung für diesen ganzen schrecklichen Weg, den sie zurückgelegt hat. Im Grunde stellt diese Belohnung die wahre Verschmelzung dar. Mit anderen Worten befreit sich die Seele vom „Brot der Scham“, da ihr Gefäß des Empfangens sich in ein Gefäß des Gebens verwandelt und sie sich in ihren Eigenschaften ihrem Erschaffer angleicht.

Spirituelle Funken: RABASH, Artikel Nr. 10 (1984): „Welche Stufe muss der Mensch erreichen, um nicht wiedergeboren zu werden?”

Es gibt das Gleichnis von einem König, der seinem Sohn, der im Ausland lebte, eine große Menge Goldmünzen schicken wollte. Alle Bewohner seines Königreichs waren Diebe und Betrüger. Er kannte keinen Boten, dem er vertrauen konnte. Was tat er? Er tauschte die Goldmünzen in kleine Münzen und versandte sie mit einer großen Anzahl von verschiedenen Boten. Jeder einzelne Bote entschied, dass solch unbedeutende Beute es nicht wert war, den Zorn des Königs zu provozieren. 

Auf die gleiche Weise können in einer Vielzahl von Tagen, durch eine Vielzahl von Seelen die Teile (heilige Funken) der Seele Adam Harishon, die von dem Bösen, den egoistischen Kräften (Klipot) nach der Sünde vom Baum der Erkenntnis getrennt wurden, verbunden werden. Die „Vielzahl der Seelen“ repräsentieren die inneren Lichter und leuchten in der Gegenwart. „Die vielen Tage“ stehen für das äußere Licht, welches die Zukunft beleuchtet. Alle heiligen Funken bilden zusammen das ursprüngliche Licht, in dessen Gegenwart Adam HaRishon sündigte und dadurch wird das Ende der Korrektur kommen.

Spirituelle Funken: Baal HaSulam, „600.000 Seelen“

Es gibt in der Tat nur eine Seele in der Welt, wie es geschrieben steht (1. Mose 2,7), „und hauchte in seine Nasenlöcher die Seele [auch „Atem“ auf Hebräisch] des Lebens“. Dieselbe Seele existiert in allen Kindern Israels, vollständig in jedem einzelnen, wie bei Adam HaRishon, da das Spirituelle unteilbar ist und nicht geteilt werden kann – was eher ein Merkmal der körperlichen Dinge ist.

Zu sagen, dass es 600.000 Seelen und Seelenfunken gibt, erscheint vielmehr so, als ob es durch die Macht des Körpers eines jeden Menschen geteilt wird. Mit anderen Worten: Zuerst weigert sich der Körper und verwehrt die Ausstrahlung der Seele vollständig, und durch die Kraft der Tora und Mitzva [Gebotes] wird der Körper gereinigt, und in dem Maße, wie er gereinigt wird, erstrahlt die gemeinsame Seele in ihn.

 

Spirituelle Funken: Rabash. Artikel 3 (1985): „Die Bedeutung von Wahrheit und Glaube“.

Man gab uns den Weg des Glaubens, der über dem Verstand steht, nämlich unsere Empfindungen und unseren Verstand nicht zu berücksichtigen, sondern zu sagen, wie es geschrieben steht: „Sie haben Augen und sehen nicht. Sie haben Ohren und hören nicht.“ Vielmehr sollten wir glauben, dass der Schöpfer mit Sicherheit der Hüter ist, und Er weiß, was gut für mich ist und was nicht gut für mich ist. Deshalb möchte Er, dass ich meinen Zustand so fühle, wie ich mich fühle, und für mich selbst ist es mir egal, wie ich mich fühle, denn ich will arbeiten, um zu geben.

Deshalb ist die Hauptsache, dass ich für den Schöpfer arbeiten muss. Und obwohl ich das Gefühl habe, dass es in meiner Arbeit keine Vollkommenheit gibt, bin ich doch im Gefäß des Oberen, d.h. aus der Perspektive des Oberen, absolut vollkommen, wie es geschrieben steht: „Die Verstoßenen werden nicht von Ihm verstoßen werden“. Daher bin ich mit meiner Arbeit zufrieden – dass ich das Privileg habe, dem König auch in der niedrigsten Stufe zu dienen. Auch das betrachte ich als ein großes Privileg, dass der Schöpfer mir erlaubt hat, ihm zumindest bis zu einem gewissen Grad näher zu kommen.

 

Rabash 1990/1 Was bedeutet „Mögen wir der Kopf und nicht der Schweif sein“ in der Arbeit?

Wenn daher ein Mensch den Weg der Weisen gehen will, wird uns gesagt, dass er das mit geschlossenen Augen tun müsse. Sonst gelangt Staub in seine Augen. Also etwas, das nicht wichtig ist. Das wird Staub genannt und es gibt nichts Niedrigeres. Und da der Mensch über Vernunft und Intellekt verfügt, um alles entsprechend der Vernunft zu verstehen, wird uns gesagt, den Glauben an die Weisen anzunehmen.

Doch ein Mensch will diesen Weg verstehen. Aber solange ein Mensch unter der Kontrolle des Verlangens für sich selbst zu empfangen gefangen ist, weiß er nichts über Gut und Böse, sondern muss alles entsprechend den Vorgaben der Weisen akzeptieren. Und wenn nicht, gelangt Staub in die Augen und man kann den Weg nicht fortsetzen. Doch wenn er die Worte der Weisen nicht kritisiert und sie nicht innerhalb des Verstandes annehmen will, werden wir besonders dadurch mit der Erkenntnis von „Kedusha“ – Heiligkeit belohnt.

Denn das ganze Thema der Arbeit über dem Verstand betrifft uns, weil wir vollkommen in der Eigenliebe versunken sind. Durch die Arbeit über dem Verstand allerdings werden wir der Gefäße des Gebens würdig.

Rabash. Artikel 4 (1989), „Was ist eine Wasserflut in der Arbeit?

Es gibt um die Sache über dem Verstand. Dies wird so gesehen, dass man mit geschlossenen Augen gehen will, was bedeutet, dass, obwohl der Verstand und die Sinne nicht verstehen, was unsere Weisen uns sagen, sie den Glauben an die Weisen auf sich nehmen und sagen, dass wir den Glauben an die Weisen auf uns nehmen müssen, wie geschrieben steht: „Und sie glaubten an den Herrn und an seinen Knecht Moses“. Ohne Glauben kann in der Spiritualität nichts erreicht werden.

 

Rabash. Ausgewählte Notizen. Artikel 632. „Ich werde mich immer sehnen“

„Ich werde mich immer sehnen und will all Deine Herrlichkeit vermehren“ (Psalmen 71,14).

Wir sollten das so interpretieren, dass, wenn man spürt, dass man der Kedusha [Heiligkeit] nahe ist, und es muss so sein, dass der Schöpfer ihn heranzog, den Schöpfer dafür loben muss, dass er ihn aus seiner Niedrigkeit herausgerissen und in einen Zustand der Empfindung der Kedusha geführt hat. Aber man sollte sich nicht damit zufrieden geben, obwohl er seinen Zustand schätzen sollte, und zwar so sehr, wie er ihn als sehr wichtig beschreiben kann, was bedeutet, dass, so sehr er auch in der Lage sein mag, seine Wichtigkeit zu schätzen, diese Eigenschaft immer noch höher ist als seine Errungenschaft.

Dennoch sagt er: „Ich werde mich immer sehnen“, was bedeutet, dass es höhere Stufen gibt, als ich sagen kann.

Aber wie ist das möglich? Denn wie kann etwas, so wichtig es auch sein mag, wichtiger sein als das, was dargestellt werden kann? In diesem Zusammenhang bedeutet „Ich werde mich immer sehnen“, dass ich in der Lage sein werde, eine wichtigere Realität darzustellen, als ich sie jetzt darstellen kann. Natürlich: „Ich werde all Seine Herrlichkeit vermehren“. Daraus folgt, dass ich, auch wenn ich Ihn jetzt für den Augenblick preise, dadurch, dass ich mich immer danach sehne, dass ich mehr Verständnis für Seine Wichtigkeit erlangen kann, mehr Ruhm hinzufügen kann.

Spirituelle Funken: Baal HaSulam, Shamati 83: „Die rechte Waw und die linke Waw“.

In jedem Zustand, in dem man sich befindet, kann man Diener des Schöpfers sein, da man nichts benötigt, sondern alles über dem Verstand macht. Es stellt sich heraus, dass man keine Mochin benötigt, mit denen man Diener des Schöpfers sein kann.

Nun können wir interpretieren, was geschrieben steht: „Decke den Tisch vor mir auf, gegen meine Feinde.“ Tisch bedeutet, wie geschrieben steht: „Und er schicke sie aus seinem Haus. Und sie verlasse sein Haus und gehe“. Ein Shulchan (Tisch) ist wie weShalcha (und schickte sie fort[…]), gemeint ist der Austritt aus der Arbeit.

Wir sollten interpretieren, dass man selbst während des Verlassens der [spirituellen] Arbeit, im Zustand des Abstiegs, immer noch einen Ort zum Arbeiten hat. Das bedeutet, wenn jemand sich während des Abstiegs über dem Verstand durchsetzt und sagt, dass auch die Abstiege ihm von Oben gegeben wurden, dadurch die Feinde ausgelöscht werden. Denn die Feinde dachten, dass die Person durch die Abstiege völlige Niedrigkeit erreichen wird und vor dem Feldzug flüchten würde, aber am Ende geschah das Gegenteil – die Feinde wurden zunichte gemacht.

Dies ist die Bedeutung des Verses: „der Tisch, der vor dem Herrn ist“, sodass er genau auf diese Weise das Gesicht des Schöpfers empfängt. Und dies ist die Bedeutung der Überwindung aller Urteile, selbst die größten Urteile, denn er nimmt das Joch des himmlischen Königreichs zu allen Zeiten an. Das heißt, er findet immer einen Ort für die Arbeit, wie geschrieben steht, dass Rabbi Shimon Bar-Yochai sagte: „Es gibt keinen Ort, an dem man sich vor Ihm verstecken kann.“

Spirituelle Funken: Baal HaSulam, Shamati 33: „Die Lose vom Jom Kippur und bei Haman“.

Tatsächlich müssen wir wissen, dass jene Dinge, die dem Menschen erscheinen, als würden sie der Lenkung von „gut und Gutes tuend“ widersprechen, nur dazu da sind, damit der Mensch gezwungen sei, dann, wenn er die Widersprüche überwinden möchte, das Höhere Licht auf die Widersprüche zu ziehen.

Sonst kann er diese nicht überwinden. Dies wird „die Erhabenheit des Schöpfers“ genannt, die er ausdehnt, wenn er die Widersprüche hat, die Dinim (Urteile) genannt werden.

Dies bedeutet, dass die Widersprüche nur aufgelöst werden können, wenn man sie überwinden möchte, indem man die Erhabenheit des Schöpfers ausdehnt. Daraus folgt, dass es eben jene Dinim sind, die das Anziehen der Erhabenheit des Schöpfers bewirken. Dies ist die Bedeutung von „und warf ihm den Mantel zu“. Dies bedeutet, dass man danach den ganzen Aderet Sear (Haar-Mantel) Ihm zuschreibt, also dem Schöpfer. Es bedeutet, dass man nun sieht, dass der Schöpfer ihm diesen Mantel mit Absicht gegeben hat, damit er das Höhere Licht darauf ziehe.

Dies kann man jedoch nur danach sehen, was bedeutet, nachdem man bereits das Licht erlangt hat, dass auf diesen Widersprüchen und Dinim ruht, die er zu Beginn hatte. Dies ist so, weil er sieht, dass es ohne die Searot (Haare), das heißt ohne die Abstiege, keinen Ort für das Höhere Licht gäbe, wo es verweilen könnte, da es kein Licht ohne Kli (Gefäß) gibt.

Daher sieht man, dass all die Erhabenheit des Schöpfers, die man erlangt hat, wegen der Searot (Haare) und der Widersprüche, die man hatte, war. Dies ist die Bedeutung von „der Schöpfer in der Höhe ist allmächtig.“ Es bedeutet, dass die Erhabenheit des Schöpfers durch Aderet erlangt wird.

Spirituelle Funken: Rabash. Verschiedene Anmerkungen, Artikel 128. „Verherrlicht den Herrn, unseren Gott“

„Verherrlicht den Herrn, unseren Gott, und verneigt euch vor seinem heiligen Berg, denn der Herr, unser Gott, ist heilig.“

„Erhabenheit“ bedeutet, dass wir die Erhabenheit und Größe des Schöpfers nur durch Dvekut [Anhaftung] und Gleichwertigkeit der Form erreichen können, wenn wir die Erhabenheit und Größe des Schöpfers erkennen wollen. Was ist also „Äquivalenz der Form“ und wie erreicht man diese Gleichheit der Form?

„Verneigt euch vor seinem heiligen Berg.“ Verbeugung bedeutet Hingabe. Es ist, wenn man seinen Verstand herabsetzt und sagt, dass das, was der Verstand versteht oder nicht versteht, dass ich dies annulliere und unterwerfe. Vor welcher Eigenschaft unterwerfe ich es? Vor „seinem heiligen Berg“. Har [Berg] bedeutet Hirhurim [Reflexionen], also Gedanken. „Heilig sein“, „heilig“ bedeutet von der Materie getrennt. Das bedeutet, dass er sich selbst von dem Wunsch des Empfangens entfernt. „Verbeugen“ bedeutet, den Körper zu unterwerfen, auch wenn er anderer Meinung ist, und nur Gedanken von Kedusha [Heiligkeit] auf sich zu nehmen. Das ist die Bedeutung von „Verbeuge dich vor seinem heiligen Berg“.

Warum müssen wir uns den Gedanken von Kedusha unterwerfen, d.h. uns vom Empfangen zurückziehen, um zu empfangen? Es ist, weil „Der Herr, unser Gott, heilig ist“, denn der Schöpfer gibt nur. Aus diesem Grund muss man mit dem Schöpfer in der Gleichwertigkeit der Form sein, und dadurch können wir die Erhabenheit des Schöpfers erlangen. Danach können wir die Errungenschaft der Erhabenheit des Herrn, unseres Gottes, erreichen.

 

Spirituelle Funken: Baal HaSulam, Shamati 212. „Umarmung der Rechten, Umarmung der Linken“

Es gibt die Umarmung der Rechten, und es gibt die Umarmung der Linken, und beide müssen auf ewig sein. Das bedeutet, solange der Mensch sich im Zustand der „Rechten“ befindet, soll er denken, dass es gar keinen Aspekt der „Linken“ auf der Welt gibt. Und genauso in der Zeit, da er sich der Linken widmet: Solange soll er denken, dass es keinen Aspekt der „Rechten“ auf der Welt gibt. 

„Rechts“ bedeutet die persönliche Vorhersehung. Und „links“ bedeutet die Führung durch Belohnung und Strafe. Und auch wenn es den Verstand gibt, der ihm sagt, dass es vollkommen unmöglich sei, dass die Rechte und die Linke zu einem verbunden sind, so muss er doch über dem Verstand arbeiten, also dass der Verstand ihn nicht stoppen wird.

Das Wichtigste ist das über dem Verstand. Das bedeutet, seine ganze Arbeit wird daran gemessen, wie viel er über dem Verstand arbeitet. Und obwohl er später ins Innere vordringt, bedeutet das nichts, da seine Basis über dem Verstand ist, und so wird er immer aus seiner Wurzel saugen.  

Wenn er aber in den Verstand eindringt, dann will er gerade innerhalb des Verstandes saugen. Doch dann verschwindet das Licht augenblicklich, und wenn er [es] ausbreiten will, dann muss er über dem Verstand beginnen, denn dies ist seine ganze Wurzel. Und dann gelangt er zum Verstand der Heiligkeit. 

 

Spirituelle Funken: Rabash Artikel 4 (1989), „Was ist eine Wasserflut in der Arbeit?

Das Gesetz besagt, dass die mittlere Linie eine Verschmelzung der beiden Linien ist. Da Kedusha, die rechte Linie Vollkommenheit ist, im Hinblick auf den Glauben über dem Verstand und die linke Linie bedeutet, dass man innerhalb des Verstandes sieht, dass man unvollständig ist, aber es ist ganz das Gegenteil, man ist voller Mängel.

Aus diesem Grund besteht die mittlere Linie aus zwei Linien. Das heißt, es ist unmöglich, sich über den Verstand zu erheben, bevor man mit dem Verstand die Situation erkannt hat, wie sie innerhalb des Verstandes erscheint. Dann kann man sagen, dass man nicht darauf schaut, wozu der Verstand einen verpflichtet. Vielmehr geht man über den Verstand hinaus und glaubt an die Weisen, an das, was die Weisen sagen, und benutzt nicht seinen eigenen Verstand.

Aber wenn es keinen Verstand und keine Vernunft gibt, die zu einem sprechen, kann man nicht sagen, dass man sich über den Verstand erhebt. Deshalb wird die mittlere Linie „Frieden“ genannt, da sie die beiden Linien braucht. Das heißt, dass man zwei entgegengesetzte Linien hat und beide braucht.

 

Spirituelle Funken: Baal HaSulam. Shamati 205. Die Weisheit klagt draußen in den Straßen.

„Die Weisheit klagt laut draußen, auf den Plätzen lässt sie ihre Stimme hören.“ „Wer einfältig ist, kehre hier ein. Wer unverständig, den spricht sie an.“ Das bedeutet, sobald der Mensch der Anhaftung an den Schöpfer würdig wird, sagt ihm die heilige Shechina, dass der Grund, warum er zuvor einfältig sein musste, nicht darin liegt, dass er in Wahrheit so ist, sondern weil er herzlos war. Denn wir sagen: „Und alle glauben, dass Er der Gott des Glaubens ist.“

Das bedeutet, wenn wir später der wahren Dwekut (Anhaftung) würdig werden, wird es nicht als „einfältig“ bezeichnet, damit man sagt, dass er über dem Verstand ist. Vielmehr muss er arbeiten und glauben, dass seine Arbeit über dem Verstand ist, obwohl seine Sinne und Gefühle ihm sagen, dass sein Dienst innerhalb des Verstandes ist. Es ist das Gegenteil: Zuvor sah er, dass der Verstand nicht zur Arbeit und zum Dienst verpflichtet, und er musste über dem Verstand arbeiten und sagen, dass es darin wahren Verstand gibt. Er glaubt also, dass sein Dienst die wahre Wirklichkeit ist. Und danach wendet es sich zum Gegenteil: Seine ganze Arbeit verpflichtet seinen Verstand. Das heißt, die Dwekut (Anhaftung) verpflichtet zum Arbeiten. Er glaubt aber daran, dass alles, was er innerhalb des Verstandes sieht, über dem Verstand ist. Zuvor war dies aber anders, wenn alles, was über dem Verstand schien, innerhalb der Form des Verstandes war.

Spirituelle Funken: Baal HaSulam. Shamati 207. Empfangen, um zu geben.

Dies ist nur, weil er sich zuvor vorbereitet hatte, indem er den Aspekt „über dem Verstand“ auf sich nahm.

Das heißt, indem er sich der Anhaftung (Dwekut) gewidmet und sich der Wurzel angehaftet hatte, wurde er des Aspekts des Verstandes würdig. Das bedeutet, dass der Verstand, den er im Aspekt des Glaubens erfasst hat, eine wahre Enthüllung war. Dadurch wird klar, dass er den Aspekt „über dem Verstand“ als das Wesentliche schätzt, und er schätzt auch den Verstand, also dass er nun der Enthüllung Seiner Namen zur Heranziehung der Fülle würdig wurde.

Daher muss er jetzt mittels des Verstandes stärker werden und ein höheres Maß von über dem Verstand auf sich nehmen, da die Anhaftung (Dwekut) an die Wurzel hauptsächlich durch den Glauben stattfindet und dies den Kern seines Ziels ausmacht. Und das heißt Kabbala (empfangen), gemeint ist der Verstand, der auf ihn ausgebreitet wurde, um zu geben, was ihn in die Lage versetzt, den Aspekt des Glaubens über dem Verstand in sowohl quantitativ als auch qualitativ größtem Ausmaß auf sich zu nehmen.

 

Spirituelle Funken: Rabash. Artikel 21 (1986), „Betreffend über dem Verstand“.

Man muss sagen: „Nun sehe ich, dass der wahre Weg jener über dem Verstand ist. Und der Beweis dafür ist die Tatsache, dass ich nun mit einem Leuchten von Oben belohnt wurde, allein weil ich es auf mich genommen habe, über dem Verstand zu handeln. Deshalb wurde ich vom Schöpfer belohnt, indem er mich Ihm etwas annäherte und mir ein gewisses Erwachen von Oben gab“.

Und dieses Leuchten, das er nun empfing, gibt ihm die Antwort auf all seine Fragen. Es zeigt sich, dass dies auf die Arbeit über dem Verstand hinweist. Was soll ich nun tun, damit ich über dem Verstand weitermache? Es gilt lediglich, sich zu überwinden und nach Möglichkeiten Ausschau zu halten, wie er seine Arbeit in über dem Verstand einkleiden kann.

Es zeigt sich, dass er dadurch seinen Glauben überhaupt nicht beschädigt hat, da er bereits wandelte, bevor er mit einem Leuchten von Oben belohnt wurde. Denn auch jetzt erhält er kein Leuchten für sein Fundament, um darauf die Struktur seiner Arbeit zu begründen. Er ist vielmehr davon überzeugt, dass er auf dem richtigen Weg geht, welcher der Glaube über dem Verstand ist. Nur in dieser Form der Arbeit bringt ihn der Schöpfer näher an Sich heran und gibt ihm Platz, sich Ihm anzunähern, da diese Annäherung ihn nicht in die Gefäße des Empfangens fallen lässt, welche „innerhalb des Verstandes“ genannt werden, da der Schöpfer sieht, dass er sich bemüht, nur über dem Verstand zu handeln.

 

Spirituelle Funken: Rabash. Artikel 2 (1987), „Die Bedeutung der Erkenntnis des Bösen“.

Die Arbeit, die die Vorbereitung auf den Eintritt in die wahre Spiritualität darstellt. Das heißt, wenn er es auf sich nimmt, an die Bedeutung des Schöpfers über den Verstand zu glauben, muss er auf sich nehmen, dass er speziell im Glauben über den Verstand gehen will. Auch wenn ihm der Grund gegeben wurde, die Größe des Schöpfers  im Verstand zu sehen, zieht er den Glauben über dem Verstand vor, weil er „wegen der Ehre des Schöpfers die Sache verbirgt“, was als Wunsch angesehen wird, über den Verstand zu gehen. Genau dann wird er zu einem Kli [Gefäß], das geeignet ist, Spiritualität zu empfangen, da er sich überhaupt nicht um sich selbst kümmert, sondern alle seine Absichten nur darauf ausgerichtet sind, dem Schöpfer zu geben. Aus diesem Grund besteht nicht mehr die Befürchtung, dass, sollte ihm eine Erleuchtung zuteil werden, diese in die Gefäße der Aufnahme gelangt, da er immer versucht, die Eigenliebe zu verlassen.

 

Spirituelle Funken: Baal HaSulam. Shamati 200. „Die Reinigung des Masach“

Die Reinigung (Hisdakchut) des Massach, die im Parzuf stattfindet, führt auch dazu, dass das Licht sich entfernt. Denn das Licht kann nach dem Zimzum (Einschränkung) nur im Kli des Massach wahrgenommen werden, welcher die zurückweisende Kraft darstellt. Und dies ist die Essenz des Kli.

Und wenn jenes Kli verschwindet, dann verschwindet auch das Licht, das heißt, das Kli wird als Glauben über dem Verstand erachtet. Und dann tritt das Licht zutage.

Wenn das Licht zutage tritt, dann liegt es in seiner Natur, das Kli zu reinigen, also das Kli des Glaubens zu annullieren. Da es so ist, das heißt, weil es in ihm zu einer Form des Wissens wird, entfernt sich das Licht augenblicklich von ihm. Deswegen muss man darauf achten, dass man das Kli des Glaubens vergrößert, also den Massach über dem Wissen, und dann wird die Fülle nicht vor ihm Halt machen.

Und das ist die Bedeutung davon, dass es jedem Kli an Licht mangelt, also dass es nicht vom Licht erfüllt ist, welches ihm fehlt. Es folgt, dass jeder Ort, an dem es ihm fehlt, zum Ort für den Glauben wird. Wäre es gefüllt, dann hätte kein Kli die Möglichkeit, ein Ort für den Glauben zu sein.

 

Spirituelle Funken: Rabash. Artikel 24 (1991), „Was bedeutet es, dass man in der Arbeit einen Sohn und eine Tochter gebären soll?“

Wenn man sieht, dass man nach all den Strapazen nicht aus der Herrschaft des Willens, für sich selbst zu empfangen, herauskommen kann, dann sieht man mit dem Verstand, dass nur der Schöpfer helfen kann.

Daraus folgt, dass das, was unsere Weisen sagten: „Die Lust des Menschen überkommt ihn jeden Tag, und wäre da nicht die Hilfe des Schöpfers, könnte er es nicht überwinden“, er braucht nicht an diesen obigen Grund zu glauben, so wie gewöhnliche Arbeiter des Schöpfers, die Tora und Mitzvot beachten, „über den Verstand“ glauben, dass es so ist, dass der Schöpfer ihnen hilft. Vielmehr müssen die Menschen, die arbeiten wollen, um zu geben, für die es im Rahmen des Verstandes liegt, so weit zu gehen, dass sie über den Verstand hinaus glauben müssen, dass der Schöpfer ihnen helfen kann, aus der Herrschaft des Willens zum Empfangen herauszukommen.

 

Spirituelle Funke: Rabash. Artikel 23 (1989), „Was bedeutet, wenn er das bittere Kraut schluckt, kommt er nicht wieder heraus, in der Arbeit?“

Selbst wenn er erkennt, dass der Schöpfer ihm helfen kann, und er versteht, dass der wahre Rat nur ein Gebet ist, kommt der Körper und lässt ihn erkennen: „Du siehst, wie viele Gebete du schon gebetet hast, aber du hast keine Antwort von oben erhalten. Warum sich also die Mühe machen, dafür zu beten, dass der Schöpfer dir helfen wird? Du siehst, dass du keine Hilfe von oben bekommst.“ Zu diesem Zeitpunkt kann er nicht beten. Dann müssen wir uns noch einmal im Glauben über den Verstand erheben und glauben, dass der Schöpfer das Gebet jedes Mundes erhört, und es spielt keine Rolle, ob die Person geschickt ist und gute Eigenschaften hat oder nicht. Vielmehr muss er sich überwinden und über den Verstand hinaus glauben, auch wenn sein Verstand ihm diktiert, dass er, da er viele Male gebetet hat, aber immer noch keine Antwort von oben erhalten hat, wie kann er kommen und noch einmal beten? Auch das erfordert Überwindung, das heißt, sich über den Verstand zu erheben und zu beten, dass der Schöpfer ihm hilft, seine Sichtweise zu überwinden und zu beten.