600.000 Seelen

Es heißt, dass es 600.000 Seelen gibt, und jede Seele teilt sich in mehrere Funken. Wir müssen nun verstehen, wie es für das Spirituelle möglich ist, sich zu teilen, da anfänglich nur eine Seele, die Seele von Adam haRishon geschaffen wurde.

Meiner Meinung nach gibt es wirklich nur eine Seele in der Welt, wie es in Genesis 2:7 steht „Und blies den Odem des Lebens in seine Nasenlöcher“. Die gleiche Seele existiert in allen Kindern Israels, vollkommen, in allen, wie in Adam haRishon, da das Spirituelle unteilbar ist und nicht geteilt werden kann, dies ist eher ein Zeichen von physischen Dingen.

Dennoch wird gesagt, dass es 600.000 Seelen gibt und die Seelenfunken erscheinen, als ob sie durch die Kraft des Körpers von jeder Person geteilt sei. In anderen Worten, der Körper teilt und verweigert ihm vollständig das Strahlen der Seele, und durch die Kraft der Tora und Mizwa wird der Körper gereinigt und je nach dem Ausmaß der Reinigung scheint die allgemeine Seele auf ihn.   Weiterlesen

Ein Gebot

Derjenige, der ein einziges Gebot erfüllte- seines ist das Glück, denn er neigte sich selbst und die ganze Welt der Waagschale der Verdienste zu

Die Arbeit des Schöpfers und die Gebote erfüllt man nur des Schöpfers willen, lishma, was bedeutet- um dem Schöpfer Genuss zu bereiten. Doch es wurde bereits von den Weisen eingeführt, sich mit der Tora auch für sich, lo lishma, zu befassen, denn „von lo lishma kommt man zu lishma“. Weiterlesen

In meinem Fleische ist die Stütze des Schöpfers

Nahrung zum Erhalt der Seele

Man kann den eigenen Körper nicht ohne gewisse Kenntnis der körperlichen Natur aufrechterhalten. Man muss genauso wissen, welche Substanzen tödlich sind und woran man sich verbrennen oder Schaden zufügen kann, wie man wissen muss, was sich im Herz des Freundes befindet – denn ohne dieses Wissen kann man nicht in der materiellen Welt überleben.

Genauso kann die Seele des Menschen nicht in der nächsten Welt existieren, solange sie nicht ein bestimmtes Maß an Wissen über die Systeme der spirituellen Welten, deren Veränderungen, Verbindungen und Generationen erlangt hat.

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Die Lösung

Man hat mich gebeten, eine auf meiner Sichtweise begründete Lösung des brennenden Problems zu geben, welches in der Vereinigung aller Parteien und Bewegungen auf einer einzigen Plattform liegt. Und ich muss sofort zugeben, dass ich auf diese Frage, in der Form, in welcher sie gestellt wurde, keine Antwort habe. Und es wird niemals eine Antwort auf sie geben. Denn die Weisen der Völker der Erde aller Zeiten und Generationen haben sich darin abgemüht, fanden aber noch keine natürliche Lösung, die für alle Strömungen in ihren Kreisen annehmbar wäre. Und viele haben gelitten und werden noch leiden, bevor sie die „Goldene Mitte“ finden, die ihren inneren Strömungen nicht widerspricht. Weiterlesen

Aufbau der zukünftigen Gesellschaft

1. Aufbau der zukünftigen Gesellschaft

2. Absolute Verpflichtung, die Arbeit des Schöpfers auf sich zu nehmen

3. Prinzipien des zukünftigen Gesellschaft

4. Schluss

1. AUFBAU DER ZUKÜNFTIGEN GESELLSCHAFT 

Hier die Worte, die ich fand: „Es gibt eine Allegorie über Freunde, die sich in der Wüste verirrten. Sie waren hungrig und durstig. Einer von ihnen fand eine Siedlung, übervoll mit allen Genüssen. Er erinnerte sich an seine armen Brüder, doch er hatte sich schon zu weit von ihnen entfernt und wusste nicht mehr, wo sie waren. Er rief sie und blies das Horn. Vielleicht würden seine armen, hungrigen Freunde seine Stimme vernehmen, näher kommen und ebenfalls diese übervolle Siedlung finden. Weiterlesen

Shamati 190. Jede Handlung hinterlässt einen Eindruck

Ich hörte bei einer Mahlzeit am 1. Tag von Pessach, am 15. April 1949

Er [Baal Sulam] fragte, ob die Erlösung unseres Landes von den Unterdrückern Einfluss auf uns habe. Wir sind mit der Befreiung von der Last der Völker belohnt und sind wie alle Völker geworden, wo der eine nicht Sklave des anderen ist. Wirkt diese Freiheit auf uns, sodass wir ein Gefühl für die Arbeit für den Schöpfer haben?

Und er sagte, wir sollten nicht denken, dass dies keinen Einfluss auf uns hätte, dass also keine Veränderung von der Sklaverei zur Freiheit erkennbar wäre. Dies ist unmöglich, da der Schöpfer nicht umsonst handelt. Vielmehr wirkt all Sein Handeln sowohl im Guten wie auch im Schlechten auf uns ein. Dies bedeutet, von jeder Seiner Handlungen, seien sie positiv oder negativ, also Licht oder Dunkelheit, wird zusätzliche Kraft auf uns ausgedehnt. Auch können wir von dieser Handlung zu einem Aufstieg gelangen, da es in der Spiritualität nicht immer Erlaubnis und Kraft gibt und wir unter dieser Kraft weitermachen müssen.

Daher kann der Mensch nicht sagen, dass die von uns erlangte Freiheit keine Veränderung in uns bewirkt hätte. Verspüren wir jedoch keine Veränderung zum Guten, dann müssen wir sagen, dass hier eine Veränderung zum Schlechten stattgefunden hat, auch wenn wir es nicht fühlen.

Und nach dem Feiertag, nach der Hawdala (Zeremonie am Ende des Feiertags) erklärte er dies. Es ist wie bei einer Mahlzeit am Shabbat oder an einem Feiertag, wo man mithilfe der körperlichen Genüsse – auf dem Wege der Wurzeln und Zweige – die spirituellen Genüsse erweckt, was eine Art „nächste Welt“ ist. Und um einen Geschmack der nächsten Welt verspüren zu können, bedarf es in der Tat großer Vorbereitungen während der sechs Werktage. So wird entsprechend dem Maß seiner Vorbereitung eben auch seine Wahrnehmung davon sein. [Wenn man versucht,] ohne richtige Vorbereitung den spirituellen Geschmack des Shabbat anzuziehen, geschieht das Gegenteil: Durch die weltlichen Freuden wird der Mensch schlimmer. Denn nach einer weltlichen Mahlzeit wird man nur vom Schlaf angezogen und von nichts anderem, denn nach dem Essen kommt der Schlaf. So hat ihn sein Essen noch weiter nach unten gebracht.

Hingegen wird zusätzliche Anstrengung benötigt, um durch die weltlichen Genüsse zur Spiritualität zu gelangen, da dies der Wille des Königs war. Obwohl sie im Gegensatz zueinander stehen, da die Spiritualität sich unter der Linie des Gebens und das Weltliche sich unter dem Empfangen befindet, und dies der Wille des Königs war, wird die Spiritualität von den weltlichen Genüssen angezogen, die unter Seine Mizwot gestellt sind, was die Freuden des Shabbat und des Feiertags sind.

Ebenso müssen wir sehen, dass wir auch bei dieser Freiheit, die wir erlangten, große Vorbereitung und Ausrichtung benötigen, um die spirituelle Freiheit heranzuziehen, die „Freiheit vom Engel des Todes“ genannt wird. Dann würden wir „Die ganze Erde ist Seines Ruhmes voll“ erlangen, genannt Mochin de AwI. Dies bedeutet, wir würden keine Zeit und keinen Ort sehen, wo der Schöpfer nicht eingekleidet wäre, damit wir nicht sagen können, dass Er zu dieser Zeit oder an diesem Ort sich nicht einkleiden könne, sondern: „Die ganze Welt ist voll Seines Ruhmes.“

Und zuvor gibt es einen Unterschied „zwischen Licht und Dunkelheit und zwischen Israel und den Völkern“: An einem lichtvollen Ort ist der Schöpfer anwesend, was an einem Platz der Dunkelheit nicht so ist.

Auch bei Israel gibt es einen Ort, wo das göttliche Licht Israels sein kann. Nicht so ist es bei den Völkern der Welt, wo der Schöpfer sich nicht in sie einkleidet. „Und zwischen dem siebenten Tag und den sechs Werktagen“. Wenn wir jedoch Mochin de AwI erlangen, werden wir „Die ganze Erde ist Seines Ruhmes voll“ gewürdigt. Zu dieser Zeit gibt es keinen Unterschied zwischen den Zeiten, und so ist Sein Licht an allen Orten und zu allen Zeiten gegenwärtig.

Und dies ist die Bedeutung von Pessach, als Israel die Freiheit erlangte, was Mochin de AwI ist, was als „Die ganze Erde ist Seines Ruhmes voll“ angesehen wird. Und natürlich gibt es keinen Platz für den Bösen Trieb, da er [jemanden] nicht durch seine Handlungen von der Arbeit des Schöpfers fernhält. Im Gegenteil, wir sehen, wie er den Menschen Seiner Arbeit nähergebracht hat, obwohl es nur durch das Erwecken von Oben war.

Deshalb sagten sie, die heilige Shechina (Göttliche Gegenwart) sprach: „Den Tropfen einer roten Rose sah ich.“ Dies bedeutet, er sah, dass es einen Ort gibt, der noch der Korrektur bedarf, dass Er daher an diesem Ort nicht scheinen konnte. Deshalb mussten sie die sieben Wochen des Omer-Zählens durchführen, um diese Stellen zu korrigieren, damit er sieht, dass „die ganze Welt Seines Ruhmes voll ist“.

Es ist ähnlich einem König, der einen mit kostbaren Gütern gefüllten Turm, aber keine Gäste hat. Deshalb erschuf Er die Menschen, damit sie all seine Fülle empfangen könnten. Jedoch sehen wir nicht den mit all den Gütern angefüllten Turm, sondern das Gegenteil: Die ganze Welt ist voller Leid. Und die Ausrede ist, dass „königlicher Wein im Überfluss“ ist, dass seitens Malchut keinerlei Mangel nach dem Wein besteht, das heißt nach den dem Wein vergleichbaren Genüssen. Vielmehr existiert der Mangel nur aufseiten der Gefäße, dass wir nicht die geeigneten Gefäße haben, um die Fülle zu empfangen, da wir nur in den Gefäßen des Gebens empfangen können.

Der Größe der Gefäße entsprechend ist die Größe der Fülle. Daher sind alle Veränderungen nur in den Gefäßen und nicht in den Lichtern. Dies sagt uns der Text: „Gefäße – Gefäße, die sich voneinander unterscheiden – und königlicher Wein im Überfluss“, so wie es im Schöpfungsgedanken war: den Geschöpfen Gutes zu tun, Seinem Können entsprechend.

Shamati 189. Die Handlung beeinflusst den Gedanken

Ich hörte am 27. Tishrei

Verstehe den Grund für den Scharfsinn, die Begeisterung und die Schlauheit, wenn alle Organe in voller Geschwindigkeit koordiniert zusammenarbeiten, während jemand an materielle Besitztümer denkt. Aber was die Seele und deren Bedürfnisse betrifft, so arbeiten der Körper des Menschen und alle seine Sinnesorgane schwermütig.

Die Sache ist die, dass der Verstand und die Gedanken des Menschen ausschließlich Abdrücke der Handlungen des Menschen sind, die wie bei einem Spiegel gespiegelt werden. Wenn die meisten Handlungen des Menschen materielle Bedürfnisse betreffen, dann wird dies daher im Spiegel des Verstands reflektiert. Dies bedeutet, die Bedürfnisse wurden im Verstand wahrgenommen, und dann kann man den Verstand einsetzen für was auch immer man sich wünscht, da der Verstand seine Lebenskraft durch materielle Dinge erhält. Daher dient der Verstand dem Ort, von dem er seine Lebenskraft empfängt.

Und hinsichtlich der Bedürfnisse der Seele gibt es nicht genügend Reshimot (Aufzeichnungen/Erinnerungen) im Verstand, die ihm für das Empfangen von Lebenskraft ausreichen und um beeindruckt zu werden. Deshalb ist der Verstand nicht bereit, den Bedürfnissen der Seele zu dienen.

Aus diesem Grund sollte der Mensch sich überwinden und viele Handlungen unternehmen, bis diese im Verstand Eindrücke hinterlassen haben. Und dann vermehrt sich das Wissen auf jeden Fall und der Verstand wird ihm mit Scharfsinn und Geschwindigkeit dienen, auf noch größere Weise als für die materiellen Bedürfnisse, da der Verstand eine Kleidung ist, die der Seele nah ist.

Shamati 188. Die ganze Arbeit ist nur da, wo es zwei Wege gibt

 Ich hörte nach dem Shabbat, am 25. Januar 1948

Alle Arbeit ist nur da, wo es zwei Wege gibt, wie wir [in der Schrift] fanden: „Und er soll in ihnen [den Geboten] leben und nicht in ihnen sterben.“ Und die Bedeutung von „Soll getötet werden, aber [die Gebote] nicht übertreten“ wendet man üblicherweise nur bei drei Geboten an. Gleichzeitig fanden wir, dass die ersten Chassidim sich für positive Gebote aufopferten.

Doch in Wahrheit ist das die ganze Arbeit. Während der Mensch die Tora bewahren muss, empfindet er dies als eine Zeit der schweren Bürde. Und, während die Tora den Menschen behütet, ist es überhaupt nicht schwer, denn „die Seele des Menschen wird ihn lehren“. Und das heißt, die Tora behütet den Menschen.

Shamati 187. Im Bemühen überwiegen

Ich hörte

Das Konzept des unteren Hej in Ejnaim (Augen) bedeutet, dass es auf den Augen einen Massach (Schirm) und eine Bedeckung gab, wobei „Augen“ die Vorsehung bedeutet, wenn also der Mensch die verborgene Lenkung sieht.

Eine Prüfung heißt, dass ein Mensch nicht nach Belieben entscheiden kann; wenn er nicht in der Lage ist, weder den Wunsch des Schöpfers noch die Absicht seines Lehrers zu bestimmen. Obwohl er hingebungsvoll arbeiten kann, liegt es doch nicht in seiner Hand, abzuwägen, ob diese [konkrete] Arbeit der Hingabe hier angebracht ist. Oder im Gegenteil, dass diese schwere Arbeit hier entgegen der Meinung seines Lehrers und der des Schöpfers sein würde.

Um dieses zu bestimmen, wählt er das, was seine Bemühungen vermehrt. Das bedeutet, er muss entsprechend seinem Lehrer handeln. Dem Menschen ist nur die Bemühung auferlegt und nichts anderes. Daher gibt es keinen Platz für Zweifel in seinen Gedanken, Worten und Handlungen. Er sollte stattdessen immer seine Bemühungen mehren.

Shamati 186. Mache aus deinem Shabbat einen Werktag und bedürfe der Geschöpfe nicht mehr

Ich hörte

Am Shabbat ist es verboten, Arbeit zu verrichten, womit die Erweckung von unten gemeint istUnd ein weiser Schüleralso ein Schüler, der würdig wurde, der Schüler des Schöpfers zu werden, der „Weiser“ genannt wird, gilt auch als eine Erweckung von Oben, indem er die Geheimnisse der Tora enthüllt.

Wenn daher eine Erweckung von Oben kommt, wird auch das als Shabbat bezeichnet. Zu dieser Zeit fürchtet sich der Ungelehrte, womit der Körper gemeint ist. Er fürchtet sich und dann gibt es sowieso keinen Platz für die Arbeit.

Shamati 185. Auf dem Ungelehrten ruht die Ehrfurcht vor dem Shabbat

Ich hörte

Die Weisen sagten: „Auf dem Ungelehrten ruht die Ehrfurcht vor dem Shabbat.“ Der weise Schüler gilt als Shabbat, und der Shabbat wird als Gmar Tikun (Endkorrektur) erachtet. Wie in Gmar Tikun die Kelim bereits korrigiert und geeignet sein werden, um das Höhere Licht zu empfangen und zu bekleiden, so gilt somit auch der Shabbat als Gmar (Abschluss/Ende), was bedeutet, das Höhere Licht kann in den Unteren erscheinen und sich einkleiden, doch gilt das nur als Erweckung von Oben.

Shamati 184. Der Unterschied zwischen dem Glauben und dem Verstand

Ich hörte am 14. Februar 1949

Der Unterschied zwischen Glaube und Verstand. Der Glaube hat den Vorzug, dass er einen größeren Einfluss auf den Körper hat als der Verstand, weil er dem Körper nähersteht. Der Glaube stellt den Aspekt von Malchut dar, und der Körper hat einen Bezug zu Malchut, weshalb der Glaube ihn beeinflusst.

Der Verstand dagegen, der sich auf die Oberen Neun (Sefirot) bezieht, kann den Körper nicht richtig beeinflussen. Doch damit einher hat der Verstand den Vorzug, dass er als spirituell definiert wird, verglichen mit dem Glauben, der sich auf den Körper bezieht.

Und im Spirituellen gilt die Regel, dass es „keine Abwesenheit in der Spiritualität gibt“, sowie: „Jede Münze sammelt sich zu einem großen Betrag an.“ Der Glaube dagegen wird als Körperlichkeit definiert, die als Trennung erachtet wirdDenn es gibt keinerlei Anhäufung im Materiellen. Sondern was vergangen ist, ist nicht da. Das heißt, was in der Vergangenheit war, schließt sich nicht der Gegenwart und der Zukunft an.

Obwohl den Menschen der Glauben an etwas zum Zeitpunkt der Handlung hundertprozentig mehr beeinflusst als der Verstand, so wirkt jener deshalb jedoch nur eine Zeitlang. Der Verstand dagegen wirkt zwar nur zu einem Prozent, doch dieses eine Prozent bleibt beständig und bestehen. Deswegen wird er nach einhundert Malen dem Maß hinzugefügt, welches der Glauben in einem einzigen Mal hätte beeinflussen können. Wenn er einhundert Mal im Aspekt des Glaubens arbeitet, wird er im gleichen Zustand verbleiben. Mit dem Verstand dagegen wird das Resultat dauernd bei ihm verbleiben.

Es ist so, wie wenn wir etwas mit dem Verstand studieren. Obwohl man vergisst, verbleiben die Aufzeichnungen im Verstand. Je mehr Wissen man anhäuft, dementsprechend ist auch die Entwicklung des Verstands. In materiellen Dingen dagegen, die sich über Ort und Zeit hinziehen, wo der Osten niemals zum Westen kommen wird, wird auch niemals die vergangene Stunde zur jetzigen hinzukommen. Doch im Spirituellen kann alles zur gleichen Zeit stattfinden.

Shamati 183. Der Aspekt von Messias (Mashiach)

Ich hörte

Es gibt den Aspekt von Mashiach ben Josef (Messias, der Sohn Josefs) und den von Mashiach ben David (Messias, der Sohn Davids) und beide müssen sich vereinen. Dann wird es in ihnen die wahre Vollkommenheit geben.

Shamati 182. Moses und Salomon

Ich hörte am 10. Mai 1951

Moshe (Moses) und Shlomo (Salomo) stellen den Aspekt von Panim (Vorderseite, Angesicht) und Achoraim (Hinter- oder Rückseite) dar. Über Moses steht geschrieben: „Und du siehst meine Rückseite.“[1] Salomo dagegen ist der Aspekt der Vorderseite (des Angesichts). Und nur Salomo nutzte die Achoraim von Moses. Das ist der verborgene Sinn dessen, dass „Shlomo“ [שְׁלֹמֹה] aus den Buchstaben von „für Moshe“, leMoshe [לְמשֶׁה], besteht.

[1] 2. Buch Mose 33, 23

Shamati 181. Ehre

Ich hörte am 25. Nissan, dem 1. Mai 1951

Ehre ist etwas, das den Körper bremst, und auf diese Weise schädigt sie die Seele. Folglich war es für alle Gerechten, die berühmt und geachtet wurden, eine Strafe. Aber die großen Gerechten – wenn der Schöpfer nicht will, dass sie durch ihre Berühmtheit als Gerechte Verlust erleiden, so beschützt Er sie davor, geehrt zu werden, damit ihre Seelen keinen Schaden erleiden.

Deshalb, in dem Maß, in dem sie einerseits geehrt werden, stehen ihnen andererseits Widersacher gegenüber, welche diese Gerechten mit allen Arten von Herabwürdigungen verleumden. Um der Ehre, die einem Gerechten gegeben wurde, ein gleichwertiges Gegengewicht zu geben, gibt die Gegenseite genau im gleichen Maße Herabwürdigung.

Shamati 180. Im Sohar, Abschnitt Emor

Ich hörte am 2. Zwischentag von Pessach, am 23. April 1951, in Tel Aviv

Im Sohar, Abschnitt Emor, steht: „Ich schlafe, doch mein Herz ist wach. Die Versammlung Israels sagte: ‚Ich schlafe im ägyptischen Exil, wo meine Söhne sich in schwerer Versklavung befanden, und mein Herz ist wach, um auf sie Acht zu geben, damit sie nicht im Exil dahinscheiden.‘ ‚Mein Geliebter klopft an‘, das ist der Schöpfer, der sagte: ‚Ich werde meines Bundes gedenken.‘“

Man muss die Bedeutung des Schlafes verstehen. Als Israel in Ägypten war, war es unter ihrer Herrschaft und zog ebenfalls den Aspekt von GaR de Chochma heran. Und da Chochma ohne Chassadim nicht leuchtet, heißt dies Schlaf. Und das wird „schwere ägyptische Versklavung“ genannt, also in schwerer Arbeit, genannt Dinim de Dchura.

Und „mancherlei Frondienst auf dem Felde“ wird als Dinim de Nukwa betrachtet.

Und mein Herz ist wach, das heißt, obwohl [die Versammlung Israels] in Hinsicht der Linken Linie schläft, wobei dann Malchut als „Zwei große Leuchten“ bezeichnet wird, wird Malchut als „vierter Fuß“ bezeichnet. Sie gilt als Tiferet, welche über dem Chase ist. „Und mein Herz ist wach“, denn dort befindet sich bereits der Punkt von Manula (Türschloss), der dazu führt, dass die Mittlere Linie den Ausschlag gibt, damit [Malchut] zum Punkt des Aspektes Panim zurückkehrt, wodurch sie im Exil nicht dahinscheiden.

Und das ist die Bedeutung von „Öffnet mir einen Spalt so groß wie ein Nadelöhr“, das heißt, Seir Anpin sagt zu Malchut, dass sie Chochma heranziehen soll. Und weil Chochma nicht ohne Chassadim leuchten kann, wird sie nur „Nadelöhr“ genannt. „Und ich werde dir höhere Tore öffnen“, also danach wird er ihr Chassadim geben, und dadurch wird er an sie das volle Maß der herangezogenen Fülle weiterleiten. Wenn sie aber nicht Chochma heranzieht, das heißt hinsichtlich der Tatsache, dass kein Heranziehen von Chochma stattfindet, sondern Chessed, wird sie „Öffne mir, Schwester“ genanntalso hinsichtlich Chochma wird Malchut „Schwester“ genannt.

Shamati 179. Drei Linien

Ich hörte am 23. April 1951

Es gibt das Thema der drei Linien und das Thema von Israel, welche sich am Körper des Königs festhalten. Es gibt die Angelegenheit des ägyptischen Exils, als das Volk Israel gezwungen war, nach Ägypten hinabzusteigen, und die Angelegenheit des Auszugs aus Ägypten; die Angelegenheit von „Wer dabei ist, eine Frau zu heiligen, wird einen [in der Tora] ungelehrten Menschen mitbringen“.

Und dann gibt es Abrahams Frage: „Woran soll ich merken, dass ich es erben werde?“ Und der Schöpfer antwortete ihm: „Wisse, dass deine Nachkommen Fremdlinge sein werden in einem Lande, das nicht das ihre ist; und da wird man sie zu dienen zwingen und vierhundert Jahre plagen, und danach werden sie ausziehen mit großem Besitz.“ Es gibt die Angelegenheit von GaR sowie die Angelegenheit von WaK und die Angelegenheit von WaK de GaR.

Der Schöpfungsgedanke bestand darin, Seinen Geschöpfen Genuss zu schenken, und nur damit sie nicht das Brot der Scham essen, gab es den Zimzum (Einschränkung) und den Massach (Schirm), wodurch Raum für die Arbeit entstand. Und daraus resultiert der Aspekt der drei Linien: Die erste Linie ist die Rechte, definiert als WaK ohne Rosh (Kopf), erachtet als „Glaube“. Und es gibt eine zweite Linie, welche als die Linke definiert wird, und das ist der Aspekt des Erlangens (Erkenntnis). Und dann treten beide in einen Streit, denn der Glaube widerspricht der Erkenntnis, und die Erkenntnis widerspricht dem Glauben.

Und dann gibt es die Mittlere Linie, definiert als WaK de GaR oder Chochma und Chassadim, oder die Linke und Rechte Linie ineinander eingeschlossen. Das heißt, der Mensch erlangt Erkenntnis gemäß dem Glauben, den er hat. Das bedeutet, dass er genau in dem Maße, wie er Glauben hat, Erkenntnis erlangt, und da, wo er keinen Glauben hat, zieht er keine Erkenntnis heran, die ihn vervollständigen würde; sondern er wiegt stets die Linien auf, damit die eine die andere nicht überwiegen möge.

Und GaR (welche vor ihm erscheinen) wird „Erkenntnis ohne Glauben“ genannt. Und das wird als die „Arbeit der Völker“ bezeichnet. Und die „Arbeit von Israel“ besteht im Aspekt des Glaubens, worin die Erkenntnis eingeschlossen ist, und das wird als der „Körper des Königs“ bezeichnet, also der Glaube und die Erkenntnis.

Abraham wird „der Vater des Glaubens“ genannt, gemeint sind Chassadim. Dann wird er wissen, dass jeder, der sich dem Schöpfer nähern möchte, zunächst den Aspekt der „Rechten“ erlangen muss, also den Glauben.

Doch der Glaube widerspricht der Erkenntnis. Wie können sie den Aspekt der Erkenntnis heranziehen, wenn sie keine Kelim (Gefäße) dazu haben? Und darum sagte Er ihm, dass „deine Nachkommen Fremdlinge sein werden in einem Lande, das nicht das ihre ist“, was die Bedeutung ist von „sie mischten sich unter die Nationen und lernten von ihren Handlungen“. Das heißt, dass sie unter der Herrschaft der Nationen standen, dass auch sie sich unter ihrer Herrschaft befanden und GaR de Chochma heranziehen würden.

Und darum geht es beim ägyptischen Exil, dass auch Israel GaR de Chochma heranzogen: Und darin besteht ihr Exil, dass [dabei] die Finsternis herangezogen wurde.

Der Auszug aus Ägypten fand mittels der Erstgeborenenplage statt, wobei mit den „Erstgeborenen“ GaR de Chochma gemeint ist, dass der Schöpfer die Erstgeborenen von Ägypten schlug, was das Pessach-Blut und das Blut der Beschneidung darstellt. Und das ist es, was im Sohar geschrieben steht: „Zur Stunde, als der Schöpfer die Erstgeborenen von Ägypten tötete […] zu der Stunde trat Israel in den Bund des heiligen Buchstabens ein, als sie sich beschnitten und in der Versammlung Israels vereinigten.“[1]

Die Linke Linie wird als „Vorhaut“ bezeichnet, da sie die Lichter blockiert. Als Er daher die Erstgeborenen tötete, also GaR annullierte, wurde Israel unten beschnitten, das heißt, sie schnitten ihre Vorhaut ab. Dies wird als Dinim de Dchura (männliche Urteile) bezeichnet, welche die Lichter blockieren. So werden mittels einer Beschneidung mithilfe eines Beschneidungsmessers, das Eisen darstellt, genannt Dinim de Nukwa (weibliche Urteile), die Dinim de Dchura aufgehoben, und dann breiten sich WaK de Chochma zu ihnen aus.

Das bedeutet, dass man zu Beginn gezwungen ist, Vollkommenheit heranzuziehen, also GaR de Chochma. Es ist unmöglich, eine halbe Stufe heranzuziehen; und das muss einzig mittels der Ägypter geschehen, und dies wird als Exil bezeichnet, zu der Zeit, wo auch die Juden unbedingt unter ihrer Herrschaft stehen müssen. Und später befreien sie sich aus ihrer Herrschaft durch den Auszug aus Ägypten, also durch die Korrektur des Massach de Chirik, das heißt, dass die Ägypter selbst schrieen: „Macht euch auf und zieht weg!“

Und das bedeutet: „Ich [selbst] und kein Bote.“ „Ich“, also Malchut, welche das Schloss (Manula) ist, das GaR aufhebt. Dadurch kommt es zum Einschluss der Linken in der Rechten und der Rechten in der Linken.

Und das ist die Bedeutung von „Wer eine Frau heiligen möchte“, also Chochma, genannt „die Linke“, „wird einen [der Tora] ungelehrten Menschen mitbringen“, weil er in der Rechten ist, was Glauben ist. Jedoch will er die Erkenntnis. Er kann also gerade mithilfe des [der Tora] ungelehrten Menschen Chochma heranziehen, da er Reue hat, aber nicht für den Glauben, sondern für die Erkenntnis.

„Da stand ich auf, um meinem Geliebten zu öffnen; meine Hände troffen von Myrrhe und meine Finger von fließender Myrrhe am Griff des Riegels.“[2] „Myrrhe“ heißt: „Und dein Lehrer wird sich nicht mehr verbergen, sondern deine Augen werden deinen Lehrer sehen.“ „Und meine Hände“ bedeuten Erkenntnis, wobei die Finger „Sehen“ bedeuten, wie in: „Jeder Einzelne zeigt mit seinem Finger und sagt: ‚Siehe, das ist unser Gott.‘“ „Am Riegel“ bezieht sich auf das Schloss.

[1] Sohar, Abschnitt Emor, 43

[2] wörtlich: „des Schlosses“

Shamati 178. Drei Partner im Menschen

Ich hörte während eines Festmahls zur Feier der Vollendung von Teil Neun des Buches Der Sohar am 9. Mai, 1951

Betreffend der drei Teilhaber im Menschen: der Schöpfer, der Vater und die Mutter.

Und [hierzu] sagte er [Baal Sulam], dass es noch einen vierten Teilhaber gibt, nämlich das Land. Denn wenn der Mensch keine Nahrung vom Land aufnimmt, kann er nicht existieren. Das Land ist als Malchut definiert, die dafür gilt, dass sie im Allgemeinen vier Unterscheidungen hat, genannt CHuB TuM (Chochma und Bina, Tiferet und Malchut). Und die Nahrung, die der Mensch vom Land aufnimmt, sind die Aufklärungen und Analysen, wobei durch die Nahrung die Klipot (Hüllen) von der Speise getrennt (wörtlich: geklärt) werden,

In Malchut gibt es zwei Unterscheidungen:

  1. Kedusha (Heiligkeit)
  2. die böse Lilit

Wenn daher der Mensch isst und einen Segensspruch vor und nach dem Essen spricht, verlässt die Speise dadurch die Herrschaft von Sitra Achra. Und da die Speise zum Blut wird, und das Blut Nefesh (Seele) darstellt, ist seine Seele nun weltlich und gehört nicht mehr der Sitra Achra.

Wenn der Mensch dagegen von der Mizwa-Mahlzeit isst, wobei die Speise als Kedusha angesehen wird, und zwar, wenn er das mit einer Absicht isst, dann wird die Speise zum Blut, und das Blut wird Nefesh, und dann gelangt er zum Aspekt der heiligen Seele (Nefesh de Kedusha).

Daher kommt der Böse Trieb zum Menschen und gibt ihm immer zu verstehen, dass es sich aus verschiedenen Gründen nicht lohnt, bei einer Mizwa-Mahlzeit zu speisen. Seine primäre Absicht nichts von einer Mizwa-Mahlzeit zu sich zu nehmen basiert auf oben Gesagtem, da dies ein Teil der Kedusha ist.

Shamati 177. Sühne

Ich hörte

„Die Sühne der Sünden“ geschieht durch die Enthüllung des Lichtes Chochma (Weisheit). Die Beichte (das Selbstbekenntnis) zieht Chochma an. Je mehr der Mensch beichtet, desto mehr Chochma offenbart sich ihm. Darüber wird gesagt: „Und an jenem Tag, … soll der Frevel Jakobs gesucht werden, doch es wird keinen geben.“ Das ist so, da jede vergebene Sünde nicht eher vergeben ist, als bis Chochma sich darauf ausgebreitet hat. Dies ist der Grund, warum sie nach Frevel gesucht haben, um das Licht Chochma auf ihn zu ziehen.

Die „Umarmung der Linken“ bedeutet die Ausdehnung der Linken Linie: An jedem der zehn Bußtage (zehn Tage zwischen Rosh HaShana und Jom Kippur) wird eine Bchina der zehn Sefirot de Mochin de Chochma, genannt „Linke Linie“, herangezogen. Und an Jom Kippur (Versöhnungstag) findet der Siwug (Paarung) statt.

Die „Umarmung der Rechten“ ist die Anziehung von Chochma unterhalb des Chase (Brust), welcher der Ort der Enthüllung ist, wo es bereits in Chassadim (Barmherzigkeit) versüßt wurde. Es wird hauptsächlich als Heranziehen von Chassadim betrachtet. Das Bilden von Nukwa selbst dauert bis zum achten Tag von Sukkot (Shmini Azeret) an, und am achten Tag findet dann der Siwug statt.

Shamati 176. Beim Trinken des Branntweins nach der Hawdala

Ich hörte am Ausgang von Jom Kippur, am 21. September 1950

„Und er würde einen Jom Tow (Festtag) machen, als er aus der Heiligkeit hinaustrat.“ Heiligkeit (Kodesh) wird als Chochma (Weisheit) und Linke Linie angesehen, dort wo es Angst vor den Dinim (Urteile) gibt. Daher gibt es dort keinen Platz für Jom Tow. Vielmehr „als er aus der Heiligkeit heraustrat“, genannt „Chochma“ und „Linke Linie“, dann würde er einen Jom Tow machen, definiert als Or Chassadim (Licht Chassadim).