Purim – Die Geburt einer neuen Welt

Am 26. Februar (14. ADAR) wird in diesem Jahr Purim gefeiert – ein lichtvolles Fest!

Purim bezeichnet die Geburt einer korrigierten Welt. Und während wir dieses Fest feiern, ziehen wir aus jenem zukünftigen korrigierten Zustand, in den wir uns einordnen wollen, die Kraft an, die uns korrigiert und verbindet.

Die Purim-Feiertage sind fröhlich und wohltuend. Es sind jene Tage, an welchen in unserer Welt die guten Kräfte der Vereinigung wirken. Sie helfen uns, sowohl mit unserer Verbindung als auch mit unseren Problemen zurechtzukommen.
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Jeder neue Zustand wird nur unter der Bedingung geboren, dass sich der vorherige vollständig erschöpft. Gleich wie bei einem Getreidekorn, welches in die Erde gepflanzt wird. Dadurch wird ein neuer Lebensabschnitt aus dem vorherigen geboren.
Nur aus dem Zustand der Dunkelheit erlangen wir das größte Licht. Es ist ein Zustand, der Purim genannt wird und sich auf das Ende der Korrektur bezieht. Leid und Dunkelheit zwingen uns, die Kraft von Seir Anpin (Zum Glossar) anzufordern, um unsere Vereinigung zu erreichen. So kommen wir mit Malchut, der gemeinsamen Seele, in Harmonie und erreichen den Aufstieg zu unserer nächsten Stufe.
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Sobald wir untereinander das Netz der Beziehungen in minimaler Qualität aufbauen, werden wir darin den Schöpfer sofort fühlen. Deshalb lohnt es sich, dass wir uns an diesen Tagen miteinander treffen. Versucht das alles zu tun! Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie überaus notwendig das für uns ist!

Sobald die allgemeine Kraft beginnt, sich zwischen uns zu offenbaren, werden wir das mächtigste Werkzeug für die Korrektur der Welt empfangen.

Michael Laitman

Hier kannst du noch mehr über Purim aus  kabbalistischer Sicht erfahren: www.laitman.de/purim-ist-das-fest-der-endkorrektur/

Brief 53, Rabash: Bedeutung von Chanukka

19. Dezember 1960, Chanukka, Bnei Brack

Meinem Freund…

Ich sehne mich sehr danach zu hören, wie es Dir und vor allem Deiner Familie geht. Ich habe lang nichts von Dir gehört und wir vertrauen auf den Schöpfer, bald gute Nachrichten zu hören. Ich werde meinen Brief mit Worten der Tora abschließen.

Unsere Weisen sagten: „Was ist Chanukka? Unsere Weisen lehrten,“ usw. Wir sehen, dass Chanukka aus den Buchstaben Chanu (parken/pausieren) Koh (hier/jetzt) besteht, was bedeutet, dass am 25. Kislew (dritter hebräischer Monat) eine Pause eingelegt wurde, denn das Pausieren geschieht genau in der Mitte der Arbeit. Die Pause in der Mitte dient dazu, Kraft zu sammeln, um die Arbeit fortsetzen zu können.

Wir müssen verstehen, was sie noch zu tun hatten, nachdem sie den ersten Krieg beendet haben, und was sie noch tun mussten, bis sie sagen konnten, dass sie den Krieg beendet haben. Wir sehen, dass die Griechen während des Zweiten Tempels Israel das Verbot auferlegten, sich mit der Tora und den Mizwot (Geboten) zu beschäftigen. Daraus folgt, dass das ganze Wunder darin bestand, dass sie sich nach dem Krieg mit Tora und Mizwot beschäftigen konnten. Also bezog sich das Wunder auf die Spiritualität. Weiterlesen

Shawuot

Der Feier Shawuot ist einem besonderen Ereignis, der Gabe der Tora an das Volk Israel gewidmet. Dieses Ereignis fand 49 Tage nach dem Auszug des Volkes Israel aus Ägypten, (Pessach) satt.

In vielen jüdischen, aber auch nicht jüdischen Quellen kann man Erzählungen darüber finden. Sie sind farbenfroh und detailliert beschrieben und wurden sogar verfilmt. Wenn Moses auf den Berg Sinai steigt, um dort die Tora zu empfangen, ist das der Höhepunkt dieser Geschichte. Bedauerlicherweise wird die Vorgeschichte gewöhnlich nur kurz angedeutet, ohne ihr die gebührende Aufmerksamkeit zu schenken. Dabei passierte genau da das wahre Wunder! 

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Lag baOmer

Fast alle jüdischen Feiertage haben eine kabbalistische Bedeutung. Lag baOmer nimmt hier einen besonderen Platz ein.

Dieser Feiertag ist Shimon Bar Yohai (RASHBI), dem Autor des wichtigsten kabbalistischen Buches, dem Sohar, gewidmet. An diesem Tag soll eine Epidemie, die 24.000 Schüler des großen Lehrers Rabbi Akiva das Leben nahm, ihr Ende gefunden haben. Shimon bar Yohai war einer der wenigen Studenten, die diese Epidemie überlebten.

An diesem Feiertag machen die Menschen meist ein Lagerfeuer, amüsieren sich und vollziehen das Halake-Ritual. Das ist der erste Haarschnitt von Jungen, die das dritte Lebensjahr erreicht haben. Die Tradition lässt sich auf ARI (Itzhak Luria Ashkenazi), einem großen Kabbalisten des 16.Jahrhunderts, zurückführen. Weiterlesen

PESSACH

Aus allen Völkern sind wohl die Juden für ihre vielen Bräuche und Gebote bekannt. Für Nichtjuden sind diese oft unverständlich und muten seltsam an. Doch woher kommen diese Bräuche?

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Purim

Erinnern wir uns an die Geschichte des Purim-Festes. Hier sprechen wir von Ereignissen, die vor etwa 2.500 Jahren stattfanden. Nach der Zerstörung des Tempels wurden viele Juden gefangen genommen und fanden sich schließlich auf dem Gebiet des heutigen Iran unter der Herrschaft von König Achashverosh (Artaxerxes) wieder. Sie lebten sich dort schnell und gut ein, und selbst als es möglich wurde, nach Hause zurückzukehren, zogen es die meisten von ihnen vor, dort zu bleiben. Warum sollten Sie auch zurückkehren? Sie waren an dem neuen Ort nicht bedroht, sie integrierten sich perfekt in die dortige Gesellschaft, und einige bekleideten sogar hohe Positionen in den Weiten des riesigen Königreichs.

Ganz plötzlich und völlig grundlos trifft König Achashverosh, nach Jahren der Idylle, die schreckliche Entscheidung die ganze jüdische Bevölkerung seines Königreichs, trotz all ihrer Verdienste, zu vernichten. Auch wenn sich die Juden dadurch nicht besser fühlten, stellte sich später heraus, dass der wahre Verantwortliche der Würdenträger des Königs und nebenbei Antisemit, Haman war. König Achashveros selbst widersetzte sich jedoch nicht besonders der Lösung des jüdischen Problems auf diese Art und Weise.

Ein Trend der Ambivalenz dem jüdischen Volk gegenüber entstand lange vor den Ereignissen von Purim und dauert bis heute an. Seltsam ist etwas anderes. Es ist die Frage, warum solche Ereignisse die Juden jedes Mal verwirren und warum sie immer von ihnen überrumpelt werden. Und das ist noch nicht alles. Wir zeichnen die Fakten der nächsten antisemitischen Auftritte im nächsten Land auf und versuchen gleichzeitig alle und vor allem uns selbst davon zu überzeugen, dass sich Juden von den anderen Nationen absolut nicht unterscheiden. Und was bisher geschah und immer noch geschieht, ist ein Überbleibsel der Vergangenheit, fast ein Atavismus, der weder heute noch morgen von selbst verschwinden wird.

Aber kehren wir zurück zu Purim. Der Höhepunkt der Geschichte, die in Esthers Schriftrolle so dramatisch und detailliert dargestellt wird, trat genau in dem Moment ein, als Mordechai Esther aufforderte, sich beim König für die Juden einzusetzen. Das ist ein sehr wichtiges Detail. In dem Gespräch mit Esther teilte Mordechai mit, dass das Volk auf jeden Fall gerettet wird… Dieses Detail wird selten beachtet, aber in der Tat liegt hier die Betonung auf dem, was wir im Laufe der Geschichte beobachteten. Die jüdischen Probleme werden auf dieselbe Weise vorprogrammiert wie auch ihre anschließende Erlösung. Das Rad der Geschichte dreht sich immer schneller. Was der Menschheit in den Jahrtausenden ihrer Existenz nicht schon alles passierte. Gleichzeitig ändert sich die besondere, zweigeteilte Haltung den Juden gegenüber nie.

UNBEKANNTES ÜBER BEKANNTES

Adar ist der Name des Monats, in dem die Ereignisse von Purim stattfanden. Dieser Monat stellt einen inneren Zustand dar, in dem der Mensch beginnt, Kräfte in sich selbst zu finden, die es ihm ermöglichen, die egoistische Haltung gegenüber dem Nächsten zu überwinden. Adar ist der sechste Monat des jüdischen Jahres. Er entspricht in der Regel den Monaten Februar und März.

Haman repräsentiert die ewig unzufriedene egoistische Natur, die jedem Menschen innewohnt. Haman wird der Schurke genannt, weil er den Menschen vom Weg zur Vollkommenheit und Ewigkeit abbringt.

Madai (Midia) ist ein Staat und später eine der Regionen des Persischen Reiches. Sein Name kommt von dem hebräischen Wort „dai“ – genug. Die in Madai lebenden Juden repräsentieren Menschen, die sich mit ihrer egoistischen Natur arrangiert haben.

Mordechai leitet sich von dem aramäischen Ausdruck „maraeus dahia“ ab, was „rein und makellos“ bedeutet. Mordechai verkörpert den reinsten Wunsch des Menschen, den Wunsch, altruistische Eigenschaften in sich zu enthüllen.

Megillat Esther (Esther Rolle) – Rolle (Megillat) entspringt aus dem Wort „Offenbarung“ (gilui) und Esther aus dem Wort „astara“ (Verborgenheit). Geschenke für die Armen „Mishloah manot“ als ein Zeichen der Verbindung und Interaktion.

Königin Esther – Königin (malka) kommt von dem Wort „Malchut“. Sephira Malchut bedeutet: der Wunsch zu empfangen, das Streben nach dem Guten und der höchsten Erfüllung, der in der Absicht der Schöpfung versprochen und durch die Offenbarung der spirituellen Realität erreicht wird.

Königin Waschti symbolisiert die vorangegangene Stufe des spirituellen Weges. Daher erscheint sie am Anfang der Geschichte und wird nicht mehr erwähnt.

Was ist ein Wunder?

Von Michael Laitman

Chanukka ist eine gute Zeit, um über Wunder zu sprechen. Ein Wunder ist per Definition etwas, das nach den Naturgesetzen nicht geschehen kann. Wenn ich zum Beispiel am Ende der acht Tage von Chanukka nur zwei Kilo oder weniger zugenommen habe, kann das sicherlich als Wunder bezeichnet werden..

Eine Sache der Wahrnehmung

Aber Scherz beiseite! Was bedeutet es, „den Naturgesetzen zu trotzen“? Wenn etwas den Naturgesetzen widerspricht, widerspricht es dann nur den uns bekannten Gesetzen der Natur oder den Gesetzen der Natur als Gesamtes? Und wenn letztes zutrifft, welches Gesetz bewirkte dann dieses Wunder? Wenn Sie jemandem aus dem 18. Jahrhundert mit einem einfachen Lichtschalter konfrontierten, der eine Glühbirne zum Leuchten bringt, die einen ganzen Raum erhellt, würde das damals sicher als Wunder gegolten haben. Aber wir alle wissen, dass es kein Wunder ist. Weiterlesen

Chanukka

Fast alle jüdischen Feiertage werden mit Ereignissen der Geschichte in Verbindung gebracht. Das Pessach-Fest z.B. wurde zu Ehren des Auszuges des jüdischen Volkes aus Ägypten eingerichtet. Vorbereitende Maßnahmen für die Massenvernichtung der Juden im 6. Jahrhundert v. Chr. in Persien stehen mit dem Purim-Fest in Verbindung. An diesem Tag feiert das jüdische Volk seine wundersame Rettung. Dort reiht sich auch der Feiertag Chanukka ein, als Ergebnis des Kampfes des jüdischen Volkes gegen die gewaltsame Hellenisierung im 2. Jahrhundert v. Chr.
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Sukkot

Die äußeren Gebräuche rund um den Feiertags Sukkot sind recht komplex und zeitaufwendig. Man muss einen speziellen Aufbau konstruieren – die Sukka (Laubhütte). Man muss zunächst die sogenannten vier Minim vorbereiten – vier Pflanzenarten: Lulav (Palmenzweig), Adasim (Myrtenzweig), Aravot (Weidenzweig) und Etrog (Zitrusfrucht). Der Feiertag wird unter anderem von besonderen Gebeten und Ritualen begleitet. Alles dient dazu, die Ernte zu feiern bzw. uns an die Wanderungen der Juden nach ihrem Auszug aus Ägypten zu erinnern. Es gibt unzählige Interpretationen! Vielleicht wissen wir aber noch nicht alles…

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Was bedeutet Jom Kippur? Das große Geheimnis der Juden (das uns unbekannt ist)

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Das Geheimnis eines Guten Jahres

Jedes Jahr um dieselbe Zeit wünschen sich die Juden ein „Schönes, neues Jahr“. Diese Hohen Feiertage symbolisieren gleichermaßen eine Zeit der Freude wie auch eine Zeit der Selbstreflexion. Heuer scheint es deutlich mehr Gründe zu solch einer Selbstreflexion zu geben als in den vergangenen Jahren.

Das letzte Jahr war für alle Juden, egal wo sie leben, besonders schwierig. Das Wiederaufleben des Antisemitismus betrachten viele mit großer Sorge. Im Lichte der Hohen Feiertage wollen wir unsere Situation beleuchten und nach Chancen suchen, die diese Herausforderung mit sich bringt.

Selbstbeobachtung

Der Krieg in Gaza forderte seinen Tribut nicht nur von den Israelis und den Palästinensern. Vielerorts legte er einen tiefen Spalt offen, der innerhalb der jüdischen Gemeinden weltweit besteht. Differenzen, die wir einst friedlich und ruhig durch Diskussionen lösten, wurden mittlerweile so angespannt und unüberwindbar, dass die Leiter der Gemeinden oftmals gar kein Gespräch mehr suchen. Sie fürchten, die negative Stimmung innerhalb der Gemeinschaft damit nur noch zu erhöhen.

Doch dieser Tiefpunkt in unserer kollektiven Existenz ist eigentlich eine Chance und die Hohen Feiertage eignen sich sehr gut für einen Blick nach innen. Es ist die richtige Zeit, über uns zu reflektieren und unsere Handlung angesichts der negativen Einstellung der Welt uns gegenüber zu erforschen.

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Jom Kippur

Jom Kippur – „Versöhnungstag“ oder „Tag des Gerichts“ – folgt zehn Tage auf das jüdische Neujahrsfest, Rosh HaShana. Am Tag zuvor wird das Ritual „kaparot“ (Erlösung) durchgeführt. Dieser Feiertag gilt als einer der wichtigsten Feiertage in der jüdischen Tradition.

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Rosh Hashana

Was ist der Zusammenhang zwischen der Erschaffung der Welt, „gefiltem (gefülltem) Fisch“, Granatäpfeln und der Menschheit? Es stellt sich heraus, dass der bekannte jüdische Feiertag Rosh HaShana all das in der einen oder anderen Form beinhaltet.

Es gibt viele fachkundige Deutungen zu diesem Thema. Auf Wunsch kann jeder sie leicht kennenlernen, besonders heute, im Zeitalter des Internets. Gleichzeitig gibt es eine nicht weniger fachkundige, aber immer noch wenig bekannte Erklärung. Die Einzigartigkeit dieses Ansatzes besteht darin, dass jüdische Feiertage direkt mit dem Konzept der „Vereinigung“ verbunden sind. Weiterlesen

Der neunte Aw

Die neunte Aw (Tischa beAv) ist der nationale Trauertag des jüdischen Volkes. Aw ist der fünfte Monat des jüdischen Kalenders und fällt im gregorianischen Kalender in die Zeit von Juli und August. An diesem Tag geschahen die tragischsten Ereignisse in der Geschichte des jüdischen Volkes. Hier sind einige von ihnen: Zerstörung des ersten und zweiten Tempels. Der erste Kreuzzug, der zum Massaker an Juden in deutschen Städten führte. Beschuldigung europäischer Juden, für  Pestepidemien verantwortlich zu sein. Vertreibung von Juden aus England und Spanien. Die Umsiedlung der Juden von Rom ins Ghetto. Von Bogdan Chmelnitsky organisierte Massaker. Der Beginn der Pogrome in Russland. Einige Quellen behaupten, dass Hitler in diesen Tagen seine Entscheidung über die endgültige Lösung der Judenfrage getroffen hat. Deportation von Juden aus dem Warschauer Ghetto. Inbetriebnahme des Todeslagers in Treblinka.

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