Eine Frau ist ein Heim

Von Dr. M. Laitman

Die Tora sagt: „Eine Frau ist ein Heim“, daher ist sie das Fundament und die Basis aller Menschen.  

Seit über 100 Jahren werden am Weltfrauentag die Frauen geehrt und wertgeschätzt. In manchen Ländern ist er sogar einer der wichtigsten Tage im Jahr. Doch was ist sein Ursprung und was genau wird wertgeschätzt?

Der Weltfrauentag ist auf die Frauenbewegung zur Gleichstellung der Rolle von Mann und Frau zurückzuführen. Zu dieser Zeit gab es zwei Strömungen des Feminismus, den Gleichheits- und den Differenzfeminismus. Der Gleichheitsfeminismus ging davon aus, dass Mann und Frau im Grunde gleich sind und dass sie von der Gesellschaft zu verschiedenen Rollen erzogen werden. Der Differenzfeminismus jedoch besagte, dass Mann und Frau grundlegend verschieden sind und es darum geht, sich gegenseitig zu akzeptieren und sich in den Eigenschaften zu ergänzen. Weiterlesen

Purim

Erinnern wir uns an die Geschichte des Purim-Festes. Hier sprechen wir von Ereignissen, die vor etwa 2.500 Jahren stattfanden. Nach der Zerstörung des Tempels wurden viele Juden gefangen genommen und fanden sich schließlich auf dem Gebiet des heutigen Iran unter der Herrschaft von König Achashverosh (Artaxerxes) wieder. Sie lebten sich dort schnell und gut ein, und selbst als es möglich wurde, nach Hause zurückzukehren, zogen es die meisten von ihnen vor, dort zu bleiben. Warum sollten Sie auch zurückkehren? Sie waren an dem neuen Ort nicht bedroht, sie integrierten sich perfekt in die dortige Gesellschaft, und einige bekleideten sogar hohe Positionen in den Weiten des riesigen Königreichs.

Ganz plötzlich und völlig grundlos trifft König Achashverosh, nach Jahren der Idylle, die schreckliche Entscheidung die ganze jüdische Bevölkerung seines Königreichs, trotz all ihrer Verdienste, zu vernichten. Auch wenn sich die Juden dadurch nicht besser fühlten, stellte sich später heraus, dass der wahre Verantwortliche der Würdenträger des Königs und nebenbei Antisemit, Haman war. König Achashveros selbst widersetzte sich jedoch nicht besonders der Lösung des jüdischen Problems auf diese Art und Weise.

Ein Trend der Ambivalenz dem jüdischen Volk gegenüber entstand lange vor den Ereignissen von Purim und dauert bis heute an. Seltsam ist etwas anderes. Es ist die Frage, warum solche Ereignisse die Juden jedes Mal verwirren und warum sie immer von ihnen überrumpelt werden. Und das ist noch nicht alles. Wir zeichnen die Fakten der nächsten antisemitischen Auftritte im nächsten Land auf und versuchen gleichzeitig alle und vor allem uns selbst davon zu überzeugen, dass sich Juden von den anderen Nationen absolut nicht unterscheiden. Und was bisher geschah und immer noch geschieht, ist ein Überbleibsel der Vergangenheit, fast ein Atavismus, der weder heute noch morgen von selbst verschwinden wird.

Aber kehren wir zurück zu Purim. Der Höhepunkt der Geschichte, die in Esthers Schriftrolle so dramatisch und detailliert dargestellt wird, trat genau in dem Moment ein, als Mordechai Esther aufforderte, sich beim König für die Juden einzusetzen. Das ist ein sehr wichtiges Detail. In dem Gespräch mit Esther teilte Mordechai mit, dass das Volk auf jeden Fall gerettet wird… Dieses Detail wird selten beachtet, aber in der Tat liegt hier die Betonung auf dem, was wir im Laufe der Geschichte beobachteten. Die jüdischen Probleme werden auf dieselbe Weise vorprogrammiert wie auch ihre anschließende Erlösung. Das Rad der Geschichte dreht sich immer schneller. Was der Menschheit in den Jahrtausenden ihrer Existenz nicht schon alles passierte. Gleichzeitig ändert sich die besondere, zweigeteilte Haltung den Juden gegenüber nie.

UNBEKANNTES ÜBER BEKANNTES

Adar ist der Name des Monats, in dem die Ereignisse von Purim stattfanden. Dieser Monat stellt einen inneren Zustand dar, in dem der Mensch beginnt, Kräfte in sich selbst zu finden, die es ihm ermöglichen, die egoistische Haltung gegenüber dem Nächsten zu überwinden. Adar ist der sechste Monat des jüdischen Jahres. Er entspricht in der Regel den Monaten Februar und März.

Haman repräsentiert die ewig unzufriedene egoistische Natur, die jedem Menschen innewohnt. Haman wird der Schurke genannt, weil er den Menschen vom Weg zur Vollkommenheit und Ewigkeit abbringt.

Madai (Midia) ist ein Staat und später eine der Regionen des Persischen Reiches. Sein Name kommt von dem hebräischen Wort „dai“ – genug. Die in Madai lebenden Juden repräsentieren Menschen, die sich mit ihrer egoistischen Natur arrangiert haben.

Mordechai leitet sich von dem aramäischen Ausdruck „maraeus dahia“ ab, was „rein und makellos“ bedeutet. Mordechai verkörpert den reinsten Wunsch des Menschen, den Wunsch, altruistische Eigenschaften in sich zu enthüllen.

Megillat Esther (Esther Rolle) – Rolle (Megillat) entspringt aus dem Wort „Offenbarung“ (gilui) und Esther aus dem Wort „astara“ (Verborgenheit). Geschenke für die Armen „Mishloah manot“ als ein Zeichen der Verbindung und Interaktion.

Königin Esther – Königin (malka) kommt von dem Wort „Malchut“. Sephira Malchut bedeutet: der Wunsch zu empfangen, das Streben nach dem Guten und der höchsten Erfüllung, der in der Absicht der Schöpfung versprochen und durch die Offenbarung der spirituellen Realität erreicht wird.

Königin Waschti symbolisiert die vorangegangene Stufe des spirituellen Weges. Daher erscheint sie am Anfang der Geschichte und wird nicht mehr erwähnt.

Der Vorteil des Coronavirus

Welche Vorteile kann ein Virus haben, der Menschen krank macht, tötet und die Welt in Panik versetzt?

Das Coronavirus hilft uns, uns als Mensch mit unserer Kleinheit und Schwäche angesichts der Natur auseinanderzusetzen. Ob es sich um ein Virus, eine Naturkatastrophe oder andere Schläge handelt, wir erhalten regelmäßig Beispiele dafür, dass die Natur keine Unterschiede macht.

 

„Sich der Nachteile des menschlichen Ichs bewusst zu werden, ist eine wichtige Etappe unserer zukünftigen Entwicklung.“

Der “Vorteil” des Coronavirus: Globales Erwachen und Erkennen der gegenseitigen Abhängigkeit der Menschheit

Wir sehen allmählich, dass wir tatsächlich eine einzige “verbundene” Menschheit sind. Letztendlich werden uns weder Grenzen noch Mauern, mit welchen wir uns schützen wollen, etwas helfen.

Die Natur sendet uns Schläge, um uns zu zeigen, wie voneinander abhängig und miteinander verbunden wir sind. Das Coronavirus kann daher als eine weitere Lektion angesehen werden, die uns die Natur zu lehren versucht: Egal, wie sehr wir uns voneinander unterscheiden – die Natur wird unseren kleinen Individualitäten keinerlei Beachtung schenken und uns dazu zwingen uns über allen Unterschieden zu verbinden.

Weiterlesen

Was ist das Wichtigste in der Welt?

Kein Zweifel, dass das Wichtigste in der Welt das Studium der Kabbala ist, weil sie uns der Schöpfer gegeben hat. Die Arbeit des Menschen teilt sich in 3 Teile:

  • Einfache Menschen, die dem Schöpfer kaum Aufmerksamkeit schenken
  • Philosophen, die den Schöpfer offenbaren möchten und nach höherer Wahrheit streben. Ihre Handlungen sind erwünscht, aber ihre Absichten sind falsch
  • Kabbala Studenten, die in der Absicht studieren, den Schöpfer zu rechtfertigen

                                                                           Ramak, Ja und Eloki Avih

Sohar Band 2, WaJechi

Und Jakob lebte im Land Ägypten

Als nun die Tage Israels sich dem Tod näherten, da ließ er seinen Sohn Josef rufen

Und er rief seinen Sohn Josef

Siehe, dein Vater ist krank

Zur Abendzeit wird es Licht geben

Und er sprach zu Jakob

Und Israel wurde stärker und saß auf dem Bett Weiterlesen

Rückkehr zum Schöpfer

Wie Rabbi Shimon Bar-Yochai darüber in Idra sagte: „Ich bin für meinen Geliebten, und mir gilt seine Leidenschaft. Alle Tage war ich an diese Welt gebunden, ich war mit einem Knoten mit dem Schöpfer verbunden – und deswegen gilt mir jetzt Seine Leidenschaft, usw.“ Das heißt, „bis Er, der die Geheimnisse kennt, ihm versichern wird, dass er nicht zu seiner Narrheit zurückkehren wird.“ Deshalb wird er der Rückkehr von Hej zu Waw für immer würdig, gemeint ist die vollständige Paarung und die Wiederherstellung der früheren Herrlichkeit, was die Bedeutung von „der große Teki´a“ [das große Blasen des Shofar] ist.

 

Zitate „Wie wächst die Seele des Menschen?“ vom 9.02.20, aus: Baal HaSulam Brief 19

Kongresstexte und Lektionen, WELT KABBALA KONGRESS ISRAEL 2020 

https://www.kab.co.il/convention/en/world-congress/

“Die Verbindung zur Quelle des  Lebens herstellen”

Lektion 1: “Wir haben uns hier versammelt”

  1. Nach RABASH „Welche Stufe muss man erreichen um nicht wiedergeboren zu werden?”

Alle Seelen entspringen der Seele Adam HaRischons, denn nachdem er die Sünde des Baumes der Erkenntnis begangen hat, wurde seine Seele in sechshundert Tausend Seelenteilchen aufgeteilt. Mit anderen Worten, das, was Adam HaRishon  als “ein Licht” besessen hat und im Garten Eden als Ganzes vorhanden war, sich nun in zahlreichen Teilchen befindet. Weiterlesen

Der Schöpfer kennt alle Geheimnisse

Ihm, der alle Geheimnisse kennt, ist der Wunsch des menschlichen Herzens nach Seiner Nähe bekannt, und dass sie immer noch unterbrochen werden könnte. Deswegen erhöht Er Seine Reize, gemeint sind die Anfänge der Paarungen [Siwugim]. Denn wenn man Seiner Stimme lauscht, wie geschrieben steht: „Der Schöpfer ist dein Schatten“, so fällt er nicht und steigt nicht ab infolge des zunehmenden Schmerzes durch die Reize, weil er sieht und hört, dass die Shechina aufgrund der wachsenden Sehnsucht genauso leidet wie er. So wächst und verstärkt sich seine Sehnsucht jedesmal, bis der Punkt im Herzen mit dem ganzen Willen in einem festen Knoten, der sich nicht mehr auflösen wird, vervollständigt ist.

 

Zitate „Wie wächst die Seele des Menschen?“ vom 9.02.20, aus: Baal HaSulam, Brief 19

Die Kraft der Selbstüberwindung

Selbst wenn sich ein Mensch im niedrigsten Zustand befindet und niedere Begierden hat, aber immer noch die Kraft der Überwindung besitzt, das heißt, dass er sich aus dem Punkt seines Herzen nach dem Schöpfer sehnt und nach Ihm verlangt, dann ist diese Kraft sehr wichtig.

Diese Kraft ist sehr wichtig – selbst wenn sich ein Mensch im Exil befindet, wenn sein Punkt im Herzen anderen Herrschaften unterstellt ist, die für diesen Menschen „Göttlichkeit [Shechina] im Exil“ genannt werden, dann überwindet er sich und heiligt für einen Moment den Schöpfer. Und auch wenn er sich aufgrund all seiner Erfahrungen bereits sicher ist, dass er danach wieder fallen wird, so ist es doch sehr wichtig, dass der Mensch die Wahrheit offen sagen kann.

 

Zitate „Wie wächst die Seele des Menschen?“ vom 9.02.20, aus: Rabash, Brief 14

Lasst uns einen Tempel für Ihn errichten

Es steht geschrieben: „Und lasst sie Mir einen Tempel errichten, und Ich werde unter ihnen wohnen“. Die Rede ist vom Punkt im Herzen, der ein Tempel sein sollte, in dem das Licht des Schöpfers wohnt. Deshalb sollte man versuchen, sein Gebäude der Kedusha [Heiligkeit] zu erschaffen, und dieser Ort sollte in der Lage sein, die höhere Fülle zu bergen, die „Überfluss, der vom Geber zum Empfänger ausströmt“, genannt wird. Aber gemäß dem Gesetz muss es eine Übereinstimmung der Form zwischen dem Gebenden und dem Empfangenden geben. Auch der Empfangende muss die Absicht haben, wie der Gebende zu geben. Das wird „Handlung“ genannt, wie geschrieben steht: „Lasst sie Mir einen Tempel errichten“, weil die Handlung dem Kli [Gefäß] zugeschrieben wird, und nicht dem Licht, denn das Licht gehört zum Schöpfer, und nur die Handlung gehört zu den Geschöpfen.

Zitate „Wie wächst die Seele des Menschen?“ vom 9.02.20, aus: RABASH, Artikel Nr. 940. Der Punkt im Herzen

Baal HaSulam, Brief 4, Mund zu Mund

überarbeitet, EY, 20.07.2024

Brief Nr. 4

1921

An meinen Freund,

in der Tat sehe ich deine Schwierigkeit mit der Klarheit, dass du dich schämst, in Klarheit zu sprechen. Doch in all meinen Angelegenheiten mit dir, von Angesicht zu Angesicht oder auch in Briefen, habe ich deinen Geist nicht beeinflusst. Denn die Art der meisten Menschen, sich in solchen Angelegenheiten zu verhalten, ist so: sie schämen sich wie Räuber, über jedes Organ, mit dem sie sündigen, oder mit welchem sie sich wie Tiere benehmen. Sie verdecken es mit sieben Bedeckungen, wie beim Beschneidungsorgan, dem Hinterteil, und anderen solchen Organen, die sich wie Tiere verhalten. Weiterlesen

Baal HaSulam, Brief 18, Man ist dort, wo man denkt

Yehuda Ashlag, aus dem Jahr 1926

… aber halte dich fern, den „Schlag eines Starken“ (Jesaja 22; 17) vorzeitig zu erhalten, denn „man ist dort, wo man denkt“. Wenn daher jemand sicher ist, dass ihm an nichts mangeln wird, kann er seine Anstrengungen auf die Tora konzentrieren, denn „der Gesegnete verschmilzt mit dem Gesegneten“. Weiterlesen

Rabash, Brief 5

Am 24. Februar 1955

Meinem Freund,

Ich las deinen Brief vom Shabbat-Ausgang dieser Woche, und es bereitet mir großes Vergnügen, dass Du ein Bedürfnis hast, deine Zustände, die du in der Zeit zwischen den Briefen durchlaufen hast, offen zu legen. Sicher wird der Schöpfer unsere Augen durch seine Tora erleuchten. Weiterlesen

Baal HaSulam, Brief 17, Auf dem Weg der Wahrheit gehen

Rav Yehuda Ashlag, aus dem Jahr 1925

Ich möchte über den Sinn der Arbeit in der Mittleren Linie schreiben. Es ist wichtig, sich immer auf die Linke und die Rechte Linie zu stützen. Denn es gibt Fälle, in denen „sich fortzubewegen schlimmer ist, als faul da zu sitzen“ (oder „Ruhen der Fortbewegung vorzuziehen ist“), um den Weg nicht zu verlieren. Denn der Weg der Wahrheit ist eine äußerst schmale Linie, deren Treppen man aufwärts steigt, bis man den königlichen Palast erreicht.

Weiterlesen

Liebe deinen Nächsten wie dich selbst

Das große Gebot in der Tora heißt „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ – Aber wie macht man das wirklich, den Nächsten lieben? Und was verstehen die Kabbalisten darunter?

Es geht um den Versuch, den eigenen Fokus auf die Bedürfnisse des Mitmenschen zu legen. Um die Nächstenliebe wirklich zu üben, sodass sie zur Umsetzung kommt, schlagen Kabbalisten eine Umgebung von Gleichgesinnten vor, die demselben Weg folgen und denselben Wunsch haben, nämlich Antworten auf die großen Fragen zu finden und Spiritualität zu erlangen. Weiterlesen

Baal HaSulam, Brief 16, Wahrheit und Lüge

Brief 16, 21. Dez. 1955

Möge ein verwehtes Blatt heil werden und lasse sie sagen, dass ich in der Gesandtschaft ihres Erschaffers bin, fliegend unter Fliegenden; unser verherrlichter Lehrer, Rav…, dem der Höhere Eine beisteht…

Ich habe Euren Brief erhalten, und möge der Ewige uns erleuchten, dass unser Weg der richtige ist, und wir werden uns stark an den Gedenktag erinnern. Dann werden wir würdig des Lichtes der Erinnerung, welches für die Reinigung der materiellen Luft gut ist, und wir werden die Luft der Heiligkeit atmen – das wahre und ewige Leben. Weiterlesen

Dem Punkt im Herzen Aufmerksamkeit schenken

Jemand, der einen guten Geschmack am Leben kosten möchte, sollte seinem Punkt im Herzen Aufmerksamkeit schenken. Jeder Mensch hat einen Punkt im Herzen. Wenn er aber nicht leuchtet, ist er wie ein schwarzer Punkt. Schließlich ist der Punkt im Herzen das Rudiment der heiligen Seele, deren Natur das Kli des Gebens ist.

Sie ist jedoch im Zustand der „Shechina [Göttlichkeit] im Staub“, das heißt, dass der Mensch sie als Nichts betrachtet. Für ihn ist sie so wichtig wie Staub.

Zitate „Wie wächst die Seele des Menschen?“ vom 9.02.20, aus: RABASH, Artikel Nr. 34. TANTA [Taamim, Nekudot, Tagin, Otiot]