Vorankündigung: Kurs „Einblicke in das Buch Sohar“

Voraussichtlich ab 11. April. Immer Sonntags um 16 Uhr! Für alle Studierenden mit Abo Gimel!

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Einladung

Gute-Nacht-Text, RABASH, 1989/19, „Komm zum Pharao -1“

Wir sollten darauf achten, auch in den schlimmsten Zuständen zu glauben, nicht vor der Arbeit zu fliehen, und immer darauf zu vertrauen, dass der Schöpfer einem Menschen hilft und ihm gibt, was und wieviel er braucht.

“In der Wahrheit” ist jemand, der versteht, dass er die Hilfe vom Schöpfer braucht, weil er weiter von Ihm entfernt ist, als alle anderen und genau deshalb, wird er erhört. Denn es steht geschrieben: „Der Herr ist denen mit zerbrochenem Herzen nahe und rettet jene, die im Geist zerschlagenen sind.“

RABASH, 1991/17, „Was bedeutet, „denn ich habe sein Herz verhärtet“, in der Arbeit?“

Wenn jemand arbeiten will, um zu geben, d.h. Dwekut mit dem Schöpfer zu erreichen, muss er die Wahrheit sehen: Es liegt nicht in den Händen des Menschen, da es der Natur widerspricht, mit der er geboren wurde. Nur der Schöpfer kann ihm eine zweite Natur geben, aber ohne einen Mangel gibt es keinen echten Geschmack an der Füllung. Deshalb gibt der Schöpfer die Verhärtung des Herzens, damit der Mensch den Mangel in vollen Ausmaß spürt.

Das erklärt, warum der Schöpfer das Herz des Menschen erst danach verhärtet hat, d. h. nachdem er begann, um des Schöpfers willen zu arbeiten, und nicht vorher. Außerdem, warum brauchte er die Verhärtung des Herzens? Es hat einen anderen Grund: Wenn man den wirklichen Mangel nicht spürt, kann man die wirkliche Füllung nicht erhalten, da es ohne Kli kein Licht gibt. Daraus folgt, dass die Verhärtung des Herzens nicht zu seinem Nachteil war, um ihn vom Schöpfer zu entfernen. Im Gegenteil, die Verhärtung des Herzens diente dazu, ihn zu Dwekut mit dem Schöpfer zu bringen.

Gute-Nacht-Text, RABASH, 1990/17, “ Was ist die Hilfe, die derjenige, der zur Reinigung kommt, bei der Arbeit erhält?“

Der Menschen muss seine Kraft nicht investieren, um eine Eigenschaft zu erlangen, sondern dafür, um einen starken Wunsch dafür zu entwickeln, diese Eigenschaft zu erhalten. Daraus folgt, dass die Anstrengungen des Menschen dafür erforderlich sind, um das Bedürfnis nach der Hilfe des Schöpfers aufzubauen. Dies wird „ein vollständiges Verlangen“ genannt. Mit anderen Worten, nicht durch seine Arbeit erhält der Mensch die Eigenschaft zu geben, sondern durch das Erlangen des Mangels, zu wissen, dass es diese Eigenschaft ist, die ihm fehlt. Dafür erhält er Hilfe von oben, weil er erkennt, dass er mangelhaft ist und sich nicht selbst aus der Herrschaft des Pharaos befreien kann. Diese Hilfe heißt „denn ich habe sein Herz verhärtet“. Die Verhärtung des Herzens ist deswegen notwendig, damit der Mensch wirklich das Bedürfnis erhält, die Wahrheit zu erkennen.

Gute-Nacht-Text, RABASH, 1990/15 „Was bedeutet es in der Arbeit, dass vor dem Sturz des ägyptischen Königs ihr Aufschrei nicht erhört wurde?“

„Israel“ vom hebräischen Yashar-El bedeutet, direkt zum Schöpfer ausgerichtet, also nur für Ihn zu arbeiten. Die Herrschaft des Pharaos ist das Gegenteil, bedeutet somit nur für sich selbst zu arbeiten. Um jedoch Kedusha zu erlangen, müssen wir um des Schöpfers willen arbeiten, also um zu geben. Diese Erkenntnis befand sich unter der Herrschaft des Pharaos, des Königs von Ägypten, im Exil – sie war uns verhüllt. Mitzrayim [Ägypten] besteht aus den gleichen hebräischen Buchstaben wie Metzar-Yam [enges Meer], und es ist bekannt, dass „eng“ „Einschränkung des Lichtes von Chassadim“ bedeutet. Es gleicht dem (hebräischen) Ausdruck „mit verengten Augen“, also nicht alles zu sehen.

Gute-Nacht-Text, RABASH, Notiz 66

Bevor man nicht das Exil in Ägypten angetreten hat, ist es unmöglich, aus dem Exil auszuziehen. Nur wenn man wirklich im Exil ist, kann man sagen, dass man daraus auszieht. Der Autor der Haggada sagt uns dazu, dass wir wissen müssen, dass unsere Väter erst selbst Götzenanbeter waren. Das heißt, dass sie im Exil unter der Herrschaft von Götzenanbetern standen, und erst dann konnte der Schöpfer unsere Väter näher zu Sich bringen. Bevor sie nicht das Gefühl hatten, dass sie unter der Herrschaft von Götzenanbetern stehen, konnten sie also nicht sagen, dass sie dem Schöpfer nahe stehen. 

Nur wenn ein Mensch erkennt, dass er vom Schöpfer entfernt ist, kann der Schöpfer im helfen sich Ihm anzunähern. Denn: die Abwesenheit muss immer vor der Anwesenheit kommen, weil die Abwesenheit das Kli [Gefäß] und die Dunkelheit hervorbringt, welche die Anwesenheit, die das Licht ist, füllen kann.

Spiritueller Funke: RABASH, Notiz 380

Sobald ein Mensch seinem Punkt im Herzen die grösste Wichtigkeit beimisst, tritt er das Exil in Ägypten an. An diesem Punkt beginnt er zu erkennen, wie weit er von der Handlung des Gebens entfernt ist. Dadurch bilden sich in ihm Kelim, also Mängel, die der Schöpfer füllen kann.

Spiritueller Funke: RABASH, Notiz 380

Der Mensch muss den Kampf gegen das Verlangen zu empfangen beginnen, damit er die Kelim und das Verlangen nach Erlösung und der Hilfe des Schöpfers entwickeln kann. Wie die Weisen sagten: „Wenn der Schöpfer ihm nicht helfen würde, könnte er dies nicht überwinden.“ Daraus folgt, dass der Schöpfer absichtlich dem Menschen die Fähigkeit diesen Kampf zu gewinnen nicht gegeben hat, denn durch den Kampf erhält er die Kelim und das Verlangen nach der Fülle.

Daher braucht der Mensch beides. Er muss den Kampf gegen das Verlangen zu Empfangen beginnen, um die Kelim zu erhalten, und speziell dafür benötige er die Hilfe von Schöpfer, da er nur durch Seine Hilfe, das Erbe des Land erhält, das der Schöpfer Abraham versprochen hatte.

Spiritueller Funke: RABASH, 1989/22, „Warum werden vier Fragen speziell in der Pessachnacht gestellt?“

Was erkennen wir in der Antwort des Schöpfers auf Abraham`s Frage ‚wie werde ich wissen…’, dass dadurch, dass sie in einem Land sind, welches nicht ihres ist, das heißt im Exil, er sicher sein kann, dass sie das Land erben würden?“

Der Schöpfer sagte dies, da es kein Licht ohne Kli gibt, das heißt keine Füllung ohne Mangel. Und Abraham sagte zum Schöpfer, dass er nicht sieht, dass sie solch große Lichter benötigen würden, genannt „das Land Israel“. Aus diesem Grund sagte der Schöpfer zu ihm, dass er sie befreien würde, wenn sie im Exil sind und die Bitte an Ihn richten, sie aus dem Exil zu erlösen. Und womit befreit er sie? Nur mit großen Lichtern, denn „Das Licht darin bringt zum Guten zurück“. Folglich werden sie dann die großen Lichter benötigen.

Spiritueller Funke: RABASH, 1986/15, „Ein Gebet von Vielen“

Wenn der Mensch sieht, dass es andere Menschen gibt, die das Ziel, Dwekut mit dem Schöpfer, erreichen können, verzichtet er selbst auf diese Belohnung. Denn er weiss, dass dies dem Schöpfer mehr Zufriedenheit bereitet, als wenn er selbst damit belohnt würde, Ihm näher zu zukommen. Er will, dass der Schöpfer den Anderen dabei hilft, für Ihn zu arbeiten, weil dies dem Schöpfer mehr Freude bereitet, als wenn er selbst in der Arbeit vorankommt. Aus diesem Grund bittet er den Schöpfer für diese Menschen um Hilfe, und dass er ihnen Freude schenkt, indem sie Ihm Genuss bereiten können.

Und da alles einer Erweckung von unten bedarf, gibt dieser Mensch durch seine Bitte für die Anderen, dieses Erweckung von unten, sodass die Anderen das Erwachen von Oben empfangen können, je nachdem, was der Schöpfer als nützlicher für Sich betrachtet.

Spiritueller Funke: RABASH, 1990/ 38, “ Was bedeutet „Der Kelch des Segens muss voll sein“ in der Arbeit?“

Ein Mensch ist dann in der Nähe des Punktes, an dem er die Hilfe von oben erhalten wird angelangt, wenn er erkennt, dass das Kli [Gefäß], der Wunsch zu geben, weit von ihm entfernt ist und nur der Schöpfer ihm helfen kann. Wie Baal HaSulam sagte, ist dies der wichtigste Punkt in der Arbeit des Menschen, da er an diesem Punkt bereits eine enge Verbindung mit dem Schöpfer hat. Denn er erkennt zu 100 Prozent, dass ihm absolut nichts, nur der Schöpfer selbst, helfen kann.

Spiritueller Funke: RABASH, Brief Nr. 65

Der Mensch muss sich dafür entscheiden, dass er den Wunsch, sich vollständig zu annullieren, vom Schöpfer erhalten möchte. Das bedeutet, er will keine Autorität mehr über seine Verlangen und sie alle sollen nur darauf ausgerichtet sein, dem Schöpfer Ehre zu erweisen.

Sobald er in seinem Herzen entschieden hat, sich vollständig vor dem Schöpfer zu annullieren, kann er Ihn darum bitten, ihm dabei zu helfen. Und obwohl er an seinen Gedanken und Verlangen erkennt, dass sein Körper damit nicht einverstanden ist, alle seine Wünsche zu Gunsten des Schöpfers aufzuheben, bitte er Ihn um Hilfe, keinen Wunsch für sich selbst in ihm bestehen zu lassen. Dieser Wunsch wird als „vollständiges Gebet“ bezeichnet. Die Bitte an den Schöpfer, ihm ohne Kompromisse, das vollständige Verlangen zu Seinen Ehren zu arbeiten, zu geben.

Spiritueller Funke: BAAL HASULAM, Brief Nr.34

Wir erheben unsere Bitten nach oben, eine um die andere, unermüdlich ohne Unterlass, auch wenn der Schöpfer uns nicht antwortet. Wir glauben, dass Er unsere Gebete hört, aber auf den Zeitpunkt wartet, an dem wir würdig werden, die Gefäße (Kelim) zu erhalten, um das Licht zu empfangen. Dann werden wir auf jedes einzelne Gebet sofort eine Antwort erhalten, denn „die gebende Hand des Herrn ist unendlich“, so Gott will.

Spiritueller Funke: RABASH, 1991/5

Schöpfer, wir bitten Dich, uns Kraft zu geben, sodass wir all unsere Handlungen Deinetwillen ausführen können. Denn wenn Du uns nicht hilfst, sind alle unsere Handlungen weiterhin nur für unserem eigenen Nutzen. Es heisst: „wenn nicht“, was bedeutet, wenn Du uns nicht hilfst, werden alle unsere Handlungen nur für uns selbst sein, denn wir haben nicht die Kraft, unseren Willen zu empfangen zu überwinden. Deshalb hilf uns, damit wir in der Lage sind, für Dich zu arbeiten. Du musst uns helfen! Es heisst auch: „Tu es um Deinetwillen“, d.h., dass Du diese Handlung tust, dass Du uns die Kraft gibst, den Willen zu geben zu erlangen. Andernfalls, “wenn nicht”, sind wir verloren und werden im Wunsch verbleiben, für unseren eigenen Nutzen zu empfangen.

Spiritueller Funke: BAAL HASULAM, „Die Bürgschaft“, Abschnitt 17

Durch die Bürgschaft wird jedes Mitglied der Gemeinschaft von den Sorgen um seine eigenen, körperlichen Bedürfnisse befreit und kann so das Gebot „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ in vollem Umfang erfüllen. Er kann jedem bedürftigen Mitglied alles geben, was er besitzt, denn er muss sich nicht mehr weiter um seine eigene Existenz kümmern, da er nun weiss, dass 600’000 treue, liebende Freunde für ihn sorgen.

Spiritueller Funke: RABASH, 1988/30, „Was wir in der Versammlung der Freunde suchen sollten.“

Jeder sollte versuchen, Hoffnung und Begeisterung in die Gemeinschaft einzubringen und ihr dadurch Energie zu geben. So wird jeder in der Lage sein, sich selbst zu sagen: „Jetzt fange ich komplett neu an mit meiner Arbeit.“ Denn, bevor man in die Gruppe von Gleichgesinnten kam, war man enttäuscht vom Fortschritt in der Arbeit um zu Geben, aber jetzt erfüllt die Gemeinschaft einem mit Lebensfreude und Hoffnung.
So erhält man durch die Gemeinschaft der Freunde Zuversicht und die Kraft zur Überwindung für die Arbeit, weil man fühlt, dass man das Ziel erreichen kann. Alle Gedanken darüber, dass man vor einem hohen Berg steht, der nicht bezwungen werden kann, und dass gewaltige Hindernisse einem aufhalten, haben sich in Nichts aufgelöst. Das alles verdankt man der Gemeinschaft, weil jeder versucht, seine Freunde zu unterstützen und dadurch die Gemeinschaft in einen neuen Zustand bringt.

Spiritueller Funke: BAAL HASULAM, „Frieden in der Welt“

Jeder Einzelne in der Gesellschaft ist wie ein Rad, das mit mehreren anderen Rädern in einer Maschine verbunden ist. Dieses einzelne Rad hat an und für sich keine Bewegungsfreiheit, sondern setzt sich mit der Bewegung der übrigen Räder in eine bestimmte Richtung fort, um die Maschine zu befähigen, ihre allgemeine Funktion zu erfüllen.

Und wenn ein Rad eine Fehlfunktion hat, wird diese nicht in Bezug auf das Rad selbst bewertet, sondern nach seiner Funktion und Rolle in Bezug auf die gesamte Maschine.

Spiritueller Funke: BAAL HASULAM, Shamati 33, “ Die Lose an Jom Kippur und bei Haman.“

Wenn man die Dinim und die fremdartigen Gedanken des Freundes übernimmt, gilt das für die ganze Welt und bedeutet, dass dies der Grund dafür ist, weshalb die Welt mit so vielen Menschen geschaffen wurde, von welchen jeder seine eigenen Gedanken und Meinungen hat, und die alle in einer einzigen Welt zugegen sind.

Dies ist mit Absicht so, damit jeder einzelne in allen Gedanken seines Freundes eingeschlossen sei. Sodass, wenn der Mensch bereut, der Verdienst daraus die Hitkalelut (Vermischung/Integration) sein wird.  Da der Mensch, der Reue tun will, verpflichtet ist, sich selbst und die ganze Welt mithilfe der Waagschale des Verdienstes zu beurteilen, da er selbst alle Meinungen und fremdartigen Gedanken der gesamten Welt beinhaltet.