Gute-Nacht-Text, RABASH, 1987/14 „Der Zusammenhang zwischen Pessach, Matza und Maror“

Die Ägypter verleiteten sie zum Gedanken, dass es vorteilhafter ist, um des Empfangens willen zu arbeiten, da sie auf diese Weise jeden Tag sehen würden, wie sie durch ihre guten Taten vorankommen. Wenn sie die Arbeit auf die Art Israels ausführen, werden sie merken, dass dies sehr schwierig ist, da sie in ihrer Arbeit keinen Fortschritt erkennen können.

„Mit weichem Mund“ bedeutet, dass die Ägypter sie glauben ließen, dass die Arbeit für sie leichter ist, wenn sie ihrem eigenen Weg folgen würden. Dies wird „weich“ genannt, was bedeutet, dass es so leichter ist, in der heiligen Arbeit voranzukommen.

Dadurch machten ihnen die Ägypter das Leben mit der harten Arbeit „bitter“. Denn sie ließen in ihnen immer wieder den Gedanken aufkommen, dass diese Arbeit „harte Arbeit“ genannt wird und deshalb nichts für sie sei.

Artikel 71, Die Bedeutung des Exils

Rabash, Artikel 71, Die Bedeutung des Exils

„Wenn Israel im Exil ist, ist die Shechina [Göttlichkeit] mit ihnen.“ Das bedeutet, dass, wenn jemand in einen Abstieg gerät, die Spiritualität auch mit ihm absteigt. Aber warum kommt er nach der Regel „eine Mitzwa [Gebot] bewirkt eine Mitzwa“ in einen Abstieg? Antwort: Er erhält einen Abstieg von Oben, damit er spürt, dass er im Exil ist und um Gnade bitten soll, aus dem Exil befreit zu werden. Dies wird „Erlösung“ genannt, und es kann keine Erlösung geben, wenn es nicht zuerst ein Exil gibt. Weiterlesen

Rabash, Brief 3

Brief Nr. 3
Vayechi Yaakov (Und Jakob lebte), 2. Januar 1955, Tel-Aviv

An meine lieben und treuen Freunde,
Ich habe den Brief gelesen, der von … unterzeichnet ist, und ich habe mich sehr darüber gefreut, dass ihr die Arbeit der Freundesliebe auf euch genommen habt. Was eure erste Frage betrifft, so kann ich sie nicht schriftlich beantworten, da es sich um Angelegenheiten handelt, die nur mündlich besprochen werden sollten und es nicht ratsam ist, sie aufzuschreiben. Weiterlesen

Zu den Hörtexten von Rabash

Hier kannst du dir viele Quelltexte von Rabash vorlesen lassen! Viel Spass beim Zuhören!

 

Gute-Nacht-Text, RABASH, 1989/22, „Warum werden vier Fragen speziell in der Pessachnacht gestellt?“

„Wenn ein Mensch innerhalb des Verstandes gehen will, wird dies „Sünde vom Baum der Erkenntnis“ genannt. Diese Sünde zeigt sich auf zwei Arten, das heisst, in zwei Fragen, die von ihr ausgehen. Die Erste Frage stellt der Pharao: Wer ist dieser Herr, dass ich seiner Stimme gehorchen sollte? Was heißt, dass es im Allgemeinen schwierig ist, etwas zu glauben, was dem Verstand widerspricht. Die zweite, sich daraus ergebende Frage ist: Warum sollte man arbeiten, um dem Schöpfer zu dienen, und nicht sich selbst? Mit anderen Worten: Was werde ich dadurch erhalten, wenn ich für den Schöpfer arbeite und nicht für mich?“

Gute-Nacht-Text, Shamati 52, „Eine Übertretung löscht eine Mitzwa nicht aus.“

Ich hörte eine weitere Parabel, die er [Baal HaSulam] über zwei Freunde erzählte. Einer von ihnen wurde ein König, der andere hingegen war sehr arm. Und er hörte, dass sein Freund ein König geworden war. Der Arme ging zu seinem Freund, dem König, und erzählte ihm von seinem schlechten Zustand.

Der König gab ihm einen Brief an den Schatzmeister, auf dass er zwei Stunden lang so viel Geld erhalten sollte, wie er wollte. Der Arme kam mit einer kleinen Schachtel zur Schatzkammer, ging hinein und füllte die kleine Schachtel mit Geld.

Als er heraus kam, trat der Schatzmeister gegen die Schachtel, und alles Geld fiel auf den Boden. Es ereignete sich dies einige Male, und der arme Mann weinte, warum er dies mit ihm mache. Schließlich sagte er, all das Geld, das du die ganze Zeit genommen hast, ist deines, und du kannst alles nehmen. Du hattest nämlich nicht die geeigneten Behälter, um genug Geld aus der Schatzkammer zu nehmen. Deswegen wurde dir dieser Streich gespielt.

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Gute-Nacht-Text, RABASH, 1989/19, „Komm zum Pharao -1“

Wir sollten darauf achten, auch in den schlimmsten Zuständen zu glauben, nicht vor der Arbeit zu fliehen, und immer darauf zu vertrauen, dass der Schöpfer einem Menschen hilft und ihm gibt, was und wieviel er braucht.

“In der Wahrheit” ist jemand, der versteht, dass er die Hilfe vom Schöpfer braucht, weil er weiter von Ihm entfernt ist, als alle anderen und genau deshalb, wird er erhört. Denn es steht geschrieben: „Der Herr ist denen mit zerbrochenem Herzen nahe und rettet jene, die im Geist zerschlagenen sind.“

RABASH, 1991/17, „Was bedeutet, „denn ich habe sein Herz verhärtet“, in der Arbeit?“

Wenn jemand arbeiten will, um zu geben, d.h. Dwekut mit dem Schöpfer zu erreichen, muss er die Wahrheit sehen: Es liegt nicht in den Händen des Menschen, da es der Natur widerspricht, mit der er geboren wurde. Nur der Schöpfer kann ihm eine zweite Natur geben, aber ohne einen Mangel gibt es keinen echten Geschmack an der Füllung. Deshalb gibt der Schöpfer die Verhärtung des Herzens, damit der Mensch den Mangel in vollen Ausmaß spürt.

Das erklärt, warum der Schöpfer das Herz des Menschen erst danach verhärtet hat, d. h. nachdem er begann, um des Schöpfers willen zu arbeiten, und nicht vorher. Außerdem, warum brauchte er die Verhärtung des Herzens? Es hat einen anderen Grund: Wenn man den wirklichen Mangel nicht spürt, kann man die wirkliche Füllung nicht erhalten, da es ohne Kli kein Licht gibt. Daraus folgt, dass die Verhärtung des Herzens nicht zu seinem Nachteil war, um ihn vom Schöpfer zu entfernen. Im Gegenteil, die Verhärtung des Herzens diente dazu, ihn zu Dwekut mit dem Schöpfer zu bringen.

Gute-Nacht-Text, RABASH, 1990/17, “ Was ist die Hilfe, die derjenige, der zur Reinigung kommt, bei der Arbeit erhält?“

Der Menschen muss seine Kraft nicht investieren, um eine Eigenschaft zu erlangen, sondern dafür, um einen starken Wunsch dafür zu entwickeln, diese Eigenschaft zu erhalten. Daraus folgt, dass die Anstrengungen des Menschen dafür erforderlich sind, um das Bedürfnis nach der Hilfe des Schöpfers aufzubauen. Dies wird „ein vollständiges Verlangen“ genannt. Mit anderen Worten, nicht durch seine Arbeit erhält der Mensch die Eigenschaft zu geben, sondern durch das Erlangen des Mangels, zu wissen, dass es diese Eigenschaft ist, die ihm fehlt. Dafür erhält er Hilfe von oben, weil er erkennt, dass er mangelhaft ist und sich nicht selbst aus der Herrschaft des Pharaos befreien kann. Diese Hilfe heißt „denn ich habe sein Herz verhärtet“. Die Verhärtung des Herzens ist deswegen notwendig, damit der Mensch wirklich das Bedürfnis erhält, die Wahrheit zu erkennen.

Gute-Nacht-Text, RABASH, 1990/15 „Was bedeutet es in der Arbeit, dass vor dem Sturz des ägyptischen Königs ihr Aufschrei nicht erhört wurde?“

„Israel“ vom hebräischen Yashar-El bedeutet, direkt zum Schöpfer ausgerichtet, also nur für Ihn zu arbeiten. Die Herrschaft des Pharaos ist das Gegenteil, bedeutet somit nur für sich selbst zu arbeiten. Um jedoch Kedusha zu erlangen, müssen wir um des Schöpfers willen arbeiten, also um zu geben. Diese Erkenntnis befand sich unter der Herrschaft des Pharaos, des Königs von Ägypten, im Exil – sie war uns verhüllt. Mitzrayim [Ägypten] besteht aus den gleichen hebräischen Buchstaben wie Metzar-Yam [enges Meer], und es ist bekannt, dass „eng“ „Einschränkung des Lichtes von Chassadim“ bedeutet. Es gleicht dem (hebräischen) Ausdruck „mit verengten Augen“, also nicht alles zu sehen.

Gute-Nacht-Text, RABASH, Notiz 66

Bevor man nicht das Exil in Ägypten angetreten hat, ist es unmöglich, aus dem Exil auszuziehen. Nur wenn man wirklich im Exil ist, kann man sagen, dass man daraus auszieht. Der Autor der Haggada sagt uns dazu, dass wir wissen müssen, dass unsere Väter erst selbst Götzenanbeter waren. Das heißt, dass sie im Exil unter der Herrschaft von Götzenanbetern standen, und erst dann konnte der Schöpfer unsere Väter näher zu Sich bringen. Bevor sie nicht das Gefühl hatten, dass sie unter der Herrschaft von Götzenanbetern stehen, konnten sie also nicht sagen, dass sie dem Schöpfer nahe stehen. 

Nur wenn ein Mensch erkennt, dass er vom Schöpfer entfernt ist, kann der Schöpfer im helfen sich Ihm anzunähern. Denn: die Abwesenheit muss immer vor der Anwesenheit kommen, weil die Abwesenheit das Kli [Gefäß] und die Dunkelheit hervorbringt, welche die Anwesenheit, die das Licht ist, füllen kann.

Spiritueller Funke: RABASH, Notiz 380

Sobald ein Mensch seinem Punkt im Herzen die grösste Wichtigkeit beimisst, tritt er das Exil in Ägypten an. An diesem Punkt beginnt er zu erkennen, wie weit er von der Handlung des Gebens entfernt ist. Dadurch bilden sich in ihm Kelim, also Mängel, die der Schöpfer füllen kann.

Spiritueller Funke: RABASH, Notiz 380

Der Mensch muss den Kampf gegen das Verlangen zu empfangen beginnen, damit er die Kelim und das Verlangen nach Erlösung und der Hilfe des Schöpfers entwickeln kann. Wie die Weisen sagten: „Wenn der Schöpfer ihm nicht helfen würde, könnte er dies nicht überwinden.“ Daraus folgt, dass der Schöpfer absichtlich dem Menschen die Fähigkeit diesen Kampf zu gewinnen nicht gegeben hat, denn durch den Kampf erhält er die Kelim und das Verlangen nach der Fülle.

Daher braucht der Mensch beides. Er muss den Kampf gegen das Verlangen zu Empfangen beginnen, um die Kelim zu erhalten, und speziell dafür benötige er die Hilfe von Schöpfer, da er nur durch Seine Hilfe, das Erbe des Land erhält, das der Schöpfer Abraham versprochen hatte.

Spiritueller Funke: RABASH, 1989/22, „Warum werden vier Fragen speziell in der Pessachnacht gestellt?“

Was erkennen wir in der Antwort des Schöpfers auf Abraham`s Frage ‚wie werde ich wissen…’, dass dadurch, dass sie in einem Land sind, welches nicht ihres ist, das heißt im Exil, er sicher sein kann, dass sie das Land erben würden?“

Der Schöpfer sagte dies, da es kein Licht ohne Kli gibt, das heißt keine Füllung ohne Mangel. Und Abraham sagte zum Schöpfer, dass er nicht sieht, dass sie solch große Lichter benötigen würden, genannt „das Land Israel“. Aus diesem Grund sagte der Schöpfer zu ihm, dass er sie befreien würde, wenn sie im Exil sind und die Bitte an Ihn richten, sie aus dem Exil zu erlösen. Und womit befreit er sie? Nur mit großen Lichtern, denn „Das Licht darin bringt zum Guten zurück“. Folglich werden sie dann die großen Lichter benötigen.

Spiritueller Funke: RABASH, 1986/15, „Ein Gebet von Vielen“

Wenn der Mensch sieht, dass es andere Menschen gibt, die das Ziel, Dwekut mit dem Schöpfer, erreichen können, verzichtet er selbst auf diese Belohnung. Denn er weiss, dass dies dem Schöpfer mehr Zufriedenheit bereitet, als wenn er selbst damit belohnt würde, Ihm näher zu zukommen. Er will, dass der Schöpfer den Anderen dabei hilft, für Ihn zu arbeiten, weil dies dem Schöpfer mehr Freude bereitet, als wenn er selbst in der Arbeit vorankommt. Aus diesem Grund bittet er den Schöpfer für diese Menschen um Hilfe, und dass er ihnen Freude schenkt, indem sie Ihm Genuss bereiten können.

Und da alles einer Erweckung von unten bedarf, gibt dieser Mensch durch seine Bitte für die Anderen, dieses Erweckung von unten, sodass die Anderen das Erwachen von Oben empfangen können, je nachdem, was der Schöpfer als nützlicher für Sich betrachtet.

Spiritueller Funke: RABASH, 1990/ 38, “ Was bedeutet „Der Kelch des Segens muss voll sein“ in der Arbeit?“

Ein Mensch ist dann in der Nähe des Punktes, an dem er die Hilfe von oben erhalten wird angelangt, wenn er erkennt, dass das Kli [Gefäß], der Wunsch zu geben, weit von ihm entfernt ist und nur der Schöpfer ihm helfen kann. Wie Baal HaSulam sagte, ist dies der wichtigste Punkt in der Arbeit des Menschen, da er an diesem Punkt bereits eine enge Verbindung mit dem Schöpfer hat. Denn er erkennt zu 100 Prozent, dass ihm absolut nichts, nur der Schöpfer selbst, helfen kann.

Spiritueller Funke: RABASH, Brief Nr. 65

Der Mensch muss sich dafür entscheiden, dass er den Wunsch, sich vollständig zu annullieren, vom Schöpfer erhalten möchte. Das bedeutet, er will keine Autorität mehr über seine Verlangen und sie alle sollen nur darauf ausgerichtet sein, dem Schöpfer Ehre zu erweisen.

Sobald er in seinem Herzen entschieden hat, sich vollständig vor dem Schöpfer zu annullieren, kann er Ihn darum bitten, ihm dabei zu helfen. Und obwohl er an seinen Gedanken und Verlangen erkennt, dass sein Körper damit nicht einverstanden ist, alle seine Wünsche zu Gunsten des Schöpfers aufzuheben, bitte er Ihn um Hilfe, keinen Wunsch für sich selbst in ihm bestehen zu lassen. Dieser Wunsch wird als „vollständiges Gebet“ bezeichnet. Die Bitte an den Schöpfer, ihm ohne Kompromisse, das vollständige Verlangen zu Seinen Ehren zu arbeiten, zu geben.