Was sollte man der Arbeit nicht hinzufügen und nicht wegnehmen

Rabash, Artikel 1, Artikel 28, 1987

Man muss über den Verstand glauben und sich vorstellen, dass man bereits mit dem Glauben an den Schöpfer belohnt wurde, den man in seinen Organen fühlt, und man sieht und fühlt, dass der Schöpfer die ganze Welt als das Gute führt, das Gutes tut. Obwohl man innerhalb des Verstandes das Gegenteil sieht, sollte man immer noch über dem Verstand arbeiten und es sollte einem so erscheinen, als könnte man bereits in seinen Organen fühlen, dass der Schöpfer die Welt als das Gute führt, das Gutes tut .

Hier erwirbt man die Wichtigkeit des Ziels, und von hier leitet man das Leben ab: die Freude, dem Schöpfer nahe zu sein. Dann kann man sagen, dass der Schöpfer gut ist und Gutes tut, und man hat die Kraft, dem Schöpfer zu sagen: „Du hast uns aus allen Nationen erwählt, du hast uns geliebt und wolltest uns“, da man einen Grund hat, dem Schöpfer danken. Und in dem Maße, in dem man die Wichtigkeit der Spiritualität spürt, begründet man die Lobpreisung des Schöpfers.

Lässt Kabbala „weltlichen Genuss“ zu?

Die Proteste des Körpers gegen die spirituelle Arbeit, die ihm kein großes Vergnügen bereitet und keine Aussicht auf eine Belohnung bietet, kennt man als „gemeine Zunge“.

Dr. Michael Laitman, Leben aus der Kabbala, Seite 148.

Der Genuss, der gespürt wird, wenn das Licht das Verlangen füllt, verschwindet im Punkt des Kontaktes. Das Essen löscht den Mangel, der bestanden hat, den Hunger. Ist man gesättigt, bereitet mehr Essen nicht unbedingt mehr Genuss.

Alle Verlangen kann man einteilen in tierische Verlangen, wie Essen, Sex und Familie, sowie menschliche Verlangen, wie Geld, Macht und Wissen. Diese Steigerung der Verlangen basiert auf einer egoistischen Erfüllung: Das Verlangen zu empfangen sucht nach Befriedigung.

Als höchstes Verlangen dieser Pyramide gilt der Wunsch nach Spiritualität. Dieser besteht darin, so zu geben und zu lieben, wie der Schöpfer seine Geschöpfe liebt und beschenkt. Der Ort der Erfüllung des Verlangens nach Spiritualität ist nicht mehr das eigene Gefäß, sondern der Mangel des Nächsten. Die Nächstenliebe, Schöpferliebe. Mit dem Verlangen nach Spiritualität kommt die egoistische Entwicklung des Wunsches zu Ende, ein qualitativer Sprung passiert mit dem Erwachen dieses Punktes im Herzen, der auf den Nächsten, den Schöpfer ausgerichtet ist. Worauf basiert dieser Wandel? Weiterlesen

Was passiert auf einem Kabbala Kongress?

 

MU Serie – Die Bürgschaft, Baal HaSulam

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MU Serie – Die Gabe der Tora, Baal HaSulam

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Die Buchstaben Dalet und Gimel

36) Die Buchstaben Dalet und Gimel erschienen vor dem Schöpfer. Der Schöpfer sagte ihnen jedoch sogleich: „Es ist genug, dass ihr beiden zusammen seid, damit es jemanden gibt, der die Armen mit Barmherzigkeit behandelt (LiGmol Chessed), solange sie auf der Erde weilen.

Der Buchstabe Dalet kommt von Dalut (Armut), während Gimel ihm Gnade erweist (Gomelet Chassadim). Daher könnt ihr euch nicht trennen, und es ist für euch genug, dass ihr euch auf diese Weise unterstützt.

Es wurde bereits festgestellt (Punkt 24), dass, obwohl Dalet das Licht von Gimel empfängt und sein scharfer rechter Winkel aus dem Licht von Chassadim herausragt, die unreinen Kräfte dennoch stark genug sind, um sich daran festzuhalten, sie zu trennen und den scharfen Winkel weich zu machen und ihn somit in den Buchstaben Resh umzuwandeln.

Deshalb braucht der Buchstabe Dalet einen besonderen Schutz, um nicht von Gimel verdorben zu werden, und um die Bedürftigen (Dalut) in der Welt vor dem Verschwinden zu bewahren. Es genügt also, dass diese beiden Kräfte sich gegenseitig unterstützen und ergänzen und einander in gegenseitiger Vereinigung erfüllen, um die unreinen Kräfte an der Herrschaft zu hindern. Und diese Rolle ist ausreichend für sie. Deshalb wollte der Schöpfer die Welt nicht mit ihnen erschaffen.

Aus: Sohar, Die Buchstaben des Rabbi Hamnuna Saba

Tutti come uno! Komm zum Kabbala Kongress nach Italien!

Kabbala Kongress in Rom, Italien

Wir laden alle Studenten herzlich zum Europäischen Kabbala Kongress, vom 27. bis 29. Juli 2018 in Rom ein! Zur Kongress-Seite gelangst du hier!

Artikel des Tages Monat Juli 2018

Bitte beachtet, dass Freitag, Samstag, an Feiertagen und während Kongressen keine Artikel des Tages erscheinen.

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Artikel des Tages vom 31.7.2018

Nach solchen Ereignissen wie dem Kongress, erhalten wir die Rückseite des Schöpfers, wenn für kurze Zeit ein Mangel an Geschmack auftritt, wie nach einem guten Fest, wenn wir dermaßen satt sind, dass wir das Essen nicht mehr sehen können. Diese Empfindung bekommen wir natürlich vom Schöpfer, sie kommt nicht von allein. Wir müssen sagen, dass dies die Rückseite des Schöpfers ist, und darin müssen wir das Antlitz des Schöpfers offenbaren.

Wie können wir im Zustand der Gleichgültigkeit in uns das Antlitz des Schöpfers offenbaren, da Er uns doch einlädt, einige Schritte auf Ihn zu machen? Er will uns nicht zeigen, dass er attraktiv, angenehm, freundlich ist, sondern Er will dass wir, unsererseits, in dem Zustand der Gleichgültigkeit eine Beziehung gegenüber Ihm bilden, auf der Basis von verschiedenen Möglichkeiten. Was sollten wir tun, um die Rückseite in eine Vorderseite zu verwandeln, die anzieht, scheint, als ob ich sie jetzt offenbart hätte und wie verrückt rennen würde?

Was sollten wir heute während des Tages tun, um zu den höchsten Zuständen zu kommen, die wir auf dem Kongress empfunden haben? Wenn es einen Zustand einer Art von Erwachen gab, wie man es für immer behält und weiter aufsteigt? Alles hängt von der Definition des Zustandes ab.  Wenn wir ihn nicht bestimmen, werden wir nicht wissen, wo wir sind und wie wir es tun.

* * *

Die Autobahn ist mein innerer Zustand, das Auto ist die Gruppe, der Norden. Die Richtung die zum Ziel hin geschlossen ist, ist der Schöpfer. Wie verwende ich die Gruppe und den Schöpfer, um an dem Ort meiner Korrektur anzukommen? Wie benutze ich das Auto, die Autobahn, mich selbst, die Gruppe, den Schöpfer, um am Ort der Korrektur zu sein?

Das heißt, dass ich mich im Autopilot-Modus auf das Ziel, auf den Norden einstelle, der die ganze Zeit die Richtung hält – und ich mache dasselbe. Wie halte ich mich den ganzen Tag, von neun Uhr morgens bis neun Uhr abends, was muss ich berücksichtigen, welche Daten, sodass die Formel immer nach Norden gesperrt ist, nach maximaler Verschmelzung, die ich bis jetzt erkennen kann?

Jeder sollte ein Tagebuch führen, und tagsüber, von neun Uhr morgens bis neun Uhr abends, sollte ich jede Stunde aufzeichnen, in welchem Zustand ich mich befinde – plus oder minus. Ob ich mich selbst zu diesem Zustand gebracht habe oder „Ich schwimme im Fluss des Lebens“, wie gestern? Führt alle ein Tagebuch, man kann es ebenfalls im Telefon machen. Jeder muss das tun, jede Stunde.

 

Artikel des Tages, 30.07.2018

Die erste spirituelle Übung. Ihr wollt den Zustand Ibur bei dem Höheren erreichen? Der Zustand von Ibur ist sehr einfach – ich befinde mich immer im vollkommenen Zustand. Nicht, weil der tatsächlich vollkommen ist – ich habe Probleme und vergesse sie nicht, weil ich sie vom Schöpfer, der gut und gut tuend ist bekomme, der macht es sicherlich zu meinem Vorteil und ich nehme sie als vollkommen wahr. Es ergibt sich dann, dass ich mich im ersten Punkt der Verschmelzung befinde – ich bin mit ganzem Herzen und der Seele damit einverstanden, dass ich alles vom Schöpfer bekomme und somit bin ich mit Ihm verknüpft.

Vorerst empfinde ich es nicht, es ist endlich nur der erste Punkt der Verschmelzung, als ob der Samen in die Gebärmutter eindringen und sich an die Gebärmutterwand ankoppelt. Die Gebärmutter ist der Schöpfer, die höchste Welt, und ich habe mich nur damit angeheftet, dass ich mit jedem beliebigen Zustand einverstanden bin, weil ich es von Ihm bekommen habe. Es ist einfach und jeder kann es sich vorstellen. Redet darüber, um dieser Zustand zu kleän, und lasst uns die erste spirituelle Stufe erreichen. Los!

Wie können wir jedem Mitglied im Zehner helfen, in diesem vollkommenen Punkt zu sein? Obwohl es ihm im Leben nicht gut geht, aber wenn er es vom Schöpfer bekommt – und es „niemanden außer Ihm“ gibt, der außerdem gut und guttuend ist – befindet er sich im Zustand der Vollkommenheit. Wie können wir in der Gruppe solch einen  Zustand aufbauen, damit unsere Bürgschaft füreinander uns an diesem Punkt der Vollkommenheit festhält?

Die Zustände werden noch um vieles schwerer und wir müssen uns entscheiden, dass sie noch vollkommener sind. Es heißt „alle Sünden wird die Liebe bedecken“, der Schöpfer, und es  nur dann möglich wird, wenn wir die gegenseitige Unterstützung gewährleisten. Der Mensch selbst kann es nicht schaffen, weil er seinen Zustand als negativ empfindet und nur die Freunde können ihn überzeugen, dass dieser Zustand gut ist – nicht nach seinem Empfinden –  er fühlt sich wirklich schlecht, sondern, dass er es vom Schöpfer bekommt. Deshalb soll er als positiv akzeptieren.

 

Dann hat der Mensch zwei Ebenen, die untere Ebene ist diese Welt, seine Empfindung, und die höhere Ebene ist die Größe des Schöpfers, die er immer höher erhebt. Durch den Punkt zwischen diesen zwei Formen beginnt der Mensch die höchste Realität zu enthüllen. Wie können wir allen Mitgliedern der Gruppe solch eine Unterstützung gewährleisten, damit sie es so empfinden können? Außerdem es hängt nicht von ihnen ab. Wie herrschen wir über ihrer Wahrnehmung, über der Bestimmung ihres Zustandes, damit sie ihn als vollkommen akzeptieren, trotz der Offenbarung des Bösen? Wenn wir die höhere Welt nur durch die Bürgschaft, durch den Zehner empfinden, wie können wir den Freunden in der Praxis die höhere Wahrnehmung gewährleisten?

Artikel des Tages vom 26. Juli 2018

Ich bekomme irgendeinen Zustand und dieser Zustand ist die Finsternis. Wieso nehme ich die Finsternis wahr? Weil sich hier der Kli offenbart.

Die Finsternis ist das Licht von der höheren Stufe, Achoraim (die Rückseite) des Höheren. Das ist für mich die Finsternis. Ich bin verpflichtet der Kli für diese Stufe vorzubereiten: die Bürgschaft vergrößern. Dabei bringe ich den Kli zu Übereinstimmung mit der Finsternis und sie erreichen die Verschmelzung. So erlange ich die nächste Stufe, wo zwischen ihnen das Gleichgewicht entsteht. Deswegen soll die Bürgschaft jedes Mal wachsen indem sie sich in die Übereinstimmung mit der Finsternis bringt, damit man die Finsternis in Licht umwandelt. Darin besteht die Arbeit: ständig verstärkte Bürgschaft.

Wir haben keine Möglichkeit die Dunkelheit in das Licht zu verwandeln, nur mit der ständig wachsenden Verbindung zwischen uns. Also, der Höhere ist dem Hirsch ähnlich, der von uns flieht und sich nach hinten umsieht. Und wir „rennen“ ihm ständig hinterher, indem wir noch größere Bürgschaft erlangen, damit wir mit Ihm verschmelzen. Und so von Mal zu Mal offenbaren wir Ihn indem wir uns verbinden. Darin liegt unsere Arbeit.

***

Die Gruppe, die sich in der Bürgschaft befindet, bringt mir der Wahrnehmung des Schöpfers, Seine Erhabenheit, die Möglichkeit den höheren Zustand zu schätzen. Wenn wir mit der Bürgschaft arbeiten, erwecken wir im Prinzip die nächste Stufe, wir erbauen sie und erheben uns auf sie. So schreiten wir voran.

Ich bekomme vom Schöpfer die ganze Arbeit und das bedeutet, dass ich „Arbeiter des Schöpfers“ bin. Es gibt die Arbeit des Schöpfers und ich heiße „der Arbeiter des Schöpfers“. Das bedeutet, indem ich die Bürgschaft mit der Gruppe verstärke, erbaue ich die nächsten Stufen, offenbare für mich den Unterschied zwischen den Stufen, die Hindernisse, die man überwinden muss, ich nehme die linke Linie wie die rechte wahr und so steige ich auf. Ich bitte um nichts und erwarte nichts vom Schöpfer, keine linke und keine rechte Linien. Alles wird mit Hilfe der Kraft der Bürgschaft offenbart: die linke und die rechte Linien. Das heißt:“ meine Söhne haben Mich besiegt“.

Wie machen wir es so, dass wir nicht auf die Erweckung von oben warten, sondern die Bürgschaft verstärken, so, dass ich spüre, dass die Gruppe mich „in der Luft“ hält? Genau so: sie hält mich „in der Luft“. Wenn ich nicht wahrnehme, dass sie (die Freunde) mich „in der Luft“ halten, ist das ein schlechtes Zeichen, dann bin ich nicht genug mit ihr verschmolzen. Ich muss glauben, dass diese Kraft der Bürgschaft immer in der Gruppe existiert. Wie kann man nichts vom Schöpfer erwarten, sondern Ihn mit Hilfe der Bürgschaft formen, mit Hilfe der Kraft, die uns ständig im Glauben über den Verstand hält?

 

 

Artikel des Tages vom 23.7. 2018

Die Menschen erklärten sich deshalb einverstanden sich zu einer Gruppe zu vereinigen, die auf der Nächstenliebe basiert, weil jeder von ihnen ein Verlangen besitzt, welches ihre Standpunkte vereinigt und ihnen ermöglicht, die Kraft für diese Liebe zu erlangen.

Unsere Weisen gaben uns eine berühmte Maxime, dass es ebenso viele Meinungen wie unterschiedliche Gesichter gibt. Trotzdem erkannten die Menschen, die sich zu einer Gruppe vereinigten, dass ihre Gedanken untereinander nicht so fremd sind und sie die Wichtigkeit der Arbeit an der Nächstenliebe begreifen. Daher kann jeder zugunsten des anderen nachgeben und dadurch können sie miteinander verschmelzen. Die anderen Menschen hingegen empfinden keine Notwendigkeit für diese Arbeit, deswegen kann die Gruppe sich nicht mit ihnen vereinen.

Rabash-1, Artikel 8, Mach dir einen Rav und kauf dir einen Freund (1985)

Wie bekommen wir über die Stärkung der Beziehungen zwischen uns eine Kraft, die “Kraft der Liebe” heißt? Wie bekommen wir durch unsere Bemühungen die Kraft der Vereinigung, Kraft der Liebe? Wie funktioniert es, dass wenn ich durch meine Anstrengung gegen meinen Willen mich innerlich dem Freund anzunähern, ich irgend woher die Kraft der Liebe wecke? Es heißt „die Liebe wird alle Sünden bedecken“. Denkt systematisch, nicht emotional, nicht philosophisch, geht vom System aus – wie kann man es machen?

Warum sollen wir ausgerechnet im Glauben über den Verstand sein, wenn zwischen uns die abstoßende Kraft herrscht, die Verstand heißt? Wir sehen und fühlen es und sollen darauf den Glauben, sprich das Geben, die Kraft der Vereinigung aufbauen. Warum, wenn wir den Verstand und den Glauben über dem Verstand beibehalten, erreichen wir eine 613 Mal stärkere Kraft der Vereinigung?

* * *

Das Wichtigste bei der Versammlung ist, dass alle in der Einheit sind und nur einen Wunsch haben – den Schöpfer zu finden, denn in jedem Zehner verweilt die Schechina. Und, natürlich, wenn es mehr als 10 gibt, ist die Enthüllung der Schechina größer. Jeder soll sich mit dem Freund vereinigen und zu ihm kommen, um von ihm etwas über die Arbeit des Schöpfers zu hören und wie man den Schöpfer findet, und wie man sich vor dem Freund  annulliert und der Freund sich vor ihm – und alle werden das Gleiche tun. Und wenn die Versammlung mit dieser Absicht durchgeführt wird, “ mehr als das Kalb fressen will, will die Kuh es stillen”. Auf jeden Fall nähert Sich der Schöpfer jenen und verweilt bei denen und sowohl die große Barmherzigkeit als auch die vortreffliche Gnade, die für alle offenbart wird, lässt sich auf der Versammlung Israels nieder.

Ma Or va Shemesh, Wajechi

Wie erreichen wir den Zustand der Einheit, in der wir auf ein Ziel ausgerichtet sind, das der Schöpfer ist? Was bedeutet, mit dem Schöpfer verschmolzen zu sein? Die wichtigste Frage – wie können wir die Wichtigkeit der Vereinigung so erheben, damit jeder sich annullieren und an die Gruppe anschließt, um dort zu verschmelzen? Wie können wir die Wichtigkeit der Vereinigung so erheben, damit jeder sich in der Gruppe verliert, größer als sein persönliches Ego wird? Wie erhebt man bei jedem die Wichtigkeit der Vereinigung über dem persönlichen Ego?

Wie kann ich  mir das wahre Bild der Gruppe vorstellen, mit allen ihren unkorrigierten Wünschen, und darüber hinaus mir die korrigierte Gruppe vorstellen, als ob sie bereits existiert? Wie bauen wir das Stockwerk des Glaubens über dem Stockwerk des Verstandes? Damit erwerben wir eine Fähigkeit, den Schöpfer in sich zu enthüllen.

Wie kann ich meine Beziehung zur Gruppe im Glauben über dem Verstand aufrecht erhalten, mich entsprechend dem “über dem Verstand” zu benehmen und damit die Gruppe auf die Enthüllung des Schöpfers vorzubereiten?

 

 

Artikel des Tages vom 22.07.2018

Das Wichtigste ist, dass alle Handlungen zum Gebet führen. Das ist im Prinzip das, was uns geblieben ist zu tun.

Wenn wir uns im Zustand der Zerstörung des Tempels befinden würden, würden wir dementsprechend handeln. Wir befinden uns aber nicht in dem Zustand der Zerstörung. Ich fühle mich nicht im Zustand der Zerstörung, alles „ist gut“. Ist es so, dass wir uns zwischen einander im Zustand der Zerstörung befinden?

Die Zerstörung oder die Heiligkeit oder der Tempel oder sein Aufbau: das alles befindet sich zwischen uns und nicht innerhalb von jemand Einzelnen. Das sind die Wechselwirkungen zwischen uns, inwieweit sie korrigiert oder unkorrigiert sind, soweit nähern wir uns dem, dass wir ein Mann mit einem Herzen werden (oder nicht). Überprüfe ich von morgens bis abends meinen Zustand in der Welt, im All, in der Spiritualität gemäß dem, oder habe ich ein anderes Kriterium?

***

Hast du gefunden worauf du verzichten möchtest? Sagen wir ab heute, ab Sonntag und weiterhin, worauf bist du bereit zu verzichten damit zwischen uns die Liebe herrscht? Worauf verzichtest du Morgen?

Es gab solche Frage: mit welchem „Groschen“ bezahlen wir?

Wir zahlen mit Verzicht.

Worauf verzichten wir?

Wir verzichten darauf, was für mich gemütlich ist, wegen der Verbindung zwischen uns. Ich muss rücken, damit ich den Platz für die Freunde in meinem Herzen gebe.

Wir sagen aber, dass sich dies aus der Anstrengung um die Verbindung offenbaren soll und nicht einfach so, weil ich auf etwas verzichte…

Das Verzichten ist die Anstrengung um die Verbindung! Es kann nicht anders sein, weil eins „hebt sich auf“ und anderes „fällt um“.

Bedeutet dies, dass ich im Prinzip nicht bezahlen kann bis man mir sagt, worauf ich verzichten soll?

Natürlich. Es gibt keinen leeren Platz im Weltall, es ist immer mit etwas gefüllt. Das ist richtig, denkt bitte darüber nach. Und deswegen gibt es entweder das Exil oder die Befreiung. Und auch im Exil gibt es ein Gewicht, eine Füllung, sein eigener Zustand, seine eigenen Genüsse.

Und wie erfährt man, dass ich keine „falsche Münzen“ erfunden habe, damit ich „zahlen“ kann?

Du befindest dich im physischen Kontakt, in der physischen Welt. Du kannst das messen, überprüfen, wenigstens in deinen Kelim.

Das verwirrt noch mehr, weil ich für mich eine andere moralische Herangehensweise erfinden kann. Das, worauf es sich, meiner Meinung nach,  zu verzichten lohnt…

Es gibt keine anderen Herangehensweisen! Es gibt zwischenmenschliche Beziehungen in der Gruppe, das, inwiefern sie die Empfehlungen des Rabash gegenüber einander ausführen.

***

Hast du eine Tablette, die du jeden Tag einnimmst? Nimm sie heute ein, als ob du sie gestern nicht eingenommen hättest. Das ist alles.

Verstehst du was das Glauben über den Verstand bedeutet? Du verstehst das nicht.

Das bedeutet, dass du dir vorstellst, dass du dich in der Welt befindest, wo der Schöpfer offenbart ist. Er ist als der Gute und gutes Tuende offenbart und „es gibt niemanden außer Ihn“. Du schaltest dich damit aber nicht von den Handlungen ab, du handelst auf zwei Ebenen.

Die erste Ebene ist: das, was meine Augen sehen und was mein Verstand verstehst, das, was mein Herz spürt, ist das Niveau dieser Welt. Dabei aber handle ich auf einer anderen Ebene, in der es keinen außer Ihn gibt, Der gut und gutes tuend ist. Ich lebe in beiden Ebenen gleichzeitig und das bedeutet, dass ich auf dem höheren Niveau lebe, der mir meine Handlungen und die Verhältnisse gegenüber dem niederen Niveau vorschreibt. Das heißt „das Glauben über dem Verstand“.

Der Verstand ist das, was ich in meinen Kelim sehe, das Glaube ist wenn ich höher als sie gehe, also als ob ich mich in der Offenbarung befinden würde, dass es niemanden gibt außer Ihn, der gut und gutes tuend ist. Schreib dir das als ein Rezept auf.

 

Artikel des Tages, 19 Juli 2018

In dem Moment, wo wir die Verschmelzung in unserem heutigen Zustand offenbaren, „setzt Sich der Schöpfer in unseren Augen herab” und wir müssen Seine Erhabenheit erreichen, damit wir uns zur nächsten Verschmelzung bewegen. Seine Erhabenheit können wir nur über die Gruppe erreichen, indem wir das Maß unserer Bürgschaft zwischen uns vergrößern. Dann, in dem Maße der Bürgschaft, werden wir die neue Verschmelzung erreichen. Und wieder, in dem Moment, wo wir diese neue Verschmelzung erreicht haben, setzt Sich der Schöpfer herab und wir können nicht in der Verschmelzung mit Ihm bleiben. Das verpflichtet uns wieder in der Bürgschaft zu sein und durch die Bürgschaft zur Wichtigkeit des Schöpfers zu kommen. Die Wichtigkeit des Schöpfers kann aber nicht größer als die Wichtigkeit der Gruppe sein, wenn die Rede von den richtigen, wahrhaften Begriffen ist. So erreichen wir wieder die nächste Verschmelzung. Und so von Zustand zu Zustand, jedes Mal mehr und mehr.

Man muss nur verstehen, wie stark sich der Schöpfer von den hohen Stufen herab setzt. Wie nötig es für uns sein wird, uns anzustrengen, damit wir zwischen uns in der Gruppe die nötige Bürgschaft erreichen und damit wir die Erhabenheit der Freunde erreichen, die Erhabenheit der Gruppe und von ihnen die Erhabenheit des Schöpfers bekommen und die Verschmelzung mit Ihm erreichen.

Wie funktioniert dieser Mechanismus: aus der Bürgschaft die Erhabenheit des Schöpfers zu erreichen? Es ist klar, dass in dem Moment, wo Sich der Schöpfer herabsetzt, zerfällt die Bürgschaft…

Wenn Sich der Schöpfer herabsetzt und ich mich in der Verschmelzung mit Ihm befinde, befinde ich mich in dieser Verschmelzung mit dem Schöpfer, zusammen mit den Freunden, über dem Zentrum der Gruppe und ich achte Ihn wie „es gibt niemanden außer Ihn“, der gut und gutes tuend ist. Ich bin an diesem Punkt geklebt. Ich möchte keine Veränderungen, weil ich dies von „es gibt niemanden außer Ihm“ bekommen habe und weil Er gut und gutes tuend ist.

In dem Moment, wo sich der Schöpfer in meinen Augen herabsetzt, wenn ich Seine Bescheidenheit, Sanftmut sehe, wenn Er in meinen Augen „gefallen“ ist, habe ich  keine andere Wahl, weil ich nur derjenige bin, der in Betrieb genommen wird und deswegen kann ich mich nicht in der Verschmelzung halten und ich muss die Arbeit von vorne anfangen. Also das, dass Sich der Schöpfer herabsetzt, gibt mir die neue Arbeit, die neue Etappe, und ich brauche wieder die Bürgschaft, die ich in der Gruppe erreiche, sobald ich mich mit den Freunden verbinde, sie wertschätze. Und deswegen klebe ich mich an die Gruppe und durch sie offenbare ich die Erhabenheit des Schöpfers. Das kommt nur über die Erhabenheit der Freunde und die Erhabenheit der Verbindung zwischen uns, und dann verschmelze ich mit Ihm.

***

Wir beginnen vom materiellen Niveau aus zu arbeiten, wenn wir ständig darüber reden, jeder von uns. Wir haben überhaupt keine Wichtigkeit, das wirkt aber, damit fängt man an. Wir strengen uns an, auch wenn wir kein Verlangen dazu haben. Und es gibt es auch nicht, das ist die Überprüfung, ob wir uns wirklich im Prozess der spirituellen Entwicklung befinden. Wir haben kein Verlangen, dank der Handlungen aber auf dem Niveau der materiellen Welt, solche wie das Studium, die Verbreitung, alle möglichen Veranstaltungen, die wir organisieren. Wir erregen das Licht, das zur Quelle zurückführt, und so beginnen wir uns zu erwecken, um die Verbindung zwischen uns zu regenerieren, zum Geständnis der Wichtigkeit des Ziels. Das kommt allmählich, aber nur vom Licht, das zur Quelle zurückführt.

Wie überprüft man, dass ich die richtigen Handlungen ausführe? Welche Indikation existiert, dass ich mich auf dem richtigen Weg befinde?

In den ersten Handlungen siehst du keine Indikation und überhaupt nichts. Du siehst einfach das, was geschrieben steht und du folgst den Empfehlungen, obwohl du nicht weißt, wie und was dir das gibt. Du handelst wie „ein Ochse unter dem Joch und ein Esel unter der Last“.

Das ist klar. Wie offenbart sich für mich aber die nächste Etappe?

Die nächste Etappe ist: wenn ich aus meinen mechanischen Handlungen, die ich buchstäblich mit Gewalt an mir selber unternehme, beginne ich zu spüren, dass ich eine gewisse Verbindung mit der Gruppe habe und dass ich dank dem den Geist des Lebens erhalte. So schreite ich zu der gewissen Wahrnehmung voran, dass ich über die Gruppe die Kraft von oben erhalte, dass durch die Bürgschaft etwas für mich scheint. Dann erwachen in mir die Gefühle, der Verstand,

 

Artikel des Tages, 18. Juli 2018

Alles hängt von euch ab, weil ich mich hier bemühe, euch möglichst intensiv mitzureißen. Manchmal seid ihr mehr bereit, manchmal weniger bereit auf mich zu hören, aber ich schleppe euch so mit, wie die Mutter das Kind mitschleppt, welches nicht gehen will, aber ich bin verpflichtet, meine Arbeit zu erledigen. Ihr sollt euch während des Tages auf den morgigen Unterricht vorbereiten, besonders wenn wir ein Thema fast eine Woche lang besprechen. Dementsprechend sollen wir uns mit diesem Thema auch im Laufe des Tages beschäftigen.

Was sollen wir im Laufe des Tages realisieren, um nicht stehenzubleiben, wenn Sie uns mitreißen, sondern um hinter Ihnen zu laufen?

Ich rege euch im Morgenunterricht dazu an und es soll bis zum folgenden Morgen sicher ausreichen. Wenn ihr im Laufe des Tages nicht etwas nebeliges besprecht oder die zufälligen Zitate liest, sondern das Thema, welches wir im Morgenunterricht studiert haben, dann wollt ihr die Fortsetzung, weil euch das Thema wichtig ist. Wie viel Mal muss man betonen, dass es die Treppengrundlage, der Punkt des Kontaktes mit dem „Höheren Leib“ ist. Arbeitet bitte daran, versucht es mit euren Händen und Zähnen zu ergreifen.

***

Wo befindet sich im Zehner die Kraft, die uns erlauben wird schnell zu laufen?

Ihr sollt im Zehner sowohl die negativen, als auch die positiven Eindrücke verbinden. Der Zehner soll zwischen dem Plus und dem Minus arbeiten, wie der Motor, der an die Elektrizität verbunden ist. Es ist nicht einfach, über die Größe oder über etwas anderes zu sprechen. Wir sollen uns zu allen Zuständen, die der Schöpfer in uns weckt begreifen und uns verständnisvoll verhalten, wie der Gelehrte sein, der die Fehler, den Irrtum, die Missverständnisse analysiert, wie der Arzt sein, der die Krankheit erkennt, wie ein beliebiger erwachsener Mensch sein, der versteht, dass er ohne Fehleranalyse nicht vorankommen kann – man kommt nur aufgrund der Analyse der Fehler voran.

Ihr sollt innerhalb der Gruppe in einem bestimmten Maß darüber sprechen, wenn ihr euch im niedrigen Zustand befindet, um den Abstieg zu vermeiden. Gerade darum, weil wir über diesen Zustand hinaufsteigen, scheint uns dieser Zustand noch niedriger, tiefer zu sein. Aber nur auf diese Weise kommen wir voran – wir haben sowohl die Kraft in der rechten, als auch in der linken Linie. Somit sind beide Linien notwendig und nicht nur die rechte Linie. Die linke Linie steht für Leiden, wenn diese offenbart werden, dann geben sie uns die Kraft. Aber nicht die Kraft, um stehenzubleiben oder zu fallen, sondern die Kraft, auf die ich das Licht heranziehen kann – erst dann wird es die Kraft für den Aufstieg geben.

Es gibt die Möglichkeit, sich zum Ziel anhand des Fadens näher zu ziehen, der sich vorne befindet, und es gibt die Fähigkeit, sich davon abzustoßen,  die es hinten gibt, um zielgerichtet voranzukommen. Es ist sowohl das eine, als auch das andere notwendig. Ich weiß nicht immer, wie ich mich an den zukünftigen Zuständen festhalten kann, was ich dort machen soll. Die Größe des Schöpfers, die ich offenbaren soll ist für mich immer noch im Nebel, aber wir sollen beginnen, unser richtiges Verhalten im Abstieg zu analysieren.

Ich soll den Zustand erlangen, in dem für mich das schwarze und das weiße gleich sind. Das Wichtigste ist, dass ich dazwischen die Beziehung zum Schöpfer erarbeitete, der mir sowohl das weiße, als auch das schwarze anbietet. Durch die Unterschiede dazwischen bestimme ich, ob ich höher hinaufsteigen kann. Wenn sich das Minus und das Plus verbinden, dann steige ich entsprechend dem mathematischen Modul, entsprechend seiner absoluten Bedeutung hinauf. Deshalb gibt es für mich keinen Unterschied, ob ich das schwarze oder das weiße bekommen werde, weil ich dazwischen meine Beziehung zur Quelle entwickle, aus der alles stammt.

 

Artikel des Tages, 17. Juli 2018

Unabhängig davon, was und wie viel der Mensch vom Schöpfer bekommen hat – befindet er sich in der Vollkommenheit. Er hat diesen niedrigen Zustand vom Schöpfer bekommen und es genügt ihm. Die Tatsache, dass er jetzt gerade von diesem niedrigen Punkt die Verschmelzung erlangen kann, da er diesen Ausgangspunkt vom Schöpfer bekommen hat, genügt. Dieser Punkt ist sehr klein, aber er hat schon den Punkt der Verschmelzung mit dem Schöpfer, den Kontakt mit Ihm, er gleicht schon dem Samen im Schoß der Mutter, der trotz aller Hindernisse eingenistet war. Die Hindernisse wurden ihm absichtlich gegeben, um die Verschmelzung zu erlangen. Mehr als das, kann er nicht erlangen, das ist auch nicht notwendig: das Einzige was ihm übrig bleibt ist diesen Punkt auszudehnen, über alle Hindernisse hinaus, sich an diesem Punkt fest zu halten und zu wachsen.

Das heißt, er schätzt nicht die Empfindungen innerhalb seiner egoistischen Kelims (Gefäße), sondern die Beziehung des Schöpfers zu ihm, er ist darüber froh, dass er die Verschmelzung in diesem Punkt erlangte. Wenn er den Schöpfer für diesen Punkt der Verschmelzung preisen kann, dann lobt und preist er Ihn.

In jedem Augenblick können wir diesen Zustand erlangen, weil wir uns im System befinden, aus dem wir nicht hinausgehen können, uns beeinflusst das höhere Licht. Deshalb bekommen wir seitens des Schöpfers ununterbrochen die Zustände, die zu uns entsprechend unserem eigenen Zustand kommen. Alles kommt zu uns vom Licht hinunter, um uns auf dem kürzesten, besten Weg zur endgültigen Korrektur, zur Gleichheit, zur Vereinigung mit dem ganzen System zu führen. Von uns hängt nur ab, wie wir dieses Licht zu unserem Wohl heranziehen werden, was schon von der Umgebung abhängt. Hier gibt es nichts mehr zu sagen, das Wichtigste ist – unter dem Einfluss der Umgebung nicht in sich selbst einzutauchen. Darüber wird gesagt: “der Dumme legt die Hände in den Schoß und isst das eigene Fleisch”.

* * *

Im ersten Zustand lehnt der Mensch alles ab, was der Schöpfer ihm anbietet, er ist dann zu stolz. Im letzten Zustand kommen die neuen Empfindungen hinzu. Was ändert sich in diesen Zuständen?

Hinzu kommt die Empfindung, dass er sich in der Welt des Schöpfers befindet. Wenn er sich in der Welt des egoistischen Verlangens befindet, dann fühlt er sich schlecht. Wenn er darüber hinaufsteigt und den Schöpfer rechtfertigt, der ihm ermöglicht, sich über das Schlechte zu erheben, gebend zu sein und den Schöpfer wie den guten und wohltuenden wahrzunehmen, was er in seinen Kelim noch nicht versteht – dann ermöglicht ihm der Schöpfer, den  Kli des Gebens zu entwickeln.

Aber es ist unverständlich, welche Ergänzung gebraucht wird?

Du steigst jetzt auf die andere Stufe hinauf – die Identifizierung mit dem Schöpfer – und sagst: “deren Augen werden nichts sehen, deren Ohren werden nichts erhören“. Ich nehme alles wie die Vollkommenheit wahr, weil es von “ es gibt nichts außer Ihm” stammt, und ich nehme es wie den besten Zustand wahr. Aber ich empfinde so keinesfalls – und das ist auch richtig, da ich in meinen Kelim nicht so empfinde, aber dennoch annehmen soll, dass alles zu meinem Besten erfolgt. Dank ihm wecke ich das Licht, das mir diesen Zustand ermöglicht, um mir das andere Niveau der Empfindung, Bina (der Glaube) über den Verstand verschafft. Dieses Niveau ist höher als die Empfindungen in meinen egoistischen Kelim, damit ich meinen Zustand auf zwei Niveaus bewerten könnte: diese Welt und die zukünftige Welt, das materielle und spirituelle Niveau, in meinen natürlichen egoistischen Kelim und in den neuen Kelim, die der Schöpfer in mir bildet.

Ich empfange von Ihm alles und will in der Verschmelzung mit Ihm sein, das heißt mein Parzuf empfindet mich selbst und zugleich will ich in der Verschmelzung mit dem Höheren sein, damit meine Galgalta we Ejnaim bis zum Höheren Achap hinaufgestiegen sind. Dann senke ich mein Achap, hört ihr das? Ich nehme nur den Teil von mir, den ich mit dem Schöpfer verbinden kann, ich will vom ganzen Herzen und der Seele verbunden werden, wobei dieser Wille vom Schöpfer stammt und vollkommen ist. Es bedeutet, meine Galgalta we Ejnaim sind in den Höheren Achap eingegangen, was den Kontakt mit dem Höheren, den Anfang der Genesis symbolisiert.

Der Artikel des Tages von Montag den 16.07.2018

Bemüht euch um den Kraftaufwand – es ist das wichtigste, es sind „Chisronot“. So kommt als Antwort die Hilfe von oben, denn die neuen Kelims, neue Ahnungen kommen nicht von selbst, sondern aus dem Leuchten. Das Leuchten kommt aus dem Chissaron, den wir erheben. Wir alle wollen mit Baal HaSulam verschmolzen sein, mit dem, was er uns hier schreibt.

Was bedeutet eigentlich „verschmolzen“ mit dem Schöpfer? Hilft einander, bemüht euch zu beten, das Licht hervorrufen, das in der Gruppe erscheint –  das von Oben herunterkommt, und nicht, dass sich jeder in der kleinen, armseligen irdischen Vernunft angestrengt.

*

Inwiefern ich im Laufe des Tages gehört habe, denke ich, dass ihr bei dem Treffen verstärkt dir Zitate anhören musst. Was kann ich mehr sagen, als die Kabbalisten? Ich will sie hören. Wenn ich ein Recht habe etwas in der Gruppe zu sagen, gebe ich den Freunden den kleinen Abschnitt – ganz kurz – eine halbe bis eine Minute. Damit will ich ihnen etwas sehr wichtiges mitteilen, will damit ihre Herzen erreichen, sie begeistern und und einen Eindruck bis zu unserem nächsten Treffen hinterlassen. Deshalb soll ich im Kopf behalten, was ich im Unterricht gehört habe, und wissen, wo ich diesen Abschnitt finde. Wenn jeder zu dem Treffen mit einem kleinen Abschnitt kommt – nicht länger als 2-3 Zeilen, wird es 15 Sekunden in Anspruch nehmen. Wenn jemand antworten wird, macht es im Kreis –  so verbindet ihr euch auch emotionell. Lasst uns es versuchen, es wird gut sein! Morgen werden wir die Eindrücke mitteilen.

*

Der Ausgangspunkt, den wir den Grundstein der Treppe nennen ist einzigartig. Er drückt sich dadurch aus, dass der Mensch zustimmt, dass es einen Platz für die linke Linie, für alle Hindernisse und Probleme, die mit ihm persönlich und in der Welt geschehen gibt und dass alles von der höheren Lenkung ausgeht, und dass die linke Linie nicht weniger wichtig ist als die rechte Linie. Gerade im richtigen Verhalten zu ihnen steigt der Mensch mit beiden Beinen auf die Stufen der Treppe hinauf. Deshalb ist es uns wichtig zu verstehen, zuzustimmen und zu lernen, wie man mit Hilfe der Finsternis, des Lichtes, der Hindernisse arbeiten kann, denn ohne diese ist es nicht möglich.

Das korrekte, neutrale, erwachsene Verhalten zu dem, was einem Mensch persönlich und zusammen mit den anderen geschieht, besteht darin, dass alles vom Schöpfer, aus die gute Quelle zu uns über zwei Linien kommt. Und ich verhalte mich so weiter, bis ich die rechte Linie mit der linke ausgleiche, und die linke mir der rechte. So gleichen wir die Beziehung zum Schöpfer aus, bis wir zum „es gibt niemanden außer Ihm, der gut und guttuend ist“ kommen, weil die linke Linie unterstützt und ihre Arbeit genauso wie die rechte macht. Es bedeutet, dass sie unterstützt und aufklärt, dass alles gerade durch den Zusammenstoß zwischen diesen zwei Linien kommt. Dann fühlen wir zwischen beiden die Realität. So ist unser Gefühl, unser spiritueller Sensor geschaffen, der aus drei Linien besteht: rechte, linke, und in der Mitte ist unsere Wahrnehmung, inwiefern wir diese zwei Linien miteinander ausgleichen können.

                 

Artikel des Tages, 11. Juli 2018

Das ganze Wohl das in der Welt offenbart wird, kommt nur nach dem oberen Befehl zustande und hängt nicht von unserer Arbeit oder der Bemühung ab, sondern entspricht nur den Zuständen die wir zum Wohl oder zum Übel erleben. “Zum Übel“ bedeutet „Auf dem Pfad der Leiden“, die uns offenbar großziehen sollen. Wenn wir deshalb unseren Pfad von “Beito” auf “Achischena” ändern, dann versorgen wir dadurch auch die ganze Welt mit dem Guten: jeden im Einzelnen und alle zusammen. Darum geht es uns eigentlich, um die Welt zu versorgen.

Und jeder der sich in der Gesellschaft befindet die sich um alle ihre Mitglieder sorgt empfindet, dass sein Verlangen selbstsüchtig zu empfangen, seine Sorge um sich selbst verloren gehen, neutralisiert werden. Warum? Weil die Notwendigkeit hierfür da ist. In der Gesellschaft, die sich um ihn so sorgt und ihn auch lenkt, identifiziert er sich nicht mit dem Verlangen zu empfangen – wie das Kind, welches die Liebe seiner Eltern kennt und fühlt, es sorgt sich um nichts, da die Eltern sich um alles sorgen, was für das Kind notwendig ist.

So beeinflusst die Liebe der Gesellschaft jeden im Einzelnen. Folglich wird niemand an das eigene Verlangen zu empfangen denken, weil man von vornherein empfindet, was sein Verlangen ausfüllen wird. Sein Verlangen zu empfangen wird unbedingt neutralisiert und die Gesellschaft gibt ihm ein gutes Beispiel dafür – was das Verlangen zu geben bedeutet. Wenn er sein Verlangen zu empfangen neutralisiert und beginnt sich mit dem Geben zu beschäftigen, dann öffnet sich für ihn die zukünftige Welt.

Wie können wir für die Freunde aus der „Gruppe der Bürgschaft“ solche Empfindung erlangen, dass sie alles Notwendige haben und sich nicht mehr um das Erhalten, sondern nur um das Geben sorgen?

* * *

Es gibt keinen anderen Weg, als das Ziel des Schöpfers zu erlangen, was die Verschmelzung mit dem Schöpfer bedeutet, um die Liebe zum Schöpfer, das heißt die Verschmelzung, zu realisieren. Die Realisation dieses Vorhabens erfolgt durch die Vorbereitung des Klis für die Verschmelzung, das heißt, wir werden die Liebe zu den Geschöpfen in der Gesellschaft, in der Gruppe, im Zehner erlangen.

Wie können wir praktisch nicht darauf warten, bis sich die Freunde vor der Gruppe annullieren werden und beginnen uns  um jeden Freund zu sorgen, ihn einfach mit der Bürgschaft zu erdrücken, um folglich sein Verlangen zu empfangen zu neutralisieren? Mir steht bevor alle Freunde mit dem Maß der Bürgschaft zu umsorgen, obwohl ich selbst es noch nicht spüre: das spielt keine Rolle, auch wenn sie noch nichts empfinden – all das ist unbedeutend und nur ich habe diese Pflicht. Wie können wir uns im Zehner so absprechen, dass wir auf jeden Freund den Einfluss der Bürgschaft ausstrahlen, um ihn mit der Kraft des Gebens von seinem Verlangen zu empfangen befreien zu können? Wie ist dieser Tag vorzubereiten um das zu machen?

 

Artikel des Tages, 10. Juli 2018

 

Wie kann man diesen Zustand, den Zustand der Bürgschaft – 24 Stunden lang anstreben?

Ich weiß nicht, es ist für mich nicht wichtig. Ich stelle euch eine Bedingung vor: ihr sollt bis zum Ende des Tages wie im Gefängnis leben … ich bin der Gefängniswärter, ich biete euch nur die Möglichkeit an, dem Freund das Seil zu werfen, der sich dort befindet, um ihn aus der Grube zu befreien.

Ich verstehe zwar, was ich erlangen muss, aber ich weiß nicht was hierfür zu machen ist.

Ihr gebt ihm (dem Freund) die Empfindung der Überzeugung.

Wie ist die Überzeugung zu schaffen?

Mit Wörtern, Handlungen, mit irgend etwas. Ihr versteht das nicht, wenn ihr euch vereinigt und dem Schöpfer zeigt, dass ihr euch zu Seinem Wohl vereinigt, dann wirkt in euch das Höhere Licht. Dieses Licht schaltet den Freund von seinem Verlangen zu empfangen ab, diese Anschaltung erfolgt unbedingt. Er selbst beherrscht nichts und wird nur im Maß eurer Lenkung, entsprechend dem höheren Licht befreit, aber die Bürgschaft hängt von ihm ab, inwiefern auch er es für euch machen will und nichts mehr.

Wodurch drückt sich das aus? Jeder befindet sich im Laufe des Tages an verschiedenen Orten.

Das spielt keine Rolle denn das Wichtigste ist, dass ihr gemeinsam nachdenkt, euch gemeinsam vorbereitet, sei es über Whatsapp oder anderes, aber ihr sollt miteinander mindestens zwei Mal pro Tag 5 Minuten reden, sogar diese Zeit genügt, lest diesen Textabschnitt, sagt ein Paar Wörter dazu.

Es ist aber gerade das, was wir jetzt machen.

Nun soll die Absicht, die Vereinigung, eure Herzen dahin gerichtet sein, das ist eben sehr wichtig.

Aber das, was wir bis jetzt machten, hatte auch eine bestimmte Absicht.

Sie waren darauf eingestellt, dass jeder Freund die Überzeugung darin empfindet, dass ihr kommen werdet, um ihn von seinem Verlangen zu empfangen zu befreiten? Das ist eben das Wichtigste.

Ich kann in die Spiritualität erst dann eingehen, wenn ich mein Verlangen zu empfangen annulliere, das ist eben die Beschränkung. Wie kann ich das annullieren und über mein Verlangen hinaufsteigen? Das Gefängnis bleibt, aber wie kann ich hinaufsteigen? Das Gefängnis ist eine Grube in der Erde, im Verlangen zu empfangen und deshalb sollen wir jedem Freund gerade solche Empfindungen gewährleisten.

Redet darüber, sammelt alle Absichten ein, alles soll zielgerichtet sein.

* * *

Uns ist klar, um welches Verlangen wir uns sorgen sollen, wir sollen dem Freund die Empfindung der Überzeugung geben, dass er alles Notwendige besitzt, um sein Verlangen zu empfangen absichtlich zu neutralisieren.

Aber wir sollen dabei wissen, was ihn beunruhigt.

Nein, den in jedem Augenblick seines Lebens verlangt er etwas anderes, er weiß doch selbst nicht was er will.

Was soll ich tatsächlich realisieren?

Was? Fehlt ein Kissen – du bringst das Kissen, fehlt ein Stuhl – du schleppst den Stuhl oder etwas aus der Küche? Womit wolltest du ihn beglücken? Du sollst deinem Freund die Empfindung der Überzeugung darin geben, dass er alles Notwendige besitzt, ich werde für dich sorgen, wie die Mutter für das Kind sorgt.

Wenn alles so einfach ist, warum empfinden wir es nicht?

Wollt ihr das erfüllen? Darin ist die ganze Bürgschaft, der Schöpfer leuchtet im Inneren und von dir ist nur die Absicht notwendig.

Wenn etwas uneigennützig ist, dann ist es offenbar nicht so einfach..

Weil du an den Freund denken muss, anstatt selbstsüchtig zu denken, darin besteht eben dein Problem. Dafür sollst du die Unterstützung seitens deiner Freunde und seitens des Schöpfers bekommen. Auf diese Weise kann man die Bürgschaft die ganze Zeit verwirklichen, und den Freunden die Empfindung geben, dass ich mich für sie einsetze, ich bezahle alles für alle – für die Kraft, für das Streben, für die Strafe – ich übernehme alles. Wie ist das praktisch?

Was bedeutet das in der Praxis?

Ich will das alles realisieren, ich will diese Absicht haben, ich will diesen Zustand erlangen, ich will! Wenn ich sie alle wie mein Kli (Gefäß) wahrnehme, wie kann das denn anders sein? Das ist mein Kli, meine Seele, mein HaWaYaH. Wenn ich will, dass es meins ist, dann soll ich es mir nehmen, um darüber zu herrschen.

 

Artikel des Tages von Montag, den 09.07.2018

Was kann besser sein als dass ich den Kabbalisten lausche und danach handle was sie uns lehren? Es gibt aber hartnäckige  Menschen – gerade diese haben eine höhere Seele, starkes Verlangen zu empfangen und damit sie es hören, kann 10 oder sogar 20 Jahre vergehen. Die bleiben trotzdem auf dem Weg und hören schlussendlich, dass  man sich nur in der Gruppe annullieren kann – so erreichen sie die nächste Etappe. Das heißt, dass es ihnen jeden Tag klarer wird, dass man gerade durch die Annullierung vor der Gruppe die gebenden Kelim finden kann. Die Selbst Annullierung bedeutet, dass ich bereit bin, unter Einfluss der fremden Macht zu sein.

 

Die fremde Macht ist der Schöpfer, höher als mein Ego, aber ich begreife es durch die Gruppe, durch jene Stelle, an die ich mich tatkräftig und praktisch anschließen kann, ihre Macht anzunehmen, mich vor ihnen zu beugen, sie wertzuschätzen. Dann arbeite ich tatsächlich mit ihrer Wichtigkeit: inwiefern das Mittel – die Gruppe, vor der ich mich annulliere, – wichtiger als ich selbst und des Nehmens ist. Dann fange ich an die Gruppe zu schätzen und kann das Maß meiner Annullierung vor ihr messen.

Wie kann ich es messen? – Auf welchen Teil meines Verlangens laut der Skala des Verlangens zu empfangen kann ich verzichten um der Gruppe zu dienen, sich um sie zu sorgen, mich immer dort befinden und an sie wie an ein eigenes, geliebtes Kind zu denken – so können wir uns messen und somit aufrücken. Anders gesagt ist die Gruppe jenes Instrument, mit dem ich die ganze Arbeit verrichten kann, um  durch meine Annullierung das Verlangen zu geben von ihr zu bekommen. Dann werde ich anstelle meines Verlangens zu empfangen, das Verlangen zu geben bekommen.

Anders gesagt, der Wille der Gruppe der über meinem Verlangen herrscht, wird der Wille zu geben heißen. Mit diesem Willen zu geben rücke ich auf und kann mich an den Schöpfer wenden – es heißt „von der Liebe zu den Geschöpfe zu der Liebe zum Schöpfer“. Hier studieren wir den ganzen Prozess, den Übergang. Jetzt befinden wir uns gerade in diesem Übergang, deshalb hoffe ich sehr, dass wir es hören werden. Wichtig ist, dass das Herz es hört, das Herz es versteht, dann werden wie es erreichen.

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Wie kann sich ein Mensch, der sich unter dem Einfluß des Willens zu empfangen befindet der ihn ständig lenkt, sich einer  anderer Macht übergeben, wie kann er das machen?

Mit Hilfe von physischen und geistigen Bemühungen. Die inneren Bemühungen schließen das Gebet ein, wenn er die ganze Zeit daran denkt und sich an den Schöpfer wendet, damit er mir hilft, mich der Gruppe anzuschließen. Es steht geschrieben: „tue alles, was in deinen Kräften ist!“ Schliesslich hast du die Gruppe, du siehst ihre Gesichter, ihre Charaktere. Du sollst sie mögen. Zu mögen – bedeutet, zu lieben: „Die Liebe bedeckt eine Menge Sünden“. Alles Negative in ihnen ist für dich positiv, weil du sie magst, du magst alle ihre negativen Eigenschaften und es ist ein deutliches Merkmal.

Deshalb hat der Schöpfer die Kli’s in viele kleine Teile zerschlagen und hat uns ermöglicht, unsere Annäherung zu Ihm zu messen – wie finden wir die Eigenschaft des Gebens, wie können wir unsere Dienste für die Gruppe geniessen, denn es bedeutet das Geben. Dem Schöpfer zu geben? Was können wir Ihm geben? Wir können aber der Gruppe geben, deshalb sollen wir es nutzen. Sonst können wir die Eigenschaft des Gebens nicht erlangen – wir haben sonst keine Möglichkeit, kein Mittel.

 

Artikel des Tages vom 8.07.18

Wenn es für uns nötig ist, allgemein das Licht, das zur Quelle zurückführt, zu bekommen, damit es uns die Eigenschaft des Gebens bringt und wir die Kraft des Empfangens, die in uns eingebettet ist, bewältigen können, sollten wir verstehen, dass unser Studium nur das Mittel für das Erlangen dieser besonderen Eigenschaft Sgula ist. Und dann kann man das gesamte Studium nur ausschließlich der Absicht, die wir während des Studiums haben, beurteilen. Die Absicht ist: das Erlangen des Lichtes, das zur Quelle zurückführt und nicht die Quelle der Weisheiten und des Wissens.

Das Gleiche gilt auch für die Gruppenarbeit. Das ist das stärkste Mittel für das Erlangen des Lichtes, das zur Quelle zurückführt, für das Wenden an den Schöpfer. Das bedeutet, dass ich während des Studiums keine Weisheit erlange, sondern diese Weisheit ist wie die begleitende Erscheinung, das ist nicht das Wichtigste was ich erlange. Die Arbeit mit den Freunden, wie stark wir uns zwischen miteinander verbinden, ist auch nicht das Wichtigste. Das Wichtigste ist: Wie groß ist in mir die Anforderung des Lichtes, das zur Quelle zurückführt?

Wie können wir uns jeden Tag, von morgens bis abends, nur auf die “Jagd” nach dem Licht, das zur Quelle zurückführt, ausrichten? Das bedeutet, dass sich von unserer Seite aus die Anforderung an die Offenbarung der Korrektur, des Gebens ausprägen soll. Das äußert sich in der Offenbarung der Notwendigkeit der Verbindung, der Verschmelzung zwischen uns und danach mit dem Schöpfer. Wie organisieren wir diese Notwendigkeit? Wenn solch eine Notwendigkeit existiert, heißt das “mit der Tora am Anfang segnen”. Dann können wir uns der Tora annähern, den guten Taten nähern. Also der Verbindung zwischen uns näher kommen und das alles wird gesegnet sein.

Wie können wir, wenn wir uns jetzt am Anfang des Studiums befinden, am Beginn des Tages, so auszurichten, dass in uns ein Verlangen der Korrektur entsteht und wir mit diesem Verlangen jede Handlung vollziehen und auch die gewöhnlichen Handlungen, die wir im Rahmen unseres alltäglichen Lebens ausführen? Lasst uns unsere Einstellung zum Studium und zum gewöhnlichen Leben feststellen: in allem das Licht, das zur Quelle zurückführt, verlangen.

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Das Licht, das zur Quelle zurückführt kann man nur bei der Bedingung erhalten, dass wir uns zuvor in der Verbindung der Bürgschaft zwischen uns befinden. Wir sehen, dass dem laut der Gabe der Tora so ist, laut der Erklärung von Baal HaSulams. Also, wir müssen uns verpflichten in einem gewissen Maße in der  Bürgschaft zwischen uns zu befinden, damit wenn wir das erhalten, was als Tora bezeichnet wird, das Licht, das zur Quelle zurückführt; werden wir das als einen einheitlichen Körper nutzen. Wie können wir so eine Einstellung zur Tora, zur Anforderung an sie erhalten um ein Mensch mit einem Herzen zu sein, formen? Dann können wir mit dem höheren Licht arbeiten und uns über uns erheben. Die Bürgschaft! Genau die Bürgschaft wird von uns verlangt, damit man uns das Licht, das zur Quelle zurückführt gibt. Wie verpflichten wir uns jetzt in der Bürgschaft, die wir erfüllen sollen?

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Es ist verständlich, dass das, zu was wir uns zwischen uns entscheiden, wird solange funktionieren, bis wir die Phase beenden und danach wird das verschwinden. Wie wenden wir uns an den Schöpfer, damit Er alles aufbewahrt, damit er das erledigt, was wir nicht erledigen können? Darüber soll es auch ein Gebet geben. Weil die Bürgschaft, der Schöpfer realisiert. Also, wie können wir Ihn darum bitten, die Bürgschaft zwischen uns zu realisieren? Weil Er im Prinzip der Garant unserer gegenseitigen Bürgschaft ist. Erstellt bitte eine Bitte zu Ihm.

 

Artikel des Tages, 5.07.2018

Die ganze Arbeit besteht darin, dass wir die ganze Existenz auf “es gibt niemanden außer Ihm” beziehn, es heißt „Glauben über dem Verstand“, wenn ich mich so zum Schöpfer verhalte, zu allen Hindernissen die Er vor mir aufstellt, damit ich mich bemühe, in Ihm die Quelle der ganzen Realität zu sehen. Und wenn ich mich über alle diese Hindernisse hinweg bemühe mit Ihm verbunden zu sein, bedeutet es, dass ich zur Verschmelzung komme.

Je größer  die Hindernisse sind desto mehr Arbeit und desto mehr Möglichkeiten habe ich, in der engeren Verschmelzung mit Ihm zu sein. Es geht nicht ohne die Nähe der richtigen Umgebung, die ich einfach brauchen werde – so ist es in der Natur des Geschöpfes veranlagt. Ich brauche die Gruppe mit der gegenseitigen Bürgschaft nicht weil ich schwach bin, sondern weil es unmöglich ist zur Verschmelzung zu kommen und sich am Schöpfer ohne diese Unterstützung fest zu halten.

Die Gruppe soll jedem Freund aus der Gefangenschaft heraus helfen, der Mensch sollte nicht über die Hindernisse murren, sondern nur darüber, dass er mit der Gruppe ungenügend verbunden ist, nur sie kann ihn beeinflussen und helfen, sich über alle Störungen zu erheben und sich an den Schöpfer anzuheften.

Wenn ich trotz aller Hindernisse an die Gruppe festhalte bedeutet es Katnut (der kleine Zustand), das Geben um das Gebens willen, und wenn ich mich über allen Störungen an den Schöpfer anhefte, ist es schon das Nehmen um zu Geben. Das alles bedeutet Israel, Tora und der Schöpfer sind eins, Tora ist das Licht, das den Menschen mit dem Schöpfer verbindet, keiner steht in der Mitte, sondern in der selben Verbindung, in derselben Gruppe – dort in Zusammenhang mit der Gruppe kommt der Mensch zur Verschmelzung mit dem Schöpfer.

* * *

Wie können wir uns während des ganzen Kongresses  in der Verschmelzung mit dem Schöpfer befinden? Denn alles was wir selbst machen, macht Er – es gibt niemanden außer Ihm, und wir sollen auf dem Kongress in unseren Bemühungen bei der Verschmelzung mit Ihm diesen Erfolg erzielen. Wie sollen wie in unseren Handlungen im Kongress mit dem Schöpfer verschmolzen sein?

Ich soll das machen was man machen soll. Vor uns ist vor allem der Kongress und außerdem die Vereinigung. Kann ich die heutige Vereinigung mit der gestrigen vergleichen, zieht es uns heute mehr zueinander als gestern, brauchen wir sie mehr? Der kritische Zentralpunkt – es ist notwendig. Ohne sie besitze ich kein Kli zur Annäherung mit dem Schöpfer. Sonst habe ich keine Kli zur Annäherung mit dem Schöpfer. Ich kann schreien, aber es ist geschieht nur mittels der Leiden, nicht mittels der Tora. Du kannst das Prinzip „liebe den Nächsten wie sich selbst“ nicht umgehen. Nur wenn man nach diesem Prinzip lebt, kann man dem Schöpfer ähnlich  werden.

Ich empfehle, zu schreiben. Jeder soll im Laufe des Tages was schreiben. In der Tasche ein Stück Papier und den Bleistift zu halten und alle Gedanken über spirituelle Arbeit in Bezug auf die Gruppe aufzeichnen, zum Kongress – absolut alles. Es wird euch verpflichten, sich im Herzen zu bemühen. Ich sehe kein anderes Mittel, den Menschen zum zielstrebigen Gedanken zu wecken.

 

Artikel des Tages, 4. Juli 2018

Wie ist die Angst vor dem Glauben zu überwinden? Im Namen des Glaubens wurden seitens der Menschheit die größten Verbrechen begangen…

Aber es ist nicht der Glaube, über den wir hier sprechen! Der Glaube, über den wir sprechen, betrifft nur meine Absicht: es gibt nichts außer Ihn, den Guten und Wohltuenden. Dadurch äußere ich keine Beziehung, es ist mein innerer Zustand, meine persönliche Einstellung, die ich im Herzen bestimme.

Ich will die Verbindung mit dem Schöpfer im jetzigen Zustand erlangen und ich will unabhängig von der Veränderung des Zustandes mit Ihm verbunden sein – wie das kleine Kind, das so fest seine Mutter festhält, so fest, dass es schwierig ist, das Kind und die Mutter voneinander zu trennen. Nur auf diese Weise will ich mit dem Schöpfer verbunden sein. Unabhängig davon, dass von außen oder innerlich, in meiner Vernunft und im Herzen der Sturm tost, das alles spielt keine Rolle, denn das wichtigste ist Ihn festzuhalten, da alles von Ihm stammt. Nur der wichtigste Punkt: „Höre zu, Israel! Der Schöpfer – unser Allmächtiger, der Schöpfer – ist Eins!“. Alles! Eins – bedeutet, dass es keinen einzigen Zustand geben kann, der nicht von Ihm kommen würde. Alle Zustände sind für uns notwendig und das ist eben die wahre Verschmelzung.

Wir halten uns an diesem Punkt fest, wobei die Bedingungen sich ständig ändern, sie können schlechter oder bedrohlicher sein, oder sich im Gegenteil verbessern. Manchmal empfinde ich die Angst, manchmal fühle ich mich zu den Genüssen herangezogen, manchmal verwirren mich meine Gedanken und ich soll mich in allen Zuständen an den Schöpfer richten – Ihn buchstäblich so festhalten, wie das Kleinkind seine Mutter festhält. Das heißt, ich würde so für die Verbindung kämpfen.

Der Schöpfer erniedrigt und demütigt mich, das heißt Er verleiht mir solche Gedanken und Bedingungen, die einfach furchtbar sind. Er führt mir beispielsweise vor, dass ich keinem Genuss, keiner Verwirrung widerstehen kann – ich beginne mich sofort damit zu verbinden – mit diesen Quellen der Genüsse, der Verwirrung, der Gedanken und soll die ganze Zeit Ihn festhalten – darin besteht eben der ganze Kampf.

Nachdem wir buchstäblich „bis zur Null herabsteigen“ und den Zustand erlangen, in welchem mich nicht mehr interessiert, was mit mir geschieht, können wir dieses innere Wissen anschaffen, dass all das vom Schöpfer stammt. Folglich werde ich zum spirituellen Embryo (Ubar) und erlange die unterste Stufe der spirituellen Treppe.

Im Artikel 53 „Beschränkung“ aus dem Buch Shamati wird  gesagt, dass Mosche sein Volk bist zum Berg gebracht hat, das heißt bis zum niedrigsten Zustand, dem sie zugestimmt haben und für das Erhalten der Tora bereit wurden.

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Was bestimmt die Möglichkeit des Menschen, das Gebot der freien Wahl zu erfüllen?

Dafür ist die große Vorbereitung notwendig! Alles hängt von den Niveaus Awijut (Tiefe) ab, die darin offenbart werden. Aber alles hängt von der Vorbereitung ab: er, die Umgebung, die Gewohnheiten – vieles. Wir sollen dazu bereit sein, es gibt nichts anderes.

Deshalb sage ich euch: jetzt, nach dem Unterricht, wenn ihr in die Welt hinaus geht, achtet darauf, dass alles in eurem Inneren, alle eure Wünsche und Gedanken, alles was draußen geschieht  – vom Schöpfer stammt und ihr sollt es vor allem feststellen können. Wer bin ich dann? Ich bin nur im Punkt der Beobachtung, ich beobachte die Realität von innen und von außen und verlange darin ausschließlich die Handlung des Schöpfers zu erkennen.

Welches Mittel ist am wirksamsten und am genauesten, um dem Menschen zu ermöglichen, jeden beliebigen Gedanken, jede beliebige Handlung mit dem Schöpfer zu verbinden?

Es gibt nur die Bürgschaft, nichts anderes. Wofür ist die Bürgschaft notwendig? – Nur dafür!

Also nur die Freunde?

Du sollst nicht alles nur „auf ihre Kosten“ vollbringen – ihr sollt alles gemeinsam realisieren, jeder – für alle handeln.

Ich soll jeden Wunsch und jeden Gedanken mit dem Schöpfer verbinden und keinen Wünschen und Gedanken widerstehen?

Du sollst dich vor allem mit Ihm verbinden und aufgrund dessen schon weiter entscheiden, wie dann zu handeln ist.

Muss man überhaupt Umständen widerstehen?

Man muss vor allem, den teilenden Kräften widerstehen, die sich wünschen dich davon abzuschalten, dass „es nichts außer Ihm gibt“ und nachdem du dir alles richtig vorstellen und anschauen wirst, wirst du auch erkennen können, was hier zu machen ist.

 

Artikel des Tages, 3. Juli 2018

 

Sie sagten, dass wir uns am Schöpfer nur mit zwanzig Händen festhalten.

Wie das Kind, wie der kleine Affe, der sich an der Mutter festhält, so sollen wir auch den Schöpfer mit zwanzig Händen festhalten. Den Schöpfer festzuhalten bedeutet, dass ich nicht an mich selbst denke, sondern mich in Seiner vollen Macht befinde und aus dieser Macht heraus handele, mich selbst belebe.

Ich will den Schöpfer durch die Gruppe festhalten, andererseits wäre ich egoistisch und würde nicht entsprechend der Korrektur handeln. Ich will Ihn durch die Gruppe festhalten, damit mich die ganze übrige Welt nicht interessiert, wie das Kind, das sich an der Mutterhand festhält: dem Kind ist egal, was in der Welt geschieht, da die Mutter es beschützt. Wenn wir so durch die Gruppe um die Verbindung bitten würden, die Verschmelzung wollen würden, dann beginnen wir zu verstehen, wo wir uns gerade befinden und was die Realität bedeutet.

 

Aus diesem Punkt heraus, wobei uns dieser Punkt niemals verloren geht – nicht wie es in unserer Welt geschieht, wenn wir erwachsen werden, wir können unser Begreifen der Welt ständig intensivieren, weil der Schöpfer, Den wir So festhalten, wie das Kind seine Mutter festhält, die ganze Realität lenkt. Ich bleibe weiterhin der kleine Affe, der sich mit Ihm durch die Gruppe verbindet und verstehe, dass alles außerhalb meines „Ich“ – die Macht des Schöpfers symbolisiert. Er erweckt diese Kräfte, die mich erschrecken, damit ich noch mehr verlange, mit Ihm verbunden zu werden. Allmählich beginne ich alle Kräfte und alle Ereignisse so wahrzunehmen, um mit Ihm noch mehr verbunden zu werden.

Die Verbindung ist ein Gefühl, dass ich empfinde, wenn ich mich in der Macht des Schöpfers befinde. Er füllt die ganze Realität aus und ich befinde mich darin mit meinem ganzen Wesen, ich will nicht nur in Seiner Macht stehen, sondern auch mit meiner Vernunft und meinem Herzen verschiedene Kräfte begreifen, mich mit Ihm gleichsetzen. Sich nicht einfach nur annullieren, sondern auch die Kraft anwenden zu können. Warum? Hier wird Seine Größe offenbart, so wie ein Erwachsener einem Kleinkind zeigt – mache dies und das; werden auch mir in der ganzen Realität die Teile offenbart, die man vereinigen soll, die ich mit meiner Liebe ausfüllen soll, bis ich den ganzen Kli (Gefäß), die ganze Realität mit der Bemühung zur Vereinigung und zur Liebe zudecken werde.

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Warum heißt der Schöpfer – die Liebe?

Es war wirklich eine Revolution, ich hörte zu und fühlte die Freunde, die in mich durchgedrungen sind, ich erkannte sie nicht, sondern fühlte nur, dass ich die Tickets kaufen soll, um zum Kongress zu kommen, was ich auch gemacht habe. Du fühlst, dass dein Verlangen zu empfangen dich lahmlegt, dich daran hindert, sich zu bewegen. Gestern gab es noch ein Treffen und dieselbe Atmosphäre. Ich habe niemals davor die Freunde in diesem Zustand gesehen. Deshalb lautet meine Frage: „wie kann man dieses Gefühl an alle weitergeben, bei allen „anklopfen“?“

Ihr sollt das Herz mehr öffnen, wir sollen durch das Gebet für andere Menschen unser Herz öffnen, damit durch dieselben Kanäle der Verbindung, die es zwischen uns gibt, die Kraft der Liebe, die Kraft der Vereinigung strömte. Sie wird uns erwecken, sie wird alle verpflichten, die Herzen zu öffnen.

Es steht im Artikel geschrieben, dass man „gewaltsam über den Verstand“ gehen muss.

„Gewaltsam“ bedeutet noch nicht „über dem Verstand“, sondern als ob man über dem Verstand handeln würde, wenn ich mich selbst zwinge, sich um die Gruppe, um die Freunde zu sorgen – ich stoße sie zur Verbindung an, ich helfe ihnen bei allen möglichen Versuchen. Das heißt solche Handlungen zu begehen, psychologisch, die eine Übung symbolisieren: ich handele so, als ob ich längst in “Lischma” wäre, genauso soll ich handeln. Lasst uns so vorstellen, wie wir was machen würden, wenn wir alle längst in “Lischma” wären? Wie würden wir uns dann zueinander, sowie zu den Möglichkeiten verhalten, die uns der Schöpfer gewährt? Wie können wir uns täglich darum sorgen, sich an den Schöpfer zu wenden? Darin besteht das ganze Wesen der Bemühung.

Was ist die Bemühung?

Ich realisiere die Handlungen, als ob ich mich im korrigierten Zustand befinden würde, das ist eben die Bemühung. Wenn ich korrigiert wäre, dann würde ich alles entsprechend meinem Verlangen, aus dem inneren Bedürfnis, ohne jede Bemühung machen, wie es gesagt wird: “zuerst zwinge ich gewaltsam und später aus dem eigenen Verlangen“, verschiedene Handlungen zu erzeugen. Warum? Weil man dank dieser Handlungen – die als meine Bemühung, Gewalt, Nötigung – dann als ein Spiel empfunden werden, welches das Licht heranzieht, das zur Quelle zurückführt. Das Licht, welches ich im korrigierten Zustand heranziehen würde, korrigiert mich, auch wenn ich mich erst bemühe den korrigierten Zustand vorzuspielen, weil ich auf mich das Leuchten aus dem korrigierten Zustand heranziehe, das “Lischma” heißt. Das heißt “Sgula” (die besondere Eigenschaft) der Tora.

Artikel des Tages vom 02.07.2018

Was wird von dieser Gruppe verlangt? Eine sehr einfache und konkrete Arbeit: aus der Natur des Verlangens, um aus dem Willen zu nehmen herauszugehen, aus jeden Gedanken nur über sich – nur für diese Gruppe, für dieses Volk ist es besonders charakteristisch –  und durch Teilnahme, Bitte und Gebet, sich mit Hilfe der höherer Kraft zum Entgegengesetztem, um sich zum Willen zu Gebens zu bringen. Anderes gesagt, die Herzen zu öffnen, sich vom Herzen zum Herzen zu verbinden und zu versuchen, höher als die althergebrachte Natur zu sein.

Auf den Entwicklungsstufen erleben sie verschiedene Zustände vor allem die Offenbarung des Bösens. Dementsprechend bemühen sie sich, zur Vereinigung, zum Guten zu kommen, um gegenseitig Geduld in Fragen der Vereinigung zu üben, sich in der Erkennung der Störungen gegenseitig zu helfen und einander bei der Korrektur zu unterstützen. Es ist die Gruppenarbeit – „der Mensch helfe dem Nächsten“. Niemand kann sich selbst helfen und dies ist eines der Hindernisse, wenn jeder denkt, das er sich selbst anstrengen soll. Alle Bemühungen bestehen darin, sich mit den Freunden zu vereinigen, sie zu verstehen, das Herz zu öffnen, zusammen zu denken und zu wünschen. Es ist die Korrektur – eigentlich etwas ganz einfaches.

Es ist wirklich einfach – sich zu bemühen, so zu existieren. Aber jeder Defekt, der sich auf dem Weg zeigt, müsste uns zum Bedürfnis der Korrektur, zu Gebet bringen. Zwischen mir und dem Freund gibt es eine Verbindung und wenn ich merke, dass ich nicht fähig bin, sich an ihn anzuschließen, ihn zu verstehen, so wende ich mich an den Schöpfer, aber nicht vorher: „von der Liebe zu den Geschöpfe – zur Liebe zum Schöpfer“. Daraus folgt, dass ich den Schöpfer nur in jenem Maß brauche, in dem ich den Freund brauche. So bauen wir unser gemeinsames Herz, das der Tempel heißt. Dabei bauen wir eine Wand gegen die Störungen – unserer Kräfte, die die Vereinigung verhindern. Wir wollen sie entfernen, hinter die Wand bringen und so sollen wir die Korrektur sehen.

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Es ist die erste Übung, die wir gerade in den zufälligen Zehner machen müssen. Ich soll mich geistig vorbereiten, jeden Freund anrufen und ihn ein paar nicht zufällige, sondern im Herzen vorbereitete Worte zu sagen, dass ich mich ab heute mit ihm für immer verbinde und dass wir den Schöpfer nur in unserem gemeinsamen Teil, im gemeinsamen Herzen enthüllen werden. Deshalb verhalte ich mich ihm gegenüber so, dass er für mich wichtiger ist, als ich mir selbst. Wenn meine Wichtigkeit für mich 1 Einheit ist und der Widerstand zwischen mir und dem Freund – 50 Einheiten -, so soll er 50 Male wichtiger für mich sein, als ich mir selber bin. So erweitere ich ständig meine Kelim mit Hilfe des Hasses und der Abneigung. Bemüht euch, es zu spüren, und gerade im zufälligen Zehner erkennt ihr, dass etwas offenbaren wird. Von hier aus bis zur Offenbarung der Kraft des Gebens zwischen uns sind nur wenige Schritte notwendig.

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Heute sagte ich schon mehrmals, dass man den Freunden das Herz öffnen, sich bemühen und in Fragen der spirituellen Arbeit, der spirituellen Verbindung geduldiger zu sein muss. Ich habe die Geduld hier zu sein und immer wieder, mehrmals am Tag zu unterrichten. Hier muss man, inwieweit es möglich ist, ein Null zu sein und so arbeiten. Wir sollen uns in den Gruppen und zwischen den Gruppen bemühen, vorzuführen, dass unser Herz zur Vereinigung geöffnet ist: mein Herz will dich mögen, ich geniere mich nicht, ich verberge es nicht, ich will, dass du es weißt. Lasst uns anstrengen es einander vorzuführen.

 

Artikel des Tages vom 1.7.2018

Wie bereiten wir uns dank der vorherigen Verbindung zwischen uns, auf die Wahrnehmung des nächsten Zustandes vor? Wie offenbaren wir unseren nächsten, unseren höheren Zustand sofort, durch die zerbrochenen Kelim. Wie funktioniert das?

Nehmen wir an, wir haben irgendein Problem, ein Leiden, etwas Schlechtes, was uns erwartet. Wie, verbinden wir uns miteinander, behüten uns gegenseitig,damit diese Verbindung und alles, was nötig ist behalten; wir erbauen so eine „Mauer“  dass alles, was zu uns durch diese Mauer kommt, nur für unser Wohl ist? Doch wenn es nicht für unser Wohl ist, kommt es nicht hindurch. Und wir korrigieren das vom Bösen zum Guten.

Das Gute kommt nicht einfach so und wird auch nicht kommen. Wir sehen das am Beispiel der gesamten Menschheit, die denkt, dass schon bald die gute Zeiten kommen. Woher kommt diese Güte? Wenn wir, die Menschen, bereit sind diese Güte als Güte anzunehmen, wird es das Gute. Wenn wir aber nicht bereit sind, wird sich das als das Böse offenbaren. Alles hängt von unserer Vorbereitung ab. Außer uns existieren kein Gut und Böse. Alles wird nur dadurch bestimmt, wie genau wir bereit sind die Offenbarung des Schöpfers anzunehmen.

Wie bestimmen wir mit unserer Wahl, dass alles was kommt, nicht als das Böse annehmen sondern als das Gute? Dass wir es auch genauso praktisch machen werden.

Mit anderen Worten, ist diese „Wand“ nicht gegen das Böse, welches von Außen kommt, aufgebaut, weil sich außen das Licht des Schöpfers offenbart. Diese Wand steht uns gegenüber, gegenüber unseren Eigenschaften: für oder gegen die Verbindung. In der Wissenschaft der Kabbala nennt sich das “das Innere und das Äußere”. Wie können wir „die Stadt“, „die Mauer“ und „die Feinde“, die diese Mauer bezwingen wollen, sehen? Wie kann man sagen, dass in Wirklichkeit kein Zerbrechen stattgefunden hat und das dies alles…, – was ist das?

Wie stelle ich mir diese Mauer vor, die in mir steht und dazu da ist, um dem Bösen nicht zu erlaubt ins Herz einzudringen und es zu erobern? Das Böse daran zu hindern, mich zu lenken. Wie baue ich so eine Mauer?

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Wie erkenne ich, dass ich den Tag richtig benutzt habe?

Wenn du am Ende des Tages dich von ihnen nicht lösen kannst. Du bist bereit sie zu umarmen und wie deine Kleinen festzuhalten, bloß nicht getrennt von ihnen zu sein.

Wie kommt man mit diesem Gefühl zu dem anderen Zehner hinüber?

Du hast keine andere Wahl. Das nennt sich „ich erwecke die Morgendämmerung“. Ich verstehe, dass ich den Kli wechseln muss! Wenn ich das könnte, würde ich bei denselben Menschen bleiben. Es muss nicht unbedingt ein neuer Zehner sein, ich würde diese Menschen als neu wahrnehmen!

Das Ziel, welches ich innerhalb des Tages erreichen muss, ist mir klar. Wie soll ich mich aber formen, damit ich das erreiche? Wie strukturiere ich so ein Prozess, damit ich als Resultat mich nicht mehr von ihnen trennen will?

Du musst, du bist verpflichtet dich zu überwinden, wie ein Mensch, der aus dem Haus zum Militär geht, oder er fährt woanders von Zuhause weg und dort wird er erwachsener. Es gibt keine andere Wahl, du musst dich lösen, wie geschrieben steht: „der Mensch hat seinen Vater und Mutter verlassen“.

Wovon trennt man sich?

Von allem! Ich trenne mich von der Infusion, die mir das Leben gegeben hat: vom Sauerstoff, vom Blut, von allem, was ich mit diesem Zehner erreicht habe. Ich habe so viel von ihnen bekommen! Jetzt aber muss ich das „abschneiden“ und etwas neues beginnen, eine neue Stufe, „10 Sefirot“, die mir unbekannt sind. Ich weiß nicht, wie ich mich mit ihnen fühlen werde, wie man mit ihnen arbeitet. Ich kann nicht zu ihnen mit meinen früheren Gewohnheiten kommen. Ich komme praktisch zur völligen Unsicherheit, wenn ich nichts habe, außer, dass ich das tun muss, damit ich mich noch ein Schritt zum hin Schöpfer bewege. Wenn wir es so machen werden, werdet ihr spüren, dass ihr zur Offenbarung des Schöpfers bereit seid.

Dank diesen Kelim, wenn du nicht weißt was zu tun ist und sie am Anfang fast mit  Hass wahrnimmst, aber am Ende, nach einem Tag, du dich nicht von ihnen trennen kannst und spürst, dass genau sie deine Seele sind, bedeutet das, dass du die Stufe vollendet hast.

Versucht darin zu sein. Weil du in Wirklichkeit so die Abstiege und Aufstiege baust! Genau du formst deine Zustände! Wir bereiten uns auf diese Weise vor.

 

MU Serie – Der Frieden, Baal HaSulam

Unterrichtsserie von Rav Michael Laitman

Der Frieden, Artikel von Baal HaSulam

11 Unterrichte

Baal HaSulam, „Der Frieden“, 7.11. 2017

 

Baal HaSulam, „Der Frieden“, 8.11.2017

 

Baal HaSulam, „Der Frieden“, 9.11.2017

 

Baal HaSulam, „Der Frieden“, 13.11.2017

 

Baal HaSulam, „Der Frieden“, 14.11.2017

 

Baal HaSulam, „Der Frieden“, 15.11.2017

 

Baal HaSulam, „Der Frieden“, 16.11.2017

 

Baal HaSulam, „Der Frieden“, 19.11.2017

 

Baal HaSulam, „Der Frieden“, 20.11.2017

 

Baal HaSulam, „Der Frieden“, 21.11.2017

 

Baal HaSulam, „Der Frieden“, 22.11.2017

Anmeldung zum Fortgeschrittenen-Kurs „Das Fenster zur praktischen Kabbala“, ab 7. Juli 2018

Kursaufbau

Der Kurs besteht aus einem Sebststudiumsteil gepaart mit wöchentlichen gemeinsamen Zoom-Treffen, um das Gelernte gemeinsam mit den betreuenden Moderatoren zu vertiefen. Kursdauer: 8 Wochen. Weitere Informationen findest du weiter unten auf der Seite!

Kursstart

Samstag, 7. Juli 2018. Weitere Details geben wir den Teilnehmern 1 Woche vor Kursbeginn per Email bekannt!

Zitate zum Schlafengehen…

Baal HaSulam, Shamati 18, Was bedeutet “In der Verborgenheit weinte meine Seele” in spiritueller Arbeit?

Wenn sich über dem Menschen die Verhüllung des Spirituellen verstärkt und er in einen solchen Zustand gelangt, dass er keinerlei Geschmack an spiritueller Arbeit verspürt und überhaupt nicht in der Lage ist, sich Liebe und Ehrfurcht weder vorzustellen noch zu empfinden, und nicht in der Lage ist, irgendetwas in der Heiligkeit zu tun – dann hat er keinen anderen Rat, als nur zum Schöpfer zu weinen, dass Er sich seiner erbarmen und die Verhüllung von seinen Augen und seinem Herzen nehmen möge.

 

ACHTUNG! Neue Kurse für fortgeschrittene Studenten der Kabbala!

Ab 1. Juli bieten wir für alle Absolventen des Grundlagenkurses, des Kurses „Kabbala enthüllt“ oder bei Abschluss eines Campus Kurse für  Fortgeschrittene an!


„Kabbala in Aktion“

Das Modul Kabbala in Aktion dauert 4 Wochen und geht etwas tiefer auf die praktische Anwendung der fundamentalen kabbalistischen Prinzipien ein, die im Grundlagenkurs gelehrt wurden. Dieser Kurs bietet nicht nur die Möglichkeit, unser Verständnis dieser Prinzipien zu vertiefen, sondern untersucht auch detailliert die authentische Methode und ihre einzigartige Umsetzung in die Praxis.

„Die Kabbala Erfahrung“

..machst du gleich im Anschluss an das vorhergehende Modul; „Die Kabbala Erfahrung“ dauert ebenfalls 4 Wochen und untersucht die täglichen, wöchentlichen und jährlichen Aktivitäten, die eine kabbalistische Gesellschaft organisiert, um sich in Richtung Spiritualität zu entwickeln. Im vorherigen Teil haben wir ein Fenster in die Welt der praktischen Kabbala geöffnet. In diesem Teil des Kurses hast du die Möglichkeit, durch dieses Fenster zu klettern und dich umzusehen. Durch den direkten Zugang zu realen Lernerfahrungen in Gruppen soll dieser Kurs beginnen, die Theorie mit den Emotionen zu ergänzen, die dich zu einem neuen Verständnisgrad führen. Die Studenten lernen auch etwas über Bnei Baruch und seine Mission, die Weisheit der Kabbala, ihre Werte, Praktiken und die Botschaft der Liebe und Verbindung an die Menschheit weiter zu geben.

„Meine spirituelle Umgebung“

Im Anschluss an den Fortgeschrittenen Kurs hast du die Möglichkeit, dich im Kurs „Meine spirituelle Umgebung“ noch weiter in die Kabbala zu vertiefen. Du kannst mit Gleichgesinnten und in Begleitung von erfahrenen Moderatoren die vorher gelernten Prinzipien praktisch umsetzen. Zum Beispiel „Gruppe“, Zehner“, Workshops“, Does und Donts. Du wirst Gelegenheit haben, mit den anderen Teilnehmern gemeinsam die Kabbala in dein Leben zu integrieren. Kursdauer etwa 5 Monate.

Mehr zu den Anmeldebedingungen, zum Beginn, Kurstag und Uhrzeit hier in Kürze! Schau bald wieder vorbei!

Artikel des Tages Juni 2018

Bitte beachten, dass Freitag und Samstag, während der Feiertage und Kongressen keine Artikel des Tages erscheinen !

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Artikel des Tages, 27. Juni 2018     

Nach allen Klärungen wird es deutlich, warum gesagt wird: “es ist gut, den ganzen Tag zu beten“. Je mehr sich der Mensch an den Schöpfer wendet, auch ohne schöne Wörter aber von ganzem Herzen, aus der tiefen Empfindung und ohne deren Gewand in verschiedenen Formen, je mehr sich der Menschen von ganzem Herzen direkt an den Schöpfer wenden kann – desto mehr erklärt jede solche Ansprache, die mehrmals pro Tag erfolgt – die Annäherung, den Charakter der Annäherung, das Gebets. Von hier aus beginnt er zu verstehen, was zu machen ist, wie man sich richtig zwischen allen Zuständen, Hindernissen zu richten hat wie man sie in „die entgegen gekommene Hilfe“ umwandelt. Das alles erfolgt nach der Ansprache zum Schöpfer.

Es wäre sehr wünschenswert, einander daran zu erinnern, einander das Beispiel der

Ansprache zum Schöpfer vorzuführen und zu prüfen, wie es allmählich  deutlich,

näher, klarer wird, damit sich der Mensch an solch eine Ansprache, an solches Gespräch gewöhnt hat.

* * *

Jetzt habe ich diese zufälligen Zehner, den ich in meinen Augen, in meinen Empfindungen korrigieren soll, denn sie sollen in meinem Herzen möglichst nah an der Form des Schöpfers sein, die ich mir vorstellen kann. Und gerade deshalb, weil sie so oft wechseln, besitzen sie keine Form … sie bedrücken mich nicht durch ihre Beziehungen, Charakter, sondern gerade im Gegenteil ermöglichen sie mir, nach dem Wesen des Schöpfers zu suchen. Ohne Wechsel des Zehners denke ich nicht, dass wir die Triebkraft hätten, die den Zehner zu HaWaYaH erwecken würde. Jetzt beginnen wir zu empfinden, ob es die Notwendigkeit in der immer größeren Vereinigung gibt, wie ein Puzzle, welches einheitlich sein soll, damit auch mein Verlangen einheitlich und mein Gebet einheitlich werden. Es wird mich dazu führen, dass ich erkennen werde, dass der Zehner ein wichtiger Ort ist, welchen der Schöpfer erfüllt und für Sich bildet, um darin offenbart zu werden. Ich soll danach streben, es hervorrufen, darum bitten, darauf warten.

Welchen Unterschied gibt es hier zum Gebet für den Freund im festen Zehner

Es gibt kein Gebet für die Freunde. Wofür?

Worum muss ich mich im Laufe des Tages kümmern?

Du hast keinen Zehner.

Um was dann muss ich mich sorgen?

Sich darum zu kümmern, dass es den Zehner gibt, das ist eben das Wichtigste. Ich empfinde die innere Angst, dass es keinen Zehner gibt. Wo werde ich dann den Schöpfer offenbaren, wo werde ich die Verschmelzung mit Ihm erlangen? Es gibt keinen Platz dafür, nichts und ich soll jetzt alles schnell beschaffen. Der Tag wird bald zu Ende gehen und morgen habe ich wieder eine Arbeit.

Wo kann ich die Antwort auf diese Frage finden?

Die Antwort wird aus meinen Bemühungen sichtbar, dass ich sie vereinigen will, ich will, dass sie in meinem Herzen und zusammen sind. Auf diese Weise arbeite ich an

meinem heutigen Zehner und werde bald erkennen, wie mit dem nächsten Zehner zu arbeiten ist, der mir folglich offenbart wird. Wir haben noch nicht angefangen, erst seit einigen Tagen, aber ihr werdet sehen.

Artikel des Tages, 26. Juni 2018

Ich hörte, dass anstelle der zehn Menschen, die zum Morgen Unterricht kamen, nur vier gekommen sind. Nicht bei uns, ich kenne die Statistik nicht, aber in Kanada, in Russland, an verschiedenen Orten. Was sagt das aus? Ich wollte den Pfad „Achishena“ beschreiten, wenn man selbst die Finsternis aufsucht, wie der Greis, der etwas hat fallen lassen. Ich wollte erfahrener in diesen Handlungen, Zuständen werden, wenn wir sie hervorrufen, dann können wir darin vorankommen. Keine Kinder mehr sein, die im Kinderwagen gefahren oder an der Hand geführt werden, sondern selbständige Schritte machen. Und was sehe ich hier stattdessen?             Ich weiß nicht, was zu machen ist.

Das Ziel ist – das Gebet und den Schöpfer zu erlangen, damit Er uns hilft. Die Hilfe kann kommen, wenn wir selbst die Morgendämmerung, diese Finsternis, diesen Chissaron (Mangel) offenbaren. Der Aufstieg des Chissaron ist unser Gebet. Dieses Gebet kann in Wirklichkeit die Reaktion des Schöpfers hervorrufen, wir werden den Dialog beginnen und die neue Etappe in den Stadien Ibur, Jenika, Mochin (Entstehung, Ernährung, Reife), „ich zu meinem Geliebten und der Geliebte – zu mir erlangen.

* * *

Wie können wir heute im Laufe des Tages, in unserem Zehner, in einem beliebigen Zehner den Zustand bilden, in welchem die Freunde bereit sind alle Leiden, alle Probleme, das Zerbrechen in unseren gegenseitigen Beziehungen zu offenbaren – wie verhält man sich überhaupt zur Offenbarung des Zerbrechens richtig? Was bereiten wir für uns im Zehner im Laufe des Tages tatsächlich vor?

Wie können wir vor allem die Atmosphäre unterstützen, die uns empfinden lässt, dass jedes beliebige Übel, welches offenbart wird, vom Schöpfer stammt; um uns an Ihm festzuhalten, wie der Erwachsene das Kind erschreckt, damit es von ihm nicht wegläuft Wie schaffen wir eine solche Atmosphäre in der Gruppe? Jetzt gehe ich nach dem Unterricht in die Welt hinaus. Wie kann ich die Absicht erlangen, dass alles, was hier geschieht, vom Schöpfer stammt? So komme ich in jedem Augenblick voran, ich verstärke die Gruppe und den Schöpfer und freue mich darüber. Anderenfalls bitten wir nur darum, dass für uns alles bequem ist, damit nichts mit uns geschieht. Wie können wir uns im Kriegszustand befinden und auch wollen, darin zu sein?

 

Artikel des Tages vom 25.06.2018

Wenn ich mit den mir noch unbekannten Studenten sitze, mit denen ich weder die Vergangenheit noch die Zukunft teile, soll ich mir vorstellen, dass ich mich im Zehner befinde. Dieser Zehner ändert sich nicht, ungeachtet meiner Empfindungen – „die haben Augen, aber sehen nichts“. Es ist derselbe Zehner, an den ich heute wie auch gestern und morgen denken sollte: es ist mein Kli, in dem ich den Schöpfer enthülle und Ihm damit Freude bereitet. Im Laufe des ganzen Tages – drei Stunden am Morgen und einige Kontakte am Tag – kann ich die neue Form der Vereinigung zwischen uns und dem Schöpfer äußern. Es ist sehr wichtig, wenn Ihr diese Möglichkeit nicht mißachten werdet, könnt ihr den Prozess beschleunigen.

Wenn die Gesichter sich jeden Tag ändern, bezüglich wem fühlst du dich verantwortlich und an wen berichtest du?

Es gibt mich, es gibt den Schöpfer, und in der Mitte sind diese Gesichter, und ich soll in ihnen meine Seele sehen. Wenn ich es mir richtig organisiere, habe ich eine Verbindung mit dem Schöpfer. Wenn es keine dieser Seelen, keine Vereinigung, keinen Zehner (neun, und ich bin der Zehnte, Malchut) gibt, wenn ich nicht so mit den restlichen neun arbeite –  habe ich keine Verbindung mit dem Schöpfer. Das Licht kommt nicht herein, wirkt nicht, ich gebe das widergespiegelte Licht nicht ab, es gibt keinen Kontakt. Die Möglichkeit ist verpasst.

Es ist nicht klar. Gestern saßen wir in einem  zufälligen Zehner…

Jedesmal, nicht nur gestern und heute, soll ich mir jede Sekunde vorstellen, dass ich im zufälligen Zehner sitze und es ist unbedeutend was mir aus dem Gesichtspunkt der Körper wirklich geschieht.

Wenn der Zehner zufällig zusammengestellt ist, wie arbeite ich bezüglich des Schöpfers?

Ich und der Schöpfer, und in der Mitte von dieser Neun.

Wie ich verstanden habe, muss man bezüglich der Freunden arbeiten?

Ich soll mit ihnen vereinigt werden, zusammenarbeiten, die Verbindung schaffen, aber durch diese Verbindung gebe ich dem Schöpfer.

***

Jetzt soll meine Absicht für den Tag sein, dass ich mit dem Zehner verschmolzen bin, der das Mittel zwischen mir und dem Schöpfer ist. Ich baue ihn, gehe von der Liebe und der Vereinigung zwischen uns aus, ich bemühe mich, im Herzen diesen Kli zu erschaffen. Macht Vorschläge, was man noch sonst machen kann.  Sucht Ratschläge aus der Quellen und lasst sie uns verwirklichen. Man muss die Gruppe aufrütteln.

***

Ich komme am Morgen, sehe die Freunde, ich soll mich ihr, der Gruppe,  bezüglich einstellen. Das Ziel ist in unserer Vereinigung das Ziel zu sehen. Die erste Etappe der spirituellen Arbeit, auf der wir die zweite Etappe aufbauen ist die Liebe zu den Freunden, und die darauf folgende Etappe ist die Liebe zum Schöpfer. Die Liebe ist die Vereinigung, der Einschluß, bis die Grenzen zwischen uns verschwinden. Wir entfernen uns von unseren Körpern, wir empfinden die Einheit in den Wünschen, den Absichten, bis wir Bestandteile von Schechina, von AVAYA, von den Zehn Sefirot werden.

Deshalb, wenn ich die Freunde sehe, bemühe ich mich zu empfinden, dass es die Seele ist, dass jeder von ihnen in meinem Herzen wie ein Teil von mir empfunden wird. Und wenn nicht, fordere vom Schöpfer dass Er uns in einen einheitlichen Organismus verwandelt, oberhalb von allem was uns mal mehr, mal weniger offenbart wird. Wir sind geteilt, wir sind verschieden, aber alle Verbrechen wird die Liebe bedecken.

Und wenn es ausreichend Kraft des Hasses und der Liebe gibt – „alle Verbrechen wird die Liebe bedecken“ –  in diesem „Sandwich“ dazwischen wird sich die mittlere Linie, der Schöpfer offenbart. Das ist eben alles was wir machen sollen, deshalb ist es unbedeutend mit wem und wo ich sitze – näher oder weiter entfernt Ich soll alle, schlussendlich die ganze Welt, alle zerstreuten Seelen einschließen. Lässt uns in der Bitte an den Schöpfer anstrengen, damit Er uns hilft, zur Vereinigung zu kommen, die die Liebe heißen wird.

 

Artikel des Tages vom 24.6.2018

Was ist das Ziel? Sie haben gesagt, dass wir das Ziel und die Mitteln um es zu erreichen nicht sehen.

Das Mittel zum Erreichen des Zieles ist die Verbindung. Das Ziel wird im Zentrum der Verbindung erreicht.

Worum geht es beim Ziel?

Das Ziel ist der Schöpfer, die Verschmelzung mit Ihm nach Übereinstimmung der Eigenschaften. Welche Eigenschaften sollen wir erreichen, damit wir dem Schöpfer ähnlich sind? Wir verbinden uns im Zentrum und dann kommen wir zur Liebe zu den Geschöpfen. Und von der Liebe zu den Geschöpfen erreichen wir die Liebe zum Schöpfer. Wir brauchen keine weiteren Handlungen durchzuführen und darüber wurde schon geschrieben. Die Menschen denken, dass es noch einen Weg von der Liebe zu den Geschöpfen, zur Liebe zum Schöpfer gibt. Nein. Das offenbart sich einfach darin.

Wie formt man die Umgebung, damit man das ausführt?

Sich in diesem Mittel zu diesem Ziel zu befinden.

Damit die Freunde sich gegenseitig lieben?

Natürlich. Das Wichtigste ist, dass alle wie eins werden: eine Verbindung, eine Liebe, ein Herz, Verlangen, Absicht; obwohl jeder in seiner Individualität bleibt. Wenn es aber so eine Kombination gibt, so eine Eingliederung wenn alle Herzen verschmelzen, sich dann alle gegenseitig überbrückt? Dieses Überbrücken ist HaWaYaH.

                                                                      ***

Ich soll ständig daran denken, wie ich die Stimmung meiner Freunde erhebe. Mit diesem Ziel komme ich morgens zum Zehner und denke schon vorher daran wie ich auf sie wirken werde. Natürlich können das keine Worte sein. Wie übergebe ich ihnen die Erweckung, den Aufstieg, einen besonderen Zustand gegenüber dem höheren Ziel? Ich verstehe, dass wenn ich geredet hätte und dabei so an sie gedacht hätte, würde ich sie irgendwie erwecken. Was hilft mir aber wenn ich nur daran denke?

Wie vergisst man nicht, dass wir nur deswegen wachsen, weil ich jemandem helfe und jemand mir hilft? Wir können hier Jahrzehnte sitzen, aber wenn jeder nur an sich denkt, obwohl er sich im Zehner befindet, wird ihm das nicht helfen zu wachsen. Nur „der Mensch helfe seinem Freund“ hilft und nichts anderes.

Ich schreite insoweit voran, inwieweit sich meine Freunde um mich Gedanken machen. Wie ich an die Freunde denke, so schreiten sie voran. So sieht die Bürgschaft praktisch aus. Wie überreden wir uns, dass diese Form des Fortschreitens einzig richtig und wirkungsvoll ist?

Wie halten wir uns fest mit Hilfe der Bürgschaft, der Gruppenmeinung in solch einem Zustand fest, denn wenn wir nicht an den gegenseitigen Erfolg denken, sind wir nicht auf das Ziel ausgerichtet? Nur in Sorge darum, dass der Freund das Ziel erreicht, retten wir uns aus dem Zustand, in dem wir uns befinden. Die Tora ist uns für die Realisation der Bürgschaft gegeben worden, sie ist uns bei der Verpflichtung zur Bürgschaft gegeben und wirkt innerhalb der Bürgschaft. Wir müssen verstehen, dass aus all unseren Gedanken und Verlangen nur diejenigen spirituell sind, die auf das Wohl der Freunde ausgerichtet sind, damit sie die Freunde zum Ziel anstoßen. Alles andere gehört zum Materiellen. Wie werden wir daran innerhalb des Tages und bis zum Einheits-Abend denken, damit wir am Abend der Einheit den Erfolg genau in der richtigen Verbindung erzielen?

 

Artikel des Tages, 21. Juni 2018

Die Frage über den „Tisch“ – wie können wir aus allen Zehnern einen gemeinsamen Zehner bilden? Wir sollen die Grenzen der Zehner zerschlagen, um anderen Zehnern zu ermöglichen, darin einzugehen. Muss man den Angriff der Zehner auf andere Zehner initiieren, um darin  einzugehen? Oder sollen wir uns so miteinander verbinden, dass wir mehr einander „berühren“, um den gegenseitigen Einschluss zu realisieren? Was erwarten wir am Ende unserer Bemühungen, in welcher Form werden wir etwas erkennen? Wie sollen wir handeln, nachdem wir beispielsweise einen Erfolg erzielen, wenn wir in irgendeiner Form erfolgreich sein werden? Wenn wir einen absoluten Erfolg erzielt haben, dann sprechen wir über Gmar Tikun (die endgültige Korrektur), wir sollen aber wenigstens einen kleinen Erfolg erzielen. Wie können wir uns danach voneinander trennen und zu den einzelnen Zehnern zurückkehren? Wie können wir folglich erkennen, wie man in den einzelnen Zehner weiterwirken soll, die nur einen kleinen Anteil der Menschheit darstellen?

Es gibt viele Fragen, deshalb denke ich, dass wir alle Handlungen erproben müssen, die auf dem Kongress realisiert werden sollen. Wir sollten uns bemühen, alles während der Versammlung zu trainieren, die wir als „Tisch“ bezeichnet haben und die wir noch vor dem Eintritt des Sonnabends durchführen werden. Was denkt ihr darüber, sollen wir diese Versammlung, diese Vereinigung durchführen, um die einzelnen Zehner in einem Zehner zu verbinden? Welche Organisation, Bemühungen und Handlungen benötigen wir, um die Verbindung zu erlangen, die in meinem Zehner schon vorhanden ist, um persönlich zu empfinden, dass jetzt alle Zehner verbunden sind?

Ich denke, wir sollen im Laufe des Tages, am Abend, irgendwann die passende Lösung finden, um alles entsprechend vorzubereiten – Textabschnitte,  Lieder, Musik, das Essen. Das soll jetzt mehr oder weniger klar sein, wie wir diese Versammlung für uns organisieren können. Denkt nach und organisiert alles, ich mische mich dabei nicht mehr ein.

* * *

Lasst uns gemeinsam in jedem Zehner ein Gebet für den Freund schreiben. Was ist das eigentlich, worum bitten wir den Schöpfer für den Freund? Formuliert die Absicht in einem Satz – aber gefühlstief, klar, vom ganzen Herzen aus, durch das ganze Himmelsgewölbe durchgehend.

Wir sehen, dass es nicht einfach ist und so fühle ich mich ständig. Wir haben Hausaufgaben – jeder bereitet eine ganze Seite der Gebete an den Schöpfer für den Freund, und zwar nicht für die Gruppe, sondern nur für den Freund-  eine ganze Seite, 20 Sätze.

Was soll ich machen, um vom Freund ein МАN zu bekommen? Was soll ich machen, damit ich sein МАN in das eigene МАN in Bezug auf den Schöpfer umwandeln kann? Wie soll ich mich auf das Erhalten von МАD seitens des Schöpfers vorbereiten und was soll ich machen, um dieses MAD vom Schöpfer ans МАD zum Freund weiterzugeben? Wie kann ich diese Kette richtig beleben?

Artikel des Tages  20. Juni, 2018

Ich denke, dass es jetzt an der Zeit ist, sich um die Wirklichkeit zu bemühen, die Gruppen untereinander zu verbinden. Sie sahen auch, dass die Veränderung die Zehner zum positiven Ergebnis führte. Das ist die Annäherung, der gegenseitige Einschluss, ein anderes Niveau. Das bedeutet natürlich nicht, dass der jetzige Zehner besser als der frühere ist, aber gerade die Vermischung lässt uns den ganzen Reichtum der Schöpfung und des Schöpfers offenbaren – Ihn zu offenbaren.

Nach dem Zerbrechen wurden wir aufgeteilt: je mehr wir uns jetzt miteinander verbinden, desto schneller korrigieren wir das Zerbrechen. Deshalb denke ich daran, dass wir auch jetzt vor dem Kongress einige Veranstaltungen durchführen sollten, die zu unserem gegenseitigen Einschluss beitragen würden – ihr sollt euch wenigstens einmal pro Woche bemühen, die ganzen Zehner an einem Tisch zu versammeln. Man sollte nur nachdenken, wie es zu realisieren ist, um das Formale daran zu vermeiden, um nicht einfach eine Zeitlang miteinander zu sitzen, die Äpfel zu essen, die Lieder zu singen und nach Hause zu gehen. Hier soll die Sorge jedes Freundes empfunden werden, weil es ein sehr wichtiger Schritt ist, ein mächtiger Sprung von Bnei Baruch. Wir wissen schon und fühlen ein wenig, wie es zu realisieren ist, wir haben einige Erfahrungen gesammelt, wie es im Zehner funktioniert. Jetzt müsste man darüber nachdenken, wie wir das alle gemeinsam meistern könnten, wie ein einheitlicher Zehner, und sogar noch zusammen mit der ganzen Welt.

Ihr versteht doch, dass es ganz anders ist, denn das ist schon der spirituelle Zehner. Ich sehe hier keine physischen Körper der Freunde und wir spielen nicht mit der Zahl „10“ bezüglich der physischen Körper. Hier gibt es eben nicht die Zahl selbst, sondern das wahre Wesen. Deshalb denke ich darüber nach, dass wir diese Veranstaltung „Tisch“ nennen könnten, oder bitte nennt es anders, wie ihr wollt. Man kann sie als ein wöchentliches Seminar bezeichnen – wesentlich ist dabei die Suche danach, wie wir uns verbinden können. Ich muss alle Menschen wie die Freunde ihm Zehner ansehen, wie meine Seele wahrnehmen.

Die ganze Welt, das heißt alle unsere Freunde weltweit werden sich versammeln und wir empfinden immer mehr und mehr sowohl die Notwendigkeit als auch das riesige Geschenk, das wir erhalten haben. Der Schöpfer hat das Erwachen jedem von uns ermöglicht, hat uns hierher gebracht und wir sollen tatsächlich beginnen, die Struktur Adam HaRischons aufzubauen.

Sowohl der spirituelle Aufstieg, als auch das materielle Vorankommen hängen davon ab, ob wir nach dem Ziel streben. Obwohl dieses Ziel von uns sehr entfernt sein kann, zählt hier nur der Wunsch das Ziel zu erreichen: wenn wir für uns bestimmen, dass „das Ende der Handlung – in ihrem Anfangsvorhaben besteht.“ Deshalb lasst uns ernst und schnell darüber nachdenken, wie man in den nächsten zwei Tagen die ganzen Zehner in einem einheitlichen Zehner vereinigen kann.

Was bedeutet der innere Dialog mit dem Zehner?

Der Zehner existiert in meinem Inneren, ich soll diesen Begriff innerlich so bilden, um damit wie mit meinem Kli (Gefäß) zu arbeiten. In Wirklichkeit ist das mein Kli, obwohl ich fremde Gesichter ansehe -aber gerade damit wird nicht gerechnet. Ich erkenne verschiedene Arten des Egos, die sich in mir befinden und das ist schon eine sehr große Berechnung, weil ich davon durch meine Selbstsucht abgetrennt bin. Mir scheint es so zu sein, dass sie die Egoisten sind, weil ich sie als solche wahrnehme. Eigentlich gibt es hier nichts, denn außer dem Menschen gibt es nur den Schöpfer. Deshalb muss ich alle Verlangen in einem Wunsch, in einem Kli sammeln. Mir scheint es so zu sein, als ob es 9 andere Freunde gäbe, dass es die große Welt gäbe, aber das sind nun meine Eigenschaften die mir in dieser Form von außen projiziert werden. Wie die Kabbalisten über die Wahrnehmung der Wirklichkeit schreiben, sehe ich gerade deshalb sehr konvex die Frechheit, die Missachtung – jede Erscheinungsform, aber offenbare sie nicht innerlich! Mein Wunsch neutralisiert alles, mein Verlangen sagt mir, dass ich – gut bin, wenigstens nicht schlechter als die anderen.

Wenn ich deshalb auf diese Weise arbeite, dann vergrößere ich um 620 Mal diese Empfindungen, ich bereite den KLi vor, der dieses Meer ausfüllen kann.

Was ist zu machen? Ich will einen inneren Dialog mit dem Zehner führen, ich denke an die Freunde…

Es gibt keinen Zehner, keine Freunde – nichts, denn alles bin – ich selbst! Ich bin buchstäblich verpflichtet, sie „zu verschlucken“, sie an mich zu binden, weil sie – ich sind! Uns teilt nur mein Ego auf, da es mir diese verschiedenen Gesichter vorführt, an die ich mich ungerne annähern will, etwas stößt mich sogar ab: das bin – ich, und da – sind sie. Ich soll diese Distanz neutralisieren! Ob ich erkennen will, oder nicht, aber ich soll verstehen, dass nur mein Ego mir alles so vorgaukelt!

Deshalb arbeiten wir allmählich damit  um die Beziehungen zwischen euch zu verändern, um sie im Vergleich zu denen, die ihr vor Monaten hattet zu verbessern. Hier geschah eine gute Veränderung, aber sie genügt dennoch nicht! Der innere Dialog besteht darin, dass ich mit ihnen die ganze Zeit sein soll! Sie anzunähern und in Form meiner Teilchen wahrzunehmen, weil sie wichtiger sind. Ich bin nur der Punkt Malchut, und sie – sind höher als ich. Ich soll daran arbeiten, denn es gibt keinen anderen Ausweg. Ich muss mich davon überzeugen, dass sie Teile meiner Seele sind.

 

Artikel des Tages, 19. Juni 2018

Was bedeutet es „Awiut zu offenbaren und zu senken“?

Wenn alle Freunde die Vereinigung anstreben, dann muss man sich nicht mit dem Negativen, sondern nur mit dem Positiven beschäftigen. Wenn man die Vereinigung anstrebt, dann wird gleichzeitig der Widerstand offenbart. Dabei versammeln sich alle neun Malchut, alle neun Keter und es gibt den Unterschied zwischen der allgemeinen Malchut und dem allgemeinen Keter. Dieser Unterschied der Potentiale wirkt auf den Freund ein, der sich gerade im Abstieg befindet, da er wie Malchut in Bezug auf die Freunde ist. Das ist bildlich dargestellt, da mir die Worte fehlen. Im Allgemeinen muss man sich der existierenden HaWaYaH anschließen: je mehr wir uns miteinander verbinden, desto mehr schließen wir uns diesem System an. Dieser Anschluss findet vorerst außerhalb von HaWaYaH statt, und zwar unterhalb des ersten Niveau. Ibur (Entstehung) symbolisiert schon den Eingang ins System HaWaYaH, und später folgen die 125 Stufen. Unsere Arbeit besteht nur in der Vereinigung, die uns grundsätzlich alle Empfindungen Keter, Malchut, den Unterschied zwischen ihnen, den Unterschied zwischen allen Keter und Malchut gewährleistet, den es in dem Parzuf gibt. Wir sollen nur die Vereinigung anstreben, anstelle diese oder jene Kraft zu offenbaren, denn das Streben zur Vereinigung wird auf dem Weg alles Wichtige offenbaren. Es ist nichts anderes notwendig, weder das Licht Chassadim, noch das Licht Chochma – nur die Vereinigung, der Angriff. Alles wird auf dem Weg in der richtigen Reihenfolge mit Hilfe der steigenden Vereinigung offenbart werden.

Wie können wir uns um die Bildung des Kli (Gefäßes) kümmern, anstelle uns um seine Füllung zu sorgen? Wie ist die Gewichtung auf die richtige Vereinigung zwischen uns zu legen, anstelle sich um etwas anderes zu kümmern: denn gerade die Vereinigung ist wichtig und nicht die Ergebnisse und Aufstiege? Wir bereiten dem Schöpfer den Genuss nicht durch Seine Offenbarung, sondern durch unsere Handlungen, um die richtige Verbindung zwischen uns zu erlangen: wie eine Mutter, die es genießt, dass ihre Kinder zurechtkommen. Wie können wir uns auf die festere innere Verbindung einstimmen?

* * *

Wie erlangen wir das Erwachen von den Freunden dank eigenem Neid? Wie kann ich selbst aufflammen, wie kann ich mich auf das Erwachen, das zu mir von den Freunden kommt vorbereiten? Unsere ganze Welt basiert auf dem Neid, ich sehe andere Menschen an – dieser ist reich, dieser ist stark, so lerne ich zu leben: ob sich etwas für mich lohnt, oder meinen Kräften obliegt, ich wähle aus, ich sehe mich ständig um, wie ich das neue Erwachen erlangen kann, die meinem Ziel entsprechen würden. Wie kann ich den inneren Neid gegenüber meinen Freunden offenbaren, obwohl dieses Gefühl unangenehm ist? Man muss sich die ganze Zeit gewaltsam dazu zwingen, sie als etwas Besseres zu sehen und dabei Spaß haben, unabhängig davon, dass ich daran leide, weil die Liebe, wie wir sagten, alle Mängel und Vorzüge der Freunde nicht auslöscht – erst dann kann ich vorankommen.

Wie ist die Größe des Ziels festzuhalten, um die Größe des Freundes zu erkennen, dass er besser ist, als ich? Wie ist die Größe des Ziels festzuhalten, um das Ziel zu erreichen und den Neid zu ertragen?

 

Artikel des Tages, 18.06.2018

Gestern haben wir im ersten Unterricht die Vorbereitung zum Kongress begonnen. Seit dem  gestrigen Unterricht sind 24 Stunden vergangen, und der Zustand hat sich geändert. Kann sein, dass die Begeisterung von gestern heute nicht da ist, und es ist gut so, denn die gestrige Errungenschaft soll heute ein Abstieg sein – sonst rücke ich nicht auf. Wie bewege ich mich fort – stelle das eine Bein vorwärts? Es  bleibt das andere Bein hinten, wenn ich das andere Bein nach vorne stelle. Und wieder steht das Bein, das voran war, hinten. Deshalb sollten wir uns beobachten – bin ich in der guten oder nicht so sehr guten Stimmung aufgestanden, bin ich heute von dem Unterricht begeistert oder nicht? Es ist schon Vergangenheit, es war gut, aber jetzt brenne ich nicht mehr.  

Ich muss jetzt verstehen, dass es ein Merkmal des Aufstiegs ist – so sollen wir aufrücken. Deshalb bin ich froh darüber, dass ich eine Schwere empfinde, das ich als ein kleines Kind oder als Neuling nicht aufgeregt bin. Jetzt soll ich wenigstens zu dem Zustand des Erwachens kommen der gestern war – wenn ich es mir als meine Arbeit vorstelle, und nicht als das Geschenk von Oben.

Deshalb muss man sich jedesmal prüfen: ob ich am Erwachen, an der Wichtigkeit arbeite, dass die Vereinigung, die das Herz des Kongresses und aller Unterrichte ist, so wichtig für mich ist, dass die sich im Zentrum der ganzen Realität befindet, und  ich mich damit identifizieren kann. Kurz gesagt, ich habe eine Arbeit über die ich froh bin, denn wenn es heute für mich schwieriger ist als gestern – bedeutet es, dass ich mich weiterentwickelt habe. Es bedeutet, dass ich mich jeden Augenblick prüfe, ob ich das gestrige Erwachen erreicht habe.

***

Stellen wir uns vor – ein Mensch ist buchstäblich neutralisiert: sein Egoismus ist antriebslos: es gibt keine Zukunft, nur die Finsternis, nichts begeistert ihn und nichts treibt ihn vorwärts. Wie können wir ihn praktisch erreichen? Wie sagen wir ihm nicht einfach nur: „komm, gehen wir zusammen aus zum trinken und zu quatschen – wir haben es schon hinter uns“? Wie können wir ihm das spirituelle Erwachen übermitteln?

Warum, wenn wir uns abgesehen von dem Freund der gefallen ist, mit den Punkten im Herzen trotz unserem Egoismus vereinigen, verleihen wir ihm so die spirituelle Kraft? Ist es nicht klar? Angenommen, dass du wie immer der arme Schlucker des Zehners bist und was machen die neun Freunde? Sie packen bewusst ihr Ego aus, setzen seine Wichtigkeit herab und heben die Vereinigung, die Punkte im Herzen, das Ziel des Werks und des Schöpfers hoch. Wenn auf dich aus Diskrepanz zwischen der Gruppen Vereinigung und der Abtrennung, der Wichtigkeit der Spiritualität und ihre Missachtung einwirken, so liefern sie dir die höchste spirituelle Kraft. Dank ihr wachst du tatsächlich auf und kannst diese Kraft verwenden, um fortzuschreiten und dich an sie anzuschließen. Mit deinem Abstieg hast du ihren Aufstieg herbeigerufen, und sie geben es dir zurück.

Bespricht es zusammen, wie geht ihr vor, wenn ihr im Begriff seid dem Freund zu helfen, der out ist? Es ist keine spirituelle Arbeit, mit egoistischer Kraft zu wecken – so handelt man in der materiellen Welt, die spirituelle Kraft ist ein Glaube über dem Verstand, das Geben über dem Nehmen, Bina über Malchut – der Unterschied zwischen den zwei Punkten.

 

Artikel des Tages vom 17.6.2018

Wieso spreche ich darüber und wieso kommt genau jetzt dieser Gedanke bezüglich des alten Automobils, zu mir? Weil wir in Europa viele Gruppen haben: „alte“ und nicht so „alte“ und völlig neue. Es gibt auch solche Menschen, die nicht in der Gruppe arbeiten. Wir müssen das berücksichtigen und uns anstrengen, uns alle zu einer Richtung zu führen, zu einer Anstrengung, zu einem „Zündung – System“.

Darin soll auch unsere Kraft beinhaltet sein, die sich schon einigermaßen in der richtigen Richtung befindet und versteht, kennt, wahrnimmt (das Wichtigste vor allem: wahrnimmt!) dass genau dort, in der Verbindung der Eingang in die wahre Welt ist. Und hier existieren wir im unbewussten Zustand, als ob wir im Nebel wären. Also, wir sollen verstehen, welche Verantwortung auf jedem von uns, der sich auf dem Weg befindet, liegt: er ist verpflichtet ein gewisser Abschleppwagen zu sein, der dieses „Wrack“ zieht, das nicht selbständig fahren will. Jeder soll sich daran beteiligen, hier steht uns eine sehr große Arbeit bevor: Attacke für die Verbindung.

Wir haben immer noch nicht bezüglich der Gespräche zwischen dem ersten und dem zweiten Unterricht, während des Kongresses, gesprochen. Ich denke, dass wir besonders zum ersten Unterricht reden sollen und eine Hommage an die gemeinsame Anstrengungen des europäischen Kli im Vorbereitungsprozess aussprechen.

Also, um es kurz zu sagen, steht vor uns eine große Arbeit und wir sollen nur eins verstehen, dass es überhaupt nicht am Kongress liegt. Es wäre wünschenswert, dass der Zustand  einer so großen Versammlung, Verbindung noch vor dem Kongress entstehen würde. Und der Kongress selber nur zu einem freudigen Ereignis wird. Damit die Stärke der Einheit noch davor entsteht, wir uns verbinden und innerhalb unser Verbindung alles offenbaren, was wir laut Programm offenbaren sollen.

***

Wie überprüfen wir die Richtigkeit der Handlung der Liebe zu den Geschöpfen, die der Liebe zum Schöpfer vorausgeht? Wie kümmern wir uns nur um die zwei Bedürfnisse des Geschöpfes, nur um die Verbindung und nutzen den Schöpfer ausschließlich dafür? Ansonsten werden wir uns „die Beine brechen“. Wie kommen wir dazu, dass wir uns um die Freunde mehr  kümmern, um die Verbindung der Gruppe, als um die Offenbarung des Schöpfers, des Ziel der Schöpfung? Kurz gesagt, wie kümmern wir uns um die Liebe zu den Geschöpfen, Freunden, mehr als um alles andere, ansonsten werden wir uns „die Beine brechen“?

Erinnert ihr euch, was Baal Sulam schreibt:“ Russland hat eine große Sünde begangen.“ Was ist da passiert? Sie haben den Schöpfer verlassen. Was bedeutet das aber? Weil die Liebe zu den „Geschöpfen“ das Wichtigste ist! Also, die Frage ist, ob es einen Widerspruch zwischen diesen beiden Stufen gibt, wenn wir die Liebe zu den Geschöpfen vor der Liebe zum Schöpfer platzieren? Wie kombinieren wir sie zusammen, aber zuerst nach der Wichtigkeit, nach dem Handeln, wo steht die Liebe zu den Geschöpfen?

Vielleicht wird es uns helfen (wie Rabash schreibt), dass ich hinter jedem Freund  den Schöpfer sehen soll? Unterscheide ich dabei zwischen dem Freund und dem Schöpfer? Also der Schöpfer ist Rosch (der Kopf) und der Freund ist Guf (der Körper) und so verhalte ich mich ihnen gegenüber.

 

Artikel des Tages vom 14.06.2018

Ausgewählte Ausschnitte aus dem Morgen Unterricht

Attacke für die Verbindung (9)

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Wir sind verpflichtet mit der Attacke für die Verbindung weiterzumachen. Ich sehe, dass wir dem entgegensteuern und vielleicht sogar Erfolg erzielen. Aber, ehrlich gesagt, wieso heißt das „die Attacke“? Weil wir den Zustand „die Söhne Israel haben aufgeschrien von der schweren Arbeit“ erreichen sollen. Dann werden wir ein integrales, riesiges, gemeinsames Verlangen zur Verbindung offenbaren, das unsere Seele darstellt. Und innerhalb dieser Seele werden wir die höhere Kraft offenbaren, unseren Schöpfer, der Sich uns offenbaren wird.

Auf der anderen Seite sind wir nicht imstande dies zu tun. Wir bemühen uns so sehr, wir strengen uns an in Richtung Verbindung, aber als Resultat kommt es so, wie es Rabash beschrieben hat: … der Mensch hat einen durchlöcherten Eimer und so viel Wasser er da hinein füllt, genauso viel fließt aus den Löchern raus. Und es bleibt nichts für den Menschen übrig.

So, von Mal zu Mal, benutzt der Mensch unterschiedlichste Methoden und Mitteln. Das können Freundes Versammlungen sein, Kongresse, Unterrichte, und abends

„ der Sohar“, die Verbreitung und alles Mögliche. Wir sehen, dass alle diese Mitteln unsere Verbindung nicht begünstigen, sondern vergrößern nur, ihren Mangel, unser Leiden.

Weil die Verbindung für uns klarer, verständlicher wird und es wird für uns mehr als der Platz, in dem sich der Eingang für höhere Dimension befindet, in „Glaube über dem Verstand“. Und je schneller wir nach vorne rennen, desto schneller rennt sie von uns davon und breitet sich dabei aus und entfernt sich von uns.

Dann sehen wir, dass wir einerseits nicht richtig im Stande sind sie zu erreichen, andererseits aber müssen wir sie erreichen, weil wir sonst keine Lebenskräfte haben werden. Und noch mehr: wir werden nicht fähig dem Schöpfer Genuss zu bereiten, wenn wir die Eigenschaft des Gebens nicht erreichen werden.

 

Deswegen entsteht in uns „der Schrei“, „das Gebet“. Hier offenbaren wir, dass das leidenschaftliche Gebet, der Schrei, die erwünschte Handlung ist, die uns die Möglichkeit gibt die Hilfe des Schöpfers zu offenbaren. Also die Kraft des Gebens, die zu uns kommt. Auf diese Weise fangen wir an auf dem spirituellen Niveau zu arbeiten.

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Es tauchen auch solche Möglichkeiten, in Nutzlosigkeit dessen ich schon überzeugt wurde auf und ich war auch schon deswegen verzweifelt. Diese Möglichkeiten haben in mir eine Spur des geschmacklosen, faden und leeren Geschmackes hinterlassen. Ich muss mir aber sagen, dass ich nicht dieses als Möglichkeiten empfinden soll, sondern in Jeder von ihnen eine Chance für den Schöpfer zu arbeiten sehen soll. Es ist gut, dass der Schöpfer mir so einen Zustand geschickt hat, den ich nicht genießen kann. Dann bitte ich um die Möglichkeit, für den Schöpfer handeln zu können.

Das bedeutet, dass wir alle Geschmäcker verloren haben; das Streben, die Energie verloren haben. Wir werden nicht mehr nach vorne gezogen, wir haben nicht mehr frühere Kraft, die uns zum Ziel führt oder vom Ziel abstößt. Genauso ein Zustand ist der Fortschritt, weil ich jetzt nicht nach vorne renne und mich nicht mit Hilfe des Egos anzünde. Das Ziel ist jetzt nicht so schnell erreichbar wie früher, als der Egoismus mich angestupst hat. Wenn ich jetzt aber auch nur sehr wenig Kraft für das Voranschreiten zum Ziel forme, wird das mein persönliches Voranschreiten, meine persönliche Wahl. …

So erlange ich die Absicht fürs geben, weil es absolut klar ist, dass es für mich keinen Nutzen in dieser Sache gibt, ansonsten würde mein Egoismus mir helfen. Ansonsten würde ich nach solchen Handlungen streben, weil ich daran Genuss empfinden würde. Es ist so, wenn der Mensch sich nicht nur, in der Verzweiflung von seinen Handlungen, sondern auch vom Ziel befindet, dann hat er die Möglichkeit mit Hilfe des Gebetes, mit Hilfe der Freunde, selbstständig, eine neue Etappe zu entwickeln, zu beginnen.

In dieser Etappe arbeitet man nicht durch egoistischen „Brennstoff“, sondern auf der von oben erhaltenen Neigung und das Streben zu etwas Anderem.

Wie gehen wir von der Arbeit mit der inneren und egoistischen Energie, für das Ziel, in einen Zustand über, wo wir an der vorherigen Arbeit verzweifeln und nach neuen Formen, der Arbeit, zu suchen?

Artikel des Tages, 13.06.2018

Jeder kommt zum Unterricht in einem unerwünschten Zustand. Wie kann man sich heute so einstellen, dass wir unabhängig vom gestrigen Problemkorb, mit allen nicht wirklich zielstrebigen Wünschen, mit der ganzen Schwere von den gestrigen nicht realisierten Bestrebungen die Attacke organisieren? Die Vereinigung ist das Ziel, die Attacke – das Mittel, und wir sind die Vollzieher. Was geschieht, was hat jeder im Korb? Kann sein, dass der Korb sich in einen Rucksack verwandelt und jeder hat ein Schutzmittel und Angriffsmittel darin, oder ein Buch das uns sammelt und ausrichtet. Wie organisieren wir den Angriff auf die Vereinigung? Lasst uns im Zehner darüber sprechen.

Wie nehmen wir alles was gestern war, sortieren es aus und beginnen mit dem nützlichen, wichtigen, notwendigen, aktuellen Material zu arbeiten? Mit dem Übrigen beschäftigen wir uns später und so sammeln wir jedes Streben, jede Ausstattung die wir brauchen. Kurz gesagt, so organisieren wir uns allmählich für den Angriff.

Wie sollen wir aus allen unseren Zielen die wir für uns bestimmen unsere Rede zum Schöpfer organisieren? Unsere Waffen und Informiertheit sind nützlich, aber die erfüllende Kraft ist immerhin der Schöpfer. Wenn wir den Zustand „und stöhnen die Söhne Israels von der Arbeit“ erreichen?

* * *

Ist uns klar, welche Art des Angriffes wir verwenden können? Welcher Zehner versteht und bestimmt die Art des Angriffes, den man anwendet?

Im Verlauf dessen, dass Sie sagten – einer war einer Vorstellung, ein anderer bei der Großmutter und über all das muss man den einheitlichen Gedanken bilden, mit dem wir schlafen gehen – der Gedanke über die Vereinigung, mit dem wir Morgen zum Unterricht kommen, damit jeder am Ziel ausgerichtet und nicht für sich selbst da ist.

Ich habe es nicht verstanden… ich kehre von der Großmutter zurück, einer von der Hochzeit, ein anderer aus dem Gericht, noch ein anderer vom Fußball, wobei wir nicht wissen, wer gewonnen hat… und morgen früh versammeln wir uns, na und?

Wie wir schon besprochen haben – nur ein Gedanke über den Zehner hält uns zusammen  und lässt nicht zu, dass wir dem Übrigen verhaftet sind.

Jetzt treffen wir unter uns eine Vereinbarung, dass alle Ereignisse, die im Laufe des Tages geschehen werden, unsere Vorbereitung auf die Vereinigung ergänzen. Gut, wir haben es gemacht. Jeder hatte irgendwelche Ereignisse – die Tante, den Fußball, die Freunde, sonst was, wir kommen  zum Unterricht, jeder mit den eigenen Eindrücken. Was sollen wir mit unseren Eindrücken tun?

Wir sollen diese Ereignisse bearbeiten, sie sind uns für den Aufstieg von Oben, vom Schöpfer gegeben. Was bedeutet „für den Aufstieg“? Sicher ist alles zum Wohl, aber dieses Wohl kann entweder ein langer oder ein kurzer Weg sein, wie kann man den nutzen? Wie können wie heute den gestrigen Tag fortsetzen, damit „heute“ in Beziehung zum „gestern“ steht?

Heute war ein besonderer Unterricht, alle waren ein wenig benebelt, schläfrig und es ist gut so. Man muss es jetzt überwinden. Was rät ihr, wie kann man zu einem „starken“ Unterricht hinaufsteigen?

 

Artikel des Tages vom 12. Juni 2018

Was bedeutet eigentlich die Verzweiflung, besonders im Zehner? Woher stammen die Kelim (Gefäße) dafür, was ist das?

Die Verzweiflung im Zehner bedeutet, dass wir das besondere Leuchten von oben erlangen können, weil alles Mögliche vom Licht stammt. Es gibt nichts, was von uns stammt: uns kommt es nur vor dass wir verzweifeln oder uns ärgern – das alles ist aber das Leuchten von oben, welches absolut alles gewährleistet und von oben stammt. Dieses Leuchten verleiht uns die Empfindung der Verzweiflung. Dir scheint es nun so zu sein, dass du gehst und keine anderen Varianten, Möglichkeiten hast, dass du hier keinen Erfolg erzielen wirst. Dann schreit man – man schreit, um die wahre Arbeit zu erlangen, mit der ich dem Schöpfer Genuss bereiten kann und ich erkenne nicht, dass sich nur diese Möglichkeit in meinen Händen befindet – das Einzige, was ich jetzt machen kann.

Es ist klar, dass diese Verzweiflung egoistisch ist und wir den Unterschied zwischen der Verzweiflung gesucht haben, die mit dem grundlosen Hass verbunden ist: der Unterschied zwischen der spirituellen und materiellen Verzweiflung.

Die spirituelle Verzweiflung bedeutet – dass ich dem Schöpfer keinen Genuss  bereiten kann, kein Kli vorbereiten kann, der sich offenbaren und genießen kann. Ich soll die rechte und die linke Linie in der mittleren Linie verbinden, um darin zu offenbaren, dass Er Genuss infolge meiner Arbeit empfindet. Worin besteht meine Arbeit? Meine Arbeit besteht eben in „sie stöhnten“. Ich soll die Verzweiflung erlangen, der Kli vorbereiten, alles andere kommt von oben. Realisiere ich etwas eigenhändig? Aber mit Hilfe verschiedener Bemühungen im Zehner, wenn wir uns gemeinsam bemühen. Wir bemühen uns und erlangen das besondere Leuchten – die Verzweiflung, dann schreien wir auch hinauf. Diese Zustände offenbaren sich in uns stufenweise – wir schreien hinauf und erlangen die Offenbarung – so können wir jetzt arbeiten.

Ist diese Empfindung im Kli des Gebens das Ergebnis der Arbeit der Verzweiflung?

Nein, denn wir haben noch kein Kli des Gebens, wir warten nur darauf, dass er offenbart wird. Wir schreien, weil sich unsere Kelim noch unter der Macht des Pharaos befinden. Wir offenbaren, dass sich unsere Selbstsucht ständig darin befindet, dass wir nichts geben können. Woher kommt, zu uns, die Kraft des Gebens? Wir schreien nur, dass wir nicht in der Lage sind, etwas zu tun, aber mit Hilfe der Bemühungen erlangen wir den Zustand, in dem wir angeblich etwas wollen, aber nichts können. Diese zwei Bedingungen heißen die Verzweiflung infolge der Arbeit.

Es sieht so aus, dass wenn ich verzweifelt bin, dann bin ich auch einverstanden in diesem Zustand zu bleiben.

Nein, wenn du weinst, schreist und bittest – bist du dann einverstanden?

Aber wenn ich die Kräfte habe, um zu schreien und die Überzeugung darin, dass der Schöpfer mir helfen kann?

Nein, du verwechselst das mit den Zuständen, die du in dieser Welt empfindest. Hier gibt es die Verzweiflung nur infolge deiner Handlungen und nicht wegen dem Ziel oder dem Wunsch das Ziel zu erreichen: du verzweifelst an der Methode, entsprechend welcher du handelst. Du siehst auch keine andere Methode. Wenn sie sich aber offenbaren würde, dann würdest du sie ergreifen und deine Arbeit mit der noch größerer Bemühung fortsetzen. Die Verzweiflung kommt nur infolge der Arbeit. Die Methode entsprechend der ich handele ist vorerst egoistisch, ich annullierte die Selbstsucht noch nicht und befinde mich in der Macht des Pharaos – deshalb stöhnten die Söhne Israels von der Arbeit. Sie wollen eine spirituelle Handlung begehen, sehen aber nicht wie sie zu realisieren ist, aber empfinden schon, dass es hier die Handlung eines anderen Charakters, aus einer anderen Welt geben soll.

Warum gibt es in diesem Zustand die Überzeugung darin, dass der Schöpfer uns jetzt helfen kann?

Weil das Verlangen des Gebens, das Verlangen, die Verschmelzung mit dem Schöpfer zu erlangen, bleibt und ich zweifle nur an meiner Arbeitsmethode.

Ich weiß nicht, wie es richtig zu beschreiben ist – der Angriff „auf“ die Vereinigung, oder „für“ die Vereinigung, oder „gegen“ alle Hindernisse auf dem Weg zur Vereinigung. Das ist euch doch klar? Der Angriff soll so lange andauern, bis wir die Vereinigung und darin die Höhere Kraft offenbaren werden, das heißt der Angriff soll nicht aufhören und ständig andauern. Es ist unser Leben und wir sollen in der Bürgschaft, in der gegenseitigen Hilfe alle behüten, weil der Angriff allgemein für alle Freunde erfolgen soll und nicht individuell. Eben darin besteht  unser Problem, weil wir individuell nicht dazu kommen können. Wir können auf dem Weg verschiedene Begriffe kennenlernen, aber den Zustand, welchen wir – als die letzte Generation begreifen sollen – ist ein Zustand, der gerade in unserer Vereinigung offenbart werden soll, entsprechen unserer individuellen Bemühung. Ja, es gibt hier die Konkurrenz und der Neid kann uns helfen, wobei der Neid positiv sein kann: wenn ich die Handlungen beneide, bei denen jeder seinem Freund hilft und ich mit meiner Hilfestellung noch im Verzug bin. Folglich greife ich alle an, weil ich allen helfen will sich zu verbinden. Wenn ich danach suche, wo ich die eigene Teilnahme einsetzten kann, dann ziehe ich alle Möglichkeiten in Betracht, die jeder von uns hat, um die Vereinigung zu beschleunigen, denn wir sollen hier – wie im Angriff sein. Der Angriff kann auch auf die Vereinigung sein und dieser Zustand ist auch richtig.

 

Artikel des Tages vom 11. Juni 2018

Unsere Arbeit besteht darin, um alles was mit uns geschieht, Ihm zuzuschreiben. Auch unseren Erfolg. In allem was geschieht haben wie keine andere Arbeit, als nur mit Ihm. Wir sollen auch unsere Sprache kontrollieren, damit sie sich so verändert, dass der Schöpfer alles macht und nicht wir in der Verbindung zwischen uns (wie darüber in den Freundes-Liedern gesungen wird). Nicht ich erledige alles wenn ich von meiner Liebe spreche, sondern in dem Maße, indem ich die höhere Kraft erwecken kann, die das macht. Wir sind keine Helden, der einzige Held ist der Schöpfer. Man muss den Akzent ändern: über wen reden wir, auf wen sind wir ausgerichtet, wer macht alles von der Seite des Bösen und bereitet für uns die Bedingungen, damit wir Ihn brauchen werden und zum Guten kommen.

Von welchem Krieg wird gesprochen? Sie haben gesagt, dass dieser Krieg zwischen dem Guten und dem Bösen ist.

Die Macht. Die Macht über dem Menschen.

Wie macht man das? Wie erweckt man diesen Krieg?

Der Mensch überprüft sich, was in ihm spricht.

Was bedeutet das? Was muss ich tun?

Worüber denke ich, was verstehe ich, was nehme ich wahr, wie höre ich, wie rede ich, was bewegt mich? Ich denke über die gute Zukunft, über den guten Zustand: Erfolg zu haben, mehr Sicherheit zu bekommen in jedem meiner Zustände und so weiter. Oder ich denke über dies alles, aber gegenüber der Gruppe? Ständig nur an die Gruppe, alles befindet sich außer mir.

Heißt das, dass ich offenbaren soll, dass ich mich ständig in dem Streit zwischen diesen beiden Sachen befinde?

Zwischen den beiden Eigenschaften in dir. Und ständig alles in die Macht der Vielen verlegen.

Der Mensch ist aber nicht imstande dies zu tun und dann braucht er die Hilfe?

Du hast jemanden an den du dich wenden kannst: an die Freunde, damit sie dir mit Arvut helfen und an den Schöpfer.

Ist das der Krieg?

Es gibt nichts anderes. Nur dieses kleine Territorium.

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Was sind „die Gedanken zum Wohle des Nächsten“?

Die Gedanken, die Wünsche, die Handlungen zum Wohle des Nächsten bedeuten, dass ich den Nächsten wahrnehme, ich spüre was er will und mache alles im Einklang mit seinem Verlangen. Das ist alles. Alleine kann ich natürlich nichts für den Nächsten tun. Ich wende mich aber an den Schöpfer, damit der Schöpfer für ihn das macht, was Er will. Als ob ich zum Schöpfer sprechen würde:“mach für ihn das Gute und ich bezahle!“ Verstehst du das?

Ein Beispiel aus unserer Welt: wir sind befreundet, wir gehen aus der Bar raus. Ich bin betrunken, ich verstehe nichts. Du bringst mich zum Taxi, gibst dem Taxifahrer 100 Schekel und bittest mich nach Hause zu fahren.

Ich bin nicht fähig das auf die natürliche Weise zu tun.

Bist du nicht fähig das zu tun? Ich glaube dir.

Kann ich an das Wohl des Nächsten denken? Ich bin doch ein kleiner Egoist?!

Unternimm solche Handlungen, auch wenn du es nicht willst. Begreife dieses Beispiel und tu es. Du kannst anstatt den Freund, den Schöpfer bitten, dass Er die Korrektur macht. Du kannst nicht, der Freund kann nicht, der Schöpfer kann aber. Er antwortet nicht auf die persönliche Anfrage des Freundes ihn zu korrigieren. Als Antwort aber auf deine Bitte für den Freund, macht Er das. Das bedeutet, dass „der Mensch  seinem Freund helfe“.

Wann kommt der Nutzen davon?

Wenn du die Freunde haben wirst, die für dich bitten werden, wirst du spüren welchen Nutzen du davon hast. Wenn du dich zur Spiritualität bewegen willst, wird das erst dann passieren, wenn deine Freunde für dich beten werden. Sie werden sich an den Schöpfer wenden und sagen:“ wir bezahlen, Hilf ihm bitte!“. Und Er wird das tun, weil das das Geben ist. Wie kann es anders sein? Du denkst, dass etwas anderes Arvut heißt? Das ist das höhere System und es wird dir erklärt, wie es funktioniert. Der Mensch kann nichts für sich selber tun.

Muss ich das tun auch wenn ich nichts verspüre?

Du sollst das annehmen, was dir die Kabbalisten sagen und handeln. Dann bekommst du von der Praxis ein Gefühl. So macht ein Kind das, was die Erwachsenen tun. Erst danach fängt er an zu verstehen, was das bedeutet. Das nennt man die Erziehung durch die Nachahmung. „Aus Deinen Taten werden wir Dich erkennen“.

Artikel des Tages vom 10. Juni 2018

Welche Handlung für die Verbindung ist am effektivsten? Das Gebet oder gibt es noch etwas?

Die effektivste Handlung für die Verbindung ist: wenn ich nicht mich wahrnehmen will, sondern den ganzen Zehner, ganz Bnei Baruch. Das ähnelt dem, wie man sich um das kleine Kind kümmert. Du nimmst nur das Kind wahr und alles andere sind nur die Mittel um sich um ihn kümmern zu können. Das ist die beste Handlung, wenn jeder sich so sieht. Und wenn es gelingt, indem  du dir die Verbindung vorstellst, beginnst du das zu spüren, was dort geschieht. Als ob das System der höheren Welt sich von der Ferne dir annähern würde.

Wir sind einen langen, guten Weg gegangen und deswegen fordere ich euch auf, die letzte Anstrengung vor dem Auszug aus Ägypten zu unternehmen: sich zu bemühen. Alles andere macht das Licht. Wir sollen aus dem Druck auf die Verbindung nur das offenbaren, was uns daran hindert: den bösen Trieb. Sobald er erscheint, verstehen wir, dass es unmöglich ist uns zu verbinden. Und dies kommt nicht von der Faulheit, Müdigkeit oder ähnlichem. Wir sehen, das dies unrealisierbar ist. Wir sehen, dass alles die höhere Kraft macht, dass dies höher als wir ist. Dann wenden wir uns an den Schöpfer.

Das ähnelt dem, wenn das Kind das älter ist, den Kleineren beleidigt hat. Der Kleine weint und wendet sich an die Mutter. Was kann er noch tun? Versteht ihr diese Situation? Also, genau zu so einer Situation sollen wir kommen. Alle diese Sachen sollen sich nach der Kette der Wahrnehmungen und Handlungen ereignen, auf eine natürliche Art und Weise. Man muss ständig drücken und nochmal drücken. Aus der Aussichtslosigkeit wird das in einen Schrei übergehen und dann bekommen wir die Hilfe.

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Ich möchte, dass ihr in der Suche nach dem neuen Weg, zusammen seid. Wir sollen diesen Weg finden. Wir sind im Prinzip die erste Generation, die Pioniere der letzten Generation.

Ich wünsche mir, dass wir nachdenken, welche Übungen wir vor dem Kongress machen können. Oder vor jedem Unterricht. Damit wir die Zehner noch mehr zusammenschweißen (oder die Achter, wie das am Kongress sein wird). Wie machen wir es so, dass die Menschen verstehen, dass der Erfolg von der Verbindung zwischen ihnen abhängt, von ihrer inneren Annäherung? Deswegen muss diese Frage dem ganzen Zehner gestellt werden. Und die Antwort kommt aus dem Zentrum des Zehners, aus ihrer tiefsten Mitte. Wenn alle zusammen sitzen und zwischen sich das Zentrum der Ausrichtung auf das Ziel erschaffen, die Konzentration der Kraft und des Verlangens. So ein inneres Zentrum des Zehners, wo man sich im voraus freut, wo man darauf wartet, dass sich uns der Schöpfer offenbart.

Das Wichtigste ist aber, was wir wie bis jetzt auch sehen (und wahrscheinlich wird es sich nicht ändern), dass wir zur Offenbarung des Bösen kommen müssen. Das Streben zur Verbindung muss so groß sein, dass wir wahrnehmen wie wir diesen Platz der Verbindung „erwärmen“. Dieses Zentrum zwischen uns wird zu einem heißen Metallball, der seine Wärme in alle Richtungen ausstrahlt. So stark, wie wir in diese Verbindung rein möchten! Dann wird uns offenbart, dass wir dazu nicht fähig sind, weil uns etwas daran hindert. Wahrscheinlich nähern wir uns dem und dem reinkommen, wir verbinden uns aber nicht, wir können uns nicht miteinander „verschmelzen“ und jeder bleibt mit seinem „steinernen“ Herzen, das nicht zur Lava wird und deswegen können wir uns nicht verbinden.

Wir sollen spüren wie stark dieser innere Widerstand ist. Genau das nennt sich „das steinerne Herz“. Diesen Stein ist es unmöglich zu schmelzen. Hier hilft nur das Gebet an den Schöpfer, nur Er weiß, wie man unsere Herzen „schmilzt“ und daraus einen einheitlichen „Teig“ macht.

 

Artikel des Tages vom 7. Juni 2018

Warum sollen wir „den Angriff“ auf die Vereinigung durchführen?

Weil wir den bösen Trieb anders nicht offenbaren können. Alles, was wir in dieser Welt haben, alle „schmutzigen“ Gedanken der Menschen und die Handlungen der Tiere – wird als der böse Trieb bezeichnet und gehört zum tierischen Niveau. Wir offenbaren das menschliche (sprechende) Niveau erst dann, wenn es sich um den Konstrukt „Adam“ handelt. Es geht um die Verbindung aller Verlangen in die Struktur des einheitlichen Parzufs – HaWaYaH. Wir haben diese Struktur noch nicht gebildet. Wenn wir uns dieser Struktur annähern wollen, dann sollten wir die Anstrengungen in der Verbindung zwischen uns machen: und zwar entsprechend dem, was uns die Kabbala, die Kabbalisten, die Urväter, unsere Lehrer vorschreiben.

Deshalb haben wir eine Pflicht, die Vereinigung, die Bürgschaft, die Einheit, das Bündnis – all diese Eigenschaften zu erlangen. Wenn wir auf die Vereinigung „drücken“, dann können wir diese „Schlange“ aufdecken, die sich irgendwo dort, hinter unserem „Steinberg“ versteckt. Denn unsere Herzen sind – wie der Felsen, wobei sich die Steinchen dieser Felsen miteinander nicht verbinden wollen. Wenn ihr aufeinander drückt, dann beginnt „die Schlange“ heraus zuschauen, die sich zwischen uns versteckt und nur so können wir sie offenbaren.

Das ist nicht der böse Trieb, an welchen die Menschen immer denken, dass er in ihrem Leben, in unserer ganzen Welt, in den Beziehungen zwischen den Familien, den Menschen, den Völkern usw. anwesend ist. Der böse Trieb zeigt sich nur gegen die Vereinigung, weil die Vereinigung für ihn seine Geburt symbolisiert. Der böse Trieb hat sich nach dem Zerbrechen des verbundenen Ganzen gebildet und stirbt, wenn die Vereinigung korrigiert wird, wird er wieder hergestellt.

Deshalb müssen wir in die Verbindung investieren, den Angriff auf die Vereinigung begehen, den bösen Trieb wecken, um ihn deutlich zu erkennen, wenn er sich zeigen wird. Wir sollen gerade darauf bei der Vereinigung gerichtet sein und werden diesen bösen Trieb als Hindernis gegen die Vereinigung offenbaren, wonach wir den Grund für unser Gebet finden. Folglich werden wir erkennen, wie schwach wir sind: wir werden die eigene Kraftlosigkeit vor der Verbindung offenbaren – jeder einzelner von uns und alle zusammen.

Dann wird der beschriebene Zustand „Die Söhne Israels haben infolge der unangemessenen Arbeit ausgesöhnt“ offenbart.

Lasst uns anschauen, wie wir an diesem Angriff auf die Vereinigung herankommen, um den Prozess der Aufspürung des bösen Triebes und später seiner „Verbrennung“ zu beginnen.

Ich wende mich an alle unsere Gruppen in Israel und im Ausland, besonders in Europa – es wäre wünschenswert, wenn sie am sonntäglichen Morgen Unterricht teilnehmen würden, weil wir dort all das besprechen werden, was auf dem Kongress geschehen wird, um daraus einen Ort unserer Vereinigung zu schaffen. Das wird interessant sein und wir werden Vieles daraus lernen.

Was ist der Kli (Gefäß) im Zehner?

Kli im Zehner ist unser allgemeines Verlangen, welches wir aus den einzelnen Punkten im Herzen bilden. Wir sprachen darüber, dass unsere Punkte im Herzen „brennen“, sie fragen uns: „wofür wir leben?“- sie wollen erkennen, worin der Sinn und das Wesen des Lebens besteht. Hierfür sollen wir sie ins einheitliche System verbinden, wobei es nicht  genügt sie bloß zur Einheit anzustoßen. Wir brauchen das höhere Licht, das uns hilft, diese Punkte miteinander zu verbinden, um jeden einzelnen Punkt aus dem Ego herauszureißen. Wir sollen buchstäblich jeden einzelnen Punkt im Herzen aus unseren Innereien herausziehen, die sich nach dem Ziel der Schöpfung richten, um diese von allen anderen Zielen zu reinigen, zu deren Erreichung wir jedes Mal fliehen.

Wenn diese Punkte korrigiert werden, dann sollen sie miteinander verbunden werden: wir sollen uns  bemühen, darauf zu drücken, damit sie vereinigt werden. Es ist quasi notwendig, diese einzelnen Punkte zu schmelzen, damit sie zu einem Punkt verschmelzen. Folglich werden wir empfinden, in welchem Ausmaß wir dieser Handlung widerstehen und wie „die Schlange“ hervortritt, die sich dort „in den Felsen“ dieser Punkte verbarg.

Dann werden wir bitten und schluchzen, weil wir uns sehr vereinigen wollen, aber dort „die Schlange“ offenbaren, die sich stark unserem Willen widersetzt.

Diese zwei Kräfte kämpfen miteinander und das wird immer so sein. Wir haben auch heute studiert, dass „das Eine kommt, um das Andere zu beweisen“ und wir beginnen tatsächlich, den Schöpfer zu brauchen. Wir kommen auf diesem Wege mit Hilfe des Lichtes voran, das zur Quelle zurückführt. Wir erlangen die erste Verbindung, innerhalb welcher wir die höhere, neue spirituelle Stufe offenbaren. Das ist eben der Weg. Wir werden hoffen, dass wir uns auf diesen Zustand auch auf dem Kongress vorbereiten werden.

 

Artikel des Tages, 6. Juni 2018

Welche Form der Vereinigung im Zehner wird uns ermöglichen, gegen das Böse zu kämpfen?

Offenbart ihr das Böse untereinander? Wenn ihr das Böse in seiner materiellen Form offenbart, dann genügt das noch nicht, weil man sich darin bemühen soll, in den Herzen vereinigt zu werden. Das heißt, wir müssen unser materielles Leben und das spirituelle Ziel voneinander trennen: entsprechend unserem spirituellen Ziel sollen wir in unserem Verlangen, in unseren Erwartungen verbunden sein, und zwar unabhängig davon, wo wir uns physisch befinden, ob nah oder fern voneinander, ob es zwischen uns irgendwelche materielle Streitigkeiten gibt. Es gibt doch in der Familie auch Streitigkeiten zwischen dem Vater und der Mutter oder zwischen den Eltern und den Kindern, aber es gibt auch den Punkt, der unabhängig davon alle vereinigt und zusammen festhält. Auch hier muss man verstehen, dass es verschiedene Konflikte auf dem materiellen Niveau geben kann, aber sie betreffen nicht den Punkt der Vereinigung, an welchem ich mit den Freunden verbunden sein soll, um die Seele zu bilden. Dort gibt es diese Konflikte auf dem materiellen Niveau und hier gibt es sie auf dem spirituellen Niveau und ich achte nur auf meinen bösen Trieb, den ich aus allen übrigen materiellen Eigenschaften meines Tieres hervorhebe. Der böse Trieb  gestattet mir nicht, vereinigt zu werden, er stößt ab, stößt mich von der Vereinigung ab und nur hier gibt es die Arbeit, hier ist eben die Hauptarbeit. Wir sollen den Zustand erlangen, in welchem wir gemeinsam sitzen und alle materiellen Zustände wegwerfen, wir verzichten auf alles, was für uns unwichtig ist – aber wir sehen aus den Punkten im Herzen deutlich, dass wir nichts machen können. Dann weinen wir, wir trauern darüber, dass wir nicht in der Lage sind uns zu verbinden und diese Empfindung des Kummers führt uns zum Gebet, zum Schöpfer hin. Das ist eben das zerbrochene Herz.

* * *

Wenn ich verbreiten soll, dann fühle ich sofort den inneren Widerstand, aber wenn ich etwas dafür machen soll, um den Freund zu mögen, dann bleibt die Kraft, die mich abstößt, vor mir verborgen. Warum ist das so?

Sie hat keinen Ort, um sich darin zu offenbaren: es gibt zwischen uns keine Verbindung, mit der wir den bösen Trieb offenbaren können, um anschließend um das Gute zu bitten. Das Gute können wir nicht offenbaren, denn das Gute ist der Schöpfer – Er steht jetzt vor uns und wir sollen das Böse offenbaren, um darüber hinaus den Schöpfer zu offenbaren.

Soll ich meine Freunde innerlich mögen und dann wird alles geschehen?

Was bedeutet innerlich? Ja, innerlich. Wie kannst du denn noch mögen, äußerlich?

Ich verstehe nicht, wie  ich das innerlich machen soll?

Du sollst empfinden, dass ihr in der inneren gegenseitigen Verbindung das einheitliche Verlangen erlangen werdet, worin sich der Schöpfer offenbart, weil man Ihm nur so  Genuss bereiten kann. Der Schöpfer bekommt nichts von dir, wie die Mutter, die ihren Kindern sagt: „ich will, dass ihr euch vereinigt, um gut miteinander zu spielen, um einander zu helfen, damit ihr die Freunde, die wahren Brüder seid. Wollt ihr mir Genuss bereiten? – Bitte, kommt zu mir, ich will sehen, dass ihr vereinigt seid“. Kommt nur einer heran und sagt: „Mutter, mit mir ist aller in Ordnung“. „Was ist denn in Ordnung? Wo ist dein Bruder?“ Kommt der zweite heran und sagt dasselbe. Beide sollen gleichzeitig zu ihr kommen, um ihr dadurch die Freude zu bereiten.

 

Artikel des Tages vom 5. Juni 2018

Sie sagten, dass Sie darauf hoffen, dass es für uns in den neuen Zehnern unkomfortabel und ungewöhnlich sein wird. Wie können wir diesen Zustand beibehalten?

Wir haben uns hier versammelt, um der neuen Gesellschaft den Grundstein zu legen, wir sprechen darüber nicht zum ersten Mal in den vergangenen 20 Jahren, sondern wir sprechen darüber jeden Tag.

Wie können wir diesen Zustand jeden Tag erleben?

Wir sollen uns, die ganze Zeit darin bemühen, im Punkt vereinigt zu werden, in dem sich die Kraft des Gebens und der Schöpfer befinden: wir – seitens des Kli (Gefäßes), Er – seitens des Lichtes.

Wie ist die Arbeit im Zehner zu intensivieren? Was hängt von mir ab und was ist von den Freunden abhängig?

Die Intensität der Arbeit im Zehner hängt von uns allen ab, deshalb haben wir am Anfang des Weges ein Bündnis und die Bürgschaft abgeschlossen: „der Mensch soll seinem Nächsten helfen. „Wir sind verpflichtet, aufeinander zu drücken, einander anzuzünden, maximal voneinander zu fordern – den Druck ausüben, die Beispiele vorzuführen. Wenn wir das Zentrum der Gruppe nicht offenbaren, worin wir alle unsere Punkte im Herzen verbinden wollen, um sie dort in einen Punkt zu vereinigen – dann haben wir hier nichts zu tun, wir verbrennen einfach unser Leben.

* * *

Ihr könnt euch aufteilen oder es doch nicht tun, hier geht es nicht um den Druck, oder um den Wechsel des Zehners, sondern es geht um die intensiviere innere Arbeit, um die neue Arbeit – das ist eben das Wichtigste. Was ist der Unterschied zwischen den Gesichtern, die sich neben mir befinden, ob es diese Personen sind, oder andere sind, das alles ist unwichtig. Vielleicht waren die alten Zehner effektiver, aber ihr habt jetzt so entschieden. Für mich ist das Wichtigste, dass diese Erneuerung nicht auf dem materiellen, sondern auf dem spirituellen, inneren Niveau erfolgt, weshalb lasse ich die Gesichter, die Eigenschaften der Menschen, alles was diese Welt angeht außer Acht.

Der Punkt im Herzen bezieht sich nicht auf diese Welt, ich will nur die Punkte im Herzen meines Zehners vereinigen, diese aus dem Herzen herausreißen, weil sie nicht dem Herzen gehören. Wir sollen nur das Streben zum Schöpfer, zu Geben, zur Vereinigung und alle erhobenen spirituellen Eigenschaften der höheren Welt zusammen mit unserem Streben vereinigen – denn das wird schon ein Gebet sein. Lasst uns beginnen, daran zu arbeiten, bis der böse Anfang offenbart wird und unsere Arbeit verhindert. Dann werden wir beginnen, einerseits den guten Anfang, das Streben zur Vereinigung empfinden und andererseits den bösen Anfang, der uns verhindert. Folglich werden über zwei Kräfte des spirituellen Geschöpfs verfügen.

 

 Artikel des Tages, 04.06.18

Während der gesamten Woche sprechen wir bezüglich des Glaubens über dem Verstand. Ich habe die ganze Woche versucht euch  das Thema näher zu bringen und merke, dass wir den entgegengesetzten Zustand behandeln sollen – den Hass. Den haben wir nicht – wir empfinden keinen Hass zueinandern, wir sind gleichgültig. Wir sitzen, sprechen, singen – gestern habe ich euch bei der Freundes Versammlung gesehen – alles läuft problemlos – und es ist nicht gut. Es ist ein Merkmal, dass wir die guten Kräfte nicht ausreichend verwenden, um das Böse zu enthüllen.

Ich fühle eure Abneigung gegenüber dem Thema des Glaubens über dem Verstand. Wir kauen das Thema durch und erreichen nichts.

Nur eine Woche und es reicht euch schon? So fühle ich.

Wunderbar! Ich hörte es ständig im Laufe von einigen Jahren und verstand nicht, worüber er (Rabash) spricht. Der Glaube über dem Verstand! Was ist das? Ich verstand nichts. Sah ihn an wie ein Hund sein Herrchen sieht und nichts versteht, was er von ihm will.

Warum haben wir keine Abneigung gegenüber den Freunden und gegenüber allem, was hier geschieht – wir empfinden keine Abneigung und keinen Hass, und zu diesem Thema ist schnell der Hass entstanden?

Nein, nein, es kann in uns keinen Hass wecken, weil wir es nicht verstehen. Der Hass kann nur unter der Bedingung entstehen, dass du verstehst, wozu du verpflichtet bist, aber deine ganze Natur ist dagegen. Bezüglich dem Glauben über den Verstand empfindest du es nicht, weil du nicht weißt, was es ist, du weisst aber, was Vereinigung ist. Wenn mir gesagt wird, dass ich mich mit den Freunden verbinden muss, weiss ich, dass ich die Freunde buchstäblich küssen muss, mit denen zusammen sein, und auch noch die Zehner wechseln – mit wem soll ich es machen? Sich wieder vor der neuen Vereinigung zu beugen?

Ich soll begreifen, dass ich nicht fähig bin, mich zu vereinigen, ich will es nicht – ich stoße es ab – nur nicht das! Und den Hass, den Hass – so viel wie möglich. Jedoch rege ich ihn künstlich nicht an, sondern strebe  nach Vereinigung, nach Liebe, nach Unterstützung und merke, inwiefern es gegen meiner Natur ist. Erst dann werde ich dementsprechend Abneigung und Hass empfinden. Es muss aber erst enthüllt werden, es ist die Offenbarung der Wahrheit,  unserer wahren Natur. Der Wille zu empfangen wird enthüllt und ich habe dann einen Grund zu beten, dagegen zu arbeiten und sonst nicht.

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Ein Mensch kann in der Tat nicht erkennen wenn der wahrhafte Hass gezeigt wird. Sind die Unterstützung und die Klärungen in der Gruppe nötig, um ihm zu helfen, zu erkennen, was geschieht?

Ja, ihr sollt nachdenken, wie ihr zum wahrhaften Wunsch kommt, vereinigt zu werden und dementsprechend werdet ihr den Hass empfinden. Wir gehen auf der rechten Seite, in der rechten Linie – zur Vereinigung und enthüllen dagegen den Hass. Wir suchen nicht das Böse! Sogar wenn ich wie „der Alte“ nach angeblich Verlorenem suche – ich habe das Chissaron verloren – es ist gut so. Kurz gesagt, wir suchen nicht den Hass  – wir suchen die Vereinigung, und wenn wir tatsächlich auf die Vereinigung ausgerichtet sind, werden wir Hass empfinden – gegen die Vereinigung und als Folge gegen die Freunde. Dann achte ich die Freunde nicht – ich will mich nicht vereinigen und stoße sie immer ab.

Wenn ich in der  Unlust, Hass zu empfinden oder bei der Nichtbereitschaft, eine Anstrengung zu unternehmen vor dem  Schritt bis zur Offenbarung des Hasses stehen bleibe, was kann uns zwingen den Schritt entgegen der Vereinigung zu machen?

Da kann man nichts machen. Ohne den Hass zu enthüllen, können wir nicht aufrücken. Es ist ein Merkmal dafür, dass wir uns nicht genug unter dem Druck des Verlangens zur Vereinigung befinden. Der ganze Aufstieg besteht darin, dass ich mich unter dem Druck zur Vereinigung befinde und erkenne, das ich es auf keinen Fall will. Und wir bleiben in der Mitte stehen, wollen uns nicht vereinigen und können so 20 Jahre bleiben. Deshalb haben wir in unseren Schritten keine Kraft.

 

Artikel des Tages vom 3. Juni 2018

Wir studieren, dass im Geschöpf, in diesem gesamten System, es den Schöpfer und das Geschöpf gibt; das höhere Licht und das Verlangen, das Er wie einen schwarzen Punkt aus Sich erschuf und ihn entwickelt. Innerhalb des Prozesses der Entwicklung, mit Hilfe des höheren Lichtes, hat dieser Punkt den Zustand erreicht, wo er sich als ein gewisses Geschöpf wahrnimmt: der Mensch in dieser Welt, der allein existiert, selbständig, steht in seiner eigenen Macht und ahnt nicht, dass er sich innerhalb des höheren Lichtes befindet. Er ahnt nicht, dass dieses Licht ihn lenkt, ihn dabei entwickelt und ständig einen Einfluss auf ihn nimmt.

Dieser schwarze Punkt, der Mensch in dieser Welt, begreift nicht, dass alles, was sich in ihm befindet, alles, was er tut, spürt, annimmt; absolut alles, von dem höheren Licht ausgeht, von der höheren Kraft. Genau darin besteht die Verhüllung, in der wir uns befinden. Unsere gesamte Arbeit besteht darin, diese höhere Kraft zu offenbaren, damit es uns klar wird, dass sie auf uns einwirkt und wir haben keine Freiheit, im nichts außer dem einen: zu wünschen, dass diese Kraft zurückkehren soll und uns lenken soll (was auch jetzt in Wirklichkeit geschieht, aber ohne unser Wissen).

Deswegen existieren zwei Welten: die niedere Welt, in der wir uns angeblich unter unserer Macht befinden und die höhere Welt: wenn wir offenbaren, dass alles nur von oben kommt, vom Licht, vom Schöpfer.

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Genau hier, in dieser Arbeit, klären wir hauptsächlich, wo unser freie Wille sich befindet. Wo wir wirklich dank der Verhüllung und Enthüllung in der Mitte die Freiheit der Wahl erkennen können. Dort werden wir als Geschöpfe existieren und nicht unbewusst bleiben. Wir werden uns aber unter der vollen Macht des Schöpfers befinden oder im Bewusstsein Seiner Macht. Genau dort, in der Mitte, befindet sich dieser besondere Platz, wo wir unsere Unabhängigkeit feststellen können.

Ab wann geschieht das, wann passiert das?

Erst dann, wenn wir auf der Suche nach dem Zustand „Glaube über den Verstand“ sind. Allmählich offenbart sich die Wichtigkeit des Schöpfers und wird größer als die Wichtigkeit des Menschen. Das offenbart sich von oben auf so eine Art und Weise, dass manchmal der Mensch spürt, dass der Schöpfer in seinen Augen größer wird, als er selber. Und er ist bereit sein ganzes Leben in Ihn zu investieren, absolut alles. Diese Wahrnehmung kommt und geht, verschwindet und kommt wieder.

Diese Arbeit heißt „die Arbeit über dem Verstand“, „das Glauben über den Verstand“, „das Geben über die Kraft des Empfangens“. Weil das alles auf dem Verlangen zu empfangen basiert, welches sich schon früher im Menschen offenbart hat. Deswegen heißt das „der alte und dumme König“. Dieses Verlangen wächst aber ständig, zusammen mit der Kraft des Glaubens, damit es dem Menschen die Möglichkeit gibt, gegenüber der Kraft des Glaubens seine Selbständigkeit, zwischen den beiden Kräften als die mittlere Linie zu definieren. Genau dort treffen sich der Mensch und der Schöpfer.

Lasst uns diese Arbeit in der Kraft des Gebens, über die Kraft des Empfangens klären. Je mehr wir das klären werden, die Anstrengungen darin unternehmen, desto mehr werden wir verstehen, dass wir dies nur innerhalb der Gruppe, innerhalb des Zehners realisieren können. Deswegen ist die Bündigkeit der Bürgschaft, die Notwendigkeit der Verbindung „um den Berg Sinai“ die Vorbedingung für das Erhalten der Kraft des Gebens von oben ist.

Der Buchstabe Alef

Der Buchstabe Alef stand draußen und trat nicht ein, um vor dem Schöpfer zu erscheinen. Der Schöpfer sagte zu ihm: „Warum kommst du nicht zu mir wie alle anderen Buchstaben?“ Alef antwortete: „Weil ich alle Buchstaben gesehen habe, die Deine Gegenwart ohne die gewünschte Antwort verlassen haben. Und außerdem sah ich, wie Du dem Buchstaben Bet dieses große Geschenk überreicht hast. Und in der Tat kann der König des Universums Sein Geschenk nicht zurücknehmen und es einem anderen geben!“ Der Schöpfer antwortete: „Obwohl ich die Welt mit dem Buchstaben Bet erschaffen werde, stehst du an der Spitze aller Buchstaben und es wird keine Einheit in Mir geben, sondern nur durch dich allein; alle Berechnungen und Taten dieser Welt werden immer mit dir beginnen, und die ganze Einheit wird nur in dir sein.“

Aus: Sohar, Die Buchstaben des Rabbi Hamnuna Saba

spirituelle Funken

Der Tag des Schöpfers

„Wehe denen, die sich sehnen nach dem Tage des Schöpfers. Wozu [dient] Euch der Tag des Schöpfers? Er ist Finsternis und nicht Licht.“ Diejenigen, die den Tag des Schöpfers erwarten, warten darauf, dass ihnen der Glaube über dem Verstand gegeben wird, dass dieser Glaube so stark sein wird, als würden sie mit eigenen Augen sehen, mit dem sicheren Gefühl, dass es so ist. Also dass der Schöpfer die Welt nur wohlwollend lenkt.

Das heißt, sie wollen nicht sehen, wie der Schöpfer die Welt wohlwollend lenkt, da sich Sehen und Glauben widersprechen. Anders gesagt, besteht Glauben gerade dort, wo es gegen den Verstand geht. Und wenn der Mensch etwas entgegen dem Verstand tut, dann wird dies Glauben über dem Verstand genannt.

 

Baal HaSulam, Shamati 16

Die Stufen der Unabhängigkeit

Das Erreichen der Unabhängigkeit ist im Prinzip die ganze Arbeit, die der Mensch auf dieser Erde verrichten muss. Der gesamte Prozess, von dem Moment unserer Geburt bis zum Eintritt in die spirituelle Welt und die weitere Entwicklung der Seele bis zur Endkorrektur, ist ein Voranschreiten in Richtung Unabhängigkeit.

Die Unabhängigkeit wird in der Ebenbürtigkeit mit der höheren Kraft, dem Schöpfer realisiert. Nicht mehr und nicht weniger. Solange der Mensch die Stufe des Schöpfers nicht erreicht, Seine Kraft, die Übereinstimmung in allen Eigenschaften mit Ihm, wird er seine Entwicklung nicht abschließen können und erlangt keine Unabhängigkeit.

Baal HaSulam „Vorwort zum Buch Panim Meirot uMasbirot“: Im Sohar steht geschrieben, dass dank dieses Buches die Söhne Israels aus dem Exil kommen. Und in vielen Quellen wird gesagt, dass wir nur mithilfe der Verbreitung der Wissenschaft der Kabbala an alle Menschen der vollkommenen Befreiung würdig werden, weil das verborgene Licht in diesem Buch das einzige Mittel ist, das fähig ist, den Menschen zu seiner Quelle zurückzuführen.

Daraus folgt, dass man nur auf diese Weise die Unabhängigkeit, die wir so ersehnen, sogar im materiellen Sinn erreichen kann. Nur auf diese Weise können wir uns von der äußeren Bedrohung befreien, die uns nie verlässt und uns jedes Mal dazu zwingt, ums Überleben zu kämpfen.

Die Möglichkeit, in ihr Land zurückzukehren, wird dem Volk Israel als eine Chance für einen bestimmten Zeitabschnitt gegeben. Diese Möglichkeit wurde ihnen gegeben, um Unabhängigkeit zu erlangen. Die Unabhängigkeit hängt von der Offenbarung der Wissenschaft der Kabbala für die ganze Menschheit ab.

Wir existieren innerhalb des Systems der Natur, in einem besonderen Netz, das nach seinen eigenen Gesetzen funktioniert. Man kann die einzelnen Ausformungen dieser Gesetze studieren: auf der unbelebten, pflanzlichen und tierischen Stufe. Die Physik befasst sich mit der unbelebten Form, die Botanik mit der pflanzlichen, die Biologie, Zoologie und Genetik mit der tierischen Form (also alles, was mit lebendigen Organismen zu tun hat).

Es gibt aber noch einen Teil, der sich auf die innere Welt des Menschen bezieht. Die Psychologie beschäftigt sich ein wenig damit, und auch die Psychiatrie. Ihre Möglichkeiten sind aber sehr begrenzt und im Prinzip bleibt dieser Bereich der Wissenschaft unerforscht.

Die einzige Wissenschaft, die sich wirklich mit der inneren Welt eines Menschen befasst, ist die Wissenschaft der Kabbala. Sie erforscht den Menschen als ein inneres System, das nach bestimmten Gesetzen funktioniert und sie erlaubt uns, diese Gesetze zu verstehen und zu benutzen, um die Natur des Menschen zu ändern und ihn auf diese Weise zu einer guten Form der Existenz zu bringen.

Wir können unseren Lebensraum dank dem Wissen über physikalische, chemische und andere Gesetze verbessern und das Leben komfortabler machen. Genauso können wir mithilfe des Wissens der Gesetze, die die Wissenschaft der Kabbala erklärt, die inneren Eigenschaften des Menschen verbessern.

Diese Gesetze ändern sich nicht und sind voll und ganz für unsere Generation vorbereitet. Das steht im Gegensatz zu den Gesetzen der Psychologie, die sich ständig ändern, d.h. morgen wird das, was heute als schädlich angenommen wird, als nützlich erklärt.

Die innere Natur des Menschen unterliegt absoluten und unveränderlichen Gesetzen. Diese Gesetze kommen aus der höchsten Kraft der gesamten, von uns offenbarten Natur. Sie breiten sich bis in die Tiefen der Schöpfung aus. Die Natur des Geschöpfes ist der Natur des Schöpfers entgegengesetzt.

Deswegen schreibt Baal HaSulam, dass nur mithilfe der Offenbarung der Wissenschaft der Kabbala die ganze Welt aus dem Exil in die Freiheit kommen kann. Das Volk Israel soll das als erstes tun und damit allen anderen Völkern ein Beispiel geben. Das nennt sich „das Licht für die Völker der Welt sein“.

Auf diese Weise kommen wir aus allen Beschränkungen dieser Welt heraus, anstatt in ihnen gezwungenermaßen zu existieren, nur um unseren Körper zu versorgen und ihm in jedem Augenblick den komfortabelsten Zustand zu gewährleisten. Wir verbringen unser ganzes Leben mit der Versorgung des Körpers, der im Endeffekt sowieso stirbt, und dabei werden all unsere Anstrengungen vernichtet.

Wir können aber damit beginnen, so mit uns selber zu arbeiten, dass wir die echten, ewigen Stufen des Daseins erreichen. Diese Stufen sind höher als die Sorgen über den tierischen Körper. Dann wird zu unserer Hauptsorge die Offenbarung der höheren Kraft und die Übereinstimmung in der Eigenschaften mit ihr.

In dem Maß, in welchem wir uns dem Schöpfer angleichen, erlangen wir die Möglichkeit ewig zu sein, genauso wie Er. Danach beginnen wir die Stufen empor zu steigen und erreichen eine noch größere Kraft der Ewigkeit und Vollkommenheit.

Das Wichtigste ist, sich über seinen Körper, der uns nur für eine begrenzte Zeitperiode gegeben wurde, zu erheben. Wenn ich mich der Sorge um den Körper widme, beschäftige ich mich mit einer aussichtslosen Arbeit, weil ich all meine Kräfte und mein ganzes Leben in das investiere, was unumgänglich sterben wird. Das heißt, dass all meine Anstrengungen nutzlos sind. Deswegen sind wir einfach dazu verpflichtet, die Möglichkeiten, die uns die Wissenschaft der Kabbala anbietet, zu realisieren.

Aus Laitman.de, Die Stufen der Unabhängigkeit